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  • Day17

    Quetzal

    October 27, 2019 in Costa Rica ⋅ 🌧 14 °C

    Der Mensch hat bekanntlich die unsympathische Eigenart alles zu jagen,  was schön und selten ist. Gold, Diamanten und auch wilde Tiere wie den Quetzal. Mit seinen langen, bis zu 80 cm langen Schwanzfedern gilt der Quetzal als die wohl spektakulärste und kulturell wichtigste Vogelart Mittelamerikas.  Bereits von den präkolumbischen Kulturen wurde der bunt schimmernde Vogel wegen seiner prachtvollen langen Schwanzfedern, die als Kopfschmuck für ihre Priester dienten, gejagt. Da die Azteken in Mexiko den Vogel als Gottheit Quetzalcoatl verehrten, wurde er jedoch in der Regel nicht getötet. Die Vögel nahm man gefangen, und die langen Schwanzfedern wurden einfach ausgerissen. Wer früher einen Quetzal tötete, wurde mit dem Tode bestraft. 
    Laut einer  guatemaltekischen Legende hat der Quetzal vor der spanischen Eroberung schön gesungen und ist anschließend still geblieben. Er wird erst wieder anfangen zu singen, wenn das Land wirklich frei ist.
    Quetzale bewohnen die dichten Bergnebelwälder Mittelamerikas, wo sie in der üppigen Vegetation trotz ihres glänzenden Gefieders sehr schwer zu finden sind. In den Wäldern spielt der Vogel eine wichtige Rolle für die Verbreitung der wilden Avocadobäume “Aguacatillos”, deren stachelbeergroße Früchte zu seiner Lieblingsnahrung zählen. Als einziger Vogel ist der Quetzal in der Lage, die Früchte ganz zu fressen und deren Samen dann unverdaut wieder auszuscheiden. Doch trotz seiner guten Tarnung ist der Bestand der Tiere in Gefahr. Neben der bereits erwähnten Bejagung liegt das zusätzlich an der Abholzung der Bergnebelwälder und dem somit schrumpfenden Lebensraum.
    Man muss ein Riesenglück haben, diese seltenen Vogel zu Gesicht zu bekommen. Eigentlich ist es fast nur möglich auf einer geführten Tour, bei der die Guides wissen, wo sie sich verstecken und aufhalten.
    Doch als wir am glasklaren Fluss in der Nähe unserer Lodge ein wenig wandern, passiert das Unglaubliche. Viktor mit seinen Dschungelaugen erspäht einen. Was für ein unglaublicher Zufall, was für ein Glück!!!!
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  • Day16

    Suenos del Bosque

    October 26, 2019 in Costa Rica ⋅ 🌧 15 °C

    Im 17.30 Uhr erreichen wir unser Quartier. Die urige Lodge, die von einer costaricanischen Familie geführt wird, ist Teil des Waldschutzgebietes Los Santos, das erst im Juni 2017, von der UNESCO zum „ Biosphärenreservat“ deklariert wurde.
    Die Lage mutet an wie im Märchenwald. Überall wachsen Flechten, Moose, Bromelien und Orchideen in den alten, knorrigen Bäumen. Zu
    80 % bestehen die Wälder aus Eichenarten und Lorbeer, der wichtigsten Futterpflanze des Quetzals.
    Rund um das Haupthaus und die rustikalen Holzbungalows wächst eine Vielzahl an ausgefallenen, tropischen Pflanzen, so dass die Anlage einem botanischen Garten gleicht.
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  • Day15

    Strand und Abschied

    October 25, 2019, North Pacific Ocean ⋅ 🌧 26 °C

    Hier locken uns die Männer hin, weil sie unbedingt noch einmal surfen wollen.
    Aber da streiken Nicole und ich, und jetzt suchen wir einen anderen Strand. 😬

    Samstag Mittag verlässt uns ein Teil unserer Gruppe. Pahls fliegen nach Hause, weil die Kinder Montag zur Schule müssen. Schule............... was war das nochmal? 🤪
    Unser nächstes Ziel ist Suenos del Bosque, was soviel heißt wie Träume von den Bergen. Der Name ist wahrhaftig gerechtfertigt.
    Doch dazu komme ich später.

