• Susan und Didi
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Albanien

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  • I øjeblikket i
    🇦🇱 Konispol, Albanien

    Syri i Kaltër - das blaue Auge

    I dag, Albanien ⋅ ☀️ 23 °C

    Wir umrunden den See im Uhrzeigersinn. Hinten angekommen, inmitten üppig grüner Vegetation, entspringt die Karstquelle. Das Wasser drückt mit voller Kraft aus den Steinen, so dass es an der Oberfläche Wellen gibt. Vor dem Hintergrund des hellen Kalksteins hat das Wasser im Sonnenlicht eine tiefblaue Farbe, die der Quelle auch den Namen verleiht.
    Auf Rückweg treffen wir wieder auf einen Schäfer mit seiner Herde. Auch er fragt, woher wir kämen und freut sich, obwohl wir uns alle nicht verstehen. Alle Leute, die wir treffen, antworten immer mit Daumen nach oben und finden uns Deutsche super.
    Und weiter geht die Reise.
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  • Lazarat - ein Marihuanadorf

    I dag, Albanien ⋅ ☀️ 21 °C

    Lazarat liegt nur wenige Minuten von Gjirokastër entfernt. Zum Kaffeetrinken und Nur-mal-gucken taugt es allemal.
    Mit Panzerfäusten und Maschinengewehren verteidigten sich im Sommer 2014 die Einwohner gegen 800 Polizisten und Spezialkräfte. Etwa 130.000 Hanfpflanzen gingen in Flammen auf, 4 Labore wurden zerstört und 80 Tonnen Cannabis beschlagnahmt. Nach Schätzung produzierte Lazarat 900 Tonnen pro Jahr und das entspricht der halben Cannabisernte im ganzen Land. Heute hat sich die Produktion verlagert und dezentralisiert. Wir riechen und sehen nichts. Das Dorf besteht weitestgehend aus hohen Mauern und die Tore bestehen aus riesigen Blechtafeln. Ein Blick hinter die Kulissen ist nicht möglich.
    Wir ziehen weiter Richtung Süden.
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  • Skotini- Höhle

    I dag, Albanien ⋅ ☀️ 20 °C

    Nach dem Frühstück bietet uns unsere Gastoma einen Çaj an. Den lehnen wir natürlich nicht ab. Er ist sehr süß und sie reicht noch eine halbe Zitrone dazu. Ein Träumchen am Morgen. Sie spricht kein Englisch und wir kein Albanisch. Mit Händen und Füßen erklärt sie uns, dass der Tee aus den albanischen Bergen ist und flitzt in die Küche, um uns einen getrockneten Büschel zu holen. Sie besteht darauf, dass wir den Tee mit nach Hause nehmen. Danach ist sie wieder verschwunden und kommt mit einer Tüte weiteren Tees. Wir erkennen es immerhin als Lindenblütentee. Auch davon packt sie uns etwa ein. 5 Minuten später hat sie eine Flasche mit fein gemahlenen Krümeln in der Hand. Hiervon streut sie etwas in eine Zippertüte. Wir vermuten Majoran oder ähnliches. Als letztes bringt sie einen Beutel und macht davon etwas in Alufolie. Sie versucht uns mit meinem Handy und dem Übersetzer (menexhik ose dhjosme) zu erklären, was es sein soll. Das Resultat lautet "Bauer oder Narr". Wir sind genauso schlau wie vorher und biegen uns mit ihr vor Lachen. Als Didi sie fragt, ob die Krümel in der Alufolie auch nicht aus dem Nachbardorf Lazarat sind, klopft sie sich lachend auf die Schenkel und sagt auf albanisch mit erhobenem Zeigefinger sowas wie "jo, jo, jo, policia". Jo heißt hier nein und das Kopfnicken ebenfalls. Es ist voll lustig mit ihr und wir verabschieden uns, damit wir weiter können.
    Auf dem Weg nach Süden legen wir einen kurzen Stop an der Skotini- Höhle ein. Wir müssen ein wenig suchen bis wir den Eingang finden. Eine Taschenlampe macht es in der Höhle taghell. Bevor wir die vielen Fledermäuse sehen, können wir sie hören. Der unterirdische glasklare See wird auch gerne von Tauchern genutzt.
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  • Zitadelle - Kalaja e Gjirokastër

