• Andrea Wagner
  • Frank Spieth
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Ring of Fire 🌋

Wir erfüllen uns unseren Traum und bereisen ein halbes Jahr den lateinamerikanischen Teil des Pazifischen Feuerrings - von Chile bis Mexiko. Baca lagi
  • Von Antigua zum Lago de Atitlán

    22 April 2024, Guatemala ⋅ ☁️ 26 °C

    Der Weg entlang des Feuerrings 🌋 führt uns weiter nach Westen. Die nächste Vulkangruppe befindet sich am Atitlán-See - der See ist selbst ein riesiger, mit Wasser gefüllter Krater. Die bescheidene Selbstbeschreibung lautet "schönster See der Welt" 🌅 Na, mal schauen ... Der Bus fährt früh 8:00 Uhr, das Hotel hat noch kein Frühstück, aber eine kostenlose Kaffee- und Tee-Selbstbedienung. Die nutzen wir gern und sind drei Stunden später in Panajachel am See. Dort nehmen wir das Boot nach Tzununa, wo wir eine Hütte mit See- und Vulkanblick gemietet haben. Die Bootsfahrt ist etwas abenteuerlich (Wellengang und eher rustikale Anlegestege), aber wir kommen an und das Tuk-Tuk fährt uns zur Casa. Es bleibt noch Zeit für einen kurzen Spaziergang durch's Dorf, dann gibt's Sonnenuntergang.Baca lagi

  • Atitlán-See: Wanderung nach Santa Cruz

    23 April 2024, Guatemala ⋅ ☁️ 25 °C

    Der Atitlán-See ist seit jeher Siedlungsgebiet verschiedener Maya-Stämme, die bis heute in den Dörfern rund um den See leben. Einige der Siedlungen sind nur zu Fuß oder mit dem Boot erreichbar, es gibt also gut ausgetretene Wanderwege und wir nutzen die Gelegenheit und vertreten uns mal wieder die Füße. Beim Aufstieg auf den Höhenweg über dem See entdecken wir, dass der San Pedro qualmt und denken schon an einen Vulkanausbruch, aber es ist "nur" ein Waldbrand 😳🔥Kurz danach haben wir dann unseren eigenen Waldbrand, der uns den Weg versperrt. Wir kommen gerade noch so durch und erreichen nach zwei Stunden und spektakulären Ausblicken Santa Cruz La Laguna. Dort treffen wir als erstes auf das Free Cervesa Hostel (Freibier-Hostel), in dem wir leider nicht einchecken können, da die nur Gäste unter 40 Jahren nehmen (sagt der Reiseführer). In Deutschland würde ich die glatt auf das AGG wegen Altersdiskriminierung verklagen 🙃
    Wir nehmen unser Belohnungsbier direkt am Bootsanleger und schippern danach mit dem Linienboot zurück nach Tzununa.
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  • Atitlán-See: Wanderung nach San Marcos

    24 April 2024, Guatemala ⋅ ☁️ 19 °C

    Wir hatten schon viele verschiedene Übernachtungen während der Reise, aber die jetzige Casa ist eine der schönsten 🏡 Viel Holz und Glas, eine Veranda mit See- und Vulkanblick, Hängematte und ein extra Yoga-Raum 🧘🏻‍♀️. Außerdem heißes Wasser aus der Dusche 💪🏻🚿 und eine voll ausgestattete Küche. Wir verbringen also Zeit hier und wandern heute nach San Marcos de Laguna. San Marcos ist das selbst ernannte spirituelle Zentrum des Atitlán-Sees - heißt, es gibt von Yoga über Reiki bis hin zu chinesischer Medizin und natürlich Maya-Heilkunde alles, was das persönliche Energiezentrum so braucht. Der Kommerz versteckt sich gut und die ganze Stadt wirkt wie ein einziges Hippie-Festival. Außerdem feiert San Marcos gerade das Fest seines Schutzheiligen, so dass das ganze Dorf ein einziger Markt und Rummel ist. Wir laufen noch etwas weiter bis zum Cerro Tzankujil, einem Hügel, wo die Maya noch ihre traditionellen Zeremonien abhalten. Parallel dazu gibt es Badestellen, wo die Touristen von Plattformen in den See springen können. Spiritualität und Spaß liegen hier ganz eng beieinander.
    Abends gehen wir mal wieder schick essen, natürlich in der Maya Moon Logde, schließlich ist heute Vollmond 🌕 Heute sind wir genau vier Monate unterwegs.
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  • Atitlán-See: Reserva Natural Atitlán

