• Fines Reisen
November 2019

Sri Lanka

November 2019 Read more
  • Trip start
    November 16, 2019

    ✈️ Berlín - Moskau

    November 16, 2019 in Sri Lanka ⋅ ☁️ 2 °C

    Oh wie tut das gut, wieder im Flieger zu sitzen, durch die Wolken zu gleiten und aus dem verregneten grauen Deutschland abzuheben. Ein so befreiendes wohliges Gefühl 😍! Das Fernweh packt mich wieder und ich begebe mich auf ein neues kleines (auch wenn diesmal leider nur sehr kurzes) Abenteuer. Meine Wahl fiel diesmal wieder auf Asien - Sri Lanka! Dieses kleine Land mitten im Indischen Ozean ist so vielfältig - man kann wandern gehen im Hochland, surfen und chillen an wunderschönen Stränden, wer Tiere mag kann Safaris machen in den verschiedenen Nationalparks und es hat einiges an Kultur und Geschichte zu bieten! Ich dachte also: das perfekte Land für zwei Wochen Abenteuer! 😌
    Diesmal fliege ich mit Aeroflot, eine russische Airline die mich bisher nicht enttäuscht hat - gibt sogar Schokolade in den Snacktüten! Nur den von mir erwarteten Begrüßungswodka gab es nicht :). Neben mir sitzt ein älterer Herr mit dem ich gleich nett quatsche, er besucht seine Freundin in Russland. Nach einem wunderschönen Sonnenuntergang über dem Wolkenmeer lande ich bei 1 Grad Celsius mit +2 Stunden Zeitverschiebung um 16:30 Uhr im schon dunklen Moskau. Ich husche schnell durch die Passport- und Sicherheitskontrolle und finde recht schnell eine gemütliche Liege an meinem Gate. Perfekt für ein Schläfchen und Leute der verschiedensten Nationalitäten (v.a. Aber Russen und Asiaten) zu beobachten :).
    22 Uhr geht es weiter nach Colombo und in die Nacht hinein.
    Read more

  • ✈️ Moskau - Colombo - Negombo

    November 17, 2019 in Sri Lanka ⋅ ☀️ 29 °C

    Pünktlich um 9 Uhr (+4:30h) landen wir in Colombo. Mit der Einreise klappt alles easy, zum Glück hatte ich das kostenlose Visum schon online beantragt und konnte so die lange Schlange umgehen und direkt zur Immigration. Erster Stempel im neuen Pass, jetzt noch zum Baggage Claim - mein Rucksack hat es aber zum Glück auch bis hierher geschafft :), ATMs aufsuchen - die Währung hier ist die Sri Lanka Rupie (1€ = 200 LKR), gleich noch eine local SIM Karte mitnehmen (13,5GB für 1400 LKR) und dann gehts auch schon zum Taxistand. Für 1600 LKR fährt mich der kleine Singhalese zu meinem Hostel in Negombo, dem Reggie’s Guesthouse (1400 LKR = 7€ für eine Nacht im Dorm). Und da bin ich dann auch schon 10:30 Uhr! Hier werde ich super lieb empfangen, bekomme einen frisch gemixten eiskalten Ananas-Smoothie zur Begrüßung, befreie mich aus meinen langen Klamotten und hüpfe direkt ins Meer. Das Hostel ist sehr zu empfehlen, es liegt direkt am Strand und hat super viele Chillmöglichkeiten unter den Kokosnusspalmen. So gönne ich mir erstmal ein Schläfchen in der Hängematte und komme erstmal richtig an. Ach, hab ich das vermisst. So langsam fasse ich es auch, das ich da bin - die salzige Luft, das Meeresrauschen, der laue Wind, das Rauschen der Palmenwedel über mir :) ... endlich Urlaub! Nach meinem Schläfchen treffe ich Sujee und den kleinen Johann (den zweiten Namen hab ich mir nicht gemerkt, zu kompliziert 🙈) - die zwei sind grad auf Kokosnussjagd und holen mir direkt auch zwei mit runter. So sitzen wir im Palmenschatten im Sand und schlürfen eine Kokosnuss nach der anderen, quatschen - ich erfahre auch, dass heute die Präsidentenwahl ist hier in Sri Lanka. Deshalb feiern ganz viele Sighalesen auf den Straßen, ab und zu hört man ein paar selbst gebaute Böller knallen und laute Musik.
    Ansonsten sitze ich Iange am einsamen Strand, sauge die Sonnenstrahlen ein, gehe im ziemlich warmen Wasser :) schwimmen, plane ganz grob ein bisschen meine nächsten Tage im Kopf und quatsche mit Sujee der mir einiges über sein Land und Leute erzählt und lerne ein paar Vokabeln auf Singhale. Später holt er noch frisch gekochte Garnelen zum snacken und eine zuckersüße Ananas und Mango aus seinem Garten! So herzlich!
    Am Abend, sobald die Sonne nicht mehr so stark ist und ein paar Wolken aufziehen, kommen die Einheimischen an den Strand - die Kinder planschen in den Wellen, die Männer fischen, die Frauen sitzen im Sand und quatschen - und dabei geht in wunderschönen Farben die Sonne unter.
    Das war echt ein schöner erster Tag!
    Read more

  • Negombo

    November 18, 2019 in Sri Lanka ⋅ ⛅ 29 °C

    Ich habe gut geschlafen und schleiche mich schon 7 Uhr aus meinem Dorm raus - hab mich zu einer kleinen Fahrradtour durch Negombo verabredet mit Sujee, er möchte mir den Fischmarkt und die Stadt zeigen. Gut, dass wir schon so früh los sind, denn aktuell ist die Temperatur noch erträglich mit 27 Grad Celsius und die Sonne nicht so stark.
    So nehme ich das erste Mal mit dem rostigen Fahrrad von Sujee selbst am Linksverkehr teil, total verwirrend vor allem bei „Kreisverkehren“ und Kreuzungen - aber egal, zur Not in der Mitte fahren, wild hupen, freundlich lächeln und grüßen oder laut schimpfen, so machen es hier alle 😂.
    Unser erster Anlaufpunkt ist der Fischmarkt - Wahnsinn wieviel und was für große Fische die Fischer hier verkaufen - Barracudas, Thunfische, Mantas, Sardinen, Garnelen, Schwertfische, ... einfach alles! Und jeder präsentiert mir stolz seine Fänge :). Ansonsten herrscht hier wildes Treiben und Verhandeln. Es bilden sich kleine Kreise um die Fischer und ihre Fische und von außen werden die Angebote reingerufen. Ein witziges Spektakel, wir holen uns eine Kokosnuss und schlendern herum. Später radeln wir noch durch die City, über die kleinen Kanäle und essen Rottis (gefüllte Teigtaschen mit Gemüse) zum Frühstück.
    Read more

