• Uta Vogel
  • Uta Vogel

Die westlichen Alpen

Wir wollen mit dem Wohnmobil über die Grand Route of Switzerland und die Route des Grandes Alpes bis ans Mittelmeer an die Cote d‘Azur und über das Aostatal wieder zurück fahren. Wir planen jeden Tag aufs Neue und haben nur eine grobe Richtung. Read more
  • Im Tal von Valgaudemar

    August 26, 2025 in France ⋅ ☁️ 20 °C

    Das Tal von Valgaudemar (noch nie zuvor davon gehört) ist von hohen Gipfeln von über 3000 m Höhe umgeben und wird durch den wilden Fluss Séveraisse durchzogen. Das Tal ist ein wildes und isoliertes Gebiet des Nationalparks Écrins und ein wahres Paradies für Wanderer, Bergsteiger und Angler.

    Rund um La Chapelle-en-Valgaudémar können Naturfreunde und Ruhesuchende schöne Wasserfälle bewundern wie die Fälle von Voile de la Mariée, Casset oder Combefroide. Ebenfalls sehenswert sind die Teufelslöcher unweit von dem Weiler „Les Portes“. Das wild brausende Gewässer des Sturzbaches Navette schlägt sich hier einen Weg durch die Felsen. Bei einem Spaziergang über den gesicherten Besichtigungspfad kann dieses wilde Naturschauspiel aus der Nähe bewundert werden.

    Schon nach den ersten Kilometern ins Tal hinein, sind wir fasziniert von der herrlichen Landschaft. Wir machen zwischendurch mal einen kleinen Erholungsurlaub-Stop direkt am Fluss und fahren dann weiter bis kurz hinter La Chapelle-en-Valgaudémar, links über uns ragt ein Wasserfall empor, wir steigen den markierten Wanderweg hinauf, doch der Wasserfall scheint sich immer weiter zu entfernen, deshalb drehen wir wieder um, fahren zurück ins Dorf und stellen unser Wohnmobil auf dem dortigen Campingplatz ab.
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  • Wanderung zu den Teufelslöchern

    August 26, 2025 in France ⋅ ☁️ 17 °C

    Wie gesagt wollen wir noch zu den Teufelslöchern und laden uns bei Komoot die entsprechende Tour runter. Zunächst geht es sehr steil bergauf, vorbei an einem kleinen Weiler und einem sehr abgelegenen Haus.

    Als wir am Wendepunkt unserer Wanderung sind, beschließen wir noch weiter in das abgeschiedene Tal hinein zu wandern und die nächste Fluss-Querung zu nehmen. Eine gute Entscheidung, denn der Weg ist wunderschön und die Aussicht atemberaubend. Als der Wendepunkt unserer Wanderung erreicht und wir auf der anderen Flussseite ein ganz kurzes Stück gegangen sind, trete ich mir den Fuß um. Ausgerechnet am weitesten entfernten Punkt unserer Wanderung!! Zum Glück sind wir am Fluss. Also Schuh ausziehen, Socken raus und den ganzen Fuß erst einmal kühlen, solange ich es aushalten kann. Mein Schatz gibt mir den Tipp, jetzt unbedingt weiterlaufen, so würden es die Profifußballer auch handhaben. Also treten wir den Rückweg an. Zu Beginn muss ich noch schmerzhaft humpeln, doch es läuft immer besser und natürlich muss ich auch die Teufelslöcher sehen und nehme den Umweg dafür sehr gerne in Kauf, allerdings doch langsamer und viel vorsichtiger als üblich. Erst als ich den Schuh am Wohnmobil ausziehe, merke ich, dass der Fußballen am rechten Fuß doch sehr schmerzt und geschwollen ist. Natürlich haben wir wieder Sportsalbe noch Schmerzmittel dabei, also hoffe ich darauf, dass morgen alles wieder besser ist.
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  • Abendstimmung

    August 26, 2025 in France ⋅ ☁️ 16 °C

    Als wir zu unserem Wohnmobil zurückkommen, haben wir Nachbarn bekommen. Ein junges Paar aus Kassel, Sie grüßen ganz freundlich. So laden wir sie auf einen Willkommens-Drink ein. Sie freuen sich sehr, dass sie nach acht Tagen mal wieder aus Gläsern trinken dürfen. Sie sind mit dem Auto unterwegs und sehr spartanisch eingerichtet.

