Wie kommt man auf die Idee für ein Jahr in das Land zu reisen, das vom Heimatland am weitesten entfernt ist? Dafür gibt es viele Gründe, vor allem aber ist es der Traum mehr von dieser Welt zu entdecken und über sie zu lernen.
  • Day1

    Abreise

    August 28, 2018 in Germany ⋅ ⛅ 15 °C

    Mein häufigsten Satz in den letzten Tagen? "Das war das letzte Mal". Das letzte Mal reiten gehen, ins Fitnessstudio gehen, das letzte Mal unsere Kaninchen füttern, das letzte Mal durch die Haustür laufen.
    Alles was sonst selbstverständlich war und was sonst absolut nichts Besonderes war, das letzte Mal (wenn es mir gut gefällt) für ein Jahr zu tun, war ein seltsames Gefühl.
    Auch das Packen hat sich als äußerst schwierig herausgestellt. Wie packt man am besten für ein Jahr? Was kommt mit und was muss Zuhause bleiben? Mehrmals musste ich Einiges wieder auspacken und trotzdem hat mein Gepäck das äußerste Gewichtlimit nur knapp unterschritten.
    Richtig realisiert, was es bedeutet ein Jahr lang weg zu sein, habe ich allerdings erst bemerkt, als sich erst meine Freunde in den letzten Tagen und heute Abend meine Familie am Flughafen in Frankfurt verabschiedet haben.
    Wir haben zusammen die Koffer abgegeben, noch zusammen Abend gegessen, aber plötzlich standen wir vor dem Check-In, durch das ich alleine weiter gehen musste. Erst da ist mir wirklich bewusst geworden, dass ich von nun an alleine auf mich gestellt bin, dass ich wirklich alles hinter mir lasse und in ein Land gehe, in dem ich niemanden kenne, in dem ich kein richtiges Zuhause habe und eine ungewisse Zukunft vor mir habe.
    Bis auf den Security-Check, bei dem ich nicht alle elektronischen Geräte aus meinem Rucksack gepackt habe und deshalb auf Sprengstoff getestet werden musste, ist dann alles Weitere reibungslos verlaufen. Leider habe ich noch keine Mitreisenden von meiner Organisation getroffen, dafür sitze ich im Flieger neben drei Backpackern in meinem Alter, die auch durch Neuseeland reisen wollen und mit denen ich mich ein bisschen austauschen konnte.
    Jetzt fliege ich also gerade nach Dubai und bin wirklich gespannt was dieses Jahr so bringen wird.
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  • Day3