  • Kandy

    November 18, 2019 in Sri Lanka ⋅ ⛅ 28 °C

    Nach einer kurzen Pause auf dem Bett mit Air Conditioner 😂 fahre ich mit dem Tuk Tuk (400 LKR) zur Busstation im Zentrum. 10 Uhr soll hier ein Bus nach Kandy ins Landesinnere fahren - der eine Mann erklärt mir, dass alles ein wenig durcheinander ist heute, am ersten Tag nach der Präsidentenwahl. Pünktlich geht es dann los, ich weißes blondes Ding zwischen den schwarzen Köpfen der Sighalesen :). Im Radio läuft die Ansprache des neuen Präsidenten, zwischendurch laute Musik, man klebt auf den klebrigen Plastikbänken fest, bekommt mal kurz ein Baby zum Festhalten in die Hände gedrückt, ... - alles in allem erinnert mich die Busfahrt sehr an meine Fahrten in Süd- und Zentralamerika! :) Die Landschaft ist wahnsinnig saftig und grün hier, überall wird gewerkelt, Kinder sitzen auf Stühlen draußen und bekommen Unterricht, in den Städten überall Grüppchen mit riesigen Plakaten des neu gewählten Präsidenten die feiern und rumböllern.
    Nach 3 1/2 Stunden erreichen wir dann Kandy (gekostet hat mich die Fahrt übrigens 170 LKR = 50 Cent). Ich nehme ein Tuk Tuk zu meinem im Bus auserwählten Hostel „Lake Kandylan“. Dort werde ich auch herzlich begrüßt von Manuje, ein 22-jähriger Singhalese der gerade noch englisch lernt :) sehr süß. Er erinnert mich an die Jungs aus dem Film Slumdog Millionär, er sagt auch immer „hier Madame“ „ja Madame“ 😂. Er zeigt mir mein Bett (1200 LKR) und da lerne ich gleich meinen Zimmerkumpanen Philipp aus Canada kennen. Auch super lieb, er zeigt mir auch gleich den Schleichweg ins Stadtzentrum und bringt mich zum Temple of the Sacred Tooth Relic (Palast der heiligen Zahnreliquie oder auch einfach nur Zahntempel genannt). Er ist eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Sri Lanka und befindet sich am künstlich angelegten Milchsee. Hunderte Menschen aus aller Welt pilgern täglich hierher, denn in Kandys Zahntempel befindet sich eine verehrte Reliquie der Buddhisten: Der linke Eckzahn des historischen Buddha Siddharta Gautama. Vor dem Gebäude gebe ich meine Schuhe ab und hole mir ein Ticket - für Touristen kostet der Eintritt 1.500 LKR. Barfuß laufe ich über den von der Sonne aufgeheizten Steinboden, steige die Treppenstufen hinauf, laufe über den Wassergraben und gelange durch einen mit prunkvollem Gold verzierten Eingang in das Innere des Tempels. Der angenehme Geruch von Sandelholz und Räucherstäbchen ummantelt meinen Körper, als ob er mich daran erinnern möchte, dass ich heiligen Boden betrete. Beim Schlendern durch die heilige Stätte fallen mir besonders die wunderschönen Holzschnitzereien an den Decken und Säulen auf und der Elefant als heiliges Tiermotiv. Auch Buddha ist hier allgegenwärtig - überall stehen, liegen und sitzen Figuren des Erleuchteten. An jeder Ecke gibt es ein weiteres Detail zu entdecken - ich lasse mich treiben und beobachte die Frauen und Männer, wie sie Blüten auf den Altar legen und beten und die Mönche in ihren orangefarbenen Roben und den kahl rasierten Köpfen, die barfuß durch die heiligen Hallen und die Außenanlagen des Tempels schleichen.
    Nun hab ich echt ein großes Loch im Bauch und gehe zu Midland Deli - ein Tipp von Loca, einem Sighalesen den ich in den Tempelanlagen traf.
    Ich esse dort Kottu, es ist eine Kombination aus Teig, Gemüse und Ei und beliebig dazu kann man sich Fisch oder Hühnchen dazuwählen. Alles wird dann klein gehäxelt und angebraten und dann serviert - vorher natürlich nicht vergessen zu sagen „Not so spicy please“ 😂 - und es war trotzdem ziemlich scharf! Außerdem hab ich auf meinem Teller insgesamt 3 riesige Knoblauchzehe gefunden :) lecker!
    Nach einer warmen Dusche setze ich mich mit Philipp draußen in den Hof, es gesellen sich die drei Arbeiter von hier (Perry der Tuktukfahrer und Manuje und noch einer dessen Name ich vergessen habe) und wir trinken Bier (LION gibt es hier, 4,4% oder 8,8% :)) und Whisky. Wir lernen einiges auf Singhale und quatschen über Gott und die Welt. Ein sehr lustiger Abend der viel zu lange ging! 😂
    Read more

