• Constance Arnold
Dec 2018 – Jan 2019

Namaste India

A 19-day adventure by Constance Read more
  • Trip start
    December 29, 2018

    Von der ersten in die dritte Welt

    December 28, 2018 in Germany ⋅ ☁️ 0 °C

    Nach anstrengenden Weihnachtstagen, Kerzen, LED Leuchten und unendlichem Glitzergedöns, Völlerei im Übermaß und Geschenken, die jeder möchte und keiner wirklich braucht, verabschieden wir uns am Abreisetag von den letzten Kinderstimmen im Haus - Frieden, Ruhe! Nicht ganz! Wir verbringen die letzten Stunden damit, unsere Koffer mit Dingen zu füllen, die unglaublich wichtig in der 3. Welt sind. In Ulis Koffer passen Medikamente, Injektionsnadeln, Reiseunterlagen, die einen Aktenordner füllen könnten, Reisebücher, Räuberspray, 2 paar Schuhe, bisschen Kleidung und sicher auch eine Badehose. Mein Koffer: Kleider, Thirts mit und ohne Ärmel, Pullover, Schlafhose, noch paar Kleider, Hosen, Bikinis (3 oder 4), Kleider, Blusen, Schuhe, Kleider, Schuhe, Unterwäsche, Schuhe, Strümpfe, Kleider, Schuhe ;-) Kamera und Tablets. Wir sind gerüstet für unsere Reise nach Indien!!!;-)Read more

  • Sanfte Landung in Delhi

    December 29, 2018 in India ⋅ 🌫 11 °C

    Für unseren knapp 8 sündigen Flug nach Delhi habe ich gottseidank in letzter Minute die "weltbesten" Reisekissen gekauft. Sollen wirklich toll sein. Irgendwie trapezförmig, luftgefüllt, Arm und Gesichtslöcher an jeder unerdenklichen Stelle, und groß! Damit sie keiner übersehen kann, und dir dein Sitznachbar auch wirklich Platz macht, also "total" super! Nach dem ersten 7 sündigen Einsatz der Sitzkissensuperlative vermute ich, genau das ist der tatsächliche Bewertungserfolg dieser Kissen. Effektives Vertreiben des Sitznachbarn durch ein fast koffergroßes Objekt, das permanent von links nach rechts und über dem Kopf geschwenkt wird, um den Sitznachbarn ordentlich zu nerven, ihn in die kleinste Ecke zu drängen, um anschließend eine angenehme Schlafposition zu finden. Hat bei mir auch super funktioniert, hätte - wenn Uli mich nicht mit seinem Kissen genervt hätte! Dem schlief unter diesem Kissenberg ständig irgendein Körperteil ein, das er dann wieder wachrütteln musste. Kissen schwenken, neu positionieren - und mich weiter nerven.Read more

  • Müde und staunend

    December 29, 2018 in India ⋅ 🌙 14 °C

    7,5 Kissennervstunden und 2 Filme später landen wir sanftest in der indischen Metropole Delhi. Der Flughafen lässt bisher keine dritte Welt vermuten, sauber und exotisch.
    Exotisch gestaltet sich auch unsere Suche nach unserem Mietwagen. Auf keinem hinduistischem Turban steht das Aviswerbebanner, kein Schild ruft unseren Namen und das Telefon klingelt bei Avis - oder wem auch immer - vergeblich. Müde und schlaftrunken suchen wir, sucht Uli, bis uns ein kopfschüttelnder Inder zur Avis Station fährt. Hier fängt für mich verwöhnten Mitteleuropäer mit reichlich Schuhen, Kleidern und anderen unnützen Dingen im Gepäck, die sagenumwobene 3. Welt an. Nahezu sprachlos hupt sich der Fahrer durch die Stadt. Kühe, Menschen, Mopeds, Autos, Müll, und wieder Kühe zum Greifen nah, laut, schmutzig, bunt, chaotisch. Eine Ordnung oder Regel lässt sich auf diesen ersten müden Blick nicht im entferntesten auch nur erahnen. Doch in all diesem Chaos taucht sie tatsächliche vor uns auf - keine Fatamorgana, die Avis Mietstation. Und 40 min später sitzen wir in unserem eigenen Wagen, direkt in das Motorgetümmel der indischen Großstadt. Uli, Adrenalin geschwängert, fährt indisch "elegant" und vor allem hupend zwischen Kühen, Ziegen, Hunden, Menschen, Mopeds, Autos und irgendwas mit Rädern Richtung Alwar. Als Beifahrer sieht das ganze wie ein Spiel auf der Playstation aus, fast schon surreal. Viele Kühe später erreichen wir unsere erste kleine indische Burg und fallen todmüde in unser Bett.Read more

