Der General und sein Marmor-Schatz
3–7 mrt., Chili ⋅ ☁️ 5 °C
Der angekündigte nächtliche Schneefall in Villa Cerro Castillo blieb uns zum Glück erspart aber der Regen kam dann doch wieder 🌧️
Nach einer regnerisch, windigen Nacht konnte wir aber immerhin in einer Regenpause die ca. 3000 Jahre alten Handabdrücke bei Villa Castillo besuchen und haben uns dann auf den Weg zum Lago General Carrera gemacht.
Dort, im zweitgrößten See Südamerikas, gibt es die berühmten Capillas de Marmol (Marmorhöhlen) zu besuchen und wir hatten uns mit Irene&Peter zu diesem Behufe verabredet.
Auf der Fahrt dahin zeigte sich die Carretera Austral von ihrer deftigen Seite. 120 km ausgefahrenen Schotter hielt sie für uns bereit und als Schmankerl gab's dazu ausdauernden Regen mit tief hängenden Wolken... Schei### war nicht selten zu vernehmen, wenn irgendeines oder alle Räder mal wieder krachend in irgendeinem der zahllosen Schlaglöcher eingeschlagen sind.
Die Piste ist wahrlich übel...
Umso mehr ist die Leistung der zahlreichen Radfahrer hervorzuheben. Unglaublich, wie viele, meist junge Leute, sich auf den 1247 km der Carretera Austral abstrampeln.
Wir sind davon ohnehin schon schwer beeindruckt aber bei 5 Grad und strömenden Regen auf dieser Schei###-Strecke mit bärischen Steigungen bleibt uns nur Demut vor soviel Motivation.
Zurück zum Wetter... Wie es eben in Patagonien so ist wechselt das Wetter innerhalb von Minuten in strahlendem Sonnenschein, die dichten Wolken reissen auf und plötzlich sind rundum Berge mit weißen Zipfelmützen zu sehen. Sogleich sieht man dann einen Herrn mittleren Alters mit gezücktem Fotoapparat aus einem Blaubär springen, der umgehend die ganze Gegend knipst (der Herr) und meist noch eine Drohne durch die Gegend scheucht 😜
Obwohl der Fahrbahnzustand einfach nur grauslig ist, war die Fahrt durch die dichten Wälder, entlang an breiten (wirklich breiten) Flüssen ungemein beeindruckend.
Und am Ende des Tages war er dann plötzlich zu sehen...
Er - der Lago General Carrera.
An Schönheit kaum zu übertreffen mit seinem türkis blauen Wasser, umrahmt von schneebedeckten Gipfeln über lieblich - wildromantischen Ufern.
Uns (und vielen Anderen) gehen die Worte zur Beschreibung dieser Landschaft aus. Man probiert es gern mit "spektakulär", "atemberaubend", "traumhaft", "einzigartig"... alles ganz nette Versuche aber es reicht eben nicht aus...
Das Wiedersehen mit Irene&Peter war sehr schön und herzlich. 2 Monate nach unserem Abschied in Montevideo hatten wir ja alle Einiges erlebt und dementsprechend viel zu erzählen 🙂
Die Bootsfahrt zu den Marmorhöhlen hatten wir schnell gebucht. Der Anbieter gibt es ja sehr viele und die Preise sind auch überall gleich.
Am Donnerstag Morgen ging es dann in einem kleinen Boot und bestem Wetter bei spiegelglattem See los.
Meine Erwartungen bzgl. der touristisch bestens erschlossenen Höhlen hielten sich ehrlich gesagt in Grenzen... und wurden bei Weitem übertroffen. Es war mal wieder (ja) spektakulär schön und den Besuch auf jeden Fall wert.
Der Lago General ist auch unser südlichster Punkt in Chile.
So war das zwar nicht gedacht aber die Zeit reicht leider nicht mehr, um noch bis zum Ende der Carretera Austral nach Villa O'Higgins zu fahren - oder es würde in Fahrstress ausarten. Das wollten wir nicht und haben also unsere Route mal wieder geändert.
Neuer Kurs - Argentinien - und wir verlassen die Carretera Austral am Südufer des Lago General und wählen die X-265 nach Osten.
Der Lago hat uns für unsere Entscheidung schon belohnt. Die exponierte Schottersstrecke an seinem Südufer nach Chile Chico ist ein weiteres Leckerli. Sowohl fahrerisch - als auch und natürlich landschaftlich.
Und weil es mal wieder so schön hier ist haben wir uns für die 120km Piste 3 Tage Zeit genommen und sind danach direkt in den Parque National Patagonia gefahren, welcher gleich daneben beginnt.
Kleiner Spoiler...wir haben es nicht bereut 😉Meer informatie
Von Coyhaique nach Villa Cerro Castillo
27 feb.–2 mrt., Chili ⋅ ☁️ 12 °C
Es ist Freitag 9 Uhr in Coyhaique und zwei deutsche Touristen stehen pünktlich (wie sie eben so sind) zum vereinbarten Termin bei Mercedes Kaufmann auf der Matte.
Und wie es dann im realen Leben in Südamerika so ist wurde nach etwas Palaver hin, Palaver her - wer denn nun vielleicht über den Vorgang "Lichtmaschine" Bescheid wissen könnte - Blaubär vom Service-Chef persönlich vor die Werkstatt gefahren und nach 1,5 Stunden auch schon flugs seine Motorhaube geöffnet. Nach 2 weiteren Espresso Doble meinerseits begann man dann umgehend mit der Montage und es stellte sich geschwind heraus, dass leider keine Lichtmaschine für den Sprinter bestellt worden war sondern eine für eine C-Klasse. Ich bin vollauf begeistert und wahrlich heilfroh, dass ich vorab extra die Teilenummer für die richtige Sprinter-Lima durchgegeben hatte (Ironie)! Naja...um es kurz zu machen... nach meinen höflich vorgetragenen Bedenken bzgl. der falschen Lima wurde ich ebenso höflich aus der Werkstatt komplimentiert, die Anschlüsse der Lima wurden zum stattlichen Mercedes-Preis umgefrickelt wie es der Dorfschmied nicht hätte besser machen können und es tut wieder. Lima lädt, hat angeblich auch Garantie und wir brauchen unterwegs keine Steckdosen mehr 💪 Haken drunter!
Bei den Kaufmanns haben wir auch Mara&Volker kennengelernt, die ihren Sprinter auch zum "Wellness" vorgestellt hatten. So war die Wartezeit sehr angenehm und kurzweilig mit Reisegeschichten und Tour-Empfehlungen 😊
So. Nun war Blaubär wieder fit aber dafür war das Wetter umgeschlagen. Regen, Regen und dann wieder Regen haben wir in Coyhaique mehr oder weniger ausgesessen. Naja - Coyhaique bedeutet soviel wie Stadt zwischen den Wassern und das war dann auch so. Bissl Schade, da die Gegend traumhaft schön ist und wir leider nur einen Bruchteil davon sehen konnten.
Dafür haben wir ein paar Besorgungen erledigt, wie neue Wanderschuhe für Manu zu kaufen, haben lecker und traditionell gespeist, nette Gespräche mit unserem Zelt-Nachbarn Jeff aus Colorado geführt und irgendwie an unserer Reiseplanung gebastelt. Die Zeit rennt und wir werden auch nicht alle Ziele schaffen. Aber dazu später mehr.
Mit nachlassendem Regen sind wir abgefahren in Richtung Lago General Carrera und die Landschaft unterwegs war mal wieder der Oberhammer.
In der Gegend um Puerto Ingeniero Ibanez beherrscht der mächtige Rio Ibanez das Bild. Rundum türmen sich schneebedeckte Gipfel, dichte Wälder, reissende Flüsse, türkisblaue Seen, enge und steile Schotterstrecken, alles dabei 🏔️
Dazu die unglaublich klare Luft, krasse Wechsel zwischen Wolken, Regen und knalliger Sonne, Wind - mehr Sturm als Wind, gleissendes Licht...
Eben Patagonien 👍
Wie immer gibt's ein paar Eindrücke von der Händie-Knipse. Die Videos von Drohne und GoPro bekomme ich mit der meist mässigen bis nicht vorhandenen Internet-Verbindung leider nicht hochgeladen 🙄Meer informatie
Chaitén und die Lichtmaschine
21–26 feb., Chili ⋅ ☀️ 23 °C
20.02. - Die Sonne scheint, alles gut und wir fahren von Chiloe ab zur Fähre von Pichicolo nach Caleta Gonzalo - gebucht für den 21.02. 9:00Uhr.
Sozusagen als Geburtstagsgeschenk gibt's für mich eine meiner geliebten Fährfahrten und noch dazu auf der Carretera Austral 😊
Besser geht's kaum und auch Blaubär hat eine Überraschung parat - es gibt ein gaaaanz tolles Geschenk - eine leuchtend rote Ladekontroll-Lampe 😜
Ist jetzt nicht wahr...
Leider doch.
Ob die Ursache für den Ausfall nun die Schüttelei auf den Schotterpisten war oder warum auch immer das Teil nach nur 5 Jahren seinen Dienst quittiert hat weiß wohl nur der Fuchs... und am Ende ist das auch völlig Bockwurst...
Da das Fährticket nicht zu ändern geht und auch nicht wirklich billig war entscheiden wir uns für Weiterfahren und Schaumerma. Dass dieses "Schaumerma" eher ein "Das wird ziemlich blöde.." ist - war mir zwar schon klar aber manchmal ist es eben wie es ist...
Also ging's zum Geburtstag auf die Fähre (mit Batterie laden am Maschinenraum) und dann die ersten ziemlich üblen Kilometer auf Schotter nach Chaitén.
Bei Chaitén liegt der riesige Pumalin-Nationalpark, den Northface-Gründer Tompkins erschaffen und finanziert hat.
In der grandiosen Natur zu wandern ist ein unvergessliches Erlebnis - durch dichten Urwald mit Ausblicken auf Gletscher und Vulkane. Super 👍
Zum Thema Lichtmaschinen-Reparatur konnte in Chaitén leider keine der ortsansässigen Werkstätten etwas Zielführendes beitragen. Also haben wir via Torsten
bei Mercedes in Santiago angefragt und er hat dann tatsächlich mit ca. 1000 Telefonaten und E-Mails die Bestellung einer Lichtmaschine in Coyhaique bewerkstelligt. Mal wieder einsame Spitze! Danke 🙂
Unsere Aufgabe war also nur, es die 500km mit kaputter Lichtmaschine bis Coyhaique zu schaffen und das haben wir nun heute vollendet. Tadaaa 💪
Ladegerät und Kabel haben wir ja dabei, dazu passende Steckdosen gibt es in Chile 😉 und zur Unterstützung habe ich noch die Solaranlage auf die Starterbatterie geklemmt. Geht doch 👍
Die Carretera Austral wird auf jeden Fall ihrem Ruf als eine der schönsten Straßen der Welt mehr als gerecht. Die Strecke führt durch überwältigende Natur und einige einzigartige Nationalparks. Schwer zu beschreiben und auch Fotos und Videos fangen die Größe und Schönheit kaum ein. Die Handy-Knipsbilder vermitteln hoffentlich zumindest einen Eindruck...
So. Und nun Feierabend.
Morgen früh traben wir bei Mercedes an und danach ist Blaubär hoffentlich wieder fit und es kann weitergehen auf der Carretera gen Süden...Meer informatie

