• Ila Richter
  • Ila Richter

Costa Rica

A 31-day adventure by Ila Read more
  • Trip start
    January 25, 2025

    Seit 11 Tagen in Costa Rica

    January 26, 2025 in Costa Rica ⋅ 🌙 18 °C

    Bereits 11 Tage sind wir nun unterwegs, und was für eine abenteuerliche Reise das bisher war! Der Start war mit Abstand der holperigste, den ich je erlebt habe. Unser Abenteuer begann in Frankfurt, wo wir einen Tag vor dem Abflug ankamen, voller Vorfreude darauf, die Stadt ein wenig zu erkunden und am nächsten Morgen rechtzeitig am Flughafen zu sein.

    Doch nach dem Check-in im Herzen der Stadt wartete eine Überraschung auf uns: unser Hotelzimmer. Es war alles andere als das, was wir uns erhofft hatten – anscheinend steckte es irgendwo noch in der Renovierungsphase. Bild dazu: Chaos pur! 😅

    Ein paar Tage später, angekommen in Uvita, der malerischen Küstenstadt Costa Ricas, dachten wir, die schlimmsten Pannen seien vorbei. Doch weit gefehlt! Am Abend standen wir tatsächlich im Regen – und ich meine das im wahrsten Sinne des Wortes. Weder der Eigentümer noch der Verwalter unseres B&B waren zu erreichen. So standen wir also, im Dunkeln und im strömenden Regen, an einem einsamen Strand in Costa Rica, während die Wellen uns im Takt bemerkten. Ein Abenteuer der besonderen Art – ganz ohne Check-in!

    Nach diesen ersten 11 Tagen kommt die Frage auf: Was bleibt von diesem so oft gepriesenen, exotischen Land? Wo ich doch vorhatte, keinen Blog zu schreiben...

    Letztlich ist es eine Menge! So viele Eindrücke, ganz verschiedene Erlebnisse – und das alles gepaart mit einer guten Portion Humor über unsere Pannen. Vielleicht ist es an der Zeit, die Worte niederzuschreiben, um meine Gedanken und Erlebnisse zu teilen. Dann könnte es tatsächlich ein interessanter Blog werden – und vielleicht wird Costa Rica auch noch zu einer tiefen, unvergesslichen Erfahrung! 🌴✨
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  • San José oder eben pura vida!

    January 27, 2025 in Costa Rica ⋅ ⛅ 19 °C

    Nach fast 20 Stunden Reise war es endlich soweit: Ich bin in San José angekommen! Die Hauptstadt Costa Ricas wird oft als wenig attraktiv beschrieben, um nicht zu sagen, dass sie an der Grenze zur Hässlichkeit kratzte. Aber überraschenderweise änderte sich meine Perspektive, als ich an einer geführten Tour mit einem Guide teilnahm. Die Stadt begann, sich in einem ganz neuen Licht zu zeigen.

    Vor dem Nationalmuseum treffe ich Arne, meinen Guide. Wir stehen vor einem wirklich faszinierenden Gebäude – zwar nicht das schönste, doch das umweltfreundliche Nachbargebäude zieht sofort alle Blicke auf sich. Es produziert weniger CO₂, als es an Sauerstoff benötigt und beherbergt heute die Regierung der Hauptstadt. Arne versteht es, die Geschichte Costa Ricas auf lebendige Weise zu erzählen, und schon bald richte ich meine Aufmerksamkeit auf seine faszinierenden Erzählungen.

    Einige Tage später in Corcovado werde ich von einem einheimischen Guide erfahren, dass es auch andere Perspektiven auf die Geschichte und die politische Entwicklung Costa Ricas gibt. Nach ein wenig Recherche und mit Hilfe von Google habe ich mein persönliches Fazit aus Arnes Erzählungen gezogen:

    Costa Ricas Bevölkerung hat wirklich Glück gehabt. Zunächst einmal war das Land für die Spanier wenig reizvoll, sodass es nicht mit der brutaleren Form der Kolonialisierung konfrontiert wurde. Die Unabhängigkeit kam ohne großen Kampf, und die blutigen Auseinandersetzungen des Bürgerkriegs dauerten lediglich 44 Tage, während der Revolution nur einen Tag. Selbst die Diktaturen konnten relativ schnell überwunden werden, da es meist klügere Köpfe – oft Lehrer – waren, die das Land regierten. Der Kommunismus hatte keinen richtigen Fuß gefasst und machte der Demokratie Platz. Das Militär wurde abgeschafft, Bildung wurde als Grundpfeiler der Gesellschaft etabliert, und der Umweltschutz wurde zum Schwerpunkt der Entwicklung. All das machte Costa Rica zu dem, was es heute ist: einem wirtschaftlich stabilen Land mit einer soliden Währung. So viel zur Theorie… Ich kann nicht anders, als an Deutschland zu denken, und ein wenig Neid kommt auf.

    Auf den Spuren der Deutschen, die hier im frühen 19. Jahrhundert ihr Geschäft betrieben, folge ich Arne durch die Stadt. Inmitten der Fußgängerzone entdecke ich Häuser, in denen einst die Familie Knöhr Kleidung verkaufte. Ein anderes Gebäude beherbergt heute das beste Café der Stadt sowie eine kleine Schokoladenmanufaktur, betrieben von einem Belgier. Kaum betreten wir den Raum, strömt der verführerische Geruch von Kakao an uns heran – einfach himmlisch! 😋

    Arne, in San José geboren, teilt leidenschaftlich die Gewohnheiten und Lebensweisen seiner Landsleute mit uns. "Pura Vida!" – ein Ausdruck, der hier für Hallo, Wie geht’s? und Danke steht. Ursprünglich stammt dieser Begriff von einem amerikanischen Schauspieler aus den 50er Jahren, der in Costa Rica beliebt war. Er nahm das Leben nicht allzu ernst und genoss es in vollen Zügen. Die Costa Ricaner waren so begeistert von dieser Einstellung, dass sie sie verinnerlichten und beschlossen: „So sind wir auch, und so möchten wir bleiben. Pura Vida!“

    Am Ende der Tour erreichen wir den Mercado Central der Stadt. Die Gruppe war klein und zusammen mit den anderen Mädels beschließe ich, noch etwas essen zu gehen und die Zeit in dieser lebhaften Umgebung zu genießen. Pura Vida! 🌟
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  • Uvita

    January 30, 2025 in Costa Rica ⋅ ⛅ 28 °C

    Wegen des Wetters haben wir kurzfristig unsere Route verändert. Anstatt nach La Fortuna sind wir zu der südlichen Pazifikküste gefahren. Unterwegs mussten wir die berühmte Brücke passieren, unter der sich Krokodile horten. Ein Megaerlebniess !!!
    Wie schon erwähnt bei Ankunft am Abend konnten wir die gebuchte Unterkunft nicht beziehen weil wir den Eigentümer nicht kontaktieren konnten. Das ist uns echt zum ersten Mal passiert. Egal, wie immer letzten Endes ist alles gut gegangen. Haben einen adäquate Lösung gefunden.
    Unsere gebuchte Unterkunft haben wir eben einen Tag später bezogen. Volltreffer. Uvita hat nicht nur für die Surfer viel zu bieten. Bahia de Ballena, die neh liegende Wasserfälle und der Strand sind sehr zu empfehlen. Am Strand konnten wir Leguane beobachten, relaxen ....
    Pura vida...
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  • Corcovado

