Aarhus, Velo & gute Laune 🚴☀️
28–29 de mai., Dinamarca ⋅ ☁️ 16 °C
Heute zieht es ObeliX weiter Richtung Norden bis nach Egå. Die Fahrt dorthin ist richtig schön und gemütlich, obwohl wir doch geradezu viel fahren, 90 km! Das Wetter bleibt weiterhin absolut traumhaft — Sonne satt und fast schon verdächtig wenig Wind.
Kaum angekommen, schwingen wir uns aufs Velo und fahren nach Aarhus. Mir gefällt die Route eigentlich richtig gut, Roger bezeichnet sie eher als Fehlplanung der Routenführung von "Koomot“ 🤣. Ich geniesse während dessen gemütlich die Aussicht. Teamharmonie auf zwei Rädern eben.
Dazu kommt: Aarhus ist definitiv eine Velostadt 🚴♀️🚴♂️ (eigentlich ganz Dänemark). Überall gibt es Velowege — breite, schmale, rote, eigene Spuren neben der Strasse… eigentlich ein Paradies für Zweiräder. Aber genau deshalb sind auch gefühlt halb Dänemark und sämtliche Studenten gleichzeitig unterwegs 😄 An manchen Kreuzungen hat man kurz das Gefühl, mitten im Berufsverkehr zu stehen — einfach ohne Autos. Velo-Stau statt Autobahn-Stau! 🤣
Aarhus selbst gefällt mir dafür umso besser. Die Stadt wirkt jung, lebendig und irgendwie entspannt cool. Überall sitzen Leute draussen vor Cafés, Bars und kleinen Restaurants, trinken Kaffee oder ein Feierabendbier und geniessen die Sonne. Die Fussgängerzone ist riesig und voller Leben — man merkt sofort, dass Aarhus eine bedeutende Universitätsstadt ist.
Unterwegs kommen wir am Schloss Marselisborg vorbei, der Sommerresidenz der dänischen Königsfamilie. Wenn die Königsfamilie nicht dort ist, darf man sogar durch den Schlosspark spazieren. Danach radeln wir entlang der wunderschönen Aarhus-Bucht mit ihren modernen Gebäuden und dem Hafenflair. Besonders lustig fanden wir die „Unendliche Brücke“ — offiziell ein kreisförmiger Steg ins Wasser. Unendlich ist sie zwar nicht, aber immerhin läuft man im Kreis 😄
Auch die moderne St.-Lukas-Kirche fällt sofort auf. Ganz anders als die typischen alten Backsteinkirchen in Dänemark. Und natürlich sehen wir auch das berühmte Aarhus Kunstmuseum ARoS mit seinem riesigen bunten Rundgang auf dem Dach. Das Kunstwerk heisst „Your rainbow panorama“ und gehört inzwischen fast schon zum Wahrzeichen der Stadt.
Nach knapp 30 km kommen wir wieder bei ObeliX an. Beine zufrieden, Akku leer, Stimmung bestens 😊. Den Rest des Nachmittags geniessen wir gemütlich vor dem Wohnmobil (direkt neben einem gut frequentierten Kinder-Spielplatz 🙉).Leia mais
Zwischen Hafen und Hochzeitspanik
27–28 de mai., Dinamarca ⋅ ⛅ 17 °C
Heute hiess es Abschied nehmen von Annette und Jochen 😢. Aber wie eigentlich immer war das Treffen einfach wunderbar – gute Gespräche und dieses gemütliche Zusammensein, bei dem die Zeit viel zu schnell vergeht. Morgen ziehen die beiden weiter Richtung Hirtshals. 🎣😄.
Für uns geht es mit ObeliX nordwärts durch Jütland. Eigentlich wollten wir bis Aarhus fahren, aber daraus wurde nichts. Erst musste nochmals LPG getankt werden – ObeliX hat schliesslich auch Durst 😉 – und am Ende landeten wir in Juelsminde.
Juelsminde liegt malerisch an der Ostküste Jütlands und ist bekannt für seinen gemütlichen Hafen und die Marina. Der Ort entstand ursprünglich als Fähr- und Handelshafen und lebt heute stark vom Tourismus und vom Wassersport. Der Stellplatz direkt am Hafen wäre eigentlich richtig schön gewesen… allerdings fehlen momentan gefühlt zwei Drittel der Plätze, weil gross umgebaut wird 🚧. Naja, man kann nicht alles haben, wir haben einen der vier Plätze ergattert.
Nach einem kleinen Einkauf passierte dann das, wovor man sich vor einer Hochzeitseinladung eigentlich fürchtet: Ich erinnerte mich plötzlich daran, dass wir am 20. Juni bei Wolf und Sandra an ein Hochzeitsfest eingeladen sind… und ich von zuhause absolut nichts Passendes eingepackt habe 😳. Ganz schlechte Kombination: spontane Shoppingaktion in Dänemark. Das bedeutet meistens entweder „nichts Schönes“ oder „schön, aber aua fürs Portemonnaie“.
Die reduzierten Kleider draussen vor dem Laden waren jedenfalls eher Kategorie „Vorhang trifft Gartenfest“. Drinnen allerdings blieb mein Blick sofort an einem richtig schönen Outfit hängen. Also Roger in den Laden gerufen und er kommt ungern rein. Aber dann sein Kommentar: „Das ist aber cool.“ Tja… bis ich das Preisschild sah 😵. Ich glaube, kurz hat sich mein Kreislauf verabschiedet.
Die Verkäuferin brachte dann noch günstigere Alternativen. Auch teuer. Aber eben… etwas weniger teuer 😅. Nach gefühlt hundertmal Anprobieren und grossem Grössen-Drama – Hose in S, Oberteil in M – stand die Entscheidung fest. Gekauft. Fertig. Diskussion beendet.
Ab sofort gibt’s also Sparprogramm in ObeliX 😄. Billigste Küche. Klöpferhaut mit Gschwellti… oder irgend sowas in der Art. Hauptsache: Ich habe jetzt etwas zum Anziehen für die Hochzeit von Wolf und Sandra! Prioritäten müssen gesetzt werden 😉.
Direkt am Hafen entdeckten wir später noch einen Glacestand 🍦. Wir schauten kurz hin… rechneten innerlich den Preis des Outfits gegen… und liefen dann ganz tapfer weiter 😂.Leia mais

Viajante
Ganz links steht dir sehr gut! Und man lebt nur einmal da darf es auch mal etwas teurer sein. Das Outfit kannst du ja mehrfach tragen. Nicht nur zu einer Hochzeitsfeier
Freundetreffen in Fredericia
26 de maio, Dinamarca ⋅ ☀️ 23 °C
Heute passiert in Fredericia mal etwas völlig Verrücktes: Wir schlafen aus 😄 Keine Fähre, kein Leuchtturm, kein „nur schnell noch 80 Kilometer“. Stattdessen ein gemütlicher Start in den Tag. Danach geht’s kurz zum Einkaufen.
