Colombia
Monserrate

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53 travelers at this place:

  • Day3

    Hoch über den Dächern Bogotás

    September 24, 2019 in Colombia ⋅ ⛅ 16 °C

    Pünktlich um 6 Uhr starteten wir munter in den Tag. Nach dem Frühstück ging es für uns auf den Cerro de Monserrate, einen 3152m hohen Berg am Stadtrand von Bogotá. Die Höhe lässt einen staunen, jedoch befinden wir uns in Bogotá bereits auf einer Höhe von 2640m. Ein treppenartiger Weg und die dünne Luft brachten uns ganz schön aus der Puste. So mussten wir einige Pausen einlegen, in denen wir die beeindruckende Aussicht auf Bogotá genießen konnten. Das Ausmaß der Stadt mit ihren 7,2 Mio Einwohnern war uns zuvor nicht bewusst. Auf dem Gipfel erwarteten uns eine Kirche, eine wundervolle Aussicht auf die Berge hinter Cerra de Monserrate und leckere Empanadas, in diesem Fall ähnlich einer Frühlingsrolle mit Hackfüllung. Ein kräftiger Regenschauer ließ uns noch einige Zeit unter dem Vordach der Kirche Unterschlupf suchen, bevor wir uns auf den Rückweg machen konnten. Wieder zurück im Hostel wollten wir nur noch die Beine hochlegen und uns für den Rest des Tages entspannen. Die Einladung eines Brasilianers, ihn zu einem Fremdsprachenabend mit anschließender Party zu begleiten, konnten wir natürlich nicht ausschlagen. Dementsprechend fanden wir uns am Abend in einer gut gefüllten Discothek wieder. Anstelle von Musik gab es zunächst unzählige Tische, an denen man sich in einer bestimmten Sprache miteinander unterhalten sollte. Wir wählten natürlich den spanischen Tisch, jedoch verlief sich das Spanische nach kurzer Zeit ins Englische. Nach einiger Zeit wurden die Tische weggeräumt und Platz für eine Tanzfläche gemacht. Mit Reggeaton, ersten Salsaschritten und temperamentvollen Kolumbianern ließen wir den Abend ausklingen.Read more

