• Aaron Winkler
  • Aaron Winkler

Ein Jahr Europa

Ich nehme mir ein Jahr Zeit und fahre mit meinem Van über 40.000 km durch ganz Europa. Baca lagi
  • Wanderung Lac de Melo et Capitello

    2 Januari 2023, Perancis ⋅ ☀️ 5 °C

    Mit einer der ersten Fähren des neuen Jahres bin ich gestern von Sardinien wieder nach Bonifacio gefahren und mache heute einen Abstecher in das Hochgebirge im Herzen Korsikas.
    Von der Küste aus folge ich dem Fluss Tavignano bis in das idyllisch gelegene Corte und fahre von hier an weiter entlang des Ufers der Restonica. Das Tal an ihrem Unterlauf ist recht flach und leicht zugänglich, sodass ich mich aus nächster Nähe vom smaragdgrünen Wasser verzaubern lassen kann. Weiter stromaufwärts wird das Tal immer tiefer und die Straße immer schmaler, bis ich schließlich einen Wandererparkplatz auf etwa 1.400 Metern Höhe erreiche.
    Auf angenehmen Wegen geht es zu Fuß weiter bergauf, vorbei an kleinen Wasserfällen und Berghütten sowie über Leitern und Kletterpassagen, bis ich den nahezu kreisrunden Lac de Melo auf 1.710 Metern erreiche. Hier treffe ich auch auf die Quelle der Restonica, da sie aus dem See gespeist wird.
    Der weitere Aufstieg ist deutlich steiler und gegen Ende auch mit einigen Schneefeldern bedeckt, wodurch das Vorankommen erheblich erschwert wird. Schließlich komme ich aber doch an mein zweites Ziel, den Lac de Capitello auf 1.930 Metern. Dieser ist zwar von schneebedeckten Felsen umgeben, aber nicht zugefroren. Zugleich bietet sich von hier oben ein toller Blick auf den tieferliegenden Nachbarsee.
    Der Abstieg führt auf dem selben Weg zurück und beginnt mit einigen Rutschpartien auf dem überfroren Schnee. Etwas später erwartet mich ein weiterer beeindruckender Anblick, als ich dabei zusehen kann, wie sich Wolken das Tal hinauf schieben und eine mystische Stimmung erzeugen.
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  • Genova

    6 Januari 2023, Itali ⋅ ☁️ 13 °C

    Mit Sonnenaufgang bin ich vorgestern auf die Fähre von Bastia nach Livorno gefahren und somit auf das italienische Festland zurück gekehrt.
    Auf meinem weiteren Weg erinnert mich nicht nur die Landschaft, sondern auch das durchwachsene Wetter, stark an die Region bei Amalfi. Die bekannten Cinque Terre betrachte ich lediglich von der höher gelegenen Küstenstraße, denn auch sie erscheinen mir zu touristisch.
    Heute statte ich Genua, der Hauptstadt Liguriens, einen Besuch ab.
    Nach den vergleichsweise kleinen Inselstädten der letzten Wochen, brauche ich ein wenig Zeit, um mich hier an die Urbanität und Menschenmengen zu gewöhnen. Meine Aufmerksamkeit wird jedoch schnell auf die prächtigen Renaissance- und Barockbauten gelenkt, deren Höhepunkt in den großen Palazzi entlang der Via Garibaldi liegt.
    Sowohl die engen, dunklen Gassen der mittelalterlichen Altstadt, als auch die großen Plätze sind noch in festlicher Stimmung, denn hier wird erst heute mir der Epifania das Ende der Weihnachtszeit gefeiert.
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  • Menton

