Dschungel und Cunca Wulang Wasserfall
20. mai 2024, Indonesia ⋅ ☁️ 28 °C
Als wir ins Bett gingen, hatten wir nur eine sehr dünne Decke zum zudecken. Skeptisch, ob wir damit gut schlafen würden. Der Dschungel macht seine Geräusche aber sonst ist es hier sehr still. Das Fliegennetz über unserem Bett hält ungebetene Gäste fern, von daher konnten wir sehr gut schlafen. Auf das inkludierte Frühstück waren wir gespannt. Wir waren wieder die Ersten und die anderen beiden erschienen wenig später. Was gab es? Pancake,s aber diesmal auf eine andere Art. Nicht zu fettig und zum selber belegen. Kokosraspeln, Bananen, gehackte Nüsse, sowie Palmzucker, alles selbst hergestellt landete auf dem Tisch. Sehr lecker. Für die beiden aus den Niederlanden hieß es heute wieder Koffer packen, so richtig hatte sich der Weg, hier raus nicht gelohnt. Wir hingegen bleiben drei weitere Nächte.
Nach dem Frühstück wollten wir uns die Füße ein wenig vertreten und erkundeten den Waldweg, welcher weiter bergab führte. Unten wurde der Weg etwas breiter und war gerade am Entstehen. Viele große Steine lagen herum und der Berg wurde teilweise abgetragen. Am Ende des Weges hatten wir eine sehr schöne Aussicht ins Tal. Wofür der Weg gerade ausgebaut wurde, konnten wir nicht so richtig erkennen. Den restlichen Vormittag verbrachte ich mit dem Laptop, da ein paar vergangene Tage vervollständigt werden mussten.
Gegen zwölf wollten wir dann doch noch was anderes unternehmen. Wir packten unsere Sachen, das Ziel, ein Wasserfall 30 Minuten von unserer Unterkunft entfernt. Wir schraubten uns Stück für Stück den Berg hinauf. Kein Wunder das wir gelesen hatten, das bei der Straße so manchen schlecht wird. Eine Kurve jagte die Nächste. Wir bogen von der Hauptstraße ab und fortan war die Straßenbreite nur noch halb so groß. Allerdings war hier kaum Verkehr, sodass der Platz völlig ausreichend war.
Am kleinen Parkplatz angekommen warteten bereits ein paar Einheimische. Der Eintritt war etwas übig aber dafür bekamen wir einen Guide zur Seite gestellt. Dieser war im Eintritt mit drin und musste mit. Das warum bleibt ein wenig ein Rätsel, denn der Weg war einfach zu finden. Am Eingang zeigte uns der Guide eine riesige Spinne, die wir sonst übersehen hätten. Es ging eine ganze Weile bergab und landeten letztendlich auf einer großen Hängebrücke, welche die ersten Blicke auf den Wasserfall freigab. Das Flussbett war groß aber sehr leer. Weiter oben hatte sich ein längliches Becken gebildet, welches durch die umgebenden Felsen wie eine Schlucht geformt war. Von den Steinen konnte man aus verschiedenen Höhen ins Wasser springen, was der Guide uns auch nahelegte. Außer einer anderen vierer Gruppe waren wir die einzigen. Wir erkundeten noch das umliegende Gelände, ehe wir in unsere Badesachen schlüpften. Caro kletterte rein, während ich von circa drei Metern reinsprang. Nun schwammen wir auf die kleine Schlucht zu, das entgegen strömende Wasser erschwerte das vorankommen. Stück für Stück kamen wir den herabstürzenden Wassermassen näher, bis wir uns nicht weiter trauten. Zurück ließen wir uns den größten Teil treiben. Zum Aufwärmen gab es einen Kaffee, vom Shop nebenan. Unser Guide wartete die gesamte Zeit, auch als wir den Kaffee auf den Steinen genossen. Es nieselte leicht, was uns eher weniger störte. Schließlich erlösten wir unseren Guide und traten etwas später den Rückweg an.
Die dichte Wolkendecke hatte sich bis zum Abend nicht mehr lösen können. Unseren heutigen Plan vom Sonnenuntergang konnten wir damit vergessen. Trotzdem liefen wir zu dem Café von gestern und konnten beim Essen ein paar Rottöne erkennen. Außerdem hatten wir bei dem Café empfang, welches wir für kurze Recherchen nutzten. Den Plan zum Wae erebo Village zu fahren, hatten wir über den Haufen geworfen. Zum einen wegen der langen Fahrtzeit und der langen Wanderung. Damit wären wir bereits den gesamten Tag unterwegs, wahrscheinlich auch im Dunkeln. Außerdem war die Straße bereits hier teilweise in einem schlechten Zustand mit vielen Kurven, was sich wahrscheinlich weiter im Hinterland verschlimmern würde. Deswegen geht es morgen nach Labuan Bajo und ein wenig weiter auf eine Landzunge. Die gebratenen Nudeln waren verdrückt und die Recherche beendet, da setzten wir unsere Stirnlampen auf und traten den Rückweg auf der Straße an. Unten angekommen, kam ich endlich wieder am aktuellen Stand der Berichte an.Les mer
Labuan Bajo und Umgebung
21. mai 2024, Indonesia ⋅ ⛅ 30 °C
Das Sonnenlicht drang durch die Bambuswände, welches durch die Bewegungen der Palmen immer wieder flackerte. Ein etwas größerer Gecko schaute von der Decke herab, welcher am Tag zuvor dieselbe Pose eingenommen hatte. Zum Frühstück war genügend Zeit, weswegen wir uns umdrehten und sachte in den Morgen starteten.
Eine kalte Dusche später waren wir hellwach, denn warmes Wasser gab es nicht. Voller Vorfreude auf das leckere Frühstück vom Vortag nahmen wir im Gemeinschaftsraum Platz. Bekommen sollten wir jedoch ein anderes. Auf dem freischwebenden Tresen war das Essen angerichtet. Es gab Hefeklöße mit Palmenzucker gefüllt, welche geschickt in Palmenblätter eingepackt waren. Dazu eine herzhafte Moringa Suppe und zwei verschiedene aromatische Tees. Durch die Hefeklöße waren unsere Mägen sehr gut gefüllt. Um das Füllegefühl etwas loszubekommen, liefen wir eine ähnliche Runde, wie am Vortag, diesmal jedoch mit Drohne.
Heute schnappten wir uns wieder den Roller, denn es sollte nach Labuan Bajo und darüber hinaus auf die Landzunge gehen. Den ersten holprigen, steinigen Anstieg an der Unterkunft hatten wir geschafft, die Serpentinen bergab ließen wir ebenfalls schnell hinter uns. Ich brauchte nicht groß auf das Handy schauen, da es nur eine Hauptstraße in die Stadt gab. Statt durch die Stadt am Hafen zu fahren, kamen wir auf eine Art Umgehungsstraße, welche frisch gebaut war. So fuhren wir kleinere Hügel bergauf und -ab an der Küste entlang. Ein paar Affen durchsuchten am Straßenrand den Abfall nach etwas essbaren, etwas später schippte ein Bauarbeiter in der prallen Sonne Kies. Die gut ausgebaute Straße wechselte nun die Meeresseite. Links erschien eine schöne Bucht nach der Anderen. Mit dem türkisfarbenen flachen Wasser, den weißen Sandstränden und im Hintergrund viele kleine Inseln, bekamen wir traumhafte Aussichten geboten. Die blieben Investoren nicht verborgen, so waren zwei Großprojekt auf dieser Seite in der Bauphase. Wir fuhren immer weiter und weiter. Manche größere Landabschnitte hatten sich bereits Privatleute gesichert, da war kein herankommen an den Strand. Plötzlich hörte die Straße auf und alles was übrig war, war eine aus dem Felsen gehauene Schotterpiste. Neugierig auf das, was kommen würde, fuhren wir weiter und genossen die Landschaft. Die Straße verschlechterte sich ein wenig und es stand eine enorme Steigung an, da beschlossen wir wieder umzukehren und einen zweiten Weg etwas früher zu probieren. Auf dem Rückweg fiel uns eine schöne Bar mit Aussicht aufs Meer auf. Wir waren bereits daran vorbeigefahren, kehrten um und sollten es nicht bereuen. Die Bar war noch im Aufbau aber ein Großteil war bereits fertiggestellt. Am Hügel hatten Sie in Form von einzelnen Terrassen verschiedenste Sitzmöglichkeiten etabliert. Von einer Liegewiese, zu einem überdachten Bereich mit Tischen und Stühlen, einer Halbmuschel und ein paar Bambusgestellen. Durch den Anstieg des Hügels hatte jeder eine perfekte Aussicht auf das Meer und die dahinterliegenden Inseln. Die größte im Hintergrund hatten wir bereits besucht, das war die Insel Komodo. Total fertig von der anstrengenden Fahrt :) holten wir uns zwei Kokosnüsse, bestellten Edamame und gebackene Bananen und ließen uns im untersten Bambusgestell nieder. Ich konnte mich an der Aussicht gar nicht satt sehen, weswegen wir sicherlich fast über zwei Stunden dort verweilten und entspannten.