  • Day319

    Versteckter Charme

    November 11, 2019 in Colombia ⋅ ☁️ 15 °C

    Es kostet mich einige Überredenskunst, dass wir zum ersten Mal für eine Inlandreise den teureren Flug und nicht die lange Busfahrt wählen. Auch den Zwischenstopp in der Wüste muss ich Sebastian schweren Herzens ausreden. Seine neue (Er-)Lebenslust wird noch durch viel Müdigkeit unterbrochen und mir ist jegliches Risiko fernab von medizinischer Versorgung einfach zu heikel. So müssen wir zunächst sowohl die Tatakoa-Wüste als auch den Amazonas aufs Eis legen.
    Wir fliegen nach Bogotá.
    So richtig viel Gutes wurde uns von der Hauptstadt des Landes im Vornherein nicht erzählt, aber wir überzeugen uns ja immer gern vom Gegenteil.
    Die anfängliche Unlust und Enttäuschung vom Anblick der Stadt wird schnell bei der “Free Walking Tour” in neue Motivation und Erkundungslust verwandelt. Die riesige 8 Millionen Metropole liegt auf 2640 Metern über Null und wirft uns mit seinen Temperaturen und täglichem Regen in den Herbst.
    Wie auch im Rest des Landes, wird die Geschichte der Hauptstadt von viel Gewalt geprägt. Hier wird uns hinter der Schönheit des Landes noch einmal mehr die Korruption und furchtbaren Erlebnisse der Menschen bewusst.
    1985 wurde von Guerillagruppen der Justizpalast gestürmt und mit Geiselnahmen besetzt. Die Regierung zerschoss das Gebäude im Anschluss so stark, dass es später neu gebaut werden musste. Noch heute ist von 8 Geiseln dieser Tat jegliche Spur verloren. Diese 8 Personen sind nur ein kleiner Prozentsatz der tausenden vermissten Menschen des Landes.
    Eine Art der Verarbeitung und persönlichen Bekämpfung solcher Erlebnisse drückt sich in Bogotá in der Graffiti-Kunst aus. Damit meine ich nicht die Schmierereien, die man zum Teil an Haustüren oder Mülleimern in Deutschland findet, sondern wahnsinnige Kunstwerke, die Gefühle ausdrücken und Kritik üben, den Menschen Kraft geben und versuchen, mit Verlusten umzugehen. Es gibt viel Diskussionsbedarf in dieser Stadt - Ja eigentlich im ganzen Land.
    Wie soll es Menschen auch gehen, die Jahrzehnte lang unter der Gewalt von Banden und Drogenkriegen gelitten haben... in einem Land, das von einem Präsidenten geführt wird, der zig Anklagen aufgrund von Drogenhandel in der Familie und anderer Straftaten erfolgreich abweisen konnte. Derzeit läuft der erste Prozess gegen ihn vor dem Bundesjustizamt. Die Bevölkerung hat jedoch wenig Hoffnung, dass es diesmal zu einer Strafzuweisung kommt. Er ist Ex-Präsident. Weil die Verfassung eine dritte Kandidatur nicht zuließ, gründete er eine eigene Partei - und nun ratet mal, woher der neue Präsident kommt.
    Die Menschen sind unzufrieden, aber stark. Sie wissen, was in ihnen steckt und was sie bisher erreicht haben. Das ist wohl das Los der südamerikanischen Seele: trotz der sehr fragwürdigen Regierungen in den meisten Ländern hier, stehen die Menschen auf, wenn ihnen etwas nicht gefällt. Sie kämpfen, leider manchmal auch ohne Rücksicht auf Verluste, für ein besseres Leben.
    Die Graffitikunst hat hier vor allem in den letzten Jahren seit der teilweisen Legalisierung 2011 einen Boom erlebt. In dem Jahr nämlich, wurde ein 16jähriger Junge beim Sprühen erfasst und von der Polizei erschossen. Die Aufruhr der Bevölkerung veranlasste die Regierung zur Lockerung der Regulationen.
    Heute versucht der, bis vor einigen Tagen amtierende Bürgermeister, bestimmte Teile der Stadt von Graffiti zu befreien, postet stolz auf Seiten sozialer Medien Fotos weiß gestrichener Wände. Innerhalb weniger Stunden nach der Veröffentlichung jedoch, haben sich Künstler neu verewigt.
    Es ist Ausdruck der Diversität, es macht Bogotá zu einem einzigartigen Ort und es lässt uns als Außenstehende ein bisschen mehr in die Menschen hinein blicken.
    Wir wohnen im neuen Touristen-Szeneviertel “La Candelaria”, dem ältesten Teil der Stadt mit schmalen Kopfsteinpflastergassen voller Kultur und Cafés. Hier treffen sich noch Geschichtenerzähler am Wochenende und ganze Familien lauschen ihren Erzählungen auf Treppenstufen sitzend. Es wird ein uraltes Kakaogetränk der indigenen Bevölkerung („Chucula“) verkauft, was auf dem Mehl tausend verschiedener Bohnen- und Maissorten mit Gewürzen aufgegossen wird und wie Weihnachten schmeckt. Jugendliche tanzen Breakdance oder Salsa auf der Straße. Das ist das Lebensgefühl, was wir lieben!
    Trotzdem liest man Horrorgeschichten über den Bezirk. Bis vor wenigen Jahren noch, seien Banden nachts in Hostels eingebrochen und hätten ganze Dorms überfallen. Auch heute noch wird nicht dazu geraten, nach Einbruch der Dunkelheit alleine draußen spazieren zu gehen und irgendwie haben wir hier das erste Mal das Gefühl, dass man diesen Rat vielleicht wirklich ernst nehmen sollte.
    Ein Muss in der Hauptstadt ist es, den Aussichtspunkt auf dem Monserrate zu besuchen. Unter anderen Umständen wären wir sicher auf die 3152 Meter hoch gelaufen, aber da Seb immer noch nicht 100% bei Kräften ist, entscheiden wir uns mit der Seilbahn hochzufahren und hinunter zu laufen. Auf der Spitze steht eine Kirche und wichtige Pilgerstätte der Kolumbianer, der “Schrein des gefallenen Jesus”. Momentan wird nicht nur in der Stadt, sondern auch hier oben alles weihnachtlich dekoriert. Auch wenn so manches für unseren Geschmack ein wenig überkitscht ist und es sich bei Temperaturen um die 16 Grad auch so gar nicht wie Weihnachten anfühlt, finden wir die leuchtenden Engel vor der Aussicht auf die riesige Metropole einfach toll!
    Einzig von den Bergen begrenzt, erstreckt sich das Häusermeer, was ein bisschen an L.A. erinnert. Als wir hier oben wie kleine Wanzen auf der Mauer sitzen und in die große Welt schauen, wird mir wieder einmal bewusst, was für einen Traum wir leben, wie wunderbar es ist, von diesem großen Ganzen auch das viele unsichtbar Kleine kennen zu lernen und wie wenig wir eigentlich mit den Augen erfassen können.
    Bogotá hat sich für uns jeden Tag in ein anderes Flair verwandelt und obwohl es die erste Stadt Kolumbiens ist, die wir nicht sofort bei Ankunft lieben, entdecken wir viele unvergessliche Ecken voller Charme und auch Seb kann man mittlerweile kaum noch kranke Überbleibsel anhängen.
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  • Day23

