Tag 20 Valldal - Geiranger - Lom
2024年7月13日, ノルウェー ⋅ ☀️ 17 °C
Von der Fähre runter, ich hab wieder die Pole, geht es bergauf. Ich folge den Straßenschildern Geiranger Und komme immer höher auf ein Plateau. Ich fahr um eine Kurve rum und muss auf einmal stark bremsen. Vor mir parken Autos kreuz und quer, Busse stehen mitten auf der Straße, Touristen laufen von links nach rechts ohne auf den Verkehr zu achten. Es gibt Linksverkehr und Rechtsverkehr. Wenn man nach links runter sieht, kann man ganz tief unten im Tal das Kreuzfahrtschiff Aida sehen. Ich denke mir, warum bin ich nur hierher gefahren. Es ist wieder so ein Fleck, wie die Atlantikstraße und die Lofoten, die man eigentlich nicht besuchen soll. Jetzt bin ich schon mal da, Dann muss ich da auch durch. Ich kann mich jetzt leider nicht in Luft auflösen. Zwischen all dem Gewusel fahren diese kleinen Elektroautos von Renault, die Twizy. Ich liebe sie. Ich komme am Kreuzfahrtschifffähranleger vorbei. Hier warten vielleicht schon zehn Busse, um die Touristen aufzunehmen. Die restlichen Touristen nehmen sich die grünen Elektro Twizies und gurken durch die Gegend. Also sie stehen da, wo man nicht stehen soll und sind einfach zu langsam auf der Straße. Ich versuche irgendwie an dem Auflauf vorbeizukommen und auf der anderen Seite des Fjords die Straße wieder hoch zu fahren. Ich will wieder schnell weg. Ich fahr ein paar Minuten einen Reisebus, hinterher bei jeder Serpentine hupt er und fährt einfach drauf los. Ich halte irgendwo rechts an und lass die ganzen Ausflugbusse an mir vorbei und warte eine Weile, damit ich aus dem Tal raus freie Fahrt habe. Die Zeit nutze ich ein bisschen um nach Campingplätzen in Lom zu googeln. Ich hab einen gefunden und entschieden weiter zu fahren. Wieder komme ich auf eine Hochebene, die Reisebusse sind verschwunden und ich kann die Straße endlich wieder genießen. Von hier aus geht es immer leicht bergab, das Tal hinunter Richtung Lom. Bei einer kleinen Pause baue ich mir ein Steintürmchen. Mein Steintürmchen. Links und rechts sind Bauernhöfe und Kühe stehen auf der Weide. Die Bauern fahren mit Traktoren und mähen das Gras. Ein kleiner Parkplatz direkt neben einem Flusslauf lädt zu einer Pause ein. Ich hab noch ein paar von den Rentierwürsten und mach mir die Finger fettig dabei. Das Navi sagt noch 18 km zum Campingplatz. Kurz vor dem Campingplatz sehe ich einen Supermarkt, ich brauch noch was zum Abendessen. Es soll wieder ein Stück Entrecote sein, dieses Mal mit Fatakäse, Oliven und eingelegte Knoblauch. Dazu einen Kraut Karotten Salat. Das Bierchen darf natürlich nicht fehlen. Zur Nachspeise gab es einen Kaffee und Haribo macht Kinder froh. Heute habe ich festgestellt, dass meine Lieblinge, Wohnmobile und Kreuzfahrtschiffe, nun erweitert werden durch Renault Twizy. Campingplatz gefunden, Zelt aufgebaut, Essen gemacht, abgespült, Office gemacht, auf die Luftmatratze gefallen und eingeschlafen.もっと詳しく
Tag 21 Lom - Camping Lofthus
2024年7月14日, ノルウェー ⋅ ☁️ 10 °C
Das übliche, aufstehen, frühstücken, packen, tanken … Abflug. Heute geht es auf eine meiner Traumstrassen von Norwegen. Die Norwegische Landschaftsroute Sognefjellet verläuft zwischen Lom und Gaupne und ist 108 km lang (Straße 55). Dies ist Nordeuropas höchster Pass. Von den grünen Wiesen und der üppigen Kulturlandschaft von Bøverdalen führt die Straße durch das Tal hinauf zur Spitze von 1434 Metern. Zwischendurch muss man aufpassen denn die Bauern lassen ihre Schafe einfach so rumlaufen. Die Schafe liegen seelenruhig auf der Straße und man muss um sie rum fahren. Entlang einem Fluss zieht sich die Straße immer höher. Es wird frisch, 12 Grad, 10 Grad … und dann 7,5 Grad. Gut, dass ich meine Merino Unterwäsche an habe. Auf den Weg hoch zum Pass, immer wieder Wasserfälle und übrig geblieben Schneefelder. Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass Elise Reifen mit M+S Kennzeichnung hat ? Oben angekommen auf der Passhöhe 1428 m ist es einfach imposant. Mir gefällt es hier viel besser wie die Aida im Geirangerfjord anzusehen. Hier ist einfach nur Natur mit bisschen Wind, Kälte, Schnee, Nieselregen. Am Berg gegenüber ein Gletscher. Er hat die Farbe wie die Gletschereisbonbons. Wo es vorne hoch geht, geht es auch hinten runter. Ich fahre die Serpentinen und Haarnadelkurven. Es macht richtig Spaß. Fast kein Auto, manchmal ein Wohnmobil.
Es geht auf eine Fähre, ich unterhalte mich mit einem norwegischen Motorradfahrer, der mich unterwegs überholt hat. Er hat einen Radarwarner, kennt sich aus und weiß wo die Polizei steht. Außerdem sagt er mir, wird nur von vorne geblitzt und da haben Motorräder kein Kennzeichen. Wenn er Strecke machen will, fährt er schon mal 160 Km/h. Erlaubt ist hier 80. Er erzählt mir, dass er manchmal auf die deutsche Autobahn fährt und einmal im Jahr zum Sachsenring auf die Rennstrecke. Wir zwei haben die Pole auf der Fähre, aber sein Kawasaki mit 160 PS zieht einfach davon. Elise flüstert mir ins Ohr, wenn wir kein Gepäck dabei hätten, hätten wir ihn stehen gelassen.
Nächstes Highlight das Aurlandsfjellet hat eine ziemlich steile Anfahrt. Eigentlich Nix für Wohnmobile und Reisebusse …. aber die älteren Herrschaften wollen in beiden Gefährten die Straße blockieren. Gut. Es kann nicht jeder mit dem Motorrad fahren. Dieses Hochplateau war auch bombe. Unter mir geht das längste Straßentunnel mit 24,5 Km durch den Berg und ich oben drüber. Berge, Felsen, Wasserfälle, Schafe und immer wieder Schneefelder, selbst im Juli. Hinten runter gehen wieder Serpentinen, ich weiß gar nicht wieviele. Einfach genial. Da sehe ich ins Aurlandfjord rein … und was sehe ich … ein Kreuzfahrtschiff. Ein paar Kurven weiter sind auch schon die Renault Twizy sichtbar. In Rudeln treten sie auf, scheinbar die neueste Erfindung für Kreuzfahrer die nicht mehr zu Fuß laufen wollen oder mit dem Reisebus die Gegend erkunden wollen.
Ich kaufe noch schnell was für mein Abendessen ein. Heute ist Sonntag und es darf im Supermarkt kein Bier verkauft werden. Schade. Wieder was gelernt. Ich finde den Campingplatz (18€). Zelt aufbauen, Essen mache, abspülen. Quatsch mit einem holländischen Pärchen die mit einen Land Rover mit Expeditionsausrüstung und Dachzelt unterwegs sind. Ich frage, ob sie auch Offroad fahren. Er schaut mich an und sagt : Nein, könnte ja was kaputt gehen. Heute waren es wieder schöne 340 Km. Bissi Office machen, dann Luftmatratze horchen.もっと詳しく
Tag 22 Camping Lofthus - Stavanger
2024年7月15日, ノルウェー ⋅ ☁️ 18 °C
Habe gestern ganz vergessen den letzten Tunnel und die Brücke vor dem Campingplatz zu erwähnen. Vallaviktunnel und Hardangerbrücke. Der Blick vom Parkplatz ist schon genial. Die Brücke ist 1380 m lang und hat kein Pfeiler, ein schönes Bauwerk.
