• Susann und Reto on Tour
  • Susann und Reto on Tour

Marokko mit dem WoMo 2019

Auf geht's ! Im Januar 2019 starteten wir mit unserem WoMo für 4 Monate nach Marokko.
Via Gotthard nach Genua und dann mit der Fähre nach Tanger.
Was dann kommt, werden wir sehen.
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  • Marrakesh, Pannenhilfe 1

    1 de abril de 2019, Marruecos ⋅ ☁️ 19 °C

    Eigentlich unser Hochzeitstag, aber zum Feiern war uns nicht zu Mute.
    Die empfohlene Garage war nicht erreichbar, so fragten wir bei einer grossen Peugeot Werkstatt um Hilfe, die empfahlen uns schnell und freundlich eine Fiat-Vertretung in der Nähe. Als wir dort, bei MANISS unser Problem schilderten, fuhren wir sofort mit einem Servicewagen zum WoMo, wo der Mechaniker einen Schaden im Kupplungssystem lokalisierte (Wir waren begeistert von der professionellen Arbeit!). Dann wieder mit TCS und UMA telefonieren …..
    Wir wollten nicht auf dem Parkplatz bleiben, also wurden wir einmal mehr aufgeladen und zum Campingplatz transportiert – wieder vom selben Künstler.
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  • Marrakesh, Pannenhilfe 2

    2 de abril de 2019, Marruecos ⋅ ☁️ 21 °C

    am Tag darauf :
    Wir haben wunderbar geschlafen, die absolute Ruhe und das Vogelgezwitscher am Morgen waren eine Wohltat und liessen die Müdigkeit sofort verschwinden.
    Wir besprachen die verschiedenen Optionen mit dem TCS:
    Rückführung des Fahrzeuges in die Schweiz geht nicht, weil das Risiko von Transportschäden ist zu hoch wäre.
    Also, das Auto hier reparieren lassen. Abhängig von der Dauer der Reparatur werden wir entscheiden, wie weitergehen wird.
    Wir fuhren mit dem Bus zur Garage und gaben ihr den Auftrag, das WoMo zu reparieren, dazu musste es erneut «verschifft» werden, am besten morgen früh, vor 9 Uhr. So organisierte der TCS, via UMA erneut einen LKW, welcher uns vom Campingplatz zur Garage transportierte.
    Wir nutzten den Tag und fuhren mit dem Bus in die Medina. Bereits am Nachmittag war hier schon reger Betrieb, ganz anders als vor einem Monat. Wir bummelten erneut durch die vielen schmalen Gassen uns atmeten den Zauber von 1001 Nacht ein. Die Verkäufer schienen uns diesmal viel weniger aggressiv als beim letzten Besuch. Nach einer feinen Pizza fuhren wir am Abend mit dem Taxi zurück.

    Der LKW brachte uns am frühen Morgen zur Garage (übrigens eine top moderne) und wir unterschrieben die nötigen Papiere. Der Mechaniker machte sich sofort an die Arbeit, er fragte uns sogar, ob wir Waren im Kühlschrank haben und Strom brauchen!
    Bis zum 5. April sollten wir eine genaue Analyse des Schadens, einen Kostenvoranschlag und die Lieferzeit der Ersatzteile erhalten (inshallah). Hoffentlich sind die Teile lieferbar, sonst wird unsere Panne zum Mega Gau, wir müssten die Ferien abbrechen und das Auto später abholen.
    Wir kauften noch rasch beim Marjane ein und fuhren mit dem Bus zurück, dann buchten wir ein Zimmer und genossen den schönen Tag am Pool.
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  • Marrakesh bei Regen

    4 de abril de 2019, Marruecos ⋅ 🌧 14 °C

    Das Zimmer ist zwar spartanisch eingerichtet, erfüllt aber seinen Zweck. Wir haben Kaffeemaschine mitgebracht und prima gefrühstückt, dazu haben wir einen Tisch improvisiert (haben wir den Marokkanern abgeguckt) und warten, bis es aufhört zu regnen (zu Hause schneit es jetzt stark).
    Wir konnten nicht den ganzen Tag im Zimmer bleiben, so beschlossen wir spazieren zu gehen und vorher im Restaurant etwas zu essen. Nach dem feinen Essen kauften wir noch rasch Brot und Wasser (für die Kaffeemaschine) und dann auf zum spazieren.
    Aber wir kamen nicht weit, der Ein/Ausgang zum Platz stand 30cm unter Wasser, auch auf dem Platz sind mehrere Seen entstanden. Hier gibt es keine Regenwasserkanalisation, so muss man halt warten, bis es irgendwann verschwindet. Immerhin hatte ein Angestellter (Mitarbeiter kann man nicht sagen, das würde bedeuten, dass er auch arbeitet ;-) ) mit den Stiefeln einen Graben auf der anderen Strassenseite aufgekratzt, damit das Wasser auf den Nebenweg abfliessen kann.

    Zum WoMo : wir haben heute Abend erfahren, dass das benötigte Ersatzteil in Marokko nicht verfügbar sei und dass die Lieferzeit etwa 3 Wochen betrage. Diese Aussichten haben unsere Zuversicht auf eine schnelle Reparatur gedämpft. Wir werden morgen nochmals zu der Garage fahren und mit ihnen Optionen diskutieren.