    Wir essen gemeinsam, wir unser Vesper und sie ihr auf dem kleinen Gasgrill gekochtes Kartoffelgratin aus der Dose. Ist unglaublich faszinierend, wie einfach dieses Paar Urlaub macht und damit sehr glücklich und zufrieden ist. Sie haben keinen Tisch, dafür aber bequeme Campingstühle von Decathlon und eine Luftmatratze, die sie mit einem kleinen Kompressor und Autostrom ausblasen. War ein sehr netter und unterhaltsamer Abend mit den beiden.
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  • Stadtbummel durch das bezaubernde Gap

    August 27, 2025 in France ⋅ ☁️ 19 °C

    Heute Morgen werden wir wie vorhergesagt von Regen geweckt. Die Berge sind wolkenverhangen und es lohnt sich nicht, die Räder auszupacken, denn es soll länger regnen. Mein Fuß schmerzt deutlich stärker als gestern und es leicht geschwollen, so trinken wir unseren Kaffee, duschen, erledigen, den obligatorischen Campers Service und fahren dann erst einmal weiter nach Gap. Die Fahrt dorthin ist ganz entspannt, wir fahren entlang von Flüssen, die heute Morgen nach dem Temperatursturz, teilweise dampfen, haben rechts und links von uns schöne Gebirge und genießen das langsame Dahinrollen auf der wenig befahrenen Landstraße.

    Unser erster Stopp Gab selbst gefällt uns sehr, es ist wunderschön herausgeputzt, hat viele individuelle schöne Geschäfte, es ist sauber und lebenswert. Warum ist das hier so viel anders als in Grenoble, fragen wir uns? Was mag wohl das Geheimnis dieser positiven Startentwicklung sein? Vielleicht liegt es auch daran, dass Gap ein Blumenstadt, eine „Ville fleurie“ ist – gepflegt, bunt, angenehm. Wir schlendern durch die wunderschön dekorierten Gassen und lassen uns treiben.

    Die Stadt hat eine lange Geschichte, die bis in die Antike zurückreicht. Schon die Römer erkannten die strategisch günstige Lage am Übergang zwischen Alpen und Provence und gründeten hier die Siedlung „Vapincum“, die später zu einem wichtigen Etappenort an der Via Domitia wurde, der römischen Handels- und Militärstraße. Im Mittelalter wuchs Gap zu einer befestigten Stadt heran, wurde aber aufgrund seiner Grenzlage zwischen Dauphiné und Provence mehrfach umkämpft und teilweise zerstört. Besonders in den Religionskriegen des 16. Jahrhunderts spielte Gap eine Rolle, da es zeitweise von den Hugenotten besetzt wurde.

    Heute zeigt sich Gap als charmante Mischung aus historischer Altstadt und modernem Zentrum. Die Kathedrale Notre-Dame-et-Saint-Arnoux aus dem 19. Jahrhundert prägt das Stadtbild mit ihrer neugotischen Architektur und erinnert daran, dass Gap seit dem 4. Jahrhundert Bischofssitz ist. Sehenswert sind auch die engen Gassen der Altstadt mit bunten Häuserfassaden, kleinen Plätzen und zahlreichen Cafés, die zum Verweilen einladen. Das Musée départemental präsentiert die Kultur- und Naturgeschichte der Region und bietet einen Einblick in archäologische Funde sowie das alpine Leben.
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  • Mittagessen im „Fane de Carotte“

    August 27, 2025 in France ⋅ ☁️ 20 °C

    Auf 12:00 Uhr hatte ich Glücklicherweise einen Tisch in diesem kleinen, vegetarischen Restaurant reserviert, das mir beim googlen Wegen seiner sehr guten Bewertungen ausgefallen war. Es kommen immer wieder Gäste vorbei, die auch gerne hier essen würden, doch das Restaurant ist ausgebucht.

    Wir stellen uns unser Menü selbst zusammen und entscheiden uns für folgende Varianten, die wir uns jeweils teilen.

    Vorspeisen – 8 €
    • Schwarze Feigen, Burratina, Olivenpaste und Brick-Teig
    • Gebackener Ziegenkäse, Aprikosen-Chutney und Combava-Blatt

    Hauptgerichte
    • Grenaille-Kartoffeln, gebratener Feta, grünes Gemüse und Tahini-Sauce – 16 €
    • Süßkartoffelmedaillon mit Samen und konfiertem Knoblauch,, glasierte Karotten und Radieschen, Shiitake-Pilze, Sojasauce, Ei – 17 €

    Desserts – 8 €
    • Schokolade in drei Variationen: leichte Schokoladencreme, knusprige Schokolade und Schokoladensoße
    • Erdbeersauce, Himbeersorbet, mit Orangenblüten aromatisierte Schlagsahne und frische Himbeeren

    Das Restaurant wird übrigens von zwei Damen betrieben, die alles zu zweit schmeißen. Allergrößten Respekt dafür! Am Ende sind wir wunderbar gesättigt und reicher um eine wunderbare Erfahrung. Das hier angebotene hebt sich deutlich ab von dem, was üblicherweise auf dem vegetarischen Teil einer Speisekarte zu finden ist.
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  • Weiterfahrt nach Sisteron

    August 27, 2025 in France ⋅ ☁️ 26 °C

    Nach Gap wird es spektakulär. Die Fahrt nach Sisteron führt durch eine der malerischsten Landschaften der Route Napoléon. Wir sehen beeindruckende Schluchten und durchqueren Flusstäler, die zum Entdecken einladen.