    February 1, 2025 in Costa Rica ⋅ ☁️ 24 °C

    Corcovado war schon in Deutschland einer meiner Ziele in Costa Rica. Der Park ist der einzige in dem die Wanderung nur mit einem Guide erlaubt ist. Wir haben beschlossen am Rande des Parks 3 Nächte zu wohnen. Was in jeder Hinsicht günstiger war. So lebten wir fast im Park und ließen die Tiere zu uns kommen. Hat auch gewisse Massen funktioniert. Vor Ort haben wir in unserem "Garten " Tukane, Affen und ganz viele bunte Vogel beobachtet.
    Eines Tages machte ich Tour in den Jungel mit dem 17 jährigen Sohn unseres Gastgeber Carlos. Auch wenn wir außer einem schlafenden Faultier und paar Vögeln nicht viele Tiere sehen können war der Weg sehr abenteuerlich. An den Nachmittagen brachte uns Luis - unsere Gastgeber die praktische Umsetzung der theoretisch perfekten Welt in Costa Rica nahe.
    In den 70 Jahren wurde den in Corcovado lebenden Menschen ein wenig Geld für ihre Pflanzen geboten ( das Land gehörte den meistens nicht) und sie wurden umgesiedelt. Die damalige Regierung hat mit der Wiederaufbau der Natur begonnen und unter anderem angefangen den Corcovado Nationalpark zu gestalten.
    Mitten der 80 waren viele der Einwanderer zurück gekehrt. Die meisten suchten nach Gold. Heute ist Goldsuche in Costa Rica verboten.
    Diesmal wurden sie mit Gewalt von dem Grund vertrieben und landeten in Gefängnisen. So auch unsere Gastgeber. In Rahmen viele internationale Projekte öffneten sich jedoch für so mancher Costaricaner Chancen zu studieren oder aber an den Projekten mitzuarbeiten. Auch deutsche Firmen wie Bayer zeigten Interesse an der Wirkung vielen in Costa Rica heimischen Pflanzen. Meisten allerdings um die dann künstlich zu erstellen. Der Tourismus begann zu wachsen. Luis wurde mit der Zeit Guide in Corcovado Nationalpark. Das Geld was er verdiente war gut. Die Touristen sollten einen guten Eindruck von Costa Rica mit nach Hause nehmen. Was er denn Touristen allerdings nicht erzählen dürfte war, das sehr wohl Korruption gab. Genauso wie Kriminalität. Natürlich sagt man von Costa Rica, dass es die Schweiz der Mittelamerika ist. Klar, weil zum Vergleich Länder wie Nicaragua, Honduras, Kolumbien ect... stehen. Die Steuern sind sehr hoch und die Straßen trotzdem grottenschlecht. Auf manche OP's würde man 3 Jahre warten müssen. Manchmal sterben die Menschen während dessen....
    Handeln wäre hier zu Lande nicht gut gesehen, lassen wir uns belehren. Deshalb bezahlen wir, ohne zu handeln den überteuerten Preis sowohl für die sehr spartanisch eingerichtete Bleibe als auch für die Führung. Der 17 jährige gab in seiner süßen Naivität selbst zu, dass er natürlich nicht so viel über die Natur erzählen kann wie ein Guide, den man in der Stadt engagiert. Hatte aber fast den doppelten Preis genommen und mich darauf hingewiesen, daß ich ihn nur für 5 Stunden gebucht habe. Ehrlich gesagt war mir der Einblick in das Leben der einheimischen Bevölkerung viel wertvolle als den Besuch im Park selbst. Unsere Gastgeber wohnten mit uns auf dem selben Grundstück. In seiner Freizeit machte unsere Gastgeber Möbeln aus Holz und Schmuck aus Stein. Sehr interessant.
    Interessant war es auch alle die Häuser hinter den Gitter zu sehen....
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  • Monteverde

    February 5, 2025 in Costa Rica ⋅ 🌙 18 °C

    Eigentlich wollten wir noch den Manuel Antonio Nationalpark besuchen. Leider war er an dem Tag wo wir vorbei gekommen sind geschlossen. Zu warten hatten wir keine Lust. So sind wir recht direkt nach Monteverde gekommen. Am Abend war noch eine geführte Nachtwanderung möglich. Das kann ich jedem empfehlen. Sehr viele Tiere sind eben nachtaktiv. Tagsüber hat man also keine Chance sie zu sehen. Unsere Guide wusste genau, wo er hinläuchten soll. Auch wenn wir nicht geschafft haben von allen ein Foto zu machen gesehen haben wir viele.Read more

  • Santa Elena

    February 6, 2025 in Costa Rica ⋅ ☁️ 20 °C

    Santa Elena liegt ca 1500 m über das Meeresspiegel. Jede Nacht ist hier der Wind so stark, dass wir kaum schlafen können. Es ist auch deutlich Kühler als unten am Strand. 6 km entfernt liegen die Eingänge zu den Nationalparks. Was die fühle der Wildtiere die man sehen und beobachten kann sind wir enttäuscht. Die Flora hingegen kann sich durchaus sehen lassen. In Bosque Eterno de los niños fand ich es besonders beeindruckend. Nur 1% des 22 600 Hektar großen Nationalpark ist für die Touristen zugänglich. Die Grenze zwischen dem " Wolkenwald" und "Regenwald " existiert auf der Karte eigentlich nicht. Trotzdem ist die Vegetation völlig unterschiedlich.
    In den Wolkenwald hängen die Wolken im wörtlich Wald. Die Feuchtigkeit lässt den Moos und anderen Pflanzen auf und über die Bäume wachsen. Der Wald des Regens erinnert eher an unsere Wälder. Die Bäume haben trocke Stämme. Der Wald ist übersichtlich.

    Aber warum heißt der Wald eigentlich Bosque Eterno de los niños ( Ewige Wald der Kinder) ???

    Im 1986 wurde in Monteverde eine Conservation Liga gegründet, um der landwirtschaftlichen Entwicklung entgegenzuwirken, die die Wälder an den Pazifikhängen in der Nähe des Monteverde Cloud Forest Reserve bedroht . Nachdem die US-amerikanische Biologin Sharon Kinsman vor einer Klasse der schwedischen Lehrerin Eha Kern einen Vortrag über die Regenwälder gehalten hatte, sammelten die Kinder Geld zum Schutz des Waldes. Ihre Bemühungen brachten zunächst 18.000 Dollar für den Wald ein. Kern und ihr Mann gründeten 1987 die schwedische gemeinnützige Organisation Barnens Regnskog (Kinder-Regenwald).

    Bis 1998 war der Children's Eternal Rainforest das größte private biologische Reservat in Mittelamerika und erstreckte sich über 18.000 Hektar.

