• Huascaran NP: Laguna Llaca auf 4480 m

    18 Kasım 2019, Peru ⋅ ☁️ 7 °C

    Wie die gestrige Wanderung lag auch unser heutiges Ziel im Huascaran Nationalpark. Da wir nach der Tour am Vortag einen weniger anstrengenden Tag brauchten, fuhr uns Diogenes in ein benachbartes wunderschönes Tal - das Llaca Tal. An dessen Ende lag wiederum eine Lagune am Fuße eines Gletschers, auf einer Höhe von 4480 m. Eine komplette Wanderung wäre auf Grund der langen Distanz (einfach 10 km mit 900m Anstieg) für uns nicht machbar gewesen. Die "Straße" durch das Tal war sehr holprig, mit vielen Steinen auf dem Weg. Mehrfach hatten wir Angst um das Auto, da der Unterboden des Autos manchmal böse auf die Steine aufschlug - Diogenes war dabei aber recht entspannt. 😬
    Am Ende des Tales mussten wir noch einen kleinen Hügel hoch laufen und konnten die Lagune bestaunen, die mit ihrer türkisen Farbe sehr beeindruckend war. An der Lagune entlang konnten wir ein Stück Richtung Gletscher wandern, um dann in der mondähnlichen Landschaft eine Pause einzulegen und die Umgebung wirken zu lassen. Faszinierende Gegend.
    Am Abend gab es noch zwei Highlights, nämlich eine heiße Dusche - mit wirklich heißem Wasser (selten in Peru) aus einem Eimer zum Schöpfen und ein mega leckeres 3 Gänge-Abendessen von Carmen, der Frau von Diogenes. 😋
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  • Tour zum Pastoruri Gletscher auf 5000 m

    19 Kasım 2019, Peru ⋅ ☁️ 6 °C

    Und wieder ging es mit einer Tour in den Huascaran National Park. Die 3 stündige Fahrt Richtung Süden startete um 9 Uhr und ging nach gut der Hälfte der Strecke ein Tal hoch. Vorbei an abwechslungsreicher, einzigartiger und skurriler Landschaft schraubte sich der Bus über die Schotterpiste immer höher. Bunte Felsen, spezielle Mineralquellen, Lagunen (Laguna Patagocha) und spektakuläre endemischen Pflanzen, wie die Puya Raimondii, die bis zu 8 m hoch wachsen, machen das Tal zu etwas ganz Besonderem. Doch das Highlight wartete am Ende des Tals, nach einer kleinen Wanderung von 4750 auf 5000 Höhenmeter: Der Pastoruri Gletscher. Noch nie waren wir in einer solchen Höhe - und doch vertrugen wir es heute ziemlich gut. Wir waren begeistert bei dem Anblick des Gletschers und doch gleichzeitig über seinen stark sichtbaren Rückgang erschrocken 😞.
    Die Natur, die sich einst unter dem Eis verbarg, ist einfach der Wahnsinn. Die Landschaften in dem Tal und um den Pastoruri gehören definitiv zu den krassesten und schönsten Landschaften, die wir je gesehen haben. Die Bilder sprechen für sich.
    Zurück in Huaraz schlenderten wir noch durch die etwas chaotische Stadt, die durch den wilden Verkehr der Tuktuks, Straßenstände sowie die bunten traditionellen Kleider und markanten Hüte der indigenen Frauen geprägt ist.
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  • Magischer Ort: Laguna 69

    20 Kasım 2019, Peru ⋅ ⛅ 9 °C

    Zum Abschluss unseres Huaraz-Aufenthaltes haben wir uns die Wanderung zur "Lagune 69" aufgehoben. Diese Lagune liegt auf 4604 m und gilt als eine der schönsten Lagunen und mit einem moderaten, tollen Wanderweg.
    Da die Lagune 3 h nördlich von Huaraz liegt und die Wanderung weitere 6 Stunden dauern sollte, wurden wir bereits um 4:30 Uhr vom Hostel abgeholt. Die Fahrt führte durch viele Bergdörfer, wo wir den Anbau von Gemüse und Blumen (auf einer Höhe von über 3500 m!) und ein Leben wie in den 50ern in Deutschland aus dem Fenster bestaunen könnten. Nach dem Frühstücksstop in dem letzten Dorf auf unserer Strecke, führte uns der Weg an einem riesigen See entlang, der Lagune Llangunuco. Die Sonne schien, das Wasser leuchtete in seinem schönsten türkis und die rotbraunen Bäume boten einen tollen Kontrast. Nach weiteren 10 Minuten Fahrt erreichten wir endlich gegen 9 Uhr den Ausgangspunkt für unsere Wanderung - auf 3900 Höhenmetern. Unser Tourguide beschrieb den Wanderweg wie folgt: "der Weg in eine Richtung ist 7 km, zuerst flach, dann zick zack zick zack nach oben, dann flach, dann zick zack zick zack und das letzte Stück wieder flach und sehr steil zick zack nach oben". Spätestens jetzt wussten alle aus unserer Gruppe worauf sie sich eingelassen haben 😅. Die Lagune musste innerhalb von 3 Stunden erreicht werden, dann hätte man gut 1 h Zeit für ein Picknick - um sich für den 2,5 sündigen Abstieg zu stärken. Wir starteten den Kampf gegen die Zeit in einem Tal mit einem lauten Bach, Wasserfall, Bergausblick und Begleitung von flauschigen Kühen. Nach ca. 1 h erreichten wir den ersten "zick zack" - Teil und dieser hatte es in sich! Schnaufend und keuchend schafften wir es aber dennoch ein paar Leute zu überholen (die Akklimatisierung nach den 4. Tag in den Bergen zeigte endlich ihre Wirkung!). Der zweite flache Abschnitt, so kurz er auch war, war dann aber mehr als notwendig. Der zweite "zick zack" - Abschnitt war knackig, aber kurz und wir standen plötzlich an einem kleinen See mit Ausblick auf ein weites Tal und noch mehr steile Berge. Leider deutete alles darauf hin, dass unser Weg genau auf den riesigen steilen Berg führte. Die etwas längere flache Strecke ließ uns nochmal Kraft für das letzte und härteste Stück sammeln. Die außergewöhnliche Landschaft ließ die Anstrengung etwas vergessen. Dann ging es los! Im Zick Zack schraubten wir uns die letzten 200 Hm immer höher, immer steiler. Und als wir schon gar nicht mehr dran geglaubt haben, dass die Serpentinen ein Ende haben, konnte man unerwartet das Türkis des Wassers erhaschen. Wir haben es geschafft, wir standen direkt an der Lagune 69, deren leuchtendes türkises Wasser von hellen aschgrauen Bergen eingesäumt wird - ein magischer Ort. Bei jedem Sonnenstrahl hörte man den Gletscher, der nur noch die Gipfel bedeckt, knacken - was uns nun mehr verdeutlichte, dass er nicht mehr lange vorhanden sein wird 😱. Wir suchten uns ein schönes Plätzchen für unser Stärkungspicknick und genossen die surreale Umgebung um uns herum. Nach 1 h mussten wir den Rückweg antreten. Dieser führte nun zum Glück über 2 Stunden fast nur noch bergab. Durch den Feierabendverkehr verzögerte sich die Rückfahrt mit dem Bus nach Huaraz etwas. Dennoch hatten wir Zeit für ein sehr leckeres peruanisches Abendessen, bevor wir den Nachtbus nach Lima bestiegen. Es gibt fast nicht besseres als eine Nachtbusfahrt nach einer 14 km Wandertour durchs Hochgebirge... ähm...NICHT - da waren wir wohl etwas übermütig bei der Planung 🤔😅

