• Hélène - on the road
  • Caro Messer
des. 2019 – jan. 2020

Sunny Upside Down

Einmal ans andere Ende der Welt.... Les mer
  • Reisens start
    26. desember 2019

    Brisbane

    27. desember 2019, Australia ⋅ 🌙 21 °C

    Wenn‘s läuft, läuft‘s. Frankfurt-Singapur-Brisbane, fast 24 Stunden reibungsloses Reisen, die Hälfte davon sowieso verschlafen, und schon befinden wir uns am anderen Ende der Welt. Welcome to Australia!
    Brisbane heisst uns mit angenehmen Temperaturen und gutem Wetter willkommen, eine Stadt am Fluss, die anmutet, als bestünde sie aus den verschiedensten Formen und Strukturen. Und mittendrin immer mal wieder etwas klassisch Altes. Während bei uns der Strukturbebauungsplan (oder so) aufzeigt, dass man im Deutschen nur Wörter ineinander schachteln, aber bitte keine Giebel oder Gebäudeteile wild aneinanderreihen kann, wirkt Brisbane wie im Atelier aus verschiedenen Materialien zusammengebastelt, einladend, freundlich und kreativ.
    Les mer

  • Byron Bay

    28. desember 2019, Australia ⋅ ⛅ 25 °C

    Erster Tag, erster Ausflug. Klingt ambitioniert, aber wir haben uns etwas Entspanntes ausgesucht. Von „Bums on Seats“-Tours (kein Scherz, der Anbieter heisst wirklich so) lassen wir uns die Küste entlang nach Byron Bay kutschieren.
    Die ehemalige Hippie-Kommune liegt etwas verträumt an einer türkis-azurblau strahlenden Bucht am östlichsten Punkt Australiens. Obligatorischer erster Stopp ist der Leuchtturm, der hoch über der Bucht thront und einen fantastischen Ausblick bietet über das tiefblaue Meer, dessen Wasser so klar ist, dass wir Mantarochen und eine Schule Delfine beim Wellenreiten beobachten können.
    Selbst wenn Love, Peace and Happiness etwas dem Kommerz weichen mussten, ist Byron Bay doch immer noch ein Rückzugsort, den sich Althippies, kreative Freigeister und durchtrainierte Surfer aus aller Welt teilen. Ein kreativer Hotspot, an dem Musik und der Geruch von Pott in der Luft hängen und dessen charmanter Flair zum Bummeln und Verweilen einlädt. Ein entschleunigter Start in den Urlaub.
    Les mer

  • Sydney - Iconic

    29. desember 2019, Australia ⋅ ☀️ 29 °C

    Jetzt also Sydney... dieses Jahr von Bränden umzingelt, von Rauch eingehüllt, brütend heiß. Doch wie schon gesagt: wenn‘s läuft, läuft‘s. Der Wind hat gedreht und die Stadt vom Rauch befreit, es herrschen angenehme Temperaturen.
    Dennoch fremdeln Sydney und ich am Anfang ein bisschen, das liegt vermutlich an knitteriger Müdigkeit und etwas bedecktem Wetter. Außerdem ist es voll... sehr voll. Denn die Welt ist zu Gast in Sydney. Und wenn ich sage die Welt, dann meine ich die ganze Welt... fast wie eine riesige Arche Noah der Kulturen. Allerdings wurden von jeder Nationalität mehrere Exemplare geschickt, besonders viele aus Deutschland und England, vielleicht um auf Nummer sicher zu gehen.
    Aber dann... die zwei Bauwerke, die Sydney unvergleich machen. Die Harbour Bridge, elegant und mächtig aus Stahl geschwungen, das Tor zur Stadt, sie trägt den Spitznamen „Coathanger“ mit Würde. Und das Sydney Opera House, auf den Felsen geschmiegt wie riesige Muscheln, die jeden Moment zuklappen wollen. Aus jeder Perspektive wirkt es anders, mal langgestreckt, mal ein bisschen gedrungen, leicht in die Höhe gereckt, breit über das Wasser blickend. Je nach Wetter weiß strahlend oder manchmal ein bisschen bescheidener in gedecktem Weiß. Aber immer beeindruckend!
    Les mer

