• Jantje Bartels
  • Jantje Bartels

England

August 2017 - March 2019 Les mer
  • Stadtführer in Oxford

    1. juli 2018, England ⋅ ⛅ 25 °C

    Ich bin momentan so müde, dass ich vergesse, dass und auch warum ich müde bin. Das ist ein seltsames Gefühl! Hätte ich Kopfschmerzen würde ich das auf einen Sonnenstich schieben, aber eigentlich geht es mir gut, ich bin halt nur echt müde.
    Einer der Gründe, warum ich vermutlich müde bin ist, dass ich heute morgen um halb sieben aufgestanden bin um joggen zu gehen. Das hat ganz gut geklappt und war auch durchaus die einzige Zeit, dass ich das heute hätte machen können. Da war es noch nicht zu warm und mit dem geplanten Ausflug am Nachmittag ging das eh nur dann. Ich hab zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen also, auch wenn es sich eher so angefühlt hat, als hätte mich jemand geschlagen.
    Nach dem Joggen hab ich ein bisschen abgekühlt (was auch immer schneller geht jetzt) und dann geduscht bevor ich in Ruhe draußen gefrühstückt habe. Nachdem ich die Spülmaschine ausgeräumt habe, hab ich mit einer Tasse Tee weitergelesen bis es Zeit war für mich zur Kirche zu gehen. Da gab es heute zwei Taufen, was eine Schaar an lebendigen Kindern bedeutet hat, was aber sehr schön war zu beobachten.
    Heute bin ich wegen einer Verabredung in Oxford nicht zu Tee und Kuchen geblieben. Das hat aber nicht bedeutet, dass Alan (einer der Pastoren) nicht die Chance hatte mich eben schnell zum Weinen zu bringen. Er wollte das nicht, aber er hätte ahnen können, dass das passiert, wenn er mir erzählt, dass wir uns heute das letzte Mal gesehen habe, bevor ich Thame verlassen werde. Ich bin durchaus überrumpelt gewesen, aber meine heftige Reaktion gibt mir wenig Hoffnung für die nächsten Tage und die ganzen Verabschiedungen, die noch kommen müssen. Man wird das schwer! Alles genießen werde ich trotzdem!!!
    Mit der Hilfe von Tomke am Telefon hab ich mich wieder beruhigt und konnte nach ein bisschen quatschen mit ihr und Mama in Ruhe nach Oxford fahren. Da war ich dann ein bisschen zu früh und hab Tintenpatronen gekauft. Drei Tagebücher zu schreiben bedeutet nämlich, dass auch einiges an Tinte durchgeht.
    Mit einem Smoothie von McDonald's bin ich dann zum Bahnhof gelaufen und hab Maria abgeholt. Ihr hab ich dann eine sehr schlechte Führung von Oxford gegeben. Die war auf mehrere Weisen schlecht: Erst einmal war die Laufroute nicht ideal, dann wusste ich keine interessanten Daten und nur ganz hin und wieder einen echten Fakt und dann hab ich auch die ganze Zeit über etwas anderes gefaselt nur um mich dann plötzlich zu unterbrechen und zu sagen: Tada! Was Maria mehrfach gezwungen hat zu fragen, was da denn jetzt ist, weil ich das letzte Mal vor vier Sätzen was zu dem Gebäude gesagt hatte... Wir hatten trotzdem Spaß und Maria konnte ein bisschen was von Oxford sehen.
    Zusammen waren wir kurz in der Bibliothek, sind an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten vorbei gelaufen und haben einmal das Christ Church Meadow umrundet, wo das erste Bild entstanden ist. Danach sind wir quasi wieder gleich zurückgelaufen um dann im 'Turf Tavern' etwas zu trinken und einen Nachtisch zu essen.
    Danach haben wir uns in dem warmen Wetter auf den Kirchenturm von der St Mary's Church vor der Radcliffe Camera gewagt. Überraschenderweise war die Hitze wegen der leichten Brise da oben deutlich besser auszuhalten als auf der Straße unten. Wieder unten haben wir die Hitze mit einem Milchshake versucht zu bekämpfen, den wir mit zu der Dachterrasse im Westgate genommen haben, das war unsere letzte Station, bevor wir dann wieder zum Bahnhof gelaufen sind.
    Ich musste relativ lange dann auf meinen Bus warten, aber bis auf meinen Füßen ging es dem Rest meines Körpers gut. Ich hatte einen Milchshake von McDonalds und hab gelesen. In Thame angekommen bin ich dann nach Hause gelaufen und hab gemerkt, dass ich trotz meiner Bemühungen nicht genug getrunken hab. Das hab ich inzwischen quasi wieder gut gemacht, aber man kann einen deutlichen Unterschied zwischen dem zweiten und letztem Bild sehen... Ich bin echt müde. Da mein Handy meint, dass ich über 20 Kilometer gelaufen bin heute, hab ich da ja aber auch allen Grund zu.
    Neben dem Trinken hab ich hier noch zu Abend gegessen, gelesen, mich abgeduscht und mein Tagebuch geschrieben.
    Ich hoffe, ihr hattet einen schönen Sonntag! Eine wunderschöne Woche wünsche ich euch! Gute Nacht und bis morgen.
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  • Strickhilfe

    2. juli 2018, England ⋅ ☀️ 23 °C

    Mein Tag hat trotz dem merkwürdigen Titel ganz normal angefangen. Ich hab mich umgezogen und dann mir und den Mädchen Frühstück hingestellt und meins dann bei einem Buch und Tee gegessen. Dann hab ich die zur Schule gefahren und bin wieder nach Hause gekommen. Da hab ich dann sofort Wäsche in die Maschine gesteckt und während die gewaschen wurde hab ich mich nach draußen gesetzt mit Tee und habe ein Gedicht an Theodor gelesen. Die fertige Wäsche hab ich dann draußen zum Trocknen aufgehängt und bin dann zum anderen Ende von Thame beinah schon gerannt, weil ich wegen der Wäsche ein bisschen zu spät war. Ich durfte heute nämlich wieder bei meinen Freunden Sally und Owen auf ein Enkelkind aufpassen, dieses Mal auf die Schwester, von dem Bruder, mit dem ich gelesen und Roller gefahren bin. Das hat echt Spaß gemacht! Angefangen haben wir mit Stricken. Ich hab schon mal selber Schals gestrickt, ohne irgendwelche wirklichen Muster. Ich bin also mal so gar kein Experte. Dann hab ich auch noch nie selber angefangen, was Mama immer für mich gemacht hat. Heute durfte ich dann trotzdem einem kompletten Neuling Stricken beibringen. Ich nehm euch es nicht übel, wenn ihr überrascht seid, dass es geklappt hat. Ich war und bin wahrscheinlich durchaus überraschter als ihr!
    Neben Stricken haben wir auch zusammen Karten gebastelt und Bilder gemalt mit verschiedenen Techniken. Außerdem haben wir mit Barbies gespielt - beziehungsweise immer wieder anders angezogen und dabei geredet. Das kleine Mädchen ist halb aus dem Senegal und (mindestens!) bilingual, was ich extremst beeindruckend finde! Zusammen haben wir dann auch ein bisschen Französisch gesprochen, woran sie echt Spaß hatte.
    Nach dem Stricken, Malen und Spielen haben wir alle zusammen draußen gegessen. Zum Nachtisch gab es dann Mangos aus dem Senegal - köstlich! Mit allen drein hab ich mich super unterhalten und die fast fünf Stunden vergingen wie im Flug. Ich hab das echt nicht erwartet, weshalb ich ziemlich rennen musste wieder nach Hause um noch pünktlich loszukommen um Darcy und Phoebe abzuholen - inklusive tanken.
    Ich war pünktlich und konnte an der Schule wieder noch ein bisschen lesen. Zuhause hab ich damit weitergemacht, vor, beim Kochen des Abendessens und nach dem Essen. Jetzt hab ich gerade draußen mein Tagebuch geschrieben und kann und werde jetzt meinen Tag beschließen. der heute nur wegen der Wärme ermüdend war, körperlich hab ich ja nichts großartig gemacht. Ich hatte einen echt tollen Tag, wo ich mal wirklich hilfreich war, was ein tolles Gefühl ist und ein super Start in die Woche! Ich hoffe ihr hattet auch alle einen schönen Montag! Alles liebe und bis morgen! Gute Nacht!
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  • Abschied in der Sprachschule

