• Uta Vogel
Şimdiki
  • Uta Vogel

Kaukasus-Rundreise

Seit drei Wochen möchten wir drei uns bisher gänzlich unbekannt Länder bereisen. Aserbaidschan 🇦🇿, Armenien 🇦🇲 und Georgien 🇬🇪 . Okumaya devam et
  • Durch die Schlucht von Girdimançay

    7 Eylül, Azerbeycan ⋅ ☀️ 19 °C

    Heute Morgen ziehen wir weiter, wir durchfahren zunächst die Schlucht von Girdimançay. Dieser hier so breite und ziemlich wilde Fluss entspringt an den südlichen Hängen des Babadag, der über 3.000 Meter hoch ist. Von dort fließt er über rund 88 Kilometer durch die Bergregion und weiter in Richtung Kura.

    Auf dem Weg nach Lahic hat der Fluss über lange Zeit eine enge, canyonartige Schlucht in die Gebirgslandschaft geschnitten. Die Straße verläuft teilweise unmittelbar zwischen den steilen Berghängen und dem Flussbett – genau das macht diese Strecke so eindrucksvoll durch einen „geologisch spektakulären Canyon“, in dem die Felsen sind tatsächlich in Bewegung sind.

    Was man während der Fahrt gar nicht so bewusst wahrnimmt: Diese Schlucht ist geologisch ziemlich aktiv. Die steilen Hänge bestehen teilweise aus stark zerklüfteten Sedimentgesteinen und Schiefer. Wasser kann in die Gesteinsschichten eindringen und sie instabil machen.

    Das Institut für Geographie der Nationalen Akademie der Wissenschaften Aserbaidschans hat erst 2026 die Straße zwischen İsmayıllı und Lahic untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass es entlang des Girdimançay regelmäßig zu Steinschlag und größeren Felsstürzen kommt. Am 20. und 22. Mai 2026 gingen beispielsweise größere Felsmassen auf die Straße nieder; einer der beschriebenen Felsblöcke soll etwa 150 Tonnen gewogen haben.

    Das erklärt auch, warum man auf dieser Straße immer wieder frisch geräumte Stellen, Schutzmaßnahmen oder beschädigte Böschungen sehen kann. Für uns ist es einmal mehr ein wunderschönes Abenteuer.
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  • Buggytour mit Begleitung

    6 Eylül, Azerbeycan ⋅ ⛅ 20 °C

    Als wir auf dem zweiten Teil unserer Wanderung gerade aus der Schlucht zurück auf die Straße kommen, heizen ein Buggy und zwei Quads mit ziemlicher Geschwindigkeit in Berg runter. Wir sprechen die Fahrer an und fragen, ob das ihre Fahrzeuge sind, oder ob sie sie geliehen haben.

    Sie haben sie geliehen und sprechen als Aserbaidschaner auch ein bisschen Englisch - das ist hier oben alles andere als selbstverständlich - und dolmetschen netterweise für uns mit dem Besitzer der Fahrzeuge. Wir können einen Buggy leihen und damit in die Berge hochfahren. Damit wir aber wissen, wo es langgeht, begleitet uns der Besitzer sicherheitshalber. Was für ein tolles Erlebnis. Joe fährt durch das Flussbett und den steilen Anstieg hinauf als hätte er noch nie was anderes gemacht. Er bekommt Komplimente von der Rückbank und wird als Sebastian Vettel bezeichnet! Es gibt immer wieder Stopps an Aussichtspunkten, doch den meisten Spaß haben wir beim Fahren selbst. Das ist ein unvergessliches Abenteuer!
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  • Zweiter Teil unserer Wanderung zum Wasserfall

    6 Eylül, Azerbeycan ⋅ ⛅ 23 °C

    Der zweite Teil unserer Wanderung führt uns durch ein wildes Flussbett zu einem Wasserfall. Am Ende sind wir ganz verschwitzt und würden uns beide eigentlich gerne darunterstellen und duschen, aber das Wasser hat eine unglaubliche Kraft und würde uns wahrscheinlich in die Knie zwingen, aber wir baden trotzdem - ganz vorsichtig. Herrlich erfrischend!Okumaya devam et

  • Teepause in der gemütlichen Teestube

    6 Eylül, Azerbeycan ⋅ ⛅ 19 °C

    Wir haben den ersten Teil unserer Wanderung hinter uns und machen mitten im Ort eine kleine Teepause. Wir treten durch das kleine, einladende Tor gegenüber des Museums ein und befinden uns in einem urigen, liebevoll dekorierten Hinterhof mit Blick auf das breite Flussbett. Es läuft orientalische Musik und wir bekommen unaufgefordert Tee für 5 Mant, also 2,50 € serviert. Herrlich unkompliziert und wunderbar entspannend!Okumaya devam et

  • Kurzer Besuch im Museum von Lahic

    6 Eylül, Azerbeycan ⋅ ⛅ 19 °C

    Lahij Museum of Local History ist ein kleines, eher unspektakuläres Heimat- und Ethnografiemuseum. Es wurde 1985 gegründet und zeigt die jahrtausendealte Geschichte des Ortes sowie das traditionelle Handwerk.

