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Roadtrip zum Kaukasus ´24/25

Über die Balkanroute, durch die Türkei in den großen Kaukasus nach Georgien und zum Kleinen Kaukasus nach Armenien. Danach tingeln wir durch den Süden der Türkei nach Griechenland auf den Peleponnes. So ist zumindest mal der Plan. 😄 En savoir plus
  • Im Hafen von Petalidi

    1 février 2025, Grèce ⋅ ☀️ 17 °C

    Nicht weit weg von Messini und seinen Stränden, liegt der relativ kleine Ort Petalidi. Er ist sozusagen das Tor zum letzten Finger der Peleponnes „Messenien“.
    Wir sind hier verabredet mit sehr sympathischen Menschen aus Sachsen. Angelika Wagner-Schnurrbusch und Jörg Schnurrbusch fahren mit ihrem Concorde Traummobil plus Anhänger über den Peleponnes. Die Reiseorganisation mit komfortabler Basisstation und erkunden der Umgebung mit dem Pkw hat was! Letzten Winter in Spanien haben wir es ähnlich gemacht! Hier auf dem Peleponnes ist vorausschauende Planung und absolutes fahrerisches Können gefragt!!
    Wir verbringen einen spannenden Nachmittag und Abend zusammen, kommen beim Erzählen vom „Hölzchen aufs Stöckchen“ und begeistern uns gegenseitig mit inspirierenden Ideen und Vorschlägen zu neuen Zielen und interessanten Hobbys.
    Aus einem Hobby der Beiden wurde ein „Welterfolg“. Sie haben den „Mürli-Kräuterlikör“ entwickelt. Er war ursprünglich für die Leute an der Müritzregion gedacht, wo die Beiden ein zweites Zuhause haben, fand aber schnell Liebhaber überall. Es hat lange gedauert, bis der Geschmack des Mürli so ausbalanciert war, dass er in Produktion gehen konnte, erzählen sie. Wir stellen fest: Den Beiden ist etwas gelungen, worauf sie mit Recht stolz sein können. Beim „World Spirit Award“ erhielt der Kräuterlikör unlängst GOLD.

    https://www.muerli.de/shop/

    Auch wir sind jetzt Fans vom Mürli! Mittlerweile haben sie die Produktionsfirma in gute Hände übergeben.
    Zudem gab es noch ein wunderbares Abendessen mit mehreren Gängen Mürli!
    Herzlichen Dank ihr lieben Menschen für die Gastfreundschaft! 💚 Wir bleiben in Kontakt.

    Übrigens läuft ab jetzt für uns der Countdown in Griechenland. Am 01.03. ist die Fähre Patras- Ancona gebucht.
    Also, hurry up durch Messenien! 🥳😅
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  • Mandelblüte in Koroni

    5 février 2025, Grèce ⋅ ⛅ 12 °C

    Wir zockeln gemütlich über den letzten Finger des Peleponnes, durch Messenien. Das Wetter ist wechselhaft, Sonnenschein überwiegt. Überall blühen die Mandelbäume. Dazwischen grüne Wiesen mit gelb blühendem „Sauerklee“, Orangen-und Zitronenbäumen. Nicht zu vergessen Hunderte von Olivenbäumen. Dazwischen viele Strände mal mehr oder weniger groß. Mal wildromantisch versteckt, mal langgezogene Sandstrände. Diese Abwechslung gefällt uns gut.
    So kommen wir nach Koroni, einer Kleinstadt im Messinischen Golf. Wohnmobile dürfen nicht in den Ort fahren, wir finden einen Platz oberhalb auf der Straße. Das geht wohl nur im Winter. Durch die engen Gässchen bummeln wir durch den netten Ort zu der wichtigsten Sehenswürdigkeit, der venezianischen Burg, die majestätisch auf einem Hügel thront. Wir schauen die dicken Mauern von unten an, sie stammen aus dem 13. Jh. Dicke Brocken sind schon rausgebrochen.
    Dem südlichsten Strand von Festland-Griechenland statten wir einen Besuch ab. Wildromantisch liegt er da und ist nur über eine ausgewaschene Piste zu erreichen.
    Hier unten im Süden des Fingers gibt es an den Stränden, die gut über die Ringstraße zu erreichen sind, fast überall „Camping verboten“ Schilder. Das sind die Auswirkungen der „Camping-Lobby“ und der Camper, die nicht zwischen Parken und Campen unterscheiden können! Allerdings sind um diese Jahreszeit nur wenige Campingplätze geöffnet und leider oft für größere Wohnmobile nicht geeignet. Da beißt sich die Katze in den Schwanz.

    Wir sind jetzt völlig alleine am Zanzibar-Strand. Hier dürfen wir beim Wassersportclub direkt am Strand übernachten…..

    Vor ein paar Tagen hatte ich die erste Berührung mit dem griechischen Gesundheitssystem. Nachdem mein Husten eher schlimmer als besser wurde, hat mich der Apotheker, bei dem ich den Hustensaft und Paracetamol gekauft hatte, zum regionalen Gesundheitszentrum in Messini geschickt. Die jungen Damen haben mich freundlich aufgenommen und sofort untersucht. Die Geräusche in meinen Bronchien waren nicht mehr zu überhören. Aus diesem Grund und für weitergehende Untersuchungen schicken sie mich ins Zentralkrankenhaus nach Kalamata. Soweit so gut.
    Viele Stunden Stunden später und kurz vor Schließung der Apotheke um 20.30 Uhr hatte ich meine Antibiotika und sonst noch einiges zum Einnehmen. Alle Ergebnisse ( Blut-Urin-Coronatest, EKG, Röntgen der Lunge) waren ohne Befund. Eine Beatmung mit Sauerstoff war sehr hilfreich. An den Infusionstropf musste ich nicht, den Zugang hatten sie aber schon gelegt.
    Am Ende des Tages gab es noch die Schlussuntersuchung, die der Direktor höchstpersönlich durchführt. Danach durfte die Ärztin meine Rezepte unterschreiben. Erstaunlicherweise scheint die aufwendige Behandlung kostenlos zu sein!?
    Die Tabletten beginnen zu wirken, es geht mir besser! 🥳
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  • Methoni Castle

