• Patrick Meusel
  • Patrick Meusel

Islands and Mountains 2025

A 32-day adventure by Patrick Read more
  • Trip start
    June 25, 2025

    Abflug

    June 25, 2025 in Canada ⋅ ☁️ 8 °C

    Es war ein komisches Gefühl, als Abida und ich uns heute morgen verabschiedet haben.
    Ich werde sie jede Minute vermissen, bin aber auch sehr aufgeregt und freue mich auf diesen Urlaub.
    Einen Monat werde ich durch Vancouver Island und die Coast Mountains im Westen von British Columbia reisen.

    Den Anfang macht eine 7 tägige Kayaktour.

    Mein Gepäck, Koffer, wie auch Rucksack, ist bis zum bersten gefüllt. Ich hoffe mal ich muss nix kaufen, das am Ende mit nach Hause geht.
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  • Zwischenstopp

    June 25, 2025 in Canada ⋅ ☁️ 19 °C

    Wenn der Aufenthalt am Flughafen länger dauert als beide Flüge zusammen....

    Naja, ging auch rum. Der Flug nach Powell River war dafür besonders cool.

    Eine richtig schöne kleine Propellermaschine, und so eine Möglichkeit, sich mal all das Treiben am Flughafen anzusehen, hatte ich auch noch nicht.Read more

  • Wellengleiter

    June 26, 2025 in Canada ⋅ 🌧 16 °C

    Heute ging es los. Ein lange geträumter Traum sollte Wirklichkeit werden. Mit dem Kayak durch die Küstenlandschaften von British Columbia.

    7 Tage, 6 Nächte würden wir, eine Gruppe von insgesamt 10 Personen dieses Abenteuer erleben.

    Den Anfang machte ein Tag, der zwar sehr grau, aber dennoch schön war. Ich spare es mir all die verschiedenen Buchten und Wasserstraßen zu nennen, das macht keinen Sinn, aber was ich gefühlt habe, dort im. Kayak sitzend, das ist es wert erzählt zu werden.

    Das Wasser war heute fast durchgehend glatt wie ein Spiegel. Komplett ruhig, und nur ein paar Wellen. Mein Bananenboot, so wurde es aufgrund der Farbe von der Gruppe getauft, ist sanft auf der Wasseroberfläche geglitten, und Muskelkraft hat mich stets vorangebracht.

    Links, rechts, links, rechts..... jeder Paddelschlag brachte mich weiter voran, und es liegt ein interessantes Gefühl tiefer Befriedigung darin dem Kayak dabei zuzusehen, wie es auf dem Wasser gleitet.
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  • Die Bucht der Reichen

    June 27, 2025 in Canada ⋅ 🌧 14 °C

    Der heutige Tag ist wortwörtlich ins Wasser gefallen. Es hat geregnet, den ganzen Tag.

    Da ich aufgrund eines Fehltritts gestern halb im Wasser gelandet bin, und es ohnehin weder warm noch sonnig war, trug das heutige Wetter nicht dazu bei meine Klamotten zu trocknen. Ich hab ja noch anderes Zeug dabei, aber man kommt schnell an den Punkt, an dem man so wenig wie möglich der Witterung aussetzen möchte, einfach weil es nicht mehr trocken wird.

    Unser Mittagessen haben wir in einer Bucht eingenommen, die Teil eines, wohl weltberühmten Abschnitts dieser Gewässer hier ist. Weltberühmt, da hier die Reichen mit ihren Megayachten herkommen. Einer unserer Guides hat hier auch schon den Besitzer von Amazon gesehen, zumindest sein Boot.

    Es muss ein seltsamer Anblick sein, wenn all die Reichen hier sind. Da spielen Bands auf den Yachten, es wird im Jetski umhergerast und irgendwie ist es eine riesige Party. Und das alles in diesem unglaublich schönen Stück Erde.

    Wir hatten Glück, außer ein paar kleinen Booten, war nichts los.
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  • Es werde Licht

    June 28, 2025 in Canada ⋅ ☁️ 18 °C

    Und da war sie. Am Vormittag war dann wieder blauer Himmel zu sehen und letztlich auch die Sonne.

    Gerade rechtzeitig da es von jetzt an nur noch spektakulärer werden sollte.

    Zu beobachten wie sich die extrem tief hängenden Wolken langsam auflösen und die Schönheit darunter preis geben, hat schon was.

