• Bacon Fabian
  • Ruben S.
  • Björn V.
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High Scardus Trail

Nach dem ersten Balkan-Abenteuer auf dem Peaks of the Balkans 2022 stand fest: allein schon fürs Essen lohnt es sich nochmal, dahin zu fahren.
Jetzt ist es so weit: abseits der touristischen Massen geht es auf den High Scardus Trail!
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  • Trip start
    May 24, 2025

    Hann. Münden

    May 22, 2025 in Germany ⋅ 🌙 7 °C

    Fertig gepackt ist jetzt. Genug Platz im Rucksack für die Zuladung von Lebensmitteln und Ausrüstung in Halver morgen Abend ist auch noch 👍

    Noch einen langen Arbeitstag schaffen und auf geht's!

  • Basislager Bacons Wohnzimmer

    May 24, 2025 in Germany ⋅ 🌙 5 °C

    Wir haben erfolgreich drei Rucksäcke zusammengetragen und neu sortiert. Durch das Aussortieren unnötiger Wechselwäsche konnten wir mehr Instant-Heiße-Schokolade und eine GANZE Rolle Klopapier einpacken und liegen immer noch zu dritt bei nur 36,5 kg (ohne Wasser). Offline-Karten aufs Handy gezogen, Flugtickets herunterladen und Packliste durchgegangen... wir sind bereit!

    Auf den Urlaub noch angestoßen und dann ab ins Bett, morgen wird's ernst.
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  • Kitka-Hostel

    May 24, 2025 in North Macedonia ⋅ ☁️ 12 °C

    Heute morgen um 06:00 Uhr war die Nacht zu Ende. Kurzes Frühstück, zusammenpacken, auf zum Flughafen und gegen 09:20 hob der Flieger nach Skopje ab.
    In Skopje angekommen erstmal mit dem Taxi in die Stadt um ein bisschen Sightseeing zu machen und die Jagd auf eine Campinggas-Kartusche zu eröffnen. Nachdem Fachgeschäfte heute aufgrund eines Feiertags geschlossen haben, sind wir im bunten Gewimmel eines Marktes doch sehr glücklich fündig geworden und haben gleich zwei Stechkartuschen ergattert.

    Bei einem leckeren Mittagessen haben wir nochmal die Reiseplanung hinsichtlich des Transportmittels zu unserem Einstiegsort umorganisieren. Per Taxi ging es dann nach Vratnitsa, wo wir unser erstes Hostel bezogen haben.

    Nach einem echt guten Abendessen -verbunden mit dem obligatorischen, selbst gebrannten Raki- hat unser Gastgeber sein gesamtes mazedonisch-kosovarisches Netzwerk abtelefoniert um etwas mehr Gewissheit zur aktuellen Wegesituation zu bekommen. Wir sind eigentlich eine Woche vor Saisonbeginn unterwegs. Hier ist allerdings die Natur dieses Jahr ca. 3 Wochen hinterher.... noch sind wir im Tal, wo es regnet. Mal sehen, wie sich die Schneesituation im Gebirge entwickelt.
    Morgen geht es erstmal nur bis 1600m also unter die Schneegrenze. Netter Nebeneffekt vom Netzwerk unseres Gastgebers: Alle kommenden Unterkünfte wissen, dass wir auf dem Weg sind und wann wir da sein müssten.
    Wenn alles klappt, sind wir wahrscheinlich die ersten, die den Trail dieses Jahr gehen 😁
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  • Leichtes Einwandern zum Start

    May 25–26, 2025 in North Macedonia ⋅ ☁️ 4 °C

    Weil es vom Tal aus direkt in einem Rutsch rüber nach Brezovica im Kosovo zu weit wäre und uns vermutlich Schnee etwas bremsen wird gab es heute nur eine kurze Etappe zur Ljuboten Berghütte.
    Die 800 hm und dazugehörigen Wanderkilometer waren von vor Mittag bereits absolviert.
    Dabei haben wir uns mit dem aufbrechen reichlich Zeit gelassen und lieber in aller Ruhe nach 10 Stunden Schlaf das landestypische Frühstück (😍) genossen und mit unserem Gastgeber Dragisa nochmal alles wesentliche für die ersten 1-2 Etappen besprochen.

    Damit wir in den nächsten Tagen das kosovarische Essen noch mehr schätzen gab's dann mit Apfel, Nüssen und Früchtebrot Verpflegung, die unserem Rucksack-Gewicht zuträglich ist.

    Bei für die Region eher ungewöhnlich frischen Temperaturen konnten wir im Aufstieg immer wenn die Wolken den Blick freigeben schon einen Eindruck bekommen, in was für eine faszinierende Landschaft wir eintauchen dürfen.

    Bei sieben Grad und nur ab und an Sonne ist den ganzen Nachmittag rumsitzen und chillen dann doch nicht so warm und wir sind die ersten 250 hm der morgigen Etappe zum erkunden schon mal ohne Gepäck gegangen. Es sieht gut aus, dass wir auf der südlichen Passseite komplett Schneefrei sind, wie es dann weitergeht werden wir morgen schon merken 😀
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  • Frostige Pässe & Skiort im Sommerschlaf

    May 26–27, 2025 in Kosovo ⋅ ⛅ 9 °C

    Nachdem wir einen Tag zuvor eine kleine Erkundungswanderung gemacht hatten ging es auf die erste richtig kernige Etappe. Da unklar war, wie viel Zeit uns der Schnee kosten wird haben wir den Wecker auf urlaubsfeindliche 5:30 Uhr gestellt. Das ist aber halb so wild, da wir mit Einbruch der Dunkelheit am Abend zuvor bereits um 8 Uhr im Zelt lagen.

