• Thomas Bürgerhausen
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#3 "IEN-Tour" im Mittelmeer

Namensgebend für meine Reise sind die Inseln, Regionen und Länder mit der Endung "...ien". Auch dieses Mal sitze ich wieder alleine im Düx (okay, Matz mein Maskottchen ist dabei), allerdings begleitet mich mein Travel Buddy Sabine im Kastenwagen. Läs mer
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    🇧🇦 Gnojnice, Bosnien-Herzegowina

    "Be water, my friend"

    I går, Montenegro ⋅ ☀️ 25 °C

    Prolog

    Bruce Lee war nicht nur ein Kampfkünstler und berühmter Action-Star, sondern auch ein Philosoph.
    Für mich war heute wichtig zu verinnerlichen, was er mal schlaues sagte, denn damit lebt es sich besser.

    Der Tag

    Was war passiert? Die Verkettung des gesamten Verlaufs würde hier den Rahmen sprengen. Aber, durch die Reparatur gestern bekam eine andere marode Stelle am Auspuff, die mir bisher nicht bekannt war, vollen Druck der Abgase und ging dann auch kaputt. Die heißen Abgase haben dann meinen linken Kunststoffdieseltank zum Schmelzen gebracht und ein Loch an der Oberkannte verursacht. Als es nach Diesel stank und Sabine hinter mir gleichzeitig den nicht üblichen Rauch bemerkte, war die Fahrt auf einem Parkplatz in der sengenden Mittagssonne erstmal zu Ende. Für die schöne Umgebung hatte ich während der vier stündigen Reparaturarbeiten keinen Blick. Der Tank musste provisorisch abgedichtet und das fiese Loch am Auspuff mit einem Hitzeschutzblech abgedeckt werden. Zum Glück hatte ich dafür brauchbare Materialien und Werkzeuge dabei. Bis auf einen Draht, der das Blech halten sollte. Mangels Möglichkeiten versuchte ich es zunächst mit einem Stromkabel. Das hielt aber nix, blieb trotzdem drum. Dann kam aber ein hilfsbereiter Landsmann und konnte mit Metall-Kabelbinder aushelfen. So gut es ging, weil nur unter artistischen Verrenkungen und schmerzenden Armen erreichbar, konnte ich alles einigermaßen fixieren. Ein Rest Auspuffklebeband hält hoffentlich auch noch etwas.
    Aber das ist alles schön auf den Bildern zu sehen.
    Wie geht's weiter?
    Erstmal sind wir beide traurig.
    Wir stehen leider heute das letzte Mal gemeinsam auf einem absoluten Traumplatz in Montenegro, mit Blick auf Berge und Seen. Sabine wird sich zu unserem ursprünglichen Ziel, dem Durmitor Nationalpark in Montenegro bewegen, während ich mich, mit der gebotenen Ruhe, aber konsequent, auf den Heimweg begebe. Trotzdem versuche ich das Beste draus zu machen und vielleicht doch noch hier und da den Blick für einen schönen Ort zu haben.
    So begebe ich mich in meine, etwa eine Woche dauernde Heimkehr und hoffe, dass es keine weiteren Pannen mehr gibt.
    Meine Tour werde ich selbstverständlich hier weiter dokumentieren. So ist halt meine Reise....

    Epilog
    Quelle: Internet

    Be Water" ist Bruce Lees berühmteste Metapher für Resilienz, Anpassungsfähigkeit und Fluidität – sowohl in den Kampfkünsten als auch im täglichen Leben. Sie plädiert dafür, den Geist von starren Gedanken zu befreien und mühelos um Hindernisse herumzufließen.

    Hier seine Worte:

    Empty your mind, be formless, shapeless — like water. Now, you put water into a cup, it becomes the cup; You put water into a bottle, it becomes the bottle; You put it in a teapot, it becomes the teapot. Now, water can flow or it can crash. Be water, my friend."
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  • Schwitzen, Schweißen, lecker beißen.