    Natürlich halten wir alle Neugierigen auf dem Laufenden.
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  • Marrakesh, der Clou

    5 de abril de 2019, Marruecos ⋅ 🌧 15 °C

    und nun kommt der Clou:
    Per Zufall hat der Campingplatzchef, Jessy, von unserem Auto-Problem erfahren und er erklärte uns, dass er ja WoMo's vermietet und einen eigenen Mechaniker hat. Er habe auch Connections zu Abschleppdiensten. Die Garagen müssen Originalteile verbauen, die offiziell, mit einer Rechnung von Fiat, eingeführt wurden - und entsprechend teuer seien. Sein Mechaniker repariere viele Fiat Wohnmobile, auch von Gästen auf dem Platz. Wir sollen doch mit der Garage reden und das Auto wieder auf den Campingplatz stellen. Gesagt, getan. Wir bezahlten die geleisteten Arbeiten der (Garage 330 DH) und liessen unser Auto wieder auf den Campingplatz bringen. Kaum angekommen, traf schon der Lokal-Mechaniker ein, checkte die Situation, schaute sich die Dokumente der Garage an und meinte "kein Problem, das könne er mit Originalmaterial in ein paar Tagen reparieren, er mache sich sofort an die Besorgung der Teile". Wir waren auf jeden Fall froh, wieder in den eigenen Wänden zu leben und alles was wir brauchen um uns zu haben.
    Mal sehen, was daraus wird .....
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  • Marrakesh, WoMo Demontage

    6 de abril de 2019, Marruecos ⋅ 🌧 15 °C

    wir konnten nicht lange auf dem schönen Platz bleiben. der Mechaniker hatte unser Womi bereits gestern, eine halbe Stunde nach unserer Ankunft inspiziert und es auf den Platz mit festem Untergrund hinter dem Restaurant abgeschleppt. Wir genossen dennoch den Platz an der Sonne. Noch an diesem Nachmittag hatter er mit einem Kumpel die Räder, das Kupplungsgehäuse und alles "drum und dran" ausgebaut und draussen aufgestellt (die arbeiten immer im Freien). Am Abend fuhren wir mit dem Bus in die Stadt, kaufet ein und "dinierten" im Restaurant "Passage". Wir sassen zwar drinnen, froren aber dennoch, weil alle Fenster und Türen offen standen. Dies störte jedoch die anderen Gäste nicht, welche im TV mit Eifer ein Fussballspiel verfolgten.
    Als wir zurückkamen, war alles ausgebaut. Der Mechaniker, Mohamed, wird am Montag die Teile bestellen und dann subito einbauen (insh' allah)
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  • Ausflug ins Dorf

    7 de abril de 2019, Marruecos ⋅ ☁️ 19 °C

    das Wetter war wieder prima und der See vor dem Campingplatzeingang war fast verschwunden.
    Wir konnten nicht mehr nur herumsitzen und zogen in Richtung Dorf los. Die grossen Abfallberge, welche den Weg säumten, waren kein schöner Anblick, da muss sich noch einiges ändern. Doch das Dorf selbst machte einen sauberen Eindruck. In jeder Gasse hatte es kleine Läden, welche irgendwie überlebten. Auch wir kauften hier Trinkwasser für unsere Wanderung ein. Wir streiften durch den lokalen, sehr marokkanischen Markt und wurden nirgends belästigt. Ausgangs Dorf überquerten wir ein grosses Gelände, welches zum Bebauen erschlossen wurde. Es lag noch alles brach - keine Ahnung, wer hier jemals bauen wird, vielleicht wieder eine der vielen Leerlaufprojekte ?
    Wir sahen in der Ferne eine Kuppel, welche uns an 1001 Nacht erinnerte, also steuerten wir darauf zu. Über grosse Flächen mit landwirtschaftlichen Abfällen (organischer Natur), dann der Bahnlinie entlang, gelangten wir zum Hotel "chez Ali". Ein grosser Bau, eben mit den Kuppeln, die wirklich an 1001 Nacht und Scheherazade erinnern.
    Am Abend, wieder zurück bei unserer "open air Werkstatt" fütterten wir unseren 5 € Grill mit Holzkohle und brutzelten darauf Poulet Schenkel - mmmmhhhh!
    Der TCS offerierte uns ein Auto um eine Ausfahrt zu unternehmen. So beschlossen wir, für zwei Tage eins zu mieten und nach Casablanca zu fahren. Der Junge an der Rezeption, Yüssuf, organisierte, dass das Auto bereits heute Abend bei uns stand. Es ging so schnell, dass der Vermieter keine Zeit mehr hatte, den Renault Clio zu waschen. Naja, so ist er wenigstens gut zu erkennen.
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  • Ausflug nach Casablanca الدار البيضاء ⴰⵏ

    8 de abril de 2019, Marruecos ⋅ ☁️ 20 °C

    während unser "Mecano" Ahmad unser WoMo repariert, fahren wir mir dem Mietauto nach Casablanca. Auf der Autobahn kamen wir flott voran, doch der absolut chaotische Verkehr in Casa liess uns der in Marrakech als Spielplatz erscheinen. Wir fanden aber unser Hotel und konnten danach mit einem deutschsprachigen Führer die Hassan II Moschee besichtigen. Die Moschee ist schon von aussen ein riesiges Objekt, aber von innen ist es einfach gigantisch! 22'000 Gläubige können darin beten und nochmals 25'000 draussen auf dem Vorplatz!
    Wir bummelten danach durch den Markt und genossen ein Entrecôte im Hotel-Restaurant.
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  • El Jadida الجديدة ⴰⵍ-ⵊⴰⴷⵉⴷⴰ

    9 de abril de 2019, Marruecos ⋅ ☁️ 18 °C

    Wir machten uns nach dem mässigen Frühstück auf den Weg nach El Jadida. Dort besuchten wir die alte, portugiesische Wehrmauer mit den Kanonen und bummelten durch den Markt. Wir setzten uns an einer Kreuzung in ein Strassenkaffe und bewunderten diesen und die verschiedenen Leute, welche hier durchkamen. Vor allem viele Schwarzafrikaner prägten das Bild.
    Wir fuhren gemütlich übers Land zurück, gaben das Auto ab und staunten nicht schlecht, dass unser WoMo immer noch nicht fahrtüchtig war. Ahmed erklärte uns, dass noch immer ein Teil von "LUK" fehle, es soll aber morgen eintreffen - mal sehen ....
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  • wieder in Marrakech

    10–14 abr. 2019, Marruecos ⋅ ☁️ 21 °C

    Mittwoch
    wir warten natürlich geduldig auf das Ende der Reparatur.
    am Mittwoch unternahmen wir einen Bummel ins Dorf, dabei trafen wir viele Leute im kleinen Restaurant. Ein Fussballspiel wurde live übertragen. (Die Marokkaner sind sehr Fussball begeistert)

    am Freitag, wanderten wir die fast 10km durch den Palmenhain in die Stadt um im Marjane einzukaufen. Zurück fuhren wir mit dem Bus. Dabei kamen wir bei vielen Pfefferbäumen vorbei. Ja, die Pfefferbäume gibt es wirklich und wir haben viele "Beeren", also Pfefferkörner geerntet.

