Juli 2019
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  • Day26

    Alarm im Schloss

    August 11, 2019 in Ireland ⋅ ⛅ 17 °C

    Ein kleines Schloss geht noch ;-) Unsere Koffer sind gepackt. Uli zweifelt immer wieder erneut an unserer Flugfähigkeit mit Ryanair wegen deutlichem Übergepäck. Ich nicht! Kein Ryanairmitarbeiter hat bisher Anzahl und Größe unserer Taschen kontrolliert. Diese Horde an Menschen hat das Personal jedes mal in Erstaunen versetzt und uns irgendwie "Untouchable" gemacht. Warum sollte sich das jetzt ändern? Also, großzügig ein paar Taschen mehr vollgestopft und los gehts. Aber vorher geht noch ein kleines Schloss ;-) Vincent stöhnt!
    Das Schloss Malahide führt uns ins irische Mittelalter und während der feurigen Erzählung unseres Schlossführers direkt in die Schlacht am Boyne, als 14 Mitglieder der Besitzerfamilie sich am Morgen in den Rittersaal zum Frühstück begaben und alle am Abend tot waren. Erschrocken und mit großen Augen stehen wir genau hinter diesen Stühlen dieser verhängnisvollen Tafelrunde. Carlotta folgt aufmerksam den Geschichten. Jedes Schloss, jedes Museum, jedes alte Gebäude lässt sie jubeln. Ich bin begeistert von so viel Begeisterung! Die Jungs drängt es jetzt deutlich nach draußen in schloß neutrale Zone. Ein aufdringliches Piepsen erlöst sie von ihrem Leid. Feueralarm im Schloss!
    Fast den Tränen nahe beklagt Carlotta ihr Leid! "Und jetzt können wir nicht mehr die schönen Schlafzimmer bewundern, ich will zurück!"
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  • Day25

    Letze Urlaubsschritte durch Dublin

    August 10, 2019 in Ireland ⋅ 🌧 18 °C

    26 Tage erscheinen zu Beginn eines Urlaubs nahezu unendlich. Nach den ersten 6 anstrengenden Tagen schleicht sich ein kleiner wehmütiger Gedanke an die Heimat ein. - Bett ist irgendwie nicht so bequem, Essen so lala, (meine Kochkunst ist zu hause auch so lala, da aber nicht täglich gefragt), die Teenager werden reisemüde (Museumsmüde) und der tägliche Streit um das Bettenarrangement nervt.
    Pünktlich auf dem Höhepunkt der ersten "Zuhause ist es doch auch schön" Phase beziehen wir Stefans Haus an der Algarve. Großzügige Zimmeraufteilung, Chilloase am Pool, perfektes Wetter ! Essen noch immer lala, aber Stefans Einsatz läßt alle kulinarischen Gemüter strahlen. Vor allem meines. Ich kann nicht gut kochen, aber gut schmecken ;-)
    Trotz aktivem Nichtstuns vergehen die entspannten Tage am Meer wie im Flug. Noah findet die besten Worte " Jetzt haben wir uns gerade an diesen schönen Ort gewöhnt , schon müssen wir wieder gehen!" - Nach 8 Tagen ;-)
    Und schon fühle ich mich wie im Zeitraffer. Außer die gemeinsame Zeitzone haben Irland und Portugal nichts gemein. Irgendwie beginnt hier gerade ein ganz neuer Urlaub und der ist wirklich soooo kurz - 7 immer kürzer werdende Tage. Unser letzter Abend in Dublin ist immer wieder von "ach, ein paar Tage würde ich noch bleiben" Seufzern unterbrochen. Alle freuen sich auf Zuhause, auf neue Schulen - aber doch, noch so ein paar kleine Tage mehr! ;-) Besser könnte kein Urlaubsresüme nach 26 Tagen on Tour sein!
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  • Day24

    Regenjacken raus!

    August 9, 2019 in Ireland ⋅ 🌧 18 °C

    Endlich! Unsere neuen Regenjacken kommen zum Einsatz. Schon vor 3 Monaten kaufe ich vorsorglich 7 Plastiktütenregenmäntel. Ich fand die super ;-) Nachdem ich die ganze Reisegruppe am Vortag unserer Abreise mit den Plastikmänteln versorge , beim Einpacken mit kontrollierendem Auge neben den Koffern stehe, vergesse ich Ulis und meine eigene. Da die Irlandwetterwarnung wie ein Damoklesschwert über unseren Köpfen schwebt, ergattern wir auf unserer Shoppingtour an der Algarve noch die rettenden Jacken. 2 Plastikzeltjacken für Vincent und mich. Ich unterstelle ihm einfach den Verlust seiner Jacke , in Wahrheit möchte ich jedoch im Partnerlook mit meinem Sohn durch Irland wandern;-) Und eine für Uli mit hübschen neonfarbenen Streifen. So geht er uns nicht verloren ;-)
    Ungeduldig warte ich auf den Einsatz! Heute ist es soweit. Tiefe regensatte Wolken hängen über die Ostküste Irlands. Der Regen prasselt schon Stunden auf unsere Herberge und mutig stürzen wir uns in unsere Plastikummantelung. Carlotta in Plastikrot steckt zwar gefühlt in der Haut eines Schmetterlings, aber irgendwie sehen ihre Bewegungen flatterhaft elegant und vor allem gut geschützt aus. Noah verweigert sich! Uli glänzt in neongelben Streifen, sieht auch komfortabel aus. Vincents und meine Plastikummantelung hält zwar eindeutig den Größenrekord, aber leider völlig dysfunktional. Entweder stehen wir mit offenem Hintern im Nassen oder die Haube verhindert die Sicht und hängt über den Augen oder gar nicht am Kopf. Und ob die ewige Suche nach diesen dreieckigen Armlöchern so geplant war, wage ich zu bezweifeln. Egal! Der Tanz im Regen an stürmisch- irischer See war großartig und das Lachen bleibt noch lange von Wind und Regen in unsere Gesichter gemalt.
    Ach, einer hatte ein Handtuch auf dem Kopf! Amon! Kann alles nur besser werden auf der nächsten Reise;-)
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  • Day23