Statt rumzuliegen wollten wir natürlich noch ein wenig mehr von der Landschaft sehen. Also hievten wir unsere trägen Körper nach oben und schwangen uns abermals auf den Roller. Eine belebtere Bucht hatten wir auf dem Hinweg ausgemacht und stand ebenfalls auf unserer Liste. Dabei stellte sich heraus, dass es sich um ein Resort handelte. Wir durften uns frei bewegen, weswegen wir uns zu einem kleinen Spaziergang am Strand entschieden. Ein paar kleine Krebse verschwanden schnell in ihren selbstgegrabenen Löchern, als sie uns sahen. Ein paar wussten anscheinend nicht mehr wohin und düsten im Seitwärtsgang den Strand entlang. Das Resort war sehr schön gestaltet. Ein paar Außenpools und schön gelegene Hütten. Aber die Konkurrenz wurde eine Bucht weiter bereits hochgezogen. Nachdem wir die Beine ins Wasser gehalten hatten sollte es zum Hafen von Labuan Bajo gehen. Den kannten wir ja schon teilweise von der Bootstour aber halt nur flüchtig. Nur hatte jemand leider etwas dagegen und das war unser Roller. Die Anzeige erschien und zeigte keine Fehler, nur starten wollte er nicht mehr. Nachdem ich keine Idee mehr hatte, blieb nur noch den Verleih zu kontaktieren. Diese antworteten bald und machten sich zeitnah auf dem Weg. Wir hatten Glück, wäre uns das am Vortag am Wasserfall passiert, wäre das eine Stunde entfernt von Labuan Bajo gewesen, mit teilweise schlechter Netzabdeckung, so waren es lediglich elf Minuten. Wir blieben natürlich nicht unbemerkt, so probierten verschiedene Resort-Angestellte ihr Glück mit keinem Fortschritt. Der Verleiher erschien mit seiner Freundin auf einem anderen Roller. Sie hatten eine weitere Batterie dabei, welche sie im nu gewechselt hatten. Siegessicher sollte ich den Roller nun starten, mit demselben Ergebnis, wie zuvor. Der Roller sprang nach wie vor nicht an. Die Beiden schienen nun ratlos und telefonierten. Ein wenig später kam die Freundin auf uns zu und meinte, dass wir ihren Roller solange nutzen könnten. Gesagt, getan, verschwanden wir in Richtung des Hafens.
Vor der Hafenmauer befanden sich viele kleinere Stände, die vielen Bänke dahinter zeugten von einem hohen Aufkommen von Besuchern, welche nirgends mehr zu sehen waren. Somit schlenderten wir in Ruhe über die Uferpromenade. Ein paar Kinder winkten uns zu, was wir erwiderten und zur Freude der Kinder beitrugen. Allgemein werden wir von den Kindern überwiegend freundlich begrüßt und winken sie euphorisch. Selbst beim Rollerfahren, winken sie vom Straßenrand und freuen sich, wenn wir es erwidern. Vor uns lag ein Teil der Ausflugboote, welche bereits zahlreich waren. Allerdings zog sich der Hafenbereich in eine andere Bucht und nicht alle Schiffe waren vor Anker. Der restliche Teil des Hafens war nicht so sehenswert, ein Teil des Marinegebäudes war ebenfalls als Theater nutzbar. Eine große Bühne mit mehreren Rängen für die Zuschauer wirkte allerdings verweist. Wir hatten immer noch nichts von unserem Roller gehört, weswegen wir uns zu einer Bar mit leckeren Smoothie Bowls aufmachten. Die hatten wir am ersten Abend in Labuan Bajo bereits gesehen. Nach kurzer Suche fanden wir diese auch wieder. Ein Avocadotoast als Vorspeise und die Bowl als Nachspeise, füllte unser Mägen und lecker war es obendrein. Während des Essens hatte ich dem Verleiher geschrieben, denn im Dunkeln war die Strecke zwar machbar aber mit den Schlaglöchern und sandigen Stellen nicht ganz so schön. Schließlich kam der erlösende Anruf und wenig später erschienen sie mit dem Roller. Irgendein Steckkontakt war wohl dafür verantwortlich.
Es ging heimwärts aber die Dämmerung hatte bereits eingesetzt. Das Visier des Rollers war sehr zerkratzt, was die entgegenkommenden Lichter sehr verzerrte. Caro sprang bei ein paar Schlaglöchern etwas höher aber final kamen wir heil an. Zum Schluss verzogen wir uns in den Gemeinschaftsraum, wo es halbwegs gutes Licht gab. Ich hatte den Laptop vor mir und Caro las in ihrem Buch. Mit Pfefferminztee und Arak (Alkohol) ließ es sich gleich besser schreiben.Les mer
Ein abenteuerlicher Geburtstag
22. mai 2024, Indonesia ⋅ ☁️ 28 °C
Wieder weckten uns die funkelnden Sonnenstrahlen, denn Zeitstress hatten wir keinen. Ich machte die Tür von unserer Hütte auf und da wartete die erste Überraschung auf mich. Ein schön gebundener Blumenstrauß von der Unterkunft, welcher auf einem Kissen vor der Tür lag. Eine kleine Karte, mit ein paar Geburtstagswünschen steckte ebenfalls drin. Nachdem wir uns für den Tag fertig gemacht hatten, ging es zum Frühstück. Auf dem Tresen wartete noch ein Blumenstrauß und ein wenig später auch das Frühstück. Heute gab es wieder die leckeren Pancakes, welche wir mit Freude verspeisten. Wir waren an dem Morgen nicht allein, ein Niederländer hatte am Vorabend den Weg in die Unterkunft gefunden und war vor fünf Jahren bereits in Indonesien gewesen. Jetzt verbringt er wieder eine längere Zeit hier und er zog das gleiche Fazit nach der Zeit wie ich. Teilweise erkennt man die Orte kaum wieder, weil es so touristisch geworden ist. Wo damals Felder direkt an der Straße lagen, wurden nun Restaurants gebaut. Er war gerade auf einem Motorradtrip durch Flores und blieb nur eine Nacht. Wir waren glaube ich eine der seltenen Gäste, welche länger hier verweilten. Er hatte vor fünf Jahren das Glück als einziges Boot den Komodo National Park erkunden zu können, bei uns waren es vielleicht 25.
Nach dem Frühstück waren wir uns nicht ganz sicher, helfen wir vielleicht bei der Gartenarbeit oder fahren wir zu einem Wasserfall. Wir entschieden uns schließlich für den Wasserfall, wobei ich auch gern mit angepackt hätte. Hinauf düsten wir mit dem Roller. Circa eine halbe Stunde ging es auf der Hauptstraße ehe, wir auf eine Nebenstraße abbogen. Was bedeutet hier Nebenstraße, gefühlt halb so breit und von Zeit zu Zeit tiefe Schlaglöcher, sowie Sand. Wir schlängelten uns am Berg entlang und gefühlt wollte der Weg nicht enden. Der Empfang am Handy war schon längere Zeit weg, aber die offline Karte war auf dem Handy. Wir hatten erst die Einfahrt verpasst, ich hätte ja gesagt mit Absicht, denn der Weg wurde nochmals schlechter. Über eine grobe Schotterpiste quälten wir den Roller. Das Fahrwerk musste ganz schön was abkönnen. Vorbei an einer Schule, wo gerade ein Fußballspiel stattfand und uns die Kinder freudig winkten. Der Roller machte auf einmal seltsame Geräusche, welche gestern bereits bei der Heimfahrt aufgetreten sind. Ein quietschendes, schleifendes Geräusch. Gestern war es von selbst wieder verschwunden. In dem Fall stellten wir den Roller in der Natur an der Seite ab und liefen den Rest zum Wasserfall. Vorbei am Landleben im Hinterland, ging es vorbei an Reisterrassen, wo die Einheimischen die Felder vorbereiteten. Die Wasserbüffel suhlten sich im Schlamm und starrten uns verwundert hinterher. Mit der Hilfe der Einwohner kamen wir zu dem Einstieg zum Wasserfall. Ein schmaler Trampelpfad führte uns erst durch den Dschungel an einen Bach, welchen wir zweimal queren mussten. Das erste Mal lief ganz gut, das zweite Mal war etwas schwieriger. Ich hatte Flipflops an aber Caro war mit Wanderschuhen unterwegs. Trockenen Fußes erreichten wir die andere Seite und den oberen Teil des Wasserlaufes, kurz vor dem Wasserfall. Gefühlt läuft hier seit geraumer Zeit keiner mehr lang. Ein letztes Mal musste der Bach gequert werden, da es keine Trittsteine gab, nahm ich Caro kurz hoch. Das letzte Stück zum Wasserfall war durch ein Gatter versperrt. Wir ließen uns davon nicht abhalten und hatten den Wasserfall, der sehr beeindruckend vor uns erschien, ganz für uns allein. Die Badesachen hatten wir mit aber kein neuen Mückenschutz, deswegen machten wir nur eine kleine Pause. Wir blieben nicht ganz unbemerkt, wahrscheinlich eine Mitarbeiterin von dem Gelände. Wir wollten uns per Google translate verständigen, was nicht ganz so gut klappte. Die Situation war ein wenig komisch, sodass wir bald den Rückweg antraten. Der Wasserfall war sicher mit Eintritt verbunden und wir hatten per Zufall den Hintereingang gewählt.