  • Samode Palast

    December 30, 2018 in India ⋅ 🌫 16 °C

    Noch nicht ganz den Jetlag überwunden sind wir als generelle Frühaufsteher schon sehr früh auf den Beinen. Den wunderbaren indischen Masalatee genießen wir vor, während und nach unserem Frühstück, sitzen nur wenig später in unserem Auto und hupen uns durch Rajasthan. Trotz aller entsetzten Gesichter und Warnungen ob Ulis Vorhaben, mit dem eigenen Mietwagen Indien zu entdecken, sind wir im kleinen, weißen Rennhonda auf Rajasthans Straßen unterwegs. Die indischen Straßenverkehrsteilnehmer täuschen Geschwindigkeit nur vor. Sie bewegen sich wuselig von links nach rechts, täuschen merkwürdigen Richtungswechsel an, natürlich ohne Blinker, um dann doch in die andere Richtung zu fahren. Zwischen den wuseligen Motoren stehen nicht wenige entspannte Kühe mit Nackenbuckel - hab ich so noch nicht gesehen - Männer, die scheinbar nur schauen, glotzen, eben nichts tun und unzählige Hunde. Trotzdem, in dieser scheinbaren Hektik fährt der Inder meist nicht schneller als 80 km/h. Uli misst sein Tempo in der Anzahl der Autos, die ihn überholen. Das waren maximal 2 in 2 Tagen. In all dieser vordergründigen Hektik empfinde ich jeden Autofahrer auf der A66 rund um das Frankfurter Kreuz deutlich verspannter und aggressiver als dieses go cart Rennen hier auf Indiens Straßen - turbulent, chaotisch, bunt, aber eben nicht aggressiv.
    Nur 3h nach unserer Ankunft in Indien haben wir unsere erste Begegnung mit der Staatsgewalt. In köstlichem indischen Englisch erklärt der engagierte Polizist Uli, er müsse nun seinen Führerschein 3 Monate lang abgeben. Hä?!? In Deutschland zweifelt man nicht eine Sekunde an unserer polizeilichen Gewalt und Durchsetzung, hier fällt es einem schwer in dieser Region die polizeilichen Worte auch nur im entferntesten ernst zu nehmen. Verständigungsschwierigkeiten tragen ihr nötigstes dazu bei, noch weiterhin im Besitz eines Führerscheins zu sein. Uli fährt dem Polizisten einfach davon : "Ich verstehe sie leider nicht!"
    Viele Kühe später besuchen wir den Stufenbrunnen in Abhanheri. Ein beeindruckendes Bauwerk aus dem 8. Jahrhundert. Das hohe Alter macht ihn noch beeindruckender. Mr. Google führt uns auf dem Weg zum Stufenbrunnen zu Fuß durch Abhanheri. So ungewöhnlich es für mich ist, in jedweder Art und Weise durch die "3. Welt"zu reisen, so ungewöhnlich sind wir für die Menschen hier abseits der Touristenpfade. Kinder, Frauen, Männer starren uns ungeniert an und ich fühle mich wie ET. Nur wenige Stunden zuvor bin ich unschlüssig mit mir im Gespräch, ob es der Drang nach Reiseabenteuern und Exotik rechtfertigt, als 1.Weltler diese 3. Welt aktionslos zu bestaunen mit einer merkwürdigen Faszination von Armut und Schmutz. Jetzt fühle ich mich wie ein Zirkuspferd inmitten derer gewohnten und meist auch gewollten Welt. Kleine Kinder sehen erstmals helles Haar und blasse Haut.
    Ich bin froh, nach kurzem Spaziergang durch den Ort, endlich die touristischen Treppen zu erreichen.
    Unsere zweite Nacht verbringen wir im Samodepalast in der Nähe von Jaipur. Ein wunderschönes Palasthotel, ein tolles Zimmer und eine gute Nacht erwarten uns.
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  • Fort Amber

