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- Gün 18
- 2 Mart 2024 Cumartesi 21:00
- 🌙 27 °C
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VietnamNha Hat Thanh pho10°46’35” N 106°42’4” E
Die Stadt Saigon (Ho Tchi Minh-City)

Saigon ist und bleibt für die Menschen Saigon. Auch wenn offiziell Ho Chi Minh-City verwendet werden muss. Wir selbst nächtigen im Savona Saigon, selbst auf den Flugtickets wird das Kürzel SGN verwendet. Saigon ist eine elf-Millionen Einwohner-Metropole mit ebenfalls deutlich mehr Rollern als Autos. Der Verkehr ist noch chaotischer als in Hanoi. Eines merkt man recht schnell, wie es schon ein Guide im Norden uns erzählte. Auch 50 Jahre nach dem Krieg gibt es noch spürbare Unterschiede zwischen den Menschen in Nord und Süd. Auch, wie er es ausdrückte, eine gedankliche Grenze. Hier ist alles geschäftsmäßiger und oberflächlicher. Und die Menschen scheinen weniger freundlich, eher wie in Deutschland. Jedenfalls in der Großstadt. Saigon ist eine Stadt der Kontraste: Reichtum und Armut, Kommunismus und Kommerz pur, prächtige Gebäude und dritte Welt, Hektik und Orte, an denen die Zeit stillzustehen scheint. Überfüllte Straßen führen an gigantischen Shopping-Malls, Wolkenkratzern und luxuriösen Hotels vorbei. Dazwischen die Straßenküchen und davor unzählige Roller. Der Verkehr wäre einen eigenen Blog wert. Manchmal steht man 15 Minuten an einer Kreuzung und beobachtet das Chaos auf den Straßen, das aber reibungslos funktioniert. Faszinierend. Die einstige Hauptstadt von Südvietnam ist heute die größte Stadt Vietnams, gilt als Kultur- und Wirtschaftsmetropole. Ho Chi Minh ist riesig, bunt, schrill, chaotisch. Hier tobt das vietnamesische Großstadtleben.Okumaya devam et
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- Gün 19
- 3 Mart 2024 Pazar 11:00
- 🌬 31 °C
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VietnamẤp Thạnh Điền10°0’11” N 106°26’50” E
Der Mekong, der Fluss der neun Drachen

Wir sind auf dem Weg nach Cãn Thó, im Mekong-Delta, etwa 130 km von Saigon entfernt. Hier in Vietnam nennt man den Fluss Cu Long, die neun Drachen. Der Name basiert auf den neun Nebenflüssen des Mekong. Der Fluss hat seine Quellen im Himalaya in Tibet, durchfließt sechs Länder und gehört mit rund 4900 km Länge zu den längsten Flüssen weltweit. Das Mekong-Delta ist die Reisschüssel Vietnams und eine vielfältige Landschaft aus üppigen Grünflächen, Mangrovenwäldern und Wasserstraßen. Es ist eine Welt aus Booten, Häusern, Restaurants und Märkten, die auf den Flüssen, Kanälen und Bächen schwimmen. Zugleich ist das Delta eine der am dichtesten besiedelten Regionen Vietnams, in der fast jeder Hektar festes Land agrarwirtschaftlich genutzt wird.
Wir sind nach zwei Stunden Autofahrt hauptsachlich mit einem motorisierten Boot für uns zwei unterwegs, welches uns zu verschiedenen Orten bringt. Unser Ziel ist die Insel Tan Phong, wo wir mit dem Fahrrad auf Dorfpfaden das tägliche Leben der Einheimischen beobachten können. Zuerst aber gibt es Tee mit frischen Früchten. Mango isst man hier gewürzt mit einer Salz-Cilly-Mischung, schmeckt vorzüglich. Dazu spielen einige Einheimische traditionelle Musik. Dann schauen wir uns Obstgärten, eine Schule und traditionelle Häuser an. Unterwegs mit dem Fahrrad legen wir einige Stopps ein, schauen den Menschen bei ihrem Handwerk zu und lassen es uns erklären. Auch wenn Sonntag ist, das macht keinen Unterschied. So zeigt man uns zum Beispiel wie Reispapier hergestellt wird, oder wie man getrocknete Wasserhyazinthe verarbeitet, etwa zu Körben, Taschen, Hüten, Brieftaschen oder Schuhen. Auch eine Whiskey-Brennerei wird besucht – natürlich alles mit Verkostung. Eine Besonderheit ist ein Whiskey, der mit Schlangen versetzt ist. Glaubt man doch, dass das Gift in kleinen Dosen heilend wirkt. Ich habe jetzt mal keinen Unterschied ob mit oder ohne Schlange bemerkt. Weitere Themen, die uns nahegebracht werden, sind die Verarbeitung von Kokosnussblättern für Hüttendächer oder weitaus interessanter, die Herstellung von Puffreis (ja, Reis nicht Mais) oder von Süßwaren auf Basis von Kokosnüssen wie Kokosnussbonbons. Da müssen einige mit.
Zurück mit dem Fahrrad geht es mit einem kleinen Ruderboot weiter die Kanäle entlang, bis uns unser Boot wieder aufnimmt und uns zur Insel An Bình bringt. Es folgt ein üppiges Mittagessen mit lokalen Produkten, darunter auch ein ganzer Elefantenfisch. Irgendwie meinen sie hier, dass die größer gewachsenen Europäer auch große Portionen benötigen. Und das bei 36 Grad, die derzeit hier um die Mittagszeit herrschen. Es ist Frühling.
Wieder auf einer anderen Insel schauen wir uns noch eine Töpferei an, in der große Terrakotta-Vasen und Statuen für den Export hergestellt werden, ganz traditionell und das ist sicherlich kein touristischer Ort. Der Lehm kommt von Reisfeldern, die für die Fischzucht vertieft werden. Nachbarn verdienen sich hier etwas dazu, für acht Stunden schwere Arbeit unter einfachsten Bedingungen ohne irgendeine Versicherung erhalten Männer 400.000 Dong, Frauen 350.000. Das entspricht etwa 15 respektive 13 Euro Tageslohn.
20 Minuten dauert es dann, bis wir die Anlagestelle erreichen, wo unser Auto wartet.Okumaya devam et
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- Gün 19
- 3 Mart 2024 Pazar 17:00
- ☀️ 32 °C
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VietnamNhơn Khánh9°59’38” N 105°42’0” E
Unsere Lodge in Cãn Thó