    Der Samstag war ein Glückstag!
    Als wir von Vormittagsspaziergang zurück kamen, stellten wir fest, dass der Mechaniker hier war. Schon bald erschien er wieder mit leuchten in den Augen. Er und sein Kollege haben herausgefunden, dass nicht noch etwas kaputt sei, sondern dass der Bordcomputer nicht mit der neuen Kupplung kommunizieren kann. Gemeinsam spielten wir die neue S/W vom Laptop auf das Auto - und ????
    Das Auto konnte wieder fahren und alle Gänge konnten geschaltet werden!
    Ahmed strahlte wie ein Maienkäfer und wir waren glücklich, dass unsere Reise morgen weiter gehen kann.
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  • Tafraoute تافراوت ⵜⴰⴼⵔⴰⵡⵜ zum zweiten

    14 de abril de 2019, Marruecos ⋅ ☀️ 27 °C

    bereits um neun Uhr fuhren wir von Marrakech los. Zuerst auf der Autobahn bis kurz vor Agadir, dann nach Tiznit und von hier auf der R104 auf kurviger Strecke nach Tafraoute. Unterwegs fuhren wir nach Tiznit durch einen Sandsturm. Nach den Städten freuten wir uns, die Argan-Bäume und die roten Felsen wieder zu sehen. Es war mehr als kuschelig warm, bei 37 Grad liessen wir die Fenster geschlossen und waren froh um unsere Klimaanlage. Endlich, nach gefühlten 1'000 Kurven landeten wir auf dem freien Platz. Hier waren nur noch etwa 20 Wohnmobile zu sehen - die Saison geht zu Ende. Während des Bummels durch die Stadt, stellten wir fest, dass es auch keinen Markt mehr gab - echt schade. Aber am Dienstag und Mittwoch soll die Markthalle offen sein.Leer más

  • wir geniessen den Tag

    15 de abril de 2019, Marruecos ⋅ ☁️ 27 °C

    um acht Uhr vernahmen wir ein bekanntes Geräusch "pain, pain ...", der Brotmann kam mit seinem Fahrrad angebraust und begrüsste uns, wie alte Freunde. Natürlich kauften wir bei ihm zwei Brote. Es wurde schon bald sehr warm und wir bauten uns mit Tüchern einen Schattenvorhang an der Markise. Dann kam ein Mofa angebraust und der Coiffeur, welcher im Februar Susanns Haare schnitt, fuhr heran. Auch er erkannte uns sofort, was uns schon erstaunte, waren doch damals über 300 Wohnmobile auf dem Platz und unzählige Touristen in der Stadt. Ich wollte sowieso die Harre schneiden und den Bart trimmen lassen, so kam mir sein Angebot, dies gleich hier auf dem Platz zu tun, ganz gelegen - für 80 DH, wohl bemerkt!
    Ansonsten genossen wir einfach den Tag.
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  • Nabil verschönert unser WoMo

    16 de abril de 2019, Marruecos ⋅ ☁️ 28 °C

    man sah schon am Morgen, dass es wieder heiss werden wird. Die Luft war dunstig (Saharastaub) und dazu keine Wolke am Himmel.
    Heute besuchten wir den "kleinen" Markt, in und um die Markthalle und am Nachmittag kam der Tankwagen, um unsere Wasservorräte aufzufüllen. Auch neue Nachbarn haben wir bekommen, Nicole und Pit, ebenfalls aus dem Aargau (swissoverlander.ch). Sie waren mit ihrem gelben VW T5 4x4 unterwegs und bereisen die ganze Welt. In der Stadt kauften wir für unseren Tajine Topf ein "Stoffeli" (Kohle-Feuerstelle), für 17 DH und bestellten dazu einen Windschutz aus Blech.
    Ein weitere Gast stiess zu uns, Nabil, er bot uns an, ein weiteres Bild auf unseren Camper zu Malen. Wir entschieden uns für ein Werk auf der Garagentüre.
    Am Abend weihten wir unser Stoffeli ein und genossen eine wunderbare Poulet-Tajine.
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  • wir treffen wieder Nicole und Pit

    17 de abril de 2019, Marruecos ⋅ ☁️ 29 °C

    das Brot, welches Susann gestern gebacken hatte, schmeckte vorzüglich zum Frühstück - DANKE !
    Danach gingen wir wieder an den Markt, heute wurden auch Tiere verkauft. Ich fragte nach, was eine Ziege so kosten würde : 2'000 DH, fast ein Monatslohn eines Arbeiters! Wir trafen dort auf Nicole und Pit und tranken zusammen Fruchtsaft.
    Gleich neben unserem Wohnmobil befindet sich ein nur spärlich gesichertes, ca, 5 Meter tiefes Loch, es ist ein Brunnen. Daraus schöpfte ein Hirte heute Wasser mit einer PET Flasche für seine Ziegen. Dann war es auch Zeit, unseren bestellten Windschutz für Tajine und Grill abzuholen.
    Nach den feinen gebratenen Spaghettis zum Znacht zogen wir uns warm an, denn es wurde merklich kühler und wir bummelten noch einmal in die Stadt und dann quer durch die Quartiere wieder zurück. Die Wetterprognose kündigte für morgen einen kühlen Tag an, dass heisst, wir können wandern gehen!
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  • endlich Wetter für eine Wanderung