    December 31, 2018 in India ⋅ 🌫 20 °C

    Gegen 9.30 Uhr verlassen wir unseren Palast Richtung Jaipur. Auf dem Weg in die Hauptstadt Rajasthans besuchen wir das Fort Amber. Fort wie Fort, Wehrturm, Festung, wilder Westen, irgendsowas - lässt sich sicher schnell anschauen und dann ab in die Stadt. Mich locken Basar und wunderschöne Schmuckstücke;-) Dieses Fort ist schon aus großer Entfernung zu sehen. In seiner Gänze gleicht es eher der chinesischen Mauer als einem Wehrturm. Die Größe ist überwältigend. Ich verabschiede mich von glänzenden Stoffen und Schmuck, wir werden sicher Stunde um Stunde diese Kilometer lange Fortmauer ablaufen. Natürlich nicht;-) Wir wandern an bunt bemalten Elefanten die vielen Stufen nach oben, und sind völlig überwältigt, von dieser beeindruckenden Aussicht und dieser nie geahnten Größe, sch..... auf Schmuck;-)
    So geschickt Uli sich in einen Parkplatz am Fuße des Forts gehupt hat, so ungeschickt war der Platz gewählt. Trotzdem ich Ulis Anweisung, nach dem Einsteigen bitte Nicht erst sortieren, Haare kämmen, gemütlich einrichten - sondern einfach anschnallen und los ohne Widerwort, befolge, taucht blitzschnell ein indischer Polizist grimmig vor unserer Nase - Scheibe - auf. Schon wieder 3 Monate Führerschein weg;-)😂😂😂 Ich staune über Ulis Reaktion, oder eben Nichtreaktion, könnte man auch Ignoranz nennen. In bereits gewohnter Manier: "Ich verstehe sie nicht, und fahr jetzt los - tschüüüsss!" Bis dahin bin ich an dieser Missachtung der Staatsgewalt völlig unbeteiligt. Das ändert sich aber nur kurze Zeit später, als Uli mich aus dem Auto jagt, um die Polizeibarriere von der Straße zu räumen. Da ich ja vorher noch keine Zeit hatte, mich im Auto einzurichten, baumelt im Sprung noch alles an mir. Jacke, Tasche, Kamera. Ulis zornige Forderung, doch endlich dieses Ding wegzuräumen, wird sehr laut und drängend, und so schmeiße ich alles von mir. Die riesige Kamera baumelt noch immer um meinen Hals und ich ruckele an diesem sperrigen Sperretwas. Nichts! Nochmal! nichts tut sich! Uli brüllt, ich schwitze, und endlich - vor immer größer werdenden Publikum und sich schnellen Schrittes nährender Staatsgewalt zum zweiten, schiebe ich dieses schwere Etwas Autobefreiend zurück. Und das Ding schiebt sich dann wieder zurück, direkt vor meine Füße. Einen kurzen Moment später fliege ich und meine Halsbaumelkamera über dieses blöde Sperretwas. Schmerzerfüllt und zornig, mit zerstörter Kamera und blauem Knie sitze ich schwitzend und still grummelnd im Auto. Schön, dass ich auf Ulis Hinweis/Anweisung/Forderung/Befehl erst wenige Minuten vorher dieses blöde Kameraband um meinen Hals gewickelt habe.
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  • Jaipur und der Hup-itus

    December 31, 2018 in India ⋅ 🌫 21 °C

    Nachdem Uli meine "völlig zerstörte" Kamera wieder repariert hat, schließlich war er ja auch Schuld an meinem Unglück, und ich die Schmerzen in meinem Bein still weggejammert habe, wagen wir die Einfahrt in die Metropole Jaipur, nein, das Einhupen. Mein anfänglicher Optimismus, hier jetzt bestimmt etwas moderner und großstädtischer empfangen zu werden, löst sich schnell in Wohlgefallen auf. Dritte Welt bleibt dritte Welt, da hilft auch Wünschen und Hoffen nichts. In gewohntem Straßenchaos fahren wir in die Stadt. Je mehr wir uns dem Zentrum nähern, umso unwirklicher wird das Spektakel um uns herum. Ich fahre nicht und als Beifahrer starre ich nur ungläubig um mich, vor mich. Das Chaos auf den Landstraßen ist ein Kinderspiel im Vergleich zu diesem. Ununterbrochenes Hupen aus allen Richtungen! Rikschas, Mopeds, Autos, Kühe, Hunde, Ziegen Männer, Frauen, Kinder vor uns, neben uns, hinter uns, und alle in scheinbar unterschiedlicher Richtung unterwegs - und wieder Hupen, ohne Unterbrechung, einer pausiert, der andere setzt ein, ohne ersichtlichen Grund, die ganze Stadt hupt. Das Team Uli und Mr.Google vollbringen eine Meisterleistung! Im Rhythmus der Stadt hupend erreichen wir unser Hotel, inmitten Jaipurs. Das mittelprächtige Zimmer ist schnell bezogen, die Energiekurve noch auf dreiviertel und glitzernde Schmuckschönheiten locken. Der Basar ruft! Zu Fuß durch die Stadt erwacht mein Gefahrenbewusstsein. Von Außen betrachtet sieht dieser Verkehr noch chaotischer aus, als aus Sicht eines Beifahrers in mitten des Wahnsinns. Nahezu sprachlos klammere ich mich an Uli, der sich vor mir durch engste Gassen schlängelt. Kinder, Männer und Frauen starren mich an. Kinder versuchen mich zu berühren, bin ich ein Glücksbringer? Keine Ahnung, mit fehlen die Worte. Ohnmächtig und mit Hupitus in den Ohren bewege ich mich durch die Stadt. Uli lobt meinen jammerlosen Einsatz im Marsch durch die Stadt, von Sehenswürdigkeit zu Kuhscheisse zu Sehenswürdigkeit. Aber welche Alternative bleibt mir? Ich wollte hin - Schmuck und Stoffe sind mir mittlerweile völlig egal - also muss ich auch wieder zurück. Ich laufe wie in einer Blase, eine Hupblase aus co2, Ruß, Staub und Kuhscheissegestank garniert mit fürchterlichen Kopfschmerzen. Sprach- und klaglos falle ich nach Rückkehr in mein Bett. Hätte ich diese Stadt nicht erlebt, ich würde keiner Erzählung glauben.Read more