    Als Andenken an dieser Kindern und als Zeichen der ewigen Dankbarkeit trägt der Nationalpark seinen Namen.
    Was für eine Geschichte !!!
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  • Sámara

    February 9, 2025 in Costa Rica ⋅ ☁️ 29 °C

    Abseits des Ortes ( ca 4 km) verbringen wir 3 Tage am Strand von Sámara. Wunderschönes Örtchen zum erholen.
    Unsere Gastgeber kommt aus Bayern. Wohnt hier seit 30 Jahren. Offensichtlich gehören wir nicht zu seinen Lieblingsgästen. Seine Zurückhaltung uns gegenüber ist schon fast unhöflich. Das ändert aber nichts an der Tatsache dass er in seinem Garten eine Paraisische Oase geschaffen hat.
    Als an einem Morgen der mobile deutsche Bäcker kommt, erfahren wir das hier sehr viele Deutsche Auswandere wohnen. Viele betreiben Hotels oder eben Bäckerei... Wir freuen uns mal seit 2 Wochen wieder dunkeles Brot und Zitronenkuchen genießen zu können. Für schlappe 14 € ...
    Übrigens 1 l Milch kostet ca 1,80 €
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  • Ostional

    February 9, 2025 in Costa Rica ⋅ ☁️ 30 °C

    Hier tummeln sich keine Touristen sondern die Schildkröten. Vorausgesetzt man kommt zur der richtigen Jahreszeit. Hier werden die Eier ausgebrütet. Dann kann man hunderte kleine 🐢 auf ihrem Weg in den Ozean beobachten.
    Anfang Februar ist nicht die richtige Zeit. Jetzt kommen nur wenige Muttertiere um die Eier hier zu legen. Wir haben leider keine sehen können. Abends ist der Strand voller Geier. Hmm dachten wir uns..... Plötzlich sehen wir, als ein Hund im Sand eine Grube buddelt. Mehrere Geier gesellen sich sofort und fangen genüsslich ihre Mahlzeit ! Tatsächlich ein Nest voller Eier. Wir vertreiben die Geier, buddeln die Eier wieder zu und denke..... Warum haben wir keine Bilder vom Nest gemacht://
    Na ja, egal. Sehr spektakuläre sah das sowieso Nest nicht aus. Viel Matsche aus schwarzen Sand und wenige Reste aus zerstochenen Schildkröteneiern.
    Trotzdem sind wir stolz paar gerettet zu haben ❤️
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  • Wir fahren Richtung Nicaragua

    February 10, 2025 in Costa Rica ⋅ ⛅ 31 °C

    Heute fahren wir ca 100 km weiter Richtung Nicaragua. Da wir für das Auto keine Papiere für Ausland haben werden wir wahrscheinlich nicht über die Grenze fahren. Mal sehen..... erstmal unsere Ziel ist Playa Hermosa. Die Landschaft verändert sich hier in Norden. Offensichtlich ist jetzt die Erntezeit für Zuckerrohr. Wir fahren entlang der Zuckerrohrplantagen und vollbeladene LKW's mit " klein gehackem" Zuckerrohr kommen uns entgegen. Um Kaffeepause zu machen halten wir in einem unscheinbaren Soda* an. Mal kurz die Lage checken ! Von Tisch aus können wir das Auto samt alle unsere Sachen im Blick behalten. Können also rein ! Perfekt:) Vor dem kleinen Laden wird auf einem Ofen traditionelle Suppe gekocht. Viel Fleisch und Gemüse. Riecht lecker 😋 😋 😋.
    Nachca 3,5 Stunden kommen wir an. Wir wohnen bei Ela. Die gebürtige Polin ist vor 40 Jahren nach Costa Rica der Liebe wegen gekommen. Ela meint, die viele Gitter sind eher so etwas wie Modeerscheinung und werden mehr aus Gewohnheiten als aus Schutz vor Diebstahl angebracht. Na ja .... da fehlt mir noch meine eigene Meinung;)
    Im jeden Fall ist hier sicher als in den meisten Teilen Chile und Argentinien. Dort war undenkbar nach Einbruch der Dunkelheit das Haus zu verlassen. Hier bewegen wir uns ziemlich entspannt. Keine der Anheimischen warnt uns davor sich frei zu bewegen. Nur im Auto und auf dem Strand, da sollten wir nichts liegen lassen. Die Ratschläge der Anheimischen zu befolgen ist immer unsere Prämisse.
    Ela organisiert uns tatsächlich kurzfristig ein Tagestripp nach Nicaragua!

    *Soda sind kleine Bistros wo die Einheimischen essen gehen. Die Preise sind in etwa die Hälfte niedriger als in den Restaurants und Bars. Es werden ausschließlich lokale Gerichte gekocht. Die Auswahl ist sehr überschaubar. Dafür ist das IMMER super lecker und sehr gesund. Beinhaltet immer viel frisches Gemüse, Fleisch und Bohnen, Yucca. Viele der Gemüsesorten kenne ich nicht... aber nichts davon ist fritiert.
    Auch wenn hier kein Gesundheitsamt gibt, bis jetzt sind wir noch nie krank gewesen von dem Essen der Soda oder Take Away Läden. Obwohl das äußeres Erscheinungbild der Soda's sehr gewöhnungsbedürftig ist;)))
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  • 1 Tag in Nicaragua Teil 2

    February 12, 2025 in Nicaragua ⋅ ☁️ 30 °C

    4. Stopp:
    Granada. Mir war nicht bewusst, dass außerhalb Spaniens noch ein weiteres Granada existiert. Tja, Reisen bildet eben. ;)
    Sie wurde 1524 von Francisco Hernández de Córdoba gegründet und ist damit eine der ältesten kolonialen Städte Nicaraguas sowie eine der ersten Städte auf dem amerikanischen Festland.
    Heute ist es eine Mischung aus historischer Architektur, echtem Leben und kitschigen Touristenattraktionen.
    Um an einem Tag alle Orte zu sehen und Zeit zu sparen, werden wir in der Stadt mit etwas kitschig geschmückten Kutschen gefahren. Nur flüchtig kann ich das wirklich interessante Haus sehen, in dem der berühmte William Walker wohnte, den die Costa Ricaner erfolgreich besiegt haben und auf den sie so stolz sind. Schade, dass wir nicht mehr Zeit haben, um der Geschichte dieser Stadt zu lauschen. Dafür schaffen wir noch einen Besuch in einer Schokoladenfabrik und bekommen bei einer Schnellversion der Schokoladenherstellung auch noch Proben von verschiedenen Likören. 😋
    Uns bleiben einige flüchtige Eindrücke von damals und heute... Immerhin eine interessante Erfahrung.

    5. Stopp:
    Nach dem Mittagessen in einem Vorzeige-Restaurant, in das bestimmt keine durchschnittlich verdienenden Nicaraguaner essen gehen (was sehr schade ist, aber die Organisatoren der Tour meinten es bestimmt nur gut mit uns, und die Regierung hier auch ;)), fahren wir weiter ins Künstlerviertel Catarina. Das Viertel liegt an der Caldera, die durch eine Serie von Vulkanausbrüchen vor etwa 23.000 Jahren entstanden ist. Das Wasser ist immer warm (22-29 °C oder so) und ca. 78 m tief. Man hat einen wunderschönen Blick auf die Caldera. Es gibt viele Bänke, gute Spazierwege und nette Restaurants.
    Die heimischen Künstler verkaufen hier ihr Handwerk. Es gibt viele Dinge aus Leder, Holz, Keramik etc.
    Um 15 Uhr geht es langsam zurück. Für uns waren es 6 Stunden, für die LKW-Fahrer an der Grenze hingegen Tage. Ich muss an die deutsche-polnische Grenze denken, als ich noch ein Kind war. Damals hat es dort auch so ausgesehen.
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  • 1 Tag in Nicaragua Teil 1

    February 12, 2025 in Nicaragua ⋅ ☁️ 28 °C

    Um 5 Uhr geht es für uns für einen Tag nach Nicaragua. Mit einer Gruppe von 8 Personen aus 3 Ländern (Kanada, USA, Deutschland). Bis wir gegen 7:00 Uhr die Grenze passieren können, fahren wir erst einmal ein paar Kilometer an einer LKW-Schlange entlang. Die Fahrer müssen hier einige Tage warten, um nach Nicaragua zu gelangen. Ausdrücklich werden wir darauf hingewiesen, keine Fotos zu machen. Ferngläser, Kameras, Handys etc. sollten wir in die Taschen packen, damit sie nicht gescannt werden. Willkommen im Kommunismus!

