• Titzis on Tour
  • Sabine Titz
Oct – Nov 2024

Namibia - weites wildes Land

Der abgelegene Caprivi Strip im Nordosten Namibias galt einst als "grüne Hölle" für Reisende. Wir erfüllen uns einen Wunsch und wollen vom Okavango bis zum Sambesi, diesen vielleicht wildesten und wasserreichsten Teil entdecken. Read more
  • Trip start
    October 23, 2024

    The same procedure as every year

    October 24, 2024 in Namibia ⋅ ☀️ 23 °C

    Wenn in Deutschland die Blätter fallen, geht es für uns auf Reisen. In diesem Jahr steht wieder einmal das südliche Afrika auf dem Plan. Nach 2004 und 2014 sind wir nun zum dritten Mal in Namibia unterwegs. Wir werden uns einen Wunsch erfüllen und endlich in den Caprivi Streifen reisen.
    Erst einmal fallen wir am frühen Morgen überpünklich in Windhoek aus dem Flieger. Kurz um den Taxipreis feilschen und schon sind wir für nur 20€ die 40km zu unserem schönen Olive Groove Gästehaus in die City gefahren, wo wir uns in den nächsten zwei Tagen erst einmal akklimatisieren.
    Nach einem kurzen Spaziergang am Nachmittag lassen wir den langen Tag zum Sundowner über den Dächern der Stadt bei einem Rock Shandy ausklingen.
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  • Nur ein kleiner Fehler

    Katutura

    October 25, 2024 in Namibia ⋅ ☀️ 20 °C

    Bei unseren Recherchen lernen wir Carsten kennen, der ein Unikum und wandelndes Afrika-Lexikon ist. Wir sind mit Carsten zu einer außergewöhnlichen Stadtrundfahrt in  Windhoek verabredet. Schon unser Fahrzeug, ein offener Landrover-Oldtimer, Jahrgang 1964, ist ein echtes Highlight. Da fühlen wir uns wie bei einem Taylor Swift Konzert in der ersten Reihe.
    Heute hat Windhoek etwa 450.000 Einwohner, wobei das Zentrum der Hauptstadt fast etwas steril wirkt. Die Architektur ist zweckmäßig, ein paar Kolonialbauten und das neue Nationalmuseum – von Nordkorea finanziert, lockern das ganze zwar auf, aber Charme kommt keiner auf.
    Katutura, das riesengroße Township, ist da eher der interessantere und lebendigere Stadtteil von Windhoek. Hier leben 320.000 Menschen, der Großteil der ganzen Stadt. Entstanden ist Katutura 1959 durch die südafrikanische Apartheidspolitik. Katutura heißt in der Hererosprache „der Ort, an dem wir nicht leben wollen“. Unsere Tour führte genau dort hin. Es gibt relativ geordnete und saubere Verhältnisse, dazu zählen Stromversorgung und Kanalisation aber auch Schulen, Kitas, Friseure, Autowäschen…. Am Rande des Vorortes dehnt sich dann eine riesige Wellblechhüttenmasse über die Hügel aus, die von oben wie Diamanten in der Sonne glitzern. Pure Ironie.
    Katutura wächst dynamisch immer weiter und die Neuankömmlinge erhalten zur Begrüßung zwei große Wellblechstreifen.

    Auch ein Besuch in Joe’s Bierhaus darf natürlich nicht fehlen, denn das ist dann ein wirkliches „Echtheitszertifikat“ für einen Besuch in Windhoek.
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  • In Richtung Norden

    October 26, 2024 in Namibia ⋅ ☀️ 36 °C

    Aus dem Afrikaans übersetzt heißt Windhoek „windige Ecke“. Heute verlassen wir die im Komas Hochland gelegene Stadt mit den umliegenden Erosbergen, die über 2000 Meter hoch sind, in Richtung Norden zum Waterberg. Bereits kurz ausserhalb der Stadt sind wir fast allein auf der gut ausgebauten Straße unterwegs. Zur Orientierung haben wir die Sonne immer auf der Frontscheibe.
    Die Kambaku Safari Lodge erreichen wir am Nachmittag, 20km nördlich des Waterberg Plateau Parks, auf einem 80 km² großen Wildreservat gelegen. Bei einem ersten Game Drive am Nachmittag fühlen wir: Jetzt sind wir angekommen.
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  • Bushwalk