    Auckland, 30.08.2018

    August 30, 2018 in New Zealand ⋅ ☁️ 13 °C

    Ich habe noch nie so viele Menschen innerhalb so kurzer Zeit kennengelernt! Angefangen hat es mit den drei Backpackern, die neben mir während des ersten Fluges saßen. Durch die habe ich Kontakt zu einem Mitreisenden von meiner Organisation Praktikawelten herstellen können. Der wiederum kannte noch eine andere Mitreisende, mit der wir uns in Dubai getroffen haben. Später kam noch ein anderes Mädchen auf uns zu, die ohne Organisation alleine nach Neuseeland reisen wollte.
    So ging die Wartezeit am Flughafen in Dubai blitzschnell rum, es war echt interessant sich mit den Anderen auszutauschen. Beruhigend war auch, dass noch niemand einen genauen Plan hatte, sondern wie ich auch erstmal alles auf sich zukommen lassen wollten.
    Da das Flugzeug nach Auckland sehr leer war, konnte ich mich neben eine der Bekanntschaften aus Dubai setzten. Der Flug ging dann durch unterhalten und viel schlafen überraschend schnell um. Einen Jetlag habe ich bis jetzt auch nicht, mein Körper scheint die Zeitverschiebung direkt akzeptiert zu haben. Seltsam war nur, dass es während des Fluges zwei Mal Nacht wurde, die ganzen Mahlzeiten durcheinander geworfen würden (anstatt Abendessen kam auf einmal das Frühstück, da sich das Flugzeug an die neuseeländischen Zeit angepasst hat) und bei der Ankunft dann Morgen, während in Deutschland gerade Mitternacht war.
    Der erste Blick auf Neuseeland konnte ich aus dem Fenster des Flugzeugs erhaschen, welches eine Aussicht auf eine sehr grüne, hügelige Insel direkt am Meer bot. Die Landebahn ist nur ein paar Meter vom Meer entfernt und überall darum herum ist unberührte Landschaft.
    In Auckland angekommen, habe ich dann die anderen Dubai-Bekanntschaften wiedergetroffen, mit denen ich dann durch den strengen neuseeländischen Sicherheitscheck gegangen bin, wo mir erst mal meine Wanderschuhe abgenommen und gereinigt wurden, weil sie offenbar zu dreckig waren.
    Danach sind wir mit dem Bus durch Auckland gefahren. Dort haben wir weitere Backpacker getroffen, mit denen wir direkt ins Gespräch gekommen sind, ebenso wie mit dem Busfahrer, der sich gleich mit uns unterhalten und uns eine Extratour durch die Stadt angeboten hat.
    Die Offenheit der anderen Menschen hier hat mich wirklich überrascht, ich hätte nie gedacht, dass ich so schnell Anschluss finden würde!
    Im Hostel angekommen hat sich allerdings herausgestellt, dass ich völlig falsch gepackt habe. Ich habe einen Koffer, einen Wanderrucksack und einen Eastpackrucksack dabei mit insgesamt 37kg Gewicht, welche ich alle zusammen in den fünften Stock eine schmale Treppe hinauf tragen musste, was sich als ziemliche Qual herausgestellt hat.
    Das Hostel an sich ist aber echt schön, ist extra für Backpacker und daher super ausgestattet mit Küche, Waschraum, Badezimmer mit Föhn, Glätteisen und vielem mehr. Untergekommen bin ich in einem Sechserzimmer, ein Mädchen davon kannte ich schon vom Flug und auch die Anderen sind echt nett.
    Nach einer kurzen Dusche, bei der ich zwei Mädchen aus dem Bus wieder getroffen und mich direkt mit ihnen für den Abend zum Essen verabredet habe, habe ich mit den Leuten aus meinem Zimmer ein bisschen Auckland erkundet. Die Stadt an sich unterscheidet sich nicht arg von anderen Großstädten, es gibt allerdings dem Klima entsprechend (hier ist gerade Winter und trotzdem hatte 16 Grad heute) Palmen und ähnliche Pflanzen an vielen Straßenecken, Linksverkehr, ausschließlich gelbe Straßenschilder, überraschend viele asiatische Geschäfte und Menschen und liegt direkt am Meer.
    Gegen Abend bin ich dann wie abgemacht mit den beiden Mädchen aus dem Bus und noch jemand aus meinem Zimmer, der sich spontan angeschlossen hat nochmal in die Stadt Essen gegangen.
    Kaum war ich im Zimmer zurück und wollte mich nach dem langen Tag hinlegen, habe ich eine Nachricht von meiner Flugzeugnebensitzerin, die nicht von der Organisation ist, bekommen, die mich gefragt hat, ob ich Lust hätte mit ihr und einem Einheimischen noch in ein Pub zu gehen. Da konnte ich natürlich nicht nein sagen, habe noch einen Anderen aus meinem Zimmer zum Mitkommen motiviert und habe dann die anderen in der Stadt getroffen. Zunächst hat uns der Einheimische namens Andrew eine große Führung durch Auckland bei Nacht gegeben. Mit ihm haben wir uns alle auf Anhieb super verstanden, er hat uns alle Fragen über Auckland und Neuseeland geduldig beantwortet und mir auch meine Furcht genommen, ich würde den Kiwi-Akkzent nicht verstehen. Nachdem es nicht geklappt hat in einen Studentenclub zu gehen, sind wir stattdessen in einem Irish Pub gelandet, das tolle Live Musik geboten hat. Es war echt eine super Runde, sodass wir uns noch ewig unterhalten haben, bis das Pub dann irgendwann geschlossen hat.
    Mein Fazit zum ersten Tag in Neuseeland: ich kann mich da nur einem Mitreisenden anschließen, der eben sagte: "Wow, der lange Flug hat sich schon allein wegen diesem Tag und dieser Nacht gelohnt!"
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  • Day4

