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- Day 1
- Wednesday, July 17, 2019 at 6:00 AM
- ☀️ 12 °C
- Altitude: 109 m
GermanyWiesbaden-Schierstein50°3’4” N 8°12’17” E
Off to Portugal

Ungewöhnlich stressfrei gestaltet sich die Vorbereitung unserer Reise nach Portugal. Seit Monaten Flüge und Unterkünfte für 7 Personen gebucht - Uli, Constance, Vincent, Lara, Noah, Amon und Carlotta - starten wir um 4 Uhr unseren ersten Urlaubstag. Ich sitze schon seit 3.15 Uhr in der stillen Küche und bereite gefühlt Tonnen an Frühstücksbroten. 7 Menschen haben erfahrungsgemäß ab der ersten Urlaubsminute einen Bärenhunger, und tatsächlich, Vincent stopft schon um 6.30 Uhr die ersten Leberwurstbrote in sich. Uli ist in den letzten Minuten damit beschäftigt, das Haus Wind-Wetter-und Diebesfest zu machen. Beim abschließenden Blick auf mein vorbereitetes Versorgungspaket äußert er mit großen Augen seine obligatorischen "das bekommen wir nie in den Flieger" Bedenken. Und ob! Und wie in bei unseren letzten Reisen, bin ich absolut überzeugt von meiner These " wenn Männer sagen, der Koffer ist voll, fängt bei Frauen das Packen gerade erst an!"
Und so verlassen 7 Menschen und 16 Gepäckstücke um 4.45 Uhr die Saarstraße, um in den nächsten 2,5 Wochen Europas Westen zu entdecken. Und dann noch ein bisschen den Norden. Schon fast selbstverständlich führt uns unsere Heimreise nicht auf direktem Weg nach Frankfurt, sondern erst nach einer weiteren Woche auf der Kleeblattinsel Irland.Read more
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- Day 1
- Wednesday, July 17, 2019 at 7:00 PM
- ☀️ 20 °C
- Altitude: 66 m
PortugalFerreira41°8’15” N 8°37’30” W
Porto - Schelmengraben voll Agro

Im Flugzeug holen wir unseren fehlenden Schlaf nach. Vincent schließt seine Augen zum Start und öffnet sein Augen pünktlich zum Touchdown in Porto. Vor einer Minute noch in Deutschland, jetzt schon in Portugal, es läuft perfekt. Die Stimmung ist gut, die Bäuche gefüllt. Jetzt noch schnell unsere Autos und dann viel Vollgas ins Portoabenteuer! Mit Vollgas? Ne ne, diese 2 Auto Variante in diesem Land gefällt mir zu keiner Sekunde. Wir sind aber leider - leider nicht wirklich, nur eben einfach ungünstig für einen Mietwagen - 7 Menschen und somit zu viele für einen normalen PKW. Große Transporter scheinen hier vergoldet zu sein, zumindest wenn man Gold gegen den Mietpreis aufwiegt, und so eben die Autozwillingsparade. Das heißt, ich fahre den 50 PS Zwilling und Uli den 100 PS. Nach einer letzten verzweifelten Hoffnung auf eine Familienkutsche an der mietstation sitze ich mit Lara und Vincent im klitzekleinen, hübschen 50 PS Fiat 500. Und Vollgas!!!😂 Ich hasse Autofahren, und schimpfe schon auf den ersten Metern. Die Schaltung reagiert nicht, wie ich es möchte, du hüpft unser Auto eher als das es sanft auf Portos Straßen gleitet, meine Finger sind zu kurz für den Blinker, gefühlt, und wenn ich dann das Gaspedal finde, fühlen sich die 50 PS an, als würde uns hinten jemand festhalten. Meine geliebte Navi Magnethalterung fliegt durchs Auto und Vincent wird sehr schnell zum Kopiloten gekürt, befohlen, verdammt;-) Ulis Bitte, keinen zu großen Abstand während der Fahrt hinter ihm entstehen zu lassen, setze ich mit großem Geschick - nicht um. Vincent plappert der Navitante alles nach und ich fühle mich wie auf einem Scotland Yard Brettspiel: Unbekanntes Porto - Finde Uli!
Ich bin ein Autoautist!
3 Schweißausbrüche weiter liegt uns der Douro vor den Füßen, und der Schelmengraben vor unserer Nase! Schelmengraben als böses Wiesbadener Bild eines hässlichen 70-er Jahre Blockes, einer Battalion von Blöcken. Die Gesichter aller Reiseteilnehmer bemühen sich um Fassung. Das soll tatsächlich unsere Residenz in den nächsten 3 Tagen sein? Hä? Die suspekte Schlüsselübergabe scheitert, und so schlendern wir in Warteposition in unseren ersten Stunden durch Porto - in der Hoffnung, dass die Schlüsselübergabe gänzlich scheitert;-) Noah hofft auf ein 5 Sterne Hotel als Entschädigung;-) Da die Fressmaschinen ja schon um 6.30 ihren Motor angeworfen haben, folgt der nächste Hunger unmittelbar. Ich ahne schlimmes für die nächsten 3,5 Wochen! Die erste francesina wird verputzt, ein Porto portugiesisches Nationalgericht. Irgendwie ist da alles drauf und alles drin - Toast, Schinken, Wurst, Rindfleisch Käse, Ei, biersoße und Pommes. Eine Geschmacksexplosion! Und außerdem hoffe ich auf eine Portion francesina und stundenlange, bestenfalls tagelange Sättigung ;-) Wir sind zwar in Harry potters Wiegenland, diese francesina Zauberei funktioniert aber leider nicht. Schon ein paar Stunden später meldet Carlotta einen "kleinen Hunger an" , der gerade immer größer wird. Als hätten sie 24 Stunden gehungert, sitzen am Abend alle vor ihren Tellern. Ein Hoch an den jugendlichen Stoffwechsel! Die Temperaturen steigen rücksichtslos, und gegen Nachmittag schlendern, schleichen alle müde durch die Stadt. Schelmengraben ist jetzt auch in Ordnung, Hauptsache Ruhe, Schatten, chillen. Die fehlenden Schlafstunden fordern ihren Zoll, und nach dem Besuch der beeindruckenden Handelsbörse Portos sind wir mit dem Stadtbus auf dem Weg in den portugiesischen Schelmengraben. Der Schelmengraben außen verbirgt aber ein nettes Plätzchen innen. Eine Wohnung mit herrlichem Blick auf die Stadt, ausreichend Zimmer und 2 funktionierende Bäder. Der Abend, die nächsten 2 Tage sind gerettetRead more
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- Day 2
- Thursday, July 18, 2019 at 12:00 PM
- ☀️ 22 °C
- Altitude: 47 m
PortugalSymington41°8’1” N 8°37’3” W
Portauf, Portab und eine üble Nacht

