April 2018
  • Day9

    Nice weather and time? Let's go!

    April 22, 2018 in Germany ⋅ ☀️ 27 °C

    Drei tolle Tage voller neuer Eindrücke sind zu Ende - die kleine "Tour de Alsac" machte mir Lust auf mehr - mehr Wandern in den Hochvogesen, mehr Spezialitäten aus dem Elsass genießen, einfach mehr von der wunderschönen, abwechslungsreichen Landschaft erleben.

    Auf dem dreistündigen Weg zurück nach Hause, durchfuhr ich wieder das "liebliche" Munstertal ( zum Schluß eine Hommage an Susi ) - natürlich galt es noch, ein typisches Souvenir der Gegend zu besorgen, den berühmten cremigen Münsterweichkäse mit seinem strengen Geruch. Zahlreiche Wegweiser an der Landstraße führen zu den Käsereien, das Zufallsprinzip entscheidet - bei mir fiel die Wahl auf den "Ferme Versant du Soleil" ( "Bauernhof Sonnenhang" - was für ein schöner Name :-)! Danach führte die Strecke durch Munster selbst - auf dem Dach des Münsters der Stadt nisten mehrere Weißstorchen-Paare. Auch für mich, der aus einer Storchengegend kommt, ein nicht alltäglicher Anblick.

    Schon eine Stunde später überquerte ich bei Straßbourg die Grenze nach Deutschland - "Au revoir France"!
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  • Day8

    Risk of death at "Le Hohneck"!

    April 21, 2018 in France ⋅ ☀️ 19 °C

    Vorab sei schon einmal gesagt - ein aufregender Tag!

    Der Aufbruch zur Halbtageswanderung zum Gipfel des "Le Hohneck" ( mit 1363 Meter, dritthöchster Berg der Vogesen ) erfolgt gegen 11.00 Uhr vom Parkplatz der Passhöhe "Col de la Schlucht". Ganz bewusst habe ich mir "nur" einen mittelschweren Weg ausgesucht - auf der Strecke sollen noch vereinzelt breite Schneefelder liegen, deren Überquerung Geduld erfordert. Schon nach kurzer Zeit auf dem Fernwanderweg GR 5, ist die Schneegrenze erreicht, aber das Laufen auf dem halbgefrorenen Untergrund fällt nicht schwer. Eine halbe Stunde später liegt die Almwirtschaft "Auberge des Trois Fours" vor mir - Zeit für eine kurze Kaffeepause und den herrlichen Blick ins Tal.

    Weiter geht's und die Wanderung ist zunächst deutlich leichter als erwartet! Die Schneefelder lassen sich problemlos durchlaufen - die Landschaft wird alpiner! Wunderschöne Ausblicke und dann unglaublich....., an einer spektakulären Felsengruppe haben "Slackliner" ihr Seil gespannt - Wahnsinn! Immer wieder verliert der Extremsportler der gerade auf dem Seil balanciert bei dem leichten Wind das Gleichgewicht, fällt von der Line, hängt gesichert über dem tiefen Abgrund und versucht es wieder - Respekt vor dieser Leistung!

    Über ein letztes breites Schneefeld erreiche ich mein Ziel - zuletzt ist der Weg teilweise recht steil, aber verhältnismäßig einfach zu bewandern und belohnt bei klarer Sicht mit einem "Panorama unique" bis zu den Alpen. Gegen 14.00 Uhr beginnt für mich der Rückmarsch - wieder über besagte Schneefläche. Einige Minuten später traue ich meinen Augen nicht! Vier junge Wanderer stecken wenige Meter unterhalb des Weges in einer steilen Wand fest und scheinen für das letzte Stück Kräfte zu sammeln. Ich wundere mich noch, wie verrückt manche Menschen sind ( es geht an besagter Stelle mehrere Hundert Meter steil bergab ) und fotografiere die Vier.