    18 de abril de 2019, Marruecos ⋅ ☁️ 16 °C

    endlich können wir eine Wanderung unternehmen, der Morgen war angenehm kühl und wir erwarteten keine grosse Hitze. Wir zogen also mit Regenjacke und Essen im Rucksack los. Zunächst an der Ziegenherde vorbei, die Tiere schmausten die reifen Argan Nüsse von den Bäumen. Dabei konnten wir auch Tieren zuschauen, die in die Äste hineingeklettert waren.
    Wir freuten uns wie im Februar über die vielen wundersamen Felsformen und bewunderten die vielen Pflanzen, welche jetzt Blüten spriessen liesse - die Wüste lebt!
    Schon bald wurde es richtig warm und wir waren froh, leichtere Kleiden mitgenommen zu haben. In Aït Omgas, im Ammeln-Tal schlossen wir die 10km Wanderung mit einem Apfeljus im Bio Restaurant Beldi in ab und fuhren für 10DH (1 SFR!) im Taxi zurück nach Tafraoute
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  • Frösche in der Wüste ???

    19 de abril de 2019, Marruecos ⋅ ☀️ 22 °C

    am Morgen war es gerade mal 12 Grad kühl, aber die Sonne schien bereits, so konnten wir draussen frühstücken. Wir hatten wieder gepackt, um wieder auf die Piste zu gehen, heute wollten wir in Richtung Osten, also in die Richtung der blauen Felsen.
    Kurz nachdem wir Nicole und Pit verabschiedeten zogen auch wir los. Zuerst durch die Stadt und dann hinauf in die Felsen. Wie erwartet, war alles staubtrocken, doch plötzlich hörten wir Frösche quaken, das heisst, es muss irgendwo permanent Wasser geben!
    Und tatsächlich, der Weg, welcher auch von Quads benutzt wurde, führte an einem Fluss entlang. Normalerweise sind alle Flussbetten trocken, was eigentlich nicht stimmt, denn das Wasser fliesst etwa 2-5 Meter unterhalb. Aber hier kam es an die Oberfläche und bildete ein paar Weiher, mit Palmen, Oleander und vielen grasgrünen und braunen Fröschen, die extra für uns ein lautes Kontert spielten. Es war ein wunderschöner Ort, um die Füsse im Wasser und die Seele in der Weite baumeln zu lassen. Vor einiger Zeit war diese Gegend bewohnt, wir fanden "Häuser", Wasserkanäle und einen verfallenen Ziehbrunnen, aus welchem man immer noch Wasser schöpfen konnte. Aus einiger Distanz sahen wir die blauen Felsen, es schien ein dunkelblauer dazu gekommen zu sein. Wir folgten dem Pfad von 1200m hinunter auf 1000m in ein schönes, sauberes Dorf, mit neuen Starassen - dessen Namen wir auf keiner Karte fanden. Wir dachten sofort : "es geht doch!". Kein Abfall und gepflegte Gärten.
    Fast zurück auf dem Platz kam ein richtiger Sturm auf, es war zwar nicht kalt, aber wir mussten zum ersten Mal drinnen essen. Interessanterweise war es dann um 21 Uhr wider fast windstill - und Vollmond, sooo schön.
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  • Eier färben für Ostern

    20 de abril de 2019, Marruecos ⋅ ☁️ 18 °C

    Karsamstag
    heute war es wieder sehr windig und auch an der Sonne, bei nur 18 Grad kühl. Dennoch bummelten wir wieder in die Stadt, denn der erwartete Wassertankwagen ist nicht erschienen. Es standen nur noch etwa 10 WoMos auf dem Platz, da war die Saison wohl zu Ende. In der Stadt kauften wir Eier, um sie für morgen zu färben. Auch mit Babuches (Schuhen) für mich und die Enkel haben wir erstanden. Auf dem Rückweg wollten wir ein paar Kräuter suchen, um sie beim Färben um die Ostereier zu wickeln. Dieses Unterfangen ging schief, hier hat alles Dornen oder Stacheln, oder ist so zäh, dass man es nicht gebrauchen konnte. Also legten wir was wir hatten und ein paar Gummibänder um die Eier und legten sie in den Sud mit Zwiebelschalen.
    Dann bereiteten wir unser Fahrzeug vor, denn morgen wollen wir weiterfahren.
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  • von Tafraoute Aït Baha

    21 de abril de 2019, Marruecos ⋅ ☁️ 14 °C

    Ostersonntag,
    am Morgen es war nur noch 11 Grad, obwohl die Sonne schien. Ein Grund um weiter zu fahren, es sollte nämlich noch die ganze Woche so bleiben. Danach sollte der Wind abnehmen und es würde für Monate nur noch sehr heiss werden.
    Wir genossen unsere selbst gefärbten Ostereier und fuhren danach los in die Stadt, um unsere Vorräte wieder aufzufüllen. Da der Wassertanker gestern nicht kam, wollten wir bei der örtlichen Tankstelle nachfüllen. Da begegnete uns der Besitzer des Tuareg Ladens, welcher uns, wie immer, freundlich begrüsste. Nach dem obligatorischen Schwatz bot er uns an, das Wasser aus seinem Laden zu beziehen - wir nahmen natürlich dankend an. Dann zogen wir los, zum Amelntal, dann nach Osten und durch die farbigen Berge und Täler Richtung Aït Baha. Die anfangs schmale Strasse wurde bald sehr gut und wir konnten die Umgebung mit den vielen, in die Hügel "geklebten" Dörfer betrachten. Unterwegs hielten wir bei einem Agadir an. Der restaurierte Agadir Tizourgane war wirklich in einem sehr guten Zustand. Sogar ein Hotel wurde hier eingerichtet - davon sieht man aber von aussen nichts. Sogar alle Stromleitungen wurden in die Mauern eingebaut, sodass der Agadir wirklich dem Original entspricht. Die paar Dirham Eintritt haben sich wirklich gelohnt.
    Wir fuhren auf der guten Strasse weiter und hielten etwa 30 km vor Aït Baha auf einem grossen Platz, neben der Strasse an. Es war zwar windig, aber sehr ruhig, da hier nur wenige Autos und LKWs verkehren. Zum Abendessen schmeckte die Poulet-Tajine hervorragend!
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  • weiter nach Taroudannt تارودانت ⵜⴰⵔⵓⴷⴰⵏ