Der Küchendienst tritt seinen Dienst fast pünktlich an. Die Kombination heißt dieses mal: Constance und Amon, Lara und Carlotta, Noah und Vincent. Ich finde die Wahl ungeschickt, mit 3 tägiger Unterbrechung muss jeden Morgen einer der kleinen in das teenager Zimmer trampeln, um den anderen Part zum Arbeiten zu motivieren. Nicht nachgedacht vor der Wahl, wir werden die Entwicklung beobachten.
Mit dem Bus fahren wir in die Stadt, Wasser, Brote und meine neu erworbene Superdecke im Gepäck. Mit frischen Füßen erobern wir Porto, bergauf, bergab. Die Kinder werden Portugal sicher als das Land der Diebe in Erinnerung behalten, überall gestohlenes brasilianisches Gold an den Wänden der protzigen Kirchen. "Das ist alles nur geklaut!" Vintage ist selten ein Lockmittel für die Kinder, außer Carlotta, die bei dem Gedanken an einen antiken Laden in höchste Verzückung gerät. Und genau dahin führt uns unser nächster Fussmarsch, in einen wunderschönen, verrückten Vintageladen im ältesten Teil Portos. Die Verrücktesten Dinge sind dort zu bewundern, Plattenspieler, lebensgroße Plastikindianer, Taschen, Bücher, Schränke, Puppenhäuser, Geschirr .... Alles bunt und einladend verteilt. Man möchte sitzen und staunen. Uli und ich haben hier schon auf einer letzten Reise nach Porto gesessen und gestaunt, viel gesessen und viel gestaunt, mit viel Sangria ;-) Und um auch dieses staunen zu versüßen, probieren die Teenager ihre erste süße, erfrischende Sangria, neben der Kombination von Broten, Chips, Suppe und Pasta di Natter. Vielleicht war auch der der Ursprung des nächtlichen Übels?
Gestärkt durch Sangria und Chipsvitamine bezwingen wir den nächsten Berg Portos - stöhnend und schimpfend, aber in froher Erwartung auf eine gemütliche Mittagspause im Park, eine Pause nach der Pause. Stadttouren sind offensichtlich sehr anstrengend. Zu unseren Füßen die Stadt in schönstem Sonnenschein entspannen wir auf meinem neuesten Urlaubsschnäppchen, einer ultraleichten Monsterdecke für mindestens 8 Personen und Heringen für jede Ecke, damit sie nicht weg flattert. Ich feiere meine Decke, und ich hab 2 davon;-) morgen kommt die nächste auch noch ins Handgepäck, dann decken wir den halben Park ab;-) Die Wege werden nicht weniger anstrengend durch diese hübsche Stadt. Der Bahnhof wird noch schnell bewundert ( hält sich bei den Kindern in Grenzen) und auf dem Weg zum höchsten Punkt Portugals finden wir den süßesten Laden der Stadt, und kehren ein ;-) Hier erwartet uns ein Marmeladentasting! Ungefähr 25 Marmeladen werden von 5 Menschen getestet und bewertet, eine süßer als die andere. Die Verkäuferin, die leider gerade mit anderen Kunden beschäftigt ist, schickt von Zeit zu Zeit einen beunruhigten Blick an unseren Tastingtisch in der Mitte des Ladens. 5 Menschen sind nicht leise und vornehm! Fressen die jetzt vielleicht die ganzen Marmeladentuben leer? Wir sind schon schnell, aber 5 mal 25 Marmeladenklekse fordern Zeit. Am Ende drängt die nette Verkäuferin zur Entscheidung. Blueberry- lime, Kirsch-Schoko und Schoko.... für preiswerte 14 Euro stecken in unserem Gepäck, neben dem ganzen klebrigen Zucker an unseren Händen und dem innigsten Wunsch, heute Abend, morgen, die ganze nächste Woche keine Marmelade mehr auch nur zu riechen. Aber ein unvergessliches süßes Erlebnis in Porto. Uli blieb während dieser Zeit aus mangelndem Marmeladeninteresse nur Beobachter dieser süßen Schweinerei, Vincent verweigert die Gruppendynamik, vergreift sich sofort am Honig mit irgendwas, und verweigert danach den marmeladigen Rest.
Auf unserem Heimweg über die obere Ebene der Ponte Dom Luis I mit schmerzenden Füßen aber wunderbarem Blick auf die Stadt treten wir jetzt unseren Heimweg an, trampeln von einem auf den anderen Fuß und warten auf den Bus. Nach einer gefühlten Ewigkeit bringt uns der Bus in unseren Schelmengraben und noch ein paar letzte Meter zu Fuß sitzen wir in einem portugiesischen Restaurant. Großer Tisch und viel Essen, zu viel, zu .... leider nicht zu gut. Geschmacklich in Ordnung aber der Marmeladenverweigerer Vincent begeistert sich nicht außerordentlich über diese Pilzsoße. Die nächsten Stunden sollten seinen Geschmack beweisen. Fußlahm landen wir am späten Abend in unseren Betten. Die Kinder freien freies Internet, Uli liegt sofort im Schlaf und ich nur wenige Minuten später. Gegen Mitternacht bricht der Krankenstand aus. Der Marmeladenverweigerer Vincent sitzt zitternd und still leidend auf seinem Bett, Lara ergreift die Flucht vor das Zimmer, ich stellte Schüssel bereit und koche in meiner Not seltsamen Tee mit viel Zucker. Alles was in den letzten 2 Tagen im Magen meines Teenager gesammelt wurde, fand jetzt sehr schnell den Weg nach draußen. Und wie vermutlich jede Mutter möchte man jedes Leid des eigenen Kindes gerne selbst abnehmen. Hilft nichts, nur warten! Gegen 2 Uhr beruhigt sich sein Magen und er findet in den Schlaf. Zuviel Pilze und zu wenig Marmelade!Read more
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- Day 2
- Thursday, July 18, 2019 at 1:00 PM
- ☀️ 23 °C
- Altitude: 89 m
PortugalTorre e igreja dos Clérigos41°9’29” N 8°37’45” W
Porto

