• Björn Maurer
Nykyinen
  • Björn Maurer

Er-Fahrungs-Lernen

Mit Sonnenenergie und Muskelkraft Lue lisää
  • Viimeksi nähty paikassa
    🇩🇪 Groß-Rohrheim, Deutschland

    Mein erstes LARP ist vorbei

    Eilen, Saksa ⋅ ☀️ 23 °C

    Ich bin auf dem Heimweg vom LARP und versuche, die Eindrücke in Worte zu packen. Ich habe mich als NPC Character angemeldet; genauer gesagt
    als Gardemilizionär für Nahkampf mit Schild, Schwert, Keule oder Speer. NPCs sind vorgegebene Character, die im Auftrag der Spielleitung bestimmte narrative Grundlinien durch gezielte Spiel Impulse legen. Wenn ein Konflikt heraufbeschworen werden soll, dann kann ich z.B. an der Torwache bestimmten Leute den Einlass verwehren; oder Gerüchte und Desinformation streuen. Meistens haben wir andere Lager angegriffen oder uns mit Verbündeten gemeinsam mit anderen Armeen gekloppt. Da waren wir viel auf dem Gelände unterwegs. Pro Tag kamen da teilweise mehr als 15km zusammen, und das in voller Montur. Eine gepanzerte Weste wiegt je nach Ausführung 4-10kg. Ein Helm 2kg. Mit Schwert, Speer und Schild kommt einiges an Marschgepaeck zusammen. Aber man braucht das auch. Im Kampf wird richtig draufgehauen. Die Waffen sind zwar gepolstert und flexibel, aber man spürt einen Schlag auf Handgelenk oder Nase schon sehr. Beim Kampf muss man dann auf Treffer am eigenen Körper reagieren und theatralisch Schmerz ausdrücken. Je nach Rüstung und Trefferstelle stirbt man früher oder später. Muss das aber immer selbst entscheiden und im Spiel authentisch darstellen. Wenn man nach vielen Treffern immer noch munter vor sich hinkämpft, wird das als unfair empfunden. Aber es wird nicht nur gekämpft. Es gibt eine Rahmenstory, die ich aber leider nicht so ganz verstanden habe. Ich hatte schon damit zu tun, die ganzen Völker und Gruppen zu unterscheiden. Bzw. deren eigene Hintergrundstorys, Anliegen, Sprachen, etc. zu verstehen. Zur Orientierung: es waren ca 1500 Personen. Eine Stadt mit gefühlten 20 Vierteln, Künstler, Handwerker, Gauner, Schützen, Ratsstube mit Stadtrat, Bank, 10 unterschiedliche Tavernen und Gastro. Und das allein in der Stadt. Dazu gab es weitere ZWÖLF befestigte Lager auf dem Gelände verteilt mit teilweise mehreren Kilometern Abstand dazwischen und in Jedem Lager gab es nochmals Tavernen, Miliz, Zauberer, Heiler, und vieles mehr. Ich habe in vier Tagen nicht geschafft, alle Lager zu besuchen und die ganzen Spezialitäten zu probieren. Und dann gab es verschiedene Wettbewerbe und Unterhaltungsprogramm. Theaterstücke, Bardengesänge, Schaukämpfe und vieles mehr. Die Idee ist, möglichst viele Charaktere direkt bei Begegnungen anzuspielen, so dass sich daraus eine Microszene ergibt. Das
    macht viel Spaß, mein wienerisch sprechender Character (der Bobischer,
    Ohne Vorname) zu dem ich mir ja vorher eine Hintetgrundgeschichte überlegt habe, bot sich oft für Provokationen an. Man kann sich auch gut bestechen lassen (es gibt natürlich auch ein eigenes Münzsystem, das in allen Tavernen, Läden und im Stadtamt gültig ist), weil wir nur wenig Sold bekommen haben, mussten wir anderweitig Geld
    beschaffen.
    Und ganz am Schluss wurde ich nachts am Stadttor noch von einem Ork erschlagen, weil ich ihn zu stark provoziert habe. Ich könnte noch viel zum Event sagen…. Es war super, dass Costa, der schon seit Jahren LARPt und ausserdem Hobbyhistoriker ist, dabei war und mich in die Details einführen konnte. So konnte ich ihm immer naive Fragen auf wienerisch stellen, um nicht in zu viele Fettnäpfchen zu treten. Kurzum: Ich fand es super, die vier Tage und Nächte in einer Rolle bleiben, fällt mir nicht schwer und mein wienerisch hat sich auch deutlich verbessert. und ich hab für mich beschlossen, dass es nicht das letzte LARP war.
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  • Epic Empires - es geht los

    19. elokuuta, Saksa ⋅ ☁️ 24 °C

    Nachdem ich zwei schöne Tage mit Tobias, Kathrin, Lynn und Jule in deren Ferienhäuschen verbringen durfte, vielen lieben Dank euch dafür!, sitz ich nun im Zug Richtung Saarland und versuche mich auf das Event vorzubereiten und meinen Character zu profilieren, ob es eine zu große Challenge ist, vier Tage und Nächte nur wienerisch zu sprechen, wird sich jetzt zeigen. Wichtig ist nur, dass ich nicht aus Versehen “aufs Maul” sage; denn das bedeutet, dass richtig mit vollem Körpereinsatz gekämpft wird….Lue lisää

  • Meer und Politie

    15. elokuuta, Alankomaat ⋅ ⛅ 20 °C

    Heute war der erste Regentag. Nachts um 2.30 Uhr bin ich aufgewacht bei Gewitter und habe in einer hektischen Rettungsaktion meine Akkus und die Kabeltrommel ins Trockene geholt. Dann habe ich zum ersten Mal im Camper gefrühstückt im Trockenen und brauchte ne ganze Weile, bis ich in die Pötte gekommen bin. Es war ein Bauernhofcampingplatz mit Pferden und es gab eine Alteisenabgabestelle, da konnte ich den ganzen Felgen und Deichselschrott loswerden, wieder in paar Kilo weniger zu ziehen. Ich war dann tagsüber mehrmals in der Nordsee baden, unglaublich warm das Wasser. Und habe in einem Bikeshop meine Lenkung nachgezogen, weil sie sich gelockert hatte. Leider ist die Firma Backfiets, von der ich eine zweite Felge kaufen wollte, bankrott gegangen. Daher habe ich eine andere Felge bestellt. Ich hole sie dann nach meinem LARP in Saarbrücken ab. Am Nachmittag bin ich dann zum ersten Mal aktiv auf Polizei gestossen. Ich war auf einem Geradeaus-Veloweg an einer Kreuzung und die Polizei daneben auf der Rechtsabbiegespur an der Ampel. Da ging die Scheibe runter und ich dachte schon, jetzt kontrollieren sie mich, weil die Deichsel noch leichte Schlingerbewegungen gemacht hat, aber nein. Die waren voll nett und wollten nur wissen, ob man in dem Teil schlafen könne, was ich dann bestätigt habe. Bei der Campingplatzsuche war es heut etwas schwieriger. Die Rezeptionen machen schon um 17 Uhr zu. Und ein Campingplatz war Auto- und Fahrradfrei. Da hätte ich nur übernachten dürfen, wenn ich die Hütte und das Fahrrad über die Wiese schieben hätte können. Ziemlich schräg. Naja, am Ende habe ich noch woanders ein Plätzchen bekommen - wie immer - mit vielen neugierigen Nachbarn. Vor allem Düütsche.Lue lisää

