Albania
Qarku i Dibrës

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14 travelers at this place

  • Day52

    Bereist Mazedonien.!

    August 21, 2019 in Albania ⋅ ⛅ 27 °C

    Ich liebe es im Zelt zu schlafen..nur ein paar schalldichte Wände wären manchmal ganz wünschenswert..Zum Beispiel wenn ein Hund vier mal in der Nacht vollkommen grundlos ausrastet oder der muezzin in der Moschee nebenan pünktlich 5:30 zum Gebet ruft..Zerknurkelt verabschiedeten wir uns von der albanischen, kettenrauchenden Gangsteromi, die uns Unterschlupf gewährte und bezahlten eifrig mit ein paar von ihr gewünschten Selfies..ein Freund der Familie eskortierte uns auf seinem Moped für 3km zur Autobahn, dass wir auch ja den richtigen Weg finden..nach zwei Stunden Anstieg sind wir endlich bei dem 1320m Gipfel angekommen und hatten einen fantastischen Blick auf den Bergsee, bevor eine ehrfürchtige 50km Abfahrt durch den Mavrovo Nationalpark folgte..Hola die Waldfee, Mazedonien hat naturtechnisch ganz schön was drauf..Kein Wunder, dass jedes Land rundrum was davon abhaben will..😅..
    Nach 50km engen, steilen, begrünten, majestätischen Felsschluchten, die einen wie das kleinste und unbedeutenste Wesen der Welt erscheinen lassen, landen wir in einem Tal..Ich dachte die bulgarischen Berge sehen bedrohlich aus..Aber das fühlt sich an wie ein Stand-off zweier Nationen..Mazedonische Berge rechts, albanische Berge links..Beide schauen sich tief in die Augen, Spannung liegt in der Luft, keiner bewegt sich einen Zentimeter und wir fahren mitten durchs Schussfeld..Genau hier passieren wir die Grenze..nach ein paar Kilometern Albanien wechselt die bedrohliche Stimmung zu einer Augenweide von Flusslauf..es geht weiter in die Berge..Nur irgendwie haben meine Knie keine Lust darauf..zehn Tage Pause reichen, dass die Anfangswehwehchen wieder einsetzten..😅..
    Weil es gestern so gut funktioniert hat und die Campspotsituation ähnlich ist, fragen wir in einem Restaurant an der Bergstraße nach einem grünen Fleckchen für unser Zelt..Klappt hervorragend..Gefühlt spricht niemand in Albanien Englisch..Dafür sehr viele Deutsch..ein paar interessierte Gäste, laden uns sogar zum Essen ein..Die beiden sind ursprünglich von hier, machen grade Urlaub und wohnen seit Jahren in Berlin und betreiben ein italienisches Restaurant in Weißensee..Die Welt ist ein sehr kleiner Ort..Ist auch gut so, sonst würde ja keiner mit Fahrrad von Land zu Land fahren..😁..
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  • Day58

    Tag 58 - Nationalpark Dajti

    September 10, 2019 in Albania ⋅ ☀️ 26 °C

    10 km / 2570 km - 10 / 242 Stunden

    Ausgaben:

    0 € / 29 € Transport (Fähre, etc.)
    3,5 € / 571,5 € Lebensmittel
    0 € / 422 € Unterkunft
    0 € / 117 € Eintrittspreise
    0 € / 12 € Anschaffungen
    0 € / 8 € Ersatzteile

    3,5 € / 1159,5 € Gesamt

    Heute morgen hatte ich ein Frühstück angedacht, welches mich zwar ernährt, aber nicht so jeden Geschmack treffen würde.
    Meist fahre ich nahrhafte Kekse und Früchte umher. Wenn möglich auch Brot und Käse.

    So saß und aß ich im Zelt königlich.
    Der Besitzer des Landes auf welchem ich derweil zeltete kam vorbei und ich sah mich schon in Eile aufbrechen.
    Er sagte nur "Breakfast?" und deutete auf mein Essen. Ich antworte ihm mit einem Nicken und er schüttelte den Kopf, winkte mich heran und ging mit mir durch seinen Garten.
    Danach kehrte ich zurück zum Zelt wie ein fliegender Obsthändler. Ich verpackte alles und aß den Rest. Das war mehr, als ich die vergangenen Tage zum Frühstück hatte.

