• AstridHH
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Wintertour 25 🇲🇦 🇪🇸 🇵🇹

Ich habe mich entschieden, den Winter in Marokko und Portugal zu verbringen. Meine Route führt mich entlang der Atlantikküste nach Süden und dann weiter ins marokkanische Landesinnere. Begleitet mich gerne online! Leggi altro
  • Erkundungstour Taroudant

    22 febbraio 2025, Marocco ⋅ ☀️ 23 °C

    Mit einer Kutsche (hier normales Verkehrsmittel) erkundete ich die Stadt und wurde den ganzen Tag von meinem Guide Mohamed begleitet.

    Die Stadtmauern von Taroudant (7,5 km lang): sind das touristische Kapital der Stadt – unter anderem daher rührt der Spitznamen von Taroudant, “Little Marrakech”. Aber die Stadt ist nicht annähernd mit Marrakesch zu vergleichen. Was aber nicht negativ ist, weniger touristisch und daher sehr authentisch würde ich sagen.

    Zuerst besichtigte ich die imposante Stadtmauer und die alte Kasbah, die heute nur noch in Teilen erhalten ist. Hier befand sich früher ein Sklavenmarkt.

    Danach betrachtete ich zwei der fünf alten Tore, die Taroudant einst schützten. Anschließend führte mich Mohamed zu einem versteckten Riad – einem traditionellen Haus, das seinen authentischen Charme bewahrt hat und weit abseits der üblichen Touristenpfade liegt.

    Besonders beeindruckend waren die zwei Souks in der Medina. Sie wirkten so authentisch und lebendig. Ich habe kaum Touristen gesehen und so das Gefühl, mitten in das lokale Leben einzutauchen. Auch die traditionelle Gerberei, in der ich den Prozess der Lederherstellung miterleben durfte, war ein schönes Erlebnis. Fast hätte ich zugeschlagen, doch schließlich kamen wir nicht zu einer Einigung.

    Den krönenden Abschluss meines Tages bildete ein Abendessen in einem kleinen Bistro, versteckt in einer Seitenstraße am zentralen Platz. Dort genoss ich zusammen mit Mohamed köstliche marokkanische Tajin.
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  • Zwischen Atlas und Antiatlas nach Zagora

    24 febbraio 2025, Marocco ⋅ ☀️ 17 °C

    Heute hieß es: Auf nach Zagora! Aufgrund der langen Strecke mit einer Zwischenübernachtung. Die Fahrt führte mich zwischen dem Antiatlas und dem Atlasgebirge auf einer gut ausgebauten Straße der Wüste entgegen. Neben kargen Gebirgslandschaften tauchten immer wieder grüne Oasen auf, und alles blühte.

    Plötzlich sah ich kunstvolle Mauern und hielt an, um herauszufinden, was das war. Es waren alles Mineralien, und es stellte sich heraus, dass sie hier verkauft werden. Spannend – und es gab wunderschöne Stücke! Nach einem Plausch und einer Fotosession ging es weiter zum Übernachten zum Auberge Camping.

    Aziz, der Besitzer, begrüßte mich traditionell mit Tee, und ich konnte die Teppichauswahl bestaunen. Ein Stück hat meine Aufmerksamkeit erregt, und Aziz hat zum Testen alles zum Camper getragen. Was soll ich sagen? Ich bin fündig geworden und nun stolze Besitzerin eines neuen Teppichs – während meine alte Ikea-Badematte jetzt eine Berberbehausung ziert.

    Am Morgen hat Aziz mich noch zum Sonnenaufgang mitgenommen – das war wunderschön! Die Bilder werden dem nicht gerecht. Ach ja, hier, wie auch auf den weiteren Strecken, befinden sich Tausende von Bienenstöcken. Ich muss auf jeden Fall noch den Honig testen.

    Am nächsten Tag ging es weiter, und überall kam ich an alten Lehmstädten vorbei. Ich habe einen ersten Blick ins Tal der Dattelpalmen geworfen. In Zagora gönne ich mir nach der langen Fahrt einen Tag Pause und genieße den traumhaften, kleinen, blitzsauberen Campingplatz mit Pool und gutem Essen.
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  • Auf in die Sahara

    28 febbraio 2025, Marocco ⋅ 🌬 25 °C

    Am Morgen habe ich mich mit Ibrahim getroffen, der mich auf der nächsten Etappe begleitet. Den ersten Teil der Tour legen wir in meinem Van zurück. Auf dem Weg nach Mhamid halten wir zuerst in Tamegroute.

