Tag 22
21 mei, Italië ⋅ ⛅ 22 °C
Ich glaube, ich habe auf dieser Reise sieben Kilo zugenommen! Das ständige Essen-gehen, die wenigen Möglichkeiten, mal selbst frisch zu kochen, und der obligatorische Vino oder Cocktail am Abend haben ihr Übriges getan. Aber wisst ihr was? So ist es nun mal – und es war einfach eine wunderschöne, genussvolle Zeit!
Hinter uns liegt ein Roadtrip voller absoluter Höhepunkte, eine Aneinanderreihung so vieler toller Momente, dass man sie im ersten Moment gar nicht alle gleichzeitig verarbeiten und genießen konnte. An unseren Schuhen klebt noch immer die echte Vulkanerde. Das Schönste ist: Wir und unser Auto sind absolut heil durchgekommen! Wenn ich ehrlich bin, hatte ich fest mit Kratzern oder Beulen gerechnet, aber Bernhards fahrerisches Geschick hat uns gerettet.
Im Nachhinein können wir über so manche Situationen nur noch schallend lachen:
* Da war unsere verzweifelte Odyssee in Palermo auf der Suche nach einer Toilette, bei der wir plötzlich mitten in einem Möbelhaus standen und von acht jungen Frauen mit Klemmbrettern lächelnd empfangen wurden, die uns unbedingt ein Schlafzimmer verkaufen wollten! 😂
* Oder die Momente, in denen uns das Navi – das die Dimensionen unseres großen Autos überhaupt nicht auf dem Schirm hatte – in so enge Gassen lotste, dass es schlicht nicht mehr weiterging und wir rückwärts wieder rausmanövrieren mussten. Einmal fuhren wir zwei Kilometer lang eine enge Straße entlang und beteten: „Bitte, lass uns jetzt kein Auto entgegenkommen!“
* Und natürlich das pure Entsetzen auf der Fähre, als die Autos auf engstem Raum rückwärts die Rampe hinuntermanövrieren mussten.
Die vielen Verirrungen durch einsame Berge, über Wiesen, vorbei an verlassenen Häusern fernab der Zivilisation und dieser unfassbare Autoverkehr mit all dem Drängeln, Hupen und Durchquetschen – all das gehört jetzt zu unseren liebsten Reisegeschichten. Ganz besondere, magische Momente wie Libero mit seiner feurigen Fontäne zu unserer Hochzeitsreise werden für immer einen Ehrenplatz in unseren Herzen haben. Wir würden im Nachhinein rein gar nichts anders machen wollen.
Für unsere finale Rückreise nach Kiel hatten wir uns ausgerechnet das Pfingstwochenende ausgesucht – und mit uns gefühlt alle Kurzzeiturlauber Deutschlands. Die Straßen waren brutal voll, geprägt von Stau und zähflüssigem Verkehr. Wir gaben unser Bestes, so gechillt wie möglich da durchzusteuern. Die allererste Prognose unseres Navis versprach eine Ankunft um 18:15 Uhr – geworden ist es letztendlich 23:30 Uhr.
Die Tür ging auf und wir erlebten die stürmischste Begrüßung überhaupt: Marni hat sich vor lauter Freude fast umgebracht! Und ich glaube, auch Marten hat sich gefreut. Bis wir die Taschen ausgepackt hatten und halbwegs akklimatisiert waren, war es 1:30 Uhr nachts. Die arme Marni war von dem ganzen Trubel und der Aufregung des Wiedersehens leider so durch den Wind, dass er prompt Durchfall bekam. Das hieß für Bernhard und mich: Klinke in die Hand drücken und abwechselnd mitten in der Nacht mit dem Hund rausgehen. Das war im ersten Moment zwar nicht schön, aber nach der langen Trennung fast zu befürchten.
Fazit
Es war eine absolut fantastische, unvergessliche Hochzeitsreise. Wir werden unser Leben lang so gern an diese intensiven drei Wochen zurückdenken. Und ich freue mich jetzt schon riesig darauf, mich in aller Ruhe hinzusetzen und das Fotobuch zu gestalten! ❤️ Vulkanerde an den Schuhen, la dolce vita im Herzen.
