Road96Runner

Joined September 2016
  • Day6

    Braunfels

    November 23 in Germany ⋅ ☁️ 6 °C

    Braunfels ist ein Luftkurort und eine Stadt im mittelhessischen Lahn-Dill-Kreis.
    Bekannt ist Braunfels für sein Schloss, das seit dem 13. Jahrhundert Sitz der Grafen von Solms ist.

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  • Day6

    Schloss Braunfels

    November 23 in Germany ⋅ ☀️ 4 °C

    Das Schloss Braunfels liegt auf einer Basaltkuppewestlich des Luftkurortes Braunfels im mittelhessischen Lahn-Dill-Kreis. Seit dem 13. Jahrhundert ist es Sitz der Grafen von Solms und befindet sich noch im 21. Jahrhundert im Familienbesitz der Grafen von Oppersdorff zu Solms-Braunfels.

    Das Schloss Braunfels dominiert die Landschaft weit hinein bis zum Lahntal und kann als landschaftliches und kulturgeschichtliches Gegenstück zu Schloss Schaumburg im unteren Lahntal gesehen werden. Der Aus- und Umbau Ende des 19. Jahrhunderts gehört zu einer Phase des schöpferischen Historismus in neogotischen Elementen, in der bewusst eigene Formen verwendet wurden. Als einer der bedeutendsten Schlossumbauten des Historismus kommt Braunfels eine hohe überregionale Bedeutung zu.

    Geschichte

    Als Castellum Bruninvels wurde die Burg 1246 erstmals urkundlich erwähnt. Ursprünglich eine Verteidigungsburg gegen die Grafen von Nassau, wurde sie ab 1280 Wohnburg der Grafen von Solms. Nach Teilung des Adelsbesitzes unter drei Linien und Zerstörung der Stammburg Solms durch den Rheinischen Städtebund wurde Schloss Braunfels 1384 neuer Stammsitz der Grafen von Solms-Braunfels, die als einzige der drei Linien überlebt hat und 1418 Erbe des gesamten Besitzes wurde. Nach erneuter Teilung und Wiedervereinigung besteht diese Linie noch heute.

    Zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert fanden umfassende Erweiterungen der Kernburg statt. Graf Otto II. ließ die mittelalterliche Burg um 1500 zu einer Festung ausbauen. Aus dieser Bauphase ist die spätgotische Schlosskirche erhalten. Der Stich von August Rumpf, den Matthäus Merian in seiner Topographia Hassiae von 1655 abbildete, gibt Aufschluss über den Zustand der Burg vor ihrer barocken Umgestaltung zum Schloss (ab 1680).

    Während des Dreißigjährigen Krieges war Schloss Braunfels umkämpft und wurde schwer beschädigt. Durch die Unterstützung für Friedrich V. fiel Graf Johann Albrecht I. zu Solms-Braunfels unter Reichsacht. Sein Schloss Braunfels wurde 1621 kampflos von Spanischen Truppen im Auftrag des Kaisers besetzt. 1629 belagerte Graf Philipp Moritz von Hohensolms erfolgreich Stadt und Schloss Braunfels. Kaiser Ferdinand II. belehnte daraufhin Johann t’Serclaes von Tilly 1630 mit dem Schloss. 1632 wurde das Schloss von schwedischen Truppen erobert, die es aber bereits 1634 wieder an die Kaiserlichen verloren. Ein Jahr später 1635 besetzte Graf Ludwig Heinrich von Nassau-Dillenburg mit einem Überraschungsangriff das Schloss. 1640 eroberten nach Belagerung Truppen des Herzogtums Sachsen-Weimar das Schloss. Graf Johann Albrecht II. zu Solms-Braunfels konnte es 1641 wieder in Besitz nehmen.

    Graf Heinrich Trajektin (1648–93) ließ die Residenz in ein barockes Schloss umgestalten, das 1679 einem flächendeckenden Stadtbrand zum Opfer fiel. Seinem Nachfolger, Graf Wilhelm Moritz, gelang jedoch zu Beginn des 18. Jahrhunderts ein schneller Wiederaufbau. Die Planungen von ihm und seinem Baumeister Johann Philipp Meyer aus Wetzlar für den Bau eines ausgedehnten Barockschlosses um 1720 wurden jedoch nicht verwirklicht.

    Mit dem Reichsdeputationshauptschluss 1803 endete die politische Selbstständigkeit des Fürsten Ferdinand zu Solms-Braunfels; das Territorium fiel an das Herzogtum Nassau. Das Schloss blieb weiterhin im fürstlichen Familienbesitz und 1828 bis 1848 Sitz der Fürstlich Solms-Braunfels´schen Regierung.