    25 April 2024, Guatemala ⋅ ⛅ 24 °C

    Die Sonnenaufgänge sind fantastisch und das Frühstück mit Blick auf die Vulkane auch. In der Ferne sehen wir den Fuego rauchen 🌋
    Heute geht's mit dem Boot über den See zur Reserva Natural Atitlán, die hält, was sie verspricht. Schöne Wanderwege, Hängebrücken (!), ein Wasserfall und viel Natur. Außerdem Klammeraffen, Nasenbären und Schmetterlinge, letztere allerdings in einem Schmetterlingshaus 🦋🦋 Auf dem Rückweg steigen wir unterwegs aus dem Boot aus und finden ein nettes Bistro mit Sonnenuntergangs-Seeblick 🌅 Den Rest des Weges laufen wir in der Abenddämmerung zu Fuß zurück und genießen den letzten Abend auf unserer Terrasse.Baca lagi

  • Atitlán-See: San Pedro La Laguna

    26–27 Apr 2024, Guatemala ⋅ ☁️ 22 °C

    Gestern haben wir Tzununa und der schönen Casa Tschüss gesagt, um nach San Pedro La Laguna auf der anderen Seite des Sees umzuziehen. Vorher frühstücken wir in einem "Biergarten" 😎🍻 Der stramme Max kommt auf guatemaltekisch daher - mit Pico de Gallo, sehr lecker.
    Siedlungen, die San Pedro heißen, sind anscheinend nicht so unser Ding - schon in Chile haben wir San Pedro de Atacama nach zwei Übernachtungen fluchtartig verlassen. Hier reicht uns eine Nacht: das Ferienhäuschen gefällt uns nicht so gut, der angepriesene Seeblick ist nur aus einer Ecke zu sehen und der Schlaf ist echt gestört, als der Nachbar um 5 Uhr in der Frühe anfängt, Rasen zu mähen. Mit dem Freischneider (das machen hier alle so, Rasenmäher gibt's nicht) direkt unter unserem Fenster 😡 Auch das Städtchen hat uns gestern etwas enttäuscht. Also beschließen wir einen weiteren Umzug - zurück auf die andere Seeseite! 😀 Wir finden eine Blockhütte mit Küche direkt am See - Badestelle inklusive. Und zwei Hängematten!!! Endlich können wir zu zweit schaukeln 😎 Wir holen den entgangenen Schlaf nach, gehen noch mal ins Hippie-Dorf San Marcos, dort gibt's Musik und Nachos und schon ist das Leben wieder schön 🤩
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  • Atitlán-See: Entspannung pur ☀️

    28–29 Apr 2024, Guatemala ⋅ ☁️ 21 °C

    Es ist Sonntag und wir machen einfach mal NICHTS und weil es so schön war, wiederholen wir das Ganze am Montag 😎
    Der Vulkan ist zum Glück bewölkt - sonst müssten wir da rauf 😜 Es gibt deutsche Bücher in den Hostels ringsherum, die kann ich im Tausch gegen bereits gelesene mitnehmen. Und sogar einen Reiseführer von Mexiko, unserem nächsten Ziel 🇲🇽 Der ist zwar von 2009, aber die Pyramiden werden wohl in den letzten 15 Jahren ihren Standort nicht geändert haben.Baca lagi

  • Atitlán-See: noch mehr Entspannung

    30 Apr–1 Mei 2024, Guatemala ⋅ ⛅ 21 °C

    Die Vulkane verstecken sich immer noch in den Wolken und da wir genügend Gipfelfotos im Nebel haben, verzichten wir auf die Besteigung des San Pedro und verbringen lieber Zeit mit Lesen, Schwimmen und Wandern. Weil's so schön war, machen wir uns noch einmal auf den Weg zu den Klammeraffen und Nasenbären im Naturreservat und haben das Riesenglück, eine Nasenbär-Familie mit kleinen Nasenbären zu sehen 🤩
    Am Mittwoch ist auch in Guatemala Feiertag, was ehrlicherweise etwas an uns vorbei gegangen ist 🙈
    Wir wandern durch die Siedlungen am See zum Mirador Kaqasiiwaan, eine Mischung aus Aussichtspunkt, Maya-Kultstätte und Rummel. Für uns fällt mal wieder ein Gipfelbier ab und die Bilder der Sonnenauf- und -untergänge bleiben euch auch nicht erspart 🌅
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  • Vom Atitlán-See nach Quetzaltenango

