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Dirtroadscolombia

A 10-day adventure by Vogtländer No.1 & Obdigger Read more
  • Trip start
    January 18, 2026

    Tag 0 das Rollout

    January 17 in Germany ⋅ ☁️ 5 °C

    Frühmorgens erst mal der ganz normale Biker-Check:
    Die Harley markiert wie immer ihr Revier – Ölspur deluxe. Läuft.
    Die BMW dagegen mimt die Diva: Kardan bei −2 °C eingefroren, weil bisschen Kondensat meinte, jetzt mal Winterurlaub zu machen. 🫣
    Also Plan C gezündet: E-Auto. Ja… ich weiß… schämen wir uns kurz gemeinsam. 🙄⚡
    Ab nach Nürnberg zum Zug. Dort noch stilecht verabschiedet – Mittagessen mit der Süßen, letzte Umarmung, bisschen Herzschmerz zwischen fränkischen Schäufele und Fernweh. ❤️
    Dann: Deutsche Bahn auf Speed. Rekordverdächtig pünktlich nach Frankfurt gedonnert – ich hab kurz überlegt, ob ich träume oder betrunken bin. 🚄 Selbst der Schaffner hat geweint vor Glück. 🍀
    Frankfurt dann klassisch im Endgegner-Modus:
    erst Checkin Airline, dann Zoll 🛃 , dann Vorabend-Check-in Airline und kurze heftige Diskussion wo Reisegepäck endet und Sperrgepäck beginnt!, dann Reisebank, dann mit der S-Bahn zum Hotel in der City.
    Für alle Biker mit Hang zu Luxus UND leerem Konto: Hotel Kimpton. 🤣🤣🤣
    Ansprüche? Braucht man hier keine – außer an ein dickes Portemonnaie. 🫣🤣
    Eine Nacht kostet ungefähr zwei Wochen Moped-Miete in Kolumbien 🇨🇴 – inklusive schlechtem Gewissen. Zum Glück bin ich beruflich hier und unserem Kunde gehört das Betongold hier. 😇
    Morgen hier noch ein bisschen so tun als würde man arbeiten, dass spart 1 Tag Urlaub und private Hotelkosten. 🤪🤣
    Danach den Obdigger einsacken, Helm richten, Mentalmodus auf „Füße auf die Rasten, Gas auf, Kopf frei“ – und dann: Abflug ✈️ ins Abenteuer. 🤩🤘
    Bleibt nur zu sagen:
    Rubber down, Öl rein, und wenn nix tropft, fehlt was. 🏍️🔥
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  • Tag 01 Der Ritt in der Blechbüchse

    January 19 in Colombia ⋅ ⛅ 14 °C

    Heute früh erstmal bisschen geschraubt, dann von der 55. Etage im Tower 1 die Frankfurter Skyline abgecheckt – Panorama wie vom Hochsitz für Großstadt-Cowboys.
    Danach rauf auf den Bock S9 und ab zu Erna & Martin Richtung Flughafen, Kickstand rein, Reisegang rein.
    Kurz später saßen wir in der fliegenden Blechbüchse, haben den Vogel angeworfen und sind über den großen Teich geballert.
    Zu mampfen gab’s Hühnchen Favelas – nicht zu verwechseln mit Fajitas, das war eher Kategorie verirrter Spatz.
    Das Teil, das Martin mit mir und den zehn Reihen vor und hinter uns geteilt hat, war so mager, dass es wahrscheinlich selbst Diät gemacht hat. 🤦🏻‍♂️🤣
    Zum Nachtisch dann ein paar Gratis-Turbulenzen, schön durchgeschüttelt wie auf Kopfsteinpflaster bei 120. 🫩🤷🏻‍♂️
    Martin hat dann ordentlich am Hahn gedreht, sodass wir die Nummer unter 11:30 Stunden heimgeritten haben. Gut so!
    Denn in Bogotá war kein Rodeo, sondern Zirkus – der Bär steppte, und der Tanz hieß Chaos.
    Nach flottem Marsch, zig Kontrollen und genug Stempeln für ein Sammelalbum waren wir Just-in-Time am Gate für den Anschlussflug.
    In Santa Marta wartet Pedro, und dann ist das Trio Infernale komplett – Gepäck abstellen, Bier kalt, Ärger vorprogrammiert. 🫣🤷🏻‍♂️🤣🏍️🔥
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  • Tag 02 Acaba con el jet lag

    January 20 in Colombia ⋅ ☀️ 25 °C

    Nach ’ner Nacht, so kurz wie ’n abgefahrener Slick, gab’s erstmal kolumbianischen Kaffee – schwarz wie die Straße – plus ’ne ordentliche Portion Nikotin, damit die Motoren von den „Drei vom Straßenrand“ überhaupt anspringen. 🤣🤣🤣
    Danach haben wir den Strand gecheckt wie ’ne frische Route auf der Karte und uns einheimische Leckereien reingeschraubt: Kochbananen mit Käse 🫕🍌🧀 und Rührei 🍳 – lief besser als mancher Vergaser. Pedro, alter Fuchs, wollte schon den Tisch wechseln… wahrscheinlich aus Erfahrung und wegen besserer Sicht auf die Beute. 🫩🤦🏻‍♂️

    Dann mal eben die örtliche Franziskaner-Bank „ausgeraubt“ und der Rennleitung erklärt, dass wir arme, durstige Zweirad-Nomaden sind. 😇
    Spaß beiseite – bisschen Demut muss sein. Ist schon heftig zu kapieren, wie gut wir’s haben, dass wir hier mit unseren Eisenpferden rumrollen dürfen. 🐧 gratuliert zum 49. Land und zum 5. Kontinent – Alter Schwede, was ’ne Ansage! 😳🤷🏻‍♂️🫣🤩

    Und während wir noch mit Sonnenstich und halber Hirnleistung umherirrten, hat Martin der OBDigger schon die Antennen ausgefahren und direkt Kontakte zur einheimischen Gilde geknüpft – schneller vernetzt als ’ne Alarmanlage auf Koffein. 🤓🏍️

    Später kommt unsere Guide(nde) vorbei und gibt uns das offizielle Marschbriefing. Bis dahin: Karibik pur, Gas raus, Seele baumeln lassen. Offene Leute, überall Musik 🎶, Früchte 🍇, Säfte 🥤, Cocktails 🍸 und Bier 🍻 – läuft wie geschmiert.

    Vielleicht später mehr… wenn der Tanks leerer und die Geschichten voller sind. 🏍️😎
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  • Tag 03 El recorrido comienza

    January 21 in Colombia ⋅ ☀️ 25 °C

    Nur fix ’n paar Pics für die Euro-Crew, bevor ihr die Mopeds in die Garage schiebt und pennen geht.
    Bis jetzt hatten wir alles: Dschungel-Gedöns, Sandkasten deluxe mit Treibsand-Überraschung 🤣🤣🤣, „befestigte“ Straßen (würden bei euch als ACT-Endgegner durchgehen), und ja – sogar schwarzen Teppich aka Asphalt 🤩🤩🤩
    Sorry Pete, musste bisschen Öl ins Feuer kippen und wollte es lustig 😜
    Wer knallhart recherchierte Fakten will, soll die New York Times abonnieren oder den 🐧 vom OB-Digger lesen 🤷🏻‍♂️🤩😇
    Später mehr… Helm ab ✌️

    Mega-Dank an Rainer & Pete für den Ortema-Tipp 🙏🙏🙏
    Über 30 Grad, Sonne ballert – und ich cruise völlig entspannt durchs Gelände, kein oder wenig Schwitzen, kein Jammern, einfach fahren 🥰🥰🥰🤩🤩🤩

    War’n absolut geiler Ritt: lustig, schön und so fordernd, dass selbst der Popo abends um Gnade gebettelt hat. Start wie immer standesgemäß mit ’nem ordentlichen Frühstück – Benzin für Mensch, nicht für die Mopeds.
    Martin ordert sein Wasser in einem Satz, aber gefühlt in drei Sprachen, grammatikalisch irgendwo zwischen Google Translate und Weltkulturerbe. Ergebnis: eine weibliche Flasche Wasser. Respekt.
    Pedro dagegen gleich mal ein Bier auf Zündung – der wusste genau, dass er den Tag mit dem Duo-Lingo-Dreamteam verbringen muss. 🫩🤣
    Martin ist eh Weltmeister und es fehlen wenn nur einzelne Buchstaben. Anders bei mir! Egal, was ich bestelle – Überraschung! – es kommen immer Kochbananen.
    Danach ging’s los wie bei Fluch der Karibik: 🏴‍☠️ Kurs auf die geheime Base im Dschungel. Keine Adresse, kein Navi, kein Plan. Die Base findest du nur, wenn du schon mal da warst – oder wenn der Dschungel dich akzeptiert. 🤣
    An der Base angekommen: Mopeds übernommen (Technik-Gelaber kommt extra), Rüstung übergezogen, Visier runter – Feuer frei!
    Erster Stopp: Pedros Kaffee-Dorf. San Pedro de la Sierra – klingt schon edel und ist es auch. Malerisch wie aus ’nem Reisekatalog, nur echter. Kaffee soweit das Auge reicht. Pedro halt: Wenn das Kanu trocken bleibt, pflanzt man eben Bohnen. Ehrenmann. 🤩
    Das Dorf liegt oben in den Bergen, die später auf über 5.100 Meter hochschießen – höchstes Küstengebirge der Welt. Die oberen 2.000 Meter sind nur für die indigenen Ureinwohner freigegeben. Da hat selbst der Gasgriff Respekt gezeigt. 😇
    Dann ging’s hoch und runter durch dichten Jungle. Unten ein schmaler Pfad, oben ab 4–5 Metern alles wieder zu – wie ein endloser grüner Tunnel.
    Manche Singletrails waren so niedrig, die waren eigentlich nur für Kolumbianer, Asiaten oder sehr optimistische Mountain Goats gedacht. Also Helm zu, Ellbogen rein – oder zwischendurch mal einen einheimischen Palmensalat inhalieren. 🌴😬
    Nach rund 150 Kilometern sind wir gegen 17:00 Uhr im Hotel eingerollt.
    Fertig, komplett durchgeschwitzt, leicht verdreckt – aber grinsend wie frisch getunte Einzylinder. 🫣🤪🤣🤩🥰
    Kurzfassung: Geiler Tag. Geile Mopeds. Geile Jungs. Ende Gelände 🤘🔥
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  • Técnica especial

    January 21 in Colombia ⋅ ⛅ 27 °C

    @ Pete
    Zum Fahren haben die „normalen“ Fahrer eine 200er AKT TTR bekommen. Direkt vor Ort in Medellin aus China Teilen zusammengeschraubt.
    https://www.aktmotos.com/TT200
    Große hässliche Fahrer bekommen eine AKT TTR Aventura. 🤣
    Sie wiegen alle 125kg und haben 16PS.
    Pedro richtet liebe Grüße aus und sein Urteil ist: „langsam und schlapp!“.
    Sie sind aber sehr leicht zu fahren. Die Einweisung lautete: Fahrt sie im Zweifel wie einen Traktor 🚜. Gang rein und tuckern lassen. Dass hat die AKT bei anspruchsvollen Untergrund steil bergauf dann aber gut gemacht. Ein Thema ist noch Größe und Federung. Schon Pedro hat seine zig mal durchgeschlagen und hat bei einer fast neuen Maschine einen Kopflager Schaden. Wurde während das Abendessens vom Mechaniker hier in einer Werkstatt repariert. AKT ist in 🇨🇴 wie Simson im Osten. Kann in jeden kleinsten Dorf repariert werden und Ersatzteile liegen immer auf Lager. 😇
    Ich bin über das Moped wie eine 2. Inquisition nah am Rande einer Vergewaltigung gekommen. 🫩😳🤷🏻‍♂️ Ohne Federn 🪶 für mittelprächtige Europäer und ohne Lenkererhöhung, werde ich die Woche in Ruhe absitzen. 🤪🤣🤣🤣
    Es gibt die AKR auch in 250 und 300 ccm, aber alles was größer als 200ccm ist verdoppelt in 🇨🇴 die Steuer, daher fahren hier fast ausschließlich 200er durchs Land.
    Aber Land, Leute und Routen, Wetter und Essen sowie Guide und Mechaniker und selbstredend die Jungs sind große Klasse. Also wird es eine sehr gute Woche. 😇🤩🥰
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  • Tag 04 Jugar en el arenero caliente

    January 22 in Colombia ⋅ ⛅ 34 °C

    06:30 Uhr, der Wecker bellt, wir springen in die Rüstung wie Ritter auf Koffein. Kurz was in die Futterluke geschoben, Zündung an und ab dafür, bevor die Sonne meint, sie müsste uns grillen.
    Nach ein paar Kilometern Asphalt haben wir die Zivilisation links liegen lassen und sind voll rein in den Sandkasten. Ab da hieß es: Gas rechts, Verstand links. Bis mittags die Pisten langgeprügelt, so viel Staub aufgewirbelt, dass Martin jetzt offiziell mit Monobraue unterwegs ist.
    Die Geier 🦅 kreisten schon und haben sich sabbernd die Lätzchen umgebunden – dachten wohl, heute gibt’s Biker-Carpaccio. Tja, Pustekuchen! Keiner abgestiegen, nur Fun, Fun, Fun 🤪🤣
    Zwischendurch Boxenstopps deluxe: Getränke rein, Hirn wieder flüssig machen. Heute auf der Karte: frisch gepresste Baumtomate und Guave – Isodrink kann einpacken.
    Mittag dann an einer palmgedeckten Autobahn-Raststätte, wie sie nur Trucker und echte Gestörte lieben. Truckerteller in XXL – so groß, dass immer zwei Mann eine Platte teilen mussten. Also einmal Fleisch, einmal Fisch dem Gott des kühlen Wetters geopfert. Der war aber wohl gerade im Urlaub… 🫩
    Weiter ging’s bei knackigen 35 Grad, Richtung Hotel. Das Bike zeigt alles an – Drehzahl, Mondphase, wahrscheinlich auch den Kontostand – nur nicht die Temperatur. Aber dafür gibt’s ja den menschlichen Sensor:
    bis 25 °C: alles entspannt
    25–30 °C: Rückenprotektor sifft
    31–35 °C: Brustprotektor macht auf Wasserfall
    Weil wir im Sand ordentlich am Hahn gezogen haben, waren wir viel zu früh im Hotel La Gloria. Belohnung? Na klar: extra Runden kalte Getränke 🍻, 1 Stunde Pool 🏊🏻, einmal Wäsche waschen für die ganze Bande und später noch ein gepflegter Streifzug durch die erste größere Stadt am Rio Magdalena, die die Spanier damals dahin gezimmert haben.
    Fazit: Staub in jeder Pore, Dauergrinsen unterm Helm und ein weiterer Tag, an dem wir alles richtig gemacht haben 😎🔥
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  • Tag 05 crucero fluvial

    January 22 in Colombia ⋅ ⛅ 30 °C

    Heute war der Masterplan eigentlich simpel: rüber vom Bolívar-Revier ins César-Territorium, damit wir morgen den legendären Paso de la Muerte anrollen können – alte Eisenbahnstrecke, seit ’60 totgelegt, genau unser Ding.
    Aber nur straight fahren? Nicht mit Britta. Die hat wieder ordentlich Benzin ins Chaos gekippt 😁
    Nach ’nem gemeinsamen Frühstück im tropischen Garten ging’s los – und keine zehn Minuten später standen wir schon am Rio Magdalena. Straße Ende, Brücke Fehlanzeige. Willkommen in Kolumbien 🇨🇴: Hier heißt’s dann Einbaum statt Umleitung.
    Also rauf auf den wackligen Holzsarg mit Außenborder, festklammern, beten – und rüber. Auf der anderen Seite wieder Böschung hoch, Stollen packen Geröll, alles wieder im grünen Bereich.
    Dann: Kilometerlang Offroad direkt am Fluss entlang – Staub, Schweiß, Dauergrinsen.
    Bei der ersten Trinkpause kam dann die klassische Schnapsidee:
    „Jungs… wollt ihr 80 km Asphalt tauschen gegen 11 Seemeilen per Boot?“
    Pedro, der alte Wildwasser-Haudegen, hat die Frage gar nicht erst gecheckt.
    Martin und ich? Keine Sekunde gezögert: „Ja klar, machen wir!“ 😳🤷🏻‍♂️🫣🤩
    Also Boot samt Fahrer organisiert, Bikes verladen und ab ging die wilde Schipperei. Nach über zwei Stunden irgendwo angespült.
    Aber Moment… irgendwas stinkt hier.
    Jenny sagt ja immer, ich hätte den Orientierungssinn einer Erdnuss 🥜 – aber diesmal war ich der Einzige, der gemerkt hat: Falsches Ufer, Leute!
    Vier Bikes schon runter, aber ich hab meinen Culo fest im Sattel verankert und mein Moped umklammert wie meine Erstgeborene.
    Nach etwas Gelaber und Kopfschütteln: Alles wieder rauf aufs Boot.
    Weitere 20 Minuten später dann endlich: richtiges Ufer, richtige Seite, alles gut.
    Mittagessen? Klar. Zeit gelassen? Auch klar.
    Belohnung: Tropischer Wolkenbruch deluxe 🌧️🌴
    Und was macht man in Kolumbien, wenn’s schifft wie aus Eimern?
    Man wendet auf der Autobahn, fährt auf die Gegenspur und zurück zur Tanke. Logisch.
    Dort bisschen abgehangen, dann weiter nach San Alberto gebrüllt.
    Hotel mit Pool in der Tiefgarage – damit auch die Mopeds mal Wellness kriegen 🛁🏍️
    Abends noch Routen geplant, dann mit dem Motochivaz (Tuk-Tuk) ins Zentrum geeiert und lokale Leckereien getestet.
    Martin wie immer vorneweg, Brust raus, Blick stolz – und Schweineschwarte probiert 😳🤷🏻‍♂️🫩🤣
    Ich hab’s ruhiger angehen lassen und mir ein Tres Leches Dessert reingeschraubt.
    Jetzt liegen wir alle wieder im Hotel, Akkus laden, Klamotten trocknen –
    und freuen uns wie kleine Kinder auf morgen… 🔥😎🏍️
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  • Tag 06 Línea del Ferrocarril de Wilches

    January 24 in Colombia ⋅ ☁️ 26 °C

    Heute wieder Sonnenaufgang deluxe. 06:00 Uhr – die Zeit, zu der nur Wahnsinnige, Frühaufsteher und Kaffee-Junkies existieren. Ohne die heiligen Vitamine K, N, T & C (Kaffee, Nikotin, Teer & Condensat) springt hier kein Motor an – weder aus Stahl noch aus Fleisch.
    Zum Glück stand neben dem Hotel ein Bäcker… der wurde standesgemäß überfallen 🥐☕️😈
    06:30 Uhr: Mopeds aus dem Pool gefischt, Zündung an, V2-Gebet gesprochen und ab von San Alberto Richtung Sabana de Torres – auch bekannt als die Perle des Magdalena Medio (sagen die Einheimischen, wir glauben’s einfach mal).
    Erstmal Frühstück reingeschraubt und dann im Zentrum bei der Heiligen Lokomotive 🚂 um göttlichen Beistand gebeten für die alte Bahntrasse. Sicher ist sicher.
    Und dann: Abfahrt in die grüne Hölle – Welcome to the Jungle, Baby 🌴🐍
    Abenteuerbrücken, die man höflich NICHT Brücken nennt, dunkle Tunnel und die große Tagesfrage nach Regen:
    👉 Was gibt’s gratis und in Massen?
    Riiiiiichtig: SCHLAMM 🫩😱🤣
    Also haben wir uns wie echte Ferkel im Dreck gesuhlt – von sauber war da keine Rede mehr 🤩
    Wo Brücken endgültig aufgeben, fängt der Spaß erst an: steile, steinige Auf- und Abfahrten – runter, hoch, fluchen, lachen. Wer braucht schon Brücken?
    An einem alten Bahnhof vorbei und weiter Vollgas ins Nichts.
    Plötzlich: Zwei Biker kommen uns im Stehen entgegen. Sofort klar – das sind keine Locals. Kurzer Boxenstopp, Diagnose: Zwei Österreicher 🇦🇹. Bikes bei Britta gemietet, Tourtipps abgeholt. Kurzer Nerd-Talk unter Offroad-Kranken, Schulterklopfen, weiter geht’s.
    Nächster Bossfight: Rein und raus aus Bucaramanga – aber bitte an der richtigen Stelle.
    Und was soll ich sagen? First try, no casualties 😎
    Wer einmal in Palermo gefahren ist – oder wie ich eigentlich gar keinen Führerschein haben sollte – kommt in Kolumbien 🇨🇴 sowieso bestens klar 🤪
    Kurze Mittagspause, dann das nächste Brett: Zweitgrößter Canyon der Welt! 🌍
    Der Chicamocha Canyon – bis zu 2.000 Meter tief, 108.000 Hektar breit, 227 Kilometer lang.
    Kurz gesagt: Alter Falter 😳🤩
    Oben an einer exponierten Stelle: Pause. Kaltgetränk. Motoren runterkühlen. Blick ins Unendliche schweifen und Seele baumeln lassen. Innerer Frieden 🐼
    Heute Nacht schlagen wir in Zapatoca auf. Miguel, der Schrauber-Magier, muss noch einen Plattfuß verarzten, aber wie immer gilt: Bis zum Essen ist alles gefixt ✅😇
    Das Moped braucht auch Therapie – auf dem Train Trail war’s kurz bewusstlos. Display meinte nur höflich:
    „Por favor, actúen individualmente.“
    Ich spreche zum Glück kein Spanisch 🇪🇸, hab genickt, Gas gegeben und bin weitergefahren 🤪😇🤩
    Jetzt ab in die City, dem Sonnenuntergang entgegen 🌅
    Tag gerettet. Reifen eckig. Herz glücklich. 🥰🏍️🔥
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  • Tag 07 Barichara

    January 25 in Colombia ⋅ ☁️ 18 °C

    Heute haben wir den Hahn mal nicht komplett aufgerissen 🏍️💨 – die Etappe war bewusst etwas kürzer, damit jeder am Nachmittag seine nächsten Routen, Flüge und Lebensentscheidungen sortieren konnte 😅✈️🗺️
    Nach dem Frühstück direkt Zündung an und ab über Stock, Stein und alles dazwischen: hochdrehen bergauf ⛰️, Motorbremse bergab 🔧, immer schön im Flow, bis wir gegen Mittag nach ein paar Boxenstopps in Barichara eingerollt sind.
    Unterwegs zeigte sich dann auch wieder die Thermodynamik der Gruppe 🌡️🤣
    Pedro-Turbo & Martin-Slow-Motion,
    👉 Pedro wurde mit jedem Grad Hitze schneller – je heißer es wurde, desto weiter war er vorne. Luftgekühlt? Unklar. Aber definitiv hitzeresistent 🔥🏍️
    👉 Martin dagegen entwickelte einen hochsensiblen optischen Bremssensor 😇👀:
    Sobald Einwohnende*innen oder indigene Schönheiten am Streckenrand auftauchten, fiel die Geschwindigkeit spontan Richtung Standgas.
    Sehr sozial. Sehr aufmerksam. Sehr langsam 😂
    Ich selbst habe mich fahrdynamisch perfekt dazwischen einsortiert 🧠🏍️:
    Ordentlicher Abstand nach vorne zum Pedro-Express 🚀, genug Luft nach hinten zum Martin-Genussritt 🌴,
    Tempo genau in der goldenen Mitte – entspannt, kontrolliert und immer mit genug Reaktionszeit. Lehrbuch, würde der Fahrtrainer sagen 😎👌
    Kurzer Aufreger 🇩🇪➡️🇨🇴 es kamen ein paar Einheimische die uns erklären wollten, wer wo zu parken 🅿️ hat. Im besten sprachlichen Spanisch und gleichzeitig im tiefsten deutschen Sinne. Nur war jedes Wort vergebens - ich spreche immer noch kein Spanisch - Discúlpeme.
    Barichara ist quasi der Showroom Kolumbiens 🏡✨ – bestes Wetter, Sonne im Gesicht 🌞 und dann auch noch freie Hotelbetten mitten im Zentrum. Jackpot!
    Bonuslevel: Wir durften unsere komplette Motorradwäsche äh… Klamottenwäsche 🩳👕 einfach durch die Fenster in den Innenhof werfen – zum Waschen.
    Seitdem: Wäsche weg.
    Jetzt stellt sich die philosophische Frage: Klingt Waschen auf Spanisch nicht verdächtig ähnlich wie Entsorgen? 🤔😂
    Antwort gibt’s morgen… hoffentlich.
    Dann kurzer technischer Halt: ChegMig & Flugbuchungen 🛂💻 – klassischer Papierkrieg, nur ohne Helm.
    Danach haben wir Barichara auf eigene Faust erkundet. In einem kleinen Café ☕ haben die Guides zusammen mit Pedro und Martin die nächste Route zusammengeklöppelt – Landkarte raus, Linien ziehen, Benzinreichweite checken 🗺️⛽.
    Challenge des Tages 🏆🔥:
    Eine Flussdurchfahrt 🌊 – und nein, diesmal war nicht die Tiefe der Endgegner. Das wahre Biest war eine moosbewachsene Felsplatte, glatter als frische Slicks bei Regen 😬🪨
    Ansage klar und deutlich aus der Fahrerschule fürs Leben:
    ❌ keine Faxen
    ❌ kein Gas reißen
    ❌ nicht bremsen
    ✅ Füße auf die Rasten
    ✅ Blick nach vorne
    ✅ einfach durchrollen lassen
    Und was soll ich sagen…
    Team DirtRoadsColombia 5 : Fluss 0 💪🏍️🔥
    Kein Abflug, kein Baden, nur saubere Linien und breites Grinsen unterm Helm 😎
    Nach dem letzten gemeinsamen Abendessen 🍻🍽️ ging’s dann ans klassische Fachsimpeln:
    Reifenwahl, Strecken, Träume, Schnapsideen und diese Touren, die jeder Abenteurer irgendwo zwischen Herz und Hirn spazieren fährt 🏍️🌍🔥
    Mögen sich möglichst viele davon erfüllen.
    Amen, Bruder 😇🤘
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  • Tag 08 El final

    January 26 in Colombia ⋅ ☁️ 19 °C

    Wir wussten: Das wird kein Kindergeburtstag, sondern ein echter Männer-mit-Maschinen-Tag. Sechs bis sieben Stunden Sattelzeit, Endziel: Villa de Leyva – Chrom glänzt, Hintern brennt.
    Leider hat den Obdigger seit Tag 7 der berüchtigte Elefant Benjamin Blümchen mit Diarrhööööö 🐘💩 fest im Schwitzkasten.

    Also haben wir ihm die komplette Reiseapotheke reingedübelt: Imodium Akut, Schmerzmittel 💊 und zur Desinfektion gleich mal ’ne halbe Buddel Rum oral nachgeschoben. Kurzzeitig Besserung.
    Unbekannte Nebenwirkung dieser High-Performance-Therapie 🍹: Martin konnte zeitweise flüssig Albanisch sprechen. Keiner weiß warum. Keiner wollte es wissen. 🤪🤷🏻‍♂️🤣

    Am Morgen von Tag 08 kroch Martin mehr aus den Federn als dass er aufstand. Und weil echte Biker empathisch sind und ihre Mopeds genauso fühlen, hat mein Eisenhaufen hinten auch alles rausgelassen 😳🫩
    Mechaniker-Gott Miguel hatte es schon gerochen – beim letzten Mal nix gefunden. Jetzt also Hightech-Diagnose auf Nano-Molekül-Ebene: Magnet 🧲 ran, klack – Übeltäter geschnappt, rausoperiert, Sieg auf ganzer Linie ✅

    Mit Verspätung losgerollt – Spoiler: das rächt sich. 😱
    Erster Halt: Las Palmas, Heimat eines Baumes, so fett, dass James Cameron sofort Avatar 0 drehen könnte 🌳🌌. Heimatbaum steht, wir weiter.

    Dann das übliche Biker-Bingo: offroad, onroad, Baustellen, Cops 👮‍♂️. Die wollten halt wissen, welches Gesindel Richtung Hauptstadt marodiert 😂

    In Gámbita dann Weltuntergang Deluxe 🌧️🌊. 15 Minuten haben zum trockenen Glück 🍀 gefehlt.

    Also in eine überdachte Sportanlage geflüchtet und dem Mimimi hingegeben. Auch nach der üblichen Stunde die es in Kolumbien 🇨🇴 regnet wurde es nicht besser. Also neues Mindset eingestellt: konzentriertes offroad Fahren bei nasskalten rutschigen Bedingungen und unfallfreies Ankommen vor der Dunkelheit.
    Nach 1,5 Stunden und komplett durch bis auf die Buchse rollten wir in Villa de Leyva ein. Mission erfüllt ✅
    Ganz ehrlich: Es gibt null Komma null Gründe, warum diese Biker nicht auch andere Länder (🇬🇪 hust) und Abenteuer meistern sollten. Ich wär sofort wieder dabei 🤩😇

    Hier trennen sich erstmal unsere Reifenspuren.
    Für Martin haben wir noch mal die Apotheke leergeräumt, dann geht’s nach Ruhetag mit Martin & Pedro zurück nach Santa Marta.
    Ich? Nachts durch nach Bogotá. Ankommen und Überleben: reine Glückssache. Nicht wegen Miguel – sondern wegen Wetter, Straßen und der restlichen Verkehrswildnis 🤢🤣

    Danke an alle fürs Mitlesen, Mitfiebern und Kommentieren 🙏🥰
    Für Martin: schnelle Besserung!
    Für beide: unfall- und pannenfreie Rücktour über 4.100 müNN 😳🤩 mit dicken Eindrücken und noch dickeren Stories.

    See you 🔜

    PS: Vielleicht gibt’s später noch einen finalen Schrauber- & Kolumbien-Report 🇨🇴 – Mopeten, Meinung, Mundwerk 🤷🏻‍♂️😇
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    Trip end
    January 27, 2026