Zurück am Roller, stand dieser wie wir ihn verlassen hatten. Wir kreuzten unsere Finger, dass er anspringen würde. Ich drückte den Starter und er tat sich schwer, weswegen ich schnell das Gas etwas aufdrehte. Ok, er lief erstmal aber das schleifende Geräusch war unter Last immer noch da und war mit einem Leistungsverlust verbunden. Irgendwie schien es sich wieder mit der Zeit zu geben, dass wir problemlos zur Hauptstraße zurückfanden. Auf dem Rückweg nahmen wir eine weitere Wegstrecke in Kauf, um den Roller ein letztes Mal voll zu tanken. An ging er auf jeden Fall wieder. Wir hatten noch ein wenig Zeit weswegen wir oberhalb unserer Unterkunft an ein Café heran fuhren. Zum einen, um in Notfall nach unten rollen zu können, zum anderen, um Geburtstagswünsche abzurufen und organisatorische Dinge wie der Check In für den morgigen Flug zu erledigen. Dabei fiel uns auf, unsere nächste Unterkunft lag nicht auf Nusa Penida, sondern Nusa Lembogan. Alle Fähren schon gebucht und die Unterkunft nicht mehr kostenlos stornierbar, waren wir am Überlegen. Wir entschieden uns schweren Herzens für die Unterkunft und versuchten die Fähren umzubuchen. Wir hatten über Airbnb gebucht und im Namen stand auch Nusa Penida, wodurch wir uns täuschen lassen hatten. Zeitgleich schrieb ich der Vermietungsfirma von unserem Roller, was im Falle, dass der Roller nicht anspringt, passieren würde. Die Antwort war klar, sie würden ihn nicht abholen kommen. Wir aßen einen Snack und später zwei Bananenshakes, bis wir wieder zu unserer Unterkunft aufbrechen wollten. Und als hätten wir es geahnt, sprang der Roller nicht mehr an und wir kontaktierte die Vermietungsfirma. Wir waren allerdings etwas in Zeitnot. Wir mussten packen und 18:30Uhr würde es Abendessen geben. Deswegen rollten wir ohne Motor den Berg hinab und stellten den Roller vor der Einfahrt ab. Ich teilte der Vermietungsfirma mit, wo der Roller stand und das ich in einer dreiviertel Stunde wieder an der Straße bin, da wir in der Unterkunft kein Empfang hatten.
Der Hauptteil der Sachen war im Rucksack verschwunden und wir liefen zur Straße, da flatterte schon die Nachricht rein, dass der Mechaniker bereits warten würde. Sie waren zu zweit gekommen und schraubten gleich drauf los, wobei er zeitnah ansprang. Trotzdem schauten sie weiter, als würden sie dem Roller auch nicht mehr trauen. Da sie zu zweit da waren, sagte ich, dass sie den Roller gleich mitnehmen sollen, was die bessere Variante für uns alle wäre. Wir müssten morgen früh nicht darauf hoffen und sie können den ordentlich reparieren. Gesagt, getan, verschwanden wir wieder in der Unterkunft und warteten auf das Abendessen. Als die Information kam, dass es noch 30 Minuten dauern würde, schnappte ich mir den Laptop und Caro ihr Buch. Mit Arak und Minztee versüßten wir uns die Wartezeit. Eigentlich waren noch zwei neue in der Unterkunft erschienen, welche wir nur an der Straße sahen, weil es dort Empfang gab.
Plötzlich ging das Licht aus und mit leuchteten Kerzen und Geburtstagsgesang kam die Belegschaft aus der Küche. Caro hatte einen Geburtstagskuchen organisiert, welcher jetzt von der gesamten Belegschaft präsentiert wurde. Ich versuchte alle Kerzen auf einmal auszublasen, was vergebens war, denn die Kerzen entfachten sich von alleine selbst. Es war eine tolle Überraschung, was von dem leckeren Abendbrot gekrönt wurde. Heute hatten wir die Variante mit Hühnchen gewählt. Es war so viel und so lecker. Dann kam noch der Kuchen, welchen wir eigentlich nicht mehr schafften aber irgendwie reinbekamen. Zum Anstoßen bekamen wir Arakschnaps, ein sehr gelungener Abend. Wir ließen sicherlich mehr als die Hälfte des Essens stehen, was hoffentlich die Belegschaft aß. Danach dokumentierte ich den restlichen Tag. Ein letztes Mal kalten duschen und ab ins Bett.Les mer
Auf nach Nusa Lembongan
23. mai 2024, Indonesia ⋅ ☀️ 29 °C
Früh am Morgen mussten wir den schönen Ort verlassen. Wir waren 20 Minuten vor Abfahrt des Taxis am Gemeinschaftsraum, denn die Belegschaft wollte uns noch ein Frühstück zum Flughafen mitgeben. Als wir da ankamen, war jedoch alles ruhig. Ein Mann, welcher seine Hütte weiter hinten hatte, war hinter uns gewesen und weckte die vordere Hütte. Wir warteten und warteten. Eigentlich war es langsam Zeit aufzubrechen, da kam eine Frau mit zwei leckeren Tees heraus. Na gut, das Frühstück war eh noch nicht fertig und der Taxifahrer war bereits mit dem Auto nach unten gekommen. Schließlich waren wir etwas spät dran nach unserer Zeitrechnung. Mit dem Frühstück im Gepäck wurden wir herzlich von der Belegschaft verabschiedet und musste nicht mal alles zahlen. Langsam schaukelte das Auto die holprige Straße nach oben. Der Taxifahrer wusste, dass wir um sieben Uhr am Flughafen sein wollten und drückte immer weiter aufs Gaspedal. Den Platz auf der Straße erkämpfte er sich teilweise mit Hupen und er hatte meistens den größeren fahrbaren Untersatz. Wir kamen final nur wenige Minuten nach sieben Uhr an.
Am Check In Schalter standen bereits viele Reisende und warteten darauf ihr Gepäck abgeben zu dürfen. Wir nutzten die Zeit, um die Pancakes mit Palmenzucker aufzufuttern. Der Flughafen ist winzig und daher war alles sehr nah beieinander. Den Security Check und den Weg zum Gate hatten wir daher schnell hinter uns gelassen. Zum Flugzeug selbst ging es zu Fuß über das Rollfeld. Die Fährtickets nach Lembogan und wieder zurück konnten wir zum Glück umbuchen und mussten nur einen kleinen Betrag draufzahlen. Die Bestätigung hierfür sollte wir aber erst nach dem Flug erhalten. Leider war die 13Uhr Fähre bereits ausgebucht, sodass wir eine längere Zeit in Sanur auf Bali hatten.
Der Flug verging sehr schnell, lag vielleicht auch daran, dass meine Augen zu gewesen waren. Wir hatten beide Plätze im Gang bekommen, groß etwas sehen konnten wir somit nicht. Unser Gepäck kam zur Abwechslung früh auf dem Rollband zu uns, sodass wir als nächstes ein Taxi nach Sanur brauchten. Über Grab hatte ich bereits geschaut, wie teuer die einstündige Fahrt wäre und wir machten uns auf zur Straße. Am Flughafen waren neue Gebäude und Systeme errichtet worden, welche es mir erschwerten, das damalige Bild vom Flughafen abzurufen. Natürlich gab es wieder viele hungrige Taxifahrer. Ein Grabfahrer blieb hartnäckig und erriet, dass wir nach Sanur wollten. Ich sagte, dass ich schon gebucht hätte (was nicht stimmte) und er meinte, kommt mit, ich mach denselben Preis. Gesagt, getan, wir mussten nicht warten und er hatte Kundschaft. Zuerst auf der großen Hauptstraße, später auf kleineren Seitenstraßen versuchte unserer Fahrer, die dichteren Verkehrsbereiche zu meiden. Die Fähren waren nun bestätigt, sodass wir uns im Büro vor Ort gleich die Tickets abholen konnten. Bis 15 Uhr waren es noch ein paar Stunden, welche wir an der Uferpromenade verbrachten. Erst hieß es die Beine vertreten, ehe wir uns in einem Café stärkten. Es setzte gerade die Ebbe ein und ein paar Angler standen am Ufer und versuchten den ein oder anderen Fisch dem Meer abzuluchsen. Ein Mann ging dabei einen Schritt weiter, vielleicht auch ein paar. Am Anfang sah es so aus, als würde er zu einem Boot gehen wollen, aber das ließ er links liegen. Teilweise bis zur Brust im Wasser kämpfte er sich mit seiner Angel auf eine vorgelagerte Sandbank, um dort sein Glück zu versuchen. Auf dem Rückweg waren wir ziemlich schnell gewesen, sodass wir uns eine Kokosnuss auf der Hafenmauer gönnten.
Erst warteten wir ein wenig im Büro der Fährfirma, anschließend im Hafenterminal. Wir hatten eine schnellere Fähre bekommen, welche uns in etwas mehr als 30 Minuten nach Nusa Lembongan bringen sollte. Die Sitzreihen waren wieder verdammt eng gewesen. Während der Überfahrt fuhren wir an Balis Küste vorbei. Leider standen die Wolken zu tief, um die beiden Vulkane sehen zu können. Beim Einstieg in die Fähre ging es über den Steg, beim Ausstieg über den Strand. Leider waren es bis zur Unterkunft statt der berechneten halben Stunde nun eine Stunde Fußmarsch. Die Fähre hatte leider in einer anderen Bucht gehalten, als wir gedacht hatten. Unter der Sonne und teilweise wechselndes Gefälle, hatten wir ziemlich schnell Schweißtropfen auf der Stirn. Ein Taxi hatten wir wegen des überhöhten Preises abgelehnt. Nach einem Drittel der Strecke überdachten wir unsere Situation und nahmen dankend ein Taxi, welches angehalten hatte. Wir saßen etwas erhöht auf einer umgebauten Ladefläche eines Pickups, welcher die restliche Strecke in wenigen Minuten bewältigte.