    Sisteron ist das „Tor zur Provence“ ein Hingucker, die Lage beeindruckend: Die Stadt schmiegt sich an eine enge Felsdurchbruchstelle, den sogenannten „Rocher de la Baume“, der sich steil über den Fluss erhebt und von der berühmten Zitadelle überragt wird. Diese Festung, die im 16. und 17. Jahrhundert ausgebaut wurde, gilt als das Wahrzeichen der Stadt. Sie diente jahrhundertelang als strategischer Kontrollpunkt an der alten Handelsstraße zwischen Italien und Frankreich und bietet Besuchern heute einen großartigen Panoramablick über die Altstadt, die Durance und die umliegende Berglandschaft. Vom Wohnmobilstellplatz etwas unterhalb wandern wir Richtung Zitadelle kann man doch mein Fuß schmerzt, und jeder Tritt tut weh, so sparen wir uns die Festung und drehen eine kleine Runde über den Friedhof und durch die historische Altstadt mit engen Gassen, farbenfrohen Häusern und schattigen Plätzen. Besonders sehenswert sind die Kathedrale Notre-Dame-des-Pommiers aus dem 12. Jahrhundert, die zu den größten romanischen Kirchen der Provence zählt, sowie das Musée Terre et Temps, das sich mit der Geschichte der Zeitmessung beschäftigt. Wer sich für Natur interessiert, findet in der Umgebung zahlreiche Wander- und Radwege, während der Fluss zu Kanutouren und Badeausflügen einlädt. Uns ist es hier allerdings viel zu laut, denn man muss wissen, Sisteron liegt an einem Verkehrsknotenpunkt. Es ist also nirgends leise.

    Kulturell hat Sisteron ebenfalls einiges zu bieten: Jeden Sommer finden in der Zitadelle die „Nuits de la Citadelle“ statt, ein traditionsreiches Festival mit Konzerten, Theater und Tanzaufführungen. Zudem gilt die Stadt mit ihrem milden Klima und über 300 Sonnentagen im Jahr als idealer Ausgangspunkt für Touren in die Provence, in die Luberon-Region oder in die Alpen.
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  • Rochers des pénitents

    August 27, 2025 in France ⋅ ☁️ 26 °C

    Die steil aufragenden, schlanken Felsen erstrecken sich über mehrere Kilometer oberhalb des Dorfes Les Mées und wirken wie eine Gruppe von Mönchen, die in einer Prozession nebeneinanderstehen – daher ihr Name, der übersetzt „Felsen der Büßer“ bedeutet. Entstanden sind die bizarren Formen durch Erosion: Wind, Regen und das Wasser der Durance haben im Laufe von Millionen Jahren aus dem Konglomeratgestein diese ungewöhnlichen Spitzen modelliert.

    Mit den Rochers des Pénitents verbindet sich auch eine Legende, die das Fantasievolle dieser Landschaft noch verstärkt. Sie erzählt von Mönchen, die einer Versuchung erlagen, und zur Strafe von Petrus in Stein verwandelt wurden. So erklärt die volkstümliche Überlieferung, warum die Felsen wie in Kutten gehüllt wirken.

    Heute sind die Rochers des Pénitents ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer, Kletterer und Fotografen. Von Les Mées aus führen Wege hinauf in die Felslandschaft, von wo man herrliche Ausblicke über das Tal der Durance, die Olivenhaine der Umgebung und bis zu den Alpen hat. Da stand eigentlich auf meiner To-do Liste, muss leider ersatzlos gestrichen werden. So wird der Besuch hier nur zu einem kurzen Fotoshooting. Sehr schade!
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  • La Maison du Lavendin

    August 27, 2025 in France ⋅ ☁️ 25 °C

    Nachdem wir an riesigen, bereits abgeernteten Lavendelfeldern vorbeigefahren sind, entdecken wir diesen kleinen Produzenten und kaufen ordentlich ein: Lavendelöl, Lavendelsirup, Lavendel-Honig und Olivenöl von einem befreundeten Unternehmen. Die sehr herzliche Inhaberin empfiehlt übrigens Mitte Juni bis Mitte Juli als ideale Reisezeit, wenn man die Lavendelblüte erleben möchte.Read more

