Ein gemütlicher Ausflug nach Grein
Gisteren, Oostenrijk
⛅ 15 °C
Heute Morgen lümmeln wir erst einmal ein wenig herum. Eigentlich wollten wir im Dorf einkaufen gehen, denn der angezeigte Markt schien bequem zu Fuss erreichbar zu sein. Leider ist dieser inzwischen in den Nachbarort umgezogen. Damit fällt der grosse Zmittag vorerst ins Wasser. Da wir am Nachmittag ohnehin ein Stück dem Donauradweg entlang bis nach Grein fahren wollen, verschieben wir den Einkauf kurzerhand auf später. Dort wird sich bestimmt ein Lebensmittelladen finden lassen, in dem wir uns mit Fleisch und frischem Gemüse für die nächsten Tage eindecken können.
Unsere Fahrräder kommen heute also wieder einmal zum Einsatz. Gemütlich radeln wir auf der Südseite der Donau entlang in Richtung Grein. Die Temperaturen sind spürbar gesunken und die Handschuhe leisten bereits gute Dienste. Zum Glück verläuft der Radweg angenehm flach, sodass wir schon nach kurzer Zeit in Grein ankommen.
Wir schlendern entspannt durch den kleinen Ort. Flussabwärts von Grein beginnt der Strudengau, ein Abschnitt der Donau, der früher bei den Schiffern gefürchtet war. Felsen, starke Strömungen und gefährliche Wirbel machten die Durchfahrt einst zu einem riskanten Unterfangen. Grein war deshalb ein wichtiger Anlaufpunkt für Schiffer, Lotsen und Reisende. Erst mit dem Bau des Kraftwerks Ybbs-Persenbeug und dem dadurch entstandenen Rückstau wurde dieser Donauabschnitt ab 1957 für die Schifffahrt deutlich entschärft.
Zu dieser Jahreszeit ist nicht mehr viel los. Der ganze Ort scheint sich bereits im Winterschlaf der Zwischensaison zu befinden. Trotzdem lassen wir es uns nicht nehmen, gemütlich durch die Hauptgasse zu schlendern und anschliessend entlang der Donau wieder Richtung Zentrum zu spazieren.
Auch den kurzen Anstieg hinauf zur Greinburg nehmen wir noch in Angriff. Das Schloss zählt zu den bedeutendsten historischen Anlagen Oberösterreichs. Ursprünglich als Burg errichtet, wurde es im Laufe der Jahrhunderte immer mehr zu einem repräsentativen Schloss umgestaltet. Besonders der prächtige Arkadenhof soll sehenswert sein. Allerdings ist dieser nur mit Eintritt zugänglich. Irgendwie fehlt uns heute die Lust auf eine ausgedehnte Schlossbesichtigung. Wir lassen es lieber gemütlich angehen.
Statt geschichtlicher Entdeckungen gönnen wir uns in einem Café einen feinen Marillen- & Apfelstrudel mit Vanillesauce. Einfach göttlich! Manchmal sind es eben genau diese kleinen Genüsse, die einen Ausflug perfekt machen.
Auf dem Rückweg werden wir tatsächlich noch fündig und entdecken einen Supermarkt. Wir decken uns mit allem ein, was wir für die kommenden Tage brauchen, und machen uns anschliessend auf den Heimweg.
Doch eine kleine Überraschung wartet noch auf uns: Auf der Brücke, die uns über die Donau führt, beobachten wir ein Flusskreuzfahrtschiff, das gemächlich stromabwärts gleitet. Ob es wohl in Grein anlegt? Wir schauen ihm noch einen Moment nach, bevor wir uns wieder auf unsere Fahrräder schwingen.
Ein gemütlicher Ausflug, ein feiner Marillenstrudel und ein wenig Donauromantik – manchmal braucht es gar nicht mehr.Meer informatie
Vom ersten Schnee an die Donau
22 oktober, Oostenrijk
☀️ 13 °C
Die ganze Nacht über hat es geregnet, mal stärker, mal weniger stark. Doch was sehen wir beim ersten Blick nach draussen am Morgen? Die Berge rund um uns herum sind wunderschön mit dem ersten Schnee der Saison gezuckert! Damit sind unsere Wandertage wohl vorerst gezählt. Kurzerhand entscheiden wir uns, in eine Gegend zu fahren, in der wir mit Sicherheit keinen Schnee antreffen werden. Unser heutiges Ziel: die Donau!
Zuerst geht es nach Deutschland, genauer gesagt nach Bad Reichenhall. Dort können wir unseren Gastank wieder auffüllen und sind damit bestens für die kommenden, kälteren Nächte gerüstet.
Kaum haben wir die deutsche Grenze überquert, geht es auch schon wieder zurück nach Österreich, in Richtung Salzburg. Die Stadt lassen wir auch dieses Mal links liegen und fahren weiter Richtung Linz.
Seit unserem Grossglockner-Abenteuer mit den rauchenden Bremsen haben wir ein kleines Problem mit unserem IVECO. Die Anzeige meldet einen zu niedrigen Luftdruck an den Reifen der Hinterachse. Auch die längere Fahrt hat leider nichts daran geändert, und die Warnmeldung ist nach wie vor da.
Also suchen wir im Internet nach einer IVECO-Werkstatt in der Gegend von Linz und werden fündig. Dort angekommen, bekommen wir unkompliziert und ohne lange Wartezeit einen Termin und dürfen gleich in die Werkstatthalle fahren. Die Hilfe erfolgt prompt, und bereits nach einer halben Stunde können wir unsere Fahrt wieder fortsetzen. So einfach kann es manchmal gehen!
Inzwischen haben wir uns auch für unser heutiges Ziel entschieden: Ardagger Markt. Der Ort liegt direkt an der Donau und am Donauradweg. Wir steuern den Stellplatz der Gemeinde an, richten uns gemütlich ein und lassen den Fahrtag entspannt ausklingen.
Unser Tacho zeigt heute stolze 281 Kilometer mehr an.Meer informatie
Herbstwetter, Wellness und Kaspressknödel
21 oktober, Oostenrijk
🌧 13 °C
Das Wetter schlägt heute auch bei uns um, und für den späten Nachmittag ist Regen angesagt. Vorbei also mit dem schönen Herbstwetter! 🍂 Deshalb zieht es Yvonne heute Morgen noch einmal hinaus in die Natur. Sie unternimmt eine schöne Rundwanderung vom Campingplatz entlang der Saalach bis nach St. Martin und wieder zurück.
Den Nachmittag verbringen wir im hauseigenen Wellnessbereich, der zu dieser Jahreszeit bei unserem Stellplatz inklusive ist. Einfach herrlich! 🧖♀️ Während es draussen zunehmend dunkler wird, geniessen wir die wohlige Wärme der Sauna, lassen die Seele baumeln und gönnen uns eine entspannte Auszeit.
Am Abend haben wir dann keine Lust mehr zu kochen und beschliessen, im campingeigenen Restaurant essen zu gehen. Yvonne möchte nämlich schon lange einmal Kaspressknödel probieren. Da bietet sich die Gelegenheit natürlich perfekt an! 😋
So lassen wir den regnerischen Herbsttag ganz gemütlich ausklingen – mit Wellness, gutem Essen und einer Extraportion Entspannung. ❤️Meer informatie

ReizigerDer Wellnessbereich sieht noch genauso gemütlich aus wie damals als wir 2012 dort waren. ❤️