    Gestärkt mit Blaubeer-Porridge ging es in den ersten Anstieg zum Grenzpass zum Kosovo, wo wir ein paar Kilometer dem Grat folgen wollten bevor wir tatsächlich das Land wechseln. In der Nacht war es schon gut windig gewesen, spätestens am Pass nennt man das wohl stürmisch. Das führte zu faszinierend gefrorenen Frost-Formationen an Blumen, Gras und Sträuchern.

    Mit Borkum-Referenzeindrücken würden wir die Böen ca. auf 100 km/h bei knapp unter 0°C schätzen, eher unpraktisch für Gratwanderungen...
    Nach kurzem ausprobieren stand die Entscheidung für einen parallel-"Weg" rund 200 hm tiefer hinter dem Grat schnell fest. Auf dem nächsten Sattel mussten wir dann aber den Grat endgültig kreuzen. Nach kurzem rätseln, wie man die Schneewechte unterhalb überwinden sollte ging es dann aber endgültig rüber auf die windige Nordseite mit dem ein oder anderen Schneefeld, bei dem wir froh waren unsere Grödel als Schneeketten aufziehen zu können.
    Immer wieder wurden wir mit der faszinierenden Schönheit der Berge belohnt und irgendwann tauchte unser Ziel im Tal auf: der Skiort Brezovica, das größte Skizentrum im Kosovo.
    Leider waren wir etwas zu spät für die Saison, sodass es eher ein Geisterort war, in dem kein Hotel geöffnet hatten und die einzigen beiden weiteren Menschen die im Ort über Nacht waren, zwei freundliche Wachleute waren. Einer sprach etwas deutsch, dass er sich über die Kultursender SuperRTL, Toggo und RTL II angeeignet hatte.

    Für uns bedeutete das eine weitere Nacht im Zelt und Verpflegung aus dem eigenen Rucksack. Bei rund 6 Grad haben wir es uns im überdachten Außenbereich eines Cafés für Skifahrer mit Vorsuppe, Chili sin Carne, Tee und heißer Schokolade gut gehen lassen und mit dem Bachwasser in unserem Wasserfilter die Trinkwasseraufbereitung geübt. Und dann hieß es: gute Nacht und den Wecker noch ein paar Minuten eher stellen, da morgen ab Mittag das Regenrisiko steigen soll.
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  • Schöne Wanderung und nicer Einkauf

    May 27–28, 2025 in Kosovo ⋅ ⛅ 14 °C

    Wenn man in den Schlafsack schlüpft wenn die Sonne untergeht kann man auch früh aufstehen, somit ging es schon um 7 Uhr auf die heutige Wanderung.
    Davor haben wir uns mit einem Erdbeer-Porridge gestärkt und die Vorzüge eines Hock-Dixis mit fließendem Wasser für die Spülung bewundert.

    Zum Start ging es durch ein wildes und idyllisches Bergtal. Zig kleine Bäche stürzten sich die Hänge hinunter. Und wenn nicht der Weg exzellent markiert wäre und zeitweise leider Müll am Wegesrand lag (Balkan Problem 😥) würde man denken hier war noch nie ein Mensch unterwegs gewesen.

    Da wir aktuell auf der kosovarischen Nordseite das Gebirges unterwegs sind gab es auf etwas mehr als 2000 hm doch zwei drei steile Schneefelder, für die heute umgehen durch noch steileres Gestrüpp die Lösung war. Im weiteren Verlauf haben wir uns heute für die niedriger gelegene Wegalternative entschieden, die uns durch wunderschöne und neon-grün leuchtende Buchenwälder in den kleinen touristischen Ort Pravellë führte (zum Glück anders als gestern Sommertourismus 😜). Wir haben ein Zimmer im Hotel bekommen und haben auf dem Markt (ein paar Stände einfach an der Pass-Straße) das faszinierend leckere Gemüse bekommen und es direkt verkostet - ein Traum: der Foodblog geht weiter 😍
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  • Endlich Sommer!

    May 28–29, 2025 in Kosovo ⋅ ☀️ 16 °C

    Als Vegetarier hat man auf dem Balkan ein schweres Leben. Aus esoterischen Gründen dürfen vegetarische Gerichte leider nicht auf der Karte stehen, was unseren Gastgeber allerdings nicht davon abgehalten hat ein vorzügliches vegetarisches Mahl zu kredenzen... Für 4,50 € inklusive zwei Tee.

