To-Dos & Goodbyes
28. September 2021 in Deutschland ⋅ ⛅ 15 °C
So langsam kommen wir zur Ruhe und können die letzten Wochen verarbeiten. Es war schon eine ganz schöne Aufregung die Arbeit zu kündigen, die Wohnung, Kleve zu verlassen und alles dort zu lassen. Zudem noch zwischen Freunden und der Familie hin und her zu reisen und nochmal mit allen Zeit zu verbringen. So dankbar und erfüllt wir sind schöne Zeit mit eben diesen verbracht zu haben, war es doch anstrengend und erschöpfend für uns, da der Abschied doch bei allem mitschwang.
Der Flug hat uns jetzt so richtig den Rest gegeben und wir haben erstmal 17 Stunden geschlafen.
Einige Impressionen möchten wir euch aber nachträglich noch mitgeben.
Wie wir zum Beispiel unser Sparschwein geplündert haben.
...oder gekündigt haben.
...oder das Visum erhalten haben.
...oder wie unsere To-Do-Liste zwischenzeitlich aussah.
...oder von der Abschiedsfeier.
...wir wir ausgezogen sind in Kleve.
All das sind Bruchstücke unserer letzten Wochen, denn neben den Emotionen und der schönen Zeit mit der Familie und Freunden haben wir auch noch:
...einen Motorrad-Führerschein gemacht
...Impfungen machen
...verschiedene ärztliche Untersuchungen gehabt
...Geburtstagsfeiern und Freunde besucht
...Überstunden gemacht,
...Arbeitslosengeld I angemeldet
...Ausrüstung eingekauft
...alte Sachen verkauft
...den Internationalen Führerschein beantragt
...Dokumente sortiert und digitalisiert
...und was man nicht sonst noch alles für eine Weltreise so machen muss.
Wir bekommen es gar nicht mehr alles zusammen. Das ist jedenfalls was unser Kalender uns seit Anfang September ausspuckt. Genau so unsortiert sind unsere Gedanken auch noch, weshalb es schwer ist, diesen Beitrag zu verfassen.
Wir können es noch gar nicht richtig fassen und fangen so langsam an zu realisieren, dass genau dieses Umherreisen nun unser Alltag ist.
Was wir allerdings schon jetzt gelernt haben ist, dass wir uns die Zeit nehmen müssen auch die Erfahrungen, Emotionen, Eindrücke zu verarbeiten.Weiterlesen
DUS Airport - Ready for Takeoff
27. Oktober 2021 in Deutschland ⋅ ⛅ 17 °C
Wir haben den letzten Monat noch ausgiebig mit unseren Liebsten verbracht - vielen Dank für die kurze, aber wunderschöne Zeit. Wir sind sehr dankbar so eine tolle Familie und so tolle Freunde zu haben, die uns auf diesem Schritt begleiten und uns unterstützen.
Daher: Danke für die Unterstützung, für die Zeit, die lieben Worte, die Umarmungen und Liebe, aber auch für die Geduld und euer Verständnis. Wir sind froh, dass wir euch haben!
Wir freuen uns auf die Ankunft, können aber noch nicht so richtig realisieren, dass es jetzt WIRKLICH los geht und unser neues Leben beginnt.
Check-in - done
Farewell - done
Security - done
Snacks - done
Coffee - done
Boarding - waiting...
Thailand here we come.Weiterlesen
Dubai Aiport
28. Oktober 2021 in den Vereinigten Arabischen Emiraten ⋅ ☀️ 29 °C
Transit.
Boarding in zwei Stunden und dann ab nach Thailand. Einen ersten Vorgeschmack gibt es schon, denn hier ist es ebenfalls 29 Grad warm.
Also, kurzer Stopp, etwas die Beine vertreten, im Flieger ein Nickerchen machen und zack sind wir da. Oder so ähnlich….
Wir freuen uns jedenfalls sehr! 😊Weiterlesen
Erster Stop: Naina Resort & Spa
29. Oktober 2021 in Thailand ⋅ ⛅ 30 °C
"Bock auf ein Upgrade ohne Aufpreis?" - "Klar!"
Für die kommenden 15 Tage ist das nun unser neues Zuhause und wir sind sehr zufrieden. Wir genießen die Ruhe und Entspannung. Die zuvorkommende und freundliche Art der Thailänder ist sehr erfrischend und wir fühlen uns hier richtig wohl.
Nachdem wir uns in unserem Zimmer eingerichtet haben hat unsere Müdigkeit uns zu schaffen gemacht, denn wir konnten diese nur schwer bekämpfen, da wir nicht aus dem Zimmer durften eh unser Testergebnis da war. Somit kam es, dass wir um 19 Uhr einschliefen, nach 5 Stunden aufwachten und hellwach waren. Echt toll, wenn man die Nacht zum Tag machen will - das wollten wir jedoch nicht.
Nach einem längerem Kampf mit dem W-LAN gelang es uns letztendlich nicht unsere E-Mails zu checken. Kurzum entschieden wir uns unser letzten Guthaben für Mobile Daten zu verbraten und konnte mit den letzten Cents unsere E-Mails checken.
Ta-Da....negativ. Geil! Also sind wir erstmal rausgegangen und waren spazieren. Anschließend haben wir noch etwas gelesen und konnte dann wieder schlafen. Unsere große Sorge: Mitten in der Nacht wach werden und am nächsten Tag nicht fit sein, schließlich wollten wir uns ja an die Zeitverschiebung gewöhnen. Wir sind erst um 12.30 Uhr aufgewacht und haben somit 17 Stunden geschlafen.Weiterlesen
Sawadee Kap
31. Oktober 2021 in Thailand ⋅ 🌧 28 °C
Nachdem wir unseren Jetlag erfolgreich ausgeschlafen haben und uns erholt haben, konnten wir mit offenen Augen und Armen die Straßen von Patong erkunden.
Bereits eine Straßenecke vom Hotel entfernt beginnt das bunte quirlige Treiben in den Straßen. Die Luft liegt aufgrund der Luftfeuchtigkeit und Temperatur zunächst schwer in unseren Lungen und wir schwitzen aus allen Poren.
Trotz der engen Bebauung und oft sperrlichen Gebäuden bieten die Thais die verschiedensten Sachen an. Es kommt daher auch nicht selten vor, dass ein Geschäft beispielsweise als Wäscherei tätig ist, Roller verleiht und Massage anbietet! Auch Tourenschalter und Beautysalons findet man hier zu Hauf. Die entsprechende Angebote werden mit farbenfrohen Werbeschriften und Bildern beworben. So reiht sich ein Laden dicht an den anderen und die mobilen Straßenverkäufer, Ihre Stände befestigt an einem Roller, finden Platz dazwischen. Das vielfältige Straßenbild wird noch dann komplett, wenn man die Strommasten mit abermals vielen, doppelgewickelten, in- und übereinander verwobenen Kabel sieht, beinahe so, also müssten Sie eigentlich schon längst umfallen oder kaputtgehen.
Auf dem Weg durch die Straßen nehmen wir wahr, wie von verschiedenen Richtungen Anfragen an uns herangetragen werden und die Leute uns begrüßen. Sie wollen uns etwa eine Fahrt mit dem in Thailand typischen "Tuk Tuk" oder einem sogenannten Motorradtaxi anbieten. Straßenhändler versuchen uns ihre Sachen anzubieten, Massagenshop versuchen uns für sich zu gewinnen, Touranbieter wollen uns besondere Preise machen und die Garküchen bieten ihr Essen an. Wahrlich eine Vielfalt an neuen Eindrücken und Sinneswahrnehmungen. Geht man durch die Straßen jagt ein Geruch den anderen, ebenso wie ein Geräusch das Nächste. Man hört und riecht die Zubereitungen an den sogenannten Streetfoodständen. Von einem Brutzeln begleitet riecht man Gebratenes, Gemüse und Gewürze. Das Angebot reicht von Suppen, über gebratenen Reis, gebratene Nudeln bis hin zu Fleischspießen und Fisch. Alles in diversen Zubereitungsalternativen. Ebenso hört man die Motorengeräusche der vorbei rasenden Roller, Autos und TukTuks - letztere oft mit lauter Musik begleitet.