    Ausgestellt sind alte Kupferwaren, Keramik, Werkzeuge, Textilien, Schriften und Gegenstände aus dem bäuerlichen Alltag. Ein Highlight ist ein großer Blasebalg aus dem 18. Jahrhundert, der einst beim Schmelzen von Kupfer verwendet wurde. Auch archäologische Funde wie Keramikstücke, die teilweise rund 2.000 Jahre alt sind, erzählen von der langen Geschichte Lahics.

    Das Museum war ursprünglich in der historischen Ağolu-Moschee untergebracht. Seit 2020 befindet es sich allerdings vorübergehend im Lahic Community Center, weil die wertvolle Sammlung im alten Gebäude nicht ausreichend geschützt werden konnte. Es ist allenfalls für Historiker eine Ergänzung zu den Kupferschmieden in der Basarstraße, denn Lahic selbst ist eigentlich das viel größere „lebende Museum“:
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  • Wanderung ab unserem Gästehaus

    6 Eylül, Azerbeycan ⋅ ☀️ 17 °C

    Heute bleibt das Auto stehen und wir wandern, nachdem Komoot weder Touren noch richtige Wanderwege zu bieten hat, einfach ab unserem Gästehaus los Richtung Berge. Die erste Strecke führt uns am Flussbett entlang raus aus dem Ort, vorbei an abgelegenen Höfen, die noch bewohnt und bewirtschaftet werden. Wir gewinnen recht schnell an Höhe und genießen herrliche Weitblicke. Das Wetter könnte nicht besser sein, denn das Wechselspiel aus Sonne und Wolken bietet wunderschöne Panoramen. Was für eine herrliche Ruhe und großartige Landschaft!Okumaya devam et

  • Zwei Nächte im EviM Otel in Lahıc

    5 Eylül, Azerbeycan ⋅ ☀️ 20 °C

    Kurz nach 16 Uhr sind wir endlich am Ziel und wir sind von der langen Fahrt ziemlich platt. Eigentlich wollten wir gleich noch eine Runde durchs Städtchen drehen, doch dann entscheiden wir uns dafür, in einer der gemütlichen Gartenlauben zu sitzen, was zu trinken zu bestellen und die Abendsonne zu genießen.

    Unser Zimmer ist im ersten Stock Richtung Osten und wir hätten gerne eines Richtung Süden gehabt, um dort auf dem Balkon die Abendsonne etwas länger genießen zu können. Am nächsten Morgen stellen wir fest, dass dafür die Morgensonne in unser Zimmer scheint und wir auf unserem kleinen Balkon den Tag begrüßen können, bis sich in der Küche was tut und unser Frühstück serviert wird. Auch mal schön, so ganz gemütlich in den Tag zu starten.
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  • Abenteuerliche Anreise nach Lahıc

    5 Eylül, Azerbeycan ⋅ ⛅ 19 °C

    Als es von Richtung Lahıc und damit in die Südausläufer des Kaukasus geht, wechselt die Landschaft, sie wird wilder, weiter und ist kaum besiedelt. Man trifft allenfalls auf große Viehherden mit ihren Hirten. Wir packen uns „Peaceful Piano“ Musik auf die Ohren und tauchen ein in diese unwirtliche Welt. Gestern war Joe nervös und hatte ein durchgeschwitztes Hemd, heute bin ich der Schisshase, auch weil sich plötzlich der Asphalt vor uns auftürmt und es hier nicht mehr weitergeht. Im weiteren Verlauf der Strecke kommt es immer wieder zu brenzligen Situationen, wo mein Joe seine Exzellenz als Fahrer unter Beweis stellt. Die ein oder andere davon habe ich für die Nachwelt per Video festgehalten.Okumaya devam et

  • Die Juma-Moschee von Şamaxı

    5 Eylül, Azerbeycan ⋅ ☀️ 28 °C

    Auch die Anfahrt zur Juma-Moschee von Şamaxı (Schamachi) gestaltet sich etwas schwierig, aber mein Joe gibt nicht auf. Am Eingang muss ich als Frau mit einem Tuch meine Knie bedecken - ich bin vorbereitet und hab eines eingepackt - und aber auch meinen Kopf bedecken, dafür habe ich meinen Huddy dabei, so darf ich das Gotteshaus betreten.