    Die Berge um Huaraz (Cordillera Blanca) sind atemberaubend und jede Mühe und Anstrengungen diese zu erleben haben sich gelohnt - nun geht es weiter in die Hauptstadt Lima. Mehr Kontrast geht nicht.
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  • Kurzbesuch der 10 Mio Metropole Lima

    21 Kasım 2019, Peru ⋅ ⛅ 19 °C

    Ahora Lima! Mit dem Nachtbus kamen wir um 6 Uhr morgens in der 10 Millionen Metropole Lima an. Bei der Uber-Fahrt zu unserer Unterkunft im Stadtteil Miraflores wurden wir von Lima gänzlich überrascht. Die Stadt war moderner, sauberer und geordneter als wir es erwartet haben. Unsere Gastgeberin Uli, halb Ungarin und halb Peruanerin, war super nett. Sie versorgte uns gleich mit Frühstück und Kaffee und wir konnten bereits vor 8 Uhr das Zimmer beziehen. Läuft! Da wir nur einen einzigen Tag in Lima eingeplant haben, mussten wir nun das Beste draus machen. In Uli's Wohnzimmer fanden wir einen Flyer für kostenlose Free-Walking Tours für verschiedene Stadtteile. Nach einer kurzen Auffrischung machten wir uns auf den Weg zur Führung durch den historischen Teil Limas - der Altstadt. Fast 3 Stunden führte uns Carla, unsere Stadtführerin, leidenschaftlich durch ihre Stadt vorbei an historischen, kolonialen Gebäuden und Kirchen und erzählte uns etwas zur Geschichte der Stadt. Was wir nicht wussten - nahezu jedes Gebäude im Cercado de Lima steht unter Denkmalschutz durch die UNESCO. Der Höhepunkt der Führung war der Wachwechsel vor dem Präsidentenpalast.
    Was wir auch erst heute erfahren haben, ist dass das Finale der Südamerikanischen Champions League, der Copa, am Samstag in Lima statt findet. Flamengo Rio de Janeiro gegen Riverplate Buenos Aires. So waren bereits viele brasilianische und argentinische Fußballfans nach Lima gereist und überall konnte man diese an ihren Trikots oder aber an ihrem eingestimmten Fangesang bereits von Weitem erkennen. Es war also ordentlich was los. 😬
    Nach Ende der geführten Tour und Mittagessen fuhren wir mit dem Bus Richtung Süden, in den Stadtteil Barranco. Hier findet man sehr viel Straßenkunst, nahezu an jeder Ecke sind Bilder an die Hauswände gesprayt. Nach einem Spaziergang durch das kunstvolle Viertel stiegen wir ab zum Strand wo sich viele Surfer durch die Wellen kämpften. Entlang der Küstenpromenade ging es weiter zum Parque del Amor, im Viertel Miraflores. Dort bestaunten wir die Gleitschirmflieger, die den Wind und Thermik an der Steilküste nutzten und schauten uns den Sonnenuntergang an. Nach einem leckeren Sushi ging es zurück ins Hostel. Da der Wecker morgen schon um 5 Uhr klingeln sollte, ließen wir Limas Nachtleben mal aus... 😋
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  • Wieder Wüste: Sandboarden in Ica

    22 Kasım 2019, Peru ⋅ ☀️ 25 °C

    Von Lima ging es weiter nach Ica, dem Ausgangspunkt für den Besuch der Dünenoase Huacachina. Wir hatten ein kleines Deja-Vu da es doch sehr ähnlich zu der Düne in Dunhuang in China aussah. Die Oase selbst ist leider weniger schön, da sie umgeben von Bars und Hostels ist und viel Müll herumliegt. Die extrem weitläufigen Sanddünen sind dagegen beeindruckend und wunderschön. Statt Kamelen ist das Highlight in Huacachina eine Sandbuggytour und das obligatorische Sandboarden, was auch beides ein Heidenspass gemacht hat. Auch wenn das Rumheizen in der Wüste ökologisch gesehen fragwürdig ist.Okumaya devam et

  • Mystik in der Wüste: Nasca Linien

    24 Kasım 2019, Peru ⋅ ☀️ 24 °C

    Unser nächstes Ziel war das kleine Städtchen Nasca, das durch die naheliegenden Nasca Linien Bekanntheit erlangte. Eigentlich wollten wir von Nasca aus noch einen Wüstencanyon besuchen, doch es stellte sich heraus, dass die Zufahrt zum Canyon in der Nähe von Ica lag (wo wir herkamen 🤨) und es nun wenig Sinn gemacht hätte wieder zurück zu fahren. Läuft nicht immer alles perfekt nach Plan auf Reisen - was aber wohl genauso dazu gehört wie die zahlreichen wunderbaren Erlebnisse. Ein Vorteil unserer Fehlplanung war, dass wir zwei entspannte Tage im kleinen beschaulichen Nasca verbringen konnten. Da uns ein Rundflug über die Linien zu teuer war, organisierte uns der B&B Besitzer eine Tour zum Museum und den Nasca Linien am nächsten Morgen. Die Nasca-Linien sind über 1500 riesige Scharrbilder (Geoglyphen) in der Wüste bei Nasca, deren Erschaffer aus der Paracas und Nasca-Kultur stammen. Die in den Boden gescharrten Linien, Dreiecke und trapezförmige Flächen, sowie Figuren von Menschen, Tieren und weiteren Symbolen sind meist nur von umliegenden Hügeln oder aus der Luft sichtbar.
    Über die Entstehung der Linien gibt es viele Theorien, doch die wahrscheinlichste ist, dass es sich um Fruchtbarkeitsrituale handelt, die zwischen 800 v. Chr. und 600 n. Chr. angelegt wurden. Es sollen Aktionsflächen für Rituale in Hinblick auf Wasser und Fruchtbarkeit gewesen sein.
    In Nasca wird besonders die Deutsche Maria Reiche verehrt, die maßgeblich ihr Leben der Vermessung und Erforschung der Nasca Linien gewidmet hat. Unseren Ausflug starteten wir mit dem Besuch des kleinen Museums, der sich im ehemaligen Haus von Maria Reiche befindet. Vom Aussichtsturm, der direkt an der Panamericana liegt und einem kleinen Aussichtshügel konnten wir den "Baum", die "Hände" sowie die, durch die Panamericana durchquerte, "Eidechse" bestaunen. Die Linien bleiben für uns weiterhin ein Mysterium.
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  • Arequipa - die weiße Stadt

