August 2019
  • Day2

    Tag 1: Ankunft in Bangkok

    August 19, 2019 in Thailand ⋅ ⛅ 34 °C

    Bangkok heißt uns herzlich Willkommen, obwohl wir nach unserem Flug etwas benommen waren, ich todmüde, Susi leider weiterhin angeschlagen.
    Mein Flug war sehr angenehm (ja wir flogen getrennt 🤨), ich lernte ein Pärchen in unserem Alter kennen, mit dem wir uns für einen Trip durch die Stadt morgen verabredet haben.

    Am Flughafen angekommen, ins erste Taxi: Ein älterer Herr, der wie vermutet, kein Wort Englisch spricht und auch den Standpunkt unseres Hotel, den wir ihm auf unserem Smartphone zeigen, nicht zu kennen scheint. Zum Glück stellte sich recht schnell heraus, dass der nette Herr, trotz fleißiger Selbstgespräche, zu wissen schien, was er tut und brachte uns zuverlässig innerhalb 60 Minuten in die Nähe unseres Hotels.

    Dort hatten wir nur eine kurze Wartezeit bis zum Check-IN und konnten so gleich ins Getümmel starten. Ohne uns bereits groß Gedanken gemacht zu haben, was wir in den beiden Tagen in Bangkok alles machen wollen, gingen wir unserer steten Priorität Nummer 1 nach, ESSEN!
    Also ab nach China Town, das Streetfood Viertel Bangkoks.

    Der Weg dorthin, stellte alle unsere Vorstellungen, wie diese lebendige Stadt sein würde, in den Schatten. Unvorstellbar laut, wuselig, unfassbar viele Autos und Roller, 1000 verschiedene Gerüche - und nicht nur Gute -, neue Eindrücke, überall Menschen, die etwas verkaufen wollen, aber trotzdem charmevoll, mit seinen Tuk-tuks und den prunkvollen Huldigungen zu Ehren ihres Königs. Schwer in Worte zu fassen, wie es hier zugeht, man kann es wirklich erstmal einen kompletten Kulturschock nennen. Am Besten lässt man hier die Bilder für sich sprechen.

    Nach etwa einer Stunde laufen durch Chinatown konnten wir uns nicht so recht für etwas zu essen entscheiden. Wir kannten so gut wie keine der angebotenen Speisen und auch die Hygienestandards waren für uns sehr ungewohnt. Wir entschieden uns deshalb vorerst für ein Nudelrestaurant anstelle des Streetfoods. Es war eine ausgezeichnete Wahl, einfach köstlich und mit nichtmal 7€ inkl. Vorspeisen und Getränken kein Vergleich zu den Preisen in Deutschland.

    Fünf Stunden purer Wahnsinn in der Stadt reichten uns fürs Erste. Susi kuriert sich jetzt erstmal aus und ich leiste ihr dabei Gesellschaft, so dass wir morgen, mit voller Kraft, wieder in den Tag starten können.

    Wir berichten auch weiterhin 🤓
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    Wie hoch sind die Temoeraturen?

    8/19/19Reply
    Wolfgang Schmidt

    Gute 35°. Extrem hohe Luftfeuchtigkeit, so dass man schön dauerhaft schwitzt :D

    8/19/19Reply
    Heidi Schübert

    Endlich Lebenszeichen von euch! Ganz schön aufregend! Hoffentlich geht es Susi bald besser. Eine andere Welt! Das wird spannend!!!

    8/19/19Reply
     
  • Day3

    Tag 2/Teil II: Wat Arun u. Khao San Road

    August 20, 2019 in Thailand ⋅ ⛅ 26 °C

    Im Anschluss ging es mit der Fähre zu „Wat Arun“, ein sehr schöner, aufwändig verzierter Tempel zu Ehren Buddhas aus dem 17. Jahrhundert. Viel mehr als außenrum laufen konnte man allerdings nicht, einen Besuch war es trotzdem wert.

    16 Uhr: Zurück ging’s mit der Fähre zum Hotel. Da in Thailand momentan Regenzeit ist, ließ auch derselbe nicht lange auf sich warten und goss wie aus vollen Eimern vom Himmel, während wir den Fluss überquerten. 3 Sekunden im Regen genügten, um patschnass zu werden. Nicht so schlimm, schließlich ist es hier schön warm 😄. Trotzdem saßen wir etwa 30 Minuten fest und entschlossen uns, einfach eine Pause bei einem kühlen thailändischen Bier 🍻 und einer Coke zu machen.

