• Angelika Baur-Schermbach
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Weltreise 2025/2026 - AIDA

Einmal um die Nordhalbkugel der Welt Meer informatie
  • Tag 64 - Busan - Südkorea

    12 januari, Zuid-Korea ⋅ ☀️ -2 °C

    Heute Morgen sind wir nach zehn Seetagen gut in Busan angekommen. Es war schön, mal wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Nach dem Frühstück sind wir vom Schiff gegangen und durch die Passkontrolle – alles lief problemlos.
    Andreas macht eine 50 km Fahrradtour, und ich nehme an einem Ausflug zu verschiedenen Tempeln und Orten in Südkorea teil.
    Während wir unterwegs sind, werden 15 Container geliefert, die ausgeladen werden müssen. Außerdem bekommen wir Treibstoff. Einige Passagiere, die die Seetage übersprungen haben, kehren zurück an Bord, und ein paar Patienten werden in Krankenhäuser gebracht.
    Unser Tag in Busan war wunderschön. Andreas hatte eine tolle Fahrradtour bei kalten -3 bis dann 5 Grad Mittags. Es hat ihm dennoch gut gefallen.
    Ich war mit dem Bus unterwegs. Zuerst sind wir durch Busan gefahren.
    Die Geschichte Busans reicht weit zurück. Bereits in der Antike war die Region besiedelt und gehörte zum Königreich Silla (57 v. Chr.–935 n. Chr.), einem der Drei Reiche Koreas. Durch seine Lage am Meer spielte das Gebiet schon früh eine Rolle im Handel und im Kontakt mit Japan.
    Während der japanischen Invasionen Koreas Ende des 16. Jahrhunderts war die Region stark umkämpft.
    Einen entscheidenden Einschnitt für Korea brachte der Koreakrieg zwischen 1950–1953. Busan war zeitweise die einzige größere Stadt, die nicht von nordkoreanischen Truppen besetzt wurde. Sie diente als provisorische Hauptstadt Südkoreas und nahm Millionen Flüchtlinge auf.
    Nach dem Krieg entwickelte sich Busan zu einer zentralen Industrie- und Hafenstadt. Sie wuchs rasend schnell. Da die das Land viele Berge hat wurden sehr hohe Gebäude gebaut, um genügend Wohnraum für die Einwohner zu schaffen. Bis heute gilt Busan als Tor Koreas zur Welt und ist der sechsgrösste Containerhafen weltweit.
    Nachdem wir aus der Stadt rausgefahren sind ging es zum Bulguksa-Tempels. Wir besichtigten diese Anlage und fuhren dann weiter nach Gyochon. Dort haben wir das Gyeongju Gyochon Traditional Village und der Woljeonggyo-Brücke besichtigt. Hier hat man gesehen, wie die Menschen früher gelebt haben. Dann ging es weiter zum Tumuli-Park . Hier hatten wir eine Stunde zur feien Verfügung. Ich bin die Strassen entlang gebummelt und habe eine koranische Spezialität gegessen. War sehr lecker. Im Tumuli Park haben wir uns dann eines der zwei ausgegrabenen Grabhügel, das jetzt als Museum ausgebaut ist besichtigt. Zum Abschluss fuhren wir zum Donggung Palast und Wolji Pond.
    Zurück auf dem Schiff gab es einen Sonderaufguss für die durchgefrorenen Biker. Noch ein bisschen lesen und dann ging es zum Essen.
    Es war wirklich ein toller Tag. Schön wieder in Asien zu sein. Ich liebe einfach diese Menschen, diese Länder, diese Kulturen. Südkorea war für mich auch neu, aber es hat mir verzaubert.
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  • Tag 63 - Seetag - Halbzeit

    11 januari, Japan ⋅ 🌬 6 °C

    Heute war unser 10. Seetag, und morgen früh werden wir pünktlich in Busan ankommen. Das Wetter wae stürmisch, aber man gewöhnt sich an Alles🤣
    Wahnsinn – die Hälfte unserer 138-tägigen Reise um die Welt liegt bereits hinter uns. Was wir alles schon erlebt haben, lässt sich kaum in Worte fassen.
    Von einer stürmischen Überfahrt nach Kanada über die Einfahrt nach New York mit der Drehung vor der Freiheitsstatue, das wunderschöne Charleston, die Durchquerung des Panamakanals, die Westküste Amerikas mit ihren großartigen Städten bis hin zum Besuch von Pearl Harbor mit unserem Lektor – für mich unvergessen. Und das sind nur einige Beispiele. So viele Eindrücke, die man gar nicht so schnell verarbeiten kann. Und dabei liegen noch so viele aufregende Destinationen vor uns. Wir sind sehr dankbar, dass wir das alles erleben dürfen.
    Wie war unser Tag? Heute Morgen haben wir gemeinsam Ausdauertraining gemacht, danach gefrühstückt. Anschließend gab es im Theaterium eine Fragerunde mit dem Küchenchef und dem F&B-Manager. Er erzählte, was wir bis heute in den Restaurants gegessen und getrunken haben. Unglaublich, was dort täglich geleistet wird, um uns zu versorgen – und trotzdem wird immer wieder gemeckert.

    Ein paar Zahlen:
    • 5.888 Brezen
    • 6.909 kg Kartoffeln
    • 6.334 kg Tomaten
    • 9.946 Liter Sahne
    • 12.680 kg Wassermelonen
    • 14.275 kg Ananas
    • 20.880 Croissants
    • 156.376 Eier 🤣
    • 16.335 Liter Weißwein
    • 14.345 Liter Rotwein
    • 34.517 Liter Bier
    • 22.320 Klopapierrollen
    wurden verbraucht.
    Danach habe ich gearbeitet, Andreas war beim Spinning, und wir haben uns anschließend in der Sauna getroffen. Dort sind immer die gleichen sehr netten Menschen, die man abends meist noch einmal beim Essen im Yacht Club trifft.
    Zum Schluss haben wir alles für morgen vorbereitet, da unsere Ausflüge früh beginnen.
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  • Tag 62 - Seetag