Yvi on tourIst wirklich sehr gemütlich und immer noch gut in Schuss. Wird liebevoll gepflegt.
Innersbachklamm
20 oktober, Oostenrijk
☀️ 21 °C
Nach unserem gestrigen Pausentag sind wir heute wieder voller Tatendrang unterwegs! Yvonne hat für uns auf Komoot eine vielversprechende Wanderung zusammengestellt. Damit die Tour nicht allzu lang wird, nehmen wir zu Beginn für etwa die halbe Strecke den Bus bis kurz vor die Innersbachklamm.
Von dort aus heisst es: Wanderschuhe schnüren und los geht’s! 🥾
Unser Weg führt uns durch die beeindruckende Klamm und anschliessend zurück zum Campingplatz. Unterwegs gibt es jede Menge zu entdecken: gemütlich grasende Kühe, rauschendes Wasser, imposante Felsen und eine herrliche Herbstlandschaft, die sich bei traumhaftem Wetter von ihrer schönsten Seite zeigt. 🍁☀️
Wir lassen uns Zeit, geniessen die Natur und freuen uns über die vielen kleinen und grossen Schönheiten am Wegesrand. Sogar ein kurzes Stück des Jakobswegs ist mit dabei – eine schöne Überraschung unterwegs.
Heute braucht es gar nicht viele Worte. Die Bilder erzählen die Geschichte dieses wunderbaren Wandertages viel besser. Also lehnt euch zurück und kommt mit uns auf die Tour! 📸
Wer die Wanderung selbst unter die Füsse nehmen möchte, findet unsere Route natürlich auch auf Komoot:
https://www.komoot.com/de-DE/tour/3357962106?re…
Am Ende des Tages stehen fast 10 Kilometer und rund 17’000 Schritte auf unserem Konto.Meer informatie
Eine kleine Auszeit in Lofer
19 oktober, Oostenrijk
☁️ 15 °C
Nach all den Eindrücken und Wanderungen der letzten Tage gönnen wir uns eine kleine Verschnaufpause. Wir bleiben bis Donnerstag auf einem Campingplatz in Lofer, unweit der deutschen Grenze, und lassen die Seele baumeln. Ganz gemütlich überlegen wir, wohin uns unsere Reise ab Donnerstag weiterführen soll.
Die Reiseplanung wird langsam etwas anspruchsvoller. Viele Bergbahnen verabschieden sich bereits aus der Sommersaison und machen ihre Anlagen fit für den Winterbetrieb. Auch zahlreiche Campingplätze schliessen nach und nach ihre Tore, sodass die Auswahl an Übernachtungsmöglichkeiten inzwischen ziemlich klein geworden ist. Dazu kommt, dass auch das Wetter für die nächsten Tage nicht mehr ganz so vielversprechend aussieht. Mal schauen, wohin es uns zieht und was Petrus für uns bereithält. 😉
Heute stand jedenfalls etwas Gemütlichkeit auf dem Programm. Ich habe eine feine Apfelwähe gebacken, dazu gab es eine Tasse Kaffee – einfach herrlich! Und das Ganze in unserem Gasbackofen, der nur mit Unterhitze arbeitet. Mit etwas Übung und ein paar Tricks klappt das Backen darin mittlerweile richtig gut. Man lernt eben, sich mit den Gegebenheiten zu arrangieren. Für gewisse Gerichte ist unser Airfryer dann doch einfach etwas zu klein.
So geniessen wir die ruhigen Tage, lassen die vielen Erlebnisse der letzten Zeit in Ruhe nachklingen und tanken neue Energie für das, was noch vor uns liegt.
Während unserer kleinen Verschnaufpause waren wir natürlich nicht ganz untätig. 😉 In der Zwischenzeit haben wir unser neuestes YouTube-Video fertiggestellt und hochgeladen. So könnt ihr unsere Erlebnisse und Abenteuer der vergangenen Tage nochmals miterleben und uns auf unserer Reise ein Stück weit begleiten. Schaut gerne vorbei – wir freuen uns, wenn ihr reinschaut! 🎥🚐🏔️
https://youtu.be/w8CYY2EZwCw?si=4vW2rXzz-vI9TWuV
Ein gemütlicher Platz, eine selbst gebackene Wähe und eine Tasse Kaffee – manchmal braucht es gar nicht mehr, um glücklich zu sein. ❤️Meer informatie

Yvi on tourDas freut uns, dass wir dir bereits die Entscheidung abgenommen haben, wie du dein Abendprogramm gestaltest. Viel Freude damit!
Plan von gestern heute umgesetzt
17 oktober, Oostenrijk
⛅ 11 °C
Heute geht’s mit dem Bus nach Kitzbühel. Von dort aus wandeln wir auf den Spuren von Marco Odermatt, Pirmin Zurbriggen & Co.! Mit der Hahnenkammbahn geht es hoch hinaus, bevor wir die legendäre Streif zu Fuss talwärts erkunden.
In Kitzbühel steigen wir aus dem Bus – und sind schlagartig hellwach! Andreas hat tatsächlich sein Handy im Bus liegen lassen. Eine «kleine» Hektik bricht aus. Zum Glück können wir das Handy orten und sehen, wohin es unterwegs ist. Also nichts wie hinterher!
Die Endstation beim Bahnhof ist von unserem Standort rund 15 Gehminuten entfernt. Wir hoffen, dass der Bus dort eine kleine Pause einlegt. Gleichzeitig rufen wir Andreas’ Handy an – und tatsächlich: Der Buschauffeur hört das Klingeln und gibt uns grünes Licht. Er wird noch etwa 25 Minuten an der Haltestelle stehen. Puh, nochmals Glück gehabt!
Ein Trinkgeld für den hilfsbereiten Buschauffeur ist für uns selbstverständlich. Anschliessend bringt er uns sogar wieder zurück zu unserer Haltestelle – natürlich ganz regulär im Fahrplan. So viel Hilfsbereitschaft muss belohnt werden!
Nach diesem kleinen Abenteuer geniessen wir die Fahrt mit der Hahnenkammbahn gleich doppelt. Sie bringt uns hinauf auf rund 1’650 Meter über Meer.
Für heute haben wir uns etwas Besonderes vorgenommen: Wir wollen die Streif talwärts erwandern.
Die Streif am Hahnenkamm in Kitzbühel ist weit mehr als eine Skipiste. Sie ist eine der berühmtesten und spektakulärsten Kulissen des alpinen Skisports – und ein Symbol für Mut, Können und die Geschichte des Skirennsports. Seit 1931 werden hier die legendären Hahnenkammrennen ausgetragen.
Auf unserer Wanderung kommen wir an einigen der berüchtigtsten Streckenabschnitte vorbei. Dazu gehören die Mausefalle, der Steilhang und die Hausbergkante.
Die Streif in Zahlen:
- Streckenlänge: rund 3,3 Kilometer
- Höhenunterschied: etwa 860 Meter
- Maximales Gefälle: bis zu 85 Prozent
- Streckenrekord: 1:51,58 Minuten, aufgestellt von Fritz Strobl im Jahr 1997
Schon diese Zahlen sind beeindruckend. Doch die wahre Dimension dieser Abfahrt begreift man erst, wenn man selbst davorsteht.
Wenn man die Skirennen im Fernsehen verfolgt, wirkt das Gelände oft gar nicht so steil. Doch jetzt, wo wir selbst oberhalb oder direkt unterhalb eines solchen Steilhanges stehen, wird uns erst richtig bewusst, was die Athleten hier leisten. Was im Fernsehen beinahe mühelos aussieht, ist in Wirklichkeit eine unglaubliche Kombination aus Technik, Kraft, Mut und Körperbeherrschung.
Etwa auf halber Strecke erreichen wir die Seidlalm. Ein geschichtsträchtiger Ort, der eng mit der Geschichte des Hahnenkammrennens verbunden ist.
Hier legen wir eine wohlverdiente Pause ein. Ein Schnitzel und ein Apfelstrudel sorgen dafür, dass wir unsere Energiereserven wieder auffüllen.
Gut gestärkt machen wir uns wieder auf den Weg. Unsere Beine und Knie erinnern uns inzwischen deutlich daran, dass wir nicht einfach nur gemütlich spazieren gehen. Doch Schritt für Schritt kommen wir unserem Ziel näher.
Nach rund 900 Höhenmetern haben wir es geschafft! Wir sind die legendäre Streif hinuntergewandert – und haben dabei einen ganz anderen Blick auf jene Strecke bekommen, die wir sonst nur aus dem Fernsehen kennen.
Zum Abschluss schlendern wir noch ein wenig durch das schöne Kitzbühel, bevor wir mit dem Bus zurück zu unserem Campingplatz fahren.
Was für ein Tag! Ein bisschen Aufregung am Morgen, beeindruckende Ausblicke, sportliche Herausforderungen und eine wohlverdiente Stärkung auf der Seidlalm. Und die Erkenntnis, dass die Streif nicht nur auf Skiern, sondern auch zu Fuss eine echte Herausforderung ist.Meer informatie

ReizigerBei uns hätte das Rennen nicht stattgefunden. Vom Start haben wir die Mausefalle nicht gesehen.

Yvi on tourOh schade, seid ihr trotzdem runter gewandert oder sogar nach oben? Letzteres hätten wir definitiv nicht geschafft.

ReizigerSo wie ihr. Ihr könnt jetzt auch sagen, wir sind schon mal die Streif runter 😉
Spontane Bergwanderung auf den Brandstadl
16 oktober, Oostenrijk
☁️ 14 °C
Ursprünglich wollten wir heute nach Kitzbühel, um die Hahnenkammwanderung zu machen. Doch nach unserem gemütlichen Abend gestern im Jägerwirt, den wir anlässlich unseres Jubiläums genossen haben, beschliessen wir kurzerhand, diese Wanderung auf einen anderen Tag zu verschieben.
Der Plan für heute: am Morgen gemütlich herumlümmeln und am Nachmittag vielleicht mit dem Bus irgendwohin fahren. Beim gemeinsamen Kaffee kommt Andreas die Idee, mit der Gondelbahn, die direkt bei uns im Dorf startet, auf den Brandstadl zu fahren und dort eine kleine Wanderung zu unternehmen. Yvonne ist schnell überzeugt und sucht kurzerhand eine passende Rundwanderung ab der Bergstation heraus. Nichts wie los!
Die Gondelbahn überwindet rund 960 Höhenmeter und schon bei der Bergstation erwartet uns ein fantastischer Ausblick auf den Wilden Kaiser. Bei diesem Kaiserwetter ist das Bergpanorama natürlich besonders schön.
Unser Weg führt uns über herrliche alpine Pfade zum Heimkehrerkreuz. Dort geniessen wir die tolle Aussicht auf die umliegenden Berge und Täler, bevor wir uns entscheiden, noch weiter in Richtung Jochstuben See zu wandern. Es geht erst einmal bergab, und wie es in den Bergen so ist, danach natürlich auch wieder bergauf.
Am See angekommen, legen wir eine gemütliche Rast ein und lassen die wunderschöne Bergkulisse auf uns wirken. Wir geniessen die Ruhe, das Panorama und einfach die gemeinsame Zeit in den Bergen, bevor wir uns wieder auf den Rückweg zur Bergstation machen. Für die Talfahrt nehmen wir erneut die Gondel.
https://www.komoot.com/de-DE/tour/3350804995?re…
Die frische Bergluft und die Wanderung haben uns ganz schön müde gemacht. Deshalb beschliessen wir, mit dem Bus zurück ins Dorf zu fahren und das letzte kleine Stück zu unserem Campingplatz zu Fuss hinunterzugehen. So sparen wir uns den zusätzlichen Anstieg von der Talstation.
Zurück auf unserem Platz lassen wir den Nachmittag gemütlich ausklingen. Während unsere nass geschwitzten Wanderklamotten in der Sonne trocknen, geniessen wir von unserem Campingplatz aus nochmals das herrliche Bergpanorama.
Viel mehr steht heute nicht mehr auf dem Programm. Manchmal sind es eben genau diese spontanen Entscheidungen, die einen Urlaubstag besonders schön machen. ❤️Meer informatie