Der Kreisverkehr im Tunnel mit der wunderschönen Beleuchtung ist super, in Deutschland sicherlich nicht möglich. Die Norweger können Tunnel bauen, schneller als in Deutschland Straßen gebaut werden. Ich sage nur Planungsfeststellungsverfahren oder es wurde irgend ein Wurm oder wichtige Ameise gefunden.
Heute morgen um 5:30 Uhr von der Luftmatratze gefallen, habe mir aber nicht weh getan. In der Nacht hat es geregnet, habe aber nix mitbekommen. Ich habe geschlafen wie ein Stein. Der Regen soll angeblich in einer Stunde wieder anfangen. Dann aber schnell packen und Zelt soweit es geht trocken reiben. Abflug Richtung Stavanger. Noch schnell ein Foto am Morgen gemacht. Ich fahre eine Weile am See entlang, also ein Glühwürmchen fährt am See entlang. Immer wenn die Geschwindigkeit gedrosselt wird und ein Kringelzeichen am Straßenrand steht, gibt es etwas zum ansehen. Dieses Mal ein Wasserfall …. Habe extra für Elke ein Video gemacht. Heute ist auch der Tag der Wasserspiegelungen … ohne ein Lüftchen sind die Seen und Fjorde wie ein Spiegel und die Landschaft sieht man doppelt. Es geht über kurvige Straßen und ich habe einen norwegischen Pacecar vor mir der ein gutes Tempo hat.
Vor Stavanger gibt es wieder eine Fähre mit Hot Dog. Mein Frühstück um halb zehn … heute kein Knoppers. 2033 wird die Fähre durch das längste und tiefste Tunnel abgelöst. Noch 9 Jahre Bauzeit für dieses Mammutvorhaben. Auf der Fähre stehe ich wieder in der Pole Position. Die norwegische 1250 GS Fahrerin und das ältere Pärchen mit einer Suzuki V-Strom aus England bleiben hinter mir. Die kleinen Inseln sind wieder mit Tunnel verbunden, teilweise geht es 10% steil runter und rauf. Bis zu 150-200 Meter geht es unter dem Meer durch. Also buddeln können die Norweger.
Via Email habe ich ein Tag zuvor einen Termin bei Bavaria Motorrad in Stavanger ausgemacht. Sie warten schon gegen Mittag auf mich und Elise bekommt frisches Öl und einen neuen Ölfilter. Ich zwei Kaffee und einen süßen Kakao aufs Haus. Sie haben gesagt, sie machen noch eine kleine Durchsicht, damit der Weg nach Hause sicher ist. Luft aufgefüllt, Kette geschmiert, Kupplung gecheckt. So günstig war kein Ölwechsel bei einem Freundlichen. Sie haben nur 18€ für einen Liter Öl verlangt. Fast die Hälfte von dem was in München verlangt wird. In der Zwischenzeit habe ich mein Zelt getrocknet auf dem Werkstattgelände. Die werden sich gedacht haben, was für ein Zigeu …. Ups …, was für ein unrasierter alter Mann mit dreckigem Motorrad. Gegen 13:00 Uhr Abflug zum Campingplatz. Auf dem Weg noch einen kleinen Zwischenstopp beim Supermarkt. Heute ist Montag, ich sage mir immer : Bier nicht vergessen.
Platz gefunden, aufgebaut und rein nach Stavanger.もっと詳しく
Tag 22 Stavanger
2024年7月15日, ノルウェー ⋅ ☁️ 16 °C
Ich will heute noch in Stavanger Kreuzfahrttouristen angucken. Also schnell aufgebaut und den Packsack ins Zelt. Ich trau mich einfach nicht mit Gepäck in die Stadt rein zu fahren, was mache ich, wenn ich auf einmal zwei Zelte habe ?
Ich google wieder nach kostenfreie Motorradstellplätze und werde im Hafenbereich fündig. Adresse rein ins Navi und los.
Es sind 14 Km vom Zeltplatz bis Downtown.
Parkplatz gefunden, direkt neben den Kreuzfahrtschiffterminal. Zwei junge Spanier mit ihren Motorrädern parken gleich neben mir. Spanisches Englisch ist auch lustig anzuhören. Aber wir reden mit Händen und Füßen und verstehen uns prächtig. Wetter, Camping, norwegische Girls, Oktoberfest… alles ist dabei. Warum reden deutsche Touristen nicht mit mir ?
Das kleine Städtchen ist voll auf Touristen eingestellt. Die kleine Innenstadt vollstopft mit Souvenirläden, Imbiss, ein Museum, Geschäfte, Souvenirläden, Bars, Kaffees … Habe ich schon Souvenirläden erwähnt ? Ich war an einen ganz wichtiger selfispot … Man steht hier Schlange dafür. Habe ich gemacht um ein Bild von mir zu machen.
Ein knappes Stündchen und es langt mir wieder. Ich bin doch lieber alleine auf dem Campingplatz oder in der Natur. Wahnsinn, wieviel Frischluft ich in den letzten 3 Wochen bekommen habe.
Heimweg zum Campingplatz und Abendessen zaubern. Ich habe heute Lachs mit Mango Chilli Fetakäse, Wokgemüse an einem Bier. Es ist von der ältesten norwegischen Brauerei und heißt Aass. Ich liebe es für mich das Essen zu machen. Dieses minimalistisch kochen mit einem Gaskocher und wenig Zutaten. Und es hat bis jetzt jedes Mal hervorragend geschmeckt. Es gab keinerlei Beschwerden. Abwaschen, dann kurz duschen. Man hat nur 4 Minuten Zeit bzw warmes Wasser. So ungefähr 6 Grad kaltes Wasser läuft auch ohne Münze aus der Dusche. Heute bin ich kein Mann, ich habe warm geduscht. Bissi Office machen, noch ein kleines Bierchen, ein oder Erdnüssen und dann bubu auf der Luftmatratze.もっと詳しく
Tag 23 Vølstadskogen Camp - Südkap
2024年7月16日, ノルウェー ⋅ 🌧 16 °C
Ich habe bis 7:00 Uhr geschlafen. Es war wieder so erholsam. Ich sehe Regentropfen auf den Zelt, aber Ich habe nix mitbekommen vom Regen in der Nacht. So soll es sein. Frühstück heute mal halb im Bett halb im Vorzelt. Müsli mit Banane. Den Kaffee gibt es später an der Cirkle K Tankstelle … den Flatratekaffee. Zusammen packen, Elise aufladen, Schlüsselkarte abgeben und ab geht die Luzi. Hier hat es wieder eine Schlüsselkarte gegeben für Zutritt in das Waschhaus und die Küche. Auch mit einmal duschen konnte man sie aufladen. Die Dusche ist 4 Minuten gelaufen. Wie lange duscht ihr denn zuhause ? Das war Vølstadskogen Camping für 20€ Nähe Stavanger.
Nach dem packen geht es raus Richtung Süden. Ich wollte die kleine Straße 44 nahe an der Küste fahren, doch es gab kein Fortkommen. Zu viele LKWs, Baustellen, 30er Zonen, Bremser auf der Straße. Ich bin dann zur E39 gewechselt und runter zum Südkap. Zwei Pausen bei Circle K. Es gab neben einer Wurst wieder süße Rosinensemmeln und ein paar Liter bleifrei für Elise.
Ich wechsle von der E39 auf eine kleine Straße die mich auf ungefähr 30 Km schlängel schlängel zum Südkap führt. Viele Wohnmobile fahren auf einmal da lang. Das Südkap ist für die Einsteiger, die sich nicht so viel zutrauen, also quasi das Beginner Kap.