Reiziger
Jaaaa ..., zum Lieblingskittel gehört natürlich auch deine Lieblingsbeschäftigung mit deiner Lieblingshaltung!!! Aber, dass du das unbedingt auch so weit weg von Zuhause machen musst... hoffentlich habt ihr jetzt mal etwas Ruhe an dieser Front! Das wünschen wir euch von Herzen! Ganz liebe Grüße von UnsZweiBeiden

Reiziger... mittlerweile ist das Thema ja erfolgreich behandelt und ich habe dafür eben einen schicken Kittel. Alles gut 😉
Insel Chiloe
18–20 feb., Chili ⋅ ☀️ 15 °C
Einer Schnapsidee folgend haben wir noch einen Kurzbesuch der Insel Chiloe eingeschoben. Das stand nicht im Programm (sofern es da eins gibt...) aber die Aussicht auf Pinguine und doch nochmal Pazifik-Küste waren ausschlaggebend.
Und auch hier kam unverhofft...eben oft. Es waren 2 wunderbare Tage auf der sehr ländlichen Insel. Zwar haben wir nur eine Handvoll Pinguine gesehen aber das war am Ende völlig Wurscht. Dafür gab es eine sehr nette Reise-Begegnung mit Renate&Ralf, Küstenlandschaft aus dem Bilderbuch, Bootsfahrt und lecker Essen&Wein.
Die Abreise fiel uns so ziemlich schwer aber mehr Zeit war nicht, da wir die Fähre auf der Carretera Austral schon gebucht hatten. Zum Abschied von Chiloe sind wir dann wenigstens noch eine Runde über die Insel gegurkt.
Möglicherweise haben die wahrhaft miesen Schotterpisten einen weiteren Tribut gefordert. Jedenfalls haben wir mal wieder eine Aufgabe zu lösen...Meer informatie

Reiziger
Wunderschön der Sonnenuntergang 🤗 und dann wird 🫕 natürlich mit einem Wein 🍷🍷 oder ein Bierchen 🍻😊

Reiziger
Sieht die Brücke echt vertrauenswürdig aus!?!?!?🫣 Kommt bitte in einem Stück wieder nach Hause!!!

ReizigerDie meisten Brücken sehen so aus und die großen Exemplare haben durchaus Traglasten von über 20t. Unten drunter sind große Doppel-T-Träger und obenauf liegen mehrere Lagen Balken. Alles gut 👍

Hätte ich nicht gedacht von dir, Sven, dass du die Manu nach der Brücke in der Wildnis einfach zurück lässt ... [lothar]
Feuerberge II und Alercen
15–17 feb., Chili ⋅ ☀️ 20 °C
Vom Lonquimay ging's weiter südlich entlang einiger Seen und man glaubt es kaum... weiterer Vulkane. Davon gibt es ja hier an jeder Ecke welche 😉
Als Zwischenziel hatten wir uns zunächst das kleine Städtchen Villarica am gleichnamigen Vulkan vorgenommen. Aber aufgrund der dort vorgefundenen Menschenmassen war der Fluchtreflex sehr stark und so sind wir am ruhigen Westufer des Sees Llanquihue gelandet. Viel besser!
Nach einem regnerischen Tag, den wir mit Rumhängen und Vorräte auffüllen verdallert haben waren wir dann im Nationalpark Alerce Andino.
Alercen sind gewaltige Bäume, von denen einige Exemplare im Park über 3000 Jahre alt sind.Meer informatie
Feuerberge und Affenschwänze
8–15 feb., Chili ⋅ ☀️ 18 °C
Es sind mystische, jahrhundertealte Gewächse und gelten bei den Mapuche - den Ureinwohnern Südamerikas - als heilig. Die Rede ist von Araukarien - auch Affenschwanzbaum oder Andentanne genannt. Zuhause zieren sie vereinzelt den einen oder anderen Vorgarten, hier gibt es ganze Wälder davon mit riesigen Exemplaren.
Manu's großer Wunsch war, die Baumriesen zu besuchen und so sind wir erstmal in den Nationalpark Nahuelbuta gefahren, in dem bis zu 2000 Jahre alte Araukarien zu sehen sind. Angetrieben von diesem Wunsch ging's vom Städtchen Angol eine unglaublich steile und miese Schotterpiste hinauf zum Nationalpark - im Hinterkopf ein schöner Stellplatz und die Araukarien.
Mit einbrechender Dunkelheit und nach mittlerweile ca. 3-stündiger, nerviger Sucherei - natürlich im stärker werdenden Regen - und der Feststellung, dass alle Campingplätze geschlossen sind und die schmale Piste eher keine Möglichkeit zum Freistehen bietet war der einzige Wunsch nur noch ein Stellplatz irgendwo.
Für die ganze Geschichte ist hier kein Platz aber am Ende haben wir nahe des Eingangs zum Nationalpark bei Rosa und ihrer Tochter gestanden und übernachtet. Die beiden Frauen leben dort das ganze Jahr auf 1200m Höhe unter einfachsten (!) Bedingungen, die sich viele wahrscheinlich nicht vorstellen können. Dennoch haben sie uns ohne Fragerei herzlich aufgenommen und mit Kaffee und Rührei bewirtet.
Die Nacht war ungemütlich, da der Stellplatz sehr (sehr!) schief war und die Krönung der Geschichte war dann, dass der Park aufgrund von Straßenbauarbeiten bis auf Weiteres geschlossen ist. Wir hatten uns den ganzen Zinnober sozusagen umsonst an die Backe gebunden.
Die Freude war groß 😞
Nunja - die nächsten Araukarien gibt es in der Gegend um Lonquimay mit dem gleichnamigen Vulkan 🌋
Nach der Pleite von Nahuelbuta hatte ich zwar gerade mal gar keine Lust zum Fahren und so sind wir ziemlich angesäuert die ca. 250km Richtung Südosten abgerodelt...
Aber...
Schon bei der Anfahrt im Örtchen Malalcahuello war alles wieder gut! Der Lonquimay thront über der Landschaft und der idyllische Campingplatz liegt ihm zu Füßen.
Rundum Vulkane, Lava-Felder, Wasserfälle und natürlich Araukarien-Wälder.
Besser geht's kaum 😊
Drei Tage sind wir geblieben und haben die traumhafte Landschaft genossen. Ich denke die Bilder und Videos sprechen für sich...Meer informatie