  • Pushkar

    January 1, 2019 in India ⋅ ☀️ 23 °C

    Nach einem ruhigen Start ins neue Jahr, das hoffentlich genauso gut wird wir das alte, hupen wir uns in die nächste Stadt, nach Pushkar, um hier im Ananta Resort unsere nächsten 2 Nächte zu verbringen. Vielleicht auch die Tage. Die letzten 3 Tage waren spannend aber dennoch anstrengend. Glücklicherweise sind am Morgen noch nicht allzu viele Inder hupend unterwegs, und so ist das Chaos auf den Straßen erträglich. Gegen frühen Nachmittag erreichen wir unser Resort, mittelklein, gemütlich und sehr resorig. Uli überzeugt mich, die letzten Nachmittagsstunden doch noch im nahegelegenen Städtchen zu verbringen, um dort eine der wichtigen heiligen Stätte Indiens an einem See zu besuchen. Sämtliche heiligen Kopf- bis Fußwaschungen finden dort statt, innere Reinigung mit äußerlichem Dreckwasser. Und die heilige Kuh mittendrin und zwischendurch. Ich habe nicht den Anspruch, alles zu verstehen, aber zu sehen, und Bilder für mein Lebensbuch zu sammeln, ist großartig.
    Die Stadt ist ungewöhnlich ruhig im Gegensatz zu dem bisher erlebten. Barfuß spazieren wir zwischen vielen Gläubigen auf den Treppen am Rande des Sees. Hier wird neben indischer Dudelmusik gebetet und in schönsten bunten Kleidern gebadet - also gewaschen, getaucht, wassermeditiert.
    Irgendwie funktioniert das mit dem Karma bei mir hier in Indien super. Jede Handlung hat eine Folge! Ich stehle die Polizeiabsperrung und falle nur wenige Sekunden später darüber. Hier auf den Treppen glotze ich die badenden Frauen in ihren schönen Kleidern an, und falle über die Treppenstufen! Mit schmerzverzerrtem Gesicht humple ich weiter. Das jammernde Gesicht hindert aber eine Horde junger Inder nicht daran, mich eindringlich um eine Fotosession zu bitten. Na gut, ich bin freundlich und Gast in eurem Land, wenn es denn sein muss. Erst der eine, dann der Bruder, der Cousin, der Schwager, der Schwippschwager, der Bruder vom Schwager. Mein Fuß schmerzt, ich schwitze. Das hört nicht auf! Zum ersten Mal auf unserer Reise bin ich froh, in Ulis Hosentasche Pfeffergas zu wissen. Die Fotos wurden mehr und mehr eingefordert. Das ganze abzubrechen musste jetzt umso mehr von Uli eingefordert werden. Ich bleibe ein Alien hier in Indien. Auf dem Weg zu unserem Auto klebe ich humpelnd an Uli. Keine Fotos mehr!
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  • Chilltime

    January 2, 2019 in India ⋅ 🌙 16 °C

    Nach einem chilligen Vormittag laufen wir in den Nachmittagsstunden wieder durch die Gassen Pushkars. Über die Treppen am See stolpere ich heute nicht mehr. Wir schlendern über den Basar und Uli wird von mir in den nächsten Schmuckladen gedrängt. Reichlich shoppingerfolgreich trinken wir anschließend einen Masala Tee in einem Café am Rande des heiligen Sees. Im Hotel wartet schon die große indische Geschichte auf mich. "Palast der Winde" hat mich seit gestern in seinen Bann gezogen, Indien in lebhaften Bildern am Tag und in wunderschönen Worten am Abend;-)

    Nachtrag: Ein Kuhmel hat mich angegriffen! Also versuchte mich zornig zu stoßen, nur weil ich diesen merkwürdigen Höcker begutachten wollte. Ich bin zu dem Ergebnis gekommen, Kuh und Kamel haben in Indien geheiratet, Kuhmel eben.
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  • Haveli Nadine Leprince

    January 3, 2019 in India ⋅ 🌙 12 °C

    Wir setzen unsere Reise durch Rajasthan fort und vor uns liegen 200 km Richtung Fatehpur. Unsere Navi errechnet 4h Fahrzeit! 4 Stunden? Uli ist zuversichtlich. Die Zeitangabe hat ihren Grund. Gefühlt fahren wir durch die entlegensten Gassen Indiens. Die Straßen vor uns sind kleinste Landstraßen und Feldwege, teilweise gesperrt und somit fahren wir durch touristisch völlig unentdeckte Orte. Kinder jubeln, rufen und winken. Mit freundlichstem Lächeln werden wir durch engste Gassen gewunken - eine wunderbare Fahrt durch das innerste Rajasthan mit schönsten Eindrücken.
    Fatehpur erreichen wir nach 3 h - Navi Lügen gestraft;-) Uli hat im entlegenen Fatehpur 2 Nächte in einem Haveli gebucht. Für mich ein völlig neuer Begriff:
    "Als Haveli werden die palastartig ausgestalteten Wohnhäuser wohlhabender – meist muslimischer – Fernhändler im Norden Indiens und in Pakistans bezeichnet ..."
    Die schlichte Tür unseres Havelis öffnet sich und mit großen Augen stehe ich plötzlich in 1001 Nacht. Wunderschön!!! In jeder Ecke gibt es Kostbarkeiten zu entdecken. Die Wände sind über und über mit indischen Geschichten in schönsten Bildern bemalt. Man möchte schauen und schauen, und fast hat man Sorge, Kostbarkeiten und Schönheiten zu übersehen.
    Unser Zimmer ist ein indischer Traum. Hier, entfernt von übervollen Touristenpfaden, tauchen wir in die Schönheiten des alten Indiens. Auf Empfehlung unseres französischen Gastgebers laufen wir noch vor Sonnenuntergang durch die engen Gassen und Basare Fatehpurs. Und auch hier nimmt unser Staunen kein Ende, ein Haveli neben dem nächsten, schöner und schöner - nur leider in keinem guten Zustand. Unser Gastgeber berichtet mit großem Bedauern vom kaum vorhandenem Bewusstsein der Regierenden und der Bevölkerung für historische Gebäude. Alles Moderne scheint besser. Somit wurden viele dieser großartigen Häuser schon abgerissen oder sind dem Verfall ausgeliefert. Und wir bewundern und bedauern mit.
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  • Ramgarh, Indien