    3. juli 2018, England ⋅ ⛅ 17 °C

    Es ist schon ganz schön spät jetzt und ich möchte schnell ins Bett. Die Hausgruppe ist Schuld, dass ich so spät bin, aber Englands Sieg hat dann bei den mehreren kleinen Gesprächen auch eine Rolle gespielt. Egal, jetzt erzähl ich euch schnell von heute und verabschiede mich dann erst einmal.
    Mein Tag hat normal mit Aufstehen und Frühstück und der Fahrt zur Schule angefangen. Auf dem Rückweg war ich dann fürs Backen einkaufen. Zuhause bin ich aber erst einmal joggen gegangen, weil das sonst nicht in meinen Plan gepasst hat. Das Joggen hat gut geklappt - ich bin stolz auf mich. Wieder Zuhause hab ich mich gedehnt, aber dann sofort angefangen zu backen - Blaubeer- und Himbeermuffins. Echt lecker (ich weiß das, weil ich im Laufe des Tages schon sechs hatte...). Ich hab natürlich wieder zu viele gebacken. Jetzt haben wir hier halt auch viele, obwohl die erst einmal vor allem als Abschiedsgeschenk für die Sprachschule gelten sollten. Als selbige hab ich sie dann auch eingepackt und bin nach Oxford gefahren (mit kurzem Stop in Thame für Vicki). Ich war dann wirklich nur bei der Sprachschule. Ich hab allen Lehrern einen oder mehr Muffins gegeben und meinen Brief - worüber sich alle gefreut haben. Dann saß ich noch eine Stunde mit Mark bei einer Tasse Tee und hab vor allem über verschiedene Sprachen mit ihm gesprochen. Mark und Rebecca, die mit mir auf dem Bild sind haben mich vor allem unterrichtet im vergangen Jahr. Es war nicht schön mich zu verabschieden, aber es war so durchaus die angenehmste Weise das zu tun. Ich hab alle echt lieb gewonnen an der Kheiron School of English.
    Nach der Verabschiedung hab ich mir Mittagessen gekauft und bin dann schon wieder zurück gefahren mit dem Bus. Das hab ich extra gemacht um mich in Headington noch in die Sonne setzen zu können und zu lesen. Das war echt schön und hat mich beruhigt. Ich hab zwar nicht richtig gemerkt, dass ich vorher aufgewühlt gewesen bin, aber ich hab gemerkt, dass ich danach ruhiger war.
    Der Rückweg von der Schule war dann ziemlich warm und alle waren froh wieder hier zu sein. Ich hab dann draußen bei einer angenehmen Brise Tagebuch geschrieben bevor ich das Abendessen gekocht habe. Nachdem wir das gegessen hatten bin ich zur Hausgruppe gelaufen. Die hat heute irgendwie ziemlich lange gedauert, war aber wieder echt interessant und schön.
    Komischerweise hatte ich auf dem Rückweg unglaublich viel Energie und bin abwechselnd gehopst, schnell gelaufen und gesprinted. Ich weiß echt nicht wieso, aber es tat unglaublich gut. Dementsprechend bin ich jetzt aber nach der warmen Dusche eben noch müder und sollte nun wirklich ins Bett.
    Heute war ein emotional durchaus anspruchsvoller, aber bewältigbarer (?!) Tag. Ich konnte alles genießen und gehe glücklich ins Bett. Euch allen eine gute Nacht und bis morgen!
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  • Long Crendon

    4. juli 2018, England ⋅ ⛅ 21 °C

    Ich war zwar bloß ein bisschen länger als eine Stunde wirklich in Long Crendon, aber weil ich da mit der Absicht hingefahren bin Zeit da zu verbringen, es war ein echter Ausflug und rechtfertigt dementsprechend den Titel für heute.
    Mein Tag hat nach der normalen Fahrt zur Schule mit der Jagd nach Tee begonnen. Es war nicht dramatisch und passiert ist das auch bloß, weil ich 'mal was anderes probieren wollte' und nicht zu dem normalen Waitrose in Thame gefahren bin als erstes, sondern zu dem bei der Service Station auf dem Schulweg. Den Tee hatten sie nicht, aber einen Starbucks, der mir Eistee verkauft hat. Das hat als Tee aber nicht gereicht und ich musste doch noch zu dem Waitrose in Thame. Es hat sich also überhaupt nicht gelohnt. Auch gut. Weiß ich, dass ich das nicht noch mal machen muss.
    Wieder Zuhause hab ich dann mein Tagebuch vervollständigt. Immer wenn ich denke: Ich schreib lieber jetzt und geh dann nachher früher ins Bett passieren Sachen, die ich unbedingt aufschreiben muss!
    Nach dem Tagebuch hab ich die Wäsche gebügelt und mich dann fertig gemacht für meinen Miniausflug. Nach den höchstens zehn Minuten mit Toto nach Long Crendon hab ich mich da erst einmal erfolgreich verlaufen. Dabei bin ich auf das Long Crendon Manor Haus gestoßen, was bei Inspector Barnaby als Drehort benutzt wurde, also allzu schlimm war es dann nicht. Gefunden hab ich meinen Weg dann schließlich doch irgendwann ja auch noch.
    Als erstes bin ich dann in die Kirche gegangen und über den Friedhof spaziert. Danach bin ich zu dem Courthouse gegangen, was auch irgendwie zum National Trust gehört, aber es war kein Mensch da und ich hatte den ganzen Museumsraum für mich alleine und konnte in Ruhe alle Tafeln lesen. Ich hab ein bisschen was über die Geschichte von Long Crendon, wenn nicht gelernt dann wenigstens gelesen... Besonders faszinierend fand ich wieder die Spitze und heute aber auch, dass der Baron der Manor in Long Crendon ziemlich involviert war im Verfassen der Magna Carta!
    Als ich alle Tafeln gelesen hab, bin ich auch schon wieder nach Hause gefahren. Da hab ich mir Mittagessen gemacht und erst einmal Netflix geguckt. Zum Glück hab ich mich rechtzeitig gefangen und bin wieder nach Draußen gewechselt und hab dann bis zum Abendessen (also mindestens zwei Stunden) lang Vokabeln gelernt, was echt Spaß gemacht hat.
    Dann hab ich halt Abendessen gekocht und jetzt bin ich bereit fürs Bett, nach einem nicht so brüllend heißem Tag wie sonst schon, aber trotzdem echt warm und relativ schwül so allgemein. Schlafen ist das Beste, was ich jetzt machen kann - und ihr auch! Also gute Nacht und bis morgen!
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  • Grey's Court (Haus)

    5. juli 2018, England ⋅ 🌙 23 °C

    Heute hab ich mal wieder einen Ausflug gemacht, der den Namen auch verdient! Auch das allerdings nicht sofort. Als erstes hab ich die Mädchen zur Schule gefahren und bin auf direktem Wege wieder nach Hause gekommen, wo ich dann sofort wieder los bin - joggen. Das ging schon mal besser, aber alleine, dass ich das geschafft habe, macht mich glücklich und stolz!
    Nach dem Joggen hab ich beim Abkühlen gelesen und dann geduscht (dabei hab ich nicht gelesen). Dann hab ich die restlichen Vokabeln von Gestern zu Ende gemacht, Baguette fürs Abendessen gekauft und mich dann auf den Weg zu meinem Ausflugsziel gemacht. Ich bin heute zu dem National Trust Haus 'Grey's Court' gefahren. Da war ich schon mal, aber da hab ich es zeitlich nur noch in die Gärten geschafft. Heute war ich für die Hausführungen zwar auch zu spät und für das offene Haus zu früh, aber zum Glück gab es einen eine Stunde Spaziergang durch den dazugehörigen Wald und über Felder, den ich gut in einer dreiviertel Stunde laufen konnte. Ich liebe Waldluft und wenn Pflanzen an meinen Beinen lang streichen - allerdings hab ich feststellen können, dass es durchaus schöner ist, wenn diese Pflanzen weder Brennnesseln sind, noch Dornen haben. Fun Fact: Ich hab mich noch nie so oft entschuldigt bei einem Spaziergang: Immer wenn mich etwas gepiekst hat, hab ich ein komisches Geräusch gemacht und mich dann bei allen Beteiligten entschuldigt...
    Der Spaziergang war wirklich wunderschön! Danach bin ich einmal schnell durch den Garten gestrumpelt und bin dann ins Haus gegangen. Sowohl von der Lage, der Größe und auch der Einrichtung war das eins der schönsten Häuser, die ich bis jetzt gesehen habe. Jedenfalls wollte ich sofort einziehen - das passiert zwar immer, aber hier wirkte es fast möglich. Was auch immer. Ich hatte eine tolle Zeit draußen und drinnen und das ist alles, was zählt! Besonders das Schlafzimmer mit Erker, zwei wunderschönen Betten und Büchern und die gemütliche Küche haben es mir angetan (lustiges Ausdruck... was genau haben sie mir denn angetan?! es?! was ist es?!).
    Nach dem Haus bin ich zu der Teestube gegangen und hab dann draußen in der Sonne zu Mittag gegessen und dabei gelesen. Dann hab ich mir ein Eis gekauft und hab den Standort gewechselt und im Garten weiter gelesen. Dann hab ich mir noch ein Eis gekauft (es war wirklich warm!) und hab mich auf den Weg zur Schule gemacht - noch ein Standortwechsel.
    An der Schule hab ich gemütlich gesessen und gelesen. Toto sah lustig mit meiner Sonnenbrille und Buch im 'Mund'... Auf dem Rückweg hab ich ganz doll versucht nicht daran zu denken, dass ich die Mädchen zum letzten Mal von der Schule abgeholt habe. Traurig ist das!
    Zuhause hab ich dann einen Brief auf Französisch beantwortet. Ich hab heute also mal wieder alle meine Sprachen benutzt. Das ist lustig irgendwie.
    Danach hab ich Abendessen gekocht, was wir draußen essen konnten. Eben war ich dann beim Chor, was auch echt Spaß gemacht hat. Die Menschen waren wieder so unglaublich lieb und ich will hier nicht weg! Es sind heute dann noch genau zwei Wochen. Wo ist denn die ganze Zeit hin?!
    Okay, darüber will ich jetzt wirklich nicht nachdenken. Ich will viel lieber ins Bett. Nichts hindert mich das jetzt zu machen. Also gute Nacht und bis morgen!
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  • Picknick Ausflug

