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Roadtrip CAN Sommer ☀️ 2026

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    🇨🇦 Rossland, Kanada

    Fernie – Nur noch einen Tag… 🚵‍♀️🍦

    Aug 22–Sep 2 in Canada ⋅ ☀️ 27 °C

    Wie erwartet hat uns Fernie ziemlich schnell begeistert. Der kleine Ort liegt im Südosten von British Columbia, mitten in den Canadian Rockies – und gefühlt besteht hier alles aus Bergen, Bikes und Trails. Die Stadt selbst ist klein und entspannt, die Leute unglaublich nett und rundherum gibt es ein riesiges Mountainbike-Netz. Eigentlich wollten wir nur ein paar Tage bleiben. Daraus wurde irgendwann: „Ach komm, einen Tag hängen wir noch dran.“ Und dann noch einen. Und noch einen. 😄 Am Ende war es mehr als eine Woche.

    Einen gewissen Anteil daran hatte wahrscheinlich auch unsere tägliche After-Bike-Routine. Wir entdeckten Beanpod, eine kleine Schokoladenmanufaktur mitten in Fernie, die nicht nur ihre Schokolade, sondern auch ihr Eis selbst herstellt. 🍫🍦 Und von da an führte nach dem Biken erstaunlicherweise jeden Tag unser Weg dorthin. Unsere persönliche Eishistorie entwickelte sich entsprechend: erst ein kleiner Becher, dann drei kleine Kugeln, irgendwann Medium – und am Ende waren wir beim großen Becher angekommen. Man muss sich schließlich auch weiterentwickeln. 😂

    Die meiste Zeit verbrachten wir aber natürlich auf den Bikes. 🚵‍♀️ Fernie hat Trails ohne Ende und vieles ist etwas flowiger und damit auch anfängerfreundlicher als in manchen Gebieten, die wir zuvor gefahren sind. Uphill-Trails führen in alle möglichen Richtungen und oben warten immer wieder fantastische Aussichten. Man kann morgens mal eben auf den Berg radeln, oben frühstücken und sich anschließend mit der Abfahrt belohnen. Genau unser Ding. 🏔️

    Auf einem der Berge stand sogar ein Golfschläger herum – warum auch immer. 😄 Natürlich mussten wir ein paar Abschläge ausprobieren. ⛳ Das Ergebnis war allerdings ziemlich eindeutig: Wir bleiben lieber beim Mountainbiken.

    Fast jeden Tag saßen wir auf dem Bike. Nur ich legte einmal einen Pausentag ein – den Alex natürlich direkt nutzte, um sich im Bikepark die Double Blacks genauer anzuschauen. 😄 Der Bikepark im Fernie Alpine Resort bietet vom entspannten Flow bis zu steilen technischen Abfahrten eigentlich alles.

    Beim Campen gönnten wir uns diesmal etwas mehr Luxus und probierten gleich vier verschiedene Plätze aus. Die erste Nacht verbrachten wir im Mount Fernie Provincial Park, danach mehrere Tage im Fernie RV Resort, das schnell unser Favorit wurde: Strom für die E-Bikes, alles super gepflegt und vermutlich die beste Campingplatz-Dusche unserer gesamten Reise. 🚿😂 Riesig, blitzsauber und fast wie ein eigenes kleines Badezimmer. Fürs Wochenende wechselten wir auf den Campingplatz direkt am Fernie Alpine Resort – perfekt, weil wir direkt am Bikepark standen und am Wochenende beide Lifte geöffnet waren. 🚵‍♀️🚐 Und für unsere letzte Nacht ging es schließlich noch ins Coal Creek Camping & RV, wo wir dann auch endlich wieder unser Lagerfeuer genießen konnten. 🔥

    Und manchmal sind es sowieso die Begegnungen, die einen Ort besonders machen. Nach zwei Tagen sprachen uns unsere deutschen Nachbarn Birte und Jonas an. Im Gespräch stellte sich irgendwann heraus, dass Jonas tatsächlich der Bruder von Marios ist – genau dem Deutschen, der uns Wochen zuvor in Revelstoke angesprochen hatte. 😂 Wie klein kann Kanada bitte sein?

    Birte und Jonas sind nach Revelstoke ausgewandert und haben sich dort inzwischen ihr eigenes Leben aufgebaut. Birte ist Künstlerin und Autorin und arbeitet unter dem Namen Birdie Love. 🎨❤️ Jonas unterstützt sie dabei und gemeinsam verkaufen und vermarkten die beiden ihre Arbeiten. Ihre Kunst findet man unter anderem in der The Local Art Coop Gallery in Revelstoke, wo ihre Werke ausgestellt und verkauft werden. Wenn ihr also irgendwann mal in Revy seid, schaut unbedingt dort vorbei – vielleicht entdeckt ihr ja direkt ein neues Lieblingsstück. 😊 Und irgendwie ist es richtig schön zu sehen, wie die beiden sich dort gemeinsam etwas Eigenes aufgebaut haben.

    Mit Birte und Jonas verbrachten wir ein paar richtig schöne Abende und irgendwann konnten wir die beiden sogar zu einem MTB-Tag überreden. 🚵‍♀️ Sie liehen sich Räder und wir machten uns gemeinsam auf einen ersten Trail. Und Talent war definitiv vorhanden! Es hat richtig Spaß gemacht zu sehen, wie schnell die beiden Gefallen daran fanden. Leider machte eines der Leihräder Probleme, weshalb wir unsere Tour etwas früher abbrechen mussten. Der Bikeshop war dafür super fair und berechnete das defekte Rad nicht.

    Natürlich endete auch dieser Biketag standesgemäß mit einem Eis. 🍦😄 Und Birte und Jonas, falls ihr das lest: Wir hoffen wirklich, dass ihr dranbleibt! Es hat so viel Spaß gemacht, euch für unseren Lieblingssport zu begeistern – und rund um Revelstoke habt ihr schließlich die allerbesten Bedingungen direkt vor der Haustür. ❤️🚵‍♀️

    An einem unserer letzten Tage lernten wir am Berg noch ein super sympathisches Paar aus Florida kennen. Ihr Lebensmodell ähnelt unserem ein bisschen: Sie verbringen ihre Zeit an verschiedenen Orten, besitzen die Topanga Villa in Costa Rica und zusätzlich ein Apartment in Fernie. Bei solchen Besitzern kann man die Topanga Villa eigentlich schon allein wegen der Gastgeber empfehlen. 😄🌴

    Die beiden erzählten uns auch von der Trail to Ale Challenge der Fernie Brewing Company. Dafür müssen drei bekannte Fernie-Anstiege – Hyperventilation, Project 9 und Swine Flu – innerhalb von 24 Stunden geschafft werden. Wer die entsprechenden Nachweise anschließend in der Brauerei vorzeigt, bekommt sein wohlverdientes Bier. 🍺🚵‍♀️

    Wir haben die Challenge allerdings nicht gemacht – die beiden wollten sie an diesem Tag angehen. Am Nachmittag kam dann ziemlich heftiger Regen runter und wir wissen bis heute nicht, ob sie es noch bis zum verdienten Bier geschafft haben. 😄🌧️

    Auch die Tierwelt ließ sich regelmäßig blicken. Einmal saß ein Bär völlig entspannt neben dem Trail und futterte vor sich hin. 🐻 Rund um den RV Park wurde außerdem vor einem Grizzly gewarnt, den wir allerdings nicht gesehen haben. Dafür standen abends immer wieder Rehe direkt neben Hugo und ließen sich von uns überhaupt nicht stören. 🦌

    Perfekt passte dazu, dass am 1. September das Campfire Ban aufgehoben wurde. 🔥 Wir hatten die Änderung sofort mitbekommen und nutzten die Gelegenheit natürlich noch am selben Abend auf dem Coal Creek Campground. Andere Camper wollten uns zunächst darauf hinweisen, dass Feuer verboten sei – bis wir ihnen erzählten, dass das Verbot seit 13 Uhr aufgehoben war. Die Freude war entsprechend groß. 😄

    Während unseres ersten Lagerfeuers seit Langem fraßen die Rehe nur wenige Meter hinter Hugo gemütlich weiter. Viel näher hätten sie eigentlich nur noch kommen können, wenn sie sich zu uns ans Feuer gesetzt hätten – für einen kleinen Snack hätten wir bestimmt noch ein Plätzchen freigemacht. 😂🦌🔥

    Und dann gab es noch den Ghost Rider. Andere Camper hatten uns davon erzählt und tatsächlich kann man abends auf der Felswand des Mount Hosmer durch Licht und Schatten die Silhouette eines Reiters erkennen. 👻🏔️ Um ihn rankt sich eine alte Geschichte über einen angeblichen Fluch über Fernie. Die Legende gehört seit Jahrzehnten zum Ort, historisch belegt ist sie allerdings nicht. Der Schatten des Ghost Riders ist dagegen tatsächlich zu sehen – wenn man erst einmal weiß, wo man hinschauen muss.

    Und selbst unser Downhill-Bike fand in Fernie noch einen neuen Besitzer. Das Bike hatten wir zu Beginn unserer Reise in Vancouver gekauft und konnten es jetzt an einen super netten Typen weiterverkaufen. Er gab uns im Gegenzug noch einen Tipp für eine Tour – was natürlich direkt wieder ein Argument lieferte, noch einen Tag länger zu bleiben. 😄 Damit hatte unser Plan, für den Kanada-Sommer ein Downhill-Bike zu kaufen und es vor der Rückreise wieder zu verkaufen, tatsächlich perfekt funktioniert.

    Kulinarisch blieb Fernie abgesehen von unserem täglichen Beanpod-Eis eher überschaubar. Big Bang Bagels war ganz okay und der Laden mit viel Liebe zum Detail gemacht, kam für uns aber nicht ganz an unseren Bagel-Favoriten in Crested Butte heran. Richtig essen waren wir diesmal kaum – irgendwie hat uns nichts so richtig angesprochen. Aber bei unserem täglichen Eisprogramm war vermutlich ohnehin schon ein Teil der Verpflegung geklärt. 😂🍦

    Fernie war am Ende genau das, was wir uns erhofft hatten – vielleicht sogar noch ein bisschen mehr. Unzählige Trails, entspannte Menschen, wunderschöne Berge, Wildlife, Lagerfeuer und vor allem viele tolle Begegnungen. Dass aus ein paar geplanten Tagen mehr als eine Woche wurde, sagt wahrscheinlich alles. ❤️🚵‍♀️

    Liebe Grüße aus Kanada 🇨🇦



    📍 Bike-Spot: Fernie

    🍁 Typ: Riesiges Enduro-Trailnetz & Bikepark
    🟢 🟦 ◆ ◆◆ Schwierigkeit: Von anfängerfreundlichem Flow bis Double Black
    🌲 Trails: Riesige Auswahl rund um die Stadt, viele Uphill-Trails, tolle Aussichten und zusätzlich der liftunterstützte Bikepark im Fernie Alpine Resort.
    🚐 Camping: Mount Fernie Provincial Park, Fernie RV Resort, direkt am Fernie Alpine Resort und Coal Creek Camping & RV – unser Favorit war der Fernie RV Resort.
    🍦 After Bike: Beanpod – unsere Becher wurden mit jedem Tag größer. 😂
    ⭐ Unser Eindruck: Einer unserer absoluten Lieblingsstopps. So viele Trails, dass selbst mehr als eine Woche zu kurz erscheint – und offensichtlich der perfekte Ort, um aus „noch einem Tag“ gleich mehrere zu machen. 😄
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  • Kimberley – Trails & Wildlife 🚵‍♀️🦌

    Aug 20–22 in Canada ⋅ ☀️ 27 °C

    Bevor wir Kimberley erreichten, gab es noch einen Zwischenstopp, der nach den letzten Biketagen ziemlich verlockend klang: die Radium Hot Springs. ♨️

    Die heißen Quellen liegen am südlichen Rand des Kootenay National Parks, eingebettet zwischen den steilen Felswänden des Sinclair Canyon. Das mineralreiche Wasser kommt hier natürlich aus dem Boden und füllt das große Warmwasserbecken mit Temperaturen zwischen etwa 37 und 40 Grad. Nach all den Bike-Tagen mussten wir darüber nicht lange nachdenken – rein ins warme Wasser und einfach mal entspannen. 😌♨️

    Für die Nacht hatten wir uns etwas außerhalb einen Platz oben am Berg gesucht. Schön in der Natur und eigentlich perfekt für eine ruhige Nacht – dachten wir zumindest. 😄

    In der Nähe standen ein paar Dauercamper und ausgerechnet an diesem Abend schien dort Disco angesagt zu sein. Laute Musik, ein frei laufender Hund, der regelmäßig bellte, und insgesamt eine Stimmung, bei der an Schlaf kaum zu denken war. Irgendwann wurde es dann doch ruhig – allerdings nur bis ungefähr fünf Uhr morgens, als die Musik wieder losging. 🙈 Ob das eine spezielle Methode war, andere Camper möglichst schnell wieder vom Berg zu vertreiben, wissen wir bis heute nicht. Funktioniert hätte sie jedenfalls. 😄 So eine unangenehme Nacht hatten wir auf unserer ganzen Reise bisher noch nicht erlebt.