    25 Kasım 2019, Peru ⋅ ⛅ 17 °C

    Arequipa, das wegen seiner Gebäude aus der Kolonialzeit aus weißem Vulkangestein auch die weiße Stadt genannt wird, ist die größte Stadt im Süden Perus und liegt auf 2300 Hm. Dennoch ist das Klima hier sehr angenehm - an 300 Tagen scheint die Sonne und es regnet kaum. Eine weitere Besonderheit ist, dass Arequipa direkt neben 3 Vulkanen liegt, wovon einer noch aktiv ist. Die Stadt gilt als eine der beliebtesten Städte Perus und auch wir wollten uns die Stadt nicht entgehen lassen.
    Wie kann es anders sein, wir sind wieder einmal mit dem Nachtbus angereist und zogen nach dem Check in auf den Mercado San Camilo - auch das ist mittlerweile ein Ritual - um dort lokale Gerichte zu entdecken. Um die Stadt am schnellsten kennenzulernen und einen guten Überblick zu bekommen, nahmen wir an einer Free Walking Tour teil. Der Höhepunkt der Tour war das Mundo Alpaka, eine kleine Lama- und Alpakafarm mitten in der Stadt und einer angeschlossenen Manufaktur, die auch als Museum dient. Hier haben wir gelernt, dass ein Alpaka nur 250 g Wolle hergibt (alle 2 Jahre!) und dass Vikunjas (auch eine Kamelart in den Anden) die feinsten und teuersten Fasern haben.
    Am zweiten Tag erkundeten wir Arequipa auf eigene Faust. Abends entdeckten wir noch die wunderschönen Innenhöfe des ehemaligen Klosters La Compañía. Der Haupthof, mit seinen verschnörkelten weißen Säulen und einem Brunnen im Zentrum ist wirklich bezaubernd und eine perfekte Filmkulisse. Das Beste war aber die Weinbar, die sich auf der Terrasse über den Arkaden befand. Beim Sonnenuntergang sowie Blick auf den gut sichtbaren 5822 m hohen Vulkan Misti gönnten wir uns ein Gläschen Rotwein und genossen die Atmosphäre.
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  • 3-Tages Wandertour durch Colca Canyon

    27 Kasım 2019, Peru ⋅ ⛅ 15 °C

    Wenn man Arequipa besucht, ist ein Ausflug zum bzw. eine Wanderung im Colca Canyon Pflicht. So brachen wir bereits um 4 Uhr von Arequipa auf um bei einer 3-tägigen Wandertour den fast 100 km entfernten Canyon bzw. Colca-Tal zu erkunden. Die Fahrt dorthin führte durch eine spektakuläre Landschaft und über einen Pass von dem man einige Vulkane sehen konnte. Einer davon spuckte sogar Asche aus. Der erste Halt unseres Buses war am "Cruz del Cóndor", einem Aussichtspunkt am Rande des Colca Canyon, von dem man häufig Condore aus der Nähe beobachten kann. Heute hatten sie aber wenig Lust sich den Touristen zu nähern und so konnten wir die Vögel nur aus großer Entfernung sichten. Weiter ging es zum Hauptteil - dem 3-stündigen Abstieg in den Canyon. Der Colca Canyon ist je nach Messung 3269 m (vom höchsten Gipfel) bzw. 1200 m (vom Rand) tief und gilt damit als der dritttiefste Canyon der Welt. Start unserer Wanderung war der Ort Cabanaconde, am Rande des Canyons gelegen. Ziel unserer heutigen Wanderung war San Juan de Chuccho, ein kleiner Ort mit einer Unterkunft für die Wanderer und Verpflegungsmöglichkeit. Nach 3h steilen Abstiegs bei brütender Hitze, immer tiefer in den Canyon hinein, erreichten wir unsere Unterkunft. Diese war zwar sehr einfach, lag aber wunderschön am Fuße des Canyons, umgeben von Avocado- und Zitronenbäumen und mit Blick auf die beeindruckenden Felsen ringsherum. Mit unserer bunt gemischten, internationalen und sehr angenehmen Gruppe, sowie unserem Guide Edgar ließen wir den ersten Abend ausklingen.
    Der Folgetag startete um 8.00 Uhr mit der zweiten Etappe. Entlang des Canyons liefen wir Richtung der Oase "Sangalle", unserem Ziel für den zweiten Tag. Während der Wanderung erklärte uns Edgar immer wieder die Besonderheiten der Flora, wie die Einheimischen die Natur nutzen um Farbe oder Insektenschutz herzustellen und zeigte uns auch einige Felsgräber der Inkazeit. Die Wanderung war gut machbar und so erreichten wir schon vor 12 Uhr unsere nächsten Unterkunft. Highlight hier war der schöne Pool! So konnte unsere Gruppe den Nachmittag in der schönen Umgebung bei bestem Wetter entspannen. Der letzte Tag (und härteste Teil) sollte bereits um 4.00 Uhr morgens starten, daher ging es schon recht früh ins Bett.
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  • Aufstieg & toller Rückweg nach Arequipa

    29 Kasım 2019, Peru ⋅ ⛅ 14 °C

    Am dritten und letzten Tag unserer Tour ging es bereits mitten in der Nacht um 4 Uhr los. Ausgerüstet mit Stirnlampen starteten wir den Kampf gegen den Berg von 0 auf 100. Serpentine für Serpentine arbeiteten wir uns bei langsam aufgehender Sonne hoch, bis wir nach mehr oder weniger 2,5 h und 1000 überwundenen Höhenmetern oben ankamen. Mal eine andere Art des Morgensports. 🥵 In Cabanaconde, unserem Ausgangsort vor 3 Tagen, gab es erstmal Frühstück bevor wir uns auf den Rückweg nach Arequipa machten. Auf dem Weg legten wir noch diverse Stops ein - unter anderem bei heißen Quellen, in denen wir unsere Muskulatur wieder regenerieren konnten. Das sehr mineralhaltige Wasser kommt mit 73 Grad aus dem Berg, so dass es erst abgekühlt werden muss um badetauglich zu sein. Es war sehr, sehr wohltuend und entspannend!
    Im weiteren Verlauf hielten wir noch an einem Pass auf 4900 m bzw. Aussichtspunkt, von wo aus man 7 Vulkane der Umgebung sehen konnte. Der Asche speihende Vulkan von vor 2 Tagen war nun leider nicht mehr aktiv, zu gern hätten wir das fotografisch festgehalten. Leider viel zu kurz, aber dennoch wunderschön, hielten wir noch im Salinas und Aguada Blanca Nationalpark, in dem es von Alpakas, Lamas und Vicuñas nur so wimmelt. Hier hätten wir gerne mehr Zeit verbracht, aber dass ist halt der Nachteil einer solchen Tour. Schön waren die 3 Tage aber dennoch.
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  • Cusco - Zentrum des Inkareichs