Reiziger
Ja, ihr Lieben, diese altertümlichen Dinger sind zumindest unserer Generation noch wohlbekannt! Aber egal, wie man es betrachtet, ist es einfach nur schön! 🫠

Reiziger
Ist faszinierend!!! Erinnert an die Mammutbäume bei San Francisco. Wahnsinn, was die Natur erhält und uns erzählt. Wir müssen nur wieder lernen, auch zuzuhören...🤫
Schwarzer Sand und viele Robben
6–7 feb., Chili ⋅ ☀️ 19 °C
...und es gibt sie doch: Einsame Strände in Mittel-Chile!
Im erholsamen Gegensatz zur hoffnungslos zugepflasterten Küste auf Höhe Santiago finden sich weiter südlich noch Abschnitte mit laaaangen, breeeiten und leeeeren Stränden 😊
Manu hatte aus dem Reiseführer 2 Ziele am Pazifik ausgebuddelt und so sind wir wieder ans Meer gefahren und damit auch der Hitze im Land entflohen. Eine hervorragende Entscheidung, die wir bei 25 Grad, Sonnenschein und blauem Himmel genossen haben.
Ziel 1 waren die Dünen von Putú - ein Dünenfeld von ca. 10km Länge bei dem gleichnamigen Örtchen. Das Gebiet ist touristsch kaum erschlossen und wir mussten sogar Einheimische nach dem Zugang fragen. Zugegebenermaßen sind wir schon auf deutlich höheren Dünen rumgekraucht aber die Formationen aus grau-schwarzem Sand am unberührten Strand waren eine schöne Erfahrung 👍
Ziel 2 waren die Seerobben-Felsen von Loanco. Dieses noch sehr ursprüngliche Fischerdorf ist ebenfalls weniger bekannt und wehrt sich offenbar erfolgreich gegen die Einstufung als Ökopark und Touristen-Hotspot. Wahrscheinlich die einzige Möglichkeit, um nicht auch touristisch überrannt zu werden.
Zu den Robben kommt man demzufolge auch nicht wirklich hin. Wer ein eigenes Boot hat, kann es gern versuchen an die 500m vor der Küste liegenden Felsen zu gelangen. Bei der Brandung...viel Glück ... Unterstützung von den einheimischen Fischern wird er nach unserer Erfahrung auch eher nicht finden.
Man kann die drolligen Tiere aber auch ganz gut vom Strand aus beobachten, wenn sie in Gruppen nach Fischen jagen. Und mit einer Drohne kommt man deutlich näher dran - was übrigens auch erlaubt ist.
Als "Beifang" gibt es beim Strandspaziergang noch Pelikan-Kolonien mit riesigen Exemplaren und Angler-Romantik im Abendlicht.
Herrlich 😊Meer informatie

Reiziger
Ist Manu so klein oder die Dünen so groß?! Ist schon gigantisch was ihr so erlebt!!! Genießt es in vollen Zügen! Wir wünschen euch eine tolle Weiterreise und danke, dass ihr uns daran teilhaben lasst! Viele liebe Grüße von UnsZweiBeiden 🫠
Guter Wein und alte Autos
5–6 feb., Chili ⋅ ☀️ 27 °C
Als große Zielrichtung haben wir ja nun den Süden mit der lockenden Carretera Austral ausgerufen...
Nun ist es allerdings so, dass es zum Einen dort unten gerade mit 14 Grad und Regen nicht so anheimelnd ist und zum Anderen finden sich unterwegs immer wieder lohnenswerte Abstecher.
Im Ergebnis mâandern wir also ziemlich kreuz und quer durch die Botanik.
Und so sind wir auch durch das größte und bekannteste Weinanbaugebiet in Mittel-Chile gestolpert und haben dort ein kleines Schätzchen gefunden - das Museo Automobil y Vino Colchagua.
Dort gibt es wie der Name schon verrät, eine ansehliche Sammlung von Autos und auch einigen Motorrädern zu sehen. Zu meiner allgemeinen Freude fanden sich auch ein paar Gespanne darunter und als Krönung sogar eine 650er Ural aus den 90ern. Zwar mit einer Dnepr-Telegabel dekoriert - aber immerhin. Weinmuseum klingt vielleicht bissl langweilig - war es aber keineswegs!
Da beide Museum von einem großen Weingut betrieben werden gab es dort im Eintrittspreis inklusive auch eine zwanglose Weinverkostung der Hausweine. Man schlendert also mit seinem Weinchen durch die Exponate und wenn der Napf leer ist holt man sich den nächsten. Nur als Fahrer ist man bissl der Angeeumelte 😉Meer informatie
Cajon del Maipo und der Embalse del Yeso
2–3 feb., Chili ⋅ ☀️ 18 °C
...vorher nie gehört und nun gibt's sogar einen eigenen Fußprint...und das hat seinen Grund 🙂
Auf Anraten von Torsten sind wir direkt von Santiago in den Cajon del Maipo gefahren.
Der so ungefähr im Südosten von Santiago gelegene Canyon des Rio Maipo zieht sich über ca. 70km in Richtung Argentinien bis weit in die Anden hinauf. In der Gegend gibt es dann auch noch teilweise aktive Vulkane, die mit über 6500m Höhe in den Landkarten vermerkt sind.
Die Straße nach oben ist schon mal mit spektakulären Ausblicken gesegnet und am Ende oder auch Anfang des Cajon, je nach Betrachtungsweise, liegt auf rund 2500m Höhe der Embalse del Yeso - Stausee des Gips.
Nun könnte man sagen...Oh wie toll...ein Stausee...Gähn...
Aber weit gefehlt.
Der in allen möglichen Türkis-Blauen-Farbvarianten schillernde See liegt umrahmt von schroffen 4000ern und ist ein echter Knaller.
Als Krönung führt am Ufer entlang (d.h. ca. 10-20m über Wasserniveau) eine schmale und ausgesetzte Schotterstrecke, die wohl bei so manchem Beifahrer schon das eine oder andere Stoßgebet ausgelöst hat. Besonders bei Gegenverkehr... Mit anderen Worten - traumhaft 👍
Am Zulauf des Sees öffnet sich eine Hochebene mit derben Grasbewuchs und im Hintergrund thronen die schneebedeckten 5000er Gipfel.
Wir sind auf der Hochebene über Nacht geblieben, haben da auf 2605m Höhe auch das erste Mal hier in Südamerika die Annehmlichkeiten der Standheizung genossen, sind heute noch ein bissl durch die Anden-Botanik gegurkt, haben Knips, GoPro und Drohne gequält (es windet dort oben wie Hubbatz) und sind am Ende 1000 Höhenmeter weiter unten im Piscina auf einem kleinem Campingplatz am Rio Maipo gelandet.Meer informatie
Santiago de Chile
29 jan.–2 feb., Chili ⋅ ☀️ 29 °C
...ist die Hauptstadt von Chile und hat ca. 7 Mio. Einwohner. Die Stadt wurde durch Erdbeben mehrmals zerstört und eine der Sehenswürdigkeiten ist der Plaza de Armas im Zentrum.
Viel mehr wussten wir vorher nicht über die Metropole in Mittel-Chile 🙄 und hatten wie so oft keine Ahnung, was uns erwartet. Und wieder wurden wir (demzufolge?) positiv überrascht 🙂
An erster Stelle ist unser neuer Freund Torsten zu nennen! Er hat sich derart rührend um uns gekümmert, dass keine Wünsche offen blieben. Aber auch gar Keine!
Beherbergung, Verköstigung, Touristenprogramm mit Ausflug an die Küste, Einkaufsbummel, Fiesta mit seinem Arbeitskollegen auf einer Dachterrasse, Werkstattsuche für Blaubär- todo incluido 👍
Vielen lieben Dank Torsten!
Und damit sind auch die Aktivitäten der letzten Tage im Wesentlichen aufgezählt. Schön war's hier 🙂
Ansonsten hat unser Blaubär nun neue Reifen und die Spur ist auch nochmal nachgestellt worden (längere Geschichte), im Doite (Outdoor-Ausrüstung Chile) haben wir uns einen neuen Gaskocher angeschafft und sind nun gut gerüstet für den Weg nach Süden.
Die Carretera Austral und Patagonien rufen nach uns. Dort unten geht langsam aber sicher der Sommer zuende und da wird es für uns irgendwie auch Zeit, das Ränzlein zu schnüren. Aber bis zum Startpunkt der Carretera in Puerto Montevideo sind es noch ca. 1200km und unterwegs gibt's ja auch noch die eine oder andere Attraktion zu erleben.
Schaumerma...Meer informatie

