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- Day 1
- Sunday, May 16, 2021
- 🌧 13 °C
- Altitude: 59 m
GermanyFeldhausen51°36’36” N 6°59’36” E
Tag

Hallo Seemänner und Freunde (nicht gegendert ;-) )
jetzt kann nichts mehr passieren. Ausser ..., ich verschlafe morgen.
Mit Iberia geht's von Düsseldorf über Madrid (5h Aufenthalt) nach Almeria. Dort werden Vera und ich abgeholt und es geht zum Hafen Almeriamar.
Was hab ich eigentlich vor?
Mein Ziel ist es, eine Hallberg Rassy 342 von Almerimar nach Workum in's Ijsselmeer zu überführen. Geplant ist es, entlang der Küste einen Zwischenstopp auf Mallorca einzulegen. Auf diesem Abschnitt begleitet mich meine Nichte Vera. Auf Mallorca führe ich einen durch Corona verschobenen Segeltörn von 2020 durch. Danach stösst Detlef zu mir und Vera fliegt nach Hause. Detlef wird auch der "MacGyver" Deutschlands genannt. Nach Malle geht's über Barcelona und Rosas nach Marseille. Dort wird der Mast gelegt und eine Spedition bringt ihn nach Workum. Nun haben wir eine Motoryacht. Endlich kann Petra auch an Bord. Detlefs Frau Gaby bringt sie im Schlepptau mit. Nun geht's die Rhone und Saone gegenan. Ab Corre beginnt der "Canal de Vogese" der uns in die Mosel trägt. Nun wird's einfach. Mosel bis Koblenz, dann den Rhein runter. Über den Amsterdam Rhein Kanal in's Markermeer. In Urk gibt's dann die letzte Schleuse und wir sind im Ijsselmeer. Schwupp die wupps sind wir in Workum und der Sommer ist vorbei.Read more
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- Day 2
- Monday, May 17, 2021
- ⛅ 23 °C
- Altitude: 11 m
SpainPuerto Almerimar36°41’52” N 2°47’30” W
Montag Tag 2

Hallo Freunde,
heute, am Montag, gibt's nichts besonderes zu erzählen. Wer in dieser Zeit mit einem Flugzeug unterwegs ist weiss, dass dies immer mit Problemen behaftet ist. Am Samstag hatten Vera und ich den erforderlichen PCR-Test hinter uns gebracht. Nach 7 Stunden kam das Negativ Ergebnis in Deutsch und Englisch. Alles gut dachten wir ..., leider nicht. Zum Glück hatte Petra genauer hingeschaut und ihr fiel auf, dass unsere Personalausweisnummer auf dem Bescheid einen Fehler hatte. Statt einem G war eine 9 geschrieben. Nach einer aufregegenden Samstag Nacht erreichte ich endlich am Sonntag jemanden von dem zuständigen Labor. Alles wurde wieder gut. Auch mein Blutdruck.
Unser Flüge, mit 5-stündigem Aufenthalt in Madrid, verliefen ereignislos und wir landeten um 21:00 Uhr in Almeria. Alex, eine in Spanien lebende Berlinerin, holte uns am Flughafen ab und brachte uns zu einem Schlafplatz auf der "Tomorrow". Unser Yacht, die "White Cloud", liegt leider noch in der Werft. Das Unterwasserschiff wird noch instand gesetzt. Mein Blutdruck steigt wieder.Read more
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- Day 3
- Tuesday, May 18, 2021
- ☀️ 20 °C
- Altitude: 10 m
SpainPuerto Almerimar36°41’53” N 2°47’29” W
Dienstag Tag 3

Da bin ich mal wieder,
heute wird's etwas aufregender. Erst einmal in einem Restaurant unter freiem Himmel ausgiebig frühstücken. Was vor zwei Jahren noch völlig normal war, ist nun ein Highlight. Wie wenig man doch benötigt, um glücklich zu sein. Hier in Almerimar trägt man konsequent immer eine Maske, ausser man isst, trinkt oder raucht. Maskenmuffel sind lediglichTouristen. So schnell outet man sich.
Heute sehen wir zum ersten mal unsere "White Cloud", eine Hallberg Rassy 342, live. Sie liegt noch auf dem Trockendock. Chris, ein stämmiger Engländer um die 50, hat hat das Unterwasserschiff instand gesetzt. Unsere heutige Aufgabe ist es, den Tiefgang der Yacht zu vermessen. Der "Canal de Vogese", den wir Ende August erobern wollen, hat nur eine Wassertiefe von 1,70 m. Lt. Papiere ist das auch der Tiefgang der Yacht. Papier ist geduldig und wir wollen auf Nummer sicher gehen, da es zwei Bauarten dieser Yacht gibt. Sollte der Tiefgang die 1,70 m überschreiten, gibt's einen Plan "B" vom Detlef. Wir legen um den Kiel einen Treckerschlauch, pumpen ihn auf und heben die Yacht um die erforderlichen 10 cm an. Ob das man hinhaut? Fitzcarraldo gilt es zu schlagen. Mitleser meiner Alterklasse kennen diesen Film mit Klaus Kinski. Eines wissen wir nun, der Schlauch passt. Eine innere Besichtigung der Yacht lässt meinen Blutdruck wieder steil nach oben schnellen. Dreck, Dreck und nochmals Dreck. Wiederrum konnte sich der deutsche Eigner nicht auf deutsche Auswanderer verlassen. Morgen um 08:00 Uhr wird die Yacht wieder ihrem Element zugeführt und Vera und ich kümmern uns darum. Für uns gibt's nun nichts weiteres zu tun, als Lebenmittel einzukaufen und zu chillen. Das Zweitere beherrschen wir besser.Read more

Der große 800 l Treckereufenschlauch sieht ganz schön klein aus. Wie wollt ihr den später aufpumpen? [Andreas]
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- Day 4
- Wednesday, May 19, 2021
- ☀️ 22 °C
- Altitude: 10 m
SpainPuerto Almerimar36°41’53” N 2°47’29” W
Mittwoch Tag 4

Hallo Leute,
da bin ich mal wieder. Heute heisst es Schluss mit Lustig. Um 07:00 Uhr geht der Wecker, denn um 08:00 Uhr wird die "White Cloud" ins Mittelmeer gesetzt. Obwohl wir 10 Minuten vor unserem Termin in der Werft waren, können wir das Kranen nicht dokumentieren. Sie lag schon an einer dreckigen, ramponierten Kaimauer. So wie sie aussah, passte sie hierhin. Zumindest schwamm sie. Au Vera, wir haben noch ne Menge Arbeit vor uns. Ein Knopfdruck und der Diesel sprang an. Ja super ... jetzt ging es zur Tankstelle volltanken. Der Hafenmeister gab uns einen Liegeplatz in der Nähe unserer Übernachtungsyacht "Tomorrow". Unser neues Zuhause wurde von innen und außen gereinigt und der Tag war um. Jedoch wurde aus dem hässlichen Entlein ganz langsam ein stolzer Schwan. Jetzt hielt uns nichts mehr auf der "Tomorrow" und wir bezogen unsere Einzelkabine. Vera hinten auf der Backbordseite und ich hatte die Suite in der Spitze. Wir feierten den Umzug mit einer leckeren Paella.Read more
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- Day 6
- Friday, May 21, 2021
- ⛅ 20 °C
- Altitude: 10 m
SpainPuerto Almerimar36°41’53” N 2°47’29” W
Donnerstag und Freitag Tag 5 und- 6