    30 Kasım 2019, Peru ⋅ ⛅ 15 °C

    Natürlich begannen wir unseren ersten Tag in Cusco mit einem Besuch des nächstgelegenen Marktes zum Frühstücken. Cusco ist die einstige Hauptstadt des Inkareichs und hat heute mit 430.000 Einwohnern eine immense touristische Bedeutung. Cusco liegt auf 3416 m in den Anden und ist Ausgangspunkt für die berühmte Inkastätte Machu Picchu und zahlreiche Inka-Ruinen in der unmittelbaren Umgebung. Die Inka-Kultur und Bauweise ist an jeder Ecke noch präsent, die sich mit der spanisch kolonialen Architektur vermischt. Mittags schlossen wir uns einer Free Walking Tour an, die von Diego geführt wurde. Wir haben selten so einen leidenschaftlichen Guide erlebt. Er hat uns die Stadt, vor allem die Inka-Kultur und Architektur in sehr interessanter Weise näher gebracht. Vor allem die Zerstörung der Inkaarchitektur durch die Spanier und den Verlust des beeindruckenden Inka-Wissens über die Jahrhunderte der Besetzung erläuterte er uns eindrucksvoll. In Cusco gibt es zahlreiche Kirchen, die allesamt auf ehemaligen Inka-Tempeln erbaut wurden. Die Spanier hatten zunächst nur Gold und Silber im Sinn als sie Peru eroberten und erkannten den Wert des Wissens der Inka als es bereits zu spät war. Noch heute liegt unter der heutigen Stadt die alte Inka-Stadt, dessen Ausgrabung und weitere Erforschung aufgrund der (von der UNESCO) geschützten kolonialen Architektur kaum möglich ist. Am Ende zeigte uns Diego noch einige tolle versteckten Ecken und in einer Bar mit tollem Ausblick über das historische Zentrum endete die Tour mit einem Shot Maracuja Sour.Okumaya devam et

  • Sonntagsmarkt in Pisac (Sacred Valley)

    1 Aralık 2019, Peru ⋅ ⛅ 21 °C

    An Natalie's Geburtstag fuhren wir mit dem Collectivo (ein Minibus oder 7-Sitzer ohne feste Abfahrtszeiten) nach Pisac auf einen Markt, der vor allem Sonntags von Einheimischen aus der Umgebung besucht wird. Pisac liegt in Mitten des Sacred Valley. Einem berühmten Tal nördlich von Cusco, in dem viele archäologische Schätze und Stätten der Inkas zu finden sind. Auch wenn der Markt zu 80 % aus Ständen für die touristische Zielgruppe besteht, war das Publikum dennoch gemischt. Vor allem die bunten Trachten und unterschiedlichen Hüte der Einheimischen, älteren Frauen gaben dem Markt einen besonderen Flair. Für uns war das bunte Treiben auf jeden Fall spannend.
    Auf dem Rückweg nach Cusco stiegen wir am Christo Blanco aus, von wo aus man einen herrlichen Blick auf die Stadt, sowie die angrenzenden Ruinen Saqsaywaman (gesprochen wie sexy woman 😋) hat. Abends besuchten wir ein kleines nettes Restaurant und stießen bei leckerem Alpaka Steak, Quinoa-Risotto und einem Gläschen Wein auf das Geburtstagskind an.
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  • Machu Picchu und Machu Picchu Mountain

    3 Aralık 2019, Peru ⋅ ☁️ 15 °C

    Wenn man an Peru denkt, dann fällt einem wohl auch sofort die bekannteste Sehenswürdigkeit - die Incastätte Machu Picchu - ein. Und nun war es auch für uns an der Zeit den magischen Ort, wie es so viele beschreiben, zu besuchen.
    Machu PiCchu (das erste c wird auch als c gesprochen) liegt auf 2430 m und wurde im 15ten Jahrhundert in der Zeit des Inkakönig Pachacutec erbaut. Es gibt viele Theorien über den Zweck der Stätte, von denen keine endgültig bewiesen ist. Die Stätte wurde erst 1911 wiederentdeckt und war zu dem Zeitpunkt komplett überwuchert. Seit 1983 ist sie UNESCO Welterbe.
    Ausgangspunkt für den Besuch des Machu Picchu ist das kleine Örtchen Machu Picchu Pueblo oder auch Agua Calientes genannt, welches ca. 75 km von Cusco und am Fusse des Machu Picchu liegt. Es ist unmöglich mit einem Bus hierher zufahren, es gibt schlicht keine Straße. Die einzigen Möglichkeiten den Ort zu erreichen ist Laufen (viele Touristen kommen über den 4-tätigen Incatrail oder Salkantay Trek) oder der überteuerte Zug, der sich durchs Tal schlängelt. Da wir (vor allem aber Natalie) nicht bereit für eine 4 Tages Wanderung waren, reisten wir am Vortag bequem mit dem Zug an und relaxten den Nachmittag in dem sehr touristischen Ort. So ging es mit dem Shuttlebus um 8 Uhr hoch zu Machu Picchu. Während wir in der Warteschlange auf den Bus warteten, wurden wir von einem Guide angesprochen, der uns durch die Inkastätte führen wollte. Da wir nicht sehr viel über die Ruinen wussten, entschieden wir uns spontan doch für eine geführte Tour um beim Besuch des Welterbes mehr zu erfahren. Wir hatten Glück, denn unsere Gruppe bestand nur aus 4 Leuten, wodurch wir eigentlich eine Privatführung hatten. Die geführte Tour dauerte 2 Stunden und wir hatten Glück mit dem Wetter - was keine Selbstverständlichkeit ist in der Regenzeit.
    Um 10 Uhr war es Zeit den Machu Picchu Mountain zu besteigen - ehrlich gesagt, dachten wir nicht dass man mit dem normalen Ticket bereits einen traumhaften Ausblick auf die Inkastadt hat, weswegen wir das Ticket inkl. des Besteigens eines der umliegenden Berge gebucht hatten. Da es Natalie die Tage nicht gut ging (die 30er zeigen ihre Folgen), musste Dom alleine gegen die 560 Höhenmetern auf 3060 m bestehend aus Steintreppen der Inkas antreten. Mit ihm sind auch Eric und Annika (ein älteres Pärchen aus Schweden auch auf 8 monatiger Weltreise, welches mit uns die Führung hatte) gestartet. Jedoch ist Annika ziemlich bald umgedreht und leistete Natalie Gesellschaft beim Warten. Kurz vor dem Ziel ist dann auch Eric aus Zeitgründen umgedreht. Nach sehr guten 2 Stunden kehrte Dom völlig erschöpft zurück. Bevor es weiter ging, entspannten wir noch auf einer Wiese und hatten ein kleines Fotoshooting mit Lamas, die uns bestens unterhielten. Als wir nochmal durch die gesamte Anlage liefen, trafen wir sogar auf eine Lamafamilie, bei der die Mutter gerade ihre Kleinen fütterte. Nachmittags ging es wieder mit dem Shuttlebus herunter nach Machu Picchu Pueblo, wo wir auf dem lokalen Markt zu Mittag aßen und den Nachmittag entspannt im Hotel verbrachten, denn es ging erst am nächsten Tag wieder zurück nach Cusco.
    Machu Picchu ist auf jeden Fall eine Reise wert und auch zu Recht gehypt, die Lage zwischen den Bergen und die Bauten sind einzigartig. Durch die vielen Unbekannten des Inkareichs auch ein großer Mythos. Wir hatten auch befürchtet, dass noch mehr Leute in der Anlage sind, verglichen mit chinesischen Topsehenswürdigkeiten hielt sich das aber noch in Grenzen. Zudem kam unser Wetterglück und wir konnten den Aufenthalt mit besten Aussichten genießen.
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  • White Rainbow Mountains