    10 januari, Philippinensee ⋅ 🌬 15 °C

    Heute hatten wir unseren 9. Seetag. Um 8 Uhr wurden wir von unserem lieben Kapitän geweckt, da es aufgrund eines medizinischen Notfalls zu einer Kursänderung kam. Wir nahmen einen Umweg in Richtung Tokio. Von dort kam eine große Maschine mit medizinischem Fachpersonal, das anschließend in einen Hubschrauber umstieg, um die Patientin aufzunehmen. Währenddessen wurden die Außendecks gesperrt und wir wurden gebeten, die Balkone nicht zu betreten.
    Unser Kapitän musste die Gäste zudem ausdrücklich bitten, die Handys in der Hosentasche zu lassen. Die meisten hielten sich daran, leider gab es jedoch erneut einzelne Passagiere, die trotzdem fotografierten. Unbegreiflich, wie manche Menschen in solchen Situationen reagieren.
    Zum Glück verlief alles reibungslos, und die Patient konnte sicher in die Hände der japanischen Ärzte übergeben werden und dann nach Tokio geflogen werden. Unser Kapitän bat die Passagiere außerdem, heute keine Sprechstunde aufzusuchen, da sich noch weitere Patienten im Hospital befinden. Am Abend teilte er uns in der Prime Time bei Chris mit, dass diese Patienten das Schiff in Busan verlassen und dort in Krankenhäuser verlegt werden.
    Da wird einem wieder bewusst, wie dankbar man jeden Tag sein kann, wenn es einem selbst und den lieben Menschen, die man hier kennengelernt hat, gut geht und man diese Reise erleben darf.
    Ich habe am Morgen meinen Sport gemacht. Im Anschluss hörten wir wieder einen Vortrag von Ingo Bauernfeind, diesmal zum Thema Tokio – Teil 1, der sehr informativ und spannend war. Andreas absolvierte am Nachmittag sein tägliches Seetag-Spinning. Ich habe anschließend noch ein paar Stunden gearbeitet – leider noch ohne ein Ende in Sicht 🙈.
    Danach ging es zu einem Aufguss in die Sauna. Später lauschten wir noch einmal unserem Kapitän, der die Kursänderung anhand einer Grafik erklärte und den weiteren Verlauf schilderte. Da wir nun um Japan herumfahren müssen, werden Wetter und Strömungen etwas ungemütlicher. Wann wir genau in Busan ankommen, bleibt abzuwarten.
    Eigentlich wollten wir noch die Show besuchen, bekamen jedoch keinen Platz im Theatrium und haben sie daher in der Kabine angeschaut. So ging ein weiterer Tag zu Ende.
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  • Tag 61 - Seetag

    9 januari, Pazifischer Ozean ⋅ ⛅ 15 °C

    Ein weiterer Tag auf hoher See, mitten im Pazifik. Rund um uns nichts als Wasser, unter uns 6.000 Meter Tiefe. Der Sturm hat das Meer heute aufgewühlt: fünf Meter hohe Wellen, Windstärke 10, und je weiter man sich an Deck nach oben wagte, desto deutlicher spürte man die Kraft der Natur und das Schwanken.
    Trotz der Bedingungen begann der Tag ruhig. Andreas und ich machten am Morgen gemeinsam einen Cardioscan. Es wurden viele Werte gemessen. Dabei handelt es sich um ein Diagnostiksystem, das mithilfe der Herzfrequenzvariabilität (HFV) sowie EKG-basierter Messungen Stresslevel, Fitness und Herzgesundheit analysiert. Auf dieser Basis wird ein individueller Cardio-Stress-Index (CSI) ermittelt und das Herz-Kreislauf-System detailliert ausgewertet.
    Das war äußerst spannend.
    Die Ergebnisse waren unterschiedlich, aber bei uns beiden erfreulich.
    Während Andreas den Tag entspannt in der Wellness-Oase verbrachte und eine Spinning-Einheit einschob, habe ich durchgehend gearbeitet. Am Abend waren wir im Yacht essen und zogen uns danach in die Kabine zurück.
    Noch zwei Tage liegen vor uns. Wenn alles gut geht, erreichen wir bald Busan.
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  • Tag 60 -Seetag

    8 januari, Pazifischer Ozean ⋅ 🌬 18 °C

    Heute war der siebte Seetag. Das Wetter zeigte sich stürmisch und ziemlich wackelig – zum Glück habe ich ausreichend Reisetabletten dabei 😇. Wir haben noch einige Kilometer vor uns, kommen aber gut voran.
    Mein tägliches Sportprogramm fand heute auf dem Laufband statt. Danach ging es zum Frühstück, und anschließend habe ich Andreas zum Treppen-Marathon begleitet: „Hoch hinaus – Mount-Fuji-Treppen-Marathon“. Ein symbolischer Aufstieg auf den Mount Fuji in Japan.
    Gelaufen wurde von Deck 5 bis Deck 12, rauf und runter, ganze zwei Stunden lang. Der jüngste Teilnehmer war 10 Jahre alt, der älteste 74. Beeindruckend: 80 % der Gäste haben den Marathon komplett durchgezogen.
    Insgesamt wurden 590 Runden absolviert – das entspricht 143.960 Stufen und zusammen 10.795 Höhenmetern. Der Mount Fuji ist 3.776 Meter hoch, es wurde also fast die dreifache Höhe erlaufen.
    Natürlich wurden auch die Besten ermittelt: Andreas belegte gemeinsam mit einer weiteren Teilnehmerin den 3. Platz. Er lief 29 Runden, also 7.076 Stufen. Seine Oberschenkel haben sich danach deutlich bemerkbar gemacht 😂. Er wächst wirklich über sich hinaus. Herzlichen Glückwunsch🫶💕und eine Urkunde gab es auch noch. Sie hing an unserer Zimmertüre.
    Später habe ich mir wieder einen Vortrag von Ingo Bauernfeind angehört, heute zum Thema „Faszination Korea - Teil 1". Danach ging es weiter mit meinem Shop – ich komme gut voran 😇. Anschließend ein Saunagang in der Wellnessoase und etwas Lesezeit mit einem neuen Buch, das ich sehr liebe.
    Gleich geht es zum Abendessen.
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  • Tag 59 - Seetag