Da bin ich mal wieder,
an den letzten beiden Tagen ist ausser Arbeit nicht viel geschehen. Deshalb einen Block für zwei Tage. Am Donnerstag wollte der deutsche Ausiedler den Dieselfilter, Ölfilter und Impeller der Wasserpumpe wechseln. Ich hatte dies mit dem Eigner drei Wochen vorher so abgestimmt. Eigentlich sollte alles bei meiner Ankunft fertig sein. Um 13:00 Uhr war es dann endlich soweit. Er kam mit den nötigen Utensilien und einem Gehstock. Was er damit wohl will? Ja ..., laufen natürlich. Ihm ging's heute nicht so gut, ob ich ihm wohl helfen könnte? rief er mir zu. Was soll ich machen? Vera und ich wollen schliesslich los. Unter seiner Anleitung ging ich die Herausforderung an und ein Stündchen später war der Motor fertig und ichölverschmiert. Zum Glück hab ich Arbeitszeug dabei. Jetzt nur noch das Bier in den Kühlschrank und wir sind für heute fertig. Was ist denn nun schon wieder? Im Kühlschrank ist es wärmer als draussen. Ohne kaltes Bier wird nicht abgelegt. Da sind Vera und ich einer Meinung. Auch kann ich das Detlef nicht antun, der Ende Juni zu uns stösst. Ein Anruf beim Eigner und er gibt mir die Telefonnummer von Chris aus der Werft. Wie immer ..., keiner hat Zeit. Es sei denn, wir verlegen zur Instandetzung die Yacht in die Werft. Kein Problem für uns. Ein Anruf beim Hafenmeister und wir bekommen die Erlaubnis. Schwupp die Wupps stehen wir vor seinem Office und er legt los. Es musste nur Kühlmittel aufgefüllt werden und zwei Stunden später haben wir wieder Cerveza fría.
Freitag wurde eingekauft und unsere Yacht somit auf 1,90 m tiefer gelegt. Vera hat das Teakdeck mit Pinsel und Farbe imprägniert und wir sind endlich, endlich, endlich starklar.Read more
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- Day 7
- Saturday, May 22, 2021
- ⛅ 19 °C
- Altitude: Sea level
SpainPlaya Ancón36°43’29” N 2°11’50” W
Samstag Tag 7

Da Harald gerade mit Spülen beschäftigt ist schreibe ich, Vera, heute mal.
Heute ging es früh morgens von Almerimar aus los. Der Hafen San José, der unser eigentliches Ziel war, hat leider keinen Liegeplatz für uns. Deswegen wird unser erster Stopp die Bucht Cabo de Gata kurz vor dem Hafen. 32 Seemeilen liegen vor uns. Endlich Segeln! Doch als wir den Hafen verlassen, müssen wir feststellen, dass das so wahrscheinlich nichts wird. Kaum Wind, aber dafür aus der falschen Richtung.
Naja, dann wird eben motort. Wir sind trotzdem guter Dinge und froh, endlich unterwegs zu sein :) Die Segel werden gecheckt und der Gennaker probeweise gehisst. Alles tip top.
Der Motor rattert, die Wolken verziehen sich, die Sonne glitzert auf dem Wasser... Und dann, das Highlight des Tages (jedenfalls für mich), Delfine!! Sie schwimmen vorbei und einer springt sogar, nur für uns natürlich.
Es rattert und glitzert weiter und nach 6 Stunden Fahrt kommen wir an unserem Ankerplatz an. Harald überprüft den Motor und ich glaube, ihm fällt ein Stein vom Herzen, als er kein ausgelaufenes Öl oder anderes besorgniserregendes entdeckt. Er sagt: jetzt ist er sicher, dass wir ankommen.
Die Sonne prallt auf unser Boot und obwohl das Mittelmeer noch recht kalt ist springen wir beide selbstverständlich einmal rein und genießen die Abkühlung.
Ich würde sagen, das war ein sehr gelungener erster "Segel"tag.Read more
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- Day 8
- Sunday, May 23, 2021 at 9:33 PM
- ⛅ 17 °C
- Altitude: Sea level
SpainPuerto de San Jose36°45’43” N 2°6’8” W
Sonntag Tag 8

Hallo Follower,
heute darf ich wieder mal schreiben. Vera näht gerade die Sprayhood. Eine Böe hat sie zerfetzt. Aber mal von Anfag an. Wir hatten eine sichere Bucht gefunden. Der Wind sollte zunehmen und auf NO drehen. Die Bucht bot sich super an, da der Wind dort dann ablandig weht. Ich hatte allerdings nicht mit den starken Fallböen gerechnet, die hinter hohen Bergen auftreten können. Zusätzlich haben wir noch ein Reitgewicht über die Ankerkette gelegt und den Anker richtig einbuddeln lassen. Nachts um 02:30 Uhr wurde ich durch pfeifenden Wind geweckt. "White Cloud" zerrt an der Ankerkette wie ein bissiger Hofhund an seiner Leine, wenn jemand Fremdes den Hof betritt. Also das Nest verlassen und ab nach draussen. Der Wind zerrte an meinem Schlafanzug, der wie ein Wimpel an meinem Körper wehte. Ein kurzes Handauflegen auf die Ankerkette gab mir die Gewissheit, alles i.O. Der Anker hält. Leider die Sprayhood nicht. Sie gesellte sich als Wimpel zu meinem Schlafanzug. Alles egal und ab ins warme Nest. Bose Kopfhörer über die Ohren und ein leichter Druck auf die Rauschunterdrückung und der Wind war abgeschaltet. Es kann so einfach sein. Um 09:00 Uhr wachten Vera und ich auf. Der Wind heulte immer noch. Bei einem ausgiebigen Früchstück beschlossen wir, dass wir nicht zum Spass hier sind. Allso ..., auf zum Rock'n Roll. Mit kleinster Segelgrösse ging es, neue Ufer zu erobern. Es goss in Strömen und nach 10 sm hatten wir die Nase voll und riefen über Funk den kleinen Hafen von San Jose. Er hatte noch einen Platz frei. Also Motor an ..... geht nicht. Mein Blutdruck schoss in ungeahnte Höhen. Starterbatterie gecheckt i.O. Hauptschalter der Batterie ein und aus geschaltet. Siehe da ..., Spannung wieder vorhanden und der Motor dieselte unschuldig vor sich hin. Am Ende wird alles gut. Nur der Weg dahin kann ganz schön sch... sein. Ein freundlicher Marinamitarbeiter half uns, "White Cloud" sicher an die Leine zu legen. Es goss weiterhin in Strömen. Mal sehen, was der morgige Tag bringt.Read more
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- Day 9
- Monday, May 24, 2021 at 8:40 PM
- ☀️ 20 °C
- Altitude: Sea level
SpainPuerto Águilas37°24’25” N 1°34’23” W
Montag Tag 9 Hafen Águilas