    2 Mei 2024, Guatemala ⋅ ☀️ 23 °C

    Nach anderthalb Wochen am Atitlán-See, in denen das Boot unser einziges Nahverkehrsmittel war, nehmen wir mal wieder den Bus. Die Feuerring-Route führt uns nach Quetzaltenango, der zweitgrößten Stadt Guatemalas. Hier gibt es mit dem Santiaguito den nächsten aktiven Vulkan 🌋
    Der Chicken Bus macht seinem Namen alle Ehre, neben uns sitzt eine Frau mit Kartons mit kleinen Luftlöchern, aus denen es lauthals piepst 🐥🐥🐥
    Nach zweimal Umsteigen erreichen wir Quetzaltenango, von allen nur Xela genannt - nach dem ursprünglichen Maya-Namen der Stadt. Natürlich gibt's auch hier wieder eine Plaza, Kolonialbauten und spanische Kirchen - aber dafür kaum Touristen, sondern authentisches Leben.
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  • Vulkan und Laguna Chicabal

    3 Mei 2024, Guatemala ⋅ ⛅ 19 °C

    Xela liegt auf 2.400 Metern Höhe und wir wollen die Vulkanbesteigung langsam angehen. Daher nehmen wir uns heute den Chicabal vor, einen ruhenden Vulkan mit einem tiefen Kratersee. Vulkan und See sind den Maya heilig, rund um den See finden sich Kultstätten und Blumen. Wir brechen früh auf - so haben wir den See fast für uns allein, außerdem fantastisches Wetter und eine wunderbare meditative Wanderung.Baca lagi

  • Vulkan Santiaguito / Santa Maria

    4 Mei 2024, Guatemala ⋅ ⛅ 21 °C

    Die Nachbarn im Appartement nebenan machen früh um vier Uhr Krach 😡 Na gut, wenn wir schon mal wach sind, können wir den Aufstieg zum Santa Maria auch zeitig beginnen. Der Himmel ist tiefblau und wolkenlos, am Anfang wandert mit uns eine Gruppe indigener Guatemalteken los, die allerdings den Weg direkt hinauf zum Gipfel des Santa Maria nehmen. Wir biegen nach einer halben Stunde ab und wandern zum Aussichtspunkt, von dem aus man den Santiaguito sehen soll, den zweiten aktiven Vulkan Guatemalas 🌋 Nach anspruchsvollen anderthalb Stunden und dem Überklettern dreier Zäune sind wir da und es ist einfach nur spektakulär! Der Santiaguito ist der Ausbruchskrater des Santa Maria, er spuckt Dampf und ab und zu mit dem dazugehörigen Krach riesige Aschewolken. Der Mirador ist oberhalb des Kraters, so dass wir einen fantastischen Ausblick haben. Wir verbringen ungefähr eine Stunde mit Gucken, dann zieht sich der Vulkan zu und wir sind den Nachbarn dankbar, dass sie uns so früh geweckt haben. Der Rückweg geht durch den Nebelwald, der wirklich neblig ist, bis wir die Wolken hinter bzw. über uns lassen. In der laut unserer Gastgeberin angesagtesten Bäckerei Xelas gönnen wir uns den Belohnungskuchen ☕🥧🍩🍮☕Baca lagi

  • Sonntag in Xela

    5 Mei 2024, Guatemala ⋅ ☁️ 24 °C

    Wir verbringen den Sonntag in der wunderschönen Unterkunft von Ana. Das Gelände ist eine Oase mitten in Xela - ruhig und grün 🌳🌴🪴 Ana ist Guatemaltekin, hat die ganze Welt bereist und spricht verschiedene Sprachen, u.a. Japanisch. Ihr Freund Robert kommt aus Neuseeland 🇳🇿 und so trainieren wir unser Englisch. Eigentlich wollte ich ja Spanisch lernen 😉 Außer Ana und Robert und natürlich den wechselnden Airbnb-Gästen wohnen hier zwei Schafe 🐑🐑, vier Hunde 🐶 🐶 🐶 🐶 und eine Katze 🐈 Der letzte Tag in Guatemala klingt entspannt aus 🌅🍻Baca lagi