    January 4, 2019 in India ⋅ ⛅ 23 °C

    Auf Empfehlung unseres Gastgebers besuchen wir die Kleinstadt Ramgarh, ca 20 km entfernt. Ramgarh ist ein Ort mit unzähligen Havelis, eines schöner als das andere. Da mein Schmuckbudget schon erschöpft ist, ist Uli jetzt auf der Suche nach antiken indischen Schätzen. Zweimal quer durch die engen Gassen von Ramgarh und schon - erst - finden wir den empfohlenen Antikladen. Markes Joirie, der Besitzer des Ladens, ist sehr geschäftstüchtig und versucht neues Antikes mit viel Engagement zu verkaufen. Die Möbel sind OK, aber ich glaube Mömaxx kauft auch hier ein. Da er ihn ständiges deutsches Kopfschütteln erwartet, führt er ins von Raum zu Raum. Je mehr Räume, desto älter und interessanter werden die Dinge. Allerdings auch größer. In einem wunderschönen morbiden Haus liegt das große Interieur der zerstörten Havelis, Türen, Fenster, Tische, Stühle. Wunderschön und doch bedauerlich, dass sie nicht mehr an Ort und Stelle sind. Zeit vergeht und noch immer kein Verkaufserfolg. So eine Tür lässt sich wirklich schwer nach Hause schleppen. Er öffnet seine letzte Schatzkammer für uns. Ein Haveli hinter seinem neuen Wohnhaus, und dort unzählige gesammelte Kleinigkeiten, unglaublich interessant aber weder hänge ich mir das um den Hals noch an die Wand. Uli kauft zwei kleine Dingsbums. In seinem Büro ist sicher Platz dafür;-) Zurück in unserem Haveli genießen wir einen ruhigen Abend und einen langen Film "Gandhi". Geschichte im Film, Ort und Protagonisten vor unserer Tür, ein spannender Abend.Read more

  • Nach Delhi zurück gehupt

    January 5, 2019 in India ⋅ 🌙 17 °C

    Wir hupen uns zurück nach Delhi. Ein letztes Mal über eine chaotische Autobahn mit Verkaufsständen am Rand der Straße, verrückten Kühen, Autos, die die Fahrtrichtung verwechseln, Straßenhügel an unerdenklichen unsinnlichen Stellen, Affen, die über die Straße flitzen. Ein letztes Mal enge Gassen zwischen Basaren und Kühen, neben den ärmsten der Armen, offenen Abwasserkanälen, Plastikmüllbergen und Schweinen, die genau diesen Müll fressen. Mit gemischten Gefühlen werde ich dieses Land verlassen, eine Flut von Bildern und Geschichten in meinem Kopf, Momente der absoluten Faszination, des Bedauerns und Mitleidens, genau wie Momente der kühlen Distanz.
    Morgen fliegen wir wieder in die erste Welt. Ergreifende Eindrücke, Gedanken, Erinnerungen und unbeantwortete Fragen über diese Welt nehmen wir ganz sicher mit nach Hause.

    "Ash erzählte von dem wirklichen Indien, jener Mischung aus Glanz und Elend, Schlechtigkeit und Großmut, dem Land der Götter, des Goldes und der Hungersnöte, abschreckend wie ein verwesender Leichnam und von unglaublicher Schönheit..."