    Meine Stimmung iat auch deutlich besser, vor allem auch, weil ich die Möglichkeit bekommen werde, all meine nassen Sachen zu trocknen.

    Wie jeden Tag, stand auch heute ein "crossing" an.
    Wird sonst entlang des Ufers gepaddelt, überqueren wir in diesem Falle einen der Wasserwege hier.

    Ab und an zähle ich meine Paddelzüge, und wenn ich dann bei 200 bin, das andere Ufer aber kein bisschen näher scheint, muss man schon etwas Durchhaltevermögen zeigen.
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  • Ruhetag

    June 29, 2025 in Canada ⋅ ☁️ 23 °C

    Gestern sind wir im Toba Inlet angekommen.
    An diesem Campingplatz werden wir drei Nächte bleiben,und eher Tagesausflüge mit den Kayaks unternehmen.

    Heute ging es entlang der Küste nach Norden, zu einem Wasserfall. Gut 100 Meter, schätze ich, fällt das kühle nass hier vom Berg.

    Auf dem Rückweg haben wir auf der anderen Seite des Inlets zwei Orcas gesehen. Und plötzlich kam der "Vater" der kleinen Familie ganz nahe. Dieses majestätische Tier so nah zu sehen war ganz besonders.

    Der restliche Tag wurde mit Gesprächen und "Faulheit" an unserem Campingplatz verbracht.
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  • Frischer Fang

    June 30, 2025 in Canada ⋅ ☁️ 26 °C

    Nicht all sind heute ins Boot gestiegen, aber ich schon. Es macht einfach total viel Spaß.

    Dieses Mal ging es etwas weiter südlich. Wir haben eine kleine Insel umrundet und Diane hat ihre Angel ausgepackt. Drei Fische sollte sie binnen kürzester Zeit fangen. Natürlich gab es die zum Abendessen. Abgesehen von Eiern frisch aus dem Hühnerstall, war dass das frischeste was ich jemals gegessen habe.

    Auf dem Rückweg haben wir in einer kleinen Bucht eine Bärenmama mit zwei ganz kleinen Jungtieren gesehen.
    Dieser Bär hat unserem Campingplatz auch in der Nacht nochmal einen Besuch abgestattet. Ich bin nur wach geworden von all den Rufen um den Bär zu verjagen.

    Erstmal konnte ich nicht wieder einschlafen, und irgendwann hörte ich einen ziemlich großen Ast zerbrechen, direkt vor meinem Zelt.

    Das war dann auch der Bär.
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  • Tiny Island

    July 1, 2025 in Canada ⋅ ☁️ 25 °C

    Der letzte Abschnitt unserer Reise war dann der sowohl spektakulärste, wie auch der anstrengendste.

    Fing der Tag wieder sehr ruhig an, hat sich mit zunehmender Dauer ein starker Wind gebildet. Dieser kam zum Glück von hinten, was alles etwas vereinfacht hatte. Kurz vor dem Anlegen auf Tiny Island gab es noch eine Schrecksekunde, als ich von recht starker Strömung etwas unerwartet abgetrieben wurde.

    Tiny Island ist, nun ja, tiny. Winzig klein, an den steilen Felswänden von Toba Inlet gelegen, ist es Wind und Wetter nahezu schutzlos ausgeliefert.

    Auf dem Weg gab es zwei Wasserfälle zu sehen, vor allem der größere war extrem spektakulär.

    Was sich hier einem für Ausblicke bieten, ist atemberaubend.
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  • Wellenreiter

    July 2, 2025 in Canada ⋅ ☁️ 18 °C

    Hat das Abenteuer sehr ruhig begonnen, geht es heute stürmisch zu Ende.

    Den Plan nochmal etwa 10 Kilometer zu paddeln, um abgeholt zu werden, haben unsere Guides schnell verworfen. Es gab einfach nichts, was wir dem brutalen Wind von vorne hätten entgegensetzen können.

    Abgeholt wurden wir dann einfach von woanders, und die Bootsfahrt zurück zum Ausgangspunkt war ebenfalls ein Traum.

    Insgesamt etwa 100 Kilometer sind wir gepaddelt, und es hätte nicht besser sein können.
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  • Alles etwas zu viel

    July 3, 2025 in Canada ⋅ ☁️ 20 °C

    Heute war ein etwas anstrengender Tag.

    Früh morgens kam mein Taxi nicht. Also bin ich gelaufen, und nur mit der Hilfe eines Busfahrers und eines weiteren Herren, die beide sehr hilfsbereit waren, bin ich rechtzeitig zum Flughafen gekommen.

