• Werner Götz
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  • Werner Götz

Südschweden

Sechs Wochen durch den Süden Schwedens mit dem Wohnmobil, die meiste Zeit außerhalb der Saison. Ein Paradies für Wohnmobilisten. Unsere Fahrt führt uns von Malmö bis nach Stockholm und Upsala und an der Westküste über Göteborg zurück. Läs mer
  • Vom Rinnsaal und Kaffeehaus

    24 augusti, Sverige ⋅ ⛅ 21 °C

    Nur wenige Kilometer entfernt von dem schönen Strand liegt der größte Wasserfall Schonens (Hallamölla Vattenfall). Der Fluss Verkeån stürzt hier über mehrere Stufen insgesamt 23 Meter in die Tiefe. Jedenfalls wenn es nicht an Wasser mangelt wie es bei unserem Besuch der Fall war. Dann ist es mehr ein Rinnsaal. Hier findet sich auch eine historische Wassermühle, erste Mühlen an dem Platz gehen auf das 15. Jahrhundert zurück. Vor Ort gibt es schöne, kurze Wanderwege durch dichte Buchenwälder sowie Picknickplätze.
    Nahe gelegen ist zudem die Kaffestugan Alunbruket. Lohnt unbedingt für eine Kaffeepause. Es ist Schonens ältestes Kaffeehaus, untergebracht in einem idyllischen, reetgedeckten Fachwerkhaus direkt an Wanderwegen gelegen. Und bietet vorzüglichen Kuchen. Hier kann man eine traditionelle Fika mit hausgemachten Kuchen und Keksen inmitten eines zauberhaften Gartens genießen.
    Zu guter Letzt bevor es nach Ahus geht wollen wir noch eine kürzere Wanderung im Naturschutzgebiet Forsakar machen. Doch nach etwa einen Kilometer drehen wir um, es hat angefangen zu regnen. Hier hat das Schmelzwasser der Eiszeit eine 40 Meter tiefe Urwald-Schlucht in die Landschaft gegraben. Ein etwa 1,6 Kilometer langer Weg führt entlang des rauschenden Bachs zu zwei stufenförmigen Wasserfällen. Die aber trotzt Regens auch mehr Wasser nötig hätten.
    Angekommen am Nachmittag in Ahus machten wir noch eine kurze Radwanderung die Küste entlang in ein Naturschutzgebiet. Inzwischen scheint wieder die Sonne.
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  • Ein Großsteingrab am Sandstrand

    24 augusti, Sverige ⋅ ☀️ 19 °C

    Es geht weiter, wir sind in Havängsdösen, beim Großsteingrab von Haväng. Dieses Megalithgrab liegt eingebettet in eine einzigartige, fast steppenartige Heidelandschaft unmittelbar an einem kilometerlangen Sandstrand. Das Havängsdösen ist ein sogenannter Dolmen (Dös) und repräsentiert die älteste Form von Megalithmonumenten in Skandinavien. Es stammt aus der Jungsteinzeit und ist rund 5.500 Jahre alt. Die Grabkammer besteht aus fünf massiven, senkrecht aufgestellten Tragsteinen und einem riesigen, flachen Deckstein obenauf. Das Besondere an diesem Monument ist seine spektakuläre Ausrichtung: Die Öffnung der Kammer zeigt exakt nach Osten in Richtung Meer, sodass die aufgehende Sonne zur Tagundnachtgleiche direkt in das Innere des Grabes scheint. Das Monument wurde jahrhundertelang von Sanddünen verdeckt und erst im Jahr 1843 durch einen schweren Herbststurm, der den Sand wegriss, zufällig wieder freigelegt.
    Auch hier findet man am Strand immer wieder die Reste alter Bunker aus dem 2. Weltkrieg. An der Südküste Schwedens, besonders in Skåne, stehen bis heute zahlreiche Bunkeranlagen. Sie gehören zur sogenannten „Skånelinjen" (Schonen-Linie), einer Verteidigungslinie, die Schweden zwischen 1939 und 1945 entlang der Küste errichtete, um sich gegen eine mögliche Invasion abzusichern – Skåne galt wegen der kurzen Distanz zu den deutsch besetzten Gebieten Dänemarks als wahrscheinlichster Landepunkt eines Angriffs. Manche sind zugänglich und informell zu besichtigen, andere gesperrt oder bereits verfallen.
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  • Das Kungagraven