  • Urlaub

    14. elokuuta, Alankomaat ⋅ ⛅ 21 °C

    Der heutige Tag fühlte sich zum ersten Mal wie Urlaub an. Ich habe heute nichts anderes gemacht, als die Deichsel einzufahren, anzupassen und einzustellen. Das ist nicht trivial und bei der letzten Version hat es ein halbes Jahr gedauert. Die Challenge ist, die Bremse darf nicht zu abrupt greifen aber auch nicht zu spät. Ausserdem muss der Hänger stabil hinter mir herlaufen und nicht schlingern. Das lässt sich alles mit 3 bis 4 Schrauben einstellen und das braucht Zeit. Ich bin also immer mal wieder stehengeblieben und habe geschraubt und justiert. Dabei kamen wieder so viele interessierte Leute vorbei. Ein älterer Anwohner war gann begeistert, leider habe ich zu schlecht holländisch verstanden und er konnte nicht Englisch. Er hat dann aber extra einen anderen geholt, der übersetzen konnte. Auch auf dem Campingplatz war ich gleich im Mittelpunkt. Eigentlich war der Platz voll, aber der Host hat eine Ausnahme gemacht und gesagt, einen Camper könnten sie nicht aufnehmen aber ein Fiets geht immer. Ich hatte einen tollen Platz in der Abendsonne. So konnte ich endlich mal das die geschenkte Felge aus Emmerich aufziehen. Damit dürfte rechts das Speichenproblem vorüber sein. Die alte Felge habe ich zerlegt und somit weitere ca. 30 Speichen Ersatz für das linke Rad.Lue lisää

  • Deichsel wie neu

    14. elokuuta, Alankomaat ⋅ ⛅ 27 °C

    Jetzt ist das Werk vollbracht. Es hat tatsächlich 1,5 Tage gebraucht. Die anderen Campingplatzgäste haben sich schon gewundert, wie jemand so lang am Stück rumwerkeln kann ohne Essen und haben mir ständig irgendetwas angeboten. Sei es Melonen, Kaffee oder auch Essen. Sehr nett. Am Ende wollten die Betreiber:innen auch kein Geld von mir haben für die Übernachtung. Wirklich sehr nette Leute dort. Landgoed Rourke ist eine Empfehlung, vor allem mit kleinen Kindern aber auch ohne Kinder. Ein sehr besonderer Ort. Ich werde jetzt erstmal hier in der Region bleiben. Am Sonntag habe ich mich mit meinem Freund Tobias verabredet, der zufällig grade in Holland Urlaub macht. Dort kann ich dann auch während des Rollenspiels mein Gespann lagern…Lue lisää

  • Neuaufbau Deichsel

    13. elokuuta, Alankomaat ⋅ ☀️ 27 °C

    Der ganze Tag ging für die Neukonstruktion der Deichsel drauf. Dazu bin ich am Morgen erstmal in den GAMMA, so heisst in den Niederlanden eine bekannte Baumarktkette, Ich kenne den ja bereits gut. Mega cool, der Laden ist auch Sonntags auf... für alle Fälle. Leider sind es vom Campingplatz zum Baumarkt etwa 7,5 km, das ist nicht soo viel, aber es läppert sich, wenn man - wie ich heute - dreimal hin und wieder zurückfährt. Morgens, Mittags und Abends. Am Morgen habe ich vor allem Stahl, 4kant Profil, etwas stabilere Ausführung gekauft und Schrauben. Dann wieder zurück. Deichsel zerlegen und mit einer geliehenen Metallsäge erstmal alle Teile auf die richtige Länge bringen. Was sehr nett war, ich durfte die Werkstatt benutzen, hatte also auch Schraubstock etc. zur Verfügung. Leider sind die Boschbohrer hart am Stahl gescheitert. Nach dem dritten Loch war nix mehr. Drei Bohrer sind abgebrochen. Ich also wieder innen Baumarkt, und die guten Bohrer einzeln gekauft. Für 11 Euro/Stück. Insgesamt habe ich heute knapp 200 Euro beim GAMMA liegen lassen. Dann wieder zurück. Deichsel fertig gebaut. Probefahrt. Hat nicht funktioniert. Ich dachte, ich könnte mir den ersten Teil an der Kupplung sparen und das alte nehmen. Aber ... war an der falschen Stelle gespart. Mehr Stahl! Nochmal kurz vor Schluss, 21 Uhr zum GAMMA gefahren, weiteren Stahl geholt; danach war es leider zu dunkel zum weitermachen. Morgen ist auch ein Tag. Dafür bin ich jetzt Experte für das Holländische Veloverkehrssystem. Für diejenigen, die hier noch die Velo gefahren sind: Tatsächlich hat jede noch so unbedeutende Nebenstrasse in der Stadt eine extra Velospur separat. Ganz selten wird man an der Strasse langgeführt. Die Velokreisverkehre laufen um die Autokreisverkehre und meistens haben die Velofahrer Vorfahrt. Meistens, ich musste schnell feststellen, dass Velofahrer hier nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten haben. Wenn der Veloweg, der eine Strasse kreuzt, rot ist, hat man Vorfahrt. Wenn er weiss ist, muss man den Autos Vorfahrt gewähren. Und da - wie ich erfahren durfte - kennen die auch keinen Spass. Und was ich auch schmerzlich feststellen musste: Das Anzeigen beim Abbiegen ist hier ziemlich wichtig, damit die anderen Velofahrer sehen, wo man hin will und ob man in den Velokreisverkehr reinfahren kann oder halten muss. Also, wenn man sich an die Spielregeln hält, ist das hier ein Spitzensystem, an dem sich andere Länder eine grosse Scheibe abschneiden sollten.Lue lisää