Der eigentliche Höhepunkt des Tages kommt aber am Nachmittag: Unsere liebsten Freunde Annette und Jochen treffen ein 🎉 Da wird natürlich erst einmal erzählt, gelacht und gefachsimelt. Am Abend gehen wir dann zum ersten Mal auf dieser Reise so richtig gut auswärts essen — und wow… das Essen war wirklich sensationell. Kein Campingstuhl, kein Plastikteller, kein „das geht schon noch“. Einfach richtig fein und richtig lecker 😋
https://cozy-fredericia.dk/
Später sitzen wir noch zusammen vor ObeliX, plaudern und geniessen den Abend, bis die dänische Frische langsam übernimmt. Irgendwann kriecht die Kälte dann doch in die Jackenärmel — typisch Skandinavien: tagsüber freundlich, abends Erinnerung daran, wo man geografisch eigentlich gerade ist 😄.
Morgen trennen sich unsere Wege dann wieder. Annette und Jochen fahren weiter nach Hirtshals und setzen mit der Fähre nach Bergen über. Dort wartet Norwegen — und vor allem jede Menge Fisch 🎣 Wir wissen jetzt schon: Wenn wir uns später wieder in Alsfeld treffen, gibt’s hoffentlich feinen norwegischen Fisch auf den Teller 😄. Für uns geht die Reise dagegen gemütlich weiter Richtung Aarhus. Mal schauen, welche Ecken Dänemarks noch auf uns warten.Leia mais
Fredericia - und Abschied von Fünen (Fyn) 🚴☀️
25–26 de mai., Dinamarca ⋅ 🌬 23 °C
Heute heisst es Abschied nehmen von Fünen - mit ObeliX rollen wir Richtung Fredericia. 😄
Bevor wir aber auf dem Stellplatz ankommen, gibt’s erst mal einen wichtigen Zwischenhalt: Vorräte auffüllen! Der Kühlschrank in ObeliX hatte nämlich bereits dezent angedeutet, dass Getränke, Brot und die „kleinen Snacks für zwischendurch“ langsam zur Neige gehen 😅 Erstaunlich: Obwohl heute auch in Dänemark Pfingstmontag ist, haben viele Läden trotzdem geöffnet. Sehr praktisch für reisende Wohnmobilbesatzungen mit akutem Einkaufsbedarf.
In Fredericia schwingen Roger und ich uns aufs Velo und radeln ins Zentrum. Die Stadt wurde bereits 1650 als Festungsstadt gegründet und ist bis heute von beeindruckenden Wallanlagen umgeben. Besonders auffällig ist der „Hvide Vandtårn“, der weisse Wasserturm. Er steht wie ein riesiger Sahneklecks über der Stadt und diente früher tatsächlich als Teil der Wasserversorgung. Auch die gut erhaltenen Festungsanlagen und das historische Stadttor „Prinsens Port“ erinnern daran, dass Fredericia früher militärisch enorm wichtig war.
Mitten in der Stadt steht auch der berühmte „Landsoldaten“ – eine Statue eines einfachen dänischen Soldaten. Sie wurde 1858 errichtet und gilt als das erste Denkmal Dänemarks für den gewöhnlichen Soldaten und nicht für einen König oder General. Der Mann wirkt fast so, als würde er gemütlich durch die Stadt spazieren. Roger meinte nur trocken: „Der sieht entspannter aus als wir nach dem Einkauf“ 😄
Danach zieht es uns weiter Richtung Hafen. Dort liegt eine riesige AIDAbella am Kai – ein schwimmendes Hochhaus mit Balkonen. Am grossen Strand von Fredericia herrscht richtig Betrieb: Familien, Sonnenhungrige, Kinder im Wasser und tatsächlich auch Leute, die freiwillig baden gehen. Beim Zuschauen bekomme ich schon Gänsehaut. Die Ostsee hat definitiv eine andere Vorstellung von „angenehmer Badetemperatur“ als ich 🥶
Am Abend geniessen wir die warme Sonne gemütlich vor ObeliX. Kein Stress, kein Zeitplan, einfach sitzen, schauen und den Tag ausklingen lassen.Leia mais
Krabbenrennen - kl. Velotour - Faulenzen
24 de maio, Dinamarca ⋅ ☁️ 16 °C
Assens: Kirche und Krebse
23 de maio, Dinamarca ⋅ ☀️ 21 °C
Heute liessen wir es gemütlich angehen und schliefen erst einmal ordentlich aus – Ferienprofis eben 😄 Danach spazierten wir von unserem Stellplatz Richtung Altstadt. Die Kirche von Assens zeigte sich leider nur halbherzig, denn wegen Renovationsarbeiten versteckte sich das meiste Gebäude hinter Gerüsten. Immerhin ragte der Kirchturm tapfer in den Himmel. Die Kirche stammt ursprünglich aus dem Mittelalter und prägt das Stadtbild von Assens seit Jahrhunderten.
Das Städtchen selbst war überraschend lebhaft. Überall sassen Leute draussen in der Sonne, tranken Kaffee, assen Eis oder genossen einfach das dänische Hafenleben. Uns gefielen die schmalen Gassen mit den bunten Häusern und den kleinen Cafés 🌞.
Offenbar fand heute auch ein Orientierungslauf statt. Dutzende meist ältere Herren mit hochroten Köpfen und Landkarten in der Hand flitzten im Zickzackkurs durch die Straßen 🏃♂️💨. Die meisten wirkten hochkonzentriert, wir glauben es ging um viel 😄.
Roger und ich waren uns jedenfalls einig: Schon beim Zuschauen wurden wir müde.
Zurück bei ObeliX genossen wir den späteren Nachmittag gemütlich in der Sonne und beobachteten die Segelboote und die kleinen + grösseren Motor-Boote beim Ein- und Ausfahren im Hafen.
Dann gibts noch direkt vor unserem Wohnmobil einen Steg mit erstaunlich vielen kleinen Krebsen. Den ganzen Nachmittag kamen Familien mit Kindern vorbei, bewaffnet mit Schnüren, Klammern und Eimern. Die Krebse werden hier allerdings nicht gegessen. Stattdessen gibt es am Ende ein grosses „Krebserennen“: Alle Kinder setzen ihre Fangobjekte gleichzeitig in eine kleine Vorrichtung und öffnen zusammen die Klappen. Danach wuseln die Krebse in alle Richtungen zurück ins Wasser 🦀
Das Rennen war übrigens deutlich chaotischer als jede Formel 1 – aber vermutlich mit sympathischeren Teilnehmern.Leia mais
Assens - Hafenkino
22–24 de mai., Dinamarca ⋅ ☁️ 19 °C
Heute geht’s von Ballen nach Assens – wieder einmal direkt an den Hafen 😊.
In Assens angekommen, parken wir ObeliX erneut mit bester Aussicht aufs Wasser. Viel Programm gibt’s heute allerdings nicht – ausser Wäsche waschen 😄. Während die Maschine arbeitet, übernehmen wir die wichtige Aufgabe des professionellen Hafenzuschauens. Und das ist überraschend unterhaltsam: Ein Boot wird mit dem Kran ins Wasser gehievt, ein anderer Besitzer kämpft konzentriert mit seinem Mast, während rundherum Möwen kommentieren, als wären sie die Hafenaufsicht.