    7 januari, Pazifischer Ozean ⋅ 🌬 19 °C

    Und täglich grüßt das Murmeltier. Wir haben fast die Hälfte unserer zehntägigen Überfahrt geschafft. Das Wetter wird bereits kühler, der Seegang ist moderat, wir kommen gut voran.
    Mein tägliches Sportprogramm durfte natürlich nicht fehlen. Danach noch einmal draußen gefrühstückt – mal sehen, wie lange das noch möglich sein wird, bevor es zu kalt wird.
    Anschließend stand wieder meine tägliche Stunde mit Ingo Bauernfeind auf dem Programm. Er erzählt einfach unglaublich spannend. Heute ging es um "J. F. Kennedy – verschollen im Pazifik". Hochinteressant.
    Danach habe ich weiter am Shop gearbeitet, die Struktur angepasst und wieder viel Zeit investiert.
    Andreas machte heute erneut den Spinning-Marathon mit - zwei Stunden Power-Radfahren. Auf dieser Reise hat er seine Liebe zum Radfahren einmal mehr entdeckt.
    Am späten Nachmittag bin ich in die Wellness-Oase gegangen, habe ein wenig gelesen – das genieße ich sehr. Mein Buch über die mir zuvor nur am Rande bekannte norwegische Malerin Signe Munch Siebke habe ich zu Ende gelesen. Eine sehr berührende Geschichte mit tragischem Ende. Doch das Leben geht seine eigenen Wege, und man weiß nie, welches Buch es für uns schreibt.
    Wir sind sehr froh und dankbar, diese Reise machen zu dürfen. Lesen, Sauna, den Sonnenuntergang bewundern, neue Länder und Kulturen kennenlernen – das ist ein Privileg, das nicht jeder hat. Heute Abend werden wir mal wieder ins French Kiss gehen. Waren wir jetzt eine zeitlang nicht. Sie hatten ihre Karte geändert.
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  • Tag 58 -Seetag

    6 januari, Pazifischer Ozean ⋅ 🌙 23 °C

    Guten Morgen vom Pazifik. Ein weiterer Seetag liegt vor uns. Der Wind hat zugenommen, die Wellen sind höher geworden und es ist nicht mehr ganz so warm, 23 Grad und leichter Regen. Es ist so wie beim Zurückstellen der Uhren jeden Tag ein bisschen kälter bis wir auf 0 Grad angekommen sind in Busan.
    Nach Sport und Frühstück habe ich mir erneut einen Vortrag von Ingo Bauernfeind angehört, diesmal zum Thema „Meuterei auf der Bounty“. Wie immer sehr interessant.
    Danach hat die Arbeit gerufen, und ich habe mich wieder einige Stunden mit meinem Shop beschäftigt. Heute funktionierte das Internet glücklicherweise wieder deutlich besser.
    Andreas und Frank sind beide begeisterte Saunagäste. Gestern und heute fand erneut die Sauna-Meisterschaft statt. Als Stammgäste durften sie gemeinsam mit einem Crew-Mitglied einen eigenen Aufguss kreieren. Unter dem Motto „Ping und Pong“, im Bademantel, mit asiatischer Musik und einer besonderen Wedeltechnik, sind sie an den Start gegangen und haben einen großartigen zweiten Platz erreicht. Herzlichen Glückwunsch!
    Was ich in den letzten Tagen leider gemerkt habe ist, dass der Umgangston rauer wird, die Passagiere teilweise so unfreundlich sind. Ein Beispiel- ich fahre ja nie Aufzug, aber gestern musste ich schnell mal von Deck 6 nach oben. Der Aufzug öffnet sich. Es waren drei Personen darin. Ich sagte, haben Sie noch einen Platz für mich (eher so aus Höflichkeit und Spass) und die Dame darin sagte, nein hier ist kein Platz mehr, und die Tür ging wieder zu. Ich stand fassungslos vor diesem Aufzug, der für zwölf Personen freigegeben ist.
    Es ist auch sehr traurig zu beobachten, wie das Personal teilweise sehr unfreundlich von den Passagieren angesprochen wird – in einer Art, die absolut nicht akzeptabel ist. Dabei sind es genau diese Menschen, die mit ihrem täglichen Engagement und ihrer Freundlichkeit diese Reise so besonders machen. Wirklich schade, dass bei manchen offenbar die Kinderstube verloren gegangen ist. Auch das sind Erfahrungen, die man macht, wenn man so lange Zeit mit denselben Menschen an Bord ist. Sehr schade.
    Weiter planen wir fleißig unsere Ausflüge für Japan und Korea. Da es sich um eine ganz andere Kultur handelt und vieles nicht auf Englisch beschildert ist, haben wir uns entschieden, die Ausflüge über AIDA zu buchen – so ist man einfach auf der sicheren Seite.
    Nach einem kurzen Abendessen ging es dann auch schon zurück in die Kabine.
    Heute Nacht werden die Uhren wieder eine Stunde zurück gestellt. Dann sind wir nun 10 Std. Deutschland voraus. 😍
    Ein schöner Tag geht wieder zu Ende
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  • Tag 57 -Seetag

    5 januari, Pazifischer Ozean ⋅ 🌬 24 °C

    Wir sind weiterhin auf dem Weg nach Busan. Heute ist bereits der 26. Seetag. Kaum zu glauben. Und dann haben wir auch noch einen ganzen Tag übersprungen. Ein eigenartiges Gefühl – ein Tag, der einfach nicht existiert 😂. Gleichzeitig etwas Besonderes, etwas, das man wohl nur auf See erleben kann.
    Die Wärme begleitet uns weiterhin. Bereits am Morgen liegen die Temperaturen bei 27 Grad, die See ist ruhig, fast sanft. Ich habe wieder Sport gemacht. Es ist inzwischen zu einem festen Ritual geworden – ausgerechnet für mich, die früher nie wirklich etwas mit Sport anfangen konnte 😁. Aber es tut mir gut, körperlich und auch im Kopf.
    Nach dem Frühstück habe ich wieder den Vortrag unseres Lektors angehört. Heute ging es um die Geschichte der Piraterie. Spannend, lebendig erzählt, genau das Richtige für mich. Danach habe ich weiter an meinem Shop gearbeitet. Das Internet war heute eine Geduldsprobe, alles zog sich, aber trotzdem bin ich wieder ein Stück weitergekommen. Arbeiten an diesem Ort fühlt sich anders an – ruhiger, klarer, fast leicht.
    Am Abend ging es noch kurz in die Wellnessoase und ich habe in einem neuen Buch gelesen. Später waren wir im Yachtclub essen. Wir konnten immer noch draußen sitzen, die warme Luft, das Meer - ich genieße diese Momente sehr.
    Unser Kapitän war heute wieder in der Prime Time. Wir kommen gut voran und wenn alles nach Plan läuft, erreichen wir Busan am 12.01. Wir müssen dort auch ankommen – 15 Container warten auf uns und Treibstoff brauchen wir ebenfalls wieder 😂.
    Die Zeit vergeht hier erstaunlich schnell. Kaum zu glauben, dass wir jetzt bereits seit vier Tagen auf dem offenem Meer sind.
    Die Überfahrt von England nach Kanada war dagegen deutlich anstrengender. Starker Wind, über 180 km/h, und bis zu sechs Meter hohe Wellen haben uns zu Beginn der Reise sehr gefordert. Diese Überfahrt von Hawaii nach Asien fühlt sich im Vergleich sehr entspannt an.
    So endet ein ruhiger, warmer Tag auf See.
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  • Tag 55 - Seetag - Datumsgrenze