    Tamegroute ist bekannt für seine Zawiya, eine bedeutende religiöse Stätte der Naciri-Bruderschaft. Ihr Gründer, Imam Sidi Mohammed Ben Nacer, war ein Gelehrter und Arzt, der auf Reisen zahlreiche islamische Schriften sammelte und eine Koranuniversität gründete. Die Bibliothek von Tamegroute, einst eine der reichsten Nordafrikas, umfasst heute wertvolle Manuskripte aus verschiedenen Disziplinen. Sie wird familiär verwaltet und beherbergt historische Karten, illuminierte Schriften und kunstvolle mathematische Werke.

    Nach einer kleinen Führung gibt es einen Stopp, um einen authentischen Markt zu besuchen. Hier geht es laut her und ich genieße das Gewusel.

    Zum Mittagessen halten wir in einem schönen Riad. Hier lasse ich den Camper stehen, und weiter geht es in einem 4x4 zur Erg Chegaga.

    Eine staubige Angelegenheit und sehr holprige Fahrt. Die Klimaanlage fällt regelmäßig aus, aber Fenster öffnen ist bei dem Staub keine Option. Aber alles halb so wild, es ist ja schließlich noch kein Hochsommer 🤣🤣🤣

    Zwischendurch halten wir bei einem Berberzelt mitten im nirgendwo, auf einen Tee und einen Plausch.

    Im Camp angekommen gibt es den nächsten Tee, und ich packe mein Zeug ins Zelt und mache mich auf in die Dünen. Hier verweile ich bis zum Sonnenuntergang.

    Ich bin gemeinsam mit einem belgischen Pärchen und einer französischen Familie im Camp. Am Abend wird zusammen gegessen und Musik gemacht. Während alle anderen schlafen gehen, mache ich mich auf in die Wüste, um den Sternenhimmel anzusehen. Magisch. 😀
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  • Zurück nach Zagora

    1 marzo 2025, Marocco ⋅ ☀️ 21 °C

    Viel zu früh am Morgen werde ich geweckt. Im Halbschlaf geht es die Dünen hoch, und ich bemerke, dass alle anderen noch schlafen. In absoluter Stille genieße ich den Sonnenaufgang und denke mir: Eine Nacht hier ist viel zu kurz.

    Die Erg Chegaga ist übrigens Marokkos kleinere Sandwüste mit etwa 150 bis 200 Metern hohen Dünen. Ob ich die größere bei Merzouga auch noch besuche, entscheide ich spontan.

    Nach dem Sonnenaufgang gab es direkt Frühstück, und der Fahrer drängt darauf, dass wir zurückfahren. Ich finde es etwas zu schnell, aber los geht's. Auf dem Rückweg schlagen wir eine andere Route ein, auf der Suche nach Antilopen und Straußen. Wir finden einen Strauß, der aber nicht sehr begeistert ist, dass Hassan, unser Fahrer, so dicht an ihn heranfährt.

    Nach tollen Landschaften und ein paar Fotostopps nimmt der Wind rasant zu, und ich verstehe, warum wir so schnell aufbrechen mussten. Teilweise war die Sichtweite unter 20 Meter.

    Aber wir sind heil und gesund wieder beim Van angekommen. Auf dem Rückweg halten wir erneut in Tamegroute, um die Herstellung der typischen grünen Keramik des Ortes anzusehen. Kurz vor Zagora besuchen wir noch eine alte Kasbah und ein riesiges Lager mit Antiquitäten. Ein Paradies.

    Erschöpft komme ich beim Campingplatz an und muss erst mal die Eindrücke verarbeiten. Ich beschließe, noch mal zwei Nächte hierzubleiben.
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  • Von Wüste zu Wüste

    3 marzo 2025, Marocco ⋅ ⛅ 24 °C

    Beim Start in Zagora wusste ich noch gar nicht, dass ich zwei Tage später wieder in der Wüste landen würde. Aber von Anfang an: Mein Aufenthalt in diesem wunderschönen Land neigt sich langsam dem Ende zu. Die letzten zehn Tage sind angebrochen. Also mache ich mich auf den Weg zurück nach Tanger – natürlich mit ein paar Zwischenstopps.