Assens liegt übrigens auf der Insel Fünen und war früher ein bedeutender Handelsort. Noch heute wirkt der kleine Hafen lebendig und gemütlich zugleich. Besonders schön sollen die alten Häuser im Zentrum sein. Morgen machen wir einen Stadtspaziergang 😉.
Den Rest des Tages verbringen wir ganz unspektakulär: sitzen in der Sonne, schauen aufs Wasser, beobachten das Hafenkino und geniessen einfach das süsse Nichtstun.Leia mais
Hafenruhe und Privatwege
21–22 de mai., Dinamarca ⋅ 🌬 18 °C
Heute heisst es Abschied nehmen von der Insel Langeland — und zurück geht’s auf die Insel Fyn. Die Fahrt führt uns durch die typisch südfünische Landschaft 🚐🌾. Hinter Svendborg wird es immer ruhiger, bis wir schliesslich im kleinen Hafenort Ballen landen. Unser Stellplatz liegt direkt am Hafen — herrlich friedlich, kein Trubel, kein Schnickschnack, einfach Entschleunigung auf Dänisch.
Direkt gegenüber liegt die kleine Insel Skarø. Natürlich könnte man mit der Fähre rüberfahren… aber irgendwann ist auch mal gut 😄. In den letzten Wochen haben Roger, ich und ObeliX gefühlt halb Dänemark per Fähre erobert. Heute schauen wir einfach nur gemütlich hinüber.
Ballen wirkt fast ein bisschen wie aus der Zeit gefallen. Kleine Boote schaukeln gemütlich im Wasser und Möwen kommentieren lautstark das Hafengeschehen. Ich mache noch einen Spaziergang Richtung Strand… zumindest theoretisch 😄. Praktisch endet der Weg immer wieder vor hübschen Häusern mit mindestens ebenso hübschen „Privatvej“-Schildern. Die Dänen teilen vieles — aber offenbar nicht jeden Zugang zum Wasser 😉. Dafür gibt es unterwegs wunderschöne Gärten und alte Reetdächer.
Und dann entdecke ich unterwegs noch eine ziemlich spezielle Skulptur 😄. Sehr schlank, sehr lange Beine, tiefenentspannt im Gras sitzend — quasi das dänische Supermodel unter den Gartenfiguren. Ich habe zwar inzwischen auch schon 4–5 Kilo abgenommen… aber bis ich so aussehe wie die Dame auf dem Bild, müsste ich vermutlich noch ein paar Wochen nur Knäckebrot und Hafenduft zu mir nehmen 😂
Dann etwas Unerwartetes: einen Schwan direkt im Meer. Eigentlich verbindet man Schwäne ja eher mit Seen und Süsswasser. Schwäne, insbesondere Höckerschwäne, können in Salzwasser leben und trinken, da sie spezielle Salzdrüsen besitzen, die überschüssiges Salz ausscheiden.
Am Abend sitzen Roger und ich noch draussen vor ObeliX und geniessen die Sonne und die unglaubliche Ruhe. Das Wetter-App hatte ausnahmsweise komplett recht — etwas Wind, angenehm warm und fast schon Sommerfeeling 🌞. Nach dem Nachtessen, der Tagesschau und einem kleinen Whiskey-Coke unter freiem Himmel wird’s langsam Zeit fürs Bett.Leia mais
Regenfahrt nach Bagenkop 🌧️
20–21 de mai., Dinamarca ⋅ ☁️ 14 °C
Heute gibt’s ausnahmsweise mal keine grossen Abenteuer, keine spektakulären Fährmanöver und auch keinen neuen Leuchtturm für unsere Sammlung 😄 Dafür eine gemütliche Fahrt mit ObeliX quer über die Insel Langeland — von Lohals ganz im Norden bis nach Bagenkop an die Südspitze.
Zwischendurch ziehen dunkle Regenwolken über die Insel, dann reisst der Himmel kurz auf, nur um fünf Minuten später wieder die nächste Dusche zu schicken. Dänemark eben… Wetter-App: korrekt... leider
In Bagenkop machen Roger und ich trotz Nieselregen einen Spaziergang zur Kirche und hinunter zum Hafen. Das kleine Fischerdorf hat knapp 450 Einwohner und war früher ein bedeutender Fischereihafen auf Langeland. Noch heute prägen Fischerboote und kleine Werften das Ortsbild. Besonders auffällig ist die Kirche von Bagenkop: schlicht, nordisch und typisch für die kleinen dänischen Küstenorte. In der Kirche fällt uns wieder eines dieser typischen dänischen „Kirchenschiffe“ auf, die in vielen Gotteshäusern von der Decke hängen. Diese sogenannten Kirkeskibe haben in Dänemark eine lange Tradition. Früher wurden die Schiffsmodelle oft von Seeleuten gestiftet — entweder als Dank für die Rettung aus Seenot oder als Bitte um Schutz auf dem Meer. In einem Land, in dem kein Ort weit von der Küste entfernt ist, gehören Schiffe eben fast so selbstverständlich zur Kirche wie Kerzen und Gesang ⛵.
Besonders spannend: Dänemark besitzt mit über 1’000 Kirchenschiffen die höchste Dichte solcher Modelle weltweit. Manche sind detailgetreue Nachbildungen echter Schiffe, andere reine Symbolik für Hoffnung, Reise und Heimkehr.
Der Hafen wirkt ruhig und ein wenig verschlafen — vermutlich wetterbedingt. Unser Stellplatz liegt zwar direkt beim Hafengelände, haut uns aber ehrlich gesagt nicht gerade um. Gemütlich? Eher nein 😄 Aber immerhin schaukelt ObeliX heute nicht im Sturm.
So endet ein ruhiger Reisetag zwischen Regenwolken, Möwengeschrei und dänischer Gelassenheit.Leia mais

Yvi on tourGestern haben wir in der Kirche in Porvoo (Finnland) auch ein Kirchenschiff gesehen. Ob dies eine getreue Nachbildung eines Schiffes ist, welches mal über die Meere schipperte, wissen wir nicht.
3 Leuchttürme an einem Tag!!! (Nr. 12, 13 und 14)
19–20 de mai., Dinamarca ⋅ ☀️ 13 °C
Heute ging’s für ObeliX gemütliche 30 Kilometer nordwärts über die Insel Langeland bis nach Lohals. Morgen soll der Himmel angeblich sämtliche Schleusen öffnen – also wollten wir heute noch möglichst viel trockene Luft tanken. 🌦️
Kaum im Hafen angekommen, wurden die Velos ausgeladen und los ging’s Richtung Norden zum privaten Hou Fyr. Die Strecke führte durch überraschend hügeliges Gelände – für Dänemark fast schon alpine Verhältnisse 😄... für uns fast eben – und durch einen wunderbar dichten Wald, in dem die Sonne immer wieder zwischen den Bäumen hervorgeblinzelt hat. Links und rechts sattes Frühlingsgrün, Vogelgezwitscher und zwischendurch dieser typische Duft von feuchtem Waldboden.