    (M.M.Kaye - "Palast der Winde")
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  • Mauritius

    January 6, 2019 in Mauritius ⋅ ☁️ 29 °C

    Nach holprigen 7 Stunden Flug sind wir auf Mauritius gelandet. Die Eindrücke Indiens und den Kopf voller intensivster Bilder nehme ich die Insel noch gar nicht wahr. Schwüle Hitze trifft uns wie eine Wand beim Verlassen des Flughafens. Die vergangenen 8 Tage machen noch irgendwie empfindungsunfähig und wortlos gegenüber dieser tropischen Inselpracht. Erst beim Abendessen direkt am Strand in unmittelbarer Nähe zum Meer (ca10m) dringt langsam die Ruhe dieser neuen Inselwelt und die Idee der nächsten gechillten Tage zu uns durch.Read more

  • Ein geschwätziger Nachmittag

    January 8, 2019 in Mauritius ⋅ ☁️ 27 °C

    Sonnenliege, Restaurant, Sonnenliege, Restaurant.... Das ist unser Tag auf Mauritius. Und zwischendurch bin ich noch immer im Indien des 19. Jahrhunderts. In meinem Buch, das von Seite zu Seite spannender wird und mich noch immer in der indischen Landschaft, der Geschichte des Landes und der Menschen dort fesselt. Wir begegnen Winfried, einem redefreudigen, sehr freundlichen Schwaben, und jagen mit großer Wortflut in unserem amüsanten Gespräch durch viele sinnige und unsinnige Themen des Lebens. Die Stunden, Wein und Bier vergehen wie im Flug.Read more

  • La Reunion

    January 9, 2019 in Réunion ⋅ ☁️ 30 °C

    Nach 3 sonnigen und entspannten Tagen auf Mauritius packen wir unsere Koffer und verabschieden uns von der Insel. Mein Koffer scheint immer schwerer zu werden, wird immer schwerer! An dem klitzekleinen Schmuck aus Indien kann es wohl kaum liegen. Scheinbar packe ich auch Luft ein, und die wiegt! Überhaupt bin ich auf dieser Reise eindeutig überpackt. Für jeden erdenklichen Anlass habe ich das passende Kleid und die passenden Schuhe. Und seit 10 Tagen trage ich fast immer die gleichen Kleidungsstücke. Alles Ulis Schuld;-) "Wir sollten in Indien nicht allzu leger aussehen, lieber wohlhabende Touristen auf Reisen sein." OK, also packe ich! Aber wie hätte ich auch nur im weit entfernten Indien nicht touristisch aussehen können? Egal ob schwarz, grün, blau, rot, gelb oder bunt gekleidet - alle Finger zeigen ununterbrochen auf mich. Ein bisschen weniger auffällig wäre mir nach einigen Tagen Indien wirklich lieber gewesen. OK, nun schleppe ich halt den schweren Koffer, oder eben Uli;-). Beim nächsten Mal wieder nur Handgepäck, das hat sich bewährt.
    Mit ausreichend Zeit und schwerem Gepäck erreichen wir den Flughafen, um dort rechtzeitig unseren Mietwagen zurückzugeben. Ich warte geduldig im Auto, als Uli mich panisch winkend aus dem Auto jagt, in der urplötzlichen Annahme, das Flugzeug wurde doch schon eine Stunde früher starten. Schnellen Fußes, mit schwerem Koffer, rasen wir durch die Abflughalle. In solchen Situationen sagt man lieber: Nichts! Schlaues ;-) (Kannst du das Ticket etwa nicht richtig lesen???) Am Check-in dann doch Entwarnung, 15.30 bleibt 15.30 Uhr. Nach einem sehr kurzen Flug landen wir in Reunion. Tropisch, üppig, wunderschön - und sehr französisch. Und fast ein Gefühl von Heimat, europäischer Heimat. Telefon funktioniert ohne Probleme und shoppen klappt auch super mit unserem vertrauten Euro. Ulis Koffer hat ja noch Kapazitäten;-). Sehr angenehm ist so eine französische Kolonie, zumindest jetzt im 21. Jahrhundert. Wir erreichen unsere Unterkunft in Mitten des Dschungels, ein Dschungelcamp - wunderschön. Noch schöner in unmittelbarer Nähe ist ein tosender, beeindruckender Wasserfall. Der unmittelbare Genuss dieser grandiosen Umgebung wird jedoch getrübt durch einen blutigen Angriff auf Ulis Bein. Nichts Böses ahnend und mit völlig unschuldiger Nichtgeste wird er von einer blutrünstigen Kreatur ins Bein gebissen. Ein hübscher, eleganter - scheinheiliger und bösartiger Waimeraner beißt ihn ohne Ankündigung ins linke Bein. Kein Bellen, kein Knurren, einfach ein scheinheiliges Nichts und ein zorniger Biss. Der Scheck sitzt uns in den Gliedern und ich augenblicklich im Auto. Gottseidank hat der nicht mich gebissen! Uli rüstet hoch. Mit Loch in der Hose, blutendem Bein und Gaspistole (!) wartet er auf einen erneuten Angriff. Komm nur, du Mistvieh, du blödes!
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  • Cirque de Salazie

    January 10, 2019 in Réunion ⋅ ⛅ 30 °C

    Nach einer guten Nacht in unserem Wasserfallhäuschen führt uns unser Ausflug zum Cirque de Salazie. Der größte der drei Talkessel um den Piton des Neiges ist gleichzeitig auch der "Grünste" . Üppigere tropische Pflanzenwelt ist kaum vorstellbar. Hier regnet es häufig und das Tal ist durchzogen von Bächen und Wasserfällen. Überall sattes "fettes" grün und farbige Blütenpracht. Wir besuchen Frankreichs "schönstes" Dorf „Hell-Bourg“, genießen die Tropenpracht und später einen ruhigen, gechillten Nachmittag in unserem Häuschen.Read more