    Jedoch ist die Situation eine ganz andere! Die Gruppe ist völlig entkräftet und traut sich die letzten steilen Meter bis zum sicheren Weg nicht mehr hoch. Meine Hilfe nehmen sie gerne an und so steige ich den Abhang zwei Meter tiefer, suche festen Tritt und reiche dem ersten jungen Mann meinen Wanderstock. Es dauert einige Zeit, da er noch mindestens drei Meter klettern muß bis er meinen Stock erreicht, aber dann hat er ihn und kurz darauf ist er in Sicherheit! Der Zweite bekommt wenig später den Stock zu greifen, den sein Freund ihm entgegen streckt, während wir uns an den Handgelenken festhalten. Bei den beiden jungen Frauen gestaltet sich die Hilfsaktion schwieriger. Sie haben fast keine Kraft mehr - schaffen es aber doch nach einigen Minuten ohne abzurutschen zurück auf den Weg.

    Auf meine Frage, wie es denn dazu kam das sie in die Wand gestiegen sind, war die Antwort "wohl eine Mischung aus den richtigen Weg nicht gefunden und Übermut". Alles nochmal gut gegangen! Nach etwas über acht Kilometer Wanderung, ist vier Stunden nach meinem Aufbruch der Parkplatz von "La Schlucht" wieder in Sicht - ein erlebnissreicher Tag!
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  • Day8

    Camp at "Lac de Longemer"

    April 21, 2018 in France ⋅ ☀️ 14 °C

    Es gibt fünf Camping- / Zeltplätze am "Lac" - heute ist offizieller Start in die Saison!

    Bei der gestrigen Fahrt entlang am Ufer, habe ich mich für "Les Jonquilles" ( www.camping-jonquilles.com ) entschieden - die direkte Seelage und das großzügige Platzangebot waren dafür ausschlaggebend. Die Rezeption befindet sich an der Uferstraße gegenüber vom Campingplatz und bietet neben mehrsprachigem Empfang, auch einen kleinen Markt, der unter anderem morgens das für Franzosen überlebenswichtige Baguette frisch anbietet. Meinen Zeltplatz konnte ich nahezu frei auswählen, da für heute nur wenige Reservierungen eingetragen waren. Alles präsentiert sich sehr gepflegt, es gibt überall Trinkwasser auf dem Gelände ( was hätten wir dafür auf dem Lykischen Weg gegeben ), und man kann ausgiebig heiß duschen. Für 12,00 € die Nacht ( Preis für die Saisonzeiten außerhalb der Sommerferien - die Plätze direkt am Wasser kosten 5,00 € mehr ) habe ich mir einen hübschen Fleck am Gebirgsbach ausgesucht, der die Anlage durchfließt und mir jetzt als Kühlschrank und mit seiner Geräuschkulisse, auch als Einschlafhilfe dient. Dank meiner XXL-Wärmflasche und jeder Menge Decken, mußte ich heute Nacht bei 12 Grad Außentemperatur nicht frieren und Dank Küchenrolle, konnte ich das Kondenswasser an der Zeltinnenwand "bekämpfen"!

    Fazit der ersten Übernachtung: Die Vogesen im April sind eben nicht das Taurusgebirge im Juni :-)!
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  • Day7

    The most beautiful village in France?

    April 20, 2018 in France ⋅ ☀️ 23 °C

    Gerade einmal zwei entspannte Fahrtstunden von meinem Wohnort entfernt, liegt besonders malerisch, nahe der bekannten Stadt Colmar, zwischen den Höhen der Vogesen und der elsässischen Tiefebene, das winzige Weindorf Riquewihr.

    Dort angekommen, finden sich "Walt Disney-Begeisterte" ( heute eine Hommage an Marylin :-) gefühlt inmitten der Filmkulisse von "The Beauty and the Beast". Das knapp 1500 Einwohner zählende französische "Schmuckstück" erfüllt wahrlich alle Klischees, die man weitläufig mit Fachwerkromantik verbindet - wie in einem Freilichtmuseum reihen sich im mittelalterlichen Dorfkern die farbenprächtige Häuser aus dem 16. Jahrhundert aneinander - Fotomotive an jeder Ecke!