    Auckland, 31.08.2018

    August 31, 2018 in New Zealand ⋅ ⛅ 8 °C

    Nach einer erneut ziemlich kurzen Nacht, wurde ich heute morgen um halb 8 zu einer kurzen Stadtführung geweckt. Diese bot für mich nicht viel Neues, da ich am Tag davor schon drei Mal in Auckland unterwegs war, aber es war trotzdem nochmal gut, die wichtigen Anlaufstellen gezeigt zu bekommen.
    Anschließend hatten wir einen Infoworkshop, der alle Fragen zu unserem Work-and-Travel-Jahr abdecken sollte. Die wohl wichtigste Frage war wohl die, wie man sich das Jahr über fortbewegen sollte. Anfangs war ich mir noch recht sicher ein Auto zu kaufen, dann wurde allerdings eine ganz andere Möglichkeit angesprochen: Stray. Dabei handelt es sich um einen Hop-on-Hop-off-Bus, der sowohl über die Nord- und Südinsel fährt und alle wichtigen Stationen Neuseelands mitnimmt.
    Ich stand dann vor der schwierigen Entscheidung, mich zwischen Auto und Bus zu entscheiden, letztendlich habe ich mich nach Einigem hin und her dann für Stray entschieden, einfach weil ich so sicher Kontakt zu Backpackern in meinem Alter haben werde, ein Auto alleine sehr teuer ist, ich so zu allen wichtigen Orten kommen werde und ich auch mit zwei anderen Jungs geredet habe, die diesen Bus seit 10 Monaten nutzen und echt begeistert davon waren. Außerdem kann man jederzeit, nicht nur an bestimmten Stationen aus-und einsteigen, sodass man dadurch recht flexibel wird. Ich bleibe jetzt noch eine Nacht länger als geplant im Hostel und starte dann nächsten Donnerstag mit einem Anderen aus meinem Zimmer, der sich ebenfalls für Stray entschieden hat, den ersten Bustrip Richtung Süden, wo ich dann nach ein paar Tagen meinen ersten Job annehmen möchte.
    Den restlichen Nachmittag habe ich weiterhin mit organisatorischen Dingen verbracht, habe mir dort im Büro einen Lebenslauf erstellt, meine neue Simkarte aktiviert und bin zu verschiedenen Bänken gegangen, allerdings hat es noch nicht geklappt ein Bankkonto zu eröffnen. Im Büro habe ich dann noch ein bisschen mit anderen Leuten gequatscht und bin ich dann mit den Leuten, mit denen ich gestern Essen war und den eben kennengelernen Jungs noch zum Hafen gelaufen. Danach haben wir die beiden spontan mit aufs Hostel genommen und haben da noch mit ein paar Anderen gekocht. Es wurde dann echt ein schöner Abend, den wir auf der Dachterrasse des Hostels verbracht haben.
    Als diese geschlossen wurde, bin ich zurück aufs Zimmer und wollte eben schlafen gehen, als jemand Anderes aus meinem Zimmer, den ich bisher noch nicht wirklich kannte, angefangen hat, seine Sachen zusammen zu packen. Da alle anderen schon geschlafen haben und er offenbar noch etwas unternehmen wollte, hat er mich gefragt, ob ich denn noch eine Weile mit in die Stadt kommen würde.
    Mit Schlafen wurde es dann also leider wieder nichts, wir sind dann noch in das Pub gegangen, in dem ich gestern schon war. Lange sind wir dort allerdings nicht geblieben, stattdessen sind wir noch eine Weile durch Auckland gelaufen und haben das Nachtleben bestaunt, dass im Vergleich zum Vortag überraschend rege war. Anscheinend war so gut wie jeder noch unterwegs zu irgendwelchen Bars und auch auf der Straße herrschte überall eine gute Stimmung.
    Auch am zweiten Tag hat sich also bestätigt, dass wenn man ein bisschen offen ist, man sofort mit Anderen in Kontakt kommt und in eine Art riesige Backpacker-Familie aufgenommen wird.
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  • Day5