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- Day 3
- Friday, July 19, 2019
- ⛅ 19 °C
- Altitude: 58 m
PortugalFerreira41°8’16” N 8°37’30” W
Krankenstand

Nach Vincents nächtlicher Kotzeritis sind wir am frühen Vormittag bereit für eine Runde Portwein. Eine sehr offizielle Runde, verbunden mit einer fachkundigen Führung durch die Geschichte des portweins in der GRAHAM Portweinmanufaktur. Vincent schwankt noch bis in GRAHAMs Kellerei mit, bekommt Schnappatmung und schwankt wieder in unsere Wohnung zurück. Begleitet von meinem aufrichtigen Bedauern, denn sich als 17 jähriger Teenager in der nächsten Schule als angehender Portweinspezialist vorzustellen, finde ich ausgesprochen reizvoll;-) Dann übernehmen wir das also. Nach interessanter Führung durch die Geschichte von Vintage, Tawny und Rubyweinen und unzähligen uralten Fässern, sitzen wir am Ende vor dem mit Spannung erwartetem Tasting. 6 Portweingläser in unterschiedlichen Farben vor uns. Uli probiert großzügig, Lara und ich gut aber vorsichtig, Noah mehr als vorsichtig aber "fachkundig" im Urteil und die Zwillinge testen im Riechtestverfahren. Ähnlich wie schon beim Marmeladentasting finden wir schnell unseren Favoriten, ein Vintageportwein, dunkelrot, süß, alt ;-)
Den Nachmittag verbringt Vincent fiebrig im Bett, gehütet von Lara und umsorgt von seiner Mama ;-) süßer Tee, Cola, Brezen, trocken Brot. Uli und der Rest der Reisegruppe folgen der Empfehlung der Marmeladenfrau, und suchen den schönsten Strand der Gegend. Die Nachricht "seid froh, dass ihr nicht mitgekommen seid" folgt nur kurze Zeit später. Sand und Meer vor der wunderschönen Kulissen sozialistischer 20 stöckiger Blockprachtbauten! Der kühle Atlantik wirkt in dieser Umgebung wenig einladend, und so spendiert Uli eine Runde gocart, ein Abendessen und am frühen Abend sind alle wieder zu Hause. Vincents ist auf dem Weg der Besserung, das Fieber verflogen und hungrig finden die Bratkartoffeln ihren dauerhaften Platz in seinen Magen.Read more
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- Day 4
- Saturday, July 20, 2019 at 1:05 PM
- ⛅ 22 °C
- Altitude: 11 m
PortugalPraia da Nazaré39°35’56” N 9°4’22” W
Nazaré

Wir verlassen Porto, unsere erste Station auf unserer Reise Richtung Süden. Die Autos sind beladen und nach Ulis obligatorischen Anweisung, doch mit etwas mehr Geschick hinter ihm zu bleiben, fahren wir los. Vincent als Navigator bemüht sich redlich um genaue Anweisungen "immer gerade aus Mum". Und alle paar km vergewissere ich mich, ob es tatsächlich noch immer gerade aus geht. Das Leben eines Navigators ist hart. Das Schlafen im Auto unter Höchststrafe verboten ;-) Ich folge Uli, ich verfolge Uli. Der fährt konstant 30 km zu schnell und aus Sorge um meinen Schleudersitz Führerschein versuche ich mich etwas mehr der Höchstgeschwindigkeit anzupassen. Somit gestaltet sich die Verfolgung immer schwerer. Doch plötzlich, aus unerfindlichen, rücksichtsvollen Gründen erscheint Ulis Auto direkt vor mir, hält vorbildlich die Höchstgeschwindigkeit und genießt offensichtlich die portugiesische Landschaft. Ich staune über so viel Rücksicht! Nach ca 20 min stelle ich diese Rücksicht mehr und mehr in Frage - Uli 50 km langsam auf der Autobahn, aus dem Rückfenster winkt kein freudiges Kind? 🙄 Ich frage den Navigator, ob der sich diesen Umstand erklären kann! "Hä,mum - weder die Farbe noch die Automarke stimmen mit Ulis Auto überein, wem zur Hölle folgst du da? "
Oje, verloren auf portugiesischer Autobahn!
Allen Bemühungen zum Trotz, wir werden unser Ziel, den Leuchtturm von Nazaré selbst finden müssen! Der Navigator muss sich beweisen! Hätte ja auch ein bisschen früher dieses falsche Auto vor meiner Nase erkennen können! 😂
Der Navigator Vincent und seine Google Assistentin lotsen uns geschickt nach Nazare, durch Nazare, am Strand entlang, über einen felsigen Weg, durch erstaunte Menschen direkt vor den Leuchtturm! Trotz Schleichtempo auf der Autobahn sind wir die ersten! Unser Navigationsteam findet den verbotenen Weg zum Leuchtturm. Uli muss sein Auto auf dem offiziellen Parkplatz abstellen und ca 800 m zum Leuchtturm laufen, wir sind Sieger der Leuchtturm Challenge;-) Der kleine Fiat transportiert nach unserem kurzen Besuch alle 7 Menschen zum Parkplatz und anschließen wagen die 5 jüngsten unserer Reisegruppe den ersten Sprung in den Atlantik - Premiere! Nach einem großen grandiosen Burger Tag fahren wir gegen 17 Uhr in Sintra ein, unser zuhause für die nächsten 7 Tage. Ein wunderschönes, fast englisches Cottage auf den fast tropischen Hügeln Sintras, vor uns in sichtbarer Ferne der Atlantik. Tropisch trifft es auf den Punkt, denn das Wetter ist tropisch hier. Üppiges Grün, Temperaturen mittelprächtig und wolkenverhangen;-( wir hoffen auf Besserung!
Die Übelkeit von vor 2 Tagen findet heute Nacht ihre Fortsetzung. Kleine Füße tappen zur nächtlichen Stunde in unsrer Zimmer. Meine ahnende Frage "Wer?" wurde mit einem leidenden "Carl..." beantwortet. Für Lotta fehlt Zeit und Luft. In großem Bogen und deutlichem K.... Geräusch tritt ein krankes Kind in unser Zimmer. Die nächste Kotzeritis! Lag die Lebensmittelvergiftung bei Vincent noch sehr nah, befürchte ich jetzt eine Kotzeritis Epidemie. Nachdem auch das letzte Salatblatt erfolgreich seinen schnellen Weg nach draußen gefunden hat, findet Carlotta endlich in ihren Schlaf. Vor ihr die obligatorische Schüssel und Topf mit Rührlöffel - als Signalgeber für weitere Übelleien und Kübelleien.Read more
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- Day 5
- Sunday, July 21, 2019 at 10:00 AM
- ⛅ 20 °C
- Altitude: 224 m
PortugalQuinta da Regaleira38°47’47” N 9°23’46” W
Quinta da Regaleira