    Wir hatten noch einen sehr netten Abend. Die Schwester des Restaurantbesitzers wohnt in der Nähe von Frankfurt und ihr Sohn ist Oberkommissar bei der Polizei Frankfurt. Beide kennen wir jetzt, dank Telefon-Live-Schalte 😂. Gedolmetscht wurde der Abend von einem Kosovaren, der 5 Jahre in Holland gearbeitet hat.
    Fazit: Albaner und deutsche sind Freunde (und Albaner sind bislang in Mazedonien und dem Kosovo die meisten gewesen, da sind wir mal auf Albanien gespannt).

    Nach dem sehr reichhaltigen Frühstück ging es dann direkt im Kaltstart bergan. Während es auf der Höhe noch relativ frisch war, stiegen mit abnehmenden Höhenmetern die Temperaturen merklich, so dass wir am Ende nur noch im T-Shirt bei ca. 25 Grad gezwungen waren die Sonnencreme aufzutragen.
    Bei unserer Ankunft in Lubinie wurde erstmal der Minimarkt des Dorfes überfallen und alle mit Eis am Stiel ausgestattet. Weiter ging es zu unserer Unterkunft, die am oberen Ende des Tales lag und von einem Forellenzüchter betrieben wird. Wieder hatten wir Dolmetscher Glück: Zwei in der Schweiz lebende Einheimische aus Lubinie waren Grade zu Besuch und wussten zu berichten das aus Lubinie ca. 50 Familien in Gelsenkirchen wohnen. Mit unseren Schalke Kenntnissen konnten wir da (im Gegensatz zu Schalke 😂) direkt punkten.
    Nachdem wir noch lange auf der Terrasse gesessen und den "Sommerabend" genossen haben, ging es dann für unsere Verhältnisse sehr spät ins Bett... um 22:00 Uhr.
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  • Doppeletappe und Regentag

    May 29–30, 2025 in North Macedonia ⋅ 🌫 11 °C

    Seit drei Tagen stand fest, dass heute der einzige Tag mit nennenswert Niederschlag werden dürfte.
    Aber all zu viel war auch nicht angekündigt.
    Also machten wir uns gut gestärkt vom leckeren Frühstück auf zum Pass. Mit 1100 hm in zweieinhalb Stunden waren wir mit unserer Steigrate auch durchaus zufrieden.

    Das war für das Tagesziel auf jeden Fall zu früh, also ging es direkt in die nächste Etappe. Auf der mazedonischen Seite hielten wir die Höhe, wobei leichter Nieselregen einsetzte. Die Sicht wurde weniger, der Regen schleichend mehr. Aber schleichend ist unpraktisch - wo ist da der richtige Zeitpunkt für die Regenhose? Rückblickend auf jeden Fall eher als wir ihn gewählt haben... Fazit: wir komplett durchnässt, im Gepäck hat es leider Rubens Schlafsack ziemlich erwischt.

    Nach langem Abstieg kamen wir in einem verschlafenen Dörfchen namens Вешала = Veshallë an (das unbekannte Alphabet ist immer lustig). An der verzeichneten Unterkunft wählten wir die angeschlagene Rufnummer und erreichten den Gastgeber im Auto, der an den deutsch sprechenden Beifahrer weiterreichen konnte. Nur kurze Zeit später heizte Gastgeber Mohamed seine Wohnküche ein und wir konnten uns mit von ihm gepflückten Bergtee aufwärmen. Sein Bruder Murat konnte aus seiner Zeit in der Schweiz sehr gut deutsch und wir haben uns gut mit ihm unterhalten, während er mit frisch für uns eingekauften Lebensmitteln ein Abendessen bereitete. Weil alles in einem Raum stattfand konnten wir die Geheimnisse guten albanischen Essens enttarnen und es sind die gleichen wie in unserer Großmutter-Generation: Zucker, Salz, Fett, frische Zutaten und Geduld am Herd.

    In der einfachen Unterkunft waren Männer der Tat am Werk: auf unsere Anmerkung hin, dass was zum Klamotten aufhängen praktisch wäre wurde flugs eine Leine über dem Ofen in die Wand geschraubt. Die beiden Imker haben ein gefühltes halbes Glas Honig an uns verfüttert und dann ging es auch schon bald in einen erholsamen Schlaf.
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  • Bären 🐻 und Känguru 🦘

    May 30–31, 2025 in Kosovo ⋅ ☁️ 11 °C

    Wenn man schnell zu Berge sein will, braucht man ein leichtes Frühstück. Zum Beispiel vier Eier mit Käse und einem großen Salat mit Brot dazu.

    Nach dem Frühstück ging es bergauf direkt in die Kernzone des Nationalparks. Während wir an einer Weggabelung noch am überlegen waren, welche Richtung der richtige ist und wie eigentlich Bärentatzenabdrücke aussehen, konnten wir über uns im Wald deutlich Bärengebrüll hören. Damit wurde die Bärenglocke von der Liste der unnützen Gegenstände gestrichen und direkt aktiviert, sodass wir leider/glücklicherweise keinen Bären zu Gesicht bekamen.

    Dem leichten Frühstück sei Dank, sind wir bis zur Mittagspause fast fünf Stunden durchgewandert. Und weil wir festgestellt haben, dass es im Sitzen doch sehr kalt ist, sind wir direkt weiter gewandert.
    Inspiriert von den Bergfreundinnen haben dann auch wir auf dem Abstieg das kosovarische Müllkänguru aktiviert und bis Brod einen Beutel gut gefüllt.