    Auckland, 01.09.2018

    September 1, 2018 in New Zealand ⋅ ⛅ 14 °C

    Auch diese Nacht war wieder nicht sonderlich lang, da gleich heute Morgen ein Ausflug auf eine Insel namens Waiheke anstand. Die circa einstündige Fährt mit der Fähre auf die Insel hat sich absolut gelohnt!
    Als kompletter Kontrast zum vollen Auckland bot die Insel eine grün bewachsene, dünn besiedelt Landschaft mit vielen Weinreben und Palmen. Mittels eines Hop-on-Hop-off Bus hatten wir die Möglichkeit, die Insel zu erkunden. Wir sind als Vierergruppe losgezogen und waren erst an einem wunderschönen Sandstrand Muscheln sammeln, haben dann die kleine Stadt besucht, wo wir von Kostproben überschüttet wurden und haben abschließend noch eine Wanderung durch einen dschungelähnlichen Wald unternommen, bei der wir uns ziemlich verlaufen haben. Glücklicherweise hat sich ein netter Einheimischer irgendwann bereit erklärt, nachdem wir schon eine ziemliche Weile gelaufen sind, mit seinem Auto uns zur nächsten Bushaltestelle zu fahren, die noch ein ganz Stück entfernt gewesen wäre.
    Gegen Nachmittag sind wir dann wieder zurück nach Auckland gefahren und haben abends im Hostel wieder gekocht.
    Gegen später haben wir uns mit den Jungs von gestern und meiner Flugzeugnachbarin verabredet und sind in eine Bar gegangen, in der wir "Fanny Teapots", Cocktailshots in Teekannen, ausprobiert haben.
    Anschließend standen wir dann noch zwei Stunden draußen vor der Hosteltür und haben uns bis spät in die Nacht einfach unterhalten. Die beiden Jungs haben viele coole Geschichten über den Bus Stray erzählt, den ich ja ab nächsten Donnerstag nehmen werde, sodass ich mir jetzt umso sicherer bin, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.
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  • Day6

    Auckland, 02.09.2018

    September 2, 2018 in New Zealand ⋅ ⛅ 14 °C

    Heute Morgen habe ich viel zu lange geschlafen und musste daraufhin erstmal zum Hafen sprinten. Glücklicherweise habe ich dann aber noch die Fähre erwischt, mit der wir auf die Vulkaninsel Rangitoto mitten im Meer gefahren sind. Dort habe ich mich mit der gleichen Gruppe wie gestern auf den steilen, felsigen Weg hinauf Richtung Krater gemacht. Insgesamt sind wir über drei Stunden gewandert, sind dabei durch Lavahöhlen geklettert und haben die Aussicht von ganz oben herunter auf Auckland genossen.
    Mit dem Wetter hatten wir leider nicht so viel Glück, immer mal wieder kamen Sturmböen mit Regen auf, dazwischen war dann wieder Sonnenschein. Dies ist allerdings typisch für Neuseeland, auch in den letzten Tagen hat sich gezeigt, dass das Wetter innerhalb von Minuten komplett umschlagen kann. Bis man dann den Regenschirm aus dem Hostel geholt hat, ist dann aber oftmals schon wieder schönstes Wetter.
    Gegen Nachmittag sind wir dann mit der Fähre wieder zurück aufs Festland gefahren. Im Hostel angekommen, hatte ich dann endlich mal Zeit mein Zeug aufzuräumen, was dringend nötig war. (Zitat eines Zimmerkameraden gestern: "Man hat immer diesen einen im Zimmer, der sich im ganzen Raum ausbreitet. Das bist wohl du bei uns.")
    Später habe ich mich nochmal auf Jobsuche gemacht und habe mich bei verschiedenen (Pferde-)Farmen beworben, weil sich die Chefin der Pferdefarm, auf der ich eigentlich ab Mitte September arbeiten wollte, momentan nicht erreichen lässt und ich deswegen lieber noch einen Plan B haben möchte.
    Nach dem abendlichen Kochen haben wir heute zum ersten Mal nichts mehr unternommen, weil alle ziemlich fertig waren, sodass ich jetzt hoffentlich nach den ganzen kurzen Nächten endlich mal wieder etwas mehr Schlaf abbekomme.
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  • Day7