    Die Moschee gilt als dieälteste Aserbaidschans und sogar im Kaukasus: Die erste Moschee an dieser Stelle wurde nach heutiger aserbaidschanischer Darstellung bereits 743 n. Chr. errichtet und hat eine ausgesprochen wechselvolle Geschichte. Erdbeben zerstörten bzw. beschädigten sie mehrfach, besonders die schweren Beben von 1859 und 1902. Nach dem Erdbeben von 1859 wurde Schamachi so stark zerstört, dass die russische Verwaltung das Verwaltungszentrum des Gebiets schließlich nach Baku verlegte.

    Die heutige Moschee ist somit kein unverändert erhaltenes Bauwerk aus dem 8. Jahrhundert. Sie wurde im Laufe der Jahrhunderte immer wieder umgebaut und zuletzt ab 2010 grundlegend restauriert und rekonstruiert und 2013 eröffnet. Dabei wurde nach offiziellen Angaben versucht, historische Mauern und Bauteile zu erhalten und gleichzeitig die Anlage technisch zu stabilisieren – wichtig, weil Schamachi in einer stark erdbebengefährdeten Region liegt.

    Die beiden Minarette sind etwa 36,4 Meter hoch und prägen schon von weitem das Erscheinungsbild. Die heutige Anlage umfasst fast einen Hektar.

    Besonders interessant ist der Gedanke, dass bei der Restaurierung versucht wurde, alte Mauern und Steine mit neuen Bauteilen zu verbinden. Gerade dieser Gegensatz zwischen historischer Substanz und moderner Rekonstruktion macht die Moschee interessant.

    Im Inneren findet ihr einen großzügigen Gebetsraum mit Säulen und dekorativen Elementen. Uns gefällt vor allem die Mihrab, die Gebetsnische, die nach Mekka ausgerichtet ist, sowie die arabischen Koraninschriften.

    Bei archäologischen Untersuchungen wurden hier übrigens auch Überreste einer Medrese, Zellen und Grabsteine entdeckt. Teile dieser historischen Strukturen sind erhalten.
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  • Yeddi Gümbəz („Sieben Kuppeln“)

    5 Eylül, Azerbeycan ⋅ ☀️ 28 °C

    Die Yeddi Gümbəz sind zunächst einmal sehr schwer zu finden, es braucht drei Anläufe bis wir einen Weg finden, der uns dorthin führt. Es handelt sich um einen kleinen, aber historisch sehr interessanten Teil eines sehr großen Friedhofs mit Mausoleen südlich der Juma Moschee von Shamakhi. Die Anlage stammt überwiegend aus dem 19. Jahrhundert und diente als Grablege der Familie von Mustafa Khan, dem letzten Khan von Schamachi.

    Der Name „Sieben Kuppeln“ stammt von den ursprünglich sieben Mausoleen. Durch Erdbeben und den Zahn der Zeit sind allerdings mehrere stark beschädigt; heute stehen nur noch drei vollständig erhaltene Mausoleen mit ihren Kuppeln.

    Besonders schön sind die achteckigen, aus hellem Stein errichteten Grabmäler. Bei dem ältesten erhaltenen Mausoleum gibt eine Inschrift das Jahr 1810 an und nennt den Baumeister Ustad Taghi. Die Architektur gehört zur traditionellen Schirwan-Abscheron-Schule.

    In den Mausoleen befinden sich mehrere Gräber mit großen Grabsteinen. Von dem leicht erhöhten Gelände haben wir schon einen schönen Blick über unseren nächsten Stopp und Schamachi.
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  • Autonomes Fahren mit unserem Chinesen

    5 Eylül, Azerbeycan ⋅ ☀️ 29 °C

    Joe hat endlich den Tempomat entdeckt und wenn der eingeschaltet ist, fährt unser Mietwagen tatsächlich autonom, auch mit hoher Geschwindigkeit auf der Autobahn in die Kurve, bis das Fahrzeug dann plötzlich ohne Vorwarnung aussteigt und auf die Nebenspur lenkt.

    Schnelles Fahren ist übrigens nicht möglich. Auf Schnellstraßen fährt man nicht schneller als 90 km/h und das wird fast lückenlos kontrolliert. Gefühlt alle 10 Minuten steht Polizei und winkt Raser und andere Verkehrsteilnehmer raus. Wir werden heute auch einmal angehalten. Da wird man schon ein bisschen nervös. Doch nachdem uns der Polizist sieht, winkt sie uns weiter.
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  • Mittagspause im Istanbul Restaurant

    5 Eylül, Azerbeycan ⋅ ☀️ 29 °C

    Wunderschöner Stopp auf unserem heutigen, langen Fahrtag. Eher zufällig zufällig entdecken wir dieses Restaurant entlang der Hauptverbindungsstraße. Als wir eintreten, umfängt uns wunderbare Ruhe.