So schlendern wir also durch die Straßen und saugen die neuen Eindrücke auf wie ein Schwamm. Wir begrüßen die Thais mit einem herzlichen "Sawadee Kap/Kha" oder bedanken uns mit einem "Kop Kun Kap/Kha.
Um aber nicht nur die näheren Straßen zu erkunden, sondern auch die umliegenden Städte, Tempel und Strände, haben wir uns einen Roller gemietet. Für sagenhafte 4,30€ am Tag gehört der Roller uns. Noch für 4 Euro vollgetankt und ab ging die Spritztour. Verkehrsregeln gibt es zwar, aber die sind eher für die Formalien, denn es hält sich keiner daran. Ebenso frei wie der Straßenverkehr ist dann auch das Gefühl mit dem Roller unterwegs zu sein. Ein Gefühl von Unabhängigkeit und Freiheit was wir sehr genießen.
Zumindest, wenn es nicht grade monsunartig regnet und gewittert, denn dann wird man nicht nur ziemlich nass, sondern die Straßen sind auch extrem rutschig und die, oftmals unbeleuchteten, anderen Fahrzeuge nicht so gut zu erkennen. Ansonsten haben wir jedoch nichts gegen einen Sommerregen, es ist ja schließlich schön warm. Worauf wir jedoch achten sind unsere Wertgegenstände, denn man ist wirklich innerhalb von Sekunden komplett durchnässt.Weiterlesen
1. Roadtrip Phuket
1. November 2021 in Thailand ⋅ ☁️ 29 °C
Erster Roadtrip
Nachdem wir unseren Roller gemietet haben, haben wir auch den ersten kleinen Roadtrip entlang der Küste gemacht. Hier konnten wir entlang der Schnellstraße die Küste hinunterfahren.
Wir merkten schnell, dass man nicht nur die ständig spurenwechselnden Autofahrer beachten muss, sondern auch die Straßenbedingungen, welche manchmal auch nicht viele Fehler verzeihen. Aber hey…insgesamt ist es wirklich ein sehr entspanntes Fahren und in der Regel achten alle Verkehrsteilnehmer sehr aufeinander.
Geprägt von einem sehr hügeligen Landschaftsbild konnten wir so bereits auf dem Weg wunderschöne Aussichten über die heimischen Wälder und die Küstenregionen genießen. Wir hielten an der nächsten Bucht, in Karon Beach, und besuchten kurz den Strand. Dieser ist, im Vergleich zum Patong Beach, angrenzend an einer kleinen Parkanlage, die genau so lang ist wie der Strand. Der Strand zieht sich in einem schmalen Streifen über eine Länge von ca. 3km und ist einer der längsten Strände in Phuket.
Nach unserer kurzen Pause an einer Bank aus abgestorbenen Bäumen machten wir uns weiter auf den Weg Richtung Süden. Wir besuchten einige Aussichtspunkte in den höhergelegenen Teilen der Insel und konnte von dort erneut auf Karon Beach herabschauen und sogar noch dahinter die Bucht von Patong erkennen. Diese ist sehr gut an dem hohen Gebäude, einem Hotel, zu erkennen.
An dem Aussichtspunkt verbrachten wir etwas Zeit und konnten der Musik eines heimischen Sologitarristen lauschen. Der Ausblick auf das weite Meer, welches sich über den Horizont erstreckt, sowie die hügelige florierende Landschaft von Phuket sorgten für einige Momente der Stille. Bis wir letztendlich von weniger innehaltenden und niveaufragwürdigen Deutschen gestört wurden. Wir verließen den Aussichtspunkt und setzten unseren Weg fort.
Auf dem weiteren Weg konnten wir einige Safarianbieter sehen, die an den Beinen festgekettete Elefanten hielten. Die Elefanten machten einen sehr unglücklichen und traurigen Eindruck und wir hoffen, dass auch andere diesen Eindruck gewinnen und sich von solchen Touren fernhalten.
Leider sind auch wir im Jahr 2016, als wir das erste Mal in Thailand waren, einer solchen Tour aufgesessen, da diese meistens von Tourenanbietern wesentlich besser beworben werden als es tatsächlich ist. Vor Ort haben wir festgestellt, wie die Elefanten behandelt werden und deshalb nicht am vollen Programm, wie etwa dem Reiten der Elefanten, teilgenommen.
Wir haben definitiv aus unserer Erfahrung gelernt und werden eine solche Tour nicht mehr über einen Tourenschalter buchen.
Aber das Thema Tiere im Allgemeinen ist nochmal ein anderes Thema...Weiterlesen
Nuevos Amigos
3. November 2021 in Thailand ⋅ ⛅ 29 °C
Nuevos Amigos
Hola!
Kurz nach uns sind unsere neuen Nachbarn aus Spanien, Audrey und Fran, eingezogen. Beide arbeiteten als Kellner in Andalusien und haben nun Ihre Jobs gekündigt um einen 22 tägige Urlaub in Thailand zu machen. Wie das Leben für die beiden weitergeht ist erstmal noch unklar, jedoch wollen auch sie in der Zukunft die Welt weiter bereisen.
Wir haben uns direkt gut verstanden und entschlossen am Abend gemeinsam Essen zu gehen. Dies war dann einer von mehreren Abenden und Stunden die wir zusammen verbrachten. Zunächst teilten wir Erfahrungen miteinander, wir halfen den beiden einen Roller auszuleihen und waren bereits am nächsten Abend wieder zusammen aus.
Wir besuchten eine Reggae-Bar, spielten Pool und hatten viel Spaß gemeinsam. Hierbei sprachen wir gemeinsam englisch und gelegentlich etwas spanisch, da Fran noch englisch lernt. Doch im Endeffekt brauchten wir oft nicht viele Worte, damit wir uns verstehen. Es herrsche eine herzliche und vertraute Stimmung und wir genossen die Zeit zusammen.
Unsere Wege werden uns in der Zukunft wieder trennen, doch vielleicht auch wieder zusammenführen.
Wie wir mit diesen Verabschiedungen umgehen und wie intensiv wir den Kontakt zu eben solche Bekanntschaften halten können wird sich zeigen. Werden vielleicht sogar tiefe und innige Freundschaften daraus?Weiterlesen
Phuket Old Town and Monkey Hill
4. November 2021 in Thailand ⋅ ☁️ 28 °C
Heute haben wir uns gemeinsam mit Audrey und Fran überlegt, dass wir heute eine Tour mit dem Roller durch Phuket Old Town machen und dort weitere Highlights besuchen.
Phuket Old Town hat eine wunderschöne Altstadt mit bunten Häusern, es passt so gar nicht rein in das sonst eher eintönige Farbenbild der Städte.
Nachdem wir dort gegessen hatten, war klar, dass wir nun DAS Highlight in Phuket sehen wollen: Monkey Hill.
Monkey Hill ist ein Aussichtspunkt, der, wer hätte es gedacht, von Affen besiedelt ist. Es gibt sogar eine Feeding Area auf dem Weg, wo man die Affen füttern kann. Trotz allem wird im Internet wie auch kurz vor dem Aufstieg immer wieder davor gewarnt, da die Affen teilweise sehr aggressiv sein können und auch etliche Krankheiten übertragen können, wenn man gebissen oder gekratzt wird.