    Auckland, 03.09.2018

    September 3, 2018 in New Zealand ⋅ ⛅ 6 °C

    Heute war der absolut entspannteste Tag bisher! Nach fast 13 Stunden Schlaf, die mal dringend nötig waren, haben wir heute morgen erstmal mit Rührei und Toast gebruncht - eine tolle Abwechslung nach dem überzuckerten Hostel-Müsli, das es seit Tagen zum Frühstück gibt.
    Danach hatten die meisten Anderen einen Termin bei der Bank, um ihr Bankkonto zu eröffnen, was bei mir leider nicht geklappt hat, weil ich es nicht von Zuhause aus schon angefragt habe. Jetzt muss ich mal schauen, ob ich es in meiner nächsten Stadt irgendwie nachholen kann.
    Glücklicherweise ist meine Flugzeugnebensitzerin, die übrigens Leona heißt, heute in unser Hostel umgezogen, sodass ich den Mittag mit ihr verbringen konnte.
    Gegen Nachmittag wollten wir dann mit Paul, einem Zimmerkameraden, in die Art Gallery, die anscheinend ganz gut sein sollte und die uns von dem Einheimischen empfohlen wurde, mit dem wie neulich im Pub waren. Allerdings war diese nicht wie erwartet kostenlos, sodass wir uns, als wir dann davor standen, dagegen entschieden haben - so große Kunstfans waren wir dann doch alle nicht.
    Kurz darauf kam der alltägliche Starkregenschauer auf, der uns jedoch nicht daran hindern konnte, eine Tour durch Auckland zu unternehmen. Abgesehen von der Queensstreet, der Königsstraße von Auckland, und dem Hafen hatten wir noch kaum etwas von der Großstadt gesehen. Jetzt kennen wir immerhin das Univiertel, verschiedene Stadtpark und weitere Essens- und Einkaufsmeilen!
    Später sind wir dann noch mit den anderen beiden Mädels, mit denen ich zurzeit viel unterwegs bin, auf den Skytower, dem höchsten Turm der Stadt gegangen. Eigentlich hatten wir geplant, perfekt zum Sonnenuntergang da zu sein, trotzdem war es leider zu bewölkt, um diesen wirklich zu sehen. Trotzdem war die Aussicht richtig toll, sowohl im hellen als auch später im Dunkeln, sodass sich der Ausflug trotzdem gelohnt hat!
    Den Abend haben wir in der gemütlichen Lobby des Hostels verbracht. Neben Karten spielen hat Leona noch ihre Gitarre ausgepackt, verschiedene Lieder gespielt und dazu gesungen, womit sie uns total begeistern konnte!
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  • Day8