    6 février 2025, Grèce ⋅ ☁️ 13 °C

    Wir sind bei der wohl großartigsten und weitläufigsten mittelalterlichen Befestigungsanlage auf dem Peleponnes angekommen.
    Schon von weitem ist sie zu sehen. Wir parken am Hafen von Methoni und laufen über den Strand zur Burganlage. Dunkle Wolken streiten mit den weißen Wolken um die Vorherrschaft. Es bleibt alles trocken und später lacht die Sonne.
    Wir zahlen zwei Euro Eintritt und lassen von von der Geschichte dieser Burg und ihrer Bewohner in den Bann ziehen.
    Methoni war früher besiedelt als der Ort Koroni in dem wir vor ein paar Tagen waren.
    König Agamemnon bot den Ort dem schmollenden Achill als Geschenk an, damit er den Kampf gegen die Trojaner wieder aufnahm. In römischer Zeit wurde er von Antonius stark befestigt, dann war er Schlupfwinkel von Seeräubern, schließlich fiel er an die Venezianer, die ihn als wichtigen Handelsstützpunkt mächtig ausbauten. Das schlimmste Jahr für die Festung 1500: gegen 100.000 Türken mit 500 Kanonen waren die Venezianer machtlos. Nach der Eroberung wurden alle Verteidiger sowie die gesamte männliche Bevölkerung über 12 Jahre geköpft.
    Innerhalb der Burgmauern lag einst ein dicht besiedeltes Wohnviertel. Die Bausubstanz hat nicht lange gehalten. Man erkennt nur noch die Kuppeln von zwei Hamams und die Kirche steht noch.
    An der Südspitze der Anlage öffnet sich das See-Tor zu einem Damm, der zum eindrucksvollen Bourzi-Turm hinüberführt. Ein spannendes Fotomotiv.
    Im Anschluss schlendern wir durch die Gassen von Methoni. Alles liegt hier irgendwie im Winterschlaf, notwendige Reparaturen werden überall durchgeführt. Damit sich die Saisongäste hier wohlfühlen.
    Wir sind super froh, um diese Jahreszeit hier unterwegs zu sein. Obwohl die Wohnmobil-Dichte immer mehr zunimmt, finden wir immer noch einen Platz.
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  • Die Festungsanlage von Pylos

    7 février 2025, Grèce ⋅ ☀️ 11 °C

    Fast um die nächste Ecke wartet ein weiteres mächtiges Bauwerk auf uns.
    Nahe der Einfahrt zum Hafen von Pylos liegt Niokastro, wie die große Festungsanlage in Pylos genannt wird. 1576 von den Osmanen gebaut. Trotz aller Härten, denen die Anlage im Laufe der Jahrhunderte ausgesetzt war, ist Niokastro immer noch eine der schönsten und am besten erhaltenen Burgen Griechenlands.
    Wieder einmal stapfen wir durch die Jahrhunderte und wundern uns wie so oft über die Baukunst der Menschen, die diese riesige und strategisch klug verwinkelte Festungsanlage geplant und gebaut haben. Wir haben das Ganze für uns. So macht das Spaß.
    Tief unter uns liegt die Hafenstadt Pylos.
    Am Golden Beach finden wir einen guten Übernachtungsplatz direkt gegenüber von Pylos.
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  • In der Bucht von Navarino

    8 février 2025, Grèce ⋅ ☀️ 11 °C

    Hier am endlos langen „Golden Beach“ verbringen wir das Wochenende. Das Wetter wechselt zwischen Sonne und Wolken. Wir machen eine lange Wanderung durch das Naturschutzgebiet und dann geht’s hoch hinauf zu der alten, fast verfallenen Burg Paleokastro. Sie stammt aus dem 13. Jh. Sie liegt auf einer imposanten Felsformation. Sie galt für ihre Feinde und Angreifer als nahezu uneinnehmbar, da es nur einen zugänglichen Eingang gab.
    Überall blühen die Frühlingsblumen, es macht Spaß hier unterwegs zu sein.
    Oben angekommen, genießen wir den traumhaften Blick auf die Voidokili. (Ochsenbauchbucht). Es ist eine atemberaubende Bucht in der Form des griechischen Buchstabens Omega. In den nächsten Tagen wollen wir uns die Bucht und die Wasservögel rundherum aus der Nähe ansehen.
    Derweil genießen wir das Plätschern der Wellen am endlosen Strand und planen unsere restliche Route auf dem Peleponnes.
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  • The Castle of Fairytales

    11 février 2025, Grèce ⋅ ☀️ 11 °C

    Vom Golden Beach und der Ochsenbauchbucht geht es für uns weiter Richtung Norden immer am Meer entlang. Eine entspannte Etappe durch eine idyllische Landschaft. Wir kommen durch kleine Ortschaften, vorbei an Olivenplantagen mit grün/gelben Teppichen voller Sauerklee. Die Sonne scheint, die Menschen baden in natürlichen Meereswasserbecken. Ich kann mich nicht überwinden ihnen gleichzutun. Ein Strand reiht sich an den nächsten.
    Am Ortsbeginn von Agrili könnte man meinen man träume beim Anblick eines großen bunten Märchenschlosses a la Walt Disney. Dirty Harry will sich das Ganze aus nächster Nähe ansehen und wir fahren durch die Einfahrt auf das grellbunte Gebilde zu. Wir sind die einzigen Besucher.
    Diese, aus der Zeit gefallene und überhaupt nicht in diese Gegend am Meer passende Zauberburg wurde in den 1960er Jahren von einem gewissen Dr. Harry Fournier erbaut. Er ist in Amarika geboren, aber von griechischer Abstammung. Nachdem er als Chirug in Chicago sein Geld verdiente, zog er in seinem Ruhestand in das Heimatland seiner Familie zurück und entschloss sich später dazu, dass er in der Stadt, aus der seine Vorfahren stammen, seine Zeichen hinterlassen wollte. Er wollte sozusagen die Menschen zur Besinnung bringen, und ihren Blick wieder auf das Wesentliche, auf die vielleicht längst vergessenen Lebensträume lenken.
    Ich träume ganz schnell, wie es wohl im Inneren aussehen mag, mein „Kinderherz“ hüpft vor Aufregung.
    Leider ist das Schloss baufällig und deshalb z. Zt. geschlossen. Wahrscheinlich muss es erst zu einer antiken Ruine werden bevor auch für solch ein innovatives Projekt EU Mittel zur Erhaltung zur Verfügung gestellt werden.
    Dr. Fournier hat außerdem im Ort vorher, in Filiatra, eine schmiedeeiserne Kopie des Eiffelturms bauen lassen und einen metallenen Globus vor der lokalen Hochschule.
    Aber nichts davon kann das fulminante Märchenschloss toppen.
    Einen schönen Übernachtungsplatz finden wir am Strand in Kalo Nero. 🤩
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  • Durchs Arkadische Tor ins antike Messini