    Die Übernahme des Autos und Fahrt nach Vancouver Island verlief problemlos, und war sehr schön. Da hat es mich dann auch getroffen. Eine ganze Woche fast keinen Menschen gesehen, und jetzt diese Massen im Überfluss. Dazu noch die zu erledigenden Einkäufe, und auch meine liebste Abida habe ich heute sehr vermisst.

    Wollte ich eigentlich noch was unternehmen, bin ich doch lieber zum Campingplatz und habe all meine Sachen in Ordnung gebracht.

    Ein Vogel hat dann noch auf meinen Campingstuhl gekackt.
    Ein Tag den man eher hinter sich bringen wollte.
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  • Eine moderate Wanderung

    July 4, 2025 in Canada ⋅ 🌬 17 °C

    Heute ging es in den East Sooke Regional Park. Entlang der Küste wollte ich ein wenig wandern und die Ausblicke genießen.

    All Trails beschrieb meine gewählte Wanderung als moderat mit 2.5 Stunden Dauer. Deshalb habe ich auch nicht wirklich Proviant mitgenommen, das wollte ich dann direkt im Anschluss machen.

    Nun ja. Nach einem ersten steilen An- und Abstieg war ich an der Küste. Das war erwartet. Nicht erwartet waren die zig, teilweise meterhohen vertikalen Anstiege und Gefälle. Stufen im Stein waren da teilweise ein Luxus.

    Am Schluss habe ich über 4 Stunden gebraucht, normalerweise bin ich immer etwas schneller als die Zeitangaben. Ich war so erledigt, das ich die letzten 1.5 km auf etwa 500 m verkürzt habe, da einfach keine Lust mehr vorhanden war.

    Ich habe noch zwei Orte besucht, die aber beide nicht so ganz geklappt haben, und bin zurück zum Campingplatz.

    Wunderschöne Landschaften, einige Robben und tolle Ausblicke waren dennoch die Mühe wert.
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  • Phillip's Model Railroad Show

    July 5, 2025 in Canada

    Heute bin ich auf Salt Spring Island übergesetzt. Zwischen Vancouver Island und dem Festland gelegen, ist dies eine der größten Inseln und sehr beliebt.

    Vorher habe ich noch eine kleine Wanderung um den Spectacle Lake gemacht und war am Bamberton Beach.

    Auf der Insel gibt es eine kleine Modelleisenbahn. Klar, das ich das sehen wollte. Auf Eisenbahnen gehofft, bekam ich so viel mehr.

    Philipp und seine Frau, vor 40 Jahren aus England eingewandert, haben hier einen dieser Orte geschaffen, die wunderbar und skuril zugleich sind. Innen und außen fahren seine Züge, selbstverständlich alles englisch.

    Er erzählte mir absurdes, wahres und lustiges. Jede Menge Geschichte, wie zb das die deutsche Adler in England gebaut wurde, oder über Georg Stephenson, dem Vater der Eisenbahn. Ohne jeden Schulabschluss war er der Este der eine Dampfmaschine auf Räder gesetzt hat.

    Philipp hat das Licht ausgemacht, die Bar in seiner kleinen Stadt wurde zur Disco, unf er selbst tanzte zu Stayin' Alive von den BeeGees.

    Den absurden Höhepunkt bildete sein Kamerawagen. Geschoben von einer Lok, konnte man auf dem TV Gerät die Fahrt verfolgen. Als er einen anderen zug folgen lassen wollte, kam es fast zum crash, und zu den Geräuschen eines fliegenden Hubschraubers hat er dann besagten Kamerawagen in die Hand genommen und ist "mit dem Hubschrauber" die gesamte Anlage "entlanggeflogen".

    Die unscheinbarsten Dinge, sind doch manchmal die besten. Was für ein Erlebnis

    Ach ja, der Kies in seinem Kieswerk, den er auch mittels eines Krans tatsächlich verladen kann, ist kein echter Kies, sondern Katzenstreu. Leicht genug für seine Güterwagen, sieht aber echt genug aus. Einmal hat seine Katze dieses "Kieswerk" für ein Klo gehalten, macht irgendwie auch Sinn, zumindest aus der Sicht der Katze.
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  • Salt Spring Island

    July 6, 2025 in Canada ⋅ ☁️ 22 °C

    Heute habe ich dann etwas mehr von Salt Spring Island erkundet. Ganz in der Nähe des Campingplatzes gibt es eine dieser "living heritage farms". Bauernhöfe die einerseits geschichtlich relevant sind, aber nach wie vor in Betrieb. Zu einem gewissen Teil, kann man diese erkunden.

