• Inge Hohmeier

Ins Land der aufgehenden Sonne

Una aventura de 27 días de Inge Leer más
  • Inicio del viaje
    22 de febrero de 2024

    Das nächste Abenteuer wartet schon

    18 de febrero de 2024, Alemania ⋅ 🌧 10 °C

    Es gibt kein sichereres Mittel festzustellen, ob man einen Menschen mag oder nicht, als mit ihm auf Reisen zu gehen– sagte einmal Mark Twain.
    Viktor und ich haben das getestet und sind zu dem Schluss gekommen : Wir mögen uns! 🥰

    Seit fast 6 Monaten sind wir wieder zurück in der Heimat.
    Unser Abenteuer ”1 Jahr Auszeit” ist abgeschlossen …... dafür hatten wir unser normales, alltägliches Leben angehalten und uns einen Lebenstraum erfüllt.
    Wir sind gesund und dankbar zurückgekehrt mit einem Rucksack voller Erlebnisse und Erinnerungen, die wir niemals vergessen und für immer in unserem Herzen behalten werden.

    Nach unserer Heimkehr waren wir uns von Anfang an einig, dass dies nicht unsere letzte Reise gewesen sein kann.
    Viktor hatte schon lange davon geträumt, über den Landweg nach Japan zu fahren. Dagegen habe ich vehement und entschieden ein Veto eingelegt. 😳
    Also wählen wir zunächst einmal den einfacheren, "normalen" Weg:
    Am 22. Februar 2024, das heißt nächsten Donnerstag, fliegen wir nach Tokio zu Lars und Maya.
    Viktor und Lars haben sich fast 3 Jahre nicht mehr gesehen!
    Die Freude ist rieeesengroß.
    Wir wollen einen Einblick erhalten in das Leben, das unser Sohn dort führt.
    Ich will seine Wohnung nicht nur auf Bildern sehen. Ich möchte wissen, wo er arbeitet
    und wie er dorthin kommt. Seine Lieblingskneipe will ich kennenlernen und den Spaziergang mit ihm machen, den er oft nach der Arbeit noch geht.
    Was kocht er abends, wie sieht das Wochenende der Beiden aus, welche Freunde haben sie und und wohin führt er sie zum Essen aus?
    Das alles nicht zu wissen und kein direkterTeil ihres Lebens zu sein, macht mich oft traurig.
    Deshalb ist es das größte Geschenk, dass wir die Beiden jetzt fast 4 Wochen besuchen dürfen, um vielleicht auf all unsere Fragen eine Antwort zu finden.
    Also, nichts wie hin ins Land der aufgehenden Sonne 🌞 und auf in ein neues Abenteuer!
    Wenn ihr wollt, nehmen wir euch sehr gerne wieder mit. ❤️
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  • Auf Los geht's los!!!

    22 de febrero de 2024, Alemania ⋅ ☁️ 10 °C

    Donnerstag Morgen,
    22. Februar 2024.
    Der Wecker ist auf 5 Uhr eingestellt.
    Doch vor lauter Nervosität wache ich schon viel früher auf.
    Alles ist gepackt, sortiert und vorbereitet für die Abreise.
    Das Gewicht unserer Gepäckstücke ist bis zum Anschlag ausgereizt.
    In Viktors Koffer warten alleine 11 Kilogramm Präsente für die Kinder😉 auf die Übergabe in Japan.
    Von Lakritz über Parmesankäse, Edelschokolade, Ahoi Brause (die hat Lars als Kind so gerne gegessen🤣) bis zu feinstem vakuumisierten Schinken ist alles dabei.
    Mein Koffer wiegt exakt 23 Kilo und ist so voll gestopft, dass er fast rund ist.
    Mein Mann hat sich natürlich aufgeregt, weil sein Gepäckstück bereits bis zur Hälfte mit Geschenken gefüllt wurde.
    Doch das lässt mich kalt, da bin ich abgehärtet, das kennen wir ja schon.
    Dolkhaz erscheint pünktlich um 5.45 Uhr und bringt uns netterweise nach Düsseldorf.🥰
    Zum Glück können wir unser schweres Gepäck gleich nach der Ankunft am Check In Schalter abgeben. Jetzt warte ich darauf, dass sich die erhoffte Entspannung einstellt.
    Trotz unserer umfangreichen Reiseerfahrung war die Vorbereitung aufregend und aufwändig.
    Endlich ist der ersehnte Augenblick gekommen, und in wenigen Stunden können wir unseren Sohn und unsere Schwiegertochter in die Arme nehmen.
    Noch fühlt es sich an wie ein Traum. ❤️
    Um 9.30 geht's nach Abu Dhabi. Von dort nach knapp 4 Stunden Aufenthalt weiter nach Tokio.
    Insgesamt werden wir 21 Stunden unterwegs sein.
    Bis bald aus Japan. 🇯🇵
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  • Zwischenstopp in Abu Dhabi

    22 de febrero de 2024, Emiratos Árabes Unidos ⋅ 🌙 20 °C

    Nach einem dreistündigen Aufenthalt in den Vereinigten Arabischen Emiraten geht es weiter nach Tokio.
    Also, nichts wie los!

  • Angekommen

    23 de febrero de 2024, Japón ⋅ 🌧 3 °C

    Nach 19 Stunden landen wir um 13 Uhr Ortszeit in Tokio. Wir sind beide ziemlich müde, denn wir haben weder auf dem Flug nach Abu Dhabi noch auf dem nach Tokio schlafen können.
    Der Service im Flugzeug mit Ethihad Airlines war ok. Das Essen schmeckte wider Erwarten ganz lecker, und mit einem umfangreichen Filmprogramm an Bord gingen die vielen Stunden erstaunlich schnell vorbei.
    Jetzt stehen wir bei der Einreise in einer nicht enden wollenden Schlange von müden und verschlafenen Menschen. am Narita International Airport, einem von zwei Flughäfen Tokios.

    Während des Flugs haben wir bereits ein Einreise- sowie ein Zoll-Formular ausgefüllt. Nun werden noch Fingerabdrücke und Fotos genommen.
    Dann heißt es, geduldig zu warten, bis alle Einreisenden abgearbeitet sind.
    Obwohl wir sage und schreibe 11 Kilogramm Präsente für die ' Kinder" gebunkert haben ( unter anderem Schinken, Parmesan und andere Köstlichkeiten), kreuze ich auf dem Zollformular überall NO an.
    Glücklicherweise kommen wir damit durch. Selbst der kleine Drogen- und Schnüffelhund, der durch die wartenden Menschenmassen schleicht und nach Beute sucht, merkt nichts.🙏
    Wir nehmen unsere Koffer in Empfang.......
    Und dann geht's nach draußen!
    Der Moment, auf den wir mehr als ein Jahr....Viktor drei!!!! ... gewartet haben, ist gekommen!
    Ich halte das Gesicht, das ich nur noch vom Handydisplay kenne, in meinen Händen.
    Was für ein Augenblick !!!!!
    Auch Lars und Maya sind sichtlich bewegt, und ich bin einfach nur glücklich.
    Wir werden jede Minute des Zusammenseins genießen, in uns aufsaugen und nicht mehr vergessen!
    Auf eine wunderbare gemeinsame Zeit in Japan!!!!
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  • Im Land der aufgehenden Sonne 🌞

    23 de febrero de 2024, Japón ⋅ 🌧 4 °C

    Japan ......Land der aufgehenden Sonne. Woher kommt dieser malerische Name?

    Bereits im 13. Jahrhundert stellte ein junger italienischer Kaufmann aus Venedig der westlichen Welt ein in weiter Ferne liegendes Land vor.
    Sein Name war Marco Polo; er selbst hat in seinem ganzen Leben nie japanischen Boden betreten.
    Statt dessen besuchte er den südlichen Teil Chinas, wo ihm die Bewohner von einem geheimnisvollen Ort erzählten: dem Land, in dem die Sonne aufgeht.
    Die Menschen nannten es Ji-pang oder Zu-pang,
    In der Landessprache heißt Japan „Nippon“ beziehungsweise „Nihon“ - ein Name, der sich aus zwei Schriftzeichen zusammensetzt:
    dem Zeichen „ni” mit der Bedeutung „Sonne” und dem Zeichen „pon” mit der Bedeutung
    „Beginn oder Anfang”.
    Wörtlich übersetzt bedeutet Nippon, also Japan demnach „Land der aufgehenden Sonne“.

    Japan, das aus den vier großen Hauptinseln Hokkaido, Honshu, Shikoku und Kyushu sowie über 6000 kleinen Inseln im Pazifik besteht, ist die älteste Monarchie der Welt. An der Spitze des Staates steht der Tenno, der " vom Himmel oder von der Sonne gesandte Herrscher". Jahrhundertelang galt der Kaiser (Tenno) sowohl als das weltliche als auch das religiöse Oberhaupt des japanischen Staates.
    Außer Japan gibt es weltweit kein anderes Land mehr, dessen Staatsoberhaupt ein Kaiser ist.
    Nach den Vorschlägen und Beratungen durch eine Expertenkommission wählt jeder Kaiser eine "Devise" - das ist eine Glück bedeutende Regierungslosung des japanischen Herrschers - aus, die ihm nach seinem Tod als posthumer Name verliehen wird. Sein persönlicher Name wird dann nicht mehr verwendet.
    Der verstorbene Vater des jetzigen Tenno hatte den persönlichen Namen Hirohito, seine Ära-Devise (1926-89) hieß "Showa" , was in etwa mit "erleuchteter Friede" übersetzt werden kann. Heute wird er deshalb nur noch Showa-Tenno genannt.
    Sein Sohn, Kaiser Naruhito, ist der derzeitige Kaiser von Japan. Er bestieg am 1. Mai 2019 den Chrysanthementhron und wurde am 22. Oktober 2019 offiziell zum 126. Tennō ausgerufen.
    Seine Regierungsdevise trägt den Namen Reiwa, was so viel wie schöne Harmonie bedeutet.
    Heute ist ein besonderer Tag in Japan: das Land feiert den Geburtstag seines Kaisers (23. Februar 1960 ).........und wir dürfen dabei sein.
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  • Keine Rundreise

    23 de febrero de 2024, Japón ⋅ 🌧 3 °C

    Japan – ein Land so anders, dass es einem eigentlich an Worten fehlt, diesen so speziellen asiatischen Inselstaat
    -östlich von China und Südkorea-
    angemessen zu beschreiben.
    Auf den 378.000 km² Landesfläche leben 128 Millionen Menschen, was Japan zu einem der dicht-bewohntesten Länder der Welt macht.

    Vom ersten Augenblick erforderte die Planung der Reise unsere gesamte Aufmerksamkeit.
    Ich hatte mir eingebildet, es einfach so - en passant - zu schaffen.
    Doch schon bei den anfänglichen Recherchen prasseln unzählige Eindrücke und Informationen auf uns ein, die erst einmal gesichtet, eingeordnet und sortiert werden wollen.
    Japan ist so riesengroß, dass es sich über mehrere Klimazonen erstreckt.
    Alles sehen zu wollen ist schlichtweg unmöglich.
    Also müssen wir Entscheidungen treffen.
    Doch womit sollen wir anfangen ?
    Was genau wollen wir von der unglaublichen Vielfalt kennenlernen und erleben?

    Die exotische, fremde Kultur, an die wir uns noch ein wenig von unserem ersten Besuch vor 10 Jahren erinnern, ist ein Mysterium, das kein Fremder jemals ganz verstehen wird.
    Darin einzutauchen und wenigstens einen kleinen Einblick in diese faszinierende Welt zu erhalten, soll eines der Highlights unserer Reise werden.

    Doch wird der Ablauf unserer Tour ein ganz anderer als bei unseren sonstigen Urlauben sein.

    Lars und Maya haben - so kennt man das von Japan - auf keinen Fall so lange Ferien wie wir in Europa.
    Also planen wir unseren Aufenthalt so, dass wir uns an den freien Tagen der Beiden orientieren.
    Ihr Leben kennen zu lernen und mit ihnen Zeit zu verbringen, hat oberste Priorität.
    Wir wollen so viel wie möglich gemeinsam, Einiges mit Lars zusammen und ein paar Aktivitäten auf eigene Faust erleben - und zwar dann, wenn die Beiden arbeiten müssen.
    Deshalb buchen wir keine Rundreise wie die meisten Touristen, sondern nehmen Tokio, wo das Paar wohnt, als Ausgangspunkt für diverse kleinere und größere Ausflüge.
    Auf diese für uns neue Reisevariante sind wir selbst gespannt ......
    und gerne nehmen wir Euch mit auf eine mit Sicherheit schöne und abwechslungsreiche Zeit.
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  • Die ersten Stunden

    23 de febrero de 2024, Japón ⋅ 🌧 3 °C

    26.2.24
    Wir sitzen schon wieder im Flieger: Für Viktor und mich geht es für ein paar Tage nach Ishigaki.
    Den Ausflug haben wir geplant, weil die Kinder an den nächsten Tagen arbeiten müssen.
    Doch nun erzähle ich euch am besten einmal alles der Reihe nach:
    Nach unserer Ankunft in Tokio am 23.2.24 um 13 Uhr Ortszeit beschließen wir, eine Kleinigkeit zu essen.
    Auch Lars und Maya waren am Vormittag schon einige Zeit unterwegs ( der Flughafen Narita liegt ziemlich weit außerhalb der Stadt), und wir verspüren allesamt Hunger.
    Ich bin noch so überwältigt von der Wiedersehensfreude, dass ich der Frau an der Kasse des kleinen Restaurants unbedingt erzählen will, dass wir die Eltern von Lars und zu Besuch bei den Beiden sind, und er und sein Vater sich 3 Jahre lang nicht gesehen haben.
    Dass Japaner keinerlei Emotionen zeigen, sehe ich hier nicht bestätigt: Die Kassiererin ist sichtlich beeindruckt, ja sogar wirklich bewegt.
    Bestimmt erfährt sie solche Geschichten nicht jeden Tag.
    Nach der kleinen Stärkung machen wir uns auf den Weg zu Lars und Maya nach Hause, um einen Teil unserer Gepäckstücke dort zu deponieren.
    Wie die Lemminge laufen wir den Beiden in den riesengroßen, endlos langen " Katakomben" der Tokio U - Bahn hinterher. Wir müssen höllisch aufpassen, ihnen auf den Fersen zu bleiben. Sollten wir sie verlieren, sind wir hoffnungslos aufgeschmissen.
    Von ihrer Wohnung kennen wir bisher nur die Adresse durch unzählige Pakete, die nach Japan geschickt wurden.
    Jetzt stehen wir vor der Tür ihres Häuserblocks.
    Das Reich der Beiden ist ganz klein, aber sehr gemütlich und nett eingerichtet.
    Extra für Lars wurden auch Stühle und ein Tisch angeschafft, damit er mit seinen langen Beinen nicht immer auf dem Boden sitzen muss.
    Auf einem Regal entdecke ich Bilder von der Hochzeit in Köln und diverse kleine Geschenke von uns, die sich im Laufe der Jahre angesammelt haben. Wie aufmerksam!
    Während wir einen Begrüßungstee trinken, planen wir die Umorganisation unseres umfangreichen Gepäcks.
    Für den Flug nach Ishigaki haben wir ein nur 1 Gepäckstück gebucht; das heißt wir müssen alles, was wir dort brauchen, in EINEN Koffer packen, der nicht schwerer sein darf als 20 Kilogramm.
    Da ich das schon zu Hause ein wenig vorbereitet hatte, gelingt es uns relativ schnell.
    Keine Stunde später machen wir uns auf den Weg zur ersten Erkundung von Tokio City.
    Es ist die Hauptstadt des Landes und in vielerlei Hinsicht auch der Mittelpunkt Japans.