Nachdem der Küchendienst maulend den Frühstücksdienst beendet, sitzen wir 7 Menschen in Ulis Auto auf dem Weg zur Quinta da Regaleira, einem verwunschenem Schloss mit wunderschönem Garten hier in Sintra. Der Garten ist prächtig. Wir klettern auf Türme und kriechen durch Höhlen, alles vor mehr als hundert Jahren vom damaligen Besitzer der Quinta einzig aus Spaß am exotischen Garten angelegt. Das Wetter ist frühlingshaft warm, keinesfalls heiß, nichts zu spüren von der europäischen Hitzewelle, geschweige denn portugiesischen Waldbränden. Tatsächlich fasst am Nachmittag nur Amón den Mut für ein Bad in unserem schönen Pool, die anderen trotzen der Kälte. Nach einem üppigen Mittagessen gegen 17 Uhr mault der Küchendienst erneut. Vincent und Noah in großäugigem Entsetzen " wie, die Töpfe auch? Da sind noch Spuren von kostbaren Essensresten, die wollten wir aufheben für morgen! Das mussten die anderen auch nicht machen! .... Bla, bla,bla......! Keine Gnade, ich blockiere die Tür;-) Die beiden schwören unter Protest Rache ;-)Read more
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- Day 5
- Sunday, July 21, 2019 at 10:05 AM
- ⛅ 20 °C
- Altitude: 224 m
PortugalQuinta da Regaleira38°47’47” N 9°23’46” W
Quinta da Regaleira 2

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- Day 5
- Sunday, July 21, 2019 at 8:00 PM
- ☀️ 20 °C
- Altitude: 11 m
PortugalRibeira da Maceira38°48’18” N 9°29’6” W
Sundowner am Atlantik

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- Day 5
- Sunday, July 21, 2019 at 8:10 PM
- ☀️ 20 °C
- Altitude: 175 m
PortugalRio da Mula38°47’40” N 9°27’20” W
Sundowner am Atlantik 2

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- Day 6
- Monday, July 22, 2019
- ⛅ 17 °C
- Altitude: 117 m
PortugalCabo da Roca38°46’48” N 9°29’54” W
Und plötzlich am Rande unserer Welt

Ganz Europa schwitzt, wir frieren. Schlechtes Wetter findet man in diesen Tagen ausschließlich in Irland und auf einer kleinen Fläche von 50 qkm an der Küste Portugals - beides unsere Urlaubsorte. Das ändert sich auch nicht, in dem wir zum zig-malsten die WetterOnline Karte öffnen, um uns zu vergewissern
Am liebsten mit der Hand die Wolke auf dem Tablet verschieben.
Wir reisen heute der Sonne entgegen nach Lissabon. Wie von Zauberhand öffnet sich 15 km hinter Sintra dieser Wolkenvorhang und wir fahren in den azurblauen Himmel Lissabons bei herrlichen 28 Grad. Auf die Frage "Was machen wir jetzt?" antworte ich meist, wir gehen in so etwas " muss man gesehen haben Berühmtes" . Der offizielle Begriff dieses " muss man gesehen haben" heißt "Museum". Uli benutzt diesen Begriff rücksichtslos. Das funktioniert bei Carlotta auch super. Bei der Aussicht auf ein Museum gerät sie in volle Begeisterung. Die Teenager, zu denen Noah in diesem Jahr auch gehört, reagieren mit sehr verhaltener Begeisterung auf dieses Wort, deshalb versuche ich den Laufabstand während Ulis Erläuterung zwischen ihm und den Teenagern etwas zu vergrößern, um dieses böse Wort "Museum" nicht zu laut nachhallen zu lassen. Am Ende ist es doch meistens OK. Ganz am Ende sowieso. Heute spazieren wir auf dem Dach des MAAT, dieses "berühmte etwas" am Ufer der Tejo Mündung mit herrlichem Blick auf die riesige Hängebrücke Ponte 25 de Abril. Die Menschenmenge an der Kasse des MAAT vermeiden wir, und besuchen gleich das alte Industriedenkmal und Elektrizitätsmuseum Central Tejo. Sphärische Industrieklänge, riesige Rohre in unterschiedlichen Farben und glühende Kohlen - ich bin immer wieder begeistert von diesem Industrieschick und diesem zu erahnen den Puls des Monsters, wenn es denn seinen alten Motor anschmeißen würde. Die Kinder sind verhalten, aber für ein paar Fotos ist es OK. Um die Sonnenstrahlen auszukosten, das Badegepäck ist im Auto, suchen wir den nächsten Strand auf dem Weg zurück in unser Haus. Ein kurzer Irrweg führt uns an eine sehr rauhe Küstenlandschaft. Uli drängt uns zum Zwischenstopp, glücklicherweise. Und hier stehen wir mit wehendem Haar am westlichsten Punkt unseres Kontinents, vor uns der große, wilde Atlantik. Cabo de Roca - nächste Ausfahrt Amerika.Read more
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- Day 7
- Tuesday, July 23, 2019
- ⛅ 24 °C
- Altitude: Sea level
PortugalMuseu da Electricidade38°41’45” N 9°11’40” W
Lissabon