Kurz vor dem ‚Eingang‘ von Monkey Hill, der von einem Wärter bewacht wird, kann man seinen Roller abstellen. Wir haben am Parkplatz all unsere losen Gegenstände im Roller verstaut und sind mutig losgelaufen. Am Wegesrand waren schon einige Affen, auch ganz kleine Babys, und es war schön ihnen zuzuschauen.
Hier waren die Affen ganz lieb und hatten keinerlei Interesse an uns, nach einer Weile sind wir weiter gelaufen und kamen zur Feeding Area.
Mein Gott, waren auf einmal viele Affen da! Und die waren ganz anders drauf als die Affen weiter unten. Wir wurden regelrecht umzingelt von den Affen, in der Hoffnung, dass wir sie füttern.
Gerade als Fran auf dem Boden kniete um einen Affen zu fotografieren sprang ein anderer Affe auf seinen Rücken und stahl im sein Bandana vom Kopf! Um Fran noch mehr vorzuführen zog der Affe sich das Bandana selbst über seinen Kopf und präsentierte seine neueste Errungenschaft stolz seinen Freunden.
Wir lachten darüber, trotzdem war uns aber auch ganz schön mulmig zumute. Immerhin haben wir jetzt selbst gemerkt, wie frech und aufdringlich die Tiere sind.
Auch von Rainer nahmen die Affen Besitz und sprangen auf seinen Rucksack hinauf. Zum Glück war dieser Affe nur recht klein und verschwand, als Rainer den Affen bemerkte schnell wieder.
Da die Affen uns immer dichter umzingelten beschlossen wir, wieder zurück zu gehen. Soo toll war der Aussichtspunkt bestimmt nicht.
Als wir uns auf dem Weg nach unten machten kam uns ein junger, europäischer Mann entgegen, der ganz alleine zum Aussichtspunkt lief.
Wir hielten uns noch eine ganze Weile bei den Affen weiter unten auf, diese waren immerhin friedlich und wir konnten sie in Ruhe beobachten. Irgendwann ist ein riesiger Affe auf Audreys Rucksack gesprungen und biss in ihren Rucksack. Man muss dazu wissen, dass Audrey nicht besonders groß ist und der Affe halb so groß war wie sie.
Rainer versuchte mit den Händen und ‚ksssscccchh ksssscccchh‘ Geräuschen den Affen zu verjagen. Der verließ schließlich Audreys Rucksack rannte dafür aber Zähnefletschend auf Rainer zu, der, genau wie die anderen seine Beine in die Hand nahm und nach unten rannte.
Der Wärter, der das alles mitbekommen hatte, lachte sich schlapp und informierte andere Thais darüber, die sie ebenfalls auslachten. Da ich vorher schon nach unten gegangen war konnte ich alles aus der Ferne betrachten und die anderen ebenfalls auslachen.
Als wir uns alle beruhigt hatten, kam auch der Tourist, den wir zuvor begegnet sind, zu seinem Roller zurück. Auf die Frage, ob es ihm gefallen hat sagte er: ,,A little bit.’’ Wir bemerkten, dass er ziemlich erschrocken und fertig aussah. Als wir fragten, ob alles okay sei sagte er nur: ,,No, not really.’’ Dann fuhr er davon. Später haben wir ihn weiter noch einmal gesehen, auf dem Weg ist er mit seinem Roller gestürzt und hat sich ziemlich verletzt. Er wirkte so, als stünde er unter Schock. Hilfe von uns wollte er, trotz mehrmaligem Nachfrage, nicht.
Schlussendlich sind wir doch ziemlich froh, nicht weiter nach oben gegangen zu sein. Denn auf eine Auseinandersetzung mit Affen waren wir dann doch nicht so scharf.Weiterlesen
Thai Oil Massage
6. November 2021 in Thailand ⋅ ☁️ 28 °C
Eine thailändische Öl-Massage für eine Stunde und das grade mal für 10 Euro - das klingt doch gut.
Also dachte Rainer sich er gönnt sich mal was und hat es ausprobiert. Es ist ein sehr professioneller Massagesalon direkt am Hotel.
Nachdem Rainer sich zunächst bis auf die Boxershorts ausgezogen hat, eine welche er von dem Massagesalon bekam, begann die Massage zunächst mit einer kurzen anfänglichen Entspannung. Rainer legte sich auf eine Liege und wurde mit einem großen Tuch bedeckt, ohne welches es sicherlich in dem 20 Grad kalten Raum etwas frisch geworden wäre. In der Zwischenzeit wurde das Öl vorbereitet und anschließend begann die Massage. Rainer lag zunächst auf dem Bauch. Zunächst wurde einmal grob von den Füßen hoch zu den Schultern massiert, wobei die Masseurin zunächst ihr komplettes Körpergewicht benutze und mit den Knien bestimmte Punkte, wie etwa den Po, massierte. Anschließend begann Sie mit einer Massage der Beine und bewegte sich so immer weiter nach oben vor. Am Ende legte Rainer sich nochmal auf den Rücken und die Vorderseite wurde massiert.
Zu Beginn der Massage fragte sie, ob Rainer es „medium“ oder „hard“ wollte, was Rainer mit medium beantwortete. Toll war es, besonders dann, wenn Sie bestimmte Punkte fand, welche sie mit einer solchen Intensität „bearbeitete“, dass Rainer der Atem wegblieb.
Zum Schluss der Massage knackte sie noch sämtliche Wirbel und schlang sich hochakrobatisch um Rainer herum, um die wildesten Dreh- und Streckpositionen zu erreichen.
Fazit: Rainer ist eine Erfahrung reicher, kann sich zum Glück noch bewegen und weiß, dass es nicht seine Art der Massage ist und es daher auch keine weitere mehr geben wird. Vielleicht ja mal eine Fußmassage.Weiterlesen
¡Adios Amigos!
6. November 2021 in Thailand ⋅ 🌧 26 °C
Heute ist der letzte Abend mit Fran und Audrey, da die beiden morgen ganz früh abreisen.
Wir haben daher entschieden den letzten gemeinsamen Abend in einer Reggae-Bar ausklingen zu lassen, die wir auf dem Weg zum Scooterverleih entdeckt haben.
Es ist die ‚Roots Rock Reggae‘ Bar, benannt nach einem bekannten Bob Marley Song, was mir per sé schon mal gut gefällt.
Die Bar ist wunderschön mit vielen Pflanzen dekoriert und bietet neben dem typischen thailändischen Bier auch verschiedene Cocktails an, selbstverständlich heißen alle wie bekannte Bob Marley Lieder.
Zunächst sind wir alleine in der bar, aber nach und nach kommen mehrere Thais herein und schieben Tische zusammen. Es entsteht eine große Runde und Essen von sämtlichen Streetfood-Läden wird mitgebracht. Nachdem alle gegessen haben verändert sich die Stimmung mit einem Male. Die Musik wechselt zu thailändischer, die schließlich auch lauter wird.
Kurze Zeit später ist der Raum gefüllt mit tanzenden Leute, die heiter zu den fröhlichen Liedern mitgröhlen. Erste gemeinsame Kontakte entstehen, Blicke werden ausgetauscht und gemeinsam gelacht. Eh wir uns versehen stehen wir ebenfalls mitten auf der Tanzfläche und tanzen gemeinsam mit den Locals. Die Stimmung ist ausgelassen und fröhlich. In kurzen Tanzpause wird gemeinsam geredet, Erfahrungen ausgetauscht und neugierige Fragen gestellt. Begleitet von einem innigen Gefühl der Verbundenheit und Gelassenheit entstehen unglaublich schöne Momente. Wir schweben im Takt der Musik und fühlen uns aufgenommen in die Gemeinschaft.
Für uns war es sehr besonders und unglaublich bewegend so aufgenommen zu werden. Zwanglos und ungebunden miteinander zu Feiern und Spaß zu haben. Noch heute strahlen wir über beide Wangen und werden diesen Moment immer bei uns behalten.