    Der Weg dorthin führt uns über eine Straße, die wir schon von einer anderen Reise kennen: die Panamericana, die wohl berühmteste Straße der Welt, von Alaska bis zur südlichsten Spitze des amerikanischen Kontinents.
    Einen großen Teil der PanAm sind wir vor 3 Jahren schon gefahren ... bis nach Feuerland. Nun fügen wir einen weiteren Streckenabschnitt hinzu.
    Der im wahrsten Sinne des Wortes absolute Höhepunkt dieser spektakulären Route liegt hier in Costa Rica.
    Und es ist hier, dass uns einige der großartigsten Panoramen ihres gesamten Verlaufs geboten werden. Der Highway muss nämlich die zentrale Kordillere der mittelamerikanischen Landbrücke überqueren. Dabei werden weit über 3000 Meter Höhe erreicht, und das ist höher als die Zugspitze!
    Man liest in Reiseberichten wiederholt von einem paso de Cerro de la Muerte, dem Todespass über die costaricanische Bergkette. „Nichts für Zaghafte“, steht dort, und man stellt sich atemberaubende Serpentinen, bröckelnde Haarnadelkurven und herzbeklemmende Perspektiven vor. Kurvenreich ist die Panamericana wohl, wie sollte es auch anders sein in einer wildzerklüfteten Bergdschungelregion. Doch es gibt weder enge Serpentinen noch steile Schründe, und die Steigungen sind ebenfalls moderat. Wenn also Anlass zum Fürchten besteht, so ist dafür eher der Fahrstil vieler Latinos, selbst in den langen, meist überladenen Trucks verantwortlich. Überholen vor oder in der Kurve? Nur zu, es wird schon gut gehen! Bei vielen geht es allerdings nicht gut. Und so reihen sich entlang der Panamericana jede Menge Grabkreuze, weil immer wieder tödliche Unfälle passieren. In dem kleinen Land mit 3,3 Millionen Einwohnern soll es jährlich mehr als 7000 Verkehrstote geben!

    Selbst in dieser Höhe ist die Vegetation noch bemerkenswert üppig. Der Highway führt entlang seiner höchsten Strecke über etwa 40 km hinweg durch den zumeist in den Wolken liegenden Hochwald. Aus den Tälern wabern schneeweiße Wolken und Nebel :
    Alpine Eindrücke, während im Tiefland die Hitze flimmert.
    Man hat den Eindruck, als säße man in einem Flugzeug.
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  • Day14

    Carara Nationalpark

    October 24, 2019 in Costa Rica ⋅ 🌧 28 °C

    In Costa Rica gibt es kein Schutzgebiet, das hinsichtlich seiner Tier- und Pflanzenwelt mit dem Carara-Nationalpark vergleichbar ist.
    Hier erwarten uns fünf Vegetationszonen des tropischen Regenwaldes mit der für sie typischen Flora und Fauna.
    Neben Orchideen und Würgefeigen gehören Bäume mit langen Stelz- und breiten Brettwurzeln zu den Besonderheiten des Parks.
    Brettwurzeln, die sternenförmig am Stamm angeordnet sind, werden bis zu 10 m hoch und stützen die Baumriesen wie große Bretter, die man eigens zu diesem Zweck dahin gestellt hat.
    Stelzwurzeln erlauben es den jeweiligen Baumarten, sich mit der Zeit langsam vom Fleck zu bewegen. Indem sie die langen Wurzeln entsprechend ausbilden, verlagern sie ihren Stamm im Zeitlupentempo zentimeterweise in eine bestimmte Richtung.

    Am Parkeingang versprechen uns die Wärter und etliche Broschüren Tukane, verschiedene Arten von Singvögeln und Spechten, prächtige hellrote Aras, Pfeilgiftfrösche, Leguane, Affen und Schmetterlinge,etwa 20 verschiedene Arten, Giftschlangen,Störche, Schlangenhalsvögel und Faultiere .
    Was finden wir: 1 Leguan, 1 Schmetterling, 2 Fledermäuse und siebentausendneunhundertzwanzig Mücken. So schnell wir können verlassen wir fluchtartig den Park, und wieder sehen wir aus wie Streuselkuchen.