Am Parkplatz, viele Wohnmobile, einige Motorradfahrer. Ich erzähle jedem, dass ich vor zwei Wochen am Nordkap war. Nordkapbezwinger. Die zwei Passauer Opis, die es nochmal wissen wollen staunen nicht schlecht. Sie haben sich für viel Geld jeweils eine nagelneu Triumph gekauft, die Touratech Edition. Mit Vollausstattung und allem Krempel den es mit Touratech Label gibt. Sogar einen 3 Liter Reservekanister hat jeder dabei. Ich frage sie, ob sie Offroad fahren wollen und Angst haben in der Wildnis keine Tankstelle zu finden. Keine Antwort. Sie haben insgesamt 3 Wochen Urlaub und wollen ans Nordkap und über Finnland zurück. Am ersten Tag sind sie 1000 Km gehalten und gestern 500 zur Fähre nach Dänemark. Viel Spaß dabei, habe ich gesagt und in mich rein geschmunzelt. (3 Wochen für die Tour, jaja) .
Das Kap von Lindesnes liegt ziemlich genau auf dem 58. Grad nördlicher Breite und markiert den südlichsten Punkt des norwegischen Festlandes. Für das Gelände, die Ausstellung, der Kinofilm, die Toilette und rauf auf den Turm zahlt man 11€.
Ich habe Fotos gemacht, war auf dem Leuchtturm und habe mich eine Weile auf den gesamten Gelände rumgedrückt. Vom Nordkap runter waren es jetzt 3552 Km die Küste entlang. Bis heute bin ich 7200 gefahren. Der direkte Weg zum Nordkap von hier aus, geht über Schweden und ist ungefähr 2500km lang.
Morgen habe ich eine Fähre durch den Lysebotn Fjord reserviert. Die fährt nur 3 mal die Woche und nimmt maximal 20 Autos und ein paar Motorräder mit. Auf dem Weg dahin habe ich einen kleinen Campingplatz gefunden. Es war keine Hütte frei, dann bau ich halt mein Zelt auf. Ach habe ich schon erwähnt, es regnet. Ich schlaf auch lieber in meinen Schlafsack wie auf so einer Ranzelmatratze im Gartenhäusl.
Abendessen, Office, Radio Schlagerparadis hören und einfach sonst nix machen. Schön. Hier verstecke ich mich.もっと詳しく
Tag 24 Camping Feda nach Lysebotn
2024年7月17日, ノルウェー ⋅ 🌫 13 °C
Heute Nacht hat es supa geregnet. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, was das für ein schönes Geräusch das für einen hardcore Camper ist. Jeder Regentropfen der auf das Zelt fällt ist wie Musik in meinen Ohren. Ich bin wieder um 7:00 Uhr aufgewacht. Kein Regen mehr. Erstmal Zelt trocken reiben und die großen Wassertropfen abwischen, dann trocknet es vielleicht noch besser bis nach dem Frühstück. Große Packrolle gepackt und Elise mit durchdrehenden Rädern aus der schlammigen Wiese gefahren. Irgendwie habe ich gemerkt, dass Elise auf versaute Dinge steht. Hinterrad und Spritzschutz sind voll Erde und Wiese. Frühstücken und Zelt packen. Heute früh nach dem Aufstehen und wie ich so Elise ansehe jammert sie ein bisschen rum. Sie hätte gerne ein wenig Bremsflüssigkeit hinten nachgefüllt, bevor es die Serpentinen von Lysebotn runter geht.
Ich google mal schnell und finde in etwa 15 Kilometer einen Ford Händler mit Werkstatt. An der Tanke bekomme ich auch Bremsflüssigkeit, aber gleich 300 ml …. Ich brauch vielleicht nur 6 ml. Ich fahr nach Kvinesdal. Zuerst kommen die Jungs mit einem halben Liter, ich zeige den Vorratsbehälter und meine „Only 5 ml“
Er lacht und geht nochmal in die Werkstatt. Kommt mit einem offenen Gebinde. Ich habe immer eine Spritze mit Kanüle dabei, fragt einfach nicht warum und ziehe 5 ml auf. Rein damit und fertig ist die Laube. Ich gebe meinen letzten 50 Kronen Schein in die Kaffeekasse und düse ab zur nächsten Circle K Tankstelle. Wenn Elise die paar Tropfen langen, aber ich brauche einen Pott Kaffee … Flatratekaffee.
Es geht über kleine Straßen Richtung Lysebotn. Aber schon sooo eine schöne Straße, glaube es ist die Fv465. Wieder viele Hinweisschilder für Elche, aber außer der Elchmama und das Kalb am Anfang in Schweden, habe ich keine gesehen. Kleinen Snack für Mittag eingekauft und natürlich noch was für Abendessen. Pause gemacht und dabei das Zelt nochmal ausgepackt zum trocknen. Nach einer halben Stunde in der Sonne sitzen, packe ich das fast trockenen Zelt wieder zusammen. Es geht wieder hoch auf über 1000 Meter. Durch ein beliebtes Skigebiet auf eine Hochebene. Die ganze Gegend voll mit Hütten für Skifahrer. Das muss ja im Winter nett aussehen, wenn alle ihre Lichter anhaben. Fast so wie auf einer Modelleisenbahn. Es geht steil nach oben. Es wird kalt, windig und es gibt wieder Nieselregen …. mir gefällt es sackrisch. Ich fahre auf einen Aussichtspunkt, neben mir hält ein Regensburger und ich sage zu ihm : Bei schönen Wetter kann jeder hier hoch fahren.
Von oben runter wird es richtig lustig.
Die beliebte Touristenstraße Lysevegen in Ryfylke hat 27 Haarnadelkurven, ein Tunnel mit einer Kehre und führt von Sirdal bis nach Lysebotn am Ende des Lysefjords. Ich bin von oben nach unten gefahren. Habe am Aussichtspunkt eine kleine Pause gemacht. Es war wieder ein Platz für mich reserviert … Ich nehme immer den Platz der mit MC gekennzeichnet ist, das heißt nämlich : Master Class.
War echt super die Haarnadelkurven …. zuerst anbremsen mit vorne, Hinterradbremse übernimmt, Stützgas und rum ums Eck. Jeder Kehre ein Genuss, auch wenn es nur bergab ging. Unten schießt man aus dem Tunnel gleich auf die Wartespuren für die Fähre. Spur 1 mit Vorreservierung, Spur 2 warten, ob man mitkommen kann. Django hat Monatskarte, also Spur 1.もっと詳しく
Tag 24 Lysebotn Fjord - Volstadskogen
2024年7月17日, ノルウェー ⋅ ⛅ 15 °C
Eigentlich ist die Fährfahrt nur mit Voranmeldung möglich. So ungefähr eine Woche vorher sollte man sie machen. Weil ich meinen Zeitplan nicht so genau einschätzen konnte, waren es bei mir nur 2 Tage und ein Motorrad kann man einfacher dazwischenquetschen. Ich habe aber auch nur mehr die Fahrt von Ost nach West bekommen, deshalb habe ich einen Extraloop machen dürfen. Andersrum ist die beliebtere Strecke bei Motorradfahrer, weil man die Serpentinen bergauf fahren kann. Anfänger halt.
Ich unterhalte mich mit Österreicher aus dem Mühlviertel. Sie bangen noch, ob sie mitkönnen. Sie sind mit einem VW Bus, Sperrholzplattenselbstausbau, unterwegs.
Zur Zeitüberbrückung bekomme ich noch einen Hot Dog. Lauf noch ein bisschen rum und gehe mit meiner Kreditkarte auf die Toilette. Einmal durch den Schlitz ziehen an der Tür, da ist die Transaktionsgebühr höher wie das bieseln selbst.
Ich schau mir Norweger an die mit kurzer Hose und T-Shirt, teilweise barfuß rumlaufen. Sie sagen es ist ein schöner Sommer bis jetzt.
Die zweieinhalbstündige Fährefahrt war genial. Am Preikestolen vorbei. Man hat von unter die Menschen oben gesehen. Von einer Stelle sogar Basejumper. Mit der Fähre unten vorbei fahren, ist besser wie 4 Stunden hochlaufen. Angelegt in Lauvvik geht es nach Sanders Richtung Stavanger. Auf dem Camping Platz Volstadskogen Camp. Da war ich schon vor zwei Tagen.