    04.09.2018

    September 4, 2018 in New Zealand ⋅ ⛅ 12 °C

    Als letzter Ausflugstag, der von unsrer Organisation organisiert wurde, hieß es heute nochmal früh aufstehen. Um 8:15 wurden wir von zwei Kleinbussen abgeholt und sind Richtung Norden gefahren - Ziel waren die Black Sand Beaches in Piha, die ca. eine Stunde von Auckland entfernt liegen.
    Wir hatten einen supernetten Fahrer, der uns unterwegs alles Mögliche erklärt hat. Aber auch so war die Fahrt sehr unterhaltsam, war es doch das erste Mal, bei dem wir über eine längere Strecke auf der linken Seite gefahren sind. Ziemlich verwirrend, wenn man links herum in den Kreisverkehr einfährt oder auf der Autobahn auf einmal rechts überholt wird.
    Nach einem kurzen Stopp im Visitor Center sind wir direkt zu Stopp Zwei gefahren, der direkt auf der Strecke zu den Stränden lagen. Nur eine kurze Wanderung entfernt, hatten wir einen tollen Ausblick auf zwei Wasserfälle, umgeben von tropisch aussehenden Pflanzen.
    Eine weitere kurze Autofahrt entfernt, haben wir endlich unser eigentliches Ziel erreicht. Dort bot sich uns ein wunderschöner Blick auf das Meer, umgeben von hohen, kantigen Klippen und dunkler Strand.
    In der freien Zeit, die wir dort zur Verfügung hatten, sind wir zuerst einem steilen Weg hinauf eine der Klippen geklettert und haben dort eine Weile lang die tolle Aussicht genossen, bevor wir noch eine kleine Strandwanderung unternommen haben.
    Auf jeden Fall ein gelungener Ausflug, der eine tolle Abwechslung zur überfüllten Stadt bot und durch den wir einen komplett neuen Einblick in die vielfältige Landschaft Neuseelands bekommen haben!
    Inzwischen hat sich bei uns eine Art Clique ausgebildet, die aus Leona, Paul und den beiden Mädels (Caro & Clara), die ich anfangs im Bus kennengelernt habe, besteht. Für den Abend hatten wir fünf zuerst vor, in eine Karaokebar zu gehen, haben allerdings beim Abendessen im Hostel Flyer von einer anderen Bar in die Hand gedrückt bekommen, sodass wir dann eben da hingangen sind. Dort war diese Nacht Backpacker Night, sodass wir vieles günstiger bzw. auch einen kostenlosen Drink bekommen haben. Hier wurden sogar schon Strichlisten geführt und Wetten unter den anderen Vieren abgeschlossen, wie oft ich schon wieder aufs Klo gehen werde (wofür ich mittlerweile sehr bekannt bin, ebenso wie für meinen schwäbischen Akzent, über den sich hier alle bestens amüsieren).
    Später haben wir uns aufgeteilt. Leona, Paul und ich sind zusammen in ein Pub gegangen, in dem Karaokenacht war. Allerdings waren da nicht sonderlich begabte Sänger unterwegs, sodass alle nur auf ein baldiges Ende der gesungenen Lieder gewartet haben. Daher waren die Leute umso mehr begeistert, als Leona, die wirklich toll singen kann, einen Song gesungen hat. Wir haben uns daraufhin direkt Getränkerabatt von einer deutschen Kellerin bekommen, die hier auch ihr Auslandsjahr verbringt. Später haben wir drei noch ein Song zusammen gesungen, der sich zwar etwas schief gehört hat, aber wir hatten trotzdem unseren Spaß!
    Nachdem Leona noch zwei weitere Male gesungen hat, hat sie den Preis für die Karaokenacht gewonnen: Freigetränke im Wert von 50 NZ$, den wir dann natürlich noch verwerten mussten. Dabei haben wir vier Studenten aus Auckland kennengelernt, mit denen wir uns auf Anhieb super verstanden haben. Als das Pub um 2 Uhr geschlossen hat, haben die vier uns mitsamt der nette deutschen Kellnerin direkt in die nächste Bar mitgenommen, in der wir bis um 4 Uhr morgens geblieben sind. Dort waren die Leute sehr spendierfreudig (Zitat von einer Studentin: "If you got a dollar for every time somebody asked you to pay you a drink you would be a millionaire soon!").
    Am Ende haben die Studenten uns dann noch bis ins Hostel begleitet und haben dabei schon Pläne geschmiedet, uns in Deutschland alle zu besuchen. Wahrscheinlich wird es aber eher darauf hinauslaufen, dass wir morgen Abend nochmal was zusammen unternehmen!
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  • Day9