1. Leuchtturm
Das Hou Fyr selbst ist ein eher unscheinbarer, privater Leuchtturm an der Nordspitze Langelands. Früher half er den Schiffen bei der Navigation durch die Gewässer zwischen Langeland und Fünen. Besonders spannend: Viele kleinere dänische Leuchttürme wurden im 19. Jahrhundert gebaut, weil die Ostsee-Schifffahrt damals regelrecht boomte. ⚓
Auf dem Rückweg entdeckten wir auf Pfählen fein säuberlich aufgereihte Kormorane – wie eine schwarze Jury mit strenger Miene. 🐦 Nach den Tauchgängen müssen sie die Flügel trocknen und sitzen mit ausgebreiteten Flügeln aus den Pfählen. Sie sehen dabei immer ein wenig aus, als würden sie ein düsteres Ritual abhalten. Kormorane ernähren sich fast ausschließlich von Fisch, den sie bei Tauchgängen von bis zu 90 Sekunden Länge erbeuten. Kormorane leben gesellig in Kolonien an Küsten oder grösseren Binnengewässern.
Danach wechselten wir auf die andere Seite der Insel zum winzigen Frankeklint Fyr. Der gilt tatsächlich als kleinster Leuchtturm Dänemarks. Winzig ist er wirklich – eher „Leuchttürmchen“ als Leuchtturm 😄 –, aber dank der hohen Klippen über der Ostsee trotzdem hervorragend sichtbar für vorbeifahrende Schiffe. Die steilen Küsten dort sind übrigens ziemlich typisch für den Norden Langelands und entstanden während der letzten Eiszeit.
3. Leuchtturm
Nach der Rückkehr zum Hafen entdecken wir direkt vor Ort noch den 3. Leuchtturm des heutigen Tages: das Lohals Fyr also unser 14. Leuchtturm.
Zurück in Lohals trafen wir direkt am Wasser noch sehr nette Hamburger. Aus einem kurzen Schwatz wurde eine längere Diskussion über Politik, Weltlage und alles dazwischen. Lustig, wie schnell man unterwegs mit völlig fremden Menschen ins Gespräch kommt – wahrscheinlich hilft Meerblick dabei enorm. 🍔🌍
Was uns auf der ganzen Reise auffällt: Das Wasser der Ostsee ist hier erstaunlich klar. Selbst im Hafen konnten wir bis auf den Grund sehen. Und mitten drin schwamm plötzlich eine grosse gelbe Haarqualle vorbei. 😳 Unsere Qualle im Hafen ist allerdings nur ca. 30-35 cm im Durchmesser.
Noch etwas zu dieser Quallenart (dank Wikipedia): Gelbe Haarqualle, die aufgrund ihrer nesselnden Tentakel umgangssprachlich oft als Feuerqualle oder Löwenmähnenqualle bezeichnet wird. Sie besitzt einen achtlappigen Schirm, der gelb, orange, dunkelrot oder violett gefärbt sein kann. Charakteristisch sind die extrem langen, fadenförmigen Tentakel, die unter dem Schirmrand in Büscheln hängen. Zum Glück sieht sie meist gefährlicher aus, als sie ist … wobei man ihre Tentakel trotzdem lieber nicht kuscheln möchte.
Es ist die größte bekannte Quallenart der Welt. Während sie in der Nord- und Ostsee meist Durchmesser von 35 bis 50 cm erreicht, können Exemplare in der Arktis über 2 Meter breit werden, mit Tentakeln von bis zu 30 bis 40 Metern Länge. Diese Quallen leben freischwimmend im offenen Wasser und ernähren sich von Plankton, kleinen Fischen und anderen Quallen.
Zum Abschluss gab’s bei ObeliX noch ein richtig feines Nachtessen: Lachs, Reis und Gemüse. Danach wurde der Abend gemütlich beendet – mit skeptischem Blick auf den Wetterbericht. Vielleicht irrt sich der ja morgen. Wäre schliesslich nicht das erste Mal. 😄Leia mais
Reetdächer & Rindsfilet 😄
18–19 de mai., Dinamarca ⋅ ☁️ 16 °C
Heute ging es für uns mit ObeliX ganz entspannt weiter nach Rudkøbing auf der Insel Langeland. Die Fahrt dorthin war typisch dänisch entspannt. Schön ist immer wieder der Blick aufs Meer - mal glitzernd ruhig, mal leicht grau-blau unter den Wolken 🚐🌾.
Das Wetter war heute übrigens völlig in Ordnung. Zwar zogen immer wieder ein paar Wolken vorbei, aber die Sonne blinzelte regelmässig hervor und machte die Velotour gleich doppelt schön 🌤️😄.
Nach einem kleinen Snack zum Mittagessen wurden die Velos startklar gemacht und wir radelten Richtung Spodsbjerg mitten hinein ins gemütliche Inselinnere. Was uns dabei ständig ins Auge stach: diese wunderschönen Häuser mit ihren traditionellen Reetdächern. Die Dächer bestehen aus Schilfrohr und haben in Dänemark eine jahrhundertealte Tradition. Früher nahm man einfach das Material, das direkt vor der Haustür wuchs — praktisch, wetterfest und erstaunlich langlebig. Und ganz ehrlich: Ein Reetdach macht einfach sofort „Hygge“, selbst wenn man nur daran vorbeifährt. 😄
Die kleinen Strassen führten vorbei an alten Bauernhäusern, Pferdeweiden und blühenden Hecken. Hier scheint alles ein bisschen langsamer zu laufen — sogar der Wind wirkt entspannter.
Den Abend liessen wir dann ganz stilecht im ObeliX ausklingen. Roger war heute Grillmeister und zauberte ein feines Rindsfilet auf den Grill. Und ja… wir sind uns ziemlich sicher: Das war definitiv besser als die Fish & Chips von gestern und zwar viel besser. 🥩🔥😂Leia mais
Sonnenfahrt nach Lundeborg ☀️🚴
17–18 de mai., Dinamarca ⋅ ☁️ 14 °C
Heute meint es Dänemark endlich wieder gut mit uns: viel Sonne, nur ein paar harmlose Wölkchen und kein Regen weit und breit. Also rollen Roger, ich und natürlich ObeliX bester Laune weiter über die Storebæltsbroen auf die Insel Fünen – von den Dänen liebevoll Fyn genannt.
Kaum haben wir die imposante Storebæltsbroen überquert, entdecken wir direkt den nächsten Leuchtturm: Name unbekannt? Und damit ist es offiziell – wir stehen bereits bei Leuchtturm Nummer 11 in Dänemark! 😄 Langsam könnte man meinen, wir reisen nicht mit ObeliX, sondern mit einem mobilen Leuchtturmführer durchs Land.
Die Strecke zeigt sich von ihrer hübschen Seite: sanfte Hügel, gelbe Rapsfelder und knorrige Bäume. Diese Landschaft wirkt irgendwie wie gemalt – als hätte jemand beschlossen, dass Hektik hier Hausverbot hat. 😄
In Lundeborg angekommen, schwingen wir uns aufs Velo. Erst geht’s gemütlich südwärts der Küste entlang. Das Meer glitzert um die Wette mit der Sonne, Möwen kreischen über uns und der Wind hat heute ausnahmsweise beschlossen, sich relativ anständig zu benehmen.