    Fürst Ferdinand ließ um 1840 neogotische Umgestaltungen und Restaurierungen vornehmen. Aus der romantischen Geisteshaltung heraus, das Mittelalter neu entstehen zu lassen, entstand eine idealisierte Phantasieburg, die es in Wirklichkeit im Mittelalter so nicht gegeben hat. Vorbild für die Arbeiten war der Ausbau der Burg Rheinstein im Geist der Rheinromantik. Parallel zum Ausbau der Burg ließ Fürst Ferdinand die Dianaburg bei Greifenstein als Jagdschloss erbauen.

    Ab 1880 folgten durch Fürst Georg ein zweiter Bergfried, Zu- und Anbauten von Erkern und kleinen Türmen im Stil des Historismus; Baumeister seines Geschmacks, an deren Ideen er sich mit seinen Architekten Edwin Oppler, Hugo von Ritgen und Rudolf Wiegmann orientierte, waren Eugène Viollet-le-Duc sowie Émile und Paul Boeswillwald.

    Der Braunfelser Besitz ging 1970 mit dem Tod des letzten männlichen Nachkommen dieser Linie, Fürst Georg Friedrich zu Solms-Braunfels (1890–1970), auf seine Tochter, Marie Gabrielle Gräfin von Oppersdorff Solms-Braunfels (gest. 2003) über. Ihr Gemahl, Hans Georg Graf von Oppersdorff-Solms-Braunfels (1920–2003) verwaltete den Besitz über 50 Jahre und ließ das Schloss, sein Inventar sowie die zugehörigen Gebäude renovieren, restaurieren und pflegen.
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  • Day5

    Niederlaasphe

    November 22 in Germany ⋅ ☁️ 2 °C

    Niederlaasphe ist ein Stadtteil von Bad Laasphe im westfälischen Kreis Siegen-Wittgenstein. Es grenzt direkt an den östlichen Ortsrand der Kernstadt und erstreckt sich bis zur westfälisch-hessischen Landesgrenze, eingerahmt von den Bergen des Rothaargebirges und des Gladenbacher Berglandes. Heute leben in Niederlaasphe rund 1100 Einwohner.

    Geschichte

    1307 wurde die Ortschaft zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Die Grafen zu Wittgenstein kauften damals die Dörfer Fischelbach, Hesselbach, Puderbach und Niederlaasphe von den Rittern zu Breidenbach.

    Der Brückenplatz mit dem 1881 errichteten und nach wie vor genutzten Backhaus bildet das historische Zentrum des Dorfes. Neben der Landwirtschaftprägten vor allem eine Mühle und die Amalienhüttedie strukturelle und wirtschaftliche Entwicklung der Ortschaft.

    Die Amalienhütte ging aus einem Hammerwerkhervor. Im Jahre 1848 erhielt Frau Amalie Jung die Baugenehmigung zur Errichtung eines Roheisenwerkes. 1859 floss das erste Roheisen aus dem Hochofen. Zu Ehren der Besitzerin erhielt das Werk seinen Namen.

    Im Jahre 1932 erwarb die Firma Buderus aus Wetzlardie Amalienhütte. Sie schloss am 1. Oktober 1975. Teile der Amalienhütte mit dem angrenzenden Hüttenweiher sind noch vorhanden. Auf dem ehemaligen Werksgelände befindet sich heute das wirtschaftshistorisch bedeutende Industriemuseum Trafostation.

    Am 1. Januar 1975 wurde Niederlaasphe in die Stadt Bad Laasphe (damals noch Laasphe) eingemeindet.

    Unweit der Amalienhütte in den Lahnwiesen beginnt der von Schülern des Bad Laaspher Gymnasiums im Jahre 1998 angelegte Planetenlehrpfad. Hier werden die Ausmaße des Sonnensystems mit den Entfernungen und den Größen der Sonne und ihrer Planeten im Maßstab 1: 1.000.000.000 veranschaulicht. Der ca. 6 km lange Lehrpfad führt entlang eines befestigten und entsprechend ausgeschilderten Weges zum Bad Laaspher Ortsteil Laaspherhütte.