Heute schreibt mal wieder der Leichtmatrose, wie Harald mich so schön nennt.
Wir haben einen langen Schlag von 52 Seemeilen vor uns und früh morgens um 05:30 Uhr geht es los mit Kurs Sonnenaufgang. Während wir so dösig durch die Gegend schauen und der Motor unschuldig vor sich hin rattert, plötzlich ein lautes Piepen! Was ist denn jetzt schon wieder kaputt? Die Selbststeuerung hat sich scheinbar verabschiedet, denn das Schiff fährt plötzlich scharf nach links. Harald hechtet heldenmutig ans Steuer und bringt uns wieder auf Kurs. Ich übernehme das Steuer und Harald versucht, kopfüber im Schiffbauch hängend, das Problem zu lösen. Mit Hilfe des Eigners finder er schließlich eine Übergangslösung.
Aber jetzt zu den guten Nachrichten: wir haben tatsächlich Rückenwind und können die Segel setzen! Bei strahlendem Sonnenschein gleiten wir über das Wasser.
Leider lässt der Wind dann doch wieder nach und wir müssen das letzte Stück motoren.
Um 16:00 Uhr kommen wir im Hafen von Águilas an und werden in die letzte freie Lücke gequetscht.
Wir haben nun Zeit und gehen die Stadt besichtigen, die überraschend schön ist.
Ein guter Tag neigt sich dem Ende. Wir lassen ihn mit Blick auf den Sonnenuntergang über der Stadt ausklingen ....Read more
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- Day 10
- Tuesday, May 25, 2021 at 9:31 PM
- ⛅ 19 °C
- Altitude: Sea level
SpainPuerto Yacht Cartagena37°35’45” N 0°58’49” W
Dienstag Tag 10 Hafen Cartagena

Hallo Leute,
jetzt darf ich wieder einen zum Besten geben. Vera telefoniert gerade mit Simon und ich nutze die Gunst der Stunde ..., oder sind es zwei Stunden? Heute gibts mal wieder eine Sonnenaufgangstour. Um 04:30 Uhr ging der Wecker und um 05:45 Uhr hiess es Leinen los. 35 sm lagen vor uns. Das sind nicht gerade viel, aber da der Wind um 14:00 Uhr auffrischen soll und genau aus der Richtung kommt, in die wir hinwollen, schien uns dies der bessere Weg . Einer darf unterwegs immer mal wegnicken, wenn der Andere auf die unzähligen kleinen Fischerboote achtet. Boris Hermann hat es seinerzeit auf der Vendee Globe den Sieg gekostet, als er in der Biskaya einen Trawler rammte. Nach einer Weltumsegelung, kurz vor dem Ziel. Kurz vor unserem Ziel frischte der Wind auf, sogar aus der richtigen Richtung. Endlich konnten wir die verstaubten Flügel unseres Schwans nutzen. Sie zogen die "White Cloud" mit 5 kn ihrem Ziel, den Hafen von Cartagena, entgegen. Vera hat ihren ersten fliegenden Fisch gesehen. Sie schnellen aus dem Wasser, breiten ihre fast durchsichtigen Flügel aus und klatschen nach 10 m wieder Kopfüber ins Mittelmeer. Die Kopfschmerzen möchte ich nicht haben.
In Cartagena ist ein Tag Pause angedacht. Wir wollen den morgigen Tag nutzen, um die Stadt zu besichtigen und uns um eine neue Steuereinheit für unseren Motor bemühen. Thomas, der Eigner der Yacht, hat mittlerweile die Artikelnummer von Volvo Penta bekommen und mit dieser wollen wir's versuchen. Auch sendet er uns eine neue Persenning zu unserem Zielhafen auf Malle.Read more

Oh, das sieht ja aus wie eine Galeere. Und wieder so früh aufstehen. Dafür sind die Segelbilder in den Sonnenaufgang echt toll ☺Macht euch heute einen schönen Chill-tag 😗 [Petra]

Mann, Mann, bei Euch ist ja immer was los! Da kann Vera ja froh sein das ihr Skipper für jede Situation eine Lösung hat🤙🤙🤙 [D. P. aus GE]
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- Day 11
- Wednesday, May 26, 2021 at 12:56 PM
- ☀️ 21 °C
- Altitude: Sea level
SpainPuerto Yacht Cartagena37°35’45” N 0°58’50” W
Tag 11 Hafen Cartagena

Heute haben wir einen Tag Pause eingelegt. Obwohl von Pause nicht wirklich die Rede sein kann. Schon früh morgens, während ich noch geschlafen habe, hat Harald sich ans Werk gemacht, um das zickende Paneel der Rudersteuerung in Ordnung zu bringen. Er hat es ausgebaut, in seine Einzelteile zerlegt und mit dem Fön getrocknet und wieder eingebaut. Mit Erfolg! Wenn das so weitergeht, haben wir bestimmt alle Macken der White Cloud gefunden und repariert bis sie beim Eigner ankommt ...
Nach dem Frühstück geht es auf in die Stadt, welche uns noch mehr beeindruckt als am Tag zuvor! Von schnuckeligen Gässchen, über riesige Feigenbäume bis hin zum alten Römischen Theater ist alles dabei.
Abends erleben wir die Hafenstadt noch einmal von einer besonders schönen Seite mit all den Lichtern und gehen lecker Essen.
Das wars für heute. Morgen hört ihr wieder vom Skipper!Read more
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- Day 12
- Thursday, May 27, 2021 at 9:24 PM
- ⛅ 19 °C
- Altitude: Sea level
SpainPuerto deportivo Marina Salinas37°58’16” N 0°40’54” W
Tag 12 Hafen Torrevieja