  • Sonnenfinsternis mit Panne

    12. elokuuta, Alankomaat ⋅ ☁️ 23 °C

    heute bin ich über 100km gefahren. Bis zur Nordsee. Ich dachte mir, ich suche mir ein schönes Plätzchen, damit ich das Naturschauspiel gechillt beobachten kann. Das dachten sich aber wohl alle Holländer und das Küstenörtchen war total überlaufen und voll. Und dann mitten im Ort auf der Fahrradautobahn ist mir wieder die Scheiss Deichsel gebrochen. Diesmal an einer anderen Stelle. Nix mehr zu machen, jetzt muss das Ding komplett neu aufgebaut werden. Ich habe dann eine Notreparatur gemacht, damit ich aus der Fahrradraserstrecke rauskomme. Das hat zwei Stunden gebraucht,, während die Sonne von mir unbemerkt sich langsam verdunkelt hat. Während der Reparatur kamen wieder einige Neugierige vorbei und eine Frau war dabei, die sich als Besitzerin eines Campingplatzes erwiesen hat. Die war so nett, dass ich nach der Reparatur dort hingefahren bin. Und sowas entdeckt man normalerweise gar nicht. Die haben dort eine alternative Farm aufgebaut mit tollen kuriosen Hütten und Gebäuden. Man sieht das im Video für heute am Ende. Alles sehr hippiemässig und cool. Das Publikum ist auch eher künstlerisch und besonders. Ich bin gespannt, weil ich werde hier so lange bleiben, bis ich mein Gefährt komplett repariert habe. in der nahegelegenen Stadt gibt es einen Baumarkt, alles schon ausgecheckt. Leider gibt es keinen Strom, so dass ich Morgen gut Solarenergie tanken werde müssen.Lue lisää

  • Flying Steel

    11. elokuuta, Alankomaat ⋅ 🌙 15 °C

    Das macht so Spass, in Holland Velofahren. Ich brauche wenig Energie, weil alles so flach ist. Manchmal gibt es virtuelle Berge als Endgegner. Das ist hier der Gegenwind. Manchmal kann man nur Schrittgeschwindigkeit fahren, trotz höchster Unterstützungsstufe. Man muss halt in die richtige Richtung fahren. Dann passt es. Gestern bin ich aus Versehen in eine Nato Hubschrauberkampfübung geraten. Das war sehr eindrücklich. Es waren zwei Hubschrauber, die Luftkampf geübt haben über einer Art Heidelandschaft. Dem Spektakel habe ich eine Weile beigewohnt, bis ich erkennen musste, dass meine Rahmenkonstruktion vom Hänger gebrochen ist. Schnell zum nächstgelegenen Baumarkt, der sich als Gartenshop erwiesen hat. Dann dort nach Craftshop gefragt und auf die andere Strassenseite verwiesen worden. Dort gab es Stahl und Schrauben. Habe direkt vor dem Shop die Reparatur durchgeführt und wurde sicher 20mal angequatscht. Man könnte meinen in der Velonation schlechthin, sind solche Wohnwägen im Stadtbild vertreten. Aber die meisten kennen das Konzept nicht. Die coolste Deutung war: das ist eine «Time Machine»! Abends hab ich dann mitten im Wald einen Naturcamping Platz gesucht, der auf google Maps verzeichnet war. Dahin ging es auf dünnsten Waldpfaden, wo ich mit meinem Gespann gar nicht draufgepasst habe, aber trotzdem durchgebrettert bin. Am Ende war nichts zu sehen. Aber ein Mann kam mir entgegen. Den habe ich angesprochen, dass ich Hilfe brauche. Und der hat mich einfach ignoriert und ist stoisch weitergelaufen. Ich musste an Hillbilly Momente aus zahlreichen Horrorfilmen denken, die ich gesehen habe. Texas Chainsaw Massacre etc. Auf der nächsten Lichtung war dann überraschenderweise doch der Campingplatz. Es gab sogar Klos und Duschen. Und jetzt bin ich auch Mitglied im Verband der Naturcampingplätze. Sehr cool.Lue lisää

  • Tomaten mit Senf - und Jochen

    10. elokuuta, Alankomaat ⋅ ☁️ 30 °C

    Gestern wollte ich noch ein bisschen am Abend Strecke machen. Leider war es mir nicht vergönnt. Mitten in Emmerich sind mir rechts insgesamt 10 Speichen rausgebrochen, dummerweise im Stockdunklen. Aber hilft ja nix, das Teil war nicht mehr verkehrssicher und dann muss halt die Reparatur her. Ich war etwa eine halbe Stunde dran, es war 22.30 Uhr. Dann kam Jochen, ein Anwohner, und hat mir angeboten, auf seinem Grundstück zu übernachten, falls ich nicht klar käme. Er kam dann noch mehrmals vorbei und hat mir Schrauben gebracht und Werkzeug, sehr nett. Dann so gegen 24 Uhr kam er mit einem Teller mit einer Tomate, einer Bockwurst und einem Berg Senf. Voll nett, leider bin ich ja Vegetarier und habe die Wurst nicht aus Höflichkeit verspeist. die hat dann Jochen gegessen. Ich, als ich fertig war, habe mich dann auf die Tomate mit Senf hergemacht. Am nächsten Morgen bin ich zu einem Fahrradladen gefahren; da musste ich erstmal anrufen, dass jemand kam. Der war aber richtig cool, Ich wollte Speichen kaufen, aber die in meiner Länge gab es nicht, aber ich habe eine Felge entdeckt, die passend aussah. Die durfte ich haben und auch vor Ort gleich reparieren. Eine richtige Lastenfelge für ein Hollandlastenrad. Die habe ich jetzt unten als Ersatzrad angebunden. Beim Veloladen war auch ein Schild: Zippo. Da musste ich an die Feuerzeuge denken. Und tatsächlich, in Emmerich ist die Reparierstelle für Zippo Feuerzeuge und was ich nicht wusste, man hat lebenslang Garantie auf die Teile. Wenns kaputt geht, schickt man es nach Emmerich und dort sind dann vier Leute, die die Teile wieder zusammenlöten. Und zwei davon hab ich kennengelernt. Sie haben mir dann gleich noch ein Fläschchen Zippo Benzin geschenkt. Richtig cool.
    Danach bin ich nach Holland gefahren. Und man sieht hier deutlich, dass Fahrradfahrer als Verkehrsteilnehmer ernst genommen werden; gleich ab der Grenze Velowege in beide Fahrtrichtungen. Dafür verwenden sie einen speziellen roten Asphalt, da gibt es keine Spalten, Schlaglöcher oder Wurzeln, geschweige denn Randsteine, und der Asphalt ist so weich, dass wenn man stützt, es sich anfühlt, als falle man in ein Federbett..., ich geb es zu, der letzte Punkt ist etwas übertrieben, aber die anderen Punkte treffen zu. Während Fahrradfahren bei Nacht in Deutschland lebensgefährlich ist, geht das in Holland locker; ich bin auf einen Campingplatz gegangen und gleich mit einem Freibierchen begrüsst worden. Holland zeigt sich heute von seiner besten Seite...
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  • Willi, Magret und das Pony