Abendessen, heute mal vegetarisch. Nudeln Carbonara …. Gut mit Schinkenstücke, aber nur ganz kleine. Einen Kraut Karotten Salat dazu ein Bier.
Abspülen, duschen, Office, Luftmatratze … Habe fertig für heute.もっと詳しく
Tag 25 Sanders - Frolands Verk Camp
2024年7月18日, ノルウェー ⋅ ☁️ 15 °C
Gestern Abend habe ich mich noch mit zwei Jungs aus Eisenach unterhalten. Haben jeweils eine Honda Afrika Twin … fahren im Partnerlook. Beide Bikes mit identischer Ausstattung …. Automatik mit Tempomat …. wie langweilig. Sie waren im Schweinsgalopp am Nordkap. Ja gut, die Moskitos haben sie durch Schweden und Finnland getrieben. Und dann runter immer 600-700 Kilometer am Tag. Sie haben die Fährfahrt am Geirangerfjord für 50€ gemacht. Das war ich mit meinen 13,50€ an LysebotnFjord richtig günstig.
Nachdem sich einige Mitlesende Gedanken wegen meiner Ernährung machen, ich esse nicht nur Hot Dogs. Zum Frühstück gibt es immer feines Müsli. Mit irgendeinen Schoko Protein Shake. Protein macht schön habe ich mir sagen lassen.
Zusammenräumen, aufladen, Abflug. Ich fahr wieder kleine Straßen und muss auf die Schafe aufpassen die da am Straßenrand liegen. Kiwi ist nicht nur ein Obst, sondern in Norwegen ist es auch eine Supermarktkette und von früh bis spät offen. Da gibt es auch Hot Dogs to go ;-)
Wieder etwas Geschichte, die Steinbogenbrücke. Diese hier ist Nordeuropas längste und best erhaltene Steinbogenbrücke. 60 Meter lang, 21 Steinbögen, ca. 125 Jahre alt.
Daneben habe ich Bärenkacke gefunden.
Ich bin wieder nur die kleinen Straßen gefahren, die zwei und dreistellige Straßennummern haben. Superschöne Kurven, kein Verkehr und wenn doch mal ein Norweger im Weg ist, dann machen sie freiwillig Platz. Die meisten Norweger fahren eher sehr langsam. Wahrscheinlich haben die Elektroautos so mehr Reichweite. Hier gibt es sehr viele Stromer. Sie fahren rechts ran, wenn sie ein Motorrad im Rückspiegel sehen und bremsen damit man schön überholen kann. Ein feiner Zug. In Deutschland gibt man eher Gas und sagt : Du kommst hier nicht vorbei.
Es gibt kleine und große Rastplätze die zum Pause machen einladen, teilweise mit Infotafeln, die dann ein bisschen was von der Gegend beschreiben. Eine Baustelle mit Flagman auf der einen Seite und Flagwoman auf der anderen Seite. Es wird ein großer Erdrutsch und Felssturz beseitigt. An der Straße haben die Bauern immer wieder Obststandl. Leider habe ich keine norwegische Kronen mehr, sonst hätte ich mir eine Schale Himmelbeeren gegönnt. Und einfach so mitnehmen mache ich nicht. Noch ein paar Kilometer und ich habe nach ca. 270 Kilometer den ausgesuchten Campingplatz erreicht.もっと詳しく
Tag 25 Flolands Verk Camping
2024年7月18日, ノルウェー ⋅ ☁️ 24 °C
Ich komme um 15:15 Uhr an. Weiter fahren will und muss ich nicht. Hier ist es schön. Der Campingplatz war als sehr einfach und ursprünglich beschrieben … und so ist er auch. (10€)
Eine einzige Toilette ist vorhanden und Trinkwasserversorgung. Das reicht eigentlich. Ich trau mich immer noch nicht wild zu campen, obwohl ich ja alles dabei habe für autark. Inklusive Schaufel und kompostierbarem Toilettenpapier. Vielleicht hat mich die Bärenkacke abgeschreckt. Ich denke mir, hier auf dem kleinen Campingplatz gibt es noch ältere Menschen die nicht so schnell laufen können wie ich, die werden dann als erstes gefressen.
Tagsüber ist die Versorgung hier mit einem kleiner Foodtruck abgedeckt, der oh Wunder nur Cash nimmt. Entweder norwegische Kronen oder Euro, aber nur Scheine. Ich zapf mir einen lauwarmen Kaffee und will etwas Süßes dazu haben. Zuerst bekomme ich einen Lolli angeboten, das Mädchen versteht mich nicht so ganz. Die Mama hilft und ich bekomme dann doch noch eine schwindlig dünner Waffel angeboten. Ui ja, eine Waffel mit Erdbeere Marmelade. Macht 5€. In meinen nächsten Leben eröffne ich auch einen Foodtruck … auf dem Weg zur ersten Million.
Ein kleiner Strand gehört auch zu dem Campingplatz, samt dem obligatorischen See. Das Wasser etwa -5 Grad kalt, selbst die Norweger gehen nicht weiter wie bis zum Oberschenkel ins Wasser. Ich war bis zum Sprunggelenk drin. Langt.
Ich packe meinen Klappstuhl aus, übrigens das zweite mal in 25 Tagen. Und setze mich in den Schatten unter einem großen Nadelbaum. Dabei blicke ich auf den See und bin zufrieden mit dem was ich habe … einen schönen Ausblick und Ruhe.
Ich habe mir Mittag im Kiwi Supermarkt Pulled Pork der Firms Tulip im Pappkarton gekauft zum aufwärmen in der Pfanne, dazu wieder Kraut Karottensalat das Set inklusive Sauce. Der Norweger sagt dazu, wie der Amerikaner Cole Slaw Kit. Die Bierdose ist im Topcase mit der Zeit warm geworden. Ich gehe zu einem Norwegischen Pärchen mit dem größten Wohnmobil und frage, ob sie mir die Dose vielleicht eine, zwei Stunde runter kühlen und das mein Kühlschrank im Moment nicht funktioniert. Sie lachen und sagen, dass sie früher auch Motorrad gefahren sind und das mit den warmen Bier kennen. Ich starte mit den Pulled Pork in der Pfanne, den Salat gibt es gleich aus der Verpackung. Ich hole mir mein kaltes Bier … nur war es genauso warm wie ich es abgegeben habe. Wahrscheinlich haben sie in dem großen Wohni kein Gas für den Kühlschrank am laufen. Sondern nur Strom wenn sie fahren. Billiges Wohnmobil. Okay, ich esse aus den Beutel und der Pfanne. Das spart den Abwasch, weil hier gibt es keine Küche und habe ich es schon erwähnt - nur EINE Toilette. Also ich sage jetzt mal nichts zu dem Essen … nur soviel, dass ich morgen wieder selber koche. Trotzdem bin ich zufrieden und genieße mit gewölbten Bauch meinen Kaffee und schau raus auf den See, Das warme Bier trinke ich später …もっと詳しく
Tag 26 Flolands Verk Camp - Sandefjord
2024年7月19日, ノルウェー ⋅ ☀️ 22 °C
Ich bin heute schon wieder um 5:00 Uhr wach gewesen. Meine Schlafbrille ist verrutscht und dann ist es hell und ich wache auf. Dann war ich wenigstens der Erste auf der EINZIGEN Toilette, auch gut … weil ich das letzte Toilettenpapier aufgebraucht habe. Tja, selber Schuld denke ich mir, schau zu den restlichen Campern und sage leise : Wenn man schon so lange schläft.