    In Brod angekommen haben wir eine Unterkunft direkt über dem Supermarkt gefunden, der zwar Pizza heißt, aber leider keine Pizza anbietet. Das Lokal wo wir Abendessen kaufen wollten, hatte leider geschlossen. Aber vor dem Lokal saß ein Mann, der weder Deutsch noch Englisch konnte, uns aber in das Obergeschoss der nächste Kneipe brachte, wo der Wirt ebenfalls weder Deutsch noch Englisch konnte. Aber einer der Gäste sprach astreines Bayerisch, so dass wir dann doch noch ein sehr leckeres Abendessen bekamen.

    Morgen beginnen wir den Zustieg zum höchsten Punkt unserer Reise, dem Mount Korab.
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  • Mongolei des Balkans

    May 31–Jun 1, 2025 in North Macedonia ⋅ ☀️ 11 °C

    In Brod (1400müNN) wurden wir morgens von strahlendem Sonnenschein begrüßt. Bacon bekamen in der angrenzenden Bäckerei eine ganze Kabeltrommel voll Börek. Bei dem eindeutig frittierten Gebäck stellt sich die Frage, warum der Laden Bäckerei heißt. Könnten wir nicht beantworten, war aber sehr lecker 😁.

    Die Etappe ging fern von allen normalen Straßen ins Gebirge, sodass wir in einem Gebiet, beinahe ohne Anzeichen anderer Menschen unterwegs waren. Nach dem Aufstieg ins Gebirge kamen wir in eine erste malerische Hochebene, an deren Rand wir der Bergkette folgten und schließlich bis zum bis dahin höchsten Gipfel unserer Route mit 2404 müNN aufstiegen.

    Durch große Flächen von orangenen Krokussen ging es entlang der mazedonisch kosovarischen Grenze durch eine weitere Hochebene mit einsamen Grasland, welche durch eine steile Kante zur kosovarischen Seite begrenzt wurde. Wir folgten diesen Kante für mehrere Kilometer. Weiter durch Grasland ging ein 400 hm länger Abstieg in eine weitere grasbewachsene Ebene. Die Ebene war so weit, dass man das Gefühl für Entfernung komplett verlor. So ungefähr stellen wir uns die Mongolei vor. Die Schätzung, wie weit der nächste Mensch entfernt ist, lag bei mindestens 5 km in jede Richtung.

    Da die Ebene sich länger zog als erwartet, machten wir eine Lagebesprechung auf einem Bachdurchlass und beschlossen aus der einfachen Etappe eine doppelte zu machen. Der Tag würde damit recht lang... nach ca. 11h, 35km Distanz und 1500 Höhenmetern kamen wir dann geschafft in Strezimir an. Zelt aufstellen, lecker Couscous, Tee und ab ins Bett..... morgen steht die Bergetappe an, deshalb klingelt der Wecker schon um 05:30 Uhr. Mal sehen, ob der Korab überhaupt begehbar ist....
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  • Gipfeltag auf Mount Korab und neue Pläne

    Jun 1–2, 2025 in Albania ⋅ ⛅ 19 °C

    Wie es sich für einen Gipfeltag gehört ging der Wecker früh: um 5:30 Uhr war dann die erste Erkenntnis, dass die Wiese und unser Zelt mit Raureif überfroren waren. Da macht das Aufstehen direkt noch mehr Spaß, zumal sich die Gaskartusche mit solchen Temperaturen schwer tut und bis zum warmen Tee deutlich mehr Geduld gefragt ist...

    Um sieben Uhr sind wir in unsere Wanderung gestartet und wurden direkt mit der Wucht der Balkan-Sonne konfrontiert: von unserer gefrorenen Wiese bis zum Umrüsten auf T-Shirt und Sonnencreme lag weniger als eine Stunde.

    Nachdem wir in den vorangegangenen Tagen oft schon ab 2000 Metern mit Schneefeldern konfrontiert wurden war die Frage, die heute mitschwang, klar: passt die Einschätzung des Gasthaus-Betreibers im Zielort, dass die Überschreitung des Mount Korab schon gut möglich ist?
    Durch schöne Süd-Ausrichtung konnten wir die ersten 800 hm Aufstieg von unserem Startplatz auf rund 1450 Meter Höhe schneefrei ansteigen. Nach einigen kleineren Schneefeldern zeigte sich dann, wie die letzten 400 hm bestritten werden wollten. Nämlich fast komplett auf Schnee.

    Also: Schneeketten anlegen und dann ansteigen.
    Das ging dann aber besser als gedacht und die Steigung wurde nicht zu steil. Dass auf dem Gipfel erkennbar Leute waren, die von der anderen Seite erfolgreich aufgestiegen sind, räumte weitere Zweifel aus.
    Kräftezehrend war der Anstieg auf jeden Fall, aber das Gipfelglück auf 2.764 Metern (auf Grund der Grenzlage zugleich höchster Gipfel Nordmazedoniens und Albaniens) hat auf jeden Fall reichlich entschädigt und die Aussicht bei klarem Wetter war sensationell.
    Schnell stellte sich heraus, dass der Anstieg von Albanien aus mit Rückkehr über den gleichen Weg weitaus weniger anspruchsvoll ist und so waren heute an einem Sonntag rund 100 Personen im Tagesverlauf am Gipfel. Da einige Albaner mit ihrem Equipment scheinbar nicht noch einige Tage wandern wollen war die Affinität dazu, die Schneefelder im Abstieg einfach auf dem Hintern zu rodeln deutlich höher als bei uns.