    Alles ist schön dekoriert und man kann auch gemütlich im Garten sitzen. Wir bekommen sogar eine Speisekarte auf Englisch, werden schnell und zuvorkommend bedient und essen ganz wunderbar. Wir essen nur eine Kleinigkeit für umgerechnet 10 € und sind ganz happy. Vielen lieben Dank für die schöne, erholsame Pause!
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  • Beşbarmaq – der „Fünf-Finger-Berg“

    5 Eylül, Azerbeycan ⋅ ☀️ 28 °C

    Ein kleiner Fotostopp auf unserem sehr langen Fahrtag: Etwa 90–95 km nördlich von Baku erhebt sich der markante, nur 382 Meter hohe Berg direkt an der Straße nach Quba. Die Felszacken erinnern an fünf Finger. Beşbarmaq ist zugleich ein heiliger Wallfahrtsort: Menschen kommen hierher, um zu beten und sich etwas zu wünschen. Der Ort ist von Legenden um den Propheten Chıdır/Khidr umgeben. Von oben hat man einen großartigen Blick über die Landschaft bis zum Kaspischen Meer.Okumaya devam et

  • Besonderes Erlebnis beim Tanken

    4 Eylül, Azerbeycan ⋅ ☀️ 27 °C

    Am Abend wollen wir noch tanken und steuern dazu eine Tankstelle an. In Aserbaidschan kostet der Liter Diesel umgerechnet 0,50 € und Benzin 0,55 €. Die Preise ändern sich nicht und bleiben landesweit einheitlich.

    Wir fahren also mit einem chinesischen, hybridangetriebenen Mietwagen, dessen Displaysprache ebenfalls Chinesisch ist, und versuchen, den Tankdeckel zu öffnen. Der Deckel für die Elektroladung lässt sich problemlos öffnen, aber der für den Tank? Keine Chance. Inzwischen sind wir von vier Mitarbeitern der Tankstelle umringt, und keiner weiß weiter. Wir rufen unseren Autovermieter an, und es braucht drei Anrufe, bis selbst er weiß, wie das mit dem Tankdeckel funktioniert. Am Ende muss man auf dem zentralen Display nach unten wischen, um einen Button zu finden, mit dem man den Tankdeckel öffnen kann.

    Wir versuchen dann, mithilfe von KI die Sprache auf Englisch zu ändern. ChatGPT erklärt uns, dass diese Wagen eigentlich nur für den chinesischen Markt produziert werden und es nicht vorgesehen ist, die Sprache zu ändern. So werden wir gelegentlich mit freundlicher chinesischer Stimme auf irgendetwas hingewiesen, was vielleicht wichtig gewesen sein könnte. Bis wir fertig sind, haben wir auch noch Spaß mit dem Fahrer dieses kleinen blauen Busses. Ich schätze, dass mindestens 20 Personen eng zusammengepfercht darin sitzen. Er lädt mich ein, auch Platz zu nehmen, aber ich lehne dankend ab.
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  • Spätes Mittagessen im „Rancho“

    4 Eylül, Azerbeycan ⋅ ☀️ 26 °C

    Dieses Lokal liegt etwas abseits unserer Route, doch ein Aserbaidschaner hatte uns das gestern ans Herz gelegt. Es sei so schön, was die Inhaber da bieten, und tatsächlich bewegt man sich auf einem mehrere Hektar großen Gelände mit kleinen Seen und Flussläufen. Es gibt Pferde und sonstige Aktionen für Kinder, und überall sind Picknickhäuschen und Tische und Bänke verstreut, direkt am Wasser oder lauschig unter Bäumen, und alles gehört zum Restaurant. Überall wird man bedient und bekommt Speisen und Getränke serviert.

    Wir essen einen gemischten Salat und gefülltes Fladenbrot mit Joghurt vorweg, gefolgt von einer sehr leckeren, frisch gegrillten Forelle, zu der zwei hausgemachte Saucen serviert werden. So haben wir Forelle auch noch nie gegessen.
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  • Rückfahrt von Khinaliq

    4 Eylül, Azerbeycan ⋅ ☀️ 15 °C

    Auf dem Rückweg nehmen wir eine andere Route und kämpfen uns noch einmal über sehr steile Straßen auf knapp 2.700 m hoch. Joe ist ganz mulmig zumute, und wenn ich mir im Nachhinein meine Videos anschaue, kann ich auch besser verstehen, warum.