    I går, Albanien ⋅ ⛅ 23 °C

    Vom Basar führt eine steile , kopfsteingepflasterte Zufahrt und eine Treppe zur Westseite der Burg. Diese Burg ist über 500 Meter lang. Wir brauchen dafür ganze zwei Stunden. Es ist alles unglaublich groß. Kasematten, Zisterne, ein doppelter Backofen mit etwa 1,50 m Durchmesser, eine große Galerie mit mit Waffen aus dem zweiten Weltkrieg, extra Museum und Gefängnis. Das wurde noch bis 1968 für politische Gefangene genutzt. Die Zellen sind allesamt kalt und feucht.
    Über einen Fußgängertunnel unter der Zitadelle können wir auf die andere Stadtseite laufen und gehen in einem traditionellen Lokal essen. Von dort haben wir einen tollen Blick über die gesamte Burganlage. Auf dem Weg zurück zum Bus kaufen wir noch schnell ein und trinken noch einen Absacker. Übrigens sehen wir dieses Jahr schon unsere ersten Glühwürmchen.
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  • Gjirokastër - die Stadt der Steine

    I går, Albanien ⋅ ☁️ 23 °C

    Unser Camp in Gjirokastër für diese Nacht liegt etwa 15 Minuten vom Zentrum. Es ist wie in jeder anderen Stadt auch. Am Rand teils wilde Häuser, fehlende Balkone, Kabelsalat, herunter gekommene Kommunismusbauten, wohin das Auge reicht. Hat man aber das historische Zentrum erreicht, ist es nur noch zauberhaft. Die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Stadt mit ihren stattlichen Bürgerhäusern ist auf drei Felsriffen angelegt. Die Probleme des Terrains forderten die Baumeister damals zu ganz unterschiedlichen Lösungen heraus. Felsnasen, steile Hänge, überall wurden teils kleine aber auch manche große Bürgerhäuser gebaut. Alle sind ausschließlich aus Stein, auch die Dächer wurden mit Steinplatten gedeckt. Entweder man geht gepflasterte Gassen bergauf oder bergab, so dass unseren Waden nicht langweilig wird. Seit 1961 ist Gjirokastër eine Museumsstadt.Læs mere

  • Aquädukt des Ali Pascha

    I går, Albanien ⋅ ☁️ 22 °C

    Wir verlassen das Vjosa- Tal. Bevor wir in Richtung Süden in das Drino- Tal kommen, gibt es noch einen Abstecher zu diesem Aquädukt. Es wurde während der Herrschaft von Ali Pascha Tepelena errichtet. Nach einem Erdbeben 1930 wurde es leicht verändert wieder aufgebaut. Einige Stützen stehen allerdings noch unverändert und bis zur Jahrtausendwende wurde die Wasserrinne noch benutzt. Wir schauen uns alles an, entdecken einen schmalen Ziegenpfad und folgen diesem bis wir Tunnel für Ziegen erreichen. Gebückt quetschen wir uns durch.Læs mere

  • Lëngarica- Canyon von unten

    10. maj, Albanien ⋅ ☀️ 23 °C

    Am Bus angekommen, haben wir schon eine Weile die Sonne im Gesicht. Es ist ganz schön warm. Didi meint, wir sollten uns etwas abkühlen. Also trinken wir ein Käffchen, ziehen die Badeschluppen und Badeschlüppi an und machen uns wieder auf zur Brücke. Dieses Mal bleiben wir im Flussbett und folgen dem Canyon nach oben Gelegentlich kommt warmes Wasser aus den Felsspalten. Ich wage mich in ein Kaltwasserloch zum Schwimmen. Didi bevorzugt das aus Natursteinen gelegte Warmwasserbecken. Bei diesen Temperaturen ist das die beste Idee des Tages, nochmal loszulaufen.Læs mere