    Erst als ich auf einer Farm war, deren Endprodukt Käse ist, hatte ich bemerkt, das wohl die ganze Insel, zumindest irgendwie, ohne Strom ist. So ein Käse.

    Mt Maxwell gibt einen fantastischen Ausblick Richtung Festland. Von hier sah ich nicht nur den Felsen auf dem ich vor über 2 Jahren stand, und auf meinen jetzigen Standort blickte, ich konnte auch über Vancouver Island drüber schauen, und sah die höchsten Berge im Olympic National Park, auf der gleichnamigen Halbinsel im Staat Washington in den USA.

    Der St. Mary Lake bildete den Abschluss. Bevor es zurück auf die Fähre ging, habe ich hier zu Mittag gegessen.
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  • Chemainus

    July 6, 2025 in Canada

    Auf dem Weg zu meinem heutigen Campingplatz, dem Rathtrevor Beach Provincial Park, bin ich entlang der Küste gefahren, und nich auf dem Highway weiter Inland.

    Durch Chemainus hat mich die Route geführt. Ein schöner kleiner Ort, der in seinem Zentrum ganz viele Malereien an Häusern hat. Viel habe ich nicht gemacht, lange bin ich nicht geblieben, aber für 30 Minuten hier umher zu gehen war echt schön.

    Am Strand, etwas später, bin ich noch entlang gelaufen, und es ist ein wirklich toller Park.

    Sowohl Rehe als auch Hasen, sind hier wohl an Menschen gewohnt genug, sodass sie keine Angst zeigen, allerdings auch keine Neugier, was ich gut finde.
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  • Forbidden Plateau

    July 7, 2025 in Canada ⋅ ☁️ 21 °C

    Heute stand die erste große Wanderung an, möglicherweise sogar die längste. Und dabei wusste ich anfangs noch gar nichts davon.

    Erst recht spät losgekommen, zum Glück mit gutem Frühstück im Bauch ging es um 12 Uhr mittags los.

    22 Kilometer sollten es am Ende werden. Durch wahnsinnig schöne Landschaften ging. Das Forbidden Plateau ist das südliche Ende des Strathcona Provincial Park. Ein sehr rauer Park, größtenteils unzugänglich, oder nur durch tagelanges wandern.

    Der Cirque Lake war der Punkt an dem ich wieder zurück gegangen bin, wenn auch auf einer anderen Route.

    Am meisten zu schaffen gemacht hat mir die Sonne und Hitze, und selbst als ich um 6:30 wieder am Auto war, bin ich mit selbigem erstmal in den Schatten gefahren, da die Sonne noch immer keinerlei Kraft verloren hatte.

    Sehr lange, vor allem die letzten drei Kilometer haben sich echt gezogen, aber es war es wert.
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  • Deja Vu

    July 8, 2025 in Canada ⋅ 🌧 18 °C

    Duschen
    Wäsche waschen
    Footprints bearbeiten
    Einkaufen
    Zum Campingplatz fahren

    In exakt dieser Reihenfolge, an den exakt gleichen Stellen in Campbell River habe ich einen regnerischen Tag während meines Vancouver Island Trips 2023 verbracht.

    So auch heute. Damals hat es geregnet wie verrückt, heute war es nicht so dramatisch.

    Abends wurde ich mit einem fantastischen Sonnenuntergang zu Bett geschickt.
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  • So ein Tag

    July 9, 2025 in Canada ⋅ ☀️ 15 °C

    Es kann nicht immer klappen.

    All die schönen Dinge und Erlebnisse können nicht lückenlos so weitergehen. So ein Tag, an dem es auch mal nicht klappt war heute.

    Zu den Bedwell Lakes sollte es gehen.
    Eine sehr, sehr anstrengende Wanderung. Nur 4km hoch, aber das fast ununterbrochen und teils vertikal. So hat es sich zumindest angefühlt.

    Oben war dann, vor allem am größeren der beiden Seen, nicht viel zu sehen, jedenfalls nicht von der Berglandschaft.