Hallo Leute,
um es vorweg zu nehmen: Es war ein geiler Tag!! Um 08:00 Uhr hieß es Leinen los. Und wenn tags zuvor festgelegt wird 08:00 Uhr, dann bleibt es dabei. Da ist auf meinem Leichtmatrosen Verlass. Ein Daumen hoch für Vera. Kaum aus der Hafenausfahrt heraus, schlägt uns schon ein strammer Wind entgegen. Wir sind mittlerweile ein eingespieltes Team und gekonnt rauschen die Segel aus ihrer Warteposition. Ein leichter Schub und die "White Cloud" legt sich auf die Seite. Die Segel zerren an die Schoten und unsere Yacht folgt. Hoch am Wind und Wende um Wende geht es zum "Cabo de Palos". An diesem Cap fallen wir nach Backbord ab und haben 4 bis 5 Windstärken von Steuerbord. So muss es sein. Dunkle Wolken verschleiern die Sonne, so dass es angenehm kühl ist. Keine Sonne brennt uns das Hirn raus. 2 m hohe Wellen lassen "White Cloud" aufsteigen, um danach wieder ins Wellental zu sinken. Zwischendurch taucht sie unter einer Welle und sorgt dafür, dass die Gischt das edle Teakdeck nicht austrocknet. Auch Vera bekommt ihre Dusche. Mein Herz hüpft vor Freude und ein Grinsen ist in mein Gesicht gemeisselt. Und was sagt mein Leichtmatrose dazu? Wo ist sie denn? Au mann ..., mein Leichtmatrose ist der sterbende Schwan auf dem stolzen Schwan. Sie tut mir unendlich leid ... aber, nur wofür man kämpft, das hat einen Wert. Die Fische werden gefüttert und der Magen wieder mit Zwieback gefüllt. Eigentlich könnte man den Zwieback gleich ins dunkel blaue Mittelmeer werfen. Kurz vor unserem Zielhafen erwischt uns noch ein erfrischender Regenguss und wir sind beide froh, unser Ziel erreicht zu haben.
Heute gab's zum Nachtisch Mango. Jetzt weiß ich, wie man sie isst.Read more

Oje Vera, ich fühle mit dir. Zum Glück geht es einem im Hafen schnell wieder besser. Des einen Freud, des anderen Leid Die Schnitttechnik der Mango ist der Knaller 👍😃 Das sieht fast unecht aus. Ich drück euch beide 💕 [Petra]
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- Day 13
- Friday, May 28, 2021 at 8:08 PM
- ⛅ 20 °C
- Altitude: Sea level
SpainPuerto deportivo Marina Salinas37°58’16” N 0°40’54” W
Tag 13 Hafen Torrevieja

Wie die Überschrift schon vermuten lässt, sind wir heute nicht sehr weit gekommen.
Aber mal von Anfang an. Als wir den Hafen verlassen, schlägt uns ein starker Wind entgegen, der so nicht angesagt war. Aber wir wollen es trotzdem versuchen. Mir geht es leider aufgrund einer Blasenentzündung und dem Wellengang nicht so gut, deswegen manövriert Harald die "White Cloud" über die hohen Wellen. Der Wind wird immer stärker, die Wellen immer höher und dann fängt es auch noch an zu regnen. Wir kommen kaum vorwärts und die "White Cloud" stampft sich in den Wellen fest. Nach 4 Stunden, in denen wir gerade mal 12 Seemeilen geschafft haben, beschließt Harald, dass wir umdrehen. Wir wollten eigentlich in Alicante (unserem heutigen) Ziel nach einem Arzt für mich suchen, aber dafür wären wir erst viel zu spät angekommen. Doch als hätte es so sein sollen, finden wir in Torrevieja einen netten deutschsprachigen Arzt. Den Rest des Tages nutzen wir um unsere Kräfte zu sammeln, denn morgen geht es dann mit (hoffentlich) Rückenwind die 115 Seemeilen rüber nach Ibiza.Read more
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- Day 15
- Sunday, May 30, 2021 at 8:53 PM
- ☁️ 22 °C
- Altitude: 4 m
SpainPort de Sant Antoni38°58’43” N 1°18’8” E
Tag 14 und 15 Hafen San Antoni

Nun geht's wieder an die Frühstücks News,
heute am 29igsten soll's rüber zu den Balearen gehen. Eigentlich in die wunderschöne Bucht "Espalmador" von Formentera. Da in diesem Naturschutzgebiet nur an Bojen angelegt und nicht geankert werden darf, muss eine Boje für 30 € am Tag gebucht werden. Leider ist keine mehr frei und wir entschliessen uns, den Hafen San Antoni auf Ibiza anzulaufen. Wir frühstücken ausgiebig und um 11:00 Uhr gehts los.
Es ist ein leichter Wind aus SO angesagt, der zum Nachmittag auffrischen soll. Das bedeutet, dass wir wahrscheinlich unseren riesigen Gennacker (grosser Bruder) setzen können. Ich weiss nicht wie viel Qudratmeter ..., auf jeden Fall ist er riesig. Wenn er uns zieht, wird es Nacht an Deck ... Fazit: Wenig Wind und zum Nachmittag gar keiner. Vera freuts. Ein Kommentar von euch lautete " Des einen Freud ist des anderen Leid". Also wird nicht gezogen sondern geschoben. Unsere Schraube fräst sich 115 sm lang durchs Wasser. Das hinter uns liegende bergige Ufer verwandelt sich zum Scheerenschnitt, um dann im Dunst komplett zu verschwinden. White Cloud, Vera und ich sind alleine auf der Welt. Positionleuchten, AIS und Radar werden eingeschaltet. Alles was sich uns mehr als 1 sm nähert, löst einen Alarm aus. Die Yacht ist wirklich für grosse Fahrt ausgestattet. Matratzen werden an Oberdeck gezerrt und in der Plicht entsteht ein großes Nest. Zu Abend gibt's Bratkartoffeln und wir dösen Seite an Seite vor uns hin. Einmal schläft Vera, einmal ich und wir dieseln Richtung Ibiza. Einige Annährungsalarme, die aber kein Einschreiten erfordern, halten uns vom Tiefschlaf fern. Um 07:00 Uhr gehen wir in einer kleinen Bucht vor San Antoni vor Anker und schlafen uns aus. Ein erfrischendes Bad im Mittelmeer und eine ausgiebige Dusche machen uns wieder topfit, um den Hafen zu erobern. Leider meldet sich über Funk niemand und wir bunkern das nötige Futter für unseren Volvo Penta. Das Anlegemanöver vor der Tankstelle war nicht mein Bestes, eigentlich mein Schlechtestes. Vollkommenheit bringt einem Autorität, kleine Fehler machen einen liebenswert. Heute bin ich ganz besonders lieb. Wir wollen hier in San Antoni drei Tage bleiben. Leider sind auf Grund einer Regatta nicht genügend Liegeplätze frei und wir müssen morgen einmal den Liegeplatz wechseln.Read more

Es gibt nur einen fehlerlosen Skipper! 🤗 Leider ist er ein Bruder von Münchhausen... 🤷♂️Keep it up! Perfektion ist langweilig. Shaka 🤙 Euch weiterhin viel Spaß 😊 😊 😊 [D. P. aus GE]