    18:30 Uhr: Nun war es endlich wieder Zeit für eine einheimische Mahlzeit. Ich bin absolut begeistert von allem, was ich hier bisher gegessen habe. Klar, ich habe eine besondere Vorliebe für asiatische Gerichte, aber auch Susi konnte bisher nichts Gegenteiliges behaupten, obwohl - oder vielleicht auch weil - sie der Geschmacks- und Geruchssinn aufgrund ihrer Erkältung bisher etwas im Stich ließ.

    Weiter ging es Richtung „Khao San Road“. Jeder kennt wahrscheinlich diese besonders belebten Straßen in anderen Großstädten, in denen es vor Händlern, Bars, Clubs und was Touristen eben noch so anzieht, nur so wimmelt. In dieser Straße gaben sich die Einheimischen allerdings besonders Mühe, ihrem Ruf für Exotisches gerecht zu werden. Überall gab es, neben dem üblichem einheimischem Essen, allerlei „Besondere Leckereien“ wie Spinnen, Skorpione, Maden, Schmetterlingskokons und Krokodil. Das Krokodil wurde natürlich, üblich wie bei uns das Spanferkel, im Ganzen am Spieß präsentiert.

    Nach guten 30 Minuten hakten wir auch diese Station ab und begaben uns zurück zum Hotel. Es war erst 20 Uhr, allerdings geht der Flug nach Hanoi bereits um 7 Uhr und wir mussten somit ein Taxi um ca. 4 Uhr nehmen.

    Bangkok war eine sehr schöne erste Stadt. Zwei Tage waren zu kurz, um alles Sehenswerte zu besuchen, für einen ersten Eindruck genügte es aber. Wir kommen irgendwann mit Sicherheit nochmal vorbei, dann etwas länger.
    Wir wurden ohne Eingewöhnungszeit direkt in die andere Kultur und Lebensweise auf diesem Kontinent katapultiert und fühlen uns nun bereit für die nächste Station. Von Bangkok/Thailand gehts nun nach Hanoi/Vietnam. Man sagt sich, dort soll es noch lebhafter sein, ich bin gespannt.
    Wir sitzen mittlerweile im Flugzeug und werden in ca. einer Stunde landen. Mit Spannung blicken wir auf die nächsten Tage und Abenteuer, die uns erwarten und werden euch dabei natürlich weiterhin auf dem Laufenden halten.

    Viele Grüße und bis bald.
    Susi und Wolfi 😘
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    Andrew From Eastlink

    God you're HOT!!

    9/21/19Reply
     
  • Day3

    Tag 2/Teil I: Königspalast und Wat Arun

    August 20, 2019 in Thailand ⋅ ⛅ 27 °C

    Unser 3. Tag, 5 Uhr Morgens, wir sitzen wieder am Flughafen und warten am Gate auf das Flugzeug nach Hanoi/Vietnam.

    Gestern standen die „wichtigsten“ Sightseeing Spots Bangkoks auf dem Plan, zumindest die, die wir in unseren knapp 2 Tagen Zeit unbedingt gesehen haben wollen: Der Königspalast, der Tempel „Wat Arun“ und die „Khao San Road“.

    10 Uhr: Wir haben heute etwas länger geschlafen und machen uns auf die Suche nach einem guten Frühstück. Bereits nach 5 Minuten kamen wir an einem einladenden Hostel vorbei. Susi bestellte sich ein paar Crêpes mit Nutella und Banane, für mich gabs ein Tomaten-Zwiebel-Omelett mit Sauerteig-Brot (der ganze Stolz der Besitzerin) und Avocado-Toasts, dazu eine Lime-Lemonade mit Honey Jelly.

    Während des Essens kam ein Herr auf uns zu, der wohl gehört hatte, dass wir deutsch sprechen. Wir unterhielten uns etwas und es stellte sich heraus, dass er der Mann der Besitzerin des „Naan Hostels“ ist. Ein deutscher Arzt aus Heidelberg, der sich vor etwa 10 Jahren während eines Trips nach Asien dazu entschied, in Bangkok zu bleiben. Er gab uns einige Insidertipps mit auf den Weg und checkte Susis Lymphknoten und ihren Hals bei der Gelegenheit gleich 😅 sehr praktisch. Sie lebt und wird wieder gesund 🥳, es kann sich allerdings noch etwas hinziehen.