    El Cerro de Monserrate ~3200m

    July 29, 2019 in Colombia ⋅ ⛅ 13 °C

    My favorite spot in Bogotá - even though it takes a while until you get up the hill (cerro) with the tramway. On the top it seems like a small village in the Andes with its own small church and botanical garden. At an altitude of 3200m above sea level every steps feels a bit harder and temperatures go down to under 10 degrees at night. Unfortunately, we missed going up there for the sunset and the view over the city lights (of 8 Mio inhabitants) in the dark. Still, it was the best last day trip possible :)Read more

  • Day251

    13.12 Monserrate (Bogotá)

    May 1, 2019 in Colombia ⋅ ⛅ 17 °C

    A very nice (and gratis) hike up to Monserrate, a church, viewpoint, cellular antenna station and thus a tourist magnet; Well, rather less because of the last aspect.

    Anyway I enjoyed it a lot. And it was good sports with less smog.

    But here is a challenge for you all: What do you notice?

  • Day10

    Climbed Montserrate - Bogota's Viewpoint

    October 12, 2019 in Colombia ⋅ ⛅ 15 °C

    Reached the top of Montserrate (3.152 m height) today by foot - nice hike for acclimatisation...higher mountains to come 😀!

  • Day2

    Monserrate - Huusberg vo Bogotá

    July 25, 2019 in Colombia ⋅ ⛅ 10 °C

    Noch de strenge Erkundigstour hend mir es Hängematte - Päusli im Hostel gmacht. Denn hend mir s erste Mol Kolumbianisch gesse - mmmh so fein😍
    Churz vor Sunneundergang hend mir d Gondelbahn uf de Monserrate gnoh und d Ussicht über d Stadt gnosse und churz e grossi Verwiirig mit de Pesos gha. Usegfunde hend mir: S chlinste isch 1000mil (gits au als Münze) denn 2mil, 5mil, 10mil, 20mil und s gröste 50mil. Klar oder?!😂
    Also aigentlich müest 1mil nöd 1000mil stoh!! So dumm🙈
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  • Day5

    Con Telefonico al Monserrate

    October 31, 2019 in Colombia ⋅ ⛅ 12 °C

    Mit den anderen von der Fahrradtour per Seilbahn hoch auf den Hügel direkt bei der Stadt. Oben steht eine Kathedrale und wir hatten super Glück mit dem Wetter und eine fantastische Aussicht mit schönem Sonnenuntergang =)

  • Day89

    Bogota - die Hauptstadt Kolumbiens

    August 4, 2019 in Colombia ⋅ ⛅ 13 °C

    Allerletzter Stopp unserer Reise war Bogota. Die Hauptstadt von Kolumbien beherbergt mehr als 7 Millionen Einwohner und gehört zu den am schnellsten wachsenden Regionen Lateinamerikas. Auf Grund der Lage auf 2600 Metern sind hier wieder kühlere Temperaturen angesagt.
    Nach unserer Ankunft im Hotel mussten wir schnell feststellen, dass das Viertel in dem wir uns befanden, keinen guten Eindruck machte. Eigentlich hatten wir erwartet in einem der Touristenviertel zu schlafen. Wir befanden uns aber fußläufig davon entfernt in einem, sagen wir mal, etwas düsteren Viertel. Uns wurde aber gesagt tagsüber kann man sich sicher draußen bewegen. 🙈
    Am ersten Abend waren wir gleich mit der Familie Borges in einem absoluten In-Restaurant verabredet. Das Andres Carne de res gehört zu den besten 50 Restaurants in Lateinamerika. Und das hatte wirklich einiges zu bieten. Noch nie haben wir so etwas gesehen. Deshalb ist es auch wirklich schwer in Worte zu fassen: Verrückt, bunt, schrill, ein Mix aus Alice im Wunderland und Madmax. Die Speisekarte war so dick wie ein ganzes Buch und das Essen war wahnsinnig gut, aber auch wahnsinnig teuer (Über deutschen Verhältnissen). Wir hatten auf jeden Fall einen richtig schönen und aufregenden Abend.