    Für uns beide war es dennoch ein grandioses Erlebnis, durch die Abgeschiedenheit dieser grandiosen Bergwelt zu fahren, auch wenn die Steigungen uns oft Schweißperlen auf die Stirn getrieben haben und man manchmal auf der Kuppe nicht erkennen konnte, wie es auf der anderen Seite weitergeht.
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  • Unsere Kaukasus Wanderung

    4 Eylül, Azerbeycan ⋅ ☀️ 17 °C

    Von hier aus wollen wir auch ein Stück wandern, um die Landschaft intensiver zu erleben, als wenn man sie mit dem Auto durchfährt. Wir schlendern durch das kleine Bergdorf hinein in die Abgeschiedenheit der Bergwelt. Eigentlich war geplant, dass wir rund 12 km wandern und uns dann von Rustan am Zielort abholen und zu unserem Auto bringen lassen. Doch der Wind frischt auf, es ist schon fast stürmisch, und so entschließen wir uns dazu, umzudrehen und dadurch auch etwas Zeit zu sparen. Eine gute Entscheidung, wie sich am Ende herausstellen wird, denn wir brauchen noch knapp zwei Stunden für den Rückweg und wollen noch einkehren.Okumaya devam et

  • Mittagessen bei Rustan und seiner Familie

    4 Eylül, Azerbeycan ⋅ ☀️ 17 °C

    Unsere Reiseagentur hat uns ein Mittagessen bei Rustan und seiner Familie organisiert. Wir speisen ganz einfach an einem Tisch im Schlafzimmer der Eltern. Im Wohnzimmer sitzt eine amerikanische Reisegruppe mit einem aserbaidschanischen Reiseführer. Zunächst gibt es selbstgemachten Schafskäse sowie hausgemachte Marmelade, Tomaten und Gurken, anschließend eine Gemüsesuppe und als Hauptgang Reis und Hähnchen.

    Rustan selbst spricht leider kein Englisch. Durch den Reiseführer nebenan erfahren wir jedoch einiges über ihn und seine Familie. Er ist 51 Jahre alt und hat bereits zehn Enkelkinder – sehr beachtlich. Die ganze Familie wohnt auf engem Raum zusammen. Sie hält zusammen und bewirtet Gäste aus aller Welt.
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  • Khinaliq - das höchstgelegene Dorf Aserbaidschans

    4 Eylül, Azerbeycan ⋅ ☀️ 17 °C

    Endlich erreichen wir am Ende der asphaltierten Straße Khinaliq. Von hier geht es nur noch zu Fuß oder mit Pferden weiter. Es gilt als das höchstgelegene, dauerhaft bewohnte Dorf Aserbaidschans. Seit 2023 gehören Khinaliq und der historische Wanderweg „Köç Yolu“ zum UNESCO-Welterbe.

    Die Menschen – ein Volk für sich

    Die Menschen, die hier seit Jahrhunderten leben, nennen sich selbst Kettish (Kətiş). Sie bilden eine eigene ethnische Gruppe und sprechen Khinalug, eine Sprache, die mit dem Aserbaidschanischen und den meisten anderen Kaukasussprachen nicht verständlich ist.

    Die Herkunft der Khinalug wird häufig mit den alten Völkern des kaukasischen Albanien in Verbindung gebracht. Das ist allerdings eine historische Hypothese und keine lückenlos nachgewiesene Abstammung. Archäologisch ist die Besiedlung der Gegend dagegen sehr alt: Ausgrabungen belegen eine menschliche Besiedlung bereits in der Frühen Bronzezeit, also im späten 4. Jahrtausend v. Chr.

    Interessant ist, dass die Menschen trotz der extremen Abgeschiedenheit keineswegs völlig isoliert waren. Über Jahrhunderte verbanden sie die Berge mit anderen Regionen durch Saumpfade und saisonale Wanderwege. Das traditionelle Leben der Khinalug ist halbnomadisch. Und genau das macht den Ort so besonders.

    Im Sommer ziehen die Menschen mit ihren Schafen und anderem Vieh auf die hohen Sommerweiden. Im Winter geht es hinunter in wesentlich mildere Regionen auf die Winterweiden.

    Dazwischen liegt der etwa 200 Kilometer lange Köç Yolu – der „Migrationsweg“. Er ist kein historischer Wanderweg im touristischen Sinne, sondern eine bis heute teilweise genutzte Lebensader der Bevölkerung. Die UNESCO bezeichnet diese vertikale Transhumanz als ein außergewöhnliches Beispiel dafür, wie sich eine Gesellschaft über Jahrtausende an eine extreme Berglandschaft angepasst hat.

    Die wichtigste traditionelle und bis heute bedeutende wirtschaftliche Grundlage ist die Viehzucht. Insbesondere die Schafhaltung spielt eine große Rolle. Wir sehen immer wieder große Herden auf den Weiden, mit oder ohne Schäfer.

    Das Vieh liefert:

    • Fleisch
    • Milch und Milchprodukte
    • Wolle
    • Leder und weitere tierische Produkte
    • und sogar Dung als Brennmaterial.