    9. elokuuta, Saksa ⋅ ☀️ 26 °C

    Heute war ein Tag mit Höhen und Tiefen. Ich hatte einen coolen Übernachtungsplatz neben einem der grössten Steinkohlekraftwerke in Deutschland, das aber in 2 Wochen gesprengt wird, obwohl es 2018 noch komplett für Fantastilliarden Euro renoviert wurde. Das Teil steht in Voerde und ist sehr beeindruckend. Ich habe auf einer Ablasshausplattform einen Platz gefunden. Die Nacht verlief ruhig. Am nächsten Morgen wollte ich losfahren, aber die Deichsel hat auffällig laut gekracht. Also: wieder mal eine Deichselreparatur. Eine Mutter hat sich heiss gelaufen und ging nicht von der Schraube, ich habe dann 2h lang versucht mit der Bohrmaschine den Schraubenkopf (aus gehärtetem Superstahl) runterzubohren und die Schraube durchzuklopfen. Zwischendrin musste ich immer wieder den Akkuschrauber laden. Ein Geduldspiel. Dann kam Willi, der früher im Kraftwerk gearbeitet hat, mit einer Super Bohrmaschine und 2 Akkus. Er kam zuvor zufällig vorbei, hat sich erschrocken, dass ich mit meinem Gefährt auf der Plattform stehe, ist fast in die Hecke gefallen. Dann hat er gefragt, ob er helfen kann, und kam dann später mit der Bohrmaschine wieder. Dann konnte ich notdürftig reparieren. Allerdings fehlten mir Schrauben; er hat mir dann angeboten, dass ich die Reparatur in seiner Werkstatt durchführen könnte und dass er sicher auch Schrauben hätte. Ich bin ihm dann langsam hinterher gefahren, konnte bei ihm meine Akkus laden, die Deichsel sauber zuende reparieren, hab noch einen Kaffee gekriegt und seine Frau Magret kennen gelernt. Ich habe viel über Kraftwerke erfahren. Ich wusste gar nicht, dass Steinkohlekraftwerke als Abfallprodukt Gips erzeugen und Düngermittel in Form von Asche. Jetzt soll an der selben Stelle ein Wasserstoffkraftwerk entstehen, wobei niemand weiss, wo der grüne Wasserstoff herkommen soll. Danach bin ich dann los. Mittag war schon durch. Nach Voerde erstreckt sich ein super Veloparadies mit zahlreichen Wegen rund um die Rheinauen. Und die Wege waren fast ohne Wurzeln, also perfekt für mich. Nachdem ich ja am Morgen schon feststellen konnte, dass mein Gefährt Angst und Schrecken auslöst, hat sich das am Nachmittag bestätigt. Ein schmaler Weg, mir kam ein kleines Pferdefuhrwerk (mit einem Pony bespannt, gelenkt von einer Frau) entgegen. Ich dachte, ich halte lieber an und mache Platz, damit sich das Pony nicht ängstigt. Leider ist das Pony stehen geblieben und hat keinen Schritt weiter gemacht. So standen wir dann mehrere Minuten im Abstand von 20m gegenüber. Schliesslich musste die Frau das Pony fast tragen, weil es sich geweigert hat, an mir vorbeizulaufen... Naja, das Leben ist halt kein Ponyhof. Ich habe grade wieder eine kostenlose Steckdose gefunden und lade meine Akkus für die Nacht.Lue lisää

  • Duisburg

    8. elokuuta, Saksa ⋅ ☁️ 22 °C

    Ich hatte schon niedrige Erwartungen, schliesslich zählt Duisburg wohl zu den hässlichsten Städten in Deutschland. Aber auch diese Erwartungen wurden deutlich unterboten. Die Stadt ist voll von Industrieanlagen und wirkt total zersiedelt. An manchen Hausfassaden ist noch original der Kohlestaub aus dem letzten Jahrtausend angehaftet. Die Radwege sind ... naja... ich fahre lieber in Rumänien auf den Bundesstrasse rechts als in Duisburg auf den Radwegen. Letzteres ist deutlich gefährlicher und auch materialzehrend. Mitten in Duisburg musste ich 4 zerbrochene Speichen verkraften. drei rechts und eine links. Zusätzlich ist meine Steckachse rechts zerbrochen und musste ausgetauscht werden, d.h. im totalen Stadtdreck in brennender Hitze wieder das Teil aufbocken, Rad raus, neue Steckachse rein, Rad wieder rein. Ich hatte so schlechte Laune, dass ich nicht mal Lust hatte zu filmen. Die Radwege sind so holprig, mit Schlaglöchern versehen, teilweise auch keine abgeschrägten Bordsteine. Ich musste einmal einen 15cm hohen Randstein runterholpern. Man sieht, dass der Gemeinde total das Geld fehlt, Radwege haben da wohl keine Priorität. Hoffentlich stellt die Stadt so etwas wie Freibäder und Sportanlagen bereit... man bekommt in Duisburg schon einen Vorgeschmack, wie es vermutlich in 10 Jahren im mittleren Neckarraum aussehen wird, wenn die Automobil- und Zulieferindustrie abgewandert oder pleite gegangen ist, ... vielleicht sehe ich es auch zu schwarz. Was aber auffällig war: die Leute in Duisburg waren voll nett, haben sich für mein Gefährt interessiert, waren aber nicht übergriffig. Wobei, einer, Igor, hat einfach mit seiner Karre den Radweg blockiert, so dass ich anhalten musste. Das hat er aber gemacht, weil er unbedingt wissen wollte, was für ein Teil ich da habe. ... zum Glück schlägt sich die Neugier nicht bei allen Interessenten derart Bahn. Ah, und gestern der Deichselbruch. Das war an einer richtig blöden Stelle, auf einem engen Radweg in beide Richtungen. Vor allem die Rennvelofahrer nehmen überhaupt keine Rücksicht und heizen ungebremst vorbei. Hilfe angeboten hat mir schliesslich ein Holländer. Wir haben den Hänger zusammen aus der Gefahrenzone geschoben, so dass ich dort dann ungestört werkeln konnte. Zum Glück hatte ich noch Flachstahlteile dabei und meine Bohrmaschine. So könnte ich die gebrochene Stelle von drei Seiten her schienen. Bisher hat es gehalten, aber beim nächsten Baumarkt hole ich mir ein neues 4kant Profil. Symbolisch passend zu meiner Bastel-Erfahrung schwebte dann plötzlich ein Riesenschraubenzieher am Himmel (s. Video).
    Die Nacht verbracht habe ich in einem Naturschutzgebiet in den Rheinauen mit schönem Sonnenuntergang und am nächsten Morgen konnte ich in einer Bäckerei die Akkus laden. Ich muss sagen, nach Köln, Düsseldorf und dann auch noch Duisburg bin ich ziemlich durch. Städte sind mit dem Gespann einfach mega anstrengend und nervig. Vielleicht mache ich Morgen mal einen Pausentag.
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  • Ladestation der Zukunft