  • Von Guatemala nach Mexiko

    6 Mei 2024, Mexico ⋅ ☀️ 28 °C

    Adiós, Guatemala 🇬🇹 Heute reisen wir in das letzte Land unserer Feuerring-Tour - nach Mexiko 🇲🇽🌮🌶️ Früh um 6 Uhr geht's los, wir sitzen in einem Minibus 🚐 gemeinsam mit sieben anderen Travellern. Der guatemaltekische Fahrer kennt nur Gas- und Bremspedal, überholt in jeder Kurve (es gibt sehr viele 🤢) und natürlich telefoniert er ununterbrochen. An der Grenze zu Mexiko schmeißt er uns und unser Gepäck raus und wir gehen zu Fuß über die Grenze, die eher ein riesiger Markt als eine definierte Grenze ist. Natürlich stehen wir an jedem Schalter ewig an, füllen Formulare per Hand aus und bezahlen 42 Dollar pro Person Einreisesteuer nach Mexiko 😵‍💫💰 Das Ganze dauert "nur" zwei Stunden, aber wenigstens gibt's eine Toilette 😜 und wir haben Zeit, neue Freundschaften zu schließen. Auf der anderen Seite werden wir wieder in einen Minibus gestopft und erreichen gegen 17 Uhr San Cristobal de las Casas. Die Stadt überrascht uns mit hübscher Kolonialarchitektur (was auch sonst), einer entspannten Atmosphäre und Live-Musik am Abend. Bienvenido a México!Baca lagi

  • San Cristobal de las Casas

    7–8 Mei 2024, Mexico ⋅ ☁️ 31 °C

    San Cristobal ist eine wirklich hübsche Stadt mit einer entspannten Fußgängerzone, vielen Kirchen zum Angucken und Cafés und Restaurants. Ich habe neue Sandalen, meine alten Schuhe fast ohne Profil, mit Löchern und abgelösten Sohlen sind in Guatemala geblieben - ein bisschen traurig war ich schon 😓 Das Kopfsteinpflaster in San Cristobal ist eine gute Gelegenheit, die neuen Sandalen einzulaufen und so schlendern wir kreuz und quer und erledigen nebenbei wichtige Dinge: eine neue SIM-Karte für mobiles Internet (die 8. der Reise), Frank geht mal wieder zum Barbier💈(das 4. Mal auf der Reise), wir planen die verbleibenden drei Wochen durch und feiern den Bachelor-Abschluss unserer Tochter 🥳Baca lagi

  • San Cristobal: Männer- und Museumstag

    9 Mei 2024, Mexico ⋅ ☁️ 30 °C

    Christi Himmelfahrt ist in Mexiko kein Feiertag, also bekommt Frank zwar ein lecker Männertags-Frühstück, aber danach geht's ab ins Museum und Kirchengucken 🏛️⛪🕍. Im Kloster Santo Domingo versteckt sich ein sehr interessantes Museum über die Textilkunst der Maya, danach suchen und finden wir inmitten riesiger Märkte noch das Museum der Maya-Medizin. Das ist zwar klein und unscheinbar, aber es gibt auch ein Behandlungszentrum, wo noch nach den traditionellen Methoden geheilt wird. Zum Glück brauchen wir keinen Medizinmann oder eine Schamanin. Aber wir lernen, dass internationale Pharma-Konzerne sich die Wirkstoffe der Kräuter und Heilpflanzen patentieren lassen und so den Einheimischen die Grundlagen ihrer Heilkunde entziehen. Das ist zum 🤮
    Wir schaffen noch den zweiten Berg mit Kirche von San Cristobal (277 Stufen, jede selbst gezählt) und dann ist endlich Männertag 🍻 Die für heute Abend versprochene Beatles-Tribute-Band entpuppt sich als Flop, die spielen alles, aber keine Beatles 🎸🎤🎶 Trotzdem isses schön!
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  • Reif für die Insel