    October 27, 2024 in Namibia ⋅ ☀️ 15 °C

    Kambaku war früher eine Rinderfarm und seit 1999 ein Wildreservat mit heimischen Savannentieren, wie z. Bsp. Giraffen, Gnus, Warzenschweine, Zebras und vieles mehr. Da gefährliche Raubtiere fehlen, kann man sich im ganzen Areal frei bewegen.
    Schon in der Morgendämmerung kommen die Tiere zum Wasserloch. Begrüßt werden wir als erstes von den Giraffen. Was für ein schöner Start in den Tag.
    Bereits um 7.00 Uhr beginnt unser Bushwalk. Schnell ein Kaffe und ein Croissant und dann geht es mit Guide Hanna, die aus Ohio kommt, in den Busch. Wir erfahren viel über Kratzmale an Bäumen, suchen Spuren im Sand, finden Beutereste und Losungen.
    Auch bei 33 Grad wird zum Dinner der Kamin eingeheizt und alle Gäste speisen gemeinsam wie in einer großen Familie.
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  • On the Road again
    So kann es auch aussehen!Minuten später!

    Okaukuejo

    October 28, 2024 in Namibia ⋅ 🌙 13 °C

    Die Waterbergregion war zu Zeiten der deutschen Kolonie im Jahre 1904 Schauplatz der entscheidenden Schlacht, die zur Niederschlagung der Aufstände der Namas und Hereros führte.
    Mit einem weinenden und einem lachenden Auge verlassen wir Kambaku, denn wo ist es schon möglich, direkt aus dem Bett aufs Wasserloch zu schauen.
    Wir übernachten heute innerhalb des Etoshaparks im Okaukuejo Camp, dass aus einer deutschen Polizei- und Militärstation hervorgegangen ist und jetzt das Verwaltungs- und Forschungszentrum des Parks ist.
    Das Wasserloch ist wohl das berühmteste und schönste Wasserloch im Ethosha Park. Das wissen außer uns noch viele andere Besucher. Willkommen im Massentourismus.
    Wir beziehen jedoch einen komfortablen Bungalow in erster Reihe am Wasserloch, das dann auch hält was es verspricht. Bereits am frühen Abend beginnt der große Auftritt, den wir in dieser Vielfalt nicht erwartet haben.
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  • In der weißen Pfanne

    October 29, 2024 in Namibia ⋅ ☀️ 13 °C

    Es ist frisch am Morgen, da ist die dicke Jacke Pflicht. Aber kaum erscheint die Sonne über dem Horizont, springt das Thermometer wieder auf über 30 Grad.
    Heute geht’s auf der staubigen Schotterpiste 150 km durch den Park. Die Straße ist teilweise wie ein Waschbrett und verlangt dem Auto und dem Fahrer einiges ab. Entschädigt werden wir durch viele Tiersichtungen entlang der Strecke. Wir nehmen uns viel Zeit und stoppen an einigen Wasserlöchern, um die Tiere zu beobachten. So hinterlässt die Fahrt durch den Park bei uns tiefe Eindrücke.
    Die Landschaft wirkt endlos und fremdartig und die trockene Ebene der Etosha- Pfanne ist wie ein riesiger Salzsee, der in der Sonne glänzt und endlose Weite ausstrahlt. Heiß und trocken ist die Luft und das Gefühl der Wildnis ist überall präsent.
    Nicht nur auf unserem Auto hat sich nach dieser Fahrt viel „Patina“ des Straßenstaubes gelegt, auch wir genießen am Abend einen Sprung in den Pool.
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  • Forest

    October 30, 2024 in Namibia ⋅ ☀️ 24 °C

    Im Herzen des Onguma-Reservates, am Rande des Etosha-Nationalparks, liegt das Onguma Forest Camp – ein verstecktes Juwel. Umgeben von dichten Mopane-Bäumen bietet uns das Camp eine luxuriöse und zugleich naturverbundene Unterkunft, die sich perfekt in die Umgebung einfügt. Ein perfekter Ort für einen „relaxing day“ nach einer Woche voller Erlebnisse.
    Wir wissen nicht warum, aber wir beziehen die Honeymoon Suite und fühlen uns wie Gott in Frankreich und falls uns der Jacuzzi zu kalt sein sollte, können wir ihn auch befeuern🤣
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  • Okavango River