    3 januari, Pazifischer Ozean ⋅ 🌬 26 °C

    Heute ist unser dritter Seetag auf dem Weg nach Busan. Es ist der 3. Januar 2026, und kalendarisch wird es für uns keinen 4. Januar geben, da wir heute Nacht die Datumsgrenze überschreiten. Aktuell liegen wir 12 Stunden hinter Deutschland. Um 0.00 Uhr springen wir direkt in den 5. Januar und sind damit zunächst 12 Stunden voraus. Zu diesem besonderen Moment gibt es heute Nacht ein Event an Bord.

    Nach Sport und Frühstück haben wir den zweiten Teil von Ingo Bauernfeinds Vortrag „Kolumbus und die Neue Welt“ besucht – wieder sehr interessant und spannend. Das Wetter zeigt sich mit warmen 27 Grad mitten auf dem Pazifik, begünstigt durch die warmen Strömungen von El Niño.
    Der weitere Verlauf des Tages und der Nacht:
    Andreas war beim Spinning und anschließend in der Sauna. Ich habe weiter an meinem Shop gearbeitet und bin gegen 17.00 Uhr ebenfalls in die Wellness-Oase gegangen. Heute war Saunanacht, und wir sind bis kurz nach 22.00 Uhr geblieben. Danach gab es noch schnell eine Pizza, bevor es an Deck weiterging.
    DJ Fabi brachte alle mit Klassikern wie Atemlos, San Francisco und vielen weiteren Songs in Stimmung. Punkt 0.00 Uhr sind wir dann gemeinsam mit dem Kapitän und dem Hotelmanager direkt in den 5. Januar gesprungen. Für kurze Zeit waren wir nun 12 Stunden vor Deutschland, bevor die Uhren heute Nacht erneut umgestellt werden – und wir dann 11 Stunden voran sind. Das muss man erst einmal verstehen. Gut, dass es Handys gibt, die das automatisch regeln 😂. Außerdem informiert AIDA regelmäßig, welche Zeitzone eingestellt werden muss – da kann wirklich nichts schiefgehen 😂.
    Ich wünsche Euch allen einen schönen Sonntag und einen schönen 4. Januar 2026.
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  • Tag 54 - Seetag

    2 januari, Pazifischer Ozean ⋅ 🌬 24 °C

    Nachdem wir heute Nacht um 3 Uhr wieder in Honolulu angekommen sind und die beiden medizinischen Notfälle ausgeschifft wurden, haben wir erneut Kurs auf Busan genommen. Wir werden nun einen Tag später dort ankommen, der Overnight-Stop entfällt also. Es ist, wie es ist – und wir nehmen es so an. Umso dankbarer sind wir, dass es uns gut geht und wir diese besondere Reise weiterhin erleben dürfen.
    Heute haben wir uns den Luxus gegönnt, lange auszuschlafen und das Frühstück ausfallen zu lassen. Am Vormittag hatte ich wieder meine Privatstunde bei Saskia. Es tut gut zu spüren, dass meine Schulter Fortschritte macht. Nach dem Mittagessen haben wir uns den Destination Talk über Südkorea und Japan angehört und viele Tipps über Japan bekommen.
    Besonders war danach erneut der Vortrag von Ingo Bauernfeind über „Kolumbus und die Entdeckung der Neuen Welt“. Seine Art zu erzählen gefällt mir sehr gut, so dass die Zeit tatsächlich wie im Flug vergeht.
    Am Nachmittag habe ich weiter an meinem Shop gearbeitet, während Andreas unsere Ausflüge in Japan gebucht hat und eine Spinning-Stunde absolviert hat. Den Tag ließen wir entspannt in der Sauna ausklingen, bevor wir gemeinsam zum Abendessen gingen – einfach zufrieden und mit dem Gefühl, genau am richtigen Ort zu sein.
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  • Tag 53 - Seetag

    1 januari, Pazifischer Ozean ⋅ 🌬 24 °C

    Heute ist unser erster Seetag von insgesamt zehn auf dem Weg nach Busan in Südkorea und Japan. Nach den vielen Eindrücken der letzten fünf Tage auf Hawaii sind diese Tage sehr schön, es gibt uns Zeit zum Durchatmen, Nachdenken und Ankommen im neuen Jahr.
    Zum Frühstück sind wir ins Buffalo gegangen. Hier haben wir das neue Jahr ganz entspannt begonnen, ohne Pläne, ohne Eile.
    Meine Gedanken sind immer noch bei Pearl Harbor. Die Bilder, die Stimmung und das Erlebte muss ich erst einmal verarbeiten. Ich werde mir Zeit nehmen, die Berichte zu den einzelnen Orten nach und nach zu schreiben – nichts davon soll verloren gehen.
    Andreas plant bereits unsere Zeit in Südkorea und Japan, Orte an denen wir noch nie waren und die uns wieder eine ganz neue Welt eröffnen werden.
    Unser Kapitän hat uns die Mitteilung gemacht, dass wir zwei medizinische Notfälle an Bord haben und umkehren müssen. Nun sind wir auf dem Weg zurück nach Honolulu, wo wir gegen drei Uhr nachts ankommen werden, 24 Stunden später als wir abgefahren sind, um die beiden Patienten auszuschiffen. Dann geht es wieder weiter. Wir werden sehen, welche Auswirkungen es auf unsere weiteren Häfen haben wird.
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  • Pearl Harbor Aviation Museum

    31 december 2025, Verenigde Staten ⋅ ⛅ 25 °C

    Unser letztes Ziel war dann das Flugzeugmuseum, das ebenso auf Ford Island liegt. Dieses Museum zeigt die Luftfahrtgeschichte des Pazifikkriegs, insbesondere die Flugzeuge und Technologien, die während des Angriffs auf Pearl Harbor und in den folgenden Jahren zum Einsatz kamen.
    Ingo wusste zu jedem der Flugzeuge etwas zu erzählen.
    Es ging dann noch in den Hangar 79.
    Zurück am Bus fuhren wir noch über das Militärgelände vorbei an den Kasernen der Soldaten, die hier wohnen
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  • USS Missouri

