• AstridHH
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Wintertour 25 🇲🇦 🇪🇸 🇵🇹

Ich habe mich entschieden, den Winter in Marokko und Portugal zu verbringen. Meine Route führt mich entlang der Atlantikküste nach Süden und dann weiter ins marokkanische Landesinnere. Begleitet mich gerne online! Weiterlesen
  • Beginn der Reise
    10. Januar 2025
  • Auf nach Genua

    13. Januar 2025 in Italien ⋅ ☀️ 7 °C

    Und ab nach Genua. Ruckzuck über die Schweizer Alpen, die gar nicht so verschneit waren, wie ich dachte und mit einer Zwischenübernachtung am Comer See war ich auch schon in Genua. Nach einer ausgedehnten Runde in der Stadt und der Feststellung, dass man hier kaum halten kann, hab ich einen super Platz für die Nacht gefunden- nur ein paar Minuten vom Hafen, von wo es am 14. auf die Fähre ging. 🇮🇹🚐⛴️Weiterlesen

  • Genua - Tanger ⛴️

    17. Januar 2025 in Marokko ⋅ 🌬 14 °C

    Um 7 Uhr morgens ging es los: anstehen, Polizeikontrolle, Bordkarte abholen, Dokumente verifizieren – und nach etwa 2,5 Stunden ging es endlich aufs Schiff. Die Überfahrt war zum Glück nicht allzu unruhig, und an Bord konnte ich sofort alle Einreiseformalitäten erledigen – wirklich praktisch! In Tanger Med ging alles schnell und unkompliziert. Schnell durch den Zoll, und da es schon nach Mitternacht war, habe ich – wie viele andere – direkt am Hafen übernachtet. Ich habe mir noch schnell eine SIM-Karte besorgt und etwas Geld gewechselt, damit es morgen entspannt losgehen kann. ⛴️🇲🇦☀️Weiterlesen

  • Von Tanger nach Tahadart

    17. Januar 2025 in Marokko ⋅ 🌬 16 °C

    Die ersten Kilometer in Marokko. Zuerst auf die Autobahn und Tanger umfahren. Der erste Stopp ist Cap Spartel – hier treffen Mittelmeer und Atlantik aufeinander. Die Herkules-Höhlen habe ich ausgelassen und mich entlang der Atlantikküste nach Süden bewegt. Ich bin begeistert von den kilometerlangen Stränden und dem rauen Atlantik. Was auffällt, ist die extrem hohe Polizeipräsenz. Überall Verkehrskontrollen, aber immer sehr nett. Also alles entspannt, nur nicht zu schnell fahren. Das fällt mir zwar schwer 😉, aber hilft ja nichts, sonst wird es teuer. Insgesamt ist man abseits der Autobahn eher langsam unterwegs – Zeit, die Landschaft und die Menschen zu betrachten und alle Eindrücke aufzunehmen.

    Mein erster Campingplatz liegt in Tahardart. Ein sehr netter Empfang. Ilias, der Besitzer, spricht Deutsch und ist super hilfsbereit. Abends zum Sonnenuntergang mache ich meinen ersten Spaziergang am Meer. Die nächsten Tage steht etwas Arbeit an und Akklimatisierung. Ich mache noch einen Ausflug nach Asilah (nächster Footprint).

    Nach vier Tagen ziehe ich weiter.
    Zum Abschluss gibt es dann noch eine Fotosession mit Ilias und das Versprechen, auf dem Rückweg wieder vorbeizuschauen.
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  • Ausflug nach Asilah