    Entlang von Dattelpalmen, Oasen sowie der Straße der Kasbahs ging es weiter nach Norden. Die Landschaft wurde immer eintöniger, aber ich kam gut voran. Eine Zwischenübernachtung habe ich in der Nähe von Alnif gefunden und konnte innerhalb eines Hotels wunderbar meinen Camper abstellen.

    Am nächsten Tag ging es weiter bis nach Rissani. Dann wurde mir klar, dass es nur 30 Kilometer Umweg pro Strecke zur Erg Chebbi sind. Ein Blick auf die Wetterkarte veranlasste mich, im Norden einige Ziele zu streichen und stattdessen doch noch ein paar Tage in der Wüste zu bleiben. Ja, es ist hier in der Nähe von Merzouga etwas touristischer, aber trotzdem ruhig, friedlich und vor allem traumhaft schön. Kaum zu glauben, dass die Grenze zu Algerien nur 50 Kilometer Luftlinie entfernt liegt.
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  • Relaxen am Rande der Sahara

    6 marzo 2025, Marocco ⋅ ☀️ 21 °C

    Ich bin vier Tage in Hassilabied bei Merzouga geblieben. Habe etwas gearbeitet, gelesen und bin in den Dünen gewandert. Außerdem habe ich nette Leute kennengelernt und einen kleinen Arabischkurs auf einer Düne beim nicht vorhandenen Sonnenuntergang bekommen.

    Jetzt geht es auf nach Fès. Der Modus für die nächsten Tage heißt: Strecke machen und auch mal etwas auslassen – ich muss ja noch Ziele fürs nächste Mal haben. 🤣🤣🤣
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  • Durch den Hohen Atlas nach Fés

    7 marzo 2025, Marocco ⋅ ☀️ 9 °C

    Schweren Herzens verabschiede ich mich von der Wüste, und es geht nach Norden. In Erfoud besuche ich einen Dattelsouk und decke mich ein. Danach statte ich noch einem Fossiliengeschäft einen Besuch ab und schaue mir an, wie die Fundstücke herausgearbeitet und in Form gebracht werden.

    In der Nähe von Errachidia, zwischen zwei steilen Felsformationen, finde ich einen Platz für die Nacht.

    Weiter geht es, die Landschaft verändert sich – die Flüsse führen Wasser und die Umgebung wird zunehmend grüner. Der schneebedeckte Hohe Atlas begleitet mich. Und dann hat es mich doch erwischt: ein Ticket wegen zu schnellen Fahrens. Zum Glück nur 15 Euro, aber trotzdem unnötig.

    Ich komme nun in die Region um Ifran im Mittleren Atlas. Mit dem Nationalpark Ifrane ist der Ort in der Region Fès-Meknès weit über die Landesgrenzen hinweg bekannt. Denn hier leben Berberaffen in Marokko in freier Wildbahn.

    Und es dauert auch nicht lange, da erblicke ich die ersten Exemplare - natürlich muss ich sofort anhalten. Ein netter Marokkaner gibt mir ein paar Erdnüsse zum Füttern. Erst bin ich etwas skeptisch, aber die Affen sind ganz friedlich und turnen nach einer Weile sogar auf meinem Auto herum. 😍

    Für die Nacht stehe ich jetzt in einem kleinen Garten voller Kirschbäume. Auf den Dächern sitzen Störche, und es ist richtig kalt. Irgendwie erinnert mich hier alles an zu Hause. Heute Nacht werden es 0 Grad, also hole ich erstmal den Daunenschlafsack raus, den ich so lange nicht gebraucht habe.

    Morgen werde ich Fès erreichen und hoffe auf ein paar Regenlücken, um die Stadt entspannt erkunden zu können.
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  • Ankunft in Fès

    9 marzo 2025, Marocco ⋅ 🌬 16 °C

    Nach einer 4,5-stündigen Fahrt bin ich endlich angekommen. Die ersten 1,5 Stunden bestanden fast ausschließlich aus Schlaglochausweichmanövern, Schotterpisten und unterbrochenen Asphaltflächen. Landschaftlich erinnerte mich alles eher an Europa – grün, mit viel Landwirtschaft. Doch Eselkarren und Pferdekutschen holten mich schnell in die Realität zurück und zeigten mir, wo ich wirklich bin.