    Ein interessanter Stopp auf dem Rückweg zu unserem Hotel ist die Brücke über den Fluss Tarcoles. An beiden Uferseiten erspähen wir Krokodile, faul am Ufer liegend und sich kaum bewegend. So große haben wir in Afrika nicht gesehen, einige sind bestimmt 4 Meter lang.
    Nein, da möchte man auf keinen Fall ins Wasser springen!
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  • Day13

    Dauerregen

    October 23, 2019 in Costa Rica ⋅ 🌧 29 °C

    Auf dem Bild ist unser Heim für die nächsten Tage.
    Aber hier mussten wir erst einmal hinkommen. 😬
    Wie eigentlich fast jeden Tag schüttete es bei der Anfahrt wie aus Kübeln. Auf der Asphaltstraße war das nicht weiter schlimm. Doch die endete dann irgendwann......
    Was folgte, war Schotterpiste mit tief ausgewaschenen Spurrillen.....und dann wurde es auch noch steil!!!!!
    Na ja, wir haben ja Allradantrieb, denken wir noch einigermaßen gechillt, und den haut Viktor dann auch rein. Doch der Wagen hat wenig Bodenfreiheit, und so setzen wir ein paar mal so heftig auf, dass ich befürchte, irgendwas Wichtiges vom Auto ist abgerissen und hängt auf der Piste.
    Die Kupplung schleift ganz übel und beginnt, fürchterlich zu stinken.
    Abwechselnd stoße ich spitze Entsetzensschreie aus oder sitze ganz still mit zusammengepressten Zähnen ( noch Stunden später habe ich Kieferschmerzen).
    Niclas, der hinten bei uns im Fond mitfährt, lacht hin und wieder. Vielleicht auch nur, um mich zu beruhigen und die Situation zu entschärfen.
    Und Viktor? Der hat wieder sein Südamerika - Hanfkappengesicht aufgesetzt und scheint die abenteuerliche Schlitterpartie zu genießen.
    Zweimal würgt sich der Motor ab, das Anfahren danach ist besonders schrecklich. Mit schleifender Kupplung kämpfen wir uns die letzten Meter des steilen Berges hoch, sliden um die nächste Kurve und rutschen auf die Einfahrt unseres Hauses.
    Die Kupplung stinkt noch etliche Stunden später.
    Nicole im anderen Auto ergeht es auch nicht besser. Sie will schon mit ihrer Visakarte das Auto verlassen und sich Tage später von Armin an einem schönen Platz abholen lassen.
    Ich bin immer noch schweißgebadet, als mein Mann mir eine Mail einer unserer nächsten Unterkünfte zeigt. Die Strecke dahin ( auch nicht asphaltiert) sei durch die starken Regenfälle in einem fürchterlichen Zustand. Zwei Flüsse müssen durchfahren werden. Viktor ist begeistert, seine Augen funkeln vor Abenteuerlust. Ich dagegen gerate in Panik, hyperventiliere und nehme auf der Stelle Kontakt zu dem Autoverleiher auf. Wir brauchen sofort ein anderes Auto: doppelt so stark, doppelt so hoch und doppelt so groß. Das können wir in ein paar Tagen in San Jose in Empfang nehmen. Wahrscheinlich ist es auch doppelt so teuer. 😬
    Egal, Hauptsache, wir bleiben nicht in irgendeinem Fluss in Zentralamerika stecken.
    Am Abend in einer kleinen Bar will Viktor sich seinen bestellten Hamburger mit Jalapenos und besonderen Chilischoten extra scharf machen lassen. " Nein !" brülle ich entsetzt. " Lass das ja sein, wir haben schon genug Probleme!"
    Genau das hat er nämlich vor ein paar Jahren in Mexiko gemacht. Kurz danach lag er unterm Tisch und wir mussten den Notarzt kommen lassen.
    Das brauche ich nicht noch einmal.
    😉😬🤪
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  • Day11

    Wasser und Moskitos

    October 21, 2019 in Costa Rica ⋅ ☁️ 27 °C

    Wasser in vielfältiger Art und Weise spielt eine fast alles beherrschende Rolle in Costa Rica.
    Neben Wasserfällen, Flüssen und Seen gibt es unzählige Thermalquellen, die auf natürliche Weise von 16 Vulkanen erwärmt werden.
    Außerdem wird Costa Rica von zwei Ozeanen eingerahmt, dem Pazifik im Westen und der Karibik im Osten des Landes.
    Kein Wunder, dass sich unsere Aktivitäten größtenteils im oder am Wasser abspielen.