  • Sydney - Laid-back

    29. desember 2019, Australia ⋅ ☀️ 28 °C

    Sydney ist noch so viel mehr als Oper und Brücke, eine einladende und entspannte Stadt, alles sehr relaxed. Eine vielseitige Mischung zwischen Moderne und Geschichte, auch wenn diese vergleichsweise jung ist. An manchen Ecken, wie beispielsweise inm schnuckeligen Viertel The Rocks, sieht es aus wie Klein-England, auch eine beeindruckende Sammlung an Kirchen, das Rathaus und das Queen Victoria Building (heute sicher eines der schönsten Kaufhäuser) weisen auf das europäische Erbe hin. Wir spazieren durch den wunderschönen Botanischen Garten bis zu Mrs Macquaries Point, um von dort die Aussicht auf Oper und Brücke zu genießen, schlendern durch den Hyde Park, machen einen Abstecher nach China Town und zum Darling Harbour, wundern uns über die Anzahl an UGG-Läden und shoppen uns durch die diversen Malls. Sydney hat wirklich für jeden etwas zu bieten.
    Und auch hier soll etwas zu Fußgängerampeln gesagt sein: in Australien klingen sie wie ein Specht auf Speed. Das löst sofort den Fluchtinstinkt aus, den man braucht, um rechtzeitig über die Straße zu kommen, da die Grünphasen sehr kurz sind.
    Les mer

  • Bondi Beach & Coastal Walk

    30. desember 2019, Australia ⋅ ☁️ 25 °C

    Bondi Beach! Wie die Copacabana oder Waikiki reiht sich Bondi ganz vorne ein in der Riege der Beach-Top-Celebrities. In perfekter Halbmondpose liegt der Strand lässig vor uns, heute trotz heiterem Nordostwind mit etwas schlappen Wellen beplätschert. Es ist einiges los in diesem Freilichtmuseum mit täglich wechselnder Ausstellung menschlicher Ganzkörper-Kunstwerke: Surfer warten auf ihren Boards geduldig, dass sich doch mal eine Welle anständig auftürmt, Beach Boys trainieren ihren Body wie in Venice Beach, Kinder tollen durcheinander, Eltern rennen ihnen hinterher. Nur die Möwen interessiert das Getümmel den Kopf unter dem Flügel gar nicht.
    Von Bondi aus begeben wir uns über den sogenannten Coastal Walk in Richtung Coogee. Kantige Felsformationen, von Zeit, Wind und Wasser wild geformt, Buchten aneinander gereiht, jede einen anderen Charakter und zum Baden einladend, ein Friedhof mit der wohl schönsten Aussicht der Welt: der Walk ist ein abwechslungsreicher Abstecher, der den berühmten Bondi Beach wunderbar ergänzt. Und danach hat man sich ein Eis auch redlich verdient!
    Les mer