    Mit 35 Millionen Menschen ist Tokio die größte Stadt der Welt, in der die älteste Kultur des traditionellen Japans und modernste Skyline zu einem Gesamtkunstwerk verschmilzen
    Die berühmte
    Shibuya Kreuzung, wo uns Lars als erstes hinführt, vereint vieles, wofür Tokio steht: unglaubliche Menschenmassen und so viel Neonlicht, dass es schon an Reizüberflutung grenzt. Jedes Mal, wenn die Ampeln für die Autos auf Rot schalten, laufen ca. 3.000 Menschen gleichzeitig über diese Kreuzung.
    So etwas gibt es auf der ganzen Welt nur einmal! Und das Erstaunlichste, nahezu Unvorstellbare daran ist: Das Ganze läuft ohne großartiges Gerangel und Gedränge ab.
    Als Lars uns nach diesem langen und sehr anstrengenden Tag in unser erstes Hotel bringt, wo ich den Koffer öffne, trifft uns der Schlag: Wir haben die Gepäckstücke vertauscht! Unsere gesamte Ausrüstung für Ishigaki ist bei Lars zu Hause! Die ganze Aktion war umsonst - das darf nicht wahr sein!!!!
    Doch wir sind sogar zu müde, um uns zu ärgern und fallen nur noch in unser Bett( bzw auf den Futon), von dem wir uns in den nächsten 10 Stunden nicht mehr erheben.
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  • Tag 2 in Tokio

    24 de febrero de 2024, Japón ⋅ ☁️ 10 °C

    Lars und Maya holen uns morgens in unserem Hotel ab, weil sie uns das Gedränge in der Metro nicht alleine zumuten wollen! Wie nett von ihnen!
    Und los geht der zweite Tag in Tokio.
    Der Stadtteil Asakusa ist vor allem für seine beeindruckende Tempelanlage bekannt: Der Sensō-ji ist der älteste und wichtigste buddhistische Tempel in Tokio und das erste
    unserer heutigen Ziele.
    Obwohl die Anlage ein Hotspot für Touristen und zu jeder Tageszeit sehr voll ist, können wir dennoch den Trubel genießen: Die unendlich vielen kleinen und großen Tempel, Schreine und Pagoden faszinieren uns.
    An den Souvenirständen, die tausendfach die tollsten Mitbringsel und Andenken anbieten, kann man sich nicht satt sehen.
    Die Besucher der Tempelanlage bestehen aus einem total bunt gemischten Publikum.
    Normale Touristen wie wir sind eher die Seltenheit.
    Viele Frauen beobachten wir, die sich mit wunderschönen Geisha Kostümen herausgeputzt haben.
    Maya meint, das seien hauptsächlich Japanerinnen aus anderen Inseln und Bezirken, die - wie wir - Tokio nur reinen Besuch abstatten.
    Dann gibt es neben der eher traditionellen Kleidung absolut schrille Outfits: knallbunte Haare sind nur ein Teil des teilweise total verrückten Erscheinungsbildes.
    Es hat den Anschein, es ist alles erlaubt, was gefällt.
    Je verrückter desto besser.
    Sogar ein Hund im Anzug mit einer Brille ist dabei.
    Wir wissen nicht genau, ob wir das lustig oder traurig finden sollen. 😳 Auf jeden Fall machte der Hund glücklicherweise keinen gequälten Eindruck. 🙏

    Nun geht's weiter mit der Metro zum nächsten Tagespunkt.
    Um 16 Uhr hat Lars einen Termin für uns gebucht in einem Museum der ganz besonderen Art.
    Die Ausstellung TeamLab Planets können Besucher in Tokio vom 7. Juli 2018 bis Ende 2027 besuchen - und sie ist fast jeden Tag ausverkauft.
    Gleich beim Eingang wird uns klar: So etwas haben wir noch NIE gesehen!
    Wir müssen die Schuhe ausziehen, denn der Besuch der Ausstellung ist nur barfuß erlaubt.
    Wir krempeln die Hosenbeine hoch, und dann geht es auch schon los. Im dämmrigen Licht waten wir knietief durch klares, angenehm warmes Wasser.
    Ganz leise im Hintergrund hört man unaufdringliche Musik, kaum wahrnehmbar.
    Die Intention der Künstler dieser Ausstellung war und ist, dass man die Kunstwerke und Eindrücke mit allen Sinnen aufnimmt.
    Und wir alle finden, dass ihnen das hervorragend gelungen ist.
    Man taucht sozusagen mit seinem gesamten Körper in eine vollkommen andere Welt ein und wird unweigerlich ein Teil davon.
    Wir können die riesigen Kunstwerke sehen, hören, riechen, anfassen, fühlen und spüren.
    Es ist unglaublich.
    Besonders nach der Hektik in den U Bahnen und dem Trubel bei den Tempeln ist diese Entschleunigung extrem wohltuend.
    Der Raum des 'Floating Universe of Flowers" ("das fließende Blumenuniversum") besteht aus einer Halbkuppel mit verspiegeltem Boden.
    Hier ist es erlaubt, sich auf den blitzblanken Boden zu legen und beim Betrachten der Lichtschow, in der die farbenprächtigsten Blumen, Schmetterlinge und Vögel an die Decke projiziert werden, ganz und gar zur Ruhe zu kommen.
    Manche Kunstwerke verändern sich durch die Anwesenheit der Menschen, und so verwischt allmählich die Wahrnehmung der Grenzen zwischen einem Selbst und der Welt, die uns umgibt.

    Am Ende des Besuches sind wir vier alle einer Meinung:
    Uns hat diese Kunst aus Licht, Wasser und Klängen wirklich verzaubert.

    Zum Ausklang des Abends führt uns Lars noch in ein Lokal, wo man typisch japanisches Essen auf einer Herdplatte, die sich in der Mitte eines ( für jede Gruppe) eigenen Tisches befindet, selbst zubereiten kann.
    Die Beiden sind offensichtlich ein prima eingespieltes Team und das, was sie für uns zaubern, schmeckt hervorragend.

    Ich habe jede einzelne Minute des Tages mit unserem Sohn und unserer Schwiegertochter genossen, in mir aufgesaugt und für immer abgespeichert.
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  • Tag 3 in Tokio

    25 de febrero de 2024, Japón ⋅ 🌧 5 °C

    25.2.24
    Heute müssen wir alleine zu Lars Wohnung finden - Wir wollten den Beiden nicht zumuten, mehr als eine Stunde zu unserem Hotel zu fahren, nur um uns dort abzuholen.
    Leider ist dieser Umweg unvermeidlich, da wir ja noch die verwechselten Koffer austauschen müssen. 😉
    Lars hat die Strecke zu seinem Zuhause akribisch vorbereitet und uns eine Schritt für Schritt Wegbeschreibung geschickt.
    Das müsste so hinhauen!🙏
    Und so sieht sie aus:
    Er schickt mir einen Google Link, den ich vor dem Verlassen des Hotels öffnen soll.
    Lars : Pass auf, wir treffen uns an diesem Kaminari-mon District gate
    Da müsst ihr einfach nur aus dem Ticket Gate rausgehen und da warten.

    Inge: Was soll ich denn bei Google eingeben, um dieses Bild zu bekommen, das du mir geschickthast?
    Lars: Shin-Tsunashima
    Diesen Bahnhof gibst du bei Google ein; dann kommt die Beschreibung.
    Der Bahnhof, wo ihr aber zunächst hin müsst, also wo man den Berg hochgehen muss, heißt:
    Oimachi.
    Inge: Ist das die Route? (Ich schicke ihm einen Screenshot)
    Lars: Nee das ist viel zu kompliziert!
    Inge : Das kommt aber, wenn ich die Adresse bei Google eingebe
    Lars: Zeigt der dir nicht mehrere Verbindungen an?
    Inge: Doch, ok. Jetzt hab ich es!!
    Lars: Scheiße, wir kommen leider erst um 13:12 an Inge: Ist nicht so schlimm. Wir warten da.
    Lars: Okay
    Inge: Hier habe ich gerade eine Nachricht von unserem Hotel erhalten - leider auf Japanisch 😳
    Ich schicke ihm die Hieroglyphen.
    Lars: Ihr sollt bis 10 Uhr spätestens auschecken, damit die die Bude für die nächsten Gäste vorbereiten können.
    Der Schlüssel muss zurück in diese Box im Eingangsbereich.
    Später:
    Lars: Hat es mit der zweiten U Bahn Linie auch geklappt?
    Inge: Ja! Wir sind da!
    Lars: Super! Ich warte oben. Es gibt nur einen Ausgang für euch.

    Und dann haben wir es wirklich und wahrhaftig geschafft! Lars steht am Gate und empfängt uns mit einem breiten Grinsen im Gesicht und einem Regenschirm. Es gießt leider in Strömen und ist saukalt.
    In der Wohnung wartet Maya, wir tauschen die Koffer aus, und dann machen wir uns auf den Weg in einen Vorort von Tokio.
    Dort sind wir heute Mittag bei Mayas Mutter und Oma eingeladen.
    Der Weg dahin - natürlich mit der Metro - dauert ca 1.5 Stunden.
    Der Empfang ist sehr herzlich. Die Beiden freuen sich genauso über das Zusammentreffen und Kennenlernen wie wir.
    Mutter und Oma haben so viele japanische Speisen vorbereitet, dass das für eine ganze Woche reichen würde.
    Wir schauen gemeinsam Fotos von Lars und Mayas Hochzeit an, und jeder erzählt ein wenig von sich und seinem Leben.
    Mayas Mutter und Oma hängen während der ganzen Zeit an Lars Lippen, und man merkt, dass sie ihn nicht nur respektieren, sondern wirklich ins Herz geschlossen haben.
    Für mich ist diese Beobachtung enorm wichtig: Er scheint in dem fremden, fernen Land ein bisschen eine Ersatzfamilie gefunden zu haben.
    Ich darf mir gar nicht vorstellen, wie einsam ich mich an seiner Stelle fühlen würde und dass er das vielleicht auch manchmal so empfindet.
    Doch sind es diese Kleinigkeiten, die mich trösten und glauben lassen, dass er hier vielleicht wirklich sein Glück gefunden hat - und das muss nicht mit meinen Wünschen und Vorstellungen übereinstimmen......auch wenn es noch so schwer für mich ist.
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  • Iriomote

    25 de febrero de 2024, Japón ⋅ 🌬 18 °C

    Am frühen Morgen des 25. Februar fliegen Vikor und ich zum südwestlichsten Ende der japanischen Inselkette, nach Ishigaki.
    Von dort geht es mit einer Fähre weiter nach Iriomote,
    der zweit­größten Insel der Prä­fek­tur Oki­na­wa und der letz­ten nahezu unbe­rühr­ten Urwald­in­sel des Lan­des.
    Iriomote liegt südlicher als Taipeh und ist nur ca. 180 km von Taiwan entfernt.
    Gera­de einmal 2000 Men­schen leben hier, ver­teilt auf zwei Dorf­ge­mein­schaf­ten.
    Lange siedelten hier nur eine Handvoll Reisbauern und Fischer an einigen wenigen Stellen der Küste.
    Denn immer wieder wurden die Bewohner von der seit jeher wütenden Malaria heingesucht, die bis zum Ende des 2. Weltkrieges die Bevölkerung von Iriomote nahezu ausrottete.

    Knapp 3 Tage stehen uns für die Erkundung der Insel Verfügung.
    Der überwiegende Teil steht unter Naturschutz und gehört zum Iriomote - Ishigaki - Nationalpark.
    90 % sind von subtropischem Urwald bedeckt, in den Mündungsbereichen der vielen Flüsse befinden sich riesige Mangrovensümpfe.
    Aufgrund ihres außerordentlichen Reichtums an Flora und Fauna wird Iriomote gerne das „Galapagos des Ostens“ genannt und gilt als eine der naturbelassenen Gegenden in ganz Japan.

    In unserem Hotel arbeiten 2 junge Männer, die unglaublich freundlich sind und uns bei unserer Planung helfen.
    Für den ersten Tag organisieren sie uns eine Kajaktour, bei der Viktor und ich die einzigen Gäste sind.
    Unser Ziel ist ein kleiner Was­ser­fall, der nur mit einer Bootsfahrt durch die unwegsamen Mangrovensümpfe und einer sich anschließenden Wan­de­rung erreich­bar ist.

    Ohne Gui­de geht hier nichts, man würde in die­sem Urwald sofort die Ori­en­tie­rung verlieren.
    Doch mit unserem Führer Takko wird der Ausflug ein beson­de­res Erleb­nis. Unzählige kleine Bäche winden sich durch die Mangrovenwälder und verleihen dem Gebiet ein wenig das Aussehen eines asiatischen Mini-Amazonas .
    Am Wasserfall angekommen kocht unser Guide einen leckeren Kaffe auf einem winzigkleinen Campingkocher; dazu gibt es selbst gebacke Ökokekse von seiner Frau.
    Corona hatte beinahe zum Bankrott seines Zwei Personen Unternehmens geführt. Und so sind wir glücklich, dass wir die Tour bei Takko gebucht haben und ihn ein wenig unterstützen konnten.