    9 juni, Montenegro ⋅ ☁️ 29 °C

    Kein Tag ist wie der andere. Und wenn man mit einem 50 Jahre alten Auto reist erst recht.
    In Albanien dachte ich noch, wenn Panne, dann hier, denn es reiht sich eine Werkstatt an die nächste. Nur Auto-Waschstationen sind noch häufiger.
    Allerdings erst nach dem unproblematischen Grenzübergang nach Montenegro zerriss es mir den Krümmer auf der linken Motorseite. Und so fuhr ich laut brüllend (der Motor) durch Podgorica auf der Suche nach einer Werkstatt oder zumindest 'ner Schweißerbude. Nach der dritten Abfuhr, aufgrund des doch ziemlich maroden Zustands des Krümmers, fand sich wieder mal plötzlich und unerwartet Hilfe. Danke liebes Universum! Zwar konnte das handgedengelte und ordentlich geschweißte Provisorium nicht alles retten, jedoch lässt es sich nun wieder etwas erträglicher fahren. Gut, dass ich ja grundsätzlich Richtung Heimat bin und auch die meisten Kilometer bereits hinter mir habe. Aber knappe 2.000 werden es noch.
    Für heute ist es aber kein Thema mehr. Wir waren froh, dass wir nach der unerwartet vielen Fahrerei, die bei 35 Grad im Schatten sehr schweißtreibend war, einen schönen Stellplatz auf einem Weingut, nordwestlich von Podgorica fanden und erstmal ausruhen konnten.
    Der Einladung vom Hausherren und Gastgeber Dragan, seines zeichens Winzer und Brenner, zur Verkostung seiner alkoholischen Produkte, folgten wir noch vor dem Essen. Voller Hingabe und Stolz erzählte er mit größter Leidenschaft seine traditionsreiche Familiengeschichte, während wir zwischen 15 und 50 prozentigem Rebensaft und Lebenswasser zu uns nahmen....*hicks...
    Zum Glück rief uns die Chefin alsbald zum Essen und platzierte uns am eigenst für uns gedeckten Tisch mit sehr liebevoll zubereitetem Essen sowie schönem Blick auf Reben und Berge. So neigte sich der turbulente Tag sehr harmonisch mit einem wahren Gaumenschmaus dem Ende zu.
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  • Ziegen und Pralinen

    8 juni, Albania ⋅ ☁️ 30 °C

    Nach dem Tag in Krujë, mit viel Bewegung, vielen Eindrücken und vielen Menschen, war uns heute nach Natur und Ruhe. Beides fanden wir auf einem großen Feld, in der Nähe von Fishta, unweit vom "Big Lake", direkt unterhalb eines Memorials von Gjergi Fishta. Dieser war ein albanischer Franziskaner, Dichter und Übersetzer. Als größter Literat in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bezeichnet, zählt er zu den wichtigsten kulturellen Persönlichkeiten Albaniens. Entsprechend opulent ist das Memorial an seiner Geburtsstätte, gefühlt mitten im Nirgendwo.
    Den Tag verbrachten wir mit einem kleinen Spaziergang, Kniffel- und Skipbospielen und ziemlich viel nix tun.
    Am frühen Abend standen dann plötzlich, erst ein Mann, dann viele Ziegen, im Anschluss eine Frau und zu guter letzt ein Hund um uns herum. Immer wieder erstaunlich, wie man sich verständigen kann, ohne sich zu verstehen. Jedenfalls war schnell klar, wir standen auf dem Feld des Ziegenhirtenpaares, was absolut in Ordnung war. Es wurden ein paar Witze gemacht und gelacht, als sich die Frau vor uns ins Gras setzte, während die Herde gemütlich grasend vorbeizog und der Hund uns beobachtete. Der Hirte ging derweil weiter und als wäre es das normalste von der Welt, zog die Hirtenfrau zwei Pralinen aus der Tasche und reichte sie uns breit lachend an.
    Mit zwei Riegeln aus meinem Schokoladenvorrat konnte ich mich revanchieren, worüber Frau Hirte sich sichtlich freute alsbald aufstand um mit den letzten Ziegen ihrem Mann zu folgen. Auch der Hund machte sich dann auf den Weg und schnell waren wir wieder alleine. Noch lange sprachen wir über diese unglaublich sympathische Begegnung, die wieder einmal zeigt, wie freundlich, offenherzig und großzügig diese Menschen hier sind.
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  • Krujë

    7 juni, Albania ⋅ ☀️ 26 °C

    Unsere Oase verließen wir völlig tiefenentspannt, denn an diesem netten Fleckchen kann man sich wirklich erholen.
    Die Fahrt nach Krujë war interessant, denn sie führte durch typisch albanische Orte mit sehr lebhaftem Treiben, vorbei an Märkte und sonntaglich überfüllte Straßen.
    Angelockt von der Aussage des Reiseführers, man müsse Krujë gesehen haben, sonst hätte man Albanien nicht gesehen, wählten wir erneut einen Platz, von dem wir fußläufig ins Zentrum gelangten.
    Vorbei am Reiterdenkmal des Volkshelden Skanderbeg, gelangten wir nach 45 schweißtreibenden Minuten ins Zentrum. Nach einer kurzen Pause bei einem guten Cappuccino, war es nicht mehr weit zum "Old Basar", als Übergang zur Festung und dem Skanderbergmuseum, als höchstem Punkt der Stadt.
    Die Aussicht von dort ist beeindruckend. Im Süden liegen Tirana und das Tomorrgebirge, im Norden die Berge Montenegros und weit im Westen die Adria.
    Ob die Aussage des Reiseführers stimmt, liegt sicherlich auch im Auge des Betrachters. Gelohnt hat sich der Besuch aber auf jeden Fall. Der Platz war auch wieder top, das Essen hervorragend und die Nacht ruhig, abgesehen von zirpenden Grillen, bellenden Hunden und krähenden Hähnen. Das gehört hier allerdings einfach dazu.
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  • Dajti Oase