    5 Aralık 2019, Peru ⋅ ☁️ 4 °C

    Eine weitere Sehenswürdigkeit um Cusco herum sind die Rainbow Mountains, Berge die auf Grund der Mineralien so schön bunt wie ein Regenbogen sind. Wir entschieden uns für eine Tour zu den Palcoyo Mountains, denn hier gibt es gleich drei der bunten Bergen in unmittelbarer Nähe und es ist noch nicht so bekannt. So ging es um 7 Uhr mit einem Minibus 3 h Richtung Süden. Nach ca. 2 h erreichten wir ein ganz tolles Tal, durch das ein wirklich roter Fluss (Río Rojo) umgeben von grünen Wiesen und Wäldern fließt. Der Fluss färbt sich nur nach starkem Regen richtig rot, da dann die rote Erde der umliegenden Berge in den Fluss gespült wird.
    Die Fahrt durch das Tal war etwas wild, denn der Bus kämpfte sich bei bestem Wetter über enge Serpentinen und einer eher feldwegähnlichen Straße auf 4900 m hoch. Oben sollte unsere 2 stündige Wanderung starten, ABER es wurde uns ein Strich durch die Rechnung gemacht. Der Grund war Schnee! Während es nachts in Cusco auf 3600 m geregnet hat, hat es hier auf 4900 m geschneit. So waren die Berge mit etwa 5-10 cm Schnee bedeckt und wir konnten nichts von den Rainbow Mountains sehen. Ein Tag zuvor war noch alles frei - Berge eben. Das war zwar schade, aber die schneebedeckte Landschaft und vor allem das Tal bei strahlendem Sonnenschein haben dennoch entlohnt. Da der Wanderweg auch zugeschneit war und ziemlich rutschig (durch den Schneematsch), wurde die Wanderung abgesagt. Stattdessen wurde spontan umgeplant und wir fuhren entlang von 4 Seen, die zwar ganz nette, aber weniger spektakuläre Aussichten boten. Nach gemeinsamen Mittagessen ging kehrten wir spät abends in das regnerische Cusco zurück.
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  • Quadtour zu Moray & den Maras Salinen

    6 Aralık 2019, Peru ⋅ ☁️ 14 °C

    Neuer Tag, neue Tour. Cusco und Umgebung hat so viele Aktivitäten zu bieten, dass man locker 2 Wochen hier bleiben könnte. Heute stiegen wir auf ein neues Gefährt auf unserer Reise um - ein Quad. Unsere Tour startete außerhalb von Cusco. Das Ziel war eine weitere Inkastätte (Moray) und die Salineras de Maras. Da der Rest unserer Gruppe lieber zu einer Lagune, statt zu den Ruinen fuhr, wurde die Gruppe geteilt und wir waren mit dem Guide alleine unterwegs. Schon wieder hatten wir eine private Tour! Über teils sehr matschige Feldwege ging die Fahrt zur Moray-Anlage. Dies sind von den Inkas angelegte Terrassen, die zu Versuchszwecken für den optimierten Anbau von Nutzpflanzen dienten. Durch die besondere Anordnung hat jede Terrasse ein Mikroklima. Dies nutzten die Inkas um dessen Einfluss auf die Pflanzen zu studieren.
    Weiter ging die Tour zu den Salzpfannen von Maras, die ebenfalls noch aus der Zeit der Inkas stammen. Die Anlage umfasst ca. 3.000 Becken, die eine sehr mineralhaltige Quelle zur Salzgewinnung nutzen. Das salzhaltige Wasser wird über ein ausgeklügeltes Kanalsystem in die Becken geleitet, wo es dank Sonneneinstrahlung verdunstet. Beim ersten Durchlauf entsteht das rote Salz, dass für medizinische Zwecke verwendet wird. Nach der zweiten Befüllung bildet sich eine Schicht vom rosa Salz. Erst beim dritten Durchlauf kann das weiße Salz geschöpft werden.
    Das schneeweiße Salz ("Weiße Gold" der Anden) war auch für die Inkas so wertvoll, dass es zu Tauschzwecken diente. Beeindruckende Beweise für das umfassende Wissen der Inkas.
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  • Inkaruinen-Hopping im Heiligen Tal

    7 Aralık 2019, Peru ⋅ ☁️ 14 °C

    Neben dem Machu Picchu gibt es in Cusco's Umgebung viele weitere Preinka- und Inkastätten zu sehen. Davon sind viele im Sacred Valley verteilt. Um die Vielfalt der archäologischen Sehenswürdigkeiten erkunden zu können, entschieden wir uns für eine Tagestour durch das heilige Tal. Was uns nicht klar war, ist dass es zu einer gefühlten Kaffeefahrt wurde. 🤨
    Wir sind in einem ziemlich großen Bus gelandet und waren die einzigen nicht südamerikanischen Touristen. Bereits nach der ersten halben Stunde Fahrt gab es den ersten Stop zum Shoppen von Souvenirs...was für den Rest unserer Gruppe ein Highlight war, empfanden wir als ziemlich nervig. Gibt ja kaum Souvenirläden in Cusco. Dann ging es endlich zu den Ruinen von Pisac. Wir waren zwar am Sonntag in Pisac, haben die Ruinen aber nicht besucht, da man hierfür das Turístico boleto benötigt, welches für mehrere Sehenswürdigkeiten und nur für 2 Tage gültig ist. So konnten wir das Ticket gestern und heute voll ausnutzen.
    Die alte Inkastadt liegt 30 km nordöstlich von Cusco entfernt auf einer Höhe von 3000 m. Die Anlage erstreckte sich eigentlich über mehrere Kilometer und war vermutlich im 15 Jhd. eines der Tore zum heiligen Tal. Der Großteil der Stadt wurde jedoch wiederum von den Spaniern zerstört - wie fast alles. Wir konnten nur einen kleinen Abschnitt der alten Stadt besichtigen, in dem früher das normale Volk lebte. Dem kulturellen Teil, den wir ziemlich interessant fanden, folgte eine weitere Verkaufsaktion. Hierfür hielten wir im heutigen Pisac, in einem Schmuckladen, der den Schmuck wenigstens selbst herstellt - am Ende aber wieder eine Animation um Geld auszugeben. Die Laune wurde beim nächste Halt in einem Restaurant wieder angehoben, wo es ein gutes Mittagsbuffet gab. Mit vollen Bäuchen ging es weiter nach Ollantaytambo. Als der Guide dann plötzlich meinte, dass wir gleich 300 Stufen hochsteigen müssen, war der ganze Bus ziemlich geschockt - diese Info hätten wir vor dem Essen gebraucht. 😬
    Ollantaytambo liegt am anderen Ende des heiligen Tals und ist für viele Ausgangspunkt für die Wanderung zum Machu Picchu. Das kleine Städtchen strahlt dank des ursprünglichen Zustandes ein ganz besonderen Flair aus. Auch die Terrassen, die hoch zum Sonnentempel führen, sind sehr beeindruckend. Man vermutet, dass Ollantaytambo der Rückzugsort für den König nach dem Fall von Cusco war. Hat man die 300 Stufen überwunden, wird man mit einen Ausblick auf das heilige Tal belohnt. Des Weiteren bekommt man die Ruinen auf den gegenüber liegenden Felsen zu sehen - diese waren die Lagerhäuser der Inkas.
    Der nächste Halt auf den Spuren der Inkas war in Chinchero, das nur 15 km von Cusco entfernt ist. Hier befand sich einst der Sommersitz der Inkas und es gab ebenso viele Lagerhäuser, die in den Felsen eingearbeitet waren. Mit Ankunft der Spanier wurde Stadt zerstört und auf dem Fundament der Inkas eine katholische Kirche erbaut. Diese stammt aus dem 17 Jhd. und hat noch immer das original bemalte Holzdach, welches uns wirklich überrascht hat.
    Die letzte Station der kulturellen Kaffeefahrt war eine Alpakafarm - leider haben wir keine Alpakas zu Gesicht bekommen. Hier haben uns die einheimischen Frauen erklärt wie das Alpakafell weiterverarbeitet wird, sprich wie sie es reinigen, aus einem Fellkneul einen Garn weben und es mit natürlichen Mitteln (z.B. Kräutern und der Kaktuslaus) färben. Auch hier konnte man natürlich noch weiter einkaufen, bevor es zurück nach Cusco ging und die Kaffeefahrt endete. In Cusco holten wir unser Gepäck aus unserem Hotel und fuhren recht bald zum Busbahnhof, denn für uns war es der letzte Tag in der Königsstadt. Mit dem Nachtbus (natürlich 😬) machten wir uns zum Titicaca See auf.
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  • Lama und Alpaka Special