    22 de abril de 2019, Marruecos ⋅ ☀️ 22 °C

    wir fuhren weiter nach Aït Baha und dann nach Osten, nach Taroudannt, hier war es bereits 22 Grad warm. Natürlich besuchten wir den Souq, wie letztes Mal und assen ein leckeres Menü zu Mittag. Erfolgreich fanden wir einen grossen Teppich, um ihn vor das WoMo zu legen. Gewürze, Früchte und "Guezli" gehörten ebenfalls dazu.
    Hier wollten wir aber nicht bleiben und so fuhren wir am Nachmittag nach Taliouine auf den Campingplatz. Ich glaube, es ist der erste Platz, auf dem alle sanitären Anlagen funktionieren und alle Steckdosen in Ordnung und abgedeckt waren. Der Platz macht einen sehr guten Eindruck, auch wenn der Platzwart nur noch sein linkes Auge hat und sein rechtes eine weisse Kugel ist ;-)
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  • Taliouine تليوين ⵜⴰⵍⵉⵡⵉⵏ

    23 de abril de 2019, Marruecos ⋅ ☁️ 16 °C

    Wolken, Nieselregen und 13 Grad begrüssten uns heute Morgen. Natürlich kein Grund, herum zu sitzen. Wir zogen uns entsprechend an und starteten zur Erkundung der Gegend.
    Wir überquerten die Hauptstrasse (N10), um in das nächste kleine Dorf zu kommen. Wir bummelten, wie jedes mal, quer durch die kleinen Gassen und standen auf einmal vor eine grosse Kasbah, welche halb zerfallen war. Es musste wirklich etwas grosses gewesen sein. Darin befindet sich im renovierten Teil sogar ein Restaurant "Escale Rando", schön dekoriert, mit einem Blumen- und Gemüsegarten. Gleich daneben sieht man ein verlassenes, modernes Hotel - eine der vielen "Bau-Leichen". Das nächste Dorf machte hingegen einen jämmerlichen Eindruck, man könnte sagen, "echt authentisch". Wir folgten der Strasse, welche völlig unerwarteter weise asphaltiert war und stiegen dann das steile Ufer zum fast trockenen Flussbett hinunter. Noch vor dem Abstieg entdeckten wir riesige, schwarze "Käfer", sie waren, mit den Fühlern, etwa 12cm lang (!), leider haben wir nicht herausgefunden, wie diese heissen.
    (Sollte es jemand herausfinden, bitte melden
    Nachtrag : es sind Nymphen der Riesengrille "Eugaster guyoni")
    Auf der anderen Seite wollten wir wieder hoch, aber ein Bauer meinte, dass wir nicht durch sein Stückchen Land dürfen. Wir stiegen also wieder hinunter und fanden einen anderen Weg in das Dorf Taliouine. Hier trafen wir viele Touristen, wir denken sie waren auf Trekking Touren. Im Restaurant tranken wir einen fürchterlichen Kaffee. Am Ende des Dorfes schauten wir uns die Strasse an, auf welcher wir weiter zu fahren gedenken - es wurde uns aber von diesem Vorhaben abgeraten. Weiter in diesem Teil des Dorfes liegt der zweite, kleine Campingplatz, ziemlich versteckt, aber sehr hübsch. Allerdings würde ich mit unserem Gefährt nicht über die Zugangsstrasse fahren.
    Auch hier fanden wir wieder Dutzende dieser grossen Käfer.
    Zurück auf dem Platz, stellten wir unser Auto um und setzten uns, vor Wind geschützt, an die Sonne. Leider zogen schon wieder Wolken auf und es begann bald darauf leicht zu regnen. Wir zogen uns in unser "Schneckenhaus" zurück und studierten die möglichen Routen für die nächsten Tage. Weil es in den Bergen regnete, kamen Passfahrten für die nächsten Tage nicht in Frage, also werden wir auf den Hautstrassen und der Autobahn Nach Marrakech und dann weiter Richtung Meknès ins Rif-Gebirge fahren.
    Alle die, die gerne Steinpilznudeln essen, hätten heute Abend bei uns sein sollen :-)
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  • unterwegs ins Rif Gebirge

    Dienstag,
    nach reiflicher Überlegung entschlossen wir uns von Taliouine über die Hauptstrasse N10 und die Autobahn nach Marrakech zu fahren. In den letzten Tagen hatte es in den Bergen geregnet, somit war eine Passfahrt keine Option. Auch den Weg über Ouarzazate schlossen wir aus, weit danach ein Pass folgt, oder eine trostlose, unendliche Fahrt durch die Steinwüste.
    Vor Marrakech konnten wir bei der Afriquia Gasstation unsere CH-Gasflasche auffüllen lassen (GPS: N31.73023 W8.09462)
    Wir lassen wieder die Bilder sprechen .....
    Auf dem Campingplatz trafen wir wieder unsere Freunde Nicole und Pit und wir plauderten lange über Gott und die Welt.