  • SYD NYE

    31. desember 2019, Australia ⋅ ⛅ 21 °C

    Once in a lifetime! Schon vor Monaten haben wir eine Silvesterparty auf einem Boot gebucht. Das war die wohl beste Idee, denn während Tausende aus aller Welt stundenlang zusammengepfercht auf der felsigen Spitze des botanischen Gartens bei untypisch frischen Temperaturen ausharren, schippern wir gemütlich durch die Bucht von Sydney, fantastische Blicke auf die felsige Küste mit Oper, Harbour Bridge und Luna Park inbegriffen. Gereicht werden Kanapees, Wein und Sektchen, es fehlt wirklich an nichts. Es wird dunkel, Vorhang auf für das Spektakel, das Sydney by night bietet: Millionen Lichter lassen Hochhäuser wie große geschäftige Bienenstöcke erscheinen, bunt erleuchtete Boote ziehen als Parade of Lights an uns vorbei. Stellt das Sydney Opera House die Harbour Bridge das ganze Jahr in den Schatten, ist dies die Nacht der Brücke. Hell erleuchtet ist sie die Disco-Kugel unserer Party, der Orientierungspunkt des Abends.
    Die Zeit vergeht bei guter Unterhaltung und Musik, das Kinderfeuerwerk wird gezündet, ein kleines Event in sich. Doch alle warten auf den großen Moment. 3, 2, 1.... BÄM! Überwältigend, unbeschreiblich, unfassbar! Es explodieren Millionen Lichter, der Himmel regnet Sterne, Worte können nicht wiedergeben was das Auge wahrnimmt.
    Das Feuerwerk mag dekadent und überflüssig sein und im Zusammenhang der Buschbrände kontrovers diskutiert, ein neues Kapitel des Decamerone, hier feiern, dort brennen. Letztendlich ist es einfach magisch, so vergänglich schön, zart und machtvoll zugleich.
    Les mer

  • Manly Beach

    1. januar 2020, Australia ⋅ ☀️ 22 °C

    Das neue Jahr beginnt gemütlich mit einem leckerem Brunch (Vorsatz: mehr pochierte Eier essen, am Besten auf „Avocado-Sourdough-Toastie“). Danach schippern wir nach Manly Beach, die Fähre bietet einen Premium-Blick auf die Oper und hat damit wohl den besten Fährausblick der Welt. Der beschauliche Vorort Manly strahlt laid-back Atmosphäre aus, ist heute bei gutem Wetter allerdings etwas überlaufen. Wie gut dass wir uns für den Scenic Walk Richtung North Head entscheiden und uns nicht an den Strand fläzen wollen. Wieder zurück in Sydney, schlendern wir noch einmal gemütlich durch The Rocks, um uns von der Stadt zu verabschieden, die derzeit stark gebeutelt ist, uns aber die letzten Tage sehr begeistert hat. Angenehme Temperaturen, gute Luft, wir hatten wirklich sehr viel Glück, denn auf dem Weg zum Flughafen riechen wir, dass sich der Wind gedreht hat.Les mer

  • Uluru - The Rock

    3. januar 2020, Australia ⋅ ☀️ 37 °C

    Auf geht‘s! Wir haben Abenteuer im Outback gebucht... und wir sollten Abenteuer im Outback bekommen!
    Los geht’s im umgebauten LKW, ein wirklich cooles Gefährt, dass auf dieser Reise noch wirklich wichtig werden sollte. Unser Guide - Duffman - ist genauso cool wie der Truck, ein echter Aussie, der für das Outback bestimmt zu sein scheint. Die Fahrt zum Uluru zeigt mal wieder wie groß dieses Land ist, endlose gelbrote, ockerrote, rostrote Weiten, bedeckt mit puscheligen Grasigeln, kratzigem Gestrüpp, strammstehenden Bäumen und dazwischen immer wieder schwarzes, knorriges Geäst. Was auf den ersten Blick eintönig erscheint, wird immer vielfältiger je länger man hinschaut.
    Und nebenher sollen wir trinken, trinken, trinken, denn die Wüste saugt einem das Wasser aus dem Körper und wir sind bei großer Hitze gestartet.
    Zur Mittagszeit angekommen im ersten Camp, werfen wir vom nahegelegen Look-out aus sofort einen Blick auf den Stein, der den Aborigines heilig ist und so viele Menschen anzieht. Da liegt er vor uns, stoisch und majestätisch, als wäre er aus dem All aus Versehen in diese flache Landschaft gefallen. Es ist ein bisschen wolkig bedeckt hier und weniger heiß, und während wir uns umschauen, können wir in der Ferne Regen ausmachen und eine große Staubwolke... oh, die Staubwolke kommt aber schnell näher.... oh, ein Sandsturm... oh, jetzt sollten wir aber rennen... und schon bekommen wir ein Ganzkörperpeeling. Gerade noch rechtzeitig schaffen wir es ins Camp bevor der Regen einsetzt. Denn wir sind Auserwählte! Wir gehören zu den glücklichen 5% derer , die Regen in der Wüste sehen! Tolllllll! Alle feiern den Regen, nur wir wundern uns.
    Den Ausflug zum Stein können wir wieder trocken machen, eine Aborigine-Führung gibt einen kleinen Einblick in diese faszinierende Kultur mit ihren Mythen und Geschichten. Von Nahem sieht man wieviele Verwitterungen, Felsspalten und Höhlen der Uluru eigentlich hat, die wir bei sehr angenehmen Temperaturen erforschen können. Und im Wasserloch ist tatsächlich Wasser!
    Der Abend klingt gemütlich aus, allerdings ist für die Nacht schon wieder Regen angekündigt, da ist die Übernachtung im Zelt-Häuschen doch verlockender als im Swag unter freiem Himmel, der seine Sterne heute sowieso bedeckt.
    Les mer

