Georgien und zurück September 2019 - Januar 2020
  • Day112

    Summ, summ

    January 15, 2020 in Turkey ⋅ ⛅ 14 °C

    Am frühen Morgen fahren schon wieder mehrere Autos an uns vorbei vor durch die überflutete Strasse Richtung Meer. Das wollen wir jetzt auch! Zunächst noch etwas zögerlich, dann aber mutig fahren wir nach vorne. Die Strasse ist wirklich bis zu einer Biegung kurz vor dem Strand überflutet, was aber nie mehr als fusshoch ist. Vorne herrscht schon wahrer Trubel. Sowohl Holländer, als auch ein Türke campieren hier vorne und mehrere Fischer sitzen schon in ihren Campingstühlen am Wasser. Hier hätten wir locker gestern Nacht schon vor fahren können und wären dann auch noch in Gesellschaft gewesen. Schade, aber wir geniessen den Ort jetzt wenigstens am Morgen mit einem Tee lesend am Ufer. Die Holländer fahren leider gleich weiter und der Türke ist mehr mit Fischen beschäftigt, aber die Ruhe haben wir auch gerne.

    Der nächste Streckenabschnitt am Meer erweist sich als wahrlich wunderbar! Serpentinen schlängeln sich direkt an der Küste entlang und wir haben einen wunderbaren Ausblick auf manch eine griechische Insel. An einem besonders schönen Abschnitt machen wir dann Mittagspause und verputzen unseren griechischen Salat mit passendem Blick auf ebendiese Inseln. Vor uns erstreckt sich ein grosser Yacht Hafen, der zu dieser Jahreszeit aber wohl auch eher selten besucht wird. Bei dem Wetter ein Wunder. Herrlicher Sonnenschein und warm! Nur der Wind ist manchmal etwas arg.

    Wir haben schon am Morgen wieder mal einen vielversprechenden Platz abseits der Strassen am Meer herausgesucht. Der Weg dorthin zieht sich ganz schön und wir fahren an die halbe Stunde hinab zum Meer. Gegen Ende schlängelt sich die Strasse in Serpentinen hinab und wir sind froh, dass kein Gegenverkehr kommt. Doch plötzlich müssen wir bremsen: Am Strassenrand liegen drei tote Wildschweine, eine Mutter mit ihren zwei Ferkeln. Grausamer Anblick. Ein wenig später treffen wir auch den schuldigen Jäger, der mit seinem Gewehr in einer Kurve kauert. Wieso in einem muslimischen Land Wildschweine gejagt werden ist uns ein Rätsel. Fallen Wildschweine denn nicht unter nicht halales Essen?
    Noch den ganzen Abend über werden wir Schüsse hören und können dabei nur an süsse,kleine, arme Ferkelchen denken....

    In der Bucht hat wieder einmal ein Imker sein Revier markiert und auf einer Wiese stehen überall Bienenstöcke. Das Summen hört man egal wo in der Bucht. Da es teilweise sumpfig ist parken wir Louie ziemlich direkt vor der Imker Wiese. Die Bucht erinnert an Skandinavien, was leider auch die vielen Stechmücken beinhaltet. Auf die sind wir nicht vorbereitet und müssen vor dem Schlafen gehen erst mal auf Mückenjagd gehen. Trotzdem tragen wir so einige Stiche davon. Vor allem da wir versuchen abends noch etwas draussen zu sitzen.
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  • Day111

    Schöner Strand

    January 14, 2020 in Turkey ⋅ ☀️ 2 °C

    Der Wind hat zum Morgen hin zwar etwas nachgelassen, aber Sonne haben wir leider keine auf der Bucht. So fahren wir ziemlich früh weiter und fahren bis Mittags nach Anamur, wo wir einen grossen Carrefour aufsuchen. So ab und zu schätzen wir europäische Produkte dann halt doch. Bevor wir die Stadt wieder verlassen, halten wir noch an einem Pide Restaurant. Auf Pide freuen wir uns schon die ganze Zeit, wenn wir an die Türkei gedacht haben. Hier sind wir ein Highlight und es wird sich gestritten, wer unsere Bestellung aufnehmen darf. Während wir warten werden wir dann von einem jungen Kellner durch das ganze Restaurant geführt und er macht Fotos von uns, wie wir auf der Terrasse sitzen. Er fragt uns, ob er die Fotos auf ihrer Instagram Seite posten darf und wir haben nichts dagegen. Es ist merklich, wie stolz die ganze Familie auf ihr Restaurant ist und wie besonders es ist, dass Deutsche hier essen. Den obligatorischen Schwarztee bekommen wir auch noch aufs Haus. Mit unserem Pide und Ayran machen wir uns dann auf zum Meer, um dort mit schönem Ausblick zu essen. So wirklich schön ist es hier aber leider durch den ganzen Müll nicht, also beschliessen wir weiter zu fahren.

    Über IOverlander haben wir wirklich einen vielversprechenden Platz am Strand entdeckt, der von allen die dort waren nur als Paradies beschrieben wird. Wir sind gespannt und stellen unser Navi ein. Den Weg hinab zum Strand zu finden stellt sich nur als schwieriger als vermutet heraus und wir fahren erst einmal vorbei, da die alte Strasse mittlerweile durch Erdrutsche nicht mehr befahrbar ist und es eine neue Landstrasse gibt. Der Zufahrtsweg geht nur leider von der alten Strasse ab. Letztendlich drehen wir und fahren an dem Absperrschild vorbei auf die alte Strasse und von dort auf den Erdweg der hinab zum Meer führt. Der Weg ist ein Abenteuer. Immer wieder ist er durch Erdrutsche verschmälert und die engen Kurve sind mit Vorsicht zu nehmen. Auf halber Strecke hat ein Imker den Wegrand mit Bienenstöcken gesäumt und campiert selber in einer Blechhütte in einer der Kurven. Unten angekommen müssen wir quasi auf dem Weg stehen bleiben, da der Sand gleich beginnt und wir uns nicht festfahren wollen. Ob wir hier nochmal wegkommen sehen wir dann morgen. Während Maurice Louies Vorderreifen noch auf hohen Steinen parkt, füllt Kathi ein paar Kanister Wasser am nahen Bach und versorgt unseren Tank gleich damit. Wir beeilen uns um jetzt noch die wunderschöne Sonne und den spektakulären Sonnenuntergang zu geniessen. Mit Bier und Campingstühlen begeben wir uns nach vorne ans Meer und lassen uns vom goldenen Licht bescheinen. Herrlich! Maurice macht sich daran Treibholz am Strand einzusammeln und baut sc honmal für später eine Feuerstelle. So verbringen wir also den Abend Müsli essend am Lagerfeuer und machen uns die herrliche Ruhe bewusst. Nicht einmal ein Schiff in der Ferne ist zu hören. Wirklich ein Wunder diesen wunderschönen Strand für sich zu haben. Schuld daran ist wahrscheinlich die Jahreszeit und der Weg hier hinunter. Dieser Platz ist auf jedenfall eine absolute Empfehlung für alle Türkeireisenden, aber vielleicht nur für diejenigen die 4x4 haben ;).