ReizigerWie immer schön, Euch so entspannt zu sehen! Eure Reise wird sehr spannend von euch für uns gezeigt. Wir verfolgen es recht aufmerksam, seid ihr doch unser Blick in die Welt!!! Wir wünschen euch weiterhin eine spannende und entspannte Weiterreise! Viele liebe Grüße von UnsZweiBeiden🙋🙋♂️🫠

Reiziger
Diese Lebensfreude ist leider bei uns hier abhanden gekommen ... schade!!! Nehmt euch ganz viel davon mit!!!🤗🤗🤗
Pelikane, Palmen und Kakteen
26–29 jan., Chili ⋅ ☀️ 24 °C
Sooo... Chile haben wir jetzt von Ost nach West durchquert und sind demzufolge an der Pazifik-Küste gelandet. Weil da ist ja Chile bekanntlich zuende 😉
Da wir uns die völlig überrannten Urlaubsorte an der Küste klemmen wollten haben wir auf einem ganz kleinen Eco-Campingplatze bei den Las Salinas de Pullally gestanden. Frei stehen kann man in der dicht besiedelten Gegend im Prinzip vergessen oder man steht irgendwo am Straßenrand. Nicht so dolle...
Der kleine Platz war herrlich ruhig und liegt mitten in einem Vogelschutzgebiet. Demzufolge gab es da viele - richtig - Vögel, und als besondere Attraktion auch Pelikane (ja das sind auch Vögel) 😉 Kajaks gab es auch zum Ausleihen und da haben wir uns natürlich auch mal einen abgepaddelt 🛶
Unser aktueller Standort ist am Nordrand des Nationalparks La Campana, der u.a. für seine Chilenischen Honigpalmen bekannt ist. Die haben wir uns heute ein Stück erwandert, was wir bei knapp 35 Grad durchaus als bemerkenswerte Leistung werten.
Ein kleines Highlight hatten wir auch noch mit dem Besuch einer örtlichen, privaten Wäscherei. Weil der Blaubär hat ja keine Waschmaschine...
Das läuft dann so, dass man z.B. über iOverlander oder irgendeine App eine Adresse rausknobelt. Dort fährt man dann hin, dann ist da keiner da, dann kaspert man sich auf Spanisch via WhatsApp eine ab - was man so will, dann erfährt man - dass die Wäscherei mittlerweile woanders ist, dann erhält man die Order - am Bus zu warten bis die wirkliche freundliche Dame damit angeschuckelt kommt, dann folgt man den energischen Winkzeichen der Dame und fährt ihr hinterher bis zur Wäscherei. Was dann auch nur ihr kleines Haus ist, in dem sie eben nach Feierabend ihre Dienstleistung anbietet. Dann kurzes Palaver, Wäsche abgegeben und am nächsten Tag gewaschen, getrocknet und gelegt wieder abgeholt.
Geht doch💪
Morgen geht's dann raus aus Ruhe und Natur nach Santiago de Chile. Dort besuchen wir Torsten, der seit einigen Jahren in Chile lebt und uns eingeladen hat. Blaubär bekommt dann auch neue Socken (Reifen) und damit sollte dann endlich auch das leidige und ziemlich teure Theater mit der falschen Spureinstellung erledigt sein.Meer informatie
Cristo Redentor und die Incas
21–25 jan., Argentinië ⋅ 🌙 10 °C
Max. 80km/h muten wir dem Blaubär zu. Besser 60...oder 40 😬 Die Straße ist eine Rumpelpiste vom Feinsten. Es kracht und scherbelt nur so im Fahrwerk.
Rundum türmen sich Felsgiganten auf, sodass man sich beim Hochschauen den Hals verrenkt. Unbeeindruckt von der maroden Straße donnern schwere LKWs durch die grandiose Bergwelt, hupen an den Schreinen von Gauchito Gilti und wirken vor der Andenkulisse doch wie Spielzeugautos.
Über dem ganzen Schauspiel thront der schneebedeckte Aconcagua.
Wir sind unterwegs auf der Rute 7 zum Andenpass Paso Internacional Los Libertadores oder auch Cristo Redentor Pass genannt.
Dieser Pass zwischen Argentinien und Chile liegt auf ca. 3200 Höhenmetern. Wir haben uns für die Überquerung 3 Tage Zeit genommen und auf 1400m, 2200m und 2700m Höhe übernachtet.
Die Krönung der ganzen Aktion war die Auffahrt zum alten und seit dem Bau des neuen Passtunnels nicht mehr genutzten Pass auf 3837m Höhe. Dorthin gelangt man nur über eine 8km lange, steile, rumpelige, enge und vor Allem spektakuläre Schotterstrecke.
Echt der Wahnsinn diese Ausblicke!
Höher als bis zur meterhohen Statue des Cristo Redentor de los Andes auf der Passhöhe kann man nicht fahren und deshalb stand der Blaubär auch genau dort 💪
Wie aus einigen Schautafeln hervorging waren im 15. Jahrhundert die Incas bis in diese Region vorgedrungen. Davon künden noch einige Siedlungsreste und publikumswirksam wurden auch kurzerhand Naturwunder wie die Puente del Inca und die Lagune del Inca nach der untergegangen Zivilisation benannt. Obwohl die guten alten Incas damit wohl eher nichts am Hut hatten...
Wir sind jedenfalls schwer beeindruckt von der Weite und Schönheit dieser faszinierenden Bergwelt, die kaum mit Fotos einzufangen ist. ...aber ich habe mich bemüht.
Ein weiterer Nervenkitzel war der Grenzübergang nach Chile. Dort werden in einer riesigen Halle pingelige Fahrzeugkontrollen durchgeführt. So richtig mit alles auspacken und in jede Ritze, Motorraum und eben überall hingucken. Verboten ist die Einfuhr von Milch- und Fleischprodukten, Obst, Gemüse, Samen, bestimmten Medikamenten und was weiß ich noch alles. Wir waren im Vorfeld einigermaßen aufgeregt und haben sicherheitshalber alle verdächtig erscheinenden Objekte aus dem Blaubär entfernt.
Bei der Kontrolle dann...waren wir unangefochten die Exoten aus Europa mit dem auffäligen Auto und keiner Ahnung von Irgendwas. Das Ganze läuft natürlich ausschließlich in Spanisch ab. Ganz großes Kino!
Aber die Beamten waren äußerst freundlich und so wurden wir nach dem üblichen Prozedere mit Passkontrollen und dem Papierkram für die Fahrzeugeinfuhr mit einer Larifari-Kontrolle durchgewunken.
Geschafft!
Wir sind in Chile 💪Meer informatie
Wein und Wellness in Mendoza
19 januari, Argentinië ⋅ ☀️ 21 °C
Mittlerweile sind wir in Mendoza (gewesen) und es ist mal wieder Zeit für ein paar Eindrücke von unterwegs und eben von Mendoza.
Mendoza ist ja weltbekannt durch seine Weine und die dazugehörigen Fotos von unendlichen Reihen üppiger Weinreben vor schneebedeckten Gipfeln. Und genau deswegen wollten wir auch dahin. Zumindest in diese Gegend, da uns Mendoza als Stadt selbst nicht so interessant erschien. Allerdings bestand ein gewisser Blaubär auf erhöhter Aufmerksamkeit und damit die nervige Ningelei respektive das Gequietsche aus dem Riementrieb aufhört, haben wir ihm eben einen kleinen Wellness-Aufenthalt beim Bosch-Dienst gegönnt 😜
Und wie immer geschahen Zeichen und Wunder. Vorstellig waren wir beim Bosch-Dienst am Dienstag 11:30 Uhr - natürlich ohne Voranmeldung. Erst hieß es dann - "das wird ehestens am Donnerstag". Offenbar waren meine Gesichtszüge daraufhin derart entgleist, dass umgehend (!) mit der Reparatur begonnen wurde und pünktlich 18 Uhr war Blaubär wieder fit. Unglaublich!
Wir hatten nun Zeit für Mendoza und waren völlig überrascht. Mendoza ist eine tolle Stadt. Grün, lebendig, sauber, gepflegt und bietet sehenswerte Parks, Architektur und Lebensfreude. Wir waren so begeistert, dass wir gleich mal eine Nacht im Hotel eingeschoben haben und damit auch die entspannte Abendstimmung genießen konnten.
Heute ging es dann durch einige Weinanbaugebiete mit einer kurzen Stippvisite in der bekannten Bodega Susana Balbo. Leider waren wir für die Führung zu spät dran aber eineN lecker Weißwein gab es dennoch😊
Die nächste Etappe bringt uns dann über die Anden nach Chile. Wir sind gespannt 💪Meer informatie