    Wir ließen den Abstieg gemütlich angehen und freuten uns, um 15 Uhr 1500 Höhenmeter unter dem Gipfel an unserem Hotel für heute mit Bier, Limo und Eis auf den Gipfelerfolg anzustoßen. Beim Abendessen entschuldigte sich unser Gastgeber, dass sein Chefkoch frei hat und seine Mutter das Kochen übernommen hat. Vollkommen zu unrecht: es gab beste Balkan-Spezialitäten und vegetarisch für alle 😍

    Zugleich sollten wir nicht verschweigen, dass der gestrige lange Tag mit 35 km und direkt hinterher der heutige Tag mit 1300 Metern Anstieg und 1500 Metern Abstieg gerade bei Björn ihren Tribut forderten. Maleste an Fuß, Knie und Sonnenbrand beeinträchtigen das Wohlempfinden.
    Deswegen haben wir uns in unserem komfortablen Hotelzimmer nochmal die Optionen durch den Kopf gehen lassen und die weiteren Pläne etwas angepasst - lasst euch überraschen 😉
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  • Kultur, Koks und Kutteln

    Jun 2–3, 2025 in Albania ⋅ ⛅ 27 °C

    Nach längerer Beratung haben wir uns dazu entschieden schon von Radomirë aus nach Tirana zu fahren. Die Zeit des Wanderns auf dem High-Scardus-Trail ist mit 10 Etappen in 8 Tagen jetzt also erstmal vorbei. Die restliche Zeit möchten wir nutzen um ein wenig vom restlichen Albanien kennenzulernen. Dazu werden wir morgen in Tirana einen Mietwagen nehmen und eine kleine Rundreise machen...

    Kultururlaub statt körperlicher Herausforderung. Sozusagen Urlaub vom Urlaub 😉

    Nach dem deftigen albanischen Frühstück ging es mit einem alten Minibus aus dem Gebirge in die nächst größere Stadt Peshkopi. Durch uns drei außergewöhnliche Mitfahrer war der Platz im Bus etwas knapp, was hier kein Problem darstellt, weil der Fahrer Hocker dabei hat, die man bei Bedarf in den Gang stellen kann. Im sportlichen Tempo ging es die Serpentinenstraße aus dem Gebirge hinab, schließlich weiß der Fahrer ja, wo die Erdrutsche auf der Straße liegen... nur Kühe sind schwer kalkulierbar...😅

    Nach gut einer Stunde Fahrt in Peshkopi dann der Umstieg in einen Kleinbus und weitere zwei Stunden Fahrt durch das Bergland bis Tirana. In Tirana dann mit dem Linienbus zur Unterkunft. An der Beschilderung kann man immer erkennen, wo die Busse ihr voriges Leben verbracht haben. Z.B. hatte der Linienbus in Tirana holländische Schilder. Aber egal wie klapprig das Gefährt auch ist und wie tief man im Tunnel oder Gebirge ist, jeder Bus hat super Internet 👍 und wir sind für 10€/Nase quer durchs Land gereist.

    Erste Tat in Tirana: Wir passen uns an das Klima (28°C, brennende Sonne) und die Stadt an und kaufen uns Turnschuhe 👟 als Ersatz für die schweren Bergstiefel Wobei Ruben mit seiner 45-46 an den Rand der albanischen Produktpalette stößt.

    Erst auf eigene Faust und danach in einer Free-Walking-Tour lernen wir etwas mehr von Tirana und der albanischen Geschichte kennen. Tatsächlich gibt es im Land erst seit 1992 Autos für die Bevölkerung, die u.a. sehr durch die Beziehungen zu Italien (ehemalige Besatzer) geprägt ist. Das erklärt wahrscheinlich auch den albanischen Fahrstil 😂.

    Nach dem Sonnenuntergang ging es dann in ein albanisches Spezialitäten-Restaurant in einer etwas abgelegenen Seitenstraße. Und so sicher Tirana auch zu sein scheint, bekamen wir auf dem Weg dorthin doch tatsächlich Koks angeboten...

    Das vegetarische Essen war sehr lecker, nur Rubens Experiment sich etwas zu bestellen, was er noch nie hatte, ging daneben. Kurze Recherche ergab: Das bestellte Gericht waren Lamm-Kutteln (Schafsmagen in Streifen geschnitten), die trotz tapferer Versuche niemand von uns essen konnte. Auf dem Weg in die Unterkunft ging es noch auf einen Cocktail🍸 in eine Bar und danach bei immer noch warmen Temperaturen um Mitternacht ins Bett.
    In Summe ein klassischer Chilltag mit rund 25.000 gegangenen Schritten 😀

    Morgen sehen wir uns noch etwas Tirana an und machen uns gegen Mittag in "die Stadt der tausend Fenster" auf. 🪟🪟🪟🪟🪟🪟🪟🪟🪟
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  • Berat: Stadt der 1000 Fenster (&Touris)

    June 3, 2025 in Albania ⋅ ☀️ 28 °C

    Nach Frühstücksservice auf dem Zimmer hatten wir den Vormittag noch in Tirana zur Verfügung, bevor wir mittags den Mietwagen entgegennehmen konnten.
    Wir haben uns als erstes für die historische Moschee entschieden und sind dann weiter zum Bunk'Art 2 gezogen, ein Museum zur Albanischen Geschichte, dass in einem Bunker des bis 1990 regierenden kommunistischen Regimes untergebracht ist. Von den Unfreiheiten der Bürger, den Stasi-Methoden und dem Zeitraum wann es aktiv war ganz schön viele Parallelen zur DDR.