    Wir machten uns anschließend auf in Richtung Königspalast. Dazu nahmen wir eines der Linien-Boote, die auf dem Fluss „Chao Phraya“ fahren. Die Fahrt war sehr schön und mit ca. 20 Cent dazu auch noch günstig. Am Bootshafen des Königspalastes angekommen, wurde klar, dass Massenabfertigung hier Programm ist. Und dort, wo die Massen sind, sind auch viele Händler. Jeder zweite verkauft lange Hosen, da kurze Hosen in der Anlage verboten sind. Mir blieb also mit meiner kurzen Hose nichts anderes über, als mir auch solch eine absolut stylische Hose zu gönnen. 😄

    Das Areal um den Königspalast ist atemberaubend. Alles glitzert, alles leuchtet, überall wo man hinsieht Gold und Edelsteine. Viele Schulklassen waren auch vor Ort. Etwas seltsam war, dass thailändische Staatsbürger keinen Eintritt und Ausländer knapp 15€ pro Person zahlen mussten, was verhältnismäßig teuer für die übrigen Preise im Land ist. Irgendwie muss der König seinen Palast ja unterhalten. 😁

    Wir waren dann schnell noch was Essen, bevor es weiterging. 🍣🍚🎋
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    Stefan Schmidt

    Braking News: Rikscha-Fahrer gewinnt Grins-Wettbewerb!

    8/22/19Reply
     
  • Day4

    Tag 3: Hanoi-Altstadt u. french Quarter

    August 21, 2019 in Vietnam ⋅ 🌧 27 °C

    Hallo ihr Lieben,

    Wir sind gut in Hanoi angekommen. Was uns zuerst auffiel war das wesentlich feuchtere, tropische Klima. Auch auf dem ersten Bild sieht man den Vergleich ganz gut. Die ersten Momente in der Innenstadt waren total verrückt. Der Arzt, den wir in Bangkok kennengelernt hatten, warnte uns bereits vor, dass der Verkehr in Bangkok nichts im Gegensatz zu dem in Hanoi ist und das war keine Lüge. Wohin man sieht, überall Roller und alles hupt. Die Autos und Roller kommunizieren hier so miteinander. Verkehrsregeln scheint es ansonsten keine zu geben 😅

    Wir haben ein Zimmer mitten in der Altstadt, kein Tageslicht, aber ansonsten alles, was man braucht. Das Stadtbild ist ähnlich wie in Bangkok, viele Händler auf den Straßen, ein Gehsteig existiert so gut wie nicht, der wird als Verkaufsfläche genutzt. Trotzdem wirkt alles etwas „besser“ und nicht so heruntergekommen, auch wenn man das auf den Bildern nicht vermuten mag.

    Große Ausflüge hatten wir für den ersten Tag nicht geplant. Einfach loslaufen und den Flair der Stadt in uns aufsaugen, das war die Devise. Erstes Ziel war der „Hoàn Kiêm See“, der mit ca. 700m Länge recht groß ist. Auf diesem ist eine Insel mit dem „Tempel des Jadebergs“. Der Sage nach hatte eine Schildkröte, die im See lebte, einem Fischer ein goldenes Schwert überreicht, mit dem dieser den vietnamesischen Krieg gegen die Chinesen erfolgreich abschloss. Danach war er zum König geworden. Als er dem Gott auf der Insel seine Dankbarkeit äußerte, erschien die Schildkröte und das Schwert verwandelte sich zu einem Drachen, der den See bis heute schützt. Später wurde vom König in der Mitte des Sees der dreistöckige Schildkrötenturm errichtet, der bis heute als das Wahrzeichen von Hanoi gilt .

    Überall auf der Insel sind Verzierungen und Malereien, die dieser Geschichte nachempfunden sind. Eine rote Brücke führt auf die verträumte Insel, auf der der Tempel und ein schöner Pavillon beheimatet sind. Im Inneren des Tempels sind zwei ausgestopfte Schildkröten zu bewundern. Eine, die in den 1980er Jahren tot aufgefunden wurde und die andere 2016, beide ca. 400 Jahre alt.