    Bei hochsommerlichen Temperaturen ( und das Mitte April :-) schlendere ich durch die romantischen Gassen, die sich jetzt am späten Vormittag langsam mit Besuchern füllen - natürlich dürfen auch die Koreaner und Japaner nicht fehlen, die ganz begeistert von den bunten Häusern und wie es scheint, noch mehr von den Störchen sind, die zahlreich auf den Dächern brüten. Viele Restaurants, Cafés und Weinstuben präsentieren sich sehr einladend und..... tatsächlich lasse ich mich zu einer Spezialität der Gegend verführen - "Tarte Flambée de Munster" ( Flammkuchen mit dem berühmten Weichkäse aus der Region ).

    Nach drei Stunden Sightseeing in Riquewihr, fahre ich auf Landstraßen weiter durch das Munstertal in Richtung Hochvogesen - auf einzelnen Gipfeln liegt noch Schnee! Eine knappe Stunde später ist das heutige Tagesziel erreicht.

    Der ruhig am "Lac de Longemer" gelegene Campingplatz "Les Jonquilles" startet offiziell erst morgen in die Sommersaison, öffnet aber schon heute für die ersten Gäste - Glück gehabt! Noch ein kurzer Besuch im hervorragend sortierten Supermarkt "Super U" des Nachbarortes Gérardmer und zehn Minuten später befinde ich mich wieder, bevorratet mit Käse, Baguette, einer Flasche Silvaner und Pepsi Max zurück am See.
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  • Day2

    Just once to Belgium

    April 15, 2018 in Germany ⋅ ⛅ 17 °C

    Für heute steht ein Kurztrip ins belgische Lüttich auf unserem Plan. Nach nur fünf Minuten Autofahrt ist die Grenze des Nachbarlands erreicht, weitere vierzig Minuten später die wallonische Stadt selbst.

    Lüttich weißt einige interessante Bauten auf, kann uns aber nicht begeistern! Die Straßen sind meistens eng, wirken unaufgeräumt und durch die hohen Gebäude oft dunkel und wenig einladend. Nur einige große Plätze wie beispielsweise der "Saint Lambert" mit dem Palast der ehemaligen Fürstbischöfe vermitteln Freiraum und etwas Flair. Einen Besuch wert, ist auf jeden Fall die Treppe "Montagne de Bueren" mit ihren 374 Stufen. Bei einer Steigung von fast 30 Grad gleicht der Aufstieg gefühlt einer kleinen Bergwanderung - uns zumindest fehlte heute die Motivation die Stufen zu zählen, wir vertrauten da einfach Mal den Informationen von Wikipedia. Die ungewöhnliche Treppe wurde im 19. Jahrhundert erbaut, um den Soldaten die oberhalb in der Zitadelle stationiert waren, eine direkte Verbindung ins Stadtzentrum zu bieten.

    Fazit unseres Ausflugs: Vergleicht man das belgische Lüttich mit dem holländischen Maastricht, gewinnt für uns ganz klar das nur 33 Kilometer entfernte niederländische Einkaufsparadies mit seiner schmucken Altstadt.
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  • Day2

    Out of the ordinary!

    April 15, 2018 in Germany ⋅ 🌧 10 °C

    Buchhandlungen gibt es in jeder Stadt, aber die schönste Buchhandlung der Welt ( so beschrieb sie die britische Tageszeitung "The Guardian )? Das ist doch auf jeden Fall einen kurzen Blick wert, oder?!