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Abschied begleitet uns nun häufiger. So war die Stimmung am nächsten Morgen, als wir Audrey und Fran verabschiedeten gedrückt und alle waren traurig. In der kurzen Zeit die man zusammen verbracht hat, hat man doch einiges zusammen erlebt, sich viel ausgetauscht und gemeinsam Spaß gehabt. Diese Art von Verabschiedungen werden uns jetzt wohl weiterhin begleiten. Sei es der Abschied von anderen Reisenden, von Gastgebern oder anderen Locals.
Es ist eine ganz andere Art von Begegnung und Erfahrung die man gemeinsam teilt und daher auch eine andere Art der Verabschiedung.
Neben dem Abschied und den damit einhergehenden Gefühlen bleiben auch immer die Fragen, ob man sich wiedersehen wird, ob längere Kontakte oder gar Freundschaften daraus entstehen.Weiterlesen
Big Buddha
8. November 2021 in Thailand ⋅ 🌧 28 °C
Nachdem wir gestern aufgrund von Starkregen unsere Reise zum Big Buddha, einer riesigen Statue Buddhas, und zum Wat Chalong verschieben musste, haben wir das heute nachgeholt.
Der Weg zum Big Buddha führte über viele mehr oder weniger gute Straßen bergauf und bergab, bis wir schlussendlich am höchsten Punkt des Berges angekommen sind. Das erste was auffiel, waren die zahlreichen Parkmöglichkeiten sowie Souvenir- und Wohltätigkeitsläden. Hier konnte man also nicht nur Souvenirs kaufen, sondern bei Kauf dieser zur Restauration der Anlage und zum Lebensunterhalt der Mönche beitragen. Spenden konnte man hingegen auch ohne etwas zu erwerben. Es ist schon sehr auf die Touristen ausgelegt, was nicht weiter verwunderlich ist, denn es ist schließlich die größte Buddha-Statue auf der Insel und der Aussichtspunkt bietet eine einmalige Sicht auf die Chalong-Bucht und die benachbarten Inseln.
Bereits aus der Entfernung wird die imposante Größe der Statue, mit ca. 45 Metern, sehr schnell deutlich, steigt man jedoch die unzähligen Treppen hinauf bis zum Podest nimmt die Statue, samt Umgebung nochmal andere Maße an. Die Treppe und die umliegenden Verzierungen sind geschmückt mit weißen Marmor und glänzen eindrucksvoll im Sonnenlicht. Am Rundgang des Podest befinden sich vergoldete Statuen besonders verehrter Mönchen aus verschiedenen Dekaden, welche einen besonderen Beitrag zur Entwicklung der Bevölkerung oder zur Verbreitung des Buddhismus beigetragen haben. Hierunter fallen daher nicht nur Mönche, die als Missionare tätig waren, sondern auch einige die das Gesundheits- oder Bildungssystem weiterentwickelt und gefördert haben.Weiterlesen
Wat Chalong
8. November 2021 in Thailand ⋅ 🌧 28 °C
Zweiter Stop an diesem Tag: Wat Chalong.
Der Wat (dt. Tempel) in der Nähe der Stadt Chalong ist der größte und bekannteste Tempel der Insel - obwohl es insgesamt 29 gibt. Die Tempelanlage befindet sich auf einem großen Platz mit einem kleinen Park, welchen die lokalen Händler als Verkaufsstätte nutzen, und besteht aus mehreren Gebäuden. Sämtliche Tempelgebäude dürfen nur barfuß betreten werden.
Das größte Augenmerk ist der mittig platzierte große Tempel, der zahlreiche Buddhisten zum Beten anzieht. Hier werden Räucherstäbchen gezündet, Orakel befragt und vor allem gebetet. Eine besondere Erfahrung war es eine Frau zu beobachten, welche ein sogenannten Stäbchenorakel befragte. Hierzu startete sie mit einem Gebet, stellte dann gedanklich ihre persönliche Frage und bekannt einen Bambusbecher gefüllt mit mehreren Stäbchen heftig zu schütteln. Hin und wieder fielen einige der Stäbchen raus und sie steckte sie zurück. Das Schütteln wiederholte sie schließlich bis nur ein einzelnes Stäbchen rausfiel. Die Stäbchen sind mit einer Nummer versehen, die zu einer jeweiligen Weissagung gehört. Die entsprechende Weissagung konnte die Frau so einer beiliegenden Tafel entnehmen und hatte somit die Antwort auf ihre Frage. Negative Antworten werden dann wohl meist einfach dort gelassen und nicht mit nach Hause genommen. Besonders beeindruckend war ebenfalls, dass während dieser Zeremonie jemand ganz entspannt und sehr laut den Teppich gesaugt hat. Die Leute schienen jedoch so in ihrem Gebet vertieft, dass es keinen wirklich zu stören schien, obwohl der Staubsauger ohrenbetäubend laut war. Neben diesem Tempel gab es noch weitere, worunter einer über die verschiedene Positionen der Buddha-Statuen aufklärt und ein anderer, nicht begehbarer, dient als Aufbewahrungsort für Relikte und Andenken besonders verehrter Mönche.
Insgesamt eine tolle Erfahrung, wunderschöne Aussichten und ein Gefühl von Ehrfurcht und Respekt sind zurückgeblieben. Wir haben auch daher auf eine ausgebreitete Foto- oder Videodokumentation verzichtet, um die Privatsphäre der Leute zu respektieren. Insbesondere Fotografien von Buddha oder heiligen Reliquien sind oft nicht gern gesehen.Weiterlesen
Mal eben kurz ‘ne Suppe holen
11. November 2021 in Thailand ⋅ 🌧 25 °C
Heute wollten wir den letzten Abend im Naina Resort entspannt ausklingen lassen und bei einer der Streetfoodkitchens unseres Vertrauens eine Suppe zum Mitnehmen holen. Haben daher auch keine Handys mitgenommen
Nachdem wir losgegangen sind fing es leicht an zu nieseln, was nicht weiter schlimm war. Dort angekommen durften wir Platz nehmen, haben unsere Bestellung aufgegeben und gewartet. Nach kurzem Warten ging die Frau der Küche, mit ihren drei Tochter hektisch weg und deutete in Richtung der Küche. Zunächst dachten wir es sei vielleicht ein Tier und schauten auch. Andere Gäste, worunter auch Thais, taten es uns gleich. Die Frau kam schließlich zurück, um ihr Geld zu holen und mit großer Angst im Gesicht ging sie wieder in die entgegengesetzte Richtung. Nun dachten wir, dass vielleicht jemand ihr Geld rauben wollten, sahen jedoch niemanden.
Wir fragten also, ob alles okay sei und sie antwortete kurzen mit einem “Ja”. Nachdem sich eine Unruhe breit machte empfangen wir es dir besser den Platz zu verlassen und sahen wenig später, dass es brannte!!
Es brannte direkt über der Küche und zwar an einer der Tausenden Stromleitungen oder sogar die Stromleitung selbst. Das zunächst noch sehr kleine Feuer breitete sich rasch aus und wuchs. Ebenso wuchs die Menschenmenge die zusah, während zwei thailändische Gäste der Garküche die Polizei riefen. Diese war auch schnell da, alarmierte die Feuerwehr und sperrte die Straße ab. Wir waren zu dem Zeitpunkt bereits auf der gegenüberliegenden Seite der Kreuzung. Ein Knall folgte schließlich dem nächsten und es sprühte mehrere Funken. Wenn nicht zuvor, dann war spätestens jetzt die Stromleitung betroffen und wir entschieden aufgrund der abenteuerlich gebauten Stromleitung lieber zu verschwinden. Wir wollten schließlich noch essen und nicht selbst als Braten enden.