    6. juli 2018, England ⋅ ⛅ 25 °C

    Auch heute zählt das eigentlich nicht als Ausflug, aber ich hab das Haus verlassen mit dem Ziel da oben zu picknicken, also ist es dann halt doch ein Picknick Ausflug.
    Mein Tag hat quasi ernüchternd angefangen, weil ich zum allerletzten Mal die beiden zur Schule gefahren habe. Das war kein schönes Gefühl. Ich kann mich ein bisschen für sie freuen, dass sie jetzt Ferien haben, aber dass das dann auch bedeuten muss, dass meine Zeit sich einem Ende neigt finde ich echt nicht okay!
    Zuhause hab ich dann sofort mit dem Hausputz angefangen und war auch trotz Staubsauger Problemen relativ schnell fertig. Dann hab ich mich mit zwei Netflix Folgen belohnt, bevor ich erst nach Thame zur Post und dann auf meinen Picknick Ausflug in das 'Aston Rowant National Nature Reserve' gefahren bin. Nach einem kleinen Spaziergang hab ich mich unter einem Baum auf eine Bank gesetzt mit Blick auf meine zweite Heimat. Da hab ich dann gelesen, gegessen und Musik gehört und mein absolutes Glück genossen. Ich hab mich einfach nur wohlgefühlt da!
    Auch der Spaziergang zurück zu Toto nach den zwei Stunden auf der Bank war sehr schön - versüßt durch die Waldhimbeeren, die einfach nur köstlich sind! Auf dem Weg nach Hause hab ich dann schnell noch getankt und dann Zuhause Acht gegeben auch mich immer wieder zu hydrieren (mir ganz egal, ob Wasser für Menschen und Benzin für Autos nicht übereinstimmen - das Bild funktioniert quasi trotzdem irgendwie!).
    Nach einer traurigen und bewegenden Show auf Netflix musste ich bis zum Abendessen weitere Folgen gucken um mich wieder zu beruhigen. Das werde ich gleich fortführen. Ich bin zwar ruhig, aber ich will weiter gucken!
    Mein Tag war durchaus warm und echt schön. Ich war nicht übermäßig produktiv, aber alles, was ich mir vorgenommen hatte hab ich auch gemacht. Also ist alles gut.
    Ich hoffe, ihr hattet einen schönen Freitag. Ich wünsche euch ein gutes Wochenende! Bis morgen!
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  • Lavendel

    7. juli 2018, England ⋅ 🌙 21 °C

    Ich kann mich nur entschuldigen! Heute werdet ihr nämlich ganz schön viel zu lesen haben. Jedenfalls werde es ganz schön viele ganz kleine Footprints werden. Sorry!
    Mein Tag hat relativ früh und das mit Joggen angefangen. Das war heute durchaus eher ein Kampf, aber ich hab ihn gewonnen und das zählt! Zuhause hab ich abgekühlt und dann irgendwann geduscht bevor ich in Ruhe gefrühstückt habe.
    Gegen neun Uhr bin ich dann losgefahren und hab Maria vom Bahnhof in Haddenham abgeholt. Zuerst sind wir dann wieder nach Thame zurückgekommen und ich hab ihr 'mein' Haus gezeigt. Nach dem kurzen Boxenstopp haben wir uns dann auf in die Cotswolds gemacht. Das Wetter war den ganzen Tag über einfach nur traumhaft! Es war magisch!
    Unsere erste Station und mein erster Footprint ist bei den Lavendel Feldern. Der Duft war betörend, aber auch nicht viel zu intensiv. Es war unglaublich diese satten Farben in echt zu sehen und durch den Duft auch in gewisser Weise fühlen zu können. Es war wirklich etwas sehr besonderes, was ich so noch nicht erlebt habe! Beeindruckend war auch das ständige Summen der vielen Bienen in dem Lavendel, was die sonst komplette Stille gefüllt hat. Irgendwie hat mich der Besuch bei den Feldern auch innerlich sehr ruhig gemacht. Ich behaupte mal, dass das nicht ist, weil ich betäubt wurde durch den Duft, sondern weil ich (zugegebenerweise von Menschen geformte) Natur wortwörtlich hautnah erfahren konnte. Das hat etwas extrem entspannendes und war wunderschön!
    Wir konnten gar nicht aufhören Bilder zu machen! Es war echt toll und ein genialer Start in den Tag! (Nach einer kleinen Werbepause gehts weiter... Nur Spaß. Ihr habt nur so lange Zeit euch jetzt zu entspannen, bis ich den nächsten Footprint fertig geschrieben habe!). Bis gleich!
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  • Snowshill

    7. juli 2018, England ⋅ 🌙 21 °C

    Auch wenn wir nun wirklich nicht lange in Snowshill waren, verdient auch dieser Stop seinen eigenen Footprint.
    Snowshill ist ein kleines Dorf direkt bei den Lavendelfeldern. Es ist wunderbar idyllisch mit wunderschönen Häusern aus dem Cotswolds Stone. Vielleicht erkennt ihr ein bisschen war aus Bridget Jones, aber bei den Bildern, die nicht viel von dem Dorf an sich zeigen ist das wahrscheinlich ein bisschen schwierig.
    Ich hab das Auto geparkt und dann sind wir durch das winzige Dörflein geschlendert und haben uns die Kirche angeguckt. Kirchen sind generell tolle Orte, wo man sich geborgen fühlt. Die Wirkung fühlt man oft am einfachsten an einem warmen Sommertag, wenn man dann in die kühle Kirche tritt. Es war echt angenehm.
    Kurz danach haben wir das Dorf dann auch schon wieder verlassen und waren bei unserem nächsten Programmpunkt.
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  • Sudeley Castle

    7. juli 2018, England ⋅ 🌙 22 °C

    Ich hab gerade die letzte Aufgabe meines Tages erledigt, deswegen die etwas größere Pause... Jetzt aber weiter zu meinem Tag! Nach Snowshill sind wir zu Sudeley Castle gefahren. Das war wieder eine sehr interessante Reise auf sehr kleinen Straßen, aber es hat auch Spaß gemacht da mit offenen Fenstern lang zu fahren.
    Sudeley Castle war unter anderem das Zuhause von Catherine Parr, der sechsten Frau von Henry VIII. Wir haben zuerst eine Ausstellung besucht und sind dann durch das Haus geschlendert. Das ist echt schön und man sieht, dass es auch heute noch bewohnt wird - das freut mich immer aufrichtig!
    Nach dem Haus waren wir kurz im Garten und haben dann erst einmal Tee getrunken und Kuchen gegessen Dann waren wir wieder kurz im Garten und haben die Sonne genossen. Sudeley Castle mag ich auch besonders gerne, weil da Szenen aus Emma von 1995 gedreht wurden um Donwell Abbey darzustellen. Das zweite Bild zeigt mich wie ich mich eben jener einer solchen Szenen nähere und das dritte zeigt das auch, aber da wusste ich, dass ich fotografiert werde.
    Das Haus, der Garten - das Anwesen! ist echt wunderschön. Im Garten gab es viele duftende Blumen, vor allem auch Rosen. Meine Nase wurde heute also echt verwöhnt.
    Unendlich lange sind wir nicht in Sudeley geblieben. Das kann man locker schaffen, aber wir hatten noch ein paar andere Dinge vor! Also bis gleich!
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  • Broadway Tower

    7. juli 2018, England ⋅ 🌙 20 °C

    Unser nächster Stop war dann bei dem Broadway Tower. Da war ich im Herbst (und vorher mit Mama, Papa, Jakob und Tomke) schon mal, aber jetzt hab ich das (wieder) im Sommer gesehen. Die Aussicht war einfach nur atemberaubend. In gewisser Weise hatten der Lavendel und der Broadway Tower und die Aussicht von dem Berg ähnliche Wirkung auf mich. Man wird irgendwie ganz ruhig, wenn man entweder das ganz kleine oder das ganz große Bild sieht. Die leichte Brise, die einem zudem das Atmen erleichtert hat war auch echt beflügelnd irgendwie.
    Wir waren nicht lange bei dem Broadway Tower, aber es hat sich für alle Sinne gelohnt. Man bin ich glücklich, nur wenn ich die Bilder angucke, auch wenn das Erlebnis in echt natürlich noch was ganz anderes ist.
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  • Bibury