Unser erster Stopp: Schloss Broholm. Das Herrenhaus stammt ursprünglich aus dem 13. Jahrhundert und war früher eine richtige Wasserburg. Heute wirkt alles herrlich friedlich – fast zu schön, um wahr zu sein.
Weiter radeln wir durch kleine Dörfer Richtung Oure, Gudme und Hesselager. Besonders spannend: Kirche von Gudme. Gudme war in der Wikingerzeit nämlich ein bedeutendes Machtzentrum. Hier wurden Goldschätze gefunden, weshalb Historiker vermuten, dass die Gegend einst das politische Zentrum von Fünen war. Nicht schlecht für so ein beschauliches Dorf! 😄
Auch die Kirche von Hesselager taucht plötzlich zwischen alten Bäumen auf – typisch dänisch schlicht. Leider auch geschlossen wie die Kirche von Gudme.
Zum Schluss erreichen wir noch Hesselagergård, eines der ältesten Renaissance-Schlösser Dänemarks. Wunderschön anzusehen leider nur von aussen, denn jegliches Betreten des Geländes ist verboten. Da hat wohl jemand Angst, dass Roger und ich versehentlich einziehen könnten. 🤭
Also radeln wir ganz entspannt zurück nach Lundeborg, lassen den Abend ruhig ausklingen und wollen uns ein feines Nachtessen im Jensen's Fisk gönnen. Frischer Fisch direkt am Hafen – mehr Dänemark geht fast nicht - so die Hoffnung. Leider war es gar nicht fein.... es gab nach 16 Uhr (wir waren um 16.30 vor Ort) nur noch eine kleine Auswahl an Gerichten... das beste war noch Fish & Chips. Aber auch dies lies zu wünschen übrig... kleiner Fisch, Salat ohne Dressing... na ja einfach eine grosse Enttäuschung leider.
Velotour auf Koomot:
https://www.komoot.com/de-de/tour/2961217739?sh…
Morgen wartet bereits das nächste Inselabenteuer: Langeland.Leia mais
Meerblick & Flæske-Glück
15–16 de mai., Dinamarca ⋅ 🌬 12 °C
Ohne grosse Abschiedszeremonie 😉 machen wir uns heute von Jrene und Dany aus, auf den Weg Richtung Süden nach Reersø. Verabschiedet haben wir uns ja bereits gestern – alles andere wäre wohl leicht überdramatisch geworden 😄
Die Fahrt führt uns durch die typisch dänische Landschaft: kleine Bauernhöfe, gelbe Rapsfelder und gemütlichen Dörfer mit roten Backsteinhäusern. Nach gerade mal rund 45 Kilometern rollen wir schon gemütlich auf unseren Stellplatz direkt am Hafen von Reersø. Meerblick inklusive. Für mich einfach der Jackpot 🌊
Der Wind meint es heute allerdings ziemlich ernst mit uns. Den ganzen Tag bläst es kräftig mit Böen bis zu 42 km/h. ObeliX schaukelt zwischendurch ein wenig 😄. Trotzdem zeigt sich das Wetter von seiner schönsten Seite: strahlender Sonnenschein den ganzen Tag und dieser typisch klare dänische Himmel mit kleinen Wölkchen, bei dem das Meer fast glitzert wie in der Werbung ☀️
Nach einem gemütlichen kleinen Lunch ziehen wir trotzdem los zu einem Spaziergang Richtung Süden der Halbinsel. Immer am Strand entlang, immer mit Blick auf die imposante Storebæltsbroen. Die riesige Brücke verbindet die dänischen Inseln Fünen und Seeland und gehört zu den längsten Hängebrücken Europas.
Der Spaziergang hat heute definitiv etwas von „Frischluft deluxe“ 🌬️ Der Wind pfeift uns kräftig um die Ohren, die Haare machen sowieso längst, was sie wollen, und teilweise müssen wir uns richtig gegen die Böen stemmen. Dafür wirkt das Meer umso wilder und eindrücklicher.
Vorbei an einem schönen Kiefernwald erreichen wir an der Südwestspitze von Reersø die Skansen-Klinten. Die Steilküste dort ist wirklich beeindruckend: raue Klippen, tosende Wellen und diese urwüchsige Stimmung, die perfekt zu diesem stürmischen Tag passt 😊
Reersø selbst ist übrigens eine kleine Halbinsel mit nur wenigen hundert Einwohnern und bekannt für seine besondere Katzenrasse: die „schwanzlosen Katzen von Reersø“. Ja, die gibt es wirklich 😄 Angeblich leben dort seit Jahrhunderten Katzen mit verkürzten Schwänzen (Manx-Katze). Es handelt sich um eine Population schwanzloser Katzen, die durch eine spontane Genmutation entstanden ist. Die Legende besagt, dass diese Katzen vor etwa 200 Jahren von der Isle of Man nach einem Schiffbruch im Storebælt auf die Insel kamen. Aufgrund der isolierten Lage der ehemaligen Insel hat sich das Merkmal der Schwanzlosigkeit über Jahrhunderte erhalten. Wir sehen aber keine dieser Katzen!!! Dafür eine dänische Kuh 🤣.
Zum Nachtessen gönnen wir uns dann die legendären Flæske-Sandwiches vom kleinen Imbiss am Hafen. Und wir verstehen sofort, warum alle davon schwärmen 🤤 Knuspriges Schweinefleisch, feine Sauce und genau die richtige Portion „ungesund aber glücklich“.
Den Abend geniessen wir schliesslich gemütlich im ObeliX. Draussen rauscht der Wind weiter übers Meer, die Wellen klatschen an die Küste – und drinnen ist es einfach nur gemütlich 🌊🚐Leia mais
Leuchtturm, Hornhechte, Jrene & Dany
14–15 de mai., Dinamarca ⋅ 🌬 10 °C
Leuchtturm, Hornhechte & Freunde
Nach einer herrlich warmen Dusche und einem gemütlichen z’Morge rollen wir mit ObeliX weiter Richtung nächstem Leuchtturm: dem Røsnæs Fyr.
Das Røsnæs Fyr liegt auf der Halbinsel Røsnæs, dem westlichsten Punkt der Insel Seeland. Der Leuchtturm wurde bereits 1844 gebaut und steht spektakulär über der Küste des Kattegats. Früher war die Gegend berüchtigt für Schiffstrandungen – heute eher für schöne Aussicht und steifen Wind 😄
Zurück auf dem Parkplatz klingelt plötzlich das Telefon: Irene und Dany melden sich und verkünden, dass sie spontan zu uns in den Norden kommen! Was für eine Überraschung 😊 Natürlich freuen wir uns riesig, liebe Freunde aus Rheinfelden mitten in Dänemark zu treffen.