    Letzteres klingt zunächst ungewöhnlich, ist in dieser kargen Hochgebirgsregion aber ausgesprochen wichtig: Getrockneter Tiermist wird traditionell zu Brennmaterial verarbeitet und sitzt sauber aufgestapelt vor jedem Haus.

    Auch die Landwirtschaft dient hauptsächlich der Viehzucht. Auf den wenigen möglichen Terrassen wird vor allem Futter für die Tiere angebaut, von Hand gemäht und dann zu Türmen aufgesetzt. Die Menschen haben dafür über Jahrhunderte Terrassen und einfache Bewässerungssysteme entwickelt.

    Und heute? Hier hat sich in den vergangenen Jahren einiges verändert. Der Tourismus gewinnt zunehmend an Bedeutung. Seit der Verbesserung der Straße und vor allem seit der UNESCO-Anerkennung kommen deutlich mehr Besucher.

    Einige, wenige Familien bieten Übernachtungen an, bewirten Gäste mit Tee und hausgemachten Produkten oder arbeiten als lokale Führer. Trotzdem ist Khinaliq kein künstlich für Touristen geschaffenes Museumsdorf. Die Menschen leben dort tatsächlich und führen – zumindest teilweise – ihre traditionelle Lebensweise weiter. So freuen wir uns ganz besonders auf den Besuch bei einer Gastfamilie.
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  • Abenteuerliche Fahrt durch den Kaukasus

    4 Eylül, Azerbeycan ⋅ ☀️ 20 °C

    Heute wird’s ernst, wir fahren ins höchstgelegene Dorf Aserbaidschans auf rund 2.300 m Höhe, in den abgelegenen Bergen des Kaukasus. Die Fahrt dorthin führt uns durch grandiose Landschaften, durch schmale Schluchten und Canyons und entlang von breiten Flussbetten. Immer wieder sieht man Spuren davon, dass Teile der Straßen einfach abgebrochen oder durch Erdrutsch zugeschüttet waren. Sie wurden aber alle zumindest provisorisch repariert.

    Wir müssen immer wieder anhalten, durchatmen, fotografieren und viele Videos drehen. Aber weder Fotos noch Videos werden dem Empfinden gerecht, das man hat, wenn man durch diese grandiose und beeindruckende Landschaft auf abenteuerlichen Wegen fährt.
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  • Das ländliche Aserbaidschan

    4 Eylül, Azerbeycan ⋅ ☀️ 23 °C

    Was für ein Unterschied zum glamourösen und aufgehübschten Baku. Kaum sind wir ins Auto gestiegen, wird schon auf der Straße rechts und links geschlachtet. Vielleicht, weil Freitag ist und das Wochenende vor der Tür steht? Das ist schon ein bisschen befremdlich mitten auf dem Trottoir. Ein Stückchen weiter kommen wir an einer verlassenen Moschee vorbei, aber auch an Pferdefuhrwerken, vielen älteren Fahrzeugen wie Ladas und kleinen LKWs, die aus der russischen Zeit stammen, und an Haustieren, die einfach auf der Straße unterwegs sind. Wir durchfahren ein langes Waldstück mit einladenden Picknickplätzen rechts und links, die allesamt bewirtschaftet werden, und nähern uns allmählich den Bergen des Kaukasus.Okumaya devam et

  • Im Norden: Hotel Macara Village Resort

    3 Eylül, Azerbeycan ⋅ ☀️ 23 °C

    Heute sind wir nach einer langen Fahrt in den Norden in das ländliche Leben von Aserbaidschan eingetaucht. Die Menschen versuchen, sich ein bisschen was dazuzuverdienen, oft mit Obst- und Gemüseständen. Pferde, Kühe, Hühner, Enten und Gänse sind oft am Straßenrand anzutreffen. Wir kommen an unserem Hotel, dem Macara Village Resort, oberhalb eines kleinen Stausees an. Rund um das Resort ist ein kleiner Vergnügungspark für Familien entstanden. Wir schlendern zunächst ein bisschen durch das Resort und entdecken drumherum ganz viele Picknick-Restaurants, in denen man zum mitgebrachten Picknick auch nur Getränke oder Speisen dazu bestellen kann.

    Hier gibt es auch ganz süße Ferienhäuschen in netten Anlagen. Als ich dieses Foto schieße, spricht mich ein Aserbaidschaner an, der gerade Haselnüsse erntet, und schenkt mir eine Handvoll. Vielen lieben Dank!