  • Lëngarica- Canyon von oben

    10. maj, Albanien ⋅ ☁️ 19 °C

    Wir beginnen gegen 9 Uhr unsere Wanderung im Uhrzeigersinn um den Canyon in diesem wunderschönen Nationalpark. Diese startet direkt links der Bogenbrücke Katiut. In Serpentinen geht es über einen abenteuerlichen Weg über Kalksteinplatten nach oben. Zur Orientierung helfen Steinmännchen. Teilweise gehen wir über almähnliche Wiesen, durch Buschland und Wald. Kurze Abstecher führen zu natürlichen Aussichtspunkten an den Schluchtenrand mit spektakulären Ein- und Ausblicken. Es sind kaum Wanderer unterwegs. Zum Glück ist es etwas bedeckt und nicht zu warm. Auf der anderen Seite des Canyons geht es wieder zurück und nach 6 Stunden sind wir wieder am Bus.Læs mere

  • Përmet

    9. maj, Albanien ⋅ ☁️ 19 °C

    Nach dem gestrigen Regen werden wir heute wieder von der Sonne geweckt. Wir setzen unsere Tour über die SH 75 nach Përmet fort. Es geht durch das Vjosa- Tal hinab und die schmale Straße schlängelt sich durch abwechslungsreiche, dünn besiedelte Landschaft am Fuß des Grammos- Gebirges. Wir treffen selten auf Fahrzeuge, dafür öfter auf Ziegen, Schafe und Pferde mit Hirten. Theoretisch hätten wir die Grenze nach Griechenland überschreiten können, kurz bevor wir rechts in deas Vjosa- Tal abbiegen.
    In Përmet angekommen, füllen wir unsere Vorräte auf und bummeln durch die Stadt. Wir verschaffen uns auf dem Stadtfelsen einen Überblick und schlendern danach durch das historische Wohngebiet mit den winzigen aus Naturstein errichteten Häusern. Manche sind bewohnt, andere fristen ihr Dasein als zuwachsende Ruinen.
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  • Pogradec

    8. maj, Albanien ⋅ 🌧 12 °C

    In Pogradec stehen wir direkt am Ohridsee. Die gegenüberliegende Küste gehört zu Nordmazedonien, und bei klarem Wetter sind die dortigen Berge und Ortschaften gut sichtbar. Das bleibt uns allerdings wegen des Regens leider verwehrt.
    In Pogradec trinken wir wieder einen dicken, schwarzen, türkischen Kaffee bevor wir weiter bis Korça zu unserem nächsten Stop fahren. Dort werden wir direkt mit Kaffee und Raki empfangen.
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  • Kanioni i Devollit

    8. maj, Albanien ⋅ 🌧 12 °C

    In den letzten Nächten hörten wir merkwürdige Vögel schreien. Letzte Nacht schrien mehrere davon und Frösche quakten noch dazu. Zum Frühstück haben wir etwas recherchiert und finden heraus: es ist die Zwergohreule. Oder besser eine ganze Zwergohreulen- Gang.
    Heute entscheiden wir uns in den Osten zu fahren. Es ist Regen gemeldet und so nutzen wir das Wetter, über die aussichtsreiche Strecke SH 71 durch die Devoll- Schlucht zu fahren. Überraschenderweise ist diese Straße top. Gelegentlich fehlen zwar immer mal ein paar Meter Straße, weil etwas weggebrochen ist. Die Ausblicke sind spektakulär. Unzählige Serpentinen reihen sich aneinander. Es ist kaum zu glauben, aber uns kommt auf den 85 km nicht ein einziges Auto entgegen. Unsere Durchschnittsgeschwindigkeit beträgt etwa 30 km/h - schnell genug, um die Landschaft zu genießen.
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  • Kanioni i Holtës

    7. maj, Albanien ⋅ ☁️ 21 °C

    Über eine gefühlt jungfräuliche schmale Straße bringt uns Bussi mit kurzen Holperpassagen zum Holta- Canyon. Eigentlich ist das ein beliebtes Ausflugsziel, auch für Einheimische. Aber heute sind wir ganz allein. Wir ziehen Badeschluppen an und laufen durch das flache Wasser. Es riecht hier und da nach Schwefel. Das Wasser ist extrem hellblau und richtig warm. Jetzt erklärt sich auch der komische Geruch. Wir stehen direkt in den heißen Quellen.
    Dafür, dass die Straßen manchmal so wild sind, aber immer hat man WiFi - egal wo - und immer mit dem Passwort 12345678.
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  • Ad Quintum