    7. juli 2018, England ⋅ 🌙 21 °C

    Unser letzter Stop in den Cotswolds war dann in dem unglaublich idyllischen Dörfchen namens Bibury. Vor allem berühmt ist die eine Straße aus Cottages, die irgendwann 1300 errichtet wurden. Das Licht hat den Stein einfach nur strahlen lassen. Es war echt hübsch!
    Auch Bibury soll in Bridget Jones mitgespielt haben, oder auch in Stardust. Das glaub ich auf jeden Fall gerne. Das ist so schön, dass da quasi jeder Film irgendeine Szene drehen sollte!
    In Bibury sind wir ein bisschen spazieren gegangen und haben mal wieder viele Bilder gemacht - wie denn auch nicht, wenn alles um einen rum so unglaublich schön ist?!
    Unser Cotswolds-Abenteuer haben wir dann mit einem Eis auf einer Mauer in der Sonne an dem Flüsschen sitzend abgeschlossen. Das war einfach nur ideal und hat mein Glücklichkeitslevel noch mal gesteigert. Ich bin zwar echt müde jetzt, aber auch wirklich glücklich!
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  • The Three Horseshoes

    7. juli 2018, England ⋅ 🌙 20 °C

    HA! Ihr dachtet, ihr wärt schon durch und erlöst. Nichts da! Dieser eine Footprint kommt noch, ob ihr das jetzt wollt oder nicht.
    Nach dem Besuch in Bibury hab ich meinen Tag quasi da beschlossen, wo ich ihn auch begonnen habe. Na gut. Ganz genommen ist dieser Ort mein Bett gleich, aber ich rede von Towersey. Da bin ich heute Morgen nämlich lang gejoggt und eben/vorhin haben wir da dann zu Abend gegessen. Nach insgesamt knapp vier Stunden in Toto, die sich Dank der frischen Luft in der ganzen anderen Zeit zum Glück gar nicht so angefühlt haben, haben wir uns dankbar auf eine Bank in den Garten gesetzt, der zu dem Pub 'The Three Horseshoes' in Towersey gehört. Wir haben den Tag ausklingen lassen mit einem leckeren Burger, einem kalten Getränk und schönen Gesprächen. Ich hab das Wort jetzt schon viel zu oft benutzt, aber heute war wirklich alles echt schön!
    Nach dem Abendessen hab ich Maria dann wieder zum Bahnhof gebracht und hatte eigentlich eine ruhige, aber relativ schnelle Abendroutine geplant um bald ins Bett zu kommen. Weil England aber gewonnen hat, musste ich die Fahreraufgaben übernehmen und bis zum Ende von dem Russland Kroatien Spiel warten um Freundinnen der Mädchen nach Hause zu bringen. Jetzt ist aber alles erledigt und ich kann bald ins Bett, was ich auch definitiv machen werde jetzt!
    Danke, dass ihr das hier alles gelesen habt! Gute Nacht und bis morgen! Viel versprechen kann ich nicht, aber es werden garantiert nicht so viele Footprints wie heute!
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  • West Wycombe

    8. juli 2018, England ⋅ ☀️ 26 °C

    Heute war ein toller Tag! Ich bin extremst glücklich und das schon seit heute Morgen. In gewisser Weise vielleicht auch, weil noch so viel Glücklichkeit von Gestern in mir drin war. Der Grund, weshalb ich aber so wirklich richtig glücklich bin seit heute Morgen ist, dass ich in der Kirche 'meine' Arie "I Know That My Redeemer Liveth" noch einmal, quasi als mein Abschied vom Chor singen durfte. (Abschied im Chor und in der Kirche kommen dann in der folgenden Woche...) Das Singen hat echt viel Spaß gemacht, ich hab mich gut gefühlt und echt viele unglaublich liebe Kommentare nach dem Gottesdienst bekommen, die mich ja nur mit Übermaßen an Liebe füllen konnten. Das Erlebnis war echt magisch. Ich bin stolz auf mich, vor allem auch, weil ich auch beim Singen alles genossen habe. Kurz bevor ich eingesetzt habe hat mein Herz extremst schnell geschlagen und ich hatte das Gefühl meine Stimme zittert, in der Aufnahme kann man das dann aber gar nicht hören! Es war toll.
    Nach der Kirche hab ich Tee getrunken mit verschiedenen Menschen und ein bisschen Kuchen gegessen, was nach dem Abendmahl das erste Essen vom Tag war.
    Zuhause hab ich dann mit Mama und Tomke geskypt bevor ich mich dann am frühen Nachmittag auf nach West Wycombe gemacht habe. Das hab ich Toto beim West Wycombe Park geparkt und bin in das kleine Dorf gegangen. In dem niedlichen Süßigkeitenladen hab ich mir aus sozialer Verlegenheit eine Dose gekauft, die ich gar nicht unbedingt wollte.
    In einem anderen Laden, der quasi alles verkauft hab ich dann aber bewusst und gewollt was zu trinken und ein Eis gekauft. Der Verkäufer hat mir dann auch ganz lieb den Weg zum Mausoleum und der St Barnabas Kirche erklärt - durch ein Tor und dann so lange wie möglich den Berg hoch, verfehlen kann man das nicht. Da hatte er Recht und ich bin bald nach dem Beenden meines Eises oben angekommen (das nächste Essen nach dem Kuchen in der Kirche). Die Aussicht da oben hat sich echt gelohnt! Der Anstieg war auch trotz der Hitze durchaus machbar. Nachdem ich das Mausoleum einmal umrundet hatte und in der Kirche war hab ich mich auf eine Mauer (Fensterbank ist das jawohl nicht) gesetzt und hab gelesen. Da hab ich auch überlegt, ob der Ausdruck 'mausetot' vielleicht von Mausoleum kommt, tut er aber leider nicht. Das Mausoleum wurde so benannt nach dem Kleinkönig von Karien, der Maussolos hieß. Hatte ich zwar nicht Recht, hab aber immerhin etwas gelernt jetzt.
    Das Lesen da oben war echt schön. Ich mag das mich in Büchern zu verlieren und dann beim Hochgucken so eine tolle Landschaft sehen zu können!
    Nach meinem Aufenthalt oben beim Mausoleum hab ich mich den Berg wieder runtergewagt und war die mir verbleibende Stunde im West Wycombe Park, aber nicht im Haus. Auch da hab ich ein bisschen gelesen und war sonst einfach auf verschiedenen Wegen spazieren, was sehr schön war.
    Jetzt bin ich schon wieder länger Zuhause und hab auch schon mein Tagebuch geschrieben - was ziemlich lang geworden ist wieder heute. Eben gab es dann auch Abendessen - mein erstes richtiges Essen heute.
    Bald werde ich dann schon ins Bett gehen. Es war emotional anstrengend in der ersten Tageshälfte und die zweite war dann physikalisch anstrengend, beide aber auch schlichtweg wunderschön.
    Ich hoffe, ihr hattet auch einen schönen Sonntag. Ganz viel Kraft für die kommende Woche! Gute Nacht und bis morgen!
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  • Typisch Thame

    9. juli 2018, England ⋅ ⛅ 20 °C

    Genau genommen war ich heute typisch und nicht Thame selber, aber wir wissen inzwischen alle, dass ich immer wenn geht eine Alliteration ausnutze, also konnte der Titel nicht anders heißen.
    Mein Tag hat heute, obwohl es der erste richtige Ferientag ist mit einem Wecker angefangen. Das hat einen guten Grund. Es ist nämlich immer noch echt warm zu jeder Zeit außer früh morgens. Um joggen gehen zu können ist das beste sich spätestens um halb sieben wecken zu lassen, was ich dann heute dementsprechend auch gemacht habe.
    Wieder Zuhause hab ich abgekühlt und mich abgeduscht bevor ich gemütlich gefrühstückt habe und generell den Tag hab langsam anfangen lassen. Mein Vormittag (und durchaus den Großteil des Nachmittags muss ich gestehen) hab ich vor Netflix verbracht. Die erste Unterbrechung gab es dann als ich Darcy zum Zahnarzt begleitet habe am späten Vormittag. Das hat nicht lange gedauert. Wir waren dann ne Stunde Zuhause und sind dann mit Phoebe wieder los. Dieses Mal sind wir nach Thame gefahren, aber das nur weil Darcy und ich dann noch weiter gefahren sind. Erst einmal waren die beiden aber beim Frisör und ich in Charity Shops. Der Grund, warum mein Tag in Thame so typisch (woah! Dreimal!) war, ist, dass ich Geld ausgegeben habe für ein Buch, ein Kleid, Tee und Kuchen. Typischer kann es dann jawohl nicht werden - vielleicht noch ein bisschen mehr, wenn ich sage, dass ich bei Tee und Kuchen draußen gelesen hab und Musik gehört habe, aber wer macht das denn bitte nicht?
    Darcy und ich sind dann weitergefahren, das heißt, ich hab sie zu Thornhill gebracht und bin dann wieder nach Hause gekommen. Da hab ich dann meine Wäsche zu Ende gemacht und eine Lektion Koreanisch gelernt bevor ich zu Netflix zurückgekehrt bin, bis ich Darcy wieder abholen musste.
    Eben hab ich dann Abendessen gekocht und jetzt werde ich bald ins Bett gehen. Der Tag war sehr schön mit einer für die Ferien angemessen Mischung aus Produktivität, Bewegung, Entspannung, Essen und Spaß. Ich bin auf jeden Fall müde, was auch immer schön ist.
    Ich hoffe eure Woche hat auch schön begonnen! Ich melde mich morgen wieder! Gute Nacht!
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  • Erste Verabschiedung