    October 31, 2024 in Namibia ⋅ ☀️ 25 °C

    Wir sagen tschüss Etosha und fahren auf eintönigen Straßen 450 km weiter Richtung Norden. Namibia ist riesig und gleichzeitig ein armes Land.
    Zum Vergleich: Namibia ist 2,5 mal größer als Deutschland, hat aber nur 3 Mio Einwohner, von denen nur 47.000 soviel verdienen, dass Einkommenssteuer anfällt.
    Im Auto dudelt der deutschsprachige Sender Radio Namibia mit deutschen Schlagern aus den Achtzigern und Siebzigern 🙈. Dazu kommen immer wieder lustige Reportagen über die Situation in Deutschland im Wechsel zu trivialen Haushaltstipps. Was für eine andere Medienwelt.
    Kurz vor Rundu, direkt an der Grenze zu Angola, wird es grün und entlang der Straße schlängeln sich die Dörfer, oder wie man auch dazu sagen soll. Es gibt Steinhäuser, Rundhütten und Wellblechbuden. Was auffällt, links und rechts grasen Kühe und Ziegen, die immer bereit sind die Straße zu queren. Also Achtung, Tiere haben Vorfahrt!
    Heute übernachten wir auf unserem Zwischenstopp in den Caprivi Strip in einem Tended Camp direkt am Fluss. Was für ein Kontrast zu gestern.
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  • Georg Leo Graf von Caprivi

    November 1, 2024 in Namibia ⋅ ☀️ 21 °C

    Nachdem wir gestern den Okavango River erreicht haben, geht’s heute weiter hinein in den schmalen Caprivi Strip. Die zipfelförmige Ausbuchtung Namibias im Nordosten hat keine geografische, sondern eine historische Ursache. Das der 460 Kilometer lange und 30 Kilometer breite Streifen zu Namibia gehört, liegt am sogenannten Helgolandvertrag, den Deutschland und England 1890 unter dem Reichskanzler von Caprivi schlossen.

    Im Gegensatz zum übrigen Namibia ist hier oben die Landschaft tropisch, üppig und wasserreich. Jedoch herrscht jetzt am Ende der Trockenzeit Niedrigwasser im Okavango River. Wir stoppen unterwegs an den Popa Falls, die eigentlich Stromschnellen sind, aber um diese Jahreszeit nur eine Miniattraktion. Da das Thermometer am Tag immer an der 40 Grad Marke kratzt, flüchten wir schnell wieder ins Auto.
    Gott sei dank sind aber die Nächte angenehm kühl. Voller Vorfreude auf die nächsten Tage erreichen wir die Ndhovu Safari Lodge, direkt am Fluss gelegen, wo uns das laute Grunzen und Schnauben der Hippos empfängt .
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  • Lodgeleben

    November 2, 2024 in Namibia ⋅ ☀️ 21 °C

    Unsere Tage in den Game Lodges sind immer ein aufregendes Zusammenspiel zwischen Luxus und Wildnis. Die Morgendämmerung bringt die ersten Geräusche des Buschs mit sich: das Grunzen der Hippos, das sanfte Zwitschern der Webervögel und das Grasen der Büffel in der trockene Savanne. Wir wachen auf in unserer komfortablen und fein eingerichteten Zelt-Suite, wo der Wind den Duft von frisch gebrühtem Kaffee zum Zelt trägt.
    Das Personal begrüßt uns mit einem herzlichen Lächeln und bereits vor dem Frühstück fährt man in offenen Jeeps oder mit dem Boot hinaus in die weite Savanne. Das Wissen der Ranger über die Tierwelt ist beeindruckend; sie erzählen Geschichten vom Land und den Eigenheiten der Tiere, als wären diese alte Freunde.

    Zurück auf der Lodge entspannen wir am Pool, sortieren unsere Bilder und schreiben das Erlebte nieder. Was für eine Mischung aus Erholung und Abenteuer, denn wenn die Hitze nachlässt, gibt es eine zweite Safari, diesmal im sanften Licht des Sonnenuntergangs.