    Mittwoch
    gegen Mittag starteten wir den Motor und fuhren flux weiter, wieder auf der Autobahn nach Casablanca. Auf dem Weg sahen wir viele Kartoffel- und Getreidefelder, welche bald geerntet werden können.
    Auf der Autobahn hielt ein Reisebus auf dem Pannenstreifen und liess einen Mann aussteigen. Dieser überquerte ohne Eil die Bahn und marschierte auf der anderen Seite weiter. Offensichtlich kein Problem für die Marokkaner.
    In Casa stoppten wir beim carrefour, kauften ein und waren enttäuscht, dass wir keinen Wein fanden - tja, ein anders Mal.

    in Mohammedia stellten wir uns im "Océan bleu" Campingplatz auf, der frühere schöne Platz ist mittlerweile von unzähligen Luxus-Überbauungen eingekesselt. Aber man kann dennoch in zwei Minuten ans Meer. Diese Gelegenheit nutzten wir und spazierten der Küste entlang und dann durch Dorf zurück.
    Zum Abendessen zauberte Susann ein Berber Omelett in der Tajine herbei.
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  • Meknès مكناس ⴰⵎⴽⵏⴰⵙ

    26 de abril de 2019, Marruecos ⋅ ☁️ 21 °C

    von Mohammedía starteten wir via Autobahn nach Meknès. Zuerst fuhren wir aber nach Rabat, nicht um die Stadt nochmals zu besuchen, sondern um ein paar Flaschen Wein beim Carrefour zu kaufen. Bei der schönen Einfahrt in die Stadt, fuhren wir plötzlich in einen kleinen Stau. Ein Polizist hielt mitten auf der dreispurigen Strasse ein Auto an und wollte die Papiere sehen. Echt marokkanisch kurvten alle anderen Autos darum herum - und dann ging natürlich nichts mehr. Wir fanden das Weingeschäft, aber: am Freitag geschlossen! Also weiter, Richtung Meknès. Die Gegend wurde immer grüner, zeitweise hatten wir das Gefühl, wir fahren durch das Schweizer Mittelland, wären da nicht die Palmen, Kakteen und Berber Taxis (Esel). Es fiel und sehr positiv auf, dass kein Abfall herumlag, wahrscheinlich herrscht hier ein gewisser Wohlstand, um sich um den Müll zu kümmern. Viele Eindrücke werden uns von der Fahrt bleiben, Reben, Getreidefelder, Bananenplantagen, Pferde, Aprikosenbäume, Oliven, Eukalyptus, Fichten .....

    Wir fuhren durch die grossen Tore nach Meknès hinein, dann über den grossen Platz am Palais Royale zur Stadtmauer und zum königlichen Golfplatz. Hier stellten wir uns neben den anderen Wohnmobilen auf und bummelten sogleich durch den alten Teil der Stadt. Hier fanden wir in einem Geschäft einen alten Mann, der mit einem kleinen Hämmerchen dünnen Silberdraht (so dünn wie ein Faden) in Form von Mustern auf eine Metallschale klopfte (Eisen/Bronze). Anschliessend wurde die Schale gebrannt und ein Schmuckstück entstand. Es die Kunst der damaszierten Gegenstände. Wir wechselten den Stadtteil und gingen durch den Bab Mansour zum Markt. Obwohl Freitag war, hatten schon viele Stände und Läden offen. Am Abend assen wir in einem Restaurant in der Neustadt ein leckeres Truthahn-Cordon-bleu. Abends bummelten wir noch einmal durch den Markt, der jetzt richtig lebendig war.
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  • Moulay Idriss, Zerhoun

    27–29 abr. 2019, Marruecos ⋅ ☁️ 26 °C

    Am Morgen verliessen wir Meknès in Richtung Norden, unser Ziel war der Campingplatz vor Moulay Idriss Zerhoun.
    Wir steuerten auf den Marjane Markt zu, kauften wieder einmal ein und fragten den netten Kassier, ob man irgendwo Wein einkaufen könne (Es kann ja nicht sein, dass es in der grössten Weingegend keinen Wein kaufen kann). Er erklärte uns den Weg zum nahe gelegenen Geschäft und wir deckten uns für die Weiterreise ein.
    Vorbei an Feigenplantagen und Sonnenblumenfeldern gelangten wir in eine liebliche, hügelige Gegend mit Olivenhainen und Getreidefeldern. Wären da nicht Palmen und Kakteen, könnte man meinen man sei irgendwo in Mitteleuropa. Problemlos fanden wir den Campingplatz "belle vue", vor Moulay Idriss und genossen die Ruhe und die Sonne. Die Rinderfilets vom Grill und das Glas Wein schmeckten am Abend herrlich!

    Habe ich etwas vergessen ? - Ja natürlich
    Ich konnte mich einmal voll ins Zeug legen. Mit meinem ganzen (Leicht-)Gewicht knetete ich den Teig, formte ihn und daraus wurde in der Pfanne auf dem Herd ein feines Brot.