    12 février 2025, Grèce ⋅ ☁️ 8 °C

    Heute war Kontrastprogramm angesagt. Vom skurrilen Märchenschloss und einem märchenhaften Sonnenuntergang zurück in die Antike, in den Bergen des Peleponnes. Wir fahren von der Küste weg mitten durchs Gebirge auf kleinsten Sträßchen mal mit, mal ohne Asphalt, an den Rändern ausgefranst zum UNESCO Weltkulturerbeort Messini. In einem kleinen Dorf geht es nach der dritten Haarnadelkurve trotz fahrerischer Glanzleistung einfach nicht mehr weiter, ein alter Mann kam aus dem Haus und zeigt uns wie wir weiterfahren sollen. Das war zwar auch eng, aber ohne Kurven, also machbar. Puh! Als wir auf dem Parkplatz vor der großflächigen Ausgrabungsstätte ankommen, lassen wir uns erst mal ein kräftiges Frühstück schmecken. Womo und Fahrer haben zum wiederholten Mal ihr Können unter Beweis gestellt.
    Vorher fahren wir standesgemäß durch das Arkadische Tor! Hier beginnt schon das antike Messini. Etwa 9 Kilometer lang ist die Wehrmauer die rings um den Berg Ithomi die antike Stadt und weite Felder umschließt. Nur so konnten die Messenier, in Dauerfehde mit Sparta liegend, Hungersnöte während der Belagerung verhindern.
    Ich laufe trotz Wind und Regen durch die antike Anlage. Sie ist eine der am besten erhaltenen und bedeutendsten Städte der Antike. Wenn man bedenkt dass die Stadt 369 v. Chr. gegründet wurde.
    Das Arkadische Tor war ein Symbol der Macht und ein Beispiel großartiger Festungsarchitektur.
    Zurück am Meer finden wir an bekannter Stelle am Bouka-Maki Beach in Messini der Neuzeit wieder einen schönen Platz. Die Wege auf dem Peleponnes sind ja kurz. Da kann man schon mal an Lieblingsstellen mehrfach hinfahren. 😉
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  • Faule Tage am Strand

    15 février 2025, Grèce ⋅ ☀️ 14 °C

    „Some days are diamonds, some days are stone“……..
    Dieser Beginn eines Liedes von John Denver passt gut in das wechselhafte Februarwetter auf dem Peleponnes. Es gibt traumhaft schöne Tage mit viel Sonnenschein und besten Temperaturen und es gibt Tage, da regnet es ohne Unterlass von einem schwarzen Himmel herab.
    Und was machen wir damit? Wir machen einfach mal nichts. Wir suchen uns einen guten Platz am Strand von Messini und schauen aufs Meer. Haben genug Proviant und Getränke an Bord um diese Tage gut zu erleben. Das Meer wechselt seine Farben minütlich je nach Sonneneinstrahlung. Wir treffen Wohnmobilisten aus aller Welt und quatschen ein wenig. Passend zum Valentinstag finde ich einen Herzstein am Strand. Es sind die kleinen Dinge, die das Leben so lebenswert machen. 💝
    Ab Montag zeigt die Wetterkarte stabiles Wetter. Dann geht’s weiter zu neuen Abenteuern und alten Steinen.
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  • Am „Golden Beach“ bei Pylos

    17 février 2025, Grèce ⋅ ⛅ 15 °C

    Ich hatte ja schon erzählt, dass die Wege auf dem Peleponnes kurz sind. Das führt dazu, dass wir an manche schöne Orte oder Strände mehrfach hinfahren. So auch in die Navarino Bucht bei Pylos. Wir finden wieder einen schönen Platz an dem endlos langen „Golden Beach“ Strand und freuen uns auf den Aufenthalt. Das Wetter ist regnerisch aber nach dem Wochenende kommt Sonnenschein und warme Temperaturen.
    Es gibt leckeres Essen aus der „Haasi-Küche“ und wir freuen uns auf die Sportschau. Mittendrin ertönt plötzlich ein lautes durchdringendes Signal aus beiden Handys. Wir erschrecken uns zu Tode. Gewarnt wird vor einer schweren Gewitterfront mit Sturmböen und Hagelschauern. Wir stehen zwei Meter vom Wasser entfernt. Die Ankündigung ist in griechischer und englischer Sprache verfasst. Ich sehe vor meinem geistigen Auge zerschlagene Dachluken und das Meerwasser welches durch den Sturm ins Wohnmobil gedrückt wird.
    Was sollen wir lange überlegen und dadurch ggf. nicht schlafen können. Im Handeln sind wir besser als im Zaudern.
    Wir packen zusammen, drehen die Sitze rum und finden im nächsten Ort einen großen Parkplatz, der, von Häuserwänden umgeben, auch vor dem stärker werdenden Wind schützt. Ein doppelter Ouzo hilft zudem beim Einschlafen. Wir wachen am nächsten Morgen auf, ohne irgendwas außer dem Regen, der aufs Dach plätschert, mitbekommen zu haben.
    Zurück an unserem Strandplatz sehen wir die Auswirkungen an der Farbe des Meerwassers. Eine braune Brühe!
    Heute wachen wir auf, die Sonne scheint, der Himmel und das Meer strahlen in intensiven blauen Farben um die Wette.
    Wir genießen den Tag im „Liegestuhl“ und wandern später am Strand entlang nach Gialova. Hier folgen wir einer Empfehlung und gehen in die Taverne „Kafeneio Akti“. Essen, Trinken und das Preis-Leistungsverhältnis sind wunderbar. Gestärkt laufen wir die ganze Strecke wieder zurück.