    7 Aralık 2019, Peru ⋅ ☁️ 17 °C

    Da wir zu viele schöne und lustige Fotos von Alpakas und Lamas haben und diese Tiere auch tief in der Kultur sowie im Leben der Peruaner verwurzelt sind, gibt es nun auch für diese Tiere ein Special. Den Unterscheidung ob Lama oder Alpaka erkennt man am längeren Hals und den längeren Ohren bei den Lamas.Okumaya devam et

  • Bei den Uros in Mitten des Titicacasees

    9 Aralık 2019, Peru ⋅ ⛅ 15 °C

    Unser letztes Ziel in Peru war Puno bzw. eher der Titicaca See. Eine Besonderheit hier sind die traditionellen schwimmenden Inseln der Uros (Islas flotantes de los Uros), einer indigenen Gruppe, die seit Jahrhunderten auf dem See wohnt. Da Puno selbst keine sehenswerte Stadt ist und wir einen besseren Einblick in das Leben des Urvolkes bekommen wollten, entschieden wir uns direkt bei einer Familie auf den Inseln zu bleiben - statt einer obligatorische Schiffstour durch die Inseln beizuwohnen. Nach unserer morgendlichen Ankunft in Puno wurden wir gleich von einem Taxi zum kleinen Hafen der Uros gefahren, wo uns Rubén, unser Gastgeber für die nächsten 3 Tage, mit seinem Motorboot abholte. Auf seiner Insel teilte uns Rubén ein Häuschen mit einem traumhaften Blick auf den See und Puno's Berge zu, wo wir erstmal noch etwas Schlaf nach der Busfahrt nachholten.
    Am Nachmittag fuhren wir auf eine kleine Bootstour durch die Nachbarschaft und Rubén erklärte uns wie die schwimmenden Inseln aufgebaut sind. Die Inseln bestehen aus einer schilfähnlichen Wasserpflanzen namens Totora. Diese wächst auf der Oberfläche des Titicaca Sees und ihre Wurzeln reichen 1-2 Meter in die Tiefe. Auf die Wurzelbasis wird ca. 1 Meter geschnittenes Schilf aufgeschichtet. Das Schilfgras ist Baumaterial für die Inseln, die Boote und die Häuser. Essen kann man es auch noch - echtes Multifunktionsgras. Das Gras der Inseln muss alle zwei Wochen erneuert werden bzw. neu aufgeschichtet werden, was eine Heidenarbeit ist. Die Inseln waren ursprünglich freischwimmend, haben aber mittlerweile Anker. Wächst die Familie, wird angebaut und wenn die Kinder heiraten wird ein Teil der Insel abgetrennt, was dann als Startinsel für die nächste Generation dient. Nach der Ausfahrt genossen wir die Ruhe und Atmosphäre bis zur Ankunft weiterer Gäste - Anika, 62 aus Schweden und Oliver, unser Alter, aus der Schweiz. Mit beiden verbrachten wir den Abend - wie soll es auch anders sein auf dem See - mit gebratenem Fisch (Trucha) und Coca-Tee, da wir immerhin auf 3800 m waren. Am nächsten Morgen ging es nach dem leckeren Frühstück mit Rubén und seiner kleinen Tochter Nicole zum Fischen bzw. holten wir nur das am Vorabend ausgeworfene Netz rein. Unser Fang bestand allerdings aus enttäuschend kleinen Fischen. Richtig große Fische gibt es wohl nicht im Titicacasee bzw. nicht mehr. War früher das Fischen das wichtigste für die Uros, ist es jetzt der Tourismus. Mit dem Fisch wurden die Familien ernährt als auch gegen Gemüse, Kartoffeln und Getreide getauscht - was auch bis heute noch teilweise gemacht wird. Am Mittag musste Dom dann noch bei bestem Wetter die Wassertemperatur testen, Schwimmen war zwar möglich, aber nicht von langer Dauer. 🥶 Insgesamt genossen wir unsere Zeit auf den speziellen Inseln sehr und erholten uns bei der besonderen Atmosphäre von den Tagen zuvor. Rubén und seine Familie, vor allem die drei aufgeweckten Kids (1,3 und 6) hatten es uns wirklich angetan.
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  • Peru Impressionen - Land und Leute

    11 Aralık 2019, Peru ⋅ ☁️ 10 °C

    Peru ist ein Land voller Farben. Peruaner lieben es bunt. Besonders die Frauen in den Anden tragen auffällige Kleidung und noch markantere Hüte. Dabei variieren die Hüte oft von Dorf zu Dorf und Region. Faszinierend wie diese Tradition bewahrt wird. Ebenso spielt die traditionelle Musik eine wichtige Rolle. Nahezu in jedem Laden ertönen die Lieder, die in der Regel von einer Panflöte begleitet werden.
    Was das Land bzw. die Landschaft angeht - es ist wunderschön! Berge, Vulkane und weite Steppen, auf denen Vicuñas, Lamas und Alpakas grasen. Peru-Klischee pur, wirklich traumhaft. Leider wird die Schönheit der Natur oft von der Verschmutzung beeinträchtigt. Nicht nur in den Städten und Dörfern liegt Müll rum, auch außerhalb - in den Steppen und den Seen ist Plastikmüll überall zu sehen. Wir verstehen, dass das Land und die Menschen mit anderen Problemen zu kämpfen haben, dennoch finden wir diese Entwicklung sehr traurig.
    Jetzt geht es weiter nach Chile und leider schon auf die Zielgerade.
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  • Hola Chile & San Pedro de Atacama