    Am Morgen werden wir von einsetzendem Regen geweckt. Bei uns klingeln die Alarmglocken, bei starken Regen wird der Weg nach oben unbefahrbar und wir sitzen hier unten fest. Also heisst es für uns schnell anziehen und los Geht's! Maurice fährt und Kathi rennt neben Louie her um in den ersten Teil der Strecke rückwärts einzuweisen. Drehen können wir nämlich erst in einer der oberen Kurven. Eine nervenzerreisende Angelegenheit. Mehrmals drehen die Reifen durch und wir müssen wieder nach unten rollen, um es noch einmal mit Schwung zu probieren. Keine Ahnung, wie wir es letztendlich geschafft haben, aber irgendwann steht Louie mit Schnauze nach oben auf dem Weg und Kathi kann wieder einsteigen. Ohne anzuhalten düsen wir nach oben und schaffen den Rest des Weges ohne Probleme. Trotzdem atmen wir auf, als wir wieder oben auf der grossen Strasse stehen.

    Nun kann die Fahrt weiter Richtung Antalya gehen. Auf der Strecke sehen wir immer wieder ganze Erdbeerfelder, wo uns auch schon so manche strahlend rot entgegen leuchten. Schon bald sind am Strassenrand auch viele Händler mit ihren Stiegen von Erdbeeren zu finden. Da müssen wir einfach anhalten und auch welche kaufen. Und wie lecker die sind! Ohne schlechtes Gewissen Erdbeeren im Januar essen, ein Traum! Antalya passieren wir nur, suchen vor Verlassen der Stadt aber noch eine der zahlreichen Malls auf. Maurice braucht dringend eine neue Hose. Wir werden auch fündig und nach einem kurzen Abstecher zum super Migros verlassen wir diesen Ort auch wieder fluchtartig.

    Die Nacht verbringen wir etwas stadtauswärts am Meer bzw. Erreichen wir dieses nicht und parken Louie deshalb in einem kleinen Wäldchen. Die Strasse die eigentlich vor zum Meer führt ist nämlich überflutet und bei der einsetzenden Dunkelheit trauen wir uns nicht es zu versuchen. Am Abend fahren aber noch einige "normale" Autos nach vorne, so dass wir uns vornehmen es am nächsten Morgen auch zu probieren.
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  • Day109

    Ab ans Meer!

    January 12, 2020 in Turkey ⋅ ☁️ 12 °C

    Irgendwie ist frühes Aufstehen immer noch schwer.... wird lustig, wenn wir das mal wieder wirklich machen müssen. Zwar ist heute der Sonnenaufgang nicht ganz so schön und spektakulär wie gestern, aber trotzdem steigen Ei ihr Ballons in die Lüfte und wir haben einen tollen Ausblick von unserem Schlafplatz aus. Auf Grund der Kälte bleibt Kathi einfach mit offenen Türen im Bett mit Tee sitzen und schaut sich alles an. Maurice läuft einen kleinen Pfad nach vorne um tolle Bilder zu machen. Die Aussicht ist wirklich super, obwohl unser Favorit wohl das Liebestal bleiben wird. Das ist vielleicht auch dem tollen Sonnenaufgang zu Schulden, den wir dort hatten. Nach und nach kommen bei uns ein paar Jeeps voller Asiaten vorbei, aber nach 100 Klickklicks fahren sie wieder weg. Wir überlegen noch kurz, ob wir hier etwas machen wollen. Es gibt so viele Möglichkeiten und natürlich ist es auch eine Überlegung wert, ob man nicht selber in so einen Ballon steigt. Abgesehen von Kathis Flugangst kostet so ein Spass pro Person auch ca. 180 €. Vielleicht ein andermal. Wir wollen nun noch die Vorzüge des südlichen Mittelmeeres nutzen. Laut Wetterbericht scheint hier die Sonne und es hat 15 Grad. Also, los geht's Richtung Meer!

    Auf dem Weg kommen wir noch an einigen unterirdischen Städten vorbei, die wir aber mangels Lust links liegen lassen. Höhlenstädte haben wir wirklich erst mal genug gesehen. Unser Anfahrtspunkt am Meer ist erst einmal die Stadt Mersin, die sich aber schon von weitem als sehr hässlich erweist. Überall ragen Wolkenkratzer empor, einer hässlicher als der andere. Es dauert wirklich lange bis wir etwas aus dem bebauten Gebiet raus sind und überhaupt mal was vom Meer sehen. Wirklich schön wird es aber immer noch nicht, also fahren wir noch ein ganzes Stück weiter und steuern einen Platz direkt am Meer an, Weg von der Grössen Strasse.

    Die Bucht ist ein beliebter Ort für Familien und Pärchen zum Picknicken und Grillen und es weht uns bereits der Grillduft entgegen. Lecker! Wir selber haben natürlich nichts zum Grillen da und leiden etwas und spekulieren, wie toll es wäre, wenn eine der Gruppen etwas für uns übrig hat. Als hätten sie uns gehört nähert sich ein Pärchen unserem Bus. In der Hand haben sie einen Rost voll gegrillter Wurst und ein Stück Brot. Dönsil und Attila sind verheiratet und leben in der Gegend und dachten sich sie geben uns auch einfach etwas von ihrem Grillgut ab, sie haben eh zu viel. Dönsil hat selber mal in Deutschland gelebt und freut sich mal wieder Deutsch sprechen zu können. Attila kann russisch und wie viele beharrt er darauf, dass der Name Katharina doch zu einer Russin gehört. Wir müssen ihn enttäuschen. Nach kurzem Austausch gehen die zwei wieder zurück zu ihrem Grill und wir verspeisen mit Genuss unsere Grillwurst und das Brot und machen im Anschluss gleich noch einen Rest Nudeln mit Sosse warm. Da es schnell kälter wird sind wir schnell alleine in der Bucht. Für uns ist die Kälte aber nicht wirklich kalt, da wir Minus Grade aus Georgien und Armenien gewohnt sind und so sitzen wir noch ziemlich lange im Kerzenschein draussen und geniessen die frühlingshafte Stimmung. Später in der Nacht kommt noch ein Auto angefahren und einer der zwei geht auf Tauchgang in einem modischen Neoprenanzug gekleidet. Der andere macht derweil ein großes Feuer am Strand. Was der nächtliche Taucher in der Bucht sucht wissen wir nicht, aber er bleibt fast zwei Stunden im Wasser und sucht den Boden mit einer Taschenlampe ab. Nachts werden wir leider noch einmal von Windböen geweckt, die unseren Louie hin und her schaukeln. Maurice klettert durch unsere Durchreiche nach vorne und fährt Louie ein Stück hinter einen Felsen. Ganz ruckelfrei ist es zwar nicht, aber immerhin haben wir jetzt nicht mehr das Gefühl unser Louie kippt gleich um.
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  • Day108