    Abends bereitet der Koch unseres Hotels uns ein 5 Gang Menü zu, das wirklich außergewöhnlich ist.
    ( Meinem Wunsch entsprechend gibt es Gott sei Dank nicht nur rohes Fleisch und rohen Fisch).
    Das Essen in Japan ist gewöhnungsbedürftig und insgesamt recht fleischlastig.
    Aber wem das schmeckt, der kann hier richtig gut und gesund speisen.
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  • Tour über die Insel

    26 de febrero de 2024, Japón ⋅ ☁️ 18 °C

    Am nächsten Tag steht uns ein Leihwagen zur Verfügung, den auch die jungen Männer des Hotels organisiert haben.
    Also machen wir auf eigene Faust eine Tour über die Insel.
    Die wohl berühm­tes­te tou­ris­ti­sche Attrak­ti­on von Irio­mo­te ist eine Fahrt mit von Wasserbüffeln gezogenen Wagen durch das seich­te Meer zu der vor­ge­la­ger­ten Insel Yubu.
    Vor vielen Jahren war sie noch bewohnt, doch heu­te befindet sich nur noch ein subtropischer bota­ni­scher Gar­ten hier.
    Mir gefällt der kleine Ausflug zu dem winzigen Inselchen, und ich genieße auch die Überfahrt, auf der der Kutscher uns mit traditionellen Liedern zur Laute unterhält. Alle sind begeistert, außer Viktor, den ich nur mit Mühe daran hindern kann, den Gesang zu imitieren.

    An der nördlichen Spitze der Insel liegt zwischen zwei Küstendörfern ein kleiner, aber einzigartiger Strand.
    Hoshizuna, was wörtlich
    übersetzt "Sandiger Sternenstrand" bedeutet, ist überwältigend schön.
    Und wirklich, wenn man genau hinschaut, kann man erkennen, dass der puderartige weiße Sand aus winzigen, 1-mm- kleinen Sternen besteht.
    Es handelt sich dabei um ein Gemisch aus Korallen und Rückständen von winzigsten Meeresbewohnern. Diese Tiere, nur etwa einen Millimeter groß, leben im Meeresgras am Boden und gehören zur Familie der Calcalinidae. Sterben sie, werden ihre Schalen an den Strand gespült, und das Meerwasser sowie die stetige Bewegung der Wellen zerkleinern die Überreste zu mikroskopisch winzigen Sternsandskörnern.
    Laut lokalen Legenden handelt es sich um die Überbleibsel tatsächlicher Sterne, die von einer Seeschlange verschluckt wurden.

    Überall am Straßenrand entdecken wir Schilder mit dem Bild einer Katze.
    Wir recherchieren im Reiseführer und finden heraus, dass die Irio­mo­te-Kat­ze das geschütz­te Wahr­zei­chen der Insel ist.
    Sie wurde 1965 entdeckt und ist eine Unterart der Bengalkatze, die ausschließlich auf dieser Insel lebt und unter Artenschutz steht.
    Iriomote-Katzen sind Einzelgänger und generell nur in der Dämmerung und in den frühen Nachtstunden aktiv. Am Tag ruhen sie in Baumhöhlen, Ästen oder Felsspalten.
    Deshalb sehen wir kein einziges der noch lebenden
    110 erwachsenen Individuen

    Unser letztes Ziel ist ein altes Kohlebergwerk - viel davon ist nicht mehr übrig.
    Im Jahre 1886 fand man auf Iriomote Kohle, und sogleich begann die Firma Mitsui Bussan mit dem Abbau der gewaltigen Lager des schwarzen Goldes. Da nach drei Jahren von den 200 eingesetzten Bergleuten nur noch ein Drittel lebte, ließ man das Unternehmen eine Zeitlang ruhen.
    Während des Krieges wurden neben einheimischen Arbeitern zusätzlich Sträflinge aus verschiedenen Teilen Japans, Taiwans und Chinas importiert und zur Arbeit in den Gruben gezwungen.
    Zum Teil hatten sie nicht die geringste Ahnung von den Tätigkeiten, die sie verrichten mussten oder den Bedingungen, unter denen sie leben würden.
    Gelockt wurden viele Männer durch Versprechungen wie: „In Iriomote ist es angenehm warm und man braucht nicht viel Kleidung. Es gibt dort viele Frauen, genug zu essen und man kann leicht Geld verdienen.'

    Doch die Wirklichkeit sah anders aus.
    Unzählige Männer starben an Krankheiten und Misshandlungen oder kamen bei dem Versuch,
    von der Insel zu fliehen, ums Leben.
    Im Jahr 1943 stellten die Kohlebergwerke die Produktion schließlich ein - letzendlich aufgrund von Arbeitskräftemangel.
    Die neisten Gebäude des Bergwerks wurden während des Krieges durch amerikanische Luftangriffe fast gänzlich zerstört.
    Heute sieht man nur noch ein paar Überreste des einst so großen Kohlewerkes.

    Da unser beider Magen ein wenig verrückt spielt, gibt es heute Abend nur Wasser und trockenes Brot.
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  • Ishigaki

    1 de marzo de 2024, Japón ⋅ 🌧 19 °C

    Die Insel Ishi­ga­ki zählt knapp 45‘000 Ein­woh­ner. Trotz allen Fortschritts hat das Eiland es geschafft, seine fas­zi­nie­ren­de Natur weit­ge­hend intakt zu erhal­ten.
    Fast die gesamte Insel ist umge­ben von Koral­len­rif­fen, das Meer ist mär­chen­haft blau und die zahl­rei­chen wunderschönen Sand­strän­de frei von der Hek­tik, wie wir sie vom Mit­tel­meer her kennen.

    Am Morgen des 1. März
    machen wir uns auf den Weg dorthin.
    Nach einem üppigen Frühstück mit Fisch, Algen, Tofu, Ei, Reis, und einer Menge kleiner Häppchen, die wir nicht identifizieren können, wollen wir Iriomote verlassen.
    Viktor isst im Gegensatz zu mir alle Schälchen leer.
    Ich lasse mehr als die Hälfte übrig, obwohl das in Japan als unhöflich angesehen wird.
    Aber erstens ist das Angebot zu umfangreich, und zweitens sind mir manche Dinge auf den Tellern wirklich suspekt.
    Heute bekommen wir sogar Kaffee aus einer Maschine, die ein Vorkriegsmodell zu sein scheint. Alles ist total verrostet, und es grenzt an ein Wunder, dass noch Flüssigkeit aus den Düsen heraustreten kann.
    Die Milch in den kleinen Döschen und der Zucker in den vergilbten Papiertütchen sind mindestens genauso alt.
    Doch die Leute haben es gut gemeint, und so lassen wir uns nichts anmerken und zucken nicht einmal mit einer Wimper.
    Mit dem kleinen Leihwagen fahren wir zum Hafen, wo wir ihn ohne Probleme abgeben können. Keine halbe Stunde später sitzen wir auf der Fähre nach Ishigaki.
    Für die Erkundung dieser Insel stehen uns wiederum drei Tage zur Verfügung.
    Nach einer knappen Stunde Überfahrt marschieren wir mit unserem Gepäck zum Hotel, was nur etwa 10 Minuten entfernt vom Hafen liegt.
    Dort checken wir ein und beziehen unser Zimmer.
    Dafür, dass es im Flur aussieht wie in einem Bunker, bin ich vom Zimmer selbst angenehm überrascht.
    Es ist sauber, hell, ausgerüstet mit Kühlschrank, Mikrowelle und Herd. Sogar eine Waschmaschine befindet sich in dem kleinen Vorraum.
    Die nette Dame an der Rezeption hat mir auf der japanischen Bedienungsanleitung genau angekreuzt, welche Knöpfe ich in welcher Reihenfolge zu drücken habe.
    Wir werfen unsere Klamotten von der Bootstour in die Trommel und los geht's !
    Irgendwann nach einer Dreiviertel Stunde Schlürfen, Grunzen, Saugen und Plätschern tut sich nichts mehr.
    O weia, ich habe ein ungutes Gefühl. Zu Recht, wie sich zeigen soll.
    Als ich den Deckel der Waschmaschine öffne, befinden sich in der Trommel mindestens noch 15 Liter Wasser!!!!! Und jetzt?
    Ich habe alle Schritte eingegeben, so wie es mir erklärt wurde.
    Mit meinem Handy und Google Übersetzer versuche ich, so nahe wie möglich an die auf der Seite der Maschine angebrachte Anleitung zu kommen.
    Mit viel Mühe und Anstrengung gelingt mir ein Screenshot des übersetzten Textes ( man darf nicht wackeln, sonst switcht die Sprache wieder auf japanisch um).
    Ich suche nach der Pump- oder Schleuderfunktion.
    Doch ich lese da nur etwas von
    " Dehydration."
    Können Waschmaschinen etwa auch dehydrieren?????
    Ich weiß, dass ein Mensch bei Dehydrierung auf jeden Fall an Wassermangel leidet. Genau das braucht meine Wäsche jetzt. Ihr muss das Wasser entzogen werden.
    Mutig drücke ich den roten Knopf mit tausend rätselhaften Hieroglyphen.
    Und siehe da: Es saugt, schmatzt, schleudert, gluckert und grunzt für etwa 10 Minuten.
    Dann ist Stille. Vorsichtig öffne ich die Klappe und wirklich: Unsere dreckigen Klamotten sind bitzsauber und nur noch nebelfeucht!
    Wie schön, dass das Waschexperiment so gut geklappt hat!
    Am Abend des wieder einmal ereignisreichen Tages
    speisen wir in einer Pizzeria: zur Abwechslung italienisch.....lecker!😋
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  • Wir erkunden die nächste Insel

    3 de marzo de 2024, Japón ⋅ ⛅ 12 °C

    2. /3. März
    Das Wahrzeichen und wahrscheinlich der schönste Fleck von Ishigaki ist die Bucht von Kab­i­ra mit ihrem tür­kis­blau­en Was­ser, dem weißen Sand­strand, der sub­tro­pi­schen Natur und den vie­len klei­nen grü­nen vorgelagerten Inseln.
    Sie ist seit 1997 als Meis­hō, das bedeutet «Ort von besonderer land­schaft­li­cher Schön­heit» in Japan registriert.
    Leider haben wir kein Glück mit dem Wetter.
    Schien gestern bei der Überfahrt noch die Sonne, so regnet es heute immer wieder.
    Unseren Plan, schnorcheln zu gehen oder mit einem der Glasbodenboote einen Ausflug durch die Bucht zu unternehmen, können wir vergessen.
    Wegen des starken Windes sind alle Touren gestrichen. So ein Pech!!!!
    Also fahren wir mit einem Mietwagen zu verlassenen Stränden und sonstigen interessanten Flecken auf der Insel.
    Es gibt zwar etwas mehr Verkehr als auf Iriomote Island, doch läuft auch hier das Autofahren sehr beschaulich und entspannt ab.
    In Iriomote durfte man wegen der berühmtrn Katze und der anderen wilden Tieren nicht schneller als 40 KMH fahren. Viktor wäre mehrere Male beinahe eingeschlafen. Ihm gefällt das Autofahren in Japan bisher überhaupt nicht, er vermisst seinen geliebten Camper und die damit möglichen Abenteuer jeden Tag. Die japanischen Wagen sehen aus wie kleine Container auf Reifen.
    Ich muss ehrlich zugeben, dass ich noch nie so hässliche Autos gesehen habe. Aber praktisch sind sie und leicht zu handhaben.
    Was wollen wir mehr?
    Mit dem Links-Verkehr kommt Viktor ohne Probleme zurecht, den ist er ja von Afrika gewöhnt.

    Unter anderem steht der Okinawa Themenpark auf unserer Must Visit Liste.
    Es ist ein Riesengelände, auf dem zahlreiche 80 - 100 Jahre alte Okinawa Häuser nicht nur angeschaut, sondern sogar betreten werden können.
    Die original erhaltenen Gebäude wurden von anderen Orten der Insel mit größter Sorgfalt abgebaut und an ihren neuen Platz gebracht.
    Im Inneren der alten Behausungen finden wir typisch japanische Stein-Küchen, bei denen der Boden nur aus einfachem Lehm besteht. Wohnräume dagegen wurden mit Tatami (Bambus)-Matten ausgelegt.

    Bei der für Ishigaki typischen, ganz traditionellen Baukunst werden nur lokale Holzarten, Bambus und Stroh verwendet. Diese Bauweise lässt die Häuser nicht nur starken Taifunen standhalten, sondern schützt sie zudem durch ihre erhöhten Konstruktionen vor Überflutungen.

    Die Hauptattraktion des Themenparks ist zweifelsohne ein Gelände mit niedlichen Totenkopfäffchen. Auf Japanisch heißen sie Risu Saru, was so viel wie Eichhörnchenaffe bedeutet.
    Zunächst müssen wir durch eine Schleuse, an der die Regeln des Geheges ausgehängt sind:
    1) Kein Füttern
    2) Kein Anfassen oder Umarmen der Affen - da hält sich aber fast niemand dran
    3) Verschließen aller Jacken- und Hosentaschen
    4) Kein Essen oder Trinken
    5) Keine Taschen oder Rucksäcke
    5) Der Park übernimmt keine Verantwortung für dreckige Kleidung.