ReizigerGlückwunsch zu eurem Jubiläum, das Essen sah super aus. Auch das Wetter heute ein Traum in so toller Landschaft. Alles richtig gemacht mit der spontanen Entscheidung.
Rund um den Hintersteiner See
15 oktober, Oostenrijk
☁️ 18 °C
Für die nächsten Tage schlagen wir unser Lager auf dem Kaisercamp in Scheffau auf. Von hier aus wollen wir die wunderschöne Gegend rund um den Wilden Kaiser erkunden.
Dass die Region unter anderem als Drehort der Serien "Der Bergdoktor" und "SOKO Kitzbühel" bekannt ist, ist uns natürlich nicht entgangen. Letztere schauen wir uns ab und zu ganz gerne an. Mit dem Bergdoktor können wir hingegen nicht ganz so viel anfangen. Deshalb müssen wir euch enttäuschen: Wir werden weder mit dem Wanderstock noch mit dem Fahrrad die bekannten Drehorte des Bergdoktors abklappern. 😉
Heute lassen wir es gemütlich angehen. Vom Campingplatz spazieren wir ins Dorf Scheffau, wo wir in den Wanderbus steigen, der uns zum Hintersteiner See bringt. Unser heutiges Ziel ist der Rundweg um diesen wunderschönen Bergsee.
Der Hintersteiner See befindet sich in Privatbesitz und zählt zu den beliebten Ausflugszielen der Region. Entsprechend viel ist hier los. Entlang der Strasse laden verschiedene Jausenstationen dazu ein, eine gemütliche Pause einzulegen und sich eine kleine Stärkung zu gönnen.
Wir entscheiden uns, den See im Uhrzeigersinn zu umrunden. Zunächst führt uns der Weg immer wieder bergauf und bergab durch den Wald. Grosse Ausblicke auf den See und das beeindruckende Gebirgsmassiv des Wilden Kaisers bleiben auf diesem Abschnitt leider weitgehend aus.
Dafür geniessen wir die andere Seite der Natur: den herrlich frischen Waldgeruch, die angenehme Ruhe zwischen den Bäumen und die würzige Bergluft. Manchmal muss es eben nicht immer das grosse Panorama sein – auch der Weg durch den Wald hat seinen ganz eigenen Reiz.
Am Ende des Sees öffnet sich dann endlich der Blick auf das glitzernde Wasser und die imposante Bergkulisse. Was für ein schöner Anblick! Hier zeigt sich der Hintersteiner See von seiner besonders fotogenen Seite und wir verstehen sofort, weshalb er so viele Besucher anzieht.
Der Rückweg auf der gegenüberliegenden Seeseite verläuft entlang einer wenig befahrenen Strasse. Von Mai bis Oktober ist diese für den öffentlichen Verkehr gesperrt, Anrainer sind ausgenommen. So können wir gemütlich weiterwandern und immer wieder anhalten, um die schönen Fotomotive festzuhalten.
Der türkisgrüne See, die umliegenden Berge und die idyllischen Bauernhöfe ergeben zusammen eine herrliche Kulisse. Auch die Tiere auf den Weiden gehören hier ganz selbstverständlich zum Landschaftsbild. Und wer unterwegs eine Pause braucht, findet bei den Jausenstationen bestimmt ein gemütliches Plätzchen für eine kleine Stärkung.
https://www.komoot.com/de-DE/tour/3348775297?re…
Ein wichtiger Hinweis für alle, die mit dem Wohnmobil unterwegs sind: Am Hintersteiner See gibt es keine Parkmöglichkeit für Fahrzeuge mit einer Höhe von mehr als 2,10 Metern. Die Höhenbeschränkung wird durch einen entsprechenden Balken markiert.
Nach unserer kleinen Wanderung steigen wir wieder in den Wanderbus und lassen uns zurück nach Scheffau bringen. Dort wartet unser Wohnmobil auf uns.
Zurück auf dem Campingplatz geniessen wir noch ein wenig die Sonne und die angenehmen Temperaturen.
Eine gemütliche Runde am Hintersteiner See, frische Waldluft, schöne Ausblicke und zum Abschluss ein paar entspannte Stunden vor dem Wohnmobil – so darf ein Urlaubstag am Wilden Kaiser gerne ausklingen!Meer informatie
Hoch hinaus mit der Schafbergbahn
13 oktober, Oostenrijk
☀️ 9 °C
An unserem letzten Tag am Wolfgangsee verspricht der Wetterbericht einen Traumtag. Beste Voraussetzungen für unser Vorhaben: Wir wollen mit der Schafbergbahn hinauf zur Schafbergspitze!
Früh starten wir in den Tag. Unser Weg führt uns am See entlang durch das idyllische St. Wolfgang. Über dem Wolfgangsee liegt noch ein mystischer Nebelschleier, der sich langsam lichtet und den Blick auf die wunderschöne Landschaft freigibt. Ein stimmungsvoller Beginn unseres letzten Urlaubstages.
Unser Plan: Mit der Schafbergbahn bis zur Schafbergalm fahren, eine kleine Wanderung unternehmen und anschliessend weiter zur Bergspitze fahren. Zum Mittagessen haben wir das Hotel Restaurant Schafbergspitze eingeplant.
Die Schafbergbahn wurde 1893 eröffnet und zählt zu den bekanntesten Zahnradbahnen Österreichs. Auf rund 5,85 Kilometern überwindet sie etwa 1.190 Höhenmeter und erreicht nach rund 35 Minuten die Bergstation auf 1.732 Metern. Noch heute sind historische Dampflokomotiven im Einsatz, die der Fahrt einen ganz besonderen Charme verleihen.
An der Talstation wird unser Plan allerdings durchkreuzt. Wir erfahren, dass wir uns bereits beim Ticketkauf für eine bestimmte Bergfahrt entscheiden müssen. Ein Zwischenstopp an der Schafbergalm mit anschliessender Weiterfahrt ist für uns nicht möglich. Die Auskunft am Schalter fällt leider wenig freundlich aus. Gerade an einem so herrlichen Tag hätten wir uns etwas mehr Hilfsbereitschaft gewünscht. Natürlich kann jeder einmal einen schlechten Tag haben, doch die viel gerühmte österreichische Gastfreundschaft haben wir auf unserer Reise bisher leider eher selten erlebt – einige erfreuliche Ausnahmen gibt es allerdings.
So fahren wir direkt hinauf zur Bergspitze und geniessen das wunderschöne Bergpanorama sowie die herrlichen Ausblicke auf die umliegenden Seen. Bei diesem traumhaften Wetter zeigt sich das Salzkammergut von seiner schönsten Seite – ein Anblick, der für vieles entschädigt!
Eigentlich freuen wir uns auf ein gemütliches Mittagessen im Hotel Restaurant Schafbergspitze. Doch auch hier gibt es eine Überraschung: An diesem Tag werden weder EC- noch Kreditkarten akzeptiert. Das Zahlungsterminal scheint bereits im Winterschlaf zu sein! Da wir nicht genügend Bargeld eingeplant haben, verschieben wir unser Mittagessen kurzerhand. Das fast menschenleere Restaurant fällt uns dabei ebenfalls auf. Ob das fehlende Kartenterminal damit zusammenhängt, können wir nur vermuten.
Oben entdecken wir zu unserer Überraschung einen Automaten, an dem wir unsere Rückfahrt selbst ändern können. Weshalb man uns diese Möglichkeit an der Talstation nicht mitgeteilt hat, bleibt uns ein Rätsel. Immerhin können wir so unsere Rückfahrt noch anpassen.
Natürlich vergleichen wir den Schafberg mit unserer Rigi, der Königin der Berge in der Schweiz. Und ehrlich gesagt: Die Schafbergbahn muss man unbedingt erlebt haben, wenn man in dieser Region unterwegs ist. Die Fahrt und das Panorama sind beeindruckend. Doch unsere Rigi – und das sagen wir nicht nur, weil wir Schweizer sind – bietet so viele Möglichkeiten und abwechslungsreiche Ausblicke, dass wir sie immer wieder gerne befahren und besteigen. Ein kleiner Heimvorteil für unsere Königin sei uns gegönnt! https://youtube.com/shorts/NEqhg30xrkk?is=Tfgmn…
Trotz der kleinen Enttäuschungen geniessen wir die herrliche Bergwelt und nehmen wunderschöne Eindrücke von unserem letzten Tag am Wolfgangsee mit. Die Natur hat uns begeistert – bei Freundlichkeit, Information und Service wäre allerdings noch etwas Luft nach oben.Meer informatie
Herbstzauber am Wolfgangsee – Schiff & Wanderung
12 oktober, Oostenrijk
☀️ 12 °C
Mit dem Schiff geht es für uns weiter nach Strobl – auf dem wunderschönen Wolfgangsee. Irgendwie hat eine Schifffahrt immer etwas Beruhigendes und zugleich etwas ganz Besonderes. Man lässt den Alltag einfach am Ufer zurück, lehnt sich entspannt zurück und geniesst die Landschaft, die gemächlich an einem vorbeizieht.
Heute zeigt sich der See von seiner allerschönsten Seite. Das tieftürkisfarbene Wasser leuchtet besonders kräftig in der Herbstsonne, während die umliegenden Berge förmlich strahlen. Die Sonne taucht die Landschaft in ein warmes Licht und lässt die Farben des Herbstes noch intensiver wirken. Wir sitzen da, schauen übers Wasser und können uns kaum sattsehen.
Unsere Schifffahrt führt uns bis nach Strobl. Das kleine Dorf am östlichen Ende des Wolfgangsees empfängt uns mit seiner gemütlichen Atmosphäre und dem herrlichen Bergpanorama. Von hier aus machen wir uns zu Fuss auf den Rückweg und folgen einem Teil des Panoramaweges um den Bürglstein in Richtung unseres Campingplatzes Appesbach.
Die Wanderung bietet uns noch einmal wunderschöne Ausblicke auf den See und die umliegende Landschaft. Zu Fuss erlebt man die Gegend einfach noch einmal anders: Man hört das Rascheln der Blätter, spürt die klare Herbstluft und entdeckt unterwegs immer wieder kleine Besonderheiten am Wegesrand.
Ein ganz besonderer Blickfang begegnet uns dabei ebenfalls: die große ORF-Friedenslichtlaterne. Jedes Jahr am dritten Adventswochenende wird sie im Rahmen der Friedenslichtfeierlichkeiten entzündet und steht in der Bucht vor dem Weissen Rössl. Während des übrigen Jahres bleibt die imposante Laterne hier vor Ort und erinnert schon lange vor der Adventzeit an diese besondere Tradition.
Das Friedenslicht aus Bethlehem steht als Symbol für Frieden, Hoffnung und Zusammenhalt. Gerade in der heutigen Zeit ist das eine schöne Botschaft, die weit über die Weihnachtszeit hinaus Bedeutung hat. Die grosse Laterne am Wolfgangsee ist daher nicht nur ein interessanter Anblick, sondern auch ein Ort, an dem man für einen Moment innehalten kann.
Anschliessend setzen wir unseren Weg zurück zum Campingplatz fort. Hinter uns liegt ein rundum gelungener Ausflug: eine entspannte Schifffahrt über den glitzernden Wolfgangsee, ein Abstecher nach Strobl und eine herrliche Wanderung durch die herbstliche Landschaft.Meer informatie
Geschichte, Filmromantik und Seezauber
12 oktober, Oostenrijk
☁️ 10 °C
Unser heutiger Weg führt uns vom Campingplatz Appesbach entlang des Wolfgangsees ins Zentrum von St. Wolfgang. Heute meint es der Wettergott gut mit uns: Die Sonne strahlt vom Himmel und lässt das Wasser glitzern. Immer wieder bleiben wir stehen, um den herrlichen Ausblick auf den See und die umliegende Bergwelt zu geniessen.
St. Wolfgang blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück. Seinen Namen verdankt der Ort dem heiligen Wolfgang, Bischof von Regensburg, der im 10. Jahrhundert mit der Gegend in Verbindung gebracht wird. Der Legende nach warf er eine Axt in die Luft und beschloss, an jener Stelle eine Kirche zu errichten, an der sie wieder zu Boden fallen würde. Dort, wo heute die berühmte Wallfahrtskirche steht, soll sich dieses Ereignis zugetragen haben.
Im Mittelalter entwickelte sich St. Wolfgang zu einem der bedeutendsten Wallfahrtsorte Europas. Pilger kamen von weit her, um die Kirche zu besuchen und den berühmten gotischen Flügelaltar von Michael Pacher zu bewundern. Auch heute lohnt es sich, einen Blick in dieses beeindruckende Gotteshaus zu werfen. Hier begegnen uns Geschichte und Kunst auf eindrucksvolle Weise – ein Stück Vergangenheit, das bis in unsere Zeit lebendig geblieben ist.
Wer an St. Wolfgang denkt, dem kommt wahrscheinlich auch das berühmte „Weisse Rössl“ in den Sinn. Die gleichnamige Operette von Ralph Benatzky feierte 1930 in Berlin Premiere und machte den Ort weit über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt. Spätestens durch die Verfilmungen, allen voran jene mit Peter Alexander aus dem Jahr 1960, wurde der Wolfgangsee für viele zum Inbegriff österreichischer Urlaubsromantik.
Natürlich darf bei unserem Spaziergang ein Blick auf das legendäre Hotel „Im Weissen Rössl“ nicht fehlen. Direkt am See gelegen, ist es bis heute eines der Wahrzeichen von St. Wolfgang. Fast erwartet man, dass gleich ein Oberkellner um die Ecke kommt und die bekannte Melodie erklingt. Ein bisschen Filmromantik gehört hier einfach dazu!
Doch St. Wolfgang ist längst nicht nur eine nostalgische Filmkulisse. Heute verbindet der Ort seine traditionsreiche Vergangenheit mit modernem Tourismus. In den verwinkelten Gassen entdecken wir kleine Geschäfte, Cafés und Restaurants, hübsche Häuserfassaden und liebevoll gestaltete Details. Hier ein kurzer Blick ins Schaufenster, dort eine kleine Pause, um die Atmosphäre auf uns wirken zu lassen. Es macht einfach Freude, ohne Eile durch den Ort zu schlendern.
Trotz seiner Beliebtheit hat St. Wolfgang seinen besonderen Charme bewahrt. Es ist diese Mischung aus Geschichte, beeindruckender Natur, österreichischer Gastfreundschaft und einer Prise Filmromantik, die den Ort so unverwechselbar macht.Meer informatie