Packen, Frühstück, Morgenstimmung genießen. Alles ist ruhig hier. Abflug … wieder klitzekleine Straßen lang, haben alle 3 und 4 stellige Landstraßenbezeichnung. Super Kurven. Dann Circle K Tanke, Wurst, Rosinensemmel und zwei Flatratekaffee. Elise bekommt 11 Liter feinstes Bleifrei. Weiter Buckel rauf, Buckel runter und über flaches Land. Schließlich bin ich in Sandefjord angekommen, den Ablegekai checken. Ich setze mit einer Fähre nach Schweden über, das spart mir nach Oslo rein, durch und raus zu fahren und mindestens 200Km. Außerdem ist so ein großes Ding wieder ein Erlebnis.
Bis die Fähre ablegt, suche ich mir einen Supermarkt um für heute Abend einzukaufen und einen Snack brauche ich auch noch für … gleich und sofort.
Dann fahre ich wieder zum Kai und oh Wunder alles voll Wartender. Ich mache einen auf dummen deutschen Motorradfahrer und fahr ganz vor und frage : Motorbikes First ?
„No, but when you are here, go ahead“
Okay, ich werde zu Reihe 15 geschickt und bin der Zweite , nach einem Volvo der das Winken vom Lademeister für mich missverstanden hat. Frechheit.
Elise steht auf Fesselspiele und ich zurr sie ganz fest, obwohl kein großer Seegang zu erwartet ist. Es scheint die Sonne für die nächsten zwei Tage. Kein Regen in Sicht. Ich brauch einen Regen in Form einer Dusche und waschen muss ich auch wieder. Irgendwie riecht alles eigenartig. Ich habe heute angeblich frische Merino Unterwäsche angezogen, aber meine Handwäsche scheint nicht so effektiv zu sein. Teil 2 die Fähre kommt auch gleich.もっと詳しく
Tag 26 Fähre Sandefjord - Strömstad
2024年7月19日, スウェーデン ⋅ ☀️ 19 °C
Fähre fahren ist ja soooo aufregend. Das warten, drauffahren, sich verlaufen. Nein, als guter Deutscher mache ich Fotos wo ich stehe und wo ich hoch bin. Ich denke ich finde Elise wieder. Ansonsten frage ich halt einfach Florian Silbereisen, wenn er vorbeikommt.
Ich erkunde jedes Deck, zuerst den Kinderspielplatz, dann das Sonnendeck. Hier auf dem Schiff gibt es eine große Shoppingmeile. Kleidung, Schuhe, Schmuck, Parfüm, Alkohol und Alkohol, Bier, TK Lebensmittel, Zigaretten und vieles mehr. Die Norweger und wahrscheinlich auch die Schweden kaufen Bier ein, als ob es kein Morgen gibt. Sie laden ihre kleinen Transportwägelchen auf. Feine Restaurants für die Geldigen Golfspieler und sehr feine Pommes Buden für mich …. Heute keine Wurst mehr, denn ich hatte ja schon ein Hot Dog. Die zwei Stunden irgendwas vergehen wie im Flug und schon ist wieder anlegen in Sicht. Man merkt es, weil die Motoren gedrosselt werden. Wir sind mit 38 Km/h über das Meer geflitzt. Und schon kommt die Durchsage, dass in 10 Minuten die Autodecks aufgemacht werden. Wir sind nur 3 Motorradfahrer auf der Fähre gewesen. Nervös startet jeder sein Auto und Wohnmobil, obwohl das Bugtor noch gar nicht offen ist. Runter von der Fähre zum nächsten Supermarkt ein Dünnbier kaufen und zum Campingplatz. Leider gibt es keine Andresse für das Navi, der Campingplatz ist in der Straße : unknown
Zwei mal daran vorbei gefahren, irgendwie ist das der Geheimtipp der kein großen Schild an der Straße braucht.
Ich hatte von Sandefjord aus angerufen und reserviert. Er wollte meinen Namen, ich sagte Christian Wotke und weil er so getan hat als ob er alles verstanden hat, habe ich zur Sicherheit gesagt. The old man with the motorbike.
Ich komme am Campingplatz an. Kommt der Besitzer aus der Rezeption und sagt: The old man with his motorbike. Wir müssen beide lachen. Platz bekommen und nach dem Reinfall gestern mit dem Essen wieder auf Altbewährtes gesetzt. Entrecote mit Zwiebeln, Karotten Zwiebel Gemüse an einen Dünnbier.
Danach abspülen, Wäsche waschen, duschen, Office, bubu auf die Luftmatratze.もっと詳しく
Tag 27 irgendwo vor Malmö
2024年7月20日, スウェーデン ⋅ ☀️ 22 °C
Aufgewacht 6:23 Uhr der Scheinwerfer leuchtet mir ins Gesicht. Wo ist denn wieder meine Schlafbrille ? Macht nix, ich krabbeln auf allen Vieren aus dem Zelt und sehe in einen super sonnigen Tag hinein. Alles ist voller Tau. Gut, dass ich mein kleines Stühlchen gestern Abend noch in mein Vorzelt rein habe. Kann ich mich wenigstens raufsetzen.
Ich mache mir mein Müsli in dem Stena Line Plastikbecher, der sich irgendwann in meinem Gepäck gefunden hat. Gestern Abend musste ich feststellen, dass Schweden wenn sie im vorgeschrittenen Alter sind doch sehr redselige sind und auch mitunter sehr laut werden. Also untereinander. Mich gucken sie an, als ob ich ein Außerirdischer bin mit Antennen am Kopf. Oder es ist mein Geruch, ich habe mittlerweile einen eigenartigen. So ähnlich riecht glaube ich ein nasser Hund. Die Lautstärke der Schweden liegt wahrscheinlich an dem Bier und Wein den sie bei irgendeiner Fährfahrt im Duty Free Shop gekauft haben. In Schweden habe ich im Supermarkt nur Dünnbier oder Alkoholfreies gefunden. So zwischen 2 und 2,5 Volt. Weil, um von dem Dünnbier so lustig zu werden muss man viel die Nieren damit spülen. Bei den Hintergrundgebrable könnte ich gut einschlafen, gut - war auch schon Mitternacht. Ich war nur kurz wach gegen halb zwei, da haben sie alte Volkslieder gesungen. Zumindestens hörte es sich so an. Dafür mache ich heute Früh richtig Lärm mit meinem Plastikgeschirr, sie sollen auch nicht so lange schlafen.
Packen, aufladen, Abflug. Ich habe die Karte angesehen, viele Kurven gibt es die Küste runter nach Dänemark nicht.
Zwischendurch eine Wurst und schwedisch lernen : Spolarvätzka heißt Scheibenwischwaschwasser. Ach und in Norwegen ist Agurk … a Gurk(e).
Mittag gibt es einen Caeser Salat und eine Runde schaukeln. Nachmittag noch etwas Süßes und schon sind 540 Km rum. Ich sehe in Schweden meinen ersten Ikea … leider zu früh sonst hätte ich einen Ikea Hot Dog probiert. Leider ist aufgrund des Wochenendes und der Ferienzeit kein Platz auf einem Campingplatz zu bekommen. Ich bimmel alle in der Gegend an, vielleicht hätte ein Schwede noch ein Platz bekommen, aber der alte Mann nicht. Nicht mal für ein kleines Zelt. Ich suche mir einen Platz zum wild Campen. Ist gar nicht so einfach in einem besiedelten Gebiet. Ich finde hinter einem Bahndamm eine Reihe von Bäumen und eine Hecke, da soll es sein. Es gibt jede Menge Mücken, aber das Mückenmittel, was ich vor 3 Wochen gekauft hatte, hilft hier ausnahmsweise. Supa ! Mache mein Abendessen Kalbsentrecote, Karotten Paprika Gemüse und ein alkoholfreies Bier. Abspülen, eher auswischen und dann lege ich mich auf die Luftmatratze. Der Bahnhof und der Bahnübergang ist gleich ums Eck und immer, wenn ein Zug kommt macht es Bing Bing Bing ….. Mal sehen wie die Nacht wird.もっと詳しく
Tag 28 Wild Camp - Lüneburg
2024年7月21日, ドイツ ⋅ ☁️ 25 °C
5:45 un Uhr aufgewacht und ich habe überlebt. Es hat mich kein Bär gefressen oder Jugendliche auf der Sucht nach Bier überfallen. Nur die Mücken, also die Mücken waren fies. Beim Wildcampen gibt es keine Toilette. Was macht man bei den Mücken ? Bevor man sein Geschäft verrichtet, erstmal ein Loch buddeln, Hose runter, den Hintern mit Mückenspray einsprühen und …. Ihr wisst schon.