    Tag 2: Candeleria & Monserate
    Am nächsten Tag verbrachten wir einige Zeit in dem Viertel in dem wir eigentlich übernachten wollten. Angefangen beim Plaza del Bolívar und dann einmal quer durch sämtliche Straßen. Am Sonntag sind alle Museen in Bogotá kostenlos. Da haben sich sogar die zwei Museumsmuffel mal in zwei hinein gewagt. Nach einem kleinen Snack sind wir dann zum Fuße des Berges Monserrate gelaufen, um die Seilbahn nach oben zu nehmen. Von dort hat man einen wunderschönen Blick auf die Hauptstadt. Eine Besonderheit der Stadt ist ihr Aufbau, da sich das Stadtzentrum am östlichen Rand befindet. Durch den Monserrate konnte hier nicht weiter angebaut werden.
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  • Day2

    Cerro de Monserrate

    November 21, 2019 in Colombia ⋅ ⛅ 15 °C

    Heute bin ich sehr früh morgens in Bogota gelandet und zum Hostel gefahren. Nach dem Frühstück bin ich dann mit noch 3 anderen in die Stadt gefahren, allerdings waren fast alle Geschäfte und Restaurants geschlossen, weil es einen Generalstreik mit großen Protesten gab. Wir sind dann auf den etwa 3200 Meter hohen Berg Cerro de Monserrate gewandert, von dem man eine gigantische Sicht auf die Stadt hat. Beim Abstieg hat es dann angefangen zu Regnen.Read more

  • Day121

    Meine "kleine" GS

    March 30, 2019 in Colombia ⋅ ⛅ 10 °C

    Vorsicht, das ist vermutlich nur für technisch interessierte interessant. Der Rest wird sich langweilen!

    Meine "große" GS ist meine zuverlässige R1100GS mit pannenfreien 210.000 km und auch schon über 20 Jahre alt. Sie war in vielen Ländern auch ausserhalb Europas.
    Vor vier Jahren kaufte ich mir die "kleine" R80GS mit 48.000 km, rüstete sie auf Paris Dakar mit großem Tank um, was sich bewährt hat. Die alten 2-Ventiler GS sind robust, unempfindlich, fahren sich im Gelände auch wegen des größeren Vorderrads besser. Das meiste kann man selbst reparieren. Zweimal habe ich sie zerlegt und folgendes geändert: ölfeste Kupplung, Zündspule der R1100, länger übersetztes Hinterachsgetriebe, Kardanwelle mit wechselbaren, nicht verpressten Gelenken, die man unterwegs selbst wechseln kann, Zylinder und Kolben von Siebenrock, einteilige Kipphebelböcke. Daneben diverse Dichtungen und Kleinteile. Getriebe, Hinterradantrieb und Zylinderkopf habe ich überholen lassen, ein langer 5. Gang wurde dabei eingebaut. Höhere Einzelsitzbank von Touratech, genauso wie Kofferträger und Koffer ist sinnvolle Ausstattung. Tiefe Fussrasten und stärkere Federn vorne. Das Federbein wollte ich eigentlich auch tauschen, wäre gut gewesen, hätte mir viel Ärger erspart.

    Mit meiner kleinen GS war ich 2016 in Russland, Wolgograd, dem einstigen Stalingrad und dem Baltikum.
    2017 vom Allgäu über die Seidenstraße und durch den Pamir in die Mongolei und 2018/2019 nun in Südamerika. Sie ist immer ohne zu murren gelaufen, brauchte unterwegs nie Wartung und in Südamerika exakt 1,2 Liter Öl. Nicht etwa auf 1000 km, sondern auf die gesamte Distanz, immerhin fast 20.000 km! Was sie auf diesen Reisen auszuhalten hatte kann nur beurteilen wer solche Straßen kennt. Schläge, bei denen ich manchmal Mühe habe den Lenker festzuhalten. Daß Federbeine dabei den Dienst quittieren darf einen nicht wundern.
    Ihr Anteil am Gelingen dieser Reise durch ganz Südamerika war entscheidend. Ja, ja ich weiß, ein Motorrad ist eine Maschine. Ist man so lange damit unterwegs hat man da eine besondere Beziehung dazu. Man kann mit ihr reden, bekommt keinen Widerspruch. Nein, es ist eben nicht nur eine Maschine. Das muss man nicht verstehen. Mir ist diese kleine hommage an mein Motorrad aber wichtig.
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Monserrate

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