Wir sind an unserer Lodge nahe Cãn Thó gelegen, wo wir den Tag auf der Terrasse in wunderbarer Umgebung ausklingen lassen. Hier nur ein paar Impressionen.
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- Gün 20
- 4 Mart 2024 Pazartesi 07:30
- ⛅ 27 °C
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VietnamRạch Cái Đôi10°0’21” N 105°47’34” E
Der schwimmende Markt in Can Rang

Am frühen Morgen sind wir schon unterwegs auf dem größten schwimmenden Markt im Mekong Delta, dem Cai Rang Markt. Hier verkaufen die Bauern und Händler aus dem Delta ihre saisonalen Waren. Dutzende motorisierte Sampans, die mit Reis, verschiedenen Früchten, Kartoffeln und vielen mehr beladen sind, tummeln sich auf dem Fluss. Eingekauft wird von kleineren Booten aus. Der Markt auf dem Wasser ist günstiger als die auf dem Land. Mittendurch fahren dann größere Schiffe mit Kies, Baumaterial und vielen mehr, in etwa so groß wie die Binnenschiffe auf dem Rhein. Und das mit wenigen Metern Abstand. Von hier aus machen wir noch einen Abstecher mit unserem Boot zu einem tropischen Garten und schauen uns die Produktion von Reisnudeln an.Okumaya devam et
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- Gün 20
- 4 Mart 2024 Pazartesi 13:00
- ⛅ 34 °C
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VietnamNúi Giài10°36’46” N 104°59’11” E
Tra Su - Zu Boot durch Mangrovenwälder

Wir sind wieder im Auto unterwegs, Richtung Chau Doc. Unterwegs legen wir eine Rast bei einer Krokodilfarm ein, von der es im Delta mehrere gibt. Früher tummelten sich die Panzerechsen im Mekong-Delta, das aber ist Vergangenheit. Heute gibt es sie nur noch in Farmen, hier sind es mehrere tausend, dienen der Fleischproduktion und das Krokodilleder geht nach China.
Nahe Chau Doc machen wir zwei Bootsfahrten durch den Mangrovenwald von Tra Su. Die 1982 bis 1984 aufgeforstete Landschaft umfasst etwa 850 Hektar, von denen 150 von Touristen erforscht werden können. Hier lassen sich Vogelarten beobachten oder blühender Lotus. Man paddelt teilweise durch eine Wasserlandschaft, wo vor lauter Pflanzen die Wasseroberfläche gar nicht mehr zu sehen ist. 70 Vogel- und Störcharten sollen hier zu finden sein, weiter 22 Reptilienarten, 11 Säugetierarten und 23 Wassertierarten. Der Wald Tra Su Melaleuca ist zudem ein Paradies für Pflanzen. Allein 80 Heilpflanzen sollen hier wachsen.Okumaya devam et
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- Gün 21
- 5 Mart 2024 Salı 11:00
- ⛅ 32 °C
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VietnamẤp Vĩnh Hưng10°54’14” N 105°11’24” E
Vietnam - das Land des Lächelns

Wir verlassen Vietnam, sind per Boot auf dem Mekong unterwegs, Richtung Kambodscha. Die Fahrdauer bis zur Hauptstadt Phnom Penh wird so um die fünf Stunden dauern. Der Rückblick auf Vietnam zeigt uns ein spannendes Land mit vielen kulturellen Sehenswürdigkeiten, vielen positiven Überraschungen, schönen Landschaften, den Reisterrassen und Menschen, die auf ihnen arbeiten, wuseligen Großstädten und gastfreundlichen, lächelnden Menschen. Vietnam, das Land des Lächeln. Es zeigt den Optimismus der Menschen hier, ihre Zufriedenheit. Die Schrecken der Kriege sind Vergangenheit, jedenfalls für die jungen und gesunden Menschen. Man zählt die Vietnamesen mit zu den zufriedensten und glücklichsten Menschen der Welt.
Wir sind von Nord bis Süd gereist, vom Bergland an der Grenze zu China bis zum Delta des Mekong. Und eines war trotz der Unterschiede in dem 100 Millionen-Land spürbar: Respekt, Freundlichkeit und Offenheit sind mehr als nur Schlagworte. Man sollte mit offenen Augen und Armen durch das Land reisen und wird dann auch entsprechend belohnt.Okumaya devam et
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- Gün 21
- 5 Mart 2024 Salı 14:00
- ☀️ 36 °C
- Yükseklik: Deniz seviyesi
KamboçyaMean Chey11°32’28” N 104°55’35” E
Kambodscha – eine leidgeprüfte Nation