  • Kata Tjuta - Embrace the Rain!

    4. januar 2020, Australia ⋅ ☁️ 24 °C

    Freundliche Musik weckt uns um 3:45 am Morgen, der Regen hat sich nach dem Sturm der Nacht momentan gelegt, schnell werfen wir einen Blick auf den Uluru bei „Sonnenaufgang“ und nach kurzer Fahrt liegen die 36 Felsendome von Kata Tjuta („The Olgas“) wolkenverhangen vor uns - ein sehr seltenes Spektakel. So selten, dass Duffman fast in Ekstase verfällt. Wenn der Guide anfängt Bilder zu machen, weiß man, dass man etwas sehr Besonderes sieht. Und unser Guide würde noch viel fotografieren an diesem Tag.
    Raus aus dem Bus fängt es tatsächlich wieder an zu tröpfeln... Wandern im Regen, das hat was von Costa Rica, fast vermisse ich meinen Regenponcho, aber mit so einem Cape hätte man auch nicht so einfach die Buschtoilette besuchen können. Über steinige Pfade erwandern wir das Valley of the Winds, um uns herum erwacht die
    Natur: Wasserfälle, die man vielleicht einmal im Jahr sieht, Frösche balzen hektisch und quaken wie Schafe, es riecht nach frischer Erde. Und die Temperaturen sind herrlich zum Wandern, glücklich erreichen wir den „Gipfel“, wo uns besagter Wind um die Ohren pfeift. Der Rückweg ist weniger nass und bis wir den Truck erreichen, sind wir wieder trocken und um eine fantastische Erfahrung reicher. Am Nachmittag erreichen wir 300 km weiter das zweite Camp, das wirklich sehr abgelegen auf dem Gelände einer Rinderfarm liegt. Die Farm ist immerhin mit eigenem Rollfeld ausgestattet für den Notfall. Alles ist sehr einfach, zwei Toiletten, zwei Duschen, statt Türen Duschvorhänge (Danke, Ikea!!). Aber immerhin gibt es dank des Regens fließendes Wasser. Denn es regnet unaufhörlich, es ist nur noch fröstelig warm, alles nass und klamm und wir freuen uns über die paar langen Sachen, die wir dabei haben. Auch diese Nacht werden wir nicht im Swag unter den Sternen verbringen, aber dafür in unserm Zelthaus schlafen wie kleine Uluru-Steinchen.
    Les mer