Schade das es mit Espalmador nicht geklappt hat, ich war vor zwei Jahren dort sehr schön. Ich grüße euch und gute Weiterfahrt [Brigitte]

Hammerfoto vom Sonnenaufgang und der Silhouette von Ibiza. Ich wünsche euch übermorgen mal Wind aus der richtigen Richtung (SO!?) in der richtigen Stärke (3-4bf!?) und nur kleine Wellen (10 cm!). [Andreas]
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- Day 17
- Tuesday, June 1, 2021 at 8:56 PM
- 🌧 21 °C
- Altitude: Sea level
SpainPort de Sant Antoni38°58’39” N 1°18’6” E
Tag 16 und 17 Hafen Sant Antoni, Ibiza

Sooo, endlich gibt's wieder was neues von uns. Diesmal wieder 2 Tage auf einmal.
Während wir am Montag auf die Info warteten, ob und wo wir einen neuen Liegeplatz im Hafen bekommen, nutzten wir die Zeit und haben das Boot von oben bis unten, innen und außen geputzt. Schon erstaunlich was für ein Dreck sich in kurzer Zeit ansammelt. Jetzt glänzt es, dass es fast blendet. Und dann die Nachricht: wir können bleiben! Sogar erstmal auf unserem jetzigen Liegeplatz. Da wir nun Zeit haben, beschließen wir, die Insel zu erkunden. Und wie geht das am besten? Natürlich mit dem Roller! Also auf zum Verleih.
Ich bin etwas aufgeregt, da ich noch nie vorher Roller gefahren bin. Aber wird schon klappen, denke ich mir. Naja ... sagen wir mal so: Harald hatte sein verpatztes Anlegemanöver, dafür hatte ich meinen verpatzten Startversuch mit dem Roller. Statt lässig loszufahren, bin ich erstmal umgekippt und ein weiterer Roller mit mir. Zum Glück sind die beiden Mädels vom Verleih nicht so pingelig mit ihren Rollern. Nach ein paar Übungsrunden auf dem Parkplatz geht es dann los in Richtung Ibiza Stadt. Harald fährt vor und wir schlängeln uns durch den spanischen Verkehr. In Ibiza angekommen, gehen wir zu Fuß in die Altstadt. Es ist dort wirklich wunderschön. Die Altstadt mit ihren verwinkelten Gassen und der Burg, aber auch der neuere Teil begeistert uns. Nach einem Mittagssnack geht es weiter über die Insel. Vorbei an den Salinas und über kurvige Bergstraßen. Ich werde immer sicherer und wir düsen über die Insel. Eigentlich darf ich mit meinem Führerschein nur einen Roller fahren, der maximal 45 km/h schafft, unserer fährt locker 70. Da scheinen wir vom Verleih wohl doch eine Nummer größer bekommen zu haben ...
Nach einem langen, spannendenTag kommen wir wieder an unserem Hafen in Sant Antoni an.
Am nächsten Morgen bekommen wir unseren neuen Liegeplatz zugewiesen und "parken um". Das läuft mittlerweile wie am Schnürchen.
Weil uns das gestern so viel Spaß gemacht hat, leihen wir erneut die Roller und wollen mal die andere Seite der Insel erkunden. Das Ziel: Sant Joan, ein kleines Dorf im Norden der Insel. Heute übernehme ich die Führung, denn ich habs jetzt drauf :) Auf kleinen Straßen fahren wir vorbei an kleinen Ortschaften, Feldern und Palmen. Die rote Erde bildet einen fantastischen Kontrast zu dem Silbergrün der Olivenbäume. Wir schlängeln uns Berge rauf und wieder runter und immer wieder bieten sich uns wunderbare Ausblicke über das Land oder die Küste. Wir stoßen in einer Bucht auf einen mini Hippie Markt, über den ich natürlich schlendern muss, Harald liest derweil die Infotafel ...
Gegen 14:00 Uhr erreichen wir Sant Joan. Ein winziger ruhiger Ort. Wir finden ein schönes Restaurant und stärken uns für den Rückweg. Doch dann verdunkelt sich der Himmel und Nebelschwaden ziehen auf. Ein Gewitter platzt über den Ort herein und wir müssen uns nach drinnen retten. Macht nichts. Bei leckerem Essen und einem würzigen Chai lässt es sich aushalten. Der Regen lässt nach und die Wolken verziehen sich. Es wird Zeit, dass wir uns auf den Rückweg machen. Jetzt erfüllt ein wunderbarer Duft, den nur Regen hervorbringen kann, die Luft um uns herum. Es riecht nach Piniennadeln, Erde, Kräutern und vielem mehr ...
Der Rückweg ist mindestens genau so schön wie der Hinweg. Kurve um Kurve um Kurve um Kurve geht es durch die schöne Landschaft. Nach viel zu kurzer Zeit sind wir zurück in Sant Antoni. Das war ein wirklich toller Tag!Read more
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- Day 17
- Tuesday, June 1, 2021 at 8:59 PM
- 🌧 22 °C
- Altitude: 4 m
SpainPort de Sant Antoni38°58’40” N 1°18’6” E
Tag 17 Hafen Sant Antoni, Ibiza

Hier noch ein paar Fotos von heute :)
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- Day 18
- Wednesday, June 2, 2021 at 5:27 PM
- ⛅ 22 °C
- Altitude: Sea level
SpainPlaya S'Alaga38°46’40” N 1°25’39” E
Tag 18 Bucht Espalmador Formentera

Hurra es geht wieder weiter,
zwei aufregende Tage auf Ibiza liegen hinter uns. Die Bucht Espalmador ist unser Ziel. Sie soll die Schönste der Balearen sein und liegt in einem Naturschutzgebiet, in dem Ankern verboten ist. Es sind Festmacherbojen ausgelegt und diese sind vorher zu reservieren. Die Onlinereservierung ist ein Abenteuer für sich. Die Spanier wollten sogar für unsere Legitimisierung unsere Steuer ID haben. 30 € kostet der Spaß pro Tag. Mal sehen, ob es das Wert ist.
Um 09:00 Uhr heißt es dann Leinen los und wir dieseln bei keinem Wind entlang der wunderschönen rötlichen Steilküste Ibizas. Jede Windböe wird von unserem Monstersegel genutzt, um dem Volvo Penta eine Pause zu gönnen. Somit kommt bei uns auch keine Langeweile auf. Es wird gedöst, Segel gesetzt, Segel eingeholt und wieder gedöst. Mit solch einem Dickschiff unterwegs zu sein, dass hat wahrlich nichts mit Sport zu tun. Es ist nur sportlich für "White Cloud". Um 13:00 Uhr kommt endlich der ersehnte Wind. Der Gennaker wird schlafen gelegt und unter Genua und Groß geht's mit 6 kn hoch am Wind durch das spiegelglatte Mittelmeer. Die Gischt schäumt am Bug wie Flocken von Schnee (Zitat von der Ballade John Maynard von Fontane).
In der Bucht angekommen, werden wir von einem hochmotorigen Schlauchboot zu unserer Boje geleitet. Ruckzuck sind wir sicher fest. Leider trübt ein wolkenverhangener Himmel die Ausstrahlung dieser wirklich schönen Bucht. Mal sehen, was der morgige Tag bringt.Read more
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- Day 19
- Thursday, June 3, 2021 at 6:45 PM
- ⛅ 22 °C
- Altitude: Sea level
SpainPlaya S'Alaga38°46’40” N 1°25’39” E
Tag 19 Bucht Espalmador Formentera