    5–7 juni, Albania ⋅ ☀️ 27 °C

    Auf der Fähre wäre der Düx um ein Haar nicht angesprungen. Zum Glück startet der Motor richtig gut und es braucht kein längeres "Georgel".
    Das Problem ist mir inzwischen bekannt und ich konnte es (sehr wahrscheinlich) hier beheben. Das zeigt sich die Tage.
    Nachdem wir ansonsten die Fähre recht unproblematisch verlassen konnten, steuerten wir den ausgesuchten Parkplatz in Tirana, der Hauptstadt Albaniens an, mit der festen Absicht diese zu besichtigen. Schließlich empfahl mir meine ehemalige albanische Nachbarsfamilie diesen Besuch.
    Kurz gesagt: Katastrophe! Der Verkehr in der albanischen Metropole ist nix für Weicheier und hinterm Lenker eines 11,5 Tonners ist eine Portion fahrerischer Erfahrung von großem Vorteil. Auch großen Respekt an Sabine, die immer hinter mir klebt. An der zu niedrigen Unterführung musste ich sie aber dann fahren lassen, damit ich mich rückwärts, den Berg hoch, aus der, absolutes Chaos verursachenden Verkehrslage, befreien konnte. Weil dann auch, wie in Palermo, alle Plätze einfach nur Scheiße, unsere Navis überfordert waren und ich nach der dritten Schleife durch engste Gässchen und Fehlleitung zu Durchfahrten mit zu niedriger Höhe dermaßen die Schnauze voll und die Klamotten durchgeschwitzt hatte, verzogen wir uns aus dem Hexenkessel ein Stückchen ins Hinterland.
    Was für ein krasser Gegensatz! Freilaufende, zufrieden gackernde Hühner, Hähne krähen, Katzen miauen, Hunde bellen, muhende Kühe, Entenfamilien und nicht zuletzt der Ruf des Muezzin zum Gebet an fünf verschiedenen Zeiten des Tages. Dazu ein Blick auf Berge und in blühende Natur, sehr freundliche Gastgeber und für fünf Euro pro Nacht, mit allem zipp und zapp, stand schnell fest, hier zwei Nächte zu verbringen.
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  • Addio Italia, përshëndetje Shqipëri

    5 juni, Adriatisches Meer ⋅ ☁️ 20 °C

    Mit 90 Minuten Verspätung lief die Fähre gegen 00:30 Uhr aus.
    Nachdem ich das, immer wieder interessante, Ablegemanöver beobachtet hatte, zog ich mich in meine sehr geräumige Kabine zurück, die mir alle Annehmlichkeiten für eine entspannte Überfahrt bot.
    Nach einer kurzen, aber erholsamen Nacht liefen wir, fast pünktlich, gegen 08:30 Uhr in den Hafen von Durrës ein.
    Mirmengjesi Shqiperi.
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  • Polignano a Mare, Bari

    4 juni, Italien ⋅ 🌬 21 °C

    Nach einer erstaunlich ruhigen Nacht in Monopoli ging es nach einem Lidlstopp zu der hübschen Gemeinde Polignano a Mare, direkt an der Adria.
    Auch hier entzückten die kleinen Gässchen, die felsige Küste sowie das pittoreske Stadtbild, getragen auf schroffen Felsen.
    Für unsere Siesta standen wir auf einem großen, steinigen Parkplatz, direkt am Meer.
    Sodann führten uns unsere letzten Kilometer durch Italien nach Bari, wo unsere Fähre auf uns wartete. Bari war eigentlich auch gedacht zu besichtigen, aber es war sehr warm und die Zeit etwas knapp. So beschlossen wir in Ruhe unsere Vorbereitungen für die Überfahrt nach Albanien zu erledigen und zeitig auf das Schiff zu gelangen.
    Addio bellissima Italia.
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  • Alberobello, Ostuni, Monopoli

    3 juni, Italien ⋅ ☁️ 25 °C

    Heute führte unsere Route über drei Orte, die wir uns näher anschauen wollten. Alberobello wurde uns wegen der "Trullihäuser" empfohlen, Ostuni interessierte uns wegen der weiß gekalkten Häuser und Monopoli wegen der Altstadt und dem historischen Hafen.
    Nun, Alberobello würde ich persönlich nicht nochmal extra für die Häuschen anfahren, denn man sieht diese zu genüge übers Land verteilt. Mindestens genau so schön und dafür ohne zig Touristen.
    Ein Trullo, Plural Trulli, ist ein weiß getünchtes Rundhaus, wie man sie traditionell in der Region Apulien zu sehen bekommt. Sie sind bekannt für ihre charakteristischen, kegelförmigen Dächer, die komplett aus Trockenmauerwerk bestehen und für ein angenehmes Wohnklima sorgen.
    In Ostina empfingen uns ebenfalls die schon recht zahlreichen Touristenströme, deren Transportmittel meistens fette Busse sind und den begrenzten Parkraum für etwas größere Wohnmobile zusätzlich einschränken. Somit reichten uns die Bilder aus der Ferne und es ging zum letzten Tagesziel nach Monopoli. Hier wurden die Erwartungen an den historischen Hafen und die Altstadt nicht so wirklich erfüllt, was nicht unbedingt am regnerischen Wetter lag. Im Gegenteil, die nasse Abkühlung, in Begleitung einer frischen Brise, tat dem verschwitzten Körper gut.
    Der Tag endete mit einer, inzwischen gewohnt, vorzüglichen Speise in einer gemütlichen Trattoria und einem lebhaften Schwätzchen in Sabines "Luis", der neben Düx auf einem einfachen Parkplatz am Meer, inmitten des abendlichen Treibens der Monolopitani stand.
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  • Tenuta Donna Teresa