  • 36 Grad und 95 Prozent

    January 11, 2019 in Réunion ⋅ 🌧 30 °C

    Wir wechseln unsere wunderschöne Unterkunft, nach einem langen und entspannten Vormittag in unserem Häuschen, und fahren auf die andere Seite der Insel. Wenn es bisher auf dieser Insel schon sehr warm und feucht war, legt diese Seite der Insel noch ein paar Grad und einige Wassertropfen in der Luft zu. Wie in dem Treibhaus meiner Mutter in meiner Kindheit, aus dem man ganz schnell wieder flieht, nachdem man die Tomaten geerntet hat. Hier ist fliehen keine Alternative, außer in die nächste Klimaanlage. Die funktioniert in unserem neuen Zimmer so gut, dass sie uns fast vom Bett weht. Also heißt es abwechselnd wehende Haare in Sturmböen oder Schweißausbrüche. Die Nacht wird bescheiden, auch weil ich meine Aufmerksamkeit stündlich, minütlich meinem lieben Sohn widme, der ein Wiesbaden ein Konzert besucht, und anschließend in der Saarstraße schläft. "Ist er unterwegs? Wo ist er gerade? Findet er ein Taxi? Findet der den Schüssel? Kann er die Heizung bedienen? Gibt es genügend Decken? Hat er Hunger? Hat er Durst? ....." Und noch vieles mehr fällt mir in dieser Schwitzfriernacht ein. Gegen 4.30 Uhr, nachdem mir mehrfach von Andrea bestätigt wurde, Kind ist im Bett;-) falle ich in nervöse Träume, um diese dann ruckartig um 5.30 Uhr zu beenden. Frisch und motiviert wollen wir auf den  Piton de la Fournaise, einer der aktivsten Vulkane der Erde, 2632 m hoch auf dem französischen Übersee-Département La Réunion. Um 5.30 Uhr bin ich heute weder frisch noch motiviert!Read more

  • Piton de la Fournaise

    January 12, 2019 in Réunion ⋅ 🌧 30 °C

    Müde und regungslos sitze ich im Auto auf dem Weg zu einem dem Piton de la Fournaise. Ich habe gestern noch auf die frühe Abreise gedrängt. Heute leide ich im Stillen. Ein paar Minuten Schlaf hätten mir sehr wohlgetan. Je näher wir dem Vulkan auf die Pelle rücken, umso kühler, angenehm kühl, wird die Luft. Erfrischende 17 Grad auf dem Parkplatz und von nun an zu Fuß Richtung Gipfel. Die Hinweisschilder übersetzt Uli sehr schnell als Warnschilder. 11 km, 8h Fußmarsch? Niemals! Ich bin hoch motiviert. Die Luft erfrischt mein Hirn und schnellen Fußes laufe ich meinem Trail entgegen. Die Streckenangaben sind sehr variabel. Im Reiseführer lese ich Gesamtweg 3 h. Hier steht 8 Stunden und weiter dort 5 h? Ich bin zuversichtlich. Das Streckenproblem löst sich auf den Fuß. Noch in den ersten 100 Metern auf der Treppe am Abhang und Abgang zum Lavafeld vor dem eigentlichen Vulkans vertritt sich Uli den rechten Fuß. Humpelnd und mit schmerzverzerrtem Gesicht beendet er den Abgang. Linkes Bein Hundebiss, der wirklich nicht gut aussieht, und rechter Knöchel Humpelknöchel. Ich sehe den Vulkan in weiter Ferne, unerreichbarer Ferne. Trotz großer Motivation, die nächsten gefühlten 24 Stunden alleine meinen Weg der Qualen auf den Vulkan zu bestreiten, wird mein Ausflug eher ein Tanz am Fuße des Vulkans. Ich fotografiere ca. 100 Mal den gleichen Stein, nochmal den Berg, die Lava, von links, von rechts, oben, unten - ein sehr entspannter und ehrfürchtiger Moment alleine im Angesicht des Feuermonsters. Ja, nein, vielleicht - und doch nein! So klettere ich die 600 Bergwandstufen wieder hinauf zu Humpeluli, der es sich mit Bier und Croissant auf der Plattform bequem gemacht hat. Schau ich mir den Vulkan eben im Internet an;-)Read more