    Das Abendessen wird oft unter dem sternenübersäten Himmel serviert. Beim knacken des Feuers sitzen die Gäste gemeinsam zusammen und die Köche verzaubern uns mit einem köstlichen Dinner.
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  • Hippo Henry

    November 3, 2024 in Namibia ⋅ ☀️ 30 °C

    Hippos sind beeindruckende Tiere und glücklicherweise ist Caprivi einer der Orte in Namibia, wo enorme Anstrengungen zum Schutz dieser besonderen Tiere unternommen werden.
    Tagsüber ruhen die Tiere meist im Wasser oder am Flussufer und verlassen dieses Nachts, um an Land zu äsen. Dabei entfernen sie sich recht weit vom Wasser. Auch in unserem Camp ist Vorsicht geboten, erkennbar an den Spuren am Morgen. Hippos wirken zwar harmlos und behäbig, jedoch sind sie leicht erregbar und können sehr gefährlich sein. Jedes Jahr sterben in Namibia etwa 100 Menschen durch Angriffe von Nilpferden.
    Sabine hat die Hippos zu ihren Lieblingen auserkoren. Ständig ist sie für das perfekte Foto mit der Kamera unterwegs.
    Bereits heute Abend lernen wir „Hippo Henry“ kennen. Er ist sozusagen das Haustier in unserer heutigen Lodge. Leider kommt er nicht auf den Laufsteg für das perfekte Bild. Wir sind halt nicht im Zoo.
    Nach dem Dinner ist auf dem Weg zum Bungalow Vorsicht geboten - ein scheinbarer Stock könnte, wie Gäste berichten, eine Puffotter sein. Mancher Stock entpuppt sich dann doch nur als Gartenschlauch. 😂
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  • Camp Kwando

    November 4, 2024 in Namibia ⋅ ⛅ 24 °C

    Auf dem Weg zum Camp Kwando passieren wir immer wieder einfache Dörfer mit rudimentärer Infrastruktur. Die Menschen haben kaum Zugang zu Strom oder es gibt nur eine Wasserstelle und gekocht wird auf offenen Feuerstellen. Wir sehen Frauen, die mit Wasserkanistern auf dem Kopf, weite Strecken in der Hitze zu ihrem Dorf laufen.
    Das Leben in den einfachen Dörfern steht im krassen Gegensatz zu den luxuriösen Lodges. Während die Safari-Lodges alles bieten – von Gourmet-Essen über luxuriöse Zelte bis zu exklusiven Pirschfahrten – führt die ländliche Bevölkerung in den umliegenden Dörfern ein entbehrungsreiches und karges Leben.
    Die medizinische Versorgung ist begrenzt und Schulen sind meist unterfinanziert, was den Kindern oft weite Wege und eingeschränkte Bildungschancen bietet.
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  • Offroad unterwegs

    November 4, 2024 in Namibia ⋅ ⛅ 37 °C

    Wir entscheiden uns, den Mudumu NP auf eigene Faust zu entdecken. Am Gate gibt es noch ein paar hilfreiche Informationen, eine Karte, die mehr oder weniger zeigt wo wir fahren sollten und eine Notfallnummer. Mit ein paar guten Wünschen fahren wir los und arbeiten uns über 4 Stunden, teilweise durch tiefen Sand, durch den Park. Trotz Karte ist die Orientierung gar nicht so einfach. Es ist ein eigenartiges Gefühl, auf einmal völlig auf sich allein gestellt zu sein. Unter voller Konzentration auf die Piste vergeht die Zeit wie im Flug, denn hinter jeder Kurve können Tiere stehen. Auf einmal treffen wir völlig unvorbereitet auf eine große Elefantenherde. Wir fühlen uns umzingelt und der Puls geht hoch. Stehen bleiben, Ruhe bewahren, zuschauen und den Moment genießen. Bei der erst besten Gelegenheit starten wir den Motor, um die Herde hinter uns zu lassen. Was für eine einmalige Erfahrung. Ja und es sollten nicht die letzten Elefanten sein. Die Herden von Antilopen, Kudus und Zebras sehen wir schon als normal an.Read more