    2 juni, Italien ⋅ ☁️ 27 °C

    Mit Sabines Worten ist die Fahrt heute kurz beschrieben...."fad".
    In der Tat sind wir bisher keine solch "langweilige" Straße gefahren, die aber tatsächlich die westlichste Küstenstraße von Kalabrien, durch Basilicata nach Apulien ist. Unser erster Halt war dann bei Mottola, dem Wallfahrtsort "Santuario Madonna del Carmine", der sich weniger als zunächst gedachter Übernachtungsplatz zeigte, dafür aber als lohnendes Ziel zum Bestaunen. Die Kirche wurde vom Pfarrer Francesco Pietro di Filippo nach der Erscheinung der Jungfrau vom Berge Karmel 1506 erbaut und ist quasi eine Gewölbekirche, u.a. mit einem Altarbild der Jungfrau Hodegetria, aus dem Jahr 1654. Umsäumt wird die kleine Kirche von einem Pilgerweg, mit vielfältiger Botanik wie uralte Olivenbäume und blühende Agaven, deren Mutterpflanzen daraufhin verwelken.
    Anschließend stießen wir auf einen tollen Stellplatz des Ferienhofes "Tenuta Donna Teresa", mit Sicht auf Mottola, dem angrenzenden Nationalpark "Terra Della Gravine" sowie auf den Golf von Tarent. Neben den Aussichten überzeugten desweiteten ein Pool und ein tolles Restaurant, wo wir nach dem Schwimmen wieder einmal ein fantastisches 5 Gänge Menue mit hervorragendem Wein genießen durften.
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  • Villapiana Scalo

    1 juni, Italien ⋅ ☀️ 30 °C

    Nachdem wir die heißen, heilenden Quellen verlassen hatten, ging es zunächst hoch hinaus und in nord-östlicher Richtung quer durch Kalabriens Norden. Hierbei passierten wir teils "bekannte" Landschaften, aber entdeckten auch immer wieder Veränderungen der Natur und somit neue An- und Ausblicke.
    Erstaunlich waren die teilweise, noch schneebedeckten Berggipfel.
    Nach einer kurzweiligen Fahrt, vorbei an einem ausgeprägten Bodenfeuer, erreichten wir dann das ionische Meer an der Westküste Italiens.
    Da Sabine wieder große Wäsche hatte, fiel die Wahl auf einen großen Campingplatz, mit großen Waschmaschinen direkt am großen Meer, wo wir unter großen Eukalyptusbäumen und Pinien einen angenehm schattigen Platz fanden und die Wäsche nebenan in der Sonne, bei mildem Wind rasch trocknete.
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  • Lost Place, Terme Luigiane.

    31 maj, Italien ⋅ ☀️ 23 °C

    Nachdem wir uns aus Tropea herausgeschlängelt hatten, führte der Pfad erstmals Richtung Norden. Aber nur, um in Richtung Basilikata, der Region zwischen Kalabrien und Apulien zu steuern und morgen, "unterhalb des Stiefels", das Ionische Meer zu erreichen.
    Einen Zwischenstopp legten wir bei Paola ein und besuchten kurz das "Santuario di San Francesco da Paola". Da ich mich generell an Verbote zum Fotografieren halte, gibt's nur ein Bildchen von außen.
    Anschließend suchten wir unseren auserwählten Stellplatz auf, der ganz neu, zwischen alter und neuer Therme in "Terme Luigiane", oberhalb von "Pantana-Santa Rosalia-macchia" liegt.
    Wie vielerorts in südlichen Ländern, werden alte, nicht mehr benötigte Gebäude nicht, wie bei uns, abgerissen, sondern ihrem Schicksal überlassen. Die alte Therme, mitsamt ihrer kompletten Infrastruktur, teilt dieses Schicksal. So hatten wir die Freude diesen "Lost Place", den sich die Natur zurückerobert, zu erkunden und dabei wieder einmal ein paar interessante Fotos machen zu können.
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  • Addio Sicilia, benvenuta Calabria