    7 Januari 2023, Perancis ⋅ ☀️ 16 °C

    Immer entlang der Küste und durch zahlreiche Badeorte, fahre ich weiter in Richtung Frankreich. Je weiter ich mich von Genua entferne, umso sonniger wird das Wetter und auch das Klima sichtlich milder. Die Vegetation wird zunehmend von Palmen, Sukkulenten und anderen subtropischen Pflanzen geprägt.
    Unmittelbar nach der Grenzüberquerung erreiche ich das malerische Städtchen Menton, das den östlichen Auftakt der Côte d'Azur bildet.
    Am Hang der wunderschönen Altstadt stapeln sich die leuchtend bunten Häuser im italienischen Stil und werden von hübschen Gassen durchzogen. Mir gefällt sehr gut, dass die Auswirkungen des Tourismus hier oben kaum zu spüren sind und sie sich stattdessen auf die großzügige Strandpromenade und angrenzende Fußgängerzone beschränken. Dort wird die Luft von den herrlichen Düften der zahlreichen Parfum- und Seifengeschäfte erfüllt, sodass für mich die Illusion eines Sommertages entsteht.
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  • Musée océanographique de Monaco

    8 Januari 2023, Monaco ⋅ 🌧 13 °C

    Das verregnete Wetter veranlasst mich dazu, eine Beschäftigung im Trocknen zu suchen und so gehe ich heute ins ozeanographische Museum im kleinen Fürstentum Monaco.
    Die zahlreichen großen und kleinen Aquarien im Untergeschoss zeigen eine beeindruckene Fülle jeglicher Art Meereslebewesen. Von fluoreszierend Korallen, über kleine Seepferdchen und Quallen, bis hin zu riesigen Schildkröten und natürlich jeder Menge verschiedenster Fische in allen denkbaren Farben. Die Ausstellung ist sehr gut besucht und vor allem die kleinsten Besucher sind sehr begeistert.
    In den Obergeschossen werden Exponate aus Forschungsreisen sowie Tierpräparte gezeigte und eine große immersive Projektion entführt die Besucher in die Welt der Polarregionen.
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  • Nice

    9 Januari 2023, Perancis ⋅ ☀️ 17 °C

    Nur wenige Kilometer entfernt, liegt das wunderschöne Nizza, dem ich heute einen Besuch abstatte. Das Wetter meint es wieder gut mit mir und ich fühle mich auf Anhieb sehr wohl in der Stadt.
    Sowohl die schmalen Gassen der hübschen Altstadt, als auch die großzügigen Promenaden und Grünanlagen sind angenehm belebt. Die meisten Leute zieht es jedoch an den Strand, um in der Sonne zu baden und die starke Brandung zu beobachten.
    Das Stadtbild wird vorallem von Bauten aus dem späten 19. Jahrhunderts geprägt und begeistert mich mit seiner einzigartigen Mischung aus französischer Eleganz und italienischer Leichtigkeit.
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  • Gorges du Verdon

    10 Januari 2023, Perancis ⋅ ☀️ 14 °C

    Ich kehre der Côte d'Azur den Rücken und mache mich auf den Weg in das Hinterland der Provence. Zu Beginn erwartet mich das malerische Dorf Gourdon, das auf einem Felsvorsprung über dem Tal der Loup liegt und einen weiten Blick bis zur Küste bietet. Zudem ist sein mittelalterlicher Kern sehr gut erhalten und ich schlendere mit großer Begeisterung durch die hübschen Gassen.
    Anschließend überquere ich die weitläufigen Kalkplateaus der provenzalischen Voralpen und erreiche schließlich mein heutiges Ziel, den Fluss Verdon. Schon bald wird aus seinem flachen Tal eine gewaltige Schlucht, die bis zu 700 Metern Tiefe erreicht. Zahlreiche Aussichtspunkte entlang der Straßen bieten beeindruckende Blicke auf die zerklüfteten Kalksteinfelsen und vom Belvedere du Pas de la Bau kann ich in der Ferne sogar die schneebedeckten Gipfel der Seealpen erkennen. Währenddessen lassen sich auch einige Geier dabei beobachten, wie sie sich in den Aufwinden gleiten lassen.
    Pünktlich zum Sonnenuntergang fahre ich aus der Schlucht heraus und es bietet sich mir ein toller Blick über den Lac de Sainte-Croix, an dessen Ufer ich eine sehr kalte Nacht verbringe.
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  • Ansouis & Lourmarin

