Russia
Astrakhanskaya Oblast’

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7 travelers at this place:

  • Day22

    Moskau bei Nacht ....

    August 11, 2019 in Russia ⋅ ⛅ 27 °C

    Unser City Campingplatz ist richtig schön, um mich herum nur Bäume und eine kleine Wiese für Romeo.
    20m neben meiner Campertüre gibt es doch tatsächlich einen Fitnessplatz mit Outdoorgetäten und Hantelscheiben.
    Die werde ich auf alle Fälle heute mal testen.
    Mit Romeo gleich mal eine Runde durch den Moskauer Stadtwald machen. Kaum verlasse ich das abgezäunte Gelände und gehe dem Waldweg entlang, komme ich ca. 150 m weiter auf ein anderes Eingezäuntes Gelände, wo an den hohen Zaunwänden riesige Bilder von Huskys hängen.
    Aber Romeo ist von den Hunden schon gewittert worden.... und das Geheule geht gleich durch das ganze Rudel, ein ohrenbeteuerndes Heulen hallt durch den ganzen Wald...... es müssen ca. 20-30 Hunde sein die wir da aufgemischt haben.
    In Zukunft nehmen wir den entgegengesetzten Weg !
    Um 20.00 Uhr kommt der Bus und holt uns für die Fahrt zum Kremel bei Nacht ab.
    Auf dem roten Platz überrascht erstmal die entspannte und angenehme Atmosphäre und die märchenhafte Beleuchtung, der umliegenden Gebäude.
    Leider ist der rote Platz fast komplett eingezäunt , mit Bühnen und Stühlen voll gestellt. Es sind die Vorbereitungen für das grosse Fest der Militärmusik Gruppen. Aus 40 Ländern kommen die Militärkappellen, aber auch Pferdedressuren und die reitenden Husaren werden hier Vorführrungen geben.
    Auch das Edelkaufhaus GUM ist beleuchtet, als ob schon Weihnachten währe....... dann treten wir vor die grossen Eingangstore und der Himmel zur Strasse zum GUM leichtet wie die Milchstrasse.
    Der Kremel, die wunderschöne Basilika und auch der der Park gegenüber, es fasziniert uns alle.
    Um Mitternacht bringt uns der Bus wieder zurück und ich Fälle totmüde ins Bett.
    Morgen ist der ganze Tag Kremel und Bootsfahrt auf der Moscqua angesagt.
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  • Day29

    Rossosscka der Soldatenfriedhof

    August 18, 2019 in Russia ⋅ ⛅ 29 °C

    Wir verabschieden uns von der Dorfidylle und fahren nach Wolgograd.. Wir treffen uns aber zuvor ca. 10km vor der Stadt in dem Ort Rossoschka, den genau hier hat im 2. Weltkrieg die grösste Schlacht stattgefunden , hier starben die meisten Menschen darunter auch viele Zivilisten. Wer nicht in der Schlacht umkam , starb später durch die Kälte oder am Hunger.
    Alleine auf dem S chlachtfekd starben über eine Million Soldaten, die meisten Russen und Deutsche, aber auch Rumänen.
    Gemeinsam trafen wir uns mit einer örtlichen Reiseführerin die uns über die heutige Friedensstrasse, die die russischen Gräber von den deutschen und rumänischen Gräber trennt. Eigentlich sind Worte beim besichtigen der Gedenkstätte überflüssig es überkommt einem sowieso ein beklemmendes Gefühl.
    Im Gegensatz zu den bisherigen Städten im russischen Kernland gibt es in Wolgagrad keine alten Häuser, keine typischen alte Kirchen. Nicht ein altes Gebäude überlebte die Kriegsjahre 1942/1943 ! Über eine Million Einwohner leben heute in Wolgograd, soviel Soldaten starben auch in der Schlacht.
    Da es sehr heiss war, an die 37 Grad und Romeo im Camper bleiben musste( ( besser drinnen , denn draussen)
    hatte ich auch keine grosse Lust, mir den Blödsinn der vergangenen Kriegsjahre anzuhören. Also habe ich mich abgeseilt und bin alleine die Gedenkstätte abgelaufen.
    Teilweise sind es Massengräber mit bis zu 100 Toten, ihre Namen findet man auf den Gedenkstafeln bei den Russen und auf der deutschen Seite sind es grosse Würfel mit all den Namen die man bisher gefunden hat. Den es hört nicht auf...... es werden jeden Tag immer wieder Skelette und Knochen gefunden. Beim Strassenbau, oder wenn neue Häuser gebaut werden, aber auch auf den Feldern beim Pflügen, das ist hier ganz normal.
    Die Skelette sind durch die heisse, trockene Erde meist sehr gut erhalten, auch die Gegenstände die sie bei sich trugen. Die Erde im Umkreis des Schlachtfeldes ist sehr hoch eisenhaltig, was bei dem vielen Blut das hier in die Erde floss auch kein Wunder ist.
    Nach der Besichtigung führen wir das letzte Stück noch bis in die Innenstadt , im Zentrum von Wolgograd standen wir wieder einmal auf einem Hotelgelände, da es in vielen Städten einfach noch keine Campingplätze hat und ein sicheres Übernachten am besten auf Hotelparkplätzen gewährleistet ist.
    Diesmal direkt am Wolgastrand.....
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  • Day15

