• Rike J
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Südostasien 2019

An open-ended adventure by Rike Read more
  • Trip start
    October 17, 2019

    Abflug

    October 17, 2019 in Qatar ⋅ ☀️ 28 °C

    Es ist soweit. Wir fliegen von Tegel über Doha nach Denpasar auf Bali. Ich wollte gerade schreiben „der erste Stopp unserer Reise“, aber auf der Reise sind wir jetzt ja schon seit über zwei Monaten. Spanien, Berlin, Amsterdam, und jetzt ab nach Asien. Das Verrückte ist, jetzt wegzufliegen fühlt sich gar nicht wie Urlaub an. Sondern ist einfach ein Ortswechsel für uns beide, und wir machen weiter unser Ding. Und ich werde wohl rausfinden, was denn eigentlich mein Ding ist, ha! Mir die Zeit dafür nehmen, erstmal abzuschalten, aber gleichzeitig auch zu entdecken und erforschen, was es für Möglichkeiten gibt. Das ist eine der großartigen Seiten an Eyal – alles ist möglich. Absolut alles, und das ist soviel mehr als man sich erstmal vorstellen kann. Mein Horizont erweitert sich einfach ständig... Und das ist erst der Anfang!

    Die Zeit vor der Abreise war voll und turbulent. Hamburg, Dresden, dann nur drei Tage in Berlin, und am Abend vor dem Abflug haben wir unser zweites Event gehalten. Es lief phänomenal gut, hatten 60 Leute, grandioses Feedback, es hat sich total gelohnt. Dadurch hatte ich die Abreise aber weniger auf dem Schirm. Klar hab ich vorausgeplant und alles vorbereitet, aber man kann sich ja oft nur auf das nächste Ding konzentrieren. Und dann ging es jetzt doch super schnell. Wir haben alles geschafft, die Wohnung sauber und relativ leer an die Zwischenmieter übergeben, in Ruhe gepackt und waren pünktlich am Flughafen. Mein Koffer wiegt nicht mal 15kg, und trotzdem frage ich mich, warum man eigentlich so viel braucht. Wird sehr spannend zu sehen, was ich da noch an Ballast weglassen kann.

    Auf der Fahrt zum Flughafen geht bei mir die Aufregung so richtig los. Gleichzeitig angespannt und überglücklich. Soviel Herzklopfen. Beim Einchecken sehe ich Eyals proppevollen Pass, mit zig Stempeln von überall und nur noch zwei freien Seiten. Und auf dem Flug merke ich nochmal, wie er sein Leben lebt, bzw. wir unseres: Mit so viel Gelassenheit und Wertschätzung für die schönen Dinge des Lebens, während er seiner absoluten Leidenschaft (Musik!) folgt. Alles ist immer okay, ich hab ihn bisher kaum gestresst gesehen, wir haben immer genug Zeit. Im Flugzeug haben wir vegetarisches und veganes Essen vorbestellt, aber auf dem normalen Menü gibts ein anderes leckeres Dessert (Chocolate Cake mit Salted Caramel Cream), und er sagt der Stewardess einfach nur, wie gut das klingt – und sie bringt uns ein Extra Dessert. Es sind die kleinen Dinge. Und natürlich die großen. Aber wie schön es ist, einfach im Flugzeug zu sitzen und quasi ganz normal weiterzumachen, er mit seiner Musik, ich mit Nachrichten an Freunde und Familie, und lesen und runterkommen. Ich guck ihn immer wieder an und sage halb ungläubig „This is our life now!!“ und er nur so „Yes baby, of course.“ Was für ein absolutes Geschenk.
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  • Gili Air

