Spain
Barrundia

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Travelers at this place
    • Day 74

      Von Burgen und Klostern

      February 20 in Spain ⋅ ☁️ 10 °C

      Portugal ist ein schmales Land, das aus der Länge seiner Küste seine Faszination zieht. Der Atlantik, die Wellen, der Strand. Wochenlang sind wir jetzt hier unterwegs, trotzdem im Verhältnis zu manchen Reisenden eine kurze Zeit. Lilly lebt schon seit einem Jahr hier in ihrem Camper, Anja acht Monate, Lea wird am Ende des Winters sicherlich sechs, sieben Monate an den Küsten unterwegs sein.

      Dagegen wirken unsere Kreise von knapp zwölf Wochen, die von wichtigen Terminen umrahmt werden, wie ein kleiner Ausflug. Auch wenn diese Termine und Verabredungen letztendlich in unserer Lebensreise nur einen sich wiederholenden Aufenthalt mit lieben Menschen und wichtigen ärztlichen Verabredungen bedeuten.

      Hätte ich keine Kinder, keine Enkel, dann ließen sich die anderen Termine vielleicht auch in fremden Ländern abwickeln. So aber wirkt unsere Fahrt nach Deutschland wie eine Heimreise auf andere Menschen, während es für uns drei nur ein weiteres Ziel auf unserem Lebensweg darstellt.

      Und da meine medizinische Verabredung terminiert ist, wir aber bis zum letzten Moment am Atlantik geblieben sind, werden die nächsten Wochen vom Fahren bestimmt sein. Möglichst ohne Autobahn ist der Plan, und jetzt in Portugal nehme ich erstmal die kleinen Straßen, die uns nach Santiago de Cacém bringen.

      Linkerhand am Ortsanfang der alte Bahnhof, ein Kleinod vergangener Handwerkskunst, historisch wertvolle Malereien an den Wänden, die eine längst vergangene Epoche beschreiben. Bei Wikipedia steht, dass der Bahnhof jetzt als Restaurant genutzt würde, darauf deutet allerdings wenig hin.

      Interessanter sind allerdings die weiteren Informationen über die Gegend und deren Vergangenheit. "Die menschliche Besiedelung des Gebiets um Santiago de Cacém lässt sich an den in der Gegend noch bestehenden archäologischen Punkten verfolgen, die noch aus der Epoche zwischen Steinzeit und Römischen Reich stammen. Megalithgräber 
      zeugen von den ersten Siedlern dieser Küstenregion, welche später, vor den Römern, wohl von Kelten besiedelt war. Das Suffix-briga des späteren römischen Ortes deutet auf damals existierende keltische Bevölkerung hin."(Wikipedia)

      Überhaupt streifen wir heute eher durch die alte Geschichte der Burgen und Schlösser, die sich über die Weinfelder erheben. Eine Flasche Wein aus dem Alentejo ist mir bei einem Einkauf geradezu ins Gesicht gesprungen. Natürlich weiß ich nichts über den Geschmack, aber Reserva deutet schon eher auf einen schweren Tropfen hin. Vielleicht eine Gelegenheit, ihn im kühlen Norden zu genießen.

      Imposante Kirchen in einfachen, klaren Farben am Straßenrand. Gelb und weiß, mit einer sauber verputzten Mauer umgeben. Menschenleer. Wie das so heute üblich ist, aber wenigstens finden sich anderenorts die Türen geöffnet. Orangenbäume durchqueren die Ortsmitte, der alte Mann kehrt vor seinem Haus, schaut mir nach.

      Dann kommt die Grenze. Spanien. Ziemlich überraschend. Ich spüre Traurigkeit. Unvorbereitet. Die kleinen Orte wirken distanziert, Menschen auf den Straßen eher fremd. Ein offener Stellplatz hinter der Stierkampfarena wenig einladend. Und ich muss noch dringend mit Hilde spazieren gehen. Auf Asphalt, mit Bäumen, die wie Steinstatuen wirken. Nein, hier können wir nicht bleiben.