    Dank eines Tipps von zwei Österreichern in Zagora steuerte ich in Fès einen Parkplatz direkt an der Medina an – ein perfekter Ausgangspunkt. Die Anfahrt führte kurvig und steil am Rand der Medina entlang, war aber gut machbar. Nach der Ankunft hielt mich nichts lange auf – wer weiß, wie lange das Wetter hält. Also ließ ich mich einfach durch die Gassen der alten Medina treiben.

    Fès beherbergt die am besten erhaltene Medina der arabischen Welt: ein riesiges, buntes und lebendiges Labyrinth aus über 9.000 Gässchen, bekannt als Fès el-Bali. Es ist das weltweit größte städtische Gebiet ohne Autoverkehr – zu eng für Autos, deshalb übernehmen hier Esel, Kutschen und Motorräder den Transport von Waren und Menschen. Die gesamte Altstadt gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe.

    Auf Anraten des Parkwächters bog ich links in die Medina ab, lief immer weiter bergab und schlängelte mich durch kleinere Gassen einmal quer hindurch. Es ist eng, bunt und wundervoll. Überall kann ich beim Herstellen von Waren zusehen, sei es Metallbearbeitung, Schleifen von Horn oder Webereien. Nur die Gerberei lasse ich aus. Diesen Geruch ertrage ich nicht. Da hilft auch keine Minze. Man darf aber den Blick nach oben nicht vergessen, denn es gibt jede Menge gut erhaltene Bauwerke zu bestaunen.

    Schon bald stieß ich auf die Kairaouine-Moschee (Moschee von al-Qarawiyyin), die ich als Nichtmuslimin nicht betreten darf. Sie verfügt über 14 Eingangstore und ist der älteste erhaltene Moscheebau Marokkos. Die angeschlossene Universität al-Qarawiyyīn gilt als die älteste Universität der islamischen Welt. Ihre Handschriftenbibliothek, die Maktabat al-Qarawīyīn, ist seit Jahrhunderten die bedeutendste Sammlung islamischer Schriften in Marokko.

    Was ich jedoch besichtigen konnte, war die Madrasat al-Attārīn, eine ehemalige Koranschule in der Medina. Die kunstvollen Mosaike, filigranen Steinmetzarbeiten und kunstvoll geschnitzten Holzdecken waren einfach beeindruckend. Von den kleinen Studienzimmern im Obergeschoss hatte ich einen wunderbaren Blick auf die grünen Dächer der Moschee und Universität.

    Auf dem Rückweg – frei nach dem Motto „Hauptsache die Richtung stimmt“ – kaufte ich noch frische Minze und ein hervorragendes Brot. Am Abend setzte dann starker Regen ein, also machte ich es mir im Camper gemütlich. Ich muss sagen, der erste Eindruck ist großartig.

    Für morgen habe ich mir ein paar Ziele ausgesucht, die ich ansteuern will. Mal sehen, was es am Ende dann wird.
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  • Entdeckungtour Fès

    9 marzo 2025, Marocco ⋅ 🌧 14 °C

    Ein lauter Knall riss mich aus dem Schlaf. Es war noch dunkel, und als wenig später der Gesang zum Gebet erklang, wurde mir klar, dass gerade zum Suhur, dem Frühstück vor dem Fasten, geweckt wurde. Der Ramadan hatte ja am 1. März begonnen.

    Schlafen konnte ich nicht mehr. Nach einer Tasse Kaffee und etwas Lektüre machte ich mich früh auf den Weg. Diesmal entschied ich mich für die Route nach rechts – es ging bergauf. Die Stadt schlief noch, fast alle Läden hatten geschlossen. Nach ein paar Minuten erreichte ich ein prachtvolles Eisentor, hinter dem sich die Medersa Bou Inania verbarg – eine der berühmten theologischen Hochschulen von Fès. Erbaut zwischen 1351 und 1357 unter Sultan Bou Inan, beeindruckt sie mit kunstvollen Zellij-Fliesen, geschnitzten Mashrabiyas (Zedernholz-Gitterschirmen) und massiven Messingtüren. Besonders faszinierten mich die filigranen Holzschnitzereien. Anders als viele andere Schulen, die nur eine einfache Gebetshalle besitzen, beherbergt die Bou Inania sogar eine komplette Moschee innerhalb ihrer Mauern.

    Gleich gegenüber liegt das Dar al-Magana, das sogenannte „Uhrenhaus“. Seinen Namen verdankt es der hydraulischen Wasseruhr, die Sultan Abu Inan Faris 1357 errichten ließ.