  • Watarraka - Kings Canyon

    5. januar 2020, Australia ⋅ ☁️ 18 °C

    Heute dürfen wir ausschlafen! Musik erklingt erst um 4 Uhr, denn es regnet immer noch. Eine Frage hängt in der Luft: Werden der Canyon und alle Straßen offen sein? Gut, dass wir den Truck haben, denn der kommt überall durch! Wir sind weit entfernt von sengender Sonne und brütender Hitze. Aber wir haben mal wieder Glück: zur Wanderung klart es auf, es herrschen perfekte Temperaturen, die uns die steile Steigung zum Rundweg über dem Canyon leicht bewältigen lassen. Man sieht deutlich den Unterschied zum Uluru oder Kata Tjuta: das Gestein wirkt geschichtet als wäre ein sehr pedantischer Handwerker am Werk gewesen. Fantastische Ausblicke, der frische Geruch der Erde, die ein bisschen nach Tabak und Leder riecht, verschiedenste Pflanzen, Wasserfälle und am Ende der Tour lässt uns ein Fluss, der normalerweise ausgetrocknet ist, noch kniehoch durch erfrischendes Wasser waten. Watarraka ist ein wahrlich königlicher Abschluss unserer Tour ins Outback. Zurück nach Alice Springs geht es über eine Dirt Road, bis auf ein paar große Pfützen, die wir zum Spaß aller mit vollem Elan nehmen, ist vom Regen der Nacht nichts mehr zu sehen. Wir treffen sogar noch eine Herde wilder Kamele, die uns genauso erstaunt ansehen wie wir sie. So geht unser Abenteuer im Outback zu Ende. Alles in allem hatten wir sehr viel Glück, wir mussten nicht in der Hitze braten und haben eine Landschaft gesehen, wie sie sich nur selten zeigt.Les mer

  • Melbourne - Coffee and Street Art

    7. januar 2020, Australia ⋅ ⛅ 22 °C

    Heute also Melbourne. Die Rauchwolke, die gestern noch über der Stadt hing, hat sich verzogen, allerdings ist es etwas frisch und bewölkt. Ideal eigentlich für die Stadtführung, die uns im Schweinsgalopp an allen Highlights vorbeiführt. Melbourne, obwohl noch recht jung, hat eine Menge Geschichte und Geschichten zu erzählen. Jeder Straßenzug besticht durch ein anderes Flair, auch hier ein bunter Architektur-Mix : hier Business, dort Uni, 19. Jahrhundert trifft Moderne, klassisches England grenzt an China-Town und alles kommt gut miteinander aus. Und die größten Schätze findet man in den kleinsten Gassen. Street Art: bunt, grell, provokant und mit einer großen Portion Rock 'n' Roll in der AC/DC Lane. Und mittendrin, gut versteckt, zwei kleine Bansky-Mäuse. Die Fülle an Bars und Cafés ist einfach unglaublich. Denn beim Thema Kaffee versteht der Melbourner keinen Spaß, das ist hier eine Kunst für sich. Schnell einen „Flat White“ getrunken und weiter geht es ins Shopping-Areal. Kleine historische Passagen bieten einiges, vom Souvenir über Schokolade bis hin zu allem, was die Hexe von heute so braucht (Kein Quatsch: Witchcraft, sogar mit Schlussverkauf, 20% auf alles!). Wir hören im ehemaligen Gefängnis noch die Geschichte des berüchtigten Ned Kelly und seiner Kelly Gang (ist alles nicht gut ausgegangen), bevor die Tour im Captain Melville, Melbournes ältesten public house, bei Bier, Soft Drinks und Pub-Food endet.
    Am Nachmittag lassen wir uns in St.Kilda am Strand den Wind um die Ohren wehen. Schnell ein Bummel durch die Geschäfte und dann zurück in die Innenstadt, um doch noch einmal in Ruhe einen Blick auf die reichhaltige Straßenkunst zu werfen. Gleich an der ersten Ecke staunen wir nicht schlecht: was mittags noch eine bunte aber unzusammenhängend bedeckte Wand war, sieht jetzt aus wir ein Gesamtkunstwerk. Und der Künstler ist noch bei der Arbeit. Fasziniert schauen wir live zu, wie ein neues Werk entsteht - geübt, in aller Ruhe, ohne sich von Passanten stören zu lassen, Creation in progress.
    Les mer