  • Sigiriya und Pidurangala

    November 19, 2019 in Sri Lanka ⋅ ⛅ 28 °C

    Früh um 7 geht es für Perry, Philipp und mich mit dem Tuktuk los in Richtung Norden - dem kulturellen Zentrum von Sri Lanka. Die drei Orte Sigiriya, Anuradhapura und Polonnaruwa waren früher Hauptstädte und Königssitze und bilden das Golden Dreieck. Die Überreste der damaligen Bauten sind heute noch sichtbar.
    Sigiriya ist eine alte Felsenstadt, die sich auf einem riesigen Monolithen befindet.
    Doch diese touristisch überfüllte Sehenswürdigkeit mit einem stolzen Eintritt von 5.000 Rupies schaue ich mir nur von Weitem an. Ich besteige lieber den 1km entfernten Felsen Pidurangala, von hier hat man einen wundervollen Blick auf Sigiriya und Umgebung. Man zahlt hier 500 Rupies am Eingang, wo man schon von zahlreichen Äffchen umzingelt wird :). Der Weg führt durch den schattigen Wald und besteht unten vorwiegend aus unterschiedlich hohen Treppenstufen und oben muss man seine Kletterkünste beweisen 🙈. Oben überrascht uns dann ein ganz schöner Regenschauer, weshalb der Weg runterwärts ziemlich rutschig und schwierig ist.
    Read more

  • Kaudulla National Park

    November 19, 2019 in Sri Lanka ⋅ ☁️ 30 °C

    Der Kaudulla und der Minneriya Nationalpark im Norden Sri Lankas sind beide vor allem aufgrund ihrer sehr hohen Elefanten-Population beliebt. Bei einer Safari sieht fast jeder Besucher um die 200 Elefanten in größeren und kleineren Herden. Der Kaudualla Nationalpark ist deutlich weniger besucht, weshalb wir uns für eine Safari dort entschieden und 7.000 LKR (35€) inklusive Eintritt und Fahrer pro Person zahlten. Die Safari hat etwa drei Stunden gedauert und wir haben neben unzähligen Elefanten auch badende Büffelherden, Pfaue und viele Vögel gesehen. Ich könnte denen stundenlang zuschauen 🤗.Read more

  • Hatton - Dalhousie

    November 20, 2019 in Sri Lanka ⋅ ☁️ 0 °C

    Heute schlafe ich mal aus, mache mit Philipp Frühstück und dabei plane ich meinen Tag :).
    Philipp ist eigentlich nur in Sri Lanka, weil ein Freund von ihm hier geheiratet hat - er hat also noch weniger einen Plan als ich und so planen wir gemeinsam. Wir entscheiden uns mit dem Zug nach Hatton zu fahren, von dort nach Dalhousie und dann am Donnerstag den Adams Peak zu besteigen.
    Perry fährt uns zum Abschied mit seinem Tuktuk noch zum Bahnhof - dort tummeln sich doch einige Touris zwischen den Locals obwohl Off Season ist. Naja, wir kaufen zwei Tickets für die 2. Klasse (150 LKR) und mischen uns unter die Menge. Sobald der Zug einfährt herrscht furchtbares Gedränge - bevor die Leute aussteigen drängen sich die Menschen schon in die Abteile. Was ein Chaos! Die Züge hier sind alt, alle 10 cm hängt ein Ventilator an der Decke und alle Türen und Fenster stehen offen, die Leute sitzen am Boden und lassen die Beine nach draußen baumeln und Verkäufer laufen durch die Wagons und verkaufen leckere frittierte Bällchen (natürlich mit jeder Menge Chili und Knoblauch), gesalzene Erdnüsse und andere Leckereien.
    Ich setze mich auch an eine offene Tür, beobachte die Locals (die essen eigentlich die meiste Zeit, schlafen oder machen Unsinn an den offenen Türen :)) und genieße die Aussicht auf die verschiedensten Landschaften - jede Menge Teeplantagen mit Pflückern, Wälder, Reisfelder, Berge, usw.
    Nach 2 1/2 Stunden Zugfahrt springen wir in Hatton aus dem Zug und suchen uns, nachdem wir ein Eis geschleckt haben, einen Tuktukfahrer, der uns weiter nach Dalhousie fährt (1.800 LKR) - da nämlich Off Season ist fährt leider nicht der Direktbus dorthin. Der Weg dorthin ist wunderschön, führt entlang von riesigen Seen, die umgeben sind von saftig grünen Teeplantagen und bunt blühenden Bäumen, in denen Affen rumspringen und Fledermäuse hängen :). Dalhousie ist ein bisschen wie das Ende der Welt, ein Dorf in einer Sackgasse, welches nur lebt, weil so viele Pilgerer hierher kommen. Wir checken ein im Singh Bro’s (1.500 inkl. Frühstück), packen unsere Daypacks für den nächtlichen Trek und ziehen nochmal los um was zu essen und um Snacks zu kaufen. Zum Abendbrot gibt es vegetarisches Rice and Curry (mit Linsen, Kokosnuss, jede Menge Chili, Gemüse, ...), Kottu mit Chicken und eine große Kanne frischen Tee aus der Region hier. Zum Nachtisch probieren wir einen Woodapple, eine typische Frucht hier in Sri Lanka - mit Zucker drauf ganz lecker, aber ansonsten etwas gewöhnungsbedürfiger Geschmack.
    Danach kaufen wir noch ein paar Snacks und Wasser und gehen schon 20 Uhr ins Bett, denn heute Nacht müssen wir fit sein!
    Read more