    7. maj, Albanien ⋅ ☁️ 22 °C

    Wir frühstücken unter der Heckklappe, weil es minimal tröpfelt. Gegen 10 Uhr brechen wir auf. Bewusst ignorieren wir das Navi, um nicht wieder eine wilde Buckelpiste fahren zu müssen. Allerdings zeigt das blaue Schild in Tirana nur zwei Pfeile nach rechts oder links. Vor uns fahren auch einige Auto geradeaus. Also passen wir uns an und machen mit. Wir verlassen Tirana in Richtung Osten zum Bovilla-Reservoir. Die Straße, die den Namen nicht verdient, zwingt uns zum Aufgeben und wir kehren um. Bevor wir Zustände bekommen, lassen wir dieses Gebiet lieber aus und disponieren um. Wir fahren zurück nach Tirana, um mitten durch Tirana fahrend in den Süden zu kommen. Das Chaos auf der Straße wird unübersichtlicher. Aus dem Nichts wird es drei- und danach zweispurig. Unangekündigter Reißverschluss trifft auf Kreisverkehr. Nur wenn man sein Tempo hält und ohne zu bremsen, dorthin fährt, wo man hin will, können die anderen einschätzen, was man vor hat. Aus irgend einem Grund funktioniert das wirklich.
    Auf dem Weg nach Süden kommen wir an einer alten römischen Pferdewechselstation vorbei. Die Reisenden auf der Via Egnatia legten hier im 2. Jh. eine Pause ein. Die Tränke für die Tiere und ein Badehaus mit der Fußbodenheizung sind noch erkennbar.
    Von dort setzen wir die Weiterfahrt fort. Ich finde heraus, dass in der Wander-App die wilden Straßen mit gelb oder rot markiert sind. Das testen wir nun und man kann genau sehen, das 100 Meter weiter eine Holperpiste wieder normal wird. Da weiß man wenigstens, ob und wann man es überstanden hat.
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  • Camping Vista Kruje

    6. maj, Albanien ⋅ ☁️ 17 °C

    Nach dem Besuch von Kruja fahren wir zum Camp für diese Nacht. Idyllisch auf einer Terrasse zwischen Mandarinen- und Olivenbäumen gelegen, schlagen wir unser Lager auf. Wie das hier nach den Blüten duftet. Es kommt ein alter Mann auf uns zu und lädt uns zum Verkosten seines Raki ein. Dies ist hier tief verwurzelt und ein Zeichen der Gastfreundschaft. Er hat unzählige Sorten, aber die 45% Alkohol würden uns nur umwerfen. Wir belassen es bei einer Sorte, kaufen aber dankbar das Olivenöl von ihm. Wir parken schließlich direkt hinter diesem alten Olivenbaum.Læs mere