Auf der Suche nach der Sonne starten wir heute einen neuen Anlauf Richtung Lissabon. Mit Laufschuhen an den Füßen spazieren wir durch die Altstadt, und wieder bergauf, bergab. So kühl es in unserem Sintraplätzchen ist ,ca 24 Grad, so heiß ist es in Lissabon und hier stöhnt gerade jeder Kinderkopf. Ein Mu... steht noch auf unserem heutigen Plan, das Kutschenmuseum, beeindruckende Fahrzeuge der letzten Jahrhunderte. Nennt man die auch Fahrzeuge? Oder vielleicht Zugzeuge? Nach Vincents Gesicht zu urteilen, wären ihm Fahrzeuge unseres Jahrhunderts lieber gewesen, unseres Jahrzehnts. Fußlahm sitzen wir am späten Nachmittag in Afrika ;-) , einem Buffetrestaurant mit unzähligen portugiesischen Gerichten und vielen afrikanischen Gästen, perfekt für 7 hungrige Menschen.
Zitat Noah - Carlotta:
Carlotta:" wieso musst du immer so hetzen?"
Noah: "... und du, warum kommandierst du ständig rum?"
Carlotta: " weil ich's kann!"Read more
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- Day 8
- Wednesday, July 24, 2019 at 5:58 PM
- ☀️ 23 °C
- Altitude: 479 m
PortugalPena National Palace38°47’18” N 9°23’24” W
Palacio da Pena

Uli drängt auf frühes Aufstehen. Ich suche täglich die Balance zwischen müden Teenagern und dem drängenden Frühaufsteher, nicht immer leicht. Auch wenn Ulis Zeitmanagement meist stimmt, kann ich den Anspruch auf Ferien und Chilltime der Kinder sehr gut verstehen. Heute sind wir tatsächlich viel zu spät. Wir versuchen Palacio de Pena zu erfahren, und geraten schon 5km vor Eingang des Schlosses in einen Stau, an einen Parkplatz nicht zu denken. Da wohlweislich das Strandgepäck im Auto bereit liegt, verbringen wir den Nachmittag an meinem Wunschnaturpool, zur Beruhigung der Gemüter. Der Nachmittag mit Sonne, Sand, Meer und Sangria chillt dahin, und hoch motiviert tritt Uli um 17.30 Uhr zum zweiten Anlauf nach Pena an. Vincent wird zum Museumsverweigerer! "Nein Mum, ich möchte nicht zu Pena, Pena, Pena!"
In kleiner Besetzung erfahren wir heute zum wiederholten mal den Berg, perfekte Zeit, ohne Stau und langes Warten am Eingang. Carlotta in größter Begeisterung beklagt sich wie schon im letzten Jahr über die fehlende Anzahl zu besichtigenden Zimmer - Schlossfieber nennt man das wohl!
Zitat Amon:
"Vince, ich finde, du hast Recht, also ich glaub Lara;-) "Read more
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- Day 9
- Thursday, July 25, 2019
- ⛅ 23 °C
- Altitude: 159 m
PortugalParque de Monserrate38°47’38” N 9°25’15” W
Monserrate und der MittelSidecut

In Regenerwartung schleichen heute die ersten Kinder gegen 10 Uhr aus ihren Betten. Nachdem die neu gegründete Partei AFK "Alternative für Küchendienst" wieder energiegeladen und neunmalklug den amtierenden Küchendienst Lara und Carlotta kritisiert, verlassen wir erst gegen 11.30 Uhr unsere Burg Richtung Montserrate. Kein Museumsverweigerer bleibt im Haus und so schlendern wir vergnügt bei angenehmen 25 Grad durch den wunderschönen Palast. Der Garten mit seinen exotischen Pflanzen ist nicht weniger spannend. Wir klettern auf einen maorischen Weihnachtsbaum, spazieren vorbei an monstergroßen Agaven und Riesenfarnen, an stacheligen Schwiegermuttersitzen und leuchtenden Seerosen. Vincents Ungeduld entspannt sich zusehends mit meiner Garantie auf einen portugiesischen Frisörbesuch im Anschluss an diesen Palast. Im Nachhinein hätte ich besser mit einem verspannten Teenager in den nächsten Tagen leben wollen, als mit einem sich anschließenden Frisörtrauma. Nach unserem Besuch in Monserrat fahre ich mit den Lara, Vincent und Noah zum nächsten Frisör. Noch ist Noah Mittelpunkt aller Lästereien, und Uli, der völlig überschwänglich und selbstbewusst gestern Abend zum Bartschneider greift, und an den Köpfen seiner Söhne sein Hairdressertalent unter Beweis stellt. Ich hätte mich verweigert, die beiden hatten keine Chance. Alle schauen beschämt zu Boden und Noah wünscht sich im Anschluss eine Basecap in Übergröße. Nach meiner fordernden Bitte schickt Uli heute Noah gnädig gemeinsam mit Vincent zum ersten Frisör des Ortes, oder zum zweiten, oder vielleicht doch dritten?
Erleichtert sitzt Noah auf dem Frisörstuhl und kurze Zeit später strahlt sein Kopf in neuem Glanz und seine Augen leuchten. Vincent sucht währenddessen im Google translator nach dem besten Übersetzungen für eine präzise Haarschneideanleitung. ( Overwalk = Übergang) In hoffnungsvoller Erwartung und nach 2 tägiger Drängelei, sitzt nun Vincent auf dem Stuhl des Meisters, und .... die Tragödie nimmt ihren Lauf. Aus der Marokkowunschfrisur mit Sidecut und langem Deckhaar wird? Keine Marokkofrisur und ein Mittelcut. Die Kotzeritis zu Beginn unserer Reise war ein Spaß gegen das nun folgende Programm! Unser Lachen lässt sich kaum vermeiden, Vincents schimpfen nimmt kein Ende und jeder Versuch, ihn vom nicht so schlimmen Gegenteil zu überzeugen, endet in einer Zorntirade. Wer ihn auch nur anschaut, richtet in seiner wütenden Vorstellung den Blick natürlich ausschließlich auf diesen missglückten Sitecut . In weiser Vorsorge entfernen wir besser aus Angst für Haarkurzschlussreaktionen sämtliche Scheren und Messer und Spiegel in den nächsten 14 Tagen aus unseren Häusern. Vincent! Chillma! Sind nur Haare;-)Read more
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- Day 10
- Friday, July 26, 2019
- ⛅ 22 °C
- Altitude: 114 m
PortugalQueluz National Palace38°45’3” N 9°15’33” W
Palácio Nacional de Queluz