  • Sri Pada - Adams Peak 1

    November 21, 2019 in Sri Lanka ⋅ 🌙 0 °C

    Der Adam’s Peak oder auch Sri Pada oder Schmetterlingsberg genannt befindet sich südlich von Kandy im Inland Sri Lankas und ist der 2. höchste Berg des Landes mit 2243m.
    Sowohl für Buddhisten und Hindus als auch Muslime und Christen ist der Adam´s Peak eine Pilgerstädte. Hintergrund ist ein knapp zwei Meter langer Fußabdruck (“Sri Pada”) in einem Kloster auf dem Gipfel. Dieser soll – je nach Religion – von Buddha, Shiva, Adam oder dem Apostel Thomas stammen. Die normale Pilgersaison ist von Dezember bis Mai, ich bin also genau in der Off Season. Der Aufstieg an sich kann aber auch außerhalb der Saison ohne Probleme ohne einen Führer gemacht werden. Man folgt einfach den Menschen, Tempeln sowie den Teehäusern bis zum Gipfel - und man braucht Licht, da die Weglichter nur in der Saison eingeschalten werden.
    Um 2 Uhr klingelt also der Wecker - Jacke an, Mütze auf und Stirnlampe auf den Kopf - wir starten bei wunderschönen klaren Sternenhimmel 2:30 Uhr in Dalhousie bei 1.200m und müssen in ca. 8 km auf 2.243m. Laut den Einheimischen hier wird der Sonnenaufgang um ca. 6 Uhr sein. Wichtig ist auf jeden Fall, dass man langsam startet und sich viele Pausen zwischendurch gönnt. Denn der Berg hat mehr als 5.200 Stufen und daher kann der Aufstieg auch für einen trainierten Menschen sehr anstrengend sein. Unten am Eingangstor steht ein Mönch, der wenn man möchte einen segnet und ein weißes Bändchen umbindet. Bis zur sogenannten „Peace Pagoda“ gestaltete sich der Aufstieg noch als erfrischend einfach. Ab der Pagode allerdings fangen die wirklichen Stufen an - alle unterschiedlich hoch bzw. steil und ohne flache Zwischenstücke.
    Um 5:30 erreichten wir dann den Gipfel! Den Fußabdruck selbst bekommen wir leider nicht zu sehen (soll auch nicht sonderlich beeindruckend sein), da die Tempelanlage geschlossen ist.
    Der Sonnenaufgang war dann jedoch wieder Trost genug, denn der Ausblick auf Sri Lanka war wirklich all die Anstrengungen wert. Man konnte sogar Colombos Lichter ganz im Westen sehen! Wir hatten so Glück mit dem Wetter!
    Read more

  • Sri Pada - Adams Peak 2

    November 21, 2019 in Sri Lanka ⋅ ☀️ 17 °C

    Nach etwa einer Stunde bei 0 Grad Celsius auf dem Gipfel traten wir den Abstieg vom Adams Peak an. Dieser geht erfreulicherweise wesentlich schneller, wir benötigten nur 2 Stunden hierfür. Aber er ist auch nicht weniger anstrengend. Es ist schön nun den Weg und die Landschaft im Hellen zu sehen, wirklich ein idyllisches Fleckchen Erde - Wasserfälle, Wälder, Vogelzwitschern und Affengeschreie :). Und so viele Affen springen um uns herum :)

    Zurück in der Unterkunft gehen wir duschen und bekommen ein leckeres Frühstück mit Tee aus der Region. Danach fallen wir in die Betten und machen einen Powernap.
    12 Uhr gehts dann wieder zurück nach Hatton und dort steigen wir 13:26 Uhr in den Zug nach Nanu Oya (80 Rupies in der 2. Klasse).
    Read more

  • Labukele - Damro Tea Factory

    November 21, 2019 in Sri Lanka ⋅ ☀️ 0 °C

    Die Zugfahrt von Hatton nach Nanu Oya dauerte etwa eine Stunde (80 Rupies) und war wieder mal echt sehenswert! So schöne Landschaften!
    In Nanu Oya angekommen, kommen wir mit dem sympathischen Singhalesen Gilhan ins Gespräch und er nimmt uns mit seinem Auto mit nach Nuwara Eliya. Hier angekommen checken wir kurz ein im Olive Park Hostel direkt am Botanischen Victoria Garden und fahren gleich mit ihm weiter nach Labukele - dort ist die Damro Tea Factory, wo man super (und kostenlos) eine gute Tour in Englisch durch die Fabrik bekommt.
    Die Fabrik holt den gepflückten Tee von den Sammelstellen ab und dann beginnt der erste Schritt - die natürliche Trocknung. Da diese allerdings recht zeitaufwendig ist, werden die Blätter heute mit Hilfe von riesigen Ventilatoren zehn bis vierzehn Stunden lang gewelkt. Damit könnte man heute ungefähr zwei bis vier mal so Tee welken wie ohne Ventilatoren. Da sich die Größe des Hochlandes aber leider nicht dem maschinellen Fortschritt angepasst hat, hat sich statt dessen die Zahl der Teefabriken entsprechend verringert.
    Nach der Trocknung werden die Teeblätter für schwarzen Tee schließlich auf langen Tischen fermentiert. Beim Fermentieren wird die Gerbsäure in den Blättern oxidiert. Dabei wechselt die grüne Farbe der Blätter zunächst ins kupferfarbene, bevor die Blattkrümel dunkel werden.
    In der Fabrik erfahren wir, dass eine Fermentierung der Blätter nicht nötig wäre, um einen guten Tee zu bekommen. Der Grüne Tee, also der nicht fermentierte, kann im Gegensatz zum Schwarztee jedoch mehrmals aufgebrüht werden - und das war schon zu Kolonialzeiten gar nicht im Sinne der Plantagenbesitzer.
    Nach einer guten Stunde des Gärens (den richtigen Zeitpunkt bestimmen die Fachleute in der Fabrik mit ihrem feinen Näschen) wird der Tee in großen Sieben gereinigt, nach Blattgrößen sortiert und anschließend in Leichtholzkisten verpackt.
    Den Teefabriken angeschlossen ist natürlich auch immer eine Teestube mit anschließendem Verkauf. Wir gönnen uns einen leckeren Schwarztee und probieren den Christmas Tee mit Safran - sehr lecker!

    Abends gehe ich bei Home Kitchen essen - ein Mini- Restaurant geführt von einem jungen singhalesischen Pärchen. Es gibt Hoppers, String Hoppers und verschiedene Currys (Kartoffel Curry, Hühnchencurry, ..) und Gemüse (Linsen, Bohnen, ..), sehr lecker!