    In den vergangenen Jahren nahm Niederlaasphe mehrfach mit Erfolg am Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ teil. Neben zahlreichen ersten und zweiten Preisen konnten dabei auch mehrere bronzene und silberne Plaketten errungen werden. 1999 erhielt Niederlaasphe zudem einen Sonderpreis des Tourismusverbandes Siegen-Wittgenstein für die Vernetzung verschiedener touristischer Angebote in Verbindung mit dem Lahntal-Radweg. Im Jahr 2000 wurde die Ortschaft erneut mit der Bronzeplakette des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.
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  • Day5

    Amalienhütte

    November 22 in Germany ⋅ ☁️ 2 °C

    Die Amalienhütte in Bad Laasphe-Niederlaasphe war ein Eisenwerk. Die ehemalige Transformatorstation ist heute ein Industriemuseum. Das Gebäudeensemble wurde am 1. Juli 1991 in die Denkmalliste der Stadt Bad Laaspheeingetragen.

    Geschichte

    Das Gebäudeensemble ging aus einem Eisenhammer am „Teich“ hervor, einem Weiher von Niederlaasphe. Dessen Konzession wurde 1707 von Graf Henrich Albrecht zu Sayn-Wittgenstein-Hohenstein an die Gewerke Johann Henrich, Wilhelm Heidersdorf, Hans-Georg Wittich und Antonius Bergmann erteilt. Bis Anfang des 19. Jahrhunderts waren die Familien Mittelmann und Feuring an dem Betrieb des Hammers beteiligt. Der Bürgermeister von Laasphe, Christian Müller, kaufte die Anlage 1821 für 11.000 Gulden; ein Weiterverkauf für 9000 Taler fand 1834 an Friedrich Doering, einen Apotheker aus Marburg, statt. Der Markt wurde in den folgenden Jahren von billigem Eisen aus Belgien und England dominiert. Der Betrieb des Hammers wurde damit schwieriger. Für 4.951 Taler ersteigerte Alexander Fürst zu Sayn-Wittgenstein-Hohenstein die Anlage 1846.

    Ein erneuter Verkaufsvertrag wurde im Oktober 1847 gezeichnet, in dem es vor allem um eine Hütte neben dem Hammer ging. Über ihren Schwiegersohn August Herwig erwarb Amalie Jung die Anlage für 4.695 Taler. Zu ihren Ehren wurde die Anlage in „Amalienhütte“ benannt. Im Jahr 1882 wurde die Hütte von Wallau ausgehend über die Obere Lahntalbahn an das Eisenbahnnetz angeschlossen.[1]

    Später produzierten bis zu 500 Arbeiter vor allem gusseiserne Öfen. Zwei Transformatoren in der Umspannstation hatten eine gemeinsame von 1000 kW. Bis 1965 wurde das Hammerwerk noch mit Wasserturbinen betrieben. Die Anlagen wurden 1975 von Buderus stillgelegt.

    Von dem Gebäudeensemble ist eine Remise, eine Werkswohnung und ein Verwaltungsgebäude erhalten geblieben.

    Transformatorgebäude

    Die Transformatorstation der Amalienhütte wurde 1924 errichtet. Dies erfolgte in Turmbauweise mit rotem Sandstein. Die Anlage verteilte die Energie über eine Ringleitung der Buderusschen Eisenwerkeim Lahn-Dill-Gebiet. Vor allem das Hüttenwerk wurde so mit Strom versorgt.
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  • Day5

    Planetenlehrpfad 1

    November 22 in Germany ⋅ ☁️ 1 °C

    Der Planetenlehrpfad Bad Laasphe wurde von Schülerinnen und Schülern des Kurses Mathematik/Erdkunde der Klassen 10 des Städtischen Gymnasiums Bad Laasphe geplant und von einer Projektgruppe anlässlich des 75-jährigen Schuljubiläums 1998 angelegt. 21 Wittgensteiner Unternehmen unterstützten das Projekt als Sponsoren. Außerdem wurde das Vorhaben vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Der Planetenlehrpfad ist ein Modell, das die unvorstellbaren Ausmaße des Sonnensystems mit den Entfernungen und den Größen der Sonne und ihrer Planeten im Maßstab 1:1.000.000.000 (eine Milliarde) darstellt.

    Seit Pluto 2006 zum Zwergplaneten erklärt wurde, kann man sich die Reihenfolge der acht Planeten mit dem folgenden Merksatz leicht einprägen:

    „Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unseren Nachthimmel.“

    Die ersten Buchstaben der Wörter des Merksatzes sind Hinweise auf die Namen der Planeten unseres Sonnensystems in der richtigen Reihenfolge:

    MERKUR, VENUS, ERDE, MARS, JUPITER, SATURN, URANUS, NEPTUN
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