    Nach dieser Reise in die Vergangenheit schlenderten wir weiter durch die Straßen und entschieden uns spontan dazu, uns von einem alten Herren auf einer Rikscha spazieren fahren zu lassen. Die Fahrt ging etwa 30 Minuten und wir konnten die schöne Stadt, aber auch das Chaos, aus einer neuen Perspektive betrachten. Es ging einmal um den See und anschließend durchs französische Viertel. Dieses ist ein Überbleibsel aus der Zeit, in der Teile Vietnams in französischer Hand waren.

    Es war ein super Tag, die Stadt ist wunderschön, aber wir freuen uns bereits jetzt auf die etwas ruhigere Zeit, die uns ab Freitag weiter östlich in der „Ha Long Bucht“ erwartet.

    Bis dahin
    Susi & Wolfi 👌
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    Heidi Schübert

    Oh Gott, soooo interessant!! Diese Welt ist verrückt! 😉

    8/22/19Reply
    Stefan Schmidt

    Latest News:Rikscha-Fahrer gewinnt Grins-Wettbewerb!

    8/22/19Reply
    Heidi Schübert

    Ich kann mich gar nicht satt sehen 😍

    8/22/19Reply
     
  • Day5

    Tag 4: Hanoi City / Train Street

    August 22, 2019 in Vietnam ⋅ ⛅ 30 °C

    Weiter gehts! Wir sitzen im Bus Richtung „Ha long Bucht“, in der wir eine 2 tägige Schifffahrt mit Übernachtung und Programm gebucht haben. Drei bis sieben Stunden, je nach Verkehr, soll die Fahrt dauern. Susi gönnt sich etwas Ruhe neben mir und ich bringe zu Papier bzw. auf den Bildschirm, was wir gestern erlebt haben.

    Es war wieder ein sehr ereignisreicher Tag. Anfangs waren wir uns unsicher, ob wir wirklich unbedingt alle Touristen-Hotspots abgrasen müssen, entschieden uns schließlich dafür und bereuen es keinesfalls. 🤩

    Erster Stop war das „Hoa Lo Prison“. Ein Gefängnis, dass die Franzosen während der Kolonialzeit erbauten, um politische Gegner einzusperren. Später wurde es von den Vietnamesen im Krieg gegen die USA genutzt, um gefangen genommene Piloten zu inhaftieren. Ein sehr interessantes Museum, das zum Großteil im Originalzustand belassen wurde. Die Bilder, Filme und Texte, die dort präsentiert werden sind augenscheinlich etwas geschönt worden, was uns allerdings nicht weiter gestört hat. Wir konnten hier sehr viel Wissen über die vergangenen Kriege im Land mitnehmen.

    Weiter ging es zum sogenannten „Literaturtempel“. Ein alter Tempel, mit schön angelegtem Park. Auf jedenfall einen Besuch wert, wenn einen die Bauweise traditioneller Gebäude und die Kultur Vietnams interessiert.

    Nächste Station sollte das „Ho-Chi-Minh“ Mausoleum sein. Wir waren bisher nicht in diesem Stadtteil, waren aber total baff, wie sich hier alles präsentierte. Es scheint eine Art Regierungsviertel zu sein. Ein pompöses Gebäude der Franzosen neben dem Anderen und schließlich auf einem riesigen Platz das „Ho-Chi-Minh“ Mausoleum. Ein Mausoleum zu Ehren des verstorbenen ehemaligen Präsidenten Ho-Chi-Minh. Er war es, der die zerteilten Länder Nord- und Südvietnam (vergleichbar mit Ost- und Westdeutschland) wieder vereinte und wurde seither als Staatsheld verehrt. Die Stadt „Saigon“ - ganz im Süden Vietnams - wurde zu seinen Ehren sogar in „Ho-Chi-Minh City“ umbenannt.
    Der ehemalige Präsident wurde nach seinem Tod einbalsamiert (übrigens gegen seinen Willen eingeäschert zu werden) und wird seither jeden Tag von 8-11 Uhr in einem Glaskasten seinem Volk präsentiert. Er wird ähnlich einer Gottheit hier im Land verehrt.
    Der Platz, auf dem das Mausoleum steht, wird überall von Soldaten in schicker weißer Uniform bewacht. Man muss vorher durch eine Sicherheitskontrolle. Kurze Hosen, unbedeckte Schultern und unzüchtiges Verhalten sind hier Tabu sagt man uns.