    Bei offenen Fenster haben wir wunderbar geschlafen und des eigene Brot zum Frühstück schmeckte total lecker, dazu brachte ein Mann vom Platz frischen "Berber-Whisky". Kaum waren wir später an der Hauptstrasse unten, kam auch schon der Bus und nahm uns für 10 DH mit, hinauf in die Stadt Moulay Idriss Zerhoun. Aus der Ferne sieht die Stadt wie ein Dromedar aus, der kleinere, arabische Teil ist der Kopf, der grosse, berberische Teil, der Höcker. Die Stadt wurde von Idriss I. im 8. Jahrhundert erbaut, als er von Fès vertrieben wurde. Idriss der I war ein direkter Nachfahre des Propheten und deshalb heilig (obwohl es im sunnitischen Islam gar keine Heiligen gibt). Trotzdem wurde er von seinen Widersachern in Fès vergiftet. Nachdem wir einen O-Saft getrunken hatten, fanden wir den etwas versteckten Eingang zur Idriss I. Moschee, die wir natürlich nicht betreten durften. Am Eingang ist ein Stahlbalken auf etwa 1.2m Höhe eingelassen. Dieser ist nicht als Absperrung gedacht, sondern jeden Besucher und Pilger soll sich in vor Gott verneigen. Diese Moschee ist ein Pilgerort für Muslime. Wer nicht nach Mekka kann, soll fünf Mal im Leben zu diesem Ort Pilgern.
    Ein Berber sprach und an und gab sich als offizieller Führer aus - da klingeln sofort die Warnglocken. Als Imad uns aber erklärte, was er uns für 50 DH alles zeigen möchte, sind wir ihm gefolgt. Es war echt interessant, was er uns alles zeigte und erklärte. Durch schmale und saubere Gassen führte er uns hinauf zum Aussichtspunkt, von wo wir einen herrlichen Rundblick über die Stadt und hinunter zur Idriss Mosche hatten. Weiter führte er uns zum einzigen runden Minarett in Marokko. Es ist rund herum mit grünen Kacheln dekoriert. Auf dem Weg kamen wir an Holz- und Blechtüren vorbei. Holztüren kennzeichnen arabische Besitzer. Diese Türen sind mit Symbolen der Fatima-Hand versehen, welche beim Betreten des Hauses die bösen und schlechten Gedanken draussen lassen sollen. Ebenfalls haben die Türen zwei Klopfer, die verschieden tönen. Der untere Klopfer bedient der Hausherr, um zu signalisieren, dass er alleine nach Hause kommt. Klopft er mit dem oberen, bringt er Besuch oder Gäste mit, somit weiss seine Frau, dass sie sich entsprechend bekleiden und das Haus herrichten muss. Da wo Berberfamilien wohnen, sind Blechtüren eingebaut. Oft werden sie wie Holztüren bemalt - aber ohne Klopfer. Interessant wird es, wenn ein Berber sein Haus an einen Araber verkauft, dann wir die Türe ersetzt.
    Mit dem Bus fuhren wieder zurück und flüchteten uns in des Schatten. Da gesellte sich ein magerer, roter Kater zu uns und erhoffte wohl, etwas von unserer Tajine mit Rinderfilet drin abzubekommen - leider hatte er Pech gehabt.
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  • Moulay Idriss, Volubilis

    29 de abril de 2019, Marruecos ⋅ ☁️ 29 °C

    Bereits um 7:30 standen wir auf, wir hatten schon am Vorabend gepackt und wollten weiter Richtung Norden. Zuerst besuchten wir die Reste der römischen Stadt Volubilis.
    Sie zeigt die am besten erhaltenen Monumente aus der römischen Antike in diesem Teil Nordafrikas. Im Jahr 1997 wurde sie als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt.
    Bereits 1915 wurde Restaurierungen begonnen, eigentlich erstaunlich, denn in Marokko wird alles relativ schnell zu anderen Zwecken "recycelt". Alle Objekte, Gemäuer, Säulen, Kanäle und auch Mosaike sind ungeschützt unter freiem Himmel und dennoch in gutem Zustand. Mithilfe der UNESCO wurde ein modernes, schönes und informatives Besucherzentrum gebaut. Ebenfalls gibt es einen Stellplatz für WoMos. Bei unserem Besuch - und es war bereits gegen 30°C warm - kamen einige Reisebusse mit Touristen an. Die lustigsten waren die Chinesen, die mit lautem Geschnatter eine Modeschau zeigten und hunderte Selfies knipsten. Zum Glück waren wir vor ihnen hier und hatten die Stätte für uns alleine..
    Ich schickte meinem Brude das Bild vom Triuphbogen ... er, als "alter Römer", erkannte ihn sofort : "klar, Caracalla" ;-)

    Ein Tipp für Marokko Reisende: nehmt genug Saltz mit!
    Das Salz hier ist sehr fein gemahlen und verklumpt im Salzstreuer sofort.
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  • Ouezzane وزان ⵯⴰⵣⴰⵏ, Motel Rif

    29 de abril de 2019, Marruecos ⋅ ☁️ 27 °C

    Von Volubilis aus, durch wiederum hügeliges, fruchtbares Gelände erreichten wir auf mässig guten Strasse unser Tagesziel, den Stellplatz "Motel Rif", ein paar Kilometer vor der Provinzhauptstadt Ouazzane. Die Stadt liegt auf einem Hügel mit vielen Quertieren darum herum. Es leben etwa 60'000 Menschen hier, sie sieht aber eher aus, wie ein grosses Dorf.
    Der Stellplatz war für einmal etwas ganz Besonderes. Zum Motel gehört ein schönes Restaurant mit Pool. Daneben befindet sich ein weiterer, grosser Pool, um den sich die Wohnmobile, teils bis an den Wasserrand, aufstellen können. Es wurde für uns richtig heiss, die Sonne stand fast senkrecht am Himmel und Schatten gab es keinen. Da war es eine herrliche Erfrischung, im grossen Pool schwimmen zu gehen. Wir konnten auch unsere Wäsche zur Rezeption bringen und dann zum Trockenen aufhängen. Bei über 30 Grad und einem leichten Wind war sie im Nu trocken. Am Abend, als es angenehmer wurde, assen wir auf der Wiese des Restaurants gebratenes Huhn mit Reis und gebratenen Kartoffeln. Bedient wurden wir vom ersten Kellner, von dem wir des Gefühl hatten, dass er diesen Beruf gelernt hatte. Wir hatten auch ein Glas Wein erhalten - zum Glück nur EIN Glas. Nach dem Essen sassen wir noch lange draussen und genossen den schönen Abend.
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  • Ouazzane, Motel Rif 2