    Von dort zog es mich weiter – auf der Suche nach dem berühmten Bab Boujloud, dem Blauen Tor. Ich querte einen großen Platz und kam mit einem Tourguide ins Gespräch, der mir den Jnan Sbil empfahl – einen über sieben Hektar großen öffentlichen Garten. Ursprünglich im 18. Jahrhundert von Sultan Moulai Abdallah angelegt, wurde er später auf Initiative von Prinzessin Lalla Hasna restauriert und 2010 neu eröffnet. Die außergewöhnliche Bepflanzung mit Eukalyptusbäumen, Palmen und Nadelhölzern, von denen einige über hundert Jahre alt sind, schafft mitten im Stadtzentrum eine Oase der Ruhe.

    Nach einem ausgedehnten Rundgang durch den Park ging es wieder hinein in die Medina – diesmal durch das berühmte Bab Boujloud. Das im maurisch-andalusischen Stil erbaute Tor wurde 1913 während der französischen Besatzung errichtet. Seine blau-grünen Mosaikfliesen machen es zu einem der meistfotografierten Motive der Stadt. Direkt daneben steht übrigens das Originaltor aus dem 12. Jahrhundert. Ich ließ mich in einem Café mit Blick auf das Tor nieder und gönnte mir ein gemütliches Frühstück.

    Ein Ziel hatte ich noch: den El Glaoui-Palast. Die verwinkelten Gassen dorthin waren nicht leicht zu finden, also ließ ich mir von ein paar Kindern den Weg zeigen – natürlich gegen ein paar Dirham. Hier war plötzlich alles anders: verlassen, ruhig, kein einziger Tourist weit und breit.

    Um den Palast zu betreten, musste ich erst einmal den Wächter wecken. Dann folgte ich den Pfeilen auf eine Erkundungstour durch das weitläufige Gelände. Im Gegensatz zu anderen historischen Gebäuden in Fès ist dieser Palast unrenoviert – und genau das machte seinen besonderen Reiz aus. Die verfallenen Mauern, die verwitterten Türen, alles fühlte sich an, als wäre die Zeit stehen geblieben.

    Die Geschichte des Palastes ist eng mit der Familie Glaoui verbunden, insbesondere mit Thami El Mezouari El Glaoui (1870–1956), dem einst mächtigen Pascha von Marrakesch. Er verbündete sich während des französischen Protektorats mit den Kolonialherren und unterstützte sogar die Verbannung von König Mohammed V. Als Marokko 1956 seine Unabhängigkeit erlangte, verlor er sämtlichen Einfluss. Seitdem wurde seine Familie regelrecht totgeschwiegen, und sein einst prächtiger Palast - wie auch alle anderen Gebäude der Familie - blieb sich selbst überlassen. Manche sehen darin eine Art jahrzehntelange Strafe – eine bewusste Entscheidung, dieses Zeugnis seiner Macht nicht wiederherzustellen.

    Nach diesem eindrucksvollen Besuch schlenderte ich gemütlich zurück in die Stadt, plauderte mit Ladenbesitzern und ließ mir so manches über Fès erklären.

    Was für eine Stadt! Neben Marrakesch mein neuer Favorit – ein würdiger Abschluss meiner Marokkoreise.
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  • Good Bye Marokko 😢

    11 marzo 2025, Marocco ⋅ 🌬 16 °C

    Noch einmal habe ich am Campingplatz Tahadart Halt gemacht. Am nächsten Tag führte mich meine Reise in Richtung Cap Spartel, wo ich den Tag mit Blick auf den Atlantik verbrachte. Am Nachmittag stellte ich fest, dass meine frisch aufgepumpten Reifen schon wieder etwas Luft verloren hatten. Also machte ich vor der Weiterfahrt noch einen kurzen Stopp beim Reifenservice. Dort wurden alle vier Hinterreifen abmontiert und getestet – tatsächlich mussten drei Ventile ausgetauscht werden.

    Das Ganze dauerte gerade einmal 30 Minuten, inklusive Verständigung per Google Translate, und kostete nicht einmal 15 Euro. Einfach unschlagbar!

    Die letzte Nacht verbrachte ich direkt am Hafen. Zuvor gönnte ich mir noch einen letzten Tankstopp – ein Liter Diesel für nur einen Euro, das werde ich vermissen!