    Auf dem hinteren Teil des Geländes befindet sich schließlich noch das „Ho-chi-Minh“ Museum, welches wir nicht besucht haben, da es bereits geschlossen war sowie die Einsäulenpagode, die, wie der Name schon sagt, eine Pagode ist, die auf nur einer Säule steht.

    Weiter ging es nochmal 2 Km Richtung Norden, zum größten See Hanois, dem „Hô Tây“ See. Auf ihm steht - auf einer Landzunge - die „Tran Quoc Pagode“. Leider war es schon 18 Uhr und eine Besichtigung somit nicht mehr möglich. Für ein Bild von außen hat´s trotzdem gereicht 😄

    Letzte Station war die „Train Street“. Wir haben im Vorfeld bereits Bilder gesehen und wussten, dass es diese Straße mit Cafés und Bars, die entlang eines Zuggleises ihre Gäste bewirten, gibt. Etwas anderes ist es aber natürlich, das ganze in Natura zu sehen. Eine sehr schön angelegte Kneipenstraße entlang der Gleise, die dortigen Bewohner haben sich wirklich alle Mühe gegeben. Neben Getränken und Speisen stehen in den Speisekarten die Durchfahrtszeiten der Züge.
    Ein Pfiff desjenigen Einheimischen, der den Zug zuerst bemerkt und alle Menschen an den Gleisen werden aufgescheucht. Stühle und Tische werden beiseite geschafft, einige legen Kronkorken auf die Gleise, alles steht gespannt nebeneinander und wartet auf das Spektakel. Der Zug rauscht hupend mit ca 40-50 Km/h an den Menschen vorbei. Das dauert nichtmal 20 Sekunden. Im Anschluss wird alles wieder aufgebaut - eine Sache von nichtmal 10 Sekunden - und das muntere treiben geht weiter. So geht das alle 20 Minuten, jeden Tag. Kein Wunder, dass die Besitzer so routiniert sind und auch deren Hunde nur gemütlich ein paar Schritte beiseite gehen, um Platz für den Zug zu machen.

    Sehr aufregender Tag, viele Erinnerungen geschaffen, viel gelaufen und bereit für das nächste Abenteuer, diesmal außerhalb der Großstädte. Morgen gehts weiter.

    Viele Grüße
    Susi & Wolfi
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    Wolfgang Schmidt

    Morgen früh gibts die Tage 5 und 6. Wir hatten leider 2 Tage kaum Internet. :)

    8/24/19Reply
     
  • Day6

    Tag 5/6: Ha Long Bay

    August 23, 2019 in Vietnam ⋅ 🌧 28 °C

    Eine zwei tägige Schifffahrt in der „Ha long Bucht“. Man kennt sie von Bildern, sie ist UNESCO Weltkulturerbe und einer der schönsten Orte in Vietnam. Wir können nur erahnen, wie atemberaubend es sein muss, die rund 1000 Berge, die hier in den letzten Jahr Millionen entstanden sind, live zu sehen.

    Nach drei Stunden holpriger Fahrt mit dem Bus kommen wir am Hafen an. Der erste Eindruck ist nicht sonderlich gut. Viele verlassene Bauruinen, noch mehr, als ich dies aus Ländern wie Ägypten oder der Türkei gewohnt bin. Auch das Wetter ist eher mittelmäßig, es ist etwas neblig, das Wasser wirkt grau/grün und alles andere etwas farblos. Tausende Touristen, massig Busse und genau so viele Schiffe auf dem Wasser machten den ersten Eindruck nicht besser. Aber wir ließen uns die Laune nicht verderben.

    Los ging’s mit einem kleineren Boot auf unser Schiff. Die meisten Schiffe hier haben die beste Zeit hinter sich, so auch unseres. Wir richteten uns in unserer Kajüte ein. Wir haben beim Check In auf dem Schiff bereits erfahren, dass das Programm in den zwei Tagen sehr straff sein wird. Nur etwa 2-3 Stunden Freizeit an den beiden Tagen.

    Los ging’s am Nachmittag mit einer Kajak-Tour. Wir fuhren in die Nähe eines schwimmenden Dorfs, eine Perlenfarm. Diese züchten Austern und deren Perlen. Nebenbei kann man bei ihnen Kajaks leihen und im Umkreis von etwa 300m paddeln. Da wir erst vor etwa 3 Wochen auf dem Main Kajak gefahren sind, waren wir noch in Übung und legten gleich los. Hat Spaß gemacht, aber etwa 20 Minuten, die wir als Zeitfenster bekamen, waren etwas zu kurz.