    In einem relativ großen Bereich können die Tiere sich frei bewegen. Zunächst sitzen sie nur in den Bäumen oder auf den Zäunen und beobachten uns Eindringlinge.
    Doch schnell verleitet ihre Neugierde sie dazu, sich zu nähern, zu beobachten und schließlich sogar auf die Besucher zu hüpfen. Sitzt oder steht man ganz ruhig, pirscht sich schnell das erste Tierchen heran. Dann bleibt es meistens nicht nur bei einem, sondern es werden auch schnell einmal zwei, drei oder mehr Äffchen, welche sich auf die Schultern, die Hände oder die Beine setzen.
    Sie versuchen, die Reißverschlüsse von Jacken zu öffnen oder die Ärmel hoch zu ziehen, um etwas Essbares zu ergattern.
    Dann entdecken wir zwei Japanerinnen und trauen unseren Augen nicht!!!!
    Mindestens 12 Affen klettern auf ihnen herum, zupfen an der Kleidung und wuscheln in ihren Haaren.
    Die Frauen hatten wohl Affenfutter aus dem Automaten gekauft.
    Mit dem, was folgte, aber hatten sie nicht gerechnet:
    Die Affen kämpfen wie wild um das Futter, bis schließlich das letzte Krümelchen verputzt ist.
    Die beiden Mädchen sind am Schluss völllig zerzaust, verdreckt und - was noch viel schlimmer ist- voller Affenpipi. 😳😂
    Nach diesem Schauspiel verzichten wir lieber auf das Füttern.
    Bei mir sitzt ein Äffchen, das so niedlich ist, dass ich es am liebsten mit nach Hause nehmen würde. Mit großen Augen schaut es mich an und lässt sich sogar am Hals kraulen.
    Als Viktor ziemlich trocken meint: " Der hat bestimmt Läuse" setze ich den kleinen Kerl schnell auf den Boden zurück und verabschiede mich.
    Wer schon einmal auf Okinawa war, dem werden die löwenartigen Figuren nicht entgangen sein, die man eigentlich überall antrifft: Die Wesen mit der gelockten Mähne und dem manchmal geöffneten, manchmal geschlossenen Maul.
    Shisa gibt es in allen Formen, Farben und Größen. Doch was hat es mit diesen seltsamen Kreaturen auf sich?

    Es sind Shisa, Schutzgötter und ein fester Bestandteil der okinawanischen Kultur.
    In der Regel treten sie als Paar auf, wobei der Rechte mit offenem Maul, der Linke mit geschlossenem Maul dargestellt wird. Es wird gemeinhin angenommen, dass der offene Mund für Abwehr des Bösen und der geschlossene Mund für das
    " Behalten des Guten” steht.
    Shisa wurden erstmals im 14. Jahrhundert aus China nach Okinawa gebracht und galten ursprünglich als Wächter von Häusern und Schreinen.
    Noch heute findet man in beinahe jedem Haus ein Shisa Paar zum Schutz vor allem Übel.

    Nach drei ereignisreichen Tagen mit sehr angenehmen Temperaturen geht es heute zurück ins kalte Tokio.
    Wir haben die ruhige Zeit auf den tropischen Inseln sehr genossen und dabei nicht zum ersten Mal festgestellt: Wir sind keine Menschen für die Großstadt.
    In 20 Minuten landen wir wieder in der größten Metropole der Welt – Tokio! Gewaltiger kann der Kontrast fast gar nicht sein.

    Wir freuen uns auf aber riesig auf die nächsten Treffen mit Lars und Maya.
    ❤️❤️❤️
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  • Zurück in Tokio

    4 de marzo de 2024, Japón ⋅ ☁️ 8 °C

    Nach unserem Flug von Ishigaki landen wir um 22.00 Uhr auf dem Narita Airport in Tokio.
    Von dort aus bringt uns ein kostenloser Shuttle-Bus zu unserem Hotel ganz in der Nähe des Flughafens.
    Wir wählen wieder das Toyoko Inn, eine in ganz Japan bekannte und überall vertretene Hotelkette.
    Die Zimmer sind echt preiswert, sauber und mit allem ausgestattet, was der Reisende braucht:
    Wasserkocher, Föhn, Pantoffeln, Schlafanzug, Safe, REISKOCHER😂, Schuhanzieher, Block und Stift, Kühlschrank, Klimaanlage Fernseher und Free WiFi.
    Zusätzlich bekommt man noch Shampoo, Kamm oder Bürste, Rasierer, Gesichtscreme, Tee und einiges mehr ..... so viel man will.
    Im Preis inbegriffen ist ebenfalls ein tolles Frühstücksbuffet, wobei man sowohl kontinentales als auch japanisches Essen wählen kann. Oder beides, wenn man möchte und viel Hunger hat.
    Unter anderem werden Brötchen, Toast, Butter und Marmelade oder Onigiri (Reisbällchen), japanische Omelettes, Miso-Suppe und Kaffee oder Tee angeboten.
    Es gibt sogar HEIßE COLA! Das kannte nicht einmal Lars. 😂
    Ich bin echt total begeistert und ein regelrechter Toyoko Inn Fan.
    Viktors Mitgliedskarte von vor 10 Jahren ist übrigens immer noch gültig .....und deshalb dürfen wir, als " members ", 1 Stunde früher einchecken als
    ' normale " Hotelbesucher!!!
    Mittags treffen wir uns in der Nähe von Lars Arbeitsstelle mit ihm zum Essen. Er hat leider so viel zu tun, dass er sich momentan ganz schlecht Urlaub nehmen kann. Hoffentlich bleibt das nicht die ganze Zeit so🙏🙏🙏
    Mit seinen ausgearbeiteten Anweisungen finden wir uns in der Regel gut zurecht.
    Allerdings klappt es manchmal mit dem Treffen nicht so hundertprozentig, denn das Senden eines Standortes kannst du in Japan in dem Gewirr von mehrstöckigen Gebäuden komplett vergessen.
    Ich zeige euch mal, wie
    dann unsere Kommunikation aussieht:
    11:58 Inge : Sind im Hotel angekommen
    11:59 Inge : Wie kommen wir jetzt zu dir? Also zum Bahnhof Ebisu?
    12:09 Lars: Einfach Bahnhof Ebisu bei Google eingeben!
    12:30 Inge : Wir schaffen das nicht
    12:31 Lars: Wieso?

    Lars schickt ein neues Bild mit der Verbindung.

    12:59 Inge : Hat geklappt! Sitzen im Zug nach Osaki
    13:12 Lars: Oh super! Ruft vielleicht mal an, wenn ihr da seid. Dann komme ich sofort raus.

    Wir rufen Lars an. Er will sofort runterkommen.

    13:36 Lars: Wo seid ihr?
    Ich dachte ihr wärt hier >
    Lars schickt ein Bild.

    13:36 Inge : Oh je! Wir sind leider draußen.
    13:37 Lars: Seid ihr die Treppe runter gegangen oder was?
    13:37 Inge : Ja
    13:37 Lars: Ihr müsst beim nächsten Mal am Ticket Gate stehen bleiben, sonst ist das ganz schwer euch zu finden.
    13:40 Inge: Da stehen wir jetzt. An dem Schild:
    East exit. Ebisu GARDEN PLACE
    13:40 Lars: Keine Ahnung wo das ist
    13:4 Inge : Du siehst doch meinen Standort.
    13:41 Lars: Der Standort ist irgendwo mitten in einem Gebäude. Da kann ich nichts mit anfangen.
    13:42 Lars schickt das:
    https://maps.app.goo.gl/BeEsDjFNYTe7KVNE9
    mit der Abweisung: Kommt bitte da hin!!!

    Das machen wir. Und dann sehen wir ihn ganz weit weg, am Ende eines Weges, kurz bevor er wieder hinter irgendeiner Ecke verschwinden wird.
    NEIN!!!
    Ich pfeife ohrenbetäubend laut auf den Fingern.
    Oh, das kennt man in Japan nicht und man macht es bestimmt auch nicht. 😳
    Das ist mir aber in dem Moment völlig egal.
    Mein Sohn erkennt auf jeden Fall den Pfiff seiner Mutter. Lachend kommt er uns entgegen.
    Gott sei Dank....Wir haben uns gefunden.
    Nun genießen wir von ganzem Herzen seine Mittagspause, auch wenn sie nicht so lang ist.
    Schön, dass wir uns getroffen haben ❤️

    Den Rest des Nachmittags verbringen Viktor und ich beim Meji Schrein und der schönen Parkanlage.
    Der Meiji Schrein ist ein shintoistischer Schrein, der im Jahre 1920 (genau 8 Jahre nach dem Tod von Kaiser Meiji errichtet wurde. Er war der 1. Kaiser des modernen Japans und öffnete Nippon der Welt.
    Vor jedem Schreinbesuch - das wissen wir inzwischen - soll man sich nach einem bestimmten Ritual mit Wasser symbolisch reinigen, um den Kami (Gottheiten) sein Anliegen „rein“ vorzubringen. Zunächst wird die linke Hand gewaschen, danach die rechte.
    Und schließlich auch der Mund .... wieder mit der linken Hand. Ganz schön kompliziert!
    Dann tritt man
    heran zu den Wächtern.
    Vor dem Schrein steht eine Holzkiste, in die man eine 5 Yen Münze hineinwirft.

    Verbeuge dich zunächst zweimal.
    Denke im Stillen fest an deinen Wunsch.
    Klatsche 3 Mal in die Hände.
    Verbeuge dich erneut einmal und
    verlasse schließlich den Schrein zur rechten Seite.
    Viktor hat keine Lust auf das Ganze und meint : Nee, mach ich nicht. Ich bin doch kein Buddhist!
    Ich dagegen führe die Prozedur brav aus und wünsche mir einfach etwas für uns Beide.
    Anschließend fahren wir zum Hotel und checken ein.
    Wir kommen jede Stunde besser mit der tokionischen (???) Metro zurecht und sind richtig stolz auf uns!
    Morgen stürzen wir uns erneut ins Gewühl und sind schon sehr gespannt, was wir alles erleben werden.

    Und so sieht der grobe Plan aus, den wir mit Lars ausgeheckt haben:
    19:55 Inge : Also, morgen wollen wir den Koffer kaufen, den Shinjuku Gyoen Garten ansehen und dann Skytree und Aquarium.
    Was hältst du davon? Zu viel? Zu wenig?
    In welcher Reihenfolge würdest du das vorschlagen?
    20:12 Lars: Wenn ihr früh startet, kann man das schaffen
    Ich würde entweder mit dem Garten oder dem Aquarium anfangen und den Koffer als letztes kaufen. Sonst habt ihr den ja die ganze Zeit an der Backe
    20:17 Inge : Das stimmt. Gute Idee!!!!
    Also Garten, Aquarium ( mit Skytree????🤔) und dann den Koffer und Einkaufsstraße.
    20:25 Lars: Ja, mit Skytree müsst ihr mal schauen wie voll es ist. Aber eventuell könntet ihr das noch einschieben
    20:28 Inge: Ja, wir schauen mal.
    Und dann treffen wir uns abends?
    20:55 Lars: Genau!
    21:18] Inge : Super! Ich freue mich schon sehr!!!!
    Bis morgen!!!❤️
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  • Ein weiterer Tag in der großen Stadt

    5 de marzo de 2024, Japón ⋅ 🌧 7 °C

    Und hier könnt ihr lesen, was wir von unserem gestern ausgeheckten Plan umgesetzt haben.
    Am Morgen besuchen wir den Shinjuku Gyoen Park, ein 58,3 Hektar großes Areal, das sich in den Tokioter Stadtbezirken Shinjuku und Shibuya befindet.
    Es sind -genau genommen- drei Parkanlagen, die harmonisch ineinander übergehen: ein japanischer Garten an der Südwestseite, in der Mitte ein englischer Park mit weitläufigen Freiflächen und ein französischer Garten mit riesigen Platanen-Reihen und Blumenrabatten am östlichen Ende.
    Die Kombination aus kleinen Weihern mit glasklarem Wasser, die von Holzbrücken in japanischer Bauweise überspannt werden und einer Vielzahl von Bäumen ergibt zusammen ein wunderschönes Panorama, das die dahinterliegenden hässlichen Hochhäuser der Metropole völlig vergessen lässt.
    Wir genießen den Park als angenehme und willkommene Abwechslung zu Tokyos grauer, überfüllter Stadtlandschaft.

    Jedes Jahr im Frühjahr zieht der große Garten Scharen von Besuchern und Hobbyfotografen an.
    Alle wollen die Kirschblütenzeit erleben und auf den Freiflächen des Parks Hanami-Partys feiern.
    Durch die Auswahl verschiedener Baumsorten und die unterschiedlichen Standorte dauert die Kirschblüte im Shinjuku Gyoen Garten besonders lang.
    Leider sind wir ein bisschen zu früh hier, es gibt erst ganz vereinzelt ein paar blühende Exemplare.
    Die gesamte Pracht der Kirschblütenzeit, wenn mehr als 1000 Kirschbäume den Garten in unzählige Rosa- Rottöne tauchen, kann man sich kaum vorstellen,
    Vielleicht haben wir ja Glück und erleben noch ein wenig davon vor unserem Rückflug. 🙏

    Der Skytree, ein Wahrzeichen und Symbol der Stadt Tokyo, ist unser nächstes Ziel.
    Er ist mit 634 Metern der höchste freistehende Fernsehturm der Welt und nach dem Burj Khalifa in Dubai und dem PNB 118 in Kuala Lumpur das dritthöchste Bauwerk der Erde.
    Japan gehört zu den Ländern des Pazifischen „Feuerrings“ und ist damit eines der Länder der Erde, die am meisten von Erdbeben betroffen sind. Aus diesem Grund hat der kleine Inselstaat eine der strengsten Bauordnungen weltweit entwickelt. Alle Gebäude müssen erdbebensicher errichtet werden.
    Entsprechend ist auch der Tokyo Skytree so konstruiert, dass er starken Erdbeben und Taifunen standhalten kann.
    Testsimulationen haben ergeben, dass das Gebäude sogar ein schweres Beben der Stärke 7,9 fast unbeschadet überstehen würde.
    Neben zwei Aussichtsplattformen beherbergt der Skytree auch ein riesiges Einkaufs- und Unterhaltungszentrum namens „Tokyo Solamachi“.
    Das Angebot an Geschäften, Restaurants, Cafés und Souvenirläden ist unvorstellbar. Die visuellen und akustischen Eindrücke, denen man hier ausgesetzt ist, können wir gar nicht verarbeiten.
    Da das Wetter inzwischen sehr schlecht geworden ist ( es regnet mittlerweile in Strömen) verzichten wir darauf, zu den Aussichtsplattformen hoch zu fahren.
    Statt dessen besuchen wir das Sumida Aquarium im 5. und 6. Stock des Tokyo Skytree, das im Jahre 2012 zusammen mit dem Turm eröffnet wurde.
    Ein großer Teil des Aquariums stellt in zahlreichen Wasserbecken die Lebensräume und die Tiere aus den Meeren um Tokio und des japanischen Archipels dar.
    Eigentlich hatten wir vorgehabt, heute noch einen Koffer kaufen, doch unsere Kräfte sind am Ende.
    Bevor wir uns mit Lars zum Abendessen treffen, wollen wir noch einmal kurz in unser Hotel.
    Leider verfahren wir uns komplett in dem tückischen Netz der Tokyo U-Bahnen und schaffen es so gerade noch, um 19.30 Uhr am vereinbarten Treffpunkt zu sein.
    Das Zusammensein mit Lars genießen wir wie immer sehr. Das Essen ist lecker, und die Zeit vergeht wie im Flug.
    Um 23 Uhr fallen wir schließlich todmüde ins Bett......Die Füße und fast alle Knochen tun weh, wir sind durchgefroren und nass. Kurzum: Wir sind restlos kaputt und wollen nur noch schlafen.
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  • Nikko