    -ien

    January 11, 2020 in Turkey ⋅ ☀️ 1 °C

    Kathi schiebt verschlafen den Rollo runter. "Ich sehe nichts. Ne, da sind keine Ballons." Maurice will sich selber vergewissern und schaut aus dem Dachfenster. "Und ob da Ballons sind!" Ein hektisches Anziehen beginnt, aber mit der richtigen Vorfreude ist man dann auch schnell wach. Der Anblick ist magisch. Überall steigen die Ballons aus den Tälern empor und verteilen sich am erst langsam hell werdenden Himmel. Auch neben uns, in der Nähe des Touri Aussichtspunktes, werden Ballons vorbereitet und erheben sich mitsamt voller Körbe in die Lüfte. So langsam kommt auch die Sonne heraus und liefert einen Bilderbuch Sonnenaufgang ab. Von einer Seite angestrahlt sehen die Ballons noch schöner aus und leuchten in allen Farben. Nach und nach tauchen die Ballons in verschiedenen Tälern ab und einige fliegen ganz nah bei uns vorbei. Unser Platz ist perfekt, auch was die Fotos angeht die entstehen. Zwischenzeitlich versucht Kathi die Ballons zu zählen, gibt aber bei 71 auf. An die 100 werden es sein, die dort in der Luft schweben. Die Bilder sprechen für sich. Auf jedenfall ein Spektakel das man sehen sollte! Wir sind so vertieft, dass wir gar nicht merken wie kalt es eigentlich ist. Wir sind dann aber doch froh nach 1,5 h in den warmen Bus zu kommen und einen Kaffee zu trinken. Die Müdigkeit macht sich auch bemerkbar. Müde aber glücklich versuchen wir wacher zu werden und gönnen uns ein gemütliches Frühstück.

    Bei dem schönen Wetter heute wollen wir auch gleich ein bisschen wandern gehen und wagen einen Abstieg direkt neben unserem Bus hinab ins Tal. Abenteuerlich und rutschig, aber wir kommen heil unten an und laufen durch die Phallusartigen Türme (daher wohl auch der Name Liebestal). Immer wieder sind Ballons am Himmel zu sehen und das wird auch noch bis zum Sonnenuntergang andauern. Wahrscheinlich müssen die Agenturen die Ausfälle der letzten Tage wettmachen. Im Tal nutzt Maurice auch mal wieder seine Drohne. Nur leider will diese nicht so wie er und stürzt hinab ins Gebüsch. Zum Glück geht es doch recht einfach sie zu bergen und vielleicht hat sie ja vorher etwas brauchbares aufgenommen. Das wieder hochklettern zu Louie ist auch nicht ganz einfach und erfordert etwas Geschick. Irgendwann sind wir aber beide wieder angekommen und wärmen uns mit Tee auf.

    Ein Schatten verdunkelt die Sonne und wir wundern uns was das ist. Ein Blick nach draussen verrät, dass ein Ballon direkt vor uns gelandet ist. Die Männer im Korb sind sehr ausgelassen, wirken aber eher wie Einheimische, die auch mal ein bisschen mit dem Ballon rumfliegen wollen. So nah hatten wir noch keinen Ballon und Maurice geht neugierig vor die Tür um alles mitzubekommen. Kathi versucht sich an einem Mittagsschlaf nur leider wird die Ruhe gestört. Ein Hochzeitspaar möchte genau unseren Vorsprung zum Bilder machen nutzen und bittet uns zu fahren. Da wir eh vor hatten noch zum Sunset Point zu fahren, ist das auch kein Problem. Der Braut selber scheint es etwas unangenehm. Wir versuchen nun auch eine Stelle zu finden um Wasser aufzufüllen aber wegen der Kälte sind alle Wasserstellen abgestellt und letztendlich fragen wir in einem Geschäft nach. Daraufhin können wir natürlich zwei Kanister direkt im Laden füllen und wir werden darauf hingewiesen, dass der Besitzer noch eine Weile da ist. Kein Problem also, wenn wir mehr brauchen. Obendrauf bekommen wir auch noch einen Apfeltee, der leider schmeckt wie flüssiges Kaubonbon.

    Der Sunset Point ist einer der touristischen Aussichtspunkte und kostet auch Eintritt. Von hier soll man angeblich den besten Ausblick bei Sonnenuntergang haben. Wir geben ihm eine Chance und sind bereit den Eintritt zu zahlen. Leider versucht der Parkaufseher uns übers Ohr zu hauen und uns mehr Geld abzuziehen. Unsere Empörung ist ihm dann aber doch etwas unangenehm und er geht mit dem Preis etwas runter. Es wimmelt schon von Touristen und nach uns fahren immer weiter Autos hierher. Viele davon sind aber eindeutig schon zu spät zum Sonnenuntergang. Wirklich lange haben wir auch nichts mehr von der Sonne, doch der Ausblick ist wirklich ganz schön. Viele sitzen hier mit ihrem Bier oder Wein und geniessen die tolle Stimmung. Sobald die Sonne unten ist wird es auch echt kalt und fluchtartig verlassen fast alle den Felsen. Wir haben im Internet einen Platz für die Nacht dort oben gefunden. Früher konnte man dorthin noch ohne zahlen, aber im letzten Jahr haben sie den Eintrittspunkt weiter vor versetzt. Wir zweigen eine schmale Strasse ab und landen letztendlich an einem schönen Platz mit genauso schöner Aussicht wie oben am offiziellen Aussichtspunkt. Jetzt gilt nur noch Daumen drücken, dass morgen früh auch Ballons fliegen und wir hier noch ein paar tolle Eindrücke bekommen.
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    Ich möchte lösen... Kappadokien ;) wirklich schöne Landschaft! Grüßli Cam

    1/21/20Reply
     
  • Day107

    -dok-

    January 10, 2020 in Turkey ⋅ ⛅ 0 °C

    Wieder klingelt der Wecker um 7:30 und wieder können wir weiter schlafen, da sich keine Ballons zeigen :(. Kathi nutzt auch heute die Chance zu joggen, was etwas angenehmer ist als am Vortag. Wir beschliessen heute die Umgebung mit dem Auto etwas zu erkunden und fahren auf Erdwegen am Liebestal und später am weissen Tal entlang und landen schliesslich unterhalb von Uçhisar. Schon aus der Ferne haben wir diese wunderschöne Stadt bewundert und auch jetzt aus der Nähe werden wir nicht enttäuscht. Wir parken Louie in einer Kurve unterhalb des Felsenteils von Uçhisar. Hier ist ein beliebter Fotopunkt für all die Reisebusse, aber kaum einer der Touristen läuft hinauf in die Stadt. Uçhisar zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass in seiner Mitte mehrere grosse Feentürme thronen, die teilweise bewohnt sind, teilweise die alten Höhlen der früheren Einwohner aufweisen. Ein kleiner Pfad schlängelt sich den Berg hinauf und wir haben die Chance in viele der Feentürme hinein zu klettern. Wunderschön! Als wir um eine Ecke biegen kann Kathi ihren Augen kaum trauen: Da steht ein Kamel! (Eigentlich ein Dromedar, aber das wurde uns erst später bewusst). Wir taufen sie Babsi und nähern uns vorsichtig. Sie schaut uns neugierig aus ihren Kulleraugen an. Was für ein seltsamer Anblick so ein Dromedar im Schnee zwischen Feentürmen. Plötzlich macht Babsi ein paar Schritte auf uns zu und wir bemerken, dass sie nicht angebunden ist. Wir sind beide nicht so erfahren im Umgang mit Dromedaren, sind uns aber einig, dass wir keinen der Hufen abbekommen wollen. Mit Sicherheitsabstand beobachten wir Babsi.