🥂🚗🌋Meer informatie
Tag 21
21 mei, Italië ⋅ ☀️ 19 °C
Unsere Nacht auf der Fähre war erstaunlich erholsam, und so konnten wir den ersten Cappuccino des Tages herrlich in der Sonne an Deck genießen. Da wir noch einen großzügigen 50-€-Verzehrgutschein besaßen, aber auch noch reichlich Vorräte aus dem Supermarkt hatten, teilten wir uns den Tag klug ein: Mittags gab es die restlichen Vorräte und eine gemütliche Siesta in der Kabine, während wir uns für den späteren Abend zwei frische Paninis kauften ( die leider echt nicht doll waren für 8€ das Stück). 😳
Den restlichen Tag ließen wir ruhig angehen. Beim Bummeln an Bord entdeckten wir einen kleinen Laden mit wunderschönem Geschirr, das uns an das schöne Geschirr erinnerte, dass wir in den Restaurants bekamen. Es hat einfach was und versprühte dieses typisch italienische Flair. Wir verliebten uns und schlugen kurzerhand zu: Mit einer großen, wunderschönen Schüssel fing es an. Dann kamen vier kleine Schälchen dazu, gefolgt von vier tiefen und vier flachen Tellern. 🤷🏽♀️
Dieses Service wird uns zu Hause für immer an die schöne Zeit, die Lebensfreude und das *La Dolce Vita* auf Sizilien erinnern. Nur die dickwandigen, blau melierten Gläser, die wir in den besseren Restaurants so bewundert hatten, konnten wir leider nirgends finden. Mit den gut verpackten Geschirrstapeln zogen wir ab in unsere Kabine – denn ein Gang zum Auto, selbst in Begleitung des Personals, war aus Sicherheitsgründen strengstens verboten. Den Nachmittag vertrieben wir uns mit noch mehr Cappuccino, Kuchen und Eis.
Gegen 17:30 Uhr begann das große Geduldsspiel. Wir wurden aufgefordert, uns auf den Decks 6 und 7 bereitzuhalten, da die Fähre um 18:00 Uhr anlegen sollte. Es wurde schließlich 19:15 Uhr, bis das Schiff festmachte, und erst gegen 20:00 Uhr durften wir endlich hinunter zum Parkdeck. Dort erwartete uns das nächste Spektakel: Das Deck stand so unfassbar voll, dass sogar die Laderampen komplett mit Autos zugestellt waren. Es war ein wildes Rangieren – manche Autos mussten rückwärts die steile Rampe hinunterfahren, andere wendeten auf Millimeterarbeit, um vorwärts runterzukommen.
Mit gut zwei Stunden Verspätung auf unsere eigentliche Zeitrechnung rollten wir endlich vom Schiff. Ein Blick aufs Navi verhieß nichts Gutes: Ankunft nicht vor 1:30 Uhr nachts! 😳😱 Wir waren beide irgendwann todmüde. Wir legten regelmäßige Pausen ein, aßen unsere Paninis und bewegten uns an der frischen Luft, aber kaum saß ich wieder im Wagen, musste ich erbittert gegen den Schlaf ankämpfen. Doch ich wollte Bernhard, der am Steuer saß und dem die Müdigkeit ebenfalls in den Knochen steckte, unter keinen Umständen allein lassen. Also zog ich alle Register: Ich habe gesungen, mir auf die Schenkel geklatscht, Blödsinn erzählt und ständig die Fenster geöffnet, um uns mit kaltem Fahrtwind wachzuhalten.
Nach der letzten Pause mobilisierten wir die allerletzten Reserven, konnten eine Stunde am Stück durchziehen und ließen Genua und die Schweizer Grenze hinter uns. Eigentlich hatten wir gehofft, kurz nach Mitternacht im Bett zu liegen – die teuren Schweizer Hotelpreise für nur ein paar Stunden Schlaf wollten wir uns bewusst sparen.
Um Punkt 2:00 Uhr nachts hatten wir es endlich geschafft: Erschöpft, aber erleichtert und müde kamen wir an unserem Etappenziel, dem *Carathotel* in Weil am Rhein, an. Dort bekamen wir ein Zimmer Update und konnten in einem riesigen Bett (ich denke jeder hatte 120cm Liegefläche für sich 😳).
Was für ein Ritt! 😴🚗
Morgen kommt der längste Tag im Auto auf uns zu, aber die Ausstattung ist komfortabel und das Auto macht vieles von alleine. Ich freue mich sehr auf Marten und Marni.Meer informatie
Tag 20 (4)
20 mei, Italië ⋅ ☀️ 20 °C
Palermo
Tag 20 (3)
20 mei, Italië ⋅ ☀️ 21 °C
Palermo
Tag 20 (2)
20 mei, Italië ⋅ ☀️ 21 °C
Palermo
Tag 19 (2)
20 mei, Italië ⋅ ☀️ 20 °C
Panarea
Tag 19
20 mei, Italië ⋅ ☀️ 19 °C
Voller Vorfreude bereiteten wir uns auf ein weiteres Highlight unserer Reise vor: Unseren großen Ausflug zu den Äolischen Inseln! Doch bevor es aufs Wasser ging, stand uns in Milazzo erst einmal die Parkplatzsuche für unser großes Auto bevor. Die gebuchte „Garage“ entpuppte sich als riesige Halle, in der die Fahrzeuge im reinsten Tetris-Stil dicht an dicht und hintereinander gestapelt wurden. Die Ansage lautete: Schlüssel abgeben, und wenn wir nach 22 Uhr zurückkommen, wird das Auto herausrangiert. Da unser Wagen ein Dienstwagen ist, war Bernhard damit absolut nicht einverstanden. Nach einer kurzen Diskussion und gegen einen Aufpreis von 5 € durfte er den Wagen schließlich selbst einparken.