    10. juli 2018, England ⋅ 🌙 17 °C

    So für heute betrachtet hab ich mich ganz gut geschlagen, aber wenn ich dann mich erinnere, dass das gleiche und dann auch noch schlimmer quasi am Donnerstag und auch Sonntag kommt, bekomme ich ein bisschen Angst.
    Vorne angefangen, wie Tage das normalerweise so machen, war aber alles gut. Ich hab bis acht Uhr ausgeschlafen und dann nach einem Frühstück den ganzen Vormittag (bis ungefähr zwei Uhr) Koreanisch gelernt. Dabei hatte ich ein paar Unterbrechungen zugegebenerweise. Als erstes hab ich Phoebe einmal zu Thornhill gebracht und war auf dem Rückweg einkaufen und dann hab ich mit Tomke telefoniert. Ansonsten hab ich aber die ganze Zeit sehr systematisch gearbeitet.
    Mittags hab ich dann Lemon Drizzle Scones gebacken für heute Abend. Das roch extremst gut und ich kann euch stolz mitteilen, dass es auch genauso gut geschmeckt hat! Als die Scones fertig waren hab ich ein bisschen was gegessen und dann bis zum Abendessen quasi draußen gelesen, was sehr schön war. Die Sonne ist immer noch sehr stark, aber mit einem etwas stärkerem Wind ist das alles super aushaltbar.
    Dann hab ich Darcy und Mike Abendessen gekocht und hab mich dann selber auf den Weg gemacht zu meinem Abendessen, was quasi eine Miniverabschiedungsfeier von der Hausgruppe war. Wir haben zusammen gegessen und geredet einfach nur. Die Deutschlandfahne war da übrigens nicht wegen mir, die Familie ist generell Deutschland affin.
    Der Abend war wunderschön und dann nur am Ende ein bisschen traurig, wo ich eine wunderschöne und sehr liebe Karte bekommen hab, die mich (und andere!) zum Weinen gebracht hat. Ich hab die Menschen alle sehr lieb gewonnen und bin gar nicht begeistert mich von denen verabschieden zu müssen.
    Jetzt hoffe ich nur, dass ich viel Kraft haben werde für die nächste Zeit und es schaffen werde alles trotzdem auch zu genießen. Ich hoffe, dass ihr einen tollen Dienstag hattet! Ich melde mich morgen wieder! Gute Nacht!
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  • Halbfinale

    11. juli 2018, England ⋅ ⛅ 20 °C

    Das Bild hab ich offensichtlich vor der 68. Minute gemacht. Jetzt gerade sehen wir alle gestresster aus. Ich halte das gerade nicht aus, weshalb ich jetzt erst einmal das hier schreibe.
    Mein Tag hat sich aus mehreren Stunden langen Aktivitäten zusammengesetzt. Unnormal ist das glaub ich nicht, aber ich bin beeindruckt wie punktgenau das heute alles passiert ist.
    Angefangen hat der Tag mit einer Stunde joggen (also mit fertigmachen war das dann ne Stunde...). Dusche und Frühstück mit Nagellack zwischendrin hat glaub ich auch wieder ne Stunde gedauert. Dann hab ich eine Stunde gebügelt (die erste Hälfte) bevor ich Phoebe dann abholen musste von einer Freundin. Zusammen war das wieder ne Stunde. Gerade wieder Zuhause haben quasi Darcy und Phoebe nur die Plätze gestaucht und ich hab Darcy zu einer Freundin gefahren. Da hat eine Fahrt eine Stunde gedauert, weshalb ich drei Stunden am Stück in Toto saß mittags.
    Zuhause hab ich die zweite Hälfte gebügelt - auch wieder eine Stunde, wenn ich das Mittagessen danach mit einberechne. Dann hab ich Draußen gelesen und Abschiedsbriefe an die Familie geschrieben bevor ich dann überraschend Darcy auch wieder abholen musste, also wieder zwei Stunden in Toto. Obwohl das Navi mir das nicht zugetraut hat, sind wir gerade eben pünktlich zum Anpfiff da. Seit dem hatten wir nach fünf Minuten pure Freude und dann nach 70 Minuten wieder durchaus Stress im Blick. Wenn das so weitergeht muss ich meine Kontaktlinsen rausmachen bevor das Spiel zu Ende ist. Okay - das mach ich dann jetzt mal. Wünscht mir Glück!
    Gute Nacht schon mal! Bis morgen!
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  • Letzte Chorprobe

    12. juli 2018, England ⋅ ⛅ 19 °C

    Es ist nie schön irgendeinen Footprint mit der Überschrift 'Letzte...' anzufangen. Auch heute tut das besonders weh, auch wenn der Tag größtenteils einfach nur genial war, ist es besonders jetzt zum Abend hin trauriger geworden.
    Angefangen hat mein Tag sehr gemütlich mit langem Ausschlafen. Dann hab ich auch sehr lange gefrühstückt und dann sehr lange gelesen - ich mein, ich hab mal wieder ein Buch angefangen und zu Ende gelesen heute... Zwischendrin, also zwischen den Lesephasen hab ich Wäsche draußen aufgehängt und für morgen Abend Abendessen gekocht. Das hat beides auch Spaß gemacht, aber es war wirklich besonders cool mal wieder so durch ein Buch zu fliegen, eben total gefangen von der Geschichte.
    Nachmittags hab ich dann Phoebe zu einem Arzttermin begleitet und direkt danach dann beide Mädchen nach Thornhill gefahren. Wieder Zuhause hab ich die Wäsche zusammengelegt und dann das Buch zu Ende gelesen.
    Ohne Abendessen bin ich dann zum Chor gegangen. Das letzte Mal. Auf dem Weg dahin ist etwas merkwürdiges passiert und zwar: eine Schar an Hubschraubern ist ziemlich nach über mich geflogen, was mir dann kurz darauf mitgeteilt wurde, dass das anscheinend Trump war auf dem Weg zum Blenheim Palace. Das war näher als ich jemals dachte, dass ich an ihn dran kommen und näher als ich das je wollte.
    Nach dem Ereignis bin ich unfallfrei zur Kirche gelaufen und hab da mit den anderen Menschen eine normale Chorprobe angefangen. Die war jedenfalls normal bis Graham mich vor den Chor gestellt hat und die alle zusammen mir ein Lied gesungen haben und mir dann eine Karte und ein Geschenk überreicht haben - natürlich musste ich weinen! Das Geschenk war dann ein wunderschönes und lustiges T-Shirt, was wie angegossen passt! Nachdem ich da schon weinen musste hab ich weitergeweint beim Lesen der Karte und dann ganz am Ende beim Verabschieden von Menschen, die ich nicht noch mal am Sonntag sehen werde. Zwischendrin hatte ich aber eine wein-freie Zeit nämlich als wir zusammen gegessen haben. Alles war unglaublich köstlich. Es gab Cheese Scones, Carrot Cake und schottischen Fudge. Das war eine sehr schöne Mahlzeit! Währenddessen hab ich auch sehr fleißig Adressen von Menschen gesammelt.
    Ganz am Ende haben wir mit Timer auch ein Gruppenfoto machen können, was mich sehr freut. Allgemein hat mich der Abend unglaublich glücklich gemacht. Wer mich kennt wird wissen, dass das nicht im Geringsten Tränen ausschließt. Das Verabschieden hat mich traurig gemacht, aber auch das geht ja nur wenn ich vorher extrem glücklich war und das war ich ja sehr offensichtlich.
    Ich gehe jetzt sehr müde aber durchaus zufrieden ins Bett. Ich hoffe, dass das für euch auch der Fall ist. Gute Nacht und bis morgen!
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  • Spontaner Ausflug und Konzert