Wenig später kamen wir ohne Erfolg bei der Essenssuche gehabt zu haben wieder an der Kreuzung vorbei und es war bereits alles gelöscht. Die Feuerwehr fuhr wieder weg und der Elektriker machte sich an die Arbeit.
Suppe gab es trotzdem nicht, der Stand war dunkel und die Besitzerin nirgends zu sehen.
Also gingen wir zu der anderen Garküche unseres Vertrauens die genau auf der anderen Seite, Fußweg ca. 35 Minuten, liegt. Der leichte Nieselregen ist mittlerweile dem typischen Monsunregen gewichen, wir wurden ziemlich nass. Ich (Rainer) legte einen Rutschpartie auf einem Gitter hin.
Aus einer kurzen Suppen-Hol-Aktion wurde dann eine 1,5 stündige fast-verbrannt-nass-geworden-und-fast-ausgerutscht-Aktion.
Aber hey….die Suppe war echt super!🤤Weiterlesen
Abreise Phuket
12. November 2021 in Thailand ⋅ 🌧 25 °C
5.15 Uhr: Wecker
6.00 Uhr: Abholung durch TukTuk (man beachte die Diskobeleuchtung, so beginnt der Morgen doch schön)
6:45 Uhr: Ankunft am Busbahnhof in Phuket Old Town
7:20 Uhr : Abfahrt mit dem Bus Richtung Trang (diverse Zwischenstops und tolle Musik in Endlosschleife inbegriffen)
14 Uhr: Ankunft in Trang (3 Stunden später als gedacht)Weiterlesen

ReisenderToll, dass wir Eurer Reise folgen dürfen! Vielen lieben Dank dafür, ich lese jeden Beitrag mit großem Interesse und freu mich über die Fotos! Gute Weiterreise und liebe Grüße!!!

ReisenderHallo Alex, oh wie schön! Das freut mich sehr zu lesen :) wir sind etwas spät dran mit den ganzen Posts, versuchen aber zukünftig up-to-date zu posten. Ganz liebe Grüße zurück :)
Weiterreise nach Koh Mook
12. November 2021 in Thailand ⋅ 🌧 26 °C
Nachdem wir vom Busbahnhof in Trang mit einem Taxi zum Khuan Tung Ku Pier gefahren sind, konnten wir anschließend mit dem Longtail Boot weiter nach Koh Mook. Die Fahrt war ganz schön wackelig, denn der Fahrer schien es eilig zu haben. Nach einer halben Stunden sind wir dann - nass - in Koh Mook angekommen, wo wir direkt von einem Fahrer mit einer Motorradrikscha abgeholt wurden. Wie sich nachher herausstellte, war der Fahrer der Vater der Gastgeberin.
Bereits bei der Fahrt zur Unterkunft bemerkten wir, wie still und klein die Insel doch ist. An der Unterkunft angekommen wurden wir freudig begrüßt - auch von dem Hund der Gastgeberin. Dieser heißt Khao (dt. weiß) und ist ein sehr freundlicher Hund. Später kamen dann noch Lucky, die Katze, und Sushi, ein Welpe, dazu.
Die Gastgeberin, Wan, war sehr freundlich und erklärte uns bei einem Willkommensdrink, einer frischen Kokosnuss, wie die Lage auf der Insel momentan ist. Es stellte sich heraus, dass wir die einzigen und ersten internationalen Touristen auf der Insel sind und wegen Covid auch nur zwei Restaurants geöffnet haben. Wir waren erstmal sehr erstaunt und gingen am Abend zu einem der besagten Restaurants. Dort angekommen wurde unsere Bestellung aufgenommen und der Sohn kurzerhand losgeschickt um die nötigen Zutaten zu besorgen. Anschließend gab es eine große Portion Fried Rice mit Gemüse und wir gingen schlafen.... Die erste Nacht im Dschungel.Weiterlesen
“Inselparadies”
13. November 2021 in Thailand ⋅ 🌧 27 °C
Die erste Nacht im Dschungel war ungewöhnlich laut. Wir müssen uns erst einmal an all die neuen wahnsinnig lauten Geräusche gewöhnen. Wie nicht anders zu erwarten ist auch die morgendliche Dusche extrem erfrischend, da es die letzten Tage nur geregnet hat und das Wasser dementsprechend kalt ist. Und mit kalt meine ich richtig kalt! Nordpol-kalt in etwa.
Nach der Erfrischung geht es zu Fuß Richtung Innenstadt von Koh Mook, um dort das zweite geöffnete Restaurant zu finden. Unser Plan ist es außerdem einige Lebensmittel einzukaufen, weil uns Wan angeboten hat, die Küche in der Unterkunft mitzubenutzen.
Den Weg in Worten zu beschreibend ist schwer.
Da es die letzten Tage nur geregnet hat und die Insel kein gutes Abflusssystem hat, stehen die Straßen unter Wasser, sodass wir knöcheltief im Wasser waten müssen.
Das Problem an der ganzen Sache ist, dass die Luftfeuchtigkeit sehr hoch ist und es immer wieder ganz stark regnet, weshalb unsere Kleidung nicht komplett trocknet. Und jeder weiß, was mit nasser Kleidung passiert, die nicht oder zu langsam trocknet - sie stinkt.
Da die Straßen und auch das Wasser nicht besonders sauber sind, stinkt es noch mehr. Es ist echt widerlich.
Im Internet wird Koh Mook ganz anders beschrieben. Als nahezu unberührtes Paradies, frei von jeglichem überlaufenden Tourismus, da auf der Insel Autos verboten sind, soll es hier die sauberste Luft von ganz Thailand geben und die Natur soll unberührt sein und im Vordergrund stehen.
Leider haben wir ein ganz anderes Koh Mook kennengelernt. Die ganze Insel Koh Mook wirkt sehr verwahrlost, es stinkt nach Müll und macht uns einfach sprachlos - im negativen Sinne.
Die Einwohner haben ihre Häuser auf Stelzen gebaut und darunter sind riesige Müllberge. Man kann getrost sagen, dass die Menschen im Müll leben. Dazu kommt eben noch ein ekliger Müllgestank. Es ist erschreckend. Auch am Strand liegt überall nur Müll. Er wird einfach achtlos weggeworfen und bleibt dort liegen. Jahrelang. Vielleicht auch für immer.
Aber es ist auch Müll aus anderen Ländern, aus Europa, Malaysia, Indonesien. Es ist Müll, der aus dem Meer an den Strand geschwemmt wird.
Vielleicht war die Situation vor Covid anders. Immerhin gab es seit zwei Jahren keine Touristen mehr hier, die Leute hatten deutlich weniger Einnahmen, mussten sich teilweise neue oder weitere Jobs suchen, ihre Unterkünfte, Restaurants schließen. Das war alles ganz sicher eine verdammt schwere Zeit.
Aber ist das die einzige Erklärung für den ganzen Müll? Ist das Rechtfertigung genug, dass der Mensch so mit der Natur umgehen darf? Wie kann man die Situation verbessern? Bedarf es mehr Aufklärung? Wie kann so etwas stattfinden?
Diese Fragen gehen uns durch den Kopf. Wir fühlen uns unwohl, sind nachdenklich. Wir in Europa sind privilegiert genug um zu wissen, wie wichtig die Natur ist, dass wir nur diesen Planeten haben, wie schädlich der ganze Plastikscheiß ist und noch dazu haben wir Ressourcen und Mittel ihn zu vermeiden.
Wir haben es in der Hand. Auch, wenn es mehr kostet: Es muss sich dringend etwas ändern, WIR müssen etwas ändern, Wir müssen UNS ändern.