    Auckland, 05.09.2018

    September 5, 2018 in New Zealand ⋅ ⛅ 12 °C

    Nachdem mein Wecker das ganze Zimmer, nur nicht mich aufwecken konnte, habe ich es heute Morgen trotzdem geschafft, mein ganzes Zeug innerhalb weniger Minuten zusammen zu packen und pünktlich auszuchecken. Ich musste das Zimmer wechseln, da ich für die letzte Nacht die "Billigvariante" im 10er Zimmer gebucht hatte.
    Den Tag haben wir für organisatorische Dinge verwendet, als letzter Tag in Auckland gab es noch Einiges zu erledigen, beispielsweise Wäsche waschen, einkaufen oder zur Bank gehen. Später haben wir dann noch ein letztes Mal zusammen gekocht.
    Eigentlich haben wir aber auf den Abend gewartet. Leona hatte mit dem Einheimischen, Andrew, mit dem wir Anfang der Woche einmal unterwegs waren, Kontakt aufgenommen und sich für den Abend verabredet. Dieser hatte etwas Besonderes für uns geplant: in der Nähe unseres Hostels wurden Leona und ich mit dem Auto von Andrew aufgesammelt und sind zusammen mit drei Freunden von ihm in einen Park auf der anderen Seite von Auckland gefahren. Von dort aus hatte man eine wunderschöne Aussicht auf die nächtliche Skyline von Auckland, allein für diesen Ausblick hat sich die Tour schon gelohnt!
    Wir hatten allerdings noch mehr vor. Der Park war direkt über eine Militärstation aus dem zweiten Weltkrieg erbaut, sodass dort noch viele Bunker und alte Tunnelsyteme vorhanden waren. Diese wollten wir im Dunkeln erkunden.
    Andrew kannte sich dort schon ziemlich gut aus und hat uns zuerst ein paar kleinere Tunnel gezeigt, bevor wir einen etwas größeren gefunden haben, der viele Verzweigungen hatte. Nachdem wir uns dort einen Überblick über die Gänge verschaffen hatten, kam die Idee auf, Verstecke zu spielen. In Zweiergruppen haben wir uns also in den unterschiedlichsten Nischen versteckt. Anfangs war es noch ein bisschen gruselig (man hatte so das typische Horrorfilmgefühl), aber kurze Zeit später hatten wir einfach nur total viel Spaß in den dunklen Gängen. Es war auf jeden Fall eines der coolsten Erlebnisse hier in Auckland!
    Mit den Leuten haben wir uns super verstanden, sodass wir uns danach noch im McDonalds gestärkt haben und dann auf die Suche nach einer Bar in Auckland gemacht haben.
    Zunächst hatten wir dann noch Schwierigkeiten eine Bar zu finden, da einer der Einheimischen erst 17 war, das Problem haben wir dann allerdings gelöst, indem er den deutschen Ausweis von Leona genommen hat, auf dem sie noch kurze Haare hatte, während sie ihren neueren Reisepass genommen hat. Hat auf jeden Fall super funktioniert, nachdem wir ihn noch mit einer passenden Brille ausgestattet haben!
    Nachdem wir später zurück im Hostel waren, haben Leona und ich uns nachts noch eine Weile in die Lobby gesessen und uns unterhalten, war es doch die letzte Nacht für uns in Auckland, bevor wir alle in verschiedene Richtungen fahren würden. Wir beide waren uns einig: wir hatten wirklich eine super Zeit hier und wollen uns unbedingt nochmal an einem anderen Ort treffen!
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  • Day10