In froher Erwartung auf endloses Chillen in der Casa Stefan an der Algarve sind heute alle Kinder nörgelfrei gegen Mittag unterwegs nach Queluz in den Palacio National. Das Schloss Versailles en miniatur erwartet uns hier und hält ohne Zweifel seine Versprechen. Fast alleine laufen wir durch unzählige Zimmer in herrlicher barockiger Dekoration und dem schönsten Interieur. Carlotta erklärt dieses Schloss als ihren Favoriten aus allen Schlossbesuchen der letzten 4 Jahre. Ich kann mich diesem Urteil nur anschließen.Read more
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- Day 11
- Saturday, July 27, 2019 at 1:57 PM
- ⛅ 22 °C
- Altitude: 19 m
PortugalPraia da Galé37°4’48” N 8°18’42” W
Auf Petrolchallenge an die Algarve

Unsere Reise durch die portugiesische Geschichte ist vorbei. Heute reisen wir von der alten Welt des historischen Sintras in die neue, touristische Welt der Algarve, Albufeira. Stefans Domizil und unser Zuhause in den nächsten 7 Tagen. Die Kinder und auch ich freuen sich auf 7 gleichförmige Tage, essen, baden, sonnen, chillen, essen, baden, sonnen..... Kein Ausflug, kein Museum, kein Markt.
Wir verlassen Sintra und der Himmel verabschiedet sich von uns tränenreich, kühle 20 Grad und Regen. Navigator Vincent gibt mittlerweile geübte und geschickte Richtungsanweisungen und so verlieren wir Uli fast planmäßig recht zeitnah als Pilot vor uns, und fahren entspannt alleine 300 km Portugals Süden entgegen. Wäre da nicht dieses leidige Spritproblem. Gedankenversunken nehme ich die Notwendigkeit von Benzin erst nach dem Vorbeifahren an einer Tankstelle wahr. Nächste Tankstelle 50 km. Von diesem Moment an scheint die Tanknadel einen olympischen Geschwindigkeitsrekord aufstellen zu wollen. Gerade noch 2 Balken und jetzt schon hupender Alarm und blinkendes SOS. Schweißflecken breiten sich auf meinem Kleid aus und Vincent sucht verzweifelt nach der nächsten Tanke. Im Schritttempo und möglichst spritsparend bangen wir in den nächsten 40 km Meter um Meter. Erleichtert rollen wir in die nächste Tankstelle, geschafft ;-) puh, das wäre ein anstrengendes Schieben für Vincent geworden;-)Read more
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- Day 13
- Monday, July 29, 2019
- ⛅ 27 °C
- Altitude: 20 m
PortugalPraia da Galé37°4’49” N 8°18’42” W
Die Entdeckung der Langsamkeit

Essen, baden, sonnen, chillen, essen, baden, sonnen, chillen, essen...
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- Day 17
- Friday, August 2, 2019
- ☀️ 24 °C
- Altitude: 19 m
PortugalPraia da Galé37°4’49” N 8°18’43” W
Vincent und Lara backen ...

Lara und Vincent backen Kekse! Das ist der Titel zu unserem heutigen Tag an der an der Algarve. Hauptdarsteller sind: natürlich Lara und Vincent, Stefan und Uli stolpert auch noch rein. Ich halte mich zurück, und das bewährt sich durchaus. Stefans spezielle Zutat wurde von den beiden großzügig beigefügt, die Küche stinkt wie ein marokkanisches Drogenlabor. Und nun wird großzügig verteilt. Uli, der vor gefühlten 100 Jahren den letzten Traumkeks gegessen hat, bedient sich scheinbar erfahren großzügig: 2 Stück. Stefan, erfahren und wagemutig: 2 Stück, Vincent in Teenager "ich bin total erfahren" überheblichkeit: 2 Stück, und Lara "ich bin auch cool aber vorsichtig" 1 Stück. Die drei Kleineren bedienen sich an den jungfräulichen Keksen. Den Rest des Tages verbringt jeder für sich, Uli liegt bewusstlos in seinem Bett. Hin und wieder schaue ich nach ihm, er atmet noch. Stefan zieht sich in sein Zimmer zurück und wird in den nächsten 10 Stunden nicht mehr gesehen. Lara fällt alle paar Minuten an verschieden Orten in tiefen Schlaf, Hängematte, Couch oder Poolliege, und Vincent gibt sich alle Mühe, von mir zu jeder Zeit ansprechbar zu sein. Diese Kekskreation schlägt ein wie eine Bombe, ist aber in jedem Fall unkommunikativ. Erst gegen späten Abend sitzen alle am Abendessen, noch immer kekstrunken und mit großen Augen. Stefan, das erfahrenste Keksmonster in der Runde erklärt deutlich, ein vergleichbares Kekserlebnis hätte er das letzte Mal 1984 gehabt. Eigentlich vergleicht er diese Keksbäckerei von Vincent und Lara mit einem Mordversuch!Read more
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- Day 18
- Saturday, August 3, 2019 at 10:00 AM
- ☀️ 24 °C
- Altitude: 26 m
PortugalLagoa37°7’45” N 8°26’44” W
Sand City

Am letzten Tag im sonnigen Süden Portugals besuche ich zusammen mit Amon und Carlotta die "weltgrößte" Sandburgen Stadt - Sandsity. Amon ist zögerlich, also eher nicht
Als ich ihm die Superlative erkläre, zieht er schnell die Hose über seinen Schlafanzug, und sitzt im Auto. Das bemerkt Carlotta nur wenige Momente später;-) Der Spott folgt.
Auf einer etwa fußballfeld großen Fläche spazieren wir zwischen Sandmonumenten einmal um die Welt. Wir finden den schiefen Turm von Pisa, die chinesische Mauer, den Eiffelturm, die Freiheitsstatue. Und finden Deutschland - Rotkäppchen und der böse Wolf! Hä? Schonmal was vom Brandenburger Tor gehört? Entweder hatte der Sandgräber gar keine Ahnung von Deutschland, oder zuviel Ahnung, oder ein Problem! Eigenartig auf jeden Fall! Wir spazieren und fotografieren, und Amon leidet. Zu viel laufen, zu viel Sonne, zu wenig Wasser. Ich ignoriere die ganzen ZUs, er schleicht mit langem Gesicht durch die Sandhaufen. Am Ende gibt es das Wasser am Kiosk, überlebt! Mein Sandburgenresüme: ok, aber Teenager in diesen Sandhaufen zu drängen, wäre vergebliche und unnötige Liebesmühe.Read more
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- Day 19
- Sunday, August 4, 2019 at 7:47 AM
- ☀️ 21 °C
- Altitude: 19 m
PortugalFaro Airport37°1’12” N 7°58’0” W
Und plötzlich waren es 6

