• Florian Steger
  • Michaela Bühler
  • Florian Steger
  • Michaela Bühler

Flori & Michaela on tour

Wir bereisen nicht nur das ein oder andere Land, sondern verlassen vor allem unsere Komfortzone.
Somit werden die nächsten Monate nicht nur das größte Erlebnis unseres bisherigen Lebens, sondern bestimmt auch für euch sehr unterhaltsam 🌝🙌🏻
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  • Resans start
    30 september 2025

    Anreise Kuala Lumpur

    1 oktober 2025, Malaysia ⋅ ⛅ 26 °C

    Der erste Reisetag ist in den Büchern und unsere Hoffnung, dass es trotz unseres minimalen Planungsaufwands eine reibungslose Einreise in Malaysia wird, wurde natürlich nicht erfüllt.
    Visum nicht korrekt, Grab Fahrer (Uber in Malaysia) zur Verzweiflung gebracht und beim Hotel Check-In angestellt, wie eine 80-jährige Brigitte, die zum ersten Mal ins Ausland gereist ist. Nachdem uns ein ominöser Fremder eine Zimmerkarte für ein falsches Zimmer gegeben hat, sind wir jetzt aber nach Einsatz vom Hotel Security im richtigen Zimmer.
    Alles wäre fast noch von mir übertroffen worden, als ich beim Zwischenstopp im Oman den Gebetsraum mit dem Klo verwechselt habe und fast in die „Füße-Putz-Anlage“ uriniert hätte.
    Naja, jetzt sind wir im Hotel und freuen uns auf das Bett und auf morgen, unseren ersten Tag in Kuala Lumpur.

    P.S.: Der Riesen Rucksack (5kg schwerer als meiner), den ich auf dem Bauch trage, ist von Michaela.
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  • Kuala Lumpur (1. Tag)

    2 oktober 2025, Malaysia ⋅ 🌧 27 °C

    Am ersten Tag in Kuala Lumpur stand nach einer kurzen Runde Morgensport eine Tour durch die Stadt auf dem Programm.
    Diese startete natürlich erstmal mit einem ausgiebigen Frühstück (inkl. einer Kokosnuss für Michaela).
    Danach ging es an beeindruckenden Hochhäusern vorbei zu zwei Tempeln, die den Spannungsbogen zwar nicht überspannt haben, deren Außen- und Innenbereiche trotzdem sehr beeindruckend waren.
    Zwei Dinge sind noch übergreifend zur Sightseein Tour durch KL (wie wir Einheimischen mittlerweile die City nennen) zu sagen.
    1. Es waren mit 33 Grad und gefühlter Luftfeuchtigkeit von 200% nicht annähernd meine klimatischen Bedingungen. So schlimm, dass wir für morgen gleich noch passendere Klamotten gekauft haben.
    2. Michaela würde alleine in einer Stadt mit Linksverkehr an jeder dritten Kreuzung angefahren werden.

    Im Anschluss daran ging es noch gemütlich in den Pool und zum Abendessen mit leckerem einheimischen Essen.
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  • Kuala Lumpur (2. Tag)

    3 oktober 2025, Malaysia ⋅ ☁️ 25 °C

    Am zweiten und somit letzten Tag in Kuala Lumpur wollten wir die Batu Caves besichtigen und zusätzlich den Besuch des botanischen Gartens nachholen, welcher am Vortag ins Wasser gefallen ist.
    Für Ersteres mussten wir früh los, um vor den ganzen Touris da zu sein, damit wir als gefühlte Locals die beste Experience erleben dürfen. So ging es um 7 Uhr durch den nicht unerheblichen Berufsverkehr - heute beide mit passender Klamottenwahl.
    Vor Ort war es tatsächlich sehr beeindruckend und zusätzlich konnten wir ganz viele Affen sehen. Hier wurde natürlich kein schlechter Affenwitz ausgelassen - von „schau mal, da bist du“, bis zu Michaela‘s Erkenntnis „jetzt vermisse ich meinen Bruder gar nicht mehr, nachdem wir uns hier getroffen haben“, war alles dabei.
    Auf der Fahrt zurück in die Stadt zum Frühstück wurde ich dann noch aufgrund meiner fotografischen Bemühungen gerüffelt, da es anscheinend gut gewesen wäre, dass beim Bild von Michaela der Kopf der Statue im Hintergrund nicht abgeschnitten worden wäre. Hier verspreche ich natürlich Besserung und noch mehr Fokus meinerseits.
    Ach ja, und auf dem Weg zum botanischen Garten wurden wir wieder maximal eingeregnet, also wurde der gestrichen. Ob das damit zusammenhängen könnte, dass hier langsam die Regenzeit startet, bezweifeln wir weiterhin.
    Wir haben dann umgeplant, bisschen im Zimmer gewürfelt, waren im Gym und abends beim Essen. In Summe bleiben zwei schöne Tage in einer beeindruckenden Stadt mit sehr freundlichen Menschen. Aufgrund der Hektik und dem bunten Potpurri an verschiedenen Gerüchen (Hühnchen, Weihrauch, Hühnchen, sonstiges Allerlei) bei schwül-heißer Luft, reichen uns die beiden Tage voll aus.

    Morgen geht’s wieder früh in Richtung Dschungel. Da freu ich mich schon auf die wilde Tierwelt.
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  • Taman Negara (1. Dschungeltag)

    4 oktober 2025, Malaysia ⋅ ☁️ 26 °C

    Heute Früh haben wir Kuala Lumpur verlassen und es ging in Richtung Nationalpark Taman Negara - oder wie ich es nenne: Tag 1 im Dschungel!
    Bevor wir jedoch dieses Kapitel aufschlagen, noch ein paar Worte zur Fahrt. Wir durften in einen Kleinbus einsteigen, der den letzten TÜV wohl im Bereich des Mittelalters bekommen hätte. Dieser war aber dafür einigermaßen komfortabel und so war es sogar möglich, hier und da die Augen zu schließen - diese Versuche wurden doch meist zeitnah gestoppt, wenn ein Schlagloch erfasst wurde und wir gefühlt 30 cm in die Lüfte katapultiert wurden. Aber wir kamen in Summe gut im Hostel an, welches bis auf die verstörende Konstruktion, die Toilette und Dusche in einem vereint, sehr annehmbar ist.
    Am Eingang des Dschungels wurde uns „leider“ mitgeteilt, dass der Baumwipfel-Pfad derzeit renoviert wird. Ja Gott sei Dank! Obwohl ich gerne erzählt bekommen hätte, wie man mich im Ohnmachtszustand aus 40m Höhe abtransportiert hätte.
    So sind wir dann alleine durch den Dschungel gelaufen oder besser passend „geschwitzt“. War aber wieder sehr beeindruckend und wir konnten auch heute Affen in den Bäumen sehen, welche (Zitat Michaela) „Affen mit Charakter sind, nicht so Arschkriecher-Affen wie im Tempel“. Und auch sonst war die Atmosphäre und Geräuschkulisse etwas besonderes.
    Nach dem ersten Ausflug in die Heimat von Bagira und Balu waren wir noch auf einer Art Hausboot auf dem Fluss beim Essen und jetzt geht’s bald wieder ins Bett, da morgen eine 7-8 Std. Tour durch den Dschungel auf dem Plan steht. Dieses Mal aber mit einem Guide - bei den heute schon aufkommenden Orientierungsproblematiken wohl auch besser so.
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  • Taman Negara (2. Dschungeltag)