    An der Wolga entlang Richtung Astrachan

    June 24, 2019 in Russia ⋅ ☁️ 36 °C

    Wolgograd-Astrachan 420 km
    Wir treffen 5 deutsche Mottoradfahrer die aus Georgien und Kasachstan kommen.
    Die Landschaft hat sich bereits schon ca.100 km vor Wolgograd und noch mehr danach total verändert. Es wird noch heißer und Ackerland und Wald sind der Steppe gewichen. Wüstenklima, über der Wolga keine 50 km entfernt liegt Kasachstan. Große Schaf.-u.Ziegenherden queren die Straße, kaum noch Verkehr, wir fahren etwas abseits durch zwei Wolgadörfer mit traditionellen Holzhäusern. Die Menschen hier leben sehr bescheiden. In einem Aserbaidschanischen Resteraunt trinken wir für 0,20 € Kaffee, der Wirt wohnt schon seit 1978 in Russland. Wir treffen Vladimir einen 60 jährigen Russen der uns von seiner dicken Frau erzählt die seine Tochter sein könnte und von zwei Geliebten. Er sagt er hätte hier schon einen 140 kg Fisch, so groß wie unser Womo gefangen. Er zeigt uns einen tollen Übernachtungsplatz direkt an der Wolga. Wir sind jetzt in Kalmükien, Abends 23 Uhr: es hat immer noch 33 Grad, wie soll man da schlafen? Ich habe gar nicht gewusst was für eine Vielzahl von Mücken es auf dieser Welt gibt,
    Kilometerstand: 3920
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  • Day17

    Astrachan

    June 26, 2019 in Russia ⋅ ☀️ 32 °C

    Astrachan liegt auf sieben Inseln und hat 30 Brücken, das Venedig des Ostens. Hier leben viele Menschen aus unterschiedlichsten Nationen und Regionen friedlich zusammen, Kasachen,Kalmücken,Dagestanen,Russen,Georgier,Aserbajaner,Armenier,Tschetschenen, Inguscheten,Tscherkesen,Abchasen, Oseten und viele mehr. Es ist ein Genuss zu sehen wie Sie sich alle durch die gemeinsame russische Sprache miteinander verständigen so als ob das niemals anders gewesen wäre.
    Eine Multi-Kulti Gesellschaft.
    Die Leute hier sind wirklich alle sehr nett, auch zu uns Deutschen. Die Stadt selbst liegt an der Wolga ca. 80 km vom Einfluss in das kaspische Meer und ca. 60 km von der kasachischen Grenze entfernt. Sie hat einen sehr schönen Kreml und eine sehr schöne kilometerlange Flusspromenade. Leider hatten wir keine Möglichkeit in das Flussdelta vorzudringen, dazu bräuchte man mehr Zeit.
    Kilometerstand: 4180
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  • Day32

