Entspannter Abschluss vom Camperleben
25. joulukuuta 2025, Chile ⋅ ☁️ 16 °C
Entgegen des Morgens, welcher trocken aber mit einer geschlossenen Wolkendecke begann, erwartete uns ein sonniger warmer Sommertag. Heute hatten wir keinen Zeitstress, während wir das Frühstück vorbereiteten, fuhren gelegentlich Autos vorbei. Die einen winkten, die anderen Hupten und wir grüßte freundlich zurück. Den Blick auf den Fjord, genossen wir ein letztes Mal bei Kaffee und Müsli, bevor der Motor angeworfen wurde und wir unseren Weg fortsetzten.
Die Offroadstraße ging nur noch kurz, bevor wir über Asphalt dahin gleiteten. Die Straße führte fast ununterbrochen am Wasser entlang und wir wurden mit schönen Aussichten verwöhnt. Am Schluss war eine kleinere Stadt, eher verschlafen, nach der wir ins Hinterland abbogen. Hinweisschilder vor dem Puma hatten wir bereits des Öfteren gesehen, aber gesehen haben wir ihn bisher nicht. Hindurch, durch dichte Wälder kamen wir letztendlich neben einen Wildwasserfluss heraus. Unsere Fahrt bis zum Zielpunkt, neben dem Vulkan Osonor dauerte lediglich 1:45h (78,2km).
Das Auto stand auf dem Parkplatz, welcher kostenpflichtig war. Das Groteske daran, 50m weiter war ein viermal so großer Parkplatz, welcher kostenlos war. Uns war es zu blöd umzuparken und wir verkauften es für uns als Eintritt für den Wandertrack. Los ging er eher wenig vielversprechend. Halbhohe Vegetation, vereinzelt Bäume, der Weg führte über lange Strecken geradeaus und war von schwarzen Vulkansand geprägt. Später jedoch kamen grüne Bereiche hinzu, wo wir uns unter dem Blätterdach wiederfanden, welcher Schutz vor der Sonne bot und es gleich ein paar Grad kälter war. Das war die richtige Vorbereitung, denn unweit wartete ein längerer steiler Anstieg auf uns. Wir mussten zweimal riesige ausgewaschene Wasserrinnen durchqueren, wo man sich fragte, woher die Wassermassen, zu bestimmten Jahreszeiten, herkommen sollten.
Der Anstieg hatte begonnen und das Wasser hatte diesen Weg auch schon genutzt. Den Schutz des Blätterdaches hatten wir bereits verloren und so kamen wir bis zur Aussicht kräftig ins Schwitzen. Besonders das letzte Stück war mit 25% Steigung besonders Steil. Die Aussicht…. war gewaltig. Vor uns erstreckte sich ein großer See mit Bergpanorama, nur der Vulkan Osorno wollte sein Wolkenkleid nicht wirklich ablegen. Eine kurze Rast, mit Apfel und einem Riegel lieferte uns genügend Energie für den Rückweg. Die Kilometer herunter schwanden sehr schnell und wir liefen eine der großen Wasserrinnen, im Sand bis zum See herunter. Zum Wasser hin wurde diese immer breiter und vermittelte einmal mehr einen Eindruck der großen Wassermassen.
Wir waren Tatsache an einem Strand angekommen, einen schwarzen, mit einer breiten Uferzone, ehe der dichte Wald anfing. Wir liefen nahe am Wasser, was sehr sauber war und kein Müll weit und breit. Das einzig nervige waren ein paar übergroße Bremsen, welche um uns herumschwirrten, … naja vorrangig bei mir. Schnellen Schrittes näherten wir uns dem Ende unseres Rundwegs, welche circa 4h gedauert hatte. Zur Belohnung gab es ein Eis, was schnell vernichtet war und so fuhren wir weiter in Richtung Puerto Varas, was morgen unsere Endstation ist, wo wir den Camper abgeben werden.
Am selben See aber in einem Vorort fanden wir einen schönen Zeltplatz, idyllisch gelegen. Ein kurzer Spaziergang zum See zeigte den Vulkan Osonor von der anderen Seite und ohne Wolken. Ein Vulkan, welcher steil hinauf ragte und oben von einer dicken Schneedecke überzogen war, sehr eindrucksvoll. Der kleine Hunger kam durch und wir machten uns zu Fuß zu einem kleinen Restaurant auf. Einer kleinen Oase, bunt und liebevoll, mit vielen Details gestaltet. Ein leckeres Panini und Kuchen mit Kaffee fand den Weg in unsere Mägen. Wir verweilten noch ein wenig, ehe wir zum Camper zurückkehrten.