    13. juli 2018, England ⋅ ⛅ 17 °C

    Lange wusste ich noch nicht, wie mein Freitag aussehen würde. Es sind ein paar überraschende Dinge passiert, die mir aber durchaus gut gefallen haben.
    Nicht überraschend war, dass ich mit Hilfe des Weckers um 6 Uhr aufgestanden bin und joggen war. Das ist so lange her jetzt, dass sich das total unwirklich anfühlt. Ich hab es aber wirklich gemacht und bin stolz drauf. Wieder Zuhause hab ich abgekühlt und Tagebuch für Gestern angefangen bevor ich dann Darcy zu acht zu einer Freundin gebracht habe.
    Danach wieder Zuhause hab ich das letzte Mal das Haus geputzt. Das hat echt Spaß gemacht - ganz verstehen kann ich nicht, wie ich so etwas vermissen werden kann, aber das wird garantiert passieren. Ich hab es aber genossen, während ich es ein letztes Mal machen durfte.
    Danach hab ich geduscht und mir eine Frisur gemacht bevor ich dann das Tagebuch zu Ende geschrieben habe. Wegen einem netten Kommentar unter einer meiner Geschichten hab ich dann tatsächlich ein Kapitel geschrieben. Draußen in der Sonne. Das hat auch echt Spaß gemacht. Danach hab ich mich mit einem Resteessen belohnt, dass sehr lecker war.
    Soa, jetzt fangen die Überraschungen an. Die erste und durchaus größte Überraschung war, dass mir meine Freundin geschrieben hat, dass wir uns die Ergebnisse unserer Klausur anschauen können. Nach hektischem Anmelden mit unglaublichem Herzklopfen stand da dann sehr plötzlich meine Note: A mit 221 von 230 Punkten. Ich bin soooo glücklich, erleichtert und stolz! Es war sehr schön, das dann auch direkt mit meiner Familie teilen zu können! Bei dem Teilen des Glücks hab ich auch festgestellt, dass ich keine Geschenke für meine Familie hier in England habe, weshalb ich dann ziemlich überraschend und durchaus überstürzt zur Waddesdon Manor gefahren bin um Geschenke zu kaufen. Das hat alles gut geklappt. Für den Erfolg da und für meinen Erfolg in der Arbeit hab ich mir dann ein riesiges Eis gegönnt. Zu meiner Verteidigung: Ich dachte es wäre nur groß...
    Bei dem Eis hab ich wieder mit Zuhause telefoniert und das auch weiter gemacht bis ich dann wieder bei Toto war.
    Zuhause hat es dann wieder mit den Überraschungen aufgehört. Ich hab Netflix geguckt und mich für das Konzert fertiggemacht und dann etwas zu Abend gegessen.
    Das Konzert gerade war echt schön. Es war eine tolle Mischung aus Klassik, Humor, Klavier und Gesang. In der Pause hab ich mit einigen meiner Freunde geredet. Da hab ich dann gemerkt, dass meine Angst, dass ich da ganz alleine sein würde total unbegründet war. Ich kenn inzwischen einige Menschen und diese Menschen sind nie böse, wenn ich anfange mit ihnen zu reden. Eine aus dem Chor meinte zu mir: "I can't believe you're not coming back!" und ich finde, das fasst meine Stimmung sehr gut zusammen.
    Ich bin wirklich müde gerade aber auch glücklich nach dem ereignisreichen Tag. Weil morgen auch wieder einiges passieren will geh ich jetzt am Besten mal schlafen. Also gute Nacht und bis morgen!
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  • Macbeth

    14. juli 2018, England ⋅ 🌙 18 °C

    Falls heute in diesem Footprint nichts so unglaublich Sinn ergibt müsst ihr das entschuldigen. Ich hab nämlich allen Grund keinen Sinn zu ergeben. Ich musste heute Abend mich von Darcy und Phoebe verabschieden, die zu Verwandten fahren während ich morgen in der Kirche bin und vorher noch nicht wach sein werden. Ein bisschen mehr zur Verabschiedung aber später. Ich wollte nur die Erklärung für den Schwachsinn am Anfang schreiben.
    Mein Samstag hat nicht untypisch angefangen mit ausschlafen und dann einem gemütlichen Frühstück. Ich musste quasi nur aufpassen, dass ich bis 11 Uhr alles fertig hatte. Und alles war lediglich eben frühstücken, Abschiedsgeschenke verpacken und mich umziehen. Es dürfte niemanden überraschen, dass ich das geschafft habe.
    Auf der Autofahrt saß ich Hinten in der Mitte zwischen den beiden Mädchen und hab gelesen. Gegen 12 Uhr haben wir eine kurze Pause gemacht um uns Sandwiches und Salat zum Mittagessen zu kaufen, die wir dann im Auto gegessen haben.
    In Stratford hatten wir ein paar Probleme mit dem Finden eines Parkplatzes, aber schließlich konnte ich dann doch ein bisschen helfen und wir standen gut und sicher in kurzer Entfernung zum Theater. Da sind wir dann auch direkt hingegangen und haben uns mit Freunden der Familie getroffen und dann auch in den Saal begeben. Ich war heute das erste Mal in dem großen Shakespeare Theatre. Bis jetzt war ich sonst nur in dem 'kleinen' Swan Theatre. Beides ist echt schön und ich bewundere jedes Theater sowieso!
    Heute haben wir 'Macbeth' geguckt. Das war echt toll gemacht. Ich hab mich vor wirklich jedem lauten Geräusch erschreckt, konnte die allgemeine Darstellung aber echt genießen und bewundern. Toll war das! In der Pause haben wir ein Eis gegessen und danach sind wir über eine Brücke zu dem anderen Flussufer gegangen, wo wir uns auf den Boden in die Sonne gesetzt haben. Irgendwann sind wir alle eigene Wege gegangen. Bei mir hat das bedeutet mir von meinem letzten Lohn von Potters eine eigene Ausgabe der Potter Bücher zu kaufen - jap alle sieben und alle meins! Ein kurzes Telefonat mit Tomke hat mir dann geholfen dass auch wirklich als Erfolg anzusehen. Ich weiß nicht, ob es der beachtliche Betrag an Geld war oder einfach die Idee, dass es die letzte große Sache ist, die ich machen werde, die mich ein bisschen traurig gemacht haben. DIE Art von Traurigkeit ist jetzt aber wieder weg!
    Nach dem Telefonat bin ich zu dem Pub 'The One Elm' gegangen und hab mich mit den anderen wieder getroffen und wir haben zu Abend gegessen. Echt lecker und lustig war das!
    Auf der Rückfahrt hab ich dann wieder nur gelesen. 'Der Junge im gestreiften Pyjama'. Ich musste sehr viel weinen. Ein beeindruckendes und bewegendes Buch!
    Zuhause hab ich es dann gerade eben so geschafft mich vor das Nachgucken des Fußballspiels zu schieben mit meinen Geschenken. Um mir gebührend Auf Wiedersehen zu sagen haben wir Champagner getrunken und alle haben mich umarmt. Dann war es bis auf mein leises Weinen sehr ruhig, weil alle ihre Briefe gelesen haben, über die sie sich sehr gefreut haben, was mich echt glücklich gemacht hat! Auch meine Geschenke kamen super an. Es war ein toller Abend, abrundend zu einem tollen Tag mit tollem Ausflug. Ich bin froh, mich von den Mädchen so verabschiedet können zu haben. Ich bin sehr traurig aber auch zufrieden (content will ich sagen...), dass ich alles sagen konnte.
    Jetzt werde ich hundemüde ins Bett fallen um mich so sehr wie möglich auf einen ähnlich anstrengenden Tag vorzubereiten. Also gute Nacht und bis morgen! Schlaft gut und habt einen schönen Sonntag!
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  • Letzter Gottesdienst

    15. juli 2018, England ⋅ ☀️ 27 °C

    Das, was ich neulich geschrieben habe mit, dass es wehtut 'Letzte...' in den Titel zu schreiben, stimmt auch heute wieder 100%ig. Ich bin zwar sehr zufrieden damit, wie mein Tag abgelaufen ist, aber das bedeutet nicht, dass ich nicht gleichzeitig auch tieftraurig sein kann. Also bitte, wenn jemand die beiden Emotionen verbinden kann, dann jawohl ich!
    Mein Tag hat gemächlich angefangen mit einer Dusche und einem Frühstück draußen. Ich habe quasi unbewusst versucht meine Gedanken zu sammeln, beziehungsweise meine Gedanken wenigstens nicht streuen zu lassen. Ich war angenehm ruhig und gefasst als ich mich dann aufgemacht habe zur Kirche. Auch als der Gottesdienst angefangen hat, konnte ich alles genießen, wenn auch mit leichtem ungutem Gefühl, weil ich mich ja dazu gebracht habe alles zu genießen, weil es ja mein letzter Gottesdienst war.
    Der Gottesdienst war größtenteils normal. Nur ein kleines Segment war anders und ist so auch noch nicht passiert. Graham hat mich nach Vorne gebeten und der Gemeinde dann erzählt, dass ich das letzte Mal mit denen sein werde und dass ab Donnerstag mein Platz im Chor frei wird, der doch bitte gerne gefüllt werden soll. Er war sehr lieb und hat mir dann auch noch von dem ganzen Team von St Mary's ein Geschenk überreicht. Mit der Gemeinde zusammen hat er dann für mich gebetet, was mich sehr berührt und bewegt hat. Dank der geschlossenen Augen musste ich aber nicht weinen.
    Der Rest des Gottesdienst verlief dann auch normal und dementsprechend ohne Tränen. Erst als der Gottesdienst vorbei und ich das realisiert habe, haben die Tränen angefangen zu fließen. Ganz viele liebe Menschen haben sich dann im Laufe des Teetrinkens von mir verabschiedet und mir alles gute für die Zukunft gewünscht und mich in dem Prozess auch hin und wieder zum Weinen gebracht. Ich bin ein echt glücklicher Mensch - also in dem Sinn, dass ich viel Glück habe - glücklich - in dem Sinn, dass ich zufrieden bin stimmt aber auch.
    Zuhause hab ich dann mit Mama und Tomke geskypt und alles von meinem Morgen erzählt. Dabei hab ich auch die Geschenke ausgepackt: ein Buch über Paulus und die Galater und eine wunderschöne Bibel, wo alle von dem Team drin unterschrieben haben. Ich bin wirklich gerührt und dankbar!
    Beim Skypen hab ich dann ein bisschen was gegessen und bin danach dann zu Hughenden gefahren, einem National Trust Haus. Eigentlich wollte ich da zu einem Monument laufen, aber die beiden Wege, die bei der komischen Beschriftung in Frage kamen haben beide ins Nichts geführt. Ja, ich wollte das wirklich sehen, deshalb bin ich beide Wege bis zum Nichtvorhanden Sein weiterer Schilder gelaufen. Beide Wege waren trotzdem schön und zusammen dann auch genug um eine Teepause zu rechtfertigen. Bei Tee und Kuchen hab ich gelesen. Das hab ich dann auf einer Bank in der Sonne im Garten noch ein bisschen weiter gemacht, bevor ich dann wieder nach Hause gekommen bin.
    Ich habe relativ viel geweint heute, weshalb ich echt müde bin und mich auf einen ruhigen und gemütlichen Abend freue. Ich hoffe, dass euer Sonntag nicht so tränenreich, aber auch so schön war! Ich wünsche euch eine gute Nacht und dann einen guten Start in die neue Woche! Bis morgen!
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  • A Very Potter Oxford