ReizigerTolle Werkstatt. Gutes Gelingen für die Fahrt über die Hochpässe. 😇Nehmt euch Zeit für die Höhenakklimatisierung 😉
Rote Felsen, viel Warm und neuer Kurs
16 januari, Argentinië ⋅ ☁️ 18 °C
Sooo. Cordoba liegt nun schon ein paar Tage und ca. 1000km hinter uns.
Klingt ziemlich weit aber in Südamerika sind solcherlei Entfernungen mehr so die nähere Umgebung 😉
Und man glaubt es kaum...außerhalb der Städte gibt es unendlich viel Natur zu gucken, garniert mit freundlichen Leuten und Sommerwetter, das und mitunter ganz schön gegrillt hat. 38 Grad ist ziemlich viel Warm 😬
Die Stationen waren so ungefähr: Camino de las altas cumbres, Mina Clavero, Ischigualasto, Villa Union und aktuell sind wir über einen Abstecher von der berühmten Ruta40 in der spektakulären Bergwelt um Cuesta del Viento gelandet.
Wo das alles so rumliegt seht ihr ja auf der Übersichtskarte von FindPenguins oder bei der Tante Google.
Die Landschaft ab Ischigualasto ist streckenweise unwirklich schön. Namen wie das Tal des Mondes sind da keineswegs übertrieben und besonders die roten Felsen sind die absoluten Hingucker.
Da uns aus unerfindlichen Gründen (Haha 😜) ein paar Wochen Reisezeit fehlen und die Wetterprognose für den Nordwesten eher regnerisch ausfiel haben wir uns schweren Herzens entschieden, nach Süden abzudrehen. Das bedeutet auch, dass wir in dieser Runde leider nicht in die Atacama-Wüste kommen und z.B. die großen Salzseen auch nicht sehen 😞 Aber das holen wir im Herbst nach und Ziele wie die Weinregion Mendoza und die Carretera Austral klingen für uns auch recht verlockend.
Unser Blaubär brummelt jedenfalls gemütlich mit 80-90km/h durch die Botanik, genehmigt sich dabei knapp 11 Litern auf 100km und bei einem Dieselpreis von ca. 1,20€ ist das alles in bester Ordnung 😊
In absehbarer Zeit werden wir mal wieder einen Taller aufsuchen (=Werkstatt) alldiweil sich ab mittleren Drehzahlen ein freundliches Quietschen aus der Region Keilriemen eingestellt hat. Das kann durchaus mehrere Ursachen haben aber das kriegen wir auch in den Griff.
Macht ja sowieso sonst Keiner 😉
Und bevor sich der Eine oder Andere fragt...Nein - das ist kein Wartungsmangel. Riemen, Lichtmaschine, Spanner usw. sind gerade mal 3-4 Jahre alt und bevor ich anfange, über die heutige Qualität von Ersatzteilen zu philosophieren beende ich hier einfach diesen Fußprint.
Aber nicht ohne die Bemerkung, dass Argentinien ein wunderschönes Land ist. Muy Bonito - wie man hier sagt 😊Meer informatie

ReizigerSehr coole Landschaften - absolut geile Fotos! Da hat sich doch das Warten gelohnt! Und mit dem neuen „Herbstplan“ wird doch letztendlich alles gut👌

Reiziger
Huhu,na wen haben wir denn da ??? 😀,dort sind die Aussichten besonders gut 😯😄🤩