    11 Januari 2023, Perancis ⋅ ⛅ 14 °C

    Nach einem letzten Blick auf den leuchtend blauen Lac de Sainte-Croix und das angrenzende Bergdorf Moustiers-Sainte-Marie, fahre ich weiter in Richtung Westen. Mein Weg führt mich durch eine sehr abwechslungsreiche Landschaft aus flachen Bergen, abgeernteten Lavendelfeldern und entlang der Ufer der Durance.
    Zwischen ihr und der Gebirgskette des Luberon liegt das beschauliche Dorf Anousis, dem ich einen kurzen Besuch abstatte. Unterhalb des Schloss drängen sich die typisch provenzalischen Natursteinhäuser mit bunten Holzfensterläden aneinander und außer ein paar Einheimischen ist hier im Augenblick nichts los.
    Auch im wenige Kilometer entfernten Lourmarin geht es sehr ruhig zu und selbst das stattliche Renaissanceschloss am Rand des Dorfes befindet sich im alljährlichen Winterschlaf. Die kleinen Gassen sind trotzdem sehr schön anzusehen und als einziger Fremdling werde ich von den Einwohnern nett gegrüßt.
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  • Roussillon & Gordes

    12 Januari 2023, Perancis ⋅ ⛅ 14 °C

    Auch heute erkunde ich die idyllische Region des Luberon und komme schon während der Fahrt aus dem Schwärmen nicht mehr heraus. Die kleinteilige Landschaft wird von Lavendel, Oliven, Wein und anderen Obstsorten sowie von sehr schönen Landsitzen geprägt. Auch durch die Zypressen entsteht eine gewisse Ähnlichkeit zur Toskana.
    Mittendrin liegt die Kleinstadt Roussillon, die vor allem für ihren Ocker bekannt ist. Die Felsen in der Umgebung lieferten früher den Rohstoff für die Farbherstellung und auch heute spielt die Malerei hier noch eine Rolle. Zudem ähnelt die gesamte Stadt einem Ockerbruch, den die Fassaden sind in den kräftigen Tönen der gelbroten Erdfarbe verputzt.
    Ein Stück weiter westlich thront Gordes auf einem Felsvorsprung und bietet einen tollen Weitblick in das wunderschöne Umland. Das Zentrum von einem massiven Schloss aus der Renaissance geprägt und auch die terrassierten Hänge sind mit sandfarbenen Natursteinhäusern bebaut.
    Auf dem Weg zu meinem Stellplatz lege ich noch einen kurzen Halt in der Stadt L’Isle-sur-la-Sorgue ein. Hier wird das Stadtbild vom namebsgebenden Fluss sowie 200 Jahre alten, hölzernen Schaufelräder und zahlreichen Brücken geprägt.
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  • Avignon

    13 Januari 2023, Perancis ⋅ ☀️ 14 °C

    Mein letzte Station in der Provence ist Avignon, das am Zusammenfluss der Rhône und der Durance liegt.
    Hinter der hohen und sehr gut erhaltenen Befestigungsmauer erwartet mich eine schöne Altstadt, die vor allem aus mittelalterlichen Gebäuden besteht. Ihren Höhepunkt bildet der gotische Papstpalast, der von außen eher einer gewaltigen Festung ähnelt. Er ist das Ergebnis jenes etwa 100 Jahre langen Zeitraums, in dem die Päpste nicht in Rom, sondern hier residierten.
    Außerdem entdecke ich viele charmante Gassen, die schön geschmückt sind und teilweise von Kanälen begleitet werden. Auch die Markthalle fasziniert mich mit einer großen und aufwändigen Vertikalbegrünung.
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  • Montpellier