Gegen 13 Uhr haben wir die Hauptstadt Phnom Penh des Königreiches Kambodscha erreicht, von Vietnam aus mit dem Schnellboot auf dem Mekong kommend. Ein örtlicher Guide und ein Fahrer stehen schon am Pier und erwarten uns.
Nach über zwei Jahrzehnten Krieg, Schreckensherrschaft und Besatzung war Kambodscha Anfang der 2000er-Jahre eines der ärmsten Länder der Welt. Man hat seitdem enorme Fortschritte im Kampf gegen Armut und Unterentwicklung gemacht und heute soll Kambodscha eine der der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften Asiens sein. Wenn man durch Phnom Penh wandelt, mag man die grausame Geschichte des Landes kaum glauben, die noch gar nicht so lang her ist. Die Hauptstadt des Landes ist mittlerweile für viele Urlauber ein echter Geheimtipp geworden – ein kosmopolitische Hauptstadt mit Flair. Leider auch für viele ältere Männer, die allein oder zu zweit herkommen – ohne Frauen. Das ist uns beim Bummel durch die Stadt in den Cafe´s recht schnell aufgefallen.
Wir haben am Nachmittag vier der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt genossen. Beginnend mit dem Königspalast. Die goldenen Dächer der Gebäude sind bereits von Weitem zu sehen, sie glitzern in der gleißenden Sonne – es hat 37 Grad. Die Anlage ist schon beeindruckend, errichtet wurde sie an der Stelle älterer Gebäude Ende des 19. Jahrhunderts unter französischer Herrschaft, aber im Stile der Khmer. Als ob der Palast und die Tempel an sich noch nicht beeindruckend genug wären, findet sich hier noch die Silberpagode. Ihr Boden besteht aus 5329 massiven Silberziegeln, je 1,125 kg schwer. In ihr, Fotografieren ausnahmsweise mal verboten, finden sich prächtige Schätze und die bedeutendste Buddha-Statue der Landes. Die Buddhas hier sind allesamt schlank. Eine Statue besteht aus rund 90 Kilogramm reinem Gold und ist mit über 9500 Diamanten besetzt, das dritte Auge hat 25 Karat und findet sich ein weitere 20-Karäter. Im Palast residiert noch heute die königliche Familie. Der aktuelle König ist 65 Jahre alt und lebt hier mit seiner Mutter.
Weiter ging es zum Nationalmuseum um sich mit der älteren Geschichte des Landes etwas vertraut zu machen und dann zum zentralen Markt. Zum Schluss besuchen wir noch den kleinsten und ältesten Tempel der Stadt, die Wat Phnom Pagode, das Herz von Phnom Penh. Hier fand die alte Frau Penh 1372 mehrere Buddha-Statuen in einem Fluss und errichtete den Tempel auf dem Hügel, quasi die Keimzelle der heutigen Stadt.
Kambodscha ist aus dem Reich Kambuja hervorgegangen, das seine Blüte vom 9. bis zum 15. Jahrhundert erlebte. Von 1863 bis zu seiner Unabhängigkeit im Jahr 1953 war das Land unter französischer Herrschaft. Zu einer Schreckenszeit kam es ab 1975 unter den roten Khmer, die je nach Quelle 1,7 bis 2,6 Millionen Khmer töteten. Vor allem Intellektuelle, Monarchisten und Minderheiten ließ Pol Pot systematisch und grausam ermorden. Nicht selten reichte für ein Todesurteil aus, lesen zu können. Im Sicherheitsgefängnis 21 in Phnom Penh unter Leitung des sogenannten Duch überlebten 23 von insgesamt 15.000 bis 30.000 Gefangenen. Wer nicht an der Folter starb, wurde auf den Killing Fields vor den Toren der Stadt umgebracht. Damals lebten in Kambodscha rund 6,8 Millionen Einwohner. Rund ein Drittel der eigenen Bevölkerung fiel dem Genozid zum Opfer. Heute leben in Kambodscha rund 16 Millionen Menschen, es ist also ein eher kleines asiatisches Land. Duch, dessen richtiger Name Kaing Guek Eav lautete, war studierter Mathematiker und Pädagoge. Später tauchte er unter, konvertierte zum Christentum und arbeitete als Pastor. 1999 entdeckte und verhaftete man ihn – einer von nur zwei Führungskadern, die von ehemals 2000 der für die Grauen Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen wurden. Im Februar 2012 wurde er in einem Revisionsverfahren zu lebenslänglich verurteilt. Beim ersten Urteil zu 35 Jahren Haft wäre er 2020 schon wieder freigekommen.
1979 entmachteten vietnamesische Truppen die roten Khmer, was einen Krieg zwischen Vietnam und China zu Folge hatte, die die roten Khmer unterstützen. Wie viele weitere, auch westliche Länder wie Deutschland und auch die UNO – Weltpolitik. China besetzte den Norden Vietnams, wurde aber recht schnell besiegt und wieder vertrieben. Kambodscha blieb zehn Jahre von Vietnam besetzt, unterstützt vor allem durch den Ostblock, die Roten Khmer wehrten sich mit Guerillataktik von Thailand aus und mit dessen und westlicher sowie chinesischer Unterstützung. 1989 folgte unter der Mitwirkung der Vereinten Nationen ein Friedensabkommen und der Neuaufbau staatlicher Strukturen, die 1993 mit einer neuen Verfassung und der Wiederherstellung der Monarchie endeten. Pol Pot starb 1998 unter ungeklärten Umständen, ohne dass er jemals zur Rechenschaft gezogen wurde. Erst in diesem Jahr endeten auch die letzten Kampfhandlungen zwischen den verfeindeten Kambodschanern. Das Rote-Khmer-Tribunal nahm 2007 seine Arbeit auf. Das behandelt aber nur die Taten der obersten Führungsriege, da zu viele Politiker des heutigen Kambodscha auf eine zweifelhafte Vergangenheit blicken. Eingeschränkt hat man auch die Zeitspanne der Verbrechen, sonst wären China, Vietnam, die USA und vermutlich sogar die Vereinten Nationen auf der Anklagebank. Manche Verantwortlichen sind inzwischen verstorben oder dement. Vielen wurde schon früher ein neues Leben ermöglicht, sogar in Armee und Regierung. Teilweise übernahm man ganze Kampfverbände inklusive den Offizieren. So etwa im Dezember 1998. Kämpfer der ehemaligen Kommunistischen Partei sollen nach Angaben von Beobachtern auch heute noch im Untergrund von Kambodscha aktiv sein, würden aber für den bestehenden Staat keine unmittelbare Gefahr mehr darstellen.Okumaya devam et
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- Gün 22
- 6 Mart 2024 Çarşamba 12:00
- ☀️ 35 °C
- Yükseklik: Deniz seviyesi
KamboçyaMean Chey11°32’28” N 104°55’35” E
Phnom Penh, der Dreh- und Angelpunkt