Reiziger
Dort oben wäre doch auch eine gute Aussicht 😜 liebe Grüße von uns und alles Gute 👍🌵
Alineación de ruedas en Córdoba
12 januari, Argentinië ⋅ ☀️ 22 °C
Ooorh nee...jetzt sülzt der schon wieder auf Spanisch rum 😉
Zur Beruhigung unserer geneigten Leserschaft sei aber gesagt, dass dies auch die Auflösung des angekündigten Problems beschreibt...welches darin bestand, dass sich unsere Vordereifen an den Aussenseiten extrem abgefahren hatten. Extrem heißt - ca. 7mm auf 900km 😬 Warum? Kurz vor der Abfahrt hatte ich in D noch die Vorderachse komplett überholen lassen und offenbar kam dabei die Spureinstellung zu kurz. Resultat sind 2 fast neue und nun ruinierte Reifen. Dumm gelaufen und es mußte dringend eine Lösung her 🙄
Diese fand sich in Cordoba in Gestalt von Walter - dem Inhaber einer auf 4x4 Sprinter spezialisierten Werkstatt mit Paris-Dakar-Erfahrung. Dort sind sind wir am Samstag-Mittag aufgelaufen. Er hat sich den Blaubär auch gleich angesehen, schwerwiegende Defekte ausgeschlossen und uns an seinen Geschäftspartner Gustavo zum Zwecke der Spureinstellung vermittelt. Da das Wochenende in Argentinien heilig ist hatten wir nun die Aufgabe uns bis Montag früh in Geduld zu üben.
Also dann... Futter einkaufen, Campingplatz beziehen, rumhängen, Baden und ein wenig Cordoba beschnuppern...und Schwupps ist so ein Wochenende rum 😉
Montag früh kurz vor halb 9 standen wir wie abgesprochen an der Werkstatt und schon 9:30 Uhr war der Drops gelutscht! Spur vermessen, eingestellt und die abgenudelten Reifen nach hinten getauscht. Das Ganze für unglaubliche 21,50€.
Wir waren sowas von erleichtert 😁
Zur Feier des Tages sind wir dann auch gleich ein ganzes Stück gefahren aber das gibt's im nächsten Fußabdruck zu sehen.Meer informatie
Hemos llegado a Argentina
8 januari, Argentinië ⋅ ☁️ 24 °C
.. heißt: Wir sind in Argentinien angekommen 😊
Vielen lieben Dank Euch Allen für die guten Wünsche zur Ankunft unseres Blaubärs 🙏
Wer jetzt aufgrund der spanischen Überschrift dachte, dass ich mittlerweile Spanisch spreche und hier damit rumpranse...der hat sich schonmal kräftig geirrt. Zumal das Spanisch hier in Argentinien wieder anders klingt als in Uruguay und die mühsam erkämpften Fortschritte leise entschwinden. Es ist also eher als demütiger Seufzer zu verstehen 😉Aber wir bleiben dran und die Leute sind auch ausgesprochen freundlich und hilfsbereit. Zu guter Letzt geht's mit dem bewährten Händisch-und-Füssisch und natürlich Google-Translator irgendwie dann doch 😂
Wir haben uns übrigens auch geirrt. Und zwar mit der Vorstellung, dass mit Ankunft des Blaubär unser Reiseverlauf selbstbestimmter wird.
Aber der Reihe nach...
Am 6.1. sind wir nun endlich, gegen Mittag in Montevideo losgefahren. Die Einladerei, das mühsame Abpolken der Zoll-Aufkleber vom Blaubär (Danke Peter und Bernd für die Hilfe) und die Verabschiedung von Irene, Peter und Bernd zog sich dann doch hin.
Es war schon rührend, wie sich nun unsere Schicksalsgemeinschaft in alle Winde verstreut. Aber wir bleiben in gutem Kontakt 😊
Die erste Nacht Unterwegs haben wir auf einem Campingplatz am Rio Negro kurz vor der argentinischen Grenze verbracht. Selbstgekochte Nudeln mit Tomatensoße waren der absolute Bringer an diesem Abend.
Es gibt durchaus sehr verschiedene Berichte von der Grenz-Abfertigung und so sind wir am nächsten Morgen mit ziemlich mulmigen Gefühl zur Grenze gefahren. Aber wir hatten wohl Glück und trafen auf sehr freundliche Beamte, es gab keinerlei Kontrolle von irgendwas und so war nach 15min alles erledigt und wir waren "drin" und Happy.
Argentinien ist anders als Uruguay. Größer, weiter, noch flacher (das wird sich noch stark ändern), sauberer und stark von Landwirtschaft und Viehzucht geprägt. Überall sieht man Rinderherden in endlosem Grasland. Und herrliche uralte Pickups.
Allerdings gibt es neben dem Gras und viel Nichts auch Steine. Und zwar solche, die heimtückisch in Windschutzscheiben von blauen Sprintern fliegen und dort hässliche Einschläge hinterlassen.
Volltreffer. Schei###
Meine Laune ging gegen Null aber der herrliche Stellplatz am Abend und der dazugehörige freundliche Empfang in einem kleinen Nationalpark haben mich wieder beruhigt.
Die Lösung des Problems kam am nächsten Morgen in Gestalt von Gianfranco daher - ein Reisender aus Uruguay. Kurzform: Gianfranco hat Verwandtschaft in der Gegend, die eine Werkstatt kannten und dort wurde die Scheibe repariert.
Gianfranco war dafür den ganzen Tag mit uns unterwegs, hat telefoniert und geholfen und zur Krönung hat er uns auch noch Abends in sein Casa Rodante eingeladen und mit köstlichen selbstgemachten Empanadas bewirtet. Es war ein sehr schöner Abend!
Allerdings lag schon unser nächstes Problem auf der Lauer...Meer informatie

Reiziger... und jetzt auch noch mit Cliffhanger... Das klingt nach zweitem Reisebuch!

Reiziger
Hallo ihr Lieben, da habt ihr mächtig gewaltig ja den Benny mit an Bord... und da ist Egon nicht weit, so dass auch für alle Probleme ein Plan in Sicht ist... oder??? Ist aber schon beeindruckend! Liebe Grüße von UnsZweiBeiden
Der Blaubär ist in Freiheit 💪
5 januari, Uruguay ⋅ ☀️ 24 °C
Heute war es soweit. Nachdem wir schon kaum noch damit gerechnet hatten, kam 13:34 Uhr die erlösende Nachricht, dass wir den Blaubär abholen können. Und zwar 14 Uhr 🤡
Also ging's mit Peter und Bernd von unserer Wartegemeinschaft ab zum Zoll-Agenten und dann mit allen anderen, sehnsüchtig Wartenden in den Hafen.
Das Prozedere zog sich dann dort insgesamt über 4 Stunden hin und die Anspannung war allen Beteiligten deutlich anzusehen. Alle hatten zwar irgendwie die wochenlange Wartezeit rumgekriegt aber nun lagen bei Einigen die Nerven richtig blank.
Kurz nach 18 Uhr waren aber dann alle Formalitäten erledigt und der Blaubär rollte über die Rambla zum Tanken und Wasser auffüllen.
Es ist alles in Ordnung, nix fehlt und wir sind sowas von erleichtert!
Nach einem letzten gemeinsamen Abendessen mit Irene, Peter und Bernd ging nun auch die Wartezeit hier in Montevideo zuende und
Morgen Vormittag geht's dann endlich los 💪Meer informatie

Die Biegerlies
Na endlich!🥰🎉 Am schönstrn fiinden wir die Nachricht, das dass Fahrzeug in Ordnung und vollständig ist🤩👍