ReizigerWirklich eine bezaubernde Gegend und die alten Häuser sehr schön mit den Gassen.

Yvi on tourWir sind sehr überrascht von so einem bekannten und touristischen Ort.
Auf den Spuren von Sisi und Franz Joseph
11 oktober, Oostenrijk
☁️ 11 °C
Unser heutiger Ausflug führt uns mit dem Bus nach Bad Ischl, wo wir uns auf die Spuren des Kaiserpaares Elisabeth und Franz Joseph I. begeben. Unser erstes Ziel ist die Kaiservilla mit ihrem weitläufigen Park.
Die Villa war ein Hochzeitsgeschenk der Mutter Franz Josephs. Ursprünglich bestand sie nur aus dem mittleren Gebäudeteil, bevor sie in den folgenden Jahren um zwei Flügel erweitert wurde. So entstand die charakteristische E-Form – das E steht für Elisabeth.
Das Innere der Villa lässt sich nur im Rahmen einer Führung besichtigen, an der wir natürlich teilnehmen. Fotografieren ist dort nicht erlaubt, woran wir uns selbstverständlich halten.
Die Kaiservilla ist zwar deutlich kleiner als die Wiener Residenzen, diente der kaiserlichen Familie aber als privater Rückzugsort fernab des strengen Hofzeremoniells. Ihr besonderer Reiz liegt in ihrer Geschichte und dem weitgehend erhaltenen Ambiente vergangener Zeiten.
Hier suchte Franz Joseph nach der Ermordung Sisis Trost, empfing Staatsmänner und unterzeichnete 1914 die Kriegserklärung an Serbien, die den Ersten Weltkrieg einleitete. Insgesamt verbrachte der Kaiser 82 Sommer in Bad Ischl, die er unter anderem für seine geliebten Jagdausflüge nutzte.
Bis heute befindet sich die Kaiservilla in Familienbesitz. Teile des Hauses werden noch privat genutzt und sind für Besucher nicht zugänglich.
Nach so viel kaiserlicher Geschichte schlendern wir noch durch den weitläufigen Park mit seinem alten Baumbestand, bevor wir uns auf den Weg ins Ortszentrum machen. Dort kommen wir an der berühmten Zuckerbäckerei und Konditorei Zauner vorbei. Natürlich lassen wir uns einen Besuch nicht entgehen! Statt etwas Süssem entscheiden wir uns heute allerdings für eine herzhafte Stärkung.
Zum Abschluss unserer Erkundungstour besuchen wir das historische Seeauerhaus, in dem Franz Joseph am 19. August 1853 um die Hand seiner Elisabeth anhielt. Heute beherbergt das geschichtsträchtige Gebäude das Stadtmuseum von Bad Ischl.
Anschliessend bringt uns der Bus zurück zum Campingplatz.
Dort wartet bereits ein gemütlicher kulinarischer Ausklang auf uns: Yvonne hat gestern Nachmittag aus dem Fallobst des Campingplatzes frisches Apfelmus gekocht. Dazu gibt es Käsespätzle – ein perfekter Abschluss für unseren geschichtsträchtigen Ausflugstag!Meer informatie