    13 Aralık 2019, Şili ⋅ ⛅ 11 °C

    Eigentlich wollten wir vom Titicacasee zuerst nach Bolivien und von dort aus nach Chile. Auf Grund der unklaren politischen Situation in Bolivien beschlossen wir jedoch von Peru direkt nach Chile einzureisen. Das bedeutete eine lange Busfahrt mit mehrmaligem Umsteigen - von Puno über Arequipa, nach Tacna, dort über die Grenze nach Arica in Chile und von hier direkt weiter zu unserem Zielort San Pedro de Atacama mit einem weiteren Zwischenstop in Calama. Der Weg verlief nahezu ausschließlich durch unfassbar trockene und karge Wüsten- und Pampaslandschaft, in der bis auf einige Condore, Vicunas und Lamas keinerlei Leben zu finden ist. Dies ist wohl eine der trockensten Gegenden der Erde. Nach fast 40 h Anfahrt kamen wir endlich um kurz vor Mitternacht in dem Wüstenort San Pedro de Atacama an. Den nächsten Tag nutzen wir um uns zu akklimatisieren und die Tour für die nächsten Tage nach Bolivien, zur berühmten Salzwüste Salar de Uyuni zu organisieren. Gleich neben unserem entspannten Hostel ist es eine französische Bäckerei, die super leckere und riesige Croissants und richtig knusprige Baguettes hat. Nach dem Standardweissbrot der letzten Monate (was man eig. nicht als Brot bezeichnen dürfte) ließen wir uns das Baguette so richtig schmecken.Okumaya devam et

  • Tag 1-Bolivien: Traumhafte Lagunen

    14 Aralık 2019, Bolivya ⋅ ☀️ 11 °C

    Heute startete die Tour zur "Salar de Uyuni", die wir ursprünglich von Bolivien aus machen wollten. Von San Pedro war die eigentlich 3 tägige-Tour (der 4. Tag ist nur die Rückfahrt nach San Pedro) auch möglich, da die bolivianische Grenze nur eine halbe Stunde entfernt ist. Mit einem kleinen Bus fuhren wir zunächst zur Grenze auf 4800 m.
    Nach dem chilenischen Grenzposten gab es erstmal Frühstück, denn durch die Zeitverschiebung von -1h, mussten wir warten bis die bolivianische Seite ebenfalls erst um 8 Uhr aufmachte. An der Grenze, am Fuße eines Vulkans, stiegen wir dann in unser eigentliches Gefährt um, einem 4x4 Lexus-Jeep (LX40). Zusammen mit dem Fahrer und zugleich Guide Crispin, sowie 3 Jungs aus Australien (Jaq, Antoine, Malik) und einem Berliner (Tilman) ging es für die nächsten 2 Tage über sehr steinige Sandpisten in den Nationalpark "Eduardo Avaroa", bevor wir die Salzwüste Salar de Uyuni erreichen sollten. Kurz nach dem Grenzübergang stoppten wir bereits an der ersten Lagune - "Laguna Blanca". Hier bekamen wir gleich ein Gefühl welch besondere Landschaften diese Hochebene der Anden bietet. Durch ein weißes Mineral namens Borax wird diese Lagune milchig eingefärbt. Die umgebenen, teils bunten Berge sowie die in der Lagune lebenden Flamingos ergänzen das malerische Bild - einfach wunderschön. In den Lagunen der Nationalparks leben viele Flamingos (Chilenischer Flamingo, James Flamingo und Andenflamingo), die sich von verschiedensten Bakterien ernähren, welche Einfluss auf das Gefieder bzw. dessen Farbe haben. Ein paar hundert Meter weiter hielten wir an der "Laguna Verde", die eigentlich smaragdgrün, jedoch aktuell durch Staub bedeckt eher braun ist. Nach den beiden Lagunen wurde die Landschaft plötzlich wüstenartig und einige Vicunas suchten die wenigen Pflanzen als Nahrung. Der Stop in der "Salvador Dali-Wüste" war ebenfalls beeindruckend. Die Felsen in der Sanddüne erinnerten an ein berühmtes Bild des Malers, was der Landschaft auch den Namen gibt. Im weiteren Verlauf hielten wir an einer Thermalquelle (in der man Baden konnte - was wir nicht getan haben) und einer weiteren wunderschönen Lagune ohne uns bekannten Namen. Eines der Highlights des Tages war der Geysir "Sol de Mañana", ein unwirkliches Gebiet, bei dem aus der Erde Dampf, kochendes Wasser und diverse Mineralien u. a. Schwefel austritt. Es brodelt überall. Man fühlt sich irgendwo zwischen Eingangstor zur Hölle und kurz vorm Endgegner Bowser bei Super Mario (wer's noch kennt 😜). Ein für uns einzigartiges Erlebnis, vergleichbares hatten wir zuvor noch nicht gesehen. Der letzte Stop des Tages, bevor es zur Unterkunft ging, war die "Laguna Colorada". In dieser riesigen Lagune tummeln sich tausende Flamingos. Zusammen mit dem roten Gewässer (durch Bakterien verursacht), den weißen Flächen der Borax-Salzkristalle, sowie den durch Gras und Algen bewachsenen grünen Uferbereich ergeben ein wahnsinniges Farbspiel. Mit den Eindrücken ging es ins Hostel. Der erste Tag war schon so abwechslungsreich und von bizarr-schönen und faszinierenden Landschaften geprägt, dass wir die Tour jetzt schon definitiv als Highlight einstufen. Wir werden trotz der bisherigen vielen Erlebnisse immer noch überrascht.
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  • Tag 2-Bolivien: Krasse Felsformationen

