Zambia
Central Province

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7 travelers at this place:

  • Day107

    Tazara-Express

    December 20, 2018 in Zambia

    Die dreistündige Busfahrt von Lusaka nach Kapiri Mposhi verlief ohne besondere Vorkommnisse. Im Bahnhof, der irgendwo im Nirgendwo gelegen war, erhielten wir nach nur zwei Stunden Wartezeit am Schalter unsere reservierten Tickets. Wir waren überrascht, als der Tazara-Express pünktlich um 16:00 Uhr abfuhr.

    Von unserem komfortablen Abteil, welches wir mit zwei netten sambianischen Damen teilten, waren wir auf Anhieb begeistert. Jedes der erstaunlich bequemen Betten war mit einem eigenen Nachtlämpchen ausgestattet. Im Gegensatz zu den Schlafkojen der zweiten Klasse, konnte man in unseren sogar aufrecht sitzen. Das war bei einer Reise auf unbestimmte Zeit ein echter Gewinn. Eine Toilette, einen Raum mit Spiegeln und Waschbecken und sogar eine Dusche teilten wir uns mit dem Rest des Waggons. Das war super, bis nach nicht einmal 24 Stunden das Wasser ausfiel. Zwar hatte man uns im Vorfeld über insbesondere diese Tücke des Zuges gewarnt, so schnell hatten wir damit aber nicht gerechnet. Am Bordrestaurant, wo man für kleines Geld leckere lokale Gerichte erstehen konnte, war man jedoch auf die Situation vorbereitet. Vor und nach dem Essen stellte man uns Schüssel, Gießkanne und Seife parat, um das Essen, was wir traditionell ohne Besteck aßen, mit sauberen Fingern genießen konnten.

    An der tansanianischen Grenze legte der Tazara-Express einen langen Stopp ein. Abteil für Abteil wurden die Passkontrollen durchgeführt, bis auch wir an der Reihe waren. Unorganisiert wie so oft, hatte wir dummerweise die benötigten US-Dollar für die Visumsgebühren nicht parat. Unsere Euros wollte der Beamte leider partout nicht annehmen. Stattdessen schickte er uns jemanden zum Geldwechseln vorbei. Beim angebotenen Wechselkurs sind wir dann mal kurz aus den Latschen gekippt: 10 Euro Verlust würde uns der Handel einbringen. Nein, danke! Der knallharte Geschäftsmann ließ kein bisschen mit sich diskutieren und war auch im Nu unverrichteter Dinge wieder verschwunden. Nach einer Lösung für unser Dilemma suchend, kam der Passkontrolleur zurück in unser Abteil gestürmt und raunzte, dass wir den Zug sofort an dieser Stelle verlassen könnten, wenn wir die Zahlung verweigern wollten. Etwas baff erklärten wir dem aufgebrachten Mann, dass wir sehr wohl gewillt waren zu zahlen, uns aber nicht übers Ohr hauen lassen wollten. Mit einem Blick auf unsere bewährte Währungsumrechnungsapp nahm der Kontrolleur mit verdrehten Augen und einem Seufzen unsere Euros letztlich doch an und verließ das Abteil. Wenig später kam er mit unseren Pässen und dem ersehnten Stempel zurück.

    Während die Passkontrollen im Rest des Zuges ihren Lauf nahmen, klopfte ein Herr im weißen Kittel an die Waggontür und erkundigte sich freundlich nach unseren Gelbfieberimpfnachweisen. Während wir wie gewünscht unsere Impfausweise zückten, druckste eine unserer sambianischen Reisebegleiterinnen herum. Sie führe das gewünschte Dokument nicht mit sich, das Bedingung für die Einreise war. Der Arzt erklärte, dass sie in diesem Falle entweder aussteigen müsse oder er ihr vor Ort eine Nadel in den Oberarm setzen könne. Die Dame beteuerte, dass die sich daraus ergebenden Impfkosten für sie nicht zu tragen seien und sie ohnehin nur wenige Tage in Tansania bleiben wolle. Der empathische Doktor zeigte Erbarmen, drückte beide Augen zu und führte seine inkonsequente Kontrolle fort.

    Immer wieder hielt der Zug ohne ersichtlichen Grund mitten in der Pampa an. Sobald er stand, strömten von allen Seiten Einheimische den Waggons entgegen und boten den Fahrgästen durch die Fenster ihre Ware feil. Obst, Nüsse, Gebäck, Hosen oder Powerbanks wurden lauthals auf Suaheli angepriesen. Wir liebäugelten mit saftigen Mangos und konnten schließlich nicht widerstehen. Da eine Verständigung auf Englisch nicht möglich war und wir deshalb nicht wussten, wie viel die ovale Frucht kosten sollte, streckten wir dem Verkäufer einfach 1000 tansanianische Schilling entgegen, was etwa € 0,40 entsprach. Das Geld schien auszureichen, denn kurz darauf hielt man uns eine köstlich duftendende Mango unter die Nase. Sich vom Händler verabschiedend, wollten wir uns zwecks Verköstigung in unser Abteil zurückziehen, als uns aufgeregt zugerufen wurde. Die Köpfe wieder aus dem Fenster gestreckt, wurden uns zwei weitere Früchte hochgereicht. Mehr als begeistert, bedankten wir uns vielmals. Doch damit war noch immer nicht genug: Erneut beugte sich der Verkäufer zu seiner Schale herunter. Letzten Endes hielten wir fünf farbenprächtige Mangos in unseren Händen - die wahrscheinlich leckersten und definitiv günstigsten, die wir je gegessen haben.