Nach einem kalten Willkommensgetränk konnten wir unsere neue Unterkunft beziehen. Wir haben uns zum Abschluss einen doppelstöckige, mit Stroh gedeckte Holzhütte gegönnt. Diese hatte ihren eigenen kleinen Pool und war durch eine Mauer von anderen Hütten abgetrennt. Unten befand sich eine kleine Sitzgruppe und das Bad. Über eine Treppe gelangte man auf dem Balkon und das Schlafzimmer. Das Bett war riesig und verschiedenste Palmen fungierten als Sichtschutz zu den anderen Hütten. Wir waren etwas fertig, sodass wir uns erstmal ins kühle Schlafzimmer verzogen und uns erst zum Abendbrot wieder erhoben. Wir unternahmen an dem Abend nichts mehr. Das war jedoch kein Problem, denn wir hatten ja fünf volle Tage auf der Insel.Les mer
Auszeit auf der Insel
24. mai 2024, Indonesia ⋅ ⛅ 30 °C
Ohne Wecker schliefen wir in unserem XXL-Bett und ließen uns von der Sonne wecken. Von unseren Nachbarn hörten wir wenig, nur die Geckos waren wieder am Start. Allgemein wirkte die Anlage nicht sonderlich belebt, was wir zum Frühstück bestätigt bekamen. Von sieben Uhr bis zehn Uhr war die Frühstückszeit, welche wir von halb neun Uhr fast voll ausreizten und keinen weiteren Gast sahen. Am Morgen klärten wir noch unsere morgige Schnorcheltour ab. Nach dem Komodo National Park war hier die zweite Möglichkeit einen Manta zu sehen, welche wir auf jeden Fall wahrnehmen wollten. Unsere Unterkunft bot einen guten Preis, dass heißt morgen um acht Uhr beginnt unsere Tour. Den heutigen Tag ließen wir ganz entspannt angehen, konkret war nichts geplant außer die Füße hochzulegen.
Wir hatten unsere Wäsche das letzte Mal abgegeben. Erstaunlicher Weise war hier der günstigste Preis von Indonesien, gerade mal 25.000Rp (1,40€) pro kg. Die nächste Wäsche müssen wir dann wieder selbst waschen. Anschließend schlenderten wir bei fast blauem Himmel über die Insel. Erst entlang der „Hauptstraße“, welche von den Rollern sehr befahren war, ging es über ein paar Nebenstraßen zum Meer. Immer wieder sahen wir kleinere Tempel, welche an privaten Häusern lagen. Das war wohl sowas wie der alte Stadtkern. Der Strand war ziemlich lang und sah gut aus aber war durch Fallstricke der vor Anker liegenden Boote immer wieder blockiert. Davon ließen wir uns jedoch nicht abbringen, wir mussten lediglich auf die Pausen warten, wo die Wellen das Boot zum Strand drückten und die Seile ihre Spannung verloren. Nach einer Weile in der Sonne war es Zeit für ein schattiges Plätzchen. In Verbindung mit einem Restaurant mit Meerblick ließ es sich wunderbar entspannen. In der Ferne beobachteten wir die Surfer, welche ihr Glück in den Wellen suchten. Da man dafür weiter herausfahren musste, gab es hier Surf Taxis, welche die Surfer immer wieder abholten oder wieder zurückbrachten. Die Sonne wanderte weiter, sodass wir wieder in der Sonne saßen. Um uns ein wenig im Schatten zu erholen, traten wir den Heimweg an.
Zuerst ein kleines Schläfchen im gekühlten Schlafzimmer, dann ein wenig Berichte online stellen. Ach, den Pool vor dem Haus hatten wir ja auch. Also ab rein und Füße nach oben, Ohren unter Wasser und Wolken beobachten. Caro las die geschriebenen Berichte in der Zeit gegen und kam wenig später dazu. Am Himmel hatte sich inzwischen die Wolkendecke verdichtet aber es war immer noch sehr angenehm.
Die Zeit war fortgeschritten und eine Stunde verblieb circa zum Sonnenuntergang. Wir liefen diesmal den Strand in die andere Richtung entlang. Die Ebbe hatte die vielen Algenfarmen freigelegt und wir zogen unsere FlipFlops aus, um vielleicht den ein oder anderen Strandbewohner beobachten zu können. Viel sahen wir nicht, ein kleiner Seestern, sowie eine kleine Krabbe, welche sich zeitnah im Sand eingrub. Ansonsten stachen die Überreste der toten Korallen in unsere Füße, sodass wir wieder an den Strand zurückkehrten. Die Tourismusecke, wich den einheimischen Bereichen. Ein großes Holzboot für Ausflüge, welches teilweise auseinander genommen am Strand lag, erinnerte an eine Werft. Ein paar Arbeiter kümmerten sich in den Abendstunden um die Algenfarmen, während ihre Kinder in den zurückgebliebenen Pfützen spielten. Für den Sonnenuntergang entschieden wir uns für eine kleine Bar, wo wir die einzigen Besucher waren. Die Gopro war aufgestellt, das Bier geöffnet und die Blicke schweiften in der Ferne umher. Währenddessen liefen ein paar andere Touristen und herrenlose Hunde den Strand entlang. Vom Sonnenuntergang war leider nicht viel zu sehen, da die Wolkendecke sich nicht groß geöffnet hatte.
Bevor es dunkel wurde, suchten wir ein paar Meter weiter nach einem Lokal und ließen uns lecker verköstigen. Mit den Füßen im Sand und netter Musik, blickten wir zu den vereinzelten Lichtern von der Nachbarinsel Bali. Auf dem Nachhauseweg organisierten wir uns noch ein Bier, um den Abend entspannt auf dem Balkon ausklingen zu lassen.Les mer
Auf zu den Manta`s
25. mai 2024, Indonesia ⋅ ⛅ 28 °C
Das bereits zweite Frühstück auf Nusa Lembongang, welches leider mit der vorherigen Unterkunft nicht mithalten kann. Wir waren heute früher dran und schau da, ein paar Gäste waren doch zum Frühstück erschienen. Wie wir später mitbekommen sollten, waren diese aber nur für eine Nacht da. Es waren drei Personen aus den Niederlanden, welche mit auf die Schnorcheltour kamen. Alles war gepackt und wir fuhren, wieder mit einem umgebauten Pickup, ans Nordöstliche Ende der Insel, wo die Mangroven anfingen. Für die Tour waren wir lediglich zu fünft, was die gemeinsame Zeit auf dem Boot etwas entspannter machte.
Den Preis hatten wir in der Unterkunft erfragt und welche Orte zum Schnorcheln alle dabei sein sollten. Trotzdem fing der Organisator an, für den weit entfernten Manta Point mehr Geld haben zu wollen, sonst könnten wir da nicht hin. Die Gruppe wäre zu klein (sonst 20-25 Personen) und es würde sich für sie sonst nicht lohnen. An der Rezeption wurde uns eine maximale Gruppenanzahl von 15 genannt. Das zweite, als er das Geld einsammelte, fragten die drei Niederländer zweimal nach dem Preis und bekamen keine Antwort. Erst als ich den an der Rezeption erfragten Preis preisgab, sagte er denen denselben Preis. Bevor wir zu unserer Tour starteten, fuhren wir mit dem Boot die benachbarte Insel an, um ein paar Leute abzusetzen. Da kam ich mit einer Deutschen ins Gespräch, welche dieselbe Tour als Privattour für ihre Familie gebucht hatte. Es waren lediglich drei bis vier Vollbezahler (max. eine Million Rupiah, circa 72€). Wir waren bereits bei 1,5 Millionen ohne den Aufschlag (100.000RP für jeden) zum Manta Point. Die Preisgestaltung wirkte somit sehr zufällig und in unsrem Falle gierig.