    Auch im belebteren Teil Uçhisas haben sie es irgendwie geschafft, dass der Tourismus nicht zu aufdringlich ist. Natürlich sind überall Hotels und Restaurants aber sie fallen nicht unangenehm auf, sondern passen sich ihrer schönen Umgebung an. Auf einem besonders hohen Feenturm ist auch noch eine Burg, für die man Eintritt zahlen muss um einen tollen Ausblick zu haben. Auf Grund des schlechten Wetters beschliessen wir nicht hinauf zu steigen, sondern rutschen durch den Schnee bergab, zurück zu Louie. Wir nehmen nun die offizielle Strasse Richtung Göreme und halten noch einmal bei einigen Touri Shops am Strassenrand, da man von hier eine tolle Aussicht auf Göreme und das umliegende Tal hat. Einfach schön! Wir fahren durch Göreme, wo sich eine Ballon Agentur neben die andere reiht. Auf einer sehr steilen Strasse fahren wir vorbei am Open Air Museum, das stehts gut besucht ist. Oben angekommen erreichen wir Ortahisar. Auch hier gibt es einen grossen Feenturm, der allerdings nicht mehr bewohnt wird. Die kleineren Höhlen hier werden von den Bewohner jedoch noch als Lager und Ställe genutzt. Hier finden wir auch einen lecker Bäcker und fahren dann hinein in das rote und Rosental. Hier soll ein weiterer schöner Platz zum Schlafen sein. Ziemlich schnell wird uns allerdings klar, dass wir hier kaum fahren können, da der Boden immer sandiger wird.

    Leider doch etwas zu spät, denn schon stecken wir im Sand fest und kommen nicht mehr weg. Wir versuchen es ein paar mal mit Schieben und viel Schwung. Keine Chance, wie graben uns nur tiefer in den Sand. Der rechte Hinterreifen berührt auch gar nicht mehr den Boden, da wir so schräg feststecken. Mit Hilfe eines Spatens graben wir die Vorderreifen frei und unterbauen sie mit Steinen. Hoffen wir mal das es funktioniert. Und tatsächlich, durch die Steine und etwas Anschubsen kommen wir wieder frei und beschliessen, dass dieser Platz nichts für uns ist. Wir fahren also im Dunkeln wieder zu unserem alten, sehr tollen Platz über dem Liebestal und stellen den Wecker auf halb 8. Morgen ist gutes Wetter angesagt! ;)
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  • Day105

    Kapa-

    January 8, 2020 in Turkey ⋅ ☁️ 2 °C

    Wir bleiben nicht lange am Rastplatz und fahren gleich weiter Richtung Kappadokien. Wir machen mittags kurz Pause in Sivas auf der Suche nach Pide. Nachdem wir fündig wurden, kaufen wir noch schnell ein und weiter geht die Fahrt nach Göreme, das Zentrum Kappadokiens. Auf diversen Apps gab es so viele Plätze in Kappadokien und wir wissen nicht wirklich welcher davon der Beste sein soll. Wir entscheiden uns für einen Platz oberhalb des Liebestal ein Stück entfernt von Göreme. Das erste was uns hier auffällt, sind die vielen Touristen. Vor allem aus Asien stammend erstürmen sie die Hügel mit ihren Quads und viele Reisebusse fahren auf den Strassen. Im Liebestal selber gibt es auch einen sehr touristischen Aussichtspunkt mit vielen bescheuerten Herzen als Fotohintergrund. Wir fahren an alle dem vorbei und beziehen einen Platz auf einem Art Vorsprung mit herrlichem Blick auf die so genannten Feentürme Kappadokiens (die Berge sehen aus die Zuckerhaufen, darum der Name). Da es schon langsam dunkel wird, haben wir den Platz wirklich komplett für uns alleine, sind aber sehr gespannt wie es morgen sein wird. Wir wissen nicht wie nah die Ballons bei uns in die Luft gehen und wie stark der Menschen Andrang sein wird (Für Alle Unwissenden: Der Nationalpark Kappadokien zeichnet sich durch die Felsformationen in den diversen Tälern aus, die von oben spektakulär aussehen. Irgendwann ist jemand auf die Idee gekommen mit Heissluftballons die Lüfte zu erobern und so steigen nun pro Tag an die 100 Ballons in die Luft, teilweise mit bis zu 30 Touristen im grossen Korb). Um die Ballons zu sehen, heisst es auf jedenfall früh aufstehen, was im Winter halb 8 bedeutet, im Sommer dagegen halb 5. Wir haben also Glück ;).

    Als der Wecker um halb 8 klingelt, fühlt es sich trotzdem wie 3 Uhr morgens an und Kathi schafft es grade so den Rollo am Fenster neben ihr ein Stück auf zu machen. Nichts zu sehen! Maurice schafft es in Vorfreude auf einem tollen Ausblick aus dem Bett zu springen und zum Dachfenster hinaus zu schauen. Keine Ballons zu sehen :(. Das bedeutet zwar wir können noch weiterschlafen, aber ein bisschen Angst ist da. Wir sind doch hierher gefahren um Zeugen des atemberaubenden Schauspiels zu werden. Wir schlafen noch zwei Stunden und machen es uns dann Kaffee schlürfend und lesend auf der Bank bequem. Nach draussen zu gehen ist leider nicht wirklich einladend. Ein starker Wind rüttelt an Louie und alles ist grau, neblig und kalt. Wir sehen zwar das am Touri Aussichtspunkt etwas los ist, aber nicht sonderlich viel und zu uns verirrt sich niemand, was wahrscheinlich auch dem Wetter zu Schulden ist. Die Natur hier bietet sich an mal wieder etwas sportlich zu sein und so beschliessen wir joggen zu gehen, was bei dem Wind eine Herrausforderung ist. Selbst nach etwas laufen ist es immer noch sehr kalt und man wird fast umgeblasen. Im Endeffekt fühlt es sich aber trotzdem gut an sich mal wieder bewegt zu haben.

    Das schlechte Wetter hält leider den ganzen Tag an, so dass wir die Zeit mit aufräumen, chillen und etwas Wäsche waschen verbringen. War auch mal wieder nötig und so fühlt es sich dann auch so an, dass man wirklich was geschafft hat am Tag.
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  • Day103

    Goodbye Georgia, Hello again Turkey

    January 6, 2020 in Turkey ⋅ ⛅ -7 °C

    Nach kurzen Kuscheleinheiten für unsere beschützende Kläffer fahren wir wieder Richtung Alcaziche, wo wir vor einiger Zeit schon die Burganlage besichtigt haben. Auf dem Weg vefüttern wir noch einen kompletten Futtersack. Hungrige Vierbeiner gibt es mehr als genug. Unser Auftrag in der Stadt: Lari loswerden bzw. nochmal schön gross einkaufen, was unser kulinarisches Herz höher schlagen lässt. Lobiani und Shoti im Überfluss also! Ausserdem wollen wir unsere übrigen armenischen Dram schonmal in türkische Lira tauschen. Wir finden eine etwas dubios wirkende Wechselstube und errechnen, dass wir nur 14 Euro Verlust machen... auf Grund mangelnder anderer Möglichkeiten gehen wir den Deal ein und tanken nun noch einmal das Auto mit billigem Diesel voll. Je westlicher wir kommen um so teurer wird es werden und die 80ct pro Liter sind einfach zu schön um wahr zu sein. Nun kann es also weiter über die Grenze in die Türkei gehen. Diesmal wählen wir einen Grenzübergang weiter südlich, der nicht wirklich beschäftig aussieht, was vielleicht auch daran liegen könnte, dass heute Weihnachten in Georgien ist. Die drei Polizisten, die trotzdem arbeiten müssen, tun uns etwas Leid, aber mit nettem Lächeln und einem frohem Weihnachten können wir auch ihnen ein Lächeln aufs Gesicht zaubern. Uns würde es sicher auch freuen, wenn Ausländer an unser Weihnachten denken würden. Kathi muss auch hier wieder den Fussgängerüberweg nehmen, während Maurice das Auto durchschleust. Der türkische Übergang ist ähnlich unspektakulär. Zwar gibt es hier wieder viel mehr Schalter an denen man sich melden muss, aber das Auto wird auch nur kurz inspiziert und ein paar Fragen gestellt und schon sind wir in der Türkei. Vielleicht hatten wir auch Glück, dass genau jetzt eine Frau wohl versucht hat irgendetwas "Illegales" über die Grenze zu bringen und die Polizisten eher damit beschäftigt waren.