    19. Januar 2025 in Marokko ⋅ ⛅ 16 °C

    Per Taxi, das man einfach an der Straße anhält und mit anderen teilt, geht es nach Asilah, einer kleinen, herausgeputzten Küstenstadt. Alles erinnert an Portugal und Spanien, und ich werde hier genauso oft auf Spanisch wie auf Französisch angesprochen. Die Stadt ist leer (super Reisezeit!), sodass ich die Gassen der Medina fast für mich allein habe. In aller Ruhe kann ich die zahlreichen bemalten Hauswände betrachten und mich treiben lassen. Es herrscht eine entspannte Atmosphäre – perfekt, um ungestört zu stöbern. Zum Abschluss geht es noch in eine „Einkaufsmeile“ am Rand der Medina, wo ich Obst und Datteln kaufe. Auf dem Rückweg musste ich erst lernen, dass einige Taxis nur innerhalb des Stadtgebiets fahren dürfen, aber nachdem ich ein paar Meter stadtauswärts gelaufen bin, habe ich schnell ein Taxi gefunden, das mich sicher zurück zum Campingplatz gebracht hat. Ein wunderbarer Tag!Weiterlesen

  • Zwischenstopp Larache

    21. Januar 2025 in Marokko ⋅ ⛅ 22 °C

    Im Gegensatz zum herausgeputzten Asilah wirkt Larache authentischer. Ich parke direkt am Hafen vor den Fischhallen und mache mich auf den Weg durch die Medina, die zwar übersichtlich, aber wunderbar ist. Die Gassen sind ursprünglicher, die Menschen entspannt. Von überall her schallt mir ein „¡Hola!“ entgegen. Der spanische Einfluss zeigt sich auch hier nicht nur in der Architektur.

    Ich genieße das bunte Treiben auf dem Markt und schlendere nach einer Runde durch die Gassen zurück zum Hafen. Hier nutze ich die Gelegenheit, frischen Fisch zu essen – frischer geht es kaum. Gestärkt geht es weiter. Noch ein kleines Trinkgeld für den selbsternannten Parkwächter, und die Reise kann fortgesetzt werden.
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  • Moulay Bousselham / Lagoon Merja Zerga

    22. Januar 2025 in Marokko ⋅ ☁️ 14 °C

    Auf dem Weg nach Moulay Bousselham ging es vorbei an Korkeichenwäldern und zahlreichen Gewächshäusern, in denen zunehmend auch Avocados angebaut werden. Nach einer Übernachtung auf einem Parkplatz mit fünf anderen Campern inkl. einer Passkontrolle ging es um 9:30 Uhr los auf eine Tour ins Vogelschutzparadies. Hassan, mein Guide, war großartig. Er hat alles gut erklärt und mich auf die verschiedenen Vogelarten aufmerksam gemacht. Wir waren über drei Stunden unterwegs, und ich habe jede Minute genossen. So schön die Lagune auch war, der Ort selbst ist leider sehr vermüllt. Deshalb setze ich meine Reise nach diesem wunderbaren Ausflug fort.Weiterlesen

  • Ausflug nach Casablanca

    25. Januar 2025 in Marokko ⋅ ☁️ 19 °C

    Das war ein Ausflug der Gegensätze. Zu sechs ging es per Taxi los. Zuerst ein Bummel durch die Souks – alles für die Touristen. Wir konnten testen, anprobieren und stöbern. Danach ging es zur Moschee Hassan II. Diese wurde anlässlich des 60. Geburtstags von König Hassan II. errichtet. Sie verbindet traditionelle islamische Architektur mit moderner Ingenieurskunst. Sie ist die größte Moschee in Afrika und eine der größten weltweit.

    Mit einer Führung konnten wir sogar das Innere besichtigen, was beeindruckend war, denn Nicht-Muslime dürfen normalerweise keine Moscheen betreten.

    Da wir bis zur Tour ins Innere noch etwas Zeit hatten, erkundeten wir die Umgebung und landeten mitten im ursprünglichen Casablanca. Hier verirren sich keine Touristen hin. Der Kontrast zur prunkvollen Moschee hätte kaum größer sein können.