    30 abr.–3 may. 2019, Marruecos ⋅ ☀️ 26 °C

    Dienstag
    Der Verkehr in der Nacht war, wie erwartet, nicht gross, nur die vielen Hunde drehten ihre Runden mit lautem Gebell. Nach dem Frühstück schulterte ich den leeren Rucksack, wir wollten in die Stadt. Wir beschlossen kurzerhand, dass ein Marsch von etwa 10km bei dieser Wärme keine gute Idee war, zumal wir fast alles der Hauptstrasse entlang gehen mussten. Wir warteten also an der Strasse auf ein Sammeltaxi. Schon nach fünf Minuten hielt eines an und nahm uns für 10 DH mit. Weil die Stadt ausser zwei Moscheen - die wir ja eh nicht betreten dürfen - eigentlich nichts zu bieten hatte, waren wir am Markt um Gemüse, Salz und Hefe einzukaufen. Dann fuhren wir mit dem nächsten Taxi wieder zurück und genossen einfach den Tag, zum Beispiel mit schwimmen oder dem Genuss von Melonen.
    Am Pool wurden Steinplatten ausgetauscht, keiner weiss warum. Ein Arbeiter mit kaputten Schuhen führte den ganzen Tag eine neue Platte nach der andern zur "Baustelle". Dies mit einer altertümlichen Schubkarre, welche kein Radlager hatte. Daher quietschte sie nicht wenig. Ich holte den WD40 Spray hervor und stellte den störenden Ton ab. Nun kam er etwa alle Stunde vorbei und die Achse musste neu gesprayt werden.

    Mittwoch, 1. Mai
    dieser Tag ist hier natürlich kein freier Tag, so wenig, wie die Samstage oder Sonntage. Einzig der Freitag ist ein Freitag, auch wenn man davon nicht viel merkt.
    Wir brachten unsere Bettwäsche zum waschen und konnten sie nach zwei Stunden bereits wieder sauber abholen. Nach einem Bad vernahmen wir bekannte Geräusche, wir hörten Stimmen und verstanden alle Worte, ohne sie zu übersetzten. Ein Wohnmobil mit ZH Nummern fuhr heran und wir begrüssten Silvia und Peter. Am Abend unternahmen wir eine kleine Wanderung - man kann ja nicht nur herumsitzen. Naja, das mit dem wandern ist so eine Sache, es gibt ja keine Wanderwege. Also bogen wir bei der erstbesten Gelegenheit von der Strasse nach rechts ab und folgten dem Trampelpfad in Richtung Olivenhain. Dann steil hinunter, über das Flüsschen und wieder hinauf auf den Hügel. Es wurde schon etwas dunkler und wir begannen den Abstieg, dabei trafen wir auf einen "Bauernhof" und wollten ihn umgehen. Da hörten wir Pfiffe und Männerstimmen und ahnten nichts Gutes. Aber, wir schon oft, hier ist alles etwas anders .Die drei Männer riefen und, um uns den richtigen Weg - quer durch den Hof - zu zeigen. Dabei wird natürlich wieder geplaudert und wir erfuhren, dass sie hunderte Olivenbäume bewirtschaften. Sie hatten auch eben so viele Schafe und das gackern vieler Hühner war nicht zu überhören. Als wir wieder in Tal unten waren, mussten wir uns, schon fast im Dunkeln, einen Weg über das Flüsschen zum Motel suchen. Am späteren Abend sassen wir noch lange mit Silvia und Peter zusammen, dabei offerierte Silvia Susann, dass sie ihr morgen die Haare schneiden wird - sie war Coiffeuse.

    Donnerstag
    der letzte Wochenmarkt in Ouazzane vor Ramadan (4. Mai2019), da wollten wir natürlich hin. Nach dem Frühstück schnitt Silvia, wie versprochen, die Haare von Susann. Danach konnten wir mit ihnen in die Stadt fahren und bummelten eine Weile durch den Markt. Zum Glück war es heute bewölkt und es herrschte eine angenehme Temperatur. Die Stadt ist berühmt für ihre Arbeiten aus Seide, Leinen und Kamelwolle, vor allem Teppiche und Decken werden hier zu sehr guten Preise angeboten, weil diese von den Familien direkt verkauft werden. Als sie weiterfuhren zeigte uns ein Geschichte- und Geografie Lehrer viele interessante Orte in der Stadt und erzählte uns zum Beispiel, dass diese Stadt früher von mehr Juden als Marokkanern bewohnt wurde, oder, dass die Häuser der Juden blau und die anderen grün bemalt waren. Auch ein Männer-Hammam durfte ich besuchen (angekleidet). Als Krönung der Führung, wurden wir von einem Scherif (Heiligen, also Nachfahren vom Propheten) in sein Haus eingeladen. Ein prunkvolles Gebäude, in dem auch arme Leute zum essen eingeladen und Spenden verteilt werden. Dies und anderes sind Pflichten eines Scherifs. Wir hatten die Absicht, zwei schöne Decken in der Stadt zu kaufen, aber keine Massenware. Auch hier wurden wir gut beraten, wurden bei einer Weberfamilie zum Tee eingeladen und konnten die gewünschten Geschenke zu einem angemessenen Preis kaufen. Mit dem Gepäck zogen wir zum Markt, um Gemüse für eine Tajine einzukaufen. Auf dem Weg zum Taxistand kamen wir an einer Strasse vorbei, an der kleine Stände aufgestellt waren. Es wurden keine Waren angeboten, sondern Männer und Frauen sassen an den Tischen hinter Schreibmaschinen. Es waren öffentliche Schreiber, welche für die weniger schreibkundigen Briefe und Verträge verfassten. Zurück fuhren wiederum mit dem Taxi und bekamen vom Restaurant Brot fürs Abendessen. Unsere Tanks waren leer/voll, das hiess wieder einmal dumpen, WC leeren und Wasser auffüllen und wir stellten unser Auto nun zum Pool hinunter.
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