    31 december 2025, Verenigde Staten ⋅ ☁️ 25 °C

    Weiter ging es mit dem Boot über die Brücke in das Militärgebiet Ford Island eine kleine Insel mitten in Pearl Harbor. Sie war und ist ein militärisches Sperrgebiet der US-Navy. Man kommt nur mit einer Genehmigung auf dieses Gebiet, denn noch heute leben und arbeiten hier Soldaten. Am 7. Dezember 1941 lag hier der Schwerpunkt des Angriffs auf Pearl Harbor. Rund um die Insel lagen mehrere Schlachtschiffe vor Anker, darunter die USS Arizona, USS Oklahoma und USS West Virginia. Diese beiden wurden getroffen und sanken.
    Heute befinden sich auf Ford Island:
    die USS Missouri, das Pearl Harbor Aviation Museum, ehemalige Flugzeughangars aus dem Zweiten Weltkrieg und mehrere Gedenkstätten und militärische Einrichtungen.
    Wir sind dann mit Ingo über die USS Missouri gegangen. Er durfte für uns eine eigene Führung machen, da er von früher einige ehemalige Mitarbeitende getroffen hat. Er selbst hat bei der Instandhaltung der USS Missouri mitgearbeitet. Sie ist ein Schlachtschiff der Iowa-Klasse und wurde 1944 in Dienst gestellt. Sie war eines der letzten aktiven Schlachtschiffe der US-Navy und spielte eine bedeutende Rolle im Zweiten Weltkrieg. Wir stiegen auf die Brücke, durch die Mannschaftsräume. Er zeigte uns die Ausbeulung an der Seite des Schiffes, die von einem Kamikaze Flieger herrührte.
    Besondere historische Bedeutung erlangte die USS Missouri am 2. September 1945. Auf ihrem Hauptdeck wurde in der Bucht von Tokio die Kapitulationsurkunde Japans unterzeichnet – damit endete der Zweite Weltkrieg offiziell. Die genaue Stelle der Unterzeichnung ist markiert wir haben standen an diesen geschichtsträchtigen Platz. Das sind Orte, die sind so einmalig, die vergisst man in seinem Leben nicht mehr.
    Die USS Missouri war nicht nur im Zweiten Weltkrieg im Einsatz, sondern auch im Koreakrieg (1950–1953). Dann wurde sie stillgelegt und kam mit neuer Technologie, aber dem Bau des alten Schiffes im Golfkrieg 1991 erneut zum Einsatz.
    Damit ist sie das einzige US-Schlachtschiff, das in drei Kriegen eingesetzt wurde.
    Ingo hat uns alles so bildhaft und mit so einer grossen Emotion und Wissen erzählt.
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  • USS Bowfin Submarine

    31 december 2025, Verenigde Staten ⋅ ☁️ 25 °C

    Nach dem Besuch des USS Arizona Memorial sind wir weiter zum USS Bowfin Submarine Museum gegangen. Hier hat ein alter Freund von Ingo auf uns gewartet, Charles Hinman. Er ist wie Ingo Historiker, aber spezialisiert auf U-Boote. Er hat die Führung mit uns durch das U Boot gemacht. Die Bowfin ist ein japanischer U-Boot-Killer des Zweiten Weltkriegs, trägt den Spitznamen „Pearl Harbor Avenger“, weil sie genau ein Jahr nach dem Angriff auf Pearl Harbor zu ihrem ersten Einsatz auslief. Sie hat während ihrer Einsatzes 44 japanische Schiffe versenkt.
    Schon beim Betreten spürt man die Enge eines U-Boots. Überall Rohre, Armaturen und kleine Kabinen – hier lebten und arbeiteten die Besatzungsmitglieder monatelang unter extremen Bedingungen. Man konnte sich kaum undrehen. Eine Privatsphäre war hier nicht vorhanden. Alles spielte sich auf engsten Raum ab. Der Gedanke, dass Menschen tagelang, manchmal wochenlang unter Wasser festsaßen, war beeindruckend und fast beklemmend.
    Charles erklärte uns alles ganz genau. Die vielen Originalobjekte, Uniformen und historischen Fotos machten die Geschichten der Crew so greifbar. Man hatte das Gefühl, dass die Soldaten gerade nicht da sind, aber gleich wieder kommen. Es beeindruckt mich immer wieder wie vor über 80 Jahren diese U-Boote gebaut wurden.
    Die Bowfin ist mehr als ein Museum – sie ist ein lebendiges Zeugnis der Geschichte, die eng mit dem Tod vieler junger Männer verbunden war.
    Auch hier hatten wir wieder das grosse Glück, dass uns ein wahrer Experte durch das Schiff führte.
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  • USS Arizona Memorial

    31 december 2025, Verenigde Staten ⋅ ☁️ 24 °C

    Wir hatten Glück und haben noch Stand-By Karten für das USS Arizona Memorial bekommen. Es ging mit einem Tenderboot von Pearl Harbor rüber zu der Gedenkstätte, einem der bewegendsten Orte, die ich je gesehen habe. Dieses Denkmal liegt über den Resten des Schlachtschiffs USS Arizona, das am 7. Dezember 1941 von den Japanern bei dem Angriff auf Pearl Harbor zerstört wurde. Sie wurde von mehreren Bomben getroffen. Eine der Bomben drang in das Pulvermagazin des Schiffes ein – die Explosion war verheerend. Das Schiff explodierte, Teile des Decks wurden in die Luft geschleudert, und es sank innerhalb weniger Minuten.
    Von den 1.512 Besatzungsmitgliedern kamen 1.177 ums Leben. Viele von ihnen in dem Schiff, das heute unter dem Memorial liegt. Ihre Körper liegen noch immer im Wrack, konnten nie geborgen werden. Das Durchschnittsalter der Matrosen war kaum 20 Jahre. So viele junge Menschen verloren ihr Leben in einem so sinnlosen Krieg.
    Das Memorial selbst ist sehr schlicht gehalten ganz in weiß und liegt quer über der Mitte des Bootes. Wenn man auf das Schiff und das darunterliegende Wrack blickt, spürt man die Tragik dieses Moments. Die amerikanische Flagge weht über dem Memorial und in dem Gedenkraum sind alle Namen der gefallenen Matrosen eingraviert. Ingo hat uns durch seine Erklärungen noch einmal eine sehr persönliche Perspektive auf die Geschehnisse vermittelt.
    Am Ende des Besuchs ist man still. Man versteht, warum dieser Ort als heilige Stätte für die USA gilt und warum so viele Menschen hierherkommen, um zu gedenken. Für mich war es ein sehr emotionaler Moment – eine Mischung aus Respekt, Nachdenklichkeit und Ehrfurcht.
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  • Tag 52 - Honolulu - Oʻahu -Silvester