    Hahei, 06.09.2018

    September 6, 2018 in New Zealand ⋅ 🌧 10 °C

    Die letzte Nacht in Auckland war schnell vorbei, da uns der Stray Bus, mit dem ich jetzt zusammen mit Paul, der den Bus auch gebucht hat, ein paar Tage weiterreisen werde, schon um halb 8 abholen sollte und ich vorher noch fertig packen musste. Mit viel Stopfen habe ich fast alles wieder in den ursprünglichen Zustand bekommen und durfte zum letzten Mal noch die fünf Stockwerke mitsamt Koffer herunterlaufen. Nach der Woche sind wir alle echt trainiert im Treppenlaufen!
    Anstatt dem erwarteten überfüllten Reisebus holte uns stattdessen ein Kleinbus ab, in dem momentan insgesamt 12 Leute mitreisen. Abgesehen von einem kurzen Stopp im Supermarkt habe ich fast die ganze Fahrt durch geschlafen, war ich mal wach, hatte ich Ausblick auf endlose Weiden mit zahlreichen Kühen und vereinzelt auch Schafen. Unser heutiges Ziel war Hahei, wo wir die nächsten zwei Nächte verbringen werden. Dort wohnen wir in einer kleineren grünen Stadt in großen Ferienhäusern auf einem Campingplatz. Ganz anderes als in Auckland ist hier alles schön bewachsen und ziemlich ländlich.
    Trotz schlechtem Wetter sind wir nach unserer Ankunft zusammen mit unserem Fahrer & Begleiter Dan eine Runde an den nahegelegenen Strand gegangen. Dort konnten wir eine Gruppe von Delfinen beobachten, die ganz in Strandnähe gemächlich auf und ab geschwommen sind. Danach sind wir noch auf einen Hügel gestiegen, von dem aus wir einen wunderschönen Rundumblick auf die Meeresbucht hatten. Wir standen minutenlang einfach nur da und haben den Ausblick auf diese einmalige Landschaft genossen!
    Wegen des Wetters sind wir jedoch schon bald zurück ins Camp und haben dort einen Spieleabend veranstaltet. Dies gestaltete sich ziemlich lustig, da fast jeder von einem anderen Land kommt und sich so alle Sprachen vermischt haben.
    Dazwischen habe ich noch mit der Besitzerin der Pferdefarm telefoniert, auf der ich ab Montag arbeiten werde und habe mit ihr die letzten Details besprochen. Diese war supernett und hat sogar angeboten, ihr Wochenende so zu planen, dass sie mich am Sonntag von der eine Stunde entfernt gelegenen Stadt abholen kann, in der ich mit dem Stray Bus ankommen werde. Damit habe ich jetzt endlich einen sicheren Arbeitsplatz und kann die letzten Tage Backpacking nochmal richtig genießen!
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  • Day11

    Hahei, 07.09.2018

    September 7, 2018 in New Zealand ⋅ 🌙 12 °C

    Heute Morgen hatten wir zur Abwechslung mal richtig tolles Wetter und Sonnenschein. Das haben wir direkt ausgenutzt und sind mit unserem Reisebegleiter zum Hot Water Beach gefahren. Dieser Strand befindet sich direkt über einer heißen Quelle, wo es teilweise so heißes Wasser gibt, dass man sich verbrennt.
    Mit Schaufeln ausgestattet, haben wir alle zusammen ein großes Becken in den Sand gegraben, das sich daraufhin mit warmen Wasser gefüllt hat. Obwohl es draußen nicht so warm war, war es echt angenehm in unserer natürlichen Badewanne, sodass wir dort einige Zeit verblieben sind und das warme Wasser genossen haben (was nach unserer lauwarmen Dusche hier echt Luxus war).
    Als wir gegen Mittag zurück waren, bin ich mit einem anderen ebenso fotobegeisterten Mädchen an den Strand gelaufen, wo wir zusammen ein kleines Fotoshooting gemacht haben.
    Kaum waren wir zurück, sind wir auch schon zu einer Wanderung zur Cathedral Cove aufgebrochen, einer großen steinernen Höhle, die direkt am Strand liegt und vom Meer umspült wird. Der ca. einstündige Weg dahin hat sich definitiv gelohnt, es war wunderschön dort und wir konnten tolle Bilder knipsen.
    Abends haben wir dann noch eine Weile Tischtennis und Tischkicker gespielt, bei dem sich Team Germany ziemlich gut geschlagen hat, bevor wir schon wieder unsere Sachen für die morgige Abreise packen mussten.
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