Die anderen Gäste hatten wir auf Nusa Penida abgesetzt und nun ging es zu fünft weiter. Erst fuhren wir zwischen den beiden Inseln. Die Strömung war teilweise sehr stark, was man an den Wellen beobachten konnte. Beide Inseln verfügten auf der Seite über nicht viele Strände. Nusa Ceningan war grün bewachsen bis zum Meer, Nusa Penida besaß schroffe Felsen, an den das Wasser abprallte. Das war erst der Anfang von der Steilküste, welche Nusa Penida auf der Südseite für uns bereithalten sollte. Mittlerweile hatten wir auf der eine Seite offenes Meer, und der Wellengang hatte sich verstärkt. Unsere Manta Station und Hoffnung war der Manta Bay. Hier gab es die Wahrscheinlichkeit, die Mantas zu sehen, wenn es die hier nicht geben würde, wäre der Aufschlag zum Manta Point zu zahlen. Wir fuhren kurz hinein, ein weiteres Boot war zu sehen. Nach oberflächlicher Analyse fuhren wir schließlich weiter zum Manta Point. Die Wolken waren bereits heute Morgen an der Unterkunft sehr zugezogen, wobei die Sonne stellenweise sich doch zeigte. Nun hatten wir eine dunklere Wolke vor uns, welche uns zeitweise mit einem leichten Nieselregen einkleidete. Neben uns erhob sich die Steilküste von Nusa Penida, welche sehr beindruckend war. Nur vereinzelt gab es kleine Strände zu dessen Füßen, welche nur mit ein wenig Kletterei erreichbar waren. Nach einer längeren Fahrt erreichten wir den Manta Point, welcher von anderen Gruppen immens unter Beschlag genommen wurde. Wir gesellten uns schließlich dazu und sprangen ins Wasser. Unter uns war kaum was zu sehen, als tiefes, dunkles Blau. Kleine Quallen trieben nahe der Wasseroberfläche, wo wir froh waren, dass wir unsere Wassershirts anhatten. Die Niederländer hatten da nicht so viel Glück. Zuerst hatten wir keine Relation zum Boden, erst ein paar Taucher, deren Luftblasen nach oben stiegen, ließ sich darauf schließen, dass wir doch recht weit schauen konnten. Die Wellen trieben uns der Weile wild umher. Vom Meer kommend prallten diese gegen die Steine und wurde wieder zurückgeworfen, was den Spot in einen turbulenten Wasserkessel verwandelte. Ich hatte bis dato nur einen Schatten von einem Manta in der Tiefe ausgemacht. Von nahen wurden wir erst fündig, als wir uns zu den größeren Gruppen im Wasser begaben. Wir hatten zwar keine wirkliche Bewegungsfreiheit mehr aber dafür waren zwei Mantas sehr nahe gewesen. Mit ihrer riesigen Spannweite und den großen Mund schwamm einer direkt unter mir, in circa fünf Metern Tiefe vorbei. Ich konnte mich zu der Zeit aber nur noch teilweise darauf konzentrieren, zum einen wegen den Menschenmassen, zum anderen wurde ich leicht Seekrank. Wir hatten insgesamt eine halbe Stunde an dem Spot. Wir versuchten kurze Zeit unser Glück etwas außerhalb der großen Gruppe, wurden jedoch nicht belohnt. Ich war danach wieder froh auf dem Boot zu sein. Nun ging es die gesamte Südseite zurück, auf der wir das Meer beobachten konnten, wie dieses immer wieder an die Felsen prallte. Ein paar Delphine konnten wir ebenfalls an der Wasseroberfläche ausmachen. Unser nächster Spot war Crystal Beach. Hier gab es eine kleine Korallenwelt, welche mit den Schnorchelspots auf der Komodotour nicht mithalten konnte. Durch vorgelagerte Felsen, war das Wasser ruhiger aber trotzdem ließ uns die Strömung kaum an einen Fleck verweilen. Caro entdeckte schließlich eine Schildkröte zwischen den Korallen. Die hatte uns auch entdeckt und wartete, bis wir das Interesse verlieren. Den Gefallen taten wir ihr nicht. Also ging das Ganze in ein Wartespiel über, mit dem besseren Ende für uns. Die Schildkröte musste wieder Luft schnappen und kam zu uns an die Wasseroberfläche. Mir war immer noch sehr unwohl, sodass ich etwas von meinem Frühstück wieder herausbrachte. Das wiederrum erfreute die Fische, welche nun von allen Ecken kamen. Caro konnte das Spektakel beobachten. Mir ging es danach ein wenig besser. Der letzte Schnorchelspot lag kurz vor der Anlegestelle. Hier sah die Korallenwelt wieder deutlich besser aus und die Fischanzahl war auch deutlich größer. Wir bekamen von der Besatzung ein wenig Brot zugeworfen, welches wir auf unsere Tour mitnahmen. Immer wieder zerbröselten wir kleinere Teile, was kleine Fischschwärme anlockte. Einer war so gierig und wusste, dass ich noch was in der Hand hatte und biss in meine Hand. Nachher konnte man vier Bissspuren sehen, zwei Zähne oben und zwei unten. Das Spiel wiederholten wir, bis unser Brotvorrat alle war. Die anderen waren bereits zum Boot zurückgekehrt, was wir dann ebenfalls taten.
Wir saßen wieder im Taxi und die Restzahlung wurde eingefordert. Ich konfrontierte den Mann mit dem Preis, welchen ich von der Frau erfahren hatte. Von da an eierte er ein wenig rum und meinte nur noch, dass die Restzahlung nun in unserer Entscheidung liegen würde.
Wir waren wieder in der Unterkunft und die Seekrankheit war noch nicht Vollendens verschwunden. Daher ging es nach einer Dusche erstmal ins Bett. Während ich schlief, lass Caro ein wenig in ihrem Buch.
Den Nachmittag wollten wir nicht einfach verstreichen lassen, sodass wir uns für eine kleine Runde am Strand fertig machten, den Laptop und das Buch nahmen wir mit. Wir hatten letztens eine kleine Bar, etwas versteckt am Meer ausgemacht, welche wir auf einen Milchshake einen Besuch abstatteten. Zum Berichte schreiben lud die Location aber nicht wirklich ein. Einen richtigen Sonnenschutz hatten wir nicht und die Stühle waren auch nicht so. Caro hatte noch ein Restaurant im Peto, unweit entfernt. Dort gab es auch einen kleinen Laden, sowie Yogastunden, alles aufeinander abgestimmt. Das Essen war super lecker und der Shake ebenfalls. Ich hatte eine Bowl mit Reis, Gemüse und einen Thunfischsteak, während Caro eine Bowl mit Tempeh und gebratenem Gemüse hatte.
Irgendwie waren wir beide fertig vom Tag und wir wollten eigentlich heute Abend noch umherlaufen. Heute war Samstag und gestern kam teilweise laute Musik vom Strand, welche wir auf die Spur gehen wollten. Also ging es abermals zur Unterkunft, um ein wenig Energie zu tanken. Schlafen konnten wir allerdings nicht wirklich. Wir holten uns zwischendurch noch Melone und Mangostan als Snack aber versackten schließlich und konnten uns nicht mehr aufraffen.Les mer
Nusa Lembongan und Nusa Ceningan
26. mai 2024, Indonesia ⋅ ⛅ 29 °C
Heute sollte die Inseln Nusa Lembongan, sowie Nusa Ceningan erkundet werden. Mit viel Zeit für die zwei kleinen Insel konnten wir in Ruhe in den Tag starten. Während wir zum Frühstück gingen, waren in der Zeit zwei andere Parteien gekommen und wieder gegangen. Anschließend organisierten wir uns noch den Roller für die nächsten vier Tage, welcher schon vor der Tür bereitstand. Wir hatten alles beisammen und wollten los, als ich die Strecke per Googlemaps nicht mehr suchen konnte. Irgendwie war ich offline aber meine Karte sollte noch funktionieren. So richtig konnten wir das nicht erklären. Statt die Inseln zu erkunden, ging es erstmal auf Fehlersuche. Wir tauschten die Sim Karten, wobei Caro ihre bei mir funktionierte. Die Telkomsel App war leider ein wenig nutzlos und gab uns keinen Hinweis warum meine Karte nicht mehr funktionierte. Leider gab es auch kein Telkomsel Geschäft bei dem man vorbei fahren konnte. Nur ein Handyladen war fünf Fahrminuten entfernt, wo wir als nächstes unser Glück probierten. Dieser kam auch zu dem Schluss, dass die Sim Karte kaputt war. Also haben wir für die restlichen Tage nur noch eine Karte, welche wir vorerst bei mir ins Handy steckten.
Mit dem Roller ging es zuerst zu der Nachbarinsel. Um dahin zu gelangen, gab es eine kleine schmale Hängebrücke, welche auch mit dem Roller befahren werden konnte. Wir fuhren am Meer entlang und rechts neben uns schauten wir auf seichtes blaues Gewässer, was wie kariert aussah. Viele Vierecke in verschiedenen Farbstufungen waren ersichtlich, welche die Algenfarmen, in ihren verschiedenen Wachstumsstadien waren. Die Straße war bis auf ein paar Schlaglöcher im guten Zustand. Der Roller machte nicht so einen guten Eindruck. Teilweise schwammig im Fahrverhalten und das Fahrwerk hatte auch schon bessere Tage erlebt. Der Handyhalter klappte immer wieder nach unten und der Vorderreifen war fast blank. Naja, aber angesprungen ist er bisher. Auch fahren hier alle ohne Helm, so gab es bei uns auch keine dazu. Die Überfahrt war spannend, da der Gegenverkehr fast keinen Platz mehr auf der Brücke zuließ. Auf der anderen Seite ging es an der Küste weiter und wir landeten an einer Bar mitten auf den vorgelagerten Felsen. Von hier hatte man einen super Ausblick, zum einen auf den Secret Beach, zum anderen auf geübte Surfer, denn die Wellen, welche direkt vor der Bar brachen, erforderten ein wenig Erfahrung. Wir sicherten uns ein paar gute Plätze in erster Reihe und schauten bei einem Getränk den Surfern bei ihrem Hobby zu. Manchmal waren die Wellen schon etwas wuchtig, was den Wellenreitern aber nicht viel ausmachte. Wenn sie mal vom Board geschmissen wurden, ging es kurz unter Wasser und danach sofort wieder aufs Brett. Nicht mal fünf Minuten Fußmarsch von der Bar entfernt, befand sich die Blaue Lagune. Eine größere Bucht, wo sich das Meer in die Felsen gefressen hatte. Das Wasser schimmerte in diesem Bereich hellblau. Der Hintergrund war jedoch nicht ganz so schön, da wurden bereits die nächste Tourismusanlage hochgezogen. Wir liefen an der kleinen Steilküste ein wenig umher und beobachtete, wie die massiven Wellen immer wieder gegen die Felsen schlugen.
Weiter ging es zu Devils Tears und dem Dream Beach. Beides lag unmittelbar nebeneinander. Devils Tears kann man sich ebenfalls als eine kleine Bucht von Felsen vorstellen, wo sich das Wasser seit Jahrzehnten reingefressen hat. Das Wasser hat den Felsen mittlerweile unterhöhlt. Kommt eine Welle, wird die eingeschlossene Luft verdichtet. Sobald die Welle abflacht, kommt eine Wasser Fontaine herausgeschossen. Als wir an den Felsen ankamen, war gerade reges Treiben. Eine japanische Reisegruppe von bestimmt 30 Leuten belagerte den Ort und machten mehrere Fotoshootings, erst mit der Drohne, später einzeln. Wir nahmen erstmal Abstand und beobachtete danach in Ruhe. Als wir von der anderen Seite schauten, merkten wir, dass durch die Sonne ein kleiner Regenbogen in die Wasser Fontaine gezaubert wurde. Wir waren bereits eine Weile in der Sonne unterwegs, sodass wir uns dazu entschieden am Dream Beach eine kleine Pause zu machen. Auf einem runden Strandkorb mit Liegefläche machten wir es uns bequem. Neben der wunderschönen Aussicht versüßten wir uns den Anblick mit einer Smoothie Bowl. Wir verweilten eine ganze Weile, ehe es zur letzten Station gehen sollte.