    Nächster Halt: „Titop-Island“. Im Vorfeld angepriesen als wunderschöne Insel mit Strand und atemberaubendem Ausblick auf deren Gipfel. Als wir uns mit dem kleinen Boot näherten, realisierten wir recht schnell, dass diese kleine Insel zum Einen völlig überlaufen mit Touristen und zum Anderen eine reine Baustelle ist, da dort momentan viele neue Gebäude errichtet werden. Mut machte uns allerdings der Pavillon an der Spitze des Berges und die Aussicht von diesem. Also ging es ab nach oben auf den Gipfel. Wir sind ja beide sportlich, aber die knapp 600 Stufen waren bei der Hitze doch etwas anstrengender als erwartet. Doch es hat sich gelohnt. Die Berge, an denen wir bisher unten mit dem Schiff vorbeifuhren waren schön, aber nicht vergleichbar mit dem Anblick, den sie uns auf Augenhöhe mit ihnen, boten.

    Für diese Erinnerung hat es sich gelohnt!

    Erschöpft vom aufregenden Tag, machten wir es uns noch bei einem Bier auf dem Oberdeck gemütlich und betrachteten die Sterne. Anschließend haben wir noch - erfolglos - ein paar Minuten mit Tofu versucht Calamari zu angeln, bevor es ins Bett ging.

    Der nächste Morgen startete zeitig um 6:30 Uhr mit dem Frühstück, bevor wir um 7:20 zur „Sung Sot Cave“, auch „Surprising Cave“ von unseren Guides genannt, aufbrachen.
    Eine weitere Insel, noch nicht so überfüllt von Touristen aufgrund der frühen Tageszeit. Weitere 500 Treppenstufen, bis wir schließlich oben an der Höhle ankamen. Die Höhle besteht aus drei „Räumen“ die ersten beiden nicht sonderlich groß, vielleicht so, dass sich 200-300 Menschen darin aufhalten können. Als wir den dritten Raum erreichten, verstanden wir, warum sie den Namen „Surprising Cave“ trägt. Er war so riesig, dass hier ein paar tausend Menschen Platz finden würden. Ein wahres Wunder der Natur, wunderschön! 😍🤩

    Anschließend ging es wieder zurück zum Schiff, wir nahmen das letzte grandiose Essen zu uns, um anschließend wieder am Hafen anzulegen. Es war mittlerweile 12 Uhr und der Bus wartete bereits. Die Rückfahrt nach Hanoi fuhren wir komplett durch Gewitter und strömenden Regen. Um 17 Uhr waren wir dann zurück am Hotel, wo das Taxi bereits auf uns wartete, die uns rechtzeitig zu unserem Flugzeug brachte, dass um 19 Uhr Richtung „Hue“ abhob.

    Mittlerweile ist es 22 Uhr, wir sind in einem wunderschönen Hotel in Hue angekommen und gehen jetzt nochmal auf die dortige Partymeile für ein paar Drinks.

    Ich hoffe wir können euch auf diese Art etwas an unserem Abenteuer teilhaben lassen. Mehr Bilder gibts dann zu Hause.

    Bis Bald
    Susi & Wolfi 😘
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  • Day8

    Tag 7: Hue

    August 25, 2019 in Vietnam ⋅ ⛅ 33 °C

    Hue ist wunderschön, nicht so städtisch wie Hanoi und das ist gut so. Der Lebensstandard der Menschen ist hier um einiges besser. Da wir nur einen Tag hier sind, haben wir uns einen schicken Roller gemietet, um alles sehenswürdige ungebunden zu erkunden.

    Ziel waren die königliche Zitadelle von Hue, ein paar Königsgräber und ein verlassener Wasserpark, der nie fertiggestellt wurde.

    Leider ist die Anzahl der Bilder in dieser App sehr begrenzt, weshalb ich euch nur, die meiner Meinung nach, schönsten Bilder zeigen kann.