    Übrigens: Wir fühlten uns zu keiner Zeit unsicher. Ganz im Gegenteil – wir werden hier immer freundlich empfangen, und alle sind sehr hilfsbereit!
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  • Ausflug in die Medina von Mohammedia

    27. Januar 2025 in Marokko ⋅ 🌬 21 °C

    Nach einem schönen gemeinsamen Frühstück sind wir am frühen Nachmittag nach Mohammedia gefahren, um den alten Stadtteil zu besuchen. Ein Bummel durch die Gassen, dem einen oder anderen Schwätzchen, einem Fischsnack und Tee ging es wieder zurück. Der Taxifahrer hat uns die Zahlen auf Arabisch beigebracht – na ja, zumindest versucht, genauso wie wir ihm auf Deutsch. 🤣🤣🤣 Zum Abschluss gab es noch eine Runde Tee am Strand in bester Gesellschaft.Weiterlesen

  • Zwischenstopp Azemmour

    28. Januar 2025 in Marokko ⋅ ☀️ 18 °C

    Heute bin ich in aller Ruhe nach Azemmour gebummelt, habe zwischendurch Pausen am Meer eingelegt und die Fahrt genossen. Am frühen Nachmittag bin ich in Azemmour angekommen, und fast zeitgleich sind Sabine und Robby auf dem gleichen Parkplatz gelandet. Was für ein Zufall! Also haben wir uns wieder gemeinsam auf Erkundungstour gemacht. 😀

    Azemmour ist fast touristenfrei, und wir wurden sofort freundlich begrüßt. Wir bekamen eine kostenlose Tour sowie Einblicke in das Stadtleben, zum Beispiel in die zentralen Feuerstellen zum Brotbacken. Es gibt sechs Holzöfen, in denen die Familien am Vormittag ihr Brot backen lassen. Nachmittags werden dort dann die Brote für die Souks zubereitet.

    Unser Bäcker hat sich nach Feierabend noch seiner Kunst gewidmet. Künstlerisch war auch unser freundlicher Guide unterwegs. Er webt Seiden- und Baumwollteppiche – das haben wir uns ebenfalls angeschaut, bevor wir alleine weiter durch die Gassen dieses zauberhaften, kleinen, farbenfrohen und authentischen Ortes gezogen sind.
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  • El Jadida

    29. Januar 2025 in Marokko ⋅ ☁️ 17 °C

    Nach einer Übernachtung auf einem Parkplatz am Strand und einem Frühstück vor wunderbarer Kulisse stand heute El Jadida auf dem Programm.

    El Jadida war früher als Mazagan bekannt und war im 16. und 17. Jahrhundert eine portugiesische Kolonie. Die Altstadt (*Cité Portugaise*) ist heute ein UNESCO-Weltkulturerbe. Es war nett, aber nicht besonders anders oder besser erhalten als andere Orte. Besonders beeindruckend war die gut erhaltene Stadtmauer, auf der man die kleine Medina einmal umrunden konnte.

    Nach einer kurzen Erfrischung ging es recht bald weiter in die Souks, um die Vorräte aufzufüllen. Zu empfindlich sollte man dort nicht sein – wer wollte, konnte sich ein Huhn aussuchen und es direkt vor Ort schlachten lassen.

    Wir haben gut eingekauft (vegetarisch) und den Ort schließlich verlassen, um zum nächsten Campingplatz zu fahren. Dort wurden wir mit einem spektakulären Sonnenuntergang von den Dünen aus belohnt.
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  • Ankunft in Oualidia الوالدية

    30. Januar 2025 in Marokko ⋅ 🌬 16 °C

    Nur 36 km weiter, im kleinen Ferienort Oualidia, habe ich einen Platz mit Aussicht ergattert – ein guter Ort, um etwas zu arbeiten und zu entspannen. Nach meiner Ankunft habe ich mir eine Tajine ans Auto bestellt - Luxus. Besuch kam auch noch vorbei. Es ist schön, hier viele bekannte Gesichter wiederzusehen. 😍

    Am zweiten Tag erkunden wir den Ort, bummeln an den Austernständen vorbei (für die der Ort bekannt ist) und gehen auf Empfehlung bei Fischbude Nummer 7 essen. Natürlich darf ein Abschiedsfoto mit den Besitzern nicht fehlen. Es war ein wunderbarer Tag.
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  • Kletter, Zeichnen und letzter Abend

    1. Februar 2025 in Marokko ⋅ ☀️ 16 °C

    Unser Ziel für heute: Der Strand und die Felsen in der Ferne. Also nichts wie los! Wir treten durch das Tor hinter dem Camper und schlagen einen direkten Weg querfeldein nach unten ein, bis schließlich ein Pfad auftaucht, dem wir bis zum Meer folgen.