    Und es ist auch kein Wunder, dass bei solchem Wasserüberfluss Millionen von Moskitos ihr Unwesen treiben.
    Andere Mücken dieser Welt kündigen sich mit einem lauten Surren an. Nicht so in Costa Rica … Hier stürzen sie sich mit Vorliebe aus dem Hinterhalt und unangekündigt auf ihre Opfer und stechen und beißen erbarmungslos, bis sich der ganze Schwarm satt gesaugt hat.
    Außer Moskitos gibt es noch andere Insekten, die Purrujas heißen. Sie sind so winzig, dass sie überall hindurchschlüpfen und stechen, was das Zeug hält. Wir alle scheinen besondere Leckerbissen für die kleinen Vampire zu sein. Unsere Beine sind inzwischen übelst zerstochen und jucken so sehr, dass wir uns teilweise blutig gekratzt haben und überall rote Beulen zurückbleiben.
    Der Leidensdruck ist immens, die Viecher treiben uns in den Wahnsinn, und inzwischen reagieren wir schon fast hysterisch, wenn der nächste Angriff erfolgt.
    Bei meiner Recherche im Internet lese ich mit Entsetzen, dass es hier außerdem noch Sandflöhe, Hautmaden, Läuse, Milben und Bettwanzen gibt.
    O mein Gott! Hoffentlich bleiben wir davon verschont!
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  • Day7

    Pura Vida

    October 17, 2019 in Costa Rica ⋅ ⛅ 29 °C

    Einige Kilometer weiter nördlich am Pazifik finden wir Playa Flamingo, einen wunderschönen Platz, wo wir nun 3 Tage bleiben wollen.

    Pura Vida
    Wenn sich zwei Ticos, so bezeichnen sich die Einheimischen in Costa Rica, irgendwo treffen, könnte sich das Gespräch in etwa so anhören:

    „Wie geht es dir?“ – „Gut, danke, Pura Vida.“

    „Wie war die Arbeit heute?“ – „ Ok Pura Vida.“

    „Bis bald.“ – „Bis bald. Pura Vida.“

    Pura Vida findet man überall im Alltag der Bevölkerung. In allem, was die Leute tun, in allem, was sie sagen, ist Pura Vida.
    Es ist sowohl ein Gruß als auch ein Abschied sowie eine Antwort auf die Frage „Wie geht es dir?“
    Pura Vida eben. Ein Ausdruck, der das reine und einfache Leben beschreibt, ein Lebensstil und eine Lebensphilosophie.
    Es ist die tiefe Dankbarkeit, das Leben, die Erde und ihre Geschöpfe zu wertschätzen, egal unter welchen Umständen und glücklich zu sein.
    Ticos sind einfach viel entspannter im Leben als viele von uns im Westen
    Sie empfinden es als Segen, jeden Morgen gesund, ohne Schmerzen und Sorgen aufzuwachen und Tag für Tag einfach nur leben können.
    Davon können wir uns alle eine dicke Scheibe abschneiden. 😘
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  • Day6

    Playa Azul

    October 16, 2019 in Costa Rica ⋅ ⛅ 28 °C

    Heute brechen wir zu unserem nächsten Etappenziel auf: Playa Azul, an der Pazifikküste von Costa Rica.
    Wider Erwarten ist das Wetter heute super. Für die 238 km Strecke, die vor uns liegt, zeigt das Navi knapp 4 Stunden an. Kein Wunder, die Straße ist schmal und extrem kurvenreich.
    Ich wundere mich über die vielen Motorsägengeräusche, überall und hinter jeder Kurve von Neuem. Dabei haben wir noch keinen einzigen Waldarbeiter gesehen.
    Als ich das sage, schmeißt Viktor sich fast vor Lachen vom Sitz. " Das sind Zikaden, keine Sägen." Und dann erzählt er mir, dass die Zikaden in Eiern abgelegt werden, um dann bis zu 17 JAHREN unter dem Waldboden als Larven zu leben. Die Zeit des Erwachsenendaseins ist im Vergleich dazu kurz: nur wenige Wochen sind ihnen als Zikaden gegönnt.
    Kein Wunder, dass sie in dieser kurzen Zeit so einen unbeschreiblichen Krach machen.

    Am Anfang bietet uns die Strecke immer wieder grandiose Bilder.
    Auch die Straße ist gut befahrbar mit wenig Verkehr.
    Doch je mehr wir uns der Küste nähern, desto schlechter wird der Weg. Zunächst hört die Asphaltstraße auf, dann wird der Schotterweg immer mehr zur Piste
    Ausgewasche Rinnen und tiefe, mit braunem Wasser gefüllte Schlaglöcher verraten uns, dass hier ein noch schlimmeres Unwetter gewütet haben muss als am Arenal . Aber immer noch sind wir guter Dinge und optimistisch, dass in Playa Azul das Paradies auf uns wartet.
    Eigentlich ja! Es könnte wirklich ein Traum sein .........
    wenn nicht der ganze Strand und große Teile der Anlage vom Wasser verwüstet wären. Hier wollen wir nicht bleiben, denn wir können nichts unternehmen , bevor die Schäden des Unwetters beseitigt worden sind.
    So verlassen wir enttäuscht diesen eigentlich schönen Fleck und machen uns auf die Suche nach einem anderen Ziel am pazifischen Ozean.
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  • Day5