      Portugal ist eine Handbreit entfernt. Kurz vor der Grenze liegt Las Huertas, wir kommen an einem weiteren spanischen Stellplatz vorbei. Können zumindest in der ziemlich wilden, heruntergekommenen Parkanlage einen Spaziergang machen. Die Stromleitungen vom Haus zum nächsten Mast liegen am Boden, der dicht übersät ist mit Kiefernadeln, die so trocken sind, daß sie unter meinen Schuhen knacken.

      Die Camper hier sind Spanier, wir finden kein sprachliches Verständnis zueinander, sie verbringen das Wochenende mit Freunden hier, packen gerade zusammen, der Abend wird kühl. Wir sind im Land der Berge, der riesigen Felsbrocken, die in Gärten liegen, von Steinmauern umgeben. Obelix lässt grüßen, allerdings hat er sein Leben nicht unter Korkeichen verbracht. Die Bäume sind bis auf eine Höhe von etwa zwei Metern abgeschält, die Haut des Baumes ist schwarz und es sieht auch nicht so aus, als würde die Rinde nachwachsen. Doch auch hier hilft Wikipedia aus, um meine Wissenslücke zu füllen.

      "Der Kork besteht aus abgestorbenen, mit Luft gefüllten, dünnwandigen Zellen und enthält Zellulose und Suberin. Kork ist wärme- und schallisolierend, das Suberin verleiht ihm wasserabstoßende Eigenschaften.

      Die Korkschicht wird vom korkproduzierenden Phellogen nachgebildet und kann daher wiederholt geerntet werden, ohne den Baum zu stark zu schädigen. Die erste Ernte erfolgt nach etwa 12 bis 15 Jahren bei einem Stammdurchmesser von 20 bis 30 Zentimetern (BHD). Die erste Korkschicht wird „männlicher Kork“ genannt, ist noch wenig elastisch und rissig und wird nur für Isoliermatten verwendet.

      Erst die folgenden Korkernten liefern einen qualitativ höherwertigen Kork, den „weiblichen Kork“, der im vollen Umfang kommerziell genutzt werden kann. Den qualitativ besten Kork erhält man bei der zweiten, dritten und vierten Ernte. Korkernten erfolgen alle neun bis zwölf Jahre, wenn eine Schichtstärke von 2,7 bis 4 Zentimetern erreicht ist. Unter günstigen (warmen) Bedingungen kann die Ernte alle acht Jahre erfolgen, in Nordafrika alle sieben Jahre.

      Insgesamt kann eine Korkeiche fünf- bis zehnmal abgeerntet werden. Um die Verletzung der Stammoberfläche kleinzuhalten, kann auch alle drei Jahre geerntet werden, wobei nur ein Drittel der nutzbaren Oberfläche abgelöst wird. Eine wichtige Pflegemaßnahme ist die Astung, die etwa mit einem Alter von zehn Jahren beginnt und eine Höhe bis drei Meter erfasst."

      Kaum sind wir wieder in Portugal, wirken die Menschen auf den Straßen in den kleinen Orten fröhlicher. Ich weiß, daß liegt jetzt an mir, nicht an den Menschen in den Grenzregionen. Ich war sicherlich noch nicht bereit für ein anderes Land.

      Doch dann finden wir einen coolen Platz für die Nacht, sind umringt von Campern aus diversen Nationen. An einem historischen Ort, der in der Nacht weithin gut ausgeleuchtet ist.

      "Das Kloster Nossa Senhora da Estrela im Alentejo befindet sich im Dorf und in der Gemeinde Santa Maria de Marvão, Gemeinde Marvão, Bezirk Portalegre, in Portugal.

      Auch bekannt als Santa Casa da Misericórdia de Marvão oder Lar da Santa Casa da Misericórdia, weil diese Bruderschaft derzeit dort ansässig ist und es ein Seniorenheim gibt.

      Das Kloster Nossa Senhora da Estrela ist seit 1982 als Eigentum von öffentlichem Interesse eingestuft.

      Das Kloster wurde 1448 mit Genehmigung von Papst Nikolaus V. an der Stelle gegründet, an der sich eine Kapelle befand, die Unserer Lieben Frau vom Stern geweiht war.

      Einer lokalen Legende zufolge wurde das Bildnis Unserer Lieben Frau von D. Rodrigo, dem letzten König der Westgoten, während der muslimischen Invasion der Iberischen Halbinsel (711) versteckt und erst entdeckt, als die Stadt Marvão von der Herrschaft befreit wurde."