    Ein paar wenige Male, haben die Wolken eine Lücke aufgemacht, und erahnen lassen, was sie verBERGen (dieses Wortspiel kam mir grad erst in den Sinn).
    Zusammen mit dem 180 Grad Blick, den ich von meinem kleinen Aussichtspunkt hatte, wäre das ohne Zweifel eine meiner Top 5 Aussichten gewesen.

    Dennoch war es dort oben sehr schön. Vor allem die kleine Insel im See hat es mir irgendwie angetan.
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  • Telegraph Cove

    July 10, 2025 in Canada ⋅ ☁️ 16 °C

    Weiter ging es nach Norden. Ab Campbell River beginnt der rauhere Teil der Insel. Da ich irgendwie keine echte Planung zu diesem Teil der Insel hatte, wusste ich erstmal nicht so recht weiter.

    Es gibt hier so viel mehr zu erleben, als von mir angenommen, und ich habe die Dinge gewählt, die für zwei Tage Sinn machen.

    Bevor es zur Telegraph Cove ging, habe ich in Woss gehalten. Dort gibt es ein paar tolle Lokomotiven zu bewundern. Für die Holzindustrie waren diese lange Jahre im Einsatz. Heute fährt auf der ganzen Insel kein Zug mehr.

    Besagte kleine Bucht ist wunderschön. Einige der vielen bunten Häuser, und vor allem das Walmuseum ist zu Beginn des Jahres bei einem Brand verloren gegangen. Hier kann man live bei den Wiederaufbauarbeiten zusehen, auch wenn das noch Jahre dauern dürfte.

    Nachteil ist, das man nicht viel machen kann. Sein eigenes Kayak mitbringen, oder eine Aktivität verschiedenster Arten mit einem der Touranbieter sind dann auch die einzigen Möglichkeiten. Klar, man kann den Ort erkunden, aber das dauert keine Stunden. Es gibt aber zu wirklich jedem Haus eine Geschichte, das ist schon sehr interessant. Das Parken ist überraschend günstig.

    Für meinen heutigen Übernachtungsort ging es zum Nimpkish Lake. Einer dieser langezogenen schmalen Seen, wunderschön gelegen.
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  • Malcolm Island

    July 11, 2025 in Canada ⋅ 🌧 15 °C

    Diese Insel, zumindest in Wetter wie heute, wäre der ultimative Ort für einen dieser düsteren Krimis die es in Massen im TV und Büchern gibt.

    Wenn ich mal ein Autor oder so werden sollte, erinnere ich mich daran.

    Tatsächlich wurde diese Insel erstmals 1901 besiedelt. Ein paar Finnen wollten hier ein Utopia schaffen, keinn Eigentum, alles für die Gemeinschaft. Alle waren unzufrieden damit wie es in Finnland selbst oder der Bergbau-, Holzindustrie auf Vancouver Island zuging. Bereits 1904 war damit Schluss.

    Ich habe den Leuchtturm am Pulteney Point besucht, und ein paar Std im Bere Point Regional Park verbracht. Vor allem der Leuchtturm hat mir richtig gut gefallen.
    Leider gab es heute keine Wale zu sehen.
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  • Die kleine Inside Passage

    July 12, 2025 in Canada ⋅ ☁️ 14 °C

    Von Port Hardy, ganz im Norden von Vancouver Island, kann man mit dem Schiff entlang der Küste fahren. Viele verschiedene Orte, groß und klein, werden so mitversorgt. Bis ganz nach Prince Rupert kann es gehen, das liegt mehr oder weniger direkt neben Alaska. Das ist die Inside Passage.

    Ich bin bis nach Bella Coola gefahren, etwa die halbe Strecke.

    Auf dem Weg gehtves durch teils offene Gewässer, genauso wie durch enge Fjorde, vorbei an Inseln und begleitet von Walen. Das könnte so glatt als Werbung durchgehen. Die Wahrheit kommt dem sehr nahe, vor allem bei gutem Wetter.

    Heute war kein gutes Wetter. Tatsächlich aber haben wir Wale gesehen, Buckelwale.

    Trotz Nebel, tief hängender Wolken und Regen konnte man hin und wieder sehen was die Schönheit dieser Gegend ausmacht. Es liegt eine gewaltige Ruhe in allem hier, nur begleitet von den Geräuschen des Schiffes.