    6. elokuuta, Saksa ⋅ ☀️ 25 °C

    Gestern bin ich gefahren, bis ich nicht mehr konnte, Ich habe dann einfach seitlich des Weges angehalten, Stützen runter und sofort gepennt. Leider hätte ich nur noch 100m weiterfahren müssen und es wäre eine Ladestation für ebikes gekommen. So habe ich die erst am nächsten Morgen entdeckt und musste 2 Stunden nach dem Frühstück zum Laden dranhängen. Ansonsten lief es sehr gut. Es war der erste nicht ganz so heisse Tag. Da fährt es sich viel angenehmer und entspannter. Auch die Autofahrer sind nicht so aggro drauf. Ich hatte die letzten drei Tage einige unschöne Interaktionen mit dergleichen. Manche fühlen sich provoziert, wenn sie kurz langsam hinter mir herfahren müssen und nicht überholen können. Die drücken dann beim Überholvorgang voll aufs Gas, dass ich meine Trommelfelle anschliessend neu verspannen kann und ausserdem fresse ich noch voll die Abgase. Bei einem LIDL Parkplatz hat eine Frau, die rausfahren wollte, nur mich (auf dem Velostreifen) durchgelassen und dachte, hinter mir käme nichts mehr. Den Anhänger hat sie nicht erwartet und wäre fast reingebrettert. Interessant finde ich teilweise bei grossen mehrspurigen Kreuzungen die Fussgängerampelschaltung. Der erste Abschnitt ist grün, der nächste aber rot. Ich fahre dann auf die Verkehrsinsel und stoppe. Dumm nur, dass der Hänger dann die Fahrbahn hinter mir halb blockiert, weil die Verkehrsinsel zu kurz ist. Bei mir geht es ja noch, aber wenn es ein Kinderanhänger ist, kann das schnell gefährlich werden. Es kann ja nicht so schwer sein, für die Kreuzungsquerung eine grüne Welle einzurichten. Naja, ich muss da halt immer mit Trouble rechnen und bin auf der Hut. Über die Brücke von Remagen konnte ich nicht fahren, weil die ja eingestürzt ist. Also habe ich öfter mal die Fähre genommen.
    Nach einem Bad im Rhein kurz vor Bonn, war mir so, als sei ich dreckiger als vorher und das will was heissen, weil ich wirklich treckig war. Deswegen hab ich früh Feierabend gemacht und den ersten Campingplatz meiner Reise aufgesucht. Die Frau an der Rezeption war etwas ratlos, wie sie mich einstufen soll, und fr<ge mich, wie die anderen Plätze das machen. Da musste ich gestehen, dass ich normalerweise nie auf Campingplätze gehe :-).
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  • Wann komm ich endlich ins Fernsehen?

    5. elokuuta, Saksa ⋅ ⛅ 31 °C

    Schräg. In der Pfalz sprechen mich immer wieder Rentner an, ob ich im Fernsehen gewesen bin. Ich verneine immer artig ,aber das lassen sie dann nicht gelten. Doch, ich habe Sie aber gesehen! Ich weiss nicht, was Sie gesehen haben, aber ich kann es nicht gewesen sein.... Solche Dialoge erspinnen sich meist und verheddern sich dann in meinem Statement, dass ich jetzt langsam weiter müsse. Ich habe schon Horror davor, dass ich zum ersten Mal auf dem Campingplatz muss. Dort eskaliert es erfahrungsgemäss. Erst vorsichtiges Beäugen von allen sein, dann traut sich der erste mutige Camperveteran (meistens männlich) und wagt einen Opener. Oft über die Solarzellen. Ich habe gelernt, dass die Antwort auf die Frage, ob das Solarzellen seien, nicht mit "Ich weiss..." antworten darf, denn er will ja ins Gespräch kommen. Aber wenn das Gespräch dann läuft, dann kommen alle aus der letzten Parzelle hervorgekrochen und beteligen sich an dem Campinggefachsimpel mit fachkundigen Beiträgen; ich bin dann meistens kognitiv schon raus. Daher meide ich Campingplätze. Aber langsam wird es wohl Zeit, bei Aldi oder Lidl macht man mir schon Platz an der Kassenschlange, was nicht an meinem Alter, sondern eher am Geruch liegen muss, Seit sechs Tagen habe ich keine Dusche mehr gesehen, so gesehen hat es Vorteile. Das kann vorerst so bleiben. Als ich dann aber (wieder) einen Rumänen gerade noch davon abhalten konnte, mir einen Zwanzig Euro Schein zuzustecken, habe ich in den Spiegel geschaut und mir als Projekt für Morgen RASUR eingeplant. Ansonsten bin ich heute 110 Km gekommen, das war die längste Etappe bisher, OBI Baumarkt sei dank, Da konnte ich perfekt auftanken. Gefahren bin ich eine der schönsten Etappen durch die romantischen Rheinschlaufen zwischen Mainz, Bingen, etc. schöner wird es nimmer. In Koblenz, nachdem ich gegen 22 mit grossem Hellau durch den Strassenstrich gefahren war und insistieren musste, dass es viel zu eng wäre im Camper, hatte ich kurz erwogen, ob ich lieber die Mosel weiterfahren könnte Richtung Westen, aber dann fiel mir ein, dass die Mosel doch so ein Rentnerausflugsziel ist; das kann ich also in 20 Jahren noch machen. Jetzt ist leider mein Akku runter und ich stehe irgendwo vor Bonn am Rheinradweg an der Seite. Mal schauen, ob Morgen die Sonne scheint, ich gehe davon aus.Lue lisää