    14 Januari 2023, Perancis ⋅ ⛅ 14 °C

    Heute besuche ich die Großstadt Montpellier in der Region Okzitanien und werde ausgesprochen positiv überrascht. Ich beginne meine Tour am höchsten Punkt der Stadt und werde direkt von einer barocken Promenade mit Reiterstandbild und Triumphbogen begrüßt. Auch die Prachtstraßen und Plätze aus dem 19. Jahrhundert erinnern mich ein wenig an Paris und sind sehr belebt.
    Ein Viertel der Einwohner ist an einer Hochschule eingeschrieben und so treffe ich hier vorallem auf junge Leute, die das schöne Wetter genießen.
    Auch aus früheren Epochen gibt es einiges zu sehen, denn neben mittelalterlichen Gassen und Kirchen, befindet sich hier auch der älteste botanische Garten Frankreichs aus der Renaissance.
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  • Saint-Guilhem-le-Désert & Minerve

    15 Januari 2023, Perancis ⋅ ⛅ 12 °C

    Ich fahre wieder ein Stück ins Landesinnere und erreiche den Fluss Hérault, dessen felsige Schlucht von mehren Steinbrücken überspannt wird. An seinem Ufer liegt auch das mittelalterliche Dorf Saint-Guilhem-le-Désert. Hier bilden die Ausläufer der Cevennen eine tolle Kulisse für die urigen Natursteinhäuser und das romanische Kloster.
    Ich setzte meinen Weg in Richtung Westen fort und passiere die endlosen Weinberge des Languedoc sowie idyllische Dörfer in der dicht bewaldeten Berglandschaft.
    Schließlich komme ich nach Minerve, das ebenfalls aus dem Mittelalter stammt und auf einem Felsen zwischen den Flüssen Briant und Cesse errichtet wurde. Auch hier gibt es eine gewaltige Steinbogenbrücke über die Felsenschlucht, charmante Gassen und eine romanische Kirche zu bewundern.
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  • Perpignan & Collioure

    16 Januari 2023, Perancis ⋅ ☁️ 13 °C

    Die sinkenden Temperaturen und vorallem die kalten Nächte treiben mich weiter in Richtung Süden und so fahre ich heute bis kurz vor die spanischer Grenze. Auf dem Weg dorthin zeichnen sich die Pyrenäen immer deutlicher am Horizont ab und ich besuche zwei ganz unterschiedliche Städte. Beide verbindet, dass sie im historischen Nordkatalonien liegen und hier teilweise katalanisch gesprochen wird.
    Zuerst komme ich in die Großstadt Perpignan, die mich mit starkem kaltem Wind begrüßt und da viele Geschäfte und Gastronomien am Montag geschlossen sind, ist die Innenstadt kaum belebt. Auch mir fällt es schwer, die eigentlich sehr schöne und farbenfrohe Altstadt zu genießen. Zahlreiche Ziegelbauten und rot-gelb gestreifte Flaggen machen den Einfluss der katalanischen Kultur deutlich sichtbar.
    Im kleinen Küstenort Collioure kann ich zur Abwechselung mal wieder Meeresluft riechen und mich entlang des Hafens und durch die bonbonfarbenen Gassen treiben lassen.
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  • Girona

    17 Januari 2023, Sepanyol ⋅ ⛅ 14 °C

    Heute morgen habe ich Frankreich im Regen verlassen und bin nach Girona, meinem ersten Ziel in Spanien, gefahren.
    Die katalanische Stadt liegt am Fluss Onyar, in dessen Wasser sich die bunten Fassaden der Uferbebauung herrlich spiegeln. Viele, ganz unterschiedliche Brücken verbinden die beiden gegenüberliegenden Stadtteile und bieten gleichzeitig tolle Motive.
    Ebenso schöne Ausblicke bieten die gut erhaltenen Stadtmauern, die zu einem Spaziergang über den Straßen einladen.
    Über allem thront eine gewaltigen Kathedrale, deren gotisches Kirchenschiff das weltweit breiteste und nach dem Petersdom insgesamt zweitgrößte ist.
    Zahllose Flaggen, gelbe Schleifen und auch Graffitis bezeugen die große Bedeutung der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung.
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  • Barcelona