    Vor allem an einem Abschnitt, sind die Wolken etwas gewichen und machten Platz für das was darunter war. Senkrecht abfallende Steilklippen. Wälder, die ab der Wasserlinie an den Hängen gedeihen, und Gipfel durch die man sich sehr klein fühlt.
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  • Trocken bleiben

    July 13, 2025 in Canada ⋅ ☁️ 15 °C

    Heute war es nass. Seit um 3 Uhr früh bis etwa mittags hat es nahezu ununterbrochen geregnet. Ich habe durchaus überlegt direkt weiter zu fahren, mich aber dagegen entschieden, da ich nicht hier hergekommen bin, um absolut nichts zu sehen. So hoffe ich auf besseres Wetter.

    Den Tag habe ich größtenteils am Campingplatz verbracht, was an meinem Dachzelt lag. Die zusätzliche wasserdichte Abdeckung ist nur etwa halb so groß wie das ganze Zelt. Dementsprechend gibt es viel Fläche die noch immer nass werden kann. Das Material hält einiges aus, aber irgendwann wird es auch innen feucht. Falte ich das Zelt jetzt zusammen, kann ich heute Nacht auf der Matratze schwimmen.

    Am späten Nachmittag war es dann aber trotzdem wieder gut, und ich bin noch zu den Clayton Falls gefahren. Ein sehr beeindruckender Wasserfall, direkt neben dem Meer. Dort habe ich noch einen Otter und eine Robbe gesehen. Bilder gibt es dazu nicht, da meine Kamera den ganzen Tag ihre Laune hatte.
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  • Nusatsum River Road

    July 14, 2025 in Canada ⋅ ⛅ 15 °C

    Heute ging es ganz ganz langsam voran, ganz ganz langsam in das Herz der Coast Mountains.
    Ich bin auf der Nusatsum River Road in Richtung Purgatory Lookout gefahren. Für mich war aber bei Kilometer 27 Schluss. Von dort wollte ich eigentlich zum Hammer Lake wandern. Nach wenigen hundert Metern war aber derselbige durch einen reißenden Bach versperrt. Keine Chance drüber zu kommen.

    Dann bin ich eben die letzten Kilometer bis zum Lookout auf der Straße gelaufen.

    Hatte die Straße vorher nur bedingt Aussichten zu bieten, war es dann hier grandios.
    Alles wurde ab einem Zeitpunkt vom Styx Mountain überschattet. Als er das erste Mal zu sehen war, bin ich tatsächlich mit offenem Mund und völligem Unglauben gelaufen, für ein paar hundert Meter. So extrem, monumental und brachial, und schlussendlich so nah, hab ich noch keinen Berg vor mir gesehen. Die Kamera konnte das nur bedingt einfangen.

    Auch war ein kurzer Marsch zu den Odegaard Falls dabei. Auch hier, ein grandioser Wasserfall, 175 Meter hoch. Würde man da 7 Fälle je 25 Meter hoch daraus machen, wäre jeder für sich ein krasses Highlight.

    Für die insgesamt 54 Kilometer hin und zurück habe ich, etwa 4 Stunden Fahrtzeit gebraucht.
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  • Rainbow Range Trail

    July 15, 2025 in Canada ⋅ ☀️ 20 °C

    Weiter ging es heute auf einem teilweise nicht asphaltierten Teil des Highway 20. Die Geschichte dazu ist ganz witzig. Wurden die Bitten der Anwohner von der Regierung immer abgelehnt, haben diese Bewohner in den frühen 50ern selbst in die Hand genommen. Die Regierung sagte, eine Straße sei nicht möglich, zu steil, zu gefährlich.

    Fast ein Jahr hat sich dann ein lokaler Bulldozer mit viel Hilfe der Einheimischen über den Heckman Pass gequält. Damit die Regierung das ganze nicht etwa vorzeitig beenden würde, wurde denen einfach nichts gesagt. Erst etwa 20 Kilometer vor Beendigung wurde es publik gemacht, mit der Hoffnung die Region würde den Rest übernehmen, was auch geschah.

    Gewandert bin ich heute zur Rainbow Range.

    Geht der Weg für sehr lange nur durch Wald, endet er auf einem wunderschönen alpinen Hochplateau.
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  • Die bunten Berge

    July 16, 2025 in Canada ⋅ ☀️ 14 °C

    Zuerst ging es über die Rainbow Range. Das, was ich davon gestern währen der Wanderung sah, war nichts im Vergleich zu den tatsächlichen Ausmaßen.

    In allen möglichen Varianten von braun und orange erstrahlen die Berghänge, dazu die grünen Wälder und blaue Seen bilden ein wahnsinniges Schauspiel.Read more