    5 oktober 2025, Malaysia ⋅ ⛅ 25 °C

    Tag 2 im Dschungel!
    Und wenn es uns bei unserer Reise nur darum gegangen wäre, aus unserer Komfortzone heraus zu kommen, dann könnten wir morgen mit reinem Gewissen nach Hause fliegen.
    Aber der Reihe nach. Nach einem gemütlichen Frühstück mit Flussblick gingen wir zum Treffpunkt unserer heutigen geführten Dschungel-Wanderung. Uns kam es schon komisch vor, dass der Guide und die anderen beiden Teilnehmer bei tropischsten Bedingungen mit langer Hose dastanden. Hatten aber schnell die Klarheit, dass sie sich damit vor auf dem Boden wartenden Blutegeln schützen wollten. Das hatten wir natürlich gar nicht auf dem Schirm und sind froh und munter mit kurzer Hose ab in den Dschungel. Vorab muss man sagen, dass es super interessant war und der Guide (hieß glaub Markus, da er aus Mexiko kommt, ggf. eher Marco) richtig spannende Geschichten erzählt hat. Zusätzlich waren wir bei einem der ältesten Bäume (Tualang tree) und haben viele Tiere gesehen - darunter war ein ein Meter langer Waran - Gott sei Dank habe ich ja keine panische Angst vor diesen krokodilsartigen Tieren.
    Aber wir schweifen von den wirklichen Problemen des heutigen Tages ab, ja genau, die Blutegel. Eigentlich waren wir nur damit beschäftigt, diese ekelhaften Tiere vom Körper zu bekommen. Genau wie am Vorabend im Kniffel hatte Michaela da mehr Glück und wurde nur einmal gebissen. Meine blutverschmierten Füße wiesen am Schluss acht auf. Das war ganz fantastisch.
    Ähnlich fantastisch wie die Flussüberquerung, die aufgrund des Regens der letzten Tage gar nicht mehr so easy war und Michaela beim hüfthohen Wasser fast weggeschwommen wäre. Aber haben alles überlebt und hatten dann am Lata Berkoh, dem Zielort der Wanderung, die Chance die Sonne zu genießen und zu baden. Zurück ging es mit dem Boot und das war ebenfalls sehr schön, dass wir diese Perspektive des Dschungels nochmal sehen konnten.
    Nach dem Desinfizieren der Wunden heißt es jetzt aber für uns „ich bin ein Star, holt uns hier raus“!
    Morgen früh geht es mit dem Boot in Richtung Cameron Highlands. Mal sehen, was uns da erwartet. Wir sind mal wieder super vorbereitet!
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  • Cameron Highlands

    6 oktober 2025, Malaysia ⋅ ☁️ 19 °C

    Unsere Weiterreise startete heute mit einer zweistündigen Bootsfahrt flussabwärts, um aus dem Dschungel zu gelangen. Wobei das Wort „Boot“ hier genau so passend ist, wie die Sitzmöglichkeiten bzw. Polsterungen für einen Ü30 Körper. Über die aufkommenden Gesäß- und Ischiasschmerzen konnte der traumhafte Ausblick jedoch entschädigen.
    Daraufhin wurden wir beim Umstieg von einer einheimischen Familie empfangen und Michaela fand wieder kurzzeitig ihre Passion für das Lehramt.
    Weiter ging es mit einem ganz normalen Bus - mit traumhaft bequemen Sitzen. Die Freude darüber hielt aber nur so lange, bis wir merkten, dass Sebastian Vettel am Steuer sitzt, welcher seinen Bus genauso um die Kurven steuern wollte, wie Max Verstappen und Co. ihre Formel 1 Boliden in Monaco. Demnach saßen wir wie „Wackeldackel“ im Bus und Schlaf war knifflig bis unmöglich.
    Jedoch kamen wir pünktlich an und konnten noch die berühmten Teeplantagen besichtigen und die Produkte vor Ort kosten.
    Da uns eine Plantage vermutlich reicht, werden wir morgen das erste Mal ausschlafen bevor es nach Penang geht. Wenn morgen nichts unerwartetes geschieht, melde ich mich voraussichtlich erst wieder übermorgen. Auch der beste Schriftsteller benötigt genug Stoff, um seine literarischen Ergüsse auf Papier zu zaubern.
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  • Penang (Tag 1 & 2)

    8 oktober 2025, Malaysia ⋅ ☁️ 28 °C

    Wir melden uns wieder aus Penang oder besser gesagt George Town. Gestern haben wir von den Cameron Highlands den bisher schlimmsten Bustrip angetreten - und ja, schwer zu glauben bei den bisherigen Erfahrungen. Komplett gefüllter Kleinbus, keine Beinfreiheit und ein Fahrer, der aufgrund seiner Überholmanöver wohl das Risiko liebt. Zusätzlich hat er erst nach drei Stunden die erste Toilettenpause eingelegt. Michaela hat mindestens dreimal mit ihm darüber diskutiert - also natürlich nur in ihrem Kopf.
    Das schlimmste fiel uns danach auf. Anscheinend schien durchgehend die Sonne durch die Scheiben - Herjemineh haben wir einen Sonnenbrand bekommen. Also beide ihrem Hauttyp entsprechend. Michaela leicht rötlich (heute schon braun) - ich krebsroter Kragen, der eine Tube After Sun bereits verzehrt hat und noch immer durstig zu sein scheint.
    Aber kommen wir zu Penang, eine wirklich lebhafte und wunderschöne Stadt, die vor allem mit ihrer Street Art zu begeistern weiß. Hier waren wir heute den ganzen Tag bei angenehm sonnigen 34 Grad unterwegs. Wo Regenzeit? Jetzt wo ich bedeckten Himmel so sehr benötigen würde.
    Ansonsten noch ein Wort zu unserem Hostel. Michaela hat mir die Vorteile angepriesen, dass wir unser Zimmer direkt neben Toiletten und Duschen haben, damit wir nicht unsere Klo-Duschen-Kombination, die sich langsam zum Standard entwickelt, nutzen müssen.
    Ich jedoch konnte dem plätschernden Orchester eines jeden Klo-Besuchers heute Nacht lauschen. Komfortzone endgültig gone!
    Man möchte es vielleicht nicht immer herauslesen, aber sonst geht es uns super und wir freuen uns schon auf den morgigen Tag!
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  • Penang (Tag 3 & 4)