    Dort angekommen, klettern wir ein wenig auf den Felsen herum, bis wir den Eingang zur „Grotte“ gefunden haben. Nach kurzem Zögern trauen wir uns doch hinab durch den Felsspalt und erkunden die kleine Höhle.

    Am nächsten Tag steht Entspannung auf dem Programm. Ute führt uns die Welt des Zentangelns ein, einer meditativen Zeichenkunst. Mit ruhiger Hand setzen wir Linien und Muster, lassen unserer Kreativität freien Lauf. Wir sind stolz auf unsere ersten Werke.

    Abends sitzen wir wieder zusammen, genießen hier den letzten Sonnenuntergang und gucken noch etwas in die Sterne. Morgen trennen sich unsere Wege. Doch fast alle sind noch lange unterwegs, und so ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis wir uns irgendwo, irgendwann wiedersehen.

    Ein wunderschöner Ort, eine großartige Zeit – und ich vermisse den Blick aufs Meer jetzt schon. 😀
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  • Aquermoud | Mogador's Oasis

    3. Februar 2025 in Marokko ⋅ ☀️ 17 °C

    Nun sind schon vier Tage vergangen. Die Anfahrt war wunderschön. Landschaft und Vegetation haben sich verändert – man merkt deutlich, dass es weiter in den Süden geht. Der kleine Campingplatz mit seinen zwölf Stellplätzen ist ein Traum, genau der richtige Ort, um ein paar Tage zu entspannen.

    Über den Strand erreicht man einen kleinen Fischerort, der wie ausgestorben wirkt. Die zahlreichen Fischerboote bilden eine malerische Kulisse. Auf einer kleinen Wanderung erkunde ich Bucht für Bucht – jede ist anders, und man kann schier unendlich lange laufen.

    Die kleine Camping-Oase ist allerdings so schön, dass ich hier viel Zeit verbringe. Am Abend wird gemeinsam gekocht, gegessen und gequatscht.
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  • Nordseefeeling in Marokko

    5. Februar 2025 in Marokko ⋅ ☀️ 16 °C

    Es ist Februar, und wir dürfen hier bei 18 Grad das Leben genießen – wäre da nicht der Wind. Also dicke Jacken raus, und los geht’s!

    Heute heißt es: Drachen steigen lassen! Denn nicht nur Sabine und Robby, mit denen ich seit einiger Zeit zusammenreise, sondern auch Herbert, der uns hier die Plätze reserviert hat, sind absolute Drachenfans. Unglaublich, dass alle Exemplare selbst gebaut wurden – teilweise mussten bis zu 600 Teile zusammengenäht werden.

    Die Kreationen erreichen Ausmaße von bis zu 30 Metern (das Krokodil) - aber seht selbst. 🪁
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  • Auf nach Essaouira

    10. Februar 2025 in Marokko ⋅ ☀️ 22 °C

    Über die Sandpiste geht es zurück zur Küstenstraße, weiter gen Süden. Ein kurzer Abstecher nach Moulay Bouzerktoun erweist sich als wenig spektakulär, also fahre ich zügig weiter. Mein Ziel liegt 20 Kilometer südlich von Essaouira, und als ich am Nachmittag ankomme, ist der Platz bereits rappel voll. Doch wie immer findet sich eine Lösung, und so stelle ich mich kurzerhand in die Mitte.

    Ali organisiert mir ein Taxi, das ich mir mit ein paar Franzosen teile – so gelange ich am nächsten Morgen günstig nach Essaouira.