Wir waren unendlich froh, dass das klappte – denn nach der wetterbedingten Absage am Sonntag hatten wir für den Parkplatz und die Tour nur eine mündliche, typisch sizilianische Zusage nach dem Motto „Ja ja, das klappt schon“ bekommen. Aber es klappte!
Gemeinsam mit unseren Haus-Nachbarn Sybille und Tim, die wir im Auto mitgenommen hatten, ging es an Bord. Sybille schnatterte die gesamte Fahrt über im Auto ohne Punkt und Komma – eine echte Herausforderung, besonders für Bernhards Nerven. 🤭
Die Fähre entpuppte sich keineswegs als gemütliche Kaffeefahrt; das Schiff gab ordentlich Gas und raste in einem Affentempo los. An einen entspannten Cappuccino am Tisch war nicht zu denken, denn das Schiff hatte so viel Speed, dass die Gischt nur so an den Fenstern herunterlief. Da wir genau in eine Schlechtwetterfront mit Regen hineinfuhren, sicherten wir uns glücklicherweise frühzeitig einen Platz im geschützten Unterdeck.
An Bord war auch eine große Schulklasse von Jugendlichen, die mächtig Raum einnahm. Auf Vulcano „schmissen“ wir die Klasse schließlich von Bord – Gott weiß, was die Teenager dort getrieben haben. Auf der Fahrt lernten wir Klaus und Hildborg kennen, ein Paar Anfang 60, das ebenfalls mit dem Auto in Italien unterwegs war. Wir verstanden uns auf Anhieb prächtig, unterhielten uns wunderbar und haben unheimlich viel gelacht.
Als wir Panarea erreichten, empfing uns allerschönstes Wetter. Die Insel der Reichen und Schönen machte ihrem Namen alle Ehre: Alle Häuser erstrahlten in makellosem Weiß und waren unheimlich schick. Wir schlenderten abseits des Mainstreams durch die Gassen und entdeckten ein wunderschönes, gehobenes Restaurant. Alles war bezaubernd mit Zitronen und feinstem Geschirr dekoriert – die Keramik hier ist einfach wunderschön! Das Essen dort war absolut hervorragend und gehört definitiv zu den drei besten kulinarischen Erlebnissen unserer gesamten Reise.
Die Insel Stromboli hingegen, auf der wir anschließend zweieinhalb Stunden Landgang hatten, war weniger ergiebig. Wir mieteten uns ein offenes Taxi für eine Rundfahrt, waren damit aber ruckzuck durch die kleine „Stadt“ durch – wenn man es überhaupt Stadt nennen kann. Nachdem wir die Zeit ein bisschen totgeschlagen hatten, ging es um 19:30 Uhr bei noch relativem Tageslicht endlich wieder an Bord.
Nach etwa 30 Minuten Fahrt erreichten wir die Rückseite der gewaltigen Insel. Hier befinden sich die markanten Hänge – die „Sciara del Fuoco“ –, auf denen das Magma hinabläuft, wenn der Vulkan aktiv ist. Leider war es sehr wolkig, und dichte Wolken versperrten den Blick ganz nach oben. Und trotzdem war uns das Glück hold: Wir konnten mehrere kleine, feurige Eruptionen beobachten! Es war ein unbeschreiblich schönes Naturschauspiel. Auch wenn man es auf unseren Videos wegen der großen Entfernung zum Ufer nicht ganz so gut erkennen kann, war es für uns beide ein zutiefst ergreifender Moment.
Nach etwa einer Stunde Staunen traten wir die Rückfahrt nach Milazzo an, wo wir gegen 22:00 Uhr anlegten. Wir holten unser unversehrtes Auto aus der Tetris-Garage und traten die 1 Stunde und 40 Minuten lange Heimreise zur Unterkunft an. Bernhard hat uns vier sicher heim gebracht.
Ein rundum gelungener, unvergesslicher Tag!Meer informatie
Tag 20
20–21 mei, Italië ⋅ ☀️ 18 °C
Heute hieß es leider Abschied nehmen von unserer wunderschönen Unterkunft. Was anfangs mit einem kleinen Schock über die extrem engen Straßen und die mühsame Anfahrt begonnen hatte, war uns in den letzten Tagen richtig ans Herz gewachsen. Das allmorgendliche Frühstück im Sonnenschein und das Einschlafen mit dem Rauschen des Meeres im Ohr werden uns definitiv fehlen.