    Astrakhan

    August 21, 2019 in Russia ⋅ ☀️ 35 °C

    Astrakhan heisst der südöstlichste und damit der Ort , der am weitesten von meinem Zuhause weg ist. Astrakhan ist ein Brückenkopf zwischen Asien und Europa,....Orient und Okzident stossen hier aneinander .
    Als wir am Abend zuvor die Route besprachen, wurde uns schon gesagt, das es hier im August oft noch sehr heiss sein kann!? Noch heisser als wir jetzt schon haben ??? Wir haben zur Zeit jetzt schon 35 - 38° , 🥵das reicht den Mitfahrenden schon mehr als genug. Kaum sind wir nach der Tour zurück beim Hotel- Stellplatz, stürzten sich alle gleich in die kühlenden Wolgafluten, sammt den Hunden !😅😅
    Es sind Gottseidank nur 150km die bis Astrakhan zu fahren sind, aber wir dürfen nicht vor 17.00Uhr am Stellplatz ankommen. Somit plemperte ich die Morgenstunden etwas ab, bisschen den Wassertank auffüllen , gemühtlich nochmal Frühstücken und einen langen Spaziergang mit Romeo an der Wolga entlang. Aber gegen 10.00Uhr stieg das Thermometer schon wieder auf 35° und so fuhr ich los, Klimaanlage auf volle Pulle.
    Normalerweise hasse ich das Teil und ich spühre auch , das es mir schon auf die Bronchien schlägt. Aber mit dem Schweisstuch in der Hand, lässt es sich schwer Autofahren, vor allem bei den schlechten Strassen.
    Um ca. 12.00 Uhr bin ich schon 50 km vor Astrakhan, habe also noch viiiiel Zeit , bevor ich auf den Stellplatz darf. Wir stehen heute Nacht direkt an der Uferpromenade der Stadt und da wir so viele Fahrzeuge sind, würden wir den Tag durch, zu viel blockieren. Da es auch noch Samstag ist, ist zu erwarten, das viel los sein wird!
    In der Zwischenzeit haben Doris und Sigi schon einen schönen Platz an einer Anhöhe bei der Wolga, als Ruheplätzchen gefunden. Das Foto wurde natürlich von allen in unserem WhatsApp - Gruppe gesehen und fast alle wollten dahin.
    Ich sah schon auf dem Foto, das der Stellplatz aber noch ziemlich weit weg ist zum Wasser und Romeo bei der Hitze da nicht hinkommen kann. Einfach nur in der Hitze stehen und auf‘s kühle Nass runterschauen, macht echt nicht Sinn.
    Also suchte ich die Wege während des Fahrens schon ab, wo könnte ich möglichst nahe ans Wasser fahren...... und ich wurde fündig !
    Von der Strasse ab, über eine grössere Sandfläche hinweg..... und dann ging es steil und mit einem Riesengeschaukle runter zum Wolgaufer!
    Ohhhh, wir waren nicht ganz alleine, an diesem versteckten Ort. Es lagen noch einige Kühe auf dem ausgetrockneten Steppengras und versuchten etwas Schatten unter den spärlichen Büschen zu finden. Da sie aber wie halbtot da lagen und sich überhaupt nicht stören liessen, blieb ich da.
    Es war schön da und ich wahr richtig happy, auch noch ein etwas grösseres Gebüsch zu finden, das meinem Camper ein bisschen Schatten spenden konnte.
    Als ich meine Seitentüre öffnete, schlug mir eine trockene heisse Luft entgegen, die mich gleich zweimal überlegen liess, ob ich da raus wollte.
    Romeo sprang raus...... denn da waren ja Kühe, die müsste er sich doch mal genauer ansehen....... aber die Hitze und der heisse , rote Steppensand mit den stacheligen Gras, machte auch ihm kein Spass. Die Kühe machten ihm auch nicht die Freude, aufzuspringen und davon zu laufen, damit er ihnen hinterher rennen kann,....... neee war alles zu anstrengend !!
    Aber ins Wasser 💦 💦, das ist das einzige was hier noch hilft ! Als ich auf mein Thermostat schaute, verschlug es mir fast den Atem...... Aussentemperatur 49°.......,im Camper 37° !!!! Ja da willst du gar nicht raus....... oder ganz schnell ins Wasser!
    Ich entschied mich fürs Wasser und so wechselte ich schnell vom Sommerkleid zum Bikini.
    Ich hielt es locker 2 Std. im Wasser aus, zwischen durch setzte ich mich auf einen grossen Stein, der aus dem Wasser ragte und so konnte ich die Beine immer schön im Wasser lassen, kurz wieder eintauchen , den .....kaum aus dem Wasser, war man schon fast wieder trocken.