    31 december 2025, Verenigde Staten ⋅ ☁️ 22 °C

    Heute sind wir in Honolulu auf Oʻahu und erleben hier einen ganz besonderen Moment: den Start in das Jahr 2026. Ein Jahreswechsel an diesem Ort fühlt sich anders an – weiter weg von zu Hause und doch voller Eindrücke, die bleiben.
    Doch der Reihe nach.
    Natürlich schwärmen viele von den traumhaften Stränden Hawaiis, vom Meer und vom Licht. Ich habe mich bewusst für einen anderen Schwerpunkt entschieden. Wie vielleicht der eine oder andere bereits weiß, schlägt mein Herz besonders für Geschichte. Deshalb habe ich die Tour „Pearl Harbor – intensiv erleben“ gebucht – eine Entscheidung, die sich als genau richtig erwiesen hat.
    Ganz besonders habe ich mich darüber gefreut, dass dieser Ausflug von unserem Lektor Ingo Bauernfeind begleitet wurde. Als Autor, Historiker und ausgewiesener Spezialist für Maritime-, Militär- und Luftfahrtgeschichte brachte er nicht nur enormes Fachwissen mit, sondern auch die Fähigkeit, die Geschichte lebendig werden zu lassen. Sieben Jahre lebte er auf Hawaii, studierte an der Hawaii Pacific University in Honolulu und kennt diesen Ort in einer Tiefe, die man spürt, sobald er zu erzählen beginnt.
    In einer kleinen Gruppe von 22 Personen fuhren wir mit dem Bus nach Pearl Harbor. Dort angekommen, tauchten wir vollständig in die Vergangenheit ein. Vier Bereiche prägen dieses geschichtsträchtige Areal, auf die ich später noch näher eingehen werde: das USS Arizona Memorial, das USS Bowfin Submarine Museum, die USS Missouri und schließlich das Pearl Harbor Aviation Museum.
    Diese Stunden haben mich tief berührt. Die Atmosphäre dieses Ortes, die Stille im Memorial, das Wissen um das Geschehene – all das wirkt nach. Verstärkt wurde dieser Eindruck durch die vielen Hintergrundinformationen von Ingo B., der die Zusammenhänge erklärte, Schicksale greifbar machte und dem Ort eine besondere Tiefe verliehe. Es waren Informationen, die man nicht nachlesen kann, sondern erleben muss.
    Zum Abschluss kaufte ich mir ein Buch über "Pearl Harbor" und ließ es vom Autor Allan Seiden signieren. Allan Seiden ist ein amerikanischer Autor, Fotograf und Historiker, der vor allem für seine Bücher über Hawaii bekannt ist. Dieses signierte Buch wird mich sicher noch lange an diesen Tag erinnern.
    Mit all diesen intensiven Eindrücken kehrte ich schließlich zurück zum Schiff. Andreas hatte währenddessen einen Radausflug über die Insel unternommen. Wir gönnten uns eine kurze Auszeit in der Sauna – ein Moment der Ruhe, um die vielen Gedanken ein wenig sacken zu lassen.
    Am Abend ging es zum Essen und anschließend auf das Pooldeck. Die AIDA Stars präsentierten eine mehr oder weniger gelungene Show, doch die eigentliche Spannung lag ohnehin in der Luft: der Jahreswechsel rückte näher. Schließlich begann der Countdown. Unser Kapitän Michael Schmid zählte gemeinsam mit Hotelmanager Wolfgang Pichler die letzten Sekunden herunter und läutete dann feierlich die eigens auf die Bühne gebrachte Schiffsglocke.
    Ein Teil des Feuerwerks über Honolulu war von Bord aus zu sehen – kein großes Spektakel, aber doch ein schöner, stimmungsvoller Moment. Mit Krapfen und einem Mitternachtsbuffet wurden die Gäste im Marktrestaurant noch verwöhnt.
    So sind wir hier auf Hawaii in das Jahr 2026 gestartet – elf Stunden nach unseren Lieben zu Hause, mit vielen Gedanken an sie und mit Erinnerungen, die diesen Jahresanfang unvergesslich machen.
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  • Tag 51 - Kahului - Maui - USA