    October 18, 2019 in Indonesia ⋅ ⛅ 30 °C

    Gili Air. So eine kleine ruhige Insel. Nach drei Stunden Überfahrt mit dem Speedboat von Bali kommen wir mittags an und spazieren zu unserer Unterkunft. Wow. Ich hatte schon gelesen, dass die Tangga Bungalows versteckt und ruhig sind - aber dann auch noch so schön und mit so viel Platz! Hoch auf Stelzen stehend, mit Terrasse mit Hängematte, Matratze, Tisch und Stühlen, und einem großen Raum mit Bett und Regal. Alles was man braucht und dazu wunderschön. Und sehr liebe Leute... "Yeeesss enjoy, sister!" Zuckersüß.
    Eyal hat so eine Art, einfach mit jedem ins Gespräch zu kommen. Er hat auch ein paar Worte Balinesisch drauf und da freuen sich hier alle. Ich merke, wie er mit den Locals so ganz wunderbar und selbstverständlich umgeht. Immer nach dem Namen fragt, ihnen die Hand gibt, sich ausdrücklich bedankt, mit ihnen scherzt. Das bringt näher. Leider ist es nunmal so, dass es hier absolut zwei Klassen gibt - reiche Westler und die Locals. In allen Restaurants, auf dem Boot, in den Läden, alles nur Touristen. Und dazwischen lauter Einheimische, die arbeiten. Mir kommt das so merkwürdig vor. Gerade hier ist allein der optische Kontrast zwischen den kleinen dunklen Indonesiern und den großen blonden Yogamädels sehr deutlich. Ist bestimmt Gewöhnungssache... Ich bin gespannt, wann sich das "Zuhause" Gefühl einstellt. Auf Bali hatte ich das letztes Mal ja total, und hier sicher auch bald.

    Nach der Ankunft duschen wir erstmal, und dann ist Eyal richtig müde und ich hab Hunger. Also macht er ein Nickerchen und ich stiefel alleine los, auf Erkundungstour. Das gefällt mir ganz gut, auf eigene Faust rumzugucken und erstmal ein Gefühl für die Insel hier zu bekommen. Es ist tatsächlich sooo ruhig, da es auf der ganzen Insel gar keine motorisierten Fortbewegungsmittel gibt. Nur Pferdekutschen und Fahrräder. Schmale Straßen, viele Holzhäuser, überall Blumen, und viele Baustellen. Und zwischendrin Brachflächen mit Hühnern und Kühen oder auch mal einem fetten Leguan. Aber alle sehr entspannt und so freundlich. Ich gehe in ein Warung (kleines Restaurant) was bei TripAdvisor empfohlen wird. Bloß ist da einfach keiner. Auch nach fünf Minuten warten und fragen nicht. Also noch eine Runde weiter, und ich lande in einem anderen kleinen Restaurant, wo es dann Bananen-Mango-Saft und Curry mit Tempeh und Gemüse gibt. Für 3.60€ insgesamt. Yumm.
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  • Runterkommen auf Gili Air

    October 20, 2019 in Indonesia ⋅ ⛅ 30 °C

    Es ist Sonntag. Wir sind seit Freitag hier und so langsam komme ich an. Heute haben wir ausgeschlafen, sind über die halbe Insel spaziert und sitzen jetzt seit drei Stunden in der Sandy Beach Bar auf so einem riesigen Bank-Ding aus Bambus, direkt am Strand, im Schatten unter einem Baum, mit Obstsalat und Bananen-Ananas Smoothie, im Hintergrund Reggae. Und während Eyal arbeitet, schaue ich einfach aufs Meer und mache nichts. Die Gedanken kreisen um allerhand Dinge, aber werden immer ruhiger. Ich gönne mir das richtig. Einfach langsam machen anstatt Aktivitäten oder lesen oder irgendwas online erledigen. Weil wir alle Zeit der Welt haben.Read more

  • Montag

    October 21, 2019 in Indonesia ⋅ ⛅ 30 °C

    So geht Urlaub... Während Eyal sich der Musik widmet, schlafe ich bis halb elf, mache ganz langsam, gehe am Strand spazieren, finde dann doch irgendwann ein Café was auch Smoothie Bowls macht und genieße auf einer überdachten Bambusbank meine Coconut Bowl und den Mango Pineapple Shake. Und gucke aufs Meer.
    Danach gibt's die zweite Massage hier. Da in dem schönen Spa wo ich hin wollte gerade niemand Zeit hat, lande ich in einer Seitenstraße bei Nani. Es ist eine mini Hütte ohne Fußboden und ich will nicht wissen, wie sauber die Tücher, auf denen ich da liege, eigentlich sind... Aber Nani ist eine vielleicht 50 jährige zähe Frau aus Lombok, die kein Englisch spricht, aber einfach weiß, was sie tut. Und sich so richtig reinfühlt. Alles wird für eine Stunde tiefenmassiert und danach schwebe ich wie auf Wolken. Mit Trinkgeld 7€. Kann man schon aller zwei Tage machen, oder?
    Gestern sind wir an der Nordseite der Insel langgelaufen und kamen an der Legend Bar vorbei. Eine der wenigen Bars hier mit richtigem Live DJ anstatt Classic Rock vom Band oder einer Karaoke Band. Eyal hat den Besitzer einfach angequatscht und für den nächsten Tag ein Set klargemacht. Von fünf bis acht spielt er die Sunset Session. Und ich genieße es, am Strand zu sitzen, gute Musik zu hören, zu schreiben und mit Freunden zu sprechen. Dolce Vita. Und zum Abschluss Crème Brulée.
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  • Schnorcheltrip