  • Tagesziel: Moustiers-Sainte-Marie

    August 27, 2025 in France ⋅ ☁️ 26 °C

    Es ist schon später, als wir unser Tagesziel nach einem langen Fahrtag erreichen und da wir mit dem Wohnmobil nicht in die Stadt fahren dürfen, entschließen wir uns, auf einem Campingplatz für 18,65 € zu übernachten. Das ist sogar deutlich günstiger, als der weniger charmante Wohnmobilstellplatz ein paar Meter weiter. Wir richten uns häuslich ein, und Joe hat die exzellente Idee, dass wir doch mit dem Fahrrad hoch in die Stadt fahren könnten. Zum Laufen wäre es mir (beziehungsweise meinem inzwischen doch ziemlich geschwollenen Fuß) tatsächlich zu weit gewesen, wir hätten eventuell den Mini Tourist Train nehmen können, aber der fährt zum einen nur zu bestimmten Zeiten und zum anderen ist die Abfahrt-Stelle auch ein ganzes Stück von uns entfernt. Also lädt er die Räder aus und ich teste, wie es klappt. Daumen hoch - Radfahren geht noch - immerhin!Read more

  • Traumdorf: Moustiers-Sainte-Marie

    August 27, 2025 in France ⋅ ⛅ 22 °C

    Moustiers-Sainte-Marie gilt als eines der schönsten Dörfer Frankreichs und liegt malerisch am Eingang der Verdonschlucht in der Provence, ein Instagram Hotspot, den ich mir schon als Reiseziel notiert hatte, als noch nicht klar war, dass wir hierher fahren würden. Das Dorf schmiegt sich in ein Felsental, über dem zwei steile Kalkwände emporragen. Hoch oben zwischen den Felsen spannt sich eine goldene Sternenkette – ein weithin sichtbares Wahrzeichen des Ortes. Der Legende nach ließ ein Ritter aus Dankbarkeit für seine Rettung im Mittelalter diesen Stern anbringen, der bis heute geheimnisvoll über den Dächern von Moustiers glänzt.

    Die Altstadt selbst begeistert mit einem Labyrinth aus engen, gepflasterten Gassen, kleinen Plätzen, plätschernden Brunnen und traditionellen Häusern mit bunten Fensterläden. Mittelpunkt ist die romanische Kirche Notre-Dame-de-l’Assomption aus dem 12. Jahrhundert mit ihrem markanten Glockenturm. Rundherum laden zahlreiche Boutiquen, Galerien und Werkstätten zum Stöbern und heute auch viele Ständer auf dem Nachtmarkt ein. Besonders berühmt ist Moustiers-Sainte-Marie für seine Fayencen: Bereits im 17. Jahrhundert entwickelte sich hier eine bedeutende Keramikkunst, deren filigrane, handbemalte Stücke bis heute in Ateliers hergestellt und weltweit geschätzt werden.

    Auch die Natur macht den Charme des Dorfes aus. Von der Altstadt führen Wege hinauf zur Wallfahrtskapelle Notre-Dame de Beauvoir, die spektakulär über den Dächern liegt und mit einem grandiosen Blick über das Dorf, das Plateau de Valensole und die Lavendelfelder belohnt. Schade, dass das für mich heute ausfallen muss. Morgen geht’s für uns von hier aus in den Naturpark Verdon und an den türkisblauen Lac de Sainte-Croix.

    Als wir zurück am Wohnmobil sind, merke ich erst, wie sehr mein Fuß schmerzt und wie dick er inzwischen geworden ist, trotz mehrfacher Behandlung mit Voltaren Gel. So wird mir schmerzlich bewusst, wie wertvoll es ist, wenn man laufen, wandern, gehen und in der Natur unterwegs sein kann. Das ist kein Selbstverständnis, sondern ein sehr wertvolles Gut, das wir sorgsam hegen und pflegen müssen. Kaum muss ich nicht einmal einen Tag darauf verzichten, fehlt es mir ganz unglaublich.
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  • Lac de Sainte-Croix

    August 28, 2025 in France ⋅ ☁️ 20 °C

    Heute Nacht regnet es sehr viel, doch als wir aufstehen, ist es glücklicherweise trocken. Wir duschen, trinken - ganz obligatorisch - eine Tasse Kaffee leeren die Toilette und fahren dann ein kleines Stück weiter an den Lac de Sainte-Croix zur Brücke von Galetas. Ein Schild erzählt davon, dass in den letzten Jahren hier zehn Menschen tödlich verunglückt sind, bei dem Versuch von der Brücke zu springen. Wie hoch wir über dem Wasser sind, kann ich gar nicht einschätzen, aber es sind sicher 20-30 m.