    https://maps.app.goo.gl/5ejAyq6oDjBQizuFA?g_st=…
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  • Der Palast des Nestor

    18 février 2025, Grèce ⋅ ☀️ 13 °C

    Die Reste des ehemaligen Palastes liegen unter einem modernen Stahl-/Kunststoffhimmel, der die Sandsteinmauern vor Regen, Wind und Sonne schützt.
    Es fehlt auf den ersten Blick an einer erkennbaren Ausstattung, die angedeuteten Räume erscheinen kahl. Infotafeln helfen, sich mit der Anlage und ihrer Geschichte vertraut zu machen. Man läuft ungefähr drei Meter über dem Boden auf Stegen, die am Schutzdach aufgehängt sind.
    Zentraler Punkt ist der Thronsaal mit einer gewaltigen Feuerstelle im Zentrum. Etwas abseits liegen das Staatsgemach der Königin, Gästezimmer und ein Baderaum mit einer wärmespeichernden Tonbadewanne.
    Und wer war dieser Königssohn Nestor dessen Vater Poseidon war und seine Mutter eine Königstochter namens Tyro? Er selbst war verheiratet mit Eurydike und zeichnete sich schon in jungen Jahren durch Mut und Rechtschaffenheit aus.
    In Homers Ilias führt Nestor neunzig Schiffe nach Troja und spielt eine der Hauptrollen unter den weisen Ratgebern König Agamemnons. Er beweist im hohen Alter seine überragenden Fähigkeiten bei der Planung und Durchführung des Trojanischen Krieges, auch vermittelt er im Streit zwischen Achilleus und Agamennon.
    Das einzige, vollständig rekonstruierte Gebäude der Anlage ist ein Kuppelgrab in der Nähe der umzäunten Anlage. In der griechischen Mythologie auch Tholos Grab (sakraler Rundbau) genannt.
    Vermutlich war es die Grabstätte der Könige, was an den Grabbeigaben ersichtlich war.
    Normalerweise sind wir alleine an solchen kleineren antiken Stätten. Deshalb staunen wir nicht schlecht als wir an Nestors Palast ankommen. Mindestens 10 Reisebusse stehen dort mehr oder weniger geparkt auf dem ausgewiesenen Parkplatz und entlang der Straße. Hunderte von Kreuzfahrtgästen der Linie Viking-Cruises liefen auf dem kleinen Areal herum, eingeteilt in Gruppen.
    Wir fahren erstmal vorbei und finden einen schönen Frühstücksplatz bei einer malerischen Kirche.
    Eine ganze Zeit später ist es immer noch nicht leerer geworden. Wir sehen dass Busse abfahren, aber auch wieder neue dazukommen. Jetzt haben sie aber Platz gelassen auf dem Parkplatz. Wir stürzen uns ins Getümmel. Es macht irgendwie Spaß an den Reiseleitungen, die die Schilder mit den Gruppennummern hochhalten, einfach vorbeizugehen. Ich werde hin und wieder ermahnt doch bei der Gruppe zu bleiben. Ich winke ab und sage das wir mit dem Camper unterwegs sind. Und witzigerweise wird „Dirty Harry“ mindestens so oft fotografiert wie Königssohn Nestor. 😄
    Zum Übernachten fahren wir an den, für Überwinterer, legendären“ Elea-Beach“. In diesem Naturschutzgebiet mit einem ausgedehnten Dünengürtel vor dem längsten Sandstrand der Peleponnes, stehen hunderte Wohnmobile verteilt auf einige Kilometer, in dem großen Areal. Ob es uns hier gefällt haben wir noch nicht entschieden.😅
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  • In den Dünen von Kyparissia

    19 février 2025, Grèce ⋅ ☀️ 13 °C

    13 Quadratkilometer Dünen, Küstenkiefernwald, Vegetationen aus Tamarisken, Strandlilien und Wacholdersträuchern, Flussmündungen und endlose Strände. Das alles findest du auf dem westlichen Peleponnes in Messenien.
    Unter Campern besser bekannt als Elea-Beach. Bei leckerer Hausmannskost am Abend beschließen wir einen Tag länger zu bleiben, um diesen riesigen Freilicht-Campingplatz, so nenne ich das Ganze mal, zu durchlaufen.
    Eigentlich ein Naturschutzgebiet und die Camper geduldet im Gelände vor den Dünen. Die meisten halten sich an die Auflagen und nehmen z.B. auch den eigenen Müll mit!
    Manche richten sich allerdings auch häuslich ein:
    Hier wird das Terrain zum Nachbarn abgesteckt, Lehmöfen gebaut, Zelte aufgebaut, Möbel rausgestellt, Feuerholz gesammelt, Wäscheleinen gespannt und etliches mehr getan.
    Die alten knorrigen grünen Kiefern nehmen es gelassen, sie bilden eine geschützte große Freiluft-Toilette. Gut gedüngt wachsen und gedeihen die Bäume großartig. 😉 Mal schauen, wie lange das noch gut geht!.
    Es gibt hier nichts außer Wiesen und Sand, auf denen sich so mancher festfährt.
    Alle Arten von Wohnmobilen stehen herum, mal in Gruppen, mal als Wagenburg oder alleine.
    Der Strand ist traumhaft. Wir laufen 5 Kilometer und staunen einfach was es alles gibt und womit Menschen so ihre Zeit verbringen.
    Über allem liegt eine relaxte Ruhe, obwohl an manchen Orten Horden von Kindern durch das Unterholz toben.
    Gemüsehändler und einheimische Winzer machen gute Geschäfte auf dem großen Areal. Auch wir kaufen bei Vana Papadopoulou Olivenöl und viele leckere Sachen. Sie stellt alle Produkte selber her und freut sich über die vielen Kunden, die die Lieferung bis an das Wohnmobil sehr schätzen.