- MarjoleinWeiterlesen

ReisenderIch denke das die da überhaubt keine richtige Müllentsorgung haben. Gibt es da überhaubt Müllverbrennungsanlagen? In Malaysia wurde zb vor 20 Jahren die erste Müllvebrennungsanlage nach Europäischen Standard von einem Deutschen Untenehmer gebaut. vorher wurde alles an Müll einfach irgendwo abgelegt und der Natur überlassen.

ReisenderSo genau wissen wir das gar nicht. Es ist aber so, dass viele Restaurants, Hotels und private Haushalte ihren Müll selber verbrennen.

ReisenderEs gibt einige Mülltonnen, nicht in allen Orten, an denen wir waren, die auch von Müllwagen abgeholt werden. Viel Müll wird aber auch aus Indonesien oder Malaysia über das Meer in Thailand an den Strand gespült. Einige Orte, wie zum Beispiel Koh Tao, sehen dieses Problem und tun aktiv etwas dagegen. Recycling und Alternativen zu Einmalplastik zum Beispiel. Das ist immerhin schon ein Fortschritt :)

ReisenderDas stimmt, es ist aber tatsächlich leider so das kilometertief und weit der Müll in der Erde steckt. Und wenn es dann so stark regnet🙈 naja da kann man sich ja vorstellen warum es so erbärmlich stinkt. Der Müll wird auch nicht von allen verbrannt sondern ratsächlich einfach irgendwo hingebracht.
Tales of Life: Wan
15. November 2021 in Thailand ⋅ 🌧 28 °C
Wan haben wir als unsere Gastgeberin im ‚Mookies Bungalows‘ auf Koh Mook, Thailand kennengelernt.
Wan ist auf Koh Mook aufgewachsen. Sie war für vier Jahre in Australien, um während einer Studienreise Englisch zu lernen. Dort hat sie den Australier Mike kennengelernt, mit dem sie schließlich zurück nach Koh Mook gekehrt ist. Die beiden sind seit fünf Jahren verheiratet und haben einen gemeinsamen Sohn.
Ursprünglich hat Wans Schwester das ‚Mookies‘ gegründet, mittlerweile ist es aber ein richtiges Familienunternehmen geworden und Wan arbeitet viel als Gastgeberin und kümmert sich um die Gäste.
Um einen Beitrag für die Umwelt zu leisten, hat das Mookies ein eigenes Wassersystem gebaut. Sie beziehen Regenwasser und verteilen dieses in die Bungalows um so die Wasserversorgung für die Badezimmer sicherzustellen. Ebenso möchte das ‚Mookies’ den Plastikverbrauch so gering wie möglich halten und bietet daher allen Gästen an, kostenlos Trinkwasser aufzufüllen.
Auf dem Gelände gibt es sogar eine kleine Farm, in dem eigenes Obst und Gemüse angebaut wird, was dann auch im eigenen Restaurant verwertet wird.
Covid ist an ‚Mookies Bungalows‘ nicht spurlos vorüber gegangen. Jeden Tag kümmerte sich die ganze Familie um die Reinigung der Bungalows und haben die letzten zwei Jahre genutzt um die Hütten zu restaurieren um den Wert zu erhalten.
Da die Einnahmen jedoch ausblieben, musste sich Wan eine neue Arbeit suchen. So ist es dazu gekommen, dass sie angefangen hat im Dorf selbstgemachte Pizza zu verkaufen. Dadurch war es ihr möglich, weiterhin Geld zu verdienen. Da auch in Thailand die Schulen geschlossen waren, gab es für ihren Sohn Homeschooling. Um den Lebensunterhalt zu sichern, musste Wan sehr viel arbeiten und hat ihren Sohn daher kaum gesehen. Glücklicherweise hat sie Unterstützung von ihrer Schwester und ihren Eltern bekommen.
Mike arbeitet als Online-Englischlehrer jeden Tag bis zu zwölf Stunden. Für die beiden ist es nach wie vor eine sehr harte Zeit, da es überall an Geld fehlt.
In ganz Thailand gibt es ein großes Problem mit Straßenhunden. Es gibt einfach zu viele und im Gegensatz zu vielen europäischen Ländern gelten Hunde hier nicht unbedingt als Haustier. Oft werden sie zwar geduldet und dürfen auf dem Hof (nicht im Haus!) bleiben. Häufiger werden sie aber auch leider extrem schlecht behandelt. Sie werden geschlagen, getreten und es wird ihnen noch Schlimmeres angetan.
Mike hat Khao, den weißen Wachhund, eines Tages vom Strand gerettet. Er war dort ganz alleine, war ausgemergelt und wirkte sehr schwach. Gemeinsam mit Wan hat er ihn aufgepäppelt und so fand Khao ein Zuhause.
Irgendwann kam eine Hündin zu Khao und eines führte zum anderen. Plötzlich gab es einen Wurf mit vielen Welpen. Leider konnten Wan und Mike sich nicht um so viele Hunde kümmern und da die Hündin einen Gast angegriffen hat, der in die Nähe der Welpen gekommen war, daher haben sie die Welpen an Inselbewohner abgegeben.
Bei einem Wurf ist es aber leider nicht geblieben. Sie versucht gerade, den letzten Wurf noch loszuwerden. Einen Welpen, Sushi, hat sich ihr Sohn bereits ausgesucht. Aber es gibt immer noch vier andere Welpen die ein neues Zuhause brauchen. Einer davon ist sehr abgemagert und wird wahrscheinlich nicht überleben, denn auch die Hündin ist sehr schwach und kann scheinbar nicht alle Welpen ernähren. Trotz der Zuwendung zu den Tieren ist es Wan und Mike nicht mehr möglich sich um die Hündin zu kümmern, da sie dann wieder und wieder für neue Welpen verantwortlich wären.
Wan setzt sich sehr dafür ein, dass die Straßenhunde kastriert werden. Das ist aber nicht so leicht, da es zum Einen viel Geld kostet und zum Anderen ist die Tierarztpraxis auf dem Festland in Trang und der Arzt kommt nur selten nach Koh Mook. Unterstützung seitens der Behörden gab es, trotz diverser Anfragen, bisher nicht.Weiterlesen
Ungewollte Ruhe
15. November 2021 in Thailand ⋅ 🌧 25 °C
Aufgrund der Wetterlage und der allgemeinen Situation auf Koh Mook haben wir uns dazu entschieden, die restlichen Tage in der Unterkunft zu verbringen, zu entspannen, Wan näher kennenzulernen und eben das Beste aus der Situation zu machen. Entgegengesetzt zu dem was wir eigentlich wollten, Action, ist das erstmal schwierig anzunehmen.
Glücklicherweise dürfen wir die Küche mitbenutzen. Das hilft uns wirklich enorm!
Wir haben Zutaten für Spaghetti mit Sauce, Nudelsuppe und auch noch zweimal Nudelsuppe for Take-away gekauft.
Gemeinsam mit Wan kochen wir Nudeln mit Tomatensauce (glücklicherweise hat sie Pizzasauce dazu gesteuert und wir müssen nicht auf den gekauften Tomatenketchup zurückgreifen) und allerlei asiatischem Gemüse. Wan ist zunächst sehr skeptisch, ob thailändische Aubergine in der Sauce schmeckt, nimmt sich aber schließlich sogar noch einen Nachschlag. Zum Nachtisch gibt es Eis.
Die nächste gekochte Mahlzeit ist thailändische Nudelsuppe. Wie wir erfahren haben, ist die Hauptzutat in den Suppen Maggi. Das ist etwas enttäuschend, da wir mit krassen Gewürzen und Geheimzutaten gerechnet haben, es schmeckt so aber auch ziemlich gut.
Da Wan neben ‚Mookies‘ auch noch Pizza verkauft, macht sie uns sogar einmal Pizza. Wir beide haben schon länger keine Pizza mehr mit Käse gegessen und die veganen Pizzen sind einfach nicht dasselbe. Und was soll ich sagen: Die Pizza war so so gut!