    Wir sind nicht auf den vielen Schnee vorbereitet. Wir müssen schon zugeben, dass unser Bild der Türkei bisher eine wüstenähnliche Ebene mit zwei Küsten war. Schon auf unserer Schwarzmeerroute wurden wir vom Gegenteil überzeugt. Wir fahren südlich hinauf in die Berge. Alles weiss, überall Schnee und minus 12 Grad. Die Winterlandschaft ist wirklich schön, aber hier ist einfach nichts. Und dabei meinen wir wirklich nichts! Ab und zu bilden 5 Häuser ein kleines Dörfchen, Menschen sehen wir aber keine. Für die Nacht haben wir uns noch ein Stück weiter südlich einen See ausgesucht, diesen gilt es aber erst einmal vor der Dunkelheit zu erreichen. Wir sind gut in der Zeit, als uns ein buntes, Daumen herausstreckendes Etwas abbremsen lässt. Elvis aus Litauen macht eigentlich in Georgien Ski Urlaub, da es für seine Freerider Künste aber nicht genug Schnee gab, hat er beschlossen "kurz" mal in die Türkei zu trampen um es warm zu haben. Der viele Schnee, die Kälte und mangelnde Bevölkerung hat er allerdings nicht erwartet. Eigentlich müssen wir an einer Kreuzung abbiegen, aber wir bringen es nicht übers Herz Elvis hier auszusetzen und fahren ihn noch in die nächste Stadt. Hier will er erstmal eine Nacht bleiben und am nächsten Tag hoffentlich wieder nach Georgien kommen. Mittlerweile ist es natürlich schon dunkel geworden und wir sehen den See Çildir gölü kaum noch. Leider schneit es hier sehr und ist noch dazu sehr windig und wir beschliessen die Nacht nicht hier zu verbringen. Mangels Möglichkeiten in der Nähe fahren wir noch bis nach Kars, wo wir zum Glück gestreute Strassen finden, um auf den Berg zu fahren auf dem die Burg von Kars thront. Hier gibt es einen schönen kleinen Parkplatz mit Aussicht über die winterliche Stadt. So komisch verschneite Moscheen zu sehen! Bis auf ein paar romantische Aussichtgeniesser sind wir die Nacht über allein.

    Am nächsten Morgen besichtigen wir die Burganlage, die wirklich schön ist, was auch dem Ausblick zu Schulden ist, obwohl das Stadtbild nicht wirklich schön ist. Hier sind auch einige Leute unterwegs, wobei wir nicht sicher sind, ob es wirklich Touristen sind oder einfach Einheimische, die auch mal hier gewesen sein wollen. Wir nutzen den heutigen Tag vor allem dafür etwas Strecke zu machen, da wie schon erwähnt es hier einfach nicht wirklich etwas gibt. In Aşkale hatten wir eigentlich einen Platz am Fluss ausgesucht, nur leider ist dieser auf Grund des Schnees mal wieder nicht anfahrbar. Zwar kann Maurice hier in einem Laden neue Scheeketten entdecken, aber für den Platz bringt uns dies auch nichts. Wir halten kurz um unseren Rest Linseneintopf aufzuwärmen und unseren Hunger zu stillen. Gerade sind wir in dem Modus einfach die Nacht durchzufahren und Maurice macht sich auch noch einen Kaffee. Wir nehmen eine Seitenstrasse zum Dorf Hatuncuk. Wir freuen uns schon als wir vor der Moschee an einer Wasserstelle einen guten Platz gefunden haben. Schnell kommen zwei Bewohner und erklären uns, dass wir hier nicht bleiben können und wenig später bekräftigt die Kuhherde, die zum Trinken kommt, ihre Worte. Angeblich wäre es hier im Dorf nicht sicher und wir sollen uns lieber in die Stadt an die Strasse stellen. Erscheint uns zwar anders, aber da wir eindeutig nicht willkommen sind, fahren wir schliesslich weiter. Sehr starker Schneefall setzt ein und wir füllen uns wie im Falken, der mit Lichtgeschwindigkeit nach Naboo rast. Da die Müdigkeit irgendwann doch kommt, versuchen wir in Zara vor einer Polizeistation zu stehen. Auch hier werden wir weggeschickt und auf einen LKW Rastplatz vor der Stadt verwiesen. Das klingt zwar überhaupt nicht verlockend und an einer Tankstelle an der grossen Strasse schlafen ist gar nicht unser Stil, aber mangels Möglichkeiten parken wir Louie neben LKWs und hoffen ein paar Stunden schlafen zu können. Erstaunlicherweise schlafen wir wirklich gut und alle LKWs sind schon längst wieder on the road, als wir aufstehen.
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  • Day102