    Die königliche Zitadelle, eine Art eigenes Dorf, für die damalige Herrscherdynastie, die „Nguyen“. Hue war bis 1945 die Hauptstadt Vietnams und wurde bis 1923 von der Zitadelle aus regiert. Das Gelände ist sehr weitläufig. Es gibt verschiedene „Stadtteile“, die damals alle einen festen Zweck hatten. Wirklich sehr interessant, teilweise aber renovierungsbedürftig. Aufgrund der Ernennung zum UNESCO Weltkulturerbe kommen aber nach und nach Gelder, die für die vollständige Renovierung genutzt werden.

    Die Fahrt mit dem Roller durch den dichten Verkehr mit tausenden Rollern war anfangs ungewohnt. Als ich allerdings den Finger einfach auf der Hupe ließ und diese etwa jede 10m einsetzte, wie das die Einheimischen hier tun, funktionierte es irgendwann wie von selbst. 🤨😂 Spaß beiseite, es ist wirklich unheimlich gefährlich hier auf den Straßen. Alles rauscht hauchnah an einem vorbei, wenn ein Auto an einem vorbei will, hupt es nur kurz und macht sich zwischen den beiden Spuren einfach eine dritte, um dort hindurchzufahren.

    Wir erkundeten daraufhin noch 2 Kaisergräber, das „Tu-Duc-Kaisergrab“ und das „Gia-Long-Kaisergrab“. Diese sind letzte Ruhestätten verstorbener Kaiser, die sehr prunkvoll und aufwändig errichtet wurden.

    Als wir am ersten Grab ankamen, überraschte uns mal wieder ein halber Monsun. Täglich schüttet es hier einmal etwa 15-20 Minuten wie aus Eimern. Vergleichbar mit einem sehr starken Regen vor/während eines Gewitters in Deutschland, der die Straße überflutet. Zum Glück sind wir top ausgestattet und auch unserer Laune konnte das nichts anhaben, wie man an dem Bild von Susi sieht 😂

    Die Gräber waren beide sehr schön und einen Besuch wert, viel mehr gibts dazu aber nicht zu sagen.

    Letzte Station, der verlassene Wasserpark. Susi hatte zu Hause bereits im Vorfeld davon gelesen und war total heiß darauf, ihn endlich live zu besichtigen. Am „Eingang“ angekommen trafen wir ein Pärchen aus Spanien, die ebenfalls versuchten, den Park zu befahren. Die dortigen Wachmänner zeigten uns nur einen Zettel, auf dem stand, dass keine Besucher erlaubt sind und wir deren Regeln akzeptieren sollen. Wahrscheinlich hatten sie diesen Zettel nur, um den Schein zu wahren, denn als wir ihnen Geld boten, dass wir hinein dürfen, haben sie nicht lange gezögert und angefangen mit uns zu handeln.
    Wir haben sehr viele Bilder und Videos gemacht. Ein sehr spannender Ort. Von riesigen Gebäuden, Tribünen einem Drachen, streunenden Hunden und Kühen mit Kälbern haben wir hier alles gesehen. Meine Höhenangst hab ich auch kurz überwunden und bin hoch in das Maul des Drachen gestiegen.

    Wir verabredeten uns für den Abend mit dem spanischen Pärchen, Sarah und William, zum Essen. War ein super Tag, wir haben neue Leute kennengelernt und wieder wahnsinnig viel gesehen und erlebt.

    Am nächsten Tag gings weiter mit dem Roller nach Hoi An. Es ist eine Strecke von ca. 130Km, die sich seeeeehr gezogen hat, aber auch einige Abenteuer bereit hielt. Wir sind gerade am Pool im Hotel in Hoi An, mein iPad ist leider leer, deshalb muss ich diesen Bericht auf später verschieben. Wir schnappen uns nun ein Fahrrad und erkunden die Stadt Hoi An, die mit seinen Tempeln, Ständehäusern, Pagoden und dem historischen Ortskern, der alle Kriege überlebt hat und fast komplett auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes steht.

    Viele Grüße und bis dann
    Susi & Wolfi 🤓
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    Heidi Schübert

    Da hast du Recht, was für ein Abenteuer!!!! Das ist schon ein verrücktes Land! Einen tollen Roller habt ihr euch gemietet. Viel Spaß euch noch !