Wir nutzen die Zeit hier auf Koh Mook um Fotos zu bearbeiten, viel zu lesen und zu spielen, Texte zu schreiben und mit Freunden und Familie zu zoomen.
Die Ruhe tut uns gut, Patong war sehr laut und anstrengend und hier auf Koh Mook kann man sogar die Vögel und andere Tiere aus dem Dschungel hören.
Eine Sache, die wir hier ebenfalls ausnutzen ist das Spielen und Kuscheln mit Sushi, dem kleinen zuckersüßen Welpen. Sogar ich habe mich irgendwann dazu überwinden können, richtig mit ihm zu spielen und ihm meinen Finger als Stock auszuleihen. Es tat auch gar nicht weh. Er hat so kleine Welpenzähne, dass es nicht mal richtig doll gezwickt hat.
Rainer nutzt die Zeit hier nahe dem Dschungel auch um seltene Tiere (zum Beispiel die Vögel) und weniger seltene Tiere (zum Beispiel die Schmetterlinge) zu fotografieren und so seine Fotografiekünste zu erweitern.
An einem Nachmittag, als wir so ruhig da sitzen und jeder mit seinem Kram beschäftigt ist, hören wir auf einmal ganz neue, komische Geräusche. Auch Khao, der Wachhund der Unterkunft, hat die Geräusche gehört und rennt in Richtung unseres Bungalows, hinein in den Dschungel. Wir sind neugierig geworden und gehen leise hinterher.
Und wer hätte das gedacht: Affen! Da sind wirklich ganz viele Affen direkt an der Unterkunft, die sich von Baum zu Baum schwingen. Es ist wirklich beeindruckend die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu sehen und für uns etwas ganz Besonderes.
- MarjoleinWeiterlesen
Abreise Koh Mook
16. November 2021 in Thailand ⋅ ☁️ 26 °C
7:30 Uhr: Verabschiedung von Wan und mit der Motorrad-Rikscha zum Hafen.
8:00 Uhr: Abfahrt Richtung Khuan Tung Ku Pier, Trang.
8.30 Uhr: Mit dem Minivan nach Trang, etwas bummeln und frühstücken.
14:00 Uhr: Weiterreise nach Koh Lanta.Weiterlesen
Lullaby House, Koh Lanta
16. November 2021 in Thailand ⋅ 🌧 28 °C
Rainer und ich haben beschlossen, Koh Mook einen Tag früher zu verlassen und daher auch eine Nacht früher im ‚Lullaby House‘ auf Koh Lanta einzuchecken. Es bleibt spannend, ob wir heute überhaupt in die gebuchte Unterkunft können, oder ob wir uns spontan noch eine neue Bleibe suchen müssen. Der Besitzer hat auf unsere Nachrichten nicht geantwortet - weder über das Buchungsportal noch über WhatsApp. Zudem war er schon seit einigen Monaten nicht mehr unter der angegebenen Nummer online. Er weiß also eventuell gar nicht, dass wir überhaupt kommen und dass wir schon heute kommen.
Wir stellen uns also darauf ein, dass es möglich ist, dass die Unterkunft Covid nicht überlebt hat. Das wäre leider nicht das erste Mal…
Es geht mit dem Minivan über die Fähre rüber nach Koh Lanta.
Als wir die Fähre verlassen haben, überkommt mich direkt ein saugutes Gefühl. Ich hab mich von Anfang an total wohl gefühlt, in mir war eine Ruhe und eine Zufriedenheit.
Der Fahrer hat uns zu Lanta Old Town gebracht. Von hier sind es nur noch wenige Gehminuten zu unserem Guesthouse ‚Lullaby‘.
Das Wetter und die Schwere der Rucksäcke macht den Spaziergang trotzdem nicht gerade gemütlich. Zudem kommt noch hinzu, dass uns drei riesige Hunde entgegenkommen und uns ein Stück begleiten. Aufgrund meiner ausgebreiteten Phantasie, einigen nicht so super Hundeerfahrungen und einer Grundangst finde ich das eher mittel cool. Aber diese Hunde sind lieb und verlieren zum Glück schnell das Interesse an uns. Ich nehme an, sie sind satt.
Als wir auch endlich einen recht steilen Berg hochgekrakelt sind, kommen wir an der Hauptstraße an. Von hier sind es nur noch drei Minuten Fußweg.
Es kommt uns ein Thai mit seiner kleinen Tochter auf dem Roller entgegen und fragt, ob er uns irgendwie helfen kann. Es ist hier in Thailand nicht selten, dass wir angesprochen werden und uns Hilfe angeboten wird und scheinbar sehen wir sehr verzweifelt zumindest aber vollverschwitzt aus.
Wir lehnen ab und sagen, dass wir gleich bei unserer Unterkunft, dem ‚Lullaby House‘, sind. Er starrt uns erschrocken an, fragt nach, ob wir schon gebucht hätten, denn er sei Tommy, der Besitzer… und er wisse von keiner Buchung. Es sei aber kein Problem, wir sollen schnell mitkommen und er mache alles fertig, strahlt er uns an.
Was für ein Zufall, dass ausgerechnet der Besitzer unserer Unterkunft uns angesprochen hat! Obwohl, wenn man Tommy näher kennenlernt, wird deutlich, dass es kein Zufall ist, da Tommy einfach ein wahnsinnig hilfsbereiter und herzensguter Mensch ist, was wir in den nächsten Tagen auch noch oft genug erfahren dürfen.
Die Unterkunft ist toll, Tommys Frau, Nut, und die gemeinsame Tochter Lilly sind sehr nette und liebe Gastgeber. Hier kann man sich nur wohlfühlen!
Auch für Tommy und Nut sind wir seit Covid die ersten Gäste. Er ist überglücklich und total aufgeregt. Das merkt man besonders daran, dass er ununterbrochen redet und ganz viel von uns wissen möchte.
Wir beziehen unser Zimmer und treffen Tommy bereits 10 Minuten später wieder, da er es sich nicht nehmen lassen will, uns mit seinem Elektroauto, dem Lullaby-Car, zum 7 Eleven zu fahren, da direkt daneben seine empfohlenen Streetfoodläden sind. Hier essen wir endlich auch wieder etwas. Auf dem Rückweg kaufen wir noch 12 Liter Wasser und machen uns zu Fuß auf den Rückweg. Als wir quasi schon bei der Unterkunft sind, kommen uns Nut und Tommy mit ihrer Motorrad-Rikscha entgegen, da sie uns eigentlich abholen wollten. Tommy besteht darauf, dass wir uns für die nicht einmal 50 Meter noch in die Rikscha setzen und uns fahren lassen.
- MarjoleinWeiterlesen
Koh Lanta Old Town
17. November 2021 in Thailand ⋅ 🌧 27 °C
Das Gefühl, das ich bereits beim Betreten der Insel hatte ist geblieben und sogar noch stärker geworden. Ich fühle mich hier in der Unterkunft, unter den Menschen, auf Koh Lanta so verdammt wohl. Es ist ein unglaubliches Gefühl. Es geht mir hier einfach richtig gut. Koh Lanta Old Town ist wunderschön und erinnert mich an eine Mischung aus einer alten Western-Stadt und dem Wartebereich vom ‚De vliegende Hollander‘ aus Efteling.