Heute war ein reiner "Chill - Tag" geplant. Nichts tun und blöd in die Gegend schauen. Wir haben ja sowieso kein Dingi um an Land zu fahren ....
Die Neugier auf den Strand und die kleine Insel siegt dann aber doch und Harald fragt einen Segler auf dem Boot neben uns, ob er uns nicht übersetzen könne. Er holt uns sofort ab und mit seinem wackeligen Holzbötchen geht's an Land, auf zur Erkundung Espalmadors. Der Strand ist schonmal der Wahnsinn. Hellblaues Wasser und weiß-rosa Sand. Ein paar Palmen vervollständigen den Karibik Flair. Der nette ältere Herr, der uns an Land gebracht hat empfiehlt uns, einmal um die Insel herum zu laufen. Da die gesamte Insel ein Naturschutzgebiet ist, müssen wir kleine Pfade finden, auf denen wir gehen dürfen. Sie führen uns durch eine steinige und kahle Landschaft hin zu beeindruckenden Steilklippen. Dort werden wir allerdings von wütenden Möwen verscheucht. Etwas weiter finden wir eine tolle Bucht. Ruckzuck haben wir Badesachen an und springen in das kühle Nass. Herrlich! Nach einer kleinen Stärkung machen wir uns übers Inland auf den Rückweg. An unserem Strand ist in der Zwischenzeit ein riesiger Party-Katamaran angekommen der bestimmt 50 Touris zum Baden hier abgesetzt hat. Und futsch ist die einsame Schönheit des Strandes. Irgendwie absurd.
Wir laufen weiter, dorthin wo Espalmador durch einen überspülten Strand mit Formentera verbunden ist. Aufgrund der starken Strömung können wir jedoch nicht rüberlaufen. Es sieht aber wirklich einmalig aus.
Wir werden am Strand wieder von unserem "Nachbarn" abgeholt. Zum Dank laden wir ihn zum Abendessen ein und hoffen auf ein paar spannende Weltumsegler-Geschichten :)
Dann muss ich noch in den Mast, um die Glühbirne des Ankerlichts zu wechseln. Harald zieht mich hoch, doch oben angekommen muss ich feststellen, dass man die Glühbirne nicht so einfach wechseln kann. Also ohne Erfolg wieder runter. Aber die Aussicht war fantastisch!Read more

Das ist ja der Wahnsinn. Unglaublich. So stelle ich mir die Karibik vor. Das hat der Skipper toll organisiert. Oh Vera, die Aussicht vom Mast aus ist ja total super, aber bestimmt ganz schön wackelig. Der Leichtmatrosenjob hat es schon in sich😁 [Petra]
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- Day 20
- Friday, June 4, 2021 at 10:14 PM
- ⛅ 20 °C
- Altitude: 6 m
SpainMarina Santa Eulalia38°59’4” N 1°32’21” E
Tag 20 Hafen Santa Eulalia

Tschüss du schöne Bucht. Nicht nur wir sind traurig, diesen tollen Ort zu verlassen, sondern auch der gestrige blaue Himmel. Schwarze Wolken verdunkeln ihn. Um 10:00 Uhr holt mein Leichmatrose die Mooringleine ein. Segel werden gesetzt und mit 5 kn gehts hart am Wind zu einer weiteren Bucht auf Ibiza, Namens "Cala Castella". Je mehr wir uns unserem Ziel nähern, umso kleiner wird die Windstärke. Parallel dazu erhöhen sich die Wellenberge. Veras Mundwinkel verlieren gegen die Gravitation. Seekrankheit nimmt Besitz von ihrem Körper. In der Bucht angekommen, stellt sich heraus, dass hier ein heftiger Schwell steht. Die Augen des Leichtmatrosen sagen mir: Wir müssen hier weg! Schade eigentlich, denn die Bucht ist eingrahmt von roten und gelben Steilklippen, an dessen Ende eine kleine Taverne steht. Mir bleibt jedoch nichts anderes übrig.
Also ..., wo ist der nächste Hafen. Meine digitale Seekarte zeigt mir den Hafen Santa Eulalia. 2 sm vor der Hafeneinfahrt ruft mein Leichtmatrose den Hafenmeister über Funk an und ergattert einen schönen Liegeplatz für zwei Tage.
Da unser Ankerlicht, sowie die Windrichtungsanzeige (Windex) im Top des Mastes kaputt sind, nutzen wir den heutigen Tag, dies zu reparieren. Der hiesige Yachtservice hat beides auf Lager. Vera demontiert in 17 m Höhe alles und ich montiere die Neuteile. Nach zwei Stunden ist alles erledigt und der Eigner kann einen Haken in seiner to do Liste setzen.Read more
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- Day 21
- Saturday, June 5, 2021 at 9:16 PM
- ☁️ 21 °C
- Altitude: 6 m
SpainMarina Santa Eulalia38°59’4” N 1°32’21” E
Tag 21, Hafen Eulalia, Ibiza

Heute war mal wieder ein Stadt-Tag.
Zuerst galt es, ein paar Einkäufe zu erledigen, damit wir weiterhin so vortreffliche Gerichte wie bisher in unserer Kombüse zaubern können.
Kaum verlassen wir den Supermarkt, fängt es an zu schütten. Wir retten uns erstmal in unser Boot. Der Stadtbummel muss also verschoben werden. Die Zeit nutzt Harald und entwickelt seine neueste Erfindung: eine stromsparende Bord-Waschmaschine.
Als der Regen aufhört, machen wir uns nochmal auf in die Stadt. Doch es geht schon wieder los. Da müssen wir uns wohl leider in ein Cafe zurückziehen. Bei Kaffee und Kuchen beobachten wir, wie der Regen in das Hafenbecken platscht.
Jetzt kommt doch noch die Sonne raus und wir können unsere Stadterkundung fortsetzen. Eularia (nur der Hafen heißt Eulalia) ist sehr modern und hübsch mit hellen Häusern und kleinen gepflegten Parkanlagen.
Nachdem wir auf dem Boot zu Abend gegessen haben (es gab Shrimps für 30 €), geht es jetzt noch einmal raus auf ein Eis und um einen Hauch des Nachtlebens einzusaugen.Read more
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- Day 22
- Sunday, June 6, 2021 at 8:17 PM
- ☀️ 21 °C
- Altitude: Sea level
SpainPunta Grossa39°4’47” N 1°36’9” E
Tag 22 Bucht Punta Grossa