Nachdem wir gestern einen halben Tag von einem lokalen Führer die wichtigsten Sehenswürdigkeiten haben zeigen lassen, sind wir heute auf eigene Faust den ganzen Tag in der Stadt unterwegs. Mit einer Unterbrechung in der Nachmittagszeit, es ist mit 36 Grad einfach zu heiß. Morgen soll es in Siem Reap 39 Grade haben, unserem nächsten Ziel. Es ist Frühling.
Die Menschen hier sind ähnlich wie in Vietnam, aber doch anders. Die Stadt scheint wohlhabender zu sein, auch etwas sauberer. Auch fällt auf, dass weniger Roller unterwegs sind – für uns immer noch Unmengen – dafür mehr Autos (meist große SUVs) und was es in Vietnam kaum gab, unzählige Tuc-Tucs. Lange Zeit Verkehrsmittel Nummer 1 der Kambodschaner. Der Verkehr ist ähnlich chaotisch. Wir schauen uns zwei Märkte für die Einheimischen an, noch einige Sehenswürdigkeiten und beobachten die Menschen und den Verkehr. Des Öfteren von einem Café aus. Die längeren Strecken legen wir mit dem Tuc-Tuc zurück. Immer vorher den Preis ausmachen, den bei Touristen langen sie kräftig zu. So eine kürzere Stadtfahrt darf ein/zwei Dollar kosten, bei der ersten Frage nach dem Preis kommen meist fünf Dollar. Lehnt man freundlich lächelnd ab, sind es dann drei Dollar, und dann fahren wir doch für zwei. Immer noch genügend, würde kein Einheimischer zahlen. Aber leben und leben lassen.
Luxuriöse Hotels finden sich hier genauso wie die zahlreichen Garküchen, Läden und mobile Verkaufsroller am Straßenrand. Manche Häuser erinnern an die französische Kolonialzeit. Phnom Penh ist seit 1866 die Hauptstadt von Kambodscha, derzeit leben hier 2,3 Millionen Menschen. 2035 rechnet die Regierung mit sechs Millionen. Entsprechend viel wird gebaut, meist von chinesischen Investoren. In den vergangenen Jahren hat Phnom Penh eine erstaunliche Transformation hin zu einer weltoffenen Großstadt gemeistert. Die Menschen wollen leben und Wohlstand erreichen. Freie Wahlen stehen nur auf dem Papier. Interessiert viele aber erstaunlich wenig. So unser Eindruck. Dennoch ist die Stadt überschaubar geblieben und vereint das chaotische Leben in einer Großstadt mit der Ruhe der Bauern, die im Umkreis leben und auf den vielen Märkten ihre Produkte anbieten.Okumaya devam et
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- Gün 23
- 7 Mart 2024 Perşembe 12:00
- ⛅ 36 °C
- Yükseklik: 17 m
KamboçyaPhum Chŏng Spéan13°7’26” N 104°20’11” E
Auf dem Weg nach Siem Reap

Es sind rund 360 km von Phnom Penh nach Siem Reap, etwa sechs Stunden Fahrzeit. Der Fahrer ist pünktlich, spricht aber kein Englisch. Macht nichts, funktioniert alles auch so. Unterwegs machen wir einen kurzen Stopp am Skun Markt, hier verkaufen sie auch frittierte Spinnen und Taranteln. Sie gelten als lokale Köstlichkeit. Zwischendurch ein weiterer Stopp für ein kleines Mittagessen und dann noch einen in Kampong Kdei. Hier findet sich eine alte Brücke der Khmer. Königs Jayavarman VII ließ die 87m lange Brücke im 12. Jahrhundert erbauen, und sie steht heute noch. Benutzt werden darf sie von Rollern, für Autos hat man sie zwischenzeitlich gesperrt. Sie hat die Form einer Schlange, sich aufbäumenden Schlangenköpfe beschließen jeweils Anfang und Ende der Balustraden. Zu guter Letzt halten wir noch an einem der zahlreichen Stände, an denen eine kambodschanische Spezialität gekocht wird: Klebreis in Bambus. Das Gericht wird in speziell vorbereiteten Bambusstücken unterschiedlicher Durchmesser und Länge geröstet und sowohl als herzhaftes Essen oder als süßes Dessert verzehrt. Hier bezeichnet man die Speise als Kralan und sie besteht aus Klebreis, Schwarzaugenerbsen oder Bohnen, Kokosmilch und Palmzucker.Okumaya devam et
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- Gün 23
- 7 Mart 2024 Perşembe 22:26
- 🌙 30 °C
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KamboçyaSiem Reap13°21’42” N 103°51’33” E
Siem Reap, die Stadt

Nachdem wir eingecheckt sind und die Hitze etwas nachgelassen hat, sind wir von unserem Hotel für die nächsten vier Tage erst mal in die Innenstadt gefahren. Siem Reap ist die zweitgrößte Stadt Kambodschas mit rund 250.000 Einwohnern und die inoffizielle Tourismushauptstadt. Das liegt an der Nähe zu den Tempelanlagen von Angkor Wat. Der Name bedeutet in etwa besiegtes Siam oder Siam plattgemacht und soll sich auf einen Sieg der Khmer über eine Thai-Armee im 16. Jahrhundert beziehen. Vermutlich ist es aber eher eine Volksetymologie. Diese Deutung zeigt aber auf, wie belastet das Verhältnis zwischen Kambodscha und Thailand bis heute ist, zumal die Thailänder einst die roten Khmer unterstützten. Die Region war von Angriffen der roten Khmer noch bis 1993 betroffen, erst danach stabilisierte sich die politische Lage. Heute ist Siem Reap eine friedliche und für kambodschanische Verhältnisse blühende Stadt. Das Land ist eines der ärmsten der Erde, das durchschnittliche Monatseinkommen betrug 2023 etwa 130 USD pro Monat. Der Mindestlohn beträgt eigentlich 170 USD. In der Stadt ist das Einkommen höher als auf dem Land. Vor zehn Jahren noch waren es etwa 30 US-Dollar monatlich. Zu der positiven Entwicklung beigetragen hat vor allem der Tourismus. Dabei ist das Preisniveau - jedenfalls für uns - höher als in Vietnam.Okumaya devam et
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- Gün 24
- 8 Mart 2024 Cuma 08:00
- ⛅ 29 °C
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KamboçyaPrasat Bayôn13°26’28” N 103°51’32” E
Angkor Tom, die große Stadt