Da wir ab morgen wieder zu Fuß unterwegs sein werden, bereiteten wir unseren treuen Begleiter der letzten zwei Wochen etwas vor. Da wir zum Abend nichts konkretes mehr vorhatten, schrieb ich bereits den Tag nieder und Caro versank in ihrer Bücherwelt. Zum Abendbrot gab es prall gefüllte Wraps, denn die restlichen Lebensmittel galt es aufzubrauchen. Das Falten war bereits sehr schwierig. Danach ging es kurz zum Strand, die Stimmung aufsaugen ehe wir uns allmählich bettfertig machten.Lue lisää
Puerto Varas
26. joulukuuta 2025, Chile ⋅ ☁️ 16 °C
Die letzte Nacht im Camper war angenehm und wir hatten ausgeschlafen. Ein letztes Mal die Bialetti Kaffeemaschine auf den Kocher gestellt und das Frühstück genossen. Unsere Abgabe war erst 13Uhr und bis Puerto Varas waren es lediglich eine Stunde Fahrzeit. Wir hatten somit genügend Zeit, die Sachen final wieder in die Rucksäcke zu bekommen und den Camper vollständig in Ordnung zu bringen. Als das geschafft war, schauten wir am See vorbei. Gestern suchten diese ein paar Badegäste auf, heute war er vereinsamt, denn ein starker Wind blies und ließ Schaumkämme auf den Wellen entstehen. Der Vulkan Osorno war in Wolken verschwunden.
Beim Losfahren testete ich nochmal die Toleranz der örtlichen Polizei. Wir bogen auf die Hauptstraße ein, wo ein Stoppschild war. Die Hauptstraße war sehr gut einsehbar und ich rollte gleich weiter. Die Polizeiwache war ungünstiger Weise gleich gegenüber und ein Polizist stand mit einem Kaffee draußen. Er schaute mich an, ich schaute ihn an, er zeigte nach hinten und mir war klar, was er meinte. Ich entschuldigte mich mit einem Handzeichen und leicht grimmig nickte er. Die weitere Fahrt war ohne Komplikationen, einmal konnten wir noch halten und die Aussicht über den See genießen, ehe sich der Regen auch verabschieden wollte. Das Grundstück gegenüber der Aussicht hatte mehrere Alpakas, welche fröhlich über die Wiese schlenderten.
Die Abgabe des Campers verzögerte sich etwas, zum Glück nicht wegen uns, sondern wegen zweier Fahrzeuge, welche gerade herausgegeben wurden. Bei uns wurden lediglich ein paar Fotos gemacht und das wars. Mit einem Uber ging es anschließend zum Hostel, wo wir uns kurz ausruhten, bevor wir Puerto Varas etwas näher ansahen.
Caro hatte ein paar Punkte herausgesucht. Puerto Montt und Puerto Varas, waren bereits zum Anfang des 19. Jahrhundert interessant für deutsche Siedler und das konnte man immer wieder sehen. Nach einer alten Stadtvilla ging es spontan in einen kleinen Stadtpark, wo wir unverhofft eine Aussicht über die Stadt erhielten. Vorbei an einer sehr betagten Kirche ging es ans Wasser zu einem sehr kreativen Ort. Bunt gestaltet und alles in Eigenleistung stand ein Haus an der Straße, zu dessen Eingang auf der linken Seite die Front eines Schiffes hervorragte. Auf der rechten Seite war eine riesige Uhr. Es war ein Museum, was kostenlos besichtigt werden konnte. Total verwinkelt und überall standen alte Sachen, auch deutsche Produkte bzw. auch Bücher. Man konnte an mehreren Stellen Kleiderschränke öffnen und kam in weitere Räume. Nur die Höhe war nicht ganz meins, musste ich überwiegend gekauert durch das Haus laufen. Zum Nachmittag gönnten wir uns in einem Waffelrestaurant eine Waffel und ein Milchshake. Zum Glück hatte sie nicht verstanden, dass wir zwei Waffeln wollten, denn diese war riesig und kalorienreich. Auf den Rückweg schlenderten wir über die Haupteinkaufsstraßen und die Fußgängerpromenade am Wasser, ehe uns die Müdigkeit packte und wir uns im Hostel ausruhten. Auf dem Rückweg sahen wir eine Feuerwache mit deutscher Fahne und Fahrzeugen, wir kamen an einem Haus vorbei, wo „Deutscher Verein“ riesengroß auf der Fassade geschrieben stand, Villa Germana, und so weiter.
Heruntergefahren und fröstlich rafften wir uns auf, denn zum Abschluss sollte es in ein chilenisches Restaurant gehen, welches nur 10min. entfernt war. Klein gemütlich, nur eine größere chinesische Familie aß gerade zu Abend. Zurzeit soll ja bereits High Season sein aber davon merken wir nichts. Weihnachtlich geschmückt wurde hier auch. Der eine übertreibt, der andere eher karg, wie bei uns auch. Der 26. Ist allerdings bereits wieder ein normaler Arbeitstag. Caro bestellte Lachs mit Risotto, während ich einen Krebseintopf bestellte, so hatte es jedenfalls die Übersetzungsapp kundgetan. Bei Caro stimmte es, bei mir war es eher ein größeres Würzfleisch mit Krebsfleisch aber beide Essen waren sehr lecker. Die Zeit schritt schnell voran, sodass wir uns für den morgigen Tag vorbereiteten. Es geht nach Punta Arenas, ganz in den Süden Chiles. Die Wettervorhersage für die nächsten Tage 80%-100% Regen, dazu tiefe Temperaturen. Wie hat die App so schön angezeigt „gefühlt -4°C“. Wir nehmen es folglich als Vorbereitung für Zuhause 😊.Lue lisää



