    6 de marzo de 2024, Japón ⋅ ☁️ 6 °C

    Am 6.3.24 machen wir uns auf den Weg nach Nikko, einem Ort, wo man dem Großstadtdschungel auf ganz besondere Art und Weise entfliehen soll.
    Vor einer atemberaubenden Berglandschaft mit schimmernden Wasserfällen befindet sich die idyllisch gelegene Stadt im Osten der Hauptinsel Honshu, etwa 140 Kilometer nördlich von Tokio gelegen.
    Die berühmte Shinkyo Brücke - ein überaus beliebtes und bekanntes Postkartenmotiv -
    markiert den Eingang zu den großen japanischen Schreinen und Tempeln von Nikko. Sie wurde 1636 errichtet und zählt zu den drei schönsten Brücken Japans.
    Leuchtend rot lackiert führt der Steg über den Fluss Daiya und verbindet die Altstadt mit der Neustadt Nikkos.
    Und dann sind wir schon am Eingang des Parks, der gesäumt ist von zahlreichen Schreinen und Tempeln, die zu den prächtigsten des ganzen Landes gehören und von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurden.
    Der 1617 erbaute, goldüberzogene Toshogu Schrein, der Futarayama-jinja Schrein und der buddhistische Rinnō-ji Tempel aus dem Jahre 766 mit seiner dreistöckigen Pagode und einem typisch japanischen Garten mit Wasserlandschaft sind die berühmtesten unter ihnen.
    Mit dem Bau des Rinno-ji Tempels beginnt die Geschichte der Stadt, die sich nach und nach zu einem bedeutenden Zentrum des Buddhismus und Shintoismus entwickelte.

    Der beeindruckendste und wahrscheinlich am häufigsten besuchte Komplex ist der Toshogu-Schrein.
    Er wurde zu Ehren von Tokugawa Ieyasu errichtet und dabei ließ man - so lesen wir im Reiseführer - der Kreativität freien Lauf. Fast wird man von der prächtigen goldenen Fassade mit ihren leuchtenden Farben und extravaganten Schnitzereien geblendet.

    Ein berühmtes japanisches Sprichwort besagt: „Sage nie kekko (wunderschön), bevor du nicht Nikko gesehen hast.“
    Und wirklich, da müssen wir zustimmen: Diese wahrscheinlich am üppigsten vergoldeten religiösen Architekturen Japans bereiten uns einen unvergesslichen Tag.

    Halt! Da sind ja noch die Affen!
    An einem alten Shinto-Tempel gibt es Holzschnitzereien von drei Affen, deren Hände Augen, Ohren und Mund bedecken.
    In der japanischen Volksreligion gelten diese drei Affen als weise und heilige Wesen.
    Mittlerweile kennt jeder die Fassadenschnitzerei, die schon lange zum Wahrzeichen von Nikko geworden ist.
    Drei Affen, von denen einer nichts sieht, einer nichts hört und einer nichts sagt.

    Izawaru ist der Affe, der seinen Mund bedeckt. Er sagt uns, dass wir nicht schlecht über andere Menschen sprechen und Kommentare vermeiden sollen, die andere Menschen verletzen könnten.
    Mizaru ist der Affe, der seine Augen bedeckt. Er bedeutet uns, dass wir nicht auf Dinge achten sollen, die nicht nützlich oder gut für uns sind.
    Kikazaru ist der Affe, der sich die Ohren zuhält. Er will uns lehren, dass wir nicht auf Kommentare hören sollen, die uns herunterziehen und in einen negativen Zustand versetzen.

    Inzwischen sind die 3 Affen so bekannt, dass es sie sogar als Whatsapp-Emojis gibt!

    🙈🙉🙊
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  • Nikko Noch ein paar Eindrücke

    7 de marzo de 2024, Japón ⋅ ☁️ 5 °C

    Gestern, als unser Zug in Nikko einfuhr, standen mindestens 5 Bedienstete am Gleis, um uns mit einer tiefen Verbeugung zu begrüßen.
    Erst nach dem endgültigen Stillstand des Trains richten sie sich gemeinsam - wie in einer gut einstudierten Choreographie - wieder auf und heben ihre Köpfe.
    In der Mail, die wir von unserer Unterkunft erhalten haben, steht folgende Information.
    How to get to us:
    By bus:
    From JR Nikko station (Bus stop#1A/#1C) or Tobu Nikko station(Bus stop#2A/#2C).
    Transfer to the local bus !
    Please get on the following bus:
    #Chuzenji onsen
    #Yumoto onsenn
    #Okuhosoo
    #Kiyotaki
    Every bus will be stop at "Nikko shokubutsuen(Bus stop #13)"
    Get off at the "Nikko shokubutsuen (Bus stop #13)".
    It is two minutes on foot in the direction that the bus goes ahead through.
    You can find our hotel Akarino yado Villa Revage on the left side.
    Hmmmmm. Klingt nicht ganz einfach.
    Ok. Lasst es uns einfach mal versuchen.
    Der erste Bus kommt sehr schnell. In den steigen wir ein.
    Viktor ist von der 3- stündigen Fahrt nach Nikko völlig fertig. In fast jedem Bahnhof muss er den 20 Kilogramm schweren Koffer treppauf und treppab schleppen. Jedes Mal wird sein Fluchen lauter und böser
    Das Allerschlimmste an der Sache ist, dass wir immer noch mit dem Gepäck von den Inseln unterwegs sind.
    5 Badeanzüge, 4 Strandlaken, Badeschuhe, kurze Hosen, Röckchen und Sonnenhüte transportieren wir durch halb Japan.
    Wir sind nämlich nicht noch einmal zu Lars Wohnung gekommen, um den Koffer mit neuem Inhalt zu bestücken.
    So sind wir jetzt in Nikko in Sommerklamotten gestrandet.
    Und hier hat es geschneit: 20 cm Pulverschnee!
    Das ist zugegebenermaßen blöd gelaufen, aber nicht mehr zu ändern.
    Gott sei Dank haben wir wenigstens unsere dicken Jacken und eine Mütze dabei.
    Ich ziehe sämtliche Hosen, Strumpfhosen und Shirts aus dem Koffer übereinander an ........und: Es klappt. Es sieht zwar furchtbar aus, aber ich friere wenigstens nicht.
    Zurück zum Bus: Wir klettern hinein, entwerten unsere Karten und fahren bis zur empfohlenen Station.
    Hier wuchten wir den Koffer auf die Straße und springen aus dem Bus. ( hintere Tür!!!!)
    Die erste Lautsprecheransage kriegen wir vor lauter Aussteigestress nicht mit.
    Dann erfolgt die zweite, sehr sehr laut:
    " Please come back in the bus!" Alle starren uns an. Oh Mist, wir sind gemeint! Irgendwas ist schief gelaufen!
    Ich renne nach vorne zum Schaffner. Nichts ahnend frage ich: "Is this the wrong station?"
    " No, pay"
    Häääääää? Wir haben doch schon beim Einsteigen bezahlt.
    Ich: "I have already paid! "
    Er: "No, pay"
    Ich: " Ok. How much?"
    Er: "Card".
    Was will er? Vielleicht muss ich die Karte noch mal einlesen.
    Inzwischen wird er ungeduldig ( was er eigentlich nicht darf. Er sollte als Japaner immer die Contenance bewahren).
    Mindestens 40, gefühlt Hundert 👀 Augen starren uns an.
    Mann, ist mir das peinlich.
    Wir lesen unsere Karten erneut ein und sind heilfroh, dass das exakt das war, was von uns erwartet wurde.
    10 Minuten später erreichen wir unser Domizil und sind angenehm überrascht.
    Ein nettes Hostel mit geschmackvoller japanischer Einrichtung und einem schönen, geräumigen Zimmer erwartet uns.
    Boah, jetzt müssen wir uns erstmal erholen.
    Also entscheiden wir uns für einen Onsenbesuch.
    Im Allgemeinen versteht man unter Onsen ein Thermalbad, oder einen Ort, der über ein von natürlichen heißen Quellen gespeistes Bad – heutzutage meist für Männer und Frauen getrennt – verfügt.
    Unser Hostel bietet den Luxus eines privaten Onsens, also ein Schwimmbad nur für uns allein, an.
    Wir genießen das heiße Bad, den Ruheraum und den Außenbereich zum Abkühlen. Genau das haben wir jetzt dringend gebraucht!
    Am Abreisetag sehen wir ein junges japanisches Paar beim Frühstück. Schlagartig werden wir uns eines weiteren Fauxpas bewusst: Wir sind nämlich mit den hauseigenen Kimono- Schlafanzügen in den Onsenbereich spaziert, weil wir gedacht haben, es seien die Saunaklamotten.
    Aber ganz ehrlich: Wenn alles nur auf japanisch erklärt und beschrieben ist,
    muss man uns eigentlich solche Fettnäpfchen Tritte nachsehen. 😉
    Abends besuchen wir ein traditionelles japanisches Restaurant.
    Vor vielen Gasthäusern findet man die Speisekarte in Form von Plastik-Gerichten in einer Auslage. Anhand dieser Modelle kann man dann seine Auswahl treffen.
    Hier aber werden wir in eines der vielen Séparées geführt und bekommen einen Laptop, über den wir unsere Essenswünsche eingeben können.
    Die Kellnerin sehen wir nur, wenn sie uns die bestellten Dinge bringt. Ziemlich strange, aber uns wundert eigentlich nichts mehr.
    Beim Betreten eines Restaurants in Japan ist es üblich, sich als Gast die Schuhe auszuziehen.
    Alles Andere wird als extrem unhöflich angesehen. Wir wollen unter keinen Umständen durch Unhöflichkeit auffallen und stellen unsere Schuhe zu den anderen ....und zwar so, dass die Schuhspitzen zur Eingangstür zeigen.
    Keine Ahnung, warum. 🤔
    Äußerst wichtig ist außerdem, dass die Socken keine Löcher haben und die Füße möglicht geruchslos sind.
    Für den Gang zum stillen Örtchen stehen spezielle Toilettenpantoffeln bereit –das heißt, es gibt extra Schuhe fürs Klo. Solltest du also die Tür zur Toilette aufmachen und dort Schlappen sehen, gilt : Straßenschuhe ( sofern du noch welche anhaben solltest) aus – Kloschuhe an!

    Aber!!!!! Vergiss um Himmels Willen NIEMALS die Schuhe beim Verlassen der Toilette wieder zu tauschen! Das ist ein Fettnäpfchen, in das Langnasen (so nennen die Japaner uns Europäer) immer wieder stapfen.
    Doch davor hat mein Bruder mich zu Hause schon gewarnt. Das wird uns nicht passieren!!!!
    Das Essen, das wir auswählen, schmeckt wirklich lecker. Ich habe es sogar geschafft, nur vegetarisch zu bestellen, was in Japan manchmal nicht ganz einfach ist.
    Morgen geht es zurück nach Tokio. Dann treffen wir Lars und Maya für mehrere Tage!
    Ich freue mich schon riesig!👍🙏❤️
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  • Von Nikko zurück nach Tokio

    8 de marzo de 2024, Japón ⋅ ☁️ 9 °C

    Nach einem tollen Frühstück in unserer Unterkunft gönnen wir uns ein Taxi zum Bahnhof.
    Die Plackerei mit dem Bus wollen wir uns nicht noch einmal antun.
    Unser Plan ist auch so schon stressig genug.
    3 Stunden dauert die Fahrt zurück nach Tokio mit dem Schnellzug und diversen U Bahnen.
    Um 14 Uhr wollen wir uns mit Lars mitten in der Stadt zum Shoppen treffen.
    Doch unsere Konzentration ist irgendwann verbraucht. Wir können nicht mehr!!!!
    Das ist unsere Kommunikation vor dem Treffen:
    7.3. Inge: Wie ist denn der Plan für morgen?
    Lars: Es wäre am günstigsten, wenn ihr im Toyoko-Inn eincheckt und dann relativ schnell in die Stadt kommt. Ich bin noch auf der Arbeit und wir wollten ja was einkaufen gehen.
    8.3./08:21 Lars: Wenn ihr schnell eincheckt, den Koffer ablegt und dann gegen 3 in der Stadt sein könntet, wäre das perfekt
    Aber das ist natürlich ein straffer Zeitplan :D
    Inge: Wir geben unser Bestes. Und wir- besonders ich- würden uns auch total freuen, den Nachmittag mit dir zu verbringen ❤️❤️❤️❤️🫶🥰🙋‍♀️
    11:54 Inge: Wir sitzen im Zug nach Tokio.
    Alles läuft bisher nach Plan!