    10–13 Mei 2024, Mexico ⋅ ☁️ 26 °C

    Wir melden uns über das Wochenende ab - wir fahren an den Pazifik und verbringen ein paar Tage auf einer Insel 🏝️ Nach all den Erlebnissen der letzten Wochen und Monate brauchen wir mal wieder eine kleine Auszeit, bevor wir die letzten Tage unserer Reise immer weiter Richtung Mexiko City fahren werden. Dort wartet noch der Popocatépetl auf uns, der letzte aktive Vulkan unserer Feuerring-Tour 🌋 Auf der Insel gibt's laut Beschreibung kein WLAN und nur manchmal Internet 🛜Also - wir werden ein paar Tage offline sein 😎🏝️Baca lagi

  • Drei Tage am Pazifik

    10–13 Mei 2024, Mexico ⋅ ☁️ 33 °C

    Über unsere Auszeit am Pazifik gibt's nicht soo viel zu erzählen: zwischen herrlichen Sonnenaufgängen am Estero (das ist der Meeresarm, der die langgestreckte Insel vom Ozean trennt) und fantastischen Sonnenuntergängen am Strand haben wir nichts gemacht, außer
    1. Schwimmen im Estero, nicht im Pazifik - zu hohe Wellen und starke Brandung 🌊🌊
    2. Strandspaziergänge 🏝️
    3. Lesen 📚
    4. Essen und Trinken ☕🍺🥐🥑🧆
    Die Idylle wurde leicht gestört durch ein kräftiges Wackeln unserer Hütte am Sontagmorgen - Ausläufer des 7,1 Erdbebens mit Schwerpunkt in Guatemala.
    Jetzt sind wir bereit für die letzten zwei Wochen der Reise 💪🏻🌋
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  • Von Boca del Cielo nach Oaxaca

    13 Mei 2024, Mexico ⋅ 🌩️ 27 °C

    Der Ausflug zum Pazifik ist verkehrstechnisch eine Sackgasse - wir kommen mit den Bussen nicht weiter an der Küste entlang nach Norden, sondern müssen fast zurück nach San Cristobal. Wir benutzen im Laufe des langen Reisetages vier verschiedene Verkehrsmittel: das Boot über den Estero, was uns nach Boca del Cielo bringt, dort wartet schon das von der Unterkunft organisierte Taxi nach Tonala auf uns. In Tonala nehmen wir den Minibus 🚐 nach Tuxtla und steigen dann dort in einen Überlandbus nach Oaxaca.
    Fur die knapp 750 Kilometer sind wir von 8:00 Uhr morgens bis Mitternacht unterwegs - zum Glück sind die mexikanischen Busse komfortabel, mit Klimaanlage und Toilette. Und der Preis ist natürlich wieder unschlagbar günstig - wir fühlen uns zurück versetzt an den Anfang der Reise in Chile. Einen Unterschied gibt es allerdings: nach jedem Stopp hält der Bus an einer Straßensperrung der Nationalgarde und alle Insassen werden kontrolliert. Jedesmal werden Passagiere herausgefischt, die nicht weiterfahren dürfen. Anscheinend sind sie illegal im Land. Seit Nicaragua sehen wir entlang der Panamericana immer wieder Zelt-Städte und viele Menschen, die offensichtlich Richtung USA wollen. Je weiter wir nach Norden unterwegs sind, desto mehr werden es.
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  • Oaxaca: Regenzeit

    14 Mei 2024, Mexico ⋅ ☁️ 30 °C

    Wir sind nach Oaxaca gereist, weil es viel zu sehen und zu erleben gibt: eine koloniale Altstadt mit UNESCO-Welterbe-Status, eine der berühmtesten archäologischen Stätten Mexikos und angeblich eine der besten Küchen des Landes. Heute sind wir allerdings von der gestrigen Fahrt noch müde - zumal unsere Airbnb-Nachbarn uns früh halb sechs durch lautes Telefonieren geweckt haben (wir waren erst 1:00 Uhr im Bett 😡). Eine sehr verbreitete Unsitte in ganz Lateinamerika: das Telefon auf laut stellen und dann die Umgebung am Gespräch teilhaben lassen 😵‍💫
    Und nach dem ausgiebigen Frühstück bis in den Nachmittag hinein fängt es an zu gewittern ⛈️🌩️ Super Begründung für: wir machen heute NICHTS 😄 außer natürlich noch einen kurzen abendlichen Ausflug in die Bierkneipe nebenan 🍻
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  • Oaxaca: Kakteen und Kloster