    „Jeder Jeck ist anders“ sagen wir im Rheinland. Passender kann man diese Szenerie hier nicht beschreiben, meinen wir.
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  • Lost place am Paralia Kato Samiko

    21 février 2025, Grèce ⋅ ☀️ 11 °C

    Die Westküste des Peleponnes ist flach und landschaftlich nicht so reizvoll. Endlose Strände ziehen sich weiter nordwärts. Unterwegs nach Olympia kommen wir an einem großen See vorbei. An dessen Nordufer, welches von einer mächtigen Felswand begrenzt wird, gibt es eine Schwefelthermalquelle, die ihren Geruch nach faulen Eiern schon lange vorher ankündigt. Hier liegt auch das Heilbad Kaiáfa auf einer Landzunge. Ganz in der Nähe eine weitere Quelle, die aus einer Höhle aus dem Berg quillt. Hier soll der Zentaurier Xeiron seine Wunden gereinigt haben, die Herkules ihm mit giftigen Pfeilen zugefügt hat.
    Das Thermalwasser verfügt über eine Wassertemperatur von 32 Grad, das Bad ist aber im Winter geschlossen. Ich würde dort aber nicht reingehen, der Geruch bringt mich um. 🫣
    Bald darauf biegen wir wieder links ab Richtung Meer.
    Auf dem Gelände einer verlassenen Taverne finden wir wieder einen schönen Platz. Der Strand vor uns ist endlos. Das Rauschen des Meeres Musik in unseren Ohren. Es gibt einfach nichts schöneres als auf diese nasse, strahlend blaue Weite zu schauen. Die Gedanken fliegen dahin.
    Hier bleiben wir eine Weile.
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  • Was für ein Wunder, dass diese olympische Idee, die im 8. Jh v. Chr. entstanden ist, jetzt im 21. Jh. n. Chr. immer noch lebt.
    Neben dem Orakel von Delphi ist die Weltkulturerbestätte von Olympia ein Ziel gewesen, wo ich unbedingt hinwollte.
    Wir cruisen also heute bei herrlichem Wetter vom Strand durch den Ort Olympia auf den großen freien Parkplatz der zur antiken Stätte führt. Es ist wenig los, keine Busse, die Kreuzfahrt-Gäste hierher transportieren. Wunderbar entspannt deshalb alles! Im Winter ist der Eintritt halbiert. Für 6 Euro laufen wir über das große Areal, das mit Informationstafeln, auch in deutscher Sprache, versehen ist. So werden Zusammenhänge deutlich und die einzelnen Ruinen erläutert.
    Olympia mit seiner weitläufigen Anlage gehört zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten Griechenlands. Durch ein Bogentor gelangt man zum Stadion von Olympia! Von dort aus zog die olympische Idee in die Welt. Es ist definitiv das Highlight der Anlage!
    Heute messen sich hier eine Gruppe amerikanischer Jugendlicher im Laufduell. Wenn man hier vor Ort ist, wird der olympische Gedanke bei Jung und Alt schnell geweckt.
    Von oben können wir das große Areal gut überblicken. Immerhin fasst das Olympiastadion 45.000 Zuschauer. Es gibt aber keine Sitzplätze.
    Auch wir lassen es uns nicht nehmen, die 192,24 lange Laufbahn entlang zu schlendern, nicht zu rennen. 😅

    Ein monumentales Bauwerk ist das Philippeion von Olympia. Der Name rührt daher, dass es sich um ein Stiftungsgebäude des makedonischen Königs Philipp ll. handelt, des Vaters von Alexander dem Großen. Erbaut im Jahr 338 v. Chr. ist der markante Rundbau ein echter Blickfang in Olympia und erinnert mich an den Tempel der Athene in Delphi.
    Der Hera-Tempel ist neben dem Zeus-Heiligtum der wohl älteste Tempel Olympias.
    Hier wird seit 1936 das olympische Feuer in einer Zeremonie, in der Schauspielerinnen, die Priesterinnen von einst nachstellen, durch einen Parabolspiegel entfacht.
    Der mächtige Zeustempel wurde im Laufe der Jahrhunderte durch viele Erdbeben zerstört. Der Ringhallentempel mit seinen ehemals 6 auf 13 Säulen hat eine Grundfläche von 64 x 28 Metern und gilt als Paradebeispiel antiker Architektur. Welche Macht einst von diesem Bauwerk ausging, kann man sich trotz der heute nur noch vorhandenen Ruinen gut vorstellen.
    Mit einer Höhe von 20 Metern galt der um 457 v. Chr. errichtete Tempel als größtes Bauwerk seiner Art im antiken Griechenland. Eine Säule wurde zu Veranschaulichung in Originalgröße wiederhergestellt.
    Den Tag ausklingen lassen wir im Hafen von Pyrgos/Katakolo. Von hier aus werden die Kreuzfahrt-Gäste nach Olympia transportiert! Es gibt sogar eine eigene Zugstrecke dorthin. Die Geschäfte im kleinen Ort werden nur geöffnet wenn ein Schiff hier anlegt. 😢 Meinen Lieblingsmenschen freut das! 🙃
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  • Im kleinen Hafen Palouki

    23 février 2025, Grèce ⋅ ☁️ 13 °C

    Heute ist mal wieder bewiesen worden, dass so Langzeitreisende wie wir öfter mit den Wochentagen durcheinander kommen. Nachdem wir unseren Übernachtungsplatz am Kreuzfahrthafen in Katakolo verlassen haben, wollen wir die Gegend erkunden, aber vorher einkaufen. So stehen wir mit einem großen Einkaufszettel auf dem Lidl Parkplatz und wundern uns warum die Tür nicht aufgeht. Bis uns ein Licht aufgeht, heute ist Sonntag. 😫
    Da wir gerne in kleinen Häfen sind und unsere Enttäuschung verdauen müssen, steuern wir den schnuckeligen Hafen in Palauki an. Die Sonne zeigt sich länger als auf der Wetterkarte zu sehen war. Das nutzen wir für einen Strandspaziergang.
    Später fahren wir noch ein Stück die Küste hoch und essen lecker in einer modernen griechischen Taverne.