    Hier im nördlichen Teil ist der See besonders eindrucksvoll, denn unter uns mündet der Verdon aus der spektakulären Schlucht in den See. Von hier aus kann man mit Elektro- oder Tretbooten ein Stück in die Gorges hineinfahren und den Canyon aus einer ganz neuen Perspektive erleben – ohne Anstrengung und auch ohne lange Wege. Das Wasser schimmert in unglaublichen Türkistönen, die sich im Sonnenlicht ständig verändern würden, und er sei im Sommer angenehm warm zum Schwimmen.

    Der See entstand in den 1970er-Jahren durch den Bau eines Staudamms am Verdon und ist heute mit rund 22 Quadratkilometern Fläche der drittgrößte Stausee Frankreichs. Umgeben von sanften Hügeln, Lavendelfeldern und den schroffen Felsen der Verdonschlucht, bietet der See eine faszinierende Mischung aus wilder Natur und mediterranem Flair.
    Heute hat man allerdings den Eindruck, dass die Saison vorüber ist, denn es ist nichts mehr los und der Strand bleibt menschenleer.

    Rund um den See gibt es zahlreiche kleine Strände, die sowohl zum Baden als auch zum Picknicken einladen. Besonders malerisch liegen die Orte Sainte-Croix-du-Verdon und Les Salles-sur-Verdon, die direkt am Ufer thronen und mit engen Gassen, Restaurants mit Seeblick und südfranzösischem Charme locken. Hier lässt sich nach einem Badetag wunderbar ein Glas Rosé genießen und die Abendstimmung beobachten, wenn die Sonne die Wasseroberfläche golden färbt. Naja, das dürfen wir uns heute bei bedecktem Himmel selbst ausmalen….
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  • Die Verdon-Schlucht bei Regen

    August 28, 2025 in France ⋅ 🌩️ 19 °C

    Heute Nacht hat es schon sehr stark geregnet und heute Morgen ist der Himmel Wolken verhangen. Zu Beginn ist es noch trocken und wir sind uns nicht ganz sicher, ob wir die nördlich oder die südliche Variante der Schlucht fahren sollen. So frage ich meinen ständigen Reisebegleiter und wertvollen Ratgeber, ChatGPT folgendes: „Wir möchten nur eine Seite der Verdon Schlucht mit dem Wohnmobil mit 3,5 t befahren und ich bin schlecht zu Fuß, möchte also kurze Strecken zu den Aussichtspunkten haben. Welche Route wähle ich?“ Hier die sehr fürsorgliche Antwort, der wir sehr gerne Folge leisten.

    Das ist eine wichtige Einschränkung 👍 – und damit ändert sich die Empfehlung deutlich.

    Die Route des Crêtes (D23) bei La Palud ist zwar spektakulär, aber für Wohnmobile über 3,5 t problematisch: enge Kehren, einspurige Abschnitte, steile Abgründe. Außerdem liegen viele Aussichtspunkte dort nur über kurze Spazierwege erreichbar.

    Für dich ist daher die Corniche Sublime (D71, Südseite der Schlucht) die beste Wahl:

    ✅ Corniche Sublime – Vorteile für dich
    • Wohnmobil-tauglich: Straße ist breit genug, für Fahrzeuge bis 3,5 t machbar.
    • Viele Aussichtspunkte direkt an der Straße: Du kannst fast immer direkt parken und hast nur wenige Meter bis zum Blick in die Schlucht.
    • Kurze Wege: Besonders die Stopps bei den „Balcons de la Mescla“ oder am „Point Sublime“ sind ohne große Fußwege erreichbar.
    • Schöne Strecke: Du bekommst großartige Tiefblicke, spektakuläre Felsformationen und die berühmte Pont de l’Artuby zu sehen.

    🚐 Praktische Route ab Moustiers-Sainte-Marie
    1. Starte in Moustiers-Sainte-Marie.
    2. Fahre Richtung Lac de Sainte-Croix, dann weiter über Aiguines auf die D71 (Corniche Sublime).
    3. Folge der D71 immer weiter entlang der Schlucht – du kommst automatisch an den schönsten Punkten vorbei (z. B. Pont de l’Artuby, Balcons de la Mescla).
    4. Je nach Kondition und Zeit kannst du entscheiden, ob du nur ein Stück der Strecke fährst oder die komplette Südseite bis Comps-sur-Artuby/Castellane.