Wieder einmal sagen wir Adieu. Der Hafen Eulalia eignet sich wirklich super zum abwettern. Um 10:00 Uhr wird die letzte Leine an Bord gezogen und White Cloud ist wieder frei. Unsere Klappschraube fräst sich munter durchs Wasser und schiebt uns mit 5 kn Richtung der 6 sm entfernten Insel "Illa de Tagomago". Was sag ich Insel, es ist eher ein Fliegenhaufen im Mittelmeer. Der Wind kommt natürlich wieder gegenan und aus 6 sm werden schnell 12. Hauptsache segeln. Um 13:00 Uhr ist unsere Zielbucht erreicht und der Anker frisst sich in den Meeresboden. 20 Minuten später kommt ein hochmotorisiertes Schlauchboot angerauscht. Zwei weitere Ankerlieger hieven sofort den Anker und flüchten. Was soll denn das? Wir werden darauf aufmerksam gemacht, dass das Ankern hier zum Schutz der Unterwasserfauna verboten ist. Mal sehen, ob es ne Strafe gibt. Er hat sich zumindest den Schiffsnamen aufgeschrieben. Die Geflüchteten sind mittlerweile nicht mehr zu sehen. Wir finden eine weitere schöne Bucht die "Punta Grossa". Hier liegen wir alleine im kristallklaren Wasser vor einer 100 m hohen Steilküste. Die Felsen schimmern gelb rot und sind mäandermässig ausgewaschen als hätte Vincent van Goch hier sein Meisterwerk kreiert. Etliche Quallen lassen allerdings nur kurze Schwimmeinlagen zu. Vera und ich chillen dem Abend entgegen.Read more
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- Day 23
- Monday, June 7, 2021 at 8:17 PM
- ☀️ 22 °C
- Altitude: Sea level
SpainCala de Antió39°33’12” N 2°21’59” E
Tag 23 Bucht D'egos, Mallorca

Heute heißt es "Adiós Ibiza und hola Mallorca!"
Da heute ein längerer Schlag von 48 sm vor uns liegt, stehen wir mit der Sonne auf und tuckern bei keinem Wind und spiegelglattem Meer gemütlich los. Es ist herrlichstes Wetter, blauer Himmel, Sonnenschein und eine kühle Brise, die dafür sorgt, dass es nicht zu heiß wird. Die Brise wird zu leichtem Wind und wir setzen den Gennaker. Das riesige Segel wölbt sich vor uns auf und zieht uns beinahe lautlos mit 4 kn übers Wasser. Gegen Mittag lässt der Wind wieder nach. Aber das macht nichts, denn wir nutzen die Pause, um baden zu gehen. Weit und breit nichts, außer dem Himmel, einem kleinen Segelboot und zwei Gestalten, die im unendlich wirkenden, tiefblauen Wasser dümpeln. (Nacheinander natürlich, damit das Boot nicht einfach davon fährt). Es ist schon ein ganz besonderes Gefühl, wenn unter und um einem nichts ist außer 700 m tiefes Blau!
Es geht weiter und mit 5 - 6 Knoten schießt die "White Cloud" dahin.
Gegen 16:30 Uhr erreichen wir Mallorca. Unsere angepeilte Ankerbucht ist schon voll, zu unserem Glück, denn die Nächste, die wir finden, ist einfach wunderschön. Türkises Wasser, hohe Felsen, ein kleiner Strand und ... keine Quallen!
Wir schwimmen an Land, erkunden die Bucht zu Fuß und erhalten einen tollen Blick auf unser kleines, schönes Boot.
Also für mich war heute mit der beste Tag der Tour :)Read more
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- Day 24
- Tuesday, June 8, 2021 at 10:44 PM
- ⛅ 21 °C
- Altitude: Sea level
SpainPort D' Andratx39°32’50” N 2°23’13” E
Tag 24 Hafen Andratx

Hallo Follower,
heute haben wir nur einen sehr kurzen Weg vor uns. Quasi einmal um die Ecke. Andratx ist bekannt als mondäner Ort, der so genannten High Society von Mallorca. So steht's in meinem Hafenhandbuch. Während der Sommerzeit ist kaum ein Liegeplatz zu ergattern und sollte man doch einen bekommen, dann zu einem Preis von über 100 €. Egal ..., nichts wie hin. Vorher jedoch, direkt vor dem Frühstück, ins smaragdgrüne Mittelmeer. Direkt aus der Koje ins kalte Wasser ..., ich bekomme kurzzeitig eine Schnappatmung und sehne die heisse Dusche herbei. Auch Vera ist nicht zu halten. Kaum ist meine Meerjungfrau abgetaucht, schmeisse ich ein paar Brotkrumen hinterher. Hunderte von Fischen versammeln sich um ihr und es sieht aus, als wäre es ihr Hofstaat. Die Fische lassen sich von Hand füttern.
Jetzt aber nichts wie weg, sonst kommen wir gar nicht mehr los. Vera, mein Funker, ruft über Funk den Hafen und schwupp die wupps liegen wir an unserem Liegeplatz. Es sind bestimmt noch 100 Plätze frei. Liegeplatzgebühren nur 53 € und wir beschließen, uns heute einen Restaurantbesuch zu leisten. Andratx ist wirklich sehenswert. Alle Hügel ringsherum sind mit Häusern zugebaut, die sich toll der Landschaft anpassen. Alle haben einen Blick auf den Hafen. Der Ort selbst beherbergt viele kleine Boutiquen und Restaurants. Hier werde ich sicherlich noch mit Petra einkehren.Read more

TravelerHallo ihr Lieben, endlich kann ich auch mal mitreden. Meine 2. Heimat ist der Badeort Paguera, über Camp de Mar schnell zu erreichen. Hoffe ihr konntet auch den schönen Markt von Andraitx besuchen. Wünsche euch weiterhin eine gute Reise, bleibt gesund, und bitte weiter so mit der Berichterstattung!!!!
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- Day 25
- Wednesday, June 9, 2021 at 7:45 PM
- ☀️ 25 °C
- Altitude: Sea level
Spainses Illetes39°31’55” N 2°35’11” E
Tag 25 Bucht Xinxel