  • Cirque de Mafate

    January 13, 2019 in Réunion ⋅ ⛅ 25 °C

    Wir verabschieden uns von unserem Hotel, und ich bin sehr froh. Diese Räume legen sich aufs Gemüt. Auf dem Weg in unser letztes Heim hier auf Reunion besuchen wir den letzten der drei Cirques, den Cirques de Mafate. Dieser Cirque ist die isolierteste Caldera in der Region, die nur zu Fuß oder per Hubschrauber zu erreichen ist. Oder man schlängelt sich mit dem Auto gefühlte eintausend Kurven den Berg hinauf, um dann von oben hineinzuschauen. Die Versorgung der lokalen Ortschaften erfolgt heute hauptsächlich durch Hubschrauber, bis vor wenigen Jahren noch in hohen Maße zu Fuß, meistens über den Pass Col des Bœufs (1956 m), der auf einer gut ausgebauten Forststraße vom Cirque de Salazie erreicht werden kann. Wir genießen zur Feier des Tages und zur Feier des beendeten Wohnverhältnisses eine und auch zwei Schluck französischen Weines, und schaffen es tatsächlich, genauso lange im Auto auf dem Parkplatz sitzen zu bleiben, bis auch die letzte Nebelschwade den Cirque erfüllt hat. Super, jetzt können das Spektakel nur noch erahnen, einzig hin und wieder blitzen die Dächer des Dorfes in Mitten des Cirques durch den verschleierten Kessel. Zum Lohn erwartet uns dafür ein anderes Spektakel. In einem scheinbar nicht endenden Autokorso bewegen wir uns im Schritttempo ins Tal hinab. Die haben wohl alle 1 - 2 Gläschen zu viel getrunken! Serpentinen scheint kaum einer noch fahren zu können.
    Am Nachmittag beziehen wir unser letztes zu Hause hier auf der Insel, ein schönes Appartement direkt am Meer. Hier können wir unsere letzten 2 Tage wirklich genießen.
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  • Last Order Mauritius

    January 15, 2019 in Mauritius ⋅ ⛅ 28 °C

    Und wieder zurück nach Mauritius. Die zwei letzten Tage auf Reunion haben wir sehr genossen, langsam, still und heiß;-) Gegen 12 Uhr sitzen wir im Flieger auf dem Weg zu unserem Abreiseort und meinem letzten Tag in tropischer Wärme. Vorgestern wollte ich noch abreisen, zu warm, zu viele Mücken und genug grün - heute möchte ich bleiben in Erwartung der nächsten kalten Wochen in Deutschland und dem gleichförmigen ständigen Rennen in Kälte und Dunkelheit. Unser kleines Hotel liegt direkt am Strand, ein letztes Bad im Indischen Ozean, als last order ein creolisches Hühnchen im benachbarten Restaurant und so klingt meine Reise in zwei völlig verschiedene Welten mit wunderbaren und unzähligen Eindrücken aus. Uli erholt sich noch 4 Tage länger im tropischen Paradies, von mir ;-)Read more

  • In luftiger Höhe

    January 16, 2019, Indischer Ozean ⋅ ☁️ 29 °C

    Noch gestern habe ich von dem für mich unmöglichen Passengershaming gelesen. Hier und jetzt erlebe ich eine amüsante unglaubliche Folge genau dessen. Eine Familie, Mutter, Vater und 2 kleine Töchter ergattern sich zu Beginn des Fluges 3 Sitzreihen. Eine Reihe Mutter, eine Reihe Vater, eine zwei Kinder. Die Stewardess macht die Mutter darauf aufmerksam, dass ihre Töchter aus Sicherheitsgründen nicht ohne eine erwachsene Person eine Sitzreihe besetzen dürfen. Völlig verständlich! Diese Bitte wurde freundlich aber bestimmt geäußert, Bordregel bleibt Regel! Trotz anderer Sprache war diese Bitte von jedem Taubstummen zu verstehen. Die Mutter weigert sich mit Nachdruck, neben ihren Kindern zu sitzen. Sind die so schlimm? In meiner unmittelbaren Nähe! 😭 In den nächsten 20 min ändert sich zwar nicht der Inhalt dieser Sätze, aber ganz eindeutig der Ton bis hin zu einem ungeduldigen barschem Befehl. Die Mutter bleibt sitzen. Zwei Kollegen eilen ihr zu Hilfe. Sollte ich mich jetzt YouTube Video bereit machen? Das wird ein viraler Hit! Die Mutter weigert sich vehement neben ihren Kindern zu sitzen! Und der Vater auch🤔😂! Das müssen Monster sein! Oder vielleicht eine ansteckende Krankheit?! Eigentlich sehen die ganz lieb aus, der Dachschaden scheint doch deutlich bei den Eltern zu liegen. Jetzt wird es spannend! Der nächste Kollege fordert die Mutter unmissverständlich mit Nachdruck auf, die Verantwortung für ihre Kinder wahrzunehmen und sich zu ihnen zu setzen. Notlanden wir jetzt gleich? Die Fluggäste in unmittelbarer Nähe schauen schockiert. Ich schaue mir das Spiel im Stehen an, sieht man viel besser;-) Und langsam wird es lautstark um die Situation. Mit strafenden Blicken aller nahen Passagiere für diese uneinsichtige Mutter und aufrichtiger Anteilnahme für die Stewardess setzt sich die Mutter nach 30 min Diskussion neben ihre Kinder. Fassungslos sitzen die Passagiere. Schade, ich habe nicht gefilmt, aber das war spannendes Kino in erster Reihe! Jeder Busfahrer hätte diese Familie ohne Frage vor die Tür gesetzt. Ich hatte wirklich Sorge, dass wir in Äthiopien zwischenlanden!Read more