Kaum auf dem Stellplatz angekommen, rollen auch die beiden an. Also ziehen wir direkt gemeinsam Richtung Hafen los. Dort herrscht reger Betrieb: überall Fischer mit langen Ruten, Eimern und konzentrierten Blicken aufs Wasser 🎣 Der Star des Tages ist der Hornhecht. Dieser eigenartige Fisch mit seinem langen schnabelartigen Maul zieht im Frühling in Küstennähe zum Laichen. Offenbar befindet sich hier ganz in der Nähe ein beliebter Laichplatz. Nach dem Laichen schwimmen die Fische dicht am Hafen vorbei zurück Richtung Ostsee – für die Fischer also ein gefundenes Fressen. Besonders lustig: Die Gräten des Hornhechts sind wegen eines Farbstoffs tatsächlich leicht grünlich. Sieht beim Essen etwas ausserirdisch aus 👽🐟 (dies erzählt uns einer der Fischer).
Nach einem stärkenden Zvieri spazieren wir noch der Küste entlang. Dort beobachten wir zahlreiche Kormorane. Die grossen schwarzen Vögel sitzen mit ausgebreiteten Flügeln auf Pfählen und Steinen, als würden sie Yoga machen 😄. Tatsächlich trocknen sie so ihr Gefieder, denn ihre Federn sind weniger wasserabweisend als bei anderen Wasservögeln. Dafür können sie ausgezeichnet tauchen und jagen Fische unter Wasser fast wie kleine Torpedos.
Am Abend wird der Grill eingeheizt 🔥 Gemeinsam essen, lachen und erzählen wir bis spät in den Abend hinein. Es ist einfach schön, dass Irene und Dany diesen kleinen Umweg in den Norden gemacht haben. Morgen geht ihre grosse Reise weiter Richtung Kopenhagen, Schweden, Finnland und Norwegen – insgesamt sind sie ganze drei Monate unterwegs! Da bekommt man direkt wieder Fernweh, obwohl wir ja selber schon mitten drin sind 😄Leia mais
Fähre, Fieber und Funkstille 🤧⛴️
13–14 de mai., Dinamarca ⋅ ☁️ 9 °C
Mit der Fähre ging es heute von Hundested nach Rørvig – einmal quer über den Isefjord. Die Überfahrt dauert nur rund 20 Minuten 😄.
Nach der Ankunft fuhren wir weiter nach Havnebyen auf der Halb-Insel Sjællands Odde.
In Havnebyen selbst ist normalerweise einiges los. Der Ort gilt als einer der wichtigsten Fischereihäfen Seelands. Frischer Fisch, kleine Fischerboote und maritime Stimmung prägen den Hafenbereich. Heute allerdings eher nicht mit mir 😅.
Denn leider hat mich die hartnäckige Erkältung endgültig ins Bett im ObeliX geschickt. Statt Velotour oder Wanderung gab es Taschentücher, Tee und Ruhepause. Roger übernahm tapfer die Rolle als Bordapotheker und Motivationscoach 😉.
Darum bleibt der heutige Eintrag ausnahmsweise kurz: Es gibt schlicht nichts Spannenderes zu berichten als Husten, Schlafen und gelegentlich aus dem Fenster aufs Meer schauen.
Morgen sieht die Welt hoffentlich wieder etwas weniger nach Hustensaft und mehr nach Abenteuer aus 🚐Leia mais

Yvi on tourSchnelle und gute Besserung. Hoffe, dass es Roger nicht auch noch erwischt!
Sjællands Odde Havn
13 de maio, Dinamarca ⋅ ☁️ 8 °C
Direkt am Hafen mit schöner Sicht auf ein- und ausfahrende Boote, sehr ruhig
Link auf Campercontact:
https://www.campercontact.com/de/danemark/regio…
Koordinaten:
55° 58' 17" N 11° 22' 10" O
55.97136 11.3695
Adresse:
Østre Havnevej 32
4583, Odsherred Kommune, DK
Einrichtungen (👍=vorhanden, 👎=nicht vorhanden):
Toiletten 👍
Duschen 👍
Entsorgung Grauwasser 👎
Entsorgung Schwarzwasser 👎
Entsorgung Chemie-Toiletten 👎
Frischwasser 👍
Abwaschen 👍
Waschmaschine 👍 zusätzlich bezahlt
WLAN 👎
Strom 👍Leia mais
Sturm, Fieber und Leuchttürme
12–13 de mai., Dinamarca ⋅ ☀️ 11 °C
Die Nacht im ObeliX war nicht so gut. Claudia kämpfte am Morgen mit Fieber und Halsschmerzen, ich mit den Erinnerungen an den heftigen Sturm in der Nacht. Und am Morgen mein geplanter Duschluxus? Gescheitert. Das Wasser war dermassen eisig, dass ich kurz dachte, ich stehe in der Ostsee. Vermutlich hatte die Heisswasseranlage noch tief und fest geschlafen.
Also machten sich zwei leicht zerzauste Dreckspatzen auf Richtung Einkaufstour. Der Kühlschrank war ungefähr so leer wie unsere Energielevel. Claudia sass dick eingemummt neben mir.
Bereits nach 17 Kilometern erreichten wir das Hafenstädtchen Hundested an der Nordküste Seelands. Der Ort lebt stark von Fischerei und Fähren und entwickelte sich im 19. Jahrhundert rund um den Hafen. Nach Besichtigung der beiden Stellplätze am Hafen entschieden wir uns für den Südhafen — deutlich schöner gelegen und vor allem angenehm nah bei den Sanitäranlagen. Denn morgen gilt: Duschen ist Pflicht 🚿😂
Nach dem Z’morge verschwand Claudia wieder gut eingepackt unter der Decke, während ich mich zu Fuss auf den Weg zum Knud Rasmussen Hus und zum Spodsbjerg Fyr machte. Rund zweieinhalb Kilometer führte der Weg entlang der Küste mit Blick aufs Kattegat — Sonne, frische Luft und nur noch ein paar harmlose Wolken am Himmel. Der Wetterwechsel kam genau rechtzeitig.
Das Haus von Knud Rasmussen liegt wunderschön auf einer Anhöhe direkt am Meer. Rasmussen war einer der berühmtesten Polarforscher Dänemarks und gilt als „Vater der Eskimologie“. Zwischen 1921 und 1924 durchquerte er als erster Europäer die Nordwestpassage mit Hundeschlitten — eine absolute Wahnsinnsleistung. Das Museum hatte leider noch geschlossen, aber über Rasmussen habe ich schon einiges gelesen.
Und dann das Highlight für den Leuchtturm-Fan 😄. Neben dem hübschen Spodsbjerg Fyr stand beim Hafen noch ein älterer Turm, offenbar der frühere Leuchtturm, aber wahrscheinlich nicht mehr in Betrieb. Den Namen habe ich zwar nicht herausgefunden, aber zwei Leuchttürme sind natürlich doppelte Freude für mich.
Zurück bei ObeliX schlief Claudia immer noch tief eingepackt vor sich hin. Immerhin zeigte sich das Wetter heute endlich wieder von seiner freundlichen Seite: Sonne, blauer Himmel und nur vereinzelte Wolken, allerdings noch immer recht stürmisch — das Wetter-App hatte wieder einmal recht 😄.