    23 augusti, Sverige ⋅ 🌧 17 °C

    Das Grab von Kivik – auch bekannt als Kungagraven (Das Königsgrab) – ist das mit Abstand monumentalste und bedeutendste bronzezeitliche Grabmonument in ganz Skandinavien und stammt aus der Zeit um 1400 vor Christus. Mit einem Durchmesser von 75 Metern war dieser kreisrunde Steinhügel ursprünglich eine gewaltige Landmarke direkt an der Ostseeküste. Im Inneren findet sich der rekonstruierten Grabanlage: eine Steinkiste, deren zehn große Sandsteinplatten mit rituellen Felsritzungen (Petroglyphen) verziert sind. Die Darstellungen zeigen bronzezeitliche Streitwagen, Schiffe, Äxte, Musiker, Prozessionen und mystische Symbole, die Historikern bis heute wertvolle Einblicke in die Religion, Mythologie und die herrschende Elite der nordischen Bronzezeit geben.Läs mer

  • Ales Stenar - das Stonehenge Schwedens

    23 augusti, Sverige ⋅ ⛅ 17 °C

    Ales Stenar ist Schwedens berühmteste Schiffssetzung – ein rund 1.400 Jahre altes Denkmal, das als „Stonehenge Schwedens" gilt und zu den rätselhaftesten archäologischen Stätten Nordeuropas zählt. Die Schiffssetzung liegt auf den Klippen bei Kåseberga, etwa 32 Meter über der Ostsee, und besteht aus 59 Granit- und Sandsteinblöcken in Schiffsform. Mit 67 Metern Länge und bis zu 19 Metern Breite ist sie die größte erhaltene Schiffssetzung Skandinaviens; die Steine wiegen zwischen 500 kg und fünf Tonnen, die höchsten an Bug und Heck über drei Meter.
    Radiokohlenstoffdatierungen von Holzkohleresten datieren das Monument auf etwa 600 n. Chr. Solche Schiffssetzungen symbolisierten die Reise der Verstorbenen ins Jenseits, da das Schiff das zentrale Statussymbol der nordischen Elite war. Trotz nur weniger gefundener Knochenreste gilt Ales Stenar als Kult- oder Grabstätte, möglicherweise für einen Häuptling namens Ale.
    Präzise ist auch die astronomische Ausrichtung: Zur Sommersonnenwende geht die Sonne exakt über dem Heckstein unter, zur Wintersonnenwende über dem Bugstein auf. Weitere Steine korrespondieren mit Sonnenständen zu landwirtschaftlichen Terminen – das Monument diente wohl auch als Sonnenkalender.
    Kåseberga selbst ist ein kleiner, noch aktiver Fischerhafen an der Südküste Schonens, dessen Boote traditionell nach Hering (Ostseehering, „sill") fischen. Rund um das Hafenbecken reihen sich mehrere traditionelle Fischräuchereien, in denen der Fang direkt verarbeitet und verkauft wird – etwa bei Kåseberga Fisk, wo frisch geräucherter Lachs, Hering oder Aal sowie Fischsuppe angeboten werden. Auch wir schlugen wieder zu, kauften geräucherten Lachs und ein paar weitere Delikatessen ein. Der Ort selbst ist klein und unaufgeregt gehalten: ein paar Höfe, Räuchereien, ein kleiner Hafenkai und Blick auf die Steilküste – ideal für eine Pause mit Blick aufs Meer nach der Besichtigung von Ales Stenar. Im Sommer ist der Hafen deutlich belebter und die Parkplätze füllen sich früh; außerhalb der Hauptsaison wie jetzt ist es entsprechend ruhiger.
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  • Smygehuk, der südlichste Punkt und Ystad