    15 Mei 2024, Mexico ⋅ ☁️ 32 °C

    Nun aber, auf zum Sightseeing 😎 Für jede/n in der Reisegruppe ist heute etwas dabei: zuerst geht's in den Jardín Etnobotánico - hier wachsen über 1.400 Pflanzen aus der Region Oaxaca und der Guide erklärt uns die kulturelle und praktische Bedeutung der einzelnen Gewächse für die indigene Bevölkerung Mexikos. Das Ganze dauert zwei Stunden bei 38 Grad 🥵 Zum Glück sind Sonnenhüte im Eintritt inklusive 🤠
    Gleich daneben ist die Kirche Santo Domingo und das ehemalige Dominikaner-Kloster, wo jetzt ein tolles Museum untergebracht ist. Das Glanzstück der umfangreichen Ausstellung ist ein Grabschatz der Zapoteken, der am Monte Alban, einer Zapoteken-Stadt unweit von Oaxaca, gefunden wurde. Da müssen wir auch noch hin, aber nicht mehr heute 😉
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  • Oaxaca: Kirchentag

    16 Mei 2024, Mexico ⋅ ☁️ 32 °C

    Oaxaca ist voll mit Kirchen - an jeder Ecke steht eine immer prächtiger als die andere ⛪ Wir schlendern alle ab, die wir finden - manche sind geschlossen, in einige können wir reinschauen. Das Schlendern wird erschwert durch Menschenmassen und Zelt-Städte in der Fußgängerzone 🏕️🏕️🏕️ Es herrscht Festivalstimmung und irgendwann bekommen wir mit, dass die mexikanische Bildungsgewerkschaft eine Veranstaltung abhält - d.h. die Stadt ist voll mit Lehrer*innen, Erzieher*innen und Sozialpädagog*innen 😳 Das macht uns schon ein bisschen Angst 😉 und wir verziehen uns mit einer Flasche Wein auf die Dachterrasse 🍷Baca lagi

  • Oaxaca: Árbol del Tule und Guelaguetza

    17 Mei 2024, Mexico ⋅ ⛅ 32 °C

    Heute wollen wir zum dicksten Baum der Welt 🌳 Der steht nur zehn Kilometer von Oaxaca entfernt in Santa Maria del Tule - die Fahrt mit dem Bus dorthin ist mal wieder ein echtes Abenteuer. Also, eigentlich nicht die Fahrt, sondern das Suchen und Finden des richtigen Busses. Reiseführer, Internet und Google geben völlig unterschiedliche Auskünfte, letztendlich helfen Durchfragen und freundliche Mexikaner. Der Baum - eine mexikanische Sumpfzypresse - ist tatsächlich riesig und beeindruckend und 2.000 Jahre alt, daneben steht noch der kleine Bruder, der hat "nur" 1.000 Jahre auf dem Buckel 🌳 Zurück in Oaxaca wollen wir eigentlich gucken, ob die Lehrer*innen in ihren Zelten noch da sind. Wir bleiben aber an der Kirche Santo Domingo hängen - hier sammelt sich ein Umzug von Kindern und aufgeregten Eltern und Großeltern. Erst dachten wir, es hätte was mit Pfingsten zu tun - aber heute und morgen wird die "Guelaguetza infantil" gefeiert, die Kinder-Ausgabe der richtigen Guelaguetza, die jedes Jahr im Juli stattfindet und eines der größten Feste der indigenen Bevölkerung in Mexiko ist. Wir erleben eine Art Karnevalsumzug der Kindergärten und Grundschulen inklusive Kapellen, Kamelle und Schnaps für die Erwachsenen.Baca lagi