    Essaouira ist bekannt für seine entspannte Atmosphäre, seine lebhafte Kunstszene und die historische Festungsmauer, die einst von portugiesischen Seefahrern errichtet wurde. Heute ist die Stadt ein Paradies für Künstler, Musiker und Surfer – und einer der besten Orte, um frischen Fisch direkt vom Grill zu genießen.

    Es gibt so viel zu entdecken, dass ich gar nicht dazu komme, in einem der netten Dachcafés eine Pause einzulegen. Stattdessen lasse ich mich durch die verwinkelten Gassen der Medina treiben. Ich beobachte Holzhandwerker, die in traditioneller Technik filigrane Intarsienarbeiten aus Thuja-Holz herstellen, lerne, wie ein Turban gebunden wird, und sammle Telefonnummern potenzieller Wüstenguides.

    Zum Abschluss mache ich noch einen Abstecher zum lebhaften Fischmarkt, wo Fischer ihren frischen Fang direkt vom Boot verkaufen. Anschließend schlendere ich am Strand entlang, wo mich Sabine und Robby aufgabeln. Gemeinsam fahren wir nach Sidi Kaouki.
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  • Sidi Kaouki

    11. Februar 2025 in Marokko ⋅ ☀️ 19 °C

    Eine kleine Rundtour in Sidi Kaouki durfte natürlich auch nicht fehlen. Der Ort besteht aus wenigen Cafés, ein paar kleinen lokalen Supermärkten und Surfshops – alles entlang einer Straße, parallel zum Strand. Nett, aber nichts Besonderes.

    „Sidi Kaouki ist ein Badeort, der dank seiner Passatwinde und großen Wellen für Surfen und Windsurfen bekannt ist. Berühmt für seine wilden Strände, bietet er eine authentische Kulisse für Wassersportler und erholungssuchende Besucher“, schreibt ein Reiseführer. Doch der Ort wirkt nicht entspannt. Am Strand stehen Pferde, Kamele und Quad-Anbieter, die auf Kundschaft warten, und überall liegt Müll.

    Es lohnt sich, von der Ortsmitte weiterzuwandern und den endlosen Strand zu genießen. Genau das haben wir gemacht.

    Zurück auf dem Campingplatz bekamen wir Besuch von ein paar Eseln und Ziegen. Außerdem durften wir bei unserem Nachbarn das Surfhotel besichtigen – das war super.

    Am Tag der Abreise haben wir das „Einklappen“ beobachtet. Next Stopp Aourir - dachten wir zumindest noch bei der Abreise. 🤣🤣🤣
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  • Schotterpisten, Salinen und Berbercamp

    12. Februar 2025 in Marokko ⋅ ☀️ 21 °C

    Entlang der Küste ging es vorbei an Arganbäumen, beeindruckenden Landschaften, ausgewaschenen Flusstälern und Dünen.

    In einem Reiseführer ist die Rede von einer Saline, man soll einfach hinfahren und sich diese eigenständig angucken. Na gut, dann mal los – aber von wegen einfach - totale Schotterpiste. Zum Glück fahren Robby und Sabine vor mir. Mein Motto: Wenn die da durchkommen, dann ich auch. Und tatsächlich ging es.

    An der Saline angekommen, werden wir von neun Arbeitern umringt und bekommen alles gezeigt. Die Pumpe wird angeworfen und das salzhaltige Wasser aus acht Metern Tiefe hochgepumpt. Niemand spricht Englisch, also wird viel mit Händen und Füßen erklärt und gefragt. Natürlich ist diese Führung, trotz vorheriger Nachfrage, nicht kostenlos. Jeder der neun Männer will seinen Anteil. Nach zähen Verhandlungen bekam jeder einen Euro sowie Nudeln und Kekse. Im Gegenzug erhielten wir zwei Beutel Salz und wurden freundlich verabschiedet. Weiter ging es.

    Nach einiger Zeit halten wir für eine Kaffeepause in einem Arganwald. Wir beschließen, heute nicht mehr bis Aourir zu fahren. Herbert hatte doch etwas von einem Berbercamp erzählt – also kurzerhand umgeplant. Das bedeutet nochmal Schotterpiste und eine ziemlich steile Anfahrt, aber mit meinem kleinen Sprinter kein Problem (trotzdem fand ich die Anfahrt etwas gruselig).