Yvi on tourEinfach, aber gut 😋. Wir können auch anders ☺️. Es muss nicht immer Sterneküche sein.
Das Navi überrascht uns mit der Postalmstrasse
10 oktober, Oostenrijk
🌧 10 °C
Wir sind unserem heutigen Ziel schon ganz nah: St. Wolfgang am Wolfgangsee. Dort haben wir uns für die nächsten vier Nächte auf einem Campingplatz eingebucht und freuen uns darauf, die Gegend zu erkunden.
Unsere ursprünglich vorgesehene Route über Bad Ischl will uns unser Navi partout nicht anzeigen. Ob unser Fahrzeug zu schwer oder zu gross ist, können wir nicht herausfinden. Also muss eine Alternative her. Unser Navi schlägt uns auch gleich eine neue Strecke vor. Ohne diese genauer anzuschauen oder zu überprüfen, fahren wir los.
Eine kleine Überraschung, wie sich schon bald herausstellen soll. Denn plötzlich befinden wir uns auf einer Bergstrasse, mit der wir überhaupt nicht gerechnet haben: der Postalmstrasse.
Die Strasse ist mautpflichtig, doch wir nehmen auch diese Herausforderung an. Schliesslich sind wir unterwegs, um etwas zu erleben!
Kurve um Kurve schlängelt sich die Strasse bergauf. Wir gewinnen an Höhe, durchqueren bewaldete Abschnitte und erreichen immer wieder offene Passagen, die den Blick auf die umliegende Bergwelt freigeben. Die gesamte Strassenverbindung ist rund 28,5 Kilometer lang und beschert uns eine Panoramafahrt durch eine der schönsten Almlandschaften des Salzkammerguts.
Leider meint es das Wetter heute nicht besonders gut mit uns. Der Himmel ist grau und die Sicht teilweise eingeschränkt. Dabei können wir nur erahnen, wie beeindruckend die Aussicht bei strahlendem Sonnenschein sein muss.
Trotzdem hat diese Fahrt ihren ganz eigenen Reiz. Die Bergstrasse windet sich durch die Landschaft und eröffnet immer wieder neue Perspektiven. Mit jedem Höhenmeter verändert sich der Blick. Zwischen Waldpassagen und offenen Abschnitten wird die Bergwelt sichtbar, und schliesslich liegt sie vor uns: die Postalm – weitläufig, ruhig und wunderbar ursprünglich.
Die Postalm liegt auf rund 1300 Metern über Meer und gilt als Österreichs grösstes zusammenhängendes Almgebiet. Weite Wiesen, die umliegenden Berge und urige Almhütten prägen diese besondere Landschaft. Ein Paradies für Wanderer, Naturliebhaber und alle, die gerne in den Bergen unterwegs sind.
Anschliessend geht es wieder bergab in Richtung St. Wolfgang. Über neun Kehren verlieren wir nach und nach wieder an Höhe, bis wir unserem eigentlichen Ziel näherkommen.
Bei Regen erreichen wir schliesslich unseren Campingplatz am Wolfgangsee. Hier werden wir die nächsten vier Nächte verbringen. Das Wetter ist zwar nicht gerade einladend, aber wir lassen uns die Vorfreude auf die kommenden Tage nicht nehmen. Schliesslich gibt es rund um den Wolfgangsee einiges zu entdecken – und vielleicht zeigt sich die Sonne ja auch noch von ihrer besten Seite.
Unser Fazit des Tages: Manchmal sind es gerade die ungeplanten Umwege, die eine Reise besonders machen. Die Postalmstrasse stand heute definitiv nicht auf unserem Programm. Doch aus einer notwendigen Routenänderung wurde eine überraschende Panoramafahrt durch die Bergwelt des Salzkammerguts.
Geplant war das alles nicht – aber genau solche Erlebnisse bleiben in Erinnerung!Meer informatie

Yvi on tourJa, das ist definitiv so. Immer wieder spannend, was die Reisetage für uns bereit halten.

ReizigerFinde ich super dass das Navi Euch verführt hat. Ist doch eine wunderschöne Landschaft.👍👍😻

Yvi on tourJa, da hast du recht. Heute haben wir zueinander gesagt, dass es heute zur Abwechslung mit Sicherheit keinen Pass gibt 😂.
Unterwegs mit Zwei- und Vierbeinern
9 oktober, Oostenrijk
⛅ 13 °C
Heute Morgen lassen wir es gemütlich angehen. Ohne Eile dümpeln wir noch ein wenig vor uns hin, bevor wir unser Wohnmobil abfahrbereit machen. Unser erstes Ziel für heute ist Abtenau. Andreas verbindet mit dem Ort Erinnerungen an seine Kindheit. Umso schöner wäre es, diese wieder aufleben zu lassen. Allerdings scheint der Ort inzwischen etwas in die Jahre gekommen zu sein und nicht mehr ganz so gut in Schuss zu sein wie früher.
Eigentlich möchten wir irgendwo eine Kleinigkeit zu Mittag essen. Doch auf Pizza oder Döner haben wir keine Lust, und die übrigen Restaurants scheinen schon länger geschlossen zu sein. So beschliessen wir, direkt zu unserem Tagesziel weiterzufahren: einem Wohnmobilparkplatz in Gosau. Dort machen wir es uns gemütlich und stillen unseren Hunger mit einer warmen Suppe.
Nach dem Mittagessen zieht es uns hinaus in die Natur. Ein gemütlicher Spaziergang ist genau das Richtige für diesen Nachmittag. Wir folgen dem Gosaubach und geniessen die frische Luft und die schöne Landschaft. Unterwegs begegnen uns immer wieder Zwei- und Vierbeinern, die für willkommene Abwechslung sorgen. Es gibt einiges zu beobachten, während wir gemütlich weiterwandern. Über den Panoramaweg geht es schliesslich zurück zu unserem Wohnmobil.
https://www.komoot.com/de-DE/tour/3338466212?re…
Ein ruhiger Tag ohne grosses Programm – dafür mit ein wenig Kindheitserinnerungen und schönen Begegnungen in der Natur.Meer informatie
Liechtensteinklamm - faszinierende Welt
8 oktober, Oostenrijk
☁️ 19 °C
Das heutige Erlebnis ist immer gut besucht, deshalb stehen wir etwas früher auf. Schon bald geht es mit dem Bus zum Eingang der Liechtensteinklamm. Schnell noch die Tickets an der Kasse gelöst und schon beginnt unser Spaziergang durch eine faszinierende Welt aus Fels und Wasser.
Je näher wir der Schlucht kommen, desto lauter wird das Rauschen der Grossarler Ache. Zwischen steilen Felswänden, Holzstegen und schmalen Passagen führt der Weg immer tiefer in die Klamm hinein.
Die Schlucht wurde über Jahrtausende vom Wasser in den Fels gegraben. Heute führt ein gut gesicherter Weg durch diese beeindruckende Naturlandschaft. Besonders faszinierend ist das Zusammenspiel aus tosenden Wasserfällen, moosbewachsenen Felsen und dem teilweise nur wenige Meter breiten Schluchtverlauf.
In der Mitte erwartet uns ein besonderes Highlight: eine imposante Wendeltreppe, die uns noch tiefer in die Klamm führt. Zwischen den hohen Felswänden wird es immer dunkler und das Rauschen des Wassers scheint noch intensiver zu werden.
An manchen Stellen wirkt die Klamm fast mystisch – vor allem dort, wo nur wenig Licht zwischen den hohen Felswänden hindurchscheint. Überall tropft und rauscht es, und immer wieder bleiben wir stehen, um diese besondere Atmosphäre auf uns wirken zu lassen.
Am Ende der Klamm wartet schliesslich noch ein grosser Wasserfall auf uns. Das Wasser stürzt mit lautem Tosen in die Tiefe und bildet einen beeindruckenden Abschluss unseres Weges.
So langsam füllt sich die Schlucht und auf dem Rückweg kommen uns immer grössere Menschenmengen entgegen. Da sind wir froh, dass wir heute Morgen etwas früher losgegangen sind. Also alles richtig gemacht!
Den Nachmittag verbringen wir wieder ganz entspannt auf dem Campingplatz Wieshof. Hier waren wir bereits einmal auf unserer bisherigen Reise – und irgendwie fühlt es sich schön an, wieder an einen Ort zurückzukehren, den man schon kennt. Wir geniessen den Saunabereich und ruhen uns ein wenig aus.
Heute soll es noch regnen – und so lassen wir den Nachmittag gemütlich angehen. Am Abend gibt es dann das erste Raclette der Saison. Ein perfekter Abschluss für einen erlebnisreichen Tag!Meer informatie
Grossglockner Hochalpenstrasse
7 oktober, Oostenrijk
☁️ 5 °C
Nach einem gemütlichen Frühstück starten wir von der Südseite unsere Fahrt hinauf zum Grossglockner, dem mit 3.798 Metern höchsten Berg Österreichs. Majestätisch ragt er über die umliegende Bergwelt und ist das Wahrzeichen der Hohen Tauern.
Nach den ersten Kehren und der Fahrt entlang der Gletscherstrasse erreichen wir unseren ersten Halt: die Kaiser-Franz-Josef-Höhe auf 2.369 Metern. Und was für ein Anblick! Der Grossglockner zeigt sich heute tatsächlich ohne sein sonst so typisches Nebelgewand. Bei strahlender Sicht können wir den Blick über den imposanten Gipfel und die umliegende Gletscherwelt schweifen lassen.
Wir besuchen die verschiedenen Ausstellungen und wagen uns ein kurzes Stück auf den Gamsgrubenweg. Anschliessend geht es noch über den Panoramaweg mit einem Besuch der Beobachtungswarte zurück zu unserem Womo. Schon hier oben wird uns bewusst, welch beeindruckende Bergwelt uns heute begleitet.
Doch unsere Fahrt geht weiter – immer höher hinauf.
Auf der Grossglockner Hochalpenstrasse erwarten uns insgesamt 30 Kehren, die wir heute unter die Räder nehmen.
Weiter geht die Fahrt immer höher. Plötzlich leuchtet bei unserem Iveco die Warnlampe für zu wenig Kühlflüssigkeit auf. Jetzt heisst es: Bei der nächsten Gelegenheit anhalten und nachschauen. Doch zum Glück ist alles in Ordnung. Der Kühlmittelstand liegt genau dort, wo er sein soll – zwischen Minimum und Maximum. Vermutlich hat unser Iveco aufgrund des starken Anstiegs und der Schräglage den Flüssigkeitsstand einfach falsch interpretiert.
Nach einer längeren Kühlungspause setzen wir unsere Fahrt fort und erreichen schliesslich den höchsten Punkt der Grossglockner Hochalpenstrasse am Hochtor auf 2.504 Metern. Eine kleine Pause muss natürlich sein. Wir geniessen das gewaltige Alpenpanorama und lassen die Eindrücke auf uns wirken.
Leider geht es für uns nicht noch weiter hinauf zur Edelweissspitze auf 2.571 Metern. Die Stichstrasse dorthin ist für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen nicht erlaubt – und unser Womo bringt eben ein bisschen mehr auf die Waage.
Nun heisst es wieder: bergab!
Nach vielen Kehren erreichen wir schliesslich wieder das Tal. Insgesamt haben wir heute jede Menge Kurven und Kehren bewältigt. Trotz der Unterstützung durch die Motorbremse sind unsere Bremsen ordentlich heiss geworden. Deshalb gönnen wir unserem Wohnmobil und auch den Rädern erst einmal eine ausgiebige Abkühlpause, bevor wir die letzten Kilometer zu unserem Übernachtungsplatz unter die Räder nehmen.
Ein traumhafter Tag in der herbstlichen Bergwelt neigt sich dem Ende zu. Wir sind glücklich und zufrieden – wenn auch ein kleines bisschen müde. Die vielen Eindrücke, die grandiose Landschaft und die Fahrt über die Grossglockner Hochalpenstrasse werden uns aber noch lange begleiten.
Unser Fazit: Das Befahren der Grossglockner Hochalpenstrasse ist auch mit einem Wohnmobil bestens machbar. Wir würden allerdings empfehlen, möglichst nicht am Wochenende oder in der Hauptreisezeit unterwegs zu sein. Dann kann man die beeindruckende Strecke deutlich entspannter geniessen – und hat vielleicht auch etwas mehr Zeit, die zahlreichen Aussichtspunkte auf sich wirken zu lassen.Meer informatie