    ABER DANN 😳😢😬

    15:15 Inge: Es klappt nichts mehr. Wir sind am Ende und haben keinen Bock mehr.
    15:16 Lars: Oje, was ist denn passiert?
    Habt ihr euch verfahren? Soll ich euch irgendwo einsammeln?
    15:17 Inge: Wir können nicht mehr!
    15:18 Lars: Wo seid ihr denn? Dann komme ich jetzt da hin und sammle euch ein!
    Ich schicke ein Foto:
    Da sind wir jetzt gelandet!
    15:19 Lars: Och, das ist doch gar nicht so schlimm. Steigt da in die Bahn ein und fahrt Richtung Shibuya
    Dann treffen wir uns da.
    15:21Inge: Ok. Wo sollen wir warten?
    15:22 Lars: Miyamasu-zaka Central Gate.
    Da bleibt ihr einfach stehen, sobald ihr aus der Schranke raus seid und wartet da.
    15:23 Lars: Wenn ihr euch verlauft und an einer anderen Schranke rauskommt, bleibt hinter der Schranke stehen und macht ein Foto davon.
    15:24 Inge : Ok
    15:46 Lars: Der Bahnhof ist ein wenig verwirrend bis zur Schranke, aber ihr könnt euch an der Beschilderung zum Hund (Hachiko) orientieren. 🐕
    Um 16:00 Uhr haben wir es wirklich und wahrhaftig geschafft. Da steht Lars!!!!! - Jetzt ist alles gut🙏👍❤️

    Den Rest des Nachmittags verbringen wir mit Shoppen .
    Außerdem laufen wir noch einmal über die berüchtigte Shibuya Kreuzung und besuchen den berühmtesten Hund Japans ebenfalls weiteres Mal.
    Abends treffen wir uns mit Maya, und gemeinsam gehen wir zum Abschluss des Tages lecker essen: dieses Mal chinesisch! 😉😋

    Die rührende Geschichte vom Hund Hachiko will ich euch auf keinen Fall vorenthalten:

    Es ist Donnerstag, der 21. Mai 1925.
    Am Bahnhof Shibuya im Osten Tokios wartet am Nachmittag ein großer Hund mit cremefarbenem Fell, Ringelschwanz und abstehenden Ohren auf sein Herrchen, so wie jeden Tag. Doch heute hält der Vierbeiner vergebens Ausschau. Sein Halter Hidesaburo Ueno wird nicht kommen - nie mehr.
    Der Professor für Agrarwissenschaft ist plötzlich und ohne Vorwarnung mitten in einer Vorlesung an einer Hirnblutung verstorben.
    Doch Hachiko, so der Name des Hundes, erscheint weiterhin jeden Tag am Bahnhof Shibuya, in der Hoffnung, seinen Menschenfreund zu empfangen – bis zum Ende seines Lebens, fast zehn Jahre lang. Diese ewige Treue macht ihn zum berühmtesten Hund Japans.
    Hachiko wird im November 1923 im Norden des Landes geboren. Sein Züchter bringt das Hundebaby im Januar 1924 nach Tokio zu Professor Hidesaburo Ueno, einem Tierliebhaber, der als Professor für Agrarwissenschaft an der Universität Tokio tätig ist. Der kinderlose Akademiker kümmert sich ausgiebig und liebevoll um Hachi, spricht und spielt mit ihm und füttert ihn. Unter seiner Fürsorge wächst der kleine Hund zu einem kräftigen Tier heran, über 60 Zentimeter groß und mehr als 40 Kilogramm schwer.
    Von Anfang an etabliert Ueno ein tägliches Ritual: Jeden Morgen lässt er sich auf dem Weg zur Arbeit von Hachiko bis zum Bahnhof Shibuya begleiten. Dann steigt er in den Zug zur Universität Tokio – und wenn er nachmittags zurückkommt, wartet sein Hund bereits auf ihn - egal bei welchem Wetter.
    Bis zu jenem verhängnisvollen 21. Mai 1925, als Ueno stirbt.

    In den nächsten Jahren stromert Hachiko, mittlerweile bei Uenos früherem Gärtner untergekommen, immer wieder am Bahnhof Shibuya herum. Gern gesehen ist der Vierbeiner dort zunächst nicht: Manche Fahrgäste überschütten ihn mit Wasser, Jugendliche jagen und treten ihn und besprühen sein Fell mit Farbe.
    Doch Hachiko lässt sich nicht vertreiben: Wehrlos erträgt der arme Hund die Übergriffe und bezieht weiter beharrlich seinen Warteposten an der Bahnstation.

    Im Oktober 1932, sieben Jahre später, erlangt der Bahnhofs - Hund schlagartig Berühmtheit: Ein früherer Student Uenos veröffentlicht in einer Zeitung den bewegenden Artikel " Die Geschichte des traurigen alten Hundes" und rührt damit Leserinnen und Leser zu Tränen.
    Plötzlich wird der treue Hund nicht mehr gequält; stattdessen bringen Fahrgäste ihm Fressen, Kinder wollen ihn streicheln, und aus ganz Japan reisen Menschen an, um diesen ganz besonderen Hund zu bestaunen. Schon bald verkaufen die Geschäfte Hachiko-Kuscheltiere, -Schokolade und Hachiko-Kuchen. Hachiko ist weltbekannt.
    1934 bringt eine öffentliche Spendenkampagne genug Geld für eine lebensgroße Hachiko-Bronzestatue ein. Die Einweihung am 21. April wird zum Spektakel: Vor Tausenden von Schaulustigen hält der Bürgermeister des Stadtteils eine Rede, die grenzenlos live im Radio übertragen wird.
    Im folgenden Jahr, am 8. März, allerdings stirbt Hachiko.
    Fast zehn Jahre hatte er treu auf sein Herrchen gewartet, dabei ging es ihm immer schlechter. Seit einer schweren Krankheit hing sein linkes Ohr kraftlos herab, gehen konnte er nur noch unter großen Schmerzen.
    Am 8. März 1935 wird der Hund tot in einer Straße aufgefunden, in der er bisher noch nie gesehen worden war. Zahlreiche Legenden entstehen - unter anderem die, dass Hachiko in der Nähe von Uenos Grab sterben wollte.
    Seine letzte Ruhe findet der Hund schließlich auf einem Friedhof in Tokio – neben dem Grab seines geliebten Herrchens.

    Bis heute bleibt der Hund unvergessen.Tausende Verehrer aus aller Welt pilgern zu seiner bronzenen Statue, um dort Abschied zu nehmen und seiner zu gedenken.
    Der Platz ist nicht nur ein beliebter Spot bei Touristen, sondern auch für Einheimische ein bekannter Treffpunkt. Wenn sich zum Beispiel junge Leute in Shibuya zum Kino oder zum Einkaufen verabreden, sagen sie oft: »Wir treffen uns beim Hachiko.«

    Hachiko, der berühmteste Hund Japans hatte nur wenige Monate mit seinem Herrchen verbracht – und trotzdem dauerte seine Loyalität zu ihm lebenslang.
    🐕❤️🙏
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  • Das Highlight:Tour mit den Kindern Tag 1

    9 de marzo de 2024, Japón ⋅ ☁️ 6 °C

    9.3.24
    Von unserem Toyoko Inn Hotel brechen wir nach dem Frühstück auf zu Lars und Mayas Wohnung, die ganz in der Nähe liegt.
    Dort packen wir unseren Koffer neu und verstauen das Gepäck in einem kleinen Wagen, den Lars ausgeliehen hat.
    Bis Dienstag sind wir mit den Beiden unterwegs.
    Wir haben keine Ahnung, wo es hingeht. Dieses verlängerte Wochenende haben uns Lars und Maya zu Weihnachten geschenkt.
    Wir sind sehr gespannt und freuen uns unglaublich auf die gemeinsame Zeit!!!
    Die Navigation zum Zielpunkt verläuft multilingual: Das Navi vom Auto spricht Japanisch, Lars Handy redet Deutsch mit uns, und unsere gemeinsame Unterhaltung ist ein Gemisch aus Japanisch, Deutsch und Englisch.
    Lars switcht bei allen Themen souverän zwischen den 3 Sprachen hin und her.
    Unser Ziel ist Hakone, eine Kleinstadt auf der japanischen Hauptinsel Honshū in der Präfektur Kanagawa, nur knapp 100 km von Tokio entfernt.
    Hier startet die Tour, die Lars und Maya geplant haben.
    Sowohl innerhalb als auch außerhalb Japans ist Hakone nicht nur wegen seiner zahlreichen heißen Onsen - es gibt hier mehr als 20 verschiedene Arten von Quellwasser - bekannt.
    Auch die bergige Landschaft und die schöne Lage am Ashi See machen die Region zu einem der erstklassigsten Erholungsgebiete des Landes.
    Im Jahr 1969 eröffnete in Hakone das erste Open-Air-Kunstmuseum in Japan. Und das wollen wir uns natürlich ansehen.
    Es handelt sich um eine Kunstgalerie, die sich zum größten Teil im Freien befindet.
    Die wunderschönen Gärten und weitläufigen Grünflächen inmitten der hügeligen Landschaft machen den Besuch zu einem besonderen Erlebnis:
    Natur und Kunst werden hier auf beeindruckende Art und Weise miteinander verbunden.
    Künstler aus der ganzen Welt stellen auf einer Gesamtfläche von über 70.000 Quadratmetern ihre Werke aus - eines außergewöhnlicher als das andere. Die Sammlung umfasst ein paar der weltweit bedeutendsten Skulpturen und Kunstwerke des späten 19. und 20. Jahrhunderts.
    Eine eigene Picasso Ausstellungshalle präsentiert auf zwei Etagen einige der größten Werke des Künstlers weltweit.
    Leider dürfen davon keine Bilder gemacht werden.
    Und dann sehen wir ihn, den mächtigen Fuji, das Nationalheiligtum Japans.
    Er präsentiert sich in einem Bilderbuchpanorama mit strahlend blauem Himmel.
    Der Anblick ist unglaublich!
    Wir werden ihn an diesem Wochenende noch einige Male bewundern können.
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  • Tag 2

    10 de marzo de 2024, Japón ⋅ ⛅ 7 °C

    Owakudani ist ein weiteres faszinierendes Reiseziel in der Hakone Region, das die bis heute anhaltende vulkanische Aktivität von Hakone eindrucksvoll veranschaulicht.
    Damit starten wir am 10.3. nach dem Frühstück
    Der Ort entstand vor etwa 3.000 Jahren durch die letzte große Eruption des Hakone-Vulkans. Zahlreiche heiße Quellen und Bächlein mit ihren schwefelhaltigen Dämpfen verwandeln die eher karge Landschaft in ein kochendes Tal mit auffallend gelblichem Gestein.
    Die Gegend ist als „Jigokudani“, das " Tal der Hölle" , bekannt. Wegen der vielen weißen und grauen Dunstwolken, die über der gesamten Region aufsteigen, hat man tatsächlich das Gefühl, sich nicht mehr auf der Erde zu befinden. Owakudani gleicht stattdessen mehr einer Mondlandschaft - oder eben der Hölle?!
    1873 änderte die Präfektur den Namen in Owakudani, also
    " großes kochendes Tal“, da man befürchtete, dass der Kaiser und die Kaiserin einen Ort mit dem Namen "Hölle" meiden würden, falls sie für einen Urlaub nach Hakone reisen sollten.

    Überall sehen wir riesige Plakate und Bilder mit schwarzen Eiern. Wir fragen uns, was es damit auf sich hat.
    Maya erklärt, dass es sich um eine Besonderheit der Gegend, nämlich um Kuro-Tamago handelt.
    Das sind ganz normale Hühnereier, die exakt so schmecken wie ein gewöhnlich gekochtes Ei und im Inneren auch so aussehen.
    Jedoch macht die Art der Zubereitung diese Eier zu etwas Besonderem.
    In natürlichem Quellwasser werden sie erst für 60 Minuten bei 80 Grad Celsius gekocht und anschließend noch einmal für 15 Minuten bei 100 Grad Celsius in Stahlkörben gedämpft.
    Das Wasser, in dem sie gegart werden, enthält Schwefel und Eisen, was der Schale ihre charakteristische, schwarze Farbe verleiht.
    Obwohl sie in meinen Augen sehr gewöhnungsbedürftig aussehen und auch ein wenig nach Schwefel riechen, sind die schwarzen Eier für den Verzehr geeignet und der Genuss absolut unbedenklich.
    Im Gegenteil - es wird sogar behauptet, dass der Verzehr eines Eis angeblich die Lebensdauer um bis zu Jahre sieben Jahre verlängert. Ob das der Wahrheit entspricht, bleibt wohl ein Geheimnis. Auf jeden Fall können wir beobachten, wie etliche japanische Besucher ganze Familien-Rationen an Eiern kaufen und mit nach Hause schleppen.
    Kuro- Tamago-Eier gibt es übrigens nur in Owakudani und sonst nirgends auf der Welt.

    Der Ashi-See ist ebenfalls vulkanischen Ursprungs und gehört zum Fuji -Hakone-Izu-Nationalpark.
    Die Ufer des Sees sind größtenteils unbebaut, abgesehen von kleinen Städten im Osten und Norden und einigen Ferienhotels am Seeufer. Zwei Unternehmen betreiben Boote am Südufer und am Nordende des Sees.
    Eine witzige Aktivität in Hakone ist eine Bootstour mit Piratenschiffen nachempfundenen Booten.
    Den Spaß lassen wir uns nicht entgehen und buchen eine Fahrt.
    Der Hakone Schrein - unser nächstes Ziel - ist für das große rote Friedenstor bekannt, einem der bekanntesten Fotospots Japans.
    Viele Besucher aus der ganzen Welt kommen, um den Schrein mit dem malerischen Tor zu besuchen und für eine glückliche Ehe, Wohlstand und Sicherheit auf Reisen zu beten.

    Unser heutiges Quartier für die Nacht ist ein ganz besonderes Hotel in Hakone. Mayas Firma hat es entworfen, und deshalb erhält sie als Mitarbeiterin für den Aufenthalt einen Rabatt.
    Ansonsten hätten wir uns dieses Luxusappartement nicht leisten können!
    Zwei riesige Schlafzimmer mit Betten, die fast so groß sind wie unser gesamtes Zimmer im Toyoko-Inn, ein noch größerer Wohnbereich mit einem Wahnsinnsausblick ins Grüne, eine Küchenecke mit gefülltem Kühlschrank, Mikrowelle, Wasserkocher, diversen Teesorten und Kaffee.
    Ein Badezimmer mit Whirlpoolwanne und eine separate Toilette. Hier wird nicht gewohnt, hier wird regelrecht residiert.
    Wir Vier genießen dieses besondere Ambiente, aber vor allem unser Beisammensein jede einzelne Minute.
    Wie wunderbar, für ein paar Tage Teil von Lars und Mayas Lebens zu sein. Ich bin glücklich und dankbar.