    22 augusti, Sverige ⋅ ☁️ 19 °C

    Weiter ging es zum südlichsten Punkt Schwedens und der skandinavischen Halbinsel, Smygehuk. Dort findet sich ein Leuchturm, ein weißer Eisenturm, 17 m hoch, erbaut 1883. 1976 stillgelegt, seit 2001 wieder in Betrieb als Navigationshilfe für Fischer- und Privatboote. Die schmale Treppe kann man hinauf gehen; das ehemalige gelbe Leuchtturmwärterhaus daneben ist heute eine Jugendherberge. Wir waren die einzigen anwesenden, hier in Schweden ist in der dritten Augustwoche schon die Nachsaison angebrochen.
    Ein paar hundert meter entfernt ist etwas mehr los, hier gibt es ein Kunsthandwerkszentrum (Köpmansmagasinet) in einem historischen Kaufmannslagerhaus aus dem frühen 19. Jh., der Legende nach während der Napoleonischen Kriege als Schmuggler-Umschlagplatz genutzt. Heute beherbergt es Kunsthandwerksausstellungen mit Produkten lokaler Handwerker, dazu Café und Touristeninfo; im Sommer finden zudem Konzerte und Veranstaltungen statt.
    Am späteren Samstag Nachmittag ging es noch zu Fuß in die Altstadt nach Ystad. Sie besticht durch über 300 farbigen Fachwerkhäusern dem 17./18. Jahrhundert, Kopfsteinpflastergassen und Rosen, wenn denn die Jahreszeit passt. Zudem ist sie als Schauplatz von Henning Mankells Wallander-Krimis bekannt. Uns jedenfalls überzeugte die Stadt nicht so sehr, zumal sie fast ausgestorben war. Läden und viele Cafes hatten zu. Das sicherlich sehenswerte Kloster schloss ebenfalls um 16 Uhr seine Pforten. Einzig die Marienkirche hatte geöffnet. So beschlossen wir am Sonntag weiter zu fahren, wollten eigentlich zwei Nächte hier bleiben.
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  • Auf den Spuren der Wikinger

    22 augusti, Sverige ⋅ 🌬 16 °C

    Das Fotevikens Museum in Südschweden ist ein archäologisches Freilichtmuseum mit einem lebendigen Wikingerdorf. Es besteht aus über 20 rekonstruierten Gebäuden innerhalb einer halbkreisförmigen Holzpalisade und gibt damit das Bild einer typischen Wikingersiedlung der Zeit zwischen 950 und 1150 wieder. Das Wahrzeichen ist ein hölzerner Wachturm, zudem finden sich u. a. eine Schmiede, Bäckerei, Münzwerkstatt, mehrere Gärten, die Häuser des Richters und des Webers sowie ein großes Thinghaus für Versammlungen. Außerhalb der Palisaden liegen einige Hütten armer Handwerker, eine einfache Pilgerherberge, ein heidnischer Hain und ein Runenstein. Als wir morgens ankamen waren wir erst mal allein unterwegs. Erst mit der Zeit füllte es sich etwas.
    In einem lebendigen Dorf darf zur Schau gestelltes Handwerk nicht fehlen, so gab es einen Schmied, Weberin und der Guss von Schmuck und Amuletten wurde auch präsentiert. Natürlich fand auch eine Wikingerschau statt, die aus der damaligen Zeit erzählte.
    In der näheren Umgebung der Anlage befindet sich eine große Anzahl archäologischer Fundstellen, die bis in die frühe nordische Jungsteinzeit datieren. Allein acht Fundstellen davon gehören in die Wikingerzeit. Das Museum liegt an einer Stelle, die nachweislich um 970 den Asen geweiht wurde. Das Leben im Wikingerreservat spielt dauerhaft im Jahr 1134, dem Jahr der in der Nähe geschlagenen Schlacht bei Fodevig,
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  • Malmö, die Innenstadt und das Slotts Malmohüs