    28–31 maj, Italien ⋅ ☀️ 23 °C

    Die Fahrt von Oliveri nach Messina auf die Fähre klappte wie am Schnürchen, war aber dennoch anspruchsvoll, weil wir uns mitten durch den morgendlichen Berufsverkehr der Sizilianer bewegten. Hier darf man nicht zimperlich sein, dann geht's. Die Fährüberfahrt war kurz und unterhaltsam, denn mein Interesse wurde von zwei, in (mir fremden) Gewändern gekleidete Herren geweckt. In Köln, mitten in der Karnevalsession, wäre mir der Gedanke nicht gekommen, aber auf der Fähre zwischen Sizilien und Kalabrien dachte ich mir die beiden Herren mal anzusprechen. Sehr freundlich erklärte mir der Jüngere, in gebrochenem Englisch, dass sie der religiösen Gemeinschaft "Araldi del Vangelo" also Herolde des Evangeliums angehörten und als Missionare zurück nach Rom, in ihre Heimat, kehrten.
    Die Fahrt ab der Fähre zum Wunschziel nach Tropea, wo ich 2013 schonmal war, wird hier keine große Erwähnung finden, denn sie war aus vielerlei Gründen für Mensch und Material eine große Herausforderung. Völlig platt, fanden wir dann auf einem Stellplatz in absoluter (Camper) Bestlage am Nachmittag unsere Plätze für die nächsten drei Nächte.
    Aus meiner Sicht muss man Tropea erlebt haben. Daher wird es auch hier einen extra Footprint geben.
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  • Tropea

    28–31 maj, Italien ⋅ ☀️ 23 °C

    Der Legende nach lautete der ursprüngliche Name von Tropea "Herkuleshafen", denn der muskolöse Halbgott soll sich nach seinen "Aufgaben" hier immer wieder zur Erholung niedergelassen haben. Ansonsten weiß man, dass Tropea seit dem 13. Jahrhundert so aufgebaut war wie bisher, jedoch aufgrund immer wiederkehrender Erdbeben und demzufolge schwerer Schäden, mehrfach neu errichtet wurde.
    Von all dem unberührt, beschränkten sich meine Tätigkeiten in diesen Tagen von liegend in halbliegende Position zu wechseln, die Stadt und das Meer zu besuchen, gut zu essen und zu trinken und viele viele Fotos zu machen. Eine kleinere Auswahl schaffte es in diesen Footprint. Viel Vergnügen beim Betrachten.
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  • Oliveri

    26–28 maj, Italien ⋅ ☁️ 26 °C

    Von Cefalù ging es die Nordküste Richtung Osten entlang. Bei Santo Stefano di Camastra (die Namen der Dörfer sind bald länger als der Ort selber) wurden ein paar Souvenirs erworben und einige Kilometer weiter, auf der SS113, wurde ich von einem erbosten ANAS Mitarbeiter (ANAS steht für Azienda Nazionale Autonoma delle Strade (Nationale Autonome Gesellschaft für Straßen)) an einer Baustelle angehalten, auf italienisch gemaßregelt und fotografiert, bevor ich weiter fahren durfte. Keine Ahnung was das Problem war, vielleicht gibt's später Post?!
    Ansonsten war die Fahrt nach Marinello bei Oliveri recht unspektakulär. Man ist leider von der Schönheit Sardiniens etwas verwöhnt, da wirkt Sizilien farblos gegen.
    Was auch richtig ätzend ist, die von der Müllmafia und unzulänglicher Müllpolitik hervorgerufene Vermüllung der Straßen, insbesondere etwas abseits der Touristenmeilen, welche uns grundsätzlich ja mehr reizen zu besuchen.
    Aber die große Entdeckungslust will uns auf Sizilien nicht fangen und wir beschlossen einen gemütlichen Tag am Meer zu verbringen um Donnerstag die Fähre nach Kalabrien aufs Festland zu nehmen.
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  • Cefalù

    25 maj, Italien ⋅ ☀️ 23 °C

    Die geschichtsträchtige und für Filmkulissen beliebte Stadt, mit ihrer alles überragenden Kathedrale Santissimo Salvatore, ist natürlich ein Touristenmagnet und entsprechend gut besucht. Dennoch hat sie ihren Charme und ist in jedem Fall einen Besuch wert.Läs mer

  • Vom Lago Rosamarina nach Cefalù

    25 maj, Italien ⋅ ☀️ 23 °C

    Unseren aussichtsreichen Parkplatz verließen wir mit dem recht nahen Ziel am Fuße des "Rocca di Cefalù", der gleichnamigen Gemeinde 270 Meter unterhalb des Kalkfelsens.
    Wir machten dabei einen kleinen Umweg zum Lago Rosamarina, einem der größten Seen Siziliens. Die Wahl der Strecke war von Sabine, die sich mal wieder eine Portion Offroad wünschte. Belohnt wurde der holprige Schlenker mit einer fantastischen Fauna und Flora, wo von gemütlichen Kühen, Schafen und Pferden, über schnell flitzende, die Piste querende Eidechsen, bis zu einem kopulierenden Schlangenpaar alles tierische dabei war.
    In der Mittagssonne erreichten wir unseren auserwählten Stellplatz am Meer, fußläufig zur Stadt, wohin wir am frühen Nachmittag spazierten.
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  • Sant Onofrio anstatt Palermo