    9 oktober 2025, Malaysia ⋅ ☁️ 27 °C

    Wir melden uns an unserem letzten Abend in Penang, bevor wir morgen die Stadt wieder verlassen werden. Und um ehrlich zu sein, haben wir es uns in den letzten beiden Tagen einfach kulinarisch sehr gut gehen lassen und gar nicht so viel erlebt.
    Gestern haben wir noch zwei Tipps unseres Influencer des Vertrauens Max wahrgenommen.
    Zum einen sind wir mit der Bahn auf den Penang Hill gefahren, von welchem man einen Ausblick über die Stadt hat. Hier hat es nur so gewuselt vor Leuten und es war ganz fürchterlich! Eigentlich wollten wir von dort dann zu seinem zweiten Tipp, dem botanischen Garten weiterlaufen. Blöderweise hatte ich mich in der Schuhwahl bedingt vergriffen und der Marsch war mir Adiletten knifflig umsetzbar. Also ging es wieder runter und per Grab zum botanischen Garten, der uns jetzt auch nur mittelmäßig von der botanischen Palme riss. Somit „war“ Max unser Influencer des Vertrauens. Da wir selber für Langkawi (unser nächster Stopp) noch nichts vorbereitet haben, spitzeln wir unter Protest vielleicht doch nochmal in sein Video.
    Heute war nochmal gutes Essen, eine Runde ins Gym und bisschen durch die Stadt schlendern angesagt. Alles in allem eine tolle Stadt und unserer Meinung nach angenehmer als Kuala Lumpur, da einfach etwas kleiner und kompakter.
    Zu guter letzt die Gute Nachricht aus George Town: Ich konnte heute die erste Runde Kniffel gewinnen - Heureka! Für die abendliche Grundstimmung auch eher positiv zu bewerten, obwohl ich mit dem Verlieren bekanntlich wenig Probleme habe.
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  • Langkawi (Anreise & Tag 1)

    11 oktober 2025, Malaysia ⋅ 🌧 27 °C

    Wir sind seit gestern Abend auf Langkawi und ich möchte nicht zu viel versprechen, aber wir haben einiges unterhaltsames erlebt. Derzeit versuche ich zum Beispiel Michaela von einer vorzeitigen Abreise aus unserem Hotel zu überzeugen, da ich gerade ein Krokodil vor dem Balkon erblicken musste. Aber starten wir mit dem gestrigen Anreise-Tag. Der schwärzeste Tag der bisherigen Reise!
    Eigentlich ging alles ganz gut los und wir sind so komfortabel wie noch nie mit dem Bus zum Hafen, wo wir um 13 Uhr in die Fähre steigen wollten. Diese wurde zu diesem Zeitpunkt jedoch schon drei Stunden nach hinten geschoben, weshalb wir die Wartezeit in einem Schnellimbiss um die Ecke absitzen durften. Hier gab es einen Milchshake und Michaela wollte scharfe Kartoffelecken, die wirklich unfassbar scharf waren und sie (und auch mich) kurz vor Ohnmachtsanfall brachten. Mit diesem labilen körperlichen Zustand und ohne weiteres Essen ging es auf die Fähre, die eher einer Konservenbüchse glich, in die wir hineingepresst wurden. Wir saßen hier natürlich neben allen Familien mit Kleinkindern, über die man sich im Warteraum dachte „bitte hocken die nicht neben uns“. Ich bin ja bekanntlich in dieser Hinsicht äußerst gelassen, aber als beim kranken Kind neben mir eine Nasenspühlung durchgeführt wurde, war die positive Stimmung dahin. Aufheitern konnte uns auch nicht die antarktischen Temperaturen, da die Klimaanlage, die uns in das Gesicht blies, auf 17 Grad herunter gekühlt war.
    Nach eineinhalb furchtbaren Stunden kamen wir dann jedoch an und konnten unser wirklich schönes kleines Chalet (Hütte auf Stelzen) beziehen.
    Der heutige Tag hatte ein erstes Abenteuer auf der Agenda, denn ich durfte zum ersten Mal Roller fahren. Und dann gleich mit der kritischsten Person als Hinterfrau auf dem Roller. Okay ich bin ehrlich, dass ich nach der ersten Kreuzung direkt in den Gegenverkehr geheizt bin (blöder Linksverkehr aber auch) und die ersten beiden „Entschleunigungs-Hügel“ übersehen wurden, hat nicht unbedingt großes Vertrauen in meine Fahrkünste aufgebaut. Aber an der ersten Destination (einem wirklich sehr schönen Strand, an dem wir das erste Mal im Meer baden waren) gab es ein kurzes Kritikgespräch und seither läuft es wie geschmiert auf Roland, unserem roten Roller.
    Nach dem Strand ging es noch zu tollen Wasserfällen, die sehr lohnenswert waren.
    Aber das war es „leider“ noch nicht! Wir wollten noch an einem weiteren Strand zum Baden, was auch echt schön war. Bis mich eine (vermutlich) Feuerqualle heimtückisch angefallen hat. Selbst Michaela hat sich richtig Sorgen gemacht, nachdem sie nach zwei Minuten merkte, dass ich nicht simuliere und mein Fuß anschwillt. Gott sein Dank waren zwei hilfsbereite Damen im Restaurant um die Ecke, die nach der Frage nach einer Apotheke gleich ihre Hausmittel geholt haben. Danach ging die Schwellung tatsächlich gleich zurück und ich bin, Gott sei Dank, über den Berg.
    Nachdem ich jetzt bereits von der zweiten Tierart angefallen wurde, wächst in mir die Sorge, dass es bei Tier Nr. 3 nicht so glimpflich enden könnte. Die Krokodils-Sichtung heute und die damit direkt in Verbindung stehende Panikzustände sind hier die Kirsche auf der malaysischen Torte!
    Ich bleibe jedoch positiv und kämpfe weiter gegen die hiesige Tierwelt!
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  • Langkawi (Tag 2)