Reiziger"Oh Mann!"- da braucht man Nerven wie Stahlseile! Endlich kann's nun entspannt weitergehen. Der "Blaubär" hat die Reise gut überstanden und ihr seid auch fit für neue Erlebnisse! Viel Glück!🍀🏜🌞
Silvester und Salami-Taktik
27 december 2025, Uruguay ⋅ ☀️ 26 °C
Bevor ich zur Auflösung dieses nahezu philosophischen Titels aushole wünschen wir Euch Allen von Herzen ein gutes, gesundes und freudvolles 2026 mit wunderbaren Erlebnissen 🍀
Wir hoffen, ihr seid alle gute reingerutscht - so wie wir - Tataaa tataaa 🎉 - an der Rambla in Montevideo.
Was den Bogen zur Salami schlägt...
Gestern früh, am sonnigen Silvester-Morgen, lief unser Dampfer nach kühner Fahrt und mit der kaum erwähnenswerten Verspätung von weiteren 2 Tagen hier in MVD ein. Und da liegt er nun - in voller Pracht, sanft schaukelnd am Kai und reckt seinen rostigen Schornstein stolz der sengenden Sonne entgegen. Die verbeulten Bordwände trotzen den klatschenden Wellen und bergen den Blaubär sicher im Bauch des Ungetüms. Kein Fremder gelangt so in die italienische Trutzburg am fremden Gestade - bis die prunkvollen Feiern zum Jahreswechsel in die Geschichte eingegangen sind!
Ja so ist es nun. Die Klatsche kam gestern Nachmittag - in der Form, dass die nächste Scheibe der Wartezeit-Salami genüsslich abgesäbelt wurde.
Aus der Traum von der Auslieferung am 2.1.
Aufgrund des Feiertags passiert bis zum Freitag: Nix. Dann wird Ausgeladen. Wahrscheinlich. Aufgrund des dann völlig unerwartet eintretenden Wochenendes passiert dann wieder - richtig: Nix. Die Kristallkugel prophezeit den 5. oder 6.1. (immerhin 2026) zur Auslieferung.
So ist es nun, aber wir sind gesund und munter, machen weiter im Text und sind eben einfach hier und es passiert nicht viel 😉
Seit letztem Samstag sind wir wieder in Montevideo zugange, entdecken immermal wieder etwas Neues, verbringen schöne Zeiten in unserer Warte-Selbsthilfegruppe, basteln an unserer durcheinander gewürfelten Reiseplanung und schlendern eben so durch die Stadt.
Der Rest steht in den Bild- und Wiedschoh-Beschreibungen 🙂
Nachtrag heute, 02.01.: Blaubär ist an Land gegangen 🎉Meer informatie
Feliz Navidad in Punta del Diablo
23 december 2025, Uruguay ⋅ ☀️ 25 °C
Wir haben uns für Weihnachten vor allem Ruhe, Strand und Ursprünglichkeit gewünscht...und bekommen. 🎄
...bis der neue Nachbar mit seiner UmmsUmms-Krawall-Box anrückte...
Seit letztem Samstag sind wir in Punta del Diablo und der kleine Badeort unweit der brasilianischen Grenze ist das Gegenteil des modernen Punta del Este mit seinen weißen Hotel-Türmen und glitzernden Glasfassaden.
Hier, in dem ehemaligen Fischerdorf, gibt es viele, meist kleine Ferienhäuser und Kieswege. Und Strand. Und Meer. Und Strand. Und Strand.
Wir wohnen in einem nett eingerichteten Ferienhäuschen unweit der schon erwähnten Strände und tun im Wesentlichen Nichts.
Außer Baden, Kochen, Spanisch lernen und Rumbummeln. Und Baden.
Die Wetterprognose sagt für Heiligabend 24 Grad (Plus) und Sonnenschein voraus und damit wird es das wärmste Weihnachten seit 55 Jahren. Für mich 😉
..und achja, da war ja noch was...unser Blaubär...
Dieser unglaubliche Schlamperladen von Grimaldi bekommt es einfach nicht gebacken und die Grande Katastrophe kommt nun angeblich am 29. oder 30.12. in Montevideo an. Aktuell liegt sie, quasi in Wurfweite von Montevideo, vor Buenos Aires auf Reede und schippert dann ja noch in den argentinischen Binnenhafen Zarate. Die Kristallkugel prophezeit eine Herausgabe vom Blaubär zu Silvester...
Da kann man nix machen und so genießen wir die Weihnachtswoche hier am Strand und haben heute den Nationalpark Santa Teresa gleich um die Ecke besucht - ein wahres Kleinod mit Urwald-Landschaften, skurrilen Tieren und leuchtenden Blüten.
Wir danken Euch allen für euer Interesse, den Zuspruch, das Mitfiebern, die Wünsche... und wünschen Euch Allen von Herzen schöne Weihnachten🎄Meer informatie
Bald nun ist Weihnachtszeit...
18 december 2025, Uruguay ⋅ ☀️ 31 °C
...fröhliche Zeit 🎶
...leider ist Blaubär immer noch weit 🎶
Oder so ähnlich...
En realidad dümpelt die Grande Katastrophe, äh Amburgo, weiterhin auf dem Atlantik rum. Wenn sie nicht gerade auf Reede vor einem der überlasteten brasilianischen Häfen liegt... Grimaldi gibt alle paar Tage eine realitätsferne Mitteilung zum angeblichen Ankunftstermin heraus und nach aktueller Weissagung soll der Dampfer nun am 29.12. am Horizont erscheinen. Vor Montevideo wird anscheinend erstmal Zarate in Argentinien angefahren. Na Prima...
Aber das ist nunmal so - weil es so ist...
Anfang der Woche war für uns ganz dringend Stadtflucht angesagt und damit haben wir eine hervorragende Entscheidung getroffen. Unser schneeweißer Chevy Joy von AVIS hat uns schon an ein paar sehr schöne Orte gebracht und wir genießen nach den zwei Wochen Großstadt-Radau nun Ruhe, Wellenschlag, Baumriesen, Hügellandschaften, Blätterrauschen und Vogelgezwitscher 😊
Auf den Bildern und Videos gibt es noch einige Eindrücke von Montevideo aus den modernen Stadtteilen (Barrios) incl. Weihnachtszirkus und erste Eindrücke aus dem Gebiet ca. 100km rundum Punta del Este zu sehen.Meer informatie
Und wenn das 3. Lichtlein brennt...
13 december 2025, Uruguay ⋅ ☀️ 31 °C
...hat Grimaldi es verpennt!!!
Und zwar sowas von... Der Dampfer hatte als Krönung einen technischen Schaden und lag freundlicherweise ein paar Tage im Hafen von Vitoria (Brasilien) fest. Damit steht als Ankunftstermin in MVD nun der 19.12. oder auch der 21.12. - was auf der englischen Grimaldi-Seite zu Lesen ist... Alle Gestrandeten bibbern und hoffen, dass es noch vor Weihnachten zur Auslieferung der Fahrzeuge kommt. Keiner weiß irgendwas Konkretes und der Termin verschiebt sich täglich nach hinten. Das nervt...
Aber zu Irgendwas wird ja auch diese Verspätung gut sein und so haben wir das Beste draus gemacht, sind in ein ruhigeres Hotel umgezogen und haben bei den nun üblichen 30 Grad alle möglichen Sehenswürdigkeiten abgeklappert. Dazu gab's u.a. ein gemütliches Abendessen mit unseren Leidensgenossen in der Wartegemeinschaft und zur Sprachschule war ich ja auch eine Woche lang.
Immer Vormittags 4 Stunden Unterricht. Danach raucht die Rübe und Hausaufgaben gab's ja auch noch 🙄 "Völlig unerwartet" halten sich allerdings meine Sprachkenntnisse dennoch in Grenzen. In Summe war es aber eine lustige Woche mit einer guten Truppe in der Klasse, ich habe Einiges dazugelernt und nun heißt es eben Üben im realen Leben.
Nächste Woche haben wir uns ein Auto gemietet und siedeln für ein paar Tage in die Gegend um Punta del Este. Das sind ca. 140km der Küste entlang in Richtung Brasilien und damit sicher weit genug weg vom Trubel der Stadt.
Euch Allen einen schönen 3. Advent 🎄🎄🎄Meer informatie

Reiziger
Die haben wohl keinen Gashebel? Das scheint noch eine lustige Art der Nutzung zu sein 😉🌞

ReizigerJa das ist noch mit selber treten und so 😉 Schön vorsichtig natürlich, damit sich der Sattel nicht verdreht und das ausgenudelte Tretlager nicht gleich gen Himmel fährt. Usw... Wir hatten uns die Fahrräder vorher schonmal angesehen und gesagt ...na eher nicht... Nach Preisvergleich mit anderen Angeboten fanden wir sie dann doch ok und es war ja auch ein sehr schöner Ausflug damit. Also am Ende mal wieder alles gut 👍
Advent, Advent, die Sonne brennt...
6 december 2025, Uruguay ⋅ ☀️ 26 °C
Soooo. Heute war Nikolausi dran 🎅 Zumindest kalendarisch - bei dem hochsommerlichen Wetter kommt irgendwie keine Weihnachtsstimmung bei uns auf.
Könnte aber auch am Spazieren unter Palmen und am Strand liegen. Oder an Beidem...
Damit ist im Wesentlichen auch schon gesagt, was so passiert ist.
Wir dallern eben so rum und haben uns an schönen Ecken, wie z.B. dem Parque Rodo, einem weiteren Stück Rambla (die Uferpromenade, die als längster Fußweg der Welt gilt), ein..zwei Museen und dem Botanischen Garten erfreut.
Wohltuend sind auch immer wieder die kleinen Begegnungen und überhaupt das Erleben, wie freundlich die Menschen miteinander umgehen.
Den Agenten für die Hafenformalitäten haben wir auch schon aufgesucht und warten nun nur noch auf die erlösende Nachricht von der Ankunft des Blaubärs. Allerdings wird es wohl allerallerallerehestens am 15.12. soweit sein, da die Grande Amburgo noch mehr Verspätung aufgesammelt hat und aktuell noch im Hafen von Vitoria liegt.
Zum Erlaufen ist die Stadt viel zu groß und so haben wir das Busfahren für uns entdeckt. Busse sind die einzigen öffentlichen Verkehrsmittel für die 1,3Mio Einwohner, fahren alle naselang in alle Richtungen, bis auf die wenigen Elektrobusse sind die Meisten unglaublich laut und alle sind sehr günstig. Für 61 Pesos (ca. 1,40€) kommt man durch die halbe Stadt, was für unseren Aktionsradius völlig ausreicht.
...und auch beim Busfahren geht es ein wenig anders zu als in D. Fahrpläne findet man z.B. nirgendwo außer bei Google und sie scheinen auch mehr eine Art Empfehlung zu sein. Soooo genau nimmt es hier aber Keiner, meist stimmt's so ungefähr und man kommt ja an. Also was soll's...
Damit man nun auch in den Genuss des Busfahrens kommt, stellt man sich an eine Haltestelle und wenn der Bus kommt MUSS man Winken oder Fuchteln. Sonst fährt das röhrende Ungetüm mit Schmackes und Getöse weiter.Meer informatie