Den letzten Strand, Hidden Beach, fanden wir wohl wegen dem Namen nicht gleich. Das Problem hatten jedoch auch andere. Googlemaps lotste zu einem Punkt, wo kein Weg war. Der Eingang lag in einer Einfahrt zuvor versteckt auf der rechten Seite. In der Zeit wo wir suchten, suchten parallel zwei andere Parteien, welchen wir dann den Eingang zeigten. Ein kleiner Pfad führte herunter zu einem kleinen Strandabschnitt. Nur wenige Leute badeten gerade in der Sonne. Wir hatten bereits die Badesachen an und gingen ins kühle Nass. Wir mussten jedoch etwas aufpassen, die Ebbe war weit fortgeschritten und im flachen Wasser befanden sich viele Steine. Die Sonne stand tief und zauberte einen Glanz auf die Wellen, welche uns ab und zu hin und her wogen.
Wir waren wieder in der Unterkunft angekommen und hatten unter der Dusche das Salz abgewaschen. Wir schnappten uns die zwei Radler, welche wir gestern nicht angerührt hatten. Im großen Pool der Unterkunft, unter Palmen entspannten wir vom Tag und ließen den Tag Revue passieren. In Barcelona war die Moto GP zu Gast und am heutigen Sonntag war das Hauptrennen, welches ich gerne sehen wollte. Da das Internet hier sehr schlecht war, liefen wir zu der nächsten Sportsbar, wo ich Glück hatte, denn da war der richtige Kanal eingestellt. Eine Couch war direkt vor dem Fernseher frei und los ging es. Wir bestellten etwas zu trinken und zwei Snacks, von denen wir etwas enttäuscht waren. Daher verschoben wir das Abendessen auf eine andere Location, welche wir nach einem spannenden Rennen aufsuchten. Wir landeten in einem lokalen Restaurant. Die Fische waren neben einem Grill aufgereiht, welche teilweise sehr groß und interessant aussahen. Caro entschied sich für ein Stück von der gemeinen Goldmakrele und ich bekam ein Papageifisch serviert. Frisch zubereitet waren beide Gerichte sehr lecker. Danach rollten wir nach Hause, denn morgen wird wieder ein langer Tag.Les mer

Uta KettwigEs ist schön, noch diese Berichte zu lesen und ihr seid schon wieder in der Heimat. Toll, dass ihr diese Reise gemacht habt!
Nusa Penida - The Blue Paradise Island
27. mai 2024, Indonesia ⋅ ☀️ 29 °C
Früh weckte uns der Wecker, wobei wir uns langsam wieder an die Zeit gewöhnen können (müssen). Wir hätte jedoch noch eine halbe Stunde weiterschlafen können, da wir uns bei der Abfahrt der Fähre um eine halbe Stunde vertan hatten. So konnten wir gemütlich unseren Kaffee genießen und entspannt zum Abfahrtspunkt der Fähre fahren. Den kannten wir vom Vortag und dieser war bei der gelben Hängebrücke. Wir nahmen absichtlich einen anderen Weg über die Insel und fuhren über das „Hinterland“. Teilweise etwas holprig, mit mehreren Schlaglöchern, wobei die noch harmlos waren, zu den was wir noch erleben würden. Mit einem kleinen Schnellboot ging es rasch auf die Insel Nusa Penida. Wir saßen auf der linken Seite, auf der richtigen, denn der Mann gegenüber bekam eine volle Welle ab. Ein Motorroller sollte auch mit übergesetzt werden, welcher in der Mitte des Bootes hin und her schwankte aber zum Glück stehen blieb.
Wir waren am Strand angekommen. Ein Mann begrüßte mich auf Indonesisch, wobei ich mit nein antwortete, weil ich die Frage erwartete, ob wir ein Taxi bräuchten. Das sorgte kurz für etwas Gelächter, statt einem Taxi bekamen wir gleich einen Roller und konnten nach einem kurzen Tankstop unseren Tagestrip auf der Insel starten. Die Straßen waren sehr eng, sodass zwei Autos nur knapp aneinander vorbei passten. Teilweise mussten diese die Straße etwas verlassen. Die Straßenränder waren an den Seiten schon ausgefressen bzw. hatten sich in tiefere Schlaglöcher verwandelt. Wir fuhren immer weiter bergauf, denn wir wollten zur Ostseite der Insel und somit zur Steilküste. Die ersten beiden Ziele lagen eng beieinander. Das war zum einen Angels Billabong und zum anderen Broken Beach. Das letzte Stück der Straße verschlechterte sich massiv und ich hatte zu tun, mit dem Roller nicht aufzusetzen.
Der Roller war im Schatten abgestellt und wir zu Angels Billabong unterwegs. Das war eine Gesteinsformation an der Steilküste. Interessante Muster hatte das Wasser über Jahre in den Stein gezaubert, wobei das nicht das Highlight war. Das war ein „Graben“ bzw. längliches Wasserbecken in der Steilküste. Nicht besonders tief wirkte es wie ein Infinity Pool, aber ein gefährlicher. Immer mal wieder spülte eine größere Welle über die Kante, welche beim Abfließen jeden mitgerissen hätte. Im anderen Moment hatte sich wieder alles beruhigt und sah friedlich aus. Der Ort war schon ziemlich von Touristen überlaufen, sodass wir zeitnah zu Fuß zum Broken Beach aufbrachen. Der war zwar nicht weniger überrannt aber ziemlich Eindrucksvoll. Auch hier hatte sich das Meerwasser an der Steilküste zu schaffen gemacht. Ein gigantisch großes Loch klaffte nahe der Steilküste. Innendrinnen brachen die Wellen, der einzige Meereszugang war ein größeres Loch zur Meeresseite. Wir konnten einmal drumherum laufen und jeden Winkel anschauen. Auf der einen Seite gab es eine „Absperrung“, man würde sagen, sie waren stets bemüht. Mehrere kleine Holzpfeiler, vielleicht 30cm lang, ragten aus dem Boden und waren durch einen Strick miteinander verbunden. Vielleicht dienten sie eher als Stolperfalle, an manchen Stellen waren die Holzpfeiler bereits rausgezogen. An der Steilküste selbst gab es keine Absicherung und man konnte ohne Probleme zur vorderen Kante gehen. Eine Schildkröte konnten wir von oben erkennen, bevor wir ein schattiges Fleckchen aufsuchten. Mit Blick auf Angels Billabong genossen wir eine große Kokosnuss. Einen Löffel für das Fruchtfleisch gab es dazu aber es war zu viel. In der Zeit beobachteten wir die Menschenmassen, wie sie sich für die besten Fotospots anstellten und posierten.
Lediglich eine halbe Stunde Fahrtweg entfernt lag das nächste Ziel, wodurch die Insel berühmt geworden war. Der Kelinking Beach, ein wunderschöner Sandstrand, in Zusammenhang mit einer vorgelagerten Landzunge, welche ein beindruckendes Landschaftsbild ergaben. Zuerst mussten wir jedoch dahin kommen. Das erste Stück war recht flüssig, was man von letzten Stück nicht sagen konnte. Manche Tagestouristen wie wir, nehmen einen Roller oder ließen sich von einem Rollerfahrer mitnehmen. Es gibt auch einige, welche eine Tour buchen und mit dem Auto herumgefahren wurden. In Verbindung mit engen und schlechten Straßen ging es zeitweise recht zähflüssig vorwärts. Das schlechte dabei, durch die Autokolonne, kamen manche tiefe Schlaglöcher sehr überraschend. Wir waren schließlich froh den Roller abstellen zu können und folgten den nächsten Menschenströmen in Richtung Steilküste. Und plötzlich zeigte sie sich und war sehr schön anzuschauen. Für ein besseren Blickwinkel bogen wir nach rechts ab und liefen ein kleines Stück an der Steilküste entlang. Es zeigten sich ein paar ungewöhnliche Bilder. Ein Tourist teilte seine Erdnüsse mit ein paar kleineren Affen, wobei sich andere aus dem Müll bedienten. Die Affen schienen aber friedlicher zu sein. Entlang der Klippe gab es Lücken mit freier Sicht auf den Strand. Hier verwandelten sich die Fahrer oder Tourguides in Fotografen und teilweise in Affen. Für die beste Perspektive kletterten sie auf kleinere Bäume und fotografierten ihre Gäste von oben. Wir ließen die Spots hinter uns und fanden einen ruhigen Bereich. Wir standen nahe der Klippe und konnten die großen Wellen beobachten, wie sie immer wieder am Strand ausliefen. Es war auch möglich zu dem Strand zu gelangen, hierfür musste man einen steilen Weg auf der Landzunge nach unten folgen. Die Touristen, welche die Strapazen auf sich nahmen, sahen aus wie kleine Ameisen. Wir hatten noch andere Ziele auf der Liste, welche wir sonst nicht mehr geschafft hätten, weswegen wir uns zeitnah wieder auf den Roller schwangen.