    13 oktober 2025, Malaysia ⋅ ⛅ 29 °C

    Tag 2 startete wie der Vortag erstmal mit leckerem French Toast, der in unserer Unterkunft wirklich ganz vorzüglich schmeckt! Daraufhin haben wir Roland (der Roller) gepackt und sind ab in Richtung Startpunkt unserer heutigen Wanderung gefahren, denn wir wollten den höchsten Berg von Langkawi erklimmen. Um das zu schaffen, ging es 4.287 Stufen durch den Dschungel. Da der Weg jetzt nicht top in Schuss war, mussten wir immer wieder durch den Dschungel ausweichen und es war wirklich richtig abenteuerlich, aber auch anstrengend. Wir haben auch mal kurz an ein Umdrehen gedacht, aber wollten es dann unbedingt schaffen. Auch unsere alten Bekannten, die Blutegel, konnten unseren Willen nicht brechen (Blutegel-Fazit: Michaela drei Bisse, ich diesmal nur einen).
    Als wir es endlich geschafft haben, waren wir mächtig stolz und auch ein kleiner Regenschauer konnte die gute Laune nicht trüben. Oben war der Ausblick trotz oder vielleicht sogar wegen der ein oder anderen Wolkendecke sehr cool! Und wir haben eine neue Affenart entdecken können.
    Zurück wollten wir aber auf gar keinen Fall den gleichen Weg gehen, deshalb ging es die Straße entlang und schon beim zweiten Versuch wurden wir per Anhalter mitgenommen. Es war ein einheimisches Paar, das super nett war und uns auch gleich Tipps für die nächsten Tage gab. Sie fuhren uns 20 Kilometer direkt zum Roller und wollten unser angebotenes Geld auf keinen Fall annehmen (obwohl das Auto danach nicht mehr gut gerochen haben kann). Ein weiteres Beispiel für die Höflichkeit und Gastfreundschaft in diesem Land.
    Wir sind dann nochmal zum gestrigen schönen Strand gefahren und auch ich hab mich, trotz gestriger Quallenbekanntschaft, wieder todesmutig ins blaue Nass gestürzt.
    Roland brachte uns anschließend sicher nach Hause und nach dem Abendessen liegen wir jetzt schon im Bett und sind gespannt, was morgen alles passiert.
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  • Langkawi (Tag 3 & 4)

    15 oktober 2025, Malaysia ⋅ 🌩️ 28 °C

    Die letzten beiden Tage mussten wir leider gesundheitlich etwas kürzer treten. Michaela lag gestern schon ab dem Frühstück mit Erkältung flach und heute Nacht kam leider noch Fieber dazu. Waren dann heute Morgen beim Arzt und haben passende Medizin bekommen. Somit muss sich auch niemand Sorgen machen, denn wenn ich nach rechts blicke, geht es bereits wieder aufwärts!
    Ich habe die zwei Tage den „Haushalt“ (Wäsche zur Wäscherei und zurück sowie Einkaufen) geschmissen und mich um die Nahrungsbeschaffung gekümmert. Zusätzlich habe ich aber auch auf eigene Faust die Insel mit Roland dem Roller ein wenig erkundet und an dem ein oder andern Strand gemütlich gesessen und Musik/Podcast gehört. Hier habe ich auch eine Tierart wiedersehen können, die ich mittlerweile zu meinen natürlichen Feinden zählen würde. Da sie an Land gespült wurden, sehe ich mich als moralischer Sieger in diesem Zweikampf unter Raubtieren.
    Zusätzlich war ich bisschen im Pool und habe das Beste aus der erzwungenen „me time“ gemacht. Hört sich einfach an, aber jeder der mich kennt weiß, dass das gar nicht meine Stärke ist. Deshalb bin ich auch ein bisschen stolz, dass ich alleine einige schöne Stunden haben konnte, aber freue mich auch wieder auf Begleitung. Auch gut für dieses Reisetagebuch, weil ich auch sehr selten daran denke oder das Gespür für gute Bilder habe.
    Derzeit ist noch ein Unwetter über uns, aber sobald das weg ist, gehe ich noch fix Essen holen und dann hoffen wir, dass wir beide morgen fit für den Flug nach Bali sind.

    P.S.: Jetzt weiß ich auch fast, wie viel man ca. zahlen muss, um eine Tankfüllung für Roland zu erhalten. Hier muss man nämlich immer zahlen, bevor man Tanken darf. Beim ersten Mal wollten wir mit 40 Ringgit (ca. 8€) ins Rennen gehen. Gott sei Dank hat die Dame nur 10 Ringgit angenommen, weil nach der Hälfte uns das Ganze Ding sowas von übergelaufen ist, was uns übrigens erst auffiel, als wir lautstark darauf hingewiesen wurden (hoppla!).
    Aber 3 Ringgit waren heute wieder zu wenig! In Bali wird es mit neuer Währung bestimmt spaßig weitergehen.
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  • Bali (Anreise & Tag 1)

    17 oktober 2025, Indonesien ⋅ ⛅ 28 °C

    Am gestrigen Tag stand wieder ein heiß geliebter Reisetag auf dem Programm. Um ehrlich zu sein waren wir aber sehr froh, dass Michaela wieder fit genug für zwei Flüge war und wir nicht umplanen mussten.
    Somit ging es vormittags unkompliziert zum Flughafen in Langkawi und wir verabschiedeten uns vom bisher schönsten Ort auf unserer Reise. Obwohl „schön“ vielleicht das falsche Adjektiv ist, aber zumindest der Ort, wo wir uns am wohlsten gefühlt haben.
    Flug 1 nach KL (Kuala Lumpur) lief easy und auch dort haben wir den 4 Std. Aufenthalt gut rum gebracht. Blöd war nur, dass es nach der Sicherheitskontrolle noch eine zweite beim Einstieg ins Flugzeug gab, wo wir unser ganzes Wasser wieder abgeben durften. Das gepaart mit der Einstellung „wenig vor dem Flug trinken, um nicht so oft aufs Klo zu müssen“ war jetzt so gar kein Perfect Match! Wenigstens mussten wir dann im Flugzeug noch für das Wasser zahlen.
    In diesem Flugzeug haben wir dann gemerkt, dass wir aus Versehen den Tor-Öffner aus dem Hotel mitgenommen haben. Wenn also jemand mal wieder nach Langkawi reist, könnte derjenige diesen vielleicht zurückgeben.
    In Bali angekommen, hätten wir uns fast von einem Taxifahrer abzocken lassen. Aber nicht mit uns! Als wir schon in einer dubiosen Hintergasse standen, um dort mit Karte den fünffachen Preis zu zahlen, haben wir uns wieder zurück zum Flughafen bringen lassen. Anfängerfehler unsererseits!
    Wenigstens war die Einreise diesmal reibungslos. Ach ne, hatten wieder das falsche Dokument und mussten hektisch am Flughafen das notwendige Dokument anfordern. Das hektische Retten von Situationen meistern wir aber mittlerweile richtig gut!
    Unser Hostel ist aber top und heute haben wir uns da einen gemütlichen Tag gemacht. Michaela hauptsächlich am Pool, wo sie vor lauter neugierigem Lauschen des Hostel-Trash kaum zum Lesen kam.
    Ich war noch im Fitness und kann feierlich verkünden, dass ich eine 7-Tages Mitgliedschaft abgeschlossen habe. Flavion Stegei ist somit Mitglied im Train at Six Gym (muss wohl an meiner Handschrift arbeiten).
    Jetzt kommen wir gerade vom Sonnenuntergang schauen (inkl. bisschen peinliche Bilder machen) und essen. Da wir eigentlich schon wieder müde sind und morgen zum Sonnenaufgang ins Meer möchten, geht’s wohl baldig ins Bett.
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  • Bali (Tag 2 & 3)