    Ein Stückchen weiter finden wir ein süßes Restaurant mit Tischen unter Bäumen. Hier essen wir schließlich ganz romantisch zu Abend. Wir lassen den Tag an der Hotelbar ausklingen. Für Joe gibt’s ein Bier und für mich Quittenkompott in der praktischen 1-Liter-Flasche. Das sind eigentlich eingelegte Früchte im eigenen Saft.
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  • Qobustan-Nationalpark

    3 Eylül, Azerbeycan ⋅ ☀️ 28 °C

    Am Morgen gestaltet sich die Mietwagenübernahme etwas kompliziert. Der Fahrer steckt angeblich im Verkehrschaos von Baku fest und ist erst mit einer dreiviertelstündigen Verspätung bei uns am Hotel, bis dann der Papierkram erledigt ist. Es ist 11:00 Uhr, bis wir loskommen. Eine rund einstündige Fahrt in den Süden zum Qobustan-Nationalpark liegt vor uns. Er soll zu den interessantesten Ausflügen von Baku gehören. Um dorthin zu gelangen, kämpfen wir uns zunächst durch das Verkehrschaos von Baku, denn wegen des Ende des Monats stattfindenden Grand Prix sind viele Straßen gesperrt. Wir fahren durch eine karge, halbwüstenartige, wenig besiedelte und von Strom- und Gasleitungen geprägte Landschaft am Kaspischen Meer entlang.

    Qobustan ist ein einzigartiges „Archiv der Menschheit“ aus Stein: Die Felsbilder dokumentieren menschliches Leben über viele Jahrtausende hinweg. 2007 wurde die „Gobustan Rock Art Cultural Landscape“ in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.

    Man besucht hier nicht einfach ein Museum, sondern wandelt durch eine Landschaft, in der Menschen bereits vor vielen Tausend Jahren gelebt haben. Auf den Felsen finden sich mehr als 6.000 Felszeichnungen, die Jagd, Tiere, Boote, Tänze, Kämpfe, Rituale und den Alltag der damaligen Menschen zeigen. Die UNESCO sieht darin ein außergewöhnliches Zeugnis einer längst vergangenen Lebensweise.

    Die Darstellungen reichen vom Jungpaläolithikum über das Mesolithikum und spätere Epochen bis ins Mittelalter. Die Angaben zur frühesten Datierung schwanken je nach Quelle und Methode; offiziell wird von einer Entwicklung über Zehntausende von Jahren gesprochen. Das macht Qobustan zu einer Art steinernem Geschichtsbuch der Menschheit. Das Reservat selbst wurde bereits 1966 eingerichtet. Die UNESCO-geschützte Kernzone umfasst 537 Hektar; das größere staatliche Reservat ist wesentlich größer.

    Wir starten unsere Erkundungstour mit einem Besuch des modernen Qobustan-Museums. Dort bekommt man die nötigen Erklärungen für das, was man anschließend draußen sieht: die verschiedenen Epochen, Lebensweisen, Werkzeuge, Tiere und die Bedeutung der Felszeichnungen. Das Museum wurde 2011 eröffnet und erhielt 2013 eine Auszeichnung beim European Museum of the Year Award.

    Das Beeindruckendste ist jedoch der Rundgang durch die Felsen von Böyükdaş (Boyukdash). Hier findet man besonders eindrucksvolle Gravuren: Menschen bei der Jagd, Tiere, Tänzer, Boote und verschiedene symbolische Darstellungen. Achtet besonders auf die Gruppenszenen, denn sie vermitteln sehr unmittelbar, wie Menschen gemeinsam jagten, tanzten oder Rituale vollzogen.

    Sehr spannend sind die Darstellungen von Booten mit mehreren Ruderern. Sie erinnern daran, dass die Landschaft am Kaspischen Meer in früheren Zeiten deutlich feuchter und klimatisch günstiger war als heute. Die UNESCO betont ausdrücklich, dass die Felsbilder auch Informationen über die damalige Umwelt und Lebensweise liefern.

    Die Felszeichnungen sind schon sehr verwaschen, aber immer gibt es daneben eine Erklärungstafel, sodass sie meist gut zu finden sind.

    Den Gaval Dash sollte man auf keinen Fall auslassen. Es handelt sich um einen großen, flachen Klangstein. Schlägt man mit einem kleineren Stein dagegen, entsteht mit etwas Fantasie ein erstaunlich heller, fast metallisch-trommelnder Klang. Er gilt als ein sehr frühes Musikinstrument.

    Besonders kurios ist eine lateinische Inschrift aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. auf dem Böyükdaş. Sie wird der Legio XII Fulminata zugeschrieben und stammt aus der Zeit des römischen Kaisers Domitian. Sie gilt als die östlichste bekannte römische Inschrift. Plötzlich trifft man inmitten prähistorischer Felszeichnungen auf die Spur römischer Soldaten – ein wunderbarer Kontrast.