    Gegen 15.30h machte ich mich wieder auf die Socken und fuhr los , um knapp 1km weiter auf viele der aus unserer Gruppe zu treffen. Die standen schön in Reih und Glied , neben und hintereinander und teilten sich den Platz auch noch mit einigen Lastwagen.
    Da hatte ich aber das viel schönere Plätzchen...... und schwimmen konnte ich auch noch.
    Unterwegs hielt ich noch bei einer Gastankstelle und füllte meine Gasflasche nach, die mich ganze 2.50Fr. umgerechnet kostete.
    Ein Stück weiter sah ich eine Möglichkeit, endlich mal mein WoMo in einer Waschanlage abzuspritzen, was ich auch gleich nutzte. Es wahr ja auch sooooo dreckig, ein ganzer Friedhof voller Insekten 🦟 klebten auf der ganzen Vorderfront, eigentlich schon zum schämen 🙁.
    Das Ganze geht hier etwas anders ab, aber der nette Mann hat mir es ein bisschen versucht zu erklären. Wie das halt so mit Händen und Füssen geht.
    Das Vorwaschen mit dem harten Strahl ist wie bei uns, aber dann drückte er mir eine „Pumpgung“ am Schlauch in die Hand und damit schoss ich Schaum auf mein Gefährt, machte Spass, .... bis auf das, dass der Boden auch voll mit diesem Schaum wurde und das laufen sich wie auf einer Eisbahn anfühlte. Eine Bürste zum schrubben gab es nicht, wäre bei dem Glatteis auch kaum möglich...... aber der Schaum soll angeblich den Dreck auflösen, meinte der eine Mitarbeiter. Nach dem letzten Abspühlen sah mein Camper aber doch schon wieder ganz ansehnlich aus und als ich dann als letzte auf dem Stellplatz ankam, bemerkten das aber gleich alle sofort.
    Also der Stellplatz hier in Astrakhan, ist wie auf dem Serviertablett, wir fielen ganz schön auf. Drohnen flogen über unsere WoMos und wir wurden aufs genauste beobachtet. Kleine Häuser auf Rädern, dann gleich 17 Stück in allen Variationen auf einem Platz, die Sensation an diesem Samstagabend. Ein junges Paar mit mongolischen Gesichtszügen kam zu mir an meinen Tisch und fragte mich über alles aus, da sie von so einem Camper auf Rädern schon lange träumen. Natürlich wollte Sie es auch von innen sehen, er stand dabei davor und in seinem Kopf gingen schon alle Alarmglocken, was sich den seine Frau wohl schon wieder wünscht!
    Da kamen auf einmal 2 junge Polizisten 👮‍♂️👮‍♂️ auf mein Camper zu und fuchtelten mit ihren Schlagstöcken rum, redeten wild auf Russisch drauflos und zeigten auf meine Zitronenlimodose . Es ist verboten in der Öffentlichkeit Alkohol 🍺 zu trinken, ich solle meine Bierdose sofort vom Tisch nehmen und die gefälligst drinnen trinken.
    Ausgerechnet ich, die überhaupt kein Bier 🍺🍺 mag, ausser verdünnten „Radler“ aber das war Limo, hier im Laden gekauft , mit einem grossen 0% Alkohol drauf..... da kam er bei mir gerade richtig!
    Ich nahm die Dose und ging lächelnd auf die zwei Polizisten zu und hielt ihnen die Dose unter die Nase, zeigte mit dem Finger auf das 0% Zeichen und unterstrich es mit den Worten „: No Alkohol, no Bier!
    I dont like Bier !
    Die beiden schauten mich an , dann zu Romeo, der schwanzwedelnd an der langen Leine gefolgt ist, ..... murmelten etwas und verdrückten sich zwischen den anderen Campern.
    Als ich mich umdrehte, stand das junge Paar mit offenem Mund und starren Augen , sahen mich an...... bis Sie sich , als erste zu mir wante. „Das hätte ich nicht tun dürfen, dafür hätten sie mich ins Gefängnis bringen können !“ Ich hätte ihnen widersprochen, ..... Wiederspruch gegen die Staatsgewalt.......die Polizei kann hier so viel gegen dich verwenden, das man für Jahre für so einen (Scheiss-) Wiederspruch und auch noch mit Beweismittel ( Dose) in den Knast wandert.
    Der Mann erzählte mir dann so ein paar Anekdoten aus dem Leben hier mit der Justiz und ich konnte es fast nicht glauben, das dass hier anscheinend immer noch praktiziert wird ! Hab ich Glück gehabt, weil ich eine Touristin bin??