    16. juli 2018, England ⋅ ⛅ 22 °C

    Heute war ein sehr schöner Tag, der aber nicht unbedingt geplant gelaufen ist. Geplant war durchaus, dass ich joggen gehe, was ich dann auch erfolgreich gemacht habe. Nicht geplant unbedingt war, dass ich dann bügel, aber das konnte ich gut in meinen Tagesablauf schieben. Das war dann heute das letzte Mal, dass ich bügeln durfte hier. Natürlich hat mich das traurig gemacht!
    Nach dem Bügeln hab ich geduscht und gefrühstückt und mich dann für einen letzten Ausflug nach Oxford fertig gemacht. Da hatte ich eigentlich geplant in die Bücherei zu gehen, aber alle Touren, die ich zeitlich schaffen konnte waren ausgebucht. Stattdessen hab ich dann eine Harry Potter Tour für den frühen Nachmittag gebucht und die Zeit bis dahin mit Mittagessen, spazieren und lesen verbracht. Kurz vor der Tour hab ich irgendwie es geschafft auch wieder zwei Bücher zu kaufen, das ist wirklich ein ganz besonderes Talent. Zu meiner Verteidigung: Ich hatte das, was ich gelesen habe, zu Ende gelesen und brauchte mindestens für die Busfahrt zurück ein neues Buch!
    Die Harry Potter Tour hat dann bald nach den Käufen angefangen. Die war echt toll! Der Tourguide war total toll und ich hab viele Sachen gehört - einiges wusste ich auch schon, aber die Tour war trotzdem toll. Es waren viele nette Menschen, von denen ich Bilder gemacht habe und die auch Bilder von mir gemacht haben. Den Umhang hatte unsere Expertin mitgebracht und ich war GLÜCKLICH! Auf der Tour waren wir bei den normalen Attraktionen draußen und außerdem bei dem New College, wo im vierten Film einige Szenen gedreht wurden, und bei der Trinity School drin, wo der Krankenflügel und auch der 'Defense Against the Dark Arts' Klassenraum gedreht wurde. Echt cool, das von Nahem zu sehen.
    Nach der schönen Tour durch die schöne Stadt hab ich mich wieder auf den Weg nach Hause gemacht. Da hab ich dann meine Sachen abgeladen und hab mich auf den Weg zu Anna gemacht, wo ich dann mit ihr und ihrem Bruder zu Abend gegessen habe und dann über Ferienpläne geredet habe, was ein schöner Abschluss zu dem schönen Tag war.
    Jetzt werde ich bald ins Bett gehen. Es war durchaus warm und dann durchaus auch ein bisschen Strecke, die ich so insgesamt zurück gelegt habe. Also euch allen eine gute Nacht und bis morgen!
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  • Letztes Laufen in London

    17. juli 2018, England ⋅ ⛅ 19 °C

    Heute war ein schöner, aber anstrengender Tag, jedenfalls bin ich viel gelaufen und kann das jetzt am ganzen Körper merken.
    Angefangen hab ich meinen Tag nach einem gemütlichen Morgen mit der Fahrt nach London. Da bin ich dann bei Marble Arch angekommen und hab mich auf den Weg gemacht zur British Library. Ich hab einen unnötigen, kleinen Umweg gemacht, bin aber trotzdem ungefähr eine Stunde später angekommen. Bei der Bücherei war ich bei den 'Treasures', also alten Schriften und Manuskripten. Ich hab was von Bach, Händel, Jane Austen, Oscar Wilde und anderen Schriftstellern und Musikern gesehen. Außerdem gab es eine Abteilung mit heiligen Texten, also sehr alten religiösen Schriften. Besonders beeindruckend waren da die Papyrus Fetzen aus dem 3. Jahrhundert und ein griechisches Buch aus dem 4. Jahrhundert. Eine wunderschöne King James Bible war auch da. Es war echt beeindruckend das zu sehen, nur Schade, dass man keine Bilder machen durfte.
    In der Bücherei hab ich einen Kaukau und Muffin gekauft und ein bisschen gelesen bevor ich mit Tomke telefoniert habe um den 'Creator Store' zu finden, einen Laden bei dem physikalischen Youtube, wo man Merchandise von Youtubern kaufen kann. Das hat ein bisschen gedauert zu finden, aber schlussendlich war ich dann doch erfolgreich. Nach einem Kauf da hab ich mich dann wieder auf einen einstündigen Spaziergang aufgemacht, dieses Mal zur St Paul's Catherdral. Bevor ich da rein gegangen bin, hab ich etwas gegessen um mich zu stärken. In St Paul's hab ich dann nachdem ich den Eintritt bezahlt habe an einer umsonsten Tour teilgenommen. Der Leiter hat sehr viel erzählt, aber es war auch echt alles interessant. Die Wendeltreppe wurde zum Beispiel bei einem Harry Potter Film für einen Flug von Hedwig benutzt. Nach der Führung, die uns durch die Kathedrale allgemein, in die Krypta und in das Chorgestühl geführt hat, bin ich nach oben zu der 'Whisper Gallery' gegangen. Allgemein durfte man keine Bilder machen, genauso wie in der Bücherei, aber bei St Paul's musste ich das leider ignorieren - euret- und meinetwegen! Das war echt beeindruckend da oben. Aber die Stufen haben auch da noch nicht aufgehört. Ich konnte nämlich noch weiter aufs Dach und dann auch noch auf die 'Golde Gallery' ganz nach oben. Die Aussicht war genial und ich bin echt froh, dass ich das gemacht habe heute!
    Nach St Paul's bin ich am Ufer entlang zu Westminster gelaufen, von da aus zum Trafalgar Square, am Cupcake Laden vorbei wieder auf die Oxford Street zu Marble Arch. Da hab ich mich mit Essen versorgt und bin dann mit dem Bus nach Hause gefahren.
    Ich hatte einen wunderschönen Tag mit vielen Eindrücken und netten Menschen. Schöner hätte mein Abschied von London nicht sein können. Ich hoffe, dass ihr einen tollen Tag hattet! Ich melde mich morgen wieder. Gute Nacht!
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  • Letzte ganze Tag in Thame

    18. juli 2018, England ⋅ ⛅ 21 °C

    Heute ist in gewisser Weise mein letzter richtiger, ganze Tag in Thame, aber weil ich gleich zu meiner Familie auf einen Campingplatz in Stokenchurch fahren werde, heb ich mir das sentimentale Geschreibe für wann anders auf. Es wird kommen! Also seid gewappnet!
    Mein letzter richtige Tag hat mit Joggen angefangen. Das hat gut geklappt und hat mir irgendwie Kraft gegeben für die Aufgaben, die dann gefolgt sind. Zuhause hab ich dann nämlich direkt angefangen mit der Wäsche. Damit mein ich sowohl alles waschen, als auch meine Schränke ausräumen und sortieren nach Sachen, die ich für den Urlaub brauche und welche, die ich nicht brauche. Ich hab systematisch und ordentlich gearbeitet und war zufrieden mit meinem Vorankommen. Insgesamt hab ich für Packen und Putzen eine Sherlock-Staffel gebraucht - also von morgens irgendwann bis mittags... Sorry, das sind die einzigen Zeitangaben, die ich euch anbieten kann. Ich kann euch aber auch sagen, dass alles, was ich nicht brauche in meine drei Koffer passt - Klamotten jedenfalls. Ich hab durchaus zu viel. Zu viel mitgenommen und auch zu viel gekauft, aber immer hin hab ich alles gut verpackt - lasst uns das Positive an der Situation sehen!
    Nach dem Packen hab ich mir ein großes Mittagessen erlaubt und dann den Nachmittag mit der Wäsche verbracht. Ich hab mein Bett neu bezogen und alle Kleidungsstücke zusammengelegt. Dann hab ich einen langen Zeitraum mit Statistiken verbracht und einzelnen Gesprächen mit dem Logabirumer Klan auf dem Weg nach England.
    Vorhin war ich dann für unser gemeinsames Abendessen einkaufen und hab dann eben noch Tagebuch geschrieben. Auch da war ich noch nicht ganz sentimental - ich verdränge das so ein bisschen gerade, dass das alles bald vorbei ist.
    Okay, jetzt mach ich mich aber auf den Weg! Ich melde mich sobald es geht wieder - ich weiß noch nicht in welcher Form, aber seid gewappnet wie gesagt! Ich hab euch lieb! Passt auf euch auf! Gute Nacht!