    ✨ Mein Tipp für dich:
    Mach die Fahrt in aller Ruhe, plane lieber weniger Stopps, dafür an den ganz großen Aussichtspunkten mit Parkmöglichkeiten direkt daneben. So kannst du die Schlucht trotz eingeschränkter Gehfähigkeit entspannt genießen.
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  • Mittagsmenü im Restaurant Les 3 Vallées

    August 28, 2025 in France ⋅ 🌧 20 °C

    Auf der Suche nach einem Restaurant entdecken wir zufällig dieses Hotel-Restaurant, vor dem um 12:45 Uhr schon jede Menge Autos parken. Wir bekommen mit etwas Glück noch einen letzten Tisch und gehen mit einem 3-Gang- Menü für 39 € in die Vollen. Wir wählen wieder unterschiedliche Gerichte und probieren gegenseitig.

    Vorspeisen:
    Oktopus-Carpaccio, Passionsfrucht, Avocado
    Nektarine, Crème de Feta, Honig, gegrillte Pistazien (super lecker!)

    Hauptgerichte:
    Huhn „à la Fermière“, Polenta, Kartoffelbrei, Honig-Jus (ein Gedicht!)
    Entrecôte vom Rind, Pommes frites, Salat

    Desserts:
    Pavlova mit roten Früchten, Mascarpone
    Milchreis mit Flamby-Karamell und gesalzener Butter

    Wir essen ausgezeichnet und überbrücken so den Starkregen und das Gewitter, das über uns herein gebrochen ist Als wir fertig sind, zeigt sich blauer Himmel.
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  • Fotostopp in Sisteron

    August 28, 2025 in France ⋅ 🌧 21 °C

    Die Schlucht ist praktisch der Wendepunkt unserer Reise, allmählich treten wir wieder den Rückweg an und kommen so auch wieder nach Sisteron.

    Im Vergleich zu unserem Besuch gestern, ist das Wasser im Durance deutlich dreckiger geworden. Das liegt an dem anhaltenden Regen der letzten Stunden.Read more

  • Fotostopp in Serres dem kleinen Sisteron

    August 28, 2025 in France ⋅ 🌧 19 °C

    Serres wirkt ein wenig wie die kleine Schwester von Sisteron, schmiegt es sich doch genauso malerisch an einen Felsen. Der kegelförmige Felsen, der hier den Namen Pignolette trägt, erinnert an den Anblick von Sisteron, doch ihm fehlt die imposante Zitadelle, die Kardinal Richelieu 1633 zerstören ließ. Statt der Durance rauscht hier der Buëch durch das Tal.

    Wie Sisteron war und ist auch Serres strategisch günstig gelegen. Hier kreuzen sich zwei wichtige Straßenverbindungen: die RD 1075 von Grenoble nach Sisteron und die RD 994, die von Pont-Saint-Esprit über den Col de Montgenèvre bis in die Alpen führt. Bereits im 8. Jahrhundert wurde Serres zu einem bedeutenden Marktflecken im Buëch-Tal und zu einem Durchgangsort für Reisende – darunter auch Päpste auf ihrem Weg nach Avignon.
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  • Le Claps - La Saut de la Drôme

    August 28, 2025 in France ⋅ 🌧 18 °C

    Der Ort Le Claps bei Luc-en-Diois ist ein Naturdenkmal in der Drôme und zugleich eine der markantesten Landschaften der Region. Entstanden ist er im 15. Jahrhundert, als ein gewaltiger Felssturz vom Berg Pic de Luc ins Tal der Drôme donnerte. Dabei staute sich der Fluss auf und veränderte sein Bett – zurück blieb eine wilde Szenerie aus gigantischen Felsblöcken, die heute noch wie zufällig verstreut im Tal liegen und der Landschaft ein fast märchenhaftes, dramatisches Gesicht geben.

    Besonders berühmt ist der Saut de la Drôme, ein Wasserfall, bei dem sich der Fluss zwischen den herabgestürzten Felsblöcken hindurchzwängt und über mehrere Stufen in die Tiefe stürzt. Das donnernde Wasser kontrastiert eindrucksvoll mit den massiven grauen Kalksteinblöcken, die wie eine natürliche Kathedrale wirken. Je nach Jahreszeit ist der Wasserfall mal sanft plätschernd, mal kraftvoll und tosend.