  • Botswana

    November 5, 2024 in Botswana ⋅ ☁️ 36 °C

    Wir verabschieden uns aus Namibia und damit vom Caprivi Strip, um hinüber nach Botswana zu wechseln. Nach einer unkomplizierten Grenzkontrolle geht es direkt durch den Chobe NP nach Kasane. Bei der Durchfahrt sehen wir bereits wieder Elefanten, Giraffen und Antilopen, aufgereiht wie auf dem Laufsteg. Es ist fast so, als ob sich die Tiere als Fotomotiv am Straßenrand aufgestellt hätten.
    Wir geben unseren Mietwagen direkt am Flughafen von Kasane ab und plötzlich, wie aus dem nichts, erscheint unser Abholservice. So sind wir schneller als gedacht in der River View Lodge, direkt am Chobe River gelegen. Die Lodge ist von einem Elektrozaun umgeben, um die Gäste vor den üblichen Verdächtigen, wie Krokodilen oder Hippos zu schützen.
    Heute Abend ist unser erster Braai. Braai kommt aus dem Afrikaans und heißt braten oder grillen. Das Buffet ist sehr reichhaltig und lecker. Es gibt sogar „gestreiftes Pferd“. Unabhängig ob Buffet oder Dreigängemenü, abnehmen werden wir auf unserer Reise ganz bestimmt nicht.
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  • Chobe NP

    November 6, 2024 in Botswana ⋅ ☁️ 33 °C

    Durch das Sedudu Gate geht es am Morgen bereits um 5:30 Uhr in den Chobe NP. Der Park wurde 1967 als erster NP in Botswana gegründet und umfasst eine Fläche von 10.600 km². Wir erleben ein unbeschreibliches Zusammenspiel aus Licht, Farbe und Landschaft. Im Chobe sind fast alle afrikanischen Tiere heimisch, lediglich die Nashörner fehlen. Da der Park nicht durch Zäune begrenzt ist, lassen sich gerade diese Tiere nicht vor Wilderern schützen.
    Endlich bekommen wir auch den „König der Tiere“ zum Fotografieren vor die Linse. Es sind zwei ältere Herren, die einfach nur faul herumliegen.
    Kurz entschlossen gehen wir am Nachmittag doch noch auf einen Game Drive. Vom Chobe River aus hat man einen anderen Blick auf diese Vielzahl der Tiere und wir genießen den Sonnenuntergang auf dem Fluss.
    Da Kasane von allen Seiten gut zu erreichen ist, noch dazu auf asphaltierter Straße, bleibt es nicht aus, dass außer uns noch viele andere Boote unterwegs sind.
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  • Eine neue Welt

    November 7, 2024 in Zimbabwe ⋅ ☁️ 33 °C

    Der Grenzübertritt nach Simbabwe erfordert mit einem undurchsichtigen Prozedere Geduld: Stempel, Visum, 30 USD Eintrittsgeld pro Person und immer wieder warten. Nach etwa einer Stunde sind wir durch.
    Unsere Batonka Lodge in Levingstone begrüßt uns „very british“. Uns zieht es am frühen Nachmittag in das legendäre Victoria Falls Hotel. Auf der Stanley Terrasse herrscht eine Atmosphäre wie aus einer anderen Zeit. In der Nachmittagssonne servieren die Kellner in eleganten Uniformen die feinen Köstlichkeiten des traditionellen High Teas. Etageren voller Scones, Mini-Sandwiches und bunter Törtchen lassen uns den Moment genießen. Die britische Kolonialgeschichte des Hotels lebt in jeder Ecke, während sich Gäste aus aller Welt an dem besonderen Flair der Stanley Terrasse erfreuen.
    Das einzige, was ein bisschen stört, sind die Helikopterrundflüge, die eines nach dem anderen durch die Luft knattern.
    Den Abend lassen wir mit netten Urlaubsbekanntschaften im Lookout Café ausklingen.
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  • Der donnernde Drache

    November 8, 2024 in Zimbabwe ⋅ ⛅ 27 °C

    Die Regenzeit kündigt sich an, denn schon in den letzten Tagen zogen Gewitterwolken auf, die bereits etwas Regen im Gepäck hatten. In der Nacht fing es heftiger zu regnen an, was gar nicht zu unserem heutigen Programm passt, denn wir haben am Vormittag einen Hubschrauberflug über die Fälle gebucht, aber alles wird gut. Das Wetter zieht auf und wir starten mit unserem Piloten Marcel, ein gebürtiger Brasilianer, zu den Victoria Falls. Was für ein Erlebnis. Dieser Flug wird sich in unsere Herzen eingraben und obwohl die Fälle jetzt am Ende der Trockenzeit Niedrigwasser haben, es war einfach unvergesslich schön.
    Anschließend müssen wir natürlich auch noch zu Fuß auf Erkundungstour in den Nationalpark. Es ist ein Weg mit etlichen Viewpoints angelegt und man kann überall verweilen und die Fälle auf sich wirken lassen. Ab und zu trifft einem auch die Gischt, was bei den Temperaturen sehr angenehm ist.