    PS: Was für ein spannender Titel, der richtig Spannung erzeugt, ne?!
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  • Letzte Abschiede

    19. juli 2018, England ⋅ ⛅ 23 °C

    DISCLAIMER: Ich sitze jetzt über einen Monat später in Logabirum am Computer (welcher repariert werden musste...) und kann endlich meinen Blog zu Ende führen. Geschrieben hatte ich das fast alles schon, also viel Spaß bei der Zeitreise!

    Ich kämpfe schon seit Tagen mit dem Internet hier für Theodor, weshalb ich euch noch nicht auf den neusten Stand setzen konnte.
    Jetzt ist es zwar schon Sonntag, aber ich werde erst einmal für Donnerstag euch erzählen, was passiert ist. Dafür muss ich aber auch noch mal auf den Mittwoch verweisen – eine ganz schön komplizierte Zeitreise wird das jetzt hier.
    Am Mittwochabend sind Mama, Papa, Tomke und Jakob in Stokenchurch angekommen. Gegen neun Uhr hab ich mich zu ihnen gesellt und Cheese Scones und andere Sachen zum Essen mitgebracht. Wir hatten dann einen sehr schönen Abend und haben den klaren Himmel bewundert.
    In der Nacht auf Donnerstag hab ich auf dem Sofa geschlafen, weil ich mein Bett schon frisch bezogen hatte. Das ist an sich keine dämliche Idee, aber wegen des Sofas hab ich so schlecht geschlafen wie in dem ganzen Jahr nicht – gar nicht quasi! Am nächsten Morgen bin ich dann nur halbwegs entspannt aufgestanden und bin duschen gegangen. Wegen Papas falschem Wecker waren die vier dann auch schon da, während ich mir noch eine Frisur gemacht habe. Das hab ich ihnen aber verziehen und wir sind zusammen nach Thame gelaufen zu dem Treacle Tearoom. Da hatten wir ein warmes Frühstück (nicht alle hatten Full English) und Tee. Das Wetter war wunderbar und wir hatten eine echt tolle Zeit.
    Auf dem Weg wieder zurück nach Hause (das letzte Mal, dass ich das so wirklich sagen konnte…) haben wir Freunde aus der Kirche getroffen, was echt schön war, aber auch bedeutet hat, dass ich mich noch einmal von denen verabschieden musste.
    Zuhause hat dann die Arbeit angefangen. Die Koffer waren zwar schwer, aber ich hab sie alleine am Mittwoch gepackt bekommen und auch alleine am Donnerstag die Treppe runter getragen bekommen. Die anderen haben beim lose Sachen in Umzugskartons packen geholfen. Im Endeffekt hatte ich dann die drei relativ großen Koffer und vier Umzugskisten, aber die waren nicht ideal gepackt und… ach egal, ich hab wirklich viel zu viel!
    Als alles gepackt war musste ich mich von meinem Zuhause in der Queen’s Road verabschieden. Das war nicht schön und vor allem merkwürdig – und nass halt.
    Meine Familie hat mich dann mitgenommen zum Campingplatz, wo wir dann den Vormittag haben ausklingen lassen bevor wir uns dann am späten Mittag aufgemacht haben zu dem ‚West Wycombe Park‘. Da sind wir durch den Park gelaufen und haben dann an einer 40-minütigen Führung teilgenommen. Das war interessant und schön, aber an dem Nachmittag besonders gefallen hat mir das geniale kleine Café mit wunderschönen Möbeln, Geschirr und tollem Tee und Kuchen in dem Dorf West Wycombe. So leckeren Kuchen hatte ich bis jetzt noch in keinem Café.
    Nachdem wir uns schon mit Kuchen gestärkt hatten, haben wir noch ein Eis gekauft und haben uns dann an den Anstieg zum Mausoleum hochgewagt. Das war wieder sehr gut machbar, wenn auch warm. Oben hab ich dann meine Schuhe ausgezogen und hab sowohl den Spaziergang um die Kirche als auch den Abstieg geschafft.
    Danach sind wir wieder zu Vivilday gefahren und haben uns fertig gemacht für ein Treffen mit Tomkes Aupair Familie – und unseren Freunden – in einem Pub in WO DENN. Der Abend war wunderschön. Papa meinte, dass das ein schöner Anfang für die Ferien war, aber für mich war das ein schönes Ende der Abschiede. Wir haben alle fröhlich gequasselt und sehr viel gelacht.
    Nach noch einem Nachtisch sind wir wieder zu Vivilday gefahren und sind relativ bald ins Bett gegangen, weil der Himmel bewölkt und nicht so klar wie am Mittwoch war.
    Jetzt hab ich die Abschiede quasi hinter mir gelassen (bis dann der Abschied von der Insel allgemein kommt), weshalb es sich jetzt komisch anfühlt das Sentimentale zu schreiben, was ich euch angedroht hatte. Schreiben will ich es trotzdem. Ihr habt glaub ich einfach Glück jetzt, dass es nicht ganz so lang werden wird, wie es hätte werden können.
    Ich bin unendlich dankbar, dass ich dieses Jahr in Thame verbringen durfte. Ich bin stolz auf meine Erlebnisse und Erfahrungen, aber vor allem freu ich mich, so viele Menschen kennengelernt zu haben. Freunde müssen nicht gleichaltrig sein – dementsprechend hab ich sehr viele gewonnen dieses Jahr. Ich durfte mit Familie Potter einige Sachen unternehmen. Ich durfte für sie backen. Ich durfte aufräumen, putzen und bügeln und mir wurde das Kochen anvertraut. Ich durfte Ferien in Clevedon und Shepton Mallet machen und hatte extrem viel Freizeit, in der ich meine ganzen Ausflüge und Wanderungen machen durfte. Mehr wäre wahrscheinlich durchaus drin gewesen, aber ich bereue keinen Tag und bin stolz auf alles, das ich dann doch geschafft habe.
    Am Mittwoch hatte ich zu viel Zeit, weshalb ich ein paar Statistiken angefertigt habe. Mein Handy sagt mir für jeden Tag wie weit ich gelaufen bin. Die alle zusammengerechnet für die Zeit, die ich wirklich in England war ergeben 1479,31 Kilometer, die ich gelaufen bin. Das ist ein Durchschnitt von 4 Kilometern am Tag, also doch nicht so dramatisch viel…
    Fotos hab ich dann auch zusammengerechnet. Das sind insgesamt 7.429 gewesen, die ich auf Theodor auch gespeichert habe. Das ist dann ein Durchschnitt von ungefähr 24 am Tag.
    Insgesamt hab ich auch 349 Footprint geschrieben, also ein bisschen mehr als einer pro Tag, aber das wisst ihr ja selber. Ich habe neben dem Blog auch noch 2 ¼ Tagebücher vollgeschrieben. Ich hab also echt einiges dieses Jahr gesehen, erlebt, belaufen und dann rückwirkend beschrieben.
    Danke an dieser Stelle, dass ich das alles mit euch teilen durfte und dass ihr mir zugehört habt. Es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht alles festzuhalten. So viel Spaß, dass ich auch im Urlaub nicht aufhören möchte, auch wenn das vielleicht schwierig wird, weil ich kein verlässliches Internet habe. Egal, schreiben werde ich und hochladen dann auch irgendwann.
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  • Stokenchurch

    20. juli 2018, England ⋅ ⛅ 22 °C

    Am Freitag bin ich nicht in Thame aufgewacht, sondern auf dem Campingplatz in Stokenchurch. Das konnte ich nur akzeptieren, weil wenigstens Jakob neben mir und die anderen drei auch ganz nah bei mir waren. Wir haben uns dann morgens gemächlich fertig gemacht, haben alles verstaut und sind dann auf in Richtung Wales gefahren. Nach einer Stunde haben wir erst einmal eine Pause an einer Raststätte gemacht und haben gefrühstückt. Die restlichen vier Stunden sind wir dann aber durchgefahren und waren gegen drei Uhr dann in Pitton Cross, unserem Campingplatz in der Nähe von Swansea – Wales.
    Wir haben sofort mit dem Vorzeltaufbau angefangen, was man gut war, weil, sobald das Dach quasi stand, es angefangen hat zu regnen, was ganz ungewohnt war, der Natur aber bestimmt gut getan hat. Für den Rest des Tages hat es dann hin und wieder mal ein bisschen gegossen, aber fertig aufbauen konnten wir trotzdem. Als alles stand sind wir zu dem nächsten kleinen Supermarkt gefahren und haben ein paar Dinge fürs Abendbrot gekauft. Wieder bei Vivilday durfte ich dann das zu Teilen wegräumen und auch den Wohnwagen systematisieren mit meinen Sachen und auch allgemein den Schubladen und dem Badezimmer. Ich hatte Spaß und den anderen ging es auch gut.
    An unserem ersten Tag in Wales haben wir dann nur noch zu Abend gegessen. Mama und ich haben einen kleinen Spaziergang gemacht, sind dann aber Zuhause auch direkt ins Bett gegangen, nachdem ich schnell wenigstens noch mein Tagebuch geschrieben habe.
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