    Danach gönne ich mir noch eine ayurvedische Massage im Thilaka, welches mir empfohlen wurde. Außer mir nur Locals hier :) das ist immer ein gutes Zeichen! Für 4.500 Rupies (22€) bekomme ich eine Stunde lang eine Ganzkörpermassage - also wirklich vom kleinen Zeh bis zur Öl-Kopfmassage 😍! Danach geht es noch 15min in den Steam, eine Holzbox aus der der Kopf oben rausschaut und in der man im heiße Wasserdampf liegt! Das war genau das Richtige für meine Muskeln nach so einer Wanderung!
    Read more

  • Teeplantage mit den Pflückerinnen und im Hintergrund der Adams PeakHier wohnen, essen und schlafen die Arbeiterfamilien mit ihren Tieren.

    Wanderung von Nuwara Eliya nach Nanu Oya

    November 22, 2019 in Sri Lanka ⋅ ☁️ 16 °C

    6 Uhr klingelt mein Wecker - Gilhan holt mich ab und wir fahren mit dem Tuktuk nach Shanthipura, dem wohl höchstgelegenen Dorf in Sri Lanka. Auf der Wanderung durch das Hochland kommen wir in eines der wohl bedeutendsten Teeanbaugebiete der Welt. Kilometerweit reihen sich links und rechts unzählige Teesträucher aneinander. Dazwischen wuseln Frauen, die mit ihren flinken Fingern an den Büschen zupfen. Wir kommen an einer Sammelstation vorbei, an der die großen Körbe ausgeleert, ihr Inhalt gewogen und in Säcke auf Laster geladen wird. Immer wieder weisen Schilder mit Namen wie Glenloch, Edinburgh und Somerset auf die britischen Gründer der Plantagen hin. Im 19. Jahrhundert waren sie es, die den Tee von China ins damalige Ceylon brachten. Nicht aber die Engländer waren es, welche dem Anbau zum Durchbruch auf der Insel verhalfen, sondern ein Schotte legte 1849 die erste Teeplantage im zentralen Hochland an. Seitdem hat sich der weltberühmte Ceylon-Tee zum Hauptexportartikel Sri Lankas entwickelt. Dabei gilt heute wie damals: je höher das Anbaugebiet, desto feiner die Qualität.
    Wir laufen durch ein Dorf in dem die Arbeiter leben - sie schuften in furchtbar armen Verhältnissen. Ihre Behausungen sind so beschämend - Hütten mit matschigen Lehmfußböden und löchrigen Dächern, in denen jede Familie nur einen Raum hat und direkt mit den Tieren zusammen lebt. Offene Kanalisation und halb verfallenen Toiletten stinken, es gibt weder Strom noch fließend Wasser. Und kaum eine Möglichkeit, der Knochenarbeit zu entfliehen. Die Männer arbeiten hauptsächlich auf den Feldern, auf denen Gemüse angebaut wird (Karotten, Kohl, Bohnen, Kartoffeln, ..), alles per Hand natürlich! Die Frauen bringen gerade ihre Kinder in den Kindergarten und machen sich bereit für den Tag in den Teeplantagen. Mehrere Lagen von Plastiksäcken wickeln sie um sich, als Schutz vor der Kälte und den Ästen. Barfuß oder im Flipflops geht es dann los - am Tag pflückt eine Frau in etwa 16-18kg Tee. Dafür bekommen sie ca. 400 Rupien (umgerechnet 2,50€)!
    Sie winken mir freundlich zu, fragen mich woher ich bin und freuen sich über mein Interesse.
    Von dort aus steigen wir ab, kämpfen uns durch den Wald und Dschungel und haben einen wundervollen Blick auf den Adam’s Peak. Ziel unserer Wanderung (ca. 10km) ist der Bahnhof von Nanu Oya - dorthin bringt ein Tuktukfahrer meinen Backpack, damit ich von dort direkt den Zug nach Ella nehmen kann.
    Read more

  • Zugfahrt von Nanu Oya nach Ella

    November 22, 2019 in Sri Lanka ⋅ ☁️ 21 °C

    Um 13 Uhr nehme ich den Zug nach Ella (80 LKR). Der Teil der Zugstrecke soll wohl am schönsten sein, ich fand die anderen Stücke aber auch sehr schön. Außerdem war es super neblig und hat geregnet in den Bergen. Aber wieder mal führt die Strecke nur durchs Grün, so schön!
    In Ella angekommen regnet es wie aus Eimern. Ich nehme ein Tuktuk zur Unterkunft „Welcome Homestay“, werde super lieb von der süßen Gastgeberin empfangen und gönne mir erstmal eine heiße Dusche und ziehe lange Sachen an. Dann geht es mit einem Schirm bewaffnet in das kleine Städtchen. Ich habe mir Ella ehrlich gesagt etwas größer und schöner vorgestellt. Die Stadt besteht eigentlich nur aus einer Hauptstraße, die rechts und links bebaut ist. Die meisten Geschäfte hier sind Restaurants und Cafés, Getränkestände und Souvenirläden. Ziemlich touristisch.
    Ich gehe ins Chill-Café (das wurde mir sehr empfohlen) und bestelle ein Fisch-Curry und ein großes Lion-Bier :). Das Essen ist sehr liebevoll angerichtet, aber wieder mal super scharf - ich schwitze wie verrückt und alles läuft 😂 die Nase, die Augen ... aber lecker! Ich hatte bisher auch noch gar keine Magen-Darm-Probleme, nicht mal ein bisschen Durchfall 🙈, obwohl ich mal wieder jedes Straßenlokal mitnehme. Mein Bauch ist wohl abgehärtet von meiner großen Reise durch Amerika 😂.
    Read more