      (Spanisches Wikipedia mit Google übersetzt)

      Unterhalb des Klosters ist der Parkplatz als Wohnmobilstellplatz ausgewiesen und gut gefüllt, wir finden unter einem schrägen Baumstamm ein schönes Plätzchen für eine ruhige Nacht.

      Morgens fahren wir ein Stück die Straße hinauf zu dem alten Städtchen, das die Landschaft überragt. Ich finde im Internet eine gute Beschreibung, die ich hier anfüge.

      "Jeder, der Marvão kennt, wird mit Sicherheit sagen, dass wir uns auf einem so hohen Punkt befinden, dass man den Rücken der fliegenden Vögel sehen kann. Und das ist wohl wahr. Es reicht, auf die Burg Castelo zu steigen und die unendliche Landschaft zu genießen.

      Diese mittelalterliche, von Stadtmauern geschützte Stadt ist eine der Kostbarkeiten Portugals, in der wir freundlich aufgenommen werden und eine unerschöpfliche Ruhe verspüren. Marvão gibt sich in seinen engen Straßen und pittoresken Ecken zu erkennen, im manuelinischen Schandpfahl, in den gotischen Fenstern und in den schmiedeeisernen Balkonen.

      Wir können das kleine gotische Kloster Senhora da Estrela und die Kirchen Igrejas de Santiago, do Espírito Santo und de Santa Maria besuchen. In dieser letzten ist das städtische Museum untergebracht, wo wir mehr über die Geschichte dieses pittoresken Orts erfahren können. Seit er von den Christen 1160 erobert wurde, galt er bis zu den Kriegen zwischen Portugal und Spanien zur Wiederherstellung der Unabhängigkeit, 1640, als „uneinnehmbarste“ Stellung des ganzen Königreichs. Aber heute ist es ein Ort voller Ruhe und Frieden."

      https://www.visitportugal.com/de/destinos/alent…;
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    • Day 75

      Nature Park

      February 21 in Spain ⋅ ☁️ 11 °C

      Der Ullíbarri-Gamboa-
      Stausee (baskisch: Uribarri Ganboako urtegia, spanisch: Embalse de Ullíbarri-Gamboa) befindet sich in Álava, Baskenland, Spanien. Mit einer Gesamtkapazität von 147,2 hm3 ist es der größte Stausee im Baskenland. Zusammen mit dem nahe gelegenen Urrunaga-Stausee versorgt es die nahegelegene Stadt Vitoria-Gasteiz sowie Bilbao und seine Metropolregion mit Wasser. Der gesamte Stausee wurde als Natura-2000-Gebiet ausgewiesen und das südöstliche Ende des Stausees ist auch als Ramsar-Feuchtgebiet geschützt. Es ist auch ein beliebtes Freizeitgebiet, insbesondere zum Wandern und Baden. (Engl. Wikipedia mit Google übersetzt)Read more

    • Day 9

      Abschied von Bilbao

      September 17, 2023 in Spain ⋅ ☁️ 20 °C

      Heute treten wir die Heimreise an und hoffen, dass dies etwas zügiger voran geht als die Hinreise. Der Abflug verspätet sich um 1,5 Stunden und wegen schlechten Wetters ist der Flug auch etwas ruppig. In München gelandet geht die Warterei am Gepäckband weiter. Nach über einer Stunde können wir erleichtert unser Gepäck entgegen nehmen. Wir übernachten noch einmal im Mövenpick Hotel. Morgens sehr früh geht mit dem Zug von München nach Zürich. Nachmittags sind wir zu Hause. Trotz der etwas umständlichen Anreise, Nordspanien ist wunderschön und sehr spannend.Read more