Nach einem gemütlichen Frühstück stechen wir wieder in See.
Eigentlich wollen wir heute schon nach Palma, aber spontan entscheiden wir, doch noch einmal eine Bucht anzusteuern.
Es ist kaum Wind und die Sonne knallt aufs Deck. Von der Hitze ganz schlapp, dösen wir so vor uns hin. Doch eine ungewöhnliche Entdeckung macht mich wieder wach. Nicht weit von uns dümpelt ein unbemanntes kleines Boot. Ich mache Harald darauf aufmerksam und wir drehen um, um das mal genauer zu betrachten. Tatsächlich, außer Schwimmwesten und einem Kanister niemand an Bord. Harald meldet dies der Küstenwache. Die teilen uns mit, dass es sich wahrscheinlich um ein Boot von Flüchtlingen handelt, die in dieser windstillen Nacht den Weg aus Algerien auf sich genommen haben und dann das letzte Stück (ganze 2 km) geschwommen sind. Mehr können wir jetzt nicht tun, also fahren wir weiter. Aber ganz aus dem Kopf bekomme ich das kleine dümpelnde Boot nicht..
Wind kommt auf und wir setzten den Gennaker. Er zieht uns bis in unsere schöne Ankerbucht. Kaum sitzt der Anker, springen wir ins Wasser. Endlich Kühle ...
Wir schwimmen an Land und wollen in die kleine Strandbar einkehren. Die ist aber Privat, also gibt es Limo an Bord. Auch nicht schlecht :)Read more
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- Day 26
- Thursday, June 10, 2021 at 11:51 PM
- ⛅ 22 °C
- Altitude: 5 m
SpainHafen von Palma39°34’3” N 2°38’17” E
Tag 26 Hafen Palma

Heute ging's mal wieder nur um die Ecke. Der Hafen Palma ist nur 3 sm entfernt. Das heisst also, nur 1 Stunde motoren. Kein Wind und brennende Sonne lassen unser Gehirn austrocknen. Bubi, den wir in der malerischen Bucht Espalmador zum Abendessen eingeladen hatten, gab uns den Tip, im großen Hafen von Palma den Hafen des "Royal Club Nautic Palma" kurz "RCNP" anzulaufen. Er ist der günstigste und liegt direkt an der Altstadt von Palma. Gesagt, getan und wir liegen um 12:30 Uhr wieder an der Mooring. Direkt am clubeigenen Pool. Als Anleger gibt's diesmal kein Bier, sondern ein erfrischendes Bad im leicht salzhaltigen Pool. Erst jetzt, im direkten Vergleich, erlebt man die Vorzüge einer schönen Bucht hautnah. Keine Fische, keine Wellen, alles steril. Jedoch der Schweiß ist weg und wir sind fit für Palma. Unterwegs legen wir einen Stop ein und bestellen beim hiesigen Yachthändler eine neue Steuerung für unser Bugstrahlruder. Sie wird in zwei Wochen geliefert und macht den Eigner um 200 € ärmer. Vom 20.06. bis zum 28.06. liege ich an gleicher Stelle mit Petra. Der Liegeplatz ist schon reserviert und ich werde sie einbauen.
Palma mit seinem gigantischen Dom und der tollen Altstadt lädt zum Verweilen ein. Hier gibt es tausende von kleinen Restaurants und Botiquen, die den mittelalterlichen Flair nicht stören. Ich war vor 20 Jahren hier und bin wieder begeistert. Zu Abend wird an Bord gegessen und wir stürzen uns zum Absacker ins Nachtleben. Vera findet eine kleine Bar mit Wlan. Unter Apfelsinenbäumen habe ich ein "Zoommeeting" mit der Crew der kommenden Woche. Die digitale Technik machts möglich und ich habe eine Videokonferenz mit drei Leuten, als würden sie neben mir stehen. Christian erwische ich sogar im Auto.
Vera und ihre Freundin Carla bleiben für eine Woche auf der "White Cloud" und ich wechsel auf eine grössereYacht. Ich hole einen Törn von 2020 nach und segel eine Woche mit Christoph, Christian und Herman nach Ibiza und zurück.
Morgen ist der letzte Segeltag mit Vera. Dann sind wir beide 27 Tage auf engstem Raum zusammen. Der einzige Rückzugsort war die eigene Kabine. Ich bin jetzt schon traurig, dass es zu Ende geht.Read more
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- Day 27
- Friday, June 11, 2021 at 9:12 PM
- 🌙 25 °C
- Altitude: 7 m
SpainClub Náutico can Pastilla39°31’58” N 2°42’55” E
Tag 27 Hafen Can Pastilla, Mallorca

Auch heute war der Weg nicht weit. Nach einer Stunde erreichen wir Can Pastilla. Hier ist die Heimat der Balineros. Doch wir feiern nicht, wir schuften. Die Wäsche wird gewaschen, danach erstmal einen Cappuccino, Boot putzen, dann einen Kuchen essen, usw ...
Zwei 12 kg Waschmaschinen ackern für uns. Während wir warten, lassen wir den Ort auf uns wirken. Lauter 6-stöckige Hochhäuser und Bars säumen den 5 km langen Strand. Ansonsten hat der Ort nicht viel zu bieten. Auch der Hafen haut uns nicht von den Socken, nur vom Duschbereich sind wir begeistert. Ich genieße die Dusche ausgiebig und Harald meint, er hatte kaum noch Wasser ...
Jetzt am Ende unseres gemeinsamen Törns, lassen wir die vergangenen Tage Revue passieren.
Was haben wir eigentlich alles erlebt?
Wir fanden die "White Cloud" in Almerimar als hässliches Entlein vor und haben sie mit etwas Mühe in einen Schwan verwandelt.
Die Steuerautomatik, das Ankerlicht, die Windrichtungsanzeige und (das dramatischste) der Kühlschrank ließen uns im Stich, doch wir konnten alles wieder instand setzen.
Ich musste feststellen, dass das mit der Seefestigkeit so eine Sache ist ...
Die Nachtfahrt im selbstgebauten Nest über tiefes Schwarz und unter einem unendlich großen Sternenhimmel werde ich so schnell nicht vergessen.
Wir lagen in wunderschönen Ankerbuchten mit türkisem Wasser und rosaweißen Stränden. Das war die anfänglichen Komplikationen allemal Wert!
Auch interessante Bekanntschaften haben wir gemacht. Der Einhandsegler Bubi sollte hier nicht unerwähnt bleiben. Er bescherte uns einen Abend mit spannenden Geschichten.
Tolle Orte liegen in unserem Kielwasser, ganz besonders Cartagena und Palma.
Und natürlich eine tolle Zeit mit meinem Lieblingsonkel :)
Ich verabschiede mich an dieser Stelle und wünsche Harald für die weitere Reise immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel, wie man so schön sagt.
👋Read more

TravelerHallo Vera. Auch deine literaschinen Ergüsse waren ein Genuss. Danke dafür😚. Mein erster Urlaub 1978 war nach Can pastilla. 3 Wochen VP mit Flug für 750 DM. Da sah es aber noch ganz anders aus. LG
Sehr schön 😊.Eine gute Reise,ganz viel Spaß und liebe Grüße.Peter [Peter]
Viel Spaß und Freude!:) [Dieter]
Gute Reise Kapitän. Genieße es. ⚓️👍 [Klaus]