    Der Wodka wird also in Coladosen abgefüllt, oder die Flasche wird in Zeitungspapier gewickelt , um zu täuschen ! Das wussten auch die anderen aus der Gruppe nicht und alle die vor ihrem Camper sassen, mit einem Bier oder einem Glas Wein 🍷 wurden von den Polizisten angesprochen, das dass verboten sei !!
    Andere Länder - andere Sitten!
    Jetzt aber nochmal einen schönen Spaziergang an der Wolga entlang und sich das Nachtleben der Astrakhaner ansehen, denn von überall klingt Musik 🎶 und Leben......Feuerwerk !
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  • Day33

    Astrakhan zu Fuss erkunden....

    August 22, 2019 in Russia ⋅ ☀️ 36 °C

    Das war für die meisten aus der Gruppe eine sehr kurze Nacht.
    Für mich als Nachteule stimmt der Rhythmus der Astrakhaner -Einwohner perfekt. Gegen Abend wenn die Temperatur so unter 30° fällt, wird die Stadt erst richtig wach, das heisst,
    Rambo-Zambo bis Nachts um 2.00 Uhr. Vielleicht auch länger, aber danach habe ich geschlafen......meine Mitreisenden klagten nur am Morgen 😞😒🙁
    Die Autos mit quietschenden Reifen und volle Pulle Musik 🎵 an, oder gleich eine ganze Schar Teenies mit aufgedrehter Musik imGettoblaster , an sowas kann ich mich aus meiner Zeit auch noch erinnern 😀!! Ja , das Leben spielt sich hier auf den Strassen, in den Parks und am Quai der Wolga ab.... und wir standen mit unseren Womos in der ersten Reihe!

    Am heutigen Morgen wurden wir von einer Reiseleiterin aus der hiesigen Stadt um 9.30 Uhr abgeholt, um mit ihr eine Runde zu Fuss durch die Innenstadt zu machen!
    Also trotteten Mensch und Hunde los, am besten immer dem Schatten nach, den die Temperatur fing schon wieder an zu steigen, dabei fiel sie auch Nachts nur knapp unter 30°.
    Als erstes fällt einem an den Einheimischen schon bei vielen die Ähnlichkeit der Mongolen auf, was aber eher Kalmücken sind. Man hat den Kalmücken diesen Zipfel des Landes eingestanden , um Ihnen den Zugang zum Wasser der Wolga zu ermöglichen.
    Nur rechts und links der Wolga ist es möglich , etwas grünes mit viel hegen und pflegen und viel Wasser 🚿 giessen , das es grünt und blüht in den Parkanlagen.
    Dieses trockene und heisse begleitet uns seit Wolgagrad und erstreckt sich bis zum Wolgadelta hier in Astrakhan, nur das hier schon gar nicht mehr so viel Wasser mit der Wolga ankommt, es versickert schon auf dem Weg ... bevor es im Kaspischen Meer ankommt.
    Das Resultat haben einige von uns gesehen, als wir uns nach der Führung ans Ufer des Kaspischen Meeres machten.
    Wir mussten fast eine Stunde fahren, bis wir an ein begehbares Uferstück kamen.
    Das K-Meer zieht sich zurück und auf der russischen Seite ist es bis weit draussen eine warme, sumpfige Brühe mit einem Wasserstand bis zu den Waden. Eine Schifffahrt 🛳 ist auf diesem See/Meer schon lange nicht mehr möglich. Auf der gegenüberliegenden Seeseite, in der hinteren Bucht wo das Wasser an Turkmenistan und Aserbaitschan angrenzt, sei es teilweise noch 3-5 m tief.
    Der See trocknet langsam aus, dabei steht die Kaspische Flotte am Quai von Astrakhan , meist fest angebunden und irgendwelche Bands oder Stars geben auf ihnen Konzerte.
    Gestern Abend war eines der Schiffe zum Karaoke-Schiff ernannt worden, jeder der mitsingen wollte, durfte auf die Brücke und seinen Song singen. Die Zuschauer standen entweder am Quai oder fanden ein Plätzchen vorne am Bug oder sonst wo auf dem Schiff.
    Ja, übrigens........ liegt Astrakhan schon 28m UNTER dem Meeresspiegel
    Darum sind Springbrunnen ein absolutes Highlight und sehr selten im Stadtbild zu sehen . Gibt es einen, ist er der Anziehungspunkt für Gross und Klein.
    Wir besichtigten auch hier den Kremel und die dazugehörigen Kirchen. Ein Kloster ist noch mitten im Kremel, das aber schon seit Jahren in der Restaurier - und Umbauphase sich befindet .
    Auch wenn viele Häuser von der Strassenseite her noch einigermassen gut aussehen, erschrickt man sich, wenn man mal in die Innenhöfe rein geht.
    Vor allem im sogenannten, persischen Viertel, sehen die Innenhöfe schon ziemlich makaber und armselig aus.