    24 maj, Italien ⋅ ☀️ 25 °C

    Ankunft auf Sizilien, Palermo, welch eine Überraschung! Leider im negativen Sinne. Zunächst hatten wir uns natürlich einen Stellplatz ausgesucht, der nach der langen Überfahrt, gepaart mit einer kurzen Nacht, eine zeitlich übersichtliche Anfahrt am frühmorgendlichen Pfingstsonntag ermöglichen und zudem einen guten Ausgangspunkt für die Stadtbesichtigung bieten sollte. Ausgebucht! Alternative, komplett voll belegt. Alternative, geschlossen. Alternative, Müllhalde! Und dabei steuerten wir durch eine Stadt, die so verdreckt war, wie ich es in Europa nie zuvor gesehen hatte. Der Eindruck von Palermo, dem kulturellen Zentrums Sizilien, war wirklich enttäuschend.
    Selbst etwas weiter aus dem Zentrum heraus bot sich ein tieftrauriger Anblick, begleitet von einem fast noch traurigeren Gestank.
    Uns war bewusst, dass es in der Altstadt und den touristischen Plätzen ganz bestimmt auch sehr schöne und sehenswerte Ecken gibt, die wir uns wirklich gerne angesehen hätten, aber mangels Stellplätze jedoch viel Enttäuschung über die Situation, war die Lust darauf verflogen.
    Somit ließen wir Palermo Palermo sein und gelangten schließlich auf einen ganz passablen Parkplatz mit toller Fernsicht. Die Müdigkeit in den Knochen, ließ uns erstmal in die Autos verschwinden und ne Kappe Schlaf nachholen. Nach einem erweiterten Frühstück und einer guten Tasse Kaffee, kamen die Lebensgeister auch bald zurück und damit die Entscheidung, heute stehen zu bleiben und morgen, gut ausgeschlafen, die weitere Route zu bestimmen.
    Bei der Erkundung der näheren Umgebung entdeckten wir ein paar interessante Kunstwerke, einen "Lost Place", welcher einst ein sehr schickes Sportcenter war sowie die erneute Erkenntnis, dass es auf dem Land und in der Natur doch immer wieder schöner ist, als in den Städten.
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  • Addio Sardegna, benvenuta Sicilia

    23 maj, Tyrrhenisches Meer ⋅ 🌙 20 °C

    Heute hieß es tschüss Sardinien, auf nach Sizilien, schließlich ist es ja eine "IEN-Tour".
    Fährtage sind immer sehr langatmig, insbesondere wenn man in der sizilianischen Mittagssonne dem schier endlosen Beladen von Aufliegern, Sattelzügen, Campern, Autos und Motorrädern in die gefräßigen Fährbäuche zuschaut. Immer wieder erstaunlich, was in so eine 200 Meter lange Fähre alles hineinpasst.
    Die um 17:30 Uhr, wegen der "America"s Cup Preleminary Regatta" verspätete, und 12 Stunden dauernde Überfahrt nach Palermo, bot genügend Zeit um Korsika und Sardinien Revue passieren zu lassen.
    Beide Inseln sind landschaftlich wunderschön. Für uns Reisende macht die französische oder italienische Herrschaft keinen Unterschied.
    Freistehen auf Korsika ist fast unmöglich. Der Korse achtet penibel auf Umweltschutz, Mülltrennung und kontrolliert streng, dass man nicht wild steht. Also, selbst in der (späten) Vorsaison sicherlich mit Glück und Mut möglich, aber aufgrund strenger Strafen nicht zu empfehlen. Die Preise für Campingplätze oder private Parkplätze sind dafür ganz okay.

    Auf Sardinien bleibt festzustellen, dass man in der Vorsaison definitiv frei stehen kann. Im Hinterland deutlich besser als an den Küsten, aber auch dort geht es. In vier Wochen wird es an den Küsten wohl kaum noch möglich sein, denn bereits jetzt ist es zunehmend voller geworden. Und wer einen Platz hat, zeigt sich nicht selten rücksichtslos, indem man sich möglichst breit macht.
    Das Fahren ist indes eine pure Freude. Mega Serpentinen mit grandioser Aussicht auf die Natur. Im Hinterland ballern dabei die Motorradgruppen halsbrecherisch durch die Kurven, während an den Küsten die Rennradfahrer den Verkehrsfluss nahezu zum Erliegen bringen, was manchen Autofahrer wiederum zu unüberlegtem Handeln (Überholen) verleitet. Also, immer schön oppasse!!!