    Dann ging es auf in die Kämpfe der Gegenwart: der super günstige Mietwagen würde 40 % mehr Kosten wenn wir einen zweiten Fahrer eintragen. Somit fiel auf Grund der verwendeten Kreditkarte das Los auf Bacon, uns durch den Albanischen Verkehr zu chauffieren. Startpunkt zum üben: mitten in der Hauptstadt 😀
    Das innerorts grundsätzlich 40 und nicht 50 gilt hatten wir nach dem passieren von 2-3 Polizeikontrollen bei Google rausgefunden, die Polizei hatte aber scheinbar keine Einwände gegen unseren Fahrstil und hat uns nicht rausgewunken 👮‍♂️

    Unser erster Zielort war der UNESCO-Weltkulturerbe-Ort Berat, der auch Stadt der 1000 Fenster genannt wird. Auffällig war auch, dass es definitiv mehr Touris als die 1000 Fenster gab. Das war nach dem Sharr-Gebirge erstmal etwas ungewohnt. Wir hatten viel Freude beim erkunden der Burg, die über Stadt trohnt. Die Absturzsicherung basierte vollumfänglich auf dem Konzept "Nuk ka nevojë për kangjella atje. Njerëzit kanë sy në kokë." (Da muss kein Geländer hin. Die Leute haben doch Augen im Kopf.) und ermöglichte so super Einblicke 😊

    Die Temperatur-Anpassung unserer Tagesablaufs sorgte dafür, dass wir nach einem Eis auf der Burg glorreiche 500m weiter auf einen Kaffee Turka einkehrten (solide, aber wir hätten besser mehr Zucker gewünscht, der schon bei der Zubereitung eingearbeitet wird). Nach dem Kaffee wählten wir noch ein Bier (Korça ist unsere Albanische Lieblingsmarke geworden) und leuteten damit den Abend ein. Ein bisschen durch die Stadt schlendern, lecker gegrilltes Essen, mit Riesling (hatten einen lokalen aus Berat. Besser gewesen wäre ein leckerer) und Chips auf dem Zimmer den Abend ausklingen lassen und schon ist der Tag um...
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  • Rafting bzw. Wasserschlacht

    Jun 4–5, 2025 in Albania ⋅ ☀️ 29 °C

    Nach dem üblichen umfangreichen albanischen Frühstück ging es in der Hitze des Morgens noch einmal quer durch die 1000-Fenster-Stadt zum Auto.

    Durch die doch sehr bergigen Verhältnisse dauerte die Fahrt bis nach Permët fast 3h, obwohl es Luftlinie nur ca. 60km sind. Die Zeit verging dank Torsten Sträter aber wie im Flug. Noch schnell in der Autobahnabfahrt eine Wassermelone 🍉 und Erdbeeren gekauft und direkt zum Rafting.

    Die Vjosa zählt als einer der letzten Wildflüsse Europas und verlockte bei über 30°C mit ihrem hellblauen Wasser. 18 Menschen in einen Sprinter mit beeindruckender Geländegängigkeit und albanischer Radiomusik und ab ging es mit zwei Booten zu den Stromschnellen. In den Stromschnellen hatten die Boote ein sportliches Tempo und die Wellen schlugen auch schon mal über den Bug ins Boot. Dank unserer Guides wude es auch zwischen den Stromschnellen nicht langweilig oder zu warm, da eine ehrgeizige Wasserschlacht zwischen den Bootsmannschaften entstand. Zwischendurch zur Abkühlung in der Schwimmweste im Wasser treiben lassen und sich selbst beim Klippenspringen überwinden.
    Letzten Endes alles gut überstanden, nur Bacons Zehen haben eine Band mit Namen "Deep Purple" gegründet.

    Müde und geschafft ging es dann zur Unterkunft, wobei Google Maps hier an seine Grenzen kommt.... Einbahnstraßen und Durchfahrtbreiten werden wohl nicht berücksichtigt.... So kam es, dass wir zwischendurch aus einer besonders engen Gassen rückwärts den taktischen Rückzug antreten mussten...
    Die Unterkunft ist aber wieder ein Volltreffer. Auf dem großen Balkon genießen wir das mediterrane Flair, im Garten wachsen Rosmarin, Pfirsiche, Kiwi, Wein und Granatäpfel. Und auch beim wieder köstlichen Abendessen stellten wir fest, dass die Küche hier der griechischen doch sehr ähnlich ist.