    Unsere letzte Woche ist angebrochen, unser Sightseeing-Zettel so gut wie leer. Jetzt treffen wir noch nette Menschen und am kommenden Samstag hoffentlich eine pünktliche Fähre!
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  • Die Halbinsel Kyllini

    25 février 2025, Grèce ⋅ ☀️ 14 °C

    Den mächtigen Burgberg von Kastro sieht man schon von weitem, wenn man sich auf der Halbinsel Kyllini aufhält. Die Festung Chlemoutsi aus dem 13 Jh. aus Zeiten der fränkischen Herrschaft ragt über dem grünen Hügelland auf und blickt auf die langen Sandstrände der Halbinsel. Die Strände bilden weiter nördlich ein schier endloses, von Dünen gesäumtes Band.
    Wir treffen uns hier sozusagen zum Abschluss unserer Reise nochmal mit Angelika und Jörg und verbringen ein paar schöne Tage zusammen. Machen lange Strandspaziergänge und fahren mit ihrer kleinen Knutschkugel, wie sie ihr Fahrzeug liebevoll nennen, auf den Burgberg in Kastro hoch. Die Sonne scheint, wir haben wunderbare Weitblicke. Ausgerechnet dienstags ist die Burg geschlossen. Aber von außen lohnt der Walk um das mächtige Bauwerk auch und zwischendurch erhascht man einen Blick nach innen. Alles alte Steine! 😅
    Der „Einkehrschwung“ in dem sympathischen Restaurant Aenaon entschädigt für die geschlossenen Festungstüren. Es gibt gute Getränke und phantastische Ausblicke auf die gegenüberliegenden Inseln Zakinthos und Kefalonia.

    https://maps.app.goo.gl/MLWTJCpk6fXQuvUv6?g_st=…
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  • Camperfreundliche Taverne & Kölle alaaf

    27 février 2025, Grèce ⋅ 🌧 13 °C

    Tja, es ist wieder soweit, die Jecken sind los! Der Höhepunkt des Straßenkarnevals hat begonnen! Weiberfastnacht ist immer mein höchstes Fest. Ich bin in Gedanken bei meinen „Jecken Postbank Wievern“, genieße aber auch den tollen Strand und nette Menschen um mich herum hier auf dem Peleponnes. Hier ist überall auch alles für den Karneval gerüstet. An jeder Ecke stehen große hölzerne bunte Figuren. 🥳
    Wir lassen es uns nochmal gutgehen in der Taverne IONION BLUE in der Nähe von Manolada. Der Strand ist wieder endlos und wir laufen viele Kilometer. Anschließend werden wir in der Taverne super bekocht. Das war ein wahres Festmahl. Wir bestellen alle ein anderes Gericht und essen quer über den Tisch von jedem Teller. 😋

    https://maps.app.goo.gl/Q8dD4rK7i6vyXzkYA?g_st=…

    Heute fahren wir nach Patras zum Fährhafen und gehen zum Ticketschalter um zu erfahren ob unsere Fähre am Samstag auch tatsächlich fährt.
    Morgen findet hier in Griechenland nämlich ein Generalstreik statt. Das öffentliche Leben wir lahmgelegt und auch die Fährgesellschaften beteiligen sich an dem Streik. Es geht im Grundsatz um ein einige Jahre zurückliegendes Zugunglück bei dem viele Menschen ums Leben gekommen sind. Dieser Unglücksfall ist immer noch nicht aufgeklärt. Mit dem Streik soll sozusagen dem „ Versagen“ der Regierung Ausdruck verliehen werden. Wir hoffen sehr, dass das tatsächlich keine Auswirkungen auf unseren Fahrplan hat.
    Übernachten werden wir an einem kleinen Strand mit Blick auf die futuristische neue Brücke, die den Golf von Korinth in der Nähe von Patras überspannt!
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  • Mit der Superfast III nach Italien

    2 mars 2025, Grèce ⋅ ☁️ 15 °C

    Am gestrigen Samstag war endgültig unser letzter Tag in Griechenland. Wir erleben in Patras einen sonnigen und lustigen Tag. Auf der Suche nach einem Nespresso-Laden geraten wir in einen just im Moment startenden Karnevalsumzug. Mein Fahrer findet für uns gerade noch eine Briefmarken-Parklücke und läuft dann zu Fuß in die Fußgängerzone. Hier wird er vom Karnevalsprinzen herzlich begrüßt. Vor lauter Überraschung gibt’s keine Fotos und ich bin beim Wohnmobil geblieben. Patras ist kein gutes Pflaster für alleinstehende Dirty Harrys!
    Die Sonne lacht strahlend vom Himmel, als wolle sie alles wieder gut machen was der relativ kalte Februar uns an wechselhaftem Wetter beschert hat. Wir haben dennoch jeden Moment genossen und konnten immer etwas unternehmen.
    Das Einchecken bei der Anec-Line Fährgesellschaft verläuft problemlos. Wir können pünktlich gegen 17.00 Uhr an Bord fahren und beziehen unsere Kabine. Wir fühlen uns ein wenig in unsere Kreuzfahrtzeit zurückversetzt, die wir in früheren arbeitsreichen Zeiten hin und wieder unternommen haben. Man bekommt nämlich für die kurze Urlaubszeit auf einem Schiff sehr viel zu sehen.
    In dem gut ausgestatteten „A la Carte Restaurant“ genießen wir unseren letzten Abend in Griechenland.