    Also morgens ziemlich schnell zusammengepackt und weiter nach Kimberley. 🚐🏔️

    Dort wurde es zum Glück wieder deutlich entspannter. Kimberley liegt im Südosten von British Columbia zwischen den Purcell und Rocky Mountains und hat rund um den Ort ein erstaunlich großes Trailnetz.

    Was uns allerdings schon vor den Trails auffiel: Rehe und Hirsche gehören hier offenbar ganz selbstverständlich zum Stadtbild. 🦌 Überall begegneten uns die Tiere – zwischen Häusern, auf Wiesen und mitten in den Gärten. Einmal spazierte sogar ein riesiger Hirsch völlig unbeeindruckt durch einen Vorgarten, als würde ihm das Grundstück gehören. 😄

    Tatsächlich gibt es in Kimberley schon lange eine große Population sogenannter Urban Deer. Durch die direkte Nähe zu den umliegenden Naturgebieten und weil sich viele Tiere längst an Menschen und das Leben in der Stadt gewöhnt haben, trifft man sie hier besonders häufig. Das Thema beschäftigt die Stadt sogar so sehr, dass das Füttern von Rehen innerhalb Kimberleys verboten ist. Für uns als Besucher war es jedenfalls ziemlich faszinierend, wie selbstverständlich die Tiere hier zwischen den Häusern unterwegs sind. 🦌🌲

    Dann kamen natürlich die Bikes raus. 🚵‍♀️ Unser erster Stopp war das Gebiet rund um das Kimberley Nordic Centre. Im Winter wird hier Langlauf gefahren, im Sommer übernehmen die Mountainbiker. Rund um das Center zieht sich ein großes Netz aus Waldtrails, die sich wunderbar miteinander kombinieren lassen.

    Für uns war das genau richtig: eher flowige Trails, viele verschiedene Wege und einfach entspannt ein paar Runden drehen. 🌲🚵‍♀️

    Am nächsten Tag wollten wir dann aber doch wieder etwas mehr Berg und machten uns auf zum Bootleg Mountain. Und das ist noch einmal eine ganz andere Nummer. Das Gebiet ist deutlich abfahrtsorientierter und bietet von gebauten Strecken bis zu steilen, wurzeligen und technischen Trails einiges für fortgeschrittene Fahrer.

    Das Praktische: Am Bootleg Mountain gibt es auch eine kleine Recreation Site mit einfachen Campingmöglichkeiten. Also verbrachten wir die Nacht direkt dort oben am Berg – dieses Mal zum Glück ohne Disco um fünf Uhr morgens. 😄🚐🌲

    Am nächsten Morgen konnten wir direkt von dort los und uns die Trails anschauen. Nach den eher flowigen Runden am Nordic Centre durfte es hier wieder etwas technischer und steiler werden. Genau diese Mischung mögen wir an Kanada inzwischen so: Ein Ort hat entspannte Waldtrails und ein paar Kilometer weiter wartet schon wieder ein komplett anderes Trailgebiet.

    Damit waren unsere Tage rund um Kimberley auch schon wieder vorbei. Am Sonntag wurden die Bikes verstaut, Hugo startklar gemacht und die Reise ging weiter.

    Nächster Stopp: Fernie. 🚐🏔️🚵‍♀️

    Liebe Grüße aus Kanada 🇨🇦



    📍 Bike-Spot: Kimberley

    🍁 Typ: Trailcenter, Enduro & Downhill
    🟢 🟦 ◆ ◆◆ Schwierigkeit: Von entspannten flowigen Runden bis zu steilen und technischen Abfahrten
    🌲 Trails: Rund ums Nordic Centre viele schöne Waldtrails und Möglichkeiten für längere Runden. Bootleg Mountain deutlich steiler, technischer und abfahrtsorientierter.
    🚐 Camping: Am Bootleg Mountain gibt es eine einfache Recreation Site direkt am Trailgebiet.
    🦌 Besonderheit: Rehe und Hirsche mitten in der Stadt – in Kimberley fast schon ganz normale Nachbarn.
    ⭐ Unser Eindruck: Zwei ziemlich unterschiedliche Bikegebiete direkt hintereinander – erst entspannt und flowig am Nordic Centre, danach steiler und technischer am Bootleg Mountain. Genau die Abwechslung, die wir mögen.
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  • Nach unserer Fahrt über den Icefields Parkway erreichten wir schließlich Golden. Den Ort kannten wir bereits aus dem Winter – dieses Mal wollten wir sehen, wie sich Golden im Sommer anfühlt. ☀️🚐

    Golden selbst ist eher klein und entspannt. Kein schickes Bergdorf mit großem Trubel, sondern ein ziemlich unkomplizierter Ort mit lockeren Leuten, ein paar richtig guten Restaurants und Cafés und natürlich Bergen in wirklich jede Richtung. 🏔️

    Unser Start hätte jedenfalls kaum besser sein können: erst einmal gemütlich frühstücken im Bacchus Café. ☕️🥐 Guter Kaffee, leckeres Frühstück und genau die richtige Einstimmung auf die nächsten Tage. Und einen richtig guten Bäcker haben wir natürlich auch noch gefunden – solche Dinge merken wir uns inzwischen fast genauso zuverlässig wie gute Trails. 😄

    Rund um Golden gibt es jede Menge Enduro-Trails und die haben es teilweise ordentlich in sich. 🚵‍♀️ Viele Trails sind ziemlich steil und man kann sich weit nach oben arbeiten. Mit dem E-Bike zum Glück gut machbar – und spätestens bei der Abfahrt weiß man dann auch, wofür man hochgefahren ist. 😄 Die Trails sind naturbelassen, technisch und landschaftlich einfach wunderschön.

    Danach durfte natürlich auch der Bikepark am Kicking Horse Mountain Resort nicht fehlen. Und hier geht es noch einmal in einer ganz anderen Dimension nach oben. 🚠🏔️ Schon im Winter waren wir von der Lage des Skigebiets begeistert und im Sommer ist der Blick nicht weniger beeindruckend.

    Oben angekommen wartet ein unglaubliches 360-Grad-Bergpanorama. Berge, so weit man schauen kann – und irgendwo ganz weit unten liegt Golden. 💙 Allein für diese Aussicht lohnt sich die Fahrt nach oben.

    Die Trails selbst passen ziemlich gut zur Landschaft: steil. Sehr steil. 😄 Lange Abfahrten, viel Natur und ordentlich Tiefenmeter. Golden ist definitiv kein Bikepark, in dem man nur gemütlich ein paar Flowtrails rollt. Genau das macht ihn aber auch besonders.

    Und nach so einem Biketag darf gutes Essen natürlich nicht fehlen. Im Wolf’s Den gab es genau das, was wir gebraucht haben: unkompliziertes, richtig gutes Essen und eine entspannte Atmosphäre. 🍔🍺 Überhaupt hat uns Golden kulinarisch positiv überrascht – für einen so kleinen Ort kann man es sich hier ziemlich gutgehen lassen.

    Was Golden für uns aber vor allem ausmacht, ist diese Mischung aus allem: ein entspannter kleiner Ort, tolle Enduro-Trails direkt vor der Tür, ein außergewöhnlicher Bikepark und diese gewaltige Bergkulisse.

    Im Winter hatten wir uns schon gedacht: Was für eine Lage.
    Jetzt wissen wir: Im Sommer ist Golden mindestens genauso beeindruckend. 🚵‍♀️🏔️💚

    Liebe Grüße aus Kanada 🇨🇦



    📍 Bike-Spot: Golden

    🍁 Typ: Enduro & Bikepark
    🟦 ◆ ◆◆ Schwierigkeit: Viel technisch und teilweise ordentlich steil – eher etwas für Fahrer, die natürliche Trails mögen.
    🚵‍♀️ Enduro: Große Auswahl rund um Golden, mit langen Uphills und wunderschönen natürlichen Abfahrten.
    🚠 Bikepark: Kicking Horse Mountain Resort – jede Menge Tiefenmeter, lange und steile Abfahrten und ein unglaubliches Bergpanorama.
    ☕ Genuss: Bacchus Café, guter Bäcker und abends Wolf’s Den.
    ⭐ Unser Eindruck: Golden hat uns schon im Winter begeistert und kann definitiv auch Sommer. Wenig Schnickschnack, entspannte Menschen, tolle Trails und Berge, Berge, Berge. 🏔️❤️
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  • Noch einmal Icefields Parkway 🏔️💙

    Aug 16–17 in Canada ⋅ ☁️ 13 °C

    Nach unseren Tagen in Jasper ging es für uns wieder zurück Richtung Süden – noch einmal über den Icefields Parkway und anschließend weiter nach Golden. 🚐🏔️ Dieses Mal wollten wir die Strecke einfach genießen und nur an ein paar ausgewählten Stellen stoppen.

    Und auch beim zweiten Mal beeindruckt diese Straße. Gletscher, gewaltige Berge, Wasserfälle und dieses unglaublich türkise Wasser begleiten einen fast die gesamte Strecke. 💙 Da wir auf der Hinfahrt längst nicht überall angehalten hatten, gab es also noch genug zu entdecken.

    Einer unserer Stopps war am wunderschönen Peyto Lake. 💙🏔️ Schon die intensive türkise Farbe ist ziemlich beeindruckend und von oben hat der See diese ganz besondere Form, für die er bekannt ist. Natürlich waren wir auch hier nicht ganz allein 😄 – aber bei der Aussicht kann man verstehen, warum so viele Menschen anhalten.

    Weiter ging es auf dem Icefields Parkway und nach einem kurzen Stopp an einem Rastplatz entdeckten wir direkt an der Provinzgrenze das große „Welcome to British Columbia“-Schild – und auf der gegenüberliegenden Seite natürlich das passende „Welcome to Alberta“. 🇨🇦 Irgendwie witzig, genau zwischen den beiden Provinzen zu stehen, die uns auf dieser Reise schon so oft hin und her wechseln lassen. 😄

    Für die Nacht fanden wir einen wunderschönen ruhigen Platz direkt an einem Fluss. 🚐🌲 Das Wasser rauschte neben uns, ansonsten war kaum etwas los – perfekter Abschluss nach einem langen Fahrtag.

    Auch der nächste Morgen begann genauso entspannt. Kaffee, Fluss, Ruhe und erst einmal keinen Grund zur Eile. ☕️🌿 Zumindest dachten wir das.

    Denn irgendwann kamen plötzlich die ersten Rafting-Boote den Fluss herunter. Und dann noch eins. Und noch eins. 😄🚣‍♂️ Aus unserem einsamen, ruhigen Plätzchen wurde innerhalb kürzester Zeit offenbar eine ziemlich beliebte Rafting-Strecke. Mit der morgendlichen Ruhe war es damit vorbei – für uns das perfekte Zeichen, langsam zusammenzupacken und weiterzuziehen.

    Also: auf nach Golden! 🚐🏔️

    Und vor allem merken wir jetzt, dass unser spontaner Umweg nach Norden genau die richtige Entscheidung war. Die Luft ist inzwischen auch hier wieder deutlich besser und der Rauch hat sich größtenteils verzogen. Nach den Tagen in Revelstoke mit Kopfschmerzen, schlechter Sicht und ständigem Blick auf die Luftqualität fühlt sich das unglaublich gut an. 💙

    Manchmal lohnt es sich eben, die Route einfach spontan zu ändern – und diesmal hat es sich definitiv ausgezahlt.

    Liebe Grüße aus Kanada 🇨🇦



    📍 Roadtrip-Spot: Icefields Parkway

    🏔️ Route: Jasper – Icefields Parkway – Peyto Lake – Golden
    💙 Highlight: Peyto Lake und die beeindruckende Landschaft entlang des gesamten Highways
    🚐 Camping: Ruhiger Platz am Fluss – zumindest bis morgens die Rafting-Boote kamen. 😄
    ⭐ Unser Eindruck: Auch beim zweiten Mal wird der Icefields Parkway nicht langweilig. Und mit klarerer Luft konnten wir die Landschaft diesmal noch einmal ganz anders genießen.
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  • Jasper – Zwischen Neuanfang & Natur 🏔️🌲

    Aug 14–16 in Canada ⋅ ☁️ 13 °C

    Nach Valemount ging es für uns wieder zurück nach Alberta und hinein in den Jasper National Park. Jasper liegt im nördlichen Teil der kanadischen Rockies, umgeben von Bergen, Seen und dem Athabasca River – und gehört für uns zu diesen Orten, bei denen eigentlich schon die Fahrt dorthin ein Erlebnis ist. 🚐🏔️

    Dieses Mal schaut man allerdings mit etwas anderen Augen auf die Landschaft. Der große Jasper-Waldbrand im Juli 2024 hat rund 33.000 Hektar im Athabasca Valley erfasst. Im Ort selbst wurden etwa 30 Prozent der Gebäude zerstört, mehr als 20.000 Menschen mussten damals aus Jasper und dem Nationalpark evakuiert werden. Gleichzeitig konnten rund 70 Prozent der Gebäude sowie wichtige Infrastruktur gerettet werden.

    Heute, zwei Jahre später, ist der Wiederaufbau überall sichtbar. Besonders das Zentrum wirkt noch erstaunlich vertraut und viele der älteren Gebäude sind erhalten geblieben. Rundherum sieht man dagegen zahlreiche Baustellen und neu entstehende Häuser. Überall wird gebaut und man bekommt eine Vorstellung davon, wie sehr sich der Ort in den vergangenen zwei Jahren verändert haben muss.