    19 oktober 2025, Indonesien ⋅ ☁️ 27 °C

    Nach zwei weiteren Tagen Bali gibt es eigentlich gar nicht so viel zu berichten.
    Der erste Eindruck der Stadt Canggu, die wir bisher nicht verlassen haben, fällt eher ungut aus. Viel zu viele Menschen, Verkehr und Müll. Trotzdem oder vielleicht deswegen haben wir die Tage richtig genossen. Hört sich komisch an, aber dadurch, dass wir keinen Drang haben die Stadt zu erkunden, haben wir zwei Tage komplett entspannt, waren viel am Pool, zum Sonnenaufgang im Meer, haben gut gegessen und viel Sport gemacht (Flavion nutzt sein Abo). Deshalb passt uns nach den erlebnisreichen Wochen in Malaysia dieser Ort und der ermöglichte Lifestyle eigentlich richtig gut.
    Mein Blutdruck erhöht sich eigentlich nur unnötig, wenn Michaela wieder mit unverschämtem Glück bei unseren täglichen Spiele-Sessions glänzt (nervt).
    Ansonsten versuche im mich als Badehosen-Model und Maiskolben-Model.
    Und das war es eigentlich von den zwei Tagen.
    Morgen wollen wir aber doch mal die Insel bisschen erkunden und uns dafür einen Roller mieten. Dieser wird dieses Mal Rosi heißen - das haben wir bereits entschieden!
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  • Bali (Tag 4 & 5)

    21 oktober 2025, Indonesien ⋅ 🌧 26 °C

    Wir haben uns doch tatsächlich aus der Stadt Canggu heraus gewagt und hatten gemischte Erlebnisse.
    Gestern wollten wir ja eigentlich mit Roller Rosi auf Erkundung gehen, jedoch waren wir mit der Reservierung zu spät dran, weshalb das um einen Tag verschoben wurde. Somit trafen wir dann den brillanten Entschluss via Pedes (Deutsch: Füße) loszuziehen. Bis auf wenige schöne Meter in den Maisfeldern, war das eher äußerst fürchterlich. Übermäßiger Verkehr (und ja, vielleicht weil wir an der Hauptstraße liefen), private Müllverbrennungen, streunende Hunde und einfach das Leben, welches in den Touri-Spots zwar zu erahnen, aber nicht in diesem Ausmaß sichtbar ist.
    Wir kamen dann an unserem Tagesziel an, ein Tempel an der Küste. Der war so mittel, weshalb wir recht fix wieder zurück sind und den Tag mit Essen, Sport, Spielen und Essen ausklingen lassen haben.
    Heute ging es dann ganz früh los und wir haben Rosi bekommen. Da auf dem Roller „Scoopy“ stand, vergessen wir den Namen Rosi und reden im weiteren Verlauf von Scoopy. Der wurde im Tagesverlauf auch erster Zeuge unseres Höllenrittes. Vor allem die ersten 40 Minuten im Stadtverkehr waren völlig absurd und ich weiß bis heute nicht, wie wir da lebend rausgekommen sind. Die einzigen Wunden waren in meiner Schulter, da Mitfahrerin Nr. 2 auf Scoopy auch ganz schön mitgefiebert hat.
    Stopp Nummer eins war ein toller Wasserfall, in dem sogar ein Bad möglich war. Danach sind wir noch weiter zu den Reisterrassen. Auf der Fahrt dorthin zeigte sich auch die eigentlich wunderschöne Landschaft auf Bali. Auch die Reisfelder waren sehr schön, selbst wenn wir da mal so richtig eingeregnet wurden. Hier ein kleiner Tipp, auf den man im Voraus eigentlich nicht hätte kommen können - sollte der Roller im Regen abgestellt werden, gegebenenfalls versuchen die Helme mit nach unten ausgerichteter Öffnung am Roller zu platzieren. Sonst läuft die Scheiße nämlich bis oben hin voll mit Wasser!
    Somit machten wir uns mit tropfenden Helmen auf die Heimfahrt, bei welcher wir uns noch öfter unterstellen durften und sogar noch Regenklamotten einkaufen mussten.
    Jetzt sind wir aber sicher zuhause im warmen und blicken eigentlich ganz zufrieden auf die heutigen Erlebnisse zurück.
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  • Bali (Tag 5 & 6)

    23 oktober 2025, Indonesien ⋅ ☁️ 30 °C

    Unsere letzen beiden Tage auf Bali waren sehr unspektakulär und von organisatorischen Aufgaben geprägt. Um ehrlich zu sein war uns ein Roller Ausflug auch genug und hat ausreichend Nerven gekostet.
    Deshalb waren wir gestern viel am Pool, am Abend in einem sehr schönen Restaurant (habe gelernt bekommen, dass Ambiente ebenfalls wichtig ist) und haben unsere Wäsche abgegeben. Zusätzlich wurden die Wanderschuhe, die vom tiefsten Dschungel gezeichnet waren, ready für Neuseeland gemacht - heißt Säuberungsaktion mit Zahnbürsten.
    Heute war dann die größte Aufgabe, dass wir die Schuhe noch irgendwie trocken bekommen. Jetzt sitzen wir bereits am Flughafen und sind sehr optimistisch, dass Neuseeland das erste Land werden könnte, in welchem wir aufgrund guter Vorbereitung problemlos einreisen dürfen. Ich habe aber auch gedacht, dass man nach sechs Tagen Aufenthalt allein in das Hostel findet - Michaela ist gestern Abend trotzdem zielsicher daran vorbei marschiert.
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  • Auckland (Anreise & Tag 1)