    Von Schnee, Eis&warmer Gastfreundschaft

    January 5, 2020 in Armenia ⋅ ⛅ -2 °C

    Die Rettung war ein aufblinkendes Fahrzeug was neben uns hielt und mit einem "Hallo, wie geht's Euch?" Stellte sich uns Vahan vor. Er hat mal in Deutschland gelebt und kann sich super verständigen. Er macht uns gleich klar, dass wir verrückt sind hier hoch zu fahren und auf die Frage, wie er hier hochgekommen ist, antwortet er: "Ich bin von Hier, ich kann Das!" Vahan fackelt nicht lange und übernimmt das Steuer und wendet Louie gekonnt mit Hilfe der Handbremse auf der Stelle. Das hätten wir nicht hinbekommen. Er weist uns an ihm zu folgen und mit zu ihm zu kommen. Kein Widerspruch möglich. Auf Grund der Dunkelheit und des Nebels sind wir darüber ganz froh. Wir folgen Vahan zu seinem Haus in Anarut und parken Louie im Innehof. In der warmen Stube ist die ganze Familie versammelt: Vahans Vater und Mutter, seine Frau, seine drei Töchter und der Hund Edison. Sonderlich verdutzt ist niemand über unser Auftauchen und wir nehmen am Tisch Platz. Es dauert nicht lange und ein wahres Festmahl breitet sich vor uns aus. Etwas unangenehm wie wir bedient werden, aber alle scheinen vertraut mit ihren Tätigkeiten zu sein und es ist keine Frage wer was zu tun hat. Wir kommen immer mehr ins Gespräch und lernen nach und nach alle Familienmiglieder kennen. Vahan und seine Frau Lusine waren als Flüchtlinge in Deutschland, sind aber sobald sie konnten wieder zurück in die Heimat. In Deutschland sind auch die zwei ältesten Töchter geboren, Anni und Olia. Wirklich Deutsch sprechen die beiden aber nicht mehr, Da sie damals noch so klein waren. Die Jüngste, Milena, wurde in Armenien geboren und ist eindeutig das Nesthäckchen der Familie. Mit im Haus wohnen auch noch Vahans Eltern, wobei die Mutter auch etwas Deutsch kann und interessiert ist und der Vater betrunken neben uns im Bett schläft. Vahan erklärt uns, dass sie heute den ganzen Tag schon Besuch hatten und dementsprechend auch viel getrunken haben. Von unserem Silvester an bis zum Silvester der orthodoxen Armenier am 14.01 ist es Tradition, dass man alle Freunde besucht und auch zu sich einlädt. Man hat quasi für nichts anderes mehr Zeit und muss auch allen Leuten die man besucht immer eine Kleinigkeit mitbringen. Für uns klingt das ganz schön stressig, aber die Familie findet das ganz normal. Nur Olia beklagt, dass sie nie Zeit für ihren Geburtstag Hat, da dieser auf den 31.12 fällt und sie nur mit den Vorbereitungen für das ganze Essen beschäftigt ist. Das Essen ist aber wirklich lecker und zeugt von der vielen Arbeit, die sie hatten. Es gibt: gefüllte Pfannkuchen, Rote Beete Salat, Gemüsesalat, sehr viel Fleisch, Kartoffeln, Bohnenknödel, Dolmas (gefüllte Wein- und Krautblätter), viel Kuchen, Obst, Nüsse und vieles mehr. Wir sind mehr als satt und bekommen natürlich immer wieder etwas aufgetischt. Dazu gibt es Fanta und Vodka, und das zu Genüge, wir müssen ja nicht mehr fahren, sagt Vahan. Gegen Ende des Essens hat Vahan es immer eiliger und er klärt uns, dass er noch Freunde besuchen geht. Uns ist das nur Recht. So können wir uns relativ früh zurückziehen.

    Wir wissen nicht genau wann es passiert ist, Aber irgendwann stand dann fest, dass wir ja mit zu den Freunden kommen....wenig später sassen wir zu 7. In Vahans Auto und rasten das Dorf hinab zum Haus der befreundeten Familie. Hier empfing uns wieder rum eine Familie von 7 Personen und das Festmahl stand auf dem Tisch bereit. Keine Widerrede, der Teller wird voll geladen. Zum Trinken gibt es wieder Vodka (immer bei einer Alkoholsorte bleiben, rät Vahan) und Estragon Limo. Letzteres schmeckt interessant, wird aber nicht unser Favorit. Wir sind kurz davor zu platzen, als nun die Kinder dran sind uns zu bespassen. Der jüngste Sohn stimmt ein Lied an und die Schwester begleitet ihn am Klavier. Süss aber sehr schief! Anni kommt zur Hilfe und da sie wirklich singen kann, wird es erträglich. Nach ein paar Gesangseinlagen wird getanzt und wer muss natürlich mittanzen, richtig Kathi! Nach kurzer Zeit kann sie zwei Volkstänze und die anderen klatschen begeistert mit. Peinlich, peinlich.... Irgendwann ist das Gelage auch hier zu Ende und mit kurzer Zigaretteneinkaufspause kommen wir wieder bei Vahan an. Die Töchter und Frau steigen aus und er fährt noch mit uns spazieren, wie er es nennt. Wir fahren hinauf auf den Berg, wo wir vorhin umkehren mussten. Er rast einfach hinauf und weiss genau wo er erst wieder anhalten kann um nicht stecken zu bleiben. Hier oben sind auch ein paar junge Männer die ein Lagerfeuer machen und sofort bekommen wir wieder Vodka in die Hand gedrückt. Die Stimmung hier oben ist herrlich und der Sternenhimmel wunderschön.

    Wieder bei Vahan sagen wir Gute Nacht und Kuscheln uns in den Bus, der sicher in Vahans Hof steht. Frühs weckt uns Vahan, obwohl er noch meinte Ausschlafen ist gar kein Problem. Anscheinend hat er mit dem Frühstück auf uns gewartet und die Frauen des Hauses bedienen uns mal wieder. Auch das Frühstück fällt sehr üppig und herzhaft aus (Reis, Bohnen, Mais, Pfannkuchen,Obst, Fleisch und Schwarztee). Wir tauschen uns weiter über Familienumstände etc aus, als Vahans Mutter auf die Idee kommt Kathi könnte ihr den Blutdruck messen und sie zeigt ihr alle .Medikamente, die sie laut Arzt nehmen muss. Macht sie aber nicht, da sie es für unnötig hält. Ihr hoher Blutdruck sagt etwas anderes. Mehr als ihr nochmal zu erklären wie wichtig es ist, kann Kathi nicht machen. Wir haben nicht den Eindruck es ist angekommen. Vahan möchte am liebsten, dass wir noch eine Nacht bleiben, aber wir wollen weiter und verabschieden uns von allen. Unsere kleine Busführung beeindruckt sie nicht wirklich und i interessant ist, ob wir einen Fernseher haben.

    Wir haben sie alle ins Herz geschlossen, sind dann aber doch froh weiterzukommen und steuern Gjumri an. Dieses Städtchen wurde uns sehr empfohlen, aber wir können ihr nicht wirklich was abgewinnen und fahren weiter. Wir durchqueren wunderschöne Landschaften und beschliessen dann aber doch heute schon wieder über die Grenze nach Georgien zu fahren. Die Grenzkontrolle verläuft wie immer unspektakulär, bis auf, dass auf Grund des Hundefutters, einer der Beamten nach unserem Hund fragt und sichtlich verwirrt ist, dass es für die Strassenhunde sein soll. Durch unsere fröhlichen Frohen Weihnachtswünsche bekommen wir viele Lächeln und Schokolade geschenkt. Als Platz für die acht steuern wir Vardzia an. Hier waren wir sc honmal und der Platz Plus die Aussicht sind herrlich. Es ist wie nach Hause kommen und ausserdem begrüsst uns Georgien mit herrlichem Sonnenschein. Leider haben zwei Strassenhunde beschlossen uns nachts zu beschützen und bellen bei jeder Kleinigkeit, was uns eher eine schlaflose Nacht beschert.
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  • Day101

    Von Klöstern und Tempeln

    January 4, 2020 in Armenia ⋅ ☁️ -2 °C

    Heute wollen wir wieder von der Hauptstadt aus aufbrechen und treffen alle Vorbereitungen. Louie wird mal wieder ordentlich sauber gemacht innen und das Wasser wird aufgefüllt. Hierzu läuft Maurice einpaar mal zwischen Bad und Bus hin und her und viele Bewohner schauen doof. Kathi macht sich daran, die komplett eingeschneiten Scheibe frei zu bekommen und es dauert nicht lange und ein netter Inder kommt ihr zu Hilfe. Neugierig fragt Kathi mal nach, was er hier eigentlich macht. Er lebt hier seit 6 Monaten und verkauft Medizingeräte, möchte aber bald weiter nach Italien oder Irland. Die anderen Inder haben damit aber wohl nichts zu tun und das macht nur er. Löst also immer noch nicht die Frage, wieso hier genau alle Inder absteigen.