    Je weiter wir uns von Sambia entfernten und je tiefer wir ins nordöstlich gelegene Nachbarland eindrangen, desto mehr wurden landschaftliche Unterschiede sichtbar. Dies war hauptsächlich der in Tansania bereits begonnenen Regenzeit geschuldet. Ein sattes Grün so weit das Auge reichte. Besonders, als der Express einen Nationalpark durchquerte, kamen wir aus dem Staunen über das Dickicht aus Sträuchern und Bäumen nicht mehr heraus. Außerdem beeindruckten uns auf der Zugfahrt die von Bananenstauden und Palmen umgebenen rostroten erdigen Straßen, die sich ihren Weg durch beschauliche aus Lehmhäusern bestehenden Dörfer bahnten.

    Nach nur rund sechsundfünfzig Stunden und somit einer kaum nennenswerten Verspätung, kamen wir mitten in der Nacht in Dar es Salaam an. Wie sollten wir um diese Zeit noch eine Unterkunft ausfindig machen? Da wir nicht wussten, wohin mit uns, schlossen wir uns unserer dem Gelfieberrisiko ausgesetzten Bekannten an. Diese wisse von einem günstigen Hotel, wo sicher noch Zimmer frei seien. Noch etwas schlaftrunken stolperten wir der Frau durch das Bahnhofsgelände hinterher, bis wir am Haupteingang ankamen. Dort versuchten unzählige registrierte und inoffizielle Taxifahrer lauthals uns und andere Ankömmlinge in ihre Autos zu locken. Vor den nicht registrierten Taxis waren wir bereits im Zug durch die Lautsprecheranlagen explizit gewarnt worden - sie seien nicht sicher.

    Um die Fahrt zur geplanten Unterkunft möglichst günstig zu halten, organisierte unsere sambianische Freundin drei weitere Mitfahrende, sodass wir uns letzten Endes zu siebt in einen Fünfsitzer quetschten. Wir beide nahmen auf dem Beifahrersitz platz, wo wir uns am Armaturenbrett festkrallten, während unser Fahrer mit weit überhöhter Geschwindigkeit und rote Ampeln ignorierend durch die lebendige Großstadt bretterte. Von einer breiten Hauptstraße ging es weiter durch schmale Seitengassen, in denen ebenfalls noch reges Treiben herrschte. In einem besonders dubiosen Viertel - wir mutmaßten, dass die Damen am Straßenrand dem horizontalen Gewerbe angehörten - kam das Taxi zum Stehen. Wir kletterten aus dem Wagen und betraten ein heruntergekommenes in einem Hinterhof gelegenes Gebäude, bei welchem es sich um das empfohlene Hotel handelte. Unser Blick fiel auf die an der Rezeption ausgehängten Hausregeln. Da wir ohnehin die Vermutung hatten, uns im Rotlichtdistrikt aufzuhalten, waren wir von Regel Nr. 3: 'Prostitution ist nicht gestattet.', nicht sehr überrascht. Obgleich wir uns nicht vorstellen konnten, dass außer uns irgendwer dort nächtigen wollte, wurde uns zu unserer Überraschung mitgeteilt, dass alles ausgebucht sei. Die Sambianerin ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen und erklärte uns, wir würden schon noch eine Unterkunft finden. Wohl fühlten wir uns nicht, als wir mit all unserem Gepäck durch die ominösen, dunklen Straßen liefen. Die Tatsache, dass vor jedem Hotel ein schwer bewaffneter Sicherheitsdienst aufgestellt war, bestärkte unser Gefühl, dass wir auf einem gefährlichen Pflaster unterwegs waren. Nach einer längeren Suche fanden wir endlich eine erschwingliche Unterkunft, die noch freie Betten zur Verfügung hatte. Wir checkten ein und verabschiedeten uns von unserer Reisebekanntschaft. Als wir die Türe unseres Zimmers öffneten, stieg uns ein beißender Modergeruch in die Nase. Eine Kakerlake krabbelte vor uns Schutz suchend unters Bett. Der enge Raum war feucht und dreckig, riesige Schimmelflecken zierten die Wände. Keines der Elektrogeräte funktionierte, was an herausgerissen Steckdosen und zerfransten Kabeln lag. Im Badezimmer war alles unddicht, was undicht sein konnte. Auch der Duschkopf tropfte stetig, doch lief wider Erwarten klares Wasser heraus. Nach dem Wassermangel im Tazara-Express, genossen wir die kühle Brause umso mehr und fielen anschließend vollkommen erschöpft in die Kissen.
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  • Day72

    Lus vir sampioen?