Die Biegerlies
In Brasilien war mal ein Versuch gestartet worden. Die Maschinen sahen da aber anders aus. Is auch schnell dank der hiesigen Arbeitsmentalität in die Hose gegangen.
Hace calor en Montevideo...
3 december 2025, Uruguay ⋅ ☀️ 26 °C
...heißt soviel wie "es ist warm in Montevideo" - und das in zweierlei Hinsicht...
Zum Einen ist der Sommer eingetroffen, hat knapp 30 Grad und strahlenden Sonnenschein mitgebracht und zum Anderen hat das mit unserem "Warmwerden" hier funktioniert. Dazu haben auf jeden Fall einige sehr nette Begegnungen, Erklärungen und einfach das Erleben beim Rumbummeln beigetragen.
Irgendwie hat diese Stadt einen gewissen Charme und bei näherer Betrachtung viel Sehenswertes zu bieten. Aber keine Sorge, wir werden nicht jedes geschichtsträchtige Gebäude von allen Seiten fotografieren und auswerten 😉
Erledigt haben wir auch das Abholen des "Certificado de Llegada" in der Behörde für Migration. Das Dokument brauchen wir um den Blaubär durch den Zoll zu bekommen und man bekommt es in einer großen, antiquierten Amtsstube mit vielen, vielen Schreibtischen, in der sich vielleicht 150 Leute mit irgendwelchen Migrationspapieren herumschlagen.
Als besondere Erlebnisse werten wir auch den Besuch im Gaucho- und Geld-Museum und einen kurzen und sehr lustigen Mate-Kurs an der Sprachschule Academia Uruguay.
Mate ist das Nationalgetränk der Uruguayer und man sieht an jeder Ecke Einheimische mit dem typischen Mate-Becher und der dazugehörigen Thermoskanne. Die Zubereitung von Mate ist ein kleines Ritual und im Ergebnis hat man dann eine Art sehr speziellen und eher bitteren Tee. Dem Einen schmeckts und dem Anderen eher nicht 😉
Ansonsten kennen wir nun schon eine Reihe netter Ecken in der Stadt, ein paar Museen, Straßencafés und Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten und ahnen langsam wie der Hase so läuft.Meer informatie

Reiziger
Da bin ich ja gespannt, ob es der Mate-Tee bis nach Deutschland schafft. Bei euch. Ist ja irgendwie zum Trend auch bei uns geworden. Hab selber noch keinen getrunken.

Reiziger..bei Manu definitiv Nein. Ich fand's erstmal so "kann man schon mal machen"😉

ReizigerHihi... dann sprach ihre Mimik ja doch sehr eindeutig international verständliche Bääände...
Montevideo: WarmUp - 1. Versuch...
1 december 2025, Uruguay ⋅ ☁️ 21 °C
Sooo...nun haben wir also reichlich 2 Wochen in Montevideo rumzukriegen...
Für uns ist das eine echte Herausforderung (so sagt man heutzutage ja wohl 😉), da wir üblicherweise um größere Städte noch größere Bögen schlagen.
Aber Kneifen ist nicht und so haben wir heute mal einen ersten Bummel zur Orientierung in der Altstadt (Ciudad vieja) und an der Strandpromenade gemacht.
Irgendwie ist Montevideo eine Stadt, für die es anscheinend mehrere Blicke braucht. Man kommt zweifellos nicht drumrum, die verfallenen Fassaden und eine ganze Menge Obdachlose wahrzunehmen. Ja das ist eben so und der Trick ist, darüber hinweg zu sehen...
Lässt man diese Eindrücke also "einfach" weg - gibt es hier jede Menge prächtige und historische Gebäude, grüne Parks mit Vogelgezwitscher, Museen, Theater, eine laaange Küste, Cafés, Unmengen moderner Geschäfte und kleine Läden, liebevolle Details und viele freundliche und auffallend gut gelaunte Menschen.
Der Verkehr hält sich auch in Grenzen und es geht im Großen und Ganzen ziemlich geregelt zu. Klar rollen hier jede Menge Autos und Kleinkrafträder durch die Gegend. Ein nicht unerheblicher Anteil davon übrigens mit röhrendem Auspuff und Hupen gehört sowieso zum guten Ton. Aber es kein Vergleich mit z.B. Tirana, Marrakesch oder Tunis...
Die Preise im Restaurant/Straßencafés sind tlw. recht hoch - bei einer Pizza für 22€ und der Kugel Eis für 3,50€ haben wir schon gestaunt 🙄
In Supermärkten wie z.B. Tata sind Lebensmittel naturgemäß günstiger und liegen etwa auf deutschem Niveau oder auch etwas darüber.
Für die Zeit hier haben wir uns jedenfalls noch eine ganze Menge zum Angucken rausgesucht und nächste Woche werde ich dann die Schulbank drücken - nach 150 Tagen Duolingo gebe ich mir dann eine Woche Intensivkurs Spanisch an der Academia Uruguay. Das wird sicher ein Erlebnis 😉Meer informatie

ReizigerMotiviert durch die deutsche "Stadtbild"-Kontroverse habe ich kürzlich einen 10.000-Schritte-Spaziergang durch Palma gemacht und beabsichtige, das mal hier zu zeigen. Leider werden mit steigendem Alter die Tage immer kürzer.

Reiziger
Erstaunlich, dass auf dem Festland das Leitungswasser anscheinend unbeliebt oder ungenießbar ist.

ReizigerDas Wasser aus der Leitung schmeckt tatsächlich grauselig und ist reichlich gechlort. Trinkwasser ist generell teuer - 1l im günstigen Supermarkt ca. 1,70€. Wir haben uns einen 7l-Ballon gekauft und damit liegt der Liter dann immer noch bei ca. 0,7€
Angekommen in Montevideo
30 november 2025, Uruguay ⋅ ☁️ 19 °C
Nach knapp 13 Stunden Flugzeit hat uns der Airbus A332 von Iberia heute früh überpünktlich 08:45 Uhr Ortszeit (wir sind hier 4h hinterher) in Montevideo ausgespuckt. Kurz zusammengefasst war es in dem Blechvogel zwar unglaublich eng, aber dafür sehr laut und saukalt. Ausgesprochen nett war auf jeden Fall die Crew 👍
Die Einreise nach Uruguay war entspannt und incl. Gepäck abholen schon nach 40min erledigt. Nur unser restliches, mitgeschlepptes Obst mussten wir abgeben.
Jetzt residieren wir für die nächsten 10 Tage im Hotel America. Nachdem uns der Taxifahrer vom Flughafen mal eben um 20 Dollar behumst hat und die nette Dame am Empfang uns erstmal eine abgeranzte Höhle im Innenhof zugewiesen hatte, sind wir nun nach Reklamation auch in ein akzeptables Zimmer gezogen.
Der erste Eindruck von der Stadt an diesem trüben Sonntag ist eher durchwachsen - siehe Foto "Stadtblick vom Zimmer". Aber das wird sich sicher ändern. Erstmal ankommen, rumgucken usw... Und Ausschlafen - wenn endlich mal einer die seit einer Stunde hupende Alarmanlage von dem Auto vorm Hotel abschalten würde 😎Meer informatie




























































































































































































































































































































































































































ReizigerSchön geschrieben. Gute Reise. Wir sehen uns beim nächsten Trip bestimmt wieder. Liebe Grüße auch an Manuela
Reiziger
Ja, hier braucht man viel Fantasie,um zu erkennen,was das ist😉🤔👍😜
Reiziger
Ja natürlich ein Hoch auf euch, und mit was,ich denke ein Bier 🍻🍺 viel Glück und Erfolg sowie gutes Wetter 🤗