    In Simbabwe ist der US-Dollar ein offizielles Zahlungsmittel, weil das Land seit Jahren mit extremer Hyperinflation und mangelndem Vertrauen in die eigene Währung kämpft. Überall werden wertlose Geldscheine mit vielen Nullen als Souvenier angeboten.
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  • Welcome to the Mother City

    November 9, 2024 in South Africa ⋅ ☁️ 14 °C

    Tschüss Victoria Falls
    Wir erlebten Simbabwe als ein Land voller Widersprüche, die sich in den Begegnungen mit Einheimischen, in den Kosten des Alltags und den faszinierenden Sehenswürdigkeiten widerspiegeln. Trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen im Land strahlen viele Simbabwer eine positive Lebenseinstellung aus und sie sind stolz auf ihre Kultur und Geschichte. Gegenüber uns Touristen empfinden wir eher eine reservierte Freundlichkeit.
    Die andere Seite ist die finanzielle Realität. Für Einheimische ist das Leben in Simbabwe teuer und oft eine tägliche Herausforderung, während wir mit hohen Preisen für Eintritte und Aktivitäten konfrontiert werden. Die Victoriafälle sind zwar atemberaubend, jedoch fallen zum Beispiel für den Eintritt 50USD pro Person an, darüber hinaus entstehen zusätzlich hohe Kosten in Restaurants, bei Taxifahrten und für alle Aktivitäten.
    Während die reichen Schätze von Kultur und Natur den Reichtum des Landes zeigen, werfen die Widersprüche zwischen den hohen Kosten für Besucher und der Armut vieler Simbabwer Fragen auf, die uns nachdenklich zurücklassen.

    Nach einem ruhigen Vormittag am Hotelpool bringt uns der Flieger am Nachmittag via Johannesburg nach Kapstadt.
    „Welcome to the Mother City”
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  • Grand Africa Café & Beach

    Happiness

    November 10, 2024 in South Africa ⋅ ☀️ 20 °C

    Das hätte dann gestern doch noch schiefgehen können, denn die Umstiegszeit in Johannesburg reduzierte sich auf gerade mal 50 Minuten. Eigentlich ist es unmöglich in dieser kurzen Zeit alle Formalitäten zu erledigen, um den Anschlussflug zu erreichen. Dank der Flexibilität und der Hilfsbereitschaft der Südafrikaner, die uns an den Warteschlangen vorbei gelotst haben, war es am Ende kein Problem. In Deutschland wäre das heutzutage sicher unmöglich.

    Am Morgen empfängt uns Kapstadt wolkig, dafür aber mit angenehmen frühlingshaften Temperaturen. Unsere heutigen Ziele sind das Zeitz MOCAA Museum und der Oranjezicht City Farm Market.
    Das Museum ist von seiner Architektur immer wieder beeindruckend und die Kunstinstallationen sehr vielschichtig. Es ist wie immer, manches gefällt, manches nicht.
    Ein besonderes Highlight ist der Farm Market. Wir stürzen uns ins Gewusel und erfahren eine totale Reizüberflutung. Das besondere sind nicht nur die vielen unterschiedlichen Foodareas, auch Blumen und Handcraft, alles ist vertreten. Einzigartig ist aber die entspannte, chillige Atmosphäre, wie wir sie noch nirgendwo erlebt haben.
    An der Waterfront kann man sich überall an der Live-Musik erfreuen. Die Musiker sprühen vor Lebensfreude und ziehen alle in ihren Bann!
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  • Tulbagh

    November 11, 2024 in South Africa ⋅ ☀️ 17 °C

    Ein neuer Tag bricht an. Der Tafelberg begrüßt uns heute Morgen ohne sein legendäres Tafeltuch.
    Uns zieht es hinaus nach Tulbagh, in ein kleines Weinbaugebiet, etwa zwei Autostunden nördlich von Kapstadt. Bei einem Zwischenstopp im Paarl Nature Reserve wollen wir auf dem Jan Phillips Path zu einem Wasserfall fahren und dort wandern. Der ist dann "Mini" und so bleiben wir ohne Wanderung schön bequem. Jedoch einen Besuch in dem kleinen botanischen Garten lassen wir uns nicht entgehen und wir genießen von dort die Ausblicke auf die Stadt Paarl im Tal.
    Es ist wohl die Kornkammer Südafrikas, die wir durchfahren. Auf endlosen Feldern rattern die Mähdrescher. Die Landschaft verändert sich ständig und nach kurzer Zeit tauchen wir ein ins Tulbaghtal, umgeben von drei Bergketten, Wein- und Kornfeldern, eine unglaubliche Szenerie.
    Irgendwo im Nirgendwo finden wir unser schönes uriges Cottage auf der Duikersdrift Farm, wo überall gewerkelt wird. Das Restaurant hier hat einen sehr guten Ruf, wird aber leider gerade umgebaut. Kein Problem, denn im örtlichen Sparmarkt gibt es alles für ein gemütliches Abendessen auf unserer Terrasse.
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  • Tag des offenen Weingutes