    • Day 7

      Jakobsweg & Spuren Hemingway's

      September 15, 2023 in Spain ⋅ ☁️ 23 °C

      Heute wollen wir etwas den Spuren und Wegen der Jakobspilgern folgen. Wir starten bei der Kirche von Eunate. Ein achteckiges Gotteshaus, eventuell vom Templerorden erbaut? Die schlichte Bauweise beeindruckt sehr und um ein Stück Jakobsweg unter den Sohlen zu spüren, starten wir da und machen uns auf den Weg bis Puenta de la Reina. Die Pilgerbrücke über dem Fluss Arga verbindet die zwei Pilgerwege nach Santiago di Compostela. Wir begegnen verschiedenen Pilgern mit leichterem und auch schweren Rucksäcken. In der jeweiligen Jakobskirche erhält man den Pilgerstempel. Ab Puente de la Reina fahren wir per Bus nach Pamplona und verfolgen die Spuren von Ernest Hemingway. Während der Sommer Fiesta lassen sich wagemutige von Stieren durch die Gassen jagen. Der Jugendstil in dieser Stadt beeindruckt. Speziell auch das Lieblingscafé von Hemingway. Leider begleitet uns heute der Regen. Wir spazieren trotzdem durch die schmucke Altstadt. Abends geht es dann ins Parador nach Argomaniz zurück.Read more

    • Day 6

      Geniessen auf Baskisch

      September 14, 2023 in Spain ⋅ ☀️ 25 °C

      Die Reise führt uns heute über Berge und auch entlang wunderbarer Küstenabschnitte ins Baskenland. Die Strassenschilder kommen uns spanisch vor! Was für eine Sprache, mit nichts zu vergleichen. Die baskische Autonomiebewegung zeigt auf wie tief verwurzelt und stolz die Basken auf ihr Land sind. Ein kurzer Kaffeehalt am Meer dann die Weiterfahrt in die Hauptstadt der Basken, Gernika. Hier bestaunen wir Picassos Werk mit dem gleichen Namen wie die Stadt. Das Regierungsgebäude dürfen wir auch besichtigen. Und überall die Eichen - der Baum schlechthin für die Basken. Bereits während der Mittagszeit (14.00 Uhr) wissen wir: die Basken sind Genussmenschen. Die Pinxos sind exzellent. Der Txakoli fruchtig und spritzig. Dies ist der Weisswein der hier angebaut wird und vorzugsweise von den Basken getrunken wird. Seine rassige Säure können wir in einer kleinen Bodega beim Winzer degustieren und wiederum feine Pinxos dazu geniessen. Mit viel Stolz erklärt er uns die Arbeit und Herstellung seiner Weissweine. Im späteren Nachmittag geht die Fahrt weiter ins Parador in Argómaniz.Read more

    • Day 12

      Bienvenido España

      October 9, 2020 in Spain ⋅ ⛅ 17 °C

      Es scheint als ob der Regen uns verfolgt. Heute morgen hat er es auf jeden Fall mal wieder geschafft uns zu verjagen und deshalb sind wir nach Spanien geflüchtet. Hier soll es zwar in den nächsten Tagen auf 2-4Grad in der Nacht abkühlen aber tagsüber soll es sonnig sein, mit Temperaturen über 20Grad. Lassen wir uns mal überraschen...
      Koa hat bis jetzt alle Ländergrenzen verschlafen. Wir sind super happy das er so entspannt ist und das wir zu dritt vorne sitzen und er so immer jemanden hat, der für ihn da ist, wenn er uns braucht. Nalu dafür hat ein riesen Sofa direkt hinter dem Fahrersitz und ab und zu schaut sie zwischen den Sitzen durch, um nach dem rechten zu sehen.
      Bis jetzt gab es an den Ländergrenzen keine Kontrollen oder andere Vorkehrungen wegen Corona. Ich würde behaupten, dass es überall gleich ist. In den Supermärkten und anderen öffentlichen Einrichtungen herrscht Maskenpflicht, ansonsten fühlt sich alles an, wie vor Coronazeiten. Allerdings suchen wir so oder so immer die ruhigen Ecken und verfolgen auch nicht wirklich die Nachrichten, so dass wir nicht viel von dem Trubel mitbekommen. Die Menschen die wir unterwegs treffen, denken jedenfalls alle ähnlich über das Thema.
      Heutiger Stop ist eine kleine Kiesstraße kurz vor dem Ort Vitoria Gesteiz. Schön ruhig ist es hier und deshalb haben wir heute unsere Durchlauferhitzer getestet. Leider passt der Gasschlauch nicht aber wir wussten uns anders zu helfen und haben ein paar Liter Wasser aufgekocht und so konnten wir beide warm duschen und starten frisch und sauber unsere Reise durch Spanien.
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    Barrundia

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