    25 oktober 2025, Nya Zeeland ⋅ ☁️ 17 °C

    Wir sind in Neuseeland angekommen, wo wir uns auf sieben tolle Wochen freuen.
    Die zwei Flüge waren erwartungsgemäß sehr anstrengend, obwohl ich gegebenenfalls einen kurzen Sekundenschlaf auf Flug zwei vorweisen kann. Auf diesem Flug hat Michaela Hannah kennengelernt, die gar nicht mehr aufhören konnte stolz von ihrer Heimat Neuseeland zu erzählen.
    Die Einreise funktionierte dieses Mal ohne größere Probleme, auch wenn Michaela nochmal ein bisschen Spannung reinbringen wollte, da sie eine ach so schöne Muschel aus Malaysia importieren musste. Für mich war es auch spannend, als das Gepäckband abgestellt wurde, aber mein Rucksack noch sowas von nicht ersichtlich war. Gott sei Dank wurde dieser dann nach einer Rückfrage am Schalter nachgeliefert. Bin aber sehr entspannt geblieben und hab meine Laune nicht abrauschen lassen.
    Sonst lief alles einwandfrei und der Uber Fahrer, der uns gerne noch selbst die Insel gezeigt hätte, brachte uns zum Hotel. Weil der gestrige Geburtstag von Michaela jetzt kein Highlight-Tag war, sind wir noch richtig lecker Abendessen gegangen und anschließend schlafen.
    Da wir heute Nacht das erste Mal seit drei Wochen ohne Klima und in einem richtig bequemen Bett schlafen konnten, haben wir gleich mal bis 11 Uhr gepennnt und sind dann nur schleppend losgekommen, um die Stadt zu erkunden. Gefällt uns eigentlich ganz gut, da das Klima angenehm (fast zu kalt) und alles etwas ruhiger ist. Nach einem mittaglichen Frühstück waren wir noch im Museum - jeder der mich kennt weiß ja, dass ich schon immer gesagt habe, dass ich unbedingt in das Memorial Museum Auckland möchte! Aber war tatsächlich interessant und hat noch mehr Vorfreude auf den Roadtrip durch das Land gemacht. Und Michaela hatte endlich mal wieder Zeit, sich mit ihren Artgenossen auszutauschen.
    Zu guter letzt mussten wir eine einschneidende Änderung zu unserer bisherigen Reise vornehmen - ab jetzt kein Essengehen mehr. Was in Malaysia und Bali sehr billig war, ist hier leider auf europäischem Niveau. Somit müssen wir endgültig auf die Low-Budget Reise (zumindest kulinarisch) umsteigen. Obwohl ich wirklich sehr viel an dem gemeinsamen Kochen mit lauter ach so coolen Travellern in der Hostel Küche verabscheue, musste ich Michaela überreden, dass wir nicht essen gehen. Nudeln mit Tomatensoße waren aber klasse und ich freue mich schon ein bisschen auf Toast mit Nutella morgen früh (Natürlich nicht Nutella, sondern eine einheimische Version, denn „wir unterstützen keine Palmöl-Monokultur in Südamerika“ - hoffe für Michaela, dass es trotzdem nach Nutella schmeckt).
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  • Auckland (Tag 2)

    26 oktober 2025, Nya Zeeland ⋅ 🌬 18 °C

    Nachdem wir uns bei unserem gestrigen Museumsbesuch stark in die Thematik eingelesen haben, dass Neuseeland und vor allem Auckland eigentlich nur aus Vulkanen besteht, sahen wir uns sowas von verpflichtet heute den ersten Vulkan zu erkunden. Vorbereitet wie die besten Vulkanologen kamen wir erstmal zu spät zum Hafen und die erste Fähre, die wir für die Fahrt zur Vulkaninsel Rangitoto benötigt hätten, war schon voll. Somit warten wir knapp zwei Stunden bis es los gehen konnte. Leider hatten wir auch irgendwie schon eine sehr frühe Rückfahrt gebucht, weshalb uns für die Expedition 90 Minuten blieb (regulärere Aufstiegszeit knapp eine Stunde). Somit waren wir wohl die ersten Vulkanologen, die in Trailrunning Manier den Vulkan hoch gestiefelt sind. Trotzdem war der Weg nach oben und vor allem der Ausblick von oben unglaublich beeindruckend. Gepaart mit der Naturbeschaffenheit, die immer wieder daran erinnerte, dass wir uns auf einem Vulkan befinden, war eine coole Erfahrung. Oben haben wir uns dann noch mit einem älteren Pärchen aus Texas verquatscht, sodass wir wieder einen ziemlichen Stress bekamen, um unsere Fähre zu erreichen. Es wäre definitiv schief gegangen, wären wir der alternativen Routenplanung von Michaela gefolgt. Durchaus faszinierend, wie es auf einer kleinen Vulkaninsel mit zwei Routen gelingen kann, die vollkommen falsche Abzweigung auszuwählen. Aber wir haben alles geschafft und hatten uns nach der Rückfahrt ein weiteres Highlight verdient. Heiße Schokolade mit Marshmallow-Rand und Cookie-Creme Topping. Was sich anhört wie die Ausfahrt nach Diabetes, schmeckte auch so, aber war schon auch geil. Somit war auch das letzte To-Do auf unserer Liste für Auckland abgehandelt und wir sind zurück in unser Hostel, um den Kochlöffel zu schwingen. Jetzt starten wir noch mit der Herr der Ringe Triologie, welche Michaela noch nicht kennt. Je nachdem wie es ihr gefällt, besichtigen wir die Tage noch die Hobbit Häuser oder nicht.Läs mer

  • NZ North (Tag 1)

    27 oktober 2025, Nya Zeeland ⋅ 🌬 18 °C

    Wie dem Titel und unserer Route zu entnehmen, sind wir heute Früh von Auckland aus in Richtung Norden aufgebrochen. Hierfür haben wir erstmal unser Auto für die nächsten sieben Wochen abgeholt - ein weißer Toyota RAV4. Oder wie wir ihn nennen: Ralf (Warum Ralf? Ralf sein Künstlername als Rapper wäre nämlich RAV4).
    Ein bisschen Eingewöhnung habe ich wieder benötigt, da hier ja sogar der Blinker auf der anderen Seite angebracht ist. Somit mussten die anderen Verkehrsteilnehmenden auf den ersten Kilometern immer beobachten, ob unser Scheibenwischer angeht, da wir dann voraussichtlich abbiegen wollten.
    In Summe lief aber alles super und wir haben auf dem Weg nach Norden noch einen tollen Wasserfall, ein paar Aussichtspunkte und die Waipu Höhle mitgenommen. Der Wasserfall war sehr schön! Nur hat Michaela vergessen zu erwähnen, dass das ganze mit einer Kletterei in Verbindung steht, für welche Sneaker nur bedingt geeignet waren.
    Die Höhle war nur mit einem Marsch durch eiskaltes Wasser zu erreichen. Als es beim Einstieg in die Höhle zu regnen begann, sah ich mich vor meinem inneren Auge schon von Wassermassen eingeschlossen und in mitten einer atemberaubenden Rettungsaktion, weshalb meine Laune etwas abrutschte. Aber der Anblick der zahlreichen Glühwürmchen war in der Höhle dann wunderschön.
    Danach ging es noch einige Kilometer weiter zu unserer Farm, auf der wir heute übernachten. Und ich sag mal so, als ich dachte, dass ich in Malaysia meine Komfortzone verlassen hatte, war mir das noch nicht bekannt. Ein großes alternativ eingerichtetes Gemeinschaftshaus, komische Menschen und einfach das Gefühl, als wären wir in das Treffen einer Sekte geplatzt. Unsere Hütte (ohne Klo und Bad) hat zumindest ein Bett, jedoch ist die Tür defekt, weshalb wir diese bei stürmischen 16 Grad und Regen nur anlehnen können. Somit steht einer fantastischen Nacht nichts mehr im Wege!
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  • NZ North (Tag 2)