    Goodbye Marokko 🇲🇦, bis zum nächsten Mal!
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  • Stippvisite Spanien

    12 marzo 2025, Spagna ⋅ 🌧 15 °C

    Bevor es weitergeht an die Algarve, mache ich zwei Tage Halt in Spanien.

    Das Ausschiffen hat etwas länger gedauert, da eine Rampe kaputt war, sodass ich erst um 5 Uhr am Campingplatz in Tarifa ankomme. Zum Glück gibt es noch Platz, und ich darf mich einfach unter die Bäume auf die Campingwiese stellen – ein wunderschöner Ort mit Blick aufs Meer. Doch die Nacht bringt Regen und Gewitter, und am Morgen hagelt es sogar.

    Langsam bekomme ich Bedenken, ob ich hier überhaupt wieder wegkomme. Als dann auch noch Sturm und weiterer Regen angesagt sind, entscheide ich mich, schnell weiterzufahren. Laut Wetterbericht sieht es an der Algarve besser aus.

    Ich suche mir ein Plätzchen in der Nähe von Huelva, und morgen geht es nach Portugal, genauer gesagt nach Tavira. Ich freue mich – es ist schon eine Weile her, dass ich dort war!

    P.S.: Fotografiert habe ich nicht wirklich. Die Bilder entsprechen der Ausbeute von 2 Tagen 🙈. Aber das ändert sich ab morgen wieder. 🤞
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  • Angekommen in Portugal, Tavira 🇵🇹

    14 marzo 2025, Portogallo ⋅ ☀️ 15 °C

    Tavira gilt als eine der schönsten Städte Portugals – und ich fühle mich sofort wohl.
    Die kleine Hafenstadt an der windgeschützten Seite der Algarve hat mich mit ihrer Mischung aus Geschichte, Charme und entspanntem Lebensgefühl sofort in ihren Bann gezogen.

    Beim Schlendern durch die Altstadt faszinieren mich die weiß-blau gekachelten Häuser, die maurischen Einflüsse und die unzähligen Kirchen, die Taviras bewegte Geschichte widerspiegeln. Überall leuchten mir Souvenirs aus Kork und die typischen Farben Blau und Weiß entgegen. Die Burg auf dem Hügel bietet eine fantastische Aussicht auf das Häusermeer und die vielen Kirchtürme – ein perfekter Ort, um für einen Moment innezuhalten. Zwischen den alten Stadtmauern wurde hier ein wunderschöner Garten angelegt, der zum Verweilen einlädt.

    Der Fluss Gilão schlängelt sich durch die Stadt, und die berühmte Römerbrücke führt mich direkt zum Praça da República, dem lebhaften Herz Taviras. Zwar wird gerade viel gebaut, und in den Gassen stapelt sich Baumaterial, doch das tut der entspannten Atmosphäre keinen Abbruch. In einer kleinen Seitenstraße gönne ich mir ein Mittagessen – allerdings zu portugiesischen und nicht zu marokkanischen Preisen. Da muss ich mich erst wieder dran gewöhnen. 🤣

    Mein Bus steht sicher am Fluss geparkt – und hier werde ich heute auch übernachten. Morgen setze ich zur Ilha de Tavira über, einer vorgelagerten Sandinsel, die perfekt für einen Tag am Meer ist.
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  • Sonne, Wolken, Strand & Meer 😍

    15 marzo 2025, Portogallo ⋅ ⛅ 15 °C

    Was für ein traumhafter Tag! Zuerst setze ich zum Naturpark Ria Formosa über und erreiche die 11 Kilometer lange Ilha de Tavira. Ich starte am Hauptstrand und wandere entlang des Meeres – natürlich nicht, ohne dass die ein oder andere Muschel den Weg in meine Tasche findet. Am Beach Terra Estreita lege ich eine Pause ein, bevor es zurückgeht – direkt dunklen Wolken entgegen. Doch ich habe Glück: Es fängt erst an zu regnen, als ich fast am Fähranleger bin. Ein sooo entspannter Tag!Leggi altro

  • Fuseta - kleines Dorf an der Algave

    16 marzo 2025, Portogallo ⋅ ☁️ 16 °C

    Fuseta ist ein kleines Dorf in der Gemeinde Olhão und wäre wohl kaum jemandem ein Begriff, würde der Roman *Tod in Fuseta* nicht hier spielen. Ich bin heute angekommen und konnte einen guten Platz ergattern – viel Licht und viel Raum. Perfekt, um ein paar entspannte Arbeitstage einzulegen, denn es ist jede Menge Regen angesagt.