    18 Januari 2023, Sepanyol ⋅ ⛅ 12 °C

    Mein letzter Besuch in der katalanischen Metropole ist schon einige Jahre her, aber ich kann mich noch gut an die sehr positiven Eindrücke erinnern.
    Auch im Winter kommen zahlreiche Touristen hierher und so entseht ein sehr lebendiges Treiben, dass sich am besten auf den schönen, großen Plätzen und der Flaniermeile Rambla beobachten lässt.
    Das Stadtbild besticht durch den spannenden Gegensatz zwischen den engen, gewundenen Häuserschluchten der Altstadt und den breiten, geradlinigen Straßen der angrenzenden Stadterweiterung namens Eixample. In diesem Bezirk finden sich viele Beispiele für die unverwechselbare Architektur des Modernisme, dem katalanischen Jugendstil, sowie die beeindruckende Kirche Sagrada Familia. Auf ihrer immer noch laufenden Baustelle hat sich seit dem letzten Mal einiges verändert und so wurde der einzigartige Charakter des Gebäudes weiter herausgearbeitet.
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  • Peñíscola & Vilafamés

    19 Januari 2023, Sepanyol ⋅ ☀️ 14 °C

    Ich setze meinen Weg nach Süden fort und fahre entlang der Küste bis in die Region der Valencianischen Gemeinschaft.
    Hier erreiche ich Peñíscola, deren hübsche kleine Altstadt auf einem ins Meer ragenden Felsen liegt. Das angenehm wärmende Sonnenlicht lässt die weißen Fassaden erstrahlen und ihre farblich abgesetzten Türen und Fenster passen perfekt zu den Nuancen des Wassers und der Felsen.
    Einige Kilometer weiter im Landesinneren zeigt sich mir ein etwas andere Atmosphäre. Auch hier gibt es weiße Häuser, aber das markante Baumaterial ist der lokale rote Sandstein. Das mittelalterliche Castillo oberhalb der Stadt scheint mit diesen Felsen verwachsen zu sein und bietet einen tollen Ausblick auf die landwirtschaftlich genutzte Ebene und darüber hinaus.
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  • Valencia

    21 Januari 2023, Sepanyol ⋅ ☀️ 12 °C

    Heute besuche ich Valencia, die drittgrößte Stadt des Landes und werde von ihrer Schönheit sehr fasziniert.
    Ich entdecke einige Parallelen zu Barcelona und treffe auch hier auf viele hübsche Gebäude im Stil des Modernisme, deren Bandbreite von Wohnhäusern, über Markthallen, bis zu einem Bahnhof reicht.
    Dank des milden Wetters sind die beeindruckend schönen Plätze und die zahllosen Gastronomien sehr belebt. Auch in den abwechslungsreichen Grünanlagen ist jede Menge los und ich bin erfreut über ihre hohe Qualität und guten Zustand. Neben reich tragenden Orangen und riesigen Feigen, gefällt mir der Park im ehemaligen Flussbett der Turia besonders gut.
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  • Murcia

    23 Januari 2023, Sepanyol ⋅ ☀️ 14 °C

    Mit einem kurzen Halt in Guadelest, das mir zu touristisch ist und lediglich einen schönen Blick auf den Stausee inmitten der Berge bietet, fahre ich weiter nach Süden. Die Landschaft um mich herum wird mit jedem Kilometer trockener und zwischen kargen, baumlosen Bergen erstrecken sich riesige Orangenplantagen und Gewächshäuser. Am Straßenrand sehe ich bereits die ersten Blüten der Mandelbäume.
    Mittendrin liegt die Großstadt Murcia mit einer sehenswerten Altstadt. Ihren Höhepunkt bildet der Platz vor der Kathedrale, die von einer barocken Fassade geschmückt und vom Bischofspalast im Stil des Rokoko begleitet wird. Zudem gibt es schöne Wasserspiele und andere Einflüsse der Mauren zu entdecken.
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  • Desierto de Tabernas

    25 Januari 2023, Sepanyol ⋅ ☀️ 13 °C

    Heute morgen erlebe ich an meinem Stellplatz eine kleine Überraschung, denn der nächtliche Niederschlag hat die nahelegenen Gipfel der Sierra de Alhamilla mit einer dünnen Schneeschicht überzogen. Das ist hier eine echte Seltenheit, denn nebenan liegt die Halbwüste von Tabernas, die als trockenste Region Europas gilt. Diese erkunde ich heute mit dem Auto und entdecke eine fremdartige Welt, deren bizarre Landschaft durch die starke Errosion der weichen Sedimentgesteine entstanden ist. Nicht umsonst stehen hier gleich mehrere Kulissen, in denen zahlreiche bekannte Filme und Serien gedreht wurden.Baca lagi