    October 22, 2019 in Indonesia ⋅ ⛅ 29 °C

    Wir gehen auf einen Schnorcheltrip! Halb zehn werden wir abgeholt, um zehn geht's los, auf einem schönen Holzboot mit 15 anderen Touris. Wir sehen Schildkröten! Und Korallen und unfassbar viele bunte Fische in allen Farben und Formen. Yay! Ich überwinde meine anfängliche Angst vor den Kreaturen im Wasser und genieße es sehr... Aber merke auch, dass richtig tauchen noch viel toller ist. Da kann man einfach unten bleiben und bekommt nie Wasser in den Schnorchel. Und es ist ruhiger, denn beim Schnorcheln sind echt eine Menge Boote an den selben Stellen unterwegs. Trotzdem toll!! Und ich hab mich am Ende getraut, vom Bootsdach zu springen, ha!

    Abends gehen wir schön Essen und da es schon recht spät ist, haben wir das gesamte Restaurant mit riesigem Sofa und Meerblick ganz für uns.
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  • Sonnenaufgang & Pachamama

    October 23, 2019 in Indonesia ⋅ ⛅ 25 °C

    Jede Nacht pünktlich um 4:00 schallt es aus der Moschee für 45 Minuten aus Lautsprechern zu uns rüber. Ausdauernde arabische Gesänge vom Feinsten. Anders als Bali sind die Gilis muslimisch und da gehört das eben dazu. Meistens schlafen wir danach wieder richtig ein, heute waren wir aber beide halb sechs wach und haben uns entschieden, endlich mal den berühmten Sonnenaufgang hier zu erleben. Und es ist wirklich traumhaft. Die Sonne geht über den Bergen von Lombok ganz langsam und golden auf, während die Insel noch so ruhig ist. Vor ein paar Restaurants wird bereits gekehrt, aber es ist kaum jemand unterwegs. Wir gehen danach eine Runde schwimmen und haben gefühlt das ganze Meer für uns.
    Zuhause gibt's einen Bananen Juice. Als ich los will zum Yoga bietet mir unser Vermieter ein Fahrrad an, was jetzt frei geworden ist. "Es sister, why you no take bike?" Es ist klapprig so wie alle hier, aber fährt. Die Bremsen gehen meistens und es hat sogar Licht, das ist nicht selbstverständlich und wir wurden nachts schon von so manchen Rädern auf den dunklen Straßen überrascht. ich find's super. Ich frage wie viel es kostet. "How much pay brother?" (Eyal bei einem anderen Verleih) - "50" - "Ok sister I do 40 for you." So einfach ist das. 3€ pro Tag.
    Ich bike zum Pool Yoga. Zu neunt im Pool machen wir eine Stunde lang einen Mix aus Yoga und Wassergymnastik. Ist ganz nett und danach hänge ich noch eine halbe Stunde im Pool rum, bevor ich mich mit Eyal im Pachamama Organic Café treffe. Ein absoluter Traum. Alles wunderschön natürlich eingerichtet und ein Menü wie gemacht für mich. Für zweimal üppiges Bio-Frühstück mit hausgemachtem Jamu (balinescher Zaubertrank aus Ingwer und Kurkuma) und Kaffee zahlen wir rund 20€, was hier schon oberes Segment ist.

    So langsam fühle ich mich richtig angekommen in diesem Leben. Auch wenn es emotional etwas auf und ab geht - wer bin ich denn jetzt ohne Arbeit und in diesem anderen Land, was mache ich, was will ich eigentlich, und überhaupt? Aber genau dazu ist diese Zeit hier ja da.
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  • Durian!

    October 27, 2019 in Indonesia ⋅ ⛅ 24 °C

    Was für ne Frucht. Eyal ist ein Riesenfan, für mich schmeckt sie muffig und zu süß... Aber verrückt. Völlig hart und stachelig von außen, aber dann einfach so aufzumachen.