    21 augusti, Sverige ⋅ ⛅ 19 °C

    Wir sind die rund sechs Kilometer mit dem Fahrrad in die Innenstadt nach Malmö gefahren und haben sie für den Tag in der großen unterirdischen Fahrradgarage am Bahnhof abgestellt – die Infrastruktur für Radfahrer ist hervorragend. Ganz sicher scheinen die Räder aber auch in Schweden nicht zu sein: Man riet uns, die Fahrradakkus mitzunehmen, da sie selbst abgeschlossen in Sekunden gestohlen wären. Ein angeschlossener Fahrradladen nimmt sie für rund 6 Euro in Obhut; daneben gibt es auch einen mietbaren, elektronisch gesicherten Bereich. Aber nicht für einen einzelnen Tag, ist für Pendler gedacht.
    Nur wenige Schritte entfernt liegt der Lilla Torg, der „Kleine Platz" mit seinen historischen Fachwerkhäusern – ein Lokal reiht sich ans andere, wunderbar gemütliche Atmosphäre. Angelegt Ende des 16. Jahrhunderts als Erweiterung des Stortorget, ist er heute kein aktiver Markt mehr, sondern von Restaurants mit Außenterrassen geprägt, dazwischen kleine Läden wie der Plattenladen Folk & Rock.
    Weiter ging es zu Kungsparken & Slottsparken, die zusammen eine große Grünfläche rund um Schloss Malmöhus bilden. Der Kungsparken, ältester Park Malmös (1869–70 auf dem Gelände der Malmöhus-Befestigung angelegt), bietet auf 34.000 m² alte Bäume, Teiche und einen gusseisernen Brunnen von 1882. Der angrenzende, jüngere Slottsparken (21 Hektar, 1897 angelegt, 1900 eröffnet) wirkt wie ein Volkspark mit Wald und Wiesen – beide Parks gehen ineinander über und werden oft verwechselt.
    Danach ein Besuch des Malmöhus Slott: 1434 als Kastell errichtet, 1537–1542 zum Renaissanceschloss ausgebaut und ältestes erhaltenes seiner Art in Skandinavien. Nach dänischer Residenz und schwedischer Grenzfestung diente es ab 1828 als Gefängnis mit Hinrichtungen im Burghof, bis 1909, danach als Notunterkunft. Seit 1937 ist es Museum – heute mit Kunstmuseum, Naturhistorischem Museum, Aquarium und Stadtmuseum. Uns haben die Museen allerdings nicht überzeugt.
    Es folgte eine Stippvisite mit Kaffee in der Markthalle Malmö Saluhall, seit 2016 in einem denkmalgeschützten Lagerhaus von 1898 untergebracht – Street-Food-Stände und Restaurants mit Fokus auf Handwerk statt großer Speisekarten.
    Mit dem Fahrrad weiter zum Turning Torso: mit 190 Metern und 54 Etagen zweithöchster Wolkenkratzer Skandinaviens, von Santiago Calatrava nach seiner Skulptur „Twisting Torso" entworfen, neun um insgesamt 90° verdrehte Segmente, seit 2005 Wahrzeichen Malmös auf dem Gelände der ehemaligen Werft Kockums.
    Nächstes Ziel: Ribersborgs Kallbadhus, 1898 an den heutigen Standort verlegt, 1902 durch Sturm zerstört und wieder aufgebaut, 2009 mit neuem Sonnendeck und Steg modernisiert. Die Anlage steht auf Pfeilern im Meer, verbunden über einen rund 300 Meter langen Holzsteg.
    Ausklingen ließen wir den Tag nahe unserem Stellplatz im Limhamns Fiskrökeri – Fischräucherei mit Restaurant und Feinkostladen, wo wir schon am Vortag geräucherten Lachs und Heringssalat gekauft hatten. Der Tagesfisch kommt morgens direkt aus dem Räucherofen, dazu dillstuvad potatis oder ein Silltallrik mit fünf Heringssorten; freitags oft Hummersuppe, heute ein Shrimps-Buffet – so viel man möchte für etwa 25 Euro. Absolut empfehlenswert bei Qualität und Preisen.
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  • Angekommen in Schweden