Unser heutiges Ziel vor der Heimreise war Palermo. Die Stadt ist laut, quirlig, eine faszinierende Mischung aus Alt und Modern – und im Straßenverkehr die absolute Hölle. Es gibt keinerlei Fahrspurmarkierungen, alle fahren scheinbar völlig planlos, hupen, drängeln und schieben sich Zentimeter für Zentimeter aneinander vorbei. Mittendrin wimmelt es von unzähligen Motorrad- und Vespa-Fahrern, die ohne Helm, mit dem Handy am Ohr und Beifahrer im Schlepptau durch die engsten Lücken rasen. Meine Nerven waren in kürzester Zeit völlig abgenutzt. Zum Glück steuerten wir als Erstes ein großes, sicheres Parkhaus an, um unser langes Auto abzustellen.
Zu Fuß genossen wir dann die schönen Seiten der Stadt. Wir bummelten durch die historische Altstadt und gönnten uns auf der Streetfood-Meile ein leckerem Mittagessen mit typisch sizilianischen Arancini, gefüllt mit Mozzarella, Spinat und Ragout.
Beim anschließenden Stöbern entdeckten wir ein zauberhaftes Geschäft für Schmuck und Tüchern aus Kaschmir. Ich habe mich sofort in ein wunderschönes, farbenfrohes Tuch verliebt und dann noch ein wunderschönes Schmuckstück (eine Kette) gefunden – und Schatzi hat mir kurzerhand beides geschenkt! 😍
Danach schlenderten wir zum Hafen, beobachteten das rege Treiben und besorgten auf dem Rückweg noch zwei kleine Mitbringsel für die Jungs sowie ein Dankeschön für unsere treue Haus-, Hund- und Kinderbetreuung Julia.
Was danach folgte, war eine Irrfahrt, wie ich sie noch nie erlebt habe. Wir wollten uns in einem Supermarkt noch mit Proviant für die Fährüberfahrt eindecken, doch das Vorhaben mutierte zum reinsten Krimi. Wir irrten quer durch den unendlichen Stau der überfüllten Stadt. Kaum hatte man sich halbwegs an das rücksichtslose Drängeln und Schieben angepasst, bogen wir prompt falsch ab und landeten mit unserem großen Wagen in viel zu engen Gassen. Die Anspannung im Auto war greifbar. (Hauptsächlich meine 🫣).
Das Navi lotste uns an etlichen Straßensperrungen vorbei, der Verkehr stockte, die Autos hupten plötzlich alle!!!! Wir mittendrin und nach drei vergeblichen Versuchen, endlich ans Ziel zu kommen, standen wir plötzlich fassungslos vor – einem Möbelhaus! Meine Laune war auf dem absoluten Nullpunkt: Ich musste dringend auf die Toilette, wir hatten über eine Stunde im Verkehrschaos verloren und standen nun vor einem Möbelhaus. Immerhin gab es dort eine Ladesäule für das Auto und eine rettende Toilette. Während der Wagen lud, suchten wir zu Fuß nach einem Penny-Markt, den wir zuvor flüchtig an der Straße gesehen hatten, fanden ihn aber nicht. Nach einer kurzen, erneuten Recherche entdeckte Bernhard schließlich doch noch den richtigen Supermarkt und wir konnten endlich den Einkauf erledigen.
Danach ging es direkt weiter zum Hafen für die Fähre. Die Bürokratie hielt die nächste Überraschung bereit: Unsere Tickets wurden vor Ort nicht anerkannt, sodass wir erst noch hektisch online einchecken mussten. Das anschließende Beladen der Fähre lief exakt so ab wie der gesamte Straßenverkehr in Palermo zuvor. Alle drängten gleichzeitig auf einen einspurigen Zubringer, aufgeteilt in virtuelle Fahrspuren, die gar keine waren – das reinste Chaos!
Wir mussten dann eine Rampe hochfahren und dort alle rückwärts auf dem Zwischendeck einparken. Wie im Spiel „Rush Hour“, bei dem der rote Bus vom Parkplatz fahren möchte und dazu alle Autos verschoben werden müssen.
Wie soll unser Auto morgen bloß wieder da runterkommen? 🤷🏽♀️
Das war etwas stressig.
Umso erleichterter waren wir, als wir endlich an Bord waren. Unsere Kabine war völlig in Ordnung und gemütlich. Gegen 22:30 Uhr genossen wir ein spätes, aber richtig schönes Abendessen in unserem Zimmer mit Meerblick. Wir haben das Auslaufen der Fähre und die langsam verschwindenden Lichter Palermos noch ein wenig beobachtet, bevor wir müde, aber glücklich über das überstandene Abenteuer in unsere Betten fielen. 😴
🚢❤️✨Meer informatie
Tag 19 (4)
19 mei, Italië ⋅ 🌬 19 °C
Stromboli
Tag 19 (3)
19 mei, Italië ⋅ 🌬 18 °C
Paranea
Tag 18
18 mei, Italië ⋅ ⛅ 13 °C
Nachdem wir heute zunächst eine gefühlte Ewigkeit verzweifelt nach einer funktionierenden Ladesäule gesucht hatten, hatten wir eine in der Nähe der Stadt. Von dort aus ging es zu Fuß weiter in die wunderschöne Altstadt von Cefalù, wo wir die allerletzten Postkarten für unsere Hochzeitsgäste abgegeben haben.