Es geht nach Angkor, dem Zentrum des historischen Khmer-Königreiches Kambuja, Während dessen Blütezeit im 12. Jahrhundert lebten hier auf etwa 1000 Quadratkilometer eine Million Menschen. Weltbekannt wurde Angkor durch die Zeugnisse der Baukunst der Khmer in Form einzigartiger Tempelanlagen. Allesamt Weltkulturerbe der Unesco.
Bis heute hat man in dem Areal rund 1000 Tempelanlagen entdeckt, bis in jüngster Zeit. Immer mal wieder findet man neue Anlagen, 2008 zum Beispiel beim Bau einer Straße im thailändischen Grenzgebiet. Manches dürfte noch im dichten Dschungel verborgen liegen. Der Park umfasst rund 400 Quadratkilometer und ist eines der Top-Touristenziele weltweit.
Auch wenn die Anlage im Laufe der Jahrhunderte stark unter Raubgrabungen und dem Diebstahl vieler Kunstwerke gelitten hat, ist sie doch einmalig. Die wertvollsten Kunstwerke hatte man schon im 15. Jahrhundert nach der Niederlage Kambujas über Umwege nach Mandalay im Myanmar (ehemalig Birma) verbracht, wo sie sich heute noch befinden. Vierhundert Jahre später schlugen europäische Forscher, Abenteurer und Händler zu, verpackten Statuen, Bronzeskulpturen und auch herausgebrochene Stücke von Reliefs in Kisten und verschifften sie nach Europa. Heute gibt es in Angkor nur noch sehr wenige originale Statuen. Was nicht gestohlen wurde, befindet sich in den Archiven der Archäologen oder im Staatsmuseum in Phnom Penh, um zu verhindern, dass auch diese letzten Stücke abhanden kommen. Kunsträuber brechen noch heute Tafeln aus den Reliefs und schlagen Figuren die Köpfe ab, um sie am Schwarzmarkt in Europa, den USA oder Japan zu verkaufen. Manche der abgesägten Köpfe hat man originalgetreu kopiert und die Figuren wieder ergänzt. Es finden zudem Restaurationen und Sicherungsmaßnahmen statt, im Wesentlichen durch internationale Hilfe und Mittel der Unesco.
Vieles wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts von den Franzosen von der überwuchernden Vegetation befreit und restauriert, zerfallene Bauwerke aus den Originalteilen wieder zusammengesetzt. Heute arbeiten Teams aus den verschiedensten Ländern, auch aus Deutschland, hier vor Ort. Der Schwerpunkt liegt neben Forschungstätigkeiten zur Geschichte vor allem in der Erhaltung und dem Wiederaufbau der Tempel.
Wir beginnen unseren zweitägigen Besuch bei den Ruinen von Angkor Tom. Angkor heißt Stadt und Tom groß, also große Stadt. Es handelte sich um die letzte Hauptstadt des Angkor-Imperiums. Die markanten Haupttore sind mit jeweils vier Gesichtern gekrönt. Der Bau der Stadt begann gegen Ende des 12. Jahrhundert, sie bedeckte eine Fläche von etwa 900 Hektar und ist von einer 12 km langen Mauer umgeben, die von einem 100 m breiten Wassergraben umschlossen ist. Die einfacheren Gebäude wurden aus Holz erbaut, sind heute nicht mehr erhalten. Die Brücken über den Wassergraben waren mit Steinfiguren flankiert – jeweils 54 Gottheiten auf der einen, 54 Dämonen auf der anderen Seite. Erhalten sind in der etwa 3 x 3 km umfassenden Stadtmauer noch 14 Gebäudekomplexe. Zentral findet sich der Bayon-Tempel, bekannt für seine Türme mit den steinernen Gesichtern. Die Gebäudeteile sind bis zu 43m hoch. Neben dem zentralen Tempel besuchten wir noch ein paar weitere Ruinen und die Terrasse der Elefanten.Okumaya devam et
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- Gün 24
- 8 Mart 2024 Cuma 12:00
- ⛅ 35 °C
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KamboçyaAngkor Wat13°24’45” N 103°51’60” E
Angkor Wat, die Stadt der Tempel

Die Bedeutung von Angkor Wat für das Land zeigt sich schon darin, dass der Tempel zentraler Bestandteil der Flagge ist. Er ist nationales Wahrzeichen und auch Herz und Seele Kambodschas. Übersetzt heißt Angkor Wat “die Stadt der Tempel”. Dieser Komplex wurde vor etwa 1000 Jahren erbaut und soll die größte Tempelanlage der Welt sein. Erbaut sein soll sie in 37 Jahren durch 300.000 Menschen mithilfe von 6000 Elefanten. So jedenfalls eine Legende.
Das Areal misst inklusive des zwischen 170 und 190 m breiten Wassergrabens 1,5 x 1,3 km. Er stellt nach gängigen Interpretationen den Ur-Ozean dar, zusammen mit den zahllosen Bauten im Inneren ergibt sich ein symbolisches Bild des Universums. Im Zentrum steht der markanteste Tempel mit fünf nach Lotusblüten geformten Türmen. Der größte hat eine Höhe von 65 m.
Zahlreiche Wände sind mit steinernen Figuren dekoriert, die Tänzerinnen, die Apsaras darstellen. Alle unterscheiden sich in Details, keine gleicht der anderen. Große Galerien zeigen historische Szenen vom Leben, den Kriegen, von religiösen Geschichten und dem Schöpfungsmythos des Quirlen des Milchozeans. Angkor Wat ist der besterhaltene Bau von ganz Angkor und hat bis heute religiöse Bedeutung. Einst für den Hinduismus erbaut, dominiert jetzt der Buddhismus. Die Bauten repräsentieren den Mount Meru, das Zuhause der hinduistischen Götter.
Angkor Wat wurde vermutlich unter der Herrschaft des Königs Suryvarman II erbaut. Zu seinem Tod war der Bau aber nicht komplett fertig, er wurde eingestellt, einige Reliefs nicht fertiggestellt. Die Gebäude bestehen aus Sandstein, per Hand wurde die Steinblöcke mit einer besonderen Vorrichtung so geschliffen, dass sie ohne erkennbare Zwischenräume zusammengesetzt werden konnten. Das zeigen einige Reliefs, die den Bau darstellen.
Die meisten Khmer verließen im 15. Jahrhundert die Tempelanlage, sie wurde aber nie ganz verlassen so wie die anderen Anlagen. Anfang des 20. Jahrhunderts restaurierten die Franzosen Angkor Wat und befreiten das Areal von Erde und Vegetation. Das Monument überstand den Bürgerkrieg und die roten Khmer. Zahlreiche der Statuen wurden jedoch gestohlen oder zerstört.Okumaya devam et
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- Gün 24
- 8 Mart 2024 Cuma 17:00
- ⛅ 35 °C
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KamboçyaPhnum Bakheng13°25’25” N 103°51’27” E
Phnom Bakheng, der Blick vom Berg

Zwei kleinere Tempel, den Thommamon und den Chau Say Tevoda liegen nahe Angkor Tom. Im Lauf der Jahrhunderte sind die Umfassungsmauern der Tempel weitgehend verschwunden. Während der Thommanon in den 1960er-Jahren restauriert wurde, ist der Chau Say Tevoda noch ursprünglicher, wenig restauriert.
Gegen den späteren Nachmittag sind wir auf den Bakheng-Hügel mit der gleichnamigen Tempelanlage gestiegen. Das machen viele, um den Sonnenuntergang zu beobachten. Der Phnom Bakheng ist der hinduistischen Göttin Shiva gewidmet und auf dem 55 m hohen Hügel errichtet. Diesen Hügel wählte König Yasovaram I (889 bis 915) als Standort für den Staatstempel, es ist eines der älteren Bauwerke auf dem Areal. Ringsherum ließ er seine Hauptstadt Yasodharapura bauen, ein Quadrat mit einer Seitenlänge von 4 km.
Wir genossen den Ausblick vom Hügel aus in die Landschaft und auf die Ruinen und verließen den Ort wieder, vor dem Sonnenuntergang. Auch wenn Bakheng um diese Zeit einer der meistbesuchten Orte hier ist, hält sich der Besucherandrang in Angkor doch in Grenzen. Die Besucherzahlen haben sich nach Corona noch nicht wieder ganz erholt. Segen und Fluch. Gut für die antike Stätte, sehr schlecht für die tausenden Menschen hier, die auf den Tourismus angewiesen sind – ihn zum Leben und Überleben brauchen. Das spürt man an vielen Orten deutlich.Okumaya devam et
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- Gün 25
- 9 Mart 2024 Cumartesi 08:00
- ☁️ 28 °C
- Yükseklik: 28 m
KamboçyaPrasat Takaeo13°26’41” N 103°52’57” E
Ta Keo, ein monumentaler Tempelberg

Nahe den Göttern zu sein war schon immer Ziel der Menschen. Also baute man in die Höhe, zumal auf Bergen gern die Götter wohnten. Der moderne Name Ta Keo bedeutet „Altes Kristall“, Prasat Keo entsprechend Kristall-Tempel. Ursprünglich hieß er Hemasringagiri, zu deutsch der „Berg mit goldenen Gipfeln“ und verweist auf den mythologischen Berg Meru. Der bildet gemäß der hinduistischen und auch der buddhistischen Lehre den Weltenberg im Zentrum des Universums.
Ta Keo ist bei den Pyramidentempeln hier das größte und imposanteste Bauwerk. Erbaut wurde er unter Jayavarman V. (Regierungszeit 968–1001) und König Suryavarman I. (Regierungszeit um 1002–1050) und sollte als neuer Staatstempel dienen. Im Jahr 1007 weihte man ihn dem Hindugott Shiva. Kurz vor Fertigstellung aber schlug ein Blitz ein, was als schlechtes Omen galt. Also gab man ihn auf. Einige Reliefarbeiten waren bereits fertig, die übrigen Wände jedoch blieben ungestaltet. Unter den Khmertempeln ist Ta Keo der einzige Rohbau und zeigt sehr gut die Sorgfalt, mit der die Steinquader fast fugenlos aufeinandergeschichtet wurden.Okumaya devam et
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- Gün 25
- 9 Mart 2024 Cumartesi 10:00
- ⛅ 31 °C
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KamboçyaPhnum Ta Phrom14°22’5” N 104°24’37” E
Ta Phrom Kambodscha

Wir sind an der Tempelanlage Ta Prohm, auch Dschungeltempel genannt oder Lara-Croft-Tempel. Ersteres, weil man bei der Restaurierung bewusst darauf verzichtete, die Bäume zu entfernen. Die französischen Restauratoren beschlossen, einen Tempel in dem Zustand zu belassen, in dem sie ihn vorfanden. Die Wahl fiel auf Ta Prohm. Man entfernte und sicherte die Vegetation und die herabgefallenen Mauersteine nur soweit, dass es Besuchern möglich ist, die Anlage zu begehen. Besonders eindrucksvoll sind die Bäume, etwa eine Würgefeige oder die noch größeren, bis zu 45 m hoch werdenden Tetrameles nudiflora. Deren Wurzeln überwuchern ganze Gebäude. Das macht diesen Tempel auch zu meinem Liebling und war auch der Grund, warum man ihn als Drehort für Teile des Lara Croft-Filmes Tomb Raider mit Angelina Jolie auswählte. Lara Croft ist in dem Streifen rund um den Tempel auf der Suche nach einem mystischen Artefakt.
Beides zusammen macht ihn zu einem Fotomotiv Par Excellence und zieht die Menschen an. Sind gerade einige Reisegruppen anwesend, sollte man Geduld haben und abwarten. An manchen Foto-Spots baut sich sogar eine Warteschlange auf, die einen Schnappschuss zur Erinnerung haben möchten. Gerade als Selfie-Fotospot zählen einige Stellen hier zu den beliebtesten in ganz Angkor. Aber es gibt auch sehr schöne Stellen, die nicht dem Hauptweg folgen. Also Zeit einplanen, dann schafft man sogar Filmszenen ohne Menschen.
Errichtet wurde der Komplex im 12.-13. Jahrhundert, die gesamte Anlage umschließt rund 60 Hektar und zeichnet sich auch durch die Türme mit den mehrere Metern großen Gesichtern aus.
Zurück zu Tomb Raider. Denn es soll tatsächlich einen Schatz hier gegeben haben. So steht auf einer mit einem Relief versehenen Säule geschrieben, dass zu den Tempelschätzen des buddhistischen Ta Prohm Gold, Perlen und Seide gehörte. Allein an Gold sollen sich hier fünf Tonnen befunden haben. Weiter erzählt die Inschrift, dass hier auf dem Gelände 12.500 Mönche lebten, darunter 18 Hohepriester und 615 Tänzer. Der Tanz spielte in den damaligen Zeiten eine wichtige Rolle. Mehr dazu später.
Die äußere Begrenzungsmauer der Anlage umschließt ein Gebiet von etwa 60 Hektar, der Tempel und die ihn umgebenden Gebäude machen davon nur einen Hektar aus. Außerhalb fanden sich rund 3.140 Dörfer mit insgesamt 80.000 Bewohnern. Wie überall in Angkor waren aus Stein gebaute Gebäude religiösen Zwecken vorbehalten. Die Menschen, auch der König, lebten in Häusern aus Holz, die dem Zahn der Zeit zum Opfer fielen.Okumaya devam et
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- Gün 25
- 9 Mart 2024 Cumartesi 14:00
- ⛅ 36 °C
- Yükseklik: 67 m
KamboçyaTrâpeăng Véal Poŭch13°35’57” N 103°57’47” E
Tempeltag

Von nun an wird es ruhiger. Dem Tempel Banteay Kdei bleiben die Besuchermassen weitestgehend fern. Tagesbesucher haben den Tempel nur selten auf ihrem Reiseplan stehen. Und das ist in Form von Reisegruppen ein recht hoher Anteil. Zu knapp ist deren Zeit.
Banteay Kdei ähnelt in seiner Bauweise To Prahm, ist aber mit 500 x 700 m deutlich kleiner und weniger verziert. Dennoch den Besuch wert.
Beim östlichen Eingang findet sich mit Srah Srang ein künstlicher See. Zu Deutsch bedeutet der Name Königliches Bad. Er misst etwa 725 x 400 m und ist etwa vier Meter tief. Alles damals von Hand ausgehoben und mit Sandstein ummauert. Gemäß meiner Inschrift diente er dem „Wohl aller Kreaturen“ mit Ausnahme der „Deichbrecher“, vermutlich Elefanten. Bis heute, also über ein Jahrtausend nach der Errichtung, ist der Srah Srang intakt und bildet eine weite, ruhige Wasserfläche. Ein Srah wurde als Wasserbecken für rituelle Waschungen verwendet, so vermutet man.
Es folgt der Besuch des Banteay Srei, ein kleiner Tempel, von einem reichen Landbesitzer und Lehrer erbaut. Er ist jedoch der wohl Kunstvollste, bekannt durch die filigranen Steinmetzarbeiten. Errichtet hat man den Tempel ebenfalls zu Ehren von Shiva, einer der Hauptgötter des Hinduismus. Er steht für Schöpfung, Neubeginn, aber auch Erhaltung und Zerstörung.
Zwischen den Tempelanlagen ist man immer einige Kilometer unterwegs, nichts für einen Spaziergang. Dennoch legten wir gestern nur für die Tempelbesichtigungen über zwölf Kilometer zurück.
Zu Guter Letzt sind wir noch beim Tempel Banteay Samre, übersetzt bedeutet der Name „Festung der Samré“. Die Samré sollen ein lokaler Volksstamm gewesen sein. Man nennt ihn aber lieber Zitadelle der Frauen. Er ist ein klassischer Vertreter der Angkor-Wat-Epoche, am knospenförmigen Dachaufbau erkennbar. Banteay Samré zeigt eine überwiegend hinduistische Bilderwelt, am zentralen Tempelturm ungewöhnlicherweise jedoch auch Reliefs aus dem buddhistischen Glauben. Er befindet sich abseits der üblichen touristischen Wege, auch hier ist es recht ruhig.
Wir begegnen hier mal wieder einer größeren Studentengruppe aus Phnom Penh. Und auch hier passiert es, dass die Kids mich auffordern Fotos von Ihnen zu machen. Wohlgemerkt nicht mit ihrem Handy, sondern meiner Kamera für mich. Dann bedanken sie sich überschwänglich, wenn ich die Fotos gemacht habe. Selbst eine halbe Stunde später, wenn man dem Mädchen wieder begegnet, ein Dankeschön, Verbeugung und strahlende Gesichter. Sie freuen sich, dass man sich für ihr Land und ihre Kultur interessiert. Das sollte uns mal in Europa oder anderen Ländern passieren. Generell ist die Höflichkeit und der Respekt vor anderen – besonders Älteren – hier ein hohes Gut. Ist auch im Glauben verankert. Man siezt sich, auch die eigenen Eltern und redet sich mit Vornamen an. Hat man zum Beispiel eine Auseinandersetzung, darf man nur den Vornamen verwenden, denn nennt man den Familiennamen beleidigt man gleich die ganze Familie und sogar deren Ahnen. Was äußerst schlecht ankommt. Generell gilt, niemals laut oder bös zu werden, dann verlieren die Menschen ihr Gesicht. Immer lächeln und freundlich, egal was ist.Okumaya devam et
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- Gün 25
- 9 Mart 2024 Cumartesi 21:00
- 🌙 29 °C
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KamboçyaSiem Reap13°21’42” N 103°51’33” E
Apsara - eine alte Tradition

Apsaras sind in der hinduistischen und Teilen der buddhistischen Mythologie halb menschliche, halb göttliche Frauen. Sie leben im Palast des Gottes Indra. Sie gelten auch als Geister der Wolken und Gewässer und sind damit vergleichbar mit Nymphen aus der griechischen und römischen Mythologie. Sie präsentierten den Menschen zur Zeit des historischen Königreiches Kambuja zudem die Kunst des Tanzes. Reliefdarstellungen der Tänzerinnen finden sich an vielen Tempeln in Angkor. Auf diese Zeit geht auch die Tradition des höfischen Tanzes in Kambodscha zurück. Es sind häufig recht langsame und grazile Tanzbewegungen, wobei die Handstellungen eine wichtige Rolle spielen. Zum Repertoire gehört die Darstellung epischer Geschichten und Gedichte oder das Leben der Menschen und die Brautwerbung.Okumaya devam et
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- Gün 26
- 10 Mart 2024 Pazar 08:30
- ☁️ 28 °C
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KamboçyaStœ̆ng Tahăs13°7’18” N 103°54’37” E
Mit dem Boot zu den schwimmenden Dörfern

Wir sind auf dem Tonle Sap See unterwegs, dem größten in Kambodscha. Wobei See ist relativ. Es ist Mitte März, die Trockenzeit nähert sich langsam dem Ende. Der See sieht meist eher aus wie ein größerer Wald und dichtes Buschland, die Wassertiefe, wo denn Wasser zu sehen ist, beträgt etwa vier Meter. In der Regenzeit von Mai an fließt Wasser vom Mekong in den See, zusammen mit den monsunartigen Regenfällen steigt der Wasserspiegel dann um zehn Meter. Dann ist es für vier bis fünf Monate ein großer See, heraus schauen nur noch die größeren Bäume, alles ist unter Wasser. Die Menschen bauen ihre Behausungen und Läden ab und woanders wieder auf. Bis die Trockenzeit kommt, dann fließt das Wasser Richtung Mekong wieder ab. Mithin ist der Tonle Sap-Fluss Zu- und Ablauf. Hier lebt man vom Fischfang und dem Reisanbau, passt sich dem Wasser an. Die Fläche schwankt zwischen Trocken- und Regenzeit zwischen 2700 und 25.000 Quadratkilometern – der Bodensee hat eine Fläche von 536 Quadratkilometern, die Länge beträgt maximal 250 km, die Breite 100 km. Im September erreichen die Überflutungen ihren Höhepunkt, dann stehen mehr als ein Drittel der landwirtschaftlichen Fläche in Kambodscha unter Wasser. 1997 wurde der See von der Unesco zum Biosphären-Reservat erklärt.
Hier finden sich auch die schwimmenden Dörfer, sprich die Häuser, Läden, Restaurant, Werkstätten und alles weitere schwimmt auf dem See. Alles ist auf Bambusplattformen aufgebaut, die wiederum meist von alten Blechfässern als Schwimmkörper getragen werden. Die Menschen, die hier leben, passen sich so dem schwankenden Wasserpegel an. Auf einigen erhöhten Stellen baut man auch Stelzenhäuser. In so einem Dorf leben um die eintausend Familien, es unterscheidet sich eigentlich nicht von denen an Land, nur das die Straßen eben Wasserstraßen sind. Wer hier auf dem See unterwegs ist, bekommt einen guten Eindruck vom Leben der Menschen am oder besser gesagt auf dem See. Der See ist Lebensgrundlage, Wohnort und Transportmittel zugleich. Die meisten Bewohner leben auf dem Wasser in irgendeiner Form.Okumaya devam et
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- Gün 26
- 10 Mart 2024 Pazar 12:30
- ☁️ 32 °C
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KamboçyaKaôh Mŭs13°13’51” N 103°39’44” E
Prek Toal, ein Vogelparadies

Weiter ging es von den schwimmenden Dörfern zu dem Vogelschutzgebiet Prek Toal. Es ist recht wenig los, Touristen kommen seltener in diese Region. Unser Guide war ebenfalls schon lange nicht mehr hier und der Fahrer überhaupt nicht. So kommt er den ganzen Tag mit uns. Hier finden sich um die 130 Vogelarten, vor allem Reiherarten, Ibis und Störche aber auch 700 Paare an Graupelikanen auf den insgesamt geschützten 312 Quadratkilometern. Insgesamt sollen in der Trockenzeit um die 30.000 Vögel hier leben, in der Regenzeit sind kaum welche an diesem Ort, sie ziehen dann weiter. Auch Schlangen und Schildkröten fühlen sich in dem Gebiet wohl.Okumaya devam et
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- Gün 27
- 11 Mart 2024 Pazartesi 10:00
- ☀️ 32 °C
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KamboçyaSiem Reap13°21’42” N 103°51’33” E
Kambodscha, das Resumee

Kambodschaner sind oft sehr freundliche und hilfsbereite Menschen, besitzen meist nicht viel und sind dennoch zufrieden mit dem Wenigen. Sie haben es schwer, besonders wenn die Gäste wegbleiben oder die Ernte schlecht ist. Aber auch dann und trotz der grausamen Geschichte haben sie oft ein Lächeln im Gesicht. Natürlich lässt sich keine Nation, keine Kultur in eine Schublade stecken, das vorweg. In den Gesprächen und Erzählungen fiel uns auf, dass hinter der Natur der Kambodschaner häufig ein starker Glaube steckt. Beruflicher Erfolg oder das Geldverdienen stehen nicht über Allem. Das Wesen der Kambodschaner ist eher ruhig, freundlich und fürsorglich. Das sollte man sich auch als Besucher zu Herzen nehmen. Touristen werden meist freundlich empfangen, und nicht nur des Trinkgeldes wegen. Das hilft den Menschen, ist aber kein Muss. Man gibt es gerne, denn es ist verdient. Hier fällt auf, dass sich die Kambodschaner echt über ein Trinkgeld freuen, dass sie nicht unbedingt erwartet haben. Natürlich gibt es Ausnahmen, wie überall. Die sind aber deutlich in der Minderheit. Der hier vorherrschende Buddhismus vertritt ja eine Philosophie des Mitgefühls und der Fürsorge im täglichen Leben. Hand in Hand mit dem Glauben geht auch der Aberglaube. Der ist hier weit verbreitet. Für vieles gibt es spezielle Rituale, um sicherzustellen, dass auch alles funktioniert. Räucherstäbchen oder Götter halten etwa die bösen Geister vom Haus fern. Nicht selten sieht man sie auch vorne an Tucktucks oder Autos. Klar, dass viele Geistergeschichten mögen. Der Buddhismus lehrt die Menschen zudem, offen für Neues zu sein. Auch wenn sie meist auf dem Land nur über eine Grundbildung verfügen, sind sie wissbegierig und neugierig.
Ganz weit oben steht die Familie, die auch die Ahnen miteinschließt. Sie stehen an erster, zweiter und dritter Stelle, bedeutet Ihnen alles. Deswegen sind die Familien hier oft auch recht groß, umfassen drei/vier Generationen.
Kambodscha bietet aber auch eine beeindruckende Kultur, die sich weltweit nicht verstecken muss und auf einer Höhe etwa mit Machu Picchu oder den Pyramiden steht. Trotz der vielen Kriege und Plünderungen und den Kolonisten. Der Besuch lohnt und man sollte auch genügend Zeit einplanen, um nicht nur Phnom Peng, den Strand (den wir ausließen) oder Angkor zu besuchen.Okumaya devam et