    Aktivitäten

    October 15, 2019 in Costa Rica ⋅ ⛅ 28 °C

    Costa Rica ist das Land, in dem der Canopy-Sport seinen Ursprung hat. Kein Wunder bei solchen Voraussetzungen. Die Hängeakrobatik am Drahtseil auf Höhe der Baumkronen kann nahezu perfekt praktiziert werden. Also steht bei uns heute Ziplining auf dem Programm.
    Wir wollen die grüne Welt aus der Affenperspektive erleben und uns in den Wipfeln des Regenwaldes von Baum zu Baum schwingen.
    Auf einer schmalen Holztreppe klettern wir nacheinander in die erste Baumkrone und landen auf einer Plattform, provisorisch aus ein paar Brettern zurecht gezimmert.
    Unsere Ausrüstung tragen wir bereits am Körper, jetzt kommt sie zum Einsatz.
    Einer nach dem anderen wird von den Guides angegurtet und ans Drahtseil gehängt, das zum nächsten Baum gespannt ist. Die Entfernung ist so groß, dass wir nicht sehen können, wo wir ankommen werden.
    Eigentlich müssen wir selbst nicht viel tun. Einfach locker sein und hängen. Es erinnert an die Seilbahnen auf Abenteuerspielplätzen. Nur dass wir hier bis zu vierzig Meter über dem Boden und bis zu 1000 Meter weit durch die Luft sausen.
    Die rechte Hand liegt, durch einen starken Handschuh geschützt, auf dem Seil; durch
    Druck darauf kann man bremsen.
    Damit darf man nicht zu früh beginnen, ansonsten muss man sich bis zur nächsten Plattform mühsam weiter hangeln. Aber auch nicht zu spät, sonst knallt man auf einen der Anderen, die dort warten.
    Die Ausblicke von oben sind atemberaubend: Wasserfälle, Schluchten, Urwald, Pflanzen in unglaublichen Farben und ein Vogelgezwitscher, wie man es noch nie gehört hat.
    Heute sind wir Tarzan und Jane und fühlen uns, als wären wir nie irgendwo anders als im Urwald gewesen.
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  • Day4

    Das Wetter

    October 14, 2019 in Costa Rica ⋅ 🌧 26 °C

    Costa Rica mit seiner Bilderbuchnatur und den vielen exotischen Tieren gilt, wie schon erwähnt, als Paradies. Das hatten wir uns auch gedacht, als wir die Reise geplant haben.
    Doch das Wetter ist zur Zeit nicht auf unserer Seite.
    Ein Einheimischer versicherte uns, dass es in der Regenzeit zwar häufig und auch stark regnen würde. Es handle sich aber nur um Schauer, die wenige Stunden andauern und eher am Nachmittag auftreten.
    Wir dachten: Das kann unserem Urlaub keinen Abbruch tun.
    Der gestrige Tag aber sollte uns zeigen, dass wir mit dieser Meinung nicht ganz richtig lagen.
    Es ist schon klar, dass eine solche Artenvielfalt ohne Regen nicht möglich ist – und von Mai bis Dezember herrscht nun einmal Regenzeit.
    Aber bitte doch nicht so!
    Am Mittag fing es an..........und hörte leider nicht wieder auf. Es schüttete den ganzen Abend und die Nacht. Ununterbrochen. Wie aus Eimern mit Blitzen und Donner, so, als wollte es nie mehr aufhören.
    Und da, wo ich heute morgen mit Nicole noch am Pool gechillt hatte, lagen nun ein paar fette, richtig fette Kröten wie hindrapiert. Ihren Kopf auf den Vorderbeinen abgelegt, die hinteren Schenkel im Poolwasser planschend schaukelten sie im Wasser und beobachteten mich. Als ich an ihnen vorbei zur Lobby gehen wollte, rutschten sie plötzlich alle auf den Weg, behäbig, fett und hässlich. Nur mit einem Sprung auf einen der Holztische konnte ich mich in Sicherheit bringen. Von dort schickte ich eine SOS SMS an Viktor, dass er mich sofort holen und retten soll. Hat er natürlich gemacht, aber nicht, ohne mich total auszulachen.
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