    Fast noch faszinierender fanden wir aber die Natur. Überall stehen die schwarzen, abgebrannten Baumstämme und dazwischen wächst bereits wieder frisches grünes Gras. 🌱🌲 Teilweise sieht die Landschaft dadurch völlig surreal aus – traurig, wenn man weiß, was hier passiert ist, und gleichzeitig beeindruckend, wie schnell die Natur wieder anfängt, sich ihren Platz zurückzuholen.

    Wir hatten ein paar richtig schöne Tage in Jasper und wettertechnisch war diesmal alles dabei: Sonne, Wolken und zwischendurch ordentlich Regen. ☀️🌧️ Aber nach den heißen, trockenen und rauchigen Tagen zuvor konnten wir uns über Regen tatsächlich kaum beschweren.

    Natürlich kamen auch die Bikes wieder raus. 🚵‍♀️ Diesmal ging es weniger um anspruchsvolle Enduro-Trails, sondern eher um entspannte, flowige Runden. Und irgendwie ist es schon etwas Besonderes, einfach mit dem Mountainbike durch einen Nationalpark fahren zu dürfen. Viele der Wege führen durch Wälder, entlang des Athabasca River und vorbei an wunderschönen Seen.

    Eine unserer Touren führte uns auch zum Pyramid Lake. 💙🏔️ Der See liegt nur wenige Kilometer außerhalb von Jasper und ist mit seiner Bergkulisse einfach wunderschön. Gerade mit dem Bike lässt sich die Gegend super erkunden – gemütlich fahren, zwischendurch anhalten und einfach die Aussicht genießen. Genau die Art von Biketag, die nach den letzten Wochen richtig gutgetan hat.

    Unser Zuhause für die ersten Tage war der Whistlers Campground. 🚐🌲 Ein wunderschöner Platz mitten im Nationalpark, umgeben von Bergen und viel Grün. Nach all unseren freien Stellplätzen war es auch mal wieder ganz angenehm, auf einem richtigen Campingplatz anzukommen und einfach ein paar Tage dort zu bleiben.

    Eigentlich wollten wir danach schon weiterziehen, aber manchmal ändern sich die Pläne unterwegs eben spontan. 😄 In den Tagen zuvor hatten wir ein super nettes deutsches Paar kennengelernt, das ebenfalls eine längere Auszeit genommen hat und gerade durch die USA und Kanada reist. Kurzerhand hängten wir deshalb noch einen Tag in Jasper dran und trafen uns auf dem Wapiti Campground wieder. 🚐🇩🇪

    Dort verbrachten wir gemeinsam einen richtig gemütlichen Abend am Lagerfeuer. 🔥 Auf dem Campground gab es sogar Feuerholz, sodass einem langen Abend am Feuer nichts im Weg stand. Also zusammensitzen, Reisegeschichten austauschen und feststellen, dass man unterwegs doch immer wieder Menschen trifft, die ziemlich ähnlich ticken. 🇩🇪🇨🇦

    Jasper war für uns diesmal eine spannende Mischung. Auf der einen Seite sieht man noch überall die Spuren des Feuers und den enormen Wiederaufbau. Auf der anderen Seite ist da diese unglaublich schöne Landschaft, die langsam wieder grüner wird, und ein Ort, der trotz allem weiterlebt.

    Und nach den letzten Wochen mit Hitze, Staub und Rauch waren ein paar Tage zwischen Bergen, grünen Wiesen und sogar etwas Regen eigentlich genau das Richtige. 💚🏔️

    Liebe Grüße aus Kanada 🇨🇦



    📍 Bike-Spot: Jasper

    🍁 Typ: Naturtrails & Touren im Nationalpark
    🟢 🟦 ◆ Schwierigkeit: Viele entspannte bis mittelschwere Trails, dazu einige technischere Möglichkeiten
    🌲 Trails: Flowige Naturtrails durch Wälder, entlang von Flüssen und vorbei an wunderschönen Seen – weniger klassischer Bikepark, dafür Landschaft pur.
    🚐 Camping: Whistlers & Wapiti Campground – wunderschön mitten im Nationalpark und von Bergen und Natur umgeben.
    ⭐ Unser Eindruck: Jasper ist weniger ein Ort für möglichst viele Abfahrten und mehr fürs Biken mitten in einer beeindruckenden Landschaft. Zusammen mit der Geschichte des Waldbrandes und dem sichtbaren Neuanfang war dieser Stopp diesmal etwas ganz Besonderes.
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  • Valemount – Trails, Lachse & Lagerfeuer 🚵‍♀️🔥

    Aug 11–14 in Canada ⋅ ☁️ 20 °C

    Nach den letzten Tagen mit Rauch und schlechter Luft rund um Revelstoke ging es für uns weiter nach Valemount – und hier konnten wir endlich wieder richtig durchatmen. 🌲🏔️ Der kleine Ort liegt zwischen den Rocky Mountains und den Cariboo Mountains, nicht weit vom Jasper National Park entfernt. Alles ist überschaubar, entspannt und irgendwie genau das, was wir gerade gebraucht haben.

    Natürlich standen auch hier wieder die Bikes auf dem Programm. 🚵‍♀️ Der Valemount Bike Park hat uns direkt überrascht. Kein riesiger Lift-Bikepark, sondern ein liebevoll angelegtes Trailgebiet, das größtenteils durch Spenden und die Arbeit der lokalen Community entstanden ist. Und genau das merkt man überall: Die Trails sind super gepflegt, die Beschilderung ist richtig schön gemacht und an vielen kleinen Details sieht man, wie viel Herzblut hier drinsteckt. ❤️

    Nach oben geht es aus eigener Kraft über einen angenehm zu fahrenden Uphill und von dort verteilen sich jede Menge unterschiedliche Trails über den Berg. Flowig, technisch, kleine Features – genug Auswahl, um sich eine ganze Weile auszutoben. Uns hat vor allem diese entspannte Atmosphäre gefallen. Wenig Trubel, schöne Trails und einfach losfahren.

    Direkt am Bikepark darf man allerdings nicht über Nacht stehen. 🚐 Für die anderen Nächte fanden wir deshalb schöne Plätze etwas außerhalb von Valemount und Richtung Jasper National Park – ruhig, mitten in der Natur und genau nach unserem Geschmack.

    Zwischendurch gönnten wir uns aber auch eine Nacht auf einem richtigen Campingplatz. Und manchmal weiß man nach mehreren Tagen frei stehen plötzlich Dinge zu schätzen, die sonst ziemlich selbstverständlich sind: Strom, lange duschen, Wäsche waschen und in Ruhe abspülen. 😄🚿🧺 Dazu gab es am Abend endlich wieder ein Lagerfeuer. 🔥 Perfekt, um einmal alles aufzuladen – inklusive uns selbst.

    Ein ganz anderes Highlight erwartete uns am Fluss. Hier konnten wir die Lachse beobachten, die zum Laichen zurückkehren. 🐟 Teilweise riesige Fische standen im Wasser. Nach ihrer langen Reise legen sie hier ihre Eier ab und sterben anschließend – ein faszinierender Kreislauf der Natur, den einmal so direkt zu sehen schon ziemlich beeindruckend ist.

    Und weil zu guten Tagen bekanntlich auch gutes Essen gehört, machten wir am letzten Abend noch einen Abstecher ins Caribou Grill. 🥩🍷 Ein richtig schöner Abschluss: tolles Restaurant, ein mega Steak und dazu ein Wein, der tatsächlich in die Kategorie Weltklasse fiel. Manchmal darf Vanlife eben auch ein bisschen Genuss sein. 😄

    Valemount hat uns insgesamt richtig gut gefallen. Kein großer touristischer Hotspot, sondern ein entspannter kleiner Ort mit wunderschönen Bergen vor der Haustür, einer tollen Bike-Community und viel Natur.

    Am Freitag geht es für uns wieder ein Stück zurück Richtung Jasper National Park. Dieses Mal wartet dort ein Campingplatz auf uns – und Jasper selbst natürlich auch noch. 🏔️🚐

    Liebe Grüße aus Kanada 🇨🇦



    📍 Bike-Spot: Valemount

    🍁 Typ: Enduro-/Trailgebiet
    🚵‍♀️ Trails: Liebevoll gepflegt, abwechslungsreich und mit richtig schöner Beschilderung – man merkt, wie viel Arbeit die lokale Bike-Community hineinsteckt.
    ⬆️ Uphill: Gut fahrbarer Uphill mit vielen Möglichkeiten für unterschiedliche Runden.
    🚐 Camping: Direkt am Bikepark kein Overnight Parking. Rund um Valemount gibt es dafür schöne Plätze in der Natur sowie Campingplätze für den kleinen „Vanlife-Service-Stopp“.
    🐟 Highlight: Lachse beim Laichen im Fluss beobachten.
    ⭐ Unser Eindruck: Valemount war eine richtig schöne Überraschung – entspannt, wenig Trubel, tolle Trails und unglaublich viel Liebe zum Detail. Genau unser Ding. ❤️
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  • Icefields Parkway – Zurück in klarer Luft 🏔️💙

    Aug 10–11 in Canada ⋅ ☁️ 13 °C

    Nach den letzten Tagen in Revelstoke hieß es für uns: raus aus dem Rauch und weiter Richtung Norden – in der Hoffnung auf bessere Luft. 🚐🌫️

    Über den Rogers Pass ging es zunächst Richtung Golden. Noch hing der Rauch zwischen den Bergen und die Landschaft war ziemlich diesig, doch mit jedem Kilometer wurde die Sicht etwas besser. 🙏

    Von Golden führte unsere Route weiter Richtung Lake Louise und Jasper. Hier liegen mit Yoho, Banff, Kootenay und Jasper gleich vier beeindruckende Nationalparks fast direkt nebeneinander. 🏔️🌲 Und dieses Jahr gibt es noch einen Bonus: Im Sommer 2026 ist der Eintritt in die Parks-Canada-Nationalparks im Rahmen des Canada Strong Pass kostenlos. Camping ist vergünstigt – Parken allerdings nicht, wie wir noch feststellen sollten. 😄

    Unser erster größerer Stopp war Lake Louise. Auch hier lag noch ein leichter Rauchschleier über den Bergen, aber im Vergleich zu Revelstoke war die Luft schon deutlich besser.

    Der See selbst? Wunderschön. 💙
    Entspannt? Eher weniger. 😄

    Wir kamen gegen 18:30 Uhr an und zogen unser Parkticket für stolze 42 CAD. Erst auf dem Ticket entdeckten wir den Hinweis, dass die Gebühren nur bis 19 Uhr gelten. Na wunderbar. 😂

    Also machten wir das Beste aus unseren ziemlich teuren 30 Minuten. Der See mit seinem türkisfarbenen Wasser und der Bergkulisse ist wirklich wunderschön – nur eben alles andere als einsam. Für ein Foto ohne Menschen hieß es: richtigen Winkel suchen, etwas breiter machen und auf die paar Sekunden warten, in denen niemand durchs Bild läuft. 📸😂

    Für die Nacht zog es uns wieder in die Ruhe. Freies Übernachten ist innerhalb der Nationalparks nicht erlaubt und wird streng kontrolliert. Etwas außerhalb fanden wir über eine Seitenstraße einen einfachen Recreation Site mitten in der Natur. 🚐🌲 Eigentlich hätten wir dort sogar Feuer machen dürfen, doch am Abend zog ein Gewitter auf. 🌧️⚡ Nach allem, was wir in den vergangenen Tagen mit den Waldbränden gesehen hatten, freuten wir uns ehrlich gesagt über jeden Tropfen.

    Am nächsten Morgen ging es weiter auf den berühmten Icefields Parkway Richtung Jasper. Und diese Straße ist eigentlich eine einzige Sehenswürdigkeit: Gletscher, türkisfarbene Flüsse, Wasserfälle und gewaltige Berge begleiten einen fast die gesamte Strecke. 🏔️💦

    Wir machten einige Stopps, ließen aber bewusst auch ein paar aus. Kurz vor Jasper fing es schließlich richtig an zu regnen und damit erledigten sich die letzten Aussichtspunkte von selbst. 😄 Aber beschweren wollten wir uns darüber definitiv nicht. Die Natur und vor allem die vielen Waldbrände können den Regen gerade dringend gebrauchen – und für uns bedeutete er endlich wieder kühle, frische und klare Luft. 🌧️💙

    Kurz vor Jasper fiel uns außerdem auf, wie stark sich die Landschaft plötzlich veränderte. Überall standen verbrannte Bäume und große Waldflächen sahen völlig anders aus. Wir fragten uns, was hier passiert war, und recherchierten erst einmal. So erfuhren wir von den Folgen des verheerenden Jasper-Waldbrandes von 2024. 🔥🌲 Noch heute sind die Spuren deutlich zu sehen, während zwischen den schwarzen Baumstämmen gleichzeitig überall wieder neues Grün wächst. 🌱

    Schon beeindruckend, wie nah Zerstörung und neuer Anfang hier beieinanderliegen.

    Mit Regen, deutlich besserer Luft und endlich wieder angenehmen Temperaturen erreichten wir schließlich Jasper. Dort legen wir erst einmal eine kleine Pause ein, bevor es weiter Richtung Valemount geht.