Jetzt hoffen wir auf eine ruhige Nacht, etwas weniger Wind und darauf, dass Claudia morgen wieder fitter ist 🍀Leia mais
Lynæs Havn bei Hundested
12 de maio, Dinamarca ⋅ ☀️ 11 °C
Direkt beim Hafen. Es gibt 2 Stellplätze (je einen am Südhafen und einen am Nordhafen). Wir waren auf dem Stellplatz am Südhafen. Beim Südhafen sind alle Einrichtungen. Der Stellplatz liegt ruhig. Ideal zum Besuch des Knud Rasmussen Hus (2km entfernt)
Link:
https://lynaes-havn.dk/gaester/autocampere/
Koordinaten:
55° 56' 37" N 11° 51' 49" O
55.94354 11.86361
Adresse:
Lynæs Havnevej 15B
3390 Lynæs, DK
Einrichtungen (👍=vorhanden, 👎=nicht vorhanden):
Toiletten 👍
Duschen 👍
Entsorgung Grauwasser 👍
Entsorgung Schwarzwasser 👍
Entsorgung Chemie-Toiletten 👍
Frischwasser 👍
Abwaschen 👍
Waschmaschine 👎
WLAN 👍
Strom 👍Leia mais
Regen & Leuchtturm
11–12 de mai., Dinamarca ⋅ 🌧 10 °C
Nach einem guten "z’Morge" rollten wir mit ObeliX gemütlich Richtung Frederiksværk. Die Strasse führte uns durch viele kleine Küstenorte. Schon kurz nach Munkerup entdeckten wir bereits den nächsten Leuchtturm: Nakkehoved Fyr. Natürlich mussten wir sofort abbiegen 😄.
Wenige Meter später stand er da – klein, charmant und irgendwie typisch dänisch. Nakkehoved Fyr gehört zu den ältesten Leuchtturmanlagen Dänemarks und besteht eigentlich aus zwei Leuchttürmen (wir haben aber nur einen gesehen). Der ältere wurde bereits im 18. Jahrhundert gebaut. Ob unser entdeckter Turm heute noch aktiv ist? Keine Ahnung 😅. Aber für uns zählt sowieso mehr die Aussicht als die Technik.
Und dann kam der sportliche Teil des Tages: 128 Stufen runter zum Strand! Unten erwarteten uns Wind, Wellen und diese raue nordische Küstenstimmung 🌬️.
Danach tuckerten wir gemütlich der Küste entlang weiter bis nach Rågeleje – ein hübscher Badeort mit typischen Ferienhäusern und entspannter Atmosphäre. Von dort ging’s landeinwärts nach Frederiksværk. Die Stadt entstand im 18. Jahrhundert rund um Dänemarks erstes Industriegebiet und spielte früher eine wichtige Rolle in der Produktion von Kanonen, Kanonenkugeln und Kanonenpulver. Heute wirkt alles deutlich friedlicher 😉.
Und diesmal hatte die Wetterprognose tatsächlich recht. Ab 12.30 Uhr regnete es ohne Pause ☔. Erster richtiger Regentag dieser Reise! Aber wie man so schön sagt: Die Natur freut sich bestimmt darüber. Wir machten deshalb nur einen kurzen Spaziergang am Hafen und kauften im Fiskemarket ein wunderschönes Seeteufelfilet. Jetzt liegt die Verantwortung bei Roger 😄. Hoffentlich grilliert er den Seeteufel genau so gut, wie es aussah.
Den Rest des Tages verbrachten wir gemütlich im ObeliX. Der Regen trommelte leise aufs Dach, draussen war alles grau und drinnen herrschte perfektes Wohnmobil-Kuschelklima 😊. Einfach mal nichts tun, die Ruhe geniessen und sich schon auf ein feines Fischessen freuen.Leia mais
Frederiksværk Havn Autocamper Plads
11 de maio, Dinamarca ⋅ ☁️ 10 °C
Schöner Stellplatz beim Hafen mit Sicht aufs Meer.
Link auf Campercontact:
https://www.campercontact.com/de/danemark/haupt…
Koordinaten:
55° 58' 3" N 11° 59' 58" O
55.96743 11.99942
Adresse:
Havnelinien 23
3300 Frederiksvärk DK
Einrichtungen (👍=vorhanden, 👎=nicht vorhanden):
Toiletten 👍
Duschen 👍
Entsorgung Grauwasser 👎
Entsorgung Schwarzwasser 👎
Entsorgung Chemie-Toiletten 👎
Frischwasser 👍
Abwaschen 👍
Waschmaschine 👍 zusätzlich bezahlt
WLAN 👎
Strom 👍Leia mais
Waschtag mit Meerblick 🌦️
10–11 de mai., Dinamarca ⋅ ☁️ 12 °C
Nach einer ausgezeichneten Nacht liessen wir es heute ganz gemütlich angehen. Für unsere Verhältnisse starteten wir fast schon im Rentner-Luxusmodus 😄, erst gegen 10 Uhr morgens.
Frühmorgens sahen wir die Sonne über Schweden aufgehen, ein toller Moment.
Da die Wetter-App den grossen Regen angekündigt hatte, beschlossen wir: Zeit für eine längst fällige Waschaktion! Nach 2,5 Wochen unterwegs hatte selbst ObeliX wahrscheinlich genug von unseren „Abenteuer-Düften“ gehabt.
Die Fahrt führte uns entlang der Küste von Nordseelands und immer wieder der Blick aufs Kattegat – richtig hyggelig. Nach knapp 20 Kilometern erreichten wir schliesslich Dronningmølle, einen beliebten Badeort an der dänischen Nordküste. Der Ort entstand ursprünglich rund um eine Mühle der dänischen Königin – daher auch der Name „Dronningmølle“, also „Königinnenmühle“.
Der Campingplatz erfüllte alle wichtigen Luxus-Kriterien: Waschmaschine ✔️ Tumbler ✔️. Und kaum drehte sich die erste Wäsche in der Trommel, kam schon die Überraschung des Tages: Die Wetter-App lag komplett daneben! Kein Regen. Stattdessen leicht bewölkter Himmel und immer wieder Sonne zwischen den Wolken. Meteorologen… auch nur Menschen 😄.
Natürlich zog es uns direkt an den Strand. Der breite Sandstrand von Dronningmølle gehört zu den schönsten an der Nordküste Seelands (feinster Sand, Dünen).
Mutig watete ich sogar ins Wasser. Also… mit den Füssen 😅. Mehr war bei 11 Grad definitiv nicht drin. Es fühlte sich an wie Kneippen auf dänisch: zuerst „huiii!“, dann taube Zehen und danach irgendwie erstaunlich erfrischend. Roger fand das natürlich höchst amüsant und blieb lieber trocken an Land.