  • 13 Opossls

    8. januar 2020, Australia ⋅ ☁️ 19 °C

    Früh geht es los ab Melbourne, durch hügelige, malerische Felder, vorbei an verschiedensten Kühen, fein sortiert nach Farbe. Nach fast drei Stunden erreichen wir die Great Ocean Road mit den „Opossls“ wie unser Aussie- Tourguide sagt. KurzeVerwirrung, wollten wir wirklich Opossums sehen? Oder was ist das für ein Tier? Natürlich meint er Apostel, aber da muss man erstmal drauf kommen. Eigentlich sollten es ja zwölf sein, aber Wind, Wetter und Gezeiten haben sie auf acht dezimiert. Fünf liegen unter Wasser, also sind es genau genommen dreizehn Apostel-Felsen. Man nähert sich ihnen über einen gut angelegten Küstenpfad, alles für Menschenmassen ausgelegt, gottseidank sind wir vor allen anderen da. Denn der erste Blick auf die weißlichockergelborangeeinbisschenbraunen Felsen ist A-TEM-BE-RAUBEND! Kann man nicht anders sagen. Und man kann sich auch nicht satt sehen. Auch nicht an den anderen Highlights der Great Ocean Road wie der London Bridge (has fallen down...) oder der Bay of Islands. Diese Küste ist wirklich gigantisch schön und wir freuen uns, dass wir sie auch bei Sonne und ohne Rauch genießen können.Les mer

  • Viecher

    8. januar 2020, Australia ⋅ ⛅ 20 °C

    Der Rückweg unserer Tour führt weiter die spektakuläre Küstenstraße entlang, die nach dem zweiten Weltkrieg von heimkehrenden Soldaten gebaut wurde. Eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme eigentlich, aber sicher eine mit guter Aussicht. Die Stars des Nachmittags finden wir aber ein bisschen abseits. Drei puschelige Koalas hängen in den Bäumen, völlig unbeeindruckt von der kleinen, juchzenden Menschentraube, die sich unter ihnen bildet. Da blinzelt man vielleicht mal müde ohne seine bequeme Schlafposition zu wechseln, und man lässt sich auch nicht von seinen leckeren Eukalyptusblättern ablenken. Da werden die lauten und bunten Papageien glatt zu Statisten und die armen, braunen Enten am Boden nimmt eh keiner mehr wahr. Danach legen wir noch einen kleinen Halt am Golfclub von Anglesea ein ( klingt very British). Hier fühlt sich Familie Känguru sehr wohl, es ist schön schattig, das Futter wird bewässert und gepflegt, sollen die Golfer doch drumherum spielen, schließlich waren die Beuteltiere zuerst da. Und wir haben die obligatorischen Tiere an einem Nachmittag abgehakt.Les mer

  • Hamilton Island - Welcome to Paradise

    9. januar 2020, Australia ⋅ ⛅ 27 °C

    Hamilton Island ist Teil der Whitsunday Inseln, ein kleines Archipel vor der Küste Queenslands, ungefähr zwischen Brisbane und Cairns. Winziger Flughafen, Landeanflug als würde man im Meer landen, schnell übers Rollfeld gelaufen und schwupp: Paradies! Eher etwas tropisches Klima, wunderbar warmes Wetter, Palmen, weiße Strände, türkisfarbenes Wasser. Und eine nette kleine Marina mit noch netteren großen Yachten darin. Kakadus fliegen laut kreischend in Geier Sturzflug-Manier durch die Luft und lassen sich auch ganz gerne mal auf unserem Balkon nieder.
    Aaahhh, dolce farniente, wir lassen die Seele baumeln und geben uns der schwierigen Frage hin, welches Eis es denn zum Nachtisch sein soll.
    Les mer