    30 december 2025, Verenigde Staten ⋅ ☁️ 22 °C

    Heute sind wir auf Maui. Historisch wurde Maui lange vor der Ankunft der Europäer von Polynesiern besiedelt, vermutlich zwischen dem 9. und 12. Jahrhundert. 1778 erreichten europäische Seefahrer unter James Cook erstmals die Inseln. Die Insel ist nach dem Halbgott Maui benannt. Er verbindet göttliche Herkunft mit menschlichen Eigenschaften und tritt oft als listiger, mutiger und manchmal übermütiger Charakter auf. Er brachte den Menschen das Feuer und längere Tage.
    Andreas ist schon früh zu einem langen Fahrrad-Trip gestartet und ich habe einen Ausflug gebucht. Er begann mit einer Busfahrt über die Insel zu einer Plantage, auf der Ananas, Avocado, Guave, Kaffee, Papaya und viele weitere Früchte angebaut werden. Es war schon Besonderes, die Pflanzen dort zu sehen, wo sie wirklich wachsen. Man spürte sofort, wie fruchtbar diese Insel ist. Gleichzeitig trägt dieser Ort eine besondere Geschichte in sich. Früher wurde hier vor allem Zuckerrohr angebaut. Mit der Ankunft der Europäer im 17. und 18. Jahrhundert kamen Krankheiten auf die Insel, denen ein Großteil der einheimischen Bevölkerung schutzlos ausgeliefert war. Rund 80 % verloren ihr Leben.
    Um die Plantagen weiter zu betreiben, wurden Menschen aus Japan und anderen asiatischen Regionen hierhergebracht. Sie brachten aber auch ihre Kultur und ihre Pflanzen mit. Bis heute zeigt sich diese Geschichte in der Vielfalt der Früchte und Bäume, aber auch in der Vielfalt der Bevölkerung.
    Wir fuhren mit einer Bahn durch die Plantage und machten auch Halt an einem kleinen Atelier des Künstlers
    "Dale Zarella", der bekannt ist vor allem für seine Skulpturen und Holzarbeiten, die stark von der hawaiianischen Kultur, Mythologie und Geschichte geprägt sind. Seine Werke haben häufig spirituelle Themen und setzen sich mit der Beziehung zwischen Mensch, Natur und Vergangenheit auseinander. Viele seiner Arbeiten dienen auch dem Gedenken an historische Ereignisse und die einheimische Bevölkerung Hawaiis. So schnitzte er aus verbrannten Holzstämmen des grossen Brandes der Stadt Lahaina, am 8.August 2023, die fast völlig niederbrannte, Gesichter. Er verkauft diese und der Erlös geht zu 50 % in den Wiederaufbau der Stadt. Beide dem Brand sind gerade in der Innenstadt viele Häuser, die bis zu 150 Jahre alt waren, komplett zerstört worden.
    Ich kaufte mir nach der Bahnfahrt frische Macadamia-Nüsse. Noch nie habe ich so aromatische und saftige gegessen.
    In diesem Moment wurde mir bewusst, wie sehr Frische, Klima und Herkunft den Geschmack beeinflussen.
    Später fuhren wir weiter ins IAO-Tal. Schon beim Ankommen lag eine besondere Stille über dem Ort, trotz der vielen Touristen. Hier fand 1790 die Schlacht von Kepaniwai statt, bei der die Truppen von König Kamehameha I. gegen die Krieger von Maui kämpften. Es war eine der blutigsten Auseinandersetzungen in der Geschichte Hawaiis. Noch Jahre später wurden die Gebeine der Gefallenen gefunden. Bis heute gilt das Tal als heiliger Ort des Gedenkens.
    Dann ging es auch schon wieder zurück zum Schiff. Der Ausflug war zwar relativ kurz, aber dennoch sehr schön und intensiv. In dieser kurzen Zeit habe ich viel über die Kultur und die Geschichte von Maui erfahren. Es war einer dieser Ausflüge, die nicht durch ihre Länge, sondern durch ihre Eindrücke in Erinnerung bleiben.
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  • Liliʻuokalani Park and Gardens

    29 december 2025, Verenigde Staten ⋅ ☁️ 22 °C

    Der klassische japanische Garten auf Big Island (Hilo) – bekannt als Liliʻuokalani Park and Gardens – wurde für Königin Liliʻuokalani angelegt, die letzte regierende Monarchin des Königreichs Hawaii. Der Garten an der Hilo Bay wurde ab 1917 im japanischen Stil gestaltet und trägt ihren Namen, weil das Parkgelände ursprünglich von ihr gestiftet bzw. mit ihrem Engagement verbunden ist. Er wurde als Tribut an die frühen japanischen Einwanderer gebaut, die auf Hawaii, insbesondere auf der Big Island, arbeiteten und zur kulturellen Vielfalt beitrugen. Es ist der einzige Japanische Garten ausserhalb Japans, der in dieser Form angelegt wurde.Meer informatie

  • Tag 50 - Hilo - Hawaii -USA

    29 december 2025, Verenigde Staten ⋅ ☁️ 21 °C

    Heute sind wir den zweiten Tag in Hilo. Andreas ist schon früh zu seinem Fahrradausflug aufgebrochen. Er hat 40 Kilometer über die Insel zurückgelegt und dabei die Schönheit der Landschaft in vollen Zügen genossen. Sogar Wale und Schildkröten haben sie gesehen.
    Ich war in der Zwischenzeit alleine beim Sport – um halb neun im Body & Soul, ganz für mich, und es war herrlich ruhig. Danach ein schnelles Frühstück, und ich machte mich auf den Weg in die Stadt.
    Ich bog in die Banyan Street ein und staunte über diese riesigen Bäume. Vor jedem Baum steht eine Tafel mit dem Namen der Person, die ihn in den 1930er-Jahren gepflanzt hat – beeindruckend, wie diese Geschichte hier lebendig bleibt. Ein echtes Highlight war der Japanische Garten. Ich setzte mich eine ganze Weile dort hin, ließ die Ruhe auf mich wirken. Obwohl draußen Autos fuhren, hörte man sie kaum. Es war, als ob der Garten einen kleinen, magischen Schutzraum bildet – eine Energie, die man einfach spürt.
    Der Rückweg führte entlang der Bucht, und wieder einmal wurde mir bewusst, wie viel man zu Fuß entdecken kann, was einem vom Auto aus oft verborgen bleibt. Die letzten Tage bin ich jeweils über 15.000 Schritte gelaufen – und jede einzelne war es wert.
    Auf der Kabine habe ich noch ein wenig gearbeitet, bis Andreas zurückkam. Danach gönnten wir uns wieder eine Auszeit in der Wellnessoase – Entspannung pur. Zum Abendessen ging es in den Yachthafen, und schließlich kehrten wir müde, aber glücklich mit unvergesslichen Eindrücken in unsere Kabine mit offenem Balkon und angenehmen 25 Grad zurück.
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  • Tag 49 - auf dem Weg nach Hilo - Hawaii

    28 december 2025, Verenigde Staten ⋅ ☁️ 24 °C

    Den Morgen habe ich aktiv mit Sport begonnen. Nach einem entspannten Frühstück ging es an die Arbeit, während Andreas sich eine wohltuende Runde in der Sauna gönnte.
    Um 13.00 Uhr erreichten wir schließlich Hilo auf der Insel Hawaiʻi, der sogenannten "Big Island". Kaum vom Schiff, startete auch schon unser Ausflug „Naturwunder Hilo“. Der Bus füllte sich rasch, sodass wir bereits um 13.15 Uhr unterwegs waren.
    Die Fahrt führte quer über die Insel zum Vulkan Kīlauea, einem der aktivsten Vulkane der Erde. Dort spürt man die Kraft der Natur ganz unmittelbar. Der Schildvulkan, geformt aus dünnflüssiger Basaltlava, wirkt ruhig – und doch lebt er. Besonders beeindruckend waren die Stellen, an denen heißer Dampf direkt aus der Erde aufstieg. Die Landschaft hatte etwas Ursprüngliches, fast Ehrfürchtiges.
    Zum Abschluss besuchten wir noch die Rainbow Falls, wo das Wasser kraftvoll in die Tiefe stürzt und die üppige Natur ringsum eine fast tropische Ruhe ausstrahlt.
    Unsere Busfahrerin setzte uns anschließend in der Stadt ab. Wir schlenderten gemütlich durch Hilo, auch wenn die Geschäfte bereits um 17.00 Uhr geschlossen hatten. Gerade diese Ruhe machte den Spaziergang besonders angenehm. Und natürlich durfte ein Besuch bei Starbucks nicht fehlen – faszinierend, dass ein Café Latte dort, egal in welchem Land, immer gleich schmeckt.
    Der Abend war mild und so entschieden wir uns, die rund vier Kilometer zurück zum Schiff zu Fuß zu gehen. Zum Abendessen kehrten wir noch im Yachthafen ein.
    Es war ein rundum gelungener Tag – geprägt von beeindruckender Natur, Bewegung und vielen stillen Momenten zum Genießen.
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  • Tag 48 - Nawiliwili - Insel Kauaʻi