    Wir passieren die Grenze in Peñas Blancas zu Fuß ohne Guide. Unsere costaricanische Begleitung bleibt in Costa Rica. Hier in Nicaragua erwartet uns ein anderer Guide mit einem anderen Fahrzeug. So ist es schneller und einfacher, erklärt er uns. Auch wenn wir ein Stückchen alleine gelaufen sind, fühlen wir uns sehr gut betreut. Die Einreisegebühr nach Nicaragua beträgt 13 $. Um die Begleichung wurde sich bereits im Vorfeld gekümmert. Wichtig: uns dürfen keine Ausreisestempel aus Costa Rica fehlen, denn ohne diese können wir nicht nach Nicaragua einreisen. Und umgekehrt ebenso. Des Weiteren wird peinlich genau unser Rückflug überprüft, vor allem am Abend, wenn wir wieder nach Costa Rica zu Fuß zurückkehren.

    Während Elvis auf der nicaraguanischen Seite das Auto fährt, klärt uns Elmar über das heutige Programm auf.

    Mein Gott!! Das wird locker für 3 Tage reichen, ich werde den Bericht splitten. ;))

    Auf recht gut asphaltierter Straße fahren wir etwa 30 Minuten, um unseren ersten Stopp zu erreichen. Ich bin erstaunt. Keine hohen Zäune mit Maschendraht oben drauf. Klar, hier und da sind Gitter an den Fenstern der recht ärmlichen Häuser. Aber das ist nichts im Vergleich zu Costa Rica. Unser Guide bestätigt mir, dass die Sicherheit hierzulande in den letzten Jahren zugenommen hat. Später sehe ich auch einige "weiße Touristen" in den Städten ganz entspannt umherlaufen. Vielleicht ist da doch etwas dran...

    Über die politische Situation und die Lage wird kein Wort verloren. Das Auswärtige Amt sagt: "Die Lage ist derzeit ruhig. Demonstrationen und gewaltsame Proteste können jedoch nicht ausgeschlossen werden. Die Sicherheitsbehörden nehmen, nicht selten aus politischen Motiven, Personen wegen des angeblichen Verdachts der Geldwäsche, des Terrorismus, des Landesverrats oder der organisierten Kriminalität fest oder hindern diese an der Ausreise aus Nicaragua." Kommunismus halt...

    Der Rest der Sicherheit ist wie in Südamerika. Nach Einbruch der Dunkelheit ist ausgehen Tabu.

    Ein paar Eckdaten laut unserem Guide:
    Vor 3000 Jahren wurde Nicaragua von Jägern und Sammlern aus Mexiko besiedelt. Der Name des Landes leitet sich von einem Anführer der Ureinwohner Nicaraguas, Nicarao, ab.
    Nicaragua gliedert sich in 15 Bezirke (Departamentos), die an der Pazifikküste liegen. Weiße Spanier beeinflussten die Region und mischten sich mit den Indios, wodurch die Mestizen entstanden, die hier kurz Nicas genannt werden.
    Im Inneren des Landes bis zur Karibikküste liegen 2 autonome Regionen, in denen noch viele indigene Gruppen leben. Diese Gebiete wurden von den Engländern beeinflusst, weshalb ein Teil der Bevölkerung afrikanische und indigene Wurzeln hat.
    Jede indigene Gruppe hat einen Anführer, der gleichzeitig ihr Repräsentant im Parlament ist. Sie pflegen eigene Bräuche, Glauben und Sprache. Wie viele indigene Gruppen es sind und wie sie heißen, habe ich vergessen. /:
    80 % der Nicaraguaner sind wohl katholisch und 20 % evangelisch – auch wenn das irgendwie rechnerisch nicht hinzukommt. ...
    Es scheint, als ob Nicaragua sich das Geschäft mit dem Umweltschutz und dem Tourismus von Costa Rica abgeguckt hätte. Manche der Hotelanlagen können sich echt sehen lassen. Sie sind sehr

    modern und schön. Außerdem sind hier die Preise viel niedriger.
    40 % der Elektrizität kommen aus erneuerbarer Energie, so unser Guide,
    60 % aus fossilen Brennstoffen.
    Ich habe etwas gegoogelt, das kommt vielleicht in etwa hin. 😉

    Die Tour ist leider auf Englisch. Hin und wieder wird mir auf meine Bitte auch auf Spanisch etwas erzählt. Das Tempo der Tour ist jedoch hoch, sodass ich kaum dazu komme, noch zusätzliche Fragen zu stellen. Die Amerikaner geben sich sowieso mit allem zufrieden.
    Ist eigentlich nett, dass sie überhaupt zuhören. ;))))

    1. Stopp:
    Auf Playa de Virjen am Ufer des Lago Cocibolca sehen wir den Vulkan Concepción in all seiner Pracht.
    An dem größten Binnensee Mittelamerikas erwartet uns ein typisch nicaraguanisches Frühstück.
    Gallo Pinto heißt das Menü, und wir würden es in Europa für Mittagessen halten. Gallo Pinto gehört auch in Costa Rica morgens auf den Tisch. In der Landwirtschaft, wo die Menschen noch schwer auf dem Land arbeiten müssen, hat diese üppige Mahlzeit am frühen Morgen ihre Daseinsberechtigung.

    Zu unserem nächsten Stopp fahren wir tatsächlich an endlosen Kochbananen-, Zuckerrohr-, Mango- und Avocadosplantagen vorbei.

    2. Stopp:
    Die Jesus-Statue erinnert an Rio de Janeiro. Sie steht aber in San Juan del Sur an der Pazifikküste und hat eine schöne Geschichte. Der Eigentümer des Hügels, auf dem die Statue steht, erkrankte an Krebs. Er ging in die USA, um sich behandeln zu lassen, und versprach, die Jesus-Statue zu errichten, wenn er wieder gesund wird.
    Er lebt bis heute... und wir genießen eine der schönsten Aussichten ...

    Unterwegs zum nächsten Stopp mache ich Bilder aus dem fahrenden Auto und versuche so, das Land anschaulich im Gedächtnis zu behalten.