    November 21, 2016 in Zambia ⋅ 🌙 18 °C

    Met die eerste reëns verskyn dié reuse-sampioene op termiethope in dele van Zambië. Dit word orals langs die pad verkoop, saam met veldvrugte wat ook nou in oorvloed is. Hierdie een het 20 kwacha (so R15) gekos.

  • Day17

    Chisamba se mense

    September 27, 2016 in Zambia ⋅ ☀️ 28 °C

    Gisteraand oornag by Lize en Gawie Peens, boere by Chisamba noord van Lusaka. Hulle maak kaas op die plaas - die kaaskoelkas is in 'n massiewe miershoop ingebou! (Dit hou die temperatuur stabiel binne-in.)

  • Day18

    Om te boer waar die pad ophou

    September 28, 2016 in Zambia ⋅ ⛅ 15 °C

    Pieter Snyman (in hierdie foto saam met sy vriendin Charmaine Venter) maak al sedert die middel-90s 'n bestaan op 'n plaas sowat 500 km noord van Lusaka. Hy het al biobrandstof gemaak, organiese tabak verbou, bees geboer, skaap ook. Projekte het al gekom en gaan, bees en skaap is soms gesteel, en dubbelsyfers van sy honde al deur krokodille gevang ("Worshonde verdwyn sommer in die middel van die dag. Luislange."). Daar was al malaria, bloedvergiftiging, 'n haelgeweerloop wat ontplof in sy hand, die slag toe weerlig die huis afgebrand het. Maar Pieter is steeds hier, met vars planne, en entoesiasties oor die toekoms.Read more

  • Day5

    Ndabala

    July 21, 2011 in Zambia ⋅ ⛅ 8 °C

    Der nächste Tag führt uns weiter durch Sambia. Der größte Teil der Gegend besteht aus trockener Savanne, da fällt es dann richtig auf, wenn hin und wieder mal ein blühender Busch zu sehen ist....
    Immer wieder zeugen Wrackteile am Wegesrand davon, dass nicht alle Züge so unbeschadet diese Strecke passieren, wie wir...
    Und faszinierenderweise hat man auch in der tiefsten Savanne einen ausgezeichneten Handy-Empfang!
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  • Day5

    New Kapiri Mposhi

    July 21, 2011 in Zambia ⋅ ⛅ 11 °C

    Am Nachmittag erreichen wir den Endbahnhof der TAZARA, New Kapiri Mposhi, welches wir liebevoll Caipirinha getauft haben...
    Während wir uns auf dem Bahnhof die Füße vertreten, wird wie bei jedem Halt die Gelegenheit genutzt, den Pride of Africa zu wienern.
    New Kapiri Mposhi ist ein recht großer Bahnhof. Es gibt eine erste, eine zweite und eine dritte Klasse und eine VIP-Lounge - alles mit dem Charme eines Hallenbades. Ein Zug fährt allerdings nur 4 Mal die Woche....Read more

  • Day5

    Kapiri Mposhi

    July 21, 2011 in Zambia ⋅ ⛅ 17 °C

    Das Aufregendste an Kapiri Mposhi ist zweifellos, dass unser Zug hier die Möglichkeit zum Wenden hat. Zukünftig ist die Lok also wieder vorne und der Aussichtswagen wieder hinten.
    Die Weichen werden hier noch von Hand gestellt, unter den wachsamen Augen unseres Lokführers.
    Und so nehmen wir nach 1863 km Abschied von der TAZARA und wechseln auf die 1909 fertiggestellte Strecke der früheren Rhodesian Railways.
    Kurz darauf hält der Zug nochmal mitten in einem lokalen Markt, vermutlich müssen wir mal wieder einen entgegenkommenden Zug durchlassen.

    Jetzt, wo die Aussichtsplattform hinten ist, und wir eine ungehinderte Sicht haben, fällt uns zum ersten Mal auf, dass wie von Geisterhand Sicherheitskräfte rund um das Zugende patrouillieren, sobald der Zug irgendwo hält....
    Faszinierend ist hier die typisch afrikanische Art der Versorgung von Zugreisenden mit frischen Früchten, direkt von den Köpfen der jungen Frauen.
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  • Day74

    Kasanka- nasionale park

    November 23, 2016 in Zambia ⋅ ⛅ 1 °C

    Vrugtevlermuise - so 10 miljoen van hulle! - is Kasanka se groot attraksie van mid-Oktober tot mid-Desember wanneer hulle hier saamtrek van regoor Afrika. Teen sononder word die lug met ontelbare spikkels gevul wanneer die vlermuise hul hangplek in die moerasvywoud verlaat om te gaan kos soek. Dit slaan jou summier stom. Jy klim op stellasies in die woud om die skouspel gade te slaan. Ons sien ook die skaars visuil 2-uur een oggend, sommer in die boom bo ons tent! Ook gewaar uit ons kampstoele: sitatunga, die skugter moerasbok met sy unieke lang, gesplete hoef, spesiaal aangepas on op waterplante te loop.Read more

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Central Province

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