    November 12, 2024 in South Africa ⋅ ☀️ 19 °C

    Südafrika gehört zu den bekanntesten Weinexportnationen der Welt, auch wenn es nicht zu den größten Exporteuren zählt. Die Weinbaugeschichte reicht zurück bis ins 17. Jahrhundert, als die ersten europäischen Siedler ihre Weinreben mitbrachten.
    Wasser, die Grundlage für guten Wein, kommt hier direkt aus den Bergen. Gerade jetzt im Frühjahr führen die Wasserfälle reichlich Wasser. Für uns eine gute Gelegenheit zu einem dieser Wasserfälle zu wandern.
    Wie überall finden wir auch
    in Tulbagh Weingüter in spektakulärer Lage mit einer beeindruckenden Architektur. Beim Twee Jonge Gezellen gibt es dann am frühen Nachmittag ein wunderbares Champagner Tasting.
    Es ist die einladende Freundlichkeit mit der wir überall empfangen werden, unabhängig davon ob wir etwas konsumieren oder auch nicht.
    Saronsberg ist edel und sehr gepflegt, mit einer einzigartigen Kunstgalerie. Hier lassen wir uns nieder. Ein perfekter Ort für ein komplettes „Wine & Dine“ Erlebnis inmitten der Weinberge.
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  • ASHIA Cheetah Conversation

    November 13, 2024 in South Africa ⋅ ☀️ 19 °C

    Der heutige Vormittag steht ganz im Zeichen der Geparden. Wir besuchen das *Ashia Cheetah Conservation Project*, eine gemeinnützige Organisation, die sich dem Schutz und der Wiederansiedlung von Geparden widmet. Die Initiative wurde 2016 von der Niederländerin Riana Van Nieuwenhuizen gegründet.
    Ein Hauptziel der Organisation ist es, Geparden in einem kontrollierten Umfeld zu züchten und gezielt wieder in die Wildnis zu entlassen. Um sicherzustellen, dass die Tiere in der Wildnis überleben können, durchlaufen die Geparden im Projekt ein intensives "Wilderness Training", bei dem sie das Jagen erlernen und auf das Leben in freier Wildbahn vorbereitet werden.
    Ein weiteres Ziel ist es, die Bevölkerung für den Artenschutz zu sensibilisieren. In verschiedenen Veranstaltungen wird über die Bedrohungen aufgeklärt, denen Geparden durch Lebensraumverlust, Wilderei und den illegalen Haustierhandel ausgesetzt sind. Diese Aufklärungsarbeit ist ein wichtiger Bestandteil, der dazu beiträgt, eine langfristige Lösung für den Schutz der Geparden zu finden.
    Ein schöner, informativer Vormittag, der uns zeigt, welcher enorme Aufwand notwendig ist, um gefährdete Arten zu schützen.
    Was bringt der Nachmittag?
    Gleich bei uns um die Ecke sehen wir eine Kirche auf einem Weinberg und dahinter verbirgt sich von außen das unscheinbare Weingut Montpellier. Wir werden mit leiser Musik empfangen, die Inszenierung führt uns an einem Gästehaus vorbei in einen wunderschönen, verwunschenen Park zum Tasting Place. Es ist kein ganz normaler Tag, wenn wir am frühen nachmittag zum Wein Tasting gehen, aber es ist Genuss pur und auch der Service ist außergewöhnlich.
    Ein langer Text, aber wir wissen nicht, welchem Moment wir mehr Raum geben sollen.
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  • Sheilam