    Heute steht aber erstmal ein kleiner Stadtspaziergang auf dem Plan. Der Ort zeigt sich in der Nachsaison von seiner ruhigen Seite. Auf den Gehwegen entdecke ich in den Pflastersteinen wunderschöne Muster – das gibt es überall in Portugal, und ich liebe es! Zwischendurch genieße ich frisch gegrillten Fisch, der direkt vom Meer auf den Teller kommt in einem kleinen Restaurant in einer Seitenstraße bei typisch portugiesischen Flair. Wunderbar.

    Bevor ich zum Camper zurückgehe, mache ich noch einen Abstecher zum Stadtstrand.
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  • Fuseta die Zweite

    21 marzo 2025, Portogallo ⋅ 🌬 16 °C

    Ich bin noch in Fuseta und lasse es mir gutgehen. Die Regenabschnitte sind deutlich seltener als vorhergesagt – perfekt, um zwischendurch ein bisschen zu arbeiten und trotzdem viel Zeit draußen zu verbringen. Ansonsten nutze ich die Zeit, um weiter das Dorf zu erkunden oder an der Lagune spazieren zu gehen. Es gibt immer noch Neues zu entdecken.
    Natürlich genieße ich auch weiterhin den frischen Fisch hier. Der Campingplatzbesitzer verrät mir immer, wann ein guter Tag ist und die Fischer besonders viel gefangen haben.
    Bevor es morgen weiter geht, hier noch ein paar weitere Eindrücke von Fuseta.
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  • Markttag in Olhão

    22 marzo 2025, Portogallo ⋅ 🌬 14 °C

    Nach einigen Tagen in Fuseta ging es heute weiter nach Olhão. Mein Ziel: der berühmte Markt. Genauer gesagt sind es zwei Markthallen direkt nebeneinander am Wasser – die eine für Fisch und Meeresfrüchte, die andere für Obst, Gemüse, Käse und andere regionale Produkte. Der Fischmarkt zählt zu den besten in Portugal und beeindruckt mit seiner Vielfalt: frische Sardinen, Tintenfische, Muscheln, Garnelen und zahlreiche Fischsorten.

    Ich hatte Glück, denn es war Samstag – zusätzlich fand ein großer Bauernmarkt unter freiem Himmel statt, auf dem lokale Produzenten ihre Waren anboten.

    Nach dem Marktbesuch und einem Café-Stopp, bei dem ich das bunte Treiben noch eine Weile beobachtet habe, machte ich einen kleinen Rundgang durch die Stadt. Die weiß getünchten Häuser mit ihren maurischen Einflüssen verleihen Olhão einen ganz besonderen Charme.

    Dann ging es weiter – nächster Halt: Estoi und der alte Palácio.
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  • Estoi und der alte Palácio

    22 marzo 2025, Portogallo ⋅ 🌬 15 °C

    In Estoi angekommen, erwartete mich ein völlig anderer Zauber. Der kleine Ort wirkt auf den ersten Blick unscheinbar, doch oberhalb des Dorfes liegt verborgen ein wahres Schmuckstück: der Palácio de Estoi.

    Der ehemalige Adelssitz aus dem 19. Jahrhundert beeindruckt mit seinem romantischen Charme, den verspielten Details und dem Hauch vergangener Zeiten. Besonders schön sind die gepflegten Gartenanlagen mit ihren Springbrunnen, Azulejo-Fliesen und verschnörkelten Treppen – ein Ort, der zum Schlendern, Staunen und Träumen einlädt.

    Heute ist der Palácio ein elegantes 5-Sterne-Hotel. Besonders beeindruckt hat mich, wie liebevoll die historischen Details erhalten wurden und dennoch ein moderner Hotelbetrieb möglich ist. Das zeigt sich zum Beispiel beim Frühstücksbuffet: Der alte Kamin und die früheren Spülbecken wurden stilvoll integriert und erzählen ihre eigene Geschichte mitten im heutigen Alltag.

    Viele der historischen Möbel sind noch in Gebraucht, was dem Ort eine besondere Atmosphäre verleiht. Ein kleines Museum im Gebäude zeigt Fundstücke aus der Region und rundet das Erlebnis anschaulich ab.