  • Tjampuhan Spa

    October 28, 2019 in Indonesia ⋅ ⛅ 27 °C

    Wahnsinn, wie wunderschön eine Sauna mit Pool sein kann... Überall Skulpturen in den Stein gehauen, und zwar Hunderte. Gesichter und Affen und Frösche und alles mögliche. Direkt an einem Fluss gelegen, Ausblick auf den Dschungel, völlig ruhig, und dabei trotzdem an der Hauptstraße mitten in Ubud. Mit heißem und kaltem Pool, kleinen Pool-Höhlen, zwei Saunen und Dampfbad. Bestimmt entspricht das nicht im entferntesten deutschen Sicherheits- und Hygienestandards - keine Leitern, man klettert über die Figuren, alles rutschig - aber dafür ist das einer der schönsten Orte, die ich je gesehen hab. Und abends waren nur ein paar Leute da. Am Ende hatten wir es sogar ganz für uns. Bin verzaubert.Read more

  • Beautiful Bali

    October 30, 2019 in Indonesia ⋅ ⛅ 31 °C

    Überall so viel Schönes! Einfach so.

    Vor fast zwei Wochen sind wir losgefahren. Normalerweise wäre so ein Urlaub jetzt bald vorbei... Und für mich fängt es gerade erst richtig an. Was für ein unglaubliches Geschenk, so viel Zeit zu haben. Seitdem wir in Bali sind, entspanne ich so richtig. Gili war schön, aber Bali läuft außer Konkurrenz. Ich hatte letztes Mal (vor dreieinhalb Jahren!) ja schon das Gefühl, hier etwas ganz besonderes gefunden zu haben... Und so ist es einfach. Bali hat seinen ganz eigenen Zauber. Alles ist voller Harmonie. Die Architektur, die Tempel, die Blumen, die lieben und entspannten Menschen. Klar gibt es hier auch Schattenseiten - Umweltverschmutzung, überall Plastik am Straßenrand, zu viel Verkehr für zu kleine Straßen, und zig importierte Produkte (man kann hier wirklich alles kaufen). Denn Bali zieht Menschen einfach magisch an. Angeblich ist es der touristischste Ort der Welt, kann ich völlig verstehen, aber es fühlt sich dann doch nicht so an. In den wunderschönen Restaurants mit unglaublich leckerem Essen bekommen wir immer einen Platz, trotz vollen Straßen sind wir schnell in der Stadt, und alles ist einfach schön schön schön. Wie es gebaut ist, dekoriert, beleuchtet. So viel Liebe zum Detail. Überall Blumen, Statuen, Opfergaben. Wohin man schaut, Schönheit. Das ist so beruhigend für die Seele. Für mich der beste Ort, um einfach nur zu sein. Eyal arbeitet und ich verbringe den Tag auf der Terrasse, im Pool, im Bett, oder heute auch mal alleine in der Stadt. Ganz langsam und von meiner Intuition geleitet. Ich habe auch nicht das Gefühl, irgendwas machen oder erreichen zu müssen. Ich muss nichts erledigen. Keine Verpflichtungen. Das kann ruhig noch eine Weile so weitergehen. 😊Read more

  • Balinese Offerings Class

    November 1, 2019 in Indonesia ⋅ ☀️ 32 °C

    Wie man aus jungen Kokospalmenblättern kleine Kunstwerke macht... Gar nicht so einfach!
    Die offerings / Opfergaben sind ja wirklich hier vor jedem Haus und mehrmals pro Tag frisch. Und so schön. Ich hab mich immer schon gefragt, wie das wohl geht, und dann ein Plakat für die Klasse dazu gesehen - einfach per WhatsApp einen Termin vereinbart und dann zu Setia und ihrer Tochter gefahren. Ganz ganz herzig und lieb.
    Man nimmt die jungen Blätter der Kokospalme, schneidet an der Seite was ab, bindet die zusammen, schneidet hier was ein und da was ein und faltet so schräg und zack ist es hübsch. Mit dünnen Bambusstöckchen wird alles festgesteckt. Alles bio. Und hält. Bei mir am Anfang natürlich nicht, aber bei der zweiten Runde wirds dann besser. Faszinierend zu sehen, wie schnell, einfach und gelassen die Balinesen das machen.
    Auch aus Kokosblättern wird dann die kleine Box gebaut. Und dann die typischen Blumen - orange für den Westen, lila / dunkel für den Norden, weiß / gelb für den Osten und rot für den Süden. Und das Gras in der Mitte. Alles hat eine Bedeutung und ist für good luck oder good wishes. Das offering krönt diesen Pokal mit dem Obst. Damit auf dem Kopf laufen die Balinesinnen dann zum Tempel, beten, und danach wird das geweihte Obst gegessen.
    Alle 15 Tage ist ein wichtiger Feiertag hier. "Is ceremony today. We make many offerings already this morning." - "How many?" - "Oh maybe 30 or more." - "Wow how long does that take?" - "Only 3 hours, not so long." Ha! Dafür stehen sie auch früh um vier auf. Wahnsinn oder? Und sind dabei glücklich, denn es ist ja zum Beruhigen der Götter, damit gute Dinge passieren. Fühlt sich auf jeden Fall so an.
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  • Bali Dacha - Spa