    Und weil der Ort ein angenehmes Maß zwischen Tourismus und albanischer Alltag hat und uns einfach gut gefallen hat, haben wir beschlossen noch einen Tag zu bleiben.
    Morgen machen wir dann eine kleine Wanderung zu den örtlichen Thermalquellen und hoffen auf die angeblich heilende Wirkung des Wassers. Ich befürchte aber, dass wir tagelang drin liegen müssten, bis Bacons Zehen und Läderlappens Füße wiederhergestellt sind 😂
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  • Canyon, Hagelschauer und Gesundheit

    Jun 5–6, 2025 in Albania ⋅ ☁️ 29 °C

    Heute haben wir es ruhiger angehen lassen und übernachten zum einzigen Mal auf dieser Reise eine zweite Nacht am selben Ort.
    Nach hervorragenden Frühstück sind wir eine knappe halbe Stunde zu einer Schlucht mit Thermalquellen gefahren (exzellenter Schwefelgehalt, hilft gegen fast alles - googel es doch mal 😉). Dank des niedrigen Wasserstands konnten wir ziemlich weit in den Canyon rein gehen und durchs Wasser waten. Da nach gemütlicher Mittagspause und rund einer Stunde im Thermalbecken die Wolken ein heranziehendes Gewitter ankündigten haben wir uns entschieden, den Rückweg zur Unterkunft anzutreten bevor der Wasserstand im Canyon womöglich wieder ansteigt...
    Schnell haben wir noch die historische Brücke inspiziert und dann die Unterkunft gerade so erreicht bevor ein sehr zünftiges Gewitter mit Hagel und starkem Regen startete. Das war beeindruckend und vom überdachten Balkon aus entspannter als zum Beispiel wandernd im Gebirge.
    Nachdem wir im gleichen Restaurant wie gestern zu Abend gegessen haben und die andere Hälfte der Karte bestellten versiegelten wir den Magen mit Köstlichkeiten aus der lokalen Konditorei - gute Nacht!

    Über die zwei Wochen haben wir neben den positiven Effekten der Thermalquellen auch viel über den Zusammenhang von Essen und Gesundheit gelernt. Immer wieder wurde beim Servieren betont, wofür die Lebensmittel wirken.

    Hier eine kleine Auswahl:
    Tee jeglicher Art (vor allem verschiedene Bergkräuter): gut für Lunge
    Raki: gut für Hals
    Honig: gut gegen alles
    Kaffee: gut für Kreislauf
    Gemüse im allgemeinen: gut für Gesundheit
    Zigaretten: haben wir noch nicht gefragt, ist bestimmt auch für was gut
    And allways remember: Zucker ist Liebe 😉
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  • Alte Steine und heißes Gummi

    Jun 6–7, 2025 in Albania ⋅ ☀️ 26 °C

    Von Permët aus ging es heute morgen nach Butrint ganz im Süden, kurz vor der griechischen Grenze.
    Etwa die Hälfte des Weges haben wir Lotte und Christian aus Bad Soden-Allendorf mitgenommen, die gerade als Tramper auf dem Weg nach Griechenland sind. Und wie klein die Welt dann ist, merkt man, wenn man dann noch eine gemeinsame Bekannte in Hann. Münden hat 😂.

    Nach einer obligatorischen Kaffee-Turka-Pause kam dann gegen Mittag das Meer und die Insel Korfu in Sicht. Nur wenig später waren wir dann auch in Butrint. Die ursprünglich seit dem 4. Jahrhundert v. Chr. mit einer kompletten römischen/byzantinischen Stadt bebauten Insel beeindruckt mit vielen römischen Ruinen. Und anders als bei uns in Europa kommt man hier handnah an alles dran, da Geländer und Absperrungen in Albanien eher als Materialverschwendung angesehen werden 😉.

    Das Mittagessen im angrenzenden Badeort Ksamil war dann auch ein krasser Gegensatz zu unserer bisherigen Tour. Strandtourismus vom feinsten. Jeder Zentimeter zugepflastert mit Badeliegen und bei 35° frisch gegrillten Touristen jeglicher Nationen.

    Mit dem Auto ging es dann wieder quer durchs Land in Richtung Tirana. Bacon addaptiert mittlerweile mehr und mehr den albanischen Fahrstil und schlängelt sich souverän mit der Kombi aus Gas-Bremse-Gas durch das kreative Chaos. Und wenn die Tür nicht ordentlich geschlossen hat, kann man die während der Fahrt ja nochmal öffnen und schließen.

    Die Ebene südlich von Tirana ist sehr ländlich-mediteran geprägt: Hirten mit Schafen und Ziegen, Olivenbäume, Weinberge, Mais, Granatäpfel, Feigen, Erdbeeren und Getreide dominieren die Landschaft.