    Aber dazu im nächsten Beitrag mehr. 🚐🏔️

    Liebe Grüße aus Kanada 🇨🇦



    📍 Roadtrip-Spot: Icefields Parkway

    🏔️ Route: Lake Louise – Icefields Parkway – Jasper
    💙 Highlights: Gletscher, türkisfarbene Flüsse, Wasserfälle und eine unglaubliche Bergkulisse
    🚐 Camping: Freies Übernachten in den Nationalparks nicht erlaubt – Recreation Sites außerhalb sind eine gute Alternative
    🎟️ 2026: Eintritt in die Parks-Canada-Nationalparks diesen Sommer kostenlos, Parken und einige Zusatzleistungen bleiben kostenpflichtig
    ⭐ Unser Eindruck: Eine beeindruckende Strecke – und nach Tagen voller Rauch waren Regen und frische Bergluft diesmal fast genauso schön wie die Aussicht. 🌧️💙
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  • Revelstoke – Wenn sich Pläne ändern 🔥🚵‍♀️

    Jul 30–Aug 10 in Canada ⋅ ☀️ 24 °C

    Nach unserem Zwischenstopp am Three Valley Gap ging es weiter nach Revelstoke – ein Ort, den wir inzwischen ziemlich gut kennen und auf den wir uns trotzdem jedes Mal wieder freuen. 🏔️🚐

    Die ersten Tage verbrachten wir direkt in der Stadt. Da das lange Wochenende bevorstand, beschlossen wir allerdings, dem Trubel für ein paar Tage zu entkommen und raus in die Natur zu fahren. Schon in der Stadt hatten wir eine ziemlich nette Begegnung. Ein Deutscher sprach uns an, weil ihm unser Camper bekannt vorkam – tatsächlich hatte er uns bzw. unser Auto schon im Winter in Revelstoke gesehen. 😄🇩🇪🇨🇦 Er lebt inzwischen mit seiner Partnerin in Kanada und wir kamen schnell ins Gespräch. Er gab uns jede Menge Tipps für die Gegend und empfahl uns unter anderem einen wunderschönen Platz direkt an einem See. Genau richtig, um dem Trubel des langen Wochenendes ein bisschen zu entkommen. 🌲

    Und der war wirklich ein Volltreffer. 🌲💦 Ruhig, mitten in der Natur und genau das, was wir für das lange Wochenende gesucht hatten.

    Natürlich wollten wir die Gegend auch mit den Bikes erkunden und machten uns auf eine Tour, die auf der Karte eigentlich ganz machbar aussah. Tja… eigentlich. 😄 Ich hatte die Strecke etwas unterschätzt und mit der leichten Unterstützung meines E-Bikes wurde es irgendwann doch deutlich anstrengender als gedacht. Dazu kam eine ziemlich herausfordernde Abfahrt. Irgendwann merkte ich einfach: Heute reicht’s. Also brachen wir die Tour ab – manchmal ist Umdrehen eben die bessere Entscheidung.

    Die nächsten Tage ließen wir es dafür umso entspannter angehen. See, Natur, Camper und einfach mal nichts müssen. ☀️🌊 Genau solche Tage gehören für uns genauso zu dieser Reise wie die Stunden auf dem Bike.

    Nach dem ruhigen Wochenende am See ging es zurück Richtung Revelstoke und für uns noch einmal auf die Enduro-Trails außerhalb der Stadt. 🚵‍♀️🌲 Zwei Tage lang erkundeten wir dort die Gegend – und die Trails haben uns richtig gut gefallen. Naturbelassen, abwechslungsreich und genau die Art von Biken, die wir hier in Kanada so lieben.

    Danach veränderte sich die Situation allerdings zunehmend. Der Rauch der Waldbrände hing immer dichter über der Region und die Luftqualität wurde von Tag zu Tag schlechter. 🌫️🔥 Die Berge verschwanden teilweise komplett hinter dem Rauch und selbst mitten am Tag wirkte alles grau und diesig.

    Wir wollten trotzdem zumindest einen Tag im Bikepark versuchen. Schon nach kurzer Zeit merkte ich allerdings, dass das wenig Sinn machte. Kopfschmerzen, schnelle Erschöpfung und einfach das Gefühl, dass der Körper nicht richtig mitmachen möchte. Trotzdem versuchten wir ein paar Abfahrten – bis nach der dritten Runde endgültig Schluss war.

    Bei mir verlor der Reifen Luft und bei Alex kam gleich das Komplettpaket: Schaltauge abgebrochen, Schaltung außer Gefecht und auch noch ein platter Reifen. 🔧😅 Damit war unser Bike-Tag schneller beendet als gedacht.

    Also ab in den Bike-Shop. Den Reifen von Alex konnten wir zumindest direkt richten lassen. Beim Schaltauge wurde es allerdings schwieriger, denn genau dieses Ersatzteil war vor Ort nicht verfügbar. Und ausgerechnet daran hatten wir bei unseren Ersatzteilen nicht gedacht. Wieder etwas gelernt: Beim nächsten Roadtrip kommt definitiv ein passendes Schaltauge mit ins Gepäck.

    Vom Bikepark selbst waren wir dieses Mal nicht ganz so überzeugt. Allerdings ist das wahrscheinlich keine ganz faire Bewertung. Durch die schlechte Luft, die allgemeine Stimmung und unsere Bike-Probleme konnten wir gerade einmal ein paar Trails testen. Vielleicht bekommt er irgendwann noch eine zweite Chance. 🚵‍♀️

    Währenddessen wurde die Situation rund um die Waldbrände immer ernster. Die Bilder in den Nachrichten waren teilweise erschreckend. In verschiedenen Regionen British Columbias liefen Evakuierungen, Straßen waren von Bränden betroffen und immer mehr Menschen mussten ihre Häuser verlassen. 🔥

    Und irgendwann mussten auch wir uns eingestehen: Es macht gerade einfach keinen Sinn, hierzubleiben.

    Vor allem bei mir waren die Auswirkungen des Rauchs inzwischen deutlich spürbar und für die nächsten Tage war zunächst keine wirkliche Verbesserung absehbar. Also änderten wir spontan unsere Route. Genau das ist schließlich auch einer der Vorteile unseres Roadtrips – wenn es irgendwo nicht passt, können wir weiterziehen. 🚐

    Unsere Entscheidung: Raus aus der Rauchwolke und ab in den Norden. 🏔️

    Statt wie geplant länger in Revelstoke zu bleiben, geht es nun Richtung Valemount und Jasper. Gleichzeitig hoffen wir sehr, dass der angekündigte Wetterumschwung und etwas Regen in den kommenden Tagen endlich ein bisschen Entlastung bringen – vor allem natürlich für all die Menschen und Einsatzkräfte, die hier gerade ganz andere Sorgen haben als einen geänderten Reiseplan.

    Unsere Route sieht damit wieder einmal etwas anders aus als gedacht. Aber wahrscheinlich gehört genau das zu einem Roadtrip durch Kanada dazu.

    Pläne ändern, weiterfahren und schauen, was hinter der nächsten Kurve wartet. 🚐🇨🇦

    Liebe Grüße aus Kanada 🇨🇦



    📍 Bike-Spot: Revelstoke

    🍁 Typ: Bikepark & Enduro-Gebiet
    🟢 🟦 ◆ ◆◆ Schwierigkeit: Von Flowtrails bis zu anspruchsvollen technischen Abfahrten
    🌲 Trails: Besonders die naturbelassenen Enduro-Trails außerhalb von Revelstoke haben uns richtig gut gefallen.
    🚐 Camping: Viele Möglichkeiten rund um die Stadt und wunderschöne Plätze an den Seen in der Umgebung
    🔥 Diesmal: Waldbrandrauch und schlechte Luftqualität haben unseren Aufenthalt deutlich beeinflusst.
    ⭐ Unser Eindruck: Die Enduro-Trails haben uns begeistert, vom Bikepark konnten wir uns diesmal dagegen kein richtiges Bild machen. Dafür waren wir zu kurz dort und die Bedingungen einfach nicht optimal. Revelstoke bekommt also definitiv noch eine Chance. ❤️
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  • Zwischen Seen & Waldbränden 🔥🌊

    Jul 28–30 in Canada ⋅ ⛅ 22 °C

    Bevor es für uns endgültig weiter Richtung Rockies ging, stand noch einmal ein kurzer Abstecher nach Kamloops auf dem Plan. Dort wartete unser Paket auf uns und natürlich nutzten wir die Gelegenheit gleich für einen letzten Großeinkauf bei Costco. 🛒 Schließlich gibt es in den Rockies keinen Costco mehr – also hieß es noch einmal Vorräte auffüllen.

    Dieses Mal fiel uns sofort auf, wie viel angenehmer sich Kamloops anfühlte. Die Luftqualität war deutlich besser als bei unserem letzten Besuch. Der Rauch hatte nachgelassen, der Himmel war wieder blau und die ganze Stadt wirkte heller und freundlicher. ☀️ Irgendwie hatten wir auch das Gefühl, dass die Menschen entspannter unterwegs waren. Vielleicht war das nur unser persönlicher Eindruck, aber ohne den dichten Rauch fühlt sich einfach alles gleich viel angenehmer an.

    Schon auf der Fahrt begegneten uns allerdings wieder die ersten Waldbrände. 🔥 Immer wieder sahen wir Rauch über den Bergen aufsteigen und an einigen Stellen sogar aktive Brandherde. Beeindruckend, aber gleichzeitig auch bedrückend zu sehen, wie schnell sich die Feuer ausbreiten können.

    Für die erste Nacht fanden wir einen Stellplatz direkt an einem See. 🚐🌅 Trotz des leichten Rauchgeruchs vom Waldbrand war es ein wunderschöner Platz. Den Abend ließen wir ganz entspannt am Wasser ausklingen.

    Am nächsten Tag holten wir unser Paket in Kamloops ab, erledigten den Einkauf bei Costco und machten uns anschließend wieder auf den Weg.

    Auch für die zweite Nacht fanden wir einen wunderschönen Platz direkt an einem See. 🌲💦 Natürlich durfte eine kleine Abkühlung nicht fehlen und so sprang ich erst einmal ins Wasser, bevor wir den Abend ganz entspannt am Ufer ausklingen ließen.

    Am nächsten Morgen konnte ich einfach nicht widerstehen und ging noch einmal eine Runde schwimmen. 🏊‍♀️ Die Stimmung am frühen Morgen war einfach traumhaft – glattes Wasser, absolute Ruhe und die ersten Sonnenstrahlen. Genau solche Momente liebe ich auf unseren Reisen.

    Während ich noch im See war, bekam Alex Besuch vom Ordnungsamt der Stadt. Anwohner hatten sich darüber beschwert, dass wir dort übernachtet hatten. Der Mitarbeiter war allerdings unglaublich freundlich und entschuldigte sich sogar mehrmals für die Situation. Man merkte richtig, dass ihm das selbst etwas unangenehm war. Alex erklärte, dass wir ohnehin gerade zusammenpackten und gleich weiterfahren würden. Damit war die Sache auch schon erledigt.

    Bevor wir unsere Fahrt fortsetzten, packten wir in aller Ruhe zusammen und machten uns schließlich wieder auf den Highway. 🚐🏔️ Die Strecke Richtung Revelstoke gehört für uns jedes Mal zu den schönsten Abschnitten der Reise. Hohe Berge, dichte Wälder und immer wieder türkisfarbene Seen begleiten einen entlang des Trans-Canada Highways. Genau hier waren wir schon unzählige Male am Three Valley Gap vorbeigefahren und hatten jedes Mal gesagt: „Beim nächsten Mal halten wir an.“ 😄 Dieses Mal war es endlich so weit.

    Wir schauten uns das historische Hotel und die gesamte Anlage von außen an und drehten noch eine kleine Runde durch den liebevoll angelegten Garten. 🌸 Das Gelände versprüht einen ganz besonderen Charme vergangener Zeiten und ist definitiv ein schöner Zwischenstopp auf dem Trans-Canada Highway.

    Direkt daneben befindet sich auch die bekannte Ghost Town, die man besichtigen kann. 👻 Dieses Mal entschieden wir uns allerdings bewusst dagegen und setzten unsere Reise lieber fort. Ein Besuch lohnt sich aber bestimmt.

    Mit frischen Vorräten, unserem Paket und vielen schönen Eindrücken ging unsere Reise schließlich weiter. Das nächste Abenteuer wartete bereits auf uns. 🚐🏔️

    Liebe Grüße aus Kanada 🇨🇦



    📍 Roadtrip-Spot: Kamloops → Three Valley Gap

    🍁 Typ: Roadtrip-Etappe
    🔥 Besonderheit: Waldbrände begleiteten unsere Fahrt. Trotz deutlich besserer Luftqualität in Kamloops begegneten uns unterwegs immer wieder Rauch und aktive Brandherde.
    🌊 Highlights: Wunderschöne Stellplätze direkt an Seen, entspannte Abende am Wasser und ein erfrischender Start in den Tag mit einem Sprung in den See.
    🏨 Zwischenstopp: Das historische Three Valley Gap mit Hotel, Garten und Ghost Town ist definitiv einen kurzen Halt wert.
    ⭐ Unser Eindruck: Eine abwechslungsreiche Roadtrip-Etappe mit beeindruckenden Landschaften, entspannten Stellplätzen und vielen kleinen Momenten, die den Roadtrip durch Kanada so besonders machen. 💚🚐
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  • SilverStar – Unser neues Highlight? 🚵‍♀️🌸

    Jul 23–28 in Canada ⋅ ⛅ 24 °C

    Nach unserem kurzen Zwischenstopp in Vernon ging es weiter nach SilverStar Mountain Resort. Schon bei der Ankunft merkten wir, dass hier alles etwas kleiner, ruhiger und persönlicher ist als in den großen Bikeparks.