  • Bashkia Krujë

    6. maj, Albanien ⋅ ☁️ 18 °C

    Bisher nahmen wir an, so schlimm wären die Albaner gar nicht, was den Straßenverkehr angeht. Heute werden wir eines Besseren belehrt. In Shkodra selbst ist es noch entspannt. Kurz vor Tirana wird die Straße aus dem Nichts zweispurig und damit eine Art Autobahn. Mir kommt sogar ein Opa mit dem Fahrrad auf dem Standstreifen entgegen gefahren. Wir müssen diese Autobahn verlassen und fahren sehr sehr langsam auf der Ausfädelspur. Währenddessen können wir beobachten, wie auf dem linken Autobahnfahrstreifen ein LKW steht, zwei Männer eine Aluleiter an einen Masten gelehnt halten und ganz oben ein Bauarbeiter versucht ein Schild zu montieren. Hebebühne? Die Leiter muss reichen. Danach wird die Autobahnabfahrt zu einer Schotterpiste, durch die ich den Bus um die Löcher manövriere bis ich in dieser Abfahrt wohlbemerkt rechts überholt werde. Als wir über diese Autobahnbrücke fahren, kann Didi sehen, wie der Mann ganz oben auf der Leiter in weißen Socken steht. Er schlägt die Hände über dem Kopf zusammen.
    Eine wilde Verbindungsschotterpiste mit unfassbar großen Löchern, auf der mir auf meiner Seite regelmäßig riesige Autos entgegen kommen, ich den Bus vorsichtig durch diese Todeslöcher jongliere, damit Didi nicht den Löchertod stirbt, bringt uns zu nächsten halbwegs normalen Straße. Wir beschließen, uns nicht mehr auf Google zu verlassen, sondern ab sofort immer Einheimische nach dem besten Weg zu fragen. Ich fahre auch brav einem motorisierten Kuhhirten mangels Überholmöglichkeit hinterher, da ich nicht mit Schmackes an den Kühen vorbeirasen kann. Natürlich werde ich auch da noch überholt. Es gibt nichts, was es nicht gibt.
    Wir kommen in Kruja an und bummeln durch den kopfsteingepflasterten alten Basar. Früher waren hier Handwerker, Schuster, Uhrmacher usw. tätig. Diese sind nun der langen Reihe der Souvenirgeschäfte gewichen. Der Basar führt direkt zur Burg, wo wir auf einer Terrasse sitzend wieder diese typische völlig ausreichende Vorspeise probieren.
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  • Ura e Mesit

    6. maj, Albanien ⋅ ⛅ 22 °C

    Heute Morgen gehen bei uns beiden fast zeitgleich die Augen auf. Es folgt fast unverständliches Gemurmel von Didi "ich hatte heute Nacht eine Hitzewallung und musste alles von mir werfen". Das mit der Bettdecke wird noch nicht die Endlösung sein. Es ist warm und wir haben schon die kurzen Hosen zum Frühstück an. Gegen 10 Uhr setzen wir unsere Weiterfahrt über den gleichen abenteuerlichen Pass von vorgestern mit unzähligen Serpentinen nach Kruja fort. Sogar ein Lkw mit Baumaterial einschließlich einer Kuh auf der Pritsche kommt uns entgegen.
    Der erste Stop ist an einer osmanischen Brücke. Diese 108 Meter lange und 3,40 Meter breite Brücke (Ura e Mesit) mit ihren 13 asymmetrischen Bögen wurde aus behauenen Steinen 1798 von Mehmet Pascha Bushati errichtet.

    Auf dem Weg von der Brücke zum Bus spricht uns ein junges Mädel an, sie wäre gelaufen, ist müde, es ist warm und ob wir sie bis Shkodra mitnehmen könnten. Wir lehnen mit schlechtem Gewissen ab, da wir keine Sitze übrig haben. Danach fahren wir los und haben sofort erst Recht ein schlechtes Gewissen. Sie steht an einer Bar. Didi springt raus und winkt, ob sie doch noch einsteigen und halb liegend mitfahren will. Und ob sie will. Wir erfahren, dass Denise aus Argentinien stammt, auf Malle wohnt, sie heute noch nach Barcelona fliegen wird und ihr Bus nach Tirana in einer Stunde abfährt. Ich gebe Gas und wir laden sie in der Nähe ihres Hostels ab. Sie ist überglücklich und wir verabschieden uns.
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  • Valbona Pass 1795 üNN