    28 oktober 2025, Nya Zeeland ⋅ ⛅ 12 °C

    Nach einer den Umständen entsprechend passablen Nacht haben wir noch ein wenig das unbeständige Wetter beobachtet und dann doch entschieden, dass wir eine Wanderung wagen. Der Whangamumu Track war unser heutiges geographisches „Opfer“, welches wir bewältigen wollten. Obwohl es gefühlt alle 10 Minuten zwischen Regen, Sonne und Sturmböen wechselte, war es eine richtig coole Wanderung. Unsere neu eingeführte Regel, dass man nach dem An- oder Ausziehen einer Jacke mindestens 30 Minuten weiterlaufen muss, bis zurück gewechselt werden darf (Danke @ Auge & Lea für die Idee), mussten wir heute gleich wieder aussetzen, da es einfach zu unbeständig war.
    Das Ziel war eine wunderschöne Bucht, wo wir die Brotzeit genießen und Michaela ganz aufgeregt nach Muscheln suchen konnte. Auf dem Rückweg zu Ralf fiel uns auf, dass wir auf der kompletten vierstündigen Tour keine einzige andere Person gesehen haben. Das war sehr schön und spricht für den äußersten Norden Neuseelands, auch oder vermutlich weil hier keine typischen Instagram Spots sind.
    Wir sind dann in Richtung heutiger Unterkunft gefahren und haben auf dem Weg noch neue Adiletten für mich (meine wurden auf Bali aufgrund katastrophaler Düfte aussortiert) und einen Steckdosen-Adapter (unsere hoch angepriesenen Adapter für die „ganze Welt“ passen in Neuseeland, wo wir den Großteil der Reise verbringen, nämlich nicht) gekauft.
    Was gibt es zur Unterkunft auf dem Holiday Park (Campingplatz) zu sagen: Die gemeinschaftlichen Sanitären Anlagen sind anwesend. Unsere Hütte ist eigentlich ganz cool und hat einen tollen Blick auf das Meer, aber es ist auch sehr frostig, weshalb wir sogar den Toaster zwischenzeitlich als Heizlüfter genutzt haben. Michaela hat aber soeben noch Bettdecken organisieren können, weshalb einer guten Nacht mit leichtem Toast-Geruch nichts im Wege steht.
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  • NZ North (Tag 3 & Abreise)

    30 oktober 2025, Nya Zeeland ⋅ ☁️ 12 °C

    Wir haben den hohen Norden verlassen und sind gerade nach ca. 400 km Fahrt in Hamilton angekommen. Gestern musste sich Michaela aufgrund Magenverstimmung eine kleine Auszeit nehmen, weshalb ich mich für eine alleinige Expedition durch die Stadt Rawene entschied. Voller Tatendrang bin ich durch das kleine Dörfchen gezogen, habe mir die anliegenden Mangroven angeschaut und fand mich dann relativ früh auf einem schönen Steg wieder, wo ich den kompletten Nachmittag gedöst habe. Zwischenzeitlich muss sich wohl auch die Sonne gezeigt haben, da ich durchaus mit rötlich angepasster Gesichtsfarbe weiterzog.
    Da ich von der Expedition etwas mitbringen wollte, bin ich noch fix in den Supermarkt, um eine Tiefkühlpizza für die Abendspeisung zu organisieren. Alles in allem ein dem ruhigen Norden angepasster entspannter Tag.
    Heute Früh ging es dann gleich weiter in Richtung Süden, wo wir auch noch zwei Sehenswürdigkeiten mitgenommen haben. Zum einen die Koutu Boulders, bei welchen uns große Runde Felsen angepriesen wurden, die bei Ebbe am Strand zu finden sind. Obwohl wir uns bei unserem letztjährigen Urlaub in Norwegen Lernvideos zu Ebbe und Flut angesehen haben und uns durchaus als fortgeschrittene Anfänger in diesem Bereich definieren würden, war es völliges Glück, dass heute Vormittag tatsächlich Ebbe war. Die Steine waren nicht ganz so groß wie angepriesen, aber trotzdem sehr schön! Ähnlich wie der spätere Ausblick auf die Dünen und das Meer.
    Diesmal beende ich den Bericht nicht jammernd bezüglich einer Unterkunft, sondern kann frohlockend verkünden, dass unser Airbnb für die nächsten Tage ganz wunderbar ist.
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  • Hamilton (Tag 1)

    31 oktober 2025, Nya Zeeland ⋅ ⛅ 15 °C

    Als wir heute Früh von der Sonne geweckt wurden, hatten wir bereits die Hoffnung, dass heute ein großartiger Tag werden könnte. Und wir wurden sowas von nicht enttäuscht.
    Los ging es mit dem Besuch von Hobbiton bzw. dem Auenland. Michaela hat bereits die ersten beiden Herr der Ringe Filme ertragen, deshalb stand dem Besuch nichts im Wege. Der Weg dorthin führte durch die traumhaft grüne Landschaft und war die Fahrt schon fast wert. Aber auch das Filmset war sehr beeindruckend und trotz der zu erwartenden Menschenmassen richtig lohnenswert. Zusätzlich können wir nun final attestieren, dass Michaela aufrecht durch jede Hobbit Höhle wandern kann.
    In der Mittagssonne gab es im Grünen Drachen (Pub im Auenland) noch ein gratis dunkles Starkbier, dass mir mal für wenige Minuten die Fähigkeiten nahm mich ordentlich zu artikulieren. War herrlich!
    Danach ging es zu den Putaruru Blue Springs und was soll ich sagen - schaut euch einfach die Bilder an. Wirklich atemberaubend!
    Zu guter letzt nahmen wir noch einen weiteren Wasserfall mit, damit die Eindrücke des heutigen Tages auch auf alle Fälle fast überlaufen.
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  • Hamilton (Tag 2 & Abreise)