    Direkt am Lift fanden wir einen Stellplatz für den Camper. 🚐 Duschen waren ebenfalls vorhanden und das kleine Bergdorf mit seinen bunten Häusern versprühte sofort eine gemütliche Atmosphäre. 🏡🌸 Dazu kamen unglaublich herzliche Menschen – man fühlte sich vom ersten Moment an willkommen.

    Der Start verlief allerdings etwas holprig. Am Anreisetag blieben die Lifte zunächst geschlossen, da die Luftqualität aufgrund der Waldbrände zu schlecht war. 🌫️😷 Zum Glück verbesserten sich die Werte über Nacht deutlich und schon am nächsten Morgen konnte der Bikebetrieb wieder starten. 🙌

    Bevor wir in den Bikepark gingen, schauten wir uns erst einmal die Enduro-Trails rund um SilverStar an. 🚵‍♀️ Sie sind hervorragend ausgeschildert und perfekt, um sich entspannt einzurollen. Gerade für mich war das genau der richtige Einstieg.

    Anschließend folgten drei Tage Bikepark – und wir waren wirklich begeistert. 🤩 Die Strecken sind unglaublich abwechslungsreich. Von flowigen Trails für Einsteiger bis hin zu großen Sprüngen und technisch anspruchsvollen Double-Black-Lines ist alles dabei. Gleichzeitig wirkt der Bikepark deutlich naturbelassener als viele andere. 🌲🌼 Die Trails schlängeln sich durch dichte Wälder, überall blühen Wildblumen und immer wieder eröffnen sich wunderschöne Ausblicke auf die umliegenden Berge. Insgesamt wirkt hier alles etwas ruhiger und ursprünglicher.

    Außerdem gibt es deutlich weniger Bremswellen als in vielen anderen Bikeparks, wodurch sich die Trails richtig flüssig fahren lassen. Trotz der trockenen Bedingungen waren die Strecken in einem richtig guten Zustand. Staubig wurde es allerdings trotzdem. 😄 Nach einem langen Tag im Bikepark waren sogar unsere Füße dreckig – und das trotz Socken und Schuhen. Überall lag feiner Staub.

    Nur einmal sorgte das Wetter für eine kleine Unterbrechung. ⛈️ Am ersten Bikepark-Tag schlossen die Lifte etwas früher, weil ein Gewitter angekündigt war. Alle Biker warteten gespannt am Lift, doch zunächst passierte… nichts. Kein Regen, kein Donner. Also wurden die Lifte kurzerhand wieder geöffnet und alle gleichzeitig zurück auf die Trails geschickt. Nach dem Motto: Jetzt bloß nicht anhalten! 😄 Nach der ersten Abfahrt zeigte sich dann aber doch, warum so vorsichtig entschieden wurde. Über den Berggipfeln zogen Gewitter mit Donner und Blitzen auf und die Lifte wurden für den Rest des Tages endgültig geschlossen. Regen bekamen wir kaum ab, Sicherheit ging aber natürlich vor. ⚡

    Besonders aufgefallen sind uns die vielen Locals. 🤙 Immer wieder sahen wir Fahrer, die in fast jeder Kurve das Hinterrad leicht herumdriften ließen und dabei eine kleine Staubwolke hinter sich herzogen. Das sah einfach unglaublich lässig aus. Abends ließ uns das keine Ruhe und wir mussten erst einmal googeln, wie dieser Fahrstil eigentlich heißt. Das Ganze nennt sich „Braaap“. Fahrtechnisch bringt dieser Style eigentlich keinen wirklichen Vorteil – schneller oder sicherer wird man dadurch nicht. Aber cool aussehen tut es definitiv. 😄

    Für mich persönlich lief es hier ebenfalls wieder deutlich besser. ❤️ Das Vertrauen kam langsam zurück und zum ersten Mal seit dem Sturz machten sogar die schwarzen technischen Trails wieder richtig Spaß. Langsam hatte ich das Gefühl, wieder back on track zu sein. Hoffentlich bleibt das so. 🙏

    Nicht nur auf den Trails war einiges los – überall im Bikepark und sogar direkt an unserem Camper waren unzählige Erdmännchen unterwegs. 🐿️ Sie schauten neugierig aus ihren Bauen, flitzten über die Wiesen und waren überhaupt nicht scheu. Natürlich konnten wir es uns nicht verkneifen, ihnen ab und zu eine Mandel zu spendieren. 😄 Irgendwie gehörten sie nach ein paar Tagen schon genauso zu SilverStar wie die Bikes und die Lifte.

    Ein echtes Highlight war außerdem der kleine Taco-Stand direkt am Lift. 🌮🥤 Nach ein paar staubigen Abfahrten – und staubig war es hier wirklich – gab es kaum etwas Besseres als leckeres Essen und ein eiskaltes Getränk.

    Auch das Wetter spielte größtenteils mit. ☀️ Tagsüber lagen die Temperaturen bei angenehmen 20 bis 25 Grad, nachts wurde es schön kühl – perfekte Bedingungen zum Biken und Campen.

    Was uns auf diesem Roadtrip außerdem immer wieder auffällt: Man trifft ständig dieselben Gesichter. 😊 Viele Mountainbiker sind – genau wie wir – mehrere Wochen oder sogar Monate unterwegs und reisen von Bikepark zu Bikepark. Irgendwann grüßt man sich einfach wieder, obwohl man sich vorher nie kennengelernt hat. Genau das macht diese Community irgendwie besonders.

    Am letzten Tag drehten wir noch eine gemütliche Runde mit dem E-MTB, nutzten die Duschen ein letztes Mal 🚿 und machten uns anschließend wieder auf den Weg. Eigentlich sollte es direkt nach Revelstoke gehen – vorher wartete allerdings noch einmal ein kurzer Zwischenstopp in Kamloops, denn dort erwartete uns noch ein Paket. 📦

    Liebe Grüße aus Kanada 🇨🇦



    📍 Bike-Spot: SilverStar

    🍁 Typ: Bikepark & Enduro-Gebiet
    🟢 🟦 ◆ ◆◆ Schwierigkeit: Von entspannten Flowtrails bis zu anspruchsvollen technischen Lines und großen Sprüngen.
    🌲 Trails: Naturbelassene Trails durch dichte Wälder, bunte Wildblumen und herrliche Ausblicke. Weniger Bremswellen als in vielen anderen Bikeparks sorgen für richtig viel Flow.
    🚐 Camping: Direkt am Lift möglich, inklusive Duschen – perfekt für einen entspannten Bikeurlaub.
    ⭐ Unser Eindruck: SilverStar hat uns komplett überrascht. Weniger Trubel als Whistler, wunderschöne Natur, abwechslungsreiche Trails und eine unglaublich herzliche Atmosphäre. Für uns definitiv einer der schönsten Bikeparks der Reise. 💚🚵‍♀️
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  • Vernon – Kunst & Kaffee 🎨☕️

    Jul 22–23 in Canada ⋅ ☀️ 36 °C

    Nach den ereignisreichen Tagen in Kamloops ging unsere Reise weiter Richtung SilverStar. Für die Nacht fanden wir noch einmal einen schönen Stellplatz etwas außerhalb der Stadt. Inzwischen haben wir gelernt, dass genau das in British Columbia oft die beste Lösung ist. Außerhalb der Städte gibt es auf öffentlichem Land meist überhaupt keine Probleme, während es innerhalb der Stadtgrenzen durch private Grundstücke und unterschiedliche Regelungen manchmal etwas komplizierter werden kann.

    Unser Stellplatz lag direkt an einer kleinen Brücke. 🚐🌲 Einige andere Camper standen ebenfalls dort und wir verbrachten eine ruhige und entspannte Nacht.

    Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg nach Vernon. Die Stadt ist zwar nicht besonders groß, hat uns aber positiv überrascht. Besonders schön fanden wir die vielen Wandgemälde und Kunstwerke, die überall in der Innenstadt zu entdecken sind. Sie verleihen Vernon einen ganz eigenen Charme und machen einen Spaziergang durch die Straßen wirklich lohnenswert. 🎨

    Natürlich durfte auch eine kleine Pause nicht fehlen. Bei Kaffee und Kuchen genossen wir das entspannte Treiben in der Innenstadt, bevor es am Nachmittag weiter Richtung SilverStar ging.

    Der nächste Bike-Stopp wartete bereits auf uns. 🚵‍♀️

    Liebe Grüße aus Kanada 🇨🇦



    📍 Roadtrip-Spot: Vernon

    🍁 Typ: Roadtrip-Zwischenstopp
    🎨 Besonderheit: Viele liebevoll gestaltete Wandgemälde und eine gemütliche Innenstadt.
    ☕ Highlights: Perfekt für eine entspannte Kaffee- und Kuchenpause auf der Weiterreise.
    🚐 Camping: Ruhige Stellplätze außerhalb der Stadt möglich.
    ⭐ Unser Eindruck: Ein kleiner, sympathischer Zwischenstopp mit viel Charme – ideal, um auf dem Weg nach SilverStar einmal kurz durchzuatmen.
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  • Kamloops – Unerwartete Begegnungen 🌲🥵

    Jul 21–22 in Canada ⋅ ☀️ 38 °C

    Nach den entspannten Tagen in Sun Peaks führte uns unsere Reise noch einmal zurück nach Kamloops. Mit knapp 38 Grad zeigte sich der Sommer hier von seiner heißesten Seite. 🥵

    Bevor wir uns einen Stellplatz suchten, durfte natürlich ein letzter Stopp bei Costco nicht fehlen. Ein paar Vorräte auffüllen, Wäsche waschen und alles für die nächsten Tage vorbereiten – inzwischen gehört das fast schon zu unserer Roadtrip-Routine.

    Eigentlich wollten wir anschließend wieder an dem Platz übernachten, den wir bereits vom Winter kannten. Damals war es dort ruhig und wir hatten eine entspannte Nacht verbracht. Diesmal bot sich allerdings ein völlig anderes Bild. Einige Camper waren stark verwüstet und schon beim Ankommen merkten wir, dass hier etwas nicht stimmte.

    Kurz darauf trafen wir eine Frau, die uns zunächst ziemlich aggressiv entgegenkam. Sie fragte sofort, ob wir hier übernachten wollten, und drohte sogar damit, die Polizei zu rufen. Wir wussten im ersten Moment überhaupt nicht, was los war.

    Als ich versuchte, ganz ruhig mit ihr zu sprechen und erklärte, dass wir nur Urlauber seien und eigentlich einfach die Aussicht genießen wollten, änderte sich ihre Stimmung plötzlich komplett. Sie wurde auf einmal sehr fürsorglich und sagte immer wieder, wir sollten hier auf keinen Fall bleiben und vorsichtig sein. Immer wieder wiederholte sie, dass wir lieber weiterfahren sollten.

    Sie erzählte von verwüsteten und angezündeten Campern, von Nägeln auf den Zufahrten und immer wieder von Randale. Zwischendurch wechselte sie jedoch ständig das Thema, sodass wir keinen wirklichen roten Faden mehr erkennen konnten. Am Ende wussten wir ehrlich gesagt nicht, was davon tatsächlich passiert war und was vielleicht ihrer eigenen Wahrnehmung entsprach.

    Sicher war für uns nur eines: Unser Bauchgefühl sagte ganz klar, dass wir dort heute Nacht nicht bleiben sollten. Also fuhren wir weiter – und im Nachhinein fühlte sich genau diese Entscheidung richtig an.

    Etwas außerhalb von Kamloops fanden wir schließlich einen wunderschönen Stellplatz mit einer traumhaften Aussicht. 🌄 Dort trafen wir auch einen älteren Herrn, der uns erzählte, dass es rund um Kamloops in letzter Zeit immer wieder Spannungen zwischen einigen Grundstückseigentümern und Campern gegeben habe. Ob das tatsächlich der Grund für die Situation war, die wir erlebt hatten, können wir natürlich nicht beurteilen – für uns war es aber eine interessante Erklärung.

    Am nächsten Morgen bemerkten wir sofort, dass sich die Luft verändert hatte. Wieder lag Rauch über der Landschaft, alles wirkte leicht diesig und sogar feine Asche schwebte durch die Luft. Die Waldbrände waren inzwischen deutlich zu spüren und für die Region wurde eine Luftqualitätswarnung herausgegeben.

    Bevor wir unsere Reise fortsetzten, brauchten wir erst einmal eine kleine Abkühlung. Bei 38 Grad war an große Aktivitäten kaum zu denken. Also ging es kurzerhand noch ins Schwimmbad – eine Runde schwimmen, duschen und danach deutlich erfrischt wieder zurück in den Camper.

    Mit frischen Vorräten, gewaschener Wäsche und etwas Abkühlung konnte die Reise schließlich weitergehen. Der nächste Stopp wartete bereits auf uns.