  • Monte Albán

    18 Mei 2024, Mexico ⋅ ☀️ 30 °C

    Heute geht's zum nächsten Weltkulturerbe 🛕 Auf dem Monte Albán errichteten die Zapoteken seit 500 v.Ch. ihre Hauptstadt mit Tempeln, Palästen, Observatorium, Wohngebäuden und Grabstätten. Quasi als Nachnutzung haben die Mixteken die Anlage später übernommen. Als die Spanier 1521 ins heutige Mexiko kamen, war die Stadt allerdings seit Jahrhunderten wieder verlassen - gut für die Nachwelt, sonst hätten sie garantiert mal wieder alles geplündert und zerstört. Wir verbinden die Besichtigung mit Treppentraining: hier kann man nämlich - im Gegensatz zu den meisten anderen - die Pyramiden besteigen und wir haben wunderbare Ausblicke auf das gesamte Gelände und das Tal von Oaxaca.
    Auf dem Rückweg geht der Bus kaputt, weil der Fahrer die ganze Zeit whatsappt und die Karre ständig absaufen lässt, bis sie stehenbleibt 🙄
    D.h. wir müssen ein gutes Stück laufen und gönnen uns als Belohnung ein typisch mexikanisches Eis: Nieve, dass heißt eigentlich Schnee und ist eine Art Sorbet 🍧 Franks ist mit Mango und meines mit "Tuna", was zwar wie Thunfisch klingt 🐟, zum Glück aber Kaktusfrucht 🌵 bedeutet. Sehr lecker!
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  • Von Oaxaca zum Popocatépetl

    19 Mei 2024, Mexico ⋅ ☀️ 26 °C

    Wir lassen die Stadt, Kirchen, Kulturerbe, alte Steine und leckeres Essen hinter uns und machen uns auf zum letzten Vulkan dieser Reise 🌋 Der Popocatépetl ist Mexikos zweithöchster Berg (5.452 Meter) und der aktivste Vulkan des Landes. Wir haben eine Waldhütte am Fuß des Vulkans gemietet und sind gespannt, ob und wie wir ihn sehen und vielleicht ein Stück anwandern können.
    Erst einmal müssen wir aber hinkommen - der Bus fährt von Oaxaca aus sechs Stunden nach Puebla. Wir fahren durch Landschaften, die genauso aussehen, wie man sich Mexiko 🇲🇽 vorstellt: karge Hügel, Agaven und Kakteen. Ab und zu ein Mann mit Sombrero auf einem Pferd 🤠 In Puebla werden wir von unseren Gastgebern abgeholt und erst einmal auf einen Markt gefahren, wo wir Lebensmittel einkaufen, da es bei der Hütte nichts gibt. Einmal mexikanisches Leben pur - gemeinsam mit Ali und Raphael auf dem Markt, alles durchkosten und den beiden das Feilschen überlassen. Nur dass wir kein Fleisch kaufen, versteht niemand 😁
    Die Hütte ist sehr rustikal und der El Popo (so nennen sie den Vulkan 😂) lässt sich nur ein bisschen blicken, aber dafür macht er einen schönen Sonnenuntergang 🌅
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  • Am Popocatépetl

    20 Mei 2024, Mexico ⋅ ⛅ 16 °C

    Früh am Morgen erhaschen wir einen Blick auf El Popo, aber dann zieht er sich wieder zu 🌥️ Aber das Wetter ist schön, die Temperatur auf unserer Höhe von 2.400 Metern angenehm nach all der Hitze der letzten Tage. Also wird gewandert - allerdings genauso schnell wieder umgekehrt. Die angepriesenen Wanderwege sind Sandwege mit Vulkanasche und es macht nicht wirklich Spaß, hier entlang zu stapfen. Also doch lieber kochen, lesen und nichts machen 🍳📚💪🏻Baca lagi

  • Vom Popocatépetl nach Puebla

    21 Mei 2024, Mexico ⋅ ☀️ 28 °C

    El Popo 🌋 lässt sich nicht blicken, Wandern ist auch nicht drin - also ziehen wir weiter. Unsere nächste Station ist Puebla, mal wieder eine Stadt mit Weltkulturerbe-Status und mit über 1,5 Mio. Einwohnern die viertgrößte Stadt von Mexiko. Ungeachtet dessen ist die Stadt entspannt und es gibt allein im historischen Zentrum über 70 Kirchen. Wir schaffen wir nicht alle 😉, aber es macht Spaß, durch die ausgedehnte Fußgängerzone zu schlendern, mexikanisches Essen zu probieren und die Atmosphäre zu genießen.Baca lagi