    Wir verabschieden uns von den netten Leuten und fahren los auf einer der grossen Strassen Richtung Süden. Hier sehen wir die beste Chance an Eurodiesel zu kommen. Die Qualität des Diesels soll je weiter man in den Osten kommt abnehmen und wir wollen Motorprobleme mit Louie vermeiden. Wir fahren eine gefühlt Ewigkeit die Straße ab und fragen bei mehreren Tankstellen nach. Wir werden immer weiter verwiesen. Schliesslich glauben wir eine Tankstelle gefunden zu haben, doch hier kann man nur mit Bargeld zahlen, waaah. Zum Glück kommt gleich darauf eine weitere Tankstelle, wo wir nun endlich Eurodiesel bekommen oder zumindest behauptet das der Verkäufer. Ausgeschrieben ist es nur als Diesel. Wir sind gespannt, ob wir bald Probleme haben werden.

    Nun führt uns unser Weg östlich zum Charents Arch, ein beliebter Aussichtspunkt. Schon auf dem Weg dorthin kämpfen wir uns durch dichtesten Nebel. Man kann keine 10 m weit sehen und noch dazu fahren hier ja viele ohne Licht. Dementsprechend schlecht ist auch die Sicht am Charents Arch und wir fragen uns, von was die ganzen Russen hier bitte Fotos machen. Zumindest können wir hier ein paar hungrige Hunde füttern und dann beschwingt weiter der Strasse zum Garni-Tempel folgen. Im Internet haben wir schon gelesen, dass der Garni-Tempel absolut überschätzt wird. Alle Fundstücke von hier haben wir bereits im Geschichtsmuseum gesehen und der Tempel ist nichts im Vergleich zu Tempeln in Griechenland. Wir nähern uns trotzdem dem Eingang und beschliessen nachdem wir den Tempel aus der Ferne gesehen haben, dass es uns als Erinnerung reicht. Es quetschen sich so viele Autos die enge Strasse entlang und an beiden Seiten sind noch dazu Buden mit Tourikram. Irgendwie schaffen wir es zu wenden und fahren direkt weiter zum Geghard-Kloster.

    Das Geghard-Kloster ist ein spirituelle Zentrum von Armenien, was man an dem Ansturm von Touristen, so wie Einheimischen merken kann. Trotz vieler Menschen lohnt sich ein Besuch absolut. Das Kloster liegt nicht nur wunderschön in einem Tal direkt am Felsen, sondern ist auch teilweise in den Fels gebaut und drum herum kann man auch noch alte Höhlen mit tollen Fresken besichtigen. Vom Hauptraum der Kirche zweigen sich zwei Nebenräume, die in den Fels führen, ab und die sind die wahre Perle. Das fehlende elektrische Licht gibt dem ganzen eine mystische Stimmung. Hier befindet sich auch eine Quelle, bei der sich viele das Gesicht waschen. Ob das irgendeinen religiösen Hintergrund hat, müssen wir noch nachforschen. Am Hinterausgang des Innenhofes kommt man zu einer Brücke auf deren anderer Seite viele Bänder in Bäume geknotet sind und weiter oben am Fels befinden sich viele kleine Steinhaufen. Es scheint, hier kommt jeder, der möchte, mit einem Anliegen her und legt seine Sorgen hier ab. Links vor der Hauptkirche führt eine Treppe hinauf und durch einen Tunnel gelangt man in einen weiteren Raum im Fels mit super Akkustik. Wir probieren uns gleich mal ein wenig im Singen. :) Auch hier liegt Magie in der Luft. Vor dem Eingang des kompletten Komplexes führt ein Pfad den Berg hinauf zu einigen der schönen Höhlen, lohnt sich hier hoch zu kraxeln.
    Als wir fast schon wieder wegfahren wollten, werden drei Jungs auf unser Auto aufmerksam. Die drei Studenten aus München sind ganz aus dem Häuschen, dass hier noch andere Bayern sind. Kurzer Smalltalk und wir fahren weiter durch noch dichteren Nebel Richtung Norden. Hier versuchen wir einen Platz am Aragaz aufzusuchen, doch müssen feststellen, dass die Strasse eisig und voller Schnee ist. Es wird dunkel und wir finden keinen Platz, wo wir bleiben wollen. Dann ist ein Stück der Straße so vereist, dass wir selbst im Stehen bergab rutschen, aber noch vorsichtig die Gegenfahrbahn frei machen können. Dann ist die Frage, wie weiter und wohin?! Doch die Rettung ist nah.....
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  • Day99

    Silvester und Neujahr in Jerewan

    January 2, 2020 in Armenia ⋅ ⛅ 2 °C

    Als wir im Taxi immer tiefer ins Zentrum fahren, merken wir schon, dass wegen Silvester Ausnahmezustand herrscht. Auch unsere Taxifahrt endet ein bisschen früher, weil der zentrale Platz, wo wir uns mit Sarah und Grant verabredet haben, gesperrt ist. Wir laufen das letzte Stück und sind überrascht von dem immensen Polizeiaufgebot. Dann stellen wir fest, dass der Platz momentan komplett gesperrt ist und wir gar nicht zum Treffpunkt können. Ein paar Nachrichten und Meter später treffen wir die anderen, die an anderer Stelle nicht weiterkamen. Wir erfahren, dass auf dem Platz der Republik später die große öffentliche Silvesterfeier sein wird und der Einlass gegen 21 Uhr aufmachen soll. Da wir eh erst Essen gehen wollen, machen wir uns auf den Weg durch die Fussgängerzone zu einem Restaurant, wo Sarah und Grant die letzten Tage öfters waren (Die zwei sind sehr kulinarisch interessiert unterwegs und wir haben schon einige Tipps von ihnen genutzt). Im Lavash sind zwar viele Touristen und der Andrang ist groß, aber wie wir später schmecken, lohnt es sich. Wir bestellen wieder viele Gerichteund teilen sie miteinander. Die Stimmung ist auch bei der Belegschaft ausgelassen und die Weihnachtslieder im Hintergrund werden plötzlich laut gedreht und alle Kellner tanzen zusammen. Trotzdem läuft irgendwie alles weiter und wir kriegen eine leckere Speise nach der anderen. Wegen Silvester schließt das Lokal bereits um 21 Uhr und wir begeben uns zum Hauptplatz. Dort gibt es Einlasskontrollen, unter anderem auf Alkohol. Wir haben extra eine Flasche Champagner, die Kathi schon lange besitzt, für diesen Anlass dabei und die Australier haben mehrere Flachmänner mit Cognac. Zum Glück haben die beiden ihr Hotelzimmer sehr zentral nur 3 Gehminuten entfernt und wir lagern unsere Vorräte dort - schade! Diesmal werden wir eingelassen (Sarah schmuggelt trotzdem Cognac mit rein) und laufen über den riesigen Platz. Sehr viele Menschen sind schon da und auf der einen Seite steht ein riesiger Weihnachtsbaum mit zigtausenden Lichtern u d auf der anderen Seite eine große Bühne mit seitlichen Bildschirmen.
    Grant erzählt, dass armenische Bekannte erwähnt haben, dass Goran Bregoviç kommen könnte. Maurice ist völlig aus dem Häuschen und hofft, dass die Info sich als wahr herausstellen wird.
    Wir erkunden das Gelände und gehen über eine Art Weihnachtsmarkt, wo es tatsächlich Glühwein gibt. Mit dem heißen wohlschmeckenden Getränk aus der Heimat in der Hand unterhalten wir uns und holen ab und zu Nachschub. Interessant ist ein kurzes Gespräch mit einer armenischen Familie, in der alle Englisch sprechen und die uns über den Regierungswechsel im letzten Jahr informiert und von den positiven Effekt dadurch berichtet.
    So vergeht vergnügt die Zeit bis es Mitternacht ist und wir wieder zum Hauptplatz eilen, wo gerade das Feuerwerk losgeht. Kathi kannte solch öffentliche Silvesterfeiern aus Berlin, Maurice ist beeindruckt von der Stimmung und dem krassen Feuerwerk.
    Nachdem eine Frau mit Band (vermutlich berühmt in Armenien) auf der Bühne orientalische Rockmusik zum Besten gegeben hat, kommt dann wirklich Goran Bregoviç mit seinem Wedding and Funeral Orchestra auf die Bühne und spielt die für ihn typische Balkan-Brass-Musik, unter anderem auch "Gas Gas Gas". Wir feiern mit Musik und Glühwein, bis uns irgenwann doch zu kalt ist und wir noch in das Hotelzimmer der Australier weiterziehen. Dort gibt es noch den Champagner und Snacks und irgendwann suchen wir uns ein Taxi zu Louie. Trotz Müdigkeit kochen wir noch Nudeln mit Pesto, verputzen den ganzen Topf und schlafen schließlich zufrieden ein. Hallo neues Jahr - ein guter Start!