    Liebe Grüße aus Kanada 🇨🇦



    📍 Roadtrip-Spot: Kamloops

    🍁 Typ: Roadtrip-Stopp
    ☀️ Besonderheit: Heiße Sommer mit oft über 35 Grad.
    🌲 Natur: Trockene, fast wüstenähnliche Landschaft mit beeindruckenden Ausblicken rund um Kamloops.
    🚐 Camping: Außerhalb der Stadt gibt es viele ruhige Stellplätze mit schöner Aussicht.
    ⭐ Unser Eindruck: Kamloops hat uns dieses Mal mit extremen Temperaturen, den Auswirkungen der Waldbrände und einigen unerwarteten Begegnungen in Erinnerung bleiben lassen.
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  • Sun Peaks – Entspannter als gedacht 🚵‍♀️🌲

    Jul 17–21 in Canada ⋅ ⛅ 25 °C

    Nach unserer Übernachtung am See ging es am nächsten Morgen weiter Richtung Sun Peaks. Schon die Fahrt dorthin war wieder etwas Besonderes. Rund um Kamloops verändert sich die Landschaft plötzlich komplett. Statt dichter Wälder prägen trockene Hügel, weite Ebenen und fast schon wüstenähnliche Landschaften das Bild. Ganz anders als das grüne British Columbia, das wir bisher kannten – und trotzdem unglaublich schön.

    Bevor wir weiterfuhren, durfte natürlich ein Stopp bei Costco nicht fehlen. 🛒 Wie so oft wurde aus ein paar Kleinigkeiten am Ende ein ordentlicher Großeinkauf. Der Camper war danach wieder bestens für die nächsten Tage ausgestattet und bis unters Dach voll 🙈🙉🤣

    Am Abend fanden wir ganz in der Nähe einen wunderschönen Stellplatz und ließen den Tag ganz entspannt ausklingen. Bei Costco war zuvor noch ein Rasierer im Einkaufswagen gelandet – also habe ich kurzerhand den Camper in einen kleinen Friseursalon verwandelt und Alex die Haare geschnitten. ✂️ Für einen spontanen Roadtrip-Haarschnitt ist das Ergebnis, finde ich, richtig gut geworden. Oder was meint ihr? 😄

    In Sun Peaks angekommen, erwartete uns direkt eine Überraschung. An diesem Wochenende fand ein Downhill-Rennen statt. Trotzdem war der Bikepark längst nicht so voll, wie wir es erwartet hatten. Die Stimmung war unglaublich entspannt und besonders schön fanden wir, dass wirklich alle Altersklassen vertreten waren – vom Nachwuchs bis zu den erfahrenen Fahrern. Genau das machte die Atmosphäre so angenehm.

    Am ersten Tag starteten wir ganz entspannt im Bikepark und drehten bis zum frühen Nachmittag unsere ersten Runden. Danach machte sich Alex auf den Weg in den Pub, um das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft von Anfang an zu verfolgen. ⚽ Ich wollte die Zeit im Bikepark noch ausnutzen und hängte noch eine Abfahrt dran. Erst später kam ich dazu und wir schauten den Rest des Spiels gemeinsam. Spanien sicherte sich am Ende den Weltmeistertitel. 🇪🇸⚽️

    Kaum war das Spiel vorbei, zog ein kräftiger Regenschauer über Sun Peaks. Zum Glück war dieser schnell wieder vorbei. Da der Lift bis 19 Uhr geöffnet hatte, ging es anschließend noch einmal zurück auf die Trails.

    Der Bikepark hat uns insgesamt richtig gut gefallen. Im Vergleich zu Whistler sind die Strecken deutlich naturbelassener. Überall wachsen Wildblumen, die Trails schlängeln sich durch dichte Wälder und das viele Grün verleiht dem ganzen Gebiet eine ganz besondere Atmosphäre. Außerdem hatten die Trails deutlich weniger Bremswellen und ließen sich dadurch richtig flüssig fahren. Wegen des Rennens waren zwar einige Strecken gesperrt, trotzdem blieb genug übrig und wir hatten Spaß auf dem Bike.

    Ein echtes Highlight waren wieder einmal die Tiere. Mitten im Bikepark standen mehrere Rehe ganz entspannt direkt neben den Trails und sogar in der Nähe des Lifts. 🦌 Während die Mountainbiker an ihnen vorbeifuhren, ließen sie sich überhaupt nicht aus der Ruhe bringen. Solche Begegnungen machen das Biken in Kanada jedes Mal aufs Neue besonders.

    Auch das Campen war hier herrlich unkompliziert. Wir konnten direkt am Parkplatz übernachten und hatten einen kurzen Weg zum Lift. Genau diese entspannte Atmosphäre macht Sun Peaks für uns aus. Kein großer Trubel, kurze Wege und jede Menge Zeit zum Biken und Genießen.

    Liebe Grüße aus Kanada 🇨🇦



    📍 Bike-Spot: Sun Peaks

    🍁 Typ: Liftunterstützter Bikepark
    🟢 🟦 ◆ ◆◆ Schwierigkeit: Von entspannten Flowtrails bis zu anspruchsvollen Downhill-Strecken.
    🌲 Trails: Naturbelassene Trails mit viel Wald, Wildblumen und überraschend wenig Bremswellen – selbst während des Rennwochenendes blieb genügend Auswahl.
    🚐 Camping: Direkt am Parkplatz möglich – unkompliziert und perfekt für einen frühen Start in den Bikepark.
    ⭐ Unser Eindruck: Sun Peaks hat uns mit seiner entspannten Atmosphäre, den flowigen Trails und der wunderschönen Natur rund um den Bikepark absolut positiv überrascht. Ein deutlich ruhigeres Gegenstück zu Whistler und definitiv einen Besuch wert.
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  • Duffey Lake Road 🚐🏔️

    Jul 15–17 in Canada ⋅ ☀️ 27 °C

    Nach unseren letzten Tagen in Whistler hieß es Abschied nehmen. Unser nächstes Ziel waren die Rockies, doch zunächst führte uns die Reise Richtung Sun Peaks. Dafür ging es über eine der schönsten Straßen in British Columbia – die Duffey Lake Road.

    Bevor wir Pemberton endgültig hinter uns ließen, machten wir noch einen Stopp in einer kleinen Brauerei. 🍻 Dort probierten wir verschiedene Biersorten in kleinen Probiergläsern und ließen die letzten Tage noch einmal Revue passieren. 🏔️🚲☀️

    Schon auf der Hinfahrt nach Pemberton ist uns eine große Rauchwolke am Himmel aufgefallen und nun konnten wir sie von der Brauerei aus noch deutlicher sehen. Zunächst machten wir uns keine großen Gedanken, denn Waldbrände gehören im kanadischen Sommer leider immer wieder dazu. 🔥🔥Dass wir gerade den Beginn eines späteren Großbrandes beobachteten, wussten wir in diesem Moment natürlich noch nicht.

    Ein paar Kilometer hinter Pemberton fanden wir einen ruhigen Stellplatz mitten im Wald. Allerdings hatten dort auch die Mücken Hochsaison. 😅Also machten wir uns einen gemütlichen Abend im Auto 🚐🤍.

    Am nächsten Morgen wurden wir von einem starken Rauchgeruch geweckt. Zuerst dachten wir noch, dass irgendwo in der Nähe jemand ein Lagerfeuer angezündet hätte – ungewöhnlich früh am Morgen. Doch schnell wurde klar, dass niemand Feuer machte. Der Rauch kam vom Brand bei Pemberton, der sich über Nacht massiv ausgebreitet hatte. Die Luft war diesig, der Geruch überall präsent und plötzlich wirkte die Landschaft völlig verändert. Erst da wurde uns bewusst, dass aus der kleinen Rauchwolke vom Vortag inzwischen ein großer Waldbrand geworden war.

    Nachdem wir noch ein paar Fotos gemacht hatten, setzten wir unsere Fahrt über die Duffey Lake Road fort. Die Strecke gehört zu den schönsten, die wir bisher gefahren sind, und trotzdem blieb das Feuer den ganzen Tag irgendwie präsent. ⛰️🍁🔥

    Am Duffey Lake legten wir noch einen kurzen Stopp ein. Dort trafen wir zwei junge Frauen, deren Auto eine Panne hatte. Das Problem: Es gab keinerlei Handyempfang. Zum Glück hatten wir unser Starlink dabei und konnten ihnen Internet zur Verfügung stellen. So konnten sie die Pannenhilfe verständigen, jemanden informieren und den Abschleppdienst organisieren. Es dauerte zwar eine ganze Weile, aber am Ende war alles geregelt und wir konnten unsere Fahrt mit einem guten Gefühl fortsetzen.

    Kurz vor Kamloops fanden wir schließlich einen wunderschönen Stellplatz direkt an einem See. 🚐🌲 Trotz der angespannten Waldbrandsituation war die Luft dort wieder klar, allerdings galt selbstverständlich überall Feuerverbot. Der Campingplatz war fast leer und genau das genossen wir. Nach den ereignisreichen Stunden kehrte endlich wieder etwas Ruhe ein.

    Am nächsten Morgen ließen wir den Tag ganz entspannt beginnen. Ein bisschen Sport, ein ruhiger Kaffee am See und einfach die Stille genießen, bevor es für uns weiter nach Sun Peaks ging.

    Liebe Grüße aus Kanada 🇨🇦



    📍 Bike-/Roadtrip-Spot: Duffey Lake Road

    🍁 Typ: Panoramastraße
    🟢 Schwierigkeit: Einfach zu fahren, viele Aussichtspunkte
    🌲 Highlights: Berge, Seen, Wasserfälle und spektakuläre Ausblicke – eine der schönsten Straßen British Columbias.
    🚐 Camping: Viele Recreation Sites und ruhige Stellplätze entlang der Strecke. Im Sommer unbedingt aktuelle Waldbrand- und Feuerverbote beachten.
    ⭐ Unser Eindruck: Traumhafte Roadtrip-Strecke mit beeindruckender Natur. Gleichzeitig hat sie uns dieses Mal auch gezeigt, wie schnell sich ein kleiner Brand zu einem großen Waldfeuer entwickeln kann.
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  • Whistler – Zurück im Bikepark 🚵‍♀️🏔️

    Jul 12–15 in Canada ⋅ ☁️ 13 °C

    Nach unserem Abstecher nach Pemberton ging es für ein paar Tage noch einmal zurück nach Whistler. Unsere Rechnung war aufgegangen: Das lange Wochenende war vorbei, es war deutlich weniger los und wir konnten den Bikepark viel entspannter genießen.

    Auch für mich fühlte sich das Biken langsam wieder besser an. Nach dem Sturz war der Kopf zwar noch nicht ganz frei, aber mit jeder Fahrt kam ein kleines Stück Vertrauen zurück. Ich blieb weiterhin überwiegend auf den einfacheren und flowigen Trails unterwegs und genau das war in diesem Moment die richtige Entscheidung.

    Zwischendurch spielte mein Nacken allerdings etwas verrückt, weshalb ich eine Chiropraktikerin in Whistler besuchte. Die Behandlung tat richtig gut und die Dame war nicht nur unglaublich nett, sondern selbst Sportlerin und Mountainbikerin. 🚵‍♀️ Dadurch wusste sie sofort, welche Belastungen beim Biken entstehen und worauf es bei der Behandlung ankommt.

    Natürlich nahmen wir auch kulinarisch noch einmal alles mit, was Whistler zu bieten hat. Das Dorf ist zwar sehr touristisch, hat aber unglaublich viele gute Restaurants, gemütliche Cafés und nette Pubs. Dazu kommen die offene Atmosphäre und die vielen freundlichen Menschen – Whistler fühlt sich einfach immer ein bisschen besonders an.

    In den letzten Tagen sahen wir außerdem erstaunlich viele Bären. 🐻 Einer von ihnen wollte offenbar ebenfalls einmal Lift fahren und hielt sich ganz entspannt in der Nähe der Strecke auf. Alle begegneten ihm mit dem nötigen Respekt und genügend Abstand, während sich der Bär von den Bikern, den Geräuschen und dem Lift kaum beeindrucken ließ. Faszinierend, wie gelassen die Tiere hier teilweise mitten im Trubel unterwegs sind.

    Am letzten Tag wollten wir eigentlich noch einmal die besondere Atmosphäre im Bikepark genießen. Jedoch war die Schlange am Lift überraschend lang, dass wir spontan umplanten. Statt zu warten, kehrten wir in einen gemütlichen Pub ein, bestellten uns ein kühles Bier und schauten dort das Halbfinale England gegen Argentinien. ⚽🍺 Die Stimmung war großartig, denn die meisten Gäste hielten zu England. Nach der Niederlage war die Enttäuschung natürlich groß. Umso schöner fanden wir, dass einige englische Fans den gerade einmal drei argentinischen Anhängern trotzdem fair und mit viel Respekt zum Sieg gratulierten. So etwas habe ich bei uns ehrlich gesagt noch nie erlebt.

    Whistler bleibt für mich ein ganz besonderer Ort. Schon vor rund zehn Jahren war ich zum ersten Mal hier und der besondere Flair ist bis heute geblieben. Die beeindruckende Bergkulisse, das lebendige Dorf, die vielen guten Restaurants und die entspannte Atmosphäre machen Whistler einfach einzigartig. Auch das Übernachten auf dem Parkplatz wurde geduldet, was den Aufenthalt mit dem Camper natürlich angenehm machte.

