Indonesia
Banjar Cucukan

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4 travelers at this place:

  • Day148

    Gestern Abend hatte ich mich doch noch ein wenig über Bali schlau gemacht, was heißt, dass ich ein paar Seiten gefunden habe, welche ich mir heute früh durchlesen wollte. Jedoch stand zuvor das Frühstück an. Ich hatte bereits was im Kopf, was ich essen wollte, zu meiner Überraschung hatten sie das komplette Buffet gewechselt, somit probierte ich mich durch :)

    Danach ging es auf das Zimmer, denn einfach losstürzen geht hier nicht so einfach. Erstes Thema, wie gestalte ich meinen Aufenthalt in Bali, was will ich sehen, wo muss ich dafür hin und wie wähle ich meine Unterkunft und wo aus. Der Plan nach ein paar durchforsteten Seiten war ein wenig schwammig aber im Groben war er ok. Zweites Thema, will ich einen Roller mieten und mir das Chaos hier antun oder lass ich es lieber. Ich entschied mich schließlich dafür aber ohne die Preise zu kennen sollte ich auf keinen Fall zum Händler gehen. Auch hier las ich ein paar Seiten, ehe ich mir sicher war. Für meine weitere Planung brauchte ich nur ein wenig Bargeld, mit welchen ich dann zur Rollervermietung gehen wollte. Da ich ebenfalls gelesen hatte, dass manchmal das Hotel selber Roller verleiht, fragte ich unten an der Rezeption nach und der Mann dahinter wollte sich sofort kümmern. Ok, dann lass ich ich ihn mal machen. In der Zeit wollte ich zum Bankautomaten, blieb aber vor einer Übersichtskarte von Bali mit Tempeln und Sehenswürdigkeiten hängen. So kam er nach kurzer Zeit zurück und unterbreitete mir ein echt freches Angebot. Ich hatte ja schon gelesen, dass man hier erwartet, dass der richtige Preis von einem selber erhandelt werden muss aber jedes Mal …. Er schlug mir eine Tagesrate von 100.000 Rupiah vor, was ich gleich ablehnte. Das sind um die sieben Euro. Das klingt nicht viel aber die übliche ist um die 50.000 Rupiah. Also lehnte ich jeden Preisvorschlag ab und wir blieben bei 60.000 Rupiah stehen. Da ich den Roller für acht Tage nahm bekam ich schließlich nach erneuter Rücksprache meinen Roller mit meiner geforderten Tagesrate. Dieser Punkt war somit abgehakt und der Roller sollte in einer halben Stunde bereit stehen. Nun also zum Geld abheben, dafür ging ich in den Laden neben an und ich wollte gleich ein wenig mehr abheben. Der Bankautomat forderte mich zweimal auf den Betrag zu reduzieren und akzeptierte den dritten Betrag aber es kam kein Geld heraus. Ich bin mal gespannt ob es vom Konto abgezogen wird :( Beim Nächsten klappte es ohne Probleme und ich ging zurück zum Hotel. Nach kurzer Zeit kam der Mann von der Rollervermietung und überreichte meinen kleinen Begleiter für die nächsten Tage. Die Scheibe vom vorderen Licht war zwar gebrochen aber ich schrieb dies mit in den Vertrag. Ansonsten funktionierte er soweit. Ich fragte wegen der Scheibe ob dies ein Problem mit der Polizei geben könnte, was er verneinte. Naja, bleibt abzuwarten. Würde man fast denken, dass es losgehen könnte. Nein etwas fehlte noch. Wenn man schon Tempel besichtigen wöltte, sollte man sich an die Kleiderordnung halten. Deswegen erkundigte ich mich an der Hotelrezeption und ich brauchte somit einen Sarong. Das ist ein Tuch, welches man um die Hüfte wickelt und wie ein Rock aussieht. Das sollte für ca. 20.000 Rupiah auf den traditionellen Markt gegenüber erhältlich sein. Dort angekommen, wen verwundert es, wurde ich gleich angesprochen. Nachdem ich der Frau deutlich gemacht hatte, was ich wollte, gingen wir zu ihrer Schwester. Auf dem Weg lernte ich gleich den restlichen Markt kennen, den ich gestern irgendwie übersehen hatte. Bei der Schwester wurden mir gleich gebadigte Sarongs umgeworfen. Ich fragte nach den Preis, 450.000 Rupiah waren mir eindeutig zu viel und von den 20.000 Rupiah weit entfernt. Also fragte ich nach billigeren, welche natürlich nicht mehr so schick aussahen. Ich hatte ihnen gesagt, dass mir der Preis für einen Sarong etwas niedriger gesagt worden war. Der Nächste kam trotzdem noch 150.000 Rupiah und sie ließen nicht weiter mit sich handeln. Vielleicht war ich nicht energisch genug aber man will sie ja auch nicht vor den Kopf stoßen. Also habe ich das Tuch für 10 Euro gekauft. Also ihr seht, so ganz klappt das bei mir noch nicht, beim Roller ja aber nicht beim Sarong.

    Nun hatte ich alles beisammen und konnte meine Erkundungstour starten. Ab auf den Roller und ab zur Tankstelle, denn der Tank war leer. Diese war direkt gegenüber und für umgerechnet nicht mal zwei Euro war der Tank rand voll. Nun hieß es sich im Straßenverkehr behaupten, da bekomme ich selbst beim Schreiben ein Schmunzeln ins Gesicht :D Wiedererwartens machte mir das chaotische Fahren ohne Regeln nichts aus, im Gegenteil es machte Spaß :) Mein erster Weg führte zum Masceti Tempel. Ich musste nur entlang einer Hauptstraße fahren, was nicht weiter schwer ist aber bei dem Verkehr und wenn jeder der Erste sein will. Aber wie gesagt, ich passte mich schnell den Einheimischen an und es ging links und rechts an Rollern oder Autos vorbei. Nur zweimal wurde mir ein wenig unwohl, als auf einer normalen Straße ein Auto im Gegenverkehr überholen musste, trotz das ich entgegen kam. Das gleich Spiel war später mit einem Bus. Aber alles gut und bin heute super durchgekommen, soviel schon vorab. Auf dem Hinweg hatte ich das seltene Glück gleich in eine Verkehrskontrolle zu kommen und ich befürchtete schon schlimmes. Im Internet stand, dass die Polizisten hier immer was dazu verdienen müssten, weswegen sie bei Touristen gern mal genauer hinschauen und immer etwas finden würden. Die Scheiben von meinem vorderen Licht war ja zum Beispiel kaputt und mein Tacho geht übrigens auch nicht :P Ich sah die Polizeikontrolle und fuhr extra auf die rechte Spur, um einfach mit den Strom weiter gespült zu werden. Der Polizist sprang jedoch mit seiner Trillerpfeife und einen Stock auf die Fahrbahn und winkte mich heraus. Ich machte den Motor aus und steckte den Schlüssel ein. Das war ein Tipp aus dem Internet, wenn der Polizist einmal den Schlüssel in der Hand hat, hat er dich ebenfalls in der Hand. Auch hatte ich mir ein wenig Kleingeld beiseite gelegt, damit er nicht mein Portemonnaie sieht. Denn meisten fällt die Strafe so hoch aus, wie dein Geldbeutel gefüllt ist. Aber ich sollte Glück haben, sie fragten mich nur nach meiner internationalen Fahrerlaubnis, welche ich dabei hatte und vorzeigen konnte. Danach durfte ich weiter fahren.
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