ReizigerTolle Bilder! Ich hatte vor ein paar Jahren auch mal das Glück, als ich mit dem Auto hochgefahren bin, dasselbe Wetter genießen zu dürfen 😃

ReizigerEinfach wunderschön, wir waren vor ein paar Jahren aber genau zum falschen Zeitpunkt dort unterwegs. Wie man es manchmal erwischt 🤷🏻♂️

Yvi on tourWir waren auch schon vor 25 Jahren das erste Mal über den Grossglockner im Sommer und es war nass und kalt. Manchmal braucht es einfach einen 2. Anlauf.
Fahrtag 315 km - anders als geplant
6 oktober, Oostenrijk
⛅ 13 °C
Heute Morgen haben wir den Wecker etwas früher auf 07:00 Uhr gestellt und sind auch entsprechend früher losgefahren. Der Parkplatz ist gleichzeitig ein Busparkplatz für die Schule, und deshalb hätten wir ohnehin nicht viel länger schlafen können. Also kein Problem – wir wollen heute sowieso etwas Strecke machen.
Für Donnerstag ist eine grosse Alpenpassfahrt geplant. Da der Wetterbericht für Donnerstag allerdings Schnee voraussagt, wollen wir die Passstrasse bereits am Mittwoch befahren.
Auf unserer Fahrt nach Italien hatten wir Österreich über den Plöckenpass verlassen. Heute wollen wir nun in umgekehrter Richtung wieder nach Österreich zurück – über den Nassfeldpass. Doch leider kommt es anders als geplant: Noch vor dem Passanstieg steht ein Fahrverbot bis zum 09. Oktober 2026. Also kein Durchkommen. Wir müssen wenden.
Damit bleibt uns nur die normale Route über Villach. Allerdings wollen wir auch jetzt nicht über die Autobahn fahren und nehmen stattdessen die Strecke durch Tarvisio. Wir wussten gar nicht, dass Tarvisio ein so grosser Skiort ist – und dazu noch ein richtig hübscher!
Unser heutiges Endziel ist Lassach, wo wir auf einem Campingplatz am Beginn der Hochalpenstrasse übernachten wollen. Doch die erste Sperre des Tages war offenbar noch nicht genug. Kurz vor unserem Ziel heisst es plötzlich wieder: Sperre für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen wegen einer Baustelle.
Also heisst es erneut: umkehren und ganze 30 Kilometer talauswärts zurückfahren. So langsam wird unser heutiger Umweg zu einer richtigen Rundfahrt. 😄
Schliesslich bleiben uns für heute noch zwei Bergstrassen. Die letzte hat es dann nochmals richtig in sich – mit bis zu 15 % Gefälle. Unsere Bremsen wurden dabei doch ziemlich beansprucht.
Aber wir haben es geschafft! Am Ende sind wir gut auf einem idyllischen Bauernhof mit Campingplatz angekommen. Ein wunderschöner und ruhiger Platz, genau das Richtige nach diesem ereignisreichen Fahrtag.
Heute haben wir allerdings keine Lust mehr zu kochen. Deshalb haben wir uns ganz spontan entschieden, uns im kleinen hauseigenen Restaurant bekochen zu lassen.
Nach diesem Tag haben wir uns das auch redlich verdient!Meer informatie

Yvi on tourEs war sehr lecker! Schon lange nicht mehr so ein gutes Schnitzel mit gleichmässig knusprigen Pommes gegessen.

ReizigerWie heisst es so schön "wenn einer/zwei eine Reise macht kann er was erleben. Trotzdem ist ja alles gut gefahren😂🙈
Sternenstadt Palmanova
5 oktober, Italië
☁️ 20 °C
Heute fahren wir vom Campingplatz los. Bevor es aber endgültig losgeht, müssen wir noch einen kurzen Zwischenstopp bei einer Ferreteria einlegen und Abwasserschläuche besorgen. Auch das gehört zum Womo-Alltag. 😄
Ein grosser Einkauf ist ebenfalls wieder einmal nötig. Damit sind wir für die nächsten Wochen bestens mit italienischer Pasta eingedeckt. Manchmal ist Pasta einfach das perfekte Womo-Essen: schnell gemacht, unkompliziert und immer lecker. 🍝
Heute lassen wir die Autobahn links liegen und fahren gemütlich durch die wunderschöne Herbstlandschaft. Die Äcker sind abgeerntet und auch in den Reben ist die Arbeit für dieses Jahr getan. Dazu die warmen Herbstfarben – einfach herrlich, so unterwegs zu sein.
Kurz vor unserem heutigen Etappenziel entdecken wir noch einen Bauern, bei dem wir Olivenöl kaufen können. Wir dürfen sogar die verschiedenen Sorten probieren. Gar nicht so einfach, sich für eines zu entscheiden, wenn alle gut schmecken! 😋 Am Ende nehmen wir 5 Liter mit. Damit sind wir für die nächsten 6–9 Monate wieder versorgt.
Nun sind wir schon kurz vor unserem Ziel: Palmanova. Heute wollen wir diese ganz besondere Stadt besichtigen und fahren deshalb den kostenlosen Stellplatz direkt vor den Toren Palmanovas an.
Palmanova ist wirklich etwas Besonderes: Die Stadt wird 1593 von der Republik Venedig als Festungsstadt gegründet und hat die Form eines nahezu perfekten neunzackigen Sterns. Drei Befestigungsringe umgeben die Stadt und die Strassen führen sternförmig auf die zentrale Piazza Grande zu.
Auch wenn man die ganze ausgeklügelte Festungsanlage natürlich nicht auf den ersten Blick erfassen kann, macht es Spass, durch die alten Stadttore zu gehen und ein bisschen durch die Gassen zu schlendern. Die Festungsstadt gehört inzwischen sogar zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Die Stadt ist hübsch und wenn man in der Region unterwegs ist, definitiv einen Besuch wert. Wir setzen uns auf den Hauptplatz, trinken etwas und geniessen dabei die letzten Sonnenstrahlen des Tages.
So lassen wir unseren Reisetag ganz gemütlich ausklingen. 🌅🚐Meer informatie