  • Tiefpunkt

    4. elokuuta, Saksa ⋅ 🌙 27 °C

    Heute hatte ich einfach Pech. Es ging schon los am Vorabend, wo ich eine Nachtfahrt machte. Nachts ist es grade viel angenehmer zu fahren wegen der nicht ganz so grossen Hitze. also unter 30°. Nach dem leckeren Abendessen im Lokal wollte ich noch 40km machen, aber soweit kam es nicht, Ich hörte plötzlich ein schmerzhaftes Geräusch und stellte fest, dass ich wohl schon eine Weile mit dem Hänger auf der rechten Felge fahre. Also anhalten, schauen. Weil es stockduster war, war klar: hier stoppen und übernachten, dann am nächsten Morgen das Problem beheben. Nach kurzem Locationcheck war klar. Ich hatte das von mir ersehnte kontaminierte Industriesetting mit Kriminalität. Eine Chemiefabrik mit lauschigen und qualmenden Schloten und mit organisch anmutenden Rohren und Tanks, als wären sie von Giger persönlich designed. Nachts wurde nichts mit Schlafen, denn es war Programm geboten. GEWITTER mit REGEN, HAGEL und WIND. Ich sass in meiner Hütte und fühlte mich seeerhr klein. ... Die Blitze schlugen aber woanders ein und der Hagel konnte meiner Qualitätsarbeit nichts anhaben. Glück gehabt. Am nächsten Morgen dann zunächst das Rad raus, Mantel ab, neuer Schlauch rein, Rad rein und weiter gings. Eine Stunde später dann der Luftcheck an der Tankstelle. Am Kompressor 4 Bar voreingestellt und auf OK gedrückt. Doch was war das. Der Schlauch quoll plötzlich überall aus dem Mantel und wurde grösser und grösser. Riesig gar! Und das Gerät liess sich nicht abschalten, es stoppte erst, als der Schlauch ungefähr so gross war wie die Schweiz. Meine Problemanalyse ermittelte, dass der Mantel durch das lange Fahren auf der Felge ausgeleiert ist und nicht mehr verwendet werden kann, Also: Rad wieder raus, Ersatzmantel aufgezogen, Rad rein. Luft rein. Fertig. Dann der prüfende Blick auf den anderen Reifen. Doch was war das? Auch hier verdächtige Beulen im Mantel. Also.... vorsichtig zum nächsten Veloshop gefahren, Mantel gekauft, Schattinges Plätzchen gesucht. Rad runter, Mantel drauf, Rad rein. Gefahren bin ich bis dato null. Das sollte dann zur krassesten Mittagszeit in der Hitze passieren. Mainz, für Velofahrer:innen ziemlich stressig, schmale Velostreifen direkt im Verkehr, wenig abgeflachte Randsteine, verwirrende Verkehrsführung und Baustellen. Super nice. Dazwischen ich auf der Suche nach einer Ladesäule für ebikes. Im Internet war verheissungsvoll von einer solchen durch die Volksbank betriebnen die Rede. Also den Berg hochgefahren in das spiessige Vorortgebiet, Bank gefunden. Strom eingesteckt. Und: kein Strom! Mist, die nächste Säule war am anderen Ende der Stadt beim Baumarkt. Also ohne Energie zurück durch die Stadt, zum Glück meistens bergab. Dann Hof des Bauhaus Marks erreicht, Steckdosen gefunden. Und auch da: KEIN Strom. Das habe ich als Einladung zum harten Campieren auf dem Hof verstanden. Bin gespannt, ob ich Morgen Strom bekomme.
    PS: ich mache mir Sorgen um den Rhein. An manchen Stellen ist er schon halb ausgetrocknet, wie man auf dem Bild sehen kann.
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  • Deutschlands Rheinfall

    3. elokuuta, Saksa ⋅ ☁️ 29 °C

    Heute war es mit knapp 40 Grad in der Pfalz tatsächlich zu heiß zum Fahren. Die Sonne hat auch ein Muster auf meine Füße belichtet. Allerdings ein sehr einfaches, das den Abmessungen meiner Trecking Sandalen entspricht. Ich habe Schattenplätzchen ausgesucht und dort meine Deichsel weiterentwickelt, naja eigentlich war es ein Rückschritt, den ich Morgen hoffentlich beim nächsten Baumarkt ausbügeln kann. Tja, auf jeden Fall kam ein Weinbauer mit seinem Trecker vorbei und hat angehalten. Als er hörte, dass ich in der Schweiz gestartet bin, meinte er, dass es in Deutschland einen viel größeren Rheinfall gäbe als den in Schaffhausen. Da war ich neugierig und er meinte: in Berlin. Hat er ein Spässle gemacht, und mir dann verdeutlicht, was in Deutschland vermeintlich schlecht läuft und woran die Regierung Schuld hat. Kurz gesagt: Alles. Daran musste ich dann denken, als ich mich über die unterirdische Qualität der Radwege in Süd-Deutschland gewundert habe. Die sind übrigens verantwortlich dafür, dass die Deichsel zu Bruch gegangen ist. Viel schneller als letztes Jahr in Ungarn. Habe daher beschlossen, wenn möglich, in Frankreich zu fahren. Da ich nicht so viel fahren konnte, habe ich umso mehr Energie ins Essen gesteckt und leckere Sachen gekocht. Das alte Baguette hatte sich unterdessen in Zwieback verwandelt. Ich war in verschiedenen Seen und im Rhein baden. Am Abend noch essen in einem Biergarten direkt am Rhein, während meine Akkus an der Säule laden. Dann kann ich Morgen mit Energie in den Tag starten.Lue lisää

  • Fantasiesprache

    2. elokuuta, Saksa ⋅ ☀️ 31 °C

    Heute war es mal wieder super heiss. Und der Gegenwind machte mir zu schaffen. Daher musste ich auch 2 mal an die Ladestation. Die Sonne hat nicht gereicht, um meinen Energiehunger zu stillen. Bei der zweiten Ladestelle in einem Ort in der Pfalz war so viel los rund um die Ladestelle, dass ständig irgendwelche Leute herkamen mit dem Opener «Ich bin sehr neugierig....» und ich habe gelernt, dass ich spätestens dann gute Ausreden parat haben oder mich einfach umdrehen und weglaufen muss. Einmal habe ich auch eine Fantasiesprache ausprobiert zum Spass, in der Theaterpädagogik habe ich «Gromolo» gelernt. Das kam mir dann souverän über die Lippen. Und die Neugierigen haben von mir abgelassen. Während ich diesen Text schreibe, werde ich wieder von drei Grüppchen angequatscht. EIn paar Schwätzchen pro Tag ist cool, aber die ganze Zeit nervt einfach. Ob ich auch Insta oder Tik Tok wäre... sonst noch was?! Ich will. einfach. nur. fahren. Die nächste Ladesäule suche ich mir in einem total kontaminierten Industriegebiet mit Bandenkriminalität, damit da möglichst niemand ist und ich meien Ruhe habe. Eisdielen oder wie man auf Schweizerisch sagt Glace Läden werde ich zukünftig meiden :-)Lue lisää