    20 augusti, Sverige ⋅ ⛅ 20 °C

    Wir sind in Schweden. Unser erster Stopp ist ein Aussichtspunkt, von dem man die Öresundbrücke gut sehen kann, die wir gerade überquert hatten. Nahe gelegen ist unser Stellplatz für die nächsten zwei Tage, die Marina von Limhamns Småbåtshamn. In die Malmöer Innenstadt sind es mit dem Fahrrad nur wenige Kilometer, haben wir für den morgigen Tag vor. Heute Nachmittag schlendern wir gemütlich vom Stellplatz vor zur Molenspitze und durch die Hafengegend. Von der Molenspitze aus hat man ebenfalls einen freien Blick auf den Öresund und die Öresundbrücke. Der Ortsname Limhamn bedeutet wörtlich "Kalkhafen" – benannt nach dem angrenzenden Kalkbruch (Limhamns kalkbrott), einem der größten Kalksteinbrüche Nordeuropas, dessen Abbau vor rund zwei Jahrzehnten endete. Das ehemalige Bruchgelände ist heute Naturschutzgebiet mit über 1.400 Tier- und Pflanzenarten. Trotz des Namens ("kleiner Boots-Hafen") ist die Anlage die größte von rund einem halben Dutzend Marinas in Malmö und zählt zu den größten Südschwedens. Je nach Quelle dürften es über 1.000 Liegeplätzen für Boote sein. Hier finden sich mehrere Restaurants, Badestellen, Kaltbadehaus, Spielplatz, Grillplätze, kostenlose Leihfahrräder, Restaurants und eine Bushaltestelle mit Direktverbindung ins Zentrum - für uns eine Option, falls es morgen regnen sollte.
    In der Marina gibt sich zudem um die 100 Stellplätze für Wohnmobile, teils direkt an der Kaimauer. Außerhalb der Saison sind es deutlich weniger, da nehmen die aus dem Wasser geholten Boote den Platz ein. Die Plätze haben Stromanschluss, es gibt Frischwasser, Grauwasser- und Chemie-WC-Entsorgung, Toiletten, Duschen, auch Waschmaschine und Geschirrspülen finden sich.
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  • Rauschende Wasserfälle in einem Stückchen Fernost

    19 augusti, Danmark ⋅ ⛅ 18 °C

    Wir sind noch in Dänemark unterwegs, besuchen den Zen Garden bei Stenlille. Und der lohnt auf jeden Fall. In den letzten 35 Jahren hat Jørgen das flache Gelände des Gartens in eine wunderschöne Landschaft aus mehr als 8.000 Tonnen Granitstein verwandelt. Im Garten gibt es rauschende Wasserfälle, plätschernde Bäche sowie einen der größten Koiteiche Europas. Im Garten finden sich Hunderte von Rhododendronarten sowie Rosen, Lilien und mehr. Es wirkt auf den ersten Blick wie ein Stück Fernost. Rund um ein altes Herrenhaus schlängeln sich Wege durch angelegte Felsenlandschaften, vorbei an Wasserfällen und ruhigen Teichen, in denen große japanische Koi-Karpfen ziehen.
    Auf der anderen Straßenseite findet sich dann der offenere Lakeside Garden, wo breite Kieswege zwischen Rhododendren, Rosenbögen aus Stahl und einem ausgedehnten Dahlienbeet hindurchführen – je nach Jahreszeit dominiert hier ein anderer Blütenton. Höhenunterschiede im Gelände sorgen dafür, dass sich der Blick auf Teiche und Beete immer wieder neu zusammensetzt. Wer Zeit mitbringt, findet an mehreren Stellen Bänke und Picknicktische, um eigene Verpflegung auszupacken oder sich mit Kaffee und Kuchen aus dem kleinen Gartencafé zu versorgen.
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  • In Dänemark - Zwischenstopp in Middelfart