ReizigerPalmanova mögen wir auch sehr! haben hier schon öfter Halt gemacht auf dem Weg nach und von Kroatien!
Arrivederci Cavallino
5 oktober, Italië
☁️ 19 °C
Heute um 12.00 Uhr schliesst der Campingplatz seine Tore – und damit heisst es auch für uns: Abschied nehmen und weiterziehen.
Wir blicken auf eine richtig schöne Zeit zurück. Sonne satt, herrliches Wetter, viel Ruhe und einfach mal die Seele baumeln lassen. 🌞⛱️ Wir sind wunderbar erholt und haben die Tage hier in vollen Zügen genossen.
Also Wohnmobil startklar machen, letzte Sachen verstauen und ab auf die Strasse. Unser nächstes Ziel: der Norden. 🛣️🚐
Die nächsten zwei Wochen sind grob geplant – aber wie immer auf unseren Reisen gilt: Der Wettergott hat ein gewichtiges Wort mitzureden. 😄 Wir werden spontan entscheiden, wohin es uns verschlägt und wo wir unsere nächsten Etappen einlegen.
Und genau das lieben wir am Reisen: Kein starrer Plan, sondern einfach losfahren und schauen, was kommt.
Cavallino, danke für die schöne Zeit! ❤️
Arrivederci und bis zum nächsten Jahr! 🇮🇹👋Meer informatie
Auf der Suche nach frischen Tortellini
2 oktober, Italië
☁️ 22 °C
Heute haben wir noch einmal die Fahrräder geschnappt und uns auf den Weg nach Lido di Jesolo gemacht. Ein schöner kurzer Ausflug, bei dem wir einmal mehr merken, dass die Saison hier langsam zu Ende geht.
In den vergangenen Wochen war hier noch deutlich mehr los. Jetzt kehrt langsam Ruhe ein: Viele Restaurants und Bars haben bereits geschlossen, ebenso unzählige Geschäfte. Die Schaufenster und Eingänge sind teilweise mit Papier oder Farbe vor neugierigen Blicken geschützt – ein ziemlich deutlicher Hinweis darauf, dass die Sommersaison vorbei ist.
Doch wir hatten heute ohnehin ein ganz bestimmtes Ziel: Casa della Pasta. 🍝
Wenn wir in dieser Region sind, gehört ein Besuch dort für uns einfach dazu. Frische Pasta und Tortellini kaufen und anschliessend mit nach Hause nehmen – das ist mittlerweile fast schon ein kleines Urlaubsritual geworden. Mit etwas Glück kann man sogar bei der Herstellung zuschauen und sehen, wie die Pasta frisch produziert wird.
Heute hatten wir allerdings kein Glück und konnten bei der Produktion leider nicht zuschauen. Dafür verliessen wir Casa della Pasta mit einer guten Portion frischer Tortellini im Gepäck. Und genau das war ja eigentlich unser Hauptziel. 😉
Auf unserem Ausflug durch Jesolo fahren wir beim Sandskulpturenfestival vorbei. Die letzten Tage des Festivals sind bereits gezählt und noch bis zum 4. Oktober 2026 können die beeindruckenden Kunstwerke aus Sand auf dem Festivalplatz in Jesolo bestaunt werden.
Über die Weihnachtszeit wird es dort wieder ganz besonders: Dann entsteht erneut eine grosse Krippe, die ebenfalls vollständig aus Sand gefertigt wird. Ein wirklich schöner und besonderer Anblick.
Nach unserem Ausflug ging es mit den frischen Tortellini im Gepäck wieder nach Hause. Und dort wartete natürlich schon der kulinarische Teil des Tages. 😋
Und was sollen wir sagen? Einfach köstlich! Die frischen Tortellini, dazu etwas Zitronenbutter und ein Glas italienischer Weisswein – mehr braucht es eigentlich nicht für ein perfektes Urlaubsessen.
Frische Pasta, ein Glas Wein und das Gefühl, irgendwo in Italien einfach den Moment zu geniessen.
Ganz viel Dolce Vita eben. 🇮🇹🍋🥂Meer informatie
Flamingos, Jujube und Mesole
30 september, Italië
☀️ 24 °C
Heute ist das Ziel mit dem Fahrrad: die Lagune von Cavallino, Richtung Lio Piccolo – und natürlich mit der Hoffnung, ein paar Flamingos zu entdecken.
Auf gut ausgebauten Radwegen führt die Strecke zunächst entlang der Lagune nach Treporti und von dort weiter Richtung Lio Piccolo. Die Fahrt durch diese besondere Landschaft ist immer wieder faszinierend. Links und rechts der Strecke wird intensiv Landwirtschaft betrieben. Verschiedenste Gemüse- und Obstsorten wachsen hier und versorgen die gesamte Region. In den kleinen Läden und auf den Märkten findet man die frischen Produkte später wieder im Angebot.
Dabei ist es jedes Mal erstaunlich zu sehen, was auf diesem sandigen Boden und mit dem salzhaltigen Wasser alles gedeihen kann. Besonders ins Auge fallen die roten Jujube-Datteln, die hier wachsen und wohl schon bald reif für die Ernte sind.
Und dann haben wir tatsächlich Glück: Flamingos!
Die eleganten, rosafarbenen Vögel sind heute richtig gut zu sehen. Ja, tatsächlich – Flamingos in der Lagune von Venedig! Schätzungen zufolge sollen sich mittlerweile rund 24.000 Tiere in der Lagunenlandschaft angesiedelt haben. Mit etwas Glück kann man sie in der Nähe von Lio Piccolo beobachten. Heute gehört dieses Glück eindeutig zu uns.
Weiter führt die Tour nach Lio Piccolo und anschließend zum Fähranleger nach Lio Maggiore. Allerdings fährt heute keine Fähre mehr. Wir kennen die Strecke aber bereits: Vor zwei Jahren haben wir diese Tour schon einmal gemacht.
https://findpenguins.com/6kdeanaddcs1g/footprin…
Also drehen wir um und nehmen auf dem Rückweg noch einen kleinen Abstecher nach Mesole.
Dieser kleine, historische Ort besteht nur aus wenigen Häusern. Dazu gehört auch ein ehemaliges Kloster, dessen Geschichte bis ins Mittelalter zurückreicht. Heute befindet sich in den alten Gemäuern ein kleiner Hofladen mit regionalen Produkten.
Da können wir natürlich nicht einfach vorbeifahren. Der Fahrradkorb ist auf dem Rückweg jedenfalls gut gefüllt – mit leckeren regionalen Köstlichkeiten aus dem Hofladen.
Das Licht ist zu dieser Jahreszeit besonders schön und lässt die Lagunenlandschaft in warmen Farben leuchten. Die Heimfahrt auf dem Radweg wird damit fast schon zum letzten Höhepunkt der Tour.
Ein rundum gelungener Nachmittag in der Lagune.Meer informatie

Yvi on tourDas Mehl wird steingemahlen so wie früher. Daraus entsteht ein hochwertiges Mehl mitsamt der Schale, frei von chemischen Zusätze für die Haltbarkeit (so steht es im Beschrieb des Hofladens).

ReizigerDer Fahrradweg ist ja toll und die Landschaft sehr schön. Ja die Flamingos sehr elegante Tiere/Vögel.
Die Zaubermühle im Meer
29 september, Italië
☀️ 24 °C
Die Sonne wärmt noch immer schön, und die inzwischen fast menschenleeren Strandabschnitte laden zu langen Spaziergängen ein. Es ist diese besondere Zeit, in der man seinen Gedanken freien Lauf lassen kann, ohne sich allzu sehr vom Trubel um einen herum ablenken zu lassen.
Das Meer ist dabei ein ganz besonderer, magischer Anziehungspunkt. Diese Weite, das Endlose, vieles wirkt unberührt und geheimnisvoll. Und irgendwann kommt unweigerlich die Frage: Warum ist das Meer eigentlich salzig?
Natürlich gibt es darauf eine wissenschaftliche Erklärung. Aber an einem solchen Ort gefällt uns die märchenhafte Antwort doch viel besser.
🌊 Die Mühle auf dem Meeresgrund
Vor langer, langer Zeit lebte ein armer Fischer mit seiner Familie an der Küste. Eines Tages schenkte ihm ein geheimnisvoller alter Mann eine Zaubermühle.
„Sag: Mühle, mahle!, und sie wird alles mahlen, was du dir wünschst. Aber vergiss niemals: Mühle, steh still!“
Der Fischer konnte damit seine Familie ernähren. Doch ein reicher Kaufmann wurde neidisch, stahl die Mühle und nahm sie mit auf sein Schiff.
Draussen auf dem Meer befahl er: „Mühle, mahle Salz!“
Und sie mahlte. Immer mehr Salz rieselte heraus. Bald war das ganze Schiff voll.
„Hör auf!“, rief der Kaufmann verzweifelt. Doch er kannte das Zauberwort nicht.
Das Schiff wurde immer schwerer und sank schliesslich mitsamt der Mühle auf den Meeresgrund.
Dort, so erzählt die Sage, mahlt sie bis heute weiter. Niemand weiss, wie man sie anhalten kann.
Und genau deshalb ist das Meer salzig.
Wenn man heute am Strand steht, weit hinausschaut und dem Rauschen der Wellen lauscht, könnte man fast glauben, tief unten im Meer noch immer das leise Mahlen der alten Zaubermühle zu hören.Meer informatie

ReizigerWelch schöne Geschichte mit dem Salz im Meer. Das fasziniert mich auch immer am Meer die Weite und das Lied der Wellen. 🥰