    2 november 2025, Nya Zeeland ⋅ ☁️ 18 °C

    Weitere zwei Tage in diesem fantastischen Land sind vergangen. Gestern wollten wir eine kleine Wanderung auf den Wharauroa Berg angehen und ich kann schon mal vorweg nehmen, dass das Adjektiv „kleine“ eine klare Themaverfehlung darstellt! Knappe drei Stunden kämpften und kletterten wir über Wurzeln, um dann aber oben bei einer tollen Aussicht anzukommen. 98% des Anstiegs musste ich emotionalen Support geben, um die Stimmung nicht kippen zu lassen. Wie viel Spaß Michaela zwischendurch hatte, zeigt Bild Nr. 2 sehr gut. Dem aufmerksamen Leser ist vermutlich aufgefallen, dass da noch zwei Prozent zum Gipfel fehlen. Hier benötigte ich großen Support, weil mir das etwas zu ausgesetzt und luftig wurde. In Summe bekam die Wanderung drei von fünf Bergen und wir beschlossen, dass wir danach nichts mehr machen wollen und ein gemütlichen Abend mit Herr der Ringe bevorzugen.
    Heute ging die Reise weiter in Richtung Lake Taupo, wo wir die nächsten vier Nächte verweilen. Auf dem Weg haben wir uns noch die Thermalgebiete angesehen, die leider genau so stinken wie sie beeindrucken - nämlich sehr!
    Wir haben es uns trotzdem nicht nehmen lassen, in einem Thermal Fluss noch ein Bad zu nehmen. War eine richtig coole Erfahrung in einem natürlichen Whirlpool zu sitzen.

    Zum Abschluss noch eine neue Rubrik - Weisheiten mit Michaela:
    Antwort auf meine Frage, ob wir die Vorhänge schließen wollen, damit man von draußen nicht rein schauen kann
    „Musst du nicht, draußen wird ja gleich dunkel“
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  • Lake Taupo (Tag 1)

    3 november 2025, Nya Zeeland ⋅ ☀️ 13 °C

    Die erste Nacht in unserer neuen Unterkunft war leider früh zu Ende, da wir für heute gleich eine lange Wanderung auf dem Programm hatten. Wir wollten den Wanderweg Tongariro Alpine Crossing absolvieren, der durch das Vulkanmassiv im Tongariro Nationalpark führt. Hierfür wurden wir bereits um 8 Uhr mit dem Shuttle an den Startpunkt gefahren und machten uns bei 5 Grad auf den Weg. Den ein oder anderen verwirrten Blick habe ich abbekommen, da ich der Einzige mit kurzer Hose war - hier wusste noch keiner, dass ich aufgrund fantastischen Wetters damit (mal wieder) voll ins Schwarze getroffen habe.
    Der Weg führte uns vorbei an Wasserfällen, massiven Vulkanen und kristallklaren Seen. Da sich die landschaftlichen Begebenheiten zum ersten Mal extrem zu „unseren“ Bergen zuhause unterschieden, haben wir uns kaum satt sehen können.
    Beim bergabwärts Laufen konnten wir in den Geröllfeldern unsere Allgäuer Trittfestigkeit unter Beweis stellen - denke wir sahen auf der Überholspur ähnlich cool aus, wie wir uns gefühlt haben.
    Nach guten 21 km sind wir dann aber richtig platt am Auto angekommen. Zur Belohnung gab es auf der Heimfahrt noch die „Sieger Lieder“ Playlist auf Spotify und ein völlig verdientes Eis.
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  • Lake Taupo (Tag 2 & 3)

    5 november 2025, Nya Zeeland ⋅ ☀️ 20 °C

    Nach der anstrengenden Wanderung und dem gefühlten Hetzen von einem Naturschauspiel zur nächsten Sehenswürdigkeit stand die letzten beiden Tage ein bisschen Entschleunigung an. Ganz wie mein Opa mir damals noch erzählt hat, als er von unseren Plänen erfahren hat - „nicht nur den Sehenswürdigkeiten hinterher jagen, sondern auch das Genießen nicht vergessen“.
    So waren wir gestern für fünf Stunden in der Sonne gelegen und haben einfach die Geräusche des Sees genossen. Hab übrigens gar nicht gewusst, dass man auf den Augenlidern einen Sonnenbrand bekommen kann. Es gibt wirklich kein Körperteil, das ich nicht nicht eincremen darf.
    Ansonsten haben wir den Tag gemütlich ausklingen lassen und den letzten Rat von Opa mal richtig genossen.
    Heute wollten wir den Huka Wasserfall sowie eine Krater Landschaft ansehen. Vor allem Ersterer hat uns sehr positiv überrascht und war wunderschön. Weniger wunderschön war, dass ich auf dem Hinweg wohl eine Geschwindigkeitsbegrenzung übersehen haben muss. Auf diese wurde ich aber Gott sei Dank direkt von einer netten Polizistin hingewiesen. Sie wird mir dementsprechend Post nach Durach zusenden.
    Nachmittags schlenderten wir noch ein wenig durch die Stadt Taupo, waren im eiskalten See baden und ich habe noch versucht durch einen perfekten Golfschlag 10.000 Dollar zu gewinnen. Ich muss hier auch keinen extra Spannungsbogen aufbauen, denn ich war sehr weit von einem Volltreffer entfernt. Michaela hat es nicht versucht, sonst hätten wir vermutlich noch einen Schläger zahlen müssen.
    Zum Abschluss gab es noch einen Sonnenuntergang am See, mit dem wir uns auch von diesem schönen Ort verabschieden, denn morgen geht es schon weiter.
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  • New Plymouth (Tag 1)

    6 november 2025, Nya Zeeland ⋅ ⛅ 17 °C

    Heute Früh ging es weiter in Richtung Westen oder wie wir sagen, nach links. Die Strecke nach links war landschaftlich schon ein erstes Highlight. Auf dem Weg nach New Plymouth (unglücklicher Name für meine mittlere „th“ Aussprache) wollten wir uns noch einen berühmten Strand mit den Three Sisters and the Elephant Rock (alles Felsen im Wasser) ansehen. Mal wieder völlig unvorbereitet haben wir dann vor Ort erfahren, dass man nur während Ebbe und auch darin nur innerhalb zwei Stunden zum Strand gelangt. Wir werden hier viel zu oft mit diesen Gezeiten konfrontiert, die wir trotz diverser Lehrvideos noch nicht ganz kapiert haben. Das Glück ist aber anscheinend tatsächlich mit den Dummen und so mussten wir nur 15 Minuten warten, bis wir im Knie hohen Wasser zum Strand laufen konnten. Ganz so easy war das gar nicht durch einen Mix aus tiefem Schlamm und schmerzhaften Steinen, die man im Wasser meist zu spät sehen konnte. Aber wir kamen nach kurzem Kampf an und konnten den traumhaften Ausblick genießen.
    Weiter ging es danach in die Unterkunft, welche wir noch einmal kurz verlassen haben, um unseren morgigen Gegner, den Mount Taranaki, zu besichtigen. Das musste im absoluten Halteverbot, welches vermutlich verhängt wurde, damit keine Touristen dort aussteigen und Fotos machen, zügig gehen. Mehr Zeit haben wir dann bestimmt bei der morgigen Wanderung an jenem Berg!
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