  • GREAT Barrier Reef

    11. januar 2020, Great Barrier Reef ⋅ ⛅ 27 °C

    Als wir an Bord des Boots gehen, das uns ins Great Barrier Reef bringen soll, sind wir noch skeptisch. Zu viele Menschen drängeln sich an der Anlegestelle, zu groß erscheint das Schiff. Aber es hat etwas für sich, denn so einfach kommt man da ja nicht hin. Ziel der Ausfahrt ist ein riesiger Ponton, der am Hardy Reef fest verankert ist. Hier spielt sich alles ab und bald verteilen sich die Massen auf verschiedene Aktivitäten. Wir nähern uns dem Riff erstmal von oben, per Helikopter. Allein die Fahrt zum Landeplatz ist schon ein Abenteuer, per fahrbaren Mini-Pontonle werden wir an den Heli-Ponton angeliefert. Auf dem Weg dahin begegnen wir zwei Meeresschildkröten, die sich gerade eine Qualle teilen. Yummie, nur eine tote Qualle ist eine gute Qualle. Und schon geht sie ab die wilde Fahrt durch die Lüfte, Abstufungen von blau, grün, türkis, petrol, marine, himmelblau breiten sich vor uns aus, man kann die Korallen aus der Luft ganz deutlich sehen, wie eine Mondlandschaft unter Wasser bilden sie faszinierende Muster und Formen. Angeblich sogar ein Herz (auf alle Fälle gute Vorlagen für psychologische Tests: „Und was sehen Sie hier?“).
    Ganz beeindruckt stolpern wir in die nächste Aktivität: durch einen umgebauten Bootsrumpf lassen sich die Korallen und ihre Bewohner im Detail betrachten - ohne nass zu werden. Wir beschließen dann doch, nass zu werden. Profimässig ausgerüstet mit Anzug, Flossen, Maske und Schwimmweste geht es los. Es ist ein guter Ort, um Schnorcheln zu lernen. Eine neue Welt tut sich auf, wie im Traum treibt man durch dieses komplexe Gebilde: riesige Muscheln reißen ihr Maul auf, runde, pilzartige Formen wechseln sich ab mit den dünnen Fingern anderer Korallen, Myriaden kleiner Fische huschen vorbei, während ein großer Barsch sein Territorium bewacht und Napoleonfische (Danke, Google!) trotz ihrer Größe ganz leicht zu schweben scheinen. Wirklich unglaublich, dieses Paralleluniversum, mystisch irgendwie und dabei so fragil.
    Les mer

  • Great Keppel Island - wooow!

    13. januar 2020, Australia ⋅ ⛅ 27 °C

    Und wir dachten, Hamilton Island sei das Paradies... Nachdem wir gestern 500km insgesamt und davon 300 km geradeaus durch die Einöde gefahren sind (immer schön links, mit Schaltwagen, habe selten so oft die Scheibe gewischt...), sind wir gegen Spätnachmittags in Rosselyn Bay bei Yeppoon angekommen. Und da war außer unserem Hotel erstmal irgendwie... nix. Noch nicht mal Sonne. Der Arsch der australischen Heide sozusagen. Als wir schon dachten, wir müssten verhungern, haben wir ein tolles Restaurant versteckt um die Ecke entdeckt. Gottseidank, denn nach dem Hochgefühl der letzten Tage war das schon fast die Grenze zur Depression.
    Also schwingen wir uns nach tollem Frühstück im tollen Restaurant und bei Naja-Wetter auf die Fähre nach Great Keppel Island. Immer noch etwas skeptisch, aber doch etwas zuversichtlicher, schließlich bläst uns der Wind um die Ohren. Und dann: WOW. Wir werden direkt an einem der 17 Inselstrände abgeladen und und müssen die letzten Meter durchs Wasser waten. Und stehen auf einem quasi leeren weißen Sandstrand, vor uns liegt das türkisfarbene Meer, über uns strahlt die Sonne, wir können unser Glück nicht fassen. Diese Insel steht den Whitsunday Islands wirklich in nichts nach, außer eben in der Anzahl der Touristen. Glücklich grinsend verbringen wir den Rest des Tages am Strand und an der Strandbar, bevor wir wieder zur Fähre waten müssen.
    Les mer

  • Fraser Island: Bingo, Dingo!