  • Mit Energle verzockt

    1. elokuuta, Ranska ⋅ ⛅ 23 °C

    Obwohl ich die Nacht bei Regen super geschlafen habe, hatte ich keine Energie zum Videos machen. Ich bin vor allem einfach gefahren. Lange am Rhein entlang nach Breisach auf Schotterpisten. Das hat meinem Fuhrwerk nicht gefallen. Dann kam ich auf die Idee zu hoffen, dass die Radwege in Frankreich viel besser sein könnten. Und das war dann auch so. Regelrechte Fahrradautobahnen kilometerlang, asphaltiert und neu gemacht. Ein Traum. Da kam ich dann relativ gut voran. Beim Anhalten kamen immer wieder interessierte Franzosen, die unbedingt Fotos machen wollten. Eine herzige Frau hätte ich mich fast adoptiert Naja, es war mit der Zeit auch etwas anstrengend weil ich ja außerdem auch nicht französisch kann. Deshalb wollte ich am Abend wieder zurück nach Deutschland wechseln. Leider ist mir dann 20km hinter Straßburg der Strom ausgegangen. Jetzt sitze ich fest und hoffe auf Sonne am Morgen ☀️Lue lisää

  • Essen nicht vergessen

    31. heinäkuuta, Saksa ⋅ ☁️ 31 °C

    Heute gab es keine Pannen. Aber es hat leicht geregnet. Das war angenehm. Irgendwie habe ich am Morgen das Frühstück verpasst und dann irgendwie nichts mehr gefunden. Alternativ bin ich zu LIDL. Dort gab es leckere Gebäckstücke aus der familiären Brotmanufaktur. Die liessen sich super mit dem inzwischen schon recht angeschwitzen Käse vom Migros und mit den restlichen ledierten Tomaten kombinieren. Aber sonst hatte ich gar nicht so viel Appetitt. Dafür leichtes Kopfweh, ich vermute wegen der Hitze. Ich bin heute zwischen Schweiz, Frankreich und Deutschland gefühlt fünfmal hin und hergefahren, habe die Rheinseiten öfter gewechselt als bisher die Kleidung. Dann habe ich den Überblick verloren und musste an einer schweizer Ladestation unverrichteter Dinge weiterziehen, weil ich nur eine Schuko-Kabeltrommel habe, die da natürlich nicht passt. Jetzt steh ich in Neuenburg an einer Station und verbringe 2h dort im Schatten. Um 19 Uhr fahre ich weiter. Mal sehen, was noch passiert. Gestern Nacht kam es noch zu einer coolen Begegnung an der Badestelle. Da kamen auf einmal viele Leute und haben sich für den Camper und das Projekt interessiert. Ich sage inzwischen immer, dass mein Ziel das Nordkap ist, habe ich zum Spass angefangen mit dem Hinweis, dass man sich halt ein Ziel setzen muss. Jetzt war gestern jemand von Future Bike, der Zeitschrift, da und die wollen vielleicht einen Beitrag schreiben. D.h. ich werde jetzt wohl tatsächlich - just for the Plot - zum Nordkap fahren müssen :-)Lue lisää

  • Wind und Platten

    30. heinäkuuta, Sveitsi ⋅ 🌙 24 °C

    Der Tag begann wunderbar mit einer Talfahrt ohne Treten und ohne Mühe. Danach dann ein wunderbares Frühstück auf dem Normaparkplatz bei der angesagten Backstube im Ort. Es war der erste deutsche Ort nach der Grenze. Erzingen, glaube ich. Eine Kaffeelänge später habe ich dann die Parkplatzromantik erfolgreich abgeschlossen und bin weiter. Es ging dann, weil ich im Tal war, wieder den Berg hoch. Dabei habe ich eine neue Slalomtechnik entwickelt, die macht es nicht einfacher aber die Kraft verteilt sich dann auf Treten und Lenken...; zumindest fühlt es sich gut an. Dann Quer durch den gefühlten ganzen Südschwarzwald. Wutöschingen und andere Dörfer reihten sich aneinander. Recht schnell dann ein Bruch an der Deichsel. Ich musste die Halterung für die Dämpfer austauschen. Sowas braucht halt immer viel Zeit. Am Nachmittag war dann die 37° Marke geknackt und ein Unwetter war im Anmarsch, spürbar am starken böigen Wind, der mir entgegenwehte. Später dann von der Seite als ich an der Bundesstrasse langfahren musste. Da hat es mich mal locker auf die Fahrbahnmitte gedrückt und das Auto hinter mir konnte zum Glück spontan ein Ausweichmanöver einleiten. Aber ich konnte dann auf keinen Fall weiterfahren und bin rechts ran. Ich war froh, dass mich der Wind nicht umgeblasen hat. 2 Stunden später konnte ich es dann wagen. Dann aber hatte ich den ersten Verlust zu beklagen: Meine OSMO DJI Cam am Stab hinten, ist mit einem Baum kollidiert. Der Carbonstab ist abgebrochen und die Kamera mit dem einen Objektiv voll auf den Asphalt. Ärgerlich. Als nächstes ist mein Ecoflow so heiss geworden, dass er keine Energie mehr aufgenommen und abgegeben hat, Deswegen bin ich zum Obi, weil es dort kostenlos Strom hatte. Dann die Akkus einzeln aufgeladen. 2h später wollte ich los. Dann ziemlich unerfreulich. Ein Platten. Schaubenschlüssel und Imbusschlüssel konnte ich zum Glück beim Obi kriegen. Und mein Kühlschrank eignete sich super als Aufbock-Vorrichtung. Dann das zweite Highlight nach dem Frühstück. Zwei Männer kamen her und fragten, ob ich Hilfe brauche. Es hat sich rausgestellt, dass es Rumänen waren. Wie letztes Jahr. Einer davon wollte mir dann unbedingt 10 Euro schenken und war nicht davon abzuhalten. Voll nett. Davon hab ich mir den Schraubenschlüssel und ein Eis gekauft. Das Flicken ging schnell, aber den Obi Leuten nicht schnell genug. Die wollten die Schranke schliessen und ich wäre nicht mehr vom Parkplatz runtergekommen. Zum Glück konnte ich den netten Obi-Mitarbeiter dazu bringen, dass er mir gestattet, die Schranke selbst zuzumachen. Inzwischen war es nach 20 Uhr. Jetzt richtig gute Fahrbedingungen, nicht mehr so heiss, leichter Wind von hinten, Dann habe ich es noch bis zum Rhein an eine Badestelle geschafft :-). Von den Leuten bin ich heute mehrmals mit Meester (war nen Berlina) und Chef angesprochen worden. Ich schneine also irgendwie Kompetenz auszustrahlen mit meinem Fahrzeug. Mal sehen wie das weitergeht.Lue lisää

  • Der Start war schwer...