    18 augusti, Danmark ⋅ ☁️ 19 °C

    Wir sind in Dänemark, in Middelfart. Dadurch dass wir einen Tag früher losgefahren sind, haben wir diesen Stopp mit Übernachtung eingeschoben. Wir stehen am Hafen auf einem städtischen Stellplatz, der wunderbar zentral liegt. Der Hafen wurde 2023 als "Dänemarks erster maritimer Kulturhafen" ausgezeichnet und verbindet historische mit zeitgenössischen Elementen. Rund zehn restaurierungsbedürftige Holzschiffe liegen dort, und die Lillebælt-Werft pflegt eine 150 Jahre alte Bootsbautradition mit der Klinkerbau-Technik, einer Unesco-anerkannten Handwerksmethode. Am Hafen liegen die terrassierten Hängenden Gärten (De Hængende Haver), die Jollehäuser mit maritimen Ausstellungen des Middelfart Museum sowie das Henner Friisers Hus in der Brogade 8 von 1575, das älteste erhaltene Bürgerhaus Dänemarks mit kleinem, kostenlosem Museum zur Stadt- und Schweinswalfänger-Geschichte - das aber schon um 16 Uhr schließt, für uns zu früh. Die angrenzende Altstadt besticht durch gewundene, kopfsteingepflasterte Gassen mit kleinen, terrassenförmig zum Wasser hin gestaffelten Häusern.
    Middelfart liegt an der schmalsten Stelle des Kleinen Belts und war jahrhundertelang für seinen Walfang bekannt – bis 1899 besaß die Stadt das königliche Privileg zur Schweinswaljagd. Heute lebt im Kleinen Belt eine der dichtesten Schweinswalpopulationen Europas, die von Mai bis September regelmäßig vom Ufer aus zu beobachten ist. Das Stadtbild prägen zudem zwei Brücken: die 1935 erbaute, 1.178 Meter lange Lillebæltsbrücke, die heute nur noch dem Bahnverkehr dient, und die seit 1970 genutzte Autobahnbrücke für den Straßenverkehr Sie ist rund 1.700 Meter lang, die Hängebrücke hat 600 Meter Hauptspannweite und die Durchfahrtshöhe liegt bei 42 m. Über die sind wir auch hergekommen.
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  • Landvergnügen Teil II, Rieckens Milchhof

    17 augusti, Tyskland ⋅ ☁️ 19 °C

    Wir sind rund 400 km weiter Richtung Schweden und nahe Kiel beim Milchviehbetrieb Rieckens Landmilch in Großbarkau gelandet - ebenfalls Landvergnügen. Im Hofladen finden sich Milch, Milchprodukte und zahlreiche eigene Fleischprodukte wie Rinderschinken, Reinbeißer, Rindermettwurst, Bratwurst, Currywurst, Hackfleisch, Gulasch, Steaks, Braten und Rinderknochen sowie regionale Spezialitäten. Auch Wild wird angeboten und weitere Lebensmittel. Seit 2017 hat der Betrieb den Schritt zur Bio-Zertifizierung vollzogen. Wir stehen diesmal etwas abseits direkt an den Viehweiden. Nur ist momentan kein Vieh zu sehenLäs mer

  • Erster Stopp - Mühlenbrennerei am Inselhof

    16 augusti, Tyskland ⋅ ☁️ 26 °C

    Wir sind wieder mit dem Wohnmobil unterwegs. Auf dem Landweg geht es in Etappen in den Süden Schwedens. Sechs Wochen haben wir uns dafür Zeit genommen. Nach etwa 350 km haben wir etwas östlich von Kassel unseren ersten Halt für eine Übernachtung erreicht. Wir nutzen mal wieder Landvergnügen, unseren Favoriten in Deutschland. Das ist ein Netzwerk für kostenlose Wohnmobil-Übernachtungen bei landwirtschaftlichen Betrieben wie Bauernhöfen, Weingütern, oder Brennereien in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Gegen eine geringe Jahresmitgliedschaft übernachtet man bis zu 24 Stunden kostenlos direkt beim Gastgeber, im Gegenzug kauft man üblicherweise regionale Produkte im Hofladen. Derzeit nehmen rund 2.100 Gastgeber mit über 5.000 Stellplätzen an dem Programm in den drei Ländern teil.
    Gelandet sind wir bei der Mühlenbrennerei auf dem Inselhof in Dietzenrode. Seit 1994 bewirtschaften die Inhaber den Inselhof, einen ökologischen Landwirtschaftsbetrieb mit Mutterkühen und -schafen sowie Obst- und Ackerbau im Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal. 2013 gründeten sie zudem die Mühlenbrennerei, in der sie handverlesenes Obst und hochwertiges Getreide zu edlen Bränden, aromatischen Likören und exquisitem Whisky verarbeiten. Der Stellplatz ist wunderbar, zwischen einer Scheune und dem Bach schön schattig gelegen. Ein hübsches Plätzchen. Naturlich wird der Hofladen für uns geöffnet und eine Verkostung und Brennereibesichtigung lehnen wir ebenfalls nicht ab.
    Im Hofladen gibt es Edelbrände, Geiste, Whisky, Gin, Liköre, Obst, Apfelsaft, Wollprodukte, Fleisch und Wurst sowie Käse, Eier, Honig, Kaffee, Wein, Olivenöl und Schokolade.
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    Resans start
    16 augusti 2026