    Die ruhige Überfahrt mit der Fähre, die eine sehr kurze Nacht mit sich brachte, endet sonntagmorgens um 05:30 Uhr in Palermo.
    Forza Sicilia!
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  • Cagliari

    22 maj, Italien ⋅ ☀️ 25 °C

    Unser letztes Ziel auf dieser schönen Insel war heute Cagliari, die Hauptstadt der autonomen italienischen Region Sardinien, welche auch die größte Stadt dieses Eilands ist.
    Die Strecke führte uns größtenteils direkt an der Küste entlang, mit nicht enden wollenden Kurven, Bergformationen, vielfarbiger Flora, weißen Stränden und dem unfassbar blauen Wasser des Tyrrhenischen Meeres.
    Nach Lidl- und Tankstopp holperten wir über die übelst zerfurchten Straßen der Hauptstadt und fanden zentrums- und hafennah eine Bleibe auf einem riesigen Parkplatz. Den Düx platzierte ich neben einer Palmengruppe, sodass es sich gar nicht so städtisch anfühlte.
    Die Erkundung der Stadt, insbesondere das Castello Viertel, waren sehr lohnenswert und lieferte wieder einmal viele tolle Fotomotive.
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  • Simius

    21 maj, Italien ⋅ ☀️ 22 °C

    Der Mai neigt sich langsam dem Ende zu, was in bereits früh morgendlichen Stunden zu warmen Temperaturen führt. Entsprechend schnell war die Erfrischung der morgendlichen Dusche, durch ordentliches Schwitzen, verloren. Kein Wunder, bei knapp 40° Celsius im Düx. Dafür war die Fahrt aber wieder ein Highlight, denn sie führte uns entlang der Küste, mit wunderschönen Buchten, hellem Sandstrand und kristallklarem, tiefblauen und türkisfarbenem Meer.
    Da sich an der zuerst ausgesuchten Bucht feiste Deutsche mit ihren fetten Morelomobilen breit gemacht hatten, fuhren wir zwei, drei Schleifen weiter und fanden Plätze direkt am Strand, auf einem relativ kleinen Parkplatz. Klar, man steht auf solchen Plätzen niemals alleine, was der Schönheit der Lage insgesamt jedoch keinen Abbruch tut.
    Insofern genossen wir die schöne Bucht, den feinen Sandstrand und das wiederum kristallklare Wasser.
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  • Urlaub vom Reisen

    17–21 maj, Italien ⋅ ☀️ 19 °C

    Nach einem wunderschönen Sonnenaufgang über dem Lago Bau Muggeris ging es nur wenige Kilometer in Richtung Ostküste. Wir verließen die fantastische Natur und Bergwelt des Nationalparks um nach 16 Fahrtagen ein bisschen auszuspannen. Urlaub von der Reise quasi.
    Die Wahl fiel auf einen Campingplatz nördlich von Arbatax, direkt am Meer. Umgeben von Eukalyptusbäumen und Pinien, standen wir halb schattig neben Olivenbäumen und genossen das Nichtstun. Gut, am Düx gibt's immer etwas zu tun....hier kontrollieren dort bisschen reparieren. Aber das gehört dazu, wenn man mit einem 50 Jahre alten Lkw reist.
    Daher war die "Rast" für Mensch und Maschine gleichermaßen erholsam. Die Tage waren gefüllt mit Ausruhen, Strandspaziergänge, Ausruhen, Essen, Ausruhen, Duschen, Ausruhen und vieles mehr....
    Aber nach ein paar Tagen juckt's dem Düx unter den Rädern und es darf wieder weitergehen.
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  • Nationalpark Gennargentu

    16 maj, Italien ⋅ ⛅ 13 °C

    Hinter Laconi wurde es in der kurzen Hose etwas kniekalt, denn die Temperaturen sanken, während die Höhe stieg. Das Verhältnis war in der Spitze ca. 1.500 Meter zu 7° Celsius. Dafür wurden wir erneut mit einer fantastischen Landschaft und dem Anblick von vielen freilaufenden Tieren verwöhnt. Man musste also die scharfen Kurven der Serpentinen noch vorsichtger durchfahren, standen nämlich regelmäßig Kühe auf der Piste, Schweine am Straßenrand oder eine ganze Ziegenherde kam plötzlich auf uns zu. Die wilden Pferde blieben indes in sicherer Entfernung in der schönen Landschaft.
    So ging es dann wieder leicht bergab zum Lago Bau Muggeris, ein sechs Kilometer langer Stausee in der Nähe von Villanova Strisaili, auf 801 Metern Höhe. Er liegt malerisch in der Berglandschaft des Gennargentu.
    Diese ist namensgebend für den Nationalpark, den wir uns aussuchten zu durchqueren. Eine vortreffliche Entscheidung, denn neben besagten Tieren am Wegesrand passierten wir eine traumhafte Landschaft mit
    einer großen floristischen Vielfalt wie Orchideen, Lilien, Alpenveilchen, Krokusse sowie massenhaft Ginster. Ebenfalls beeindruckten auch die unzähligen und imposanten Steineichen, welche zu den ältesten in Europa zählen.
    Nach dieser wieder einmal beeindruckenden Fahrt wählten wir einen Stellplatz auf einer Anhöhe, am Ufer des Sees, mit natürlich herrlicher Fernsicht. Der kräftige Wind wiegt mich spät abends in den Schlaf.
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  • Park Aymerich, Laconi