    14. januar 2020, Australia ⋅ ⛅ 24 °C

    Teil 3 des Insel-Hoppings an Australiens Ostküste führt uns nach Fraser Island, einer der größten Sand-Inseln der Welt. Überraschenderweise ist der Sand aber sehr bewachsen und sehr hügelig, wie wir bei unserem Ausflug im Bus feststellen müssen. Sehr zum Verdruss unserer mehrheitlich deutschen Mitreisenden werden wir ordentlich durchgeschüttelt auf unserer Tour zu den schönsten Spots der Insel. Und derer gibt es etliche: Lake MaKenzie strahlt in weiß-türkis-blau mitten im Wald, im Regenwald stehen teils Jahrhunderte alte, riesige Bäume und der 75 Miles Beach lädt auch uns ein, Kilometer über Kilometer am Wasser entlang zu heizen - immer die Geschwindigkeitsbegrenzung einhaltend natürlich. Das ist vermutlich der einzige Strand an dem hierfür sogar Verkehrszeichen aufgestellt sind. Trotzdem entdecken wir aus dem Augenwinkel noch einen kleinen Dingo. Einen von ca. 300, die auf der Insel leben. Sieht süß aus, der kleine Wolf im Hundepelz. Noch ein Stopp am Wrack der Maheno, die langsam von den Gezeiten abgetragen wird, einmal die Füße im kühlen Süßwassernass von Eli Creek entsanden und schon werden wir wieder ins Resort geschaukelt, wo uns die Zikaden und Frösche gellend mit einer „La Ola“ empfangen.Les mer

  • Australia, you wonderful!

    17. januar 2020, Australia ⋅ ⛅ 25 °C

    Dieser Urlaub begann nicht wie andere Urlaube... denn natürlich haben wir uns vorab Gedanken gemacht. Brände überall und unglaubliche Hitze. Furchtbare Bilder und Horroszenarien. Doch Australien ist einfach verdammt groß und es lässt sich vieles nicht aus der Ferne beurteilen. Denn unsere Reiseroute hat uns von vielem ferngehalten und wir hatten sehr viel Glück. Vor allem mit dem Wetter. Auch wenn wir das spontan vielleicht nicht gleich zu schätzen wussten (sintflutartige Regenfälle im Outback, come on!) Doch wohin wir kamen, wurde es gerade kühler und der Rauch verzog sich. Was heute noch vernebelt für Flugausfälle gesorgt hat, war tags darauf wieder klar und rein. Und so haben auch wir die Brände „nur“ über die Medien miterlebt. Und sind dankbar dafür. Denn wir haben ein fantastisches Land entdeckt (zumindest den Ostteil): grandiose Landschaften und viel Natur (man fragt sich allerdings immer noch, was der eine oder andere Hügel so beherbergt, Ameisen, Termiten, Bienen), freundlichen Menschen (an der offizielle Anrede Darling, Honey und Love müssen wir uns aber noch gewöhnen), die aber hartnäckig auf der falschen Seite fahren, hippe Städte mit noch hipperen Bewohnern (Auffällig: der australische Mann trägt gerne Moustache... the 80ies are back!), kuschelige Tiere (auch wenn es Känguru-Skrotum als Schlüsselanhänger gab)... einfach unbeschreiblich und unvergesslich!
    Australia, you beautiful, Du warst sehr gut zu uns!
    Les mer

    Reisens slutt
    17. januar 2020