    Le Claps ist heute ein leicht zugängliches Ausflugsziel, das ohne große Wanderung erlebbar ist. Von der Straße und den Parkplätzen aus gelangt man in wenigen Minuten zu den schönsten Aussichtspunkten. Im Sommer lädt zudem ein kleiner Badesee unterhalb des Felssturzes zum Schwimmen ein, während die kühle Frische des Wasserfalls für Erholung sorgt.

    Das Ensemble aus Naturdrama, Wasser und Geschichte macht Le Claps zu einem besonderen Halt auf der Reise durch die Drôme – ein Ort, an dem man sowohl die Gewalt der Natur als auch ihre Schönheit spürt, und der sich wunderbar für einen kurzen, eindrucksvollen Zwischenstopp eignet. Sehr sehenswerter Felsrutsch mit einem Felsenlabyrinth (wo auch geklettert werden kann), einem Klettersteig und einer Badestelle.
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  • Geheimtipp: Die und das Vercorsmassiv

    August 29, 2025 in France ⋅ ☀️ 15 °C

    ChatGPT hat uns nach Die geführt und heute morgen werden wir tatsächlich mit strahlend blauem Himmel und Sonnenschein geweckt. Wie schön!!

    Wir erkunden zunächst einmal das beschauliche, aber sehr idyllische Örtchen zu Fuß und machen uns dann auf in die Berge. Die Region Vercors ist ein echter Geheimtipp in Frankreich, eine Mischung aus dramatischer Natur, Geschichte und kleinen charmanten Orten.

    Das Vercors-Massiv liegt westlich der Alpen, zwischen Grenoble, Valence und Die. Es ist ein großes Kalksteinplateau, das an vielen Stellen steil und spektakulär ins Rhône-Tal und in die Drôme abfällt. Man findet dort tiefe Schluchten, enge Felsstraßen, weite Hochebenen und Hochweiden.

    Die Altstadt von Die ist geprägt von engen Gassen, alten Stadttoren und malerischen Plätzen, die an ihre römische Vergangenheit erinnern – damals trug sie den Namen Dea Augusta Vocontiorum. Heute spürt man hier eine gelassene, fast mediterrane Atmosphäre: kleine Cafés unter Platanen, bunte Märkte mit regionalen Produkten und das stetige Murmeln der Drôme, die vor der Stadt vorbeifließt.

    Besonders berühmt ist Die für ihren Clairette de Die, einen leichten, spritzigen Schaumwein, der seit Jahrhunderten nach traditioneller Methode hergestellt wird und perfekt zu der lebensfrohen Region passt. haben wir jedoch nicht probiert, da wir in diesem Urlaub komplett alkoholfrei unterwegs sind,. Eine Weinprobe in einem der Weink Eine Weinprobe in einem der Weinkeller gehört eigentlich fast zum Pflichtprogramm.

    Darüber hinaus ist Die auch ein Ausgangspunkt für Naturerlebnisse: Ob ein Ausflug in die wildromantischen Täler des Vercors, ein Besuch der spektakulären Claps-Felsen mit dem Wasserfall der Drôme oder einfach ein entspannter Nachmittag am Fluss – hier verbinden sich Kultur, Natur und Genuss auf harmonische Weise. Uns jedenfalls gefällt es sehr!
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  • Regionaler Naturpark Vercors

    August 29, 2025 in France ⋅ ☀️ 16 °C

    Wir suchen uns eine spektakuläre Route, durch den Nationalpark aus Besonders berühmt sind die „Routes vertigineuses“ – schwindelerregende Straßen, die in die Felsen gehauen wurden (z. B. Combe Laval). Viele davon sind aber für große Wohnmobile eher anstrengend. Das Plateau selbst ist ruhiger: Wiesen, Wälder, kleine Bauernhöfe, Käseproduktion und weite Blicke.

    Während des Zweiten Weltkriegs war das Vercors-Massiv ein Rückzugsort der Résistance. Heute erinnern Museen und Denkmäler an diesen mutigen Teil der französischen Geschichte. Gleichzeitig gilt es als Ort der „Naturidylle“ – ein Refugium für Menschen, die Ruhe und Weite suchen.
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  • Belvedere Col du Rousset

    August 29, 2025 in France ⋅ ☀️ 15 °C

    Der Belvédère du Col du Rousset ist einer der spektakulärsten Aussichtspunkte im Vercors und liegt direkt am gleichnamigen Pass, der die Drôme mit dem Hochplateau des Vercors verbindet. Auf rund 1.254 Metern Höhe öffnet sich hier ein grandioses Panorama: Während sich auf der anderen Seite die weite, liebliche Landschaft der Drôme provençale ausbreitet – sanfte Hügel, Lavendelfelder und Weinberge bis hin zu den fernen Alpen – schauen wir zurück auf unsere Serpentinenreiche Strecke unterhalb des schroffen Kalksteinmassiv des Vercors mit seinen eindrucksvollen Felswänden und Hochebenen. Dieser Kontrast macht den Aussichtspunkt so einzigartig.