Am Ende wurde aus dem geplanten Regentag doch noch ein richtig schöner Strand- und Waschtag. Saubere Wäsche, Sonne und Meeresluft 😊Leia mais
Dronningmølle Strandcamping
10 de maio, Dinamarca ⋅ ☁️ 11 °C
Schöner Camping, man kann direkt zum Strand gehen. Wir haben hier Wäsche gewaschen. Sanitär etwas älter aber sehr sauber, 4 Waschmaschinen und 2 Tumbler vorhanden. Man kann einen Platz beim Quickstopp haben und spart da rund einen Drittel der Kosten gegenüber dem günstigsten Stellplatz auf dem Campingplatz. Quick-Stop-Plätze sind direkt vor dem Campingplatz und man kann alle Einrichtungen (WC, Douche, Waschmaschine usw.) trotzdem nutzen.
Link auf Campercontact:
https://www.campercontact.com/de/danemark/haupt…
Koordinaten:
56° 5' 52" N 12° 23' 42" O
56.09788 12.39496
Adresse:
Strandkrogen 2B
3120 Dronningmølle DK
Einrichtungen (👍=vorhanden, 👎=nicht vorhanden):
Toiletten 👍
Duschen 👍
Entsorgung Grauwasser 👍
Entsorgung Schwarzwasser 👍
Entsorgung Chemie-Toiletten 👍
Frischwasser 👍
Abwaschen 👍
Waschmaschine 👍 zusätzlich bezahlt
WLAN 👍
Strom 👍Leia mais
Fish & Chips in Helsingør 🍟🐟
9 de maio, Dinamarca ⋅ ⛅ 14 °C
Noch ein Nachtrag von gestern aus Helsingør: Dort entdeckten wir eine richtig coole Street-Food-Halle – genau unser Ding 😄. In der ehemaligen Werftgegend direkt am Hafen entstand in den letzten Jahren ein moderner Treffpunkt mit Foodständen aus aller Welt. Asiatisch, mexikanisch, Burger, Smørrebrød, Fischgerichte… man hätte sich locker einmal quer durch den Globus futtern können.
Die Stimmung war grossartig: Jung und Alt sassen gemütlich zusammen an langen Tischen, überall wurde gelacht, gegessen und geplaudert. So stellt man sich einen entspannten dänischen Abend vor 😊... Live-Musik inklusive.
Roger entschied sich standesgemäss für Fish & Chips, während ich ein Mixed-Fisch-Gericht mit Chips nahm. Und ehrlich: richtig lecker! Knuspriger Fisch, frische Zutaten und endlich einmal keine labbrigen Pommes, die nach fünf Minuten traurig zusammenfallen 😄
Wir genossen das bunte Treiben und die entspannte Hafenatmosphäre. Helsingør ist eben nicht nur Schloss und Kultur, sondern kann auch richtig gemütlich und modern.Leia mais
Küstenfahrt mit Velowind 🚴🌊 und Schlossbesuch
9–10 de mai., Dinamarca ⋅ ☀️ 15 °C
Heute tuckern wir mit ObeliX gemütlich von Kopenhagen nach Helsingør – immer schön der Küste entlang. Eine Strecke wie aus einem dänischen Bilderbuch: rechts das Meer, links saftig grüne Wiesen, hübsche Häuser mit roten Dächern und zwischendurch kleine Hafenorte. Und immer wieder der Blick hinüber nach Schweden. Verrückt eigentlich – da liegt einfach ein anderes Land direkt auf der anderen Seite des Wassers 😄
In Helsingør angekommen, teilen wir uns auf: Roger zieht los Richtung Schloss und Leuchtturm, während ich mir das Velo schnappe. Jeder nach seinem Geschmack 😄 Roger mit Geschichte und alten Gemäuern, ich mit Fahrtwind und Meerblick.
Meine Velotour führt nordwärts der Küste entlang über Hellebæk bis nach Hornbæk. Traumhafte Strecke! Immer wieder kleine Strandabschnitte, Dünen, Segelboote und diese typisch dänische Ruhe. In Hornbæk merkt man schnell, warum der Ort als beliebter Badeort gilt – breiter Sandstrand, schicke Ferienhäuser und irgendwie überall entspannte Ferienatmosphäre.
Auf dem Rückweg geht’s durch Stenstrup und Saunte. Dort wird’s ländlicher: Felder, kleine Höfe und diese sanften Hügel, bei denen man kurz vergisst, dass Dänemark eigentlich eher flach ist 😉.
Zurück in Helsingør laufe ich noch durch die schöne Altstadt bis zur Sankt Olai Kirke, dem Dom von Helsingør. Die Kirche stammt ursprünglich aus dem 13. Jahrhundert und gehört zu den bedeutendsten Bauwerken der Stadt. Überhaupt hat Helsingør richtig Charme: enge Gassen, alte Fachwerkhäuser und überall maritime Stimmung.
Roger besucht natürlich das berühmte Schloss Kronborg. Das Renaissance-Schloss wurde durch Shakespeares Hamlet weltberühmt. Und er ist natürlich voll in seinem Element 😄 läuft begeistert durch die alten Burggräben mit dicken Mauern und Kanonenstellungen. Besonders gefreut hat ihn aber der Leuchtturm direkt beim Schloss. Er ist direkt an die Festung angebaut und gehört perfekt zur ganzen Hafen- und Schlosskulisse. Noch ein Leuchtturm auf der Reise gesammelt ✔️ Roger glücklich 😄.
Heute zeigt sich das Wetter nochmals von seiner besten Seite ☀️ Morgen soll leider Schluss sein mit Sonne. Die Prognosen für die nächste Woche sehen eher nach „Wohnmobil mit Regenbegleitung“ aus. Umso mehr geniessen wir diesen perfekten Tag am Meer.
Und jetzt bleibt nur noch eine wichtige Mission: für das Abendessen ein gutes Fischrestaurant finden 🐟🍷. In Dänemark eigentlich keine schlechte Ausgangslage.Leia mais
Parking Nordhavnen
9–10 de mai., Dinamarca ⋅ ☀️ 12 °C
Link auf Campercontact:
https://www.campercontact.com/de/denemarken/-/h…
Koordinaten:
56° 2' 28" N 12° 36' 57" O
56.04111 12.61586
Adresse:
Nordhavnsvej 2A
3000 Helsingør, DK
Einrichtungen (👍=vorhanden, 👎=nicht vorhanden):
Toiletten 👍
Duschen 👍 zusätzlich bezahlt
Entsorgung Grauwasser 👎
Entsorgung Schwarzwasser 👎
Entsorgung Chemie-Toiletten 👍
Frischwasser 👍
Abwaschen 👎
Waschmaschine 👎
WLAN 👎
Strom 👍 zusätzlich bezahltLeia mais


















































































































































































































