    Die karge Landschaft mit den großen, verwitterten Felsblöcken, dem trockenen Grasland und dem Blick über die Umgebung ist ein wesentlicher Bestandteil des Erlebnisses. Die UNESCO schützt ausdrücklich nicht nur einzelne Zeichnungen, sondern die Kulturlandschaft, in der diese Zeugnisse entstanden sind.
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  • Abendessen und Abendspaziergang Baku

    2 Eylül, Azerbeycan ⋅ ☀️ 24 °C

    Joe hat für 19 Uhr für uns einen Tisch im Moon Panoramic Restaurant in der Altstadt reserviert, und so machen wir uns nach einer kurzen Ruhepause auf einen Abendspaziergang in die Altstadt. Die Stadt ist heute Abend deutlich belebter, es sind viele Menschen auf der Straße und überall erklingt Musik in den Unterführungen und auf den Straßen. Shura hat uns erzählt, dass Aserbaidschaner sehr gerne ausgelassen feiern, wann immer sich die Möglichkeit bietet.

    Abends sieht die Stadt noch schöner, noch reizvoller aus, alles ist herrlich illuminiert, ein lauer Wind weht durch die Gassen. Dazu muss man Folgendes wissen: Baku liegt an der Westküste des Kaspischen Meeres, auf der Abşeron-Halbinsel im Osten Aserbaidschans. Geografisch ist die Stadt damit eine Schnittstelle zwischen Europa und Asien. Das Kaspische Meer ist allerdings kein Meer im eigentlichen ozeanografischen Sinn, sondern der größte abflusslose See der Erde. Es ist rund 1.200 Kilometer lang, bis zu etwa 320 Kilometer breit und liegt mit seiner Wasseroberfläche ungefähr 28 Meter unter dem Meeresspiegel.

    Eine Besonderheit ist seine enorme Größe: Das Kaspische Meer ist mit etwa 371.000 Quadratkilometern größer als Deutschland. Es wird von fünf Staaten umschlossen: Russland im Norden, Kasachstan im Nordosten, Turkmenistan im Osten, Iran im Süden und Aserbaidschan im Westen. Trotz seiner Bezeichnung als „Meer“ besitzt es keine natürliche Verbindung zu den Weltmeeren. Seine wichtigsten Zuflüsse kommen aus dem Norden, vor allem die Wolga (die Russland aktuell übrigens blockiert), während das Wasser ausschließlich durch Verdunstung verloren geht. Mein Vater hat berichtet, dass vor 40 Jahren hier vor Baku auf dem Meer eine dicke Ölschicht lag. Heute ist zum Glück nichts mehr davon zu sehen. Das Wasser ist zwar sauber, aber das Baden in der Stadt wegen der reichen Ölvorkommen vor der Küste verboten.

    Baku selbst liegt an einer ungewöhnlichen Landschaft: Die Abşeron-Halbinsel ragt weit in das Kaspische Meer hinein und ist ausgesprochen trocken und windig. Der berühmte Xəzri, ein kalter Nordwind, und der Gilavar, ein wärmerer Südwind, prägen das Klima der Stadt. Baku gilt deshalb auch als eine der windreichsten Hauptstädte der Welt – der Name Baku wird häufig als „Stadt der Winde“ bezeichnet.

    Besonders interessant ist auch die geologische Geschichte der Region. Hier befinden sich gewaltige Erdöl- und Erdgasvorkommen. Schon im 19. Jahrhundert entwickelte sich Baku zu einem der bedeutendsten Erdölzentren der Welt. Die Bewohner mussten nur ein paar Meter graben, und schon kam das Erdöl von alleine an die Oberfläche. Und die natürlichen Erdgas- und Ölaustritte erklären auch die jahrhundertealte Tradition der „ewigen Feuer“, die in Aserbaidschan eine wichtige kulturelle Rolle spielen.

    Doch nun zurück zu unserem Stadtspaziergang. Wir essen auf Shuras Empfehlung ein typisches aserbaidschanisches Pfannengericht mit Hähnchen. In den Restaurants wird überall selbstgemachte, für unsere Verhältnisse recht süße Limonade, oft mit kandierten oder eingelegten Früchten, oder Tee angeboten. Wir haben Glück und dürfen auch im Restaurant mit herrlicher Aussicht über die ganze Altstadt und die Küste Livemusik erleben.

    Danach wollen wir noch zu Decathlon, das bis 22:00 Uhr geöffnet hat, und Wandstiefel für unsere Wanderungen besorgen. So geht es einmal quer durch das neue, moderne Stadtviertel bis zu einem Einkaufszentrum am Bahnhof und nach erfolgreichem Einkauf die ganze Strecke wieder zurück. Kurz vor Mitternacht fallen wir müde und sehr zufrieden in unsere Betten.
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