    Die Stadt hat zwar über 500‘000 Einwohner , sie ist aber doch sehr überschaubar.
    Ja und dann gibt es hier den besten Kaviar . In den ausgezeichneten, speziellen Läden hängen viele Dokumente, Diplome und Auszeichnungen an der Wand des Ladens , um zu demonstrieren, wie exzellent IHR Kaviar den ist.
    Meine Mitreisenden haben auch kräftig gekauft.... ich habe mir zumindest den Shop von innen angesehen, das war es schon wert.
    Um 12.00 Uhr kamen wir wieder am Quai -Stellplatz an und machten uns fertig zur Weiterfahrt in die Kalmückensteppe !

    Das Highlight wird heute Nacht sein!
    Übernachten in der Wüste 🏜 unterm Sternenzelt..... darauf freue ich mich am allermeisten!
    Darüber aber im nächsten Bericht 😀
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  • Day22

    Astrachan

    May 24, 2019 in Russia ⋅ ⛅ 23 °C

    Heute fahren wir nach Astrachan, das sind etwa 675 km. Wir wollen uns nicht festlegen und buchen kein Quartier im Voraus. Zunächst müssen wir tanken. Dabei stellen wir fest, dass es hier eine ganz andere Vorgehensweise gibt. Zuerst soll man an einer Kassa, die wie ein Ticketschalter aussieht, die gewünschte Menge Benzin bezahlen, dann erst wird die Pumpe freigegeben und man kann tanken. Bei einem Tankinhalt von nur 18 l kann man schlecht schätzen, wie viel man gerade braucht. Wir wollen unseren Tank möglichst voll haben. Ich gehe also hin und mache mit Handzeichen klar, dass wir unseren Tank anfüllen wollen. Das funktioniert dann auch. Die wenigen neuen Tankstellen sind schon so aufgebaut wie die in Österreich, trotzdem wird erst immer auf Ersuchen die Pumpe freigegeben. Benzin kostet überall gleich viel, nämlich umgerechnet 62 Eurocent. Wir fahren die Küste entlang des Kaspischen Meeres, das von der Straße her aber selten zu sehen ist. Links sieht man noch die Ausläufer des Nordkaukasus.
    Zwischendurch halten wir an einer kleinen Imbissbude neben der Straße für ein Frühstück. Das war in unserem Hotel nicht dabei. Die Hütte ist einfach, aber nett. Wir lassen uns aus sprachlichen Gründen ganz einfach überraschen und bekommen auf der Gartengarnitur vor dem Lokal jeder eine Portion gebratenen Reis mit Gemüse und Fleischstückchen drin und scharfe Sauce dazu serviert. Und es ist wirklich ausgezeichnet. Der Wirt ist ein Einwanderer aus Usbekistan.