    Zu unserem Aufenthalt gehört auch der Besuch des hoteleigenen Onsen.

    In Japan herrscht eine ausgeprägte Badekultur in heißen Quellen, genannt Onsens, in die ich euch ein wenig einführen möchte.
    Beim Besuch eines solchen Badehauses gelten strenge Umgangsformen und Regeln, die unbedingt beachtet werden müssen.
    Die meisten Einrichtungen haben getrennte Bäder für männliche und weibliche Gäste.
    Also geht Viktor zusammen mit Lars, derweil Maya und ich den Frauen - Onsen besuchen.
    Ich bin heilfroh, dass meine Schwiegertochter mich bei diesem sehr traditionellen Ritual anleitet und begleitet.
    Alleine hätte ich das nicht gekonnt, denn leider sind - wie fast überall - die Erklärungen ausschließlich auf japanisch.
    In den meisten heißen Quellen werden Shampoo, Körperpflegemittel, Kämme und Handtücher zur Verfügung gestellt.
    Jede Duscheinheit ist mit einem eigenen Hocker und Eimer ausgestattet. Auf den Hocker kann man sich setzen und mit dem Eimer oder einer Handdusche warmes Wasser über den Körper sprudeln lassen.
    Nach einer ausgiebigen Waschzeremonie steigt man in die unterschiedlich heißen Bäder und kann darin entspannen.
    Man darf die Anzahl und die Länge der Badeeinheiten auf keinen Fall übertreiben, denn die ganze Prozedur stellt eine ziemliche Herausforderung für den Kreislauf dar.
    Zum Schluss werden in einem Gemeinschaftsraum die Haare geföhnt, die Haut eingecremt und Gesichtsmasken aufgetragen, was das Zeug hält. Wir verlassen den Spa Bereich um 10 Jahre verjüngt!!!🤣
    Ausklingen lassen wir den mit tollen Erlebnissen voll gepackten Tag in unserer Suite.....und ich bin mir absolut im Klaren darüber, dass diese Stunden unseres Zusammenseins etwas ganz Außergewöhnliches und Kostbares sind.
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  • Tag 3

    11 de marzo de 2024, Japón ⋅ ⛅ 13 °C

    Der Mishima Skywalk mit einer Gesamtlänge von 400 Metern ist Japans längste Fußgänger-Hängebrücke. Sie stellt einen idealen Punkt dar, um die spektakuläre Aussicht auf den Berg Fuji, die Suruga-Bucht an der Pazifikküste der Insel Honshū und die Izu-Berge genießen können.
    Damit beginnt für uns Tag 3 der gemeinsamen Zeit mit den Beiden.
    Wir schlendern über die Brücke und beobachten ein wenig die vielfältigen Angebote wie Zip Lining, Segway Fahren und das übrige bunte Treiben rund um die zahlreichen Souvenirstände.
    Dann geht es auch schon weiter zu einem beson­de­res lustigen Punkt unseres heutigen Programms:
    Strawberry Picking - so etwas kann es nur in Japan geben!
    Erdbeeren galten in diesem Land als sehr exklusiv, bis nach dem Zweiten Weltkrieg die Gewächshausproduktion zunahm. Seitdem ist Japan der siebtgrößte Produzent der Welt.
    Wir befinden uns nun in einer Region, die erstklassige japanische All-you-can-eat-Erdbeer Erlebnisse anbietet.
    Nein! Etwas Vergleichbares haben wir wahrhaftig noch nie erlebt:
    Am Eingang bezahlen wir einen festgelegten Betrag, um im Anschluss auf den überdachten
    Feldern einzigartige japanische Erdbeeren zu pflücken und zu verspeisen – frischer geht es nicht. Das All-you-can-eat-picking ist eine sehr beliebte Freizeit Aktivität bei Japanern, egal ob alt oder jung.
    Es gibt unzählige verschiedene Sorten, die bekanntesten unter ihnen tragen Namen wie Koi und Minori. Koi bedeutet Liebe und Minori: Träume sollen wahr werden.
    Doch egal wie sie heißen- sie schmecken alle so wunderbar, dass wir gar nicht aufhören können, diese zuckersüßen Früchte in uns hinein zu stopfen. Keine Ahnung, welche Mengen jeder von uns am Ende der Tour verdrückt hat. Aber mit Sicherheit so viele, dass wir getrost auf das Mittagessen verzichten können.
    Unsere Bäuche sind prallvoll und wir hatten eine Menge Spaß!

    Unter den vielen Sehenswürdigkeiten von Izu ist der Kawazu Nanadaru Park ein absolutes Muss.
    Es gibt sieben Wasserfälle, die sich in den Bergen im Südosten befinden. Der größte von ihnen donnert stattliche 30 Meter tief, der kleinste misst nur 2 Meter und wird deshalb „Krabbenwasserfall“ genannt.
    Ein beschaulicher Wanderweg führt etwa einen Kilometer durch den Wald vorbei an schwarzen Basaltfelsen, die mit leuchtend grünen Pflanzen und Moos bedeckt sind, über verschiedene Holztreppchen und kurze Hängebrücken. Vor dieser Kulisse ist jeder einzelne Wasserfall auf seine eigene Art schön, und wir können gar nicht aufhören, Fotos von allen Seiten und aus sämtlichen Perspektiven zu knipsen.

    Nach der Wanderung machen wir uns auf den Weg zu unserem letzten Hotel. Es ist ein echtes japanisches Ryokan.
    Diese traditionellen Unterkünfte folgen auch heute noch immer einem altehrwürdigen Verhaltenskodex. Vom Ausziehen der Schuhe am Eingang bis hin zum Schlafen auf Futons auf dem Boden - es gibt unzählige Rituale, die befolgt werden sollten.
    Mit dem ersten Schritt in ein Ryokan taucht man augenblicklich in ein Japan einer anderen Zeit. Gastfreundschaft sowie das Bewahren alter Traditionen werden hier immer noch großgeschrieben.
    Eine Reihe von Bediensteten erwartet bereits unsere Ankunft, es erfolgt die obligatorische, kollektive Verbeugung vor den anreisenden Gästen.

    Im sehr traditionell gestalteten Eingangsbereich dürfen Maya und ich uns aus einem großen Angebot herrlichster
    Yukata das Gewand aussuchen, was uns am besten gefällt.
    Yukata ist eine Art Kimono aus leichtem Baumwollstoff, den in einem Ryokan jeder Gast erhält. Man kann ihn während des gesamten Aufenthalts tragen.
    Der Name Yukata bedeutet Badetuch und weist auf seine ursprüngliche Funktion hin.
    Ähnlich einem Bademantel oder Morgenmantel im Westen wurden sie anfänglich von Badegästen im Onsen-Bereich getragen.
    Was aber ist der Unterschied zu einem Kimono?
    Kimonos bestehen aus wertvollen Stoffen wie Leinen, Hanf oder Seide und sind normalerweise kunstvoll verziert, wohingegen ein Yukata aus leichteren Stoffen hergestellt wird, einfacher anzuziehen ist und daher viel häufiger bei weniger formellen Anlässen getragen wird.
    Einen Yukata kann man nicht nur im eigenen Zimmer anziehen. Insbesondere in Onsen-Städten sieht man immer öfter Leute bei einem abendlichen Spaziergang im Yukata durch die Gassen schlendern.
    Die Trageweise ist nicht beliebig, sondern unterliegt festen Bestimmungen. Die rechte Seite wird nur zum Anlass einer Beerdigung nach oben geschlagen. Deshalb sollte man diese Variante beim Anziehen unbedingt vermeiden, denn sie könnte schnell als respektlos interpretiert werden.
    Zusätzlich zum Yukata gibt es noch eine dünne Jacke, die Hanten oder Chabaori heißt und über dem langen Gewand getragen wird. Dadurch wirkt das ganze Erscheinungsbild noch vornehmer, außerdem sorgt es für etwas mehr Wärme an kühlen Abenden.

    Die Räume in traditionellen Ryokans sind üblicherweise mit Tatamimatten ausgelegt, und die Betten sind Futons auf dem Boden. Allerdings gibt es mittlerweile auch modernere Ryokans mit niedrigeren Betten vorwiegend für Europäer, die oft Schwierigkeiten mit dem Schlafen auf dem Boden haben. 😉
    Auch wir erhalten " richtige" Betten. 🙏

    Trotz aller Traditionen gibt es in jedem Zimmer einen Fernseher, W-Lan, eine Klimaanlage, einen Wasserkocher und eine beheizte Klobrille. (dazu mehr in einem der nächsten Blogs).
    Ein eigenes Bad ist im Ryokan eher selten, statt dessen findet man Gemeinschaftsbäder und
    Onsen-Bereiche, in denen man sich am Abend duschen und entspannen kann.

    Frühstück und/oder Abendessen sind im Ryokan Aufenthalt meist inbegriffen und werden als “Kaiseki” – einer Abfolge von sorgfältig arrangierten einzelnen Gängen in einem gemeinsamen Speisesaal serviert.
    Unser Abendessen besteht aus einem 7- Gänge Menü......so etwas habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht gesehen.
    Bei jedem Gang sind wir aufs Neue überrascht von den Feinheiten der japanischen Küche und der filigranen Art, jedes noch so kleine Häppchen zu drapieren und dekorieren.
    Die Kellnerin erklärt jeden Schritt detailliert bis zur kleinsten Sojabohne......leider auf japanisch. Wir verstehen kein Wort, nicken aber zusammen mit Maya und Lars im gleichen Rhythmus.

    Nach diesem exquisiten Mahl ( mehr als 2 Stunden haben wir gespeist) hat jedes Paar eine Stunde Zeit für den Besuch eines der schönen privaten Onsens.
    Der einzige Wermutstropfen an diesem Tag ist, dass ich trotz aller Warnungen vergesse, die Kloschuhe auszuziehen und mit ihnen durch das gesamte Hotel bis zum Rezeptionsbereich marschiere.
    Doch die Japaner, die es bemerken ( und das sind bestimmt einige, weil die hässlichen Schuhe eine auffällig rote Markierung haben- die ich aber mit meiner Rot-Grün Farbenblindheit nicht erkenne 😬) bewahren ihr Gesicht und verziehen keine Miene.
    Dass ausgerechnet mir so was passieren muss.....wie peinlich!

    Bei einem Gläschen Bier aus dem gut bestückten Kühlschrank lassen wir den wunderschönen Tag ausklingen.
    Wieviel Mühe haben sich Lars und Maya gegeben, diesen Aufenthalt unvergesslich für uns zu machen.
    ❤️❤️❤️
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  • Tag 4

    12 de marzo de 2024, Japón ⋅ 🌧 13 °C

    Am Tag 4 unserer kleinen Reise schlägt das Wetter um.
    Hatten wir die letzten Tage ungetrübten Sonnenschein bei strahlend blauem Himmel ( so ein Glück), schüttet es heute leider wie aus Eimern.
    Also müssen die Pläne für den Tag geändert werden.
    Nach einem tollen Frühstück treten wir die Rückreise Richtung Tokio an.
    Das Pola Museum of Art liegt auf der Strecke und eignet sich hervorragend als Alternativprogramm bei diesem Wetter.
    Es handelt sich um ein Kunstmuseum in einem Ortsteil der japanischen Stadt Hakone.
    Noch wenige Kilometer vor unserem Ziel haben wir keine Ahnung, welches Juwel sich hinter diesem Programmpunkt versteckt.
    Das Gebäude selbst wurde geschickt in den Hang eines Hügels integriert, auf dem es regelrecht thront.
    In Fünf Galerien können wir beeindruckende Werke von Monet, Picasso, Degas, Cezanne, van Gogh, Renoir und anderen impressionistischen Malern
    sowie zeitgenössische japanische Kunst bestaunen.

    Am späten Nachmittag erreichen wir Tokio.
    In der Wohnung packen wir noch einmal unseren Koffer neu für die letzten Tage in der großen Stadt und Kusatsu, wohin wir am Wochenende mit Lars zusammen noch eine letzte Tour unternehmen wollen.
    Ein Riesen Dankeschön an Maya und Lars für dieses wunderbare Geschenk mit so vielfältigen, abwechslungsreichen Eindrücken und Erlebnissen und die gemeinsame Zeit, die wir mit euch verbringen durften.
    Wir werden sie niemals vergessen.
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  • Tokio und ein Kuriosum von Japan

    13 de marzo de 2024, Japón ⋅ 🌬 13 °C

    Wir sind in der letzten Woche unseres Japan - Aufenthaltes angekommen.
    Die beiden nächsten Tage verbringen wir wieder in Tokio, bevor es am Wochenende noch einmal zu einem Ausflug mit Lars nach Kusatsu geht.
    Mitten in der japanischen Hauptstadt befindet sich eines der wohl bekanntesten Gebäude des Landes, der Wohnsitz vom japanischen Kaiser.
    Das ist unser heutiges Ziel.
    Allerdings beschränkt sich der Besuch auf die große Garten - Außenanlage.
    Wer den Kaiserpalast selbst besichtigen möchte, muss sich auf der offiziellen Seite der „Imperial Household Agency“ über Termine informieren. Die sind in der Regel jedoch sehr schnell ausgebucht - für Ausländer ist es nahezu unmöglich einen zu bekommen.

    Das Areal, das komplett von einem flussartigen Wassergraben umgeben wird, ist sehr weitläufig.
    Am Eingang findet eine Zugangskontrolle statt, bei der Taschen und Rucksäcke ( flüchtig) inspiziert werden.
    Der Eintritt ist frei, und zu zwei Uhrzeiten am Tag werden auch Führungen durch den Garten auf Englisch angeboten.
    Die kaiserliche Residenz befindet sich auf dem Gelände der ehemaligen Burg Edo.
    Damals, im 12. Jahrhundert, wurde Tokio noch Edo - wörtlich übersetzt „Flusstor oder -mündung“ ,genannt.
    Die Hauptburg, sie galt als größte ihrer Zeit, wurde 1638 errichtet, brannte aber 1657 bei einem Feuer nieder und wurde nie wiederaufgebaut. Heutzutage sind von ihr nur noch Wassergräben, Parks, massive Steinwälle und Wachhäuser übrig.
    Die benötigte man, da der Kaiser rund um die Uhr von einer ganzen Armee von Soldaten beschützt wurde.
    In einer solchen Baracke sollen bis zu 100 Soldaten geschlafen bzw. sogar gewohnt haben.
    Ein paar von ihnen kann man immer noch von außen besichtigen.