    15 Aralık 2019, Bolivya ⋅ ☀️ 15 °C

    Nach einem leckeren Pancake-Frühstück und kurzem Spaziergang durch das Dörfchen, bei dem wir Lamas am Bach beobachten konnten, starteten wir in den zweiten Tag unseres 4x4 Roadtrips. Den ersten Halt hatten wir im "Valle de Tambo", einer bizarren Landschaft aus Vulkangesteinsformationen. Diese wurden von Wind und Regen zu fantasievollen Figuren geformt - wie u. a. "Copa del Mundo" oder "El Camello". Auch "Lost Italy", einer Ansammlung von Felsen, die mit ein wenig Fantasie einer verlassenen Stadt gleichen - war ein kleiner und ein beeindruckender Abenteuerspielplatz. Genug von den kargen Felsen und vorbei an der "Lagune Catal" hielten wir an einem schmalen, grünen Tal. Unser Guide Crispin kündigte einen 15 minütigen Spaziergang zur "Lagune Negra" an. Der Weg führte vorbei an rötlichen Felsen, aus deren Löchern Vizcachas (Verwandte der Chinchillas) lugten. Am Aussichtspunkt angekommen, hatten wir ausreichend Zeit die Atmosphäre und den Blick auf die schwarze Lagune zu genießen. Auf dem Rückweg durch das Tal liefen wir direkt durch eine Lamaherde, die uns verdutzt anstarrten.
    Nach dem Mittagessen fuhren wir zum "Cañón de Anaconda". Den Namen verdankt der Canyon dem geschwungenen, grün-schwarze Fluss, der in der Schlucht fließt. Der weitere Weg führte durch Täler mit Feuchtwiesen voller Lamas. Schon seltsam in der sonst sehr trockenen Gegend. So konnten wir uns heute auch an Lamas satt sehen.
    Der letzte Stop war in den ziemlich tristen Ort Julaca, wo die Jungs sich in einer kleinen Bar ein Bierchen gönnten und Fussball schauten. Die Nacht verbrachten wir in einer abgelegenen Gegend, aber sehr tollen Unterkunft komplett aus Salz gebaut - und unweit von der Salar de Uyuni.
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  • Tag 3-Bolivien: Salar de Uyuni

    16 Aralık 2019, Bolivya ⋅ ⛅ 7 °C

    Um pünktlich zum Sonnenaufgang in der "Salar de Uyuni" zu sein, starteten wir bereits um 4:20 Uhr in den Tag. Um 6:30 Uhr standen wir nun inmitten der 12 km² großen und auf 3600 m gelegenen einzigartigen Salzwüste und warteten auf die Sonne am Horizont. Nach dem wunderschönen Sonnenaufgang fuhren wir zur "Isla de Incahausi", einer Insel aus Korallengestein, die mit riesigen Kakteen übersät ist. Die Kakteen wachsen nur 1 cm pro Jahr, somit sind die bis zu 12 m hohen Pflanzen bereits unglaubliche 1200 Jahre! Die Insel in der Mitte der Salzwüste war für die Inkas von großer Bedeutung und so wurden hier Lamas an Pachamama (Mutter Erde) geopfert. Im Anschluss an die Erkundung der Insel wurden wir mit einem Frühstück versorgt und dann ging es noch tiefer in die Salzwüste. Dort hatten wir ausreichend Zeit um die obligatorischen lustigen Perspektivbilder zu machen. Wir hatten einen riesen Spaß dabei. Gegen Mittag verließen wir die Salar und stoppten noch an dem Dakar Bolivia Salzhotel, das einst nur für die Rallye gebaut wurde. (Auf Grund der Sicherheitslage in Afrika ist die Rallye Paris-Dakar seit ein paar Jahren in Südamerika)
    Das Städtchen Uyuni hat uns etwas erschrocken. Auch wenn es durch die Salar de Uyuni so bekannt ist, so hat es die besten Tage doch hinter sich und wirkte wie eine verlassene Westernstadt auf uns. Wohl nicht der schönste Teil von Bolivien. Zum Abschluss unserer Tour besuchten wir noch den wohl bekanntesten Zugfriedhof, auf dem Züge aus dem 19 Jahrhundert stehen. Einst wurde hier Bergbau betrieben und die Züge transportierten Mineralien an die chilenische Küste. Das Geschäft wurde vor langer Zeit eingestellt, die Züge einfach abgestellt und dem Verfall überlassen. Ein spannender Ort für Hobby-Fotografen und wiederum ein kleiner Abenteuerspielplatz. Das war der letzte Stop der beeindruckenden Tour und unser kleiner Einblick in Bolivien. Wir verabschiedeten uns von den Jungs, mit denen wir die letzten 3 Tage verbrachten, da sie weiter durch Bolivien reisten, während wir zurück nach Chile fuhren. Für den Rückweg wechselten wir das Auto, den Fahrer und Mitfahrer. Um das Auto voll zu machen, wurden Leute von einer anderen Agentur mitgenommen und so lernten wir noch Marc, ein Holländer mit chin. Wurzeln und das brasilianische Paar Carolin und Fabio aus Rio de Janeiro kennen. Auf Anhieb verstanden wir uns wunderbar. Unser neuer Fahrer Heladio war etwas verrückter als Crispin und bot uns noch ein ordentliches Offroad-Erlebnis...was uns dann noch kurz vor Ankunft am Abend einen platten Reifen bescherte. 😬 Wie beim Boxenstopp wechselten wir den Reifen in 12 min! Nach einer weiteren Nacht im Hostel vom ersten Tag, ging es über die Stein- und Sandpisten zurück zur chilenischen Grenze - immer mit der Hoffnung das unsere letzten Reifen, die teilweise kaum Profil mehr hatten, nicht kaputt gehen.
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  • Best of Salar de Uyuni

    16 Aralık 2019, Bolivya ⋅ ⛅ 18 °C

    Die endlose Weite der Salar de Uyuni lässt sich perfekt nutzen um mit der Perspektive und der optischen Täuschung zu spielen und lustige Bilder zu machen. Das entsprechend abzulichten war nicht ganz so trivial. Spass hat's auf jeden Fall gemacht. 😀😀😀Okumaya devam et

  • Valle de la Luna & magische Lagunen

    18 Aralık 2019, Şili ⋅ ☀️ 23 °C

    Nach den ganzen geführten Touren wollten wir nochmal selbstbestimmt die Gegend um San Pedro erkunden. Mit dem eigenen Auto frei zu sein, zu Halten wo man will, in seinem eigenen Tempo die Landschaft und das Land zu entdecken. Für uns ist dies, nach den ganzen Erfahrungen, definitiv die beste Art zu Reisen. So liehen wir uns für die letzten beiden Tage in San Pedro ein Auto mit 4x4, da die Straßen um San Pedro oft eher Schotterpisten sind. Unser erster Ausflug mit unserem Toyota führte uns ins "Valle de la Luna" - einem kargen, trockenen Tal das an eine Mondlandschaft erinnerte. Durch das rötliche Gestein wäre aber auch der Mars vielleicht noch treffender für die Namensgebung gewesen.
    Am Nachmittag kämpften wir uns über eine 50 km lange Schotterpiste durch die Atacama-Wüste bis zu einem weiteren magischen Ort - die "Lagune Baltinache". Mitten in der trockenen Wüste befindet sich dort eine Ansammlung von 7 kleinen, extrem salzhaltigen Lagunen. In zwei der wunderschönen Lagunen mit unglaublich intensiv blau und grün schimmernden Farben konnte man sogar schwimmen bzw. eher Floaten. Der Salzgehalt ist so hoch, dass man kaum seinen Körper unter Wasser bekommt, man schwebt quasi oben auf. Nach dem Bad kann man erstmal eine ordentliche Salzkruste vom Körper entfernen.
    Den Tag ließen wir beim Picknick mit Baguette und Rillette an einer weiteren Lagune (Laguna Tebenquiche) in der Atacamawüste, mit Blick auf Vulkane und Flamingos, bei Sonnenuntergang ausklingen. Mehr brauchen wir nicht um glücklich zu sein. 🤩😁
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