    3. Stopp:
    100 km und 100 Minuten später machen wir eine Bootstour über den Cocibolca-See. Auf den kleinen Inseln vor Granada stehen die Villen so mancher Reichen und Schönen aus den USA und weiß Gott woher, aber ganz bestimmt nicht von den "Otto-Normalverbrauchern" hier.
    Ich finde zwei der Inseln interessant. Auf einer befindet sich der Friedhof der Einheimischen, den wir leider nur aus der Ferne sehen. Auf der anderen leben Affen, die wir füttern dürfen. Ein Veterinär brachte sie vor Jahren hierher, und sie werden von den umliegenden Restaurants und Touristen mit Essen versorgt. Ein Weibchen ist gerade schwanger. Echt süß.
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  • Adíos Pazifik Küste

    February 13, 2025 in Costa Rica ⋅ 🌧 21 °C

    Wir verlassen heute nicht nur die gastfreundliche Ela und die wunderbaren Menschen, die wir in ihrem Haus kennengelernt haben, sondern auch die Pazifikküste. Wir fahren in die Mitte des Landes zu den Bergen, besser gesagt zum Vulkan Arenal und den heißen Quellen.

    Was bleibt, sind Erinnerungen an grottenschlechte Straßen ;), viele fantastische Sonnenuntergänge und an Nicaragua. Die Bilder spiegeln die letzten 3 Wochen wider.
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  • Arenal

    February 15, 2025 in Costa Rica ⋅ ☁️ 22 °C

    Bei unserer Ankunft lautete der Plan: Wir wohnen direkt vor dem Vulkan und schauen jeden Tag von der Terrasse, ja sogar aus dem Bett auf den majestätischen Berg.

    Bei unserer Ankunft sah die Realität jedoch so aus: Überall Nebel und Wolken, sodass man nicht einmal erahnen kann, wo der Vulkan zu sehen wäre. Und damit uns ja niemand klaut, gibt es hier am A... der Welt Gitter an den Fenstern. In unserem Garten laufen interessante Vögel, und nachts kommt uns ein Frosch besuchen. :)

    Wir erkunden die Gegend, die sehr schön ist und ganz anders als an der Pazifikseite. Außerdem finden wir wieder einen deutschen Bäcker. Langsam stellt sich die Vorfreude auf die Rückkehr nach Hause ein.
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  • Místiko Park der Hängebrücken

    February 15, 2025 in Costa Rica ⋅ ☁️ 20 °C

    Místiko Park gehört zu den Touristenattraktionen in der Region Arenal in der Nähe von La Fortuna. Es handelt sich um eine sehr saubere und schön angelegte Anlage. Man kann hier etwa 2-3 Stunden entspannen und auf gut ausgebauten Wegen sowie vielen Hängebrücken zwischen den Baumkronen laufen. Tatsächlich haben wir einige Tiere beobachten können. Wenn man Glück hat, verziehen sich die Wolken und man hat einen Blick auf den Vulkan.

    Ca. 5 km entfernt befindet sich eines der luxuriösen Resorts - Tabacón. Der Eintritt kostet schlappe 90 $ pro Person, und man muss mindestens 5 Tage im Voraus buchen. Leider waren wir zu spät. Alles war ausgebucht für die nächsten Tage. Ich fand das bei diesem Preis allerdings gar nicht so schlecht.

    Etwa 1 km vor dem Resort gibt es einen Fluss mit warmem Wasser. Vielleicht nicht so luxuriös, dafür aber kostenlos. Allerdings verlangen die Einheimischen 10 $ für das Parken am Straßenrand. Costa Rica eben.
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  • Arenal ein Vulcan mitten im Costa Rica

    February 16, 2025 in Costa Rica ⋅ ☁️ 25 °C

    Der Arenal (1657 m) ist der aktivste und jüngste Vulkan Costa Ricas. Die ältesten Lavagesteine, die mit ihm in Verbindung gebracht werden, sind 7000 Jahre alt. Am Fuße des Vulkans liegen der Ort La Fortuna und der größte Binnensee des Landes, der Arenalsee. Bis zu seiner Erstbesteigung im Jahr 1937 glaubte man nicht an einen vulkanischen Ursprung des Kegels, da er damals völlig mit Pflanzen überwachsen war. Der Arenal zeigte etwa 400 Jahre lang keine Aktivität.

    Am 29. Juli 1968, bei seinem letzten großen Ausbruch, zerstörte er die Ortschaften Pueblo Nuevo und Tabacón; die Überreste können bis heute besichtigt werden. Bei diesem Ausbruch starben 87 Menschen, und im Gipfelbereich sowie an der Westflanke des Kegels wurden 640 Millionen Kubikmeter Lava ausgestoßen. Am 24. Mai 2010 trat der Vulkan in seine finale Eruptionsphase ein. Acht Lavaströme flossen über die Vulkanflanken, und es wurden starke explosive Eruptionen erzeugt. Der Nationalpark wurde evakuiert. Wenige Tage später ließ die Eruption nach. Seit Oktober 2010 fließt keine Lava mehr, und der Vulkan ist verstummt.

    Dank des Klimas findet man üppige Flora auf der vor fast 60 Jahren ausgestoßenen Lava. Im Vergleich zu Lavafeldern auf den Kanarischen Inseln oder Hawaii, wo selbst nach hundert Jahren kaum Vegetation zu sehen ist, finde ich das hier in Costa Rica sehr beeindruckend.

    Der Nationalpark ist für Touristen geöffnet. Die Wanderung zu Füßen des "Berges" war heute recht einfach. Hätte ich nicht gewusst, dass ich auf einem Vulkan unterwegs bin, hätte die Natur das locker verschleiert. Aus der Ferne betrachtet, sieht es so aus, als ob fast der gesamte Vulkan bereits bewachsen ist.
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  • In Puerto Viejo angekommen

    February 17, 2025 in Costa Rica ⋅ 🌧 24 °C

    ... Mein Gott, in einem Bordell haben wir schon einmal übernachtet. Obwohl wir diesmal scheinbar nur in der Nachbarschaft eines "Unternehmens" wohnen, hatte ich beim Betreten denselben Eindruck wie damals in Valparaíso: "Wo sind wir denn hier gelandet?" Eine "Dame" hat sofort unsere Autos ins Visier genommen. Das BnB liegt auf einem abgeschlossenen Gelände, was das Gefühl irgendwie etwas verbessert. ;))

    Puerto Viejo ist eine der letzten größeren Ortschaften an der karibischen Küste von Costa Rica. 40 km weiter liegt Panama. Dieser Teil von Costa Rica macht auf uns den Eindruck, deutlich ärmer zu sein. Ich hoffe, es gelingt mir, in den nächsten Tagen ein paar Fotos von den "interessantesten Häusern" zu machen.
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  • Panama

    February 19, 2025 in Panama ⋅ 🌧 25 °C

    Panama, genau wie Nicaragua, war ursprünglich nicht auf unserer Route, als wir vor drei Wochen nach Costa Rica aufbrachen. Doch das Leben hält oft Überraschungen bereit, und wir sollten jede Gelegenheit nutzen, die sich uns bietet. Zumindest war das unser Motto – bis wir feststellen mussten, dass kein Unternehmen einen Tagesausflug anbot. Stattdessen trafen wir die abenteuerlustige Angela aus Deutschland und die unkomplizierte Holländerin Fem, die wie wir ebenfalls Probleme hatten, Dollar am Geldautomaten zu bekommen. Wenn unser Auto mehr Platz gehabt hätte, hätten sich sogar noch zwei weitere Interessierte gefunden, die gerne mit uns fahren wollten. Doch uns blieb die kleine Gruppe, auch wenn uns die nötigen Dollar fehlten – die wir wirklich gut gebrauchen konnten.