    29. heinäkuuta, Sveitsi ⋅ ☀️ 35 °C

    Ich hab die Hitze echt unterschätzt. Ich bin halt auch zur grössten Hitze um 12.30 Uhr losgefahren. Und ich merkte schnell, dass ich mein optimistisches Ziel: Basel heute nicht erreichen werde. Der erste Punkt: ich habe ca, 20 Km nach Kreuzlingen in einem der Dörfer am Rhein angehalten und im Coop was zum Trinken geholt. Und, da ich nur ein Sandwich gegessen hatte und am Morgen nix. noch zwei Stücke Cheesecake, die ich auch gleich verschlungen habe. Dann kam der Dämpfer! Die Gasdruckdämpfer an der Deichsel haben sich gelöst, weil eine Schraube gebrochen war. Das heiss dann, alles Werkzeug auspacken und direkt vor dem Coop eine Werkstatt aufbauen; ich habe sogar gleich meine Bohrmaschine eingesetzt, weil ich für eine dickere Schraube ein Loch vergrössern musste. Interessant war, dass die Leute im Dorf recht distanziert waren. Ganz anders als letztes Jahr in Rumänien, wo mir ständig Hilfe angeboten wurde, wenn ich irgendwas am Schrauben war. Heute war es aber sogar so, dass eine Famllie die ansich interessierten Kinder an mir vorbeigeschoben haben, nach dem Motto, nicht zu dem Fremden hingehen, der macht irgendwelche unanständigen Sachen...; Naja, Land halt, ähnlich ging es mir im Januar auf meiner Wintertur im Hegau. Da hat man sich mit Hilfsbereitschaft auch nicht überansprucht. 10km später der nächste Dämpfer. Die Akkus haben nicht geladen, vermutlich ist es ihnen zu heiss gewesen. Also: alle Akkus aus der Alubox auf dem Gepäckträger in den Wohnwagen verlagert und Ladegeräte in den Kühlschrank gelegt, Eines hat danach wieder geladen, das andere ist wohl futsch..., obwohl ganz neu. In Schaffhausen habe ich versucht, am Rhein einen steilen Veloweg auf Rollsplitt hochzufahren. Das scheiterte und ich kam mitten am Hang zum Stehen. Weiter konnte ich nicht und zurück auch nicht, weil dann der Hänger mich unkontrolliert in den Abgrund gerissen hätte. Also: Warten, bis jemand kommt und mir helfen kann. Nach fünf Min - mir sind schon die Finger an der Bremse halb abgestorben - kam ein junger Mann, der mich dann hochgeschoben hat. Da der Weg noch weitere viel krassere Steigungen im Programm hatte, musste ich umdrehen, 5km zurückfahren und dann einen riesigen Umweg einschlagen. Deshalb kam ich nicht in Basel an. Wobei die Gesamtstrecke von 180km für einen halben Tag auch ein bisserl ambitioniert gewesen wäre. Vermutlich schaffe ich pro Tag nur ca. 60-80 km. So wird das dann auch nix mit den 4000 km insgesamt.Lue lisää

  • Juhu! Das neue Velo ist da

    23. heinäkuuta, Saksa ⋅ ☀️ 25 °C

    Heute habe ich mit viel Vorfreude das Anthrotech im Spezialfahrradladen in Konstanz abgeholt. Das Einführen in die Schweiz hat super geklappt. Ich kriege die Mehrwertsteuer zurück und das lohnt sich in diesem Fall richtig.
    Natürlich habe ich als erstes gleich mal das Dach montiert und ein paar Tests gemacht. Das war eine kleine Herausforderung, aber am Ende hat alles soweit gepasst. Als nächstes kommt die Elektronik und das Solardach. Nachdem ich gestern beide Anhängerräder generalüberholt und neue Speichen eingefädelt habe, bin ich eigentlich soweit für die Reise. Juhu!
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  • 40 Grad im Camper?

    12. heinäkuuta, Sveitsi ⋅ ☀️ 30 °C

    Heute habe ich einen Hitzetag im Camper simuliert. Wollte einfach testen, ob ich das aushalte. Antwort: geht. Ansonsten hab ich meinen neuen chinesischen Reiskocher getestet. Damit lassen sich auch feine Pastagerichte zaubern. Die chinesischen Schriftzeichen am Gerät lese ich intuitiv. Hat alles wunderbar funktioniert. Leider darf ich den Anhänger jetzt nicht mehr in der PH unterstellen. Das heißt, bis zu meiner Reise muss ich mir jeden Abend woanders ein passendes Übernachtungsplätzchen suchen. Bisher hat das ganz gut geklappt.Lue lisää

  • Warten auf das neue Velo

    3. heinäkuuta, Sveitsi ⋅ ☀️ 25 °C

    Eigentlich wollte ich schon am 08.07. losfahren. Gleich nach meinem 2-Tage-Einsatz im CAS Making. Aber leider muss ich warten, bis mein neues Rad fertig gebaut ist. Es wird diesmal ein Trike mit 2 Rädern vorne und einem Hinten. Das ist stabiler als mein normales Fahrrad. Damit lässt sich der Anhänger auch viel besser ziehen. Der ist inzwischen noch schwerer geworden. Er hat inzwischen 3 Solarmodule und einen Aussenkofferraum. Gekocht wird mit Strom und nicht mehr mit Gas. Leider bekomme ich das Velo erst Ende Juli. Das einzige, was ich schon habe, ist das Dach für das Trike in Einzelteilen. Ich muss es nur noch zusammenbauen. Mein ursprüngliches Ziel - das Polen Rockt Festival Anfang August - muss ich wegen der Verzögerung leider aufgeben. Stattdessen werde ich diesem Event im Saarland Mitte-Ende August beiwohnen. https://epicempires.mediaportal.ai; es wird also erstmal vom Bodensee aus Richtung Nordwesten gehen. Mein Ziel wären 4000km. Mal schauen, ob ich und mein Gespann das packen.Lue lisää

    Matkan aloitus
    3. heinäkuuta 2026