Ein sehr schnelles packen folgte und das Frühstück habe ich ausfallen lassen. Ich denke mir, da gibt es gewiss eine mückenfreien Fleck der sich besser eignet.
Abflug und die Öresundbrücke fotografieren, gar nicht so einfach. In einem Wohngebiet frage ich eine Joggerin, wo denn ein guter Spot ist und sie gibt mir einen Tipp.
Foto für Elke und euch gemacht und weiter geht es. Online hatte ich die Brücke und die Fähre von Rödby - Puttgarden gebucht.
Ich sage euch, ausdrucken ist immer besser wie am Handy. Öresundbrücke an dem Schalter, angehalten, Handschuh aus, Handy kramen, Seite aufmachen, wlan kommt dazwischen, wieder Seite aufmachen, den Barcode vor dass Lesegeräte halten …. Geht nicht, nochmal Handy anmachen und nochmal hinhalten. Hinter mir wird man ungeduldig und es pfeift jemand … endlich klappt es und die Schranke öffnet sich. Ich fahre langsam über die Brücke und genieße den Öresundbrückenteil von den 73€ die ich gezahlt habe. Leider darf man nicht anhalten für ein Foto. Nach der Brücke sieht es aus, als ob man im Meer verschwindet. Dort geht es in ein Tunnel rein und unter dem Meer durch. Endlich ein Rastplatz und ich frühstücke mein Müsli. Von hier aus hat man einen schönen Blick auf die nächste Brücke. Ich fahre immer wieder ein Stück Landstraße. Autobahn nervt mich heute extrem.
Endlich am Fährterminal. Wieder anhalten, Handschuh aus, Handy raus, Seite aufmachen, scrollen…. Wo ist es denn ? Ah, da ist der Barcode. Die nette Dame ist geduldig mit mir, wird wahrscheinlich bei jedem so sein, der kein Papier hat.
Elise kennt schon alles an Bord, festschnallen und stehen bleiben. Ich gehe nach oben und schau den Schweden beim Bier kaufen zu. Vom Sonnendeck hat man einen schönen Ausblick. Es wird wieder warm heute, um nicht zu sagen heiß. Das Thermometer pendelt zwischen 27 und 30 grad. Irgendwie freu ich mich wenn es heute Abend ein Gewitter gibt. Eine Pause nutze ich um beim Campingplatz anzurufen um einen Platz zu reservieren. Will nicht wieder wild Campen, wobei das in Deutschland unter Strafe verboten ist.
Mir wird am Telefon einen Platz versprochen und ich fahre nach Lüneburg. Immer wieder Landstraße und dann ein Stückchen Autobahn. Angekommen bau ich das Zelt gleich auf, da die Wolken irgendwie dunkelgrau aussehen. Ich gehe duschen und duschen … Ich habe einen Doppelduscher gemacht. Für 14,56€ inklusive warme Dusche und ein Badeweiher kann man nix sagen. Da kostet in Norwegen die Dusche manchmal 2,00 - 2,50€ und auch nur für 4 Minuten.
Gleich beim Check- in mache ich eine Reservierung im Restaurant. Das gönne ich mir heute. Ein Schlawiner Schnitzel mit Bratkartoffeln, Salat und zur Nachspeise einen heißen Apfelstrudel mit einer Kugel Vanille Eis …. Das ganze an ZWEI dunkle Bier. Während ich esse, tobt draußen ein Gewitter und es kühlt ab. Juhe. Zähne putzen und angeheitert falle ich in die Luftmatratze. Die 440 Km bei der Hitze langen für heute.もっと詳しく
Tag 29 Lüneburg - Bochum
2024年7月22日, ドイツ ⋅ ☀️ 21 °C
Heute Nacht hat es geregnet. Gut ich kenne ja Regen von Norwegen, aber der Regen hat dafür gesorgt, dass es um mindestens 10 Grad abgekühlt hat. Und 20 Grad sind doch viel angenehmer, wie die 30 auf der Anzeige im Cockpit. Im Vorzelt herrscht heute früh noch Chaos. Ich esse mein Müsli und schau aus meiner kleinen Zelteinstiegsluke raus. Ich schau den Nacktschnecken zu, wie sie vorbeihuschen und freu mich einfach über alles. Apropos Nacktschnecken …. Die lassen sich wunderbar aus dem Motorradstiefel raus schütteln …. Wieder was gelernt … Stiefel müssen zumindest bei Regen ins Zelt.
Ich komme nochmal auf das freuen zurück, nein, ich freue mich nicht wirklich, also über den starken Regen freue ich mich ganz und gar nicht. Einpacken bei Regen ist ziemlich doof. Selbst in Norwegen, wenn es die ganze Nacht geregnet hat, hat es am Morgen zumindest für mich fürs packen immer aufgehört.
Ich habe alles zusammengepackt, es war alles sehr klamm um nicht feucht zu sagen und es würde alles in den großen schwarzen Packsack gestopft.
Nachdem abwarten nicht geholfen hat, habe ich versucht das Zelt a bissi trocken zu wischen, bin dem aber nicht nachgekommen. Okay, also pritschlnass zusammen rollen und in den Packsack. Mit Gestänge und Heringen in den Ortliebsack … zumachen und ich merke schon, dass das Zelt ein bisschen schwerer geworden ist.
Aufladen, Abflug. Etwa 30 Km weiter sehe ich eine Bäckerei mit Kaffee. Ich rechts ran und habe eine Butterbretze und einen Muichkaffee bestellt. Butterbretze gibt es nicht, nur ein Laugenbrödchen mit Kürbikerne und ich kann ein bisschen Butter extra haben für 70cent und wegen dem Kaffee sind wir uns dann auch einig geworden.
Die Straße nach Soltau kenne ich von der Hinfahrt, da sind mir auch schon die Notunterkünfte aufgefallen. Ich denke, dass man sich da bei Regen in die Wohnwägen zurückziehen kann. Zur Sicherheit, dass man sie auch findet, hat man sie mit roten Lampen teilweise in herzförmigen gekennzeichnet.
Es regnet kurz … also mal wieder und ich bin klitzekleine Straßen durch die Lüneburger Heide gefahren.
Und was soll ich sagen auch nach Regen kommt wieder Sonnenschein.
Es war wieder richtig schön dort durch die Gegend zu wedeln. Also die Kurven, wenn welche da waren, weil es waren auch teilweise nur kerzengerade Alleen.
Mittagspause habe ich das Gourmetessen bei REWE genossen und mich mit einem Motorradpärchen unterhalten die aus McPomm gekommen sind. Sie haben ihre Kinder ein paar Tage bei den Großeltern verklappt und sind 5 Tage unterwegs mit ihren Maschinen. Sie wollten alles vom Nordkap wissen und ich habe mindeste 45 Minuten Geschichten erzählt.
Kurz vor dem Ruhrgebiet ist es mir aber dann zu doof geworden mit den Ortschaft rein, Ortschaft raus. 500m Landstraße, Ortschaft rein, Ortschaft raus … Ich bin dann auf die Autobahn und habe in den sauren Apfel gebissen. Ich mag keine Autobahn fahren. Es waren noch ca. 70 Km bis nach Bochum und
die habe ich dann trotz viel Berufsverkehr abgeritten.
Angekommen bei Eva und Peter, die ich noch aus Freisinger Boogie Woogie Zeiten kennen, habe ich dann erst das Zelt aufgebaut. Aus dem Ortliebsack lief vielleicht 1 Liter Wasser raus. Das Zelt war oberpitschnass und ich musste es unbedingt aufbauen zum trocknen.
Der schwarze Packsack musste auch komplett geleert werden, da alles klamm feucht war und einfach eine Weile an der frischen Luft trocknen musste.