Schon am Abend packen wir unsere Taschen. Die kleine Shoppingtour vor 2 Tagen füllt deutlich unser Gepäck. Uli möchte wieder großzügig auf die Kinder verteilen. Offensichtlich ist sein Koffer aber der luftigste von allen. Ich hingegen hoffe in jeder Sekunde, dass der Reißverschluss den Inhalt meiner Tasche nicht vor dem Ende der Reise freigibt. Wir schaffen Ordnung in Stefans Haus. Von Tag zu Tag wurden unsere Bewegungen langsamer und völlig lethargisch. Alles bleibt genau dort liegen, wo es gerade genutzt wurde, Besteck und Teller auf der Liege, Badeanzüge und Bikinis großzügig um den Pool verteilt, Gläser an jeder Ecke, frische Wäsche zum Trocknen auf die Steine gelegt, flattern über den Rasen. "Jetzt haben wir uns gerade an dieses Haus gewöhnt, schon müssen wir wieder los ( nach 8 Tagen!) " erkennt Noah. Wie das nach 3 Wochen ausgesehen hätte, lässt sich erahnen. Ich kann diese Bewegungslosigkeit schon genießen, die Kinder offensichtlich auch, aber tatsächlich reduziert sich so ein Tag ausschließlich auf die Fragen " Was essen wir heute? "Wo lege ich mich in den nächsten Stunden am liebsten ab und träume in den Tag?" . Ich glaube schon daran, dass aus dieser Weile - langen Weile - gedankliche Blüten entstehen können, aber an Uli nagt in kurzer Zeit die Ungeduld, für ihn deutlich zu viel Nichts. Das ändert sich heute.
Gegen 6.30 Uhr verlassen wir Albufera, und Stefan, und Bob ;-( Die Kinder möchten das große Hundchen am liebsten ins Handgepäck schmuggeln "wir werden ihn so vermissen"
Der zweite traurige Abschied erwartet uns am Flughafen. Unsere Reisegruppe verkleinert sich, Lara verlässt uns und fliegt direkt zurück nach Deutschland. In die irisch-nordische Kälte lässt sie uns und Vincent alleine reisen. Schade für uns alle, noch vielmehr für Vincent. Lara ist immer eine liebenswerte Reisebegleitung, und Kekse kann sie auch backen;-)Read more
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- Day 19
- Sunday, August 4, 2019 at 11:00 AM
- 🌧 17 °C
- Altitude: 194 m
IrelandBarony River51°46’24” N 9°31’6” W
A rainy day

Knappe 4 Stunden später sitzen wir in unserem Mietwagen auf dem Weg von Dublin nach Kerry, 400 km auf irischer Autobahn, 17 Grad, bedeckter Himmel. Da wir schon lange mit dem schlimmsten gerechnet haben, erscheint das Wetter für uns nahezu gut, fast lieblich. Das ändert sich merklich, je mehr wir uns unserem Ziel nähern - Glengerrith. Geschlossene Wolkendecke und der Himmel öffnet großzügig seine Pforten. Laut Irlandprofi Vincent ein leichter irischer Landregen. So leicht, dass wir nur mit rutschenden Reifen und großer Mühe unser einsames Cottage hoch oben im irischen Nirgendwo erreichen. Kühle 17 Grad, unangenehmer Landregen und ein antikuscheliges Haus führen zu zurückhaltenden und langen Gesichtern. Heimlich, still und leise wünschen sich alle zurück zu Stefan. Ich auch;-) Das ändert sich morgen, ganz bestimmt, geben wir Irland und dieser versteckten Hausschönheit eine Chance, aber halt erst morgen, gute Nacht!Read more
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- Day 20
- Monday, August 5, 2019
- ⛅ 17 °C
- Altitude: 4 m
IrelandCloghane River51°36’12” N 10°2’42” W
Der erste irische Finger

Nach unserer ersten Nacht in den irischen Bergen gewinnt das Häuschen deutlich an Charme. Wir frühstücken in dem großen Wohnzimmer nach einem entspannten, chilligen Morgen. Die Kinder kreieren Paläste in Minecraft, ich fahnde nach dem Mörder in meinem Krimi und Uli sortiert Fotos. Gegen 11 Uhr geben wir unseren Chillmodus auf und wagen uns ins Freie. Der Regen wird zögerlicher und so wagen wir unsere erste Spazierfahrt um den ersten irischen Finger. Irland macht sprachlos. Wir fahren auf dem Wild Atlantic Way im entspannten stillen Rhythmus der üppig grünen fast tropischen Westküste Irlands. Wir entdecken die neue Form unseres Urlaubs und Vincent findet die perfekte Beschreibung - Autosightseeing! Von heute begleitet uns das Autosightseeing täglich und wir genießen es mehr und mehr.
Der blaue Himmel schiebt sich durch die Wolkendecke und wir spazieren über wunderschöne Steinformationen an der Ostküste Irlands. Kein Schloss, kein Herrenhaus, kein Museum - heute;-) Dafür suchen wir aber in Dereengarden kleine irische Elfen, Carlotta allen voran;-)Read more
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- Day 21
- Tuesday, August 6, 2019 at 11:58 AM
- ⛅ 16 °C
- Altitude: 7 m
IrelandBantry Harbour51°40’36” N 9°28’0” W
Der Golfstrom landet in Europa