  • Ella - Nine Arches Bridge

    November 23, 2019 in Sri Lanka ⋅ ⛅ 20 °C

    Heute wander ich gleich früh um 8 Uhr los in Richtung Nine Arches Bridge - zum Glück ist das Wetter wieder besser! Man läuft die Straße auswärts auf der Passara Road und biegt dann links auf einen Trampelpfad in den Wald ein. Bei dieser Brücke handelt sich um ein besonders schönes und idyllisch gelegenes Gebilde aus dem Jahr 1923. Sie wurde von britischen Architekten während der Kolonialzeit errichtet und ist ca. 24,5 Meter hoch und etwa 90 Meter lang. Wie ihr Name schon verrät, besteht sie aus neun Bögen, die gemeinsam das Fundament der Brücke bilden. Sie wurde lediglich aus Ziegelsteinen und Zement errichtet und enthält keinen Stahl.
    Die Züge passieren die Brücke mehrmals am Tag (Ella - Demodara) - ich setze mich in den Schatten auf einen Baumstamm, frühstücke einen Rotti und Obst und warte also :). 9:20 Uhr kündigt sich dann ein Zug mit lautem Hupen an und tuckert über die Brücke mit den neun Bögen. Schon schön anzuschauen :).
    In Sri Lanka ist es übrigens ganz normal, dass man über die Schienen läuft um von A nach B zu kommen. Einfach über die Eisenbahn-Schienen zu laufen ist bei uns ja sehr gefährlich und verboten - hier jedoch nicht. Denn die Züge fahren hier nur mit ca. 30 km/h und kündigen sich durch lautes Hupen schon von Weitem an. Daher hat man genug Zeit, um die Schienen rechtzeitig zu verlassen. Der Weg über die Schienen ist daher sowohl für die Einheimischen wie auch für Touristen ein viel genutzter Pfad.
    Ich setze mich in ein Teefeld, trinke eine King-Coconut und geniesse das schöne Wetter und die Aussicht. Dabei dockten allerdings zwei Blutegel an meinem Knöchel an, ein netter Einheimischer hilft mir aber gleich und entfernt sie. Blutet natürlich wie Hölle, aber egal.
    Read more

  • Ella - Little Adams Peak

    November 23, 2019 in Sri Lanka ⋅ ⛅ 25 °C

    Nachdem ich die Brücke also von allen Seiten bestaunt habe gehts weiter durch den Wald - die "Bezwingung" des Little Adam's Peak steht mir noch bevor (wahlweise auch Small Adam oder Mini Adam genannt). Eigentlich hat er den Namen gar nicht verdient. Der Höhenunterschied zu dem auf 1000 m ü.NN gelegenen Ella beträgt ca. 140 m, der Weg hin und zurück misst knapp 5 km. Also easy für mich nach dem echten Adam’s Peak - wäre da nicht der furchtbar schmerzende Muskelkaterschmerz in meinen Waden 🙈. Die Aussicht ist toll von dort oben und ich hab mal wieder Glück mit der Sicht. Ich setze mich neben ene Hundemama mit ihren 4 Welpen und geniesse :)
    Hungrig kehre ich zurück nach Ella und gönne mir Lumprais im Chill Café - ein Mix aus 10 verschiedene Currys, serviert in einem Bananenblatt und als Dessert Fresh Buffalo Curd mit Palmenhonig - super lecker beides!
    Danach gehe ich zurück in die Unterkunft, gönne mir eine heisse Dusche und mache einen kleinen Powernap :).
    Zurück in der Stadt organisiere ich meine Fahrt für morgen nach Thissa. Mit dem Bus ist es eher schwierig wegzukommen, man müsste viel umsteigen und so wirklich Zeiten kann einem auch keiner sagen. Ich entscheide mich diesmal also für eine Taxifahrt mit dem Minivan - die Fahrer starten bei 7.500 Rupies, ich handle sie runter bis auf 4.000 :) hab es ja doch noch drauf! Auf meinen guten Deal gönne ich mir noch ein Kännchen schwarzen Ceylon-Tee in einem kleinen Laden und danach eine einstündige ayurvedische Ganzkörperölmassage (2.000 LKR). Klingt bisschen übertrieben, aber für nur 10€ eingeölt und massiert zu werden und das eine Stunde lang? Das lasse ich mir nicht zweimal sagen 🙈, vor allem nicht bei meinen immer noch schmerzenden Waden :).
    Danach gehe ich glücklich und ölig ins Bett 😊.
    Read more

  • Thissamaharama

    November 24, 2019 in Sri Lanka ⋅ ⛅ 25 °C

    Der Tag beginnt verregnet, meine Gastgeberin macht mir ein leckeres Frühstück - eine Kanne Tee Kiribad und Ibukiribad (eine Art leicht salziger Milchreis mit Honig bzw. Ibukilbad ist gefüllt mit karamellisierten Kokosraspeln) und frischen Früchten.
    Um 9:30 Uhr werde ich dann von meinem gestern organisierten Fahrer abgeholt und begebe mich mit zwei Belgierinnen auf den Weg nach Thissa im den Süden. Die Landschaft verändert sich komplett, kaum noch Berge, keine Teeplantagen mehr, dafür aber ein Reisfeld neben dem anderen und super viel Wasser und Vögel!
    Dort angekommen, buche ich meine Safaritour für morgen bei Nahlin (eine Empfehlung von Gihan aus Nuwara Eliya) und checke im Yala BnB ein (1200 LKR die Nacht in einem Einzelzimmer).
    Nach einem kurzen Nap auf dem riesigen Queensizebett mache ich mich auf den Weg ins Zentrum und besichtige den Raja Maha Vihara - einen alten buddhistischen Tempel. Schuhe ausziehen ist hier natürlich wieder Pflicht - so geht es barfuß durch das nasse Heilige Gras :). Die Tissamaharama Dagoba (ca. im 3. Jahrhundert erbaut), die sich mitten in der Tempelanlage des Klosters befindet, ist eine der größten Stupas in Sri Lanka mit einer Höhe von ca. 50 Meter und ist eines der 16 heiligen buddhistischen Plätze in Sri Lanka. Die ganz in weiss gehaltene Stupa wurde auf einer quadratischen Plattform aus Granit gebaut und rundherum sind Altare aufgebaut mit der Buddhafigur. Sehr viele Einheimische (sowohl jung als auch alt) kommen in diese Tempelanlage um zu beten und Blumen und Räucher-Kerzen zu spenden. Die ganze Anlage vermittelt eine sehr stimmungsvolle Atmosphäre.
    Weiter geht es zu einem der Seen um Thissa - der Tissa Wewa. Dort traf ich Jayantha, er ist Optiker hier im Krankenhaus und erzählt mir ein bisschen über Thissa und sich. Als der Eiswagen vorbeikommt holt er für uns beide ein Eis, so freundlich hier die Menschen. Wir verabschieden uns und ich gehe wieder zurück zum Hotel. 17:30 Uhr holt mich Nahlin ab und wir fahren zu den Seen um Thissa herum, schauen uns den Sonnenuntergang an und beobachten die vielen verschiedenen Vögel und Fledermäuse, die sich alle in den Bäumen sammeln und herumflattern. Danach dinieren wir noch gemeinsam und dann geht es nach einer heißen Dusche für mich auch schon wieder ins Bett, morgen muss ich ja wieder früh raus :).
    Read more

  • Rotti mit Dhal-Curry
    LumpraiKiribadCurdLinks Vegetarisches Curry und rechts KottuLinks Hoppers, rechts String Hoppers. Dazu verschiedene Curry.