    8/27/19Reply
     
  • Day9

    Tag 8: Von Hue nach Hoi An

    August 26, 2019 in Vietnam ⋅ ⛅ 34 °C

    Los ging´s um 10 Uhr mit dem Roller. Es ist ein 125ccm Roller, ist also durchaus flott unterwegs. Unser Ziel: Das 130km weiter südliche „Hoi An“. 130km? Hört sich viel an? War es auch! 😁

    Geplant waren einige interessante Stops auf dem Weg zum Ziel. Erster Stop waren die „Elephant Springs“, eine Quelle, die in den Tiefen des Urwalds entspringt. Schon auf den letzten Metern dorthin wurde uns klar, dass auch dieser wunderschöne Ort komplett von den Einheimischen kommerzialisiert und „verunstaltet“ wurde. Die Quelle ist tief im Wald, ein größerer Bach, etwa 5 Meter breit. An sich wunderschön, leider haben entlang der zugänglichen Stellen Einheimische Hütte an Hütte mit blau-weißer Folie als Überdachung gebaut. Dort konnte man dann ein Bad auf einem ihrer „Abschnitte“ für ca. 2€ „mieten“. Die Teilstücke waren immer etwa 10m lang. Der Zauber dieses Naturspektakels muss leider sehr darunter leiden, erfrischend war das 15 minütige Bad allerdings trotzdem.

    Anschließend ein paar KM weiter, direkt vor dem „Hai Van Pass“, haben wir uns etwas zu Essen gegönnt. Die Familie dort war sehr nett, Susi hat sich gleich den kleinen Jungen geschnappt und seine „High Five“ Fähigkeiten gefestigt.

    Weiter ging’s auf den „Hai Van Pass“, ein riiieesiger Berg, der Nord- und Südvietnam trennt und während der politischen Trennung in der Vergangenheit ein wichtiger strategischer Punkt war (ähnlich der Mauer, die Ost- und Westdeutschland trennte). Der Pass führt uns bei 10% Steigung in wahnsinnige Höhen, so dass wir von dessen Gipfel einen atemberaubend schönen Ausblick hatten.

    Wir kamen an „Da Nang“ vorbei, eine Stadt mit ca. 1,5 Millionen Einwohnern, sind allerdings etwas knapp mit der Zeit dran und entschieden uns deshalb gegen einen Abstecher zu den bekannten „Marble Mountains“.

    Wir fuhren direkt weiter nach „Hoi An“. Fast am Ziel angekommen - es waren nicht mal mehr 3 km - hörte ich einen lauten Knall von unten und das typische Geräusch, wenn der Antriebsriemen den Geist aufgibt... Nun standen wir da, Roller wollte keinen Meter mehr fahren. Wir blieben entspannt, die nette Dame vom Rollerverleih versicherte uns, dass wir unentgeltlich zügige Hilfe bekommen würden, wenn etwas auf dem Weg passieren sollte.
    Gesagt, getan. Nach nichtmal 10 Minuten waren zwei Einheimische mit einem Ersatzroller aufgetaucht, mit dem wir die letzten paar Meter zum Hotel fahren konnten. Der eine der Beiden setzte sich auf unseren Roller, startete den Motor - ich war kurz davor, ihn darauf hinzuweisen, dass das Teil nicht mehr fährt - und ließ sich von seinem Kumpel „abschleppen“. Abschleppen auf eine so unkomplizierte Art, dass ich aus dem Staunen erstmal nicht rauskam 😂😂😂. Wie Susis Papa sagt: „Abschleppen verkehrstechnisch zweifelhaft, aber herrlich unkompliziert, fast sympathisch“. Damit trifft er es sehr gut, wie wir finden 😃.

    Zum Abschluss waren wir noch in Hoi An gegenüber unserem Hotel bei „Claypot“ essen. Typisch vietnamesisch wird Fleisch mit Flüssigkeit und vielen Gewürzen etwa 30 Minuten lang geköchelt, bis die Flüssigkeit nahezu verdampft ist. Heraus kommt ein Gericht, so aromatisch, wie ich es noch nie erlebt habe. Gewürze und Geschmäcker, die ich bisher nicht kannte. Auch Essen kann ein Erlebnis sein, für uns zumindest. 🤤

    Spannender Tag, mit einigen Stolpersteinen, aber wir wären ja nicht wir, wenn wir diese nicht einfach locker überspringen würden. 💪🏼

    Viele Grüße aus Hoi An, eine traumhafte Stadt, mehr von hier gibts dann später.
    Susi & Wolfi
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