Wir spazierfahren um den nächsten irischen Ring. Die Farbe Grün übertrifft hier alle Vorstellungen, alle europäischen Vorstellungen. Da der warme Golfstrom, unsere Heizung in Europa, hier an Land geht, fahren wir an wunderschönen, fast tropischen Pflanzen und Palmen vorbei. Üppig, Üppiger, am Üppigsten!
Wikipedia:
"Auf seinem Weg nach Norden transportiert der Golfstrom erhebliche Mengen an warmem Wasser aus subtropischen Breiten Richtung Europa. In der Karibik ist das Wasser bis zu 30 °C warm, am Nordende des Golfstroms, vor Neufundland immerhin noch 20 °C. Hier trifft er auf den kalten Labradorstrom und verliert dadurch an Stärke. Die Wassertemperaturen sind jedoch vor Irland noch warm genug, sodass dort im Küstenbereich Palmen gedeihen."
Zu Vincents großer Freude besuchen wir heute rein zufällig - ein irisches Schloss;-)
Bantry House gilt als das prunkvollste Herrschaftshaus im Südwesten Irlands. Stolz thront das schlossähnliche Gebäude auf einer Klippe über der Fischerbucht Bantry Bay. 4. Ein wunderschönes Haus, wir fühlen uns alle ein bisschen wie "Downton Abbey". Carlotta gerät ins Grübeln, welches Schloss nun ihr Favorit ist. Kein Zweifel besteht jedoch in der Tatsache, daß ihr großer Wunsch, später ein eigenes Schloss zu besitzen, mehr und mehr wächst. Vermutlich werden wir in ein paar Jahren keine Schlösser mehr suchen, sondern deren Prinzen ;-)
Unseren Heimweg unterbrechen wir mit einem Besuch in "The Ewe Experience" - ein verrückter Garten - Skulptur trifft auf Natur. Ein merkwürdig kauziger irischer Gentleman begrüßt uns am Eingang in diese verrückte Welt. Vincent ist skeptisch, bleibt skeptisch. Auch ich staune über manche Kuriositäten, einige lassen mich aber auch sehr verwundern. Eine große Portion eigenartig verrückt - ein Garten wie eine Wundertüte. Unabhängig von den Skurrilitäten in diesem Garten ist die Natur hier unglaublich. Hier konkurrieren bemooste Mischwälder mit riesigen Farnen, Rhododendren-Dickichte mit Bambuswäldern, Magnolien mit riesigen Fuchsien und brasilianischem Mammutblatt. Letzteres erinnert an drei Meter hohen Rhabarber mit Zwei-Meter-Blättern. Amon erinnert sich noch am Abend staunend an die riesigen "Barbarablätter" die tee-erotische ja auch fast so heißen. Und um das Sprachenchaos komplett zu machen, erklärt Amon am Abend noch das Körperteil " Ergasmus". Oder war es doch eine Krankheit?Read more
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- Day 21
- Tuesday, August 6, 2019 at 1:00 PM
- ⛅ 17 °C
- Altitude: 13 m
IrelandBantry Harbour51°40’38” N 9°27’56” W
Bantry House

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- Day 22
- Wednesday, August 7, 2019 at 5:13 PM
- ⛅ 18 °C
- Altitude: 5 m
IrelandDaniels Island51°46’24” N 10°1’18” W
Benzin vs. Diesel

Heute wollen wir unseren dritten und letzten irischen "Finger" erfahren. Nach unserem Frühstück und dem obligatorischen Küchendiensteinsatz, ich vertrete jetzt Lara, sitzen wir im Auto bereit für unser "Autosightseeing" . Vincent erklärt, Urlaub würde er immer genau so machen, ab ins Auto und quer durchs Land, sieht man das meiste;-)
Los geht's! Unser erster Stop nach einer gemütlichen Fahrt durch das fast tropische Südirland findet in Muckross House statt. Queen Victoria's Atem weht durch das Herrenhaus mit schönstem Interieur und liebenswürdigem irischen Hauseguide. Vincent hat sich langsam an Schlösser gewöhnt;-) Wir setzen das Autosightseeing fort. Die Gespräche im Auto sind sehr themenreduziert, entweder wer gerade in welche Richtung gepupst hat oder wer welchen Platz im Auto besetzen darf. Vincents Position wird nie in Frage gestellt. Seine Größe fordert Raum. Die anderen 3 streiten sich unentwegt über ihre Position. Auch die Beliebtheit der Plätze wechselt. Ist es erst der Notsitz in der 3. Reihe, ist es später rechts aussen 2. Reihe, oder eben die Mitte. Noah erschleicht sich still und mit geducktem Kopf seinen bevorzugten Platz, Carlotta versucht es mit vielen schlauen Worten, und Amon? Meist durchdringend lautstark, nervt den Rest und verliert;-)
Bevor wir unsere Reise um den Ring of Kerry fortsetzen, verlangt das Auto nach flüssigem Futter. Uli findet seine Lieblingstankstelle
Vor 20 Jahren war er wohl schon einmal hier und mit größter ortskundiger Begeisterung tankt er Benzin. Benzin? Benzin???!!!!! Der Moment der Erkenntnis, dass dieses Fahrzeug ein Diesel ist, verändert den weiteren Verlauf unseres Tages, unserer nächsten Tage, im Bruchteil einer Sekunde!
Ab diesem Moment darf keiner sprechen, nicht einmal laut atmen. Auch nicht lächeln;-)
Uli wird von 2 Mechanikern einer kleinen irländischen Werkstatt abgeschleppt und wir, ich, stelle mich auf die nächsten vielen Stunden mit Kindern und Teenagern im Freien ein. Glücklicherweise passt das Wetter, 19 Grad und strahlender Sonnenschein. Wir schlendern im Entenmarsch zum nächsten Strand, ein schönes Fleckchen Küste, und verbringen hier die nächsten 4 Stunden. Meinen dringenden Rat, Befehl, mich nicht nach der Dauer dieses unfreiwilligen Strandbesuchs zu fragen, befolgen alle mit gesenktem Kopf. Hungrig werden die letzten pappigen Toastbrote gegessen, die Minuten ziehen sich wie Kaugummi und gegen Abend wird es kühl. Ein vorsichtiger Anruf bei Uli lässt noch immer keine Endzeit erahnen und so schlendern wir wieder zurück in den Ort. Hier sitzen wir jetzt in einem Pub mit Gingerbier, Ginger Ale und Cola. Nach einer nächsten langweiligen Stunde steht Uli mit schmutzigem Hemd und zerzaustem Haar vor uns, inkl. Auto! Durchgefroren, müde und hungrig fahren wir nach Hause. Uli hat den ganzen Nachmittag geschraubt, gehämmert, gesaugt mit zumindest aktuellem Erfolg. Was die Mietwagenfirma von diesem Erfolg hält, zeigt sich in 4 Tagen. Mit Prognosen hält sich jeder vorsichtig zurück. Noch viel, viel, viel schlimmer wäre dieser schon schlimme Umstand nur durch eine Tatsache gewesen , hätte ich diesen Tank mit Benzin gefüllt!Read more