    Wer den Bikepark besucht, sollte nach Möglichkeit unter der Woche fahren oder über Creekside starten. Am Wochenende wird es schnell voll und viele Strecken waren dieses Mal leider deutlich stärker ausgefahren, als ich sie von früher in Erinnerung hatte. Trotzdem ist Whistler nach wie vor Weltklasse und gehört für mich zu den beeindruckendsten Bike-Destinationen überhaupt.

    Liebe Grüße aus Kanada 🇨🇦



    📍 Bike-Spot: Whistler Bike Park

    🍁 Typ: Liftunterstützter Bikepark
    🟢 🟦 ◆ ◆◆ Schwierigkeit: Von Einsteiger bis Double Black
    🌲 Trails: Riesiges Trailnetz mit Flowtrails, technischen Lines und bekannten Sprungstrecken. Viele Trails waren allerdings bereits deutlich ausgefahren.
    🚐 Camping: Das Übernachten auf dem Parkplatz wurde geduldet. Offizielle Campingmöglichkeiten gibt es in der Umgebung.
    ⭐ Unser Eindruck: Weltklasse-Bikepark mit besonderem Flair, tollem Dorf und vielen guten Restaurants. Unter der Woche und über Creekside deutlich entspannter.
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  • Pemberton – Enduro & Lagerfeuer 🌲🔥

    Jul 9–12 in Canada ⋅ ☁️ 18 °C

    Nach den ereignisreichen Tagen in Whistler zog es uns für das lange Wochenende nach Pemberton. Genau die richtige Entscheidung. Weniger Trubel, mehr Natur und einfach mal ein paar Tage abschalten.

    Für drei Nächte fanden wir einen wunderschönen Stellplatz auf der Owl Creek Recreation Site. Mitten im Wald, direkt am Fluss und umgeben von riesigen Bäumen – genau so stellen wir uns Camping in Kanada vor. 🚐🌲 Das Beste daran: Wir konnten unsere Biketouren direkt vom Campingplatz aus starten und das Auto einfach stehen lassen.

    Auch die Trails rund um Pemberton haben uns richtig begeistert. Im Vergleich zu Whistler war hier deutlich weniger los. Wer Enduro liebt und lieber in der Natur unterwegs ist als im Bikepark, ist hier genau richtig. Flowige Abschnitte wechseln sich mit technischen Passagen ab und man hat immer wieder das Gefühl, den Wald fast für sich allein zu haben. Genau das macht den besonderen Reiz dieser Region aus. 🚵‍♀️

    Abends wurde dann der Grill angeschmissen, das Lagerfeuer angezündet und dazu gab es ein gutes Bier. 🔥🍺 Mehr braucht es manchmal einfach nicht.

    Weniger schön waren allerdings die Mücken. 😅 Davon gab es gefühlt mehr als genug und unsere Mittel aus Deutschland hatten hier leider überhaupt keine Chance. Also musste kanadische Unterstützung her. Unser absoluter Geheimtipp: Thermacell. Das kleine Gerät vertreibt die Mücken erstaunlich zuverlässig und hat unsere Abende am Feuer definitiv deutlich angenehmer gemacht.

    Eine besonders schöne Überraschung waren unsere Stellplatznachbarn. 🚐 Zufällig kamen sie ebenfalls aus Deutschland und verbringen – genau wie wir – mehrere Monate in Kanada. Schnell kamen wir ins Gespräch und verbrachten den Abend gemeinsam am Lagerfeuer, tauschten Reisegeschichten aus und grillten Marshmallows. 🔥🍢 Das war mal eine richtig schöne Abwechslung und ein gemütlicher Abend.

    Natürlich durfte auch gutes Essen nicht fehlen. Unser Favorit in Pemberton war ganz klar das Pony. 🍔🍻 Gemütliche Atmosphäre, leckeres Essen und genau der richtige Ort, um einen gelungenen Biketag ausklingen zu lassen.

    Pemberton hat uns wirklich überrascht. Die entspannte Atmosphäre, die abwechslungsreichen Enduro-Trails, der Campingplatz mitten in der Natur und die herzlichen Menschen haben dafür gesorgt, dass wir uns hier vom ersten Moment an wohlgefühlt haben. Für uns definitiv ein Ort, an den wir gerne zurückkommen würden.

    Liebe Grüße aus Kanada 🇨🇦



    📍 Bike-Spot: Pemberton

    🍁 Typ: Enduro-Trailgebiet
    🟢 🟦 ◆ ◆◆ Schwierigkeit: Von Flow bis Double Black
    🌲 Trails: Natürliche Enduro-Trails mit wenig Betrieb und viel Waldfeeling.
    🚐 Camping: Owl Creek Recreation Site – einfache Recreation Site mitten im Wald direkt am Fluss.
    ⭐ Unser Eindruck: Perfekt für alle, die Natur, ruhige Trails und echtes Kanada-Feeling suchen.
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  • Nach Squamish ging es für uns weiter nach Whistler – wahrscheinlich der bekannteste Bikepark der Welt. Schon bei der Ankunft war klar: Hier dreht sich alles ums Mountainbiken. Überall sieht man Bikes, Liftanlagen, Protektoren und Menschen, die mit einem breiten Grinsen vom Berg kommen. Genau darauf hatten wir uns schon lange gefreut.

    Für mich ist Whistler aber noch viel mehr als nur ein Bikepark. Ich war bereits zweimal hier und habe jeweils mehrere Wochen in Whistler verbracht – allerdings ist das inzwischen fast zehn Jahre her. Umso schöner war es, wieder zurückzukommen. Viele Erinnerungen waren sofort wieder da. Gleichzeitig fühlt sich Whistler im Sommer komplett anders an als im Winter. Obwohl wir erst vor ein paar Monaten hier waren, erkennt man viele Orte kaum wieder. Und genau das hat sich auch dieses Mal wieder bestätigt. ☀️❄️

    Der erste Tag begrüßte uns mit Regen. Also nutzten wir die Gelegenheit, um Whistler in Ruhe zu erkunden, Fußball zu schauen und nach einem Stellplatz zu suchen. Offiziell ist das Übernachten auf den Parkplätzen zwar nicht erlaubt, in der Praxis wird es aber an manchen Stellen geduldet. Also einfach mal die anderen Camper angesprochen – „We try.“ 😄 Und tatsächlich funktionierte es problemlos.

    Am nächsten Morgen ging es endlich auf die Bikes. Die Vorfreude war riesig – leider hielt sie nicht lange an.

    Bereits auf der zweiten Abfahrt rutschte ich auf einem nassen Stein weg und lag am Boden. Zum Glück ist außer ein paar ordentlichen Prellungen an Hüfte und Ellenbogen nicht viel passiert. Mein Handy hat den Sturz allerdings nicht überlebt. 📱💥

    Nach meinem Sturz auf dem nassen Stein war die größte Verletzung nicht die an Hüfte oder Ellenbogen – sondern die im Kopf. Plötzlich waren sie da: Zweifel und Unsicherheit auf Trails, die ich früher mit viel Selbstvertrauen gefahren bin. Immer wieder dachte ich: „Den nassen Stein hättest du doch erkennen müssen.“

    Es fiel mir unglaublich schwer, wieder Vertrauen zu fassen. Also entschied ich mich ganz bewusst dafür, erst einmal nur einfache und flowige Trails zu fahren. Selbst die fühlten sich am Anfang ungewohnt an. Aber genau das gehört wohl auch zum Mountainbiken dazu: Erfahrungen sammeln, daraus lernen und sich Schritt für Schritt wieder heranzutasten.

    Mein Können ist nicht verschwunden – nur mein Vertrauen hat einen kleinen Dämpfer bekommen. Und ich weiß, dass es mit jeder sicheren Fahrt ein Stück zurückkommen wird. ❤️

    Durch den Sturz legten wir erst einmal einen Pausentag ein. Die Zeit nutzten wir sinnvoll, erledigten ein paar Dinge am Camper, organisierten die nächsten Tage und ließen den Körper etwas zur Ruhe kommen.

    Mitten in dieser Woche erreichte uns dann noch eine traurige Nachricht aus der Heimat. Meine Oma ist in einem stolzen Alter friedlich eingeschlafen. Auch wenn es absehbar war, tat es weh. Die Gedanken waren in den nächsten Tagen immer wieder bei ihr und zu Hause. ❤️🕊️

    Zwischendurch gönnten wir uns auch einen Tag abseits des Bikeparks und radelten ganz entspannt zu einem wunderschönen See. Genau das tat nach den ereignisreichen Tagen richtig gut.

    Mitten in der Woche gab es dann auch noch unsere ersten Bärenbegegnungen in Whistler. 🐻 Während einer Abfahrt entdeckten wir plötzlich direkt neben dem Trail einen Schwarzbären. Man fährt vorbei, schaut kurz rüber und denkt sich nur: „Huch… da sitzt einfach ein Bär.“ Irgendwie surreal und gleichzeitig typisch Kanada.

    Am Abend wartete dann gleich die nächste Begegnung. Während wir gemütlich im Camper saßen und zu Abend aßen, spazierte ein weiterer Schwarzbär ganz entspannt über den Parkplatz – mitten in Whistler. Für die Einheimischen scheinbar nichts Besonderes, für uns jedes Mal aufs Neue ein beeindruckender Moment. 🍁🐻

    Zum Wochenende wurde es in Whistler dann richtig voll. Deshalb entschieden wir spontan, den Trubel hinter uns zu lassen und erst einmal nach Pemberton weiterzufahren. Dort genießen wir jetzt ein etwas ruhigeres Wochenende, bevor es Anfang der Woche wieder zurück nach Whistler geht. Es warten schließlich noch einige Trails auf uns. 🚵‍♀️

    Liebe Grüße aus Kanada 🇨🇦



    📍 Bike-Spot: Whistler Bike Park

    🍁 Typ: Liftunterstützter Bikepark
    🟢 🟦 ◆ ◆◆ Schwierigkeit: Von Einsteiger bis Double Black
    🌲 Trails: Riesiges Trailnetz mit Flowtrails, technischen Lines, Sprüngen und Weltcup-Strecken.
    🚐 Camping: Übernachten direkt in Whistler offiziell eingeschränkt, in der Umgebung gibt es Alternativen.
    ⭐ Unser Eindruck: Einer der bekanntesten Bikeparks der Welt – abwechslungsreich, beeindruckend und für jedes Fahrniveau etwas dabei.
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  • Squamish – Enduro pur 🚵‍♀️ ⭐

    Jun 23–Jul 1 in Canada ⋅ ⛅ 30 °C

    Unsere ersten Biketage in Kanada liegen hinter uns. Nach ein paar Tagen in North Vancouver ging es für uns weiter nach Squamish – für viele eines der besten Enduro-Gebiete überhaupt. Und eines können wir schon verraten: Langweilig wurde es definitiv nicht. 😄

    Bevor wir überhaupt an die ersten Trails denken konnten, warteten allerdings erst einmal die ersten kleinen Baustellen auf uns.

    Zuerst steckte plötzlich ein Nagel im Camperreifen. Zum Glück konnte die Werkstatt den Reifen schnell reparieren. Während wir warteten, entdeckten wir ganz in der Nähe eine Bäckerei mit einer riesigen Auswahl an süßen Teilchen. 🥐☕ So ließ sich die Wartezeit definitiv gut überbrücken.

    Kaum war das erledigt, ging es direkt mit den Bikes weiter. Reifen platt, Probleme mit der elektronischen Schaltung und ein E-Bike-Controller, der sich einfach nicht verbinden wollte – also wieder ab in den Bike-Shop. 🔧🚲

    Die erste Nacht verbrachten wir auf einem Waldparkplatz. Eigentlich eine schöne Lage, allerdings waren dort viele Jugendliche unterwegs und entsprechend war an Schlaf nicht allzu viel zu denken. 😄 Für die nächsten zwei Nächte zogen wir deshalb auf einen Campingplatz etwas außerhalb von Squamish um.

    Eigentlich wollten wir längst auf den Trails sein. Stattdessen bestanden die ersten Tage hauptsächlich aus Organisieren, Werkstatt, Schrauben und Besorgungen. So ist Vanlife eben manchmal. 🚐

    Während unsere Bikes in der Werkstatt waren, fand an diesem Wochenende eines der größten Enduro-Rennen der Region statt. 🏍️🔥 Schon beim Zuschauen wird einem klar, auf welchem Niveau hier gefahren wird. Was die Fahrer mit ihren Enduro-Motorrädern bergauf und anschließend wieder über die Trails hinunterfahren, ist einfach unfassbar beeindruckend.

    Nach zwei Tagen konnten wir unsere Bikes endlich wieder abholen. Die Jungs von Daytime Cycling haben großartige Arbeit geleistet – super freundlich, transparent und richtig schnell. 👍

    Jetzt konnten wir endlich das machen, weshalb wir eigentlich nach Squamish gekommen waren: biken. 🚵‍♀️

    Und jetzt verstehen wir auch, warum dieses Gebiet bei so vielen Mountainbikern ganz oben auf der Liste steht. Wer hier unterwegs ist, tritt entweder selbst hoch oder nutzt einen der Shuttle-Anbieter. Von flowigen Trails über technische Naturtrails bis hin zu steilen Abfahrten und großen Sprüngen ist wirklich alles dabei.