    5. maj, Albanien ⋅ ⛅ 13 °C

    Anfangs noch wenige Scheereste, werden es bald richtige Schneefelder, die zu überqueren sind. Jetzt ist es vorteilhaft, dass wir Wanderschuhe und Stöcke im Gepäck haben. Unterwegs begegnen uns etliche Leute mit Turnschuhen und schnell im Wald gesuchten hölzernen Gehhilfen.
    Am Pass angekommen, haben wir eine mega Aussicht und der Wind bläst ordentlich. Etwa 50 Höhenmeter gehen wir noch auf einen Aussichtspunkt. Hier treffen wir die Wandergruppe mit ihrer adoptierten Hündin, wie sie sagen. Dem Typ aus New York helfe ich mit einem Stock aus. Ich kann gar nicht zusehen wie er auf dem Hintern den Schnee hinabrutscht. Er betont mehrfach, ich hätte ihm sein Leben gerettet. Wir borgen noch einem Deutschen einen Stock, weil er zum Leidwesen seiner Freundin den Flattermann bekommt. Wanderer und Schneefelder sind schon eine merkwürdige Symbiose. Etwa eine halbe Stunde später sitzen sie in der Sonne am Wegesrand und warten auf uns, um den Stock zurückzugeben. An einer bewirtschafteten Hütte legen wir eine Pause ein und holen richtig dicken schwarzen Kaffee. Als der Schotterweg beginnt, findet Didi eine abenteuerliche Abkürzung über ehemals bewirtschaftete Terrassenfelder. Wir folgen den hier hauptsächlich überirdisch verlegten Wasserschläuchen. Nachdem wir noch an der alten zerfallenen Getreidemühle vorbeikommen, sind wir nach 14 km so gut wie zu Hause. Erschrocken stellen wir fest, das es 940 Höhenmeter waren. Gelohnt hat es sich auf jeden Fall.

    Frisch geduscht, geht es direkt in das benachbarte Restaurant. Wir bestellen zwei lokale Biere und die warme Vorspeise für 2. Es ist unfassbar viel und ich muss aufgeben. Gefüllte Paprika, gebackene Kartoffeln mit Möhren, Brot, Oliven, verschiedene Soßen, Salat, Fergesa, was gebackene Paprika, Tomaten und Käse ist. Wir bezahlen 2600 LEK, nicht mal 30 Euro und haben voll die dicken Bäuche.
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  • Peaks of the Balkans

    5. maj, Albanien ⋅ ☀️ 14 °C

    Heute Morgen will Didi nicht aus dem Bett. Er meint, er steht erst auf, wenn die Sonne scheint und es warm wird. Tja, wenn man mit einem Sommerdeckchen in den Bergen die Nacht verbringt🤷🏼‍♀️. Es ist 6 Uhr und nur die oberen Spitzen der Berge beginnen zu leuchten. Gegen 7 stehe ich auf und bereite Frühstück vor. Nun hat der Herr zwei Decken. Als die Sonne über den Bergrücken scheint, wird es sofort warm und wir haben keine 6 Grad mehr 🤭. Nach dem Frühstück steht ein Bettdeckenwechsel an. Die dicke Decke unter dem Spannbettlaken wird gegen das Sommerdeckchen getauscht.
    Um 9 starten wir ein Teilstück der Etappe "Peaks of the Balkans" zum Valbona-Pass. Das erste Wegstück haben wir eine 4-beinige Begleitung. Sie sucht sich aber eine schnellere Wandergruppe aus Kanada, Paraquay, Schottland und New York. Wir werden die 4 Männer mit ihr am Gipfel wieder treffen.
    Durch mächtige Buchenwälder geht es steil bergauf. Die Buchen sind sattgrün und unten richtig gebogen, von der winterlichen Schneelast. Dann erreichen wir die Baumgrenze.
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  • Kisha e Thethit und rasante Rückfahrt