    Was wir jedoch hatten, war weit wertvoller: Erfahrung im Grenzübertritt und jede Menge hilfreiche Tipps von Einheimischen. Der Grenzübergang nach Panama an der Karibikküste ist einer von zwei Möglichkeiten in Costa Rica. Klein, aber gut organisiert, ist er für Besucher gut zu meistern. Die Öffnungszeiten von 7:00 bis 17:00 Uhr waren unser Zeitfenster, und da dieser Grenzübertritt gebührenpflichtig ist – 10 USD für die Ausreise aus Costa Rica und 8 USD für die Einreise nach Panama – mussten wir uns beeilen. Unser Auto sollte während unseres Abenteuers in Costa Rica bleiben.

    Unser Ziel in Panama war die Insel Colón in der Provinz Bocas del Toro, eine der Hauptattraktionen des Landes, die an der südlichen Spitze der Isla Colón im Karibischen Meer liegt. Zu den nahegelegenen Stränden zählt die geschützte Playa Estrella – leider hatten wir nicht mehr die Gelegenheit, sie zu besuchen.

    Bevor wir den bewachten Parkplatz an der Grenze erreichen konnten, sprach uns Henrique an, ein Touristikkraft in Bocas del Toro. Und siehe da, er half uns, einen Preis zu vereinbaren, der eine Stunde Autofahrt und eine halbe Stunde Bootsfahrt zum Archipel sowie die Rückfahrt umfasste. Fem hatte das Glück, einige Tage dort zu bleiben und konnte ihr Ticket später einlösen – obwohl es kein offizielles Ticket gab, nur ein Handschlag, eine Telefonnummer von Henrique und sein Wort. So läuft das hier, unkompliziert und vertrauensvoll.

    Im Hafen der eher unspektakulären Stadt Almirante wurden wir direkt zum Boot gebracht, was uns wertvolle Zeit sparte. Es gibt unzählige kleine Schnellbootunternehmen, die理论isch im 30-Minuten-Takt zur Insel fahren. Diese Unternehmen arbeiten mit Menschen wie Henrique zusammen, die die Touristen zu den Schnellbooten bringen – und auch viele Einheimische nutzen diese.

    Während der Überfahrt blicken wir tief in die Lebensbedingungen der Panamesen. Reich sind die Menschen hier sicherlich nicht, aber sie scheinen zufrieden mit ihrem Leben am Meer. Als wir endlich am Ziel ankommen, haben wir 3,5 Stunden Zeit, die Insel und das kleine Städtchen zu erkunden.

    Farbenfroher als in den anderen Ländern, fällt uns sofort die Lebendigkeit der Umgebung auf. Das "schicke" Touristenzentrum interessiert mich weniger – ich ziehe es vor, die Seitenstraßen zu erkunden, um einen echten Eindruck von Panama zu gewinnen. Viele der Häuser sind vergittert, einige sogar baufällig, aber sie sind bewohnt; die Wäsche hängt zum Trocknen draußen, und hin und wieder sieht man die Bewohner durch die Fenster.

    Plötzlich durchströmt der betörende Duft von frisch gebackenem Brot die Luft – wir stoßen auf eine kleine Bäckerei! Es dauert nicht lange, bis ich frage, ob wir etwas von dem frisch Gebackenem kaufen können. Kein Problem! Tatsächlich erhalten wir warmes Brot und heiße Croissants, die einfach köstlich sind. Ein wenig weiter genießen wir unseren Kaffee bei einem deutschen Einwanderer.

    Hier nehmen die Gespräche ihren Lauf. Die 16-jährige Tochter und der etwa 50-jährige Barbesitzer erzählen geduldig von ihrem Leben in Panama. Vor zwei Jahren sind sie ausgewandert. Um in Panama leben zu können, musste er nachweisen, dass er 200.000 € als Guthaben hatte. Die Entscheidung, wo sie leben wollten, basierte auf dem Wetter, den Lebensbedingungen und der politischen Situation. Letztendlich landeten sie in Panama.

    Während des Gesprächs erklärt unser Gastgeber, dass man hier nur glücklich leben kann, wenn man bereit ist, sich auf die Lebensweise der Menschen einzulassen und Geduld zeigt. Viele Deutsche haben hier ein neues Zuhause gefunden, und in der Nähe gibt es sogar einen deutschen Bäcker und einen Automechaniker. Die Tochter freut sich über ihre neuen Freunde, die meisten kommen ebenfalls aus Deutschland. Dennoch ist sie mit der Schulbildung hier unzuf

    rieden; das Niveau ist niedrig und oft unqualifiziert. Daher macht sie Home Schooling und vermisst nur die deutschen Süßigkeiten.

    Nach der Plauderstunde machen wir uns auf den Weg zum Strand, vorbei an vergitterten Fenstern, spielenden Kindern und dem örtlichen Friedhof. Die 2 Kilometer bis zum Ziel schlendern sich leicht, während wir die Atmosphäre des Ortes in uns aufnehmen. Zurück im Hafen halten wir an, um ein paar Erinnerungsfotos zu schießen. Vielleicht bin ich schon zu lange unterwegs und spüre, wie das Heimweh mich überkommt, denn ich kann nicht aufhören, an Zuhause zu denken – an all die Menschen, die dort oft unzufrieden sind, mich eingeschlossen...

    Henrique hat sein Wort gehalten: Bei der Rückkehr von der Insel wartete er am Hafen und brachte uns sicher nach Almirante. Nach einer Stunde marschieren wir zu Fuß über die Grenze nach Costa Rica. Am Abend erreichen wir unsere Unterkunft, und Fem schickt uns Bilder von den Seesternen – sie hat es als Einzige geschafft, zum berühmten Sternenstrand zu gelangen.

    Liebe Fem, vielen Dank für die Einblicke und die wunderschönen Bilder! Ich wünsche dir noch unvergessliche Tage in Panama! ❤️
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  • Die Krönung

    February 20, 2025 in Costa Rica ⋅ 🌧 26 °C

    Bisher hatte ich kaum die Gelegenheit, Faultiere aus der Nähe zu sehen. Deshalb habe ich heute beschlossen, das Sloth Santuario zu besuchen. Ich möchte diese faszinierenden Tiere hautnah erleben und mehr über sie erfahren.

    Nach einer 30 Kilometer langen Fahrt und einem Eintrittspreis von 30 Dollar bin ich schließlich im Santuario angekommen und kann die Dauerbewohner dieser privaten Einrichtung für kranke und verletzte Faultiere beobachten. Einige von ihnen wurden von ihren Müttern verlassen, weil sie gesundheitliche Probleme hatten, während andere durch Angriffe von Hunden verletzt wurden. Besonders berührend ist die Geschichte eines verletzten Weibchens, das vergangenes Jahr von Passanten gebracht wurde. Später stellte sich heraus, dass sie schwanger war. Aufgrund ihrer Verletzungen kann sie jedoch nicht wieder in die Freiheit entlassen werden, und ihr Jungtier kann nicht von ihr lernen, wie man in der Wildnis überlebt. Somit bleibt auch dieser kleine Faultierbewohner ein Dauergast im Santuario.