    Ein faszinierender Nachmittag – und ein stiller, fast magischer Kontrast zum lebendigen Treiben auf dem Markt in Olhão.
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  • São Brás de Alportel

    23 marzo 2025, Portogallo ⋅ 🌬 12 °C

    Heute geht’s ein paar Kilometer weiter ins Landesinnere – nach São Brás de Alportel. Schon in der Altsteinzeit lebten hier Menschen, und ab dem 2. Jahrhundert v. Chr. hinterließen auch die Römer ihre Spuren. Beim Spaziergang erkunde ich den typisch portugiesischen Ort und stoße auf Relikte aus vergangener Zeit. Besonders beeindruckend: die Calçadinha Romana, ein noch gut erhaltener Abschnitt einer römischen Straße – Geschichte zum Darüberlaufen!Leggi altro

  • Der Alentejo und die Westküste

    24 marzo 2025, Portogallo ⋅ ⛅ 14 °C

    Quer durchs Landesinnere geht’s für mich in den wunderschönen Alentejo – eine meiner absoluten Lieblingsregionen. Weite, Ruhe und Vielfalt prägen diese Gegend: sanfte Hügel, goldene Felder, urige Korkeichenwälder und dazwischen malerische Städte mit historischen Stadtmauern und beeindruckenden Festungen. Und dann natürlich die traumhafte Westküste – wild, rau und voller schöner Buchten.

    Ich halte in Vila Nova de Milfontes, einem Ort im *Parque Natural do Sudoeste Alentejano e Costa Vicentina*, einem Naturschutzgebiet, das sich entlang der gesamten südwestportugiesischen Küste erstreckt. Der Ort liegt direkt an der Mündung des Rio Mira in den Atlantik – eigentlich perfekt zum Erkunden.

    Eigentlich… denn daraus wird heute leider nichts. Meine Knie melden sich ziemlich laut zu Wort – an Laufen ist kaum zu denken. Da dagegen Anlaufen anscheinend nicht geholfen hat, gönne ich mir also etwas Ruhe. Aber einen kleinen Abstecher zum Strand lasse ich mir nicht nehmen.

    Zum Glück treffe ich auf dem Campingplatz Jutta und Michael- richtig nette Leute – wir essen spontan zusammen zu Abend. Michael hat ein richtiges Festmahl kreiert. Es war ein wunderbarer Abend.

    Morgen geht’s weiter nach Cascais und ich freue mich Nina zu treffen. Wir haben uns tatsächlich seit Wochen nicht gesehen.
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  • Abschlusswoche in Cascais

    26 mar–2 apr 2025, Portogallo ⋅ ☀️ 15 °C

    Etwa 25 Kilometer westlich von Lissabon liegt Cascais, ein ehemaliges Fischerdorf direkt am Atlantik. Hier verbringe ich die letzte Woche meiner Reise — bei meiner Tochter und ihrem Freund. Wir schlendern über Märkte, entdecken versteckte Strände und erkunden das wunderschöne Naturschutzgebiet Sintra-Cascais. Die Spuren des letzten Sturms sind noch überall zu sehen, doch wir haben Glück: Der Wind bleibt zwar unser ständiger Begleiter, aber genauso auch die Sonne. Ein wunderschöner Abschluss für diese Reise — voller gemeinsamer Momente, Natur und Meer.
    Am 4.4.25 bin ich pünktlich zum Familienessen wieder zu Hause angekommen.
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  • Wieder zu Hause 😀

    4–6 apr 2025, Germania ⋅ ☀️ 16 °C

    Am 2. April habe ich mich auf die Heimreise gemacht. Bis auf ein kleines Reifenproblem bin ich super durchgekommen – und am 4.4.25 hat Hann. Münden mich mit blühenden Bäumen und Sonnenschein empfangen. Es fühlt sich gut an, wieder zu Hause zu sein und alle wiederzusehen.

    Hinter mir liegt ein wunderbarer Winter, für den ich sehr dankbar bin. Ich durfte so viele tolle Menschen kennenlernen und unvergessliche Reiseerlebnisse, Gespräche und Abenteuer teilen. Marokko hat mich in seinen Bann gezogen – aber auch an manchen Stellen sprachlos zurückgelassen.

    Ich werde auf jeden Fall wiederkommen und bin gespannt, wie sich das Land weiterentwickelt. Alles deutet auf Wachstum hin — ich hoffe sehr, dass das auch Chancen und Lösungen bietet und nicht nur neue Probleme schafft.
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    Fine del viaggio
    4 aprile 2025