    Heute gilt das große, viele Gärten und große Anlagen umfassende Gelände des kaiserlichen Palastes in Tokio als teuerste Immobilie der Welt. Während der Boomzeit in den 1980er und 90er Jahren behauptete man sogar, sie sei so viel Wert wie der ganze US-Bundesstaat Kalifornien.
    Wir verbringen ein paar Stunden in dem beschaulichen Park.

    Dann muss ich zur Toilette!
    Und diese Story will ich euch auf keinen Fall vorenthalten!
    Japan ist bekanntermaßen für viele der Inbegriff von Futurismus. Noch niemals zuvor waren wir in einem Land, in dem so viele Dinge automatisiert ablaufen wie hier.
    Spätestens, wenn du das erste Mal eine japanische Toilette siehst, wirst du verstehen, wovon gesprochen wird.
    Japans Toilettenkultur ist zweifellos einzigartig!
    Selbst die bescheidensten öffentlichen Anlagen in Tankstellen oder Fastfood-Restaurants sind komplett elektronisch ausgerüstet und ein Wunder an anspruchsvoller Hygiene.
    Betritt man eine solche Toilette, traut man schnell weder seinen Augen noch Ohren.
    In den meisten öffnet sich schon beim Eintreten automatisch - wie von Geisterhand - der Klodeckel.
    Alles ist blitzsauber - kein Wunder, denn die Toiletten werden nach jeder Benutzung desinfiziert.
    Ich lasse mich auf der Klobrille nieder, und springe im gleichen Augenblick entsetzt wieder auf!
    Der Sitz ist warm, was eigentlich angenehm ist.
    Doch im ersten Moment erschrickt man, denn auf so etwas ist man nicht vorbereitet!
    Eine unglaubliche Tastatur - wie im Cockpit eines Flugzeuges - wirkt einfach nur erschreckend!
    Es existieren unzählige Knöpfe und Symbole, die entweder an der Seite der Toilette oder an einem separaten Kasten angebracht sind. Die Nutzung hier überfordert einen komplett - da die Beschriftungen natürlich nur in japanisch sind (zusätzliche Symbole und Zeichnungen sind leider auch nicht immer eindeutig zu verstehen).
    Und ob ihr es glaubt oder nicht - japanische Toiletten können sogar sprechen und Geräusche abspielen.

    Doch warum ist das so? Genante Japanerinnen haben früher immer das Wasser der Handwaschbecken laufen lassen, um so die Geräusche beim Toilettengang zu überspielen. Dies war natürlich eine unglaubliche Wasserverschwendung. Also hat man Töne in der Toilette eingebaut, die von den wahren Vorgängen auf dem stillen Örtchen ablenken.
    Es gibt eine umfangreiche Geräusche - und sogar Musikauswahl mit bekannten und weniger bekannten Melodien.
    Außerdem findet man mindestens 5 verschiedene Spülvorrichtungen und eingebaute Düsen zum Waschen und Trocknen des Hinterteils der Benutzer.

    Zuweilen gibt es noch eine Besonderheit auf den Damentoiletten. An den Wänden der Kabinen sind zusätzliche winzige Sitze angebracht. Darin können kleine Kinder platziert werden, damit sie nicht auf dem Boden herumkrabbeln, während die Mütter auf dem Klo sitzen.
    Eigentlich ganz praktisch, oder?

    Und falls irgendein Notfall eintreten sollte:
    Der rote Knopf mit einem Punkt in der Mitte ist der Stop Button. Er schaltet alle Funktionen aus, nur für den Notfall, dass mal alles schief laufen sollte!
    Doch leider löst er auch einen fürchterlichen Alarm aus, der meilenweit nicht zu überhören ist.
    Unglücklicherweise mache ich auf der Toilette im kaiserlichen Garten Bekanntschaft mit diesem Emergency Button.
    Wie schon erwähnt, sind die Beschriftungen fast immer ausschließlich auf japanisch.
    Wenn es gut läuft, gibt es einen Pfeil oder einen roten Kreis um den Knopf für die Abspülfunktion. Fehlt dieser Hinweis, ist es eine Frage des Glücks, ob man den richtigen Schalter erwischt.
    Ich hatte leider Pech und löse ein Ohren betäubendes Signal aus, mit dem ich die Aufmerksamkeit des gesamten Park Publikums auf mich ziehe.
    Der Wachmann, der sogleich angespurtet kommt, scheint "Not amused " zu sein.
    Aber ganz ehrlich, dann sollen sie bitte wenigstens diesen einen Knopf zum Abspülen auf Englisch kennzeichnen. Sonst müssen sie sich über ausgelöste Fehlalarme nicht wundern.

    Noch ein kleiner Nachtrag:
    Der deutsche Filmemacher Wim Wenders, dessen Liebe zu Japan bekannt ist, drehte mit " Perfect Days " einen Film über einen Toilettenreiniger in Tokio.
    Es ist ein schöner, sehr ruhiger 🎥 Film und eine echte Hommage an Japan.
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  • Sightseeing Tour und Dies und Das

    14 de marzo de 2024, Japón ⋅ ☀️ 15 °C

    Heute unternehmen wir eine Sightseeing Tour durch Tokio. Mit dem roten Hop On - Hop Off Doppeldecker - Bus erhält man einen kleinen Einblick in das bunte Treiben der gigantischen Stadt.
    An jeder Haltestelle auf der festgelegten Strecke können wir nach Belieben aus - und wieder einsteigen, um die interessantesten Sehenswürdigkeiten anzuschauen.
    Und während Viktor und ich bei strahlend blauem Himmel eine schöne Tour erleben, will ich euch noch ein paar Dinge über Land und Leute erzählen.

    Japaner sind Meister des Powernaps. Vor allem U-Bahnen sind dafür besonders beliebt. Egal, ob im Sitzen oder sogar im Stehen. Man hat den Eindruck, die Japaner können einfach überall schlafen. 😴
    Durch das hohe Arbeitspensum sind sie fast ständig übermüdet. Aus diesem Grund wird jede freie Minute für ein Nickerchen genutzt.
    Um die Schlafenden nicht zu stören, gilt generell die Regel in U-Bahnen: Telefonieren ist nicht erlaubt - und da halten sich wirklich alle dran.

    In Japan gibt es mehr Haustiere als Kinder.
    Wer kein eigenes Haustier hat, kann in einem Katzen-, Hunde- oder Igel Café sein Lieblingstier streicheln - gegen Bezahlung natürlich!

    In der gesamten Stadt findet man so gut wie keine Abfalleimer. Die meisten Japaner nehmen ihren Müll mit nach Hause und entsorgen ihn dort.
    Der Grund dafür waren
    mehrere terroristische Giftgasanschläge in Tokio.
    Danach wurden sukzessive nahezu alle Mülleimer in ganz Japan abgebaut und auch nicht wieder angebracht.

    In keinem Land der Welt wird so wenig gemordet, geraubt und gestohlen wie in Japan. Aber bei Schirmen scheinen diese Regeln vollkommen außer Kraft gesetzt zu sein. Hier wird geklaut, was das Zeug hält. Deswegen gibt es in Japan etwas ganz Kurioses. Abschließbare Schirmständer. In Malls und vor großen Sehenswürdigkeiten findet ihr riesige Boxen mit kleinen Fächern, wo man seinen Regenschirm hineinstellen und mit einem kleinen Schlösschen sichern kann.

    Die Nase in der Öffentlichkeit zu putzen gilt als unfein. Lieber zieht man sie - gerne auch sehr geräuschvoll - so lange hoch, bis man ungestört ein Taschentuch zücken kann. Bei uns ist es lustigerweise genau andersherum.

    Lautes Schlürfen der beliebten japanischen Nudelsuppen gilt als normal bzw. ist sogar erwünscht!
    Geräuschvolles Essen mit inbrünstigem Schmatzen wird als Zeichen interpretiert, dass es besonders gut schmeckt.
    Hier kann man sich jetzt also nach all den Regeln und Einschränkungen richtig gehen lassen.

    Dinge, die einem gereicht werden (auch Geldscheine und Kreditkarten) nimmt man immer mit beiden Händen entgegen. Das kann besonders beim Einkaufen schon einmal eine echte Herausforderung darstellen.
    Man hält ja schon die Artikel in den Händen, die man gekauft hat.
    Die muss man dann kurz absetzen, denn mit dieser Geste erweist man dem Gegenüber seinen Respekt.

    Herzliche Umarmungen, Küsschen oder sonstiger Körperkontakt sind in Japan in der Öffentlichkeit weitestgehend tabu. Anders als in westlichen Ländern reicht man sich in der Regel zur Begrüßung und zum Abschied nicht die Hand, sondern vollführt eine Verbeugung, die von einem einfachen Kopfnicken bis zu einer tiefen Verbeugung in einen Winkel von bis zu 45 Grad reichen kann.
    Hierbei sollen die Arme nicht irgendwo planlos herumbaumeln, sie gehören mitsamt den Händen flach an die Seite des Körpers gelegt; der Rücken bleibt gerade und wird aus der Taille heraus gebeugt.
    Frauen ist es auch erlaubt, die rechte über die linke Hand auf den Oberschenkeln abzulegen.
    Das muss ich erst einmal üben, klingt im Moment noch nach einer herausfordernden Koordinationsübung.
    Sollte man mit einer Gruppe von Japanern zusammenkommen, so gehört es sich, jedem einzelnen Mitglied der Gruppe eine Verbeugung zukommen zu lassen.
    Und auch hier gibt es Regeln. Üblicherweise verbeugt sich der
    „Rangniedrigere“ tiefer. Also:
    Jüngere verbeugen sich vor Älteren.
    Frauen verbeugen sich vor Männern. 😬
    Schüler verbeugen sich vor Lehrern.
    Gastgeber verbeugen sich vor den Gästen.
    Verkäufer verbeugen sich vor dem Käufer.

    Dieses typisch japanische Ritual erscheint uns Europäern vielleicht als unterwürfig und übertrieben. In Japan wird die Geste aber keinesfalls negativ bewertet, sondern drückt Achtung und Respekt vor dem Gegenüber aus.

    Ich könnte noch seitenlang weiter erzählen, doch irgendwann am späten Nachmittag ist unsere Busreise zu Ende und irgendwann wird zu viel Information auch langweilig!

    Am Abend sind wir bei Maya und Lars zum Abendessen eingeladen.
    Der Koffer muss noch ein letztes Mal umgepackt werden, denn morgen unternehmen wir eine weitere Wochenendtour mit Lars!
    Ich freue mich schon sehr darauf!
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  • Kusatsu

    15 de marzo de 2024, Japón ⋅ ☀️ 9 °C

    Freitag Morgen kommt uns Lars zu einer weiteren Tour beim Hotel abholen.
    Nur ungefähr drei Stunden von der Großstadt Tokyo entfernt befindet sich die kleine Stadt Kusatsu. Sie liegt mitten in der Natur und bietet einen perfekten Ausflugsort, wenn man heiße Quellen liebt.
    Im Zentrum der malerischen Ferienstadt befindet sich das Wahrzeichen von Kusatsu, die Thermalquelle Yubatake.
    Vom ersten Moment an weht uns ein fauliger Schwefel-Geruch um die Nase, an den wir uns wohl gewöhnen müssen.
    Das Quell-Wasser in Kusatsu ist mit einem PH Wert von 2.1 ziemlich sauer und besitzt dadurch eine starke antibakterielle und therapeutische Wirkung.
    Pro Minute fließen 4.000 Liter Wasser durch die Kanäle des Örtchens.
    Am Ende rauscht es als Wasserfall in ein türkises Becken.
    Wir umkreisen das duftende Feld und entdecken mehrere Bassins, die von Touristen belagert werden. An einigen Stellen sind Sitzgelegenheiten eingerichtet, so dass man seine Füße ins warme Bad halten kann. Eine unglaubliche Wohltat, nachdem wir in den letzten Tagen so viele Kilometer zu Fuß unterwegs waren.

    Die Wassertemperatur von Kusatsu Onsen ist extrem hoch und damit viel zu heiß zum Baden.
    Doch würde die Qualität des Quellwassers leiden, wenn einfach kaltes Wasser zugeführt würde.
    Aus diesem Grund wurde in Kusatsu eine besondere Methode entwickelt, die mit dazu beigetragen hat, den Ort berühmt zu machen.
    Im Onsen-Haus Netsu-no-Yu schauen wir uns diese uralte Tradition an.
    5 Frauen im Kimono betreten den großen Raum und beginnen, zu japanischer Musik zu tanzen und zu singen.
    Im absoluten Gleichklang bewegen sie die langen und mit Sicherheit auch schweren Bretter rhythmisch rührend durch das Becken.
    Durch diese Methode soll die Wasser-Temperatur heruntergekühlt werden, so dass man anschließend darin baden kann.
    Yukata-Bademäntel können in einer öffentlichen Badeanlage in der Nähe des Yubatake ausgeliehen werden. Bei den über 600 verschiedenen Yukata- und Obi-Gürtel-Kombinationen für Frauen gibt es zahlreiche hübsche bunte Designs, die von den Besucherinnen des Ortes stolz getragen werden.

    Der Aufenthalt in einem der vielen Ryokan ist in Kusatsu ein Muss!
    Kaum etwas ist entspannender als ein heißes Bad in einem der vielen Onsen.
    Unser Ryokan-Hotel besitzt auch einen privaten Badebereich, den wir natürlich besuchen.
    Statt in Betten schlafen wir dieses Mal auf Futons.
    Und jeden Abend vollzieht man das gleiche Ritual: Der Tisch wird beiseite geschoben, die Futonmatten aus den Wandschränken geholt und zu Betten ausgerollt.
    Am Morgen wiederholt sich alles in umgekehrter Reihenfolge, so dass Tisch und Sitzkissen für den Tag bereit stehen.

    Zum Abschluss des Tages trinken wir in unserem Zimmer noch ein paar kühle Bierchen und quatschen bis spät in die Nacht.
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