    Dann ging es weiter. Fortan den Berg hinauf. Ohne Unterlass kontinuierlich aufwärts.
    An diesem Tag hatte ich so oft gedacht, dass nach der nächsten Kuppe, nach der nächsten Kurve dieser Irrweg zuende ist und ich wieder fahren kann.
    Doch das sollte noch lange nicht der Fall sein.

    Ich habe irgendwann aufgehört zu zählen, an wie vielen Häusern und durch wie viele Siedlungen ich kam.
    Irgendwann konnte ich es nicht mehr in meinem Gehirn unterbringen, dass hier so viele gut aussehende Häuser stehen, auch Kirchen und Moscheen, und auch viel Technik und eben auch ab und an Fahrzeuge, wenn ich kaum über diese Pisten komme.
    Manche Ein- und Ausstiege in die einzelnen Abschnitte waren so steil und rutschig, dass ich kaum passieren konnte.

    Also wie kommt das alles dort hin?

    Noch ist es mir ein Rätsel. Und das wird es auch bleiben.
    Mein Verstand sagt: Helikopter.
    Meine Logik schreit: Nein!

    Wohl an. Wenigstens lenken mich diese kleinen Rätsel von diesen Anstrengungen an.
    Nach etwas mehr als zwei Kilometern und fünf Stunden komm ich an einen Anstieg, der mir nochmal frontal in mein Gesicht schlägt.
    Ich ahne schon, was kommt. Ruhe mich aus. Bereite meinen Geist vor.

    Dieser Anstieg verlangt alles von mir ab.
    Zwar befinde ich mich seit dem letzten Dorf seit 500 Metern auf einer halbwegs fahrbaren Straße, aber jetzt hat die Schwerkraft mit Untergrund abgeschlagen.
    Und sie zieht unerbittlich nach unten.

    An diesem Hang schaffe ich es, fünf Meter zu schieben. Dann muss ich pausieren. Dann wieder. Und wieder.
    Dieser feine und unebene Untergrund bietet nicht genug halt für Fuß und Rad. Und so bewegt sich beides immer in unterschiedliche Richtungen und immer nicht dahin, wo ich es möchte.

    Nach einer Stunde habe ich es geschafft.
    Wahnsinn! Drei Kilometer in sechs Stunden.
    Ich betrachte meine Vorräte, mein Wasser und die Karte und stelle fest, dass sich das alles nicht so ganz im Einklang befindet.
    Aber was soll's. Oben angekommen geht es ja jetzt wieder bergab. Und mir kamen abermals Lastkraftwägen entgegen. Also muss doch die Straße besser sein, als bisher.

    Nein!
    Gleiche Geschichte, gleiches Leid und die immer gleiche Frage: Wie?
    Wie kommen die dort hin. Und wo kommen sie her? Und noch besser: wo fahren sie?

    Auf die letzten beiden Fragen hatte ich Antworten gefunden. Zwar keine, die ich so erwartet hätte, aber schlüssige.
    Bleibt noch die Frage nach den Pisten, auf denen sie fahren. Alles reiner Wahnsinn!

    Nun gut. Es ging den Berg hinab. Hinein in ein Tal mit einem Dorf. Und auch ein paar Leuten. Aber keiner Einkaufsmöglichkeit und keinerlei Wasserquellen. Auch keinen Menschen, die man ausmachen konnte und fragen.

    Also ging es hinaus aus dem Tal, rauf auf einen weiteren Berg.
    Wenigstens konnte ich fahren. Musste nicht mehr schieben, aber das machte mir das Leben auch nicht viel einfacher. Die Anstrengungen vom morgen steckte noch in den Knochen und es ging elend schleppend voran.

    Und oben angekommen, mitten im Nichts stand eine Bar.

    Ich konnte Waser bekommen. Gut, nichts vertrauenswürdiges, aber kein Problem, dass meine Chlortabletten nicht lösen könnten.