Ein gemütlicher Spaziergang führte uns anschließend zu einem schönen Mittagsplatz, bevor wir uns auf die Suche nach einer passenden Badebucht zum Schnorcheln machten. Das gestaltete sich allerdings als gar nicht so einfach: Viele vielversprechende Zufahrtsstraßen sind für den normalen Verkehr gesperrt und dürfen nur mit einer Sondergenehmigung (ZTL) befahren werden. Also stellten wir das Auto schließlich sicher ab und liefen das letzte Stück mit unseren Badesachen zu Fuß. Das Meer war zwar herrlich erfrischend, aber das Wasser leider etwas trüb, sodass Bernhard beim Schnorcheln heute nicht allzu viel Sicht hatte. Schön war es trotzdem!
Nach einer erholsamen Pause am Nachmittag zog es uns abends wieder hinaus zum Essen. Diesmal hatten wir ein glückliches Händchen: Das Restaurant war fantastisch und das Essen unglaublich lecker und absolut authentisch – genau so, wie man es sich in Italien erhofft.
Übrigens nimmt dieser Mann immer viel zu viel Bett bzw. Decke ein! Er zieht an meiner Decke!!! Geht gar nicht. 😡
Für unseren großen, nachgeholten Ausflug zum Stromboli morgen ist bisher keine Absage eingetroffen! Wir halten alle Daumen gedrückt, dass das Wetter hält und wir morgen Abend dieses einmalige nächtliche Spektakel erleben dürfen. 🎉
Wir haben nette Nachbarn kennen gelernt, die morgen ebenfalls zum Stromboli wollen und mit uns gemeinsam fahren. Timm und Sybille. Wir sind gespannt.Meer informatie
18 (3)
18 mei, Italië ⋅ ☁️ 15 °C
18 (2)
18 mei, Italië ⋅ ☀️ 17 °C
Tag 18 (1)
18 mei, Italië ⋅ ☀️ 17 °C
Tag 17
17 mei, Italië ⋅ 🌙 11 °C
Der heutige Tag begann ruhig: Wir - also insbesondere ich – haben erst einmal ausgiebig ausgeschlafen und gut gefrühstückt. Bestens gestärkt und mit ein paar selbst geschmierten Stullen im Gepäck machten wir uns anschließend auf den Weg zum Ätna. Knapp drei Stunden Fahrt lagen vor uns, und schon die Anreise zeigte uns, dass dieser Teil Siziliens wieder ein ganz anderes Gesicht hat. Die Landschaft wirkte deutlich trockener, geprägt von riesigen Kakteenfeldern, Zitronen- und Orangenplantagen und den ersten dunklen Lavasteinen. Rund um den Vulkan erstrecken sich flache, sehr fruchtbare Ebenen, die von Bergen gesäumt sind; man sieht bewirtschaftete Felder und immer wieder Vieh (Kühe mit Kuhglocke).
Leider fielen uns aber auch hier am Straßenrand viel Müll und zahlreiche verlassene Häuser auf.
Den Ätna zu besuchen, ist ein logistisches Unterfangen, das ewig dauert. Die Straße führt immer weiter und weiter hinauf, man fährt sozusagen 1,9 Kilometer Luftlinie senkrecht nach oben, bis man auf 1.900 Metern endlich die Talstation erreicht. Die Auffahrt war auch für unser Auto beschwerlich, zumal die Straßen keineswegs immer gut waren, sondern streckenweise im Gegenteil sehr zu wünschen übrig ließen.
Oben angekommen stellt man fest: „Den einen Ätna“ gibt es gar nicht zu sehen. Das war etwas ent-täuschend 🤷🏽♀️
Der Hauptvulkan hält sich im Hintergrund bedeckt und verbarg sich heute hinter den Wolken. Stattdessen ist die Landschaft von zahlreichen Nebenkratern geprägt. Die Seilbahn hatte wegen der Wetterlage leider schon um 14 Uhr geschlossen. Da es aber ohnehin sehr windig, kalt und nebelig war, hätten wir oben für jeweils 50 € wohl nichts gesehen. Also beschlossen wir, die Krater vor Ort zu Fuß zu begehen.
Wir haben uns an den Aufstieg des Monti Silvestri Superiore gewagt, der auf einer Höhe von 2.064 Metern am Ätna liegt und beim großen Ausbruch im Jahr 1892 entstand. Der Weg nach oben war ganz schön steil. Auf dem weichen, sandigen und steinigen Untergrund verlor man leicht den Halt und rutschte, besonders beim Abstieg, immer wieder weg. Oben auf dem Kraterrand zu stehen, war sehr beeindruckend. Meine Höhenangst habe ich weggeatmet; es funktionierte erstaunlich gut, solange mein Blick auf einem festen Punkt ruhte. Zudem nahm Bernhard entschlossen meine Hand und hat mich bergauf wie bergab sicher „mitgezogen“ - danke Schatzi 😍
Ein schönes Gefühl der Zweisamkeit und Sicherheit, nicht allein zu sein.