    Wer jetzt vielleicht ein modernes, von einem Stararchitekten entworfenes Gebäude erwartet, oder an ein nostalgisches Generationsgeschäft mit dem Charme von Jahrhunderten denkt, liegt absolut falsch! Diese Buchhandlung befindet sich, ganz einzigartig auf der Welt, in einer über 700 Jahre alten, gotischen Kirche. Was anderorts zu kontroversen Diskussionen, oder gar zu Ausschreitungen geführt hätte, scheint hier ganz selbstverständlich - in Maastricht stört sich niemand daran! Es gibt in der Stadt so viele Kirchen, daß einfach das Geld fehlt, um alle Sakralbauten zu erhalten. So wurde besagtes Gebäude schon seit über 200 Jahren nicht mehr für Gottesdienste genutzt und stand viele Jahrzehnte lang leer. War danach Austragungsort für beispielsweise Boxtuniere, Automobil-Shows oder Weichnachtsmärkte und stellt nun seit 2006 der Buchhandlung "Dominicanen" die ehrwürdigen Räumlichkeiten als Verkaufsfläche zur Verfügung. Auf 30 Meter Länge und 18 Meter Höhe, finden dort Lesebegeisterte in außergewöhnlichem Ambiente eine riesige Auswahl und die unzähligen Tagestouristen mit ihren Kameras fantastische Motive vor. Effektvoll illuminiert kommt "Harry Potter-Atmosphäre" auf und im ehemaligen Priesterchor bewirtet ein tolles Café, in dem auch literarische Veranstaltungen und Konzerte stattfinden, die zahlreichen Besucher der Sehenswürdigkeit mit lokalen Leckereien, wie beispielsweise "Rijstevlaai" ( Reiskuchen ) - unbedingt besuchen und staunen!

    Anmerkung des Bloggers: Die Livraria "Lello" im portugiesischen Porto ist meiner Meinung nach, als Kandidat für die schönste Buchhandlung der Welt ein gleichwertiger Mitbewerber - nur so als Tipp für "The Guardian" :-)!
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  • Day1

    Day trip to Maastricht

    April 14, 2018 in the Netherlands ⋅ ⛅ 17 °C

    Ganz entspannt bei einem Tagesausflug die niederländische Universitätsstadt Maastricht erkunden? Ein Besuch bei Jessi nach ihrem kürzlichen Umzug ins Dreiländereck D-NL-B macht's möglich!

    Nach gerade einmal vierzig Fahrminuten ist das Ziel erreicht - ein Parkhaus am Maas-Ufer, nur wenige Gehminuten vom Altstadtviertel "Binnenstad" entfernt. Dazu einen Tipp von mir: Parken in Maastricht ist teuer, die Stundensätze der Parkplätze und Häuser sind sehr unterschiedlich - Vergleichen macht also Sinn! Das beste Preis / Leistungsverhältnis bieten die P + W ( Park and Walk ) Parkplätze, von denen aus die historische Altstadt zu Fuß in ca. 15 Minuten erreicht wird. Wir spazieren nur kurz über die "Sint Servaasbrug"" - eines der Wahrzeichen der Stadt - die den namesgebenden Fluss für eine der ältesten Städte Hollands überspannt und befinden uns mitten im Zentrum der beliebtesten Einkaufsstadt der Niederlande, die besonders am Wochenende zahlreiche Besucher aus den deutschen und belgischen Grenzgebieten anlockt. In den schmucken Gassen ziehen die vielen prachtvollen Patrizierhäuser die ersten Blicke auf sich und ein Geschäft steht neben dem anderen.

    Die Maastrichter leben und lieben ihr niederländisches "Dolce Vita" - unzählige Cafés, Bars, Streetfood-Stände und Restaurants sind bestens besucht an diesem sonnigen Frühlingstag. Unbedingt einen Besuch wert ist der "Vrijthof" - der größte Platz der Stadt mit seiner romanischen Kreuzbasilika aus dem 11. Jahrhundert. Eingerahmt von Alleen und in zweiter Reihe dahinter von Restaurants, pulsiert hier das Leben.
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