    Nachdem sich meine ersten Emotionen etwas gelegt haben und ich bereits ein paar Fotos gemacht habe, bin ich bereit für den informativen Vortrag. Die Geschichte der Faultiere reicht zurück bis vor 20 Millionen Jahren in das heutige Patagonien, wo Skelette ihrer Vorfahren gefunden wurden. Diese frühen Faultiere waren riesige Raubtiere und lebten am Boden. Im Laufe der Evolution haben sie nicht nur ihre Größe, sondern auch ihren Lebensraum und ihre Ernährungsgewohnheiten verändert.

    In Costa Rica gibt es zwei Arten von Faultieren: das Dreifinger- und das Zweifingerfaultier. Der offensichtlichste Unterschied liegt in der Anzahl der Finger an ihren Vorderbeinen. Aber auch ihr Körperbau, ihre Fellfarbe und ihre genetische Herkunft sind unterschiedlich. Die Zweifingerfaultiere haben ein helles Fell und ihre Gesichter erinnern ein wenig an die von Ferkeln. Sie wiegen etwa 4 bis 9 Kilogramm bei einer Körpergröße von etwa 60 Zentimetern. Die Dreifingerfaultiere sind mit 3 bis 5 Kilogramm kleiner, haben dunkleres Fell und wirken mit ihrem freundlich lächelnden Gesicht besonders sympathisch.

    „Der Unterschied zwischen den beiden Arten ist so groß wie zwischen Hunden und Katzen“, erklärt der Guide. Im Santuario kann man die Faultiere beobachten und viel über ihr Verhalten lernen. Das Revier eines einzelnen Faultiers erstreckt sich über etwa 15 Bäume. Einmal pro Woche verlassen sie die Äste, um am Boden ihr Geschäft zu verrichten. Auf dem Boden sind sie jedoch mit einer Wahrscheinlichkeit von 60% Gefahren ausgesetzt, etwa durch Krokodile, Kaimane oder Hunde.

    Trotz der Assoziation, dass Faultiere faul seien, haushalten sie einfach sehr sparsam mit der begrenzten Energie, die ihre Nahrung bietet. Ähnlich wie Kühe haben sie vier Mägen, in denen die gegessenen Blätter bis zu einer Woche verweilen! Eine Mahlzeit kann also einen ganzen Monat lang in ihrem Verdauungssystem bleiben. Daher sind ihre Bewegungen stets gut überlegt. Dies gilt auch für die Männchen, die sich in der Fortpflanzungszeit nicht groß um die Weibchen bemühen. Stattdessen erkennen die Männchen, wenn Weibchen bestimmte Gerüche abgeben oder Laute von sich geben, und machen sich dann auf den Weg. Biologen nehmen an, dass in Anbetracht der Energieeinsparung jeder Paarungsakt zur Schwangerschaft führt.

    Die Tragzeit eines Zweifingerfaultiers beträgt 11 Monate. Bei Zwillingen wird eines der Babys ausgestoßen, und wenn das Jungtier häufig von der Brust der Mutter fällt, kann es ebenfalls zurückgelassen werden. Ein Jahr lang wird das Jungtier von der Mutter versorgt, bevor sie es verlässt, um ein neues Territorium zu suchen und erneut schwanger zu werden.

    Als wechselwarme Tiere, ähnlich wie Reptilien, regulieren Faultiere ihre Körpertemperatur, indem sie sich in warme und kühle Bereiche begeben, sei es in die Sonne oder in den Schatten, oder indem sie sich zu einer Kugel zusammenrollen, um Wärme zu speichern. Ihre Körpertemperatur schwankt je nach Außentemperatur zwischen 24 und 33 Grad Celsius und sinkt besonders während kalter Regenperioden. Sie sind vollständig von den Umweltbedingungen abhängig, und ihre Körpertemperatur kann an einem einzigen Tag um mehr als 10 Grad schwanken. Wird es zu kalt, können die speziellen Mikroben in ihrem Magen absterben, was dazu führt, dass sie die Blätter, die sie fressen, nicht mehr verdauen können.

    Faultiere, die in den Bergregionen Südamerikas leben, sind durch ihre unzureichende Anpassungsfähigkeit
    ihres Stoffwechsels bei höheren Temperaturen akut gefährdet, insbesondere durch die vom Menschen verursachte Überhitzung des Klimasystems der Erde. Steigende Temperaturen erhöhen ihren Energieverbrauch, während ihre Verdauung zu langsam bleibt, was zu einem Energiedefizit führt. Wissenschaftler prognostizieren, dass Faultiere in höheren Berglagen bis zum Jahr 2100 vom Aussterben bedroht sein werden. Einzige Ausnahme sind die im Tiefland lebenden Faultiere, die ihren Stoffwechsel verlangsamen können, um mit der Hitze umzugehen, was ihnen erlaubt, in kühlere Höhenregionen auszuweichen.

    Ich bin begeistert, die Tiere so nah erlebt zu haben. In der Natur sieht man sie meist schlafend, hoch oben in den Baumkronen, wo sie oft schwer zu erkennen sind. Wenn man jedoch einen von ihnen zu Gesicht bekommt, kuschelt er sich meistens zu einer kleinen Kugel zusammen.

    Heute scheint jedoch mein/ unser Glückstag zu sein! Einige Stunden später entdecken wir am Strand in der Nähe eine Mutter mit ihrem Baby. Wir können das kleine Gesichtchen deutlich erkennen.

    Um die Tage in Puerto Viejo an der Karibikküste gemütlich ausklingen zu lassen, gehen wir abends noch einmal in ein Restaurant am Strand. Was wir dort erleben, ist mit Abstand der absolute Höhepunkt unseres Costa-Rica-Urlaubs. Plötzlich sehen wir ein Zweifingerfaultier, das sich quer über die gesamte Decke bewegt und dann in der Dunkelheit auf den Bäumen verschwindet.
    Was für ein unvergessliches Erlebnis!
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  • Resümee Costa Rica

    February 22, 2025 in Costa Rica ⋅ ☁️ 18 °C

    Costa Rica in nur drei Worten?
    Sonne, Dschungel, teuer. Und wo bleibt die Begeisterung, die in Deutschland für dieses Land so weit verbreitet ist?

    Auf der Rückfahrt nach San José schlängelt sich die Straße durch die üppige, überwältigende Dschungelkulisse eines der vielen Nationalparks. Ein Stück eines Berges wurde abgetragen, der Natur gewissermaßen geraubt, um die Straße zu bauen. Es gibt keinen Platz, um anzuhalten. Das macht jedoch nichts, denn die Kamera kann die Schönheit der Landschaft nicht angemessen festhalten. Diese Fahrt fühlt sich an wie im Jurassic Park! Doch trotzdem regt sich in mir die Frage: Warum überschattet ein leichter Schleier der Enttäuschung meine Begeisterung für dieses Land?

    Vielleicht bin ich einfach zu verwöhnt. Trotz zahlreicher Besuche in den Parks sah ich nicht die Vielzahl an Tieren, die ich mir erhofft hatte. „Das ist die Natur!“ mag ein Argument sein. Das stimmt: Entweder sieht man die Tiere, manchmal auch in den Restaurants, oder man hat schlichtweg kein Glück. Möchte man ständig Tiere um sich herum sehen, sollte man woanders hinfahren – ist vielleicht sogar günstiger.