Yvi on tourDas ist genau das, was mich auch so fasziniert. Noch schöner als am Strand zu stehen, ist es auf hoher See über die Meere zu schippern.
Die Tore, die Venedig schützen
27 september, Italië
☀️ 23 °C
Heute steht eine Fahrradtour nach Punta Sabbioni auf dem Programm.
Entlang der Lagune fahren wir auf dem inzwischen wunderbar ausgebauten Fahrradweg bis nach Punta Sabbioni. Zurück geht es auf dem alten Fahrradweg – eine herrliche Rundtour mit immer wieder neuen Ausblicken auf die Lagune.
Natürlich sind wir an einem Sonntag nicht die Einzigen mit dieser Idee. Viele Italiener nutzen ihren freien Tag, um mit dem Fahrrad unterwegs zu sein und die schöne Umgebung zu geniessen.
Den Abstecher nach Lio Piccolo lassen wir dieses Mal aus. Diese Tour haben wir bereits vor zwei Jahren gemacht. Heute zieht es uns zum Leuchtturm von Punta Sabbioni. Vor allem wollen wir sehen, ob die Bauarbeiten an den riesigen Stahlbarrieren zum Schutz Venedigs und seiner Lagune inzwischen abgeschlossen sind.
Das sogenannte MOSE-System ist ein beeindruckendes technisches Meisterwerk des Hochwasserschutzes.
Das Prinzip dahinter ist eigentlich erstaunlich einfach und beruht auf dem archimedischen Prinzip des Auftriebs – kombiniert mit einer gewaltigen Unterwasser-Infrastruktur.
Insgesamt 78 gelbe Stahltore sind an den drei Laguneneingängen von Punta Sabbioni, Malamocco und Chioggia installiert. Im Normalzustand liegen sie flach auf dem Meeresgrund und sind vollständig mit Wasser gefüllt. Schiffe können ungehindert passieren und auch der Wasseraustausch zwischen der Adria und der Lagune bleibt gewährleistet.
Droht hingegen ein Hochwasser von mehr als 110 Zentimetern, werden die Tore innerhalb von rund 30 Minuten aufgerichtet. Dazu wird Druckluft in die Stahlkonstruktionen gepresst und das darin befindliche Wasser verdrängt. Die Tore werden dadurch leichter und beginnen aufzusteigen, bis sie schliesslich in einem Winkel von etwa 45 Grad an der Wasseroberfläche stehen.
Aus den einzelnen Toren entsteht so eine durchgehende Barriere, die die Lagune von der offenen Adria abschirmt und Venedig vor dem Hochwasser schützen soll.
Schade finden wir, dass es hier kein richtiges Informationszentrum gibt.
Dabei werden bei uns Erinnerungen wach. Wir können uns noch gut daran erinnern, als die grossen Kreuzfahrtschiffe ganz selbstverständlich entlang dem Giudecca-Kanal, vorbei am Markusplatz, bis in die Lagune und wieder hinausfahren durften. Auch wir waren damals selbst an Bord eines solchen Kolosses und konnten Venedig aus einer ganz besonderen Perspektive erleben.
Heute stehen wir mit unseren Fahrrädern hier. Die Zeiten haben sich verändert.
Natürlich macht eine Fahrradtour auch durstig. 😉 Beim Chiosco am Leuchtturm finden wir den passenden Durstlöscher, bevor wir noch einen kleinen Spaziergang zum Leuchtturm unternehmen.
Dann geht es zurück zum Campingplatz – mit vielen Kilometern in den Beinen und wieder einmal schönen Eindrücken im Gepäck. 🚲☀️Meer informatie

ReizigerKleine Korrektur: die Kreuzfahrtschiffe sind früher natürlich nicht auf den Canale Grande gefahren, sondern auf den Canale Guidecca. Der Canale Grande ist ja das große geschwungene Gewässer mitten durch die Altstadt!

Andy und Yvi on TourDer Pott würde ja auch knapp nicht unter der Rialtobrücke durch passen🙈😂
Wenn die Adria uns noch nicht loslässt
26 september, Italië
🌙 19 °C
Manchmal kommt es einfach anders, als man es plant.
Ursprünglich sollte unsere Zeit hier auf dem Campingplatz am 23. September enden. Dann haben wir die Abreise auf den 27. verschoben. Und nun stehen wir hier und merken: Eigentlich sind wir noch gar nicht bereit, uns von der Adria für dieses Jahr zu verabschieden.
Es ist diese besondere Stimmung, die uns festhält. Die große Sommerhektik ist vorbei, auf dem Campingplatz ist Ruhe eingekehrt und die Adria zeigt sich noch einmal von ihrer allerschönsten Seite. Sonne pur, blauer Himmel und diese wohltuende Wärme, die sich tief im Herzen festsetzt.
Also bleiben wir einfach noch ein bisschen. Lassen die Seele baumeln, tanken unsere Batterien auf und speichern möglichst viele Sonnenstrahlen für die kommenden Monate. Denn auf unserer nächsten großen Reise im Winter wird uns die Sonne vermutlich nicht ganz so oft und so warm begleiten.
Bis zum 5. Oktober dürfen wir noch bleiben. Dann schließt der Campingplatz seine Tore und die Saison ist auch hier endgültig vorbei. Der Abschied wird kommen – aber noch nicht heute.
Dafür dürfen in den nächsten Tagen unsere Fahrräder etwas häufiger zum Einsatz kommen. 🚲
Abends fahren wir bereits mit ihnen in den Ort, um uns eine leckere Pizza zu gönnen. Auf dem Rückweg taucht die Sonne den Himmel über der Lagune in ein wunderschönes Farbenspiel. Die Farben werden immer intensiver und für einen Moment scheint es, als würde die Zeit einfach stehen bleiben.
Und dann werden wir auf dem Ortsplatz noch mit einem ganz besonderen Moment überrascht.
Es sind oft nicht die großen Dinge, die uns im Gedächtnis bleiben. Manchmal ist es ein kleiner Augenblick, ein unerwarteter Moment, ein Bild, das man nicht geplant hat – und das trotzdem genau zur richtigen Zeit kommt.
Vielleicht ist genau das der Zauber des Reisens: Nicht immer das zu erleben, was man geplant hat, sondern offen zu sein für all das, was einem unterwegs geschenkt wird. ❤️Meer informatie

Reiziger
Ich habe das im Caorle auch schon erlebt, diese Abart dass die Tomatensoße nicht in der Pizza ist sondern auf der Pizza! Keine Ahnung was das soll!

Yvi on tourJa, heute ist das so, aber im Innern hatte es auch noch Tomatensauce. Es war dann nicht so trocken.
Arrivederci Cavallino – die letzten Tage am Meer
23–24 sep., Italië
☁️ 19 °C
Man spürt deutlich, dass die Sommertage in unserer Region vorbei sind. Die Luft ist spürbar frischer und feuchter geworden. Die Sonne hat am frühen Morgen nicht mehr genügend Kraft, um den Nebel und die Feuchtigkeit aus der Luft zu vertreiben. Der Strand liegt ruhig und fast verlassen vor uns. Nur ein paar unentwegte Strandspaziergänger sind unterwegs und geniessen die morgendliche Ruhe.
Gestern ging es mit dem Fahrrad zum Bauernmarkt nach Ca' Savio. 🚲🧺 Viel war allerdings nicht los – ein paar Stände mit frischem Gemüse, Fleisch und Käse, mehr gab es eigentlich nicht zu entdecken. Für uns war leider nichts Passendes dabei. Also führte unser Weg anschliessend noch in den Supermarkt. Denn eines ist sicher: Ohne Kaffee geht gar nichts! Unser Vorrat muss aufgestockt werden. Wir sind schliesslich bekennende Illy-Espresso-Fans. ❤️☕
Am späten Nachmittag darf natürlich ein Strandspaziergang nicht fehlen. Das Meer ist einfach herrlich beruhigend – meditativ und gleichzeitig berauschend. Besonders der tägliche Wechsel der Gezeiten macht das Ganze immer wieder spannend.
Es ist faszinierend zu beobachten, wie sich die Flut langsam den Strand zurückholt. Welle für Welle kommt das Wasser näher und legt sich wie ein sanfter Schleier über den Sand. 🌊✨ Ein Schauspiel, an dem man sich einfach nicht sattsehen kann.
Heute Abend gibt es etwas ganz Einfaches vom Grill: Burger! 🍔🔥 Das Fleisch haben wir nochmals beim Metzger geholt. Ab morgen verabschiedet er sich nämlich in die Winterpause – mit einem herzlichen „Ci vediamo prossimo anno“. 👋
Also darf „Mann“ heute den Kochlöffel beziehungsweise die Grillzange schwingen. 😄🔥
Den Abend lassen wir gemeinsam mit unseren Nachbarn bei einem guten Glas Wein gemütlich ausklingen. 🍷 Wir plaudern über Camping, unsere Erlebnisse und natürlich über alles Mögliche. So vergeht die Zeit wie im Flug.
Ein gemütlicher Tag geht zu Ende. 🌅
Heute Morgen gönnen wir uns zum ersten Mal einen Cappuccino und ein Croissant an der Kaffeebar auf dem Campingplatz. ☕🥐 So lässt es sich doch wunderbar in den Tag starten!
Anschliessend geht es nochmals zu einem ausgedehnten Strandspaziergang. 🏖️🌊 Die frische Morgenluft, das Rauschen der Wellen und dieser ganz besondere Duft des Meeres – genau diese kleinen Momente werden uns fehlen.
Denn unsere Tage hier sind gezählt. 😢
Heute steht noch die grosse Wäsche an. 🧺 Und dann heisst es am Sonntag endgültig: Arrivederci Cavallino! ❤️Meer informatie

































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































Reiziger
Nirgendwo besser als in Österreich 😋
Yvi on tourDie Marillen waren leicht säuerlich und doch süss, dazu warme Vanillesauce 😋.
ReizigerMacht uns nur neidisch 😀