    Der Belvédère ist leicht mit dem Auto oder Wohnmobil zu erreichen, direkt am Pass gibt es Parkmöglichkeiten, sodass man ohne große Wege in den Genuss des Ausblicks kommt. Neben der Aussicht ist der Ort auch geschichtlich und kulturell interessant: Der Col du Rousset war lange Zeit ein wichtiger Zugang ins Vercors und spielte auch in der Zeit der Résistance eine bedeutende Rolle. Heute ist er ein beliebter Startpunkt für Ausflüge in das Naturreservat Vercors, aber auch ein Ort, um einfach innezuhalten, tief durchzuatmen und die gewaltige Landschaft auf sich wirken zu lassen.

    An klaren Tagen reicht der Blick vom Belvédère bis zu den Alpenketten im Osten und manchmal sogar bis zum Mont Ventoux im Süden – ein Panorama, das Reisende seit jeher begeistert. Wer unterwegs zwischen Provence und Alpen einen unvergesslichen Moment der Weite erleben möchte, sollte diesen Halt auf keinen Fall verpassen, ist, herrscht wenig Verkehr auf der Strecke, die Straße ist durchweg ausreichend breit und gut asphaltiert, ein Geheimtipp für Motorradfahrer.
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  • Fahrt durch die „Au fil de la Bourne“

    August 29, 2025 in France ⋅ ☁️ 18 °C

    Wir fahren auch entlang der„Au fil de la Bourne“, die landschaftlich atemberaubende Strecke entlang der Bourne-Schlucht im Vercors-Massiv. Die Route folgt dem Lauf des Flusses Bourne zwischen Pont-en-Royans und Villard-de-Lans und zählt zu den eindrucksvollsten Panoramastraßen der französischen Alpen.

    Über viele Kilometer schlängelt sich die Straße direkt an steilen Felswänden entlang, oft in die senkrechten Kalksteinwände hineingeschlagen. Teilweise fährt man durch kurze Tunnel oder unter überhängenden Felsen, sodass man das Gefühl hat, die Straße sei in den Berg geklebt. Tief unten rauscht die Bourne, mal wild, mal ruhig, und eröffnet immer wieder spektakuläre Blicke in die Schlucht. Besonders eindrucksvoll ist der Kontrast zwischen dem wilden Flusstal und den hoch aufragenden Kalksteinmassiven des Vercors.

    Die Strecke hat eine lange Geschichte: Schon im 19. Jahrhundert wurde sie angelegt, um das abgelegene Hochplateau des Vercors zugänglicher zu machen – eine technische Meisterleistung, die bis heute fasziniert. Heute ist sie ein Erlebnis für alle, die die Schönheit dieser Region in ihrem eigenen Rhythmus entdecken möchten.

    „Au fil de la Bourne“ lässt sich bequem mit dem Auto oder Wohnmobil befahren, ohne dass lange Wanderungen nötig sind. Unterwegs laden kleine Haltepunkte und Aussichtsbuchten dazu ein, kurz auszusteigen und den Blick schweifen zu lassen. Für mich ist es einer der unvergesslichen Momente im Vercors: das Gefühl, zwischen Felswänden und Himmel zu schweben, begleitet vom Rauschen des Flusses tief unten im Tal.
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  • Choranche: Mühle am Ufer der Bourne

    August 29, 2025 in France ⋅ ☁️ 21 °C

    Das kleine Haus am Fluss, das wir wir sehen, gehört wahrscheinlich zu den wenigen alten Wohn- oder Ferienhäusern, die sich direkt am Ufer der Bourne befinden. Viele dieser Gebäude wurden früher von Fischern oder Müllern genutzt und später zu Ferienhäusern oder Gästeunterkünften umgestaltet. Heute sind sie sehr gefragt, weil sie etwas bieten, was im Vercors selten ist: unmittelbare Nähe zum Wasser, kombiniert mit der spektakulären Bergkulisse.

    Choranche selbst ist nur ein kleines Dorf, aber ein sehr malerisches: Steinbrücken, das klare Wasser der Bourne, dazu die steilen Felswände, die fast senkrecht hinter den Häusern aufragen. Es gilt als einer der romantischsten Orte im unteren Vercors. Besonders schön ist es dort am Abend, wenn die Sonne hinter den Bergen verschwindet und das Tal in goldenes Licht getaucht wird.
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