    In einer der nächsten Ortschaften werden wir von einer Polizeistreife gestoppt. Mit Gesten macht uns der Polizist klar, dass wir angeblich die Sperrlinie überfahren haben sollen. Da fällt mir gleich wieder siedend heiß die ÖAMTC Warnung ein, dass die Strafen in Russland drastisch erhöht worden sind und dass das Überfahren der Sperrlinie den Führerscheinentzug zur Folge haben kann. Der Polizist meint: Protokoll!, Karl sagt: "Njet Protokoll! Polizist: ."Njet Protokoll? Straf zahlen (auf deutsch!!!)!" Und gibt mir den aufgeklappten Zulassungsschein zurück, nicht ohne einen bedeutsamen Blick hineinzuwerfen. Da mir eintausend Rubel zuviel vorkommen, und ein Fünfhunderter nicht vorhanden ist, probier ich's einfach mal mit einem Hunderter. Er lacht mich natürlich aus, und gibt mir dann die Chance den Geldschein auszutauschen. Also doch rein mit dem Tausender. Gekonnt elegant dreht er seinen drei Kollegen den Rücken zu, der Geldschein verschwindet blitzschnell in seiner Tasche und wir sind entlassen.
    Auch gut!
    Es wird zunehmend heißer, der Bordcomputer meldet schon 29 ' Celsius. Wir stoppen an einer älteren Tankstelle. Dort lungern drei Männer rum und nichts ist los. Beim Anblick unserer Blue kommt Leben in die 3. Einer macht uns Gratiskaffee und einer putzt Scheinwerfer, Rücklicht und Kennzeichen. Wir üben uns aufgrund der beidseitig mangelnden Sprachkenntnisse in Ganzkörperkonversation und dann folgt ein herzlicher Abschied. Und weiter geht's in der immer spärlicher besiedelten, nichtssagenden Landschaft.
    Wir haben vollgetankt, es ist 14 Uhr und noch 350 km nach Astrachan im Wolgadelta. Das könnte auf dieser Schnellstraße eventuell noch zu schaffen sein. Die Gegend wird total einsam, es gibt links und rechts nur eine Ebene mit Grasbüscheln und kleinen Stauden. Keine Kühe, keine Schafherden, nichts und niemand. Das erinnert uns frappant an unsere Fahrt auf dem Stuart Highway mitten durch Australien. Dort kam ungefähr alle 400 bis 500 km ein Roadhouse und das war's auch schon. Damals waren wir allerdings in einem klimatisiertenToyota Landcruiser unterwegs und hatten 2 Tanks mit je 90 l Sprit, genug Wasser und eine Campingausrüstung an Bord. Nach etwa 100 km auf der schnurgeraden Straße im Nirgendwo kommt eine Kreuzung, an der uns TomTom rechts abbiegen läßt. Da stehen wir vor einer Piste, die laut Hinweisschild über 243 Kilometern nach Astrachan führen soll. Das kann's doch nicht sein! Da kehren wir einfach um und fahren die gut asphaltierte Straße ein Stück weiter. TomTom spielt verrückt, er will dauernd zur Piste umdrehen und zählt die Kilometer zum Ziel hinauf. Die App Maps.me zählt runter. Grotesk ist das. Auf einem Rastplatz für LKWs bestätigen uns die Chaufeure dort die richtige Richtung. Dann gibt's eine Umleitung und danach eine handgeschriebene Tafel nach Astrachan. Von hier weg folgt ein Höllenritt ohnegleichen. Jetzt haben wir erst recht eine haarsträubende Piste unter uns. LKWs wackeln uns entgegen und hüllen uns in Staubwolken. Irgendwo fragen wir ein paar pausierende Lkw-Fahrer nach der nächsten Tankstelle und bekommen zur Antwort: in etwa 30 km, dann in 70 oder doch in 30? Wir fahren direkt gegen die untergehende Sonne, das macht zusammen mit dem Staub Null Sicht. Jedesmal müssen wir stehenbleiben, bis sich die Staubwolke hinter den LKWs wieder legt. Wir sehen uns im Geist schon neben der Piste im Gras übernachten. Im Finstern kann man hier unmöglich fahren. Doch dann sind wir plötzlich wieder auf einer neuen Straße und fühlen uns, als würden wir gleiten. Wie geil ist das denn! Doch noch immer sind wir 125 km vor Astrachan und 45 km vor der nächsten Tankstelle und es ist 1/2 8 Uhr abends und finster. Nach dem Tanken fragen wir ganz einfach in einem Lebensmittelgeschäft um ein Quartier in der Nähe. Es meldet sich ein junger Mann, der rumtelefoniert und dann mit seinem Auto vorausfährt. Über dreißig Kilometer! Wir erreichen eine Ferienanlage abseits der Straße hinter einem Eisentor, die wir selbst niemals gefunden hätten. Wir haben eine tolle Wohnung für uns allein. Kaum machen wir's uns ein bisschen gemütlich gibt's einen Stromausfall. Jetzt ist es aber genug: ab ins Bett, müde genug sind wir ohnehin.
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You might also know this place by the following names:

Astrakhanskaya Oblast’, Astrakhanskaya Oblast', Astrachan, Astrahanin alue, Oblast d'Astrakhan, Astrakhan, Астраханская область, Astrakan

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