Eva und Peter waren auch viele Wochen in Nordic unterwegs und wir wollen uns eigentlich irgendwo mitten in Schweden auf ein paar Spaghetti treffen. Hat dann aber nicht geklappt, deshalb bin ich beim Rückweg über Bochum.
Es hat ein supa lecker Abendessen gegeben und ich habe mir mit Peter die einen und andere Flasche Bier geteilt. Es gab ein langes Gespräch über meine und ihre Reise.
Die neue ausziehbare Couch wurde für mich klar gemacht und ich hatte eine wunderbare Nacht.
Es waren 360 Kilometer von Lüneburg hier her.もっと詳しく
Tag 30 Bochum
2024年7月23日, ドイツ ⋅ ⛅ 23 °C
Ich habe mal wieder in einem Bett geschlafen. Bis 7:00 Uhr, danach bin ich noch liegen geblieben und habe mich noch ein bisschen mit Kopfhörern im Ohr berieseln lassen. Das Frühstück mit Eva und Peter dauerte bis zum frühen Nachmittag, dann musste Peter weg zum Arzt. Ich habe dann mit Eva einen Liter Kakao verdrücken und wir sind weiter gesessen und haben geratscht bis wir zum Abendessen in den Schrebbergarten gegangen sind. Dort versorgt ein Griechen die Gäste mit hervorgehen Gyros. Wieder zuhause ging das erzählen über das Nomadenleben weiter. Es habe noch ein Bierchen und ein Schnäpschen. Die beiden verbringen ungefähr die Hälfte des Jahres im Wohnmobil und sind unterwegs die Welt anzusehen oder im Süden zu überwintern, wenn es hier kalt ist. Am Abend ins Bett gefallen, die nächsten Tage gibt es wieder Luftmatratze. Viele Tage Luftmatratze habe ich nicht mehr, denn ich schleiche mich so langsam an Haimhausen ran.もっと詳しく
Tag 31 Bochum - Schotten (Hessen)
2024年7月24日, ドイツ ⋅ ⛅ 22 °C
Auch wenn ich nicht im Zelt geschlafen habe muss ich trotzdem alles zusammen packen und laden. Ich hatte alles aus den Packsäcken geräumt, weil ich so gut wie alles klamm eingepackt hatte. Nochmal kurz durchs Bad, schön machen und dann war auch schon Eva wach und kruschelte in der Küche. Sie war beim Frühstück vorbereiten. Heute sollen auch die Frühstückseier so sein, wie sie Peter gerne mag. Mir ist es egal, ich esse alles wie es mir auf den Teller kommt. Auch wenn Peter gerne lange schläft, hat er sich für mich in seinen Ausgehschlafanzug geworfen und setzt sich zu uns an den Tisch. Wir haben wieder ein sehr ausgiebiges Frühstück mit Evas lecker selbstgebackenes Vollkornbrot und vielen Worten. Ich muss dann doch mit Gewalt die Reißleine ziehen und aufstehen und das Abschiednehmen anstarten. Die Beiden begleiten mich noch runter in den Garten. Die blaue Elise wartet schon ungeduldig, ich steig auf und brause davon. Es dauert eine Weile bis ich aus dem Ruhrgebiet südlich raus komme, immer wieder städtische Bereiche, wenn ich denke - aber jetzt bin ich draußen. Das Navi wieder auf Abenteuer eingestellt, lasse ich mich einfach führen. Es geht wieder über kleine Straßen und durch kleine Orte. Manchmal denke ich mir, ich komme so gar nicht vorwärts. Doch dann irgendwann läuft es. Deutschland hat auch schöne Wälder. Naja nicht so weit und verkehrsarm wie in Norwegen. Aber immerhin wir haben. Mittag überfalle ich die warme Theke im Rewe, es gibt eine Schnitzelsemmel und meine erste Vanille Coca Cola. Wieder über Land unterwegs gibt es irgendwo bei einem Bäcker ein süßes Teil und einen Kaffee. Elise hat schon recht, wenn sie zwischendurch meckert, dass ich eine Pause machen soll.
Ich denke das ich hier durch die Rhön gefahren bin, aber das muss ich noch checken.
Bei irgendeiner Pause hatte ich auch nach einem Campingplatz gegoogelt und das Navi mit der Adresse gefüttert.
Abendesseneinkauf steht noch an und natürlich das Just-in-Time Bier aus der Supermarkt Kühlung. Meistens bekomme ich es noch einigermaßen kühl zum Campingplatz.
Es gibt wieder Entrecote mit einem großen Salat. Die mageren Radlfahrer die neben mir ihr Zelt aufgebaut hatten haben einen Brühwürfel, Nudeln und Haferflocken in einen Topf mit Wasser erhitzt und haben immer gesagt ….. oh, ihr Fleisch riecht aber.
Ich kenne diese Bettler, ich gebe aber nix ab.
Auf der Zeltwiese ist auch eine Jugendgruppe, Kinder so zwischen 8-12 Jahre, sehr anstrengende Kinder. Hatte mal durchgezählt es waren fünf Betreuer die versucht haben die heranwachsenden, kleinkriminelle Rasselbande im Zaum zu halten.
Die Kinder haben sich mit mir unterhalten, wo ich her komme und wo ich hin will. Ich habe ihnen erzählt, dass ich am Nordkap war.
In ihren Augen war ich der King. Einer fragte immer, ob ich die Eisbären und Pinguine gesehen habe.
Nachdem ich der King war, haben sie mein Zelt und mein Gepäck auch in Ruhe gelassen.
Abspülen, alles wieder aufräumen und ab auf die Luftmatratze. Um mich rum ist es noch laut gewesen, aber ich bin mit dem Gemurmel und Geräuschen drumherum eingeschlafen. Auch die 270 Kilometer haben geholfen müde zu sein.もっと詳しく
Tag 32 Schotten - Riesbürg
2024年7月25日, ドイツ ⋅ ☁️ 23 °C
Ich wache um 6:30 Uhr auf, alles ist noch ruhig auf der Zeltwiese. Ups, das Zelt der beiden mageren Radfahrer ist schon weg. Hatte mich am Abend noch mit ihnen unterhalten, sie wollen nach Dresden. Ist eine kleine Tour sagte er. Seine Frau fährt dieses Mal mit, aber mit e-Bike. Sie hat den Akku aufgeladen und musste dafür 4,50€ zahlen. Der Campingplatz Besitzer gibt nix umsonst her. Er erzählte mir, dass er im Frühjahr schon 3 Monate am Mittelmeer alleine unterwegs gewesen war.
Ich gehe zur Toilette, da sitzt ein Betreuer der Jugendbande und raucht außer Sichtweite von der Zeltwiese seine e-Zigarette. Auf meinem Rückweg spricht er mich an mit : Na, war es kalt heute Nacht ?
Stichwort für mich, ihm alles über das Nordkap zu erzählen.
Es war irgendwie ein ganz besonderer Mensch, sehr ruhig sprechen und scheinbar trotz der kleinkriminellen Bande sehr ausgeglichen. Es kam raus, dass er Grieche ist, Theologie studiert hat, aber nicht fertig. Dann hat er seinen Heilpraktiker für Psychotherapie gemacht und Erzieher und Betreuer für besonders schwere Jungs. Wir kommen ins Gespräch und er will alles von mir wissen und wir kommen auf meine Geschichte die vor einem Jahr begann.
Ich kam mir vor, also ob ich eine Therapiesitzung habe. Es war ein angeregtes, informatives, sehr gut tuendes Gespräch. Ich glaube wir sind eine Stunde gesessen und haben geredet. Nico, ein sehr interessanter Mensch, fliegt morgen für 2 Wochen in die Heimat nach Griechenland. Er hat auch seine Geschichte an der er arbeiten muss.. Ich wünsche ihm viel Spaß in der Heimat und verabschiede mich.
Gefrühstückt, gepackt, geladen, mit den Kiddies gesprochen - bin immer noch ihr Held. Ich bin der Mann mit den Eisbären. Ich lasse sie mal in dem Glauben. Auch wenn sie in andere Zelte reingeguckt haben, bei mir ist nix weggekommen. Abflug.