    Oben angekommen, richten wir uns ein, besichtigen alles. Hier wurden einige Unterkünftige in Stile von authentischen Berber Hütten gestaltet. Sieht alles super aus. Wir trinken noch einen Tee und lassen den Abend gemütlich ausklingen. Nach einer Dusche am Morgen und einem Frühstück in der Sonne geht es weiter.
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  • Dünensurfen und jede Menge Bananen

    13. Februar 2025 in Marokko ⋅ ☀️ 21 °C

    Heute schaffen wir es und erreichen Aourir. Auf dem Weg dorthin machen wir einen Abstecher zu den Timlalin Dunes - einer beeindruckenden Dünenlandschaft zwischen dem Ozean und den Bergen. Robby mietet ein Sandboard, und wir verzichten dankend auf Kamel- und Quadtransporte – stattdessen laufen wir. Das war anstrengend, aber die Aussicht und das Gefühl, über die Dünen zu wandern, haben sich definitiv gelohnt.

    Nachdem ich eine Weile zugeschaut hatte, habe ich mich schließlich selbst aufs Brett getraut – und es hat erstaunlich gut geklappt!

    Auf der Weiterfahrt machen wir Halt in Tamri, bekannt für seine köstlichen Minibananen. Natürlich lassen wir uns das nicht entgehen: Wir kaufen eine Ladung und beschließen spontan hier Essen zu gehen. Statt einer klassischen Speisekarte dürfen wir – typisch marokkanisch – in alle Töpfe schauen und uns etwas aussuchen. Wie immer lecker und unschlagbar günstig!

    Nach einem Kaffeestopp am Surferspot und einem Plausch mit Patrick, den wir dort wiedergetroffen haben, geht es entlang eines der schönsten Küstenabschnitte Marokkos in Richtung Agadir bis nach Aourir. Hier legen wir für die Nacht eine Pause ein und lassen den Tag entspannt ausklingen.
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  • Aglou/Tiznit - letzter Halt am Meer

    14. Februar 2025 in Marokko ⋅ ☀️ 24 °C

    Heute geht es nach Aglou, 20 km von Tiznit entfernt. Nach einer sandigen Anfahrt kommen wir an und genießen den Sonnenuntergang. Am nächsten Tag geht es per Taxi nach Tiznit.

    Tiznit ist für ihr traditionelles Silberhandwerk bekannt und beeindruckt mit ihrer gut erhaltenen Stadtmauer, die rund 6 km lang ist. Wir laufen zur Großen Moschee, einem der Wahrzeichen von Tiznit. Die Palme davor hat eine besondere symbolische Bedeutung: Der Legende nach wurde sie zur Zeit der Stadtgründung im 19. Jahrhundert gepflanzt und gilt seither als Zeichen für Leben und Beständigkeit in der Wüstenregion. Manche Einheimische glauben sogar, dass sie eine spirituelle Bedeutung hat und mit der Geschichte der Stadtgründung durch Moulay Hassan I. verbunden ist.

    Weiter geht es zur Blauen Quelle, die ihren Namen trägt, obwohl ihr Wasser nicht blau ist. Sie war einst die wichtigste Trinkwasserquelle für die Bewohner und spielte eine zentrale Rolle in der Entstehung von Tiznit im 19. Jahrhundert. Danach bummeln wir durch ein halbfertiges Museum und bestaunen die traditionelle Bauweise.

    Nach einem langen Spaziergang durch die Medina müssen wir erst ein wenig suchen, um etwas zu essen zu finden. Schließlich werden wir fündig und dürfen wieder einmal in die Töpfe schauen, bevor wir bestellen.

    Zum Abschluss des Tages geht es zurück zum Campingplatz.