    Danach ging es nicht viel weiter.
    Ich schlage mein Zelt oben auf dem Hang auf. Zwischen zwei Hügeln und verdeckt von der Straße.
    Plötzlich sehe ich mich umringt von einer Herde Ziegen.
    Und den Hang hinauf gestapft kam der Hirte.

    Da Ziegen auf grünes stehen, hat eine mein Zelt angeknabbert, eine andere meinen Müll. Ich wusste nicht, was ich zuerst korrigieren sollte.

    Aber als Ruhe eingekehrt war, hatte ich eine gute Nacht.
    Auf allen Bergen ringsum waren viele Gewitter. Bei mir nur der Regen. Erschöpft schlafe ich ein.

    Song des Tages
    Vidage - 1000mods
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  • Day68

    Tag 68 - Peshkopi

    September 20, 2019 in Albania ⋅ ⛅ 14 °C

    60 km / 2930 km - 9 / 293 Stunden

    Ausgaben:

    0 € / 39 € Transport (Fähre, etc.)
    3 € / 641 € Lebensmittel
    8 € / 489 € Unterkunft
    0 € / 117 € Eintrittspreise
    0 € / 12 € Anschaffungen
    0 € / 8 € Ersatzteile

    11 € / 1306 € Gesamt

    Wir müssen zeitig aufstehen. Um 6 Uhr werden wir aus den Betten geworfen, weil die ersten Gäste erwartet werden. Aber das war uns schon vorher klar.
    Somit haben wir die Möglichkeit zeitig loszukommen und nutzen sie wieder nicht.

    Gegen 10 Uhr sind wir dann fertig und fahren los. Aber ab jetzt lacht uns die Sonne entgegen und wir starten in einen warmen schönen Tag.
    Wieder führt uns die Strecke über viele Hügel und auch einige steile Berge. Aber die Route macht Spaß und das Fahren auf ihr ist heute sehr angenehm. Auch natürlich dem guten Wetter geschuldet und unserer daraus resultierenden guten Laune.

    Nach einer längeren Mittagspause treffen wir auf die beiden Reiseradler, welche wir schon am Koman See getroffen haben. Sie haben aber entgegen unserer Route die Nordroute eingeschlagen und sind nicht über die Autobahn gefahren. Generell scheinen die beiden mir sehr viel Strecke am Tag zurückzulegen.
    Heute morgen noch sind sie auch an dem Supermarkt vorbei gefahren, in welchem wir gehalten haben und es wurde ihnen erzählt, dass eine Gruppe von fünf Radlern hier geschlafen hätte. Sie wussten sofort, dass es sich um uns handelt.

    Nach der Mittagspause starten die beiden noch vor uns aber wir haben sie nach wenigen Kilometern dann wieder eingeholt, als sie uns wieder entgegen kommen, weil sie sich doch entschieden haben, nicht bis nach Peshkopi zu fahren. Aber uns führt noch die Reise bis in diese Stadt und wir suchen uns ein günstiges Hostel.
    Dies liegt auf einem Berg und ist das ehemalige Haus des Diktators der Stadt. Hier finden wir einen sehr netten Gastgeber vor und eine noch viel lieberen und kleinen Hund, den ich sofort einige Zeit lang streicheln muss.

    Song des Tages
    Amazing Horse - Mr. Weebl
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  • Day12

    Am schwarzen Drin

    August 13, 2018 in Albania ⋅ 🌙 22 °C

    Der Plan : vom Ohrid See über die Berge zum Unterlauf des schwarzen Drin, einen schönen Platz am Fluss suchen und den Grill anschmeissen.

    Die Realität : einen schönen Platz gefunden, einen halben Plattfuss hinten rechts bemerkt, also wieder zurück in die Stadt, um 18:30 einen "Reifendienst" gefunden, 19:30 alles wieder okay, zum alten Stellplatz am Fluss zu weit,

    ah da ist ein Restaurant, 😁
    Es lässt sich nicht nachvollziehen, wer wen nicht verstanden hat, aber letztendlich habe ich zur Flussterrasse umgeparkt, nur leider nichts zu Essen bekommen.
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You might also know this place by the following names:

Qarku i Dibrës, Qarku i Dibres

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