    Gegen 18:00 kamen wir dann bei unserem letzten Hotel dieser Reise in Durrës am Meer an. Das Mittelmeer würde dann auch prompt ausprobiert.
    Ergebniss: Salzig und nass 😁. Und natürlich haben auch wir wie alle romantischen Insta-Pärchen Sonnenuntergangs-Fotos gemacht...
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  • Tag der Patrioten

    Jun 7–8, 2025 in Albania ⋅ ☀️ 28 °C

    Nach dem Frühstück im Hotel am Meer ging es für uns zurück nach Tirana um den Mietwagen abzugeben. Leider haben wir beim Frühstücksbuffet so gut zugeschlagen, dass wir über den Tag außer Eis nicht an den landestypischen Lebensmitteln partizipieren konnten und uns an Kaffee Turka und Limo gehalten haben.
    Da wir vor einer Woche Tirana schon gut abgegrast hatten war unser Programm entspannt: wir haben uns den Bazar angeschaut, an dem nicht die Touris sondern die Albaner einkaufen. Neben einer riesigen Gemüse-Auswahl machen Kleidung den größten Teil aus, aber eigentlich gibt es alles bis hin zu metallverarbeitenden Gewerken.

    Der heutige Tag hat allerdings in Tirana eine Besonderheit: zum ersten Mal seit 11 Jahren gibt es ein Fußball-Länderspiel gegen das "Feindbild" Serbien. Schon mittags haben sich die Fans eingesungen mit Pyro und allem was dazugehört.
    Autocorsos schon Stunden vor dem Spiel kennt man sonst aus Deutschland eher auch nicht so.
    Aus Sicherheitsgründen sind überhaupt keine Gästefans im Stadion zugelassen und eine gewisse Anspannung ob es zu Ausschreitungen kommt gab es zumindest vor einigen Tagen bei unserer Stadtführerin schon. Noch sind wir gespannt und beobachten das Treiben aus den verschiedenen Cafés der Stadt (wir haben in zweien würdige Kaffee Turka bekommen ☕️🥳).
    Zu sehen gibt es verschiedene Flaggen, teilweise auch von der kosovarischen Befreiungsmiliz UÇK und mit "Groß-Albanischem" Länderumriss inkl. Kosovo. In Summe war es bis zum Anpfiff eine große Party mit Auto-Korso und allem.

    Vielleicht haben die Albaner schon geahnt, dass es sportlich mäßig werden könnte und deswegen vorher Gas gegeben beim Feiern. In Summe ein friedliches Fußballfest in der Stadt bei dem sich alle einig waren, dass Serbien doof ist .Das Spiel hatte als Highlight dann kurz vor der Halbzeit einen Elfmeter für Albanien - leider gehalten. So blieb bei kürzeren Unterbrechungen wegen geworfener Gegenstände beim torlosen Unentschieden und wir haben den Weg zum Airport angetreten. Dabei gilt: E-Auto als Taxi = noch Wilderer Fahrstil. Aber Jetel hat es gut gemeistert und sprach sogar etwas deutsch.
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  • Zurück in der kalten, nassen Heimat

    June 8, 2025 in Germany ⋅ 🌧 12 °C

    Gegen halb zwölf abends waren wir am Airport angekommen, es folgten bis wir uns sortiert hatten rund zweieinhalb Stunden Schlaf unterm Vordach vorm Airport Tirana. Als wir uns um vier Uhr für die Gebäck-Aufgabe eingereiht haben war der ganze Flughafen schon sehr gut gefüllt und alle Schalter gut ausgelastet.
    Bei der Passkontrolle sorgten zum Glück die Sonderzeichen in unseren Namen für mehr Herausforderungen als die Info, dass wir über die grüne Grenze eingereist waren. Schlafend vergeht die Zeit an Bord dann "wie im Flug" und schon ist das Dortmunder Schmuddelwetter in Sicht.
    Ein kleiner Cliffhanger unserer Einreise-Formalitäten war dann, das in Dortmund am Airport vorm Aussteigen erstmal die Bundespolizei an Bord kam und für zwei andere Passagiere eine verbesserte Betreuung bei der Einreise sicherstellte.

    Somit liegen jetzt zwei Wochen mit vielen großartigen Erlebnissen, Begegnungen und einer Menge gutem Essen hinter uns, die wir garantiert nicht vergessen werden 😍
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  • Epilog: falls das jemand nachmachen will

    June 8, 2025 in Germany ⋅ ☀️ 10 °C

    Der High-Scardus-Trail gibt aktuell noch die Möglichkeit, mehr oder weniger als Pionier unterwegs zu sein: wir haben 8 Tage lang keinen anderen Mehrtages-Wanderer getroffen und demnach auch einige Unterkünfte für uns alleine.
    Das war sehr cool, macht aber auch die Verfügbarkeit von Infos überschaubar und die Vorbereitung mitunter anspruchsvoll.

    Was man bekommt wenn man sich dennoch drauf einlässt? Traumhafte Gebirgswelten und Naturerlebnisse, leckerstes Essen, spannende Begegnungen und große Gastfreundschaft und ne Menge zu erzählen 😍

    Falls du dir überlegst, diesen Weg auch gehen zu wollen stehen wir dir gerne mit unseren Erfahrungen zur Verfügung. Die Hard-Facts hier schon einmal in tabellarischer Form als Bild (unsere interne Bezeichnung: das ist der berühmte Lösungszettel 😉).
    Bei Bedarf gibt's das ganze natürlich auch Excel mit ein paar Zeilen und Spalten mehr 😊

    Vielen Dank für alles Teilhaben an unserem Abenteuer!
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    Trip end
    June 8, 2025