    Aber handelt es sich wirklich nur um die Anzahl der gesehenen – oder besser gesagt, nicht gesehenen – Tiere? Ein innerer Zweifel fragt nach. Nein, es ist weit mehr als das. Ich habe das Motto der Costa Ricaner, „Pura Vida“, falsch interpretiert. Für mich stand es für Lebensfreude, die ich während vier Wochen leider nicht gefunden habe.

    Nach außen hin zeigen sich die Costaricaner stolz als Patrioten. Sie halten ihr Land für toll und magisch, selbst wenn die hohen Steuern das Leben erschweren. Selbst wenn sie mehrere Jobs haben und viele Studenten täglich arbeiten müssen. Sie leben in Häusern, umgeben von Zäunen und Fenstern mit Gittern – ein Leben, das irgendwie an ein selbstgemachtes Gefängnis erinnert. Dennoch besagt eine Umfrage, dass die Menschen in Costa Rica zu den glücklichsten der Welt zählen. Pura Vida! Auf meine Nachfragen wurden die Gitter oft als Modeerscheinung abgetan

    Ich traf auf Nachfahren der Menschen, die sich selbst über die „geschenkte“ Unabhängigkeit nichtmal freuen konnten, weil das Verlust ihre Privilegien bedeutete. Costa Rica hatte das Glück, von klugen Köpfen regiert zu werden, die wir uns in Deutschland häufig wünschen würden. Die Entscheidungen zugunsten des Umweltschutzes haben sich als Volltreffer erwiesen, von dem das Land heute profitiert. Trotzdem hat auch Costa Rica mit ähnlichen Problemen wie wir das aud Europa können zu kämpfen. Die Medien sind voll von Vorwürfen gegen Politiker wegen Korruption und Veruntreuung, vor den Wahlen im nächsten Jahr. Diese Informationen bleiben aufgrund der Sprachbarriere vielen Touristen vorenthalten, abgesehen davon, dass Sie sich dafür kaum interessieren.

    Den Touristen wird eine Idylle von beeindruckender Natur und Umweltschutz verkauft. In Corcovado sagte mir ein Guide: „Dreckige Wäsche wird zu Hause gewaschen.“ Über innere Konflikte durften die Guides nicht sprechen, und diese Verhaltensweise hält bis heute an. Es ist nicht weiter verwunderlich: Die meisten Touristen stammen aus den USA und suchen nach Luxusresorts, in die sie durch hohe Zäune abgeschottet sind. In gutem Englisch hören sie nur das, was sie hören wollen, gehen mit den Guides ein paar Schritte in den Park, sehen vielleicht ein paar Tiere, geben sich damit zufrieden und hinterlassen Trinkgeld. Auf dieses Schema haben sich die Costaricaner spezialisiert – ist ja auch bequem. Pura Vida!?

    In vielen Unterkünften erinnert ein bunt gemalter Umschlag beim Betreten des Zimmers gleich an Trinkgeld, so auch an den Supermarktkassen und überall sonst. Um die Touristen zufrieden zu stellen, sprießen Tier-Santuarien, in denen man die Tiere nicht nur fotografieren, sondern sogar streicheln kann. Umweltschutz? Pura Vida?

    Sichtlich problematisch wird es, wenn Touristen kein Englisch sprechen, fragen stellen und eine Führung auf Spanisch wünschen – das bedeutet doppelte Arbeit, mehr Einsatz. Im jeden Fall kein Standard Verhalten. Es wird für viele ungemütlich. Da fällt mir ein witzige Beispiel, als ich in einem Supermarkt das Geld für Leergut wieder haben wollte. 15 Minuten hat es gedauert bis der Verkäufer 1$ aus der Kasse auszahlen konnte. Auf meine Nachfrage wo das Problem liegt, sagte man mir, die Touristen möchten nie das Geld für Leergut. Na klar, weil sie nicht wissen das es das überhaupt, dachte ich mir. Währenddessen starrte mich das Glas mit dem Aufschrift " Thank you for your Tipps " frech von der Seite an.
    Natürlich haben wir auch nette Costaricaner getroffen. Generell erinnert mich jedoch das Verhalten der Costaricaner an das der Schweizer. Häufig meinte ich, bei meinem Gesprächspartner eine Brise Arroganz vernommen zu haben. Mit der herzlichen Natur der Südamerikaner hat dieses Volk wenig gemeinsam.

    Woanders wird man als Tourist oft über den Tisch gezogen. Heißt dann Unehrlichkeit. Hier hingegen ist das offiziell und wird als Preis für hohen Lebensstandard deklariert. Vielleicht waren vier Wochen einfach zu kurz, um den hohen Lebensstandard wirklich kennenzulernen? Das kann gut sein. Übrigens, verhandeln gehört hier in Costa Rica zum schlechten Ton:))

    Costa Rica ist ein Land wo das Preis- Leistungsverhältnis für mich persönlich nicht stimmt.
    Für das Parken an einer Schotterstraße im Wald zahlte ich 3 Dollar. Eine Avocado kostet 1,80 Dollar, ein Liter Milch 2 Dollar, ein Brot 10 Dollar und eine Dose Bier (750 ml) kostet im Supermarkt etwa 3,20 Dollar.

    Laut Umfragen liegt der Mindestlohn (Stand 2022) bei ca. 600 Dollar, während das durchschnittliche Monatseinkommen etwa 1.500 Dollar beträgt. Viele Eigentümer der Unterkünfte, in denen wir übernachtet haben, leben in den USA. Die Menschen vor Ort verrichten den Service und wie manche die wir kennenlernten, brauchen eben mehrere Jobs.

    Ist es vielleicht einfacher, sich einzureden, glücklich zu sein, anstatt sich selbst zu hinterfragen?
    Anderseits ist das irgendwie auch gut mit sich und der Umwelt zufrieden zu sein.
    Eine erstaunliche Gelassenheit fand ich lediglich im Verhalten der Autofahrer. Auf der Schnellstraße war ein Geisterfahrer für niemanden ein Problem. Man gab Lichthupe, fuhr langsamer, bis der Falschfahrer abgebogen war – und das war's. Vorfahrt nimmt man sich oder gibt sie. Daraufhin folgen freundliche Dankesbekundungen. Ein heilloses Durcheinander, aber ohne einen einzigen Unfall! Keine Aufregung
    Pura Vida!

    Die Sauberkeit des Landes bewundere ich sehr. Müll am Straßenrand sucht man hier vergeblich. Strände sind frei von Plastik. An den Parkeingängen werden Taschen auf Plastik überprüft. Respekt! Bei der Müllentsorgung hingegen wird der Umweltschutz weniger genau genommen. Der Müll wird einfach auf einem Haufen gesammelt und verbrannt. Pura Vida!

    Mein persönliches Fazit:
    Ein Wintermonat in Sonne zu verbringen war schon schön. Würde ich bestimmt wieder machen. Allerdings nicht in Costa Rica.
    Pura Vida !
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  • Es geht nach Hause

    February 23, 2025 in the United States ⋅ 🌙 11 °C

    Wir spazieren durch San José, wo wir den Spuren der Deutschen, die hier im 19. Jahrhundert gewohnt haben, nachgehen. Im Mercado Central genießen wir noch die Küche der Costaricaner. Vor uns liegt die Reise nach Hause. Über Houston geht dann Richtung Heimat. Auch wenn das komisch klingen mag, ich freue mich schon darauf.Read more

    Trip end
    February 24, 2025