    27 december 2025, Verenigde Staten ⋅ ☁️ 21 °C

    Heute sind wir auf der ersten der Hawaii Inseln angekommen. Kauaʻi (oft fälschlich „Kaunai“) ist eine der Hauptinseln Hawaiʻis und gilt als die älteste sowie grünste Insel des Archipels. Sie wird wegen ihrer üppigen Vegetation häufig „Garden Isle“ genannt.
    Nach dem Frühstück ging es um 8.30 von Board und wir wurden in Busse eingeteilt mit 14 Personen. Wir hatten eine sehr angenehme Gruppe und eine tolle Guide - Kealoha. Erst einmal ging es mit einer Panoramafahrt zu unserem Schiff. Wir sind dann den Wailua River raufgefahren bis zu einem Stop. Dort sind wir durch den regennassen Tropenwald zu einem Wasserfall gelaufen. So schön die Natur. Dann ging es den Fluss wieder zurück zum Bus und über die Insel. So unfassbar schön. Vorbei an Bergen, Wäldern, Wasserfällen, an berühmten Surfstränden. Diese Insel ist bekannt von vielen Filmen wie z. B. Jurassic Park, Fluch der Karibik, Outbreak, Indiana Jones. Ein kleiner Stop mit einem Snack und weiter ging es zu dem Kilauea Leuchtturm, einem historischer Leuchtturm an der Nordküste Kauaʻis. Er wurde 1913 erbaut und diente der Schifffahrt im Pazifik. Heute ist er Teil des Kīlauea Point National Wildlife Refuge. Als besonderen Abschluss einer wirklich schönen Tour fuhr uns Kealoha noch zu einem grossen Wasserfall. Mit einer Stunde Verspätung sind wir dann wieder zum Schiff gekommen. Es ging dann noch zu einem Aufguss in die Wellnessoase und dann zum Abendessen in den Yachtclub. Nun sind wir auf dem Weg nach Hilo
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  • Tag 47- Seetag - 2. Weihnachtsfeiertag

    26 december 2025, Pazifischer Ozean ⋅ 🌬 24 °C

    Heute ist der letzte unser fünf Seetage. Wir haben ihn erst mal mit einem ausführlichen, sehr leckeren Frühstück im Buffalo Steak House gestartet. So ruhig und entspannt hat es uns sehr gefallen. Danach ging es zur Sicherheitsprüfung, die alle 30 Tage wiederholt werden muss. Dieses Mal mussten wir allerdings ohne Westen auf die Musterstation und uns nur registrieren lassen.
    Andreas ist dann in die Wellness Oase und ich habe mich mit unserem Online- Shop bis in den Nachmittag hinein beschäftigt und einiges geschafft. Dazu brauche ich immer Ruhe und die habe ich zu genüge, wenn ich mich zurückziehe.
    Eine besondere Überraschung hat uns Victor unser Steward gebracht. Es war für uns selbstverständlich, dass viele der Crewmitglieder, die sich täglich um unser Wohl kümmern, etwas zu Weihnachten bekommen haben. Ebenso auch die Rezeption und dann kam so ein liebes Dankeschön zurück. Sie sind alle so herzlich, haben alle persönlich per Hand unterschrieben.
    Spät am Nachmittag bin ich dann auch noch kurz in die Sauna zu einem Aufguss. Um 19.00 Uhr haben wir dann in Honolulu angelegt zu einem technischen Stopp. Ware wurde aufgeladen und Müll abgeladen. Für uns ging es in den Yachthafen zum Essen. Wir sassen draussen bei 23 Grad und haben es uns schmecken lassen. Müde gehen wir heute früh ins Bett, da es morgen früh rausgeht zu unserem ersten Ausflug auf Hawaii.
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  • Tag 46- Seetag - 1. Weihnachtsfeiertag

    25 december 2025, Pazifischer Ozean ⋅ ⛅ 22 °C

    Heute wurden wir mit einem wunderschönen Regenbogen geweckt. Nach dem Sport ging es erst einmal zu einem ausgiebigen Frühstück. Als wir zurückkamen haben wir das von unserem Steward Victor bekommen. Wie süss ist das bitte.
    Ich habe dann ein paar Stunden gearbeitet und dann ging es zur Lomi Lomi Massage. Ich bin ja sehr eigen, was das betrifft- komisch woher nur🤣🤣aber sie war wirklich sehr gut. Mein Masseur Hadrine von Bali hat wirklich gewusst, was er tut. Hinterher haben Andreas und ich rausbekommen, dass er auch nur noch zu ihm geht🫶und alle seine Massagetermine zu ihm umgebucht hat. Dann ging es in die Wellnessoase. Sie haben heute das Dach aufgemacht - so schön. Hier haben wir den Rest des Tages mit der Saunanacht verbracht. Ich habe viel in meinem neuen Buch gelesen für Andreas gab es besondere Santa Claus Aufgüsse. Er hat natürlich auch zwischendrin seine tägliche Seetag Spinningsstunde absolviert. Er wird richtig fit😘.
    Es wird hier viel angeboten auf dem Schiff an Aktivitäten, aber das ist nicht unsers. Ab und zu mal eine besondere Show, oder ein interessanter Vortrag, aber das wars dann auch schon. Wir machen lieber unser eigenes Ding, und das gefällt uns sehr gut.
    So haben wir den Tag nicht an Deck auf der Poolparty mit der Crew ausklingen lassen, sondern gemütlich in unserer Kabine. Bei milden 23 Grad, offener Balkontüre und einem leichten Schaukeln schläft es sich dann auch himmlisch.
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