Das letzte Ziel war der Tembeling Beach and Forest. Ein kleiner süßer Strand mit einem Süßwasserbecken. Unsere Hoffnung, dass dieser Ort weniger begangen war, ging auf, sodass wir schnell den Einstiegspunkt erreichten. Wir wurden kurz gestoppt und darauf aufmerksam gemacht, dass der Weg darunter mit dem Roller schwierig zu bewältigen ist. Ziemlich schmal, steil und mit vielen Schlaglöchern. Als nächstes bot er uns an, uns mit dem Roller herunterzufahren. Ich wollte es aber erstmal selbst probieren und notfalls konnte wir den Roller an der Seite abstellen und den Rest zu Fuß zurücklegen. Der Weg, Pfad war wirklich recht schmal und nicht mal einen Meter breit. Dazu kamen wirklich steile und auch nasse Stellen und die Beschaffenheit war eher holprig, steinig. Caro musste hinter mir ein paar Mal tief durchatmen aber wir kamen heil herunter. Auch mir war an manchen Stellen, jedenfalls mit dem Roller, ein wenig unwohl. Den Rest konnten wir über mehrere Treppen nach unten laufen. Hindurch ging es durch dichtbewachsene Bereiche, die Lianen ragten von den Bäumen und über uns ragten die ersten Felskanten in die Höhe. Ein paar größere Felsbrocken mit heller Bruchfläche zeugten von einem nicht allzu vergangenen Abbruch. Ein kleiner Naturpool mit einem kleinen Tempel lag auf halber Strecke. Wir gingen jedoch weiter, da wir zum Strand wollten. Durch die Bäume konnte man nun schon das türkise Wasser sehen, das Rauschen der Brandung hatte uns schon länger begleitet. Statt zum Strand zu gehen, machten wir einen kleinen Abstecher durch eine Höhle und gelangten zur nächsten Bucht. Senkrecht ragten die Felsen über unseren Köpfen nach oben, während wir unten, leicht erhöht, auf die Wellen und das Meer schauten. Der Ort war wirklich wenig begangen, so suchten wir uns einen Platz und ließen die Szenerie auf uns wirken. In fünf Minuten waren wir dann beim Süßwasserpool und dem Strand selbst. Der Strand war sehr klein und lud keinesfalls zum Baden ein. Zu groß waren die Wellen und mit Sicherheit auch die Strömung. Stattdessen ging es in den Süßwasserpool, welcher zwar künstlich angelegt wurde aber sich sehr gut in die Umgebung einfügte. Herrlich erfrischend und genau der richtige Zeitpunkt für eine Auszeit von der Sonne. In der Umgebung des Pools waren viele kleine Krabben unterwegs, welche ein wenig anderes als die herkömmlichen Krabben aussahen. Wir versuchten kurz unsere nächsten Schritte zu planen, denn um 16 Uhr ging bereits unsere Fähre zurück nach Nusa Lembongan, die letzte nur eine halbe Stunde später. Eine Netzabdeckung gab es an der Steilküste nicht, sodass wir die Planung nach oben verschieben mussten. Einen weiteren Punkt hatten wir auf der Liste und das war der Manta Point, welchen wir bereits mit der Schnorcheltour besucht hatten. Diesmal wollten wir den von oben sehen und vielleicht mit der Drohne ein paar Mantas von oben sehen. Dazu ging es den harschen Weg sukzessive nach oben. Der Roller musste ganz schön leiden und als Vermietungsfirma würde ich so manches Ziel ausschließen.
Wir waren wieder oben und hatten Handyempfang. Wir hatten nur noch anderthalb Stunden und unser letztes Ziel würde zeitlich nicht mehr aufgehen. Deswegen entschieden wir uns für eine andere, etwas längere Strecke durch die Mitte der Insel zurückzufahren. Das positive, der Weg wurde von den anderen Tagestouristen nicht genutzt und die Straße konnte man Straße nennen. Kurz vor dem Hafen gerieten wir in einen kleinen Stau, denn auch die Tagestouristen mit den Autos mussten wieder mit der Fähre übersetzen. Am Hafen erlebten wir dann einen kleinen Schreck. Auf der gegenüberliegenden Insel brannte ein riesiges Feuer, weißer und schwarzer Rauch stieg auf. In der Richtung lag auch unsere Unterkunft. Ich hatte die Whatsapp Nummer von dem Rezeptionisten, welcher allerdings Entwarnung gab. Wahrscheinlich war ein Feuer auf der Mülldeponie ausgebrochen. Als wir durch die Mitte der Insel fuhren, sahen wir immer wieder größere Müllberge, einfach in der Natur abgeladen. Manche werden wohl auch direkt über die Steilküste entsorgt.
Wir waren eine halbe Stunde früher da aber hatten Glück, dass wir eine Fähre eher nehmen konnten. Außer dem Frühstück und der Kokosnuss gab es heute nichts weiter, sodass wir heute zur Abwechslung eine französische Bäckerei aufsuchten. Franzosen trifft man hier an jeder Ecke, somit war das Geschäft nicht verwunderlich. Ein paar Kekse nahmen wir uns noch mit, zwei Radler besorgten wir uns ebenfalls und nutzten den privaten Pool zum Entspannen.
Ein kleines Schläfchen später suchten wir uns ein schönes Restaurant am Wasser. Die Sonne war bereits verschwunden und die Sterne strahlten am Himmel. Eigentlich hatte Caro ihr Buch und ich den Laptop mit und wir wollten nach dem Essen mit einem Getränk am Meer bleiben. Das war nur mit einem Locationwechsel möglich, wir suchten extra eine Bar, welche bis 23 Uhr auf haben sollte. Am Strand stapften wir durch den Sand und die Blicke fielen auf die benachbarten Lichter von Bali. Nur noch zwei Tage, dann geht unser Flieger nach Hause, der erste Wehmut machte sich breit. An der Bar angekommen, konnten wir noch Getränke bestellen aber wurden gleichzeitig auf die letzte Runde hingewiesen, dabei war es erst 22Uhr. Das Gute, wir durften so lange sitzen bleiben wie wir wollten. Nachdem hinter uns bereits alle weg waren, machten auch wir uns auf den Nachhauseweg ins Bett.Les mer
Mangroven-Kajaktour und Badetag
28. mai 2024, Indonesia ⋅ ☀️ 29 °C
Ein letztes Mal von früh bis abends auf der Insel Nusa Lembongan und das, ohne viel vorzuhaben. Unseren zweiten Tag auf Nusa Penida hatten wir verworfen, wir hatten noch zwei Punkte die wir sehen wollten aber ein gemütlicher Badetag war uns am Ende der Reise lieber.
Ich wachte ein wenig früher auf und setzte mich mit dem Laptop auf dem Balkon. Ein paar Vögel zwitscherten, das Eichhörnchen sprang von Palme zu Palme und unseren Pool, sowie unser kleines Grundstück wurde gepflegt. Etwas später gesellte sich auch Caro dazu und somit starteten wir gemeinsam in den Tag. Eine Aktivität wollten wir neben dem Baden noch unternehmen und das war den Mangrovenwald auf der Insel zu erkunden. Dazu fuhren wir mit dem Roller erst an der Küste entlang und suchten uns ein Seekajakverleih. Einen zu finden war nicht das Problem, wie sich herausstellen sollte, war es eher die Qualität der Ausrüstung. Der Roller war abgestellt, der Preis verhandelt, da liefen wir zum Einstieg. Ein altes Seekajak, schon sichtlich in die Jahre gekommen, dazu gab es ein sehr einfaches Holzpaddel und ein halbwegs brauchbares Paddel. Wir starteten unsere Tour und waren sofort im Mangrovengebiet. Die Flut hatte begonnen und das Wasser strömte in die Flussarme, sodass wir auf der Hintour kaum aktiv werden mussten. Die Mangroven waren ziemlich dicht, ein weiter Blick eher schwierig. Die Wurzeln ragten durch die erst beginnende Flut weit aus dem Wasser. Wir hielten auch nach der Tierwelt Ausschau aber außer vereinzelt knackenden Geräuschen hörten und sahen wir nichts. Die Breite des Flussarmes nahm immer mehr ab und das Blätterdach schloss sich über uns. Mittlerweile hingen die Ableger von den Bäumen herunter, welche wir mit den Armen zur Seite schieben musste. Einfach umdrehen war ab einem gewissen Punkt nicht mehr möglich, da das Wurzelwerg auf beiden Seiten keinen Platz mehr ließ. Mit den Paddeln schoben wir uns an den Wurzeln nach vorn. Da es eher mühsam wurde, nutzten wir eine Lücke im Wurzelwerg und konnten so mit der Bootsspitze hineinstechen, während das Heck geradeso hinten herum passte. Die Drehung hatten wir geschafft, nun ging es denselben Weg gegen die Strömung zurück. Das Blätterdach öffnete sich über uns wieder und wir nahmen einen weiteren Flussarm unter die Lupe. Eine kleinere Fähre lag halbversunken am Ufer und hatte bereits über die Jahre sehr gelitten. Auch den Flussarm fuhren wir fast bis zum Schluss. Das Gebiet war nicht groß und die Anstrengung hielt sich in Grenzen, wobei es mit besserer Ausrüstung mehr Spaß gemacht hätte. Somit gaben wir das Boot nach circa einer Stunde wieder ab.