    Unser Fazit zu dem 2 monatigen Aufenthalt auf der Peleponnes erfolgt später. Erstmal muss alles sacken und dann sind wir ja noch eine Zeitlang „on Tour“.
    Der Plan ist, von Ancona aus, mit einigen Zwischenstopps wieder über den Rechenpass zu fahren, um u.a. in Samnaun zu tanken und zollfrei einzukaufen. Zum Glück erfolgt die geplante Sperrung der Strecke, wegen Bauarbeiten, erst wieder ab dem 10. März den Sommer über! Die Route über Bozen und Meran ist auch so eine Revival-Geschichte. Es gibt halt Dinge, die wiederholen wir gerne, weil lieb gewonnene Gewohnheit geworden.
    Später geht’s durch den Arlbergtunnel an den Bodensee zu unseren Freunden. Auch so eine Sehnsuchtssache.
    Unterwegs wird es gegebenenfalls noch das eine oder andere zu erzählen geben!
    Also haltet durch, wir sind noch nicht zu Hause! 😂

    Nach einer ruhigen und entspannten Überfahrt ( 26 Stunden) laufen wir gerade in den Hafen von Ancona ein! 😊
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  • Genusstag in der Emilia-Romagna 🥳

    3 mars 2025, Italie ⋅ ☀️ 12 °C

    Wenn schon nicht beim Rosenmontagszug in Kölle, dann wenigstens den Tag auf einem unserer Lieblingsweingüter in Italien verbringen.
    Seit wir vor ca. 10 Jahren das erste Mal mit einer Gruppe und dem Veranstalter „Genussreisen mobil erleben“ von Lars Schober hier in „Podere Riosto“ gewesen sind, haben wir Kontakt gehalten mit der Familie Galletti. Sie leben hier und betreiben das Weingut seit den 1950er Jahren und verbinden Tradition und Innovation miteinander.
    Das Weingut liegt auf den Hügeln nahe Pianoro südlich von Bologna.
    „Die Qualität des Weines beruht auf den klimatischen, geologischen und ökologischen Eigenschaften unseres Territoriums sowie auf der Leidenschaft der Menschen, die es bearbeiten und dazu beitragen, durch modernste Weinherstellungstechnologien unter Berücksichtigung der Tradition und der Umwelt einen hervorragenden Wein zu erhalten“, erzählt uns der alte Chef immer wieder gerne.
    Podere Riosto liegt auf einer Höhe von 350 m und umfasst 24 spezialisierte Weinberge. Die Ernte erfolgt per Hand in kleine Kisten.
    Neben einigen Rotweinsorten ist unser Favorit, der „Pignoletto Frizzante“ ein hervorragender, mit Kohlensäure versetzter, leichter Weißwein, den es nur hier auf dem Weingut gibt und den man nicht bestellen kann.
    Mittlerweile hat die Tochter Cristiana das Weingut übernommen.
    Wir werden herzlich begrüßt und haben einen schönen Nachmittag mit der Familie. Später werden wir auf dem großzügigen Parkplatz des Weingutes nächtigen. Mit herrlichem Blick in die Hügel der Emilia Romagna lassen wir uns einen eisgekühlten Frizzante schmecken und freuen uns über die stressfreie und problemlose Überfahrt. Allerdings war das „Ausfahren“ insbesondere der riesigen 30-Tonner LKWs aus dem Bauch der Fähre Millimeterarbeit und ganz großes Kino!

    https://g.co/kgs/Z3KN56Z Podere Riosto
    051 777109

    Morgen geht es weiter in die Heimat der Tortellini am Gardasee.
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  • „Liebesknoten“ aus Valeggio sul Mincio

    4 mars 2025, Italie ⋅ ☀️ 16 °C

    Der Legende nach sollen im 14. Jahrhundert, als der Mailänder Feldherr Gaingaleazzo Visconti an den Ufern des Flusses Mincio gegen die Mantuaner kämpfte, des nachts Nymphen aus dem Fluss gekommen sein, um am Ufer zu tanzen. Weil die Nymphen mit einem Fluch belegt waren, mussten sie die Gestalt hässlicher Hexen annehmen. Ein Hauptmann folgte einer der Tanzenden und entdeckte die wunderschöne Nymphe, die hinter der hässlichen Hexengestalt verborgen war. Es kam wie es kommen musste, der Hauptmann verliebte sich unsterblich und folgte, nach einigen Intrigen, seiner Angebeteten schließlich in die Wasserwelt. Mit im Spiel: Ein geknotetes, goldenes Seidentaschentuch als Liebespfand, das am Ufer des Mincio zurückblieb. Während die tanzenden Nymphen in die Welt der Legenden gehören, sind die Liebesknoten genannten Tortellini ein ganz reales Genussprodukt. Ein lecker gefüllter Teig, der so fein ausgerollt wird, dass er an die Seide des Nymphentaschentuchs erinnert. Den Namen Liebesknoten tragen die Tortellini aus Valeggio, weil ihre Form, der des geknoteten Taschentuchs entspricht. Für die Verkostung der „Nodo d’amore“ lohnt sich der Weg nach Valeggio Soul Mincio auf jeden Fall.
    Ein weiterer Grund warum wir immer mal wieder herkommen, ist der historische Ortsteil Borghetto der so alt ist wie die Tortellini. In früheren Zeit war Borghetto ein wichtiges Mühlendorf. Die Wassermühlen ernährten die Einwohner des Dorfes. Heute sind sie eine Touristenattraktion in der Region Venetien.
    Jetzt, Anfang März ist der Touristenandrang noch nicht so groß. Die engen Gassen von Borghetto haben wir fast für uns alleine, ebenso den gemütlichen Stellplatz am Ortsrand. Wir kaufen wunderbare, frische Tortellini zum direkten Verzehr, aber auch für einen italienischen Abend mit unseren Freunden am Bodensee.