Nach diesem „anstrengenden“ Auf- und Abstieg tat der wärmende Cappuccino in der Station unglaublich gut. Wir nutzten die Pause, um weitere Ansichtskarten zu kaufen: Jeder Gast bzw. jedes Paar, das auf unserer Hochzeit war, soll eine Postkarte als Erinnerung von uns bekommen.
Für den Heimweg wählten wir die Route über das Land, was sich als eine viereinstündige Megagurkerei herausstellte. Landschaftlich war die Strecke zwar wunderschön und alles wirkte sehr ordentlich, als hätte man sich hier besonders viel Mühe mit allem gegeben. Allerdings hielt die Rückfahrt noch ein unschönes Abenteuer bereit: Beim Tanken versagte die Abschaltautomatik der Zapfsäule, die zudem keine Anzeige hatte, und das Benzin spritzte heraus. Bernhard hat verständlicherweise geflucht und roch danach etwas streng nach Kraftstoff. 😱🤭
Erst kurz vor 22 Uhr erreichten wir im Dunkeln erschöpft unsere Unterkunft. Der Hunger war groß, und wir waren heilfroh, dass noch leckere Nudeln von gestern übrig waren, die wir nur noch warmmachen mussten.
Unsere geplante Bootsfahrt zum Stromboli wurde für heute ja leider abgesagt. Wenn das Wetter mitspielt, findet sie nun am Dienstag statt. Das ist unsere allerletzte Chance. Es wird zwar stressig, da wir nachts gegen 22 Uhr im Hafen von Milazzo ankommen und dann noch fast zwei Stunden Heimweg vor uns haben und am nächsten Tag bereits die Abreise ansteht , aber wir hoffen sehr, dass uns dieser schöne Abschluss noch vergönnt sein wird.Meer informatie
Tag 17 (3)
17 mei, Italië ⋅ ☁️ 17 °C
Tag 17 (2)
17 mei, Italië ⋅ ☁️ 9 °C
Ätna
Tag 16
16–23 mei, Italië ⋅ ☁️ 14 °C
Gott sei Dank: Die Nacht war ruhig und Bernhards Magen hat die skeptische Garnele ohne Probleme weggesteckt! Nach einem morgendlichen Regenguss an dem wir uns nicht gestört haben, starteten wir gemütlich mit einem Kaffee im Bett, bevor wir uns an unser heutiges Großprojekt wagten: Einmal quer durch das Land auf die andere Seite zu den berühmten türkischen Salztreppen. Insgesamt 300 Kilometer lagen vor uns.
Mittendrin - Gemini führte uns noch zu zwei Sehenswürdigkeiten , ohne jede Vorwarnung oder Absperrung wurden wir plötzlich ständig von getunten Rennwagen überholt, die anscheinend mitten im normalen Verkehr ein Rennen austrugen – sehr gewöhnungsbedürftig, wie sie alle überholten, vor Kurven und mit ordentlich Speed.
Unsere Route führte uns über *Polizzi Generosa*, *Castellana Sicula* und schließlich nach *Caltavuturo*.
In Caltavuturo parkten wir unser Auto etwas außerhalb und suchten im Dorf nach einer Toilette und einem Kaffee. Wir betraten eine Bar, die von außen völlig unscheinbar wirkte und haben nicht schlecht gestaunt: Drinnen erwartete uns eine super moderne Bar voller süßer Köstlichkeiten, Torten, Snacks und Eis. Wir haben leckere Kekse genascht und Bernhard hat sich eine süße „Mango“-Spezialität gegönnt. Ein absoluter leckerer Glücksgriff! Schau dir die Fotos an.
Die Weiterfahrt durch die Berge war landschaftlich beeindruckend. Felsformationen in allen Formen schoben sich vor- und hintereinander auf – mal kahl, mal dicht bewaldet. Überall in der Fläche entdeckten wir verfallene, unbewohnte Häuschen, die als stumme Zeitzeugen vom früheren Leben in den Bergen erzählten. Die Natur explodierte förmlich in Farben: Gelber Ginster, uralte Olivenhaine und leuchtend rote Kleefelder. Ein Olivenfeld war ringsum die Bäume mit diesem roten Klee eingerahmt, ein traumhaft schöner Anblick!
Gegen 15 Uhr erreichten wir über *Agrigent*, *Porto Empedocle* und *Realmonte* schließlich das Ziel: die **Scala dei Turchi** bei *Lido Marinella*. Der Anblick der strahlend weißen Felsen vor dem tiefblauen Himmel war schlichtweg umwerfend.