    Der nächste Tag ist ein Aufräumen-, Wasch- und Arbeitstag und leider bricht nun unser letzter Abend an. Sabine und Robby brechen am nächsten Morgen in Richtung Westsahara auf, während ich mich ins Anti-Atlas-Gebirge begebe.
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  • Szenenwechsel im Antiatlas

    17. Februar 2025 in Marokko ⋅ ☀️ 19 °C

    Leider musste ich am Morgen zuerst Abschied von Sabine und Robby nehmen. Wir sind tatsächlich drei Wochen zusammen gereist, und ich werde die gemeinsame Zeit vermissen.

    Bevor ich starte, gehe ich noch schnell in Tiznit einkaufen und tanke, bevor es ins Landesinnere geht. Mein Weg führt mich heute zuerst auf 1.700 Meter hinauf in die Höhen des Antiatlas Gebirges und dann wieder hinab auf 1.000 Meter zur Oasenstadt Tafraoute, die etwa 6.000 Einwohner zählt und gefühlt ebenso viele Wohnmobilreisenden. 🤣🤣🤣

    Die Landschaft entlang der Strecke ist abwechslungsreich: karge Berge wechseln sich mit Palmenhainen entlang ausgetrockneter Flussbetten, Arganbäumen und den ersten blühenden Mandelbäumen ab. Weiter oben entdecke ich sogar Tannen. Kurz vor Tafraoute wird die Straße zur Schotter Piste, und ich bestaune die bizarren Felsformationen mit ihren malerischen Dörfern.

    In Tafraoute angekommen, mache ich mich auf die Suche nach einem Übernachtungsplatz. Hier gibt es zahlreiche Campingplätze, aber auch einen gigantisch großen Schotterplatz, auf dem schätzungsweise 200 Wohnmobile stehen – und dennoch wirkt es nicht überfüllt. Ich stelle mich in die Mitte, genieße den Sonnenuntergang und das beeindruckende Lichtspiel auf den Felsen. Morgen werde ich die Umgebung erkunden.
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  • Tafraoute - Oase im Antiatlas

    18. Februar 2025 in Marokko ⋅ ⛅ 17 °C

    Tafraoute ist eine Oasenstadt im Antiatlas, eingebettet in eine beeindruckende Felsenlandschaft auf fast 1.000 Metern Höhe.

    Am Morgen starte ich meine Rundtour mit dem Camper über Schotter- und Sandstraßen. Mein Ziel: das Plateau mit den farbenfrohen Felsen, die der Künstler Jean Vérame einst bemalte. Die Fahrt führt mich durch spektakuläre Felsformationen, durchbrochen von Palmenhainen und blühenden Mandelbäumen. Schon aus der Ferne erkenne ich die bunt leuchtenden Kunstwerke – sie sind größer als erwartet und ein echter Hingucker. Ich nutze die Gelegenheit für eine kleine Wanderung und genieße die Stille. Trotz der vielen Touristen in der Region bin ich hier fast alleine unterwegs.

    Am Nachmittag erkunde ich den Ort zu Fuß. Die engen Gassen münden auf verschiedene Plätze, gesäumt von kleinen Läden und Marktständen. Besonders faszinierend sind die farbenfrohen Babouches – handgefertigte Lederschuhe aus Ziegenleder, die hier wie schon in Tiznit traditionell produziert werden. Ebenso beeindruckend sind die in Frauenkooperativen hergestellten Arganprodukte, von Öl bis hin zu Brotaufstrichen und Kosmetik. Ich lasse mich nicht lange bitten und kaufe mir Arganöl sowie ein paar kleine Souvenirs. 😀
    Der Abend bringt ein paar Regentropfen und viel Wind. Also mach ich es mir im Camper gemütlich.
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  • Die Schlucht Aït Mansour

    19. Februar 2025 in Marokko ⋅ ☀️ 14 °C

    Was für ein Tag! Ich habe beschlossen, noch einen Tag hier zu bleiben und das Tal Aït Mansour zu besuchen. Es war der Wahnsinn.

    Am Morgen hingen noch ein paar Wolken in den Bergen vom Regen der letzten Nacht. Vor dem Losfahren kamen noch ein paar Ziegen und Schafe vorbei, um einmal Hallo zu sagen.