    November 14, 2024 in South Africa ⋅ ☀️ 25 °C

    Unsere Tage in Tulbagh waren voller Entspannung, Natur und Genuss, was für ein kleines Paradies, das wir nun wieder verlassen.
    Das kleine Städtchen im Herzen der Kap-Weinregion, liegt umgeben von den dramatischen Bergketten und schon die Fahrt über die kurvige Strecke durch Bergpässe und grüne Weinberge bot atemberaubende Ausblicke. In Tulbagh merkt man schnell den besonderen Charme des Ortes, der von historischen Gebäuden und einer entspannten Atmosphäre geprägt ist. Die Church Street mit ihren Häusern, die um 1800 erbaut wurde, ist ein wahres kapholländisches Kleinod.
    Heute starten wir nun ans Meer. Was für eine willkommene Überraschung, als wir auf der Fahrt Sheilams Kaktusgarten entdecken und dort für eine Stunde stoppen. Die junge Inhaberin kommt ehemals aus Luxemburg, lebt aber bereits seit 20 Jahren in Südafrika und hat vor kurzem die Kaktuszucht von ihren Eltern übernommen. Der Garten ist nur das Beiwerk, denn von der Farm treten die eigenartigen Pflanzen die Reise in die ganze Welt an.
    Am Nachmittag weht uns nun eine steife Briese um die Ohren. Wir erreichen den südlichsten Punkt Afrikas.
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  • Zu verkaufen, hat jemand Interesse 😂Nur gucken,nicht mitnehmen!

    Wo sich Ozeane treffen

    November 15, 2024 in South Africa ⋅ ☀️ 20 °C

    Das Örtchen Struisbaai kennt kein Reiseführer. Erst unsere letzte Südafrika Zeitung hat uns auf diesen kleinen, durch viele Ferienhäuser, aufstrebenden Ort aufmerksam gemacht und so landen wir hier.
Die Temperaturen sind angenehm, der Wind heute mäßig und so laufen wir von unserem Guesthouse zum südlichsten Punkt Afrikas, dem Kap Agulhas. Der Leuchtturm grüßt uns schon von weitem, aber wir haben eine „kleine“ Strecke zum „magischen Punkt“ vor uns. Es ist herrlich am endlosen Strand zu laufen. Vom Leuchtturm schlängelt sich dann ein Bohlenweg durch die Fynbos. Irgendwann erreichen wir die besagte Schieferplatte, den Punkt wo sie aufeinander treffen, der Atlantik mit seinem eher blauen Grundton und der leicht grünliche Indische Ozean. 
Eigentlich gibt es außer scharfkantige Klippen und einem meist wilden Ozean nicht viel zu sehen. Für uns geht aber vom Kap ein magischer Moment aus. Das Monument am südlichsten Punkt Afrikas ist offiziell das "Southernmost Tip of Africa Monument".
    Das Denkmal besteht aus einer steinernen Plakette mit einer Inschrift, die auf die geografische Bedeutung dieses Ortes hinweist.
    Und so ist für uns die Plakette mehr als nur ein Beweisfoto für die Trennlinie zwischen den beiden Ozeanen.
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  • Parrie

    November 16, 2024 in South Africa ⋅ ☀️ 17 °C

    Struisbaai ist ein ungewöhnlicher Ort. Hier gibt es keine Stacheldrähte, Schutzmauern und Security-Anlagen. Das Straßenbild in den anderen Städten Südafrikas wird meist geprägt von hohen Sperren und bewachten Wohnanlagen, wo sich die Bewohner verschanzen. Das hier ist eine andere sehr sichere Welt.
    Heute, zum Wochenende, kommen zahlreiche Einheimische um ihre Ferienhäuser in Beschlag zu nehmen und zu fischen. Im Hafen ist die Hölle los. Unser Guesthouse Chateau de Marine, direkt am Meer gelegen, ist dagegen eine Oase der Ruhe und Monique eine sehr herzliche Gastgeberin. Wir genießen es hier zu sein.
    Struisbaai kann noch mit einer weiteren Attraktion aufwarten. Am Nachmittag, wenn es ruhiger wird und die Fischer mit ihren Booten vom Fang heimkehren, folgen ihnen die großen Stechrochen in den Hafen. Der Senior von ihnen, Parrie, hat eine Spannweite von 2,10m und wiegt über 350kg. Was für ein Oschi. Dieses Schauspiel lockt jeden Tag unzählige Touristen an.
    Ach ja und zu einem alten Wrack sind wir auch noch gewandert.
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