Ich weiß nicht, wie oft ich das in den nächsten Monaten, Jahren noch sagen werden, aber ich habe gemerkt, dass Koh Lanta meine Wahlheimat ist. Mir gefällt hier einfach alles und ich möchte hier bleiben. Ich bin froh, dass es nicht nur mir so geht, sondern auch Rainer es hier wahnsinnig gut gefällt und wir uns beide im ‚Lullaby House‘ und auf Koh Lanta sehr wohl fühlen. 🥰
- MarjoleinWeiterlesen
Tommy und seine (tierische) Familie
18. November 2021 in Thailand ⋅ 🌧 26 °C
Leider verfolgt uns das schlechte Wetter auch wieder hier auf Koh Lanta. Es gibt uns aber auch die Möglichkeit, mit Tommy ins Gespräch zu kommen und viel über ihn und seine Familie zu erfahren.
Tommy hat seine Frau Nut in Phuket kennen gelernt, wo beide gearbeitet haben. Sie sind dann irgendwann zurück in Nuts Heimatstadt Koh Lanta gezogen und haben 2014 geheiratet.
Tommy hat dann lange Zeit auf der anderen Seite der Insel im einem Hotel gearbeitet. Er hat schnell gemerkt, dass ihn diese Arbeit und der Kontakt zu Touristen sehr glücklich macht. Er mag es gerne anderen Menschen zu helfen. Im Hotel hat er übrigens auch seinen Spitznamen 'Tommy' bekommen, denn eigentlich heißt er Tam, was die Touristen aber nicht gut aussprechen konnten. Aus Tam wurde Tom und schließlich Tommy.
Er hat sich dann vor ein paar Jahren mit seinem 'Lullaby House' selbstständig gemacht. Die Unterkunft hat er ganz alleine mit seiner Frau gebaut. Durch Covid blieben auch hier die Einnahmen aus und die beiden haben sich auf das Geschäft von Nut konzentriert. Sie verkauft Fische, Krebse, Lobster und alles, was ihr der Fischer jeden Tag vorbeibringt. Die Tiere sind fangfrisch und das ist wohl auch einer der Gründe, weshalb das Geschäft so gut läuft. Es kommen sogar beinahe täglich Kunden, die Waren mit nach Bangkok nehmen.
Im südlichen Thailand gibt es viele Muslime, so auch auf Koh Lanta. Aufgrund ihrer Religion wollen/dürfen sie Hunde nicht berühren und haben häufig auch Angst vor ihnen. Leider passiert es dann nicht selten, dass sie die Hunde schlagen und treten, damit diese nicht mehr zurück zu ihnen kommen.
So ist es auch leider Box ergangen. Box lag irgendwann vor der Tür von Tommy, der sich gefragt hat, wo der Hund eigentlich her kommt. Als Box auch den zweiten Morgen vor der Tür lag, hat Tommy angefangen ihn zu füttern. Seit dem ist Box bei Tommy. Er fürchtet sich sehr vor Fremden und war uns gegenüber auch überhaupt gar nicht offen. Er hat uns angeknurrt und gebellt, sobald wir nur ansatzweise in seine Nähe gekommen sind. Also haben wir angefangen 'Fried chicken' und 'Meatballs' für ihn zu kaufen. Jetzt sind wir Freunde. 🥰
Die Katze in dem Video heißt Lita und ist uns einige Male in unser Zimmer gefolgt um sich von Rainer streicheln zu lassen. Tagsüber war Rainer allerdings Luft für sie und sie hat sich ganz schön rar gemacht. Ist das schon Ausnutzen? 🤔Weiterlesen
Loi Krathong: Die Vorbereitung
19. November 2021 in Thailand ⋅ 🌧 27 °C
Das Lichterfest, das in ganz Thailand am Tag des Vollmondes des zwölften Monats nach dem thailändischen Kalender gefeiert wird, heißt Loi Krathong.
'Loi' heißt so etwas wie schwimmen und 'Krathong' werden die traditionellen Flöße aus Bananenstauden genannt.
Die Krathongs werden mit Bananenblättern, Blumen, Steinchen, Nüssen, Kerzen und drei Räucherstäbchen geschmückt. Dass es drei sind ist sehr wichtig, hat Tommy uns erklärt. Bei nur einem Räucherstäbchen wünscht man einem anderen den Tod und erntet ihn wahrscheinlich selber.
Die fertigen Krathongs werden dann, mit angezündeter Kerze und Räucherstäbchen ins Wasser gelassen und schwimmen im besten Fall. Sie sollen all das Schlechte, den Ärger und den Groll der Seele mitnehmen. Paare haben oft zusammen ein Krathong, das soll die Beziehung und den Zusammenhalt stärken.
Sollte ein Krathong zurück ans Ufer gespült werden, heißt es, dass all das Schlechte zu einem zurück kommt.
Für die Thailänder ist dieses Fest sehr besonders und wichtig. Es wird sehr pompös gefeiert, oft mit Feuerwerk, Shows, Musik, reichlich Essen und Trinken. Die ganze Familie kommt zusammen und feiert gemeinsam.
Rainer und ich hatten die große Ehre dieses besondere Fest gemeinsam mit Tommy, Nut und Lilly zu feiern!
Sie haben uns gezeigt, wie man die Krathongs baut und uns dabei geholfen. Zunächst haben Tommy und Nut aus dem Strunk der Bananenstaude Teile geschnitten. Sie bilden die Grundlage des Floßes.
Aus den harten Stielen der Bananenblätter, die Rainer mit einem scharfen Messer von den eigentlichen Blättern getrennt hat, haben Lilly und ich Zahnstocher-ähnliche Stücke geschnitten, die an beiden Seiten sehr spitz sind.Weiterlesen

Reisenderbesser kann man fremde Kulturen und Bräuche nicht erfassen und begreifen... Sehr schön!
Loi Krathong: Das Schmücken
19. November 2021 in Thailand ⋅ 🌧 27 °C
Die Bananenblätter werden um und auf den Staudenstücken festgetackert, damit alles einheitlich aussieht.
Aus den restlichen Bananenblättern werden mit einer speziellen Falttechnik kleine Fächer gebastelt, die mit den spitzen 'Zahnstochern' auf den Staudenstücken festgemacht werden. Bis Rainer und ich die Technik drauf hatten, hat es etwas gedauert, das war gar nicht so leicht!Weiterlesen
Loi Krathong: Die Krathongs
19. November 2021 in Thailand ⋅ 🌧 26 °C
Dann sind wir gemeinsam ins Feld gegangen um schönen (Blumen)Schmuck für unsere Krathongs zu sammeln. Die haben wir schlussendlich noch auf den Krathongs verteilt. Dazu kommen dann noch abgeschnittenen Haare und Fingernägel und einige Münzen.
Als es dunkel wurde, haben wir fünf unsere Krathongs mit in die Motorrad-Rikscha genommen und sind zum Pier gefahren.
Von Tommy haben wir noch Wunderkerzen bekommen, die wir auch in den Krathong gesteckt haben.
Bevor wir unseren Krathong ins Wasser gelassen haben, haben wir uns noch etwas gewünscht.
Und dann schwomm unser Krathong davon.
Es war wunderschön. Und es war so besonders, dass Tommy und Nut diesen besonderen Moment mit uns geteilt haben. Es war sehr berührend und wir sind ihnen sehr dankbar.
Nachden keiner der Krathongs mehr zu sehen war, haben wir die kleine Familie zum Essen eingeladen als Dankeschön für alles.Weiterlesen




























































































































Reisender😍
ReisenderIhr beiden... Schön beim lesen kommen mir die Tränen.... Ich freue mich für euch. Lasst eure Träume wahr werden und genießt jeden Moment. nehmt euch Zeit.
Reisender
Probe packen am 26.10.21 ab 22.00Uhr...lach