    4. maj, Albanien ⋅ ☀️ 18 °C

    Wir umrunden diese katholische Kirche und weiter geht es das Tal hinab.
    Wir erreichen den Kulla, ein Haus, was wie aus einem Felsen zu wachsen scheint. Kaum Fenster, eher wie eine Festung. Diese Kullas sind "Türme zum Einschließen", die mit ihren winzigen Lichtschächten alles andere als wohnlich waren. Dort verschanzten sich die von der Blutrache bedrohten Männer, wenn draußen die gegnerische Familie lauerte. Wir folgen dem schmalen Pfad, über Auf- und Abstiege, Murenabgänge, kleine Brücken bis wir nach 7,6 km den Nachbarweiler erreichen. Kurz vor dem Weiler Ndërlysaj ist ein Getränkestand. Es ist warm, wir wollten nur bummeln, haben nur leichtes Gepäck, holen uns etwas zu trinken und fragen einfach, von wo und wann ein Bus zurück nach Theth fährt. Unser Bierverkäufer meint, dass ständig Minibusse fahren und er uns Bescheid gibt. Der Biermann winkt und zeigt auf einen anderen Mann mit seinem 5-jährigen Sohn. Ungläubig fragen wir, wo denn der Bus wäre. Der vermeintlich Busfahrer lacht, zeigt auf sich und der Biermann sagt ihm in Landessprache, wohin er uns bringen soll. Wir sitzen im Privatbus des Biermannbruders. Der Bus ist ein VW Sharan Baujahr vor trölfzighundert Jahren. Wahrscheinlich in Deutschland mangels TÜV über Rumänien nach Albanien verbracht. Sämtliche Fahrwerkslager waren nicht mehr vorhanden. Dafür können wir alle vorhandenen Warnlampen im Armaturenbrett sehr gut leuchten sehen. Trotzdem wird er weiterhin viele Jahre treue Dienste leisten. Die Fahrt war abenteuerlich albanisch. Ich habe Didi's Arm als Stressball missbraucht. Die Straße eng, die Geschwindigkeit hoch, Hupen an jeder Kurve, die Schlucht nebenan tief und schneller als erwartet steigen wir in Theth wohlbehalten aus. Unseren Beitrag zur Unterstützung der lokalen Bevölkerung haben wir gerne geleistet.Læs mere

  • Camping Royal Theth

    4. maj, Albanien ⋅ ☀️ 18 °C

    Es ist erst mittags, also heißt es: Schuhe an und mal schauen, wohin es uns verschlägt. Direkt an unserer Wiese geht ein kleiner Pfad hinab zum Fluss Lumi i Thethit. Über ungewöhnliche Brückenkonstruktionen geht es hinab in die Streusiedlung Theth. Wir sind von mächtigen Zweitausendern umgeben. In Theth selbst boomt es ohne Ende. Überall finden sich zwischen alten Häusern schicke Hotels. Allerdings bestehen die Straßen in Theth selber ausnahmslos aus Schotter.Læs mere

  • Nationalpark Theth

    4. maj, Albanien ⋅ ☀️ 11 °C

    Ich weiß, dass die Straße nach Theth erst seit 2021 existiert. Also keine wilde Piste, aber doch eher schmal. So vorbereitet, fahren wir den schneebedeckten Bergen entgegen. Ja, es wird sehr schmal und eng. Manchmal mach ich einfach das Fenster auf und sage an, wie viel Zentimeter noch Luft sind, um den Gegenverkehr passieren zu lassen. Es geht in Serpentinen weit nach oben. Irgendwann nimmt die Schneehöhe mächtig zu. Am erst im Mai geöffneten Thore-Pass angekommen, legen wir eine Pause ein.
    Danach geht es wieder steil bergab und Bussi hat die gleichen Mänkänkerchen wie zwei Wochen zuvor zu Hause. Didi wird etwas nervös, ich auch. Bussi vergisst, wie das Schalten geht und tourt viel zu hoch. Ich alter Beruhigungshase sage "Komm, lass uns anhalten, Schlüssel raus, warten und alle Systeme können runter fahren", es klickt und klackt und weiter geht die Fahrt.
    Zwischendurch passieren wir noch einen kleinen Murenabgang, aber zum Glück liegen die ganzen Steine bereits am Fahrbahnrand. Zu unserem Camp geht es einen Schotterweg steil bergab . Didi's Sorge ist, wie wir da wieder hochkommen, wenn wir weiter fahren. Da warten wir einfach erstmal ab. Als wir ankommen, ist Didi anfangs irritiert: kleine Wiese, keine Camper, sind wir überhaupt richtig? Unsere Gastgeberin empfängt uns und erzählt, dass wir dieses Jahr ihre ersten Gäste sind. Wir werden diese Wiese für uns alleine haben.
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  • Albanische Alpen - wir kommen