Sehr schöne Gegend durch die ich fahre. Bei einem Bäcker mit Kaffee halte ich. Ich habe heute Früh einen extraberg Müsli gegessen. Ein Kaffee wäre was für die kleine Pause. Aber was sehe ich da ? Eine äußerst attraktive, gutaussehende, kleine Frühstücksplatte. Das ist besser wie Knoppers morgens um halb zehn. Her mit der Marie … dazu ein Muichkaffee und es wölbt sich wieder der Bauch.
Satt und glücklich fahre ich weiter durch den Spessart. Also so schöne Straßen, wirklich. Navi lotst mich durch eine Unterführung und wo stehe ich … ist das eine Sackgasse. Elise wird schon ganz fickrig und bekommt es kaum raus : Eine Fähre !
Genau, eine Fähre über den Main. Kostet 1,80€ , sind vielleicht grad mal 50 Meter, aber immerhin. Ein gigantisches Erlebnis.
Mittag gibt es bei Rewe eine Cordon Bleu Semmel aus der warmen Theke. Ich unterhalte mich mit einem Rollerfahrer, der wissen will wo ich herkomme und ob es in den Urlaub geht. Selber schuld denke ich. Ich erzählte ihm alles vom Nordkap.
Zwei Stunden später komme ich in die Nähe des Donauries. Ich brauche noch was für das Abendessen. Heute kaufe ich ein Paar Laugenstangen, sowas ähnliches wie Obazda, kleine Salamis und einen Radler (das Getränk).
Campingplatz Ringlesmühle zwischen Bopfingen und Nördlingen gefunden. Die Betreiberin sage mir ich hätte Glück, ab morgen sind sie ausgebucht auf der Zeltwiese. Die Ferien haben angefangen in BaWü und sie haben Zeltlager hier für die Ferienzeit.
Heute wird nicht abgespült. Heute bleibt die Küche kalt. Es gibt eine kleine Brotzeit. Muss sagen, mit den Bierdosen garniert … das kalte Abendessen hat auch geschmeckt. Es muss nicht immer Entrecote sein. Ich fahre seit vier Tagen noch eine warme Bierdose mit mir rum, die habe ich heute ins Campingplatzeigene Bacherl gelegt und nach 2 Stunden war sie mein. Nach dem Radler nun ein scharfes Bier. Huiuiii.
Noch bissi Office gemacht und ab auf die Luma. Letzte Nacht in freier Wildbahn. Habe schon mit Elke gechattet, mein Bett ist frisch bezogen und wartet auf mich. Morgen noch eine Runde durch das Altmühltal und dann ab nach Hause. Bis jetzt bin ich 9792 Kilometer im Sattel gesessen.もっと詳しく
Tag 33 Nördlingen - Haimhausen
2024年7月26日, ドイツ ⋅ ☁️ 27 °C
Der Wecker klingelt um 7:00 Uhr. Ich habe sonst meistens keinen Wecker gebraucht zum Aufstehen, aber hier war er wieder mal nötig. Ich bin fast jeden Tag von alleine aufgewacht, naja alleine … wenn dir jemand den Scheinwerfer vor dem Gesicht an macht wird jeder wach. Hier habe ich ich mit dem plätschern vom Bach supa geschlafen.
Ich mach mir mein Müsli und bin in einen komischen Stimmung. So wie Weihnachten am Morgen, wenn man weiß, dass es am Abend was tolles zum Essen gibt und vielleicht ein Geschenk. So eine freudige Erwartungsstimmung. Heute ist der 33 Tag. 4 Wochen und 5 Tage bin ich unterwegs und es werden wohl 10.000 Km werden die mein Hintern auf der Sitzbank gesessen ist. Schon eine lange Zeit. Aber ich habe so viel erlebt in der Zeit, dass ich jetzt hier beim Schreiben eine Träne verdrücken muss.
So, jetzt weiter machen mit einpacken……
Es geht Richtung Altmühltal. Übrigens wird heute die blaue Tonne geleert. Ich drehe meine Runden, die Reifen von der Elise sind Betriebswarm und ready für jede Kurve. Ich dagegen kühle meine Füße bei einem Kneipp Bad ab. Huch, das Wasser war schon sehr kalt.
Es gibt eine Pfefferbretze mit Frischkäse und ein Muichkaffee. Ich schau der Dorfjugend zu, die mit ihren Schluchtenflitzer die Runden durch den Ort ziehen.
Mittag bin ich in Riedenburg im Biergarten Fuchsgarten. Vor mir kommt die Rentnerrollatorgang an. Sie parken ihre Rollatoren so, als ob sie ihr Harley Davidson rückwärts am Straßenrand abstellen würden. Nur Frauen, entweder haben die Jungs keine Lust auf Biergarten oder sie schauen die Radieserl von unten an.
Fertig mit Essen, programmiere ich mein Navi auf Haimhausen, nochmal Adventure Route. Mal sehen, vielleicht kommt noch ein Café am Weg.
14 Km vor Haimhausen, ich gönne mir in Kranzberg einen Kaffee und einen Kuchen und kostet das so richtig aus kurz vor zuhause zu sein. Am Pfanderling wird schon auf mich gewartet, aber die 10 Minuten extra gönne ich mir jetzt … nur für mich.
Ankunft 26.07. 16:39 Uhr Haimhausen nach 10.038 Km. Ich dreh am Am Pfanderling noch eine extra Runde und fahr dann auf den Garagenhof. Mein Empfangskomitee stehen schon mit Norwegen Fähnchen und winken und wedeln damit. Elke, Jessi und Thommy stehen da und begrüßen mich. Ich musste den WhatsApp Livestandort für Elke einschalten, damit sie früh genug wissen wann ich anrolle.
Bedanken muss ich mich bei meiner Frau und meinem Sohn, die mir diesen Freiraum gegeben haben für vier Wochen und 5 Tage abzuhauen. Ein Dank an meine Therapeuten die mich ein Jahr begleitet haben. Und mich immer wieder bestärkt haben, dass schon alles wird und ich mein Traum mit Nordkap und etwas nur für mich zu machen in Erfüllung geht. Ein ganz besonderer Dank gilt meinem glühwürmchenfarbenen Strampelanzug der mich trocken und warm gehalten hat, meine Stiefelüberzieher die den Dauerregen stand gehalten haben und meine grünen Spülhandschuhe in Größe XXL die meine Handschuhe trocken gehalten haben.
Last but not least und blos nicht zu vergessen, die stets treue Begleiterin : Die blaue Elise.
Das kleine Zipperlein mit der Kupplung kann bei jeder älteren Maschine sein, Jetzt geht wieder alles, aber zur Vorsorge tausche ich die Kupplung im Herbst aus. Sonst hat sie nur, Super bleifrei gebraucht, eine halbe Flasche Kettenöl, 5ml Bremsflüssigkeit, einen Ölwechsel und einen Vorderreifen. Aber das ist für 10.038 Km in Ordnung.もっと詳しく






































































































































































































































































































































旅行者Sehr schöne Landschaft
旅行者Ich bin jetzt richtig angefixt - mal schauen, wann wir nach Norwegen kommen 🤣