    Das Besondere: Fast alle Trails werden von Ehrenamtlichen gebaut und gepflegt. Wer möchte, kann die Trail-Organisationen mit einer Spende unterstützen. Besonders beeindruckt hat uns, dass die Trailbauer sogar an einem Feiertag draußen gearbeitet haben. Mit wie viel Herzblut und Leidenschaft hier gebaut wird, ist wirklich bemerkenswert. ❤️🌲

    Überall trifft man Mountainbiker, Camper und Gleichgesinnte. Irgendwie scheint sich hier fast alles ums Biken zu drehen – genau das macht den besonderen Charme von Squamish aus.

    Nachdem unsere Bikes wieder startklar waren, fanden wir schließlich noch einen ruhigen Waldparkplatz in der Nähe eines Sees. Overnight Parking war dort erlaubt – genau solche Plätze lieben wir. 🌲🚐

    Auch unsere Camper-Abende haben inzwischen ihre Routine gefunden. 🎲 Von Kniffel bis zu unserem neuen Spiel „Noch mal!“ – bei einer Partie bleibt es irgendwie nie. 😄 Vielen lieben Dank an Karola und Joachim für das tolle Geschenk! ❤️

    Natürlich haben wir auch die Fußball-WM verfolgt. ⚽ Leider war das Deutschland-Spiel gleichzeitig auch das letzte Turnierspiel für unsere Mannschaft. Jetzt drücken wir eben Kanada die Daumen. 🇨🇦🍁

    Zum Abschluss wartete dann noch ein ganz besonderer Besucher auf uns. 🐻

    Ich wollte gerade den Müll wegbringen und wäre ihm beinahe direkt in die Arme gelaufen – ein Schwarzbär stand nur wenige Meter neben unserem Camper.

    Unser Oso (spanisch für Bär) hat also tatsächlich Besuch von einem echten Oso bekommen. 😄🐻 Offenbar hatte er es auf unser Essen im Camper abgesehen. Nachdem er sich neugierig umgesehen hatte, landete seine Nase noch in Alex’ Bike-Schuhen. Einmal tief eingeatmet, kurz überlegt – und dann zog er lieber weiter. Vielleicht waren die Schuhe dann doch etwas zu viel des Guten. 😂

    Liebe Grüße aus Kanada 🇨🇦



    📍 Bike-Spot: Squamish

    🍁 Typ: Enduro-Trailgebiet
    🟢 🟦 ◆ ◆◆ Schwierigkeit: Von Flow bis Double Black
    🌲 Trails: Ehrenamtlich gebaut und gepflegt, Unterstützung per Spende möglich.
    🚐 Camping: Overnight Parking und mehrere Campingplätze in der Umgebung möglich.
    ⭐ Unser Eindruck: Riesiges natürliches Trailnetz mit unglaublich viel Abwechslung – ein Paradies für Enduro-Fans.
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  • Endlich geht’s in die Berge 🚐🚵‍♀️🏔️

    Jun 22–23 in Canada ⋅ ☁️ 22 °C

    Endlich geht’s in die Berge 🚐🚵‍♀️🏔️

    Der Camper ist gepackt, alles verstaut und endlich kann unsere Reise so richtig beginnen. 😊

    Unsere erste Bike-Station führt uns nach North Vancouver – eines der bekanntesten Mountainbike-Gebiete Kanadas und so etwas wie die Heimat des Freeridens. Rund um die North Shore warten unzählige Trails mit Wurzeln, Holzbrücken, Steinfeldern und allem, was das Biker-Herz höherschlagen lässt. Genau der richtige Ort, um in die Saison zu starten. 🚵‍♀️🌲

    Für die erste Nacht finden wir einen Stellplatz direkt oben am Lift. Eigentlich perfekt – mit einer fantastischen Aussicht über Vancouver. 🏔️🌇

    Noch bevor wir schlafen gehen, wartet direkt das erste kleine Highlight auf uns. Mehrere Rehe stehen nur wenige Meter neben unserem Camper und spazieren ganz entspannt über den Parkplatz. 🦌 Irgendwie wirken die Tiere hier deutlich gelassener als bei uns in Deutschland.

    Spät am Abend klopft dann ein Mitarbeiter an unseren Camper und erklärt uns unglaublich freundlich, dass der Platz zwar zum Parken über Nacht gedacht sei, nicht aber zum Campen. Gleichzeitig hat er aber direkt eine Lösung parat: Ein Parkplatz weiter unten sei überhaupt kein Problem.

    Genau das lieben wir an Kanada. Selbst wenn etwas offiziell nicht erlaubt ist, wird meistens erst einmal nach einer Lösung gesucht. 🇨🇦

    Am nächsten Morgen müssen wir den Parkplatz allerdings auch schon wieder verlassen. Direkt neben uns soll wenig später ein Helikopter landen. 🚁

    Irgendwie ziehen wir solche Situationen magisch an. 😄 Egal, wo wir stehen – irgendeine kleine Geschichte gibt es eigentlich immer.

    Bevor es endlich auf die Trails geht, steht allerdings erst einmal ein Besuch im Bike-Shop an. 🛒🚲 Ein paar Kleinigkeiten besorgen, noch schnell Zubehör holen und natürlich einmal durch den Laden schlendern. Für Mountainbiker ist das ungefähr so gefährlich wie Costco für Camper. 😄

    Danach folgt der unvermeidliche Schraubertag. 🔧

    Nach der langen Pause muss erst einmal alles wieder zusammenfinden. Bikes checken, Einstellungen kontrollieren, Ausrüstung zusammensuchen, Werkzeug sortieren, Klamotten einräumen und überhaupt wieder in den Bike-Alltag kommen. Bis alles seinen Platz gefunden hat und man wieder seine Routine hat, dauert es eben ein bisschen.

    Natürlich läuft dabei nicht alles nach Plan. Meine Schaltung macht noch Probleme, der E-Bike-Controller will sich nicht richtig verbinden und die neuen Reifen wollen sich partout nicht sauber auf die Felge setzen.

    Wie so oft dauert alles deutlich länger als gedacht. 😅

    Am Ende des Tages schaffen wir es aber trotzdem noch auf eine kleine erste Runde. 🚵‍♀️

    Und ehrlich gesagt fühlt sich das E-Bike nach den letzten Monaten auf dem Bio-Bike ziemlich ungewohnt an. Viele denken ja, dass mit Motor alles einfacher wird. In gewisser Weise stimmt das natürlich – bergauf kostet es deutlich weniger Kraft. Trotzdem fährt sich ein E-Bike komplett anders. Es ist schwerer, reagiert anders und gerade in technischen Passagen braucht es erst einmal etwas Eingewöhnung.

    Von einem richtigen Flow bin ich deshalb noch ein gutes Stück entfernt.

    Aber genau dafür sind die ersten Tage da. 😊

    Die erste Runde ist gefahren, die Bikes rollen und ein paar Kleinigkeiten stehen noch auf unserer To-do-Liste. Das bekommen wir auch noch hin. ✔️

    Ab morgen heißt es dann hoffentlich endlich: weniger schrauben, mehr biken. 🤞🚵‍♀️
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  • 🇨🇦 Zurück in Kanada 🇨🇦🚐☀️

    Jun 19–22 in Canada ⋅ ☀️ 26 °C

    Wir sind gut in Kanada angekommen – und erstaunlicherweise hat diesmal einfach alles funktioniert. 😄

    Schon die Anreise nach Frankfurt verlief völlig entspannt. Der Zug war pünktlich, die Koffer waren schnell aufgegeben und auch am Flughafen lief alles reibungslos. Lediglich bei der Passkontrolle gab es eine kurze Schlange, ansonsten ging alles überraschend flott. Kein Stress, keine Hektik und keine bösen Überraschungen.

    Auch der Flug nach Vancouver verlief problemlos. Rund 10 Stunden Flugzeit liegen zwar vor einem, aber insgesamt war es ein ruhiger und angenehmer Flug. Schlafen konnte ich trotz XXL-Sitz nur wenig – irgendwie klappt das bei mir im Flugzeug einfach nicht wirklich. Trotzdem verging die Zeit erstaunlich schnell und ehe wir uns versahen, waren wir schon wieder in Kanada.

    Die Einreise war dieses Mal so entspannt wie noch nie. Pass zeigen, freundlich lächeln, willkommen in Kanada. 🇨🇦 Keine zusätzlichen Fragen, keine Diskussionen und keine langen Wartezeiten. Schon verrückt, wie unkompliziert das hier meistens läuft.

    Mit dem Taxi ging es anschließend direkt vom Flughafen zu Hugo. 🚐❤️ Nach Monaten der Trennung war die Freude groß, unseren treuen Begleiter wiederzusehen. Natürlich folgte sofort der obligatorische Rundgang und Technik-Check. Die Batterie brauchte zwar einen kleinen Startschuss, danach lief aber alles problemlos. Keine Warnlampen, keine Schäden und vor allem kein Rattenbiss wie damals in den USA. 😅

    Danach stand noch ein kurzer Pflichtstopp bei Costco auf dem Programm, um die wichtigsten Vorräte einzukaufen. Anschließend ging es auf den RV-Park, wo mich dann die Müdigkeit endgültig eingeholt hat. Nach deutscher Zeit hatten wir praktisch die Nacht durchgemacht und mein Körper fand die Idee, direkt in den Kanada-Modus umzuschalten, offenbar nicht ganz so gut.

    Deshalb bestand der erste Tag hauptsächlich daraus, das Nötigste zu erledigen und möglichst schnell ins Bett zu kommen. Die erste Nacht habe ich direkt genutzt, um knapp 10 Stunden Schlaf nachzuholen. 😴 Alex kämpft zwar noch etwas mit dem Jetlag, aber insgesamt erwischt uns die Zeitumstellung diesmal deutlich weniger als noch im Winter.

    Die letzten Tage standen dann ganz im Zeichen des Ankommens. Der Camper wurde umsortiert, die Sommersachen eingeräumt und die Wintersachen bei unserem Freund in Vancouver eingelagert. Dazwischen blieb sogar Zeit für eine Runde Fußball schauen 👀 und das Deutschland-Spiel verfolgen, etwas Schwimmen im Pool und einen gemütlichen Abend mit unseren Freunden bei Earls.

    Irgendwie verrückt, wie schnell man wieder im alten Kanada-Alltag landet. Die gleichen Straßen, die gleichen Läden, die gleichen Orte – nur diesmal mit viel Sonne statt Schnee. Während wir im Winter noch durch Eis und Schneestürme gefahren sind, genießen wir jetzt angenehme 25 Grad und lange Sommerabende. ☀️ Während in Deutschland gerade ordentlich geschwitzt wird, fühlt sich das hier ziemlich perfekt an.

    Nachdem die Bikes aufgebaut, ein paar Kleinigkeiten am Camper erledigt und die letzten Besorgungen gemacht wurden, kann es nun endlich losgehen.

    Heute starten wir Richtung Berge.

    Liebe Grüße aus Kanada 🇨🇦
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  • Kanada Sommer 2026 – Es geht wieder los! 🇨🇦☀️🚐🚵‍♀️

    Heute startet endlich unser nächstes Kanada-Abenteuer.

    Vor knapp drei Monaten sind wir nach einem langen Winter-Roadtrip aus Kanada zurückgekehrt. Und jetzt sitzen wir tatsächlich schon wieder mit gepackten Taschen am Flughafen. 😊

    Diesmal bleiben die Skier zu Hause. Stattdessen reisen die Mountainbikes mit. 🚵‍♀️

    In wenigen Stunden geht es von Frankfurt nach Vancouver. Dank der Zeitverschiebung landen wir noch am selben Tag gegen 11 Uhr morgens.

    Ziemlich verrückt eigentlich: Fast zehn Stunden unterwegs – und auf der Uhr ist scheinbar kaum Zeit vergangen. 😄✈️

    Das Beste daran: Hugo wartet bereits auf uns. 🚐❤️

    Wenn alles klappt, holen wir ihn direkt nach der Landung ab und starten in die nächsten drei Monate Vanlife durch British Columbia und die Rockies.

    Viele Orte kennen wir bereits aus dem Winter. Damals waren die Berge tief verschneit, die Seen gefroren und unser Alltag drehte sich um Powdertage, Skitouren und Schneestürme. Nun sind wir gespannt, dieselben Regionen im Sommer zu erleben – mit grünen Wäldern, Bike-Trails, türkisfarbenen Seen und hoffentlich genauso vielen Abenteuern.

    Einen festen Plan haben wir bewusst nicht.

    Wir haben Ideen, einige Lieblingsorte aus dem Winter und natürlich jede Menge Bike-Trails auf unserer Liste. Wohin es genau geht, entscheidet sich unterwegs – je nach Wetter, Empfehlungen und Lust auf Abenteuer.

    Die nächsten Wochen stehen ganz im Zeichen von Mountainbiken, Vanlife, Bergen, Seen, Wanderungen und allem, was Kanada spontan für uns bereithält. 🚵‍♀️🏔️🌲✨

    Wir freuen uns riesig auf dieses neue Kapitel.

    Schön, dass ihr wieder mit dabei seid. ❤️

    Denise, Alex, Hugo 🚐 & die Osos🐻🚵‍♀️

    PS: Einige haben bereits gefragt: Nein, der Winter-Roadtrip ist nicht vergessen. 😄 Die letzten Beiträge fehlen tatsächlich noch und werden in den nächsten Wochen nachgereicht. Die Geschichte ist also noch nicht ganz zu Ende erzählt. ❄️🚐🏔️
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    Trip start
    June 19, 2026