    Am ersten Januar machen wir nicht viel außer ausschlafen und rumgammeln, wie es sich für Neujahr doch gehört und Filme gucken passt auch wunderbar. So lernt Maurice "Sissi" kennen, was Kathi schon lang ein Anliegen war.
    Kathi geht es nach so eine Feier-Nacht mit ihrer Kränkelei natürlich eher schlechter und sie will nicht mal Tomatensuppe essen, während Maurice die restlichen Fische vom Sewan-See zubereitet und verputzt. Den Bus verlassen wir an dem Tag
    nur 1 bzw. 2 mal, um ins Bad zu gehen und dabei den zahlreichen Indern (es sieht so aus, als wären alle anderen Gäste aus Indien) ein Happy New Year zu wünschen.

    Für den 02. Januar nehmen wir uns vor, die Hauptstadt auch bei Tag anzugucken und kommen aber wehen anfänglicher Gemütlichkeit erst am frühen Nachmittag los.
    Wir fahren diesmal mit dem Bus und naxh anfänglicher Verwirrung klappt das auch gut. Wir erfahren, dass es ca. 20 Cent kostet und man erst beim Aussteigen zahlt. Zentrumnah steigen wir aus und laufen zu den Kaskaden, die ein Wahrzeichen der Stadt sind. Auf dem Weg dorthin kommen wir am Mantenadaran-Museum vorbei. Es ist das Zentralarchiv für alte armenische Handschriften. Seit 1962 ist es nach dem Heiligen Mesrop Maschtoz benannt, dem Entwickler des armenischen Alphabets. Heute ist es geschlossen und so begutachten wir nur die draußen ausgestellten Chatschkaren bevor wir zu den Kaskaden weitergehen.
    Der Kaskaden-Komplex ist wie eine riesige Treppe einen Hügel hinauf, immer wieder durch Zwischenebenen unterbrochen und wenn es wärmer ist plätschert wohl Wasser über die vielen kunstvollen Brunnen. Leider läuft kein Wasser und es wäre mit wohl um Einiges schöner. Wir beschließen, ganz hoch zulaufen, was sich aber nicht sonderlich lohnt. Erst kommt ein riesiges hässliches Loch von Baustelle und oben dann ist der Blick auf die Stadt auch kein besonders schöner, geschmälert noch vom trüben Wetter.
    Am Fuß der Treppe gibt es eine kleine Freilicht-Ausstellung mit manch wirklich coolem Kunstwerk. An der Oper vorbei gehen wir Richtung Innenstadt und unser Hunger bringt uns noch mal ins Lavash, wo wir wieder sehr leckere Sachen essen. Dann wollen gerne noch in das Armenische Geschichtsmuseum. Das macht jedoch bald zu wie wir erfahren und wir verschieben es auf den nächsten Tag.
    Mit dem Klein-Omnibus geht es zurück und wir lassen den Tag ruhig ausklingen.

    Am 03. Januar wollen wir auf jeden Fall ins Geschichtsmuseum und gehen zur Bushaltestelle. Der Bus hat eine andere Nummer, aber neben der armenischen für uns unidentifizierbaren Schrift steht da City in lateinischer Schrift. Wir fragen noch den Busfahrer, ob er wirklich ins City CENTER fährt , er bejaht und wir steigen sein. Wir fahren und fahren und irgendwann googeln wir eine Fahrroute, die zu stimmen scheint. Das Center wird dabei schön umfahren und wir überlegen, wo wir am besten aussteigen. Da alles in der Peripherie verläuft warten wir auf die letzte Haltestelle, die wenigstens an einer U-Bahn-Station liegt. Nach einer Stunde Fahrt steigen wir in die U-Bahn und sind dann 10 Minuten später am Museum. Es ist schon wieder fast 16 Uhr, aber wir denken, 2 Stunden sollten reichen. Das Museum geht mit frühzeitiger Geschichte los, die Exponate sind gut dargestellt und auch auf Englisch beschrieben, es ist interessant. Langsam arbeiten wir uns ein Stockwerk weiter, wo dann plötzlich Zeit- und Themasprünge für leichte Verwirrung sorgen.
    Als es endlich zur Geschichte des 20. Jahrhunderts kommt, die uns besonders interessiert, geht es drunter und drüber und nur noch manche nichtssagenden Bilduntertitel sind auf Englisch, die meiste Information bleibt uns vorenthalten. Wir fühlen uns etwas an das Stalin-Museum in Gori erinnert. Auch der Genozid der Türken an den Armeniern ist leider in dem Stil dargestellt. Zudem schicken uns die angestellten Damen immer Richtung Ausgang und nur mit Durchsetzungsvermögen können wir die restlichen Teile im Schnelldurchlauf ansehen. Dann ist es 18 Uhr und mit mehr Verwirrung als Erkenntnis treten wir auf den Platz der Republik- sehr schade!

    Wir wollen aber noch nach einer Hose für Maurice schauen, da die aus der Türkei sich leider bereits mit Löchern am Hintern als kein Produkt guter Qualität herausgestellt hat. Wir tauchen ab in eine unterirdische Einkaufspassage, werden aber nicht mal mit dem richtigen Geschäft fündig. Dafür ergattert Maurice endlich ein Gimbal für sein Handy, wo nach er schon seit ein paar Ländern Ausschau hält. Wir treten die Heimfahrt an, diesmal mit einer bewährten Buslinie und kochen noch schön in Louie. Es reicht uns schon irgendwie mit dieser Stadt.
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