Vom Wasser hatten wir direkt neben dem Einstiegspunkt ein Restaurant am Flussarm gesehen, was wir danach aufsuchten. Bei einem Getränk auf dem Steg konnten wir große Fische im Wasser beobachten, welche vom Restaurant aufgezogen wurden. Was wir ebenfalls vom Wasser gesehen hatten, war ein Holzsteg, welcher am Ufer entlangführte. Die Mangrovenbäume waren geschickt integriert aber auch hier suchte man die Tierwelt vergebens. Der Weg selbst war relativ kurz und wir nach zehn Minuten zurück. Es war Mittagszeit und die Sonne drückte mit ihrer Kraft von oben, sodass wir uns für eine kleine Pause in unserer Hütte entschieden.
Nun wollten wir ins kühle Nass, dazu fuhren wir zu einem Strand, welchen wir noch nicht von der Liste gestrichen hatten. Der Weg, naja war wieder recht holprig und stellenweise steil. Am Strand selbst waren wir ein wenig enttäuscht. Der Strand war winzig und größere Wellen ließ ein gemütliches Baden nicht zu. Also ging es wieder auf das Motorrad und an den Strand, wo wir mit der Fähre gelandet waren, Mushroom Bay. Die Flut hatte so ziemlich ihren Höchststand erreicht, weswegen an dem doch recht großen Strand, wir aufpassen mussten, wo wir uns hinlegen. Wir konnten uns einen Schattenplatz sichern, denn den Plan hatten auch andere gehabt. Mit Blick auf den Strand und den teilweise auch großen Wellen, welche vor uns brachen, genossen wir die nächsten Stunden. Die vor Anker liegenden Boote schaukelten im Rhythmus der Wellen. Die ankommenden Fähren, welche am Strand anlandeten hatten teilweise sehr zu tun. Ein Ausflugsboot, deutlich kleiner aber mit circa 20 Leuten kämpfte sich nach vorn aufs Meer und hatten ein schlechtes Timing. Eine große Welle ließ die Bootsspitze mehrere Meter nach oben schnellen und landete zum Glück wieder richtigherum, allerdings ziemlich unsanft. Ein paar Surfer konnten wir ein wenig an derselben Stelle auch beobachten. Die Wellen liefen zwar schnell aus aber um das Aufstehen zu üben, gar nicht so schlecht. Ab und zu ging es auch für uns in die Wellen, was eine willkommene Abkühlung war.
Wir hatten noch eine Stunde bis Sonnenuntergang, sodass wir mit dem Roller schnell nach Hause düsten, denn den letzten auf der Insel wollten wir vom Strand aus sehen. Ziel war die kleine Bar, welche kaum besucht wurde und an der wir bereits einen Sonnenuntergang gesehen hatten. Wir waren rechtzeitig da aber es hatte sich mittlerweile ein leichter Nebel über das Meer gelegt. Da es nicht, wie beim letzten Mal, Wolkenverhangen war, sahen wir zumindest schon mal mehr. Zum Abendbrot suchten wir dasselbe Lokal auf, wo wir gestern zum Abschluss saßen. Recht vornehm waren wir erst verunsichert, ob wir wirklich da essen wollten. Wir setzten uns hin, bekamen die Stoffservietten auf den Schoß gelegt und bekamen die Karten. Eine große Auswahl an Speisen zu doch erschwinglichen Preisen. So ließen wir uns den letzten Abend es gut gehen. Vorspeise, Hauptspeise und Dessert landeten nach und nach in unsere Mägen, während der Himmel über dem Meer sich von hellblau eher dunkleren Farbtönen zuwendete.Les mer
Danke für die schöne Reise :)
29. mai 2024, Indonesia ⋅ ☀️ 29 °C
Der letzte Tag auf Nusa Lembongan, der letzte Tag in Indonesien und damit der letzte Tag unserer zweimonatigen Reise. Unser Boot sollte erst 17 Uhr nach Bali gehen, dass hieß, etwas Zeit verblieb uns und so manche Idee wartete darauf in die Tat umgesetzt zu werden. In unserer Hütte durften wir netter Weise bis zum Schluss bleiben.
Das Frühstück lag bereits hinter uns und wir schnappten uns den Roller. Ich wollte von drei verschiedenen Positionen mit der Drohne in die Luft steigen. Zuerst am nördlichen Ende, dann an dem langen Strand vor der Haustür und zum Schluss quer über die Insel, auf die westliche Seite zum Dream Beach. Der erste Spot war schnell erledigt. Beim zweiten wollte Caro unbedingt einen Kuchen in einem Restaurant probieren, was wir gleich kombinierten. Aus einem Kuchen wurden für jeden eins und ein Glas Jamu. Im Hintergrund konnten wir wieder die Surfer beobachten, welche heute mit größeren Wellen zu kämpfen hatten. Der dritte Spot ersetzte uns abermals in Erstaunen. Das letzte Mal als wir hier waren, war gerade Ebbe und die Wellen eher gering. Nun waren wir fast beim Höhepunkt der Flut und die Wellen waren heute gefüllt eh schon größer, aber die Wellenfront, die wir vor uns hatten, waren gewaltig. Wir sicherten uns im Restaurant in der zweiten Etage einen guten Platz und beobachteten die Szenerie ausgiebig. Unten am Strand trauten sich nur vereinzelt Leute ins Wasser. Mit der Drohne nahm ich auch Devils Tears ins Objektiv. Die Wellen schlugen mit voller Kraft gegen die Felsen, was große Wasserfontaine zur Folge hatte. Mit infused Water und einem Schokoladendessert genossen wir den Moment und ließen unsere Gedanken in die Ferne schweifen.
Wir waren wieder in unserer Hütte, wir hatten noch zwei Stunden bis unser Taxi uns zur Fähre bringen sollte. Auf dem Rückweg hatten wir ein Kilogramm Mangostan geholt, was weitestgehend ich in unserem privaten Pool genoss. Die Rucksäcke waren bereits zur Hälfte gepackt, sodass bis zu unserer Abfahrt nicht mehr viel zu erledigen war. Die Abfahrt war schneller ran als gedacht. Die Rucksäcke waren vorne und die ausstehenden Schulden beglichen, da war unser Taxi bereits vor der Zeit da.
Gestern hatten wir noch andere beobachtet, wie sie die Fähre zurücknahmen, heute waren wir es selbst. Allerdings sollten wir von einem anderen Punkt, der gelben Hängebrücke starten, da die Wellen offenbar zu groß waren. Ehe wir mit einem Shuttle abgeholt wurden, holten wir uns einen Kaffee und schauten ein paar Surfern bei ihren ersten Anfängen zu.
Während wir mit dem Schnellboot in Richtung Bali unterwegs waren, verschwand die Sonne bereits hinter einer Wolkendecke und läutete den Abend ein. Unter den großen Wellen wankte das Boot immer von der einen auf die andere Seite. Des Öfteren flog der Bug über die Wellen und vibrierte unter leichten Ätzen, als er wieder aufkam. In Sanur angekommen ging die Jagd der Taxifahrer auf die Fahrgäste los. Wir wollten über Grab ein Taxi rufen und hatten zu tun alle abzuwimmeln. Beim ersten Grab warteten und warteten wir, leider kam keines und unsere Nachrichten blieben unbeantwortet. Das war natürlich gefundenes Fressen für die herumstehenden Taxifahrer. Wir hatten keinen weiten Weg und die App verriet uns, dass der Weg circa 30.000 RP kosten sollte. Die herumstehenden Taxifahrer riefen hier Preise von 50.000 Rp bis 100.000 Rp auf, welche wir dankend ablehnten. Die Buchung des ersten Grabfahrers hatten wir abgebrochen und probierten unser Glück an einer anderen Stelle. Wieder kamen uns die Taxifahrer hinterher und wollten uns weiß machen, dass keiner kommen würde. Unser Grab erschien zum Glück und wir waren auf dem Weg zu unserem Restaurant für den Abend.
Sanur hatte wirklich eine schöne Promenade mit vielen Restaurants. Überall lief Musik oder auch live Musik, dazu verliehen viele kleine Lampions dem Weg entlang der Küste eine entspannte Atmosphäre. Ich bestellte mir ein letztes Mal ein balinesisches Curry, während Caro bereits zu westlichen Gerichten abdriftete. Bei einem Kaffee schrieb ich anschließend den letzten Tag nieder, während Caro versuchte ihr letztes Buch auszulesen.
Eine schöne ereignisreiche Reise mit vielen Kontrasten und wunderschönen Momenten ging zu Ende. Von hohen Gebirgsketten zu weißen Sandstränden, von Motorrad Roadtrips bis hin zu Trekkingtouren, von tropischen kleinen Inseln bis aufs Dach Indochinas, vom hektischen Stadttreiben in den einsamen abgeschiedenen Regenwald, die Vergleiche könnte man noch lange fortführen. Zwei Monate, in denen wir mit Neugier viel entdecken und daran wachsen konnten. Vor allem sind wir reicher geworden, reicher an schönen Momenten und Erfahrungen, sei es Gute, schlechte oder welche, die uns an unsere Grenzen brachte.
Diese Reise mit zahlreichen Erinnerungen ist zwar vorüber, unsere gemeinsame Reise zu zweit, ist es noch lange nicht 😊
Vielen Dank an Caro, welche immer fleißig die Berichte gegengelesen hat und die Leser, welche trotz der teilweisen langen Berichte drangeblieben sind.
Die nächste große Reise kommt bestimmt. Bis dahin euer HenryLes mer






























































