  • Alpujarra

    26 Januari 2023, Sepanyol ⋅ ⛅ 6 °C

    Am Südhang der Sierra Nevada, dem höchsten Gebirge Spaniens, erkunde ich heute die Region La Alpujarra. Im Vergleich zur kaum 50 Kilometer entfernten Halbwüste von Tabernas ist das Klima hier feuchter und gemäßigter, sodass die Landschaft wieder von deutlich mehr Grüntönen bestimmt wird.
    Ich besuche zwei der beschaulichen Dörfer, die sich an den Berg klammern und durch ihre kalkweißen Fassaden geprägt werden. Sie liegen relativ abgeschieden auf einer Höhe zwischen 1.000 und 1.700 Metern, aber sind trotzdem touristisch erschlossen. Über ihnen trohnen gewaltige, schneebedeckte Gipfel, darunter auch der höchste des Landes namens Mulhacén mit knapp 3.500 Metern.
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  • Málaga

    28 Januari 2023, Sepanyol ⋅ ☀️ 14 °C

    Mein heutiges Ziel ist Málaga, die zweitgrößte Stadt Andalusiens.
    Sie besticht mit einer spannenden Mischung aus europäischen und arabischen Einflüssen, die das Stadtbild prägen. So liegt die maurische Palast- und Festungsanlage Alcazaba auf einem Hügel unweit der monumentalen Kathedrale.
    Neben Überresten aus römischer Zeit bietet die Altstadt vor allem ein gehobenes Flair mit prachtvollen Gebäuden und schicken Geschäften. Die Gassen und Plätze werden von einer ausgelassen Stimmung durchströmt, denn die Einheimischen füllen die Innen- und Außenbereiche der charmanten Lokale und es wird vorallem reichlich getrunken.
    Direkt daneben, in der großen und hübschen Parkanlage geht es deutlich ruhiger zu und die moderne Hafenpromenade lädt zum entspannten Flanieren zur Musik der Straßenkünstler ein.
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  • Wanderung Torcal de Antequera

    29 Januari 2023, Sepanyol ⋅ ⛅ 5 °C

    Auf meiner Fahrt nach Norden durchquere ich eine abwechslungsreiche, hügelige Landschaft und stelle erfreut fest, dass die Zahl der in voller Blüte stehenden Mandelbäume mit jedem Tag zunimmt.
    Von Weitem erkenne ich schon das Gebrige Torcal de Antequera, in dem ich heute eine spannende Wanderung unternehme. Hier hat die starke Errosion die Kalksteinfelsen in natürliche Skulpturen verwandelt. Einige ähneln Schrauben und scheinen aus aufeinander gestapelten Felsscheiben zu bestehen, während andere die Form von Tieren oder die Anmutung von Gebäuden zeigen. Dazwischen liegen schmale Spalten oder breite, dicht bewachsene Täler. In diesem Labyrinth gibt es hinter jeder Ecke etwas zu entdecken und die recht hohe Besucherzahl verteilt sich auf ein angenehmes Maß.Baca lagi