    Zurück nach Dublin

    August 8, 2019 in Ireland ⋅ ⛅ 16 °C

    Die Koffer gepackt starten wir gegen Mittag unsere letzte große Tour zurück nach Dublin, um am Sonntag von hier unseren Heimflug anzutreten.
    Uli sitzt schon um 8.30 Uhr in der 2. Reihe unseres Mietwagens, um den Tankdeckel endgültig wieder zu verschließen. Vergeblich! 400 km weiter, in unserer jugendherbergsähnlichen Unterkunft, verabredet er das nächste Date mit einer Werkstatt am Samstagmorgen. Keiner der Kinder wagt, das Auto zu erwähnen, außer Amon, der seinen Vater für die heldenhaften Reparaturen feiert;-) aber auch nicht vergisst, ihn beim Tanken an die richtige Füllung zu erinnern 😂Read more

  • Day22

    Benzin vs. Diesel

    August 7, 2019 in Ireland ⋅ ⛅ 18 °C

    Heute wollen wir unseren dritten und letzten irischen "Finger" erfahren. Nach unserem Frühstück und dem obligatorischen Küchendiensteinsatz, ich vertrete jetzt Lara, sitzen wir im Auto bereit für unser "Autosightseeing" . Vincent erklärt, Urlaub würde er immer genau so machen, ab ins Auto und quer durchs Land, sieht man das meiste;-)
    Los geht's! Unser erster Stop nach einer gemütlichen Fahrt durch das fast tropische Südirland findet in Muckross House statt. Queen Victoria's Atem weht durch das Herrenhaus mit schönstem Interieur und liebenswürdigem irischen Hauseguide. Vincent hat sich langsam an Schlösser gewöhnt;-) Wir setzen das Autosightseeing fort. Die Gespräche im Auto sind sehr themenreduziert, entweder wer gerade in welche Richtung gepupst hat oder wer welchen Platz im Auto besetzen darf. Vincents Position wird nie in Frage gestellt. Seine Größe fordert Raum. Die anderen 3 streiten sich unentwegt über ihre Position. Auch die Beliebtheit der Plätze wechselt. Ist es erst der Notsitz in der 3. Reihe, ist es später rechts aussen 2. Reihe, oder eben die Mitte. Noah erschleicht sich still und mit geducktem Kopf seinen bevorzugten Platz, Carlotta versucht es mit vielen schlauen Worten, und Amon? Meist durchdringend lautstark, nervt den Rest und verliert;-)
    Bevor wir unsere Reise um den Ring of Kerry fortsetzen, verlangt das Auto nach flüssigem Futter. Uli findet seine Lieblingstankstelle
    Vor 20 Jahren war er wohl schon einmal hier und mit größter ortskundiger Begeisterung tankt er Benzin. Benzin? Benzin???!!!!! Der Moment der Erkenntnis, dass dieses Fahrzeug ein Diesel ist, verändert den weiteren Verlauf unseres Tages, unserer nächsten Tage, im Bruchteil einer Sekunde!
    Ab diesem Moment darf keiner sprechen, nicht einmal laut atmen. Auch nicht lächeln;-)
    Uli wird von 2 Mechanikern einer kleinen irländischen Werkstatt abgeschleppt und wir, ich, stelle mich auf die nächsten vielen Stunden mit Kindern und Teenagern im Freien ein. Glücklicherweise passt das Wetter, 19 Grad und strahlender Sonnenschein. Wir schlendern im Entenmarsch zum nächsten Strand, ein schönes Fleckchen Küste, und verbringen hier die nächsten 4 Stunden. Meinen dringenden Rat, Befehl, mich nicht nach der Dauer dieses unfreiwilligen Strandbesuchs zu fragen, befolgen alle mit gesenktem Kopf. Hungrig werden die letzten pappigen Toastbrote gegessen, die Minuten ziehen sich wie Kaugummi und gegen Abend wird es kühl. Ein vorsichtiger Anruf bei Uli lässt noch immer keine Endzeit erahnen und so schlendern wir wieder zurück in den Ort. Hier sitzen wir jetzt in einem Pub mit Gingerbier, Ginger Ale und Cola. Nach einer nächsten langweiligen Stunde steht Uli mit schmutzigem Hemd und zerzaustem Haar vor uns, inkl. Auto! Durchgefroren, müde und hungrig fahren wir nach Hause. Uli hat den ganzen Nachmittag geschraubt, gehämmert, gesaugt mit zumindest aktuellem Erfolg. Was die Mietwagenfirma von diesem Erfolg hält, zeigt sich in 4 Tagen. Mit Prognosen hält sich jeder vorsichtig zurück. Noch viel, viel, viel schlimmer wäre dieser schon schlimme Umstand nur durch eine Tatsache gewesen , hätte ich diesen Tank mit Benzin gefüllt!
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