    4. maj, Albanien ⋅ ☀️ 16 °C

    Didi wird noch im Halbdunkel vom Muezzin geweckt, schläft aber noch mal ein. Später werden wir von Sonne und lautem Vogelgezwitscher aus dem Schlaf geholt. Ich nutze das direkt, um Dusche mit großem Programm zu erledigen. Gerade als ich mein ganzen Sammelsurium am Haken platziert habe und die Brause einschalten will, stelle ich fest, dass gar kein Abfluss da ist. Wie sieht die Dusche dann nach Haareprogramm aus? Schnell wickel ich mir das Handtuch um, um mir eine Dusche mit Abfluss zu suchen. Dann sehe ich das der Abfluss draußen vor der Kabinentür ist, so dass jeder sehen kann, was alles aus der Dusche geflossen kommt. Witzigerweise ergeht es Didi genauso als wir uns wieder am Bus treffen.
    Wir frühstücken, packen zusammen und fahren 8:45 Uhr los. Unterwegs besorgen wir noch ein paar Äpfel, Tomaten und eine Pepsi für 4,78 Euro. Nun geht es ab in die Albanischen Alpen. Für diese 42 km werden wir 1,5 Stunden brauchen.
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  • Camp Lake Shkodra

    3. maj, Albanien ⋅ ☀️ 20 °C

    Gestern habe ich noch einen Vodafone-Laden angeschrieben. Wir haben zwar alle möglichen Karten online auf dem Handy, aber wir brauchen zum Informieren trotzdem dringend Internet. Es ist Sonntag und wir müssen wissen, ob wir nicht besser bis Montag warten sollten. Über WhatsApp bekomme ich ein "Jes" und aus diesem Grund ziehen wir heute direkt 4 Länder durch. Dafür brauchen wir 6,5 Stunden für 330 km 🙈. In Koplik gibt es die albanische Touristen-SIM mit 40 GB, weniger gibt's nicht. Danach suchen wir einen Geldautomaten. Jetzt, wo wir Google Maps fragen können, laufen wir suchend 100 Meter weiter vom Vodafone-Laden. Nur war da links kein Automat. Lediglich ein Mann, der winkend auf die andere Straßenseite zeigt. Wir winken mit 👍🏼 und sehen rechts Raiffeisen, wo wir noch für 100 Euro 10000 LEK holen und fahren danach zu unserem Camp für die kommende Nacht.
    Wir sind nach 1761 km endlich in Albanien angekommen und schlagen unser Lager am größten See der Balkanhalbinsel auf. Der Skutarisee ist mit 550 qkm riesig. Dort sitzen wir mit unserem Kaltgetränk und freuen uns auf Albanien in den nächsten Wochen.
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  • Montenegro

    3. maj, Montenegro ⋅ ☀️ 18 °C

    Am See Bilecko jezero vorbei und eine Passstraße hinauf sind wir nach 2 Stunden an der Grenze zu Montenegro. Dort werden nun auch erstmals unsere Fahrzeugpapiere gründlich kontrolliert. Auf montenegrinischer Seite ebenfalls. Außerdem haben wir nun die ersten echten Stempel im Pass. Von dort geht es über eine Panoramastraße 3A quer durch das Land und wir tauschen die Sitze.
    Es ist alles saftig grün und es gibt viele Weinanbauflächen. Zum Fahrstil der Montenegriner muss ich sagen: verrückt. Ständige Geschwindigkeitsbegrenzungen von 50,60 oder 80 km/h werden konsequent stark überschritten, so dass ich flott überholt werde. Irgendwann passe ich mich dem Fluss an und fahre halt auch 20 km/h schneller. Dieses Überholmanöver sind viel gefährlicher. An der Grenze zu Albanien, am Skadar-See angekommen, müssen wir wieder warten. Montenegriner wollen aber nicht warten. Sie überholen wie gewohnt, quetschen sich in Lücken, hupen, wenden, alles gleichzeitig. Neben uns und im Rückspiegel verfolgen wir das Schauspiel amüsiert, bis wieder ein Ungeduldiger auf unserer Höhe zum Stehen kommt, weil ihm ausgerechnet jetzt die Polizei entgegen kommt. Die zwingen ihn lautstarkt wieder zu wenden und hinten anzustellen.
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