    Um zu den Schluchten von Aït Mansour zu kommen bin ich aus Tafraoute gen Süden die R107 gefahren und dann links in die Berge abgebogen. Ein Teil der Strecke führte mich über Serpentinen 700 Meter in die Höhe, bevor der Abstieg (500 Meter Gefälle) zu den Schluchten von Aït Mansour begann. Es eröffneten sich wunderbare Ausblicke. Die Straße war einspurig, aber gut zu befahren. Das Überholverbotsschild auf der einspurigen Straße machte mich kurz etwas stutzig, aber hier fahren alle entspannt und defensiv.

    Überall am Wegesrand tauchten Mandelbäume auf und standen zusehends in voller Blüte – was für ein tolles Bild! Angekommen im Tal, eröffnete sich eine Palmenoase – einfach atemberaubend! Nach den kargen Felsen tauchte ich hier nun ins wahre Grün ein. Ich hätte alle drei Meter anhalten können. Ich fuhr zu einem Parkplatz und wanderte durch die Palmenoase.

    Weiter ging es durch kleine Dörfer und enge Gassen. Teilweise hatte ich Angst, dass ich nicht durchkomme, aber es klappte ganz gut.

    Die Rückkehr nach Tafraoute habe ich, wie empfohlen, über Timgdicht und Tizerkine angetreten. Die gute Straße nach Tizerkine war ein Klacks, doch dann ging es los – fast 30 km nur Schotter und ausgefahrene Spuren, teilweise kaum als Straße zu erkennen 🙈🙈🙈. Mit unter hatte ich das Gefühl, im Flussbett zu fahren. Das bedeutete max 25 km/h, aber Umdrehen war keine Option, also: Augen zu und durch.

    An einer super engen Stelle (rechts Fels, links Abhang) habe ich mir dann auch noch eine Schramme eingefangen, weil am Boden ein kleiner Fels herausragte, den ich nicht gesehen hatte. Ich war sehr erleichtert, als ich für die letzten Kilometer wieder auf eine asphaltierte Straße abbog. Aber am Abend war ich zwar fix und fertig, aber froh, diese Tour gemacht zu haben. Die Bilder geben diese Wahnsinns-Anblicke nicht wirklich wieder.
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  • Next stop: Taroudant

    20. Februar 2025 in Marokko ⋅ ☀️ 25 °C

    Die Fahrt nach Taroudant begann mit einer atemberaubenden Aussicht: Ich durchquerte das westliche Ammetal in Richtung Agadir. Entlang der Strecke bot sich mir eine traumhafte Kulisse mit tollen Gebirgsformationen in der zahlreiche Bauwerke und Ruinen – teils gut erhalten, teils zerfallen – zu bewundern waren. Überall sprießen wieder vermehrt Arganbäume und Kakteen und schließlich begegnet mir endlich das klassische Touristenmotiv: Ziegen, die in den Arganbäumen umherklettern. 💃🏼💃🏼💃🏼

    Das letzte Drittel der Strecke führte mich durch die Souss-Ebene. Einst eines der fruchtbarsten Täler der Region, leidet diese heute unter chronischem Wassermangel – der letzte Regen liegt bereits fünf Jahre zurück. Diese klimatischen Veränderungen wirken sich nicht nur auf den traditionellen Anbau aus, sondern haben auch dazu geführt, dass beispielsweise die Preise für Olivenöl stetig steigen.

    Der Campingplatz Camping du Jardin erwies sich als kleine, blühende Oase und lud zum Entspannen ein. Temperaturen bis 27 Grad waren einfach wunderbar. Ich wurde herzlich mit Wein und Süßigkeiten empfangen, und am Abend saßen wir noch lange draussen zusammen, um den Tag ausklingen zu lassen.

    Morgen heißt es erst einmal ausruhen, bevor am Samstag die Entdeckungstour durch Taroudant startet. Die Stadt wird oft auch als „kleines Marrakesch“ bezeichnet - ich bin gespannt.
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