    Essen in Sri Lanka

    November 24, 2019 in Sri Lanka ⋅ ☁️ 25 °C

    Hopper zum Frühstück:
    Das sind dünne Reisteigfladen, die die Form einer kleinen Schüssel haben. Diese Gebäcke sind am oberen, äußeren Rand knusprig und in der Mitte weich. Sie werden meist zusammen mit einem Sortiment von Scharfmachern, wie Kokosnuss-/ Mango- oder Chili-Chutneys sowie Sambol, eine Art würzige Soße, gegessen. Gelegentlich gibt es diese Hopper mit einem Ei darauf. Dies nennt man dann Egg Hopper.

    String Hopper mit Sambol und Dhal-Curry:
    Wird der Teig zu dünnen Fäden verarbeitet, ergibt dies String Hopper. Sie sehen in etwa so aus wie Wollknäuel. Auch diese werden mit den diversen Chutneys und Sambol serviert. Häufig erhält man zu diesem Gericht Dhal-Curry, eine Art Linsen-Curry. Sehr lecker!

    Reis und Curry:
    Das Standardgericht in singhalesischen sowie auch tamilischen Restaurants. Als Curry werden Gemüse, Fleisch- oder Fischgerichte bezeichnet, deren Grundlage eine mehr oder minder dickflüssige Soße aus diversen Gewürzen und weiteren Zutaten ist. Gewöhnlich werden die verschiedenen Currys in kleinen Schalen zu einem großen Teller Reis serviert. Das wird dann alles mit der rechten Hand vermengt und in den Mund gesteckt :).
    Häufig gibt es zum Curry zusätzlich Papadam, eine Art knuspriger Cracker aus Linsen- oder Kichererbsenmehl.

    Lamprai:
    Lamprai ist in einem Bananenblatt gedämpfter und zuvor gekochter Reis, dem meist Fleisch, eine Garnelen-Paste, Sambal o.a. beigefügt wird.

    Rotti:
    Das ist ein Fladenbrot aus Mehl, Pflanzenfett, Salz und Kokosraspeln. Meist wird es zusammengerollt und mit einer herzhaften Füllung aus Gemüse, Fisch oder Fleisch, aber auch süß mit Kokos, Banane und Palmsirup serviert.

    Kottu:
    Kotthu-Stände sind meist schon von Weitem zu hören. Mithilfe zweier Metallplatten wird der Rotti-Teig schnell in kleine Stücke gehackt und mit Chilli, Zwiebeln und weiteren Zutaten wie Gemüse und Fleisch angebraten. Lecker!

    Gegrillter Fisch und Meeresfrüchte.
    Gebratener Reis und gebratene Nudeln.

    Curd als Dessert:
    Dieser herbe Büffelmilch-Joghurt wird vorrangig mit Kitul serviert, einem Sirup von der Kitul-Palme.

    Das Essen ist eigentlich immer scharf und sehr gewürzt - viel Knoblauch, Zimt, verschiedene Kräuter ... Das Essen in Sri Lanka zählt zu den schärfsten der Welt.
    Gegessen wird immer mit den Fingern. Man vermengt alles auf dem Teller und steckt es dann in den Mund :). In den Restaurants gibt es überall Waschbecken, wo man sich vor und nach dem Essen die Hände wäscht.
    Read more

  • Yala National Park

    November 25, 2019 in Sri Lanka ⋅ ⛅ 24 °C

    4:30 Uhr starten wir mit dem Jeep die Full Day Tour in den Yala Nationalpark (der Eintritt ist 5.000 LKR und 4.000 zahle ich zusätzlich für die Tour) - unsere Gruppe besteht aus den beiden Belgierinnen Inge und Els mit denen ich gestern aus Ella abgereist bin, dem frisch verheirateten Singhalesenpärchen aus Negombo und mir. Unser Fahrer und Führer ist Sandaru, ein junger freundlicher Singhalese der aussieht wie Bob Marley :). Der Eingang des Nationalparks liegt etwa 40 Autominuten entfernt von Thissa. Die ganze Nacht hat es in Strömen geregnet, jetzt fahren wir zum Glück unter klarem Sternenhimmel, ich hoffe das bleibt so. Wir schlängeln uns den Weg auf der Straße durch Kuhherden, vorbei an Hunden und Affen. Die Tiere sind hier alle heilig, laufen frei rum und haben immer Vorfahrt :). Am Eingang stehen nur 9 Jeeps vor uns, das frühe Aufstehen hat sich also gelohnt! Insgesamt dürfen wohl bis zu 250 Jeeps in den 35.000 Hektar großen Nationalpark pro Tag. Hinter uns ist eine ewig lange Schlange.
    Und dann geht das Abenteuer los - schon in den ersten Minuten sehen wir hunderte Tiere und verfolgen die Tapsen eines Leoparden im Matsch. Eine Safari erfordert auf jeden Fall gute Augen und auch viel Geduld, denn ab und zu muss man auch einfach mal abwarten was so passiert - ist ja kein Zoo, sondern freie Wildbahn. Mit dem Jeep geht es also durch die Natur und wir sehen folgende Tiere:

    Vögel:
    Orange breasted Green Pigeon
    Adler (bspw. White bellied Sea Eagle) 🦅
    Kingfisher (verschiedene Arten)
    Little Green Bee Eater
    Pfauen 🦚
    Fischreiher
    Ceylon-Huhn (Sri Lankas Nationaltier)

    Black Face Affen
    Red Face Affen
    Wildschweine 🐗
    Wasserbüffel 🐃
    Antilopen
    Krokodile 🐊
    Rehe und Hirsche 🦌
    Elefanten 🐘
    Kühe 🐂
    Echsen in verschiedenen Größen
    Hasen 🐇
    Leoparden 🐆
    Tiger
    Schwarzbär 🐻

    Zwischendurch bekam Sandaru einen Anruf von einem Freund - sofort trat er aufs Gaspedal, wir drifteten durch den Matsch und durch tiefe Wasserlöcher und hüpften hoch und runter - doch alle lachten mit den Matschspritzern im Gesicht, wir sind ja nun mal auf Safari :). Und es hat sich gelohnt. Wir sehen schon von Weitem mehrere Jeeps dort stehen und mit Ferngläsern schauen. Und wirklich! Da im Baum chillt ein Leopard! Hätte ja nicht gedacht, dass wir heute noch einen zu Gesicht bekommen, da Leoparden es nicht so nass mögen. Aber wir haben wohl jede Menge Glück. Im ganzen Park gibt es nur etwa 40-50 Stück!

    Zum Mittag halten wir am Strand - an diesem Ort ist ein Memorial in Form von 3 Wellen aufgebaut in Erinnerung an den Tsunami 2004, bei dem 47 Menschen bei ihrem Besuch im Nationalpark hier ihr Leben ließen, als sie die Welle überraschte.
    Sandaru breitet zwei Teppiche aus und im Schneidersitz gibt es roten Reis und verschiedene Currys, etwas scharf aber sehr lecker. Zum Nachtisch naschen wir frische leckere Früchte - die Mangos schmecken hier so speziell, total süß und irgendwie anders als ich sie auch aus anderen Ländern kenne. Wieder überrascht uns ein kräftiger Regenschauer, wir huschen in den Jeep und genießen von dort das Meer und das Gewitter.
    Gegen 14 Uhr geht es weiter in Richtung Norden und wir streifen durch den Nationalpark bis abends 18 Uhr.
    Read more

  • Mirissa

    November 26, 2019 in Sri Lanka ⋅ ☁️ 25 °C

    Heute will ich weiter in den Süden reisen nach Mirissa. Es soll angeblich einen Direktbus geben, aber wirklich eine klare Auskunft kann mir keiner geben. 6:30 Uhr mache ich mich zu Fuß auf den Weg zur Busstation in Thissa, ein Tuktuk gibt es um die Uhrzeit noch nicht. Und die, die an mir vorbeidüsen sind alle voll mit Einheimischen, die zur Arbeit fahren. Auf halber Strecke hält ein Bus an und fragt wohin ich will - einen Direktbus gibt es laut ihm nicht. Sie fahren nach Matara, das ist etwa noch 15 km entfernt von Mirissa. Also steige ich ein in den Partybus :) bunte Lichter blinken und funkeln überall und es laufen lautstark indische Musikvideos 😂. Insgesamt 3 Stunden verbringe ich in dem Bus, gekostet hat mich das ganze 167 LKR, also nicht mal einen Euro 🙈 - neben mir sitzt immer mal wieder ein anderer Singhalese - ein Schulmädchen in Uniform, dass für die Schule lernt, Frauen in ihrer farbenfrohen Tracht auf dem Weg zur Arbeit oder Männer, die ganz beschäftigt am Handy plaudern.
    In Matara angekommen, nehme ich für 1.000 Rupies ein Tuktuk nach Mirissa, wir machen einige Stops zum Schauen und genießen :)
    Zum Übernachten finde ich ein Plätzchen im Layback Hostel in Weligama. Ich lege alles ab, ziehe den Bikini an und mache mich direkt auf den Weg an den Strand 😍. Dort esse ich erstmal Frühstück (String Hoppers mit Fisch-Curry und Dhal Curry) und trinke einen großen Ananas-Smoothie :)
    Das Hostel gehört Talina (Einheimischer) und Linda, seiner Freundin aus Holland. Super liebe Menschen und das Hostel richtig schön eingerichtet.
    Ich lerne Malte und Hande aus Deutschland und Lea aus Dänemark kennen - wir sind gleich ein Herz und eine Seele, sehr coole Truppe.

    Ab heute heißt es - Entspannung, Yoga, Salz im Haar, Surfen, Bier am Strand ... Erholung und Leben geniessen bis ich wieder nach Hause muss!
    Read more

  • Unser pinker Partybus auf dem Rückweg 🚌🎶Kurz mal die Räder wechseln :)

    Unawatuna

    November 27, 2019 in Sri Lanka ⋅ ⛅ 32 °C

    Heute früh von 6-8 Uhr gehe ich mit Talina und Malte das erste Mal surfen - ganz vergessen wie viel Spaß mir das macht!
    Danach gehe ich mit Malte in Weligama bei den Locals frühstücken, nach so einem Morgen ist man sehr hungrig! :)
    Später fahren wir gemeinsam mit den Mädels mit dem Bus von Weligama nach Unawatuna für 100 Rupies (50 Cent). Das ist ein kleiner Ort, nicht weit von der Hafenstadt Galle entfernt und direkt vor der Küste liegen einige Korallenriffe. Hier gibt es wunderschöne Strände und man kann mit riesigen Schildkröten schwimmen und sie beobachten, wie sie direkt vorm Strand immer wieder den Kopf aus dem Wasser stecken um Luft zu holen. Wir hatten einen wunderschönen Tag und viel Spaß. Auf der Rückfahrt hatte unser Bus eine kleine Panne - mitten auf der Straße werden die Räder gewechselt und alle schauen dem Busfahrer zu :).
    Pünktlich 16 Uhr waren wir dann zum Sunsetsurfen wieder im Wasser.
    Read more