  • Ronda

    30 Januari 2023, Sepanyol ⋅ ⛅ 8 °C

    Trotz kalter Nächte bleibe ich noch im andalusische Hinterland, denn hier gibt es jede Menge zu entdecken.
    Unweit meines Stellplatzes, mit tollem Blick über den Stausee Guadalhorce, komme ich am Wanderweg Camintio del Rey vorbei. Ich bin ihn jedoch vor einigen Jahren schon einmal gelaufen und begnüge mich diesmal mit einem Blick auf die enge Schlucht an deren Felswänden er entlang führt.
    Ich fahre weiter Richtung Südwesten und erreiche das kleine Dorf Guaro an den Hängen der Sierra de las Nieves. Diese Region ist für ihre zahlreichen Mandelbäume bekannt und bei einem kleinen Spaziergang kann ich einige schöne Exemplare in der grünen Berglandschaft bewundern.
    Im besonderen Licht der untergehenden Sonne besuche ich zum Abschluss des Tages das hübsche Ronda. Dessen Altstadt liegt auf einem rundum steil abfallenden Felsplateau und wird durch eine 100 Meter tiefe Schlucht vom Rest der Stadt getrennt. Die Verbindung bilden mehrere imposante Steinbrücken aus verschiedenen Epochen. Zudem bietet sich hier ein reizvoller Blick in die umgebende Landschaft.
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  • Zahara de la Sierra & Grazalema

    31 Januari 2023, Sepanyol ⋅ ☀️ 12 °C

    Die Nacht habe ich am Fuß der beschaulichen Stadt Zahara de la Sierra verbracht und so kann ich heute Morgen das alltägliche Treiben der Einheimischen beobachten. Wie auch Ronda, gehört es zu den typischen weißen Dörfern Andalusiens und besticht ebenfalls durch tolle Ausblicke, unter anderem auf den tiefer liegenden Stausee.
    Vom nördlichen Rand fahre ich ins Herz der Sierra de Grazalema und besuche hier den namebsgebenden Ort. Er befindet sich in einem sehr guten Zustand und die weißen Fassaden werden von vielen Pflanzen geschmückt. Die hübschen Gassen und kleinen Plätze sind angenehm belebt und die Berge bilden eine tolle Kulisse für sie.
    Ein ganzes Stück weiter im Norden finde ich einen ruhigen Stellplatz direkt am weitläufigen, grünen Ufer eines weiteren Stausees.
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  • Sevilla

    2 Februari 2023, Sepanyol ⋅ ☀️ 18 °C

    Heute fahre ich in die andalusische Hauptstadt, die sich bei meinem letzten Besuch im Ausnahmezustand des riesigen Volksfestes Feria de Abril befand. Diesmal geht es hier deutlich entspannter zu, aber einige Straßenkünstler sorgen mit spanischem Gesang und Flamenco für eine schöne Stimmung.
    Die hübschen, teilweise palastartigen Stadthäuser zeigen häufig orientalische Einflüsse und sind sehr farbenfroh. Ein echte Besonderheit ist das gigantische, pilzartige Bauwerk namens Metropol Parasol am Rande der Altstadt. Es gilt die größte Holzkonstruktion der Welt, auch wenn zusätzlich Beton und Stahl verwendet wurden.
    Es fällt mir sehr angenehm auf, dass der Großteil der Innenstadt autofrei ist und ein harmonisches Miteinander von Fußgängern, Radfahrern und Straßenbahnen praktiziert wird.
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  • Tavira & Faro

    4 Februari 2023, Portugal ⋅ ☀️ 18 °C

    Gestern hat sich mein Tag um eine Stunde verlängert, denn ich bin nach Portugal gefahren und habe damit die dritte Zeitzone auf meiner Reise erreicht.
    Nur einige Kilometer von der Grenze entfernt, komme ich in die hübsche Kleinstadt Tavira am Fluss Gilão. Nach einer kurzen Stärkung mit Blick auf die historische Steinbogenbrücke, entdecke ich einen kleinen, schönen Park im ehemalige Castelo und einige der landestypischen, kunstvoll gefliesten Fassaden.
    Heute besuche ich Faro, die nahegelegene Hauptstadt der Algarve. Hier werde ich vor allem von den aufwändigen Pflasterarbeiten in den Fußgängerzonen sowie der sehenswerten Street Art begeistert.
    Meinen Stellplatz finde ich noch ein Stück weiter westlich bei Albufeira und er liegt nur wenige Schritte entfernt von einer beeindruckenden Steilküste mit abgelegenen Stränden. Nachdem mich das Mittelmeer über mehr als vier Monate hinweg begleitet hat, treffe ich hier wieder auf den Atlantik.
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