    Wegen des herrlichen Wetters passen wir unsere Route an und cruisen am Gardasee entlang Richtung Meran und Rechenpass.
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  • Gardasee, Rechensee und Sonne pur 😎

    6 mars 2025, Italie ⋅ ☀️ 2 °C

    Bei schönstem Sonnenschein cruisen wir am größten See Italiens, dem Lago di Garda entlang. Obwohl erst Anfang März, ist auf den Straßen schon einiges los. Auch viele Wohnmobile sind unterwegs. Lazise und Malcesine mit ihren alten Burgen und Ortskernen fallen auf und geben gute Fotomotive ab. Am besten gefällt es uns aber im Norden. Von mächtigen Bergen eingerahmt ist Torbole ein Anziehungspunkt.
    Das Wetter ist so genial, da macht das Reisen Spaß. So genießen wir das Trentino und fahren an Bozen und Meran vorbei. Allerdings ist hier die Vegetation noch im Tiefschlaf. Kein einziges grünes Blättchen geschweige den Blüten zeigen sich an den riesigen Apfelplantagen, die sich längs der Auffahrt zu Rechenpass und entlang der Etsch ziehen. Wir übernachten wie immer in St. Valentin auf der Haide. Hier finden wir uns plötzlich unter Skifahrern wieder. Eine ganz andere Welt.
    Heute Morgen wird die Bäckerei gestürmt um die leckeren Vinschgauer zu kaufen. Die Skifahrer stehen derweil in langen Schlangen an der Gondel an. Nicht mehr unsere Welt, stellen wir übereinstimmend fest.
    Kurz vor der Auffahrt nach Samnaun, kommen wir an der Felswand vorbei, deren Sicherung sehr aufwendig ist! Der Pass wird dann ab 10. März erneut für längere Zeit gesperrt.
    Zum Tanken fahren wir hoch ins Schweizer Bergdorf Samnaun. Die Straßen sind frei. Auch hier alle Parkplätze rappelvoll und auf den Pisten wird im Sonnenschein gewedelt was das Zeug hält. 😅
    Der zollfreie Einkauf im Spirituosenladen ist obligatorisch. 😉
    Weiter geht’s jetzt für uns über Landeck und den Arlbergtunnel an den Bodensee.

    Dort schreibe ich die letzte Episode der Reise mit unserem Fazit zur Peleponnes.
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  • Genuss am Bodensee & Fazit Peleponnes

    8 mars 2025, Allemagne ⋅ ☀️ 14 °C

    Eine unglaublich spannende und abwechslungsreiche Reise geht zu Ende. Wo kann man besser aufhören als bei Herzensmenschen im sympathischen und sonnigen Radolfzell am Bodensee. 💝
    Das Wetter meint es ja schon länger gut. Auf der Insel Reichenau, der Halbinsel Mettnau und im Naturfreundehaus in Markelfingen genießen wir die Landschaft, den See, die Sonne und anregende Gespräche. Unsere mitgebrachten „Liebesknoten“ aus Borghetto hinterlassen ein nachhaltiges Geschmackserlebnis! Hier am Untersee fühlen wir uns ja schon seit mehr als 30 Jahren zu Hause.

    Später juckeln wir durch Schwarzwald und über Straßburg ins Saarland. Danach geht’s mit großen Schritten ins Rheinland nach Hause. Nach fast 7 Monaten freuen wir uns sehr darauf. Im Garten hat der Frühling Einzug gehalten. Wir können also kommen!

    Kurzes Fazit zu unserem 2 monatigen Aufenthalt auf dem Peleponnes:
    Aus der Türkei nach Nordgriechenland und später Richtung Athen und Peleponnes kommend, ist der Länderwechsel schon ein kleiner Kulturschock. Sozusagen von Asien nach Europa, das merkt man sofort. Die Herzlichkeit und die Willkommenskultur der Türken setzt sich für uns in Griechenland nicht fort. Wir werden hier freundlich aber zurückhaltender behandelt.
    An den teilweise mit Wohnmobilen überfüllten Stränden werden wir eher geduldet als willkommen geheißen. Wer will es den Einheimischen auch verdenken, wenn Leute, hauptsächlich Deutsche, hier monatelang vor deren Haustür kampieren, als gehörte ihnen alles.
    Das was in Spanien seit Jahren schon zu Unmut führt, setzt sich hier fort. Wer weiß wie lange das noch gutgeht.
    Es ist gut, dass es auf den „Fingern“ des Peleponnes genug Strände gibt, an die man ausweichen kann. Aber das hohe Wohnmobilaufkommen im Januar, Februar hat uns schon zu denken gegeben.
    Wir haben die Peleponnes von Ost nach West umrundet. Die Vegetation besteht hauptsächlich aus Olivenbäumen, so dass wir öfter das Gefühl hatten, schon mal in der Gegend gewesen zu sein. Die historischen Stätten Delphi, Olympia usw. muss man einfach gesehen haben. Auch der Kanal von Korinth ist unbedingt sehenswert. Athen und die Akropolis ein Highlight, die Halbinsel „Mani“ zum Niederknien!
    Die langen Sandstrände für mich als Strandjunkie ein Traum. Wir kaufen den Gemüse-und Obstbauern, die an den Wohnmobilisten auch verdienen, immer Ware ab. So geben wir etwas zurück dafür, dass wir hier sein dürfen.
    Es gibt wenige Campingplätze, die im Winter geöffnet sind. Sie sind zudem aus unserer Sicht einfach zu teuer für das was sie bieten. Vor dem Hintergrund werden Wohnmobile außerhalb der Saison an den Stränden „geduldet“, Parken ist erlaubt! Sobald alle anderen Camps im April/Mai wieder öffnen, wird es erneut teure „Platzverweise“ geben!
    Sich ständig in einer solchen „Grauzone“ bewegen zu müssen macht auf Dauer kaum Spaß!
    Die Lebenshaltungskosten sind ähnlich wie in Deutschland. Gegenüber der Türkei ist Griechenland kein Schnäppchen.
    Das Müllproblem an vielen schönen Orten müsste auch dringend gelöst werden. Wir haben immer wieder größere Sammel-Aktionen gestartet.

    Zum Schluss noch ein Wort zum Wetter: Der Januar war angenehm sonnenreich mit Temperaturen um 15 Grad. Der Februar war kalt und regnerisch. Wenn die Sonne draußen war, wurde es aber sofort warm. Selbst die Einheimischen sagen, es sei zu kalt für die Jahreszeit gewesen.
    Alles in allem war das Wetter in Ordnung. Für uns wäre Griechenland aber kein „Überwinterungsland“.
    Wir würden irgendwann im Frühling oder Herbst nochmal wiederkommen. Es gibt noch einige Gegenden und Orte, die auf einen Besuch warten.
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    Fin du voyage
    13 mars 2025