Das Wort „Scala“ bedeutet Treppe, und das ist hier wörtlich zu nehmen. Die Natur hat diese stufenförmige Pracht über Jahrtausende geformt: Wind und salziges Meerwasser haben den relativ weichen, kalkhaltigen Mergelstein Schicht für Schicht abgetragen, sodass diese perfekt begehbaren (nicht erlaubt) „Stufen“ entstanden sind. Das „türkisch“ im Namen verdanken die Klippen der Geschichte: Arabische Piraten (im Volksmund damals alle „Türken“ genannt) nutzten die windgeschützten, treppenartigen Felsen im Mittelalter als ideale Anlegestelle, um die umliegenden Dörfer zu überfallen.
Kurze Erklärung aus dem Netz.
Heute war es dort allerdings extrem windig, es hat alles extrem durchgepustet.
Über *Caltanissetta* ging es schließlich zurück zu unserer Unterkunft, wo wir gegen 20 Uhr müde, aber zufrieden ankamen. Zum Abendessen gab es einen leckeren Salat und frische Nudeln mit Zucchini.
Morgen wartet schon das nächste große Highlight auf uns: Es geht zum Ätna! 🌋🇮🇹✨
Nachdem die Fahrt zum Stromboli leider ausfällt, wegen Wind und Wellen, hoffen wir, dass es am Dienstag klappt, Mittwoch geht’s schon mit dem Schiff aus Palermo zurück.Meer informatie
Tag 16 (4)
16 mei, Italië ⋅ 🌬 21 °C
Tag 16 (3)
16 mei, Italië ⋅ ☀️ 16 °C
Tag 16 (2)
16 mei, Italië ⋅ ☀️ 17 °C
Tag 15
15–20 mei, Italië ⋅ ☁️ 17 °C
Heute war ein Tag, der den Namen „Urlaub“ wirklich verdient hat. Wir haben den Morgen ganz langsam angehen lassen: Frühstück in der Sonne, direkt auf unserer Terrasse, begleitet vom ewigen Rauschen des Meeres. Das „Fertigmachen“ hat sich heute ewig hingezogen – aber genau das ist ja das Schöne, wenn man keinen Terminplan hat.
Wir haben den Tag lesend, kartenspielend und schwimmend verbracht. Dabei hatten wir reichlich Gesellschaft: Zahlreiche Salamander flitzten über die Mauern (denen scheint es hier prächtig zu gehen!), und die vielen hungrigen Katzen, die hier herumlaufen, haben sich über ein paar Streicheleinheiten gefreut. Weniger erfreulich war die Mückenjagd – es sind einfach zu viele! Mein persönlicher Punktestand gegen die Biester ist heute beachtlich.
Abends sind wir zum Italiener direkt um die Ecke spaziert. Die Preise dort waren gesalzen – 20 € pro Gang (und das sind 3-4) sind in dieser Gegend schon eine Ansage. Wir sind bodenständig bei Pizza geblieben, während Bernhard sich an Garnelen Pizza wagte. Eine davon verströmte allerdings einen... sagen wir mal „strengen“ Duft. Wir sind sehr gespannt, was die Nacht bringt und drücken die Daumen, dass sein Magen das Ganze gut wegsteckt! 😱
Auch in unserer kleinen Wohneinheit ist es vorbei mit der absoluten Stille: Zwei Mädels sind eingezogen, die sehr lautstark telefonieren und singen. Unsere Vorstellung von den perfekten Nachbarn sah zwar anders aus, aber wir nehmen es mit Humor – das gehört zum echten Italien wohl dazu.Meer informatie
Tag 14(2)
14–19 mei, Italië ⋅ ⛅ 18 °C
Cefalu
Tag 14
14 mei, Italië ⋅ ☀️ 17 °C
Nach der Aufregung von gestern hat uns das Meer heute mit einem ganz schönen Licht begrüßt. Wir sind vom Rauschen der Wellen wachgeworden und haben den Morgen ganz entspannt auf unserer Terrasse begonnen. Es ist oft so: Ein neuer Tag rückt die Dinge wieder in die richtige Perspektive. Das ist mir so klar geworden. Am ersten Tag in Kroatien haben wir uns gefragt., was das wohl wird. Dann in Italien in Bari angekommen auch. Und gestern ebenfalls. Manchmal muss man erst mal eine Nacht drüber schlafen…
Wir haben uns heute nach Cefalù gewagt. Die Silhouette der Stadt mit dem Dom vor den mächtigen Klippen ist einfach malerisch. Das Meer war heute besonders wild – wegen der stürmischen See wehte die rote Flagge, also war nichts mit Schwimmen. Aber die Gischt an den Felsen zu beobachten, hatte etwas absolut Meditatives. Sogar die Fahrt dorthin war heute viel gelassener. Alles hat gut geklappt.
Den Nachmittag haben wir genau so verbracht, wie man es auf einer Hochzeitsreise tun sollte: im „Nichtstun“. Zwischen Handball schauen, Lesen und dem bloßen Blick auf die Wellen haben wir die Zeit vollkommen vergessen. Das ist der wahre Luxus.
Bernhard hat uns abends mit frischer Pasta bekocht – ein großes Lob an den Koch!. Danach haben wir es uns vor dem Fernseher gemütlich gemacht und den ESC-Vorentscheid geschaut. Ein perfekter, runder Abschluss für einen Tag, der uns die Leichtigkeit zurückgegeben hat.
Das Buch, das mich heute so gut unterhalten hat, war übrigens **„Ava liebt noch“ von Vera Zischke**. Es passt gerade so gut zu dieser entspannten Stimmung hier am Meer.Meer informatie
Tag 13
13 mei, Italië ⋅ ☀️ 19 °C
Nach einem letzten kleinen Frühstück hieß es Abschied nehmen von meiner Sehnsuchtsstadt Tropea. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge ließen wir diesen tollen Ort hinter uns und machten uns auf den Weg nach Sizilien. Die Überquerung der Straße von Messina mit der Fähre war der Startschuss für den nächsten großen Abschnitt unserer Reise.
Gegen 17:20 Uhr erreichten wir nach etwa 200 Kilometern unser Ziel – und waren erst einmal sprachlos. Die Zufahrt zu unserer neuen Unterkunft ist ein echtes Abenteuer: Eine supersteile Straße führt hinab, gefolgt von einer Kurve in einen Tunnel, in dem unser 5-Meter-Schiff rechts und links gerade mal 10 cm Luft hatte. Danach schlängelt sich ein schmaler, unbefestigter Weg direkt an der Küste entlang.
Als es dann die letzte steile Auffahrt zum Parkplatz hochging, drehten die Räder durch – ein echter Schockmoment! Dass das Auto beim späteren Verlassen des Parkplatzes auch noch leicht aufsetzte, tat richtig weh. Unser Auto ist ein fantastisches Reiseauto, aber für die extremen Steigungen und engen Winkel Siziliens braucht man wirklich Nerven aus Stahl und ganz viel Fingerspitzengefühl.
Hier bei Tiziana ist es unglaublich ruhig – man hört nur das Meer und es ist stockdunkel. Es ist ein krasser Gegensatz zum lebendigen Tropea. Die erste Fahrt in die Stadt zum Einkaufen war direkt die nächste Mutprobe: In den engen Straßen quetschen sich die Autos aneinander vorbei, und Parkplätze für ein Auto unserer Größe sind selten. Wir waren heilfroh, als wir mit unseren Vorräten wieder sicher „zuhause“ waren, bevor es ganz dunkel wurde.
Trotz der Sorge, ob wir bei Regen den Berg wieder hochkommen, hat der Ort einen ganz eigenen Zauber. Die Wohnung ist mit 22 qm zwar klein und zweckmäßig, aber wir haben den Abend mit leckeren Nudeln auf der Terrasse bei Sonnenuntergang ausklingen lassen.
Ein echtes Highlight ist das Badezimmer: Es ist wie ein Aquarium mit Glasscheiben gestaltet! Mein erster Gedanke war: „So kann ich nicht pieschen, ich fühle mich beobachtet!“ Zum Glück gibt es einen Sichtschutz, den man herunterlassen kann, sodass die Privatsphäre gerettet ist.
Jetzt schlafen wir erst einmal mit dem beruhigenden Rauschen der Wellen ein und schauen morgen ganz in Ruhe, wie wir unsere Ausflüge zum Ätna oder zum Stromboli so planen, oder einfach nur entspannen,Meer informatie























































































































































































































































































































































































































































































































































