    November 1, 2019 in Indonesia ⋅ 🌙 27 °C

    Bali übertrifft sich mal wieder selbst. Die Dacha (russische Datscha!) ist ein Spa, Sauna, Restaurant, Chill-out Space, Hotel... Und einfach magisch. Außerhalb von Ubud haben die Russen hier ein kleines Paradies gebaut, mitten im Dschungel, an einem Hang am Fluss.
    Die Besitzer Dennis hatte Eyals DJ Sets online gesehen und ihn eingeladen, aufzulegen. Jeden Mittwoch, Freitag und Sonntag haben sie auf, dann gibt's live DJs, Sauna, Essen und alles, was das Hippie Herz begehrt. Ich hatte vorher nicht auf dem Schirm, dass es russische Hippies gibt - aber klar, gibt ja alles! Auf Bali sind ne Menge, und die sind genauso eso angehaucht wie wir 😄
    Am Mittwoch sind wir das erste Mal da. Eyal hat den zweiten Slot von 20-23 Uhr und es wird getanzt, geht richtig ab. Das gefällt Dennis so gut, dass er uns wieder einlädt und anbietet, in einem seiner Häuser zu übernachten. Wahnsinn!! Dazu kommt auch noch ein Post. Wir fahren also direkt Freitag wieder hin und diesmal spielt im ersten Slot von 17-20 Uhr Chill-out. Und ich mache Teezeremonie mit den Russen, fast die ganze Zeit. Ganz besondere Tees aus der Mongolei und China, schwarz, Kräuter, mit besonderem Kraut... Ganz bewusst und mit Liebe als Ritual gereicht. Dabei erklärt uns Boris alles mögliche über Tee, und dass das Tee trinken für ihn jeden Morgen wie Meditation ist. Mal allein, mal mit Freunden, aber immer schweigend und bewusst Tasse für Tasse den guten Tee trinkend. So schön.
    Ein paar Bekannte von Eyal kommen auch noch und so rede ich auch mal mit jemand anderem als ihm, ha. Und dann Bania! Richtig heiß. Direkt danach in den Pool - die beiden kleinen Pools zum Abkühlen sind immer VOLL mit Blütenblättern. Unglaublich schön. Man kann händeweise Blüten nehmen, das ist einfach nur toll. Und alle haben Blüten am ganzen Körper wenn sie rauskommen. Zauber.
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  • Tempel Candi Tebing Tegallingah

    November 2, 2019 in Indonesia ⋅ ⛅ 32 °C

    Die Leute in der Bali Dacha erzählen und von einem Tempel mit Wasserfällen - wohl einer der ältesten auf Bali, völlig unbekannt und nur zehn Minuten entfernt. Perfekt. Nyoman erklärt uns ganz genau, wie wir uns waschen müssen for purification, erst Gesicht dreimal (denn das Gesicht sehen andere ja zuerst), dann Ohren dreimal (for good news) und dann den Kopf von oben dreimal (for clear mind). An jedem der Wasserfälle wiederholen. "Or only one is okay too, is also purification." Tücher zum Anziehen gibt sie uns auch mit. Und Räucherstäbchen als Offering. Ok, wir ziehen also los um uns balinesisch zu reinigen.
    Am Kanal entlang durch wunderschöne Landschaft, und dann irgendwann Treppen runter. Auf einmal sind wir da. Die Wasserfälle sind Rohre, die aus dem Stein kommen. Wir ziehen uns um und setzen unsere Intention und machen das Ritual an jedem der Wasserfälle. Es fühlt sich klärend an 😄 und mal wieder so einfach und happy, wie die Hindus eben sind.
    Danach klettert Eyal noch über die teilweise rutschigen Steine. Ich halte mich erstmal zurück, aber dann winkt er mir und ich komme doch nach - und sehe dann erst den zweiten Teil des Tempels. Den eigentlichen. In den Stein gehauen und beeindruckend, hier das fünfte Bild. Eyal steht schon oben auf der linken Seite und ich dann rechts, und wir schauen uns an und fühlen uns selbst wie Götter, so weit oben an dieser uralten heiligen Stelle, und niemand weit und breit zu sehen. Wir reinigen uns auch dort. Schönes, bewusstes Ritual. Wir sind jetzt auf jeden Fall purer!
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  • Fluss Abenteuer

    November 7, 2019 in Indonesia ⋅ ☀️ 31 °C

    An einem geheimen Abzweig gehen wir geheime Stufen weit runter zu einer geheimen Badestelle am Fluss... Vielleicht auch gar nicht geheim, sondern einfach nur völlig unbekannt und daher menschenleer.

  • Hochzeit von Maria und Martin

    November 22, 2019 in Indonesia ⋅ ☀️ 34 °C

    Wir sind eingeladen zum Tantric Wedding von Maria und Martin, Freunden von Eyal. Witzigerweise hab ich Maria vor zwei Jahren in Israel auf einem Festival auch schon kennengelernt, die Welt ist ein Dorf. Maria aus Russland und Martin aus Frankreich leben auch hier und da, und die beiden sind schwer verliebt. Sie hatten auf Bali eine kleine Hochzeit mit 2-3 Leuten geplant. Leider hat sich Martin vier Wochen vor der Hochzeit bei einem Moped-Unfall das Bein an vier Stellen gebrochen und ist damit außer Gefecht gesetzt. Aber irgendwie fügt sich für die beiden doch alles, sie finden eine andere Location, und immer mehr Menschen helfen, und am Ende ist es wunderschön, voller Blumen und Magie und großer Worte, mit schamanischen Zeremonien für die verschiedenen Elemente und die weibliche und männliche Essenz… und für uns ist es zauberhaft, das gemeinsam zu erleben und so viel Liebe zu spüren :)Read more

  • Auf dem Weg in den Dschungel

    November 25, 2019 in Indonesia ⋅ ☀️ 25 °C

    Wir machen noch einmal einen Szenenwechsel in unserer letzten Woche in Bali und fahren für vier Tage in den Norden, zum Les Wasserfall. Auf dem Weg dahin geht’s an einem von Balis Vulkanen vorbei, dem Mount Batur. Zuerst haben wir einen tollen Ausblick von oben, und dann fahren wir durch die caldera (das Tal um den Vulkan, entstanden nach einem heftigen Ausbruch) und es ist eine völlig andere Landschaft. Karg, staubig, schwarz, und von steilen Abhängen umgeben. Ein bisschen gespenstisch, aber es gibt trotzdem Dörfer, Menschen, Hühner, Palmen und Blumen. Einfach so neben einem aktiven Vulkan!

    Auf unserer Route fahren wir bergauf und bergab, auf schmalen, gewundenen Straßen, und es wird immer steiler. Sowas hab ich noch nicht gesehen, definitiv mehr als 45°. Wir glauben beide immer wieder, dass das Motorrad jetzt aufgibt, dass wir absteigen müssen und schieben, oder einfach umfallen, denn gerade wenn es steil nach oben geht, röchelt der Motor ganz schön und das Vorderrad hebt sich fast ein bisschen von der Straße ab. Aber wir haben ja eine Nmax, eine richtig gute Maschine, und da klappt alles sehr gut! Bis auf die Navigation mit Google, die uns am Ende einen ziemlich falschen Weg in eine Sackgasse führt. Nach viel Rumfragen bei den Locals, die alle fast kein Englisch sprechen, finden wir irgendwann den richtigen Weg, aber haben bestimmt 2 Stunden verloren. So kommen wir leider erst im Dunkeln an, verfahren uns vor dem Wasserfall nochmal, folgen einer Balinesin (die meint, sie weiß, wo es lang geht), fahren noch viel steilere Straßen hoch (!!), sind falsch, fahren wieder runter und kommen dann irgendwann wie durch ein Wunder an.
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