    15 maj, Italien ⋅ ☁️ 15 °C

    Unseren schönen Platz verließen wir nach dem Wassertausch "verbraucht gegen frisch" und versuchten in südliche Richtung der dunklen Regenwolke zu entkommen. Sie war schneller, weil wir in Oristano einen Lidlstopp einlegten. Bei Uras gings dann links ab in die Berge, mit der täglich obligatorischen Portion Serpentinen.
    An unserem Wunschort in Laconi, einer 1.600 Seelengemeinde auf 555 Metern Höhe angekommen, erwartete uns ein wunderschönes Örtchen und der Park Aymerich mit der gleichnamigen Burgruine, inmitten einer grandiosen Natur.
    Für mich bisher einer der schönsten Orte der gesamten Reise, sofern man nicht nur den Fokus auf weiße Strände und türkisfarbenes Meer legt.
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  • La Rosa dei Venti

    14 maj, Italien ⋅ ⛅ 18 °C

    Heute gab es zwei Ziele, erstmal nach Alghero, ein bisschen die Stadt anschauen, während Sabine ihre Wäsche im Waschsalon waschen lässt und anschließend zum auserkorenen Campingplatz am Meer.
    Die Stadt war zwar auch ganz hübsch, allerdings einiges größer als Castelsardo und dementsprechend nicht ganz so idyllisch.
    Daher reichte uns der Waschgang zeitlich aus, das Trocknerprogramm wurde gecancelt und es ging die spektakuläre Küstenstraße entlang. Der Nordwesten ist wieder völlig anders von der Vegetation und der Landschaftsform, dass man meinen könnte irgendwo in Norwegen oder Schottland unterwegs zu sein.
    Der gewählte Platz hatte nach einer unfreundlichen Begrüßung und einer für uns nicht akzeptablen Preispolitik schnell verloren und es ging weiter südlich. Bei Sennariolo fanden wir wieder einmal einen fantastisch gelegenen Platz. Das System Essen bezahlen (was ja normal ist) und umsonst schlafen (was nicht so normal ist auf einem Stellplatz) fand auch hier unsere Zustimmung und so standen wir mit einem unglaublichen Rundherumfernblick wunderschön.
    Wir hatten sogar Abwasserent- und Frischwasserversorgung. Aber nun zum Essen....es war von unglaublich guter Qualität, frisch zubereitet und toll serviert. Wir dachten, dass wir ne gute Pizza oder frische Pasta bekommen, aber aufgrund sprachlicher Barrieren bestellten wir ein vier Gänge Menü vom feinsten. Im Nachhinein war es die richtige Entscheidung. Das hier muss man erleben. Basta!
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  • Castelsardo

    13 maj, Italien ⋅ 🌬 18 °C

    Heute begleiteten uns ein paar dunklere Wolken und Regentropfen, nachdem wir uns vom Lago Coghinas und den dicken Dackeln mit ein paar Streicheleinheiten verabschiedet hatten.
    Ebenso nervig wie zu Hause sind hier übrigens auch diese super Rennradsportler, die ohne zu gucken lebensmüde vor den Düx fahren und ausbremsen. Schnell winken sie mir zu, ich soll vorbei fahren, was allerdings mangels Spritzigkeit meines 11,5 Tonners sowie mangelnder Übersicht der meist schmalen Straßen gar nicht so einfach ist. Ich revanchiere mich dann damit, dass ich schön langsam hinter denen herfahre, was den Trikot tragenden Stramplern dann tierisch auf den Sack geht. Davon abgesehen riskiere ich keinesfalls, dass ich mal einen von denen unter meinen 385er Schlappen plattwalze.
    Aber auch heute blieb alles schrott- und knitterfrei auf dem entspannten Weg Richtung Castelsardo, bei nordwestlicher Peilung.
    Castelsardo ist Teil von "I borghi più belli d’Italia", übersetzt, "Die schönsten Orte Italiens". Dies kann ich nur bestätigen.
    Nach ausreichender Besichtigung und einem leckeren Gelato auf der Hand, ging der kleine Konvoi weiter in westliche Richtung nach Porto Torres. Dort wählten wir einen Parkplatz mit tollem Ausblick aufs Meer und verköstigten die Fleischberge, die wir gestern Abend nicht mehr verdrücken konnten.
    Im Anschluss war